Mathematik AHS 12. Jänner 2021 - Standardisierte kompetenzorientierte schriftliche Reifeprüfung

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Name:

Klasse:

          Standardisierte kompetenzorientierte
                       schriftliche Reifeprüfung

                                         AHS
                        12. Jänner 2021

                     Mathematik
12. Jänner 2021 / AHS / Mathematik                                                                                S. 2/34

Hinweise zur Aufgabenbearbeitung
Sehr geehrte Kandidatin! Sehr geehrter Kandidat!
Das vorliegende Aufgabenheft enthält Teil-1-Aufgaben und Teil-2-Aufgaben (bestehend aus Teilaufgaben). Die
Aufgaben bzw. Teilaufgaben sind unabhängig voneinander bearbeitbar.
Verwenden Sie für die Bearbeitung ausschließlich dieses Aufgabenheft und das Ihnen zur Verfügung gestellte
Arbeitspapier. Schreiben Sie Ihren Namen und Ihre Klasse in die dafür vorgesehenen Felder auf dem Deck-
blatt des Aufgabenhefts sowie Ihren Namen und die fortlaufende Seitenzahl auf jedes verwendete Blatt Ar-
beitspapier. Geben Sie bei der Beantwortung jeder Teilaufgabe deren Bezeichnung auf dem Arbeitspapier an.
In die Beurteilung wird alles einbezogen, was nicht durchgestrichen ist. Die Lösung muss dabei klar ersichtlich
sein. Wenn die Lösung nicht klar ersichtlich ist oder verschiedene Lösungen angegeben sind, gilt die Aufgabe
als nicht gelöst.
Die Verwendung der vom zuständigen Regierungs­mitglied für die Klausurarbeit freigegebenen Formel­sammlung
für die SRP in Mathematik ist erlaubt. Weiters ist die Verwendung von elektronischen Hilfsmitteln (z. B. grafikfähi-
ger Taschenrechner oder andere entsprechende Technologie) erlaubt, sofern keine Kommunikationsmöglichkeit
(z. B. via Internet, Intranet, Bluetooth, Mobilfunknetzwerke etc.) gegeben ist und der Zugriff auf Eigendateien im
elektronischen Hilfs­mittel nicht möglich ist.
Eine Erläuterung der Antwortformate liegt im Prüfungsraum auf und kann auf Wunsch eingesehen werden.
Das Aufgabenheft und alle von Ihnen verwendeten Blätter sind abzugeben.
So ändern Sie Ihre Antwort bei Aufgaben zum An-             So wählen Sie eine bereits übermalte Antwort:
kreuzen:                                                    1. Übermalen Sie das Kästchen mit der nicht mehr
1. Übermalen Sie das Kästchen mit der nicht mehr               gültigen Antwort.
    gültigen Antwort.                                       2. Kreisen Sie das gewünschte übermalte Kästchen
2. Kreuzen Sie dann das gewünschte Kästchen an.                ein.
  Hier wurde zuerst die Antwort „5 + 5 = 9“ gewählt           Hier wurde zuerst die Antwort „2 + 2 = 4“ übermalt
  und dann auf „2 + 2 = 4“ geändert.                          und dann wieder gewählt.

    1+1=3                                                     1+1=3           
    2+2=4          T                                           2+2=4
    3+3=5                                                     3+3=5           
    4+4=4                                                     4+4=4           
    5+5=9                                                     5+5=9           
Bewertung
Die Aufgaben im Teil 1 werden mit 0 Punkten oder 1 Punkt bzw. 0 Punkten, ½ oder 1 Punkt bewertet. Die zu
erreichenden Punkte pro Aufgabe sind bei jeder Teil-1-Aufgabe im Aufgabenheft angeführt.
Jede Teilaufgabe im Teil 2 wird mit 0, 1 oder 2 Punkten bewertet. Die mit A markierten Aufgabenstellungen
werden mit 0 Punkten oder 1 Punkt bewertet.
Zwei Beurteilungswege
1) Wenn Sie mindestens 16 von 28 Punkten (24 Teil-1-Punkte + 4 A -Punkte aus Teil 2) erreicht haben, gilt der
    folgende Beurteilungsschlüssel:
  Genügend             16 – 23,5 Punkte
  Befriedigend         24 – 32,5 Punkte
  Gut                  33 – 40,5 Punkte
  Sehr gut             41 – 48 Punkte
2) Wenn Sie weniger als 16 von 28 Punkten (24 Teil-1-Punkte + 4 A -Punkte aus Teil 2) erreicht haben, aber
   insgesamt 24 Punkte oder mehr (aus Teil-1- und Teil-2-Aufgaben) erreicht haben, dann können Sie auf
   diesem Weg ein „Genügend“ oder „Befriedigend“ erreichen:
  Genügend             24 – 28,5 Punkte
  Befriedigend         29 – 35,5 Punkte
  Die Arbeit wird mit „Nicht genügend“ beurteilt, wenn im Teil 1 unter Berücksichtigung der mit A markierten
  Aufgabenstellungen aus Teil 2 weniger als 16 Punkte und insgesamt weniger als 24 Punkte erreicht wurden.

