Eine Unterrichtseinheit zum Thema Kokain - Umfrage, Vorbereitung, Durchführung, Evaluation

 
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Eine Unterrichtseinheit zum Thema Kokain - Umfrage, Vorbereitung, Durchführung, Evaluation
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009                1

Eine Unterrichtseinheit zum Thema Kokain

Umfrage, Vorbereitung, Durchführung, Evaluation

Abschlussarbeit im Rahmen der Weiterbildung als Kontaktlehrperson

Eingereicht von Serge Mühlematter, Winterthur
Arbeitgeber: Berufsschule für Gestaltung, Zürich

Winterthur, Ende Juni 2009
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009        2

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung                                          3

2. Umfrage                                             4
        2.1     Stichprobe und Durchführung
        2.1     Auswertung

3. Unterrichtseinheit zum Thema Kokain                 6
        3.1     Planung des Unterrichts
        3.2     Durchführung des Unterrichts
                3.2.1 Erste Lektion
                3.2.2 Zweite Lektion
                3.2.3 Dritte Lektion

4. Evaluation des Unterrichts                          10
        4.1 Ziel und Durchführung
        4.2 Resultate der Evaluation
                4.2.1 Skalierungsfragen
                4.2.2 Offene Fragen

5. Schlusswort                                         14

6. Anhang                                              15
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1. Einleitung
Nachdem wir an unserer Schule im letzten Schuljahr im Rahmen der
Suchtprävention/Gesundheitsförderung eine grössere Veranstaltung für alle Lehrpersonen
durchgeführt hatten, war in diesem Jahr der Bedarf als Kontaktlehrperson stärker, etwas direkt
für die Berufslernenden zu erarbeiten. Da von Seiten der Schulleitung her keine konkreten
Bedürfnisse bezüglich Suchtprävention/Gesundheitsförderung angetragen wurden, hatte ich
ziemlich freie Hand, um ein Projekt auf die Beine zu stellen. Meine KLP-Team-Kollegin
Margaret Rigling und ich kamen zum Schluss, es wäre sinnvoll, eine Unterrichtseinheit zu
planen, die bei Bedarf auch anderen Lehrpersonen weiter gegeben werden könnte. Somit können
auch zwischen der Gesundheitsförderung und dem allgemein bildenden Unterricht Synergien
genützt werden.
Ich war motiviert dafür, im Unterricht mit den Berufslernenden ein bestimmtes Thema aus der
Suchprävention genauer zu untersuchen. Aber welches Thema sollte war geeignet? Um diese
Frage zu beantworteten, startete ich eine repräsentative Umfrage bei 160 Lernenden. Dabei
stellte sich heraus, dass die Jugendlichen am liebsten mehr zum Thema Kokain erfahren wollten.
Als nächstes musste eine Unterrichtseinheit geplant werden, welche einerseits
abwechslungsreich und handlungsorientiert und andererseits möglichst in der Lage war,
sämtliche Fragen der Jugendlichen zum Thema in den Klassen zu beantworten.
Margaret Rigling unterstützte mich dabei, eine sinnvolle Unterrichtsstruktur zu kreieren.
Nach der groben Skizzierung des Unterrichts musste Material angeschafft und die
Feinstrukturierung der Lektionen geplant werden. An den vorgesehenen Daten wurde der
Unterricht zum Thema Kokain durchgeführt und am gleichen Termin von den Klassen auch
noch evaluiert.
Diese Arbeit besteht also aus drei Hauptkapiteln: Der Umfrage, der Unterrichtseinheit und
der Evaluation des Unterrichts.
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit zum Thema Kokain besteht darin, dass die
Berufslernenden verschiedene Facetten des Themas erfassen und sie die Möglichkeit erhalten,
sich möglichst gut zu informieren und möglichst alle ihre Fragen zu beantworten. Der Unterricht
ist ausdrücklich nicht als abschreckender oder mahnender Drohfinger angelegt im Sinne davon,
dass die Droge Kokain verteufelt werden soll. Mit den schülerorientierten Gruppenarbeiten soll
den Jugendlichen viel mehr aufgezeigt werden, dass diese die Fähigkeit besitzen, sich sämtliche
relevanten Informationen anzueignen und lernen zu verstehen, dass hinter jeder Droge ein
Spektrum von Geschichten und Informationen steht.
Ich habe selber noch kein einziges Mal Kokain konsumiert, versuchte jedoch, mich gut zu
informieren um die Dynamik dieses Stoffes zu verstehen. Um mich vorzubereiten habe ich
folgende Werke angeschafft und studiert:
- „Kokainkonsum zwischen Hedonismus und Verelendung“ (2007) von H. Zurhold und O.
Müller, Lambertus.
- „Kokain und Crack“ (2004) von H. Stöver und M. Prinzleve, Lambertus.
Ausserdem habe ich den Film „Cocaine Cowboys“ besorgt und angeschaut. Ein wichtiges
Hilfsmittel war auch die offizielle Infobroschüre „Kokain“ von der sfa. Ausserdem habe ich vom
Archiv „swissdox“ eine grosse Anzahl spannender Zeitungsartikel zum Thema Kokain
herunterladen können.
Ich danke Margaret Rigling für die Zusammenarbeit bei der Unterrichtsvorbereitung. Und ich
hoffe, dass der Leser auf den folgenden Seiten kohärent über das Projekt informiert wird.
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2. Umfrage
2.1 Stichprobe und Durchführung
Um zu klären, welches Thema innerhalb der Suchtprävention und Gesundheitsförderung bei den
Jugendlichen auf besonderen Anklang stossen würde, sollte vorgängig eine repräsentative
Umfrage durchgeführt werden.
Die Umfrage wurde in den Monaten März und April 2009 durchgeführt.
Stichprobe:
Es machten insgesamt 160 Berufslernende aus 12 Klassen mit.
Es waren ausschliesslich Klassen des ersten Lehrjahres von der Berufsschule für Gestaltung.
Sie lernen verschiedene Berufe wie Reprografen, Industrielackierer, Carossier Lackiereri,
Dekorationsgestalter oder Drucktechnologe.
Das Geschlechtsverhältnis ist ausgeglichen: Es haben 76 Frauen (48%) und 84 Männe (52%) bei
der Umfrage mitgemacht.
Das Durchschnittsalter dürfte ungefähr bei 17 Jahren liegen.

