Games: Review Gran Turismo 5
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Games: Review Gran Turismo 5 Was lange währt... Lange mussten sich Rennsportfreunde gedulden. Immer wieder wurde die neueste Version des exklusiven PS3-Rennspiels Gran Turismo verschoben und stattdessen mit atemberaubenden Videos die Spannung der Fans hoch gehalten. Die Nerven wurden auf die Nagelprobe gestellt, lange war unklar, ob es Gran Turismo überhaupt pünktlich vor Weihnachten in den Handel schaffen würde. Diese Frage ist nun beantwortet, aber eine andere bleibt: Kann das fertige Spiel die Versprechen des Herstellers und die ins Unermessliche gewachsenen Erwartungen der Fans erfüllen? Wir gehen dieser Frage in unserem 50. Einzelspieletest nach. (Exklusivspiel für PlayStation 3, PS3) Gran Turismo – das ist sowas wie der heilige Gral unter den Rennspielen. Man kann es gewissermaßen mit „Wetten, dass“ vergleichen: teuer für das ZDF, aber die größte Unterhaltungsshow Europas und damit eine Prestigeproduktion, die man einfach nicht fallen lassen darf. So ähnlich verhält es sich wohl mit Polyphony Digital, die für Sony die nunmehr fünfte komplette Ausgabe von „Gran Turismo“ geschaffen und dabei ein Budget verschlungen haben, das für so manchen hochkarätigen Kino-Blockbuster aus Hollywood gereicht hätte. Viel Geld für eine Liebeserklärung an die Automobilindustrie, die im Eröffnungsvideo in geradezu extatischer Dimension zelebriert wird. Gut angelegt ist das Geld allemal, wenn das Spiel vor den Fans besteht und sich als „Systemseller“ behauptet – als Spiel, das auch Nichtspieler gewinnt oder aber Spieler zum Systemwechsel bewegt. Die nackten Zahlen sind dabei frappierend: mehr als 1000 Autos können in Gran Turismo 5 (GT5) bewegt werden, abgedeckt werden so viele Rennserien wie noch nie. Neben den bekannten Marken-Meisterschaften und Rallye-Events gibt es nun nicht nur Kart- oder Nascarrennen, sondern auch waschechte Formel-1-Boliden können ums Rondell gescheucht werden. Seite 1/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 Wie an der Perlenschnur geht es in diese Kurve von Le Mans. Ganz so zahm, wie es im Bild den Anschein hat, geht der computergesteuerte Gegner nicht zu Werke. Auf 26 Austragungsorten können 71 Strecken befahren werden. Wie üblich, sind einige der Strecken abgekürzte Varianten größerer Tracks oder aber Kurse in umgekehrter Fahrrichtung. Am meisten werden sich Fans über den Nürburgring freuen, der seit Gran Turismo 4 zum ersten Mal wieder auf der aktuellen PlayStation-Generation sein Stelldichein findet und in einer Detailtreue vorliegt wie nie zuvor. Ebenfalls befahrbar sind berühmte Strecken wie Le Mans oder Indianapolis sowie die engen und anspruchsvollen Stadtkurse von London oder Madrid. Auch die von Gran Turismo 5 Prologue bekannte Eiger Nordwand ist wieder dabei, ebenso der Daytona International Speedway. Neu hinzugekommen ist unter anderem das Flugfeld Dunsfold Park aus der bekannten englischen Fernsehreihe TopGear. Bei aller Freude über die aufpolierten bekannten und die hinzugekommenen Strecken gibt es aber auch Verluste zu beklagen, so sind gegenüber dem Vorgänger Gran Turismo 4 etwa folgende Tracks aus dem Rennkalender gestrichen worden: Infineon Raceway, Twin Ring Motegi, El Capitan oder fiktionale Kurse wie Apricot Hill, Driving Park, Gymkhana oder Midfield Raceway. Nach wie vor nicht enthalten ist als eine der anspruchsvollsten und beliebtesten Rennstrecken der Welt, der belgische Spa-Francorchamps. Gameplay Wie aus vorherigen Gran Turismo-Folgen bekannt, gibt es auch in GT5 keine typische Karriere zu bestreiten. Vielmehr besteht in der Spielart „Gran Turismo“ die Aufgabe darin, mit gewonnenen Rennen Punkte und Geld zu sammeln, um im Schwierigkeitsgrad zunehmende Events bestreiten und neue Fahrzeuge kaufen zu können. Grundsätzlich stehen dafür zwei Spielweisen bereit. Im sogenannten B-Spec-Modus rekrutiert der Spieler einen virtuellen Fahrer und lässt ihn Rennen bestreiten. