HYPERCHOLESTERINÄMIE 2015 - ÖSTERREICHISCHER PATIENTENBERICHT Wünsche und Anforderungen von Betroffenen - Österreichischer Patientenbericht
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ÖSTERREICHISCHER PATIENTENBERICHT
HYPERCHOLESTERINÄMIE 2015
Wünsche und Anforderungen von Betroffenen
Die Umsetzung dieses Projekts erfolgte mit freundlicher Unterstützung von Amgen GmbHDATEN ZUM PROJEKT
Projektzeitraum: September 2014 bis August 2015
Projektbeschreibung: Im Herbst 2014 wurde der Fragebogen entworfen und mit allen medizinischen und
institutionellen Kooperationspartnern - sowie dem Auswertungspartner - abgestimmt und akkordiert. Der finale
Fragebogen wurde dann wieder mithilfe der Partner an Betroffene österreichweit verteilt. Nach Einsammlung
der ausgefüllten Fragebögen, folgte die Eingabe der Daten und anschließend die Auswertung durch das
VIVIT-Institut.
Kooperationspartner: Allgemeine Unfallversicherungsanstalt; AM PLUS – Initiative für Allgemeinmedizin
und Gesundheit; Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz; FHChol Austria –
Patientenorganisation für Familiäre Hypercholesterinämie; Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger; Österreichische Adipositas Gesellschaft; Österreichische Apothekerkammer;
Österreichische Ärztekammer; Österreichische Diabetesgesellschaft; Österreichische Gesellschaft für
Endokrinologie und Stoffwechsel; Österreichische Kardiologische Gesellschaft; Österreichischer Herzfonds;
Österreichischer Herzverband; Pensionsversicherungsanstalt; Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen
Wirtschaft; Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau; Wiener Gebietskrankenkasse
Umfragebeteiligung: 520 retournierte und ausgefüllte Fragebögen
Auswertung: VIVIT-Institut des Landeskrankenhauses Feldkirch
(Leitung: Prim. Univ.-Prof. Dr. Heinz DREXEL)
Konzept und Umsetzung: PERI Consulting GmbH
Sponsor: Amgen GmbH
2Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage
Geschlecht und Altersverteilung
alle
n= 520
weiblich
n= 520 46,7%
männlich
53,3%
4
Durchschnittliches Alter: knapp 60 JahreVerteilung Bundesländer
alle
n= 517
Absolute Zahlen:
Burgenland: 22; Kärnten: 20; Niederösterreich: 59; Oberösterreich: 75;
Salzburg: 24; Steiermark: 82; Tirol: 20; Vorarlberg: 25; Wien: 190
5Was steigert Ihrer Meinung nach das Risiko für einen
Herzinfarkt? alle
ALLGEMEINES
hohes Cholesterin 83,7
Zuckerkrankheit 62
erbliche Veranlagung 53,5
Stress 70,1
Rauchen 80,5
hoher Blutdruck 85,2
Alter 22
Geschlecht 10,8
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90
6Bereich Gesellschaft und Öffentlichkeit
alle
Wie wichtig schä
schätzen Sie folgende Bereiche ein?
7Bereich Patienteninformation
alle
Informationen zu/ü
zu/über...
80
70 66,7 67,1
59,2
60 54,4
52,1
48,1
50
42,7
40,8
39,2 38,3 38,8
40 35 34,2 33,3
28,7
30 27,3
20 15,8
11,7
10,4
10 6,9
5
7,1
4 3,1 2,9
2,5 2,7
0,2 0,6 1,2 0,4 1
0
Verlauf v. erh. Ernährung sportl. Möglichkeiten Vorsorge Risikofaktoren Spätfolgen/Folgeerkr. Ansprüche b. Krankenstände
Cholesterin Behinderung
sehr wichtig eher wichtig Unwichtig
8Woher beziehen Sie Ihre Informationen?