Fragebogen:
Die Befragten erhielten einen Fragebogen mit 12 Themen aus dem Bereich Gesundheit und
Sucht. Sie wurden dazu aufgefordert, von diesen 12 zwei Themen zu markieren, die sie gerne im
Unterricht behandelt hätten:
Welche der folgenden Themen sollte man Ihrer Meinung nach in der Berufsschule (AbU) im
Unterricht mit den Lernenden vertieft thematisieren:
Kreuzen Sie bitte genau zwei Themen an!

Die 12 Themen lauteten:
❒      Alkoholkonsum
❒      Rauchen
❒      Kiffen
❒      Kokain und Partydrogen
❒      Stress und psychische Belastungen
❒      Themen rund um Sexualität
❒      Internetsucht, Handy, Games, Spielsucht
❒      Depression
❒      Gewalt
❒      Mobbing
❒      Ernährung und Körper
❒      Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen

Die Umfrage wurde in den Klassen auf Formularen im A6-Format ausgeteilt (vergleiche
Anhang) und schriftlich und anonym innerhalb von wenigen Minuten durchgeführt.
Das Ziel war, dass alle Befragten zwei Themen ankreuzen, über die sie gerne mehr erfahren
möchten.
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2.2 Auswertung der Umfrage

Bei 160 Befragten mit je zwei Nennungen sind insgesamt 320 Nennungen zu erwarten.
Das Resultat der Umfrage sieht so aus:

                                                        Anzahl
          Rang   Thema                                 Nennungen
            1.   Kokain und Partydrogen                    52
            2.   Sexualität                                43
            3.   Gewalt                                    37
            4.   Stress                                    36
            5.   Alkohol                                   27
            6.   Internet                                  24
            7.   Depression                                24
            8.   Ernährung                                 21
            9.   Kiffen                                    20
           10.   Selbstwert                                19
           11.   Mobbing                                   10
                                   Total                  320

                        Mobbing;
                                 Rauchen; 2%
                          3%
           Selbstwert; 6%

                                                                     Kokain und
        Kiffen; 6%                            Kokain und             Partydrogen
                                           Partydrogen; 16%          Sexualität

                                                                     Gewalt

                                                                     Stress
               Ernährung; 7%
                                                   Sexualität; 13%
                                                                     Alkohol
               Depression; 8%
                                                                     Internet

                                                   Gewalt; 12%       Depression
                  Internet;
                     8%                                              Ernährung
                              Alkohol;
                                8%       Stress; 11%                 Kiffen

Die Umfrage brachte also hervor, dass das Thema „Kokain und Partydrogen“ von den Befragten
am meisten gewünscht ist.
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3. Unterrichtseinheit zum Thema Kokain
3. 1 Planung des Unterrichts
Bei der Vorbereitung des Unterrichts zum Thema „Kokain und Partydrogen“ haben wir
festgestellt, dass dieses Thema für eine Unterrichtseinheit zu umfassend ist. Zur Vereinfachung
haben wir die Partydrogen leider weg lassen müssen und uns ausschliesslich auf das Thema
„Kokain“ konzentriert.
Das Thema „Kokain“ soll für den allgemeinbildenden Unterricht aufbereitet werden. Das Ziel ist
es, in einer Sitzung von drei Lektionen à 45 Minuten das Thema auf handlungsorientierte,
abwechslungsreiche und schülergerechte Art zu behandeln.
Das grobe Unterrichtskonzept sieht folgendermassen aus:

1. Lektion     1.1 Einstimmung ins Thema mit dem Begriff „Aufputschen“
               1.2 Schülerfragen generieren zum Thema „Kokain“ und mit Hilfe von
                    Moderationskarten an der Wandtafel thematisch gruppieren
               1.3 Kleiner Filmausschnitt zur Geschichte und Herstellung Kokains
               1.4 Quiz zum Thema Kokain (20 Fragen) mit Hilfe von Powerpoint und
                    anschliessender Beantwortung
2. Lektion     Vorbereitung von Schülerpräsentationen zu verschiedenen Aspekten von
               Kokain in Zweiergruppen:
               2.1 Studium von Zeitungsartikeln
               2.2 Herstellung eines Flipchart-Plakats
3. Lektion     Präsentation der Themen mit Hilfe der Plakate in Zweiergruppen