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Team-Managers, der Anweisungen erteilt, beispielweise die Renngeschwindigkeit vorgibt oder den Fahrer auffordert, doch endlich zu überholen. Über verschiedene Statusschirme behält man dabei die Übersicht über Abstände, Fahrzeugtelemetrie oder Fitness des Fahrers. Im Lauf der Zeit verbessern sich seine Eigenschaften und mit jedem gewonnenen Rennen gewinnt der Spieler B-Spec-Punkte, um an schwierigeren Events teilnehmen zu können. Schade nur, dass sich B-Spec-Rennen nicht beschleunigen lassen, wie das bei Gran Turismo 4 möglich war. Da der Spieler weitestgehend als Zuschauer am Geschehen teilnimmt, wäre das auch bei GT5 eine sehr nützliche Funktion. Seite 2/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 Für die B-Spec-Karriere muss ein Fahrer aufgebaut (o.) und während des Rennens geschickt eingesetzt werden (u.). Das Rennen kann dabei nicht wie im Vorgänger Gran Turismo 4 in einen beschleunigten Zeitraffer versetzt werden. Der Schwerpunkt des Spiels liegt indes auf den A-Spec-Rennen. A-Spec-Punkte sammelt der Spieler, indem er sich selbst ans Steuer setzt und in verschiedenen Einzelrennen oder Turnieren möglichst gut abschneidet. Auch für das Lösen kniffliger Lizenzprüfungen werden A-Spec-Punkte gutgeschrieben. Seit eh und je sind diese Lizenzprüfungen das Salz in der Suppe von Gran Turismo. Der Spieler wird vor anspruchsvolle Aufgaben gestellt, die nach und nach bewältigt werden müssen, um Fahrlizenzen und Bonusfahrzeuge freizuschalten. Zwar benötigt man die Fahrlizenzen etwa im Gegensatz zum Vorgänger Gran Turismo 4 zumindest für die einfacheren Rennserien nicht mehr als Startvoraussetzung – ein gut gefülltes A-Spec-Punktekonto genügt –, aber der Nervenkitzel ist geblieben: Wie ist es zu schaffen, das letzte Zehntel in einer Schikane herauszufahren, um die Zeitvorgabe für die begehrenswerte Auszeichnung in Gold zu knacken? Und wie kann man in einem Windschattenrennen auch noch die letzten drei Fahrzeuge vor dem Ziel überholen, ohne zuvor die Leitplanken oder andere Fahrzeuge zu touchieren? Obendrein sind die Lizenzprüfungen eine gute Möglichkeit, die fahrerischen Qualitäten zu verbessern und ganz nebenbei eine Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeuge mit ihrem ganz eigenen Fahrverhalten kennenzulernen. Besonders tückisch sind gerade solche Gefährte, die nicht so recht zur Prüfung passen, etwa tüchtig über die Vorderräder schiebende Fronttriebler in engen Kurven oder Schikanen. So manche Prüfung erfordert auch einen kreativen Umgang mit der Ideallinie. Hilft all das nicht, lassen sich die technischen Fahrhilfen deaktivieren. Ein beherrschter Gasfuß ist besser als eine Traktionskontrolle, die allzu rigide einschreitet und die Geschwindigkeit drosselt. Und so manches Mal ist ein behutsamer Drift genau das, was dabei hilft, die Prüfung erfolgreich zu bewältigen. Insgesamt 60 Lizenzprüfungen gilt es der Reihe nach zu bewältigen. Es ist nicht möglich, eine Aufgabe zu überspringen. Jeder Test gilt als bestanden, wenn die Voraussetzung für die Bronze-Trophäe erfüllt ist, was oft schon auf Anhieb gelingen wird. Weitaus kniffliger ist es, Seite 3/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 die Zeitvorgaben für "Gold" zu unterbieten. Lohn der Mühe ist am Ende jeder Lizenzserie mindestens ein neues Fahrzeug. Neben den Lizenzprüfungen winken die A-Spec- oder Spezialrennen, um das Punktekonto zu füllen und immer weiter in der Wertung aufzusteigen, womit wiederum anspruchsvollere Rennserien offenstehen. Während in A-Spec-Rennen Einzelturniere oder Meisterschaften warten und innerhalb des Reglements mit beliebigen Fahrzeugen aus der spielereigenen Garage absolviert werden dürfen, liegt die Herausforderung der Spezialrennen darin, mit vorgegebenen Autos gegen meist gleichwertig motorisierte Kontrahenten zu bestehen. Spezialrennen machen den Spieler außerdem mit den verschiedenen Rennserien vertraut, die es in GT5 gibt, etwa Kart- und Nascarrennen. Jede Rennserie hat Turniere für unterschiedliche Fahrerstufen. Erst mit ordentlich gefülltem A-Spec-Punktekonto stehen die anspruchsvollsten Varianten zur Verfügung, darunter auch Rennen auf Sand, Schnee oder mit wechselnden Wetterbedingungen. Früher oder später wird man neue Fahrzeuge anschaffen müssen, um an Markenpokalen teilzunehmen oder schlichtweg mit der Konkurrenz mithalten zu können. Neben einem gut sortierten Neuwagenhändler gibt es auch einen Gebrauchtwagenmarkt mit ständig wechselndem Angebot, wo auch stärkere Boliden zu vertretbarem Kurs feilgeboten werden. Der letzte Schliff kann den