alle
ALLGEMEINESRadio 16,3
Folder 35
Apotheke 38,7
TV 35,2
Internet 39,9
Ambulanzhelfer 2,3
Schulungen 26,7
DGKS 15,4
Arzthelfer 3,9
Zeitungen 37
Selbsthilfegruppen 9,9
Diätologen 28,4
Ärzte 92,6
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
9Warum wurden die Blutfettwerte bei Ihnen bestimmt?
alle
Sonstiges: Kur, OP, sonstige Erkrankung
10Wurde bei Ihnen Hypercholesterinämie diagnostiziert?
alle
11Wie geht es Ihnen derzeit mit Ihrer
Erkrankung? (Gegenüberstellung) HChol diagnostiziert
n= 513
n= 685
n= 565
n= 528
n= 251
n= 402
12Wer hat die Diagnose gestellt?
HChol diagnostiziert
60
50 48,6
40
30
22,7
20 18,7
9,9
10
0
Hausarzt Facharzt Ordination Facharzt Krankenhaus Krankenhaus Ambulanz
13Wer betreut Sie medizinisch?
HChol diagnostiziert
70
64,6
60
50
40
31,2
30
20
9,8 10,1
10
0
Hausarzt Facharzt Ordination Facharzt Krankenhaus Krankenhaus-Ambulanz
14Welche Therapie wenden Sie an?
HChol diagnostiziert
15Sind Sie mit der medizinischen Betreuung
zufrieden? HChol diagnostiziert
90 84,9
80
70
60
50
40
30
20 15,1
10
0
ja nein
Warum nicht zufrieden?
Ärzte: zu wenig Kontrollen, zu wenig Fachärzte, zu wenig kompetent
Medikamente: Unverträglichkeit Statine, Medikament schlägt nicht an,
Nebenwirkungen (oft genannt), keine Alternative zu med. Therapie, Muskelschmerzen
16Wie ernä
ernähren Sie sich?
HChol diagnostiziert
60
53,6
50
39,8
40
30
20
10
6,5
0
gesund ungesund unauffällig
17Rauchen Sie?
HChol diagnostiziert
100
90 86,7
80
70
60
50
40
30
20
13,3
10
0
ja nein
18 ca. 33% der österreichischen Bevölkerung sind RaucherMachen Sie regelmäßig Bewegung?
HChol diagnostiziert
90
78,4
80
70
60
50
40
30
21,6
20
10
0
ja nein
19Persönliche Erkrankungen
HChol diagnostiziert
100
92,9
87,9
90
81,9
80
71,5
70
60
50
40
28,5
30
18,1
20
12,1
10 7,1
0
Herzinfarkt Verengung der Schlaganfall Erkrankung der
Herzgefäße Arterien/Schlagadern
ja nein
20Wie viele der Diagnostizierten haben Diabetes?
HChol diagnostiziert
21Wie viele der Diagnostizierten haben
Bluthochdruck? HChol diagnostiziert
22Erkrankungen der Verwandten
HChol diagnostiziert
23Haben Sie schon einmal von der familiären/primären
Hypercholesterinämie gehört? alle
24Wurde es durch den Arzt geprüft ob es sich um
familiäre/primäre Hypercholesterinämie handelt? HChol diagnostiziert
25Kennen die Diagnostizierten ihre Werte?
HChol diagnostiziert
100
88,2
90
80
70 66,7
60 56,8 56,2 55,8
50
43,2 43,8 44,2 Ja
40 Nein
33,3
30
20
11,8
10
0
Gesamtcholesterin LDL HDL LP(a)-Wert Triglyzerid-Wert
26Wann wurde das letzte Mal gemessen?