Dieser Unterricht hat folgende Ziele: Eine hohe Handlungsorientierung und ein Schwergewicht
auf Selbständigkeit und Sprachförderung. Durch das spannende Thema und die hohe
Rhythmisierung und Schüleraktivität sollte bei den Lernenden eine gute Motivation erreicht
werden.
Pädagogische Ziele: Diese Unterrichtseinheit zum Thema Kokain hat zum Ziel, die Fragen der
Jugendlichen zu dieser Droge zu klären und die weiteren Aspekte aufzuzeigen, die mit dem
Thema zusammen hängen. Es geht weniger darum, einen Mahn- oder Drohfinger aufzuhalten.
Weil der Gefährdungsgrad der Berufslernenden sehr heterogen und bei vielen für Kokain auch
sehr minim ausgeprägt ist (nur 3% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben in der
Schweiz bereits Kokain ausprobiert) , sollen viel mehr auf neutrale Weise die verschiedenen
Facetten der Droge „Kokain“ erarbeitet werden. In allgemeinbildender Tradition werden dabei
verschiedene Aspekte wie Geographie, Geschichte, Biologie, Chemie, Medizin, Wirtschaft,
Recht, Psychologie, Sprache und so weiter gestreift. Die Jugendlichen sollen soviel
wissenschaftlich fundierte Informationen wie möglich zum Thema erhalten und in die Lage
gebracht werden, sich selber ein Bild zum Thema zu machen. In dieser Unterrichtseinheit wird
also nicht eigentlich direkt Suchtprävention durchgeführt, sondern viel mehr Allgemeinbildung
zu einem spezifischen Drogenthema.

Themen: In der zweiten Lektion sollen die Jugendlichen in Zweiergruppen verschiedene
spezifische Bereiche des Oberthemas Kokain erarbeiten und in der dritten Lektion müssen diese
Themen mit Hilfe von Plakaten vorgestellt werden. Es sind die folgenden acht Themen
vorgesehen:
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Acht Unterthemen zu Kokain

1    Die Kokapflanze                 Was ist das für eine Pflanze? Aussehen und Charakter?
                                     Vorkommen?
2    Koka als Kulturpflanze          Wie werden die Kokapflanzen auch noch genützt?
                                     Wie ist der Gebrauch in Südamerika?
                                     Wie war der Konsum früher?
3    Wirkungen des                   Was sind die hauptsächlichen psychischen und
     Kokainkonsums                   körperlichen Auswirkungen des Kokainkonsums?
                                     Wo liegen die Gefahren?
                                     Was geschieht im Gehirn beim Konsum von Kokain?
4    Kokain als Krankheit            Wie sieht die Kokainkultur in der Schweiz aus?
     unserer Zeit                    Wer konsumiert in der Schweiz Kokain? Was sind das für
                                     Menschen?
                                     Wie funktioniert die Behandlung?
                                     Ist ein Ausstieg möglich?
5    Kokainhandel in der             Wie wird das Kokain in die Schweiz eingeführt?
     Schweiz                         Wie wird gehandelt?
                                     Wie reagiert die Polizei?

6    Kokainkonsum:                   Wie stark ist der Konsum von Kokain verbreitet?
     Häufigkeit und                  - In der Schweiz?
     Verbreitung                     - In der EU?
                                     - Auf der Welt?
7    Der kolumbianische              Was weiss man über das „Medellinkartell“?
     Kokainhandel                    Wie läuft der kolumbianische Kokainhandel?
                                     - Pablo Escobar, Griselda Blanco, Cocaine Cowboys
8    Der mexikanische                Was weiss man über den mexikanischen Kokainhandel?
     Kokainhandel                    - Chapo Guzman

3. 2 Durchführung des Unterrichts
Die Unterrichtseinheit „Kokain“ wurde nun bereits zwei Mal realisiert:
• Am Mittwoch, den 24. Juni 2009 mit einer Klasse Reprografen im ersten Lehrjahr
(12 Anwesende): 3 Lektionen
• Am Donnerstag, den 25. Juni 2009 mit einer Klasse Industrielackierer im ersten Lehrjahr
(15 Anwesende): 4 Lektionen
3.2.1 Erste Lektion
An beiden Tagen habe ich zur Veranschaulichung des Themas „Aufputschen“ das Schulzimmer
mit folgenden Getränken dekoriert: Kaffe, „CocaCola“ und „RedBull.“
Der Unterricht war an beiden Tagen intensiv und die Lernenden haben gut und interessiert
mitgemacht.
Um die Motivation noch zusätzlich anzukurbeln, habe ich für die Plakate und die Präsentationen
eine Beurteilung mit Note in Aussicht gestellt.
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Die Lernenden erhielten drei Arbeitsblätter, welche der Struktur des Unterrichts folgten
(vergleiche Anhang).
Welche Fragen zum Thema Kokain haben die Lernenden zu Beginn des Unterrichts gestellt?
Ich gebe eine kleine Auswahl von je sechs Beispielen:

