RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz

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RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz
RUNDBRIEF

Oktober 2021
Ausgabe 3
30. Jahrgang   Seite A
RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz
Einladung zum Basisabend
Mittwoch, 10. November 2021, 20.00 Uhr             Weitere Traktanden sind die Zulas­
Berghof Ganterschwil, in der Schür             sung von Spermasexing, (welche auf
    Ein wunderbarer September liegt hin­       dieses Jahr verschoben wurde) und der
ter uns, welcher uns etwas mit diesem bis      Entscheid über den Ausstiegsplan Küken­
jetzt schwierigen Jahr versöhnt hat.           töten.
    So rückt auch die Herbst DV der Bio
Suisse näher und es gibt nebst Jahrespla­         Diese Themen und die Info-Geschäfte
nung und Budget 2022 weitere Themen,           geben sicher viel zu diskutieren und da­
die umsichtige Entscheide von uns for­         rum hoffen wir auf eure Teilnahme am
dern.                                          Basisabend in der «Schür» auf dem Berg­
    Schon beim ersten Thema, den Finan­        hof in Ganterschwil. Es wird über alle
zen, gibt es einen Antrag von 50 Einzel­       Anträge abgestimmt und dies wird von
mitgliedern, welcher eine Senkung der          den Delegierten auch in Olten im gleichen
Produzentenbeiträge und Lizenzgebühren         Verhältnis vertreten werden. Eure Stim­
um 10% verlangt. Dieser Antrag wurde           me zählt!
vom ehemaligen MKA Mitglied Res Bärt­
schi initiiert und findet auch meine Unter­       Mit herbstlichen Grüssen
stützung. Grundlage ist die Tatsache, dass        Sepp Sennhauser
die Einnahmen durch Lizenzgebühren je­            Co Präsident
des Jahr stark ansteigen. Dazu steigt die
Anzahl Knospe Produzenten ebenfalls je­
des Jahr an, was auch mehr Mitgliederbei­      In dieser Ausgabe
träge generiert. Dieser erfreuliche Geld­      Einladung Basisabend             Seite 2
segen verleitet dazu, gleich die Ausgaben      Traktanden der Herbst-DV Bio Suisse    3
weiter zu entwickeln und es werden bei         Aus dem Vorstand                       4
Bio Suisse Stellen geschaffen und etliche      Rückblick BARO Flurgang                5
Projekte aufgegleist. Dies ist an und für      Jubiläumsfest Schlossgut Gündelhart 6
sich nicht schlecht, man sollte dabei aber     Ackerbauring Rheintal                  7
den Überblick behalten und das ist im          BARO Sarganserland                     7
Moment für uns an der Basis sehr schwie­       Beerenflurgang                       8-9
rig. Fakt ist: Letztes Jahr wurden über        Weinbau-Anlass                        10
800 Stellenprozente neu geschaffen, die        Ostschweizer Biomarkt                 11
Geschäftsstelle erheblich umgebaut, der        Kometian                           12-13
Einstieg von Migros bringt zusätzliche         Homöopathiekurse                   13-14
Lizenzeinnahmen und es sind schon wei­         Muttergebundene Kälberaufzucht        15
tere zusätzliche Stellen beschlossen. Da       Bio-Forschungstag                     16
finde ich, dass eine Diskussion, wie wir –     Programm Seerücken                    16
denn wir sind Bio Suisse – uns entwickeln      Stallvisite                           17
sollen, überfällig ist und ich hoffe auf Zu­   Kleinanzeigen / Inserate           18-19
stimmung des Antrags an der DV.                Termine                               20

Seite 2 Rundbrief | Nr. 3 | Oktober 2021
RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz
Traktanden der Herbst-DV vom 17. November 2021
1Statutarische Geschäfte                                             10.00
 1.1 Begrüssung, Traktandenliste, Stimmenzähler*innen                10.00 10’
 1.2 Protokoll der DV vom 14. April 2021                             10.10  5’
 1.3 Finanzen                                                        10.15 60’
 1.3.1 Jahresplanung und Budget 2022
 1.3.2 Mittelfristplanung 2022-2026
 1.3.3 Antrag 50 Einzelmitglieder: Senkung der Produzent*innenbeiträge
			 und Lizengebühren um 10%
 1.3.4 Genehmigung Jahresplanung und Budget 2022