Viel Erfolg!
12. Jänner 2021 / AHS / Mathematik                                                                         S. 3/34

Aufgabe 1

Dreieck verschieben

In der nachstehenden Abbildung sind ein Dreieck mit den Eckpunkten A, B und C sowie der
Punkt A1 dargestellt. Die gekennzeichneten Punkte haben ganzzahlige Koordinaten.

                                   y
                          6
                                                       C
                          5

                          4

                          3
                                                               A1           B
                          2

                          1
                                           A
                                                                                        x
                          0
                               0       1       2   3       4        5   6       7   8

Das Dreieck soll so um den Vektor AA1 verschoben werden, dass die Punkte A, B und C in die
Punkte A1, B1 und C1 übergehen.

Aufgabenstellung:

Ermitteln Sie die Koordinaten des Punktes C1.

C1 = (          |          )
                                                                                            [0 / ½ / 1 Punkt]
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Aufgabe 2

Lösung einer Gleichung

Nachstehend ist eine Gleichung in x ∈ ℝ gegeben.

    2 ∙ x – 6 = a mit a ∈ ℝ 0
                            +

Aufgabenstellung:

Kreuzen Sie dasjenige Intervall an, das für alle Werte von a ∈ ℝ 0 die Lösung der ge­gebenen
                                                               +

Gleichung enthält.

                                      (–∞; –3]

                                      [3; ∞)

                                      [–3; 0)

                                      [0; 3)

                                      [–6; –3)

                                      [3; 6]

                                                                                      [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 3

Radfahrer

Die Schule von Alexander und die Schule von Bernhard sind durch eine 13 km lange geradlinige
Straße verbunden.
An einem bestimmten Tag fahren beide von ihrer jeweiligen Schule aus mit dem Fahrrad entlang
dieser Straße einander entgegen. Sie starten zu unterschiedlichen Zeitpunkten und begegnen
einander t Stunden nach der Abfahrt von Alexander.
Bis zu ihrer Begegnung gilt:
• Alexander fährt mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 18 km/h.
• Bernhard fährt mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 24 km/h.

Im gegebenen Kontext wird die nachstehende Gleichung aufgestellt und gelöst.

             ( )
18 ∙ t + 24 ∙ t – 1 = 13
                  3
   1
t=
   2

Aufgabenstellung:

Kreuzen Sie die beiden Aussagen an, die im gegebenen Kontext unter Beachtung der obigen
Gleichung und deren Lösung zutreffend sind.

                Alexander fährt um 10 Minuten später ab als Bernhard.

                Alexander ist bis zur Begegnung mit Bernhard 30 Minuten
                unterwegs.
                Bernhard ist bis zur Begegnung mit Alexander 20 Minuten
                unterwegs.
                Alexander legt bis zur Begegnung mit Bernhard 9 km
                zurück.
                Bei ihrer Begegnung sind die beiden von Bernhards Schule
                weiter entfernt als von Alexanders Schule.

                                                                                  [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 4

Quadratische Gleichung

Für a ∈ ℝ\{0} ist die quadratische Gleichung (a · x + 7)2 = 25 in x ∈ ℝ gegeben.

Aufgabenstellung:

Geben Sie alle a ∈ ℝ\{0} an, für die x = –4 eine Lösung der gegebenen quadratischen
Gleichung ist.

                                                                                   [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 5

Parameterdarstellung

Gegeben ist eine Gerade g mit der Parameterdarstellung g: X = A + t ∙ AB mit t ∈ ℝ.

Aufgabenstellung:

Bestimmen Sie t so, dass X = B gilt.

                                                                                  [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 6

Leiter

Eine Leiter lehnt an einer senkrechten Mauer.

                                                                                     Mauer
Die Leiter liegt in 6 m Höhe an der Mauer an und schließt mit der Mauer

                                                                              r
                                                                             ite
einen Winkel von 20° ein. Dieser Sachverhalt wird durch die nebenstehende

                                                                            Le
(nicht maßstabgetreue) Abbildung veranschaulicht.

                                                                            Boden
Aufgabenstellung:

Berechnen Sie die Länge der Leiter.

                                                                            [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 7

Geografische Breite

Die Erde hat annähernd die Gestalt einer Kugel mit dem Radius 6 370 km.
In der unten stehenden Abbildung ist die Nordhalbkugel der Erde grau markiert. Auf der
Nordhalbkugel wird die geografische Breite φ vom Äquator nach Norden gemessen, wobei
0° ≤ φ ≤ 90° gilt.

                                                Nordpol

                          Breitenkreise

                                                     φ
                                          0°
                               Äquator

                                                Südpol

Für den Radius r (in km) eines Breitenkreises (zur geografischen Breite φ) gilt:
r = 6 370 · cos(φ)

Aufgabenstellung:

Geben Sie das kleinstmögliche Intervall W an, das alle Werte von r enthält.