Reprografen                                            Industrielackierer
• „Wie gelangt es in die Schweiz?“                     • „Welche Risiken bestehen beim Konsum?“
• „Wie wurde es entdeckt?“                             • „Was für Nebenwirkungen hat Kokain?“
• „Bleiben Schäden, wenn man nur 1x Kokain             • „Wie wirkt Kokain auf Sport?“
   konsumiert?“                                        • „ Wann wird Kokain das erste Mal
• „Welche Wirkung hat Kokain genau?“                      erwähnt?“
• „Woraus besteht Kokain genau?“                       • „Wie wird Kokain hergestellt?“
• „Wie gestreckt ist die Ware?“                        • „Was ist der Unterschied zwischen weissem
                                                          und schwarzem Kokain?“

Die Lernenden wurden angewiesen, in Zweiergruppen zirka zwei bis drei gute Fragen an die
Wandtafel zu heften.
Nachdem alle Fragen an der Wandtafel waren, wurden pro Klasse zwei Lernende angewiesen,
die Fragen in sinnvolle Unterthemen zu gruppieren. Dabei kamen die folgenden Gruppen heraus:
• Herstellung und Chemie
• Konsum und Wirkungen
• Geschichte
• Handel
Mit diesem Einstieg sollten die Lernenden für die kommenden Themen sensibilisiert und
neugierig gemacht werden.
Nach diesem Einstieg wurde das Quiz (vergleiche Anhang) mit 20 Multiple Choice Fragen via
PowerPoint durchgeführt und es wurde überprüft, wie viel Vorwissen schon besteht. Durch die
anschliessende unmittelbare Beantwortung des Quiz konnten bereits einige offene Fragen geklärt
werden.
Nach dem Quiz wurde der Anfang eines Filmes über Kokain gezeigt.
Der Film wurde auf arte gezeigt und ist zurzeit auf Youtube abrufbar:

http://www.youtube.com/watch?v=u_R4o7ClLlk
Er heisst „Kokain und Aufputschmittel – Euphorie und Absturz“.
Am Anfang des Films wird kurz auf die Geschichte und die Herstellung der Droge eingegangen.
Damit war die erste Lektion beendet.
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3.2.2 Zweite Lektion
In der zweiten Lektion erarbeiteten die Lernenden in Zweiergruppen je ein spezifisches Thema
und gestalteten dazu ein Plakat. Damit nicht viel Zeit mit Internetrecherchen verloren ging, habe
ich für alle acht Themen je eine Infomappe mit mehreren spezifischen Artikeln
zusammengestellt.
Die Lernenden mussten nun diese Artikel studieren, relevantes Wissen extrahieren und
entscheiden, welche Informationen sie für das Plakat und die Präsentationen verwenden wollten.
Hier hätte auch die Möglichkeit bestanden, die Jugendlichen selber recherchieren zu lassen. Um
jedoch angesichts des gedrängten Programms Zeit zu sparen hatte ich Vorarbeit geleistet, und
mit Hilfe von Digithek und Swissdox viele interessante Artikel bereitgestellt. Im Anhang folgt
eine Liste mit einigen Artikeln der Infomappen.
Ausserdem wurde für alle Lernenden ein neuer Infoflyer über Kokain bereit gestellt, den ich bei
der sfa (Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme) bestellt hatte.

Der Auftrag für die Lektionen zwei und drei wurde den Lernenden schriftlich abgegeben und
sieht so aus:

Plakatgestaltung und Präsentation in Zweiergruppen

Anforderungen an das Plakat
• Titel
• Druckbuchstaben: leserlich und angemessene Grösse
• Sauber strukturieren, evtl. zweifarbig (z. B. schwarz und blau)
• Eventuell mit einem Bild oder einer Grafik illustrieren
• Ungefähr acht wichtige und spannende Informationen stichwortartig festhalten
• Mögliche Arbeitsteilung: Jemand diktiert und jemand schreibt.

Anforderungen an die Präsentation
• Hochdeutsch
• Präsentationsdauer der gesamten Gruppe (ohne Fragenbeantwortung):
   mindestens 4 Minuten, höchstens 10 Minuten)
• Einführende Sätze über die Gruppe, die Ziele und das Vorgehen
• Die Stichworte auf dem Plakat in zusammenhängenden Sätzen und eigenen Worten frei
   erläutern.
• Fazit und Schlusswort: Was ist die wichtigste Erkenntnis?
   Was haben Sie nicht herausgefunden?
• Beantwortung von Fragen
• Die Gruppenmitglieder sollten sich bei der Präsentation zu gleichen Teilen aufteilen
   (mindestens zwei Minuten Sprechzeit pro Person)