Fahrzeugen beim Tuningausstatter gegeben werden, wo von griffigeren Reifen bis zum Chiptuning allerlei Verbesserungen vorgenommen werden dürfen. So mancher Jugendtraum dreht sich um den legendären Mercedes 300 SL "Flügeltürer". Zumindest virtuell kann man sich diesen Traum in GT5 erfüllen und ihn in Besitz nehmen (o.). Obendrein lässt sich gleich noch einen zweiten Traum erfüllen: mit ihm über die Nordschleife düsen (u.). Die Fahrzeugpalette reicht im Spiel vom sprithungrigen Ferrari F40 bis zum Öko-Racer Tesla Roadster, dessen Elektroantrieb etwas befremdlich aus den Lautsprechern zwitschert. Dazwischen Seite 4/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 dominieren allerlei fernöstliche Fabrikate. Etwas unterrepräsentiert sind die beliebten amerikanischen Hubraumboliden aus den 70er/80er Jahren („Muscle Cars“), während europäische Herstellern wie Fiat, VW, Merceds oder BMW gut vertreten sind. Wer einfach nur schnell ein paar Runden drehen möchte, muss sich nicht mit dem GT-Modus beschäftigen. Ohne kräftige Boliden freizuspielen kann man direkt auf den Arcade-Modus zurückgreifen und aus einer Auswahl von Premium-Fahrzeugen und Strecken wählen. Einige Strecken stehen allerdings auch im Arcade-Modus erst offen, wenn man im GT-Modus bestimmte Rennen gewonnen hat, darunter auch der Nürburgring. Auf die Schnelle lassen sich in Arcade-Rennen erste Erfahrungen sammeln oder verschiedene Fahrzeuge durchprobieren, wobei Fahrfehler nicht dieselben Konsequenzen haben wie im GT-Modus. Bleibt man mal an einer Schikane hängen, ist das Rennen noch nicht automatisch vorbei. Ein Gummiband-Effekt sorgt dafür, dass die Widersacher in der Nähe und damit auch einholbar bleiben. Fehler haben damit weit weniger kritische Konsequenzen. Auch die neuen Wettereffekte dürfen im Arcade-Modus ausprobiert werden. Das A und O eines Rennspiels ist sein Handling. GT5 erhebt dabei nicht den Anspruch, dem Spieler das Fahren möglichst leicht zugänglich zu machen, sondern will ein möglichst detailgetreues Abbild liefern. Authentizität setzt aber voraus, dass sich der Hobbypilot auf Strecke, Streckenbedingungen und die Eigenheiten seines Fahrzeugs einlässt. Wer einem heckgetriebenen Auto tüchtig Motortuning spendiert, darf sich nicht wundern, wenn ihn das Heck bei allzu beherztem Druck auf das Gaspedal überholt. Um den Anfang etwas angenehmer zu gestalten, lassen sich verschiedene Fahrhilfen nutzen: Automatikgetriebe, Schlupfregelungen, Traktionskontrollen, ABS und derlei mehr. Irgendwann erreicht man jedoch den Punkt, an dem offenbar wird, dass diese Fahrhilfen ungemein auf das Tempo drücken. Um mehr aus den Fahrzeugen herauszuholen, sollte nach und nach auf die Hilfen verzichtet werden. Tüftler können sich darüber hinaus an den Fahrzeugeinstellungen zu schaffen machen und an Getriebeübersetzungen schrauben. Allzu viel Gewicht legt das Spiel auf diesen Aspekt offenbar nicht, denn es lassen sich keine zu den einzelnen Strecken passende Profile für die jeweiligen Fahrzeugeinstellungen anlegen, so dass der Basteltrieb rasch versiegt. Karts zeichnen sich durch ihr direktes Handling aus. Dem virtuellen Piloten zuzuschauen Seite 5/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 macht ebenfalls Spaß: Er geht in den Kurven mit und beugt sich beim Bremsen nach vorn. Sehr schön vermittelt werden die unterschiedlichen Charakteristika vom schlüpfrigen Heck des Hecktrieblers über den in Kurven tüchtig über die Vorderräder schiebenden Fronttriebler bis zu den Vorzügen besonders leichter Fahrzeuge mit Mittelmotor bis zu den extrem direkt gelenkten Karts, die sich bei einem unbedachten Tritt auf die Bremse inmitten einer Kurve sofort quer stellen. Spezialveranstaltungen vermitteln ein Gefühl, wie sich die Fahrzeuge in den jeweiligen Rennserien profilieren. Hervorzuheben ist insoweit das Windschattenfahren der Nascar-Boliden, die sich geradezu wechselseitig ansaugen. Völlig allein auf sich gestellt ist der Fahrer in den Zeitrennen verschiedener Rallye-Abschnitte. Zumindest auf den einfacheren Stufen sind die Etappen aber so kurz, dass sich ein Rallye-Feeling noch nicht so recht einstellen will. Die verschiedenartigen Fahrbahnbeschaffenheiten fließen ebenso in das Handling ein. Während schneebedeckte Fahrbahnen äußerste Vorsicht und ein geschicktes