2 Anträge                                                               11.15
  2.1 Entscheid Ausstiegsplan Kükentöten                                11.45 30’
  2.2 Antrag Bio Schwy, Bio-Ring Appenzellerland, Bioland Liechtenstein 12.15 30’
		    und biogrischun: Zulassung von Spermasexing

Mittagessen                                                            12.45 50’
		     Verleihung Grand Prix Bio Suisse                                13.35 30’

Fortsetzung Anträge                                                    14.05
   2.3 Zielpapier: Bio-Grundbildung                                    14.05 20’

3 Informationsgeschäfte                                                14.25
   3.1 Biomondo-Erfolgsbericht, Ersatz Knospenhof und Ausblick         14.25 15’
   3.2 Zwischenstand Klimastrategie Bio Suisse                         14.40 20’
   3.3 Urbane Erholungs- und Grünflächen: Optionen für Bio Suisse      15.00 20’
   3.4 Abschluss Task Force Getreide                                   15.20 10’

Ende		                                                                 15.30

Titelbild: Stefanie Giger

                                                                           Seite 3
RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz
Aus dem Vorstand
BARO: dankbarer Blick in die Zukunft        Vereinfachte Lizenz für kleine Läden
    Die Drahtzieher des Bioackerbau­            Um den Absatz für Bioprodukte zu er­
ring-Ostschweiz (BARO) erleben seit 10      leichtern, bietet Bio Suisse kleinen Läden
Jahren im Rahmen von Flurgängen und         eine vereinfachte Lizenzierung an.
Referaten einen engagierten Austausch
unter Bio-Ackerlandwirten. Tobias Brüli­    Klimaworkshop
sauer und Herbert Schär haben das Pro­          Peter Schweizer hat teilgenommen
jekt ins Leben gerufen und den Austausch    und an der Vorstandssitzung berichtet.
zu einer Erfolgsgeschichte werden lassen.   Wichtig ist uns vor allem, dass es keine
Ihnen ist es gelungen, den Bioackerbau      Alibiübung mit beispielsweise Zertifikat­
von A wie Ampfer bis Z wie Zwischen­        handel gibt, sondern nur Massnahmen
frucht in all seinen Facetten fassbar zu    ins Auge gefasst werden, die dem Klima
machen. Bioproduzenten lernten über die     etwas bringen. Der Vorstand wird die Dis­
Kantonsgrenzen hinaus von und mit Be­       kussion im Auge behalten.
rufskolleginnen und Berufskollegen. Vie­
len Dank dafür, lieber Tobias und lieber    Einsprachen bei den geplanten Richt-
Herbert.                                    linien- und Weisungsänderungen
    Beide haben den Wunsch geäussert,           1. Noch einmal beim Thema Milchver­
im BARO kürzer treten zu wollen.            arbeitung, denn es gab beim letzten Mal
                                            keine Informationen an die Einsprecher
    Wie geht es weiter? Aus unserer Mit­    und laut Milchverarbeiter Emmi wurden
te haben sich zwei junge und initiative     trotz der Einsprachen fast die gleichen
Bio-Ackerbauern bereit erklärt, ab 2022     Formulierungen wieder übernommen.
das OK des BARO’S zusammen mit Biobe­           2. Bei der Gesamtbetrieblichkeit (Ein­
rater Daniel Fröhlich zu bilden und das     führung erst 2023): Sara Gómez von Bio
Erfolgsprojekt weiter voranzutreiben.       Suisse hat angeboten eine Videokonferenz
Die Leserschaft kann sich also auf weite­   zu machen und die von uns aus gesehen
re spannende Hofbesuche und Referate        kritischen Punkte genauer zu erläutern.
freuen.                                     Ausserdem werde, wie wir im Rekurs vor­
                                            geschlagen haben, an der PK die unklaren
Deklarationspflicht Fertiggerichte          Punkte genauer erklärt werden.
    Der Vorstand beschäftigt sich immer
noch mit diesem Thema. Eine Zoom-Kon­           Der Vorstand sucht eine/n engagier­
ferenz mit Bio Suisse hat stattgefunden.    te/n und interessierte/n Biobäuerin/Bio­
Nun warten wir auf die Ergebnisse der in­   bauer aus dem Thurgau für die Mitarbeit
ternen Weiterbearbeitung innerhalb von      im Vorstand von Bio Ostschweiz. Interes­
Bio Suisse und können erst dann wieder      siert es dich, an der Weiterentwicklung
dazu Stellung nehmen                        des Biolandbaus mitzuwirken? Melde
                                            dich für Auskünfte bei unserem Co-Präsi­
                                            denten Peter Schweizer.