W=[             ;          ]
                                                                                   [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 8

Eigenschaften von Funktionen

Gegeben sind vier Funktionsgleichungen der reellen Funktionen f1 bis f4 (mit a, b ∈ ℝ und b < 1)
                                                                                     +

und sechs Listen mit Eigenschaften von Funktionen.

Aufgabenstellung:

Ordnen Sie den vier Funktionsgleichungen jeweils die zugehörige Liste (aus A bis F) zu.

    f1(x) = a ∙ bx                                 – kein Monotoniewechsel
                                            A      – konstante Steigung
    f2(x) = a ∙ x + b
                                                   – kein Krümmungswechsel
    f3(x) = a ∙ sin(b ∙ x)
                                                   – genau eine lokale Extremstelle x0
    f4(x) = a ∙ x3 + b                      B      – symmetrisch zur Geraden x = x0
                                                   – maximal zwei Nullstellen

                                                   – unendlich viele lokale Extremstellen
                                            C      – unendlich viele Wendestellen
                                                   – keine Asymptote

                                                   – nur für x ∈ [0; ∞) definierbar
                                                   – überall rechtsgekrümmt (negativ
                                            D
                                                      gekrümmt)
                                                   – keine lokalen Extrem- oder Wendestellen

                                                   – keine lokale Extremstelle
                                            E      – genau eine Nullstelle
                                                   – genau eine Wendestelle

                                                   – kein Monotoniewechsel
                                            F      – die x-Achse ist Asymptote
                                                   – kein Krümmungswechsel

                                                                                   [0 / ½ / 1 Punkt]
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Aufgabe 9

Verlauf des Graphen einer linearen Funktion

Gegeben ist eine lineare Funktion f mit f(x) = k ∙ x + d mit k, d ∈ ℝ und d ≠ 0.

Die Ebene wird von den beiden Koordinatenachsen in vier Quadranten unterteilt (siehe nach­
stehende Skizze).

                                                       f(x)

                                     2. Quadrant              1. Quadrant

                                                   0                        x
                                                       0

                                     3. Quadrant              4. Quadrant

Für den Graphen von f gilt:
• Er verläuft nicht durch den 1. Quadranten.
• Er verläuft durch den 2., 3. und 4. Quadranten.

Dafür müssen bestimmte Bedingungen für k und d gelten.

Aufgabenstellung:

Kreuzen Sie die Aussage mit den entsprechenden Bedingungen an.

                                        k < 0 und d < 0

                                        k < 0 und d > 0

                                        k > 0 und d < 0

                                        k > 0 und d > 0

                                        k = 0 und d < 0

                                        k = 0 und d > 0

                                                                                   [0 / 1 Punkt]
12. Jänner 2021 / AHS / Mathematik                                                                S. 12/34

Aufgabe 10

Polynomfunktion

Zwischen dem Grad einer Polynomfunktion und der Anzahl der reellen Nullstellen, der lokalen
Extremstellen und der Wendestellen besteht ein Zusammenhang.

Aufgabenstellung:

Ergänzen Sie die Textlücken im nachstehenden Satz durch Ankreuzen des jeweils zutreffenden
Satzteils so, dass eine richtige Aussage entsteht.

Jede Polynomfunktion            1         hat         2         .

                1                                                   2

    4. Grades                        mindestens zwei verschiedene lokale Extremstellen

    5. Grades                        mindestens zwei verschiedene reelle Nullstellen

    6. Grades                        mindestens eine Wendestelle

                                                                                         [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 11

Halbwertszeit

Das radioaktive Isotop 137Cs (Cäsium) hat eine Halbwertszeit von etwa 30 Jahren.

Die Funktion f gibt in Abhängigkeit von der Zeit t an, wie viel Prozent der Ausgangsmenge an
  Cs noch vorhanden sind (t in Jahren, f(t) in % der Ausgangsmenge).
137

Die zum Zeitpunkt t = 0 vorhandene Menge an 137Cs wird als Ausgangsmenge bezeichnet.

Aufgabenstellung:

Zeichnen Sie im nachstehenden Koordinatensystem im Zeitintervall [0; 60] den Graphen von f ein.

                                               f(t) in % der Ausgangsmenge
                                     100

                                     90

                                     80

                                     70

                                     60

                                     50

                                     40

                                     30

                                     20

                                     10
                                                                   t in Jahren
                                      0
                                           0     10 20 30 40 50 60

                                                                                     [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 12

Winkelfunktion

Gegeben ist die Funktion f: ℝ → ℝ mit f(x) = 3 ∙ cos(x). Diese Funktion soll in der Form
x ↦ a ∙ sin(x + b) dargestellt werden (a, b ∈ ℝ).

Aufgabenstellung:

Geben Sie für a und b jeweils einen passenden Wert an.

a=

b=

                                                                                   [0 / ½ / 1 Punkt]
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Aufgabe 13

Messung der Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit eines bewegten Körpers in Abhängigkeit von der Zeit t wird durch eine
differenzier­bare Funktion v modelliert (t in s, v(t) in m/s). Die Messung der Geschwindigkeit v(t)
beginnt zum Zeitpunkt t = 0.