Spiel mit Gas und Bremse erfordern, kann man auf Geröll auch mal beherzt zulangen, um mit einem gepflegten Drift um die Kurve zu zirkeln und dabei kräftig Kieselsteine spritzen zu lassen. Ebenfalls spritzig ist das Vergnügen auf regennasser Fahrbahn. Wer besonders viel Wert auf Realismus legt und in einem der sogenannten „Premium-Fahrzeuge“ sitzt, sollte in die Cockpitansicht wechseln und wird überrascht sein, wie eingeschränkt die Sicht plötzlich ist. Nicht nur fahrerisches Geschick auf rutschiger Fahrbahn wird benötigt, um nach vorn zu kommen, sondern ebenso sehr gute Streckenkenntnis, um praktisch im Blindflug auf der Fahrbahn zu bleiben. Die künstlichen Widersacher fahren wie in Gran Turismo 5 Prologue weitestgehend ihr eigenes Rennen. Sie weichen kaum aus und brettern nach einem Fahrfehler oder Dreher ungebremst in das quer zur Fahrbahn stehende Fahrzeug hinein. Besonders kritisch ist das Fahrverhalten in einigen Prüfungen, die unfallfreies Fahren voraussetzen. Dabei wird kein Unterschied gemacht, ob der Spieler einen künstlichen Piloten anrempelt oder dieser dem Spieler ins Heck brettert – Kontakt ist Kontakt und damit ist in so einem Fall die Prüfung gescheitert. Um die Kontrolle über den Wagen zu behalten, ist dosierter Umgang mit Gas und Bremse Pflicht. Drauflosdonnern führt nicht zum Ziel. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, weicht die Tastenbelegung auf dem Spielcontroller ein wenig von den genreüblichen Gepflogenheiten ab. Gas gegeben und gebremst wird nicht mit den Schultertasten R2/L2, sondern über den rechten Analogstick. Das mag Gran-Turismo-Neulingen etwas befremdlich anmuten, macht aber durchaus Sinn, weil sich mit dem Analogstick die Geschwindigkeitswechsel sehr viel dosierter vornehmen lassen als mit den Schultertasten. Wer damit nicht zurecht kommt, darf aber jede Taste nach Seite 6/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 Herzenswunsch frei belegen. Mit dem Standardcontroller lässt sich GT5 gut steuern und auch durchaus präzise fahren. Um die Authentizität weiter zu steigern, können alternativ verschiedene Lenkräder benutzt werden. Direkt unterstützt werden etwa die Logitech Wheels der Driving Force Serie. Die beliebten Top-Modelle G 25 und G 27 mit Kupplung und Schaltung sind leider nicht direkt in das Spiel eingebunden, funktionieren aber dennoch. Auch die Tasten lassen sich im Menü für das Driving Force Pro frei belegen. Da das Tastenlayout nicht übereinstimmt, muss man ggf. etwas experimentieren. Es wäre wünschenswert, dass künftig auch weitere Lenkräder direkt in das Spiel eingebunden werden, um die Konfiguration zu erleichtern. Drift-rennen sind eine weitere Variante im Arcade-Modus. Ziel ist es, mit lockerem Heck möglichst gekonnt durch die Kurven zu rutschen. Das ist eine nette Abwechslung für zwischendurch, aber nicht so ausgefeilt wie Drift-Events eines Need For Speed Shift. Eine Gretchenfrage bleibt damit offen: Ist GT5 wirklich eine Renn-Simulation? Kommt es so dicht an die Realität, wie es ein Spiel erlauben kann? Im GT-Modus spricht der fehlende Gummibandeffekt dafür: gute Fahrer können einen Abstand zu den Verfolgern auf- und ausbauen. Allerdings wird der kleinste Fahrfehler nicht nur die Lücke schließen, sondern den Spieler vermutlich weit zurückwerfen – so weit, dass es nicht mehr gelingen kann, in den kurzen Rennen zurück an die Spitze zu kommen. Reifen verschleißen sich während der Rennen mit spürbarem Gripverlust, Benzin wird verbraucht und muss bei längeren Events nachgefüllt werden. Im B-Spec-Modus sprechen mentale und physische Leistungskraft und Erschöpfung mit fortschreitender Renndauer für einen simulationsnahen Realismus. Fahrverhalten, Detailtreue von Streckenlayout und Fahrbahnbeschaffenheit sind ebenfalls gelungen. Weniger realistisch ist die Startreihenfolge, in der der Spieler stets aus dem Mittelfeld oder ganz von hinten beginnt. Ein Qualifying, um eine bessere Ausgangsposition zu erstreiten, wird bei den Rennen nicht angeboten, auch nicht optional. Hinter den Erwartungen zurück bleibt auch das (mechanische) Schadensmodell, das sich zumindest in den ersten Turnieren noch nicht auf das Fahrverhalten auswirkt. Fahrzeuge werden zwischen den Rennen automatisch repariert, ohne dass dies den Spieler etwas kostet. Seite 