Seite 4 Rundbrief | Nr. 3 | Oktober 2021
RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz
Rückblicke
BARO Flurgang mit Konsument/innen
   Der erste Flurgang für Konsumen­
tInnen des BARO fand in Pfyn statt und
war in jeder Hinsicht ein Erfolg! Ausge­
schrieben in drei Regionalzeitungen fan­
den sich rund 25 interessierte Personen
auf den Betrieben Mengelt und Braun
im Hungerbüel Pfyn ein. Bereits bei der
Begrüssung wurden die Gäste von den
Kindern beider Familien «registriert» und
mit einem selbst kreierten Flyer versorgt.
Der anschliessende Rundgang durch die
verschiedenen Kulturen war meisterhaft
vorbereitet und so interessant und besu­
cherfreundlich gestaltet, dass die drei
Stunden im Flug und mit stets interessier­
tem Publikum schnell vergingen. Immer
wieder spannende Momente mit Maschi­
nen, Anschauungsmaterial, gestellten
Fragen, Traktorfahrt, Kartoffelgraben
und Tranksame zur richtigen Zeit sorgten
für dauernde Spannung unter Kindern
und Erwachsenen.

    Am Schluss erhielten wir sehr positi­
ve Rückmeldungen wie «das war ein su­
per spannender Vormittag» oder «solche
Anlässe sollten viel öfter stattfinden, sie
tragen viel bei zum besseren Verständnis
für die (bio)Landwirtschaft».

    Ich möchte mich nochmals bei bei­
den Bauernfamilien herzlich bedanken
für die meisterhafte Moderation und die
dafür aufgewendete Zeit. Es war auch
für mich ein grosses Highlight in meiner
BARO-Zeit.

   Text/Bilder: Tobias Brülisauer

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RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz
Jubiläumsfest 4. Juli 2021
auf dem Schlossgut Gündelhart, Hörhausen

    Zur Feier des 30. Jubiläums von Bio         Jakob Rohrer, Bioberater der ersten
Ostschweiz trafen etwa 80 gutgelaunte       Stunde berichtete davon, wie sich der Bio­
Gäste auf dem Schlossgut Gündelhart ein.    landbau im Thurgau und St. Gallen entwi­
Das Wetter spielte mit. Die ersten Regen­   ckelte. Heute arbeiten gut 800 Betriebe
tropfen fielen ein paar Minuten nach Ende   in beiden Kantonen nach den Bio Suisse
des Festes.                                 Richtlinie und es werden jedes Jahr mehr.
    Besonders spannend waren die Erzäh­     Ehrengäste waren unter anderem der Ge­
lungen von Cornel Rimle, dem ersten Prä­    schäftsführer des Bauernverbandes St.
sidenten von Bio Ostschweiz. Man spürte     Gallen, der Leiter des Landwirtschaftsam­
das Engagement und die Leidenschaft, die    tes St. Gallen, der Geschäftsführer und
für die Geburtshilfe unserer MO damals      der Präsident von Bio Suisse. Die wichtigs­
nötig gewesen waren.                        ten aber sind die Biobauernfamilien!

                                               Text/Bilder: Barbara Oppliger
                                               Bild: Stefanie Giger