                                       v(t) – v(3)
Betrachtet wird der Grenzwert lim                  .
                                 t→3      t–3

Aufgabenstellung:

Kreuzen Sie die beiden Aussagen an, die den betrachteten Grenzwert richtig beschreiben.

           Der Grenzwert gibt die momentane Änderungsrate der Geschwindig-
           keit des Körpers 3 Sekunden nach Beginn der Messung an.
           Der Grenzwert gibt die durchschnittliche Geschwindigkeit des
           Körpers im Zeitintervall [0; 3] an.
           Der Grenzwert gibt die momentane Beschleunigung des Körpers
           3 Sekunden nach Beginn der Messung an.
           Der Grenzwert gibt die relative Änderung der Geschwindigkeit des
           Körpers im Zeitintervall [0; 3] an.
           Der Grenzwert gibt den vom Körper in den ersten 3 Sekunden
           zurück­gelegten Weg an.

                                                                                           [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 14

Experiment

Bei einem Experiment wurde die Temperatur einer bestimmten Flüssigkeit (in °C) zu verschiedenen
Zeitpunkten gemessen.
Die nachstehende Abbildung zeigt das jeweilige Messergebnis 20 min bzw. 30 min nach Beob-
achtungsbeginn.

                               Temperatur der Flüssigkeit in °C
                     80
                                                                      (30 | 73)
                     70
                                                         (20 | 62)
                     60

                     50

                     40

                     30

                     20

                     10

                                                     Zeit nach Beobachtungsbeginn in min
                       0
                           0       5     10     15    20     25      30   35      40   45

Aufgabenstellung:

Berechnen Sie die mittlere Änderungsrate der Temperatur der Flüssigkeit im Zeitintervall
[20 min; 30 min].

mittlere Änderungsrate:                                     °C/min

                                                                                            [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 15

Wachstum einer Sonnenblume

Die Höhe einer bestimmten Sonnenblume wurde über einige Wochen jeweils zu Wochenbeginn
gemessen.

Zum Messbeginn t = 0 hatte die Sonnenblume die Höhe H0 = 5 cm.
Für jeden Zeitpunkt t (mit 0 ≤ t ≤ 5) gibt Ht die Höhe der Sonnenblume an.

Die nachstehende Tabelle zeigt die (gerundeten) Messergebnisse für die Höhe der Sonnenblume
für die ersten 5 Wochen.

                              Zeit t                Höhe der Sonnenblume Ht
                  (in Wochen nach Messbeginn)                (in cm)
                                 1                              36
                                 2                              68
                                 3                              98
                                 4                             128
                                 5                             159

Aufgabenstellung:

Ergänzen Sie die Textlücken im nachstehenden Satz durch Ankreuzen des jeweils zutreffenden
Satzteils so, dass eine richtige Aussage entsteht.

Die absolute wöchentliche Zunahme der Höhe der Sonnenblume ist          1       ; die Höhe
der Sonnenblume Ht kann daher näherungsweise durch eine Differenzengleichung der Form
        2       beschrieben werden.

                             1                                                 2

   immer geringer als jene in der jeweils
                                                          Ht + 1 = Ht · (1 + k) mit k ∈ ℝ
   vorangegangenen Woche
   immer größer als jene in der jeweils vor-
                                                          Ht + 1 = Ht + k mit k ∈ ℝ
   angegangenen Woche
                                                          Ht + 1 = Ht + r · (k – Ht ) mit
   annähernd konstant
                                                          k, r ∈ ℝ und 0 < r < 1

                                                                                       [0 / ½ / 1 Punkt]
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Aufgabe 16

Stammfunktionen

Gegeben ist eine Stammfunktion F einer Polynomfunktion f: ℝ → ℝ.

Aufgabenstellung:

Zwei der nachstehenden Funktionen G1 bis G5 sind für alle c ∈ ℝ\{0} jedenfalls auch Stamm-
funktionen von f.
Kreuzen Sie die beiden zutreffenden Funktionen an.

                                     G1 = c ∙ F

                                     G2 = c + F

                                     G3 = F – c

                                     G4 = c – F

                                     G5 = F
                                          c

                                                                                  [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 17

Fläche zwischen Graph und x-Achse

Gegeben ist eine Potenzfunktion f: [0; 15] → ℝ .
                                                               +

Der Inhalt A derjenigen Fläche, die vom Graphen von f, von der x-Achse und von den beiden
Geraden x = 0 und x = 15 begrenzt wird, kann durch den nachstehenden Ausdruck U
näherungsweise berechnet werden.

U = 5 · (f(0) + f(5) + f(10))

In der nachstehenden Abbildung sind der Graph von f und – grau markiert – die Fläche, deren
Inhalt durch den Ausdruck U berechnet wird, dargestellt.

                         f(x)
                 7

                 6

                 5

                 4
                                      f
                 3

                 2

                 1
                                                                                               x
                 0
                     0          1         2    3   4   5   6   7   8   9   10 11 12 13 14 15

Aufgabenstellung:

Kreuzen Sie die beiden Ausdrücke an, mit denen der Flächeninhalt A besser als mit dem
Ausdruck U angenähert werden kann.