7/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 Den Realismus von GT5 kann man kurz und knapp so zusammenfassen: Das Spiel kommt der Authentizität so nahe wie kein anderes Konsolenspiel, ohne es dabei über Gebühr zu verkomplizieren. Es ist ein Kompromiss aus Spielbarkeit und Abbild der Wirklichkeit, bei dem die Spielbarkeit im entscheidenden Moment die höhere Priorität genießt. Multiplayer GT5 wird ohne Online-Mehrspielermodus ausgeliefert, allerdings rüstet ein seit Veröffentlichungsdatum bereitstehender Patch diese Funktion nach. Auf Knopfdruck ist eine private Lobby eingerichtet, der sich Freunde anschließen können. Einen offenen Mehrspielermodus mit Fremden gibt es derzeit noch nicht. Aber auch ein rein privates Lobbysystem fehlt: Freunde können sich offenen Lobbys jederzeit anschließen. Das kann problematisch werden, wenn gerade ein Duell ausgetragen oder ein organisiertes Turnier veranstaltet werden soll. In Online-Partien kann ein individuelles Regelwerk definiert werden. Im Bild wird beispielsweise der Gummiband-Effekt reguliert. Der Spielleiter (Host) kann über ein ausgefeiltes Regelsystem nicht nur die Strecke und Motorisierung festlegen, sondern auch definieren, ob mit Gummiband gespielt wird, ob Führende Spieler mit einem Handicap belegt werden sollen, wie sich die Startreihenfolge zusammensetzt oder ob Rempeleien mit Strafen geahndet werden sollen. In der Testphase war es aufgrund der überlasteten Server nicht leicht, einer Online-Partie beizutreten. Gelang dies jedoch, überzeugte das Spiel mit lagarmen Fahrzeugen auf der Strecke und glasklarem Voice-Chat. Wer kein Mikrofon hat, kann sich in den Pausen zwischen den Rennen über ein komfortables Text-Chat-Fenster mitteilen, dessen Funktion allenfalls durch den restriktiven Wotfilter getrübt wird. Seite 8/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 Per Splitscreen können zwei Freunde vor demselben Fernsehgerät auch ohne Onlineverbindung gegeneinander antreten. Wer nur mal auf die Schnelle einem Besucher das Spiel zeigen möchte, kann auf den Arcade-Modus zurückgreifen und ein Rennen per geteiltem Bildschirm (Splitscreen) starten. Das setzt lediglich zwei Spielcontroller voraus. Beide Spieler erhalten einen breiten horizontalen Ausschnitt, indem der Bildschirm in eine obere und eine untere Hälfte geteilt wird. Dadurch haben beide Teilnehmer einen sehr guten Überblick, so dass die Spielbarkeit ohne nennenswerte Abstriche gewährleistet bleibt – ein gutes Beispiel für einen gelungenen Offline-Multiplayer-Modus. Grafik Ein spannendes Thema ist in vielerlei Hinsicht die Beurteilung der Spielgrafik. Gran Turismo 5 gehört zu den ganz wenigen Spielen, die das Bild bis zur vollen HD-Auflösung 1080p ausgeben können. Auch im Vorfeld wurden die Erwartungen hoch gehalten. Immer wieder ist der Aufwand betont worden, mit dem Polyphony Digital Fahrzeuge für das Spiel eingescannt hat. Gran Turismo geht gleichermaßen aus Sicht der Hesteller wie der Fans mit keinem geringeren Anspruch an den Start, als die Messlatte für Rennspiele neu zu definieren. Diesem Maßstab wird das fertige Spiel leider nicht ganz gerecht. Positiv ins Auge springt, mit welcher Detailtreue die Strecken ins Spiel umgesetzt wurden. Jeder Buckel der Nordschleife schüttelt das Fahrzeug, unterschiedliche Asphaltierungen erfreuen das Auge ebenso wie auch kleinste Markierungen auf der Oberfläche. Donnert der Spieler die Strecke Trial Mountain für Lizenzprüfung IC-2 hinab, schütteln ihn die Bodenwellen nur so durch, auf dem fiktionalen Cape Ring betört eine atemberaubende Abfolge von Senken und Steigungen samt geneigter Fahrbahn das Auge und macht die Fahrt zur erleb- und fühlbaren Achterbahn und last but not least begrüßen den Spieler zum Abschluss eines Nachtrennens auf dem Circuit de la Sarte (Le Mans) im Start-Ziel-Bereich Karussells, die den schwarzen Nachthimmel mit fröhlich-bunter Beleuchtung durchfluten. Am Streckenlayout und an der Realitätstreue der realen Tracks gibt es nichts zu tadeln. Seite 9/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 Die Fahrzeugdetails wissen zu gefallen, auch wenn nicht alle Autos dieselbe hohe Auflösung haben. Anlass zur Kritik gab bei Gran Turismo 5 Prologue die Sterilität, die fehlende Abwechslung. Diesen Vorwurf nahm sich Polyphony Digital