Seite 6 Rundbrief | Nr. 3 | Oktober 2021
RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz
Erste ProBio Veranstaltung des Bio
Ackerbauringes Rheintal (B.A.R.R.)
    Am 22. Juli trafen etwa 30 Personen
auf dem Betrieb von Markus und Marian­
ne Zindel in Bad Ragaz ein. Vom FiBL er­
klärte Matthias Klaiss den Soja Streifen­
versuch, danach besichtigte die Schar das
Ackerbohnenfeld und ein Bio Trocken­
reisfeld. Beim gemütlichen Beisammen­
sein mit Wurst und Brot samt Getränken
wurde die Idee vorgestellt, einen neuen
Ackerbauring für das Rheintal vom Bo­
densee bis Thusis und das Fürstentum
Liechtenstein aufzubauen. Dies ist als
Erweiterung des BARO und nicht als Kon­
kurrenz dazu gedacht.
    Nun sind die Bioberatungen daran,
ein kleines Team zusammenzurufen, um
fürs 2022 ein interessantes Programm an­
bieten zu können. Insbesondere soll auch          Matthias Klaiss vom FiBL erklärt den
                                                                  Soja-Streifenversuch
ein Arbeitskreis gestartet werden. Inter­
essierte können sich jederzeit bei ihren
Bioberater/innen melden.
                                            Herbert Müller erklärt seine Ackerkulturen
Rückblick BARO im Sarganserland,
4. August 2021
    Trotz des regnerischen Wetters trafen
sich 20 interessierte Biobauern beim Be­
trieb von Herbert Müller in Sargans. Her­
bert präsentierte den Stand der Kulturen
und vor allem das wunderbare Zucker­
rübenfeld erregte allseits Bewunderung.
Das Fachsimpeln wurde bei Wurst und
Brot noch lange in der Scheune weiterge­
führt.
    An allen Flurbegehungen sind auch
Neuumsteller ganz herzlich willkommen.

   Text/Bilder: Barbara Oppliger

                                                                              Seite 7
RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz
Bio Beerenflurgang auf dem Betrieb            artige funktionieren gut, sind aber auch
Wildbeeren Räss in Benken ZH                  im biologischen Anbau intensiv in der
    Am 3. Bio Beerenflurgang Anfang Au­       Bewirtschaftung. Bei Brombeeren ist vor
gust öffnetet die Familie Räss aus Benken     allem die Brombeermilbe und der falsche
(ZH) ihre Hoftüren. Der junge Betriebs­       Mehltau eine grosse Herausforderung.
leiter Simon Räss führte die Gruppe aus       Die Brombeermilbe konnte in diesem Jahr
35 Produzenten/Innen und Interessierten       mit Schwefel unter Kontrolle gebracht
durch die Kulturen.                           werden.

Planänderung                                  Herausforderung Bio Heidelbeeren und
    Auf dem Betrieb Wildbeeren Räss           Bio Sommerhimbeeren
wird auf 30 ha Bio Beeren produziert.             Eine grosse Herausforderung auf dem
Davon sind 15 ha Verarbeitungsbeeren,         Betrieb Räss ist der biologische Anbau
zum grössten Teil Aronia und Cassis. Auf      von Heidelbeeren und Sommerhimbee­
den restlichen 15 ha werden Beeren für        ren. Herausfordernd bei diesen Kulturen
die Vermarktung als Tafelware angebaut.       ist vor allem die Verfügbarkeit von Nähr­
Vom ursprünglichen Plan, ausschliess­         stoffen zum richtigen Zeitpunkt. Durch
lich Beeren für die Verarbeitung und den      die alljährliche Zuführung von Holzhäck­
Medizinalbereich zu produzieren, musste       seln in den Heidelbeeren ist immer ein
der Betrieb sich mittlerweile verabschie­     Teil Stickstoff-Entzug durch den Abbau
den und auf herkömmliche Beeren wie           der Holzhäcksel einzuberechnen. Konkre­
Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren,           te Informationen zum Abbau dieser Holz­
Brombeeren, Johannis- und Stachelbeeren       häcksel fehlen und so ist es im Moment
als Tafelware umsteigen. Eine Nachfrage       noch ein Ausprobieren mit der Zugabe von
nach besonders gesunden Beerenarten im        Dünger und Regulierung des pH-Wertes
Medizinalbereich besteht zwar, sie ist aber
sehr klein. So gestaltet es sich auch mit     Mit verschiedenen Hackgeräten zu möglichst
                                              unkrautfreien Kulturen – eine Daueraufgabe
einigen Nischenbeeren (Goji, Maibeere),
die auf dem Betrieb weiterhin angebaut
werden. So ist beispielsweise der Markt
für frische Maibeeren sehr beschränkt
und gleichzeitig ist die Pflückleistung im
Vergleich zu anderen Beerenarten enorm
tief. Dies führt zu einem Ungleichgewicht
von Aufwand und Ertrag.
    Auf rund 1 Hektare werden frühe
Erdbeeren unter Tunnel und mit Vlies
angebaut. Der sandige Boden und die
Wasserverfügbarkeit durch den nahege­
legenen Rhein sind von Vorteil für den
Beerenanbau auf dem Betrieb. Herbsthim­
beeren, Brombeeren und Johannisbeer­