                          5 · (f(0) + f(5) + f(10) + f(15))

                          2,5 · (f(0) + f(2,5) + f(5) + f(7,5) + f(10) + f(12,5))

                          ∫
                                15
                                     f(x) dx
                            0

                          f(0) · 15

                          f(15) · 5

                                                                                                   [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 18

Arbeit bei der Dehnung einer Schraubenfeder

Eine Schraubenfeder mit der Federkonstanten k = 40 N/m wird aus der Gleichgewichtslage
s0 = 0 m um h = 0,08 m gedehnt.
Die dabei verrichtete Arbeit W (in Joule) wird mithilfe des nachstehenden Ausdrucks berechnet.
W=∫
      s0 + h
               k · s ds
     s0

Aufgabenstellung:

Berechnen Sie die bei der oben beschriebenen Dehnung verrichtete Arbeit.

                                                                                     [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 19

Boxplot und statistische Kennzahlen

Aus einem Boxplot (Kastenschaubild) können bestimmte statistische Kennzahlen ermittelt werden.

Aufgabenstellung:

Kreuzen Sie die beiden statistischen Kennzahlen an, die aus einem Boxplot im Allgemeinen nicht
ermittelt werden können.

                                     Median

                                     arithmetisches Mittel

                                     Modus

                                     Spannweite

                                     Maximum

                                                                                    [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 20

Schätzwert

Bei einem bestimmten Zufallsversuch tritt das Ereignis E mit der Wahrscheinlichkeit P(E) auf.
Im Rahmen einer Versuchsreihe wird dieser Zufallsversuch a-mal durchgeführt (a ∈ ℕ und
a > 1). Dabei tritt das Ereignis E insgesamt b-mal auf (b ∈ ℕ).
Für die unbekannte Wahrscheinlichkeit P(E) soll ein Schätzwert p bestimmt werden.

Aufgabenstellung:

Geben Sie eine Formel an, mit der p unter Verwendung von a und b berechnet werden kann.

p=

                                                                                       [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 21

Wahrscheinlichkeiten

Die Zufallsvariable X kann ausschließlich die Werte 0, 1, 2 und 3 annehmen.
Es gilt: P(X = 1) = 0,1 und P(X > 1) = 0,6.

Aufgabenstellung:

Kreuzen Sie die beiden zutreffenden Aussagen an.

                                     P(X ≤ 2) = 0,3

                                     P(X < 2) = 0,4

                                     P(X = 0) = 0

                                     P(X ≥ 0) = 0,9

                                     P(X ≥ 1) = 0,7

                                                                              [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 22

Defekte Geräte

Erfahrungsgemäß sind 2,5 % der Geräte, die von einem bestimmten Unternehmen geliefert werden,
defekt. Die binomialverteilte Zufallsvariable X gibt die Anzahl der defekten Geräte in einer Zufalls-
stichprobe vom Umfang n an. Für den Erwartungswert gilt: E(X ) = 20.

Aufgabenstellung:

Berechnen Sie den Umfang n der Zufallsstichprobe.

n=

                                                                                         [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 23

Schokoladefiguren

Erfahrungsgemäß ist 1 % der in einer bestimmten Schokoladefabrik produzierten Schoko­lade­
figuren fehlerhaft.
Bei einer bestimmten Qualitätskontrolle werden 500 Schokoladefiguren zufällig ausgewählt, wobei
jede Schokoladefigur – unabhängig von den anderen Schokoladefiguren – mit der gleichen Wahr-
scheinlichkeit (von 1 %) fehlerhaft ist.

Aufgabenstellung:

Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei dieser Qualitätskontrolle höchstens
2 Schokoladefiguren fehlerhaft sind.

                                                                                     [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 24

Wahlprognose

Vor einer bestimmten Wahl nahmen 500 Personen, die zufällig und unabhängig voneinander
ausgewählt worden waren, an einer Umfrage teil. Von diesen Personen gaben 35 % an, dass
sie Partei A wählen werden. Als Ergebnis der Umfrage wurde das um diesen relativen Anteil
symmetrische γ -Konfidenz­inter­vall [0,315; 0,385] für den unbekannten Anteil der Partei-
A-Wähler/innen angegeben. Für die Berechnung dieses Konfidenzintervalls wurde eine
die Binomialverteilung approximierende Normalverteilung verwendet.

Aufgabenstellung:

Ermitteln Sie γ .

                                                                                   [0 / 1 Punkt]
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Aufgabe 25 (Teil 2)

Tee

Tee ist weltweit eines der meistkonsumierten Getränke.

Aufgabenstellung:

a) Modellhaft wird angenommen, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Tee in Österreich jedes Jahr
   im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr um den gleichen Prozentsatz steigt.

   Unter dieser Annahme gibt die Funktion f den jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von Tee in
   Österreich ab 2016 in Abhängigkeit von der Zeit t an (t in Jahren, f(t) in Litern).

   1)     A Geben Sie an, um welchen Funktionstyp es sich bei f handelt.

   Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Tee lag in Österreich im Jahr 2016 bei 33 L. Der Anteil
   des Tees, der in Österreich im Jahr 2016 mittels Teebeuteln zubereitet wurde, beträgt 95 %.

   Es werden folgende Annahmen getroffen:
        • Der Pro-Kopf-Verbrauch von Tee in Österreich steigt seit dem Jahr 2016 jedes Jahr im
     Vergleich zum jeweiligen Vorjahr um 2 %.
	 • Der Anteil des Tees, der in Österreich jedes Jahr mittels Teebeuteln zubereitet wird, bleibt
     gleich.

   2) G
       eben Sie an, wie viele Liter Tee im Jahr 2026 unter den oben angeführten Annahmen
      pro Kopf in Österreich mittels Teebeuteln zubereitet werden.
12. Jänner 2021 / AHS / Mathematik                                                                                                   S. 28/34

b) Der weltweit größte Teeproduzent ist China. Die nachstehende Tabelle gibt die Menge des in
   China produzierten Tees in Millionen Tonnen für einige Jahre im Zeitraum von 2011 bis 2017 an.

                  Jahr                                                         2011        2013       2015       2017
                  Menge des in China produzierten Tees
                                                                               1,55        1,85       2,23        2,55
                  in Millionen Tonnen
   Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/29847/umfrage/produktion-von-tee-nach-erzeugerlaendern-seit-2006/ [28.08.2018].

   Die Menge des in China produzierten Tees soll in Abhängigkeit von der Zeit t ab dem Jahr
   2011 näherungsweise durch eine lineare Funktion g beschrieben werden (t in Jahren ab dem
   Jahr 2011, g(t) in Millionen Tonnen).

   1) G
       eben Sie unter Verwendung der Daten aus den Jahren 2011 und 2017 eine Funktions-
      gleichung für g an.

       g(t) =

   In den Jahren 2013 und 2015 gibt es jeweils eine Abweichung zwischen den Funktionswerten
   von g und den Werten aus der obigen Tabelle.

   2) G
       eben Sie an, in welchem der Jahre 2013 und 2015 der Betrag der absoluten Abweichung
      zwischen dem Funktionswert von g und dem zugehörigen Wert aus der obigen Tabelle
      größer ist. Ermitteln Sie für das angegebene Jahr ebenso den Betrag der absoluten
      Abweichung.

       Jahr:

       Betrag der absoluten Abweichung:                                                       Millionen Tonnen

c) Heißer Tee kühlt bei niedrigerer Umgebungstemperatur ab.

   Die Temperatur T(t) des Tees t Minuten nach Beginn des Abkühlungsprozesses kann bei
   einer Anfangstemperatur T0 und einer konstanten Umgebungstemperatur TU durch die nach-
   stehende Funktionsgleichung näherungsweise beschrieben werden.
   T(t) = (T0 – TU) · ℯ –k · t + TU mit         k ∈ ℝ (t in Minuten, TU in °C, T0 in °C, T(t) in °C)
                                                         +

   Eine Tasse mit Tee mit der Anfangstemperatur T0 = 90 °C wird in einen Raum mit einer
   konstanten Umgebungstemperatur von TU = 20 °C gestellt. Der Tee ist nach 10 Minuten auf
   eine Temperatur von 65 °C abgekühlt.

   1) E
        rmitteln Sie k.

   Nehmen Sie an, dass der ermittelte Wert von k sowohl für den Abkühlungsprozess eines Tees
   mit einer Anfangstemperatur von 90 °C als auch für den Abkühlungsprozess eines anderen
   Tees mit einer Anfangstemperatur von 70 °C gilt.

   2) G
       eben Sie an, bei welcher Umgebungstemperatur TU beide Tees in der gleichen Zeit auf
      die Hälfte des Wertes ihrer jeweiligen Anfangstemperatur (in °C) abkühlen.

       TU =                                                                           °C
12. Jänner 2021 / AHS / Mathematik                                                             S. 29/34

Aufgabe 26 (Teil 2)

Erderwärmung

Unter globaler Mitteltemperatur versteht man die über die gesamte Erdoberfläche gemittelte Tem-
peratur in einem bestimmten Zeitraum unter bestimmten Bedingungen.

Die Entwicklung der globalen Mitteltemperatur kann mithilfe von Klimamodellen prognostiziert
werden.

Nachstehend sind für einzelne Jahre die globalen Mitteltemperaturen angeführt.

    Jahr                             1900 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980
    globale Mitteltemperatur (in °C) 13,80 13,87 13,89 14,01 13,90 14,02 13,94 14,16

    Jahr                             1985 1990 1995 2000 2005 2010 2015
    globale Mitteltemperatur (in °C) 14,03 14,37 14,37 14,31 14,51 14,55 14,72

Die Funktion T beschreibt modellhaft die globale Mitteltemperatur in Abhängigkeit von der Zeit t
(t in Jahren ab dem Jahr 1900, T(t) in °C). Es gilt:

T(t) = a · ℯ 0,008 · t – 0,03 · t + 11,1 mit   a∈ℝ
                                                     +

Aufgabenstellung:

a) Bei einem bestimmten Klimamodell wird a = 2,7 angenommen.
   Die Funktion T hat an der Stelle t = t0 eine lokale Extremstelle.