Die Plakate und die Präsentationen werden benotet (SuK).
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3.2.3 Dritte Lektion
In der letzten Lektion sollten gemäss Plan sämtliche Präsentationen durchgeführt werden. In der
Praxis hat sich nun gezeigt, dass die zweite Lektion zu kurz war, damit alle Gruppen die
Informationen genügend studieren und saubere Plakate gestalten konnten. Deshalb wurde für das
Gestalten der Plakate etwas Überzeit gegeben und die Präsentationen begannen ungefähr eine
Viertelstunde später. Damit reichte es nun aber bis zum Schulschluss nicht für alle Gruppen. Pro
Klasse hat nun ungefähr die Hälfte aller Lernenden ihre Kurzreferate durchgeführt. Die
restlichen Arbeiten werden in der folgenden Woche nachgeholt.
Insgesamt waren die Produkte erfreulich. Es wurden viele schöne Plakate hergestellt und die
Lernenden wussten viel Interessantes darüber zu berichten, was sie in den Artikeln gelesen
hatten. Naturgemäss unterschieden sich die Leistungen der Gruppen deutlich voneinander. Dabei
kam es auf die Schwierigkeit des Themas aber auch stark auf die sprachlichen Fähigkeiten des
Einzelnen an, was in dieser kurzen Zeit für eine Präsentation herausgeholt werden konnte.
Ende des Unterrichts: Die Klassen wurden dazu angehalten, als Hausaufgabe den Info-Bogen der
Fachstelle zu studieren.

4. Evaluation des Unterrichts
4.1 Ziel und Durchführung
Um zu erfahren, was die Lernenden über diese Unterrichtseinheit denken, wurde am Ende ein
Fragebogen verteilt. Es wurden sechs Skalierungsfragen gestellt und vier offene Fragen.
Die Skalierungsfragen lauteten:

Klasse:

                                                                                                                                       trifft überhaupt nicht zu
Datum:                                                                                                             trifft weniger zu
                                                                                                  trifft eher zu
                                                                                 trifft voll zu

1         Mit dieser Unterrichtseinheit bin ich zufrieden.

2         Ich habe viel zum Thema gelernt.

3         Meine Fragen wurden beantwortet.

4         Die Organisation des Unterrichts war gut.

5         Ich arbeite lieber selbständig als langen Erklärungen der Lehrperson
          zuzuhören.
6         Ich möchte dieses Unterrichtsthema gerne vertiefen und verlängern.
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009                                           11

Die offenen Fragen lauteten:

A) Was hat Ihnen in dieser Unterrichtseinheit am besten gefallen?
B) Was hat Ihnen in dieser Unterrichtseinheit am wenigsten gefallen?
C) Worüber hätten Sie gerne noch mehr erfahren oder gelernt?
D) Was möchten Sie der Lehrperson zu dieser Unterrichtseinheit sonst noch gerne sagen?

4.2 Resultate der Evaluation
Die Antworten der Skalierungsfragen wurden quantifiziert, indem den Antwortemöglichkeiten
Zahlen zugeordnet wurden:
• „Trifft voll zu“:                     Wert 1
• „Trifft eher zu“:                     Wert 2
• „Trifft weniger zu“:                  Wert 3
• „Trifft überhaupt nicht zu“:          Wert 4

4.2.1 Skalierungsfragen
In der folgenden Tabelle werden sämtliche Antworten der sechs Skalierungsfragen dargestellt.
Klasse Reprografen

Nr.    Kriterium                                       Antworten der Lernenden Durchschnitt

1      Zufriedenheit                      1 1 1         2 x 2 1 1 2 1 1 1         1.27

2      Lerneffekt                         1 1 2         1 1 2 1 1 1 1 2 2         1.33

3      Beantwortung der Fragen            3 1 1         1 1 2 1 1 1 1 2 1         1.33

4      Organisation                       1 1 1         1 2 3 1 1 1 1 1 1         1.25

5      Präferenz Selbständigkeit          1 1 3        2.5 1 1 1 2 3 2 2 2        1.79

6      Wunsch zur Verlängerung            1 1 1         2 3 2 2 2 2 3 2 3         2.00

                                                          Gesamt-Durchschnitt      1.5

Die Antworten zeigen, dass diese Klasse mit dieser Unterrichtseinheit sehr zufrieden war. Bei
den ersten vier Fragen liegt der Durchschnittwert nahe beim besten Wert „Trifft voll zu.“ Nur bei
den Fragen 5 und 6 liegt der durchschnittliche Wert bei „Trifft eher zu“; was ja immer noch ein
zufriedenstellendes Resultat repräsentiert.
Der Gesamtdurchschnitt liegt bei 1.5; also genau in der Mitte zwischen: „Trifft voll zu“ und
„Trifft eher zu“, was man ausgedeutscht als „Trifft fast voll zu“ umschreiben könnte.
Insgesamt finde ich das ein ausgezeichnetes Resultat.
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009                                             12

Klasse Industrielackierer

Nr. Kriterium                                             Antworten der Lernenden Durchschnitt