offenbar zu Herzen und platziert Zuschauer, Bäume und Sträucher an den Wegrand. Besonders bunt sind die kleinen Stadtkurse wie London oder Madrid. Leider fügen sich die Details nicht immer ganz sauber in das Spiel ein. Immer wieder erscheinen sie aus dem Nichts im Bild (Pop-Up), was in London für ganze Hausfassaden gilt. Bei schnellen Schwenks zieht auch mal eine Bildhälfte etwas nach (Tearing), wenngleich dieser Effekt nicht annähernd so ausgeprägt ist wie beispielsweise bei Assassin's Creed 2. Auch Schatten blenden mitunter abrupt ein und aus. Die Fahrzeuge selbst schmeicheln dem Auge mit einer hohen Detailfülle – sofern es sich um die sogenannten Premium-Modelle handelt. Von den über 1000 Modellen sollen Herstellerangaben zufolge rund 200 in der Premiumvariante vorliegen. Bei dem Rest handelt es sich um weniger detailfreudige Fahrzeugvarianten aus dem Vorgängerspiel, die obendrein über keine Cockpits verfügen. Gerade die fehlenden Cockpits haben Auswirkungen auf das Gameplay, da mal zwischen dem Interieur und der nüchternen „unter-der-Stoßstange-Ansicht“ gewechselt wird und damit der Spieler entweder auf die Cockpits ganz verzichtet oder sich immer wieder umstellen muss – je nachdem, ob er ein Premium- oder ein Standardfahrzeug pilotiert. Der Blick nach hinten ist mit detaillierten Rückspiegeln gelungen. Das Schadensmodell ist nicht einheitlich. Gemein ist aber den Fahrzeugen, dass Beschädigungen nur mit brachialer Gewalt sichtbar werden. Auch der Detailgrad der gezeigten Karosserieschäden hängt davon ab, ob es sich um ein Premium- oder ein Standardfahrzeug handelt. Aber auch bei den Premiummodellen fehlt es an einem Seite 10/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 optischen Schaden, der zum Realismus einer Simulation passt. In dieser Disziplin weisen selbst typische Arcade-Racer vom Schlag eines Dirt 2 oder „Burnout Paradise“ authentischere Beschädigungen auf. GT5 pflegt weiterhin das, was es am besten kann: den perfekten Schönwetter-Look, der Liebeserklärung an das perfekte Auto. Erfreulich ist, dass inzwischen sichtbarer Reifenabrieb beim Kavalierstart oder schnittiger Kurvenfahrt auf dem Asphalt zu sehen ist. Über jeden Zweifel erhaben sind Wetterwechsel und Regenrennen aus der Cockpitansicht eines Premium-Autos. Geradezu verzweifelt arbeitet der animierte Scheibenwischer gegen die Gischt, die von den vorausfahrenden Fahrzeugen gegen die Windschutzscheibe geschleudert wird. Die Strecke ist allenfalls zu erahnen und man ist geradezu froh, wenn kein Konkurrent vorausfährt und allein die glitschige Strecke zu bewältigen ist. Nicht ganz so schön sieht der Regen aus den anderen Blickwinkeln aus, dafür gefällt der Tag-Nacht-Wechsel. Auch hier punkten die Premiumfahrzeugen mit Scheinwerfern samt Aufblendlicht. Der blaue Streifen mit der Ideallinie sticht dank HDR-Effekt (High Dynamic Range) aus der Düsternis grell schimmernd heraus. Atemberaubende Wetter-Effekte aus der Cockpit-Ansicht eines Premiumwagens bei Regen: Die rotierenden Wischerblätter können kaum für klare Sicht sorgen. Von hohem Unterhaltungswert sind die Wiederholungen der Rennen, deren Optik mit schnellen Kamerawechseln und interesanten Aufnahmewinkeln teilweise an das Niveau von Fernsehübertragungen herankommt. Leider lassen sich aus den Wiederholungen keine Screenshots fertigen. Das gelingt nur mit Premium-Fahrzeugen in der sogenannten Fotoreise, einer inszenierten Montage aus Fahrzeug und Umgebung. Ohne all die Vorschusslorbeeren und die künstlich in die Höhe getriebenen Erwartungen würde man GT5 ein exzellentes Grafikzeugnis ausstellen, gerade auch deshalb, weil es gelungen ist, ein Spiel in 1080p-Auflösung zu produzieren, ohne dass darunter die Framerate leidet. Da aber die Messlatte so hoch gelegt wurde, war die Enttäuschung vorprogrammiert. Zwar wissen die Premiumautos und Streckenlayouts zu überzeugen, dem stehen aber die fehlenden Cockpits zusammen mit der nur durchschnittlichen Detailfülle der meisten Fahrzeuge gegenüber, woran auch die Ausgabe in voller HD-Auflösung nichts ändert. Dennoch sieht GT5 durchaus gut aus, sticht aber aus der Menge der Seite 11/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 mittlerweile zahlreichen hochkarätigen Rennspiele nicht so heraus, wie man das hätte erwarten können. Sound