    1)  A Ermitteln Sie t0.

    2) B
        egründen Sie mathematisch, warum gemäß diesem Modell die globale Mitteltemperatur
       ab der Stelle t0 immer schneller ansteigt.

b) Verschiedene Studien nehmen an, dass die globale Mitteltemperatur im Jahr 2100 im Ver-
   gleich zur globalen Mitteltemperatur im Jahr 2000 (also 14,31 °C) um mindestens 1,5 °C, aber
   um höchstens 4,5 °C höher sein wird.

    1) W
        eisen Sie nach, dass die Funktion T mit a = 2,7 diese Studien mit der Annahme für das
       Jahr 2100 bestätigt.

    2) G
        eben Sie den kleinstmöglichen Wert amin und den größtmöglichen Wert amax so an, dass
       die Funktion T diese Studien bestätigt.

        amin =

        amax =
12. Jänner 2021 / AHS / Mathematik                                                              S. 30/34

c) Bei der UN-Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015 wurde eine neue internationale Klimaschutz-
   Vereinbarung getroffen, die die Begrenzung der Zunahme der globalen Mitteltemperatur vor­
   sieht. Demnach dürfte die globale Mitteltemperatur im Jahr 2100 höchstens 15,3 °C betragen.

   Um diese Klimaschutz-Vereinbarung zu erfüllen, darf ab dem Jahr 2015 die mittlere
   Änderungsrate der globalen Mitteltemperatur pro Jahr höchstens einen bestimmten Wert k
   betragen (k in °C pro Jahr).

   1) E
        rmitteln Sie k.

   Es wird angenommen, dass die globale Mitteltemperatur ab dem Jahr 2015 linear zunimmt
   und die mittlere Änderungsrate der globalen Mitteltemperatur pro Jahr tatsächlich k ent-
   spricht.

   2) G
       eben Sie unter dieser Annahme eine Gleichung derjenigen linearen Funktion M an, die
      die jährliche globale Mitteltemperatur (in °C) t Jahre nach 2015 modellhaft beschreibt.
12. Jänner 2021 / AHS / Mathematik                                                                                                      S. 31/34

Aufgabe 27 (Teil 2)

Elektromobilität

Der Bestand an Elektroautos nahm in Österreich in den letzten Jahren zu. Die Gründe dafür liegen
unter anderem an technischen Verbesserungen, wie zum Beispiel den steigenden Batterie-
kapazitäten und kürzeren Ladezeiten.
Unter Batteriekapazität versteht man die in der Batterie des Elektroautos maximal speicherbare
Energie E (in Kilowattstunden, kWh). Diese Energie wird während des Fahrens in eine andere
Energieform umgewandelt und beim Ladevorgang wieder der Batterie zugeführt.
Unter Ladezeit versteht man diejenige Zeit, die für das vollständige Laden einer (annähernd) leeren
Batterie benötigt wird.

Aufgabenstellung:

a) Die nachstehende Grafik zeigt den Bestand an Elektroautos in Österreich für den Zeitraum
   vom 31. Dezember 2015 bis 31. August 2018. Für die Jahre 2015 bis 2017 wird der Bestand
   jeweils am Ende des Jahres dargestellt, für das Jahr 2018 der Bestand Ende August.

                                                Bestand an Elektroautos in Österreich

                                                                                            18 459

                                                                           14 618

                                                           9 073

                                           5 032

                                           2015             2016            2017            2018
                                                                                        (Ende August)
   Datenquelle: S
                 tatistik Austria, https://www.statistik.at/web_de/statistiken/energie_umwelt_innovation_mobilitaet/verkehr/strasse/
                kraftfahrzeuge_-_bestand/index.html [23.03.2020].

   Die Differenzengleichung Bn + 1 = Bn ∙ a + b beschreibt die Entwicklung des Bestands an
   Elektro­autos in Österreich ausgehend vom Jahr 2015 für die Jahre 2016 und 2017.
   Dabei gilt:
   • B0 ist der Bestand am Ende des Jahres 2015.
   • B1 ist der Bestand am Ende des Jahres 2016.
   • B2 ist der Bestand am Ende des Jahres 2017.

   1) G
        eben Sie a und b an.

       a=

       b=

   Damit die angegebene Differenzengleichung auch für das Ende des Jahres 2018 zutrifft, hätte
   der Bestand an Elektroautos im Rest des Jahres 2018 noch um eine bestimmte Anzahl erhöht
   werden müssen.

   2) Berechnen Sie diese Anzahl.
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b) Die Batteriekapazität (in kWh) ist das Produkt von Ladeleistung (in kW) und Ladezeit (in h). Um
   beispielsweise eine (annähernd) leere Batterie mit einer Batteriekapazität von 22 kWh mit einer
   Ladeleistung von 11 kW zu laden, benötigt man eine Ladezeit von 2 h.