Seite 8 Rundbrief | Nr. 3 | Oktober 2021
RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz
im Damm. Von Vorteil ist sicherlich, wenn   Vorstellung der Versuche mit Bee
die Holzhäcksel vor dem Ausbringen gela­    Vectoring Technology
gert werden und so ein Stück weit bereits       Im Anschluss an den Betriebsrund­
verwittert sind. Auch bei Sommerhimbee­     gang präsentierte Christoph Lehnen von
ren gestaltet sich der biologische Anbau    der Firma BVT das System Bee Vectoring
schwierig. Simon Räss vermutet, dass        Technology. Die Bienen oder Hummeln
den heutigen Sommerhimbeersorten tie­       werden in einer herkömmlichen Hummel­
fe und robuste Wurzeln fehlen. Die Zucht    kiste geliefert, allerdings wandern die
und die Vermehrung erfolgen primär in       Bienen oder Hummeln, bevor sie die Kiste
leichten Substraten. Sehr wahrscheinlich    verlassen, durch ein Pulver mit Sporen
resultieren daraus auch Sorten, die eben    eines antagonistischen Pilzes. Dieser Pilz
besonders auf Substrat gut gedeihen und     der Gattung Clonostachys verdrängt den
mit unseren, eher schweren Böden Mühe       Graufäulepilz, wenn er auf die Blüte aus­
haben.                                      gebracht wird. Die Ausbringung durch
                                            Bienen und Hummeln ist gegenüber der
Unkrautmanagement auf dem Betrieb Räss      Ausbringung eines Pflanzenschutzmittels
    Unkrautmanagement und Mäusebe­          zeitsparender. Bodendruck durch Maschi­
kämpfung ist wie auf vielen Betrieben       nendurchfahrten werden reduziert. Die
eine Daueraufgabe. Gegen Unkraut wird       Methode wird auf dem Betrieb Räss getes­
auf dem Betrieb Räss mit allen möglichen    tet. Dafür ist eine Versuchsbewilligung
Hackgeräten vorgegangen. Dass Simons        notwendig, da das System noch keine Zu­
Bruder, Christoph Räss, Landmaschinen­      lassung erhalten hat. Die ersten Versuche
mechaniker gelernt hat und Maschinen­       im geschützten Anbau zeigen gute Ergeb­
bau studierte, entpuppt sich heute als      nisse, dass die Methode wirkt.
grosser Vorteil. Die Geräte können direkt
vor Ort repariert und auf die verschiede­      Text: Carole Werdenberg
nen Kulturen eingestellt werden.               Bilder: Stefanie Schaz

                                                                                Seite 9
RUNDBRIEF - Oktober 2021 Ausgabe 3 30. Jahrgang - Bio Ostschweiz
Bild: Léa Sommer

Erster ProBio Weinbau-Anlass                  zeugen vermochten. Die konventionelle
«Kupferreduktionsstrategie»                   Bio-Strategie nach Bio Control Andermatt
    Die Bioberatungen der Kantone Ap­         schützte die Reben gut vor falschem und
penzell, Graubünden, St. Gallen und Thur­­    echtem Mehltau, ebenso wie das Verfah­
gau, sowie des Fürstentums Liechtenstein      ren, Blauburgundertrauben mit entrahm­
zusammen mit Léa Sommer von Bio Suisse        ter Frischmilch und Schwefel zu behan­
erarbeiteten ein Programm für Bio Win­        deln. Für Gesprächsstoff war gesorgt.
zer. Vor allem sollen auch Arbeitskreise          Die nächsten Anlässe für Biowinzer
entstehen können.                             finden am 21. Januar zum Thema «Pflan­
                                              zenstärkungsmittel» in Walenstadt und
    Etwa 35 interessierte Biowinzer/innen     zum Thema «Piwi-Sorten» am 25. August
trafen sich am frühen Abend des 20. Au­       2022 in Frümsen statt.
gust im Versuchsrebberg des BBZ Plantahof         Wer aus erster Hand mit Infos zu den
in Malans GR und liessen sich in die Stra­    Bio-Rebbauanlässen versorgt werden
tegien zur Kupferreduktion einführen. Die     will, kann sich gerne bei den Bioberatun­
Versuche mit dem neuentwickelten Mittel       gen melden und wird dann auf die Mai­
des FiBL, das aus Lärche gewonnen wird,       lingliste aufgenommen.
zeigten, dass diese in einem klimatisch so
schwierigen Jahr wie 2021 nicht zu über­         Text: Barbara Oppliger