und Musik Es ist eine Wohltat, dass die fiepsigen Musik-Tracks aus Gran Turismo 5 Prologue durch gefälligere Stücke ersetzt wurden. Wirklich packend ist der Soundtrack zwar noch immer nicht, dafür darf man aber die Songs selbst zusammenstellen und unliebsame Musik deaktivieren. Eigene Musik von der Festplatte kann leider nicht ins Spiel eingebunden werden. Wer auf die Musik lieber ganz verzichtet, muss das entsprechende Menü erstmal finden. Unter den Optionen verbirgt es sich in der Rubrik „Hardware“, die vordergründig von allerlei Spielcontrollern belegt wird, ganz rechts außen und kann damit leicht übersehen werden. Hat man es gefunden, kann neben der Lautstärke für Musik und Soundeffekte (Chat-Lautstärke ist leider nicht regelbar) gleich noch die bevorzugte Art der Tonausgabe festgelegt werden, insbesondere die Dynamik: Wählt man als Sound-System das „große Heimkino“, muss der AV-Receiver etwas lauter gestellt werden, um leise Töne zu hören, während laute Geräusche kraftvoll aus der Anlage tönen. Für das voreingenommene Ohr klingen viele Soundeffekte unspektakulär. Krachen Fahrzeuge ineinander oder gegen Hindernisse, fehlt das von Kinofilmen oder anderen Spielen bekannte furiose „Rumms“. Eher ein helles Scheppern ist den Lautsprechern zu entlocken – eine Nachlässigkeit? Nicht, wenn der Anspruch an Realismus gewahrt werden soll. Wer sich an den Kollisionsgeräuschen stört, sollte bei Crash Tests die Ohren spitzen. Selbst in Sportübertragungen fehlt es an jenen spektakulären Tönen, die in Film und Spiel oft an Granateinschläge erinnern. Wer konsequent auf Realismus setzt, muss auch das Understatement bei der Tonkulisse würdigen. Im Raum versetzt sind die Effekte vor allen Dingen in den Wiederholungen, wo Fahrzeuge quer durch den Hörraum zischen. Etwas präziser könnte die akustische Ortbarkeit anderer Fahrzeuge während des Rennens ausfallen. Eine Synchronisation ist in dem Sinne für ein Rennspiel nicht nötig. Lediglich vereinzelte Info-Texte werden von einer gut verständlichen deutschen Sprecherin verlesen. Die Instruktionen des Nascar-Piloten Jeff Gordon muss man dagegen im Original mit deutschen Untertiteln verfolgen. Seite 12/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 Obwohl Gran Turimso 5 das heimische Surround-Set nicht in der Konsequenz fordert wie andere Spiele und sich bei der Intonierung von Soundeffekten überraschend zurückhält, bewerten wir den Ton wegen des Muts zum Realismus gegen alle Vorurteile und Erwartungen mit der Note „sehr gut“. Technisches und Trophäen Beim ersten Spielstart empfiehlt GT5 eine Festplatteninstallation, um Ladezeiten zu verkürzen. Stolze 45 Minuten verstreichen, ehe rund sechseinhalb GByte Daten auf die Festplatte geschrieben sind. Um die Onlinefunktionen nutzen zu können, ist ein 133 MByte großes Update vonnöten, welches das Spiel auf Versionsstand 1.01 bringt; zum Redaktionsschluss liegt bereits der zweite, ebenfalls 133 MByte große Patch 1.02 vor. Insgesamt erhöht sich die Installationsgröße auf 6672 MByte. GT5 ist nach diesen Updates fest mit den Onlineservern verzahnt, was für den Spieler spürbar in langen Wartezeiten durchschlägt, sofern die Server Probleme haben. Das ist zur Veröffentlichung des Spiels chronisch der Fall, so dass sich die Ladezeiten bei Menüwechseln unverhältnismäßig in die Länge ziehen und wir auch keine repräsentative Bootzeit angeben können. Wartezeiten im Bereich mehrerer Minuten sind keine Seltenheit und nerven besonders deshalb, weil das Spiel nicht nach dem ersten gescheiterten Verbindungsmodus in den Offlinebetrieb wechselt, sondern hartnäckig wieder und immer wieder versucht, eine Onlineverbindung herzustellen. Der Hersteller empfiehlt als Workaround die wenig befriedigende Lösung, das Spiel bei Onlineproblemen offline, also ohne Anmeldung im PlayStation Network, zu spielen. Damit wird das Problem nicht gelöst, sondern auf den Spieler abgewälzt – hier sollte nachgebessert werden, denn auch ohne derlei Probleme sind Menüwechsel eine recht träge Angelegenheit; auch die Ladezeiten vor dem Start eines Rennens dürften gern kürzer ausfallen. Speicherstände legt das Spiel automatisch an. Sie sind kopiergeschützt und entziehen sich damit einem Backup. Bizarres VW-Bus-Rennen auf dem neuen TopGear-Track Seite 