   Die Funktion f beschreibt die Ladezeit f(P) einer Batterie mit einer Batteriekapazität von
   22 kWh in Abhängigkeit von der Ladeleistung P (P in kW, f(P) in h).

   1)	A Geben Sie f(P) an.

       f(P) =

   Die typische Ladeleistung einer privaten Ladestation liegt im Leistungsintervall [2,3 kW; 3,7 kW].

   2) G
       eben Sie für eine Batterie mit einer Batteriekapazität von 22 kWh dasjenige Zeitintervall
      der Ladezeit an, das diesem Leistungsintervall entspricht.

c) Für die Fahrt eines Elektroautos auf einer bestimmten Teststrecke wird modellhaft angenom-
   men:
   • Die gesamte Teststrecke wird mit einer konstanten Geschwindigkeit durchfahren.
   • Es besteht ein linearer Zusammenhang zwischen dem Energiebedarf dieses Elektroautos
      und der jeweiligen konstanten Geschwindigkeit.

   Dieses Elektroauto hat bei einer konstanten Geschwindigkeit von 70 km/h einen Energie-
   bedarf von 12,9 kWh für das Durchfahren dieser Teststrecke.
   Bei einer konstanten Geschwindigkeit von 110 km/h hat es einen Energiebedarf von
   20,9 kWh für das Durchfahren dieser Teststrecke.

   Die Funktion E beschreibt den Energiebedarf E(v) in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit v
   mit 50 ≤ v ≤ 130 (v in km/h, E(v) in kWh).

   1) G
        eben Sie E(v) an.

       E(v) =

   Die Batterie dieses Elektroautos hat eine Batteriekapazität von 41 kWh und ist vor dem
   Durchfahren der Teststrecke vollständig geladen. Nach dem Durchfahren der Teststrecke sind
   in der Batterie noch 30,22 kWh gespeichert.

   2) E
       rmitteln Sie die (konstante) Geschwindigkeit v1, mit der die Teststrecke durchfahren wor-
      den ist.
12. Jänner 2021 / AHS / Mathematik                                                                S. 33/34

Aufgabe 28 (Teil 2)

Müsliriegel

Ein neuer Müsliriegel steht vor der Markteinführung. Der Hersteller dieses Müsliriegels produziert
100 000 Stück davon.

Auf allen Verpackungen der Müsliriegel wird die Möglichkeit von Sofortgewinnen angekündigt. Die
jeweilige Höhe des Sofortgewinns kann man nach dem Öffnen der Verpackung auf deren Innen-
seite ablesen. Der Hersteller des Müsliriegels gibt an:
Es werden
• 9 000 Sofortgewinne zu je € 2
• 900 Sofortgewinne zu je € 5
• 100 Sofortgewinne zu je € 65
ausgezahlt.

Alle produzierten Müsliriegel werden an Geschäfte geliefert. Die Verteilung der Müsliriegel erfolgt
nach dem Zufallsprinzip.

Aufgabenstellung:

a) Unter Berücksichtigung aller Produktionskosten kostet jeder der 100 000 Müsliriegel in der
   Produktion durchschnittlich € 1.

   Der Verkaufspreis eines Müsliriegels soll so festgelegt werden, dass für den Hersteller ein
   Gewinn von mindestens € 80.000 erzielt wird, wenn nach dem Verkauf aller Müsliriegel alle
   Sofort­gewinne ausgezahlt werden müssen.
   Alle Müsliriegel haben den gleichen Verkaufspreis.

   1) E
       rmitteln Sie den unter diesen Voraussetzungen kleinstmöglichen Verkaufspreis p des
      Müsliriegels.

   2) G
       eben Sie an, um wie viel Prozent der kleinstmögliche Verkaufspreis p gesenkt werden
      kann, wenn man die Müsliriegel ohne Gewinnspiel verkauft und der Gewinn trotzdem
      mindestens € 80.000 ausmachen soll.

b) Die Zufallsvariable X beschreibt die Höhe des ausgezahlten Sofortgewinns pro gekauften
   Müsliriegel.

   1) Ermitteln Sie den Erwartungswert E(X).

   Ein Kunde kauft 4 Müsliriegel.

   2) Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, mit der der Kunde mindestens einen Sofortgewinn
       erzielt.
12. Jänner 2021 / AHS / Mathematik                                                                    S. 34/34

c) Aus Erfahrung weiß man, dass 95 % der Müsliriegel eine vorgegebene Mindestmasse haben.

   Eine Zufallsstichprobe von 1 000 Müsliriegeln wird ausgewählt. Die binomialverteilte Zufalls-
   variable Y beschreibt dabei die Anzahl der Müsliriegel in dieser Zufallsstichprobe, die die vor­
   gegebene Mindestmasse haben.

   1)	A Ermitteln Sie die Standardabweichung σ (Y) der Zufallsvariablen Y.

       σ (Y) =

   2) Interpretieren Sie das Ergebnis der nachstehenden Berechnung im gegebenen Kontext.

       P(Y ≥ 933) ≈ 0,99
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