1    Zufriedenheit                 2    3     1   2    2 2 1 2 4 3 1 3       2   1       2.07

2    Lerneffekt                    2    3     2   2    2 2 1 2 3 3 2 2       2   2       2.14

3    Beantwortung der
     Fragen                        2 2.5      2   2    3 2 1 2 4 2 2 3     2.5   1       2.21

4    Organisation                  2    3     2   3 2.5 2 1 2 4 4 2 3        2   2       2.46

5    Präferenz
     Selbständigkeit               3    2     1   3    3 3 1 3 4 x 2 4       1   1       2.38

6    Wunsch zur
     Verlängerung                  2    4 2.5     2    2 3 1 2 4 1 1 3       1   2       2.18

                                                             Gesamt-Durchschnitt         2.24

Leider fehlt ein Fragebogen.
Wiederum entspricht die 1 der besten und die 4 der schlechtesten Rückmeldung.
Wie aus der Tabelle gut zu entnehmen ist, fallen die Rückmeldungen dieser Klasse deutlich
weniger gut aus als die der Reprografen, und zwar durchschnittlich um 0.75 Punkte. Die
Antworten bewegen sich hier durchschnittlich zwischen dem Skalenpunkt 2: „Trifft eher zu“ und
dem Skalenpunkt 3: „Trifft weniger zu“, wobei der Gesamtdurchschnitt immerhin näher an der 2
als an der 3 liegt. Über alles betrachtet ist das ein persönlich leicht enttäuschendes, aber immer
noch akzeptables Resultat.
Sicherlich ist das Resultat signifikant schlechter als bei der Reprografen-Klasse. Das ist aus zwei
Gründen erstaunlich: Erstens hatte die Klasse für das Thema eine ganze Lektion mehr Zeit zur
Verfügung. Und zweitens verfügte ich als Lehrperson bereits über Vorerfahrung, weil die
Einheit hier zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Ich habe zwei Erklärungen bereit: Erstens:
Die hohe Sprachlastigkeit des Auftrags hat bei einigen Industrielackierern zu einer
Teilüberforderung und somit auch Teilunzufriedenheit geführt. Zweitens: Bei dieser Klasse habe
ich aus ökonomischen Gründen die Gruppen- und Themenzuordnungen auslosen lassen, und
zwar mit der vorgängig gemachten Erfahrung, dass die selbständige Themen- und Gruppenwahl
zu einem erheblichen Zeitverlust geführt hatte.

4.2.2 Offene Fragen
Wie wurden die offenen Fragen in der Evaluation beantwortet?
1. Frage: „Was hat Ihnen am besten gefallen?“
Fast alle Teile des Unterrichts wurden hier genannt: Fragen an der Wandtafel, Film, Quiz,
Plakat, Präsentationen, gute Informationen usw. Die häufigste Nennung betrifft das selbständige
Arbeiten, das bei einem Grossteil der Lernenden auf Gegenliebe gestossen ist.
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009                                              13

2. Frage: „Was hat Ihnen am wenigsten gefallen?“
Der Punkt, der am meisten genannt wurde, war die mangelnde Zeit. Einige nannten auch das
Präsentieren, andere die Auslosung der Gruppen. „Ich kann nicht unter Zeitdruck arbeiten“,
schrieb eine Person. Einige Lernende schrieben aber auch, dass ihnen nichts nicht gefallen hat.
Typisch widersprüchlich waren die Aussagen: „Zu wenige Informationen“ versus „Zuviele
Informationen“. Als Lehrperson für eine grössere Gruppe ist es natürlich nie möglich, alle
individuellen Präferenzen zu berücksichtigen.

3. Frage: „Worüber hätten Sie gerne noch mehr erfahren?“
Die Antworten auf diese Frage waren sehr vielfältig und unterschiedlich. Typische Antworten
bei diesem Punkt waren:
- „Meine Fragen wurde alle beantwortet.“
- „Andere Drogen, wie z. B. Speed“.
Dazu wurden aber auch genannt: Entstehung, Herstellung, Geschichte, Handel, Wirkung, Preise,
allgemeine Vertiefung und so weiter. Eine Person meinte, sie hätte gerne noch mehr direkt vom
Lehrer erfahren und eine andere wiederum sagte, sie hätte gerne noch einen Film dazu gesehen.

4. Frage: „Was möchten Sie der Lehrperson sonst noch sagen?“
Bei diesem Punkt wurden die Lektion und die Lehrperson oft gelobt. Einige haben auch nicht
geantwortet und einige verlangten etwas mehr Zeit für den Unterricht. Insgesamt drückten
jedoch viele ihre Zufriedenheit mit dem Thema und der abwechslungsreichen Unterrichtseinheit
aus.
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009                                            14