Seite 10   Rundbrief | Nr. 3 | Oktober 2021
Rückblick Biomarkt vom 28. August                 Dank vielen Produzentinnen und Pro­
2021                                          duzenten, die den Aufwand des Marktfah­
    Der 17. Ostschweizer Biomarkt in          rens nicht scheuen, prägten auch in die­
Weinfelden ist Geschichte. 17.? Ja, richtig   sem Jahr die regionalen Biolebensmittel
gelesen. Seit 2005 findet dieser Anlass       den Markt. Was den Anlass «Biomarkt»
ununterbrochen auf dem Areal des Pesta­       zu etwas ganz Besonderem macht, ist die
lozzi-Schulhauses statt. Er ist inzwischen    Anwesenheit der Menschen, die die dar­
zu einem Fixpunkt im Jahreskalender von       gebotene Vielfalt produziert haben. Freu­
Weinfelden und von vielen Bio-Produzen­       dig und stolz haben sie ihre Erzeugnisse
tInnen und -KundInnen geworden.               präsentiert und auf alle Fragen bereitwil­
    Nachdem wir im letzten Jahr nicht         lig Auskunft gegeben. Auch wenn 2021
ganz freiwillig eine lockere Standaufstel­    wahrlich über weite Strecken ein sehr
lung mit weiteren Abständen gewählt hat­      schwieriges Jahr war, so konnte doch eine
ten und diese bei Publikum und Markt­         erstaunliche Vielfalt an guten und schö­
fahrern gut angekommen war, haben wir         nen Bioprodukten angeboten werden.
das Konzept auch 2021 beibehalten. Statt
eines grossen Zeltes mit Bühne gab es             Die Marktbesucherinnen und -besu­
mehrere kleinere als Schutz vor zu viel       cher haben den Aufwand der Anbietenden
Sonne oder Regen. Eines diente den Mu­        mit fleissigem Einkaufen belohnt. Bis zum
sikformationen für ihre Auftritte, in den     späten Mittag hat es richtig gebrummt.
andern fanden die MarktbesucherInnen          Dann setzten die ersten Regenschauer ein
Sitzgelegenheiten.                            und dieser Wetterumschwung hat die Rei­
    Auch der 17. Biomarkt wurde wieder        hen vor den Ständen etwas gelichtet. Doch
von Bio Suisse und Bio Ostschweiz unter­      die gute Stimmung blieb bis zum Schluss
stützt. Dafür bedankt sich das Organisati­    und auch beim Abräumen sah man viele
onskomitee. Diese Hilfe ist sehr wertvoll.    zufriedene Gesichter. Freuen wir uns auf
Nur deshalb können die Marktfahrenden         den 18. Biomarkt am 27. August 2022!
von günstigen Tarifen profitieren und die
Besucherinnen und Besucher ein attrakti­         Für das Organisationskomitee
ves Rahmenprogramm geniessen.                    Biomarkt: Jakob Rohrer

