Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung: Vision zur Entwicklung des Berufsfeldes - Präsentation einer qualitativen Forschung - Kibesuisse

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Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung: Vision zur Entwicklung des Berufsfeldes - Präsentation einer qualitativen Forschung - Kibesuisse
Frühkindliche Bildung, Betreuung und
Erziehung:
Vision zur Entwicklung des Berufsfeldes
Präsentation einer qualitativen Forschung

Heinz Wohnlich, Agogis
Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung: Vision zur Entwicklung des Berufsfeldes - Präsentation einer qualitativen Forschung - Kibesuisse
Inhalt

  Ø Wozu das Ganze: Hintergrund der Empirie

  Ø Fragen über Fragen: Die Forschungsfrage

  Ø Antworten in Sicht: Forschungsdesign und methodisches Vorgehen

  Ø Mit Rang und Namen: Die Expertinnen und Experten

  Ø Auf den Punkt gebracht: Handlungsfelder zu einem visionären
    Berufsfeld und Zitate
  Ø …zu guter Letzt

2018 © Agogis, Zürich, 07.05.2018 HEW                                1
Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung: Vision zur Entwicklung des Berufsfeldes - Präsentation einer qualitativen Forschung - Kibesuisse
Wozu das Ganze: Hintergrund der Empirie

 Ø        Persönlicher Bezug:
          Die Bedeutung(slosigkeit) frühkindlicher Bildung in der Lehrer- und
          Lehrerinnenbildung

 Ø        Beruflicher Bezug:
          Die Bedeutung(slosigkeit) der Fachpersonen der frühkindlichen
          Bildung (z.Bsp. HF Kindererziehung) im Bildungssystem

 Ø        Wissenschaftliche Bezug:
          Die Bedeutung(slosigkeit) frühkindlicher Bildung in der
          Bildungssystematik

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Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung: Vision zur Entwicklung des Berufsfeldes - Präsentation einer qualitativen Forschung - Kibesuisse
Fragen über Fragen: Die Forschungsfrage

 Wie hat sich die frühkindliche Bildung in der
 Deutschschweiz seit den 1990er-Jahren
 entwickelt und wie sieht deren künftige
 Einordnung ins Bildungssystem der
 Deutschschweiz aus Expertensicht aus?

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Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung: Vision zur Entwicklung des Berufsfeldes - Präsentation einer qualitativen Forschung - Kibesuisse
Antworten in Sicht: Forschungsdesign und
 methodisches Vorgehen

 Ø        Qualitative Forschung mittels 8 Leitfadeninterviews mit ausgesuchten
          Expertinnen und Experten der frühen Kindheit in der Deutschschweiz

 Ø        3 unterschiedliche Fachgebiete/Perspektiven
          § Wissenschaftliche Perspektive (Forschung zur frühen Kindheit und zu
             Bildungsforschung)
          § Politische Perspektive
          § Perspektive von namhaften Organisationen der Förderung der frühen
             Kindheit

 Ø        Inhaltsanalytische Auswertung (Zusammenfassung/Explikation/Strukturierung)
          mittels Kategoriensystem

 Ø        Darstellung der Ergebnisse mittels Verdichtung und ausgewählten Zitaten

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Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung: Vision zur Entwicklung des Berufsfeldes - Präsentation einer qualitativen Forschung - Kibesuisse
Mit Rang und Namen: Die Expertinnen und Experten

                                        Prof. Dr. Sonja Perren
                                        Professorin für Entwicklung und Bildung in
                                        der frühen Kindheit an der Universität
                                        Konstanz und der Pädagogischen
                                        Hochschule Thurgau

                                        Prof. Dr. Sascha Neumann
                                        Assoziierter Professor für
                                        Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt
                                        „Sozialisation und Entwicklung in Kindheit
                                        und Jugend“ sowie wissenschaftlicher
                                        Leiter des Zentrums für Frühkindliche
                                        Bildung Fribourg (ZeFF) an der Universität
                                        Fribourg

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Mit Rang und Namen: Die Expertinnen und Experten

                                        Prof. Dr. Margrit Stamm
                                        Professorin für Erziehungswissenschaften
                                        und Leiterin der Forschungsinstitution
                                        Swiss Education (Swiss Institute for
                                        Educational Issues)

                                        Dr. Silvia Grossenbacher
                                        Bildungsforscherin und ehemalige
                                        Mitarbeiterin der Schweizerischen
                                        Koordinationsstelle für Bildungsforschung
                                        und Mitautorin des Bildungsberichts
                                        Schweiz 2014

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Mit Rang und Namen: Die Expertinnen und Experten

                                        lic. jur. Peter Gomm
                                        Ehemaliger Vorsteher des Departements
                                        des Innern des Kantons Solothurn und
                                        Präsident der Sozialdirektorenkonferenz

                                        Dr. Christoph Eymann
                                        Ehemaliger Vorsteher des
                                        Erziehungsdepartements des Kantons
                                        Basel-Stadt und Präsident der
                                        Erziehungsdirektorenkonferenz

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Mit Rang und Namen: Die Expertinnen und Experten

                                        Philine Zimmerli
                                        Jacobs Foundation Zürich
                                        Management of Programs & Advocacy /
                                        Child Rights Expert

                                        Dr. Heidi Simoni
                                        Institutsleiterin des Marie Meierhofer
                                        Instituts für das Kind, Zürich

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So könnte es sein: Beantwortung der
 Forschungsfrage

 Alle Experten befürworten eine Aufnahme der frühkindlichen Bildung in das
 Bildungssystem der Deutschschweiz.