5. Schlusswort

Das Spektrum der Möglichkeiten, die sich mir als Kontaktlehrperson für Gesundheitsförderung
anbietet, ist beinahe grenzenlos. Wo sollen wir den Schwerpunkt setzen? Hier reicht die
Bandbreite von der Politik und der Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum kurzen Einzelgespräch mit
einem Menschen in Entwicklung. Was ist am wirksamsten? Wie gross ist überhaupt der Einfluss
der Berufsschule auf die Entwicklung ihrer Lernenden? Wie sollen die Mittel eingesetzt werden,
damit die öffentliche Gesundheit, die Public Health, am meisten davon profitiert? Was bringt
mehr, ein sinnstiftender Waldspaziergang mit einer suchenden Person, eine nationale
Plakatkampagne oder ein neues Bundesgesetz?
Für mich persönlich sind folgende Voraussetzungen wichtig für eine gesunde Entwicklung und
einen vernünftigen Umgang mit Genussmitteln: Intakte, innige und stabile Beziehungen,
Geborgenheit und Selbstvertrauen, Freude am Leben und Erfolgserlebnisse, strukturierte Zeit mit
sinnvollen Aufgaben, Neugier und Hoffnung und die Aussicht auf eine positive Zukunft. Dabei
helfen unter anderem Bewegung in der Natur oder die Fähigkeit sich zu freuen und sich zu
entspannen. Drogenkonsum ist ein Substitut für einige der genannten Aspekte.
Wie stark ist bei diesen Voraussetzungen meine Rolle als Kontaktlehrperson? Was soll ich tun,
um meiner Rolle gerecht zu werden? Natürlich ist ein solch kleines Projekt lediglich ein
winziges Puzzleteilchen. Es ist in diesem Rahmen wohl gar nicht möglich, einen grossen
Anspruch zu erheben.
Das Wissen über die Herkunft, die Wirkung und die Gefährlichkeit einer Droge ist ein kleiner
Baustein in der Entwicklung von Adoleszenten, welcher diesen rein kognitiv eine gewisse
Souveränität zuteilt. Als Kontaktlehrer kann ich niemandem den Zugang zu Kokain
verunmöglichen. Ich kann jedoch aufzeigen, was Kokain ist, woher es kommt und welches die
Gefahren sind. Ich kann das Erfolgserlebnis vermitteln, dass man sich gut über dieses Thema
informieren kann. Auch wenn der Unterricht dazu kurzweilig und sinnhaft war und ein
Lerneffekt nach sich zog, kann dieser Nachmittag bereits wieder als ganz kleines Erfolgserlebnis
gewertet werden. Irgendetwas tun, ist sicher besser, als gar nichts tun.
Und so bin ich der Überzeugung, dass dieses winzige Projekt die Gesundheitsförderung im
Kanton Zürich zwar nicht fundamental weitergebracht hat, aber doch immerhin einigen jungen
Menschen die Möglichkeit geboten hat, ihr Wissen zu einem aktuellen Suchtthema zu
entwickeln. Und das ist nicht sehr viel. Aber es ist mehr als nichts. Ein wunderbarer Spruch
eines weisen Menschen lautet: Auch die grösste Reise hat irgendwann mal mit einer kleinen
Bewegung und einem kleinen Schritt begonnen.
Welche Aspekte des beendeten Projekts können als gelungen bezeichnet werden? Die Evaluation
hat gezeigt, dass der Ablauf und die Struktur des Unterrichts gut angekommen sind. Lernende
sind dankbar, wenn der Unterricht aus einem Mix wie Quiz, Film, Lesen, Plakatgestaltung und
Präsentieren besteht. Die Informationsdichte war wahrscheinlich auch genügend. Auch das
Thema hat die meisten sehr interessiert.
Was könnte besser gewesen sein? Ich denke, dass der Leser bei dieser Unterrichtseinheit eine
Diskussion darüber, welche Bedingungen zum Drogenkonsum und welche zur Drogenresistenz
führen, vermisst. Ich würde beim nächsten Mal versuchen, diese Diskussion mit einzuplanen.
Also mit der Klasse der Frage nachgehen, was wir tun können, um zum Beispiel eine
Abhängigkeit von Kokain bei uns oder bei nahestehenden Menschen zu vermeiden. Ausserdem
wäre es womöglich von Vorteil, die ganze Thematik von Anfang an auf mehr Zeit, also zum
Beispiel auf sechs Lektionen, auszurichten. Aufgrund des Lehrplans und der knapp bemessenen
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009                                          15

Zeit im Semester wär dies zwar möglich, aber es benötigte eine umsichtige Planung und die
klare Überzeugung, dass es sich dabei um ein zentrales Thema handelt.
Ich danke dem Leser dafür, meine Arbeit mit seiner wertvollen Zeit gewürdigt zu haben und ich
hoffe, dass auf diesen Seiten ein klarer Überblick über die Arbeit möglich war.

6. Anhang
Im Anhang erscheinen die folgenden Dokumente:

• Umfragebogen
• Schülerarbeitsblätter
• Schülerevaluationsbogen
• Übersicht den PC-Ordner des Inhalts der acht Informationsmappen, welche den Arbeitsgruppen
  als Zeitungsartikel abgegeben wurden.
• Beispiel eines Zeitungsartikels, der für die Arbeitsgruppen in den Informationsmappen zur
  Bearbeitung zur Verfügung stand.
• 20 Quizfragen
• sfa-Broschüre „Kokain“, welche allen Lernenden zur Verfügung gestellt wurde
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009   16

Anhang: Umfragebogen

Frau ❒       Mann ❒        Alter:

Eine anonyme Umfrage der
Kontaktlehrpersonen für Suchtprävention
und Gesundheitsförderung

Welche der folgenden Themen sollte man Ihrer
Meinung nach in der Berufsschule (AbU) im
Unterricht mit den Lernenden vertieft
thematisieren:

Kreuzen Sie bitte genau zwei Themen an!

❒        Alkoholkonsum
❒        Rauchen
❒        Kiffen
❒        Kokain und Partydrogen
❒        Stress und psychische Belastungen
❒        Themen rund um Sexualität
❒        Internetsucht, Handy, Games,
         Spielsucht
❒        Depression
❒        Gewalt
❒        Mobbing
❒        Ernährung und Körper
❒        Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen

Freiwillig: Wie sollte der Unterricht dazu gestaltet
sein?

✎

                        Danke für Ihr Interesse!
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009                                            17

Kokain
In unserer Gesellschaft wird viel Leistung verlangt. Wir müssen fit sein, aufgestellt, kräftig und
allzeit bereit. Die Leute haben verschiedene Methoden, um diesen Erwartungen gerecht zu
werden. Ausserdem fühlt es sich gut an, wenn man sich stark fühlt und „gut drauf“ ist.