                                                                                 Seite 11
Kometian
Alternative Medizin für Nutztiere
    von Werner Brunner                        erreicht, d.h. eine Heilung oder zufrie­
                                              denstellende Besserung. Die laufende
    Kometian ist die national führende        Ermittlung der allgemeinen Kundenzu­
Organisation, die sich auf die Komple­        friedenheit der Hotline bestätigt, dass
mentärmedizin in der Nutztierhaltung          26% der Kunden zufrieden und 73% der
spezialisiert hat. Ihre Hauptzwecke sind      Kunden sehr zufrieden sind. Die Berater/
die Förderung und Sicherstellung der          innen bei Kometian, welche die Beratung
Nutztiergesundheit, die erfolgreiche Be­      rund um die Uhr sicherstellen sind Fach­
handlung von Krankheiten sowie die            personen (Tierärzte, Tierhomöopathinnen
Reduktion des Antibiotikaeinsatzes und        und Tierheilpraktiker) auf dem Gebiet
von Antibiotikaresistenzen. Natürliche        der Homöopathie. Seltener werden ande­
Personen mit oder ohne eigene Tiere so­       re Methoden der Komplementärmedizin
wie juristische Personen (aus allen Berei­    (z.B. Phytotherapie) empfohlen oder an­
chen) können Mitglied bei Kometian wer­       gewendet. Als konkrete Fallbeispiele aus
den. Im ersten Pilotjahr beteiligten sich     der Hotline von diesem Sommer erinnert
77 Landwirtschaftsbetriebe. Heute liegt       sich Nicole Studer, Tierärztin und Bera­
die Anzahl der teilnehmenden Tierhalter       tungsstellenleiterin bei Kometian an fol­
bei 782. Wichtige Partner im Ressourcen­      gende Patienten:
projekt Kometian sind das Bundesamt
für Landwirtschaft (Auftraggeber), das            «Birke» hatte am Abend plötzlich ei­
Forschungsinstitut für biologischen Land­     nen vergrösserten Viertel ohne Fieber
bau (FiBL) in Frick sowie die Hochschule      und mit gutem Appetit. Der Viertel war
für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwis­       verhärtet und etwas schmerzhaft, gab fei­
senschaften (HAFL) in Zollikofen. Dank        nen, weissen Zieger und wurde nicht ganz
einem Ressourcenprojet des Bundes mit         leer. «Birke» ist eine sensible Kuh, kann
wissenschaftlicher Begleitung durch das       gezielt schlagen und ist etwas kitzlig.
FiBL konnte die Wirkung und Zufrieden­        Nach der Empfehlung von Phosphor und
heit der Kunden nachgewiesen und doku­        Phytolacca war der Viertel am nächsten
mentiert werden. Zwischen 2017 und Ap­        Tag wieder gut und es blieb auch in der fol­
ril 2021 wurden 2431 Fälle ausgewertet.       genden Woche so. Die beiden Mutterkühe
Die wichtigsten Tiergattungen sind Rind­      «Reykjavik» und «Zimtstern» lahmen bei­
vieh (88%, davon 1/3 Eutergesundheit),        de. Die Besitzerin hat die Mitgliedschaft
Kleinwiederkäuer (8%), sowie Schweine         bei Kometian zum Geburtstag geschenkt
(1%) und Geflügel (1%).                       bekommen und ruft zum ersten Mal an.
                                              Die Kühe haben beide ein Geschwür und
   Gemäss Rückmeldungen der Tier­             wurden bereits mit dem Tierarzt ausge­
halter wurde in knapp 70% der Fälle mit       schnitten und verbunden. Sie gehen un­
Komplementärmedizin und pflegerischen         terschiedlich mit den Geschwüren um.
Massnahmen ein Behandlungserfolg              Reykjavik bekommt Phosphor, Zimtstern