13/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 Die Menügestaltung ist kreativ umgesetzt und folgt einer eigenen, von anderen Spielen abweichenden Logik, die aber an die Vorgängerspiele erinnert und mit kurzer Eingewöhnung rasch zum Ziel führt; verwirrend ist allenfalls, dass die Garage mit den im Laufe der Zeit gesammelten Fahrzeugen meist unten rechts eingeblendet, im GT-Modus aber auf der linken Seite zwischen allerlei Optionen platziert ist. Das Hauptmenü glänzt mit hochauflösenden Hintergründen, vor denen das zuletzt benutzte Auto in Szene gesetzt wird. Der GT-Bereich lässt sich optisch individualisieren, außerdem kann der Spieler sich ein Profilbild geben, indem er den Schnappschuss eines seiner Premiumautos verwendet. Fotos kann man auch seinen Freunden zeigen, außerdem ist es möglich, gesammelte Objekte und sogar Autos an Freunde zu verschenken – eine originelle Idee. Wem die mitgelieferten Strecken nicht reichen, kann aus dem Hauptmenü heraus den Streckeneditor öffnen und sich an einem eigenen Rundkurs versuchen. Die gestalterischen Möglichkeiten erscheinen dabei auf den ersten Blick beschränkt, aber mit einfachen Mitteln lassen sich erstaunliche Resultate produzieren. Zunächst wählt man aus einer Liste den bevorzugten Ort aus, an dem die Strecke angesiedelt werden soll. In einem nächsten Schritt muss die Zahl der Rundensektoren festgelegt werden. Jeder Sektor erhält schließlich vom Hobbyarchitekten Angaben zum Kurvenradius, zur Abschnittschwierigkeit und zur Streckenbreite. Je höher die Schwierigkeit, desto winkeliger wird der Kurs. Mit diesen einfachen Instrumenten lassen sich durchaus ansprechende Resultate produzieren, die man sogleich testen oder mit Freunden tauschen kann. Per Streckeneditor lassen sich eigene Tracks basteln und anschließend online mit Freunden teilen. Einen Schwierigkeitsgrad gibt es im Spiel nicht. Er hängt vielmehr von den Rennen ab, an denen man teilnimmt sowie vom persönlichen Ehrgeiz: Wer alle Turniere und obendrein alle Lizenzprüfungen mit einer Goldmedaille abschließen möchte, benötigt Geduld und Können. Nötig ist das jedoch nicht, um im Spiel voran zu kommen und Spaß zu haben, allerdings muss dieses Seite 14/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 Kunststück vollbracht werden, um die insgesamt recht anspruchsvolle Platin-Trophäe zu erbeuten. Erfreulich ist, dass die Trophäe keine Online-Siege voraussetzt, so dass Online-Treffen stressfrei ohne Trophäendruck vonstatten gehen können. Fazit Sonys Exklusivtitel GT5 für die PlayStation 3 ist eines der meisterwarteten Spiele unter den getreuen Fans. Sie werden nicht enttäuscht, sofern sie sich vor der Veröffentlichung nicht verrückt gemacht haben und die Erwartung in unrealistische Höhen schrauben ließen. Das Spiel bietet eine üppige Palette von Fahrzeugen auf zahlreichen abwechslungsreichen Rennstrecken, einschließlich des legendären Nürburgrings. Die Spielbarkeit ist mit und ohne Lenkrad hervorragend umgesetzt und kommt auf der PS3 so nahe an eine Simulation wie kein anderer Titel und bietet einen Spielspaß, dem sich kaum ein Rennsportfreund entziehen kann. Während die Premiumfahrzeuge in ihrer Detailfülle glänzen, wirken die meisten Standardfahrzeuge mittlerweile etwas betagt. Dem Spielvergnügen tut das nur dann einen Abbruch, wenn ein Cockpit für jedes Fahrzeug gewünscht ist. In so einem Fall sollte das Spielgeld besser ganz gezielt nur in Premiumfahrzeuge gesteckt werden, um das hochkarätige Rennerlebnis in vollen Zügen zu genießen. Das Schöne an GT5 ist, dass man das Spiel immer wieder einlegen kann. Es ist gleichermaßen für ambitionierte Hobbypiloten auf der Jagd nach der letzten Zehntelsekunde wie Gelegenheitsspieler mit dem Wunsch nach ein paar spannenden Rennrunden geeignet und bietet eine Menge Inhalt für das Geld. Nicht auf Rennen spezialisierte Trophäenjäger sollten sich auf die eine oder andere knackige Herausforderung einstellen. [jf] Seite 15/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Games: Review Gran Turismo 5 Diesen Artikel als PDF herunterladen: Eindeutige ID: #1268 Verfasser des Artikels: Sunny Letzte Änderung des Artikels: 2010-11-29 16:55 Seite 16/16 (c) 2012 www.dvdboard.de URL: http://www.dvdboard.de/forum/FAQ/index.php?action=artikel&cat=371908&id=271&artlang=de
Sie können auch lesen