 Im Unterschied zur allgemeinen Schulpflicht soll im Frühbereich nur die Beratung,
 welche an den Gesundheitsbereich geknüpft werden soll, verpflichtend sein.

 Eine vielfältige, attraktive, für alle Familien finanzierbare, lokal gestaltete und stark
 vernetzte Angebotspalette frühkindlicher Bildung soll den Zugang und die Wahlfreiheit
 für alle Familien sicherstellen.

 Integrierte Bildungs- und Lehrpläne sollen das lebenslange Lernen ab Geburt
 unterstützen.

 Fachpersonen aus den beiden Bereichen frühkindliche Bildung und Schulbildung
 sollen durch gemeinsame Aus- und Weiterbildung entsprechend geschult werden.

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Auf den Punkt gebracht: Handlungsempfehlungen zu
 einem visionären Berufsfeld und Zitate

    Handlungsempfehlung 1
    Die Kantone verstehen Bildung als integrierten Prozess ab Geburt und
    ordnen deshalb auch die Zuständigkeit für die frühkindliche Bildung den
    Erziehungsdepartementen zu, die mit den Sozial- und Gesundheits-
    departementen eng verknüpft sind

    „Das ist eigentlich die grosse Achillesferse, dass die SODK
    [Sozialdirektorenkonferenz] verantwortlich ist, was unten passiert, und die
    EDK [Erziehungsdirektorenkonferenz] für das, was danach ab dem
    Kindergarten passiert. Eigentlich dürfte es nicht so sein.“ (MS, Zeilen 298
    –300)
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Auf den Punkt gebracht: Handlungsempfehlungen zu
 einem visionären Berufsfeld und Zitate

    Handlungsempfehlung 2
    Ausgehend von einer gemeinsam erarbeiteten Strategie gestalten die
    Gemeinden                       und   Städte   eine   vielfältige,   qualitativ   hochstehende
    Angebotslandschaft frühkindlicher Bildung, die sich als Netzwerk

    präsentiert und sich an gemeinsamen Qualitätsstandards orientiert.

    „Um diese Sachen geht es: stärkere Integrierung von Diensten und
    Settings, um diese Segregation aufzuheben und sozusagen ein System
    zu gestalten, das mehr aus einem Guss ist, dazu muss man auf
    unterschiedlichen Ebenen ansetzen.“ (SN, Zeilen 551–554)

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Auf den Punkt gebracht: Handlungsempfehlungen zu
 einem visionären Berufsfeld und Zitate

    Handlungsempfehlung 3
    Bund und Wirtschaft finanzieren Angebote frühkindlicher Bildung mit,
    damit sie für alle Familien finanziell tragbar und somit zugänglich wer-
    den.

    „Es braucht die Überzeugung, dass nicht nur die inhaltliche Seite auf
    eine gute Art gelöst werden kann.[…] Man müsste es so machen, dass
    dort, wo der Bedarf ist, Institutionen tatsächlich zur Verfügung gestellt
    werden und das Obligatorium so ausgestaltet ist, dass letztlich die
    Gemeinden und Kantone die Ressourcen dafür bereitstellen.“ (PG,
    Zeilen 124–135)
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Auf den Punkt gebracht: Handlungsempfehlungen zu
 einem visionären Berufsfeld und Zitate

   Handlungsempfehlung 4
   Die Kantone installieren über Pädiater und Hebammen ein verpflicht-
   endes Beratungsangebot für Eltern.

   Hebammen brauchen das Verständnis, dass sich Kinder vom ersten Tag
   an bilden, […] dass sie Anregung und Begleitung brauchen, dass sie
   neugierig sind und Bildung dort beginnt. Dieses Selbstverständnis muss
   eine Hebamme haben, das muss eine Mütter-Väter-Beraterin haben, das
   muss ein Pädiater haben.“ (HS, Zeilen 414–420)

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Auf den Punkt gebracht: Handlungsempfehlungen zu
 einem visionären Berufsfeld und Zitate

    Handlungsempfehlung 5
    Die kantonalen Erziehungsdepartemente erweitern die Lehrpläne um
    Bildungspläne frühkindlicher Bildung ab Geburt.

    Die Formen, wie gebildet wird, mögen sich in den Institutionen nach wie
    vor unterscheiden und in Zukunft auch nochmals verändern. Die Schule
    hat eine andere Didaktik als der Frühbereich und die Universität wieder
    eine andere, aber man müsste sozusagen eine Kontinuität herstellen.“
    (SN, Zeilen 568–572)

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Auf den Punkt gebracht: Handlungsempfehlungen zu
 einem visionären Berufsfeld und Zitate

    Handlungsempfehlung 6
    Pädagogische Fachpersonen sollten in gewissen Bereichen gemeinsam
    ausgebildet und weitergebildet werden. Entsprechende Anpassungen
    oder            Neugestaltungen     von   Bildungsgängen   könnten   über   die
    pädagogischen Hochschulen geschehen.

  „Man müsste eigentlich versuchen, den pädagogischen Beruf als einen
  zu sehen und nicht als verschiedene, gemäss den Altersgruppen der
  Kinder. Ich würde die Ausbildungen an die pädagogischen Hochschulen
  nehmen. (SG, Zeilen 453–455, 463–467)

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…zu guter Letzt

                                        Einen großen Vorsprung im
                                        Leben hat, wer da schon
                                        handelt, wo die anderen
                                        noch reden.

                                        John F. Kennedy

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