☞ 1.   Nennen Sie in Stichworten fünf Möglichkeiten, welche die Leute haben, um sich
       „aufzuputschen“ und um sich stark und fit zu fühlen.

_____________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________
☞ 2.   Was machen Sie persönlich am häufigsten, um sich „aufzuputschen“?
       Notieren Sie bitte eine bis zwei Möglichkeiten:

_____________________________________________________________________________

Kokain ist „die“ aufputschende Droge schlechthin. Das Thema Kokain wird in vielen Filmen
und Büchern behandelt. Man kann die unterschiedlichsten Fragestellungen dazu
untersuchen: Pflanzenkunde, Geschichte, Kultur, Handel, Verbreitung, Wirkung, Wirtschaft,
Recht und Gesetz, Kriminalität, persönliche Schicksale und viele mehr.

Zu welchem Thema würden Sie gerne mehr erfahren? Was möchten Sie über Kokain wissen?

☞ 3. Notieren Sie nun vier ganz konkrete Fragen im Zusammenhang mit Kokain.
z. B. „Wie gelangt Kokain in die Schweiz?“ oder „Kann man Kokain auch künstlich
herstellen?“

_____________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________

☞ 4. Vergleichen Sie nun Ihre vier Fragen mit Ihrem Sitznachbarn und wählen Sie aus diesen
       acht Fragen die drei interessantesten aus.

☞ 5. Schreiben Sie nun diese drei Fragen auf je ein A4-Blatt quer.
       Bitte in grossen Blockbuchstaben schreiben.
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009                                              18

Quiz Kokain

• Wie gut ist Ihr Vorwissen über Kokain? Welche Note erzielen Sie bei einem Quiz von 20
Fragen?
• Tragen Sie in die jeweils zweite Spalte Ihre Lösung ein.
• Die dritte Spalte können Sie zur Korrektur benützen.

1                                      11                          Total richtige Antworten:
2                                      12
3                                      13
4                                      14
                                                                   Note: Anzahl richtige
5                                      15                          Antworten geteilt durch vier
6                                      16                          plus eins:
7                                      17
8                                      18
9                                      19
10                                     20

Herstellen eines Plakats zu einem Unterthema von Kokain plus Präsentation
Die Themen
Nr.   Titel                 Fragestellung und Themen                            Gruppe
1     Die Kokapflanze       Was ist das für eine Pflanze? Aussehen und
                            Charakter? Vorkommen?

2     Koka als              Wie werden die Kokapflanzen auch noch genützt?
      Kulturpflanze         Wie ist der Gebrauch in Südamerika?
3     Wirkungen des         Was sind die hauptsächlichen psychischen und
      Kokainkonsums         körperlichen Auswirkungen des Kokainkonsums?
                            Wo liegen die Gefahren?
                            Was geschieht im Gehirn beim Konsum von Kokain?
4     Kokain als            Wie sieht die Kokainkultur in der Schweiz aus?
      Krankheit unserer     Wer konsumiert in der Schweiz Kokain?
      Zeit                  Wie funktioniert die Behandlung?
                            Ist ein Ausstieg möglich?
5     Kokainhandel in       Wie wird das Kokain in die Schweiz eingeführt?
      der Schweiz           Wie wird gehandelt?
                            Wie reagiert die Polizei?

6     Kokainkonsum:         Wie stark ist der Konsum von Kokain verbreitet?
      Häufigkeit und        - In der Schweiz?
      Verbreitung           - In der EU?
                            - Auf der Welt?
7     Der kolumbianische    Was weiss man über das „Medellinkartell“?
      Kokainhandel          Wie läuft der kolumbianische Kokainhandel?
                            - Pablo Escobar, Griselda Blanco, Cocaine Cowboys
8     Der mexikanische      Was weiss man über den mexikanischen
      Kokainhandel          Kokainhandel?
                            - Chapo Guzman
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009                                                                                               19

Evaluation des Unterrichts zum Thema Kokain

Klasse:

                                                                                                                            trifft überhaupt nicht zu
Datum:

                                                                                                        trifft weniger zu
                                                                                       trifft eher zu
                                                                      trifft voll zu
       Mit dieser Unterrichtseinheit bin ich zufrieden.

       Ich habe viel zum Thema gelernt.

       Meine Fragen wurden beantwortet.

       Die Organisation des Unterrichts war gut.

       Ich arbeite lieber selbständig als langen Erklärungen der
       Lehrperson zuzuhören.
       Ich möchte dieses Unterrichtsthema gerne vertiefen und
       verlängern.

• Was hat Ihnen in dieser Unterrichtseinheit am besten gefallen?

• Was hat Ihnen in dieser Unterrichtseinheit am wenigsten gefallen?

• Worüber hätten Sie gerne noch mehr erfahren oder gelernt?

• Was möchten Sie der Lehrperson zu dieser Unterrichtseinheit sonst noch gerne sagen?
Abschlussarbeit KLP von Serge Mühlematter, Juni 2009           20

Anhang: Übersicht über den Inhalt der acht Informationsmapen
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