HChol diagnostiziert
100
90 86,3 87,5 87,5 86,6
80 74,8
70
60
50
40
30 25,1
20
13,7 12,5 12,5 13,4
10
0
Gesamtcholesterin LDL HDL LP(a)-Wert Triglyzerid-Wert
im Laufe des letzten Jahres vor über einem Jahr
27Angaben pro Wert
HChol diagnostiziert
Auflistung der Mittelwerte, die von den Diagnostizierten angegeben wurden
(in mg/dl):
Gesamtcholesterin: 189,21 (Maximalwert 490)
LDL-Wert: 111,48 (Maximalwert 397)
HDL-Wert: 56,24 (Maximalwert 284)
LP(a)-Wert: 108,67 (Maximalwert 259,8)
Triglycerid-Wert: 154,32 (Maximalwert 800)
28Kennen sie den Bauchumfang?
HChol diagnostiziert
29 Der durchschnittlich angegebene Bauchumfang beträgt 104,83 cm (Min 35; Max 160)Durchschnitts-Netto-Haushaltseinkommen
HChol diagnostiziert
30
Österreichweit durchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen: € 2.474,-Sind Sie pflegebedürftig?
HChol diagnostiziert
Bekommen Sie Pflegegeld?
50 46,7
Welche Pflegestufe?
45
40
33,3
35
30
25
20
15 13,3
10 6,7
5
0
0
31
1 2 3 4 5Sind Sie berufstätig?
HChol diagnostiziert
Weiß Ihr Arbeitgeber von Ihrer Erkrankung
Hypercholesterinämie?
23,8
76,2
32Weiß der Arbeitgeber davon – Vergleich
zu anderen ÖPBs HChol diagnostiziert
n= 135
n= 338
n= 528
n= 513
n= 220
33Angaben pro Wert
nicht diagnostiziert
Auflistung der Mittelwerte, die von den nicht Diagnostizierten angegeben
wurden (in mg/dl):
Gesamtcholesterin: 175,86 lt. Kritz & Sinzinger 2006
Risikogruppe zwischen 160-200
LDL-Wert: 104,14
HDL-Wert: 63,46
Triglycerid-Wert: 116,93
34Erkrankungen der Verwandten
nicht diagnostiziert
90 85,6
80
70,6 70,3
70
60
50
40
29,4 29,7
30
20
14,4
10
0
Herzinfarkt oder Gefäßverengung Hoher Cholesterinwert familiäre Hypercholesterinämie
ja nein
35Geschlechterverteilung
Vergleich
36Kennen Sie Ihren Bauchumfang?
Vergleich
80
72,4
70
58,5
60
50
41,5
40
30 27,6
20
10
0
ja nein
37
diagnostiziert nicht diagnostiziertKrankheiten (Diabetes, Bluthochdruck,
Arterien, Herzinfarkt, Schlaganfall etc.) Vergleich
38Einkommen vs. Kostenersatz
alle
39Einkommen vs. Diagnose
alle
Denken Sie, es ist gut, ein hohes HDL zu haben?
40Summary
Die Diagnose für HChol stellt überwiegend der Allgemeinmediziner/Hausarzt.
Auch die medizinische Betreuung erfolgt überwiegend durch den Allgemeinmediziner.
60% der Betroffenen nehmen cholesterinsenkende Medikamente.
Rund 15% sind mit der medizinischen Betreuung nicht zufrieden: Unverträglichkeiten,
Nebenwirkungen, Medikament schlägt nicht an, zu wenig Aufmerksamkeit, zu wenig Kontrollen etc.
Den Betroffenen geht es überwiegend gut mit ihrer Erkrankung.
Fast 65% der Betroffenen haben noch nichts von der fam. HChol gehört, wobei ca. 40% angeben,
selbst an der familiären Form zu leiden. Bei 43% wurde bei der Diagnose nicht überprüft, ob es sich
um eine fam. HChol handelt.
Die Informationen beziehen die Betroffenen zu 95% von Ärzten.
Knapp 80% aller Befragten halten Kostenersatz für Medikamente für wichtig.
41Österreichischer Patientenbericht c/o PERI CONSULTING GmbH Markus STICKLER, MA m.stickler@periconsulting.at +43/1/908 11 46-49 www.patientenbericht.at
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