Seite 12   Rundbrief | Nr. 3 | Oktober 2021
Erfahrungsaustausch
                                               Arbeitskreise
Hepar und vier Tage später ein Folgemit­       «Homöopathie im Stall»
tel. Die Verbände werden regelmässig ge­
wechselt und der Heilverlauf kontrolliert.     aus den Kantonen SG,
Dies ist selbstverständlich die Vorausset­
zung für einen guten Verlauf. Dennoch
                                               AR/AI, TG und ZH
war die Besitzerin erstaunt, wie schnell       Mittwoch, 3. November 2021
sich die beiden Kühe erholt haben und die      BZWU, Mattenweg 30, 9230 Flawil
Geschwüre abgeheilt sind. Die Alpkuh           s. Bildschirm beim Eingang
«Marta» zeigte abrupten Milchrückgang
mit Fieber. Trotz tierärztlicher Behand­           Dieses Jahr findet das überkantona­
lung mit Entzündungshemmern, Magnet            le Arbeitskreistreffen «Homöopathie im
und Antibiotika bleibt das Fieber, die tiefe   Stall» am BZWU, Mattenhof in Flawil
Milchleistung und der schlechte Appetit        statt. Die diesjährige Veranstaltung wird
drei Tage bestehen. Schon kurz nach der        wiederum ein Weiterbildungstag mit ver­
empfohlenen Mittelgabe von Lachesis            schiedenen Fachreferenten sein. Der Wei­
sank das Fieber und die Kuh war viel ak­       terbildungstag steht allen Personen offen,
tiver, begann zu fressen und wollte nicht      welche schon Erfahrung mit dem Einsatz
mehr allein im Stall bleiben.                  von homöopathischen Arzneien im Stall
                                               mitbringen.
    Wichtig für eine gute Zusammenar­              Die Schwerpunkte der diesjährigen
beit sind eine gute Beobachtung der Tiere      Fachtagung bilden zwei Referate von Mar­
und regelmässige Rückmeldungen an die          tin Ott. Im einen wird er der Frage nach­
Therapeuten.                                   gehen, wie Tiere wahrnehmen, damit wir
                                               sie besser und gezielter beobachten, ver­
    Fühlen auch Sie sich angesprochen,         stehen und mit ihnen somit besser kom­
setzen auch Sie sich zum Ziel, den Ein­        munizieren können. Im zweiten Referat
satz von Antibiotika zu minimieren und         wird die Frage nach einer Erweiterung
komplementärmedizinische Methoden zu           und Vertiefung einer artgerechten Hal­
prüfen, dann nehmen Sie mit uns Kontakt        tung bis hin zur wesensgemässen Hal­
auf. Zum Wohle ihrer Tiere und als Bei­        tung von Nutztieren besprochen.
trag zur Vermeidung von Resistenzen.
                                                   Das Tagungsprogramm startet um
                                               9.00 Uhr (Eintreffen ab 8.30 Uhr) und
                                               dauert bis 16.15 Uhr. Das Detailprogramm
                                               und Anmeldeformular finden Sie auf der
                                               Homepage: www.lzsg.ch. Für das Nach­
                                               mittagsprogramm werden Sie gebeten,
                                               bei der Anmeldung auch gleich die per­
                                               sönlichen Prioritäten der Workshops an­

                                                                                  Seite 13
zugeben. Anmeldeschluss ist der 18. Ok­          Die Anmeldung kann auch per Telefon
tober 2021. Die Veranstaltung kostet Fr.     058 228 24 70 oder Mail lzsg.flawil@sg.ch
120.– inkl. Verpflegung. Bitte Kursgeld in   erfolgen, bitte die Angabe der Prioritäten
bar mitbringen.                              nicht vergessen.

    Das abwechslungsreiche Programm
bietet einerseits die Möglichkeit zur per­
sönlichen thematischen Weiterbildung
und andrerseits zum gegenseitigen Erfah­
rungsaustausch. Ich freue mich auf einen
interessanten Tag.

Grundkurs «Handbuch zur homöopathischen
Stallapotheke»
Angeboten vom Landw. Zentrum                 Unterlagen:
St. Gallen                                   Im Kurs wird mit dem Handbuch zur ho­
Datum und Zeit: Donnerstags                  möopathischen Stallapotheke der Omida
                                             AG gearbeitet.
     An zwei Vormittagen am 28. Oktober
und 25. November 2021 jeweils von 9.00       Referent:
bis 12.30 Uhr und ganztägig am 11. No­       Dr. Andreas Schmidt
vember 2021 von 09.00 bis 16.00 am Mat­      Tierarzt camvet.ch, Sirnach
tenhof, 9320 Flawil
     Der praktische Einsatz homöopathi­      Kosten:
scher Mittel erfordert Erfahrung und         Fr. 250.– inkl. Kursunterlagen
Übung, deren Grundlage in diesem Kurs
gelernt werden kann. Der Kursinhalt um­      Das Handbuch zur homöopathischen Stal­
fasst folgende Themenbereiche: Grund­        lapotheke kann am Kurs bezogen werden
lagen der Homöopathie und Tiergesund­        zum Spezialpreis von Fr. 70.–
heit, Anwendung von homöopathischen
Arzneien bei Verletzungen, rund um die       Anmeldung bis 18. Oktober 2021 an:
Geburt, bei Kälberkrankheiten, bei Mas­      Landwirtschaftliches Zentrum SG
titis, bei Klauenerkrankungen. Wichtige      Mattenweg 11
Akutmittel kennen lernen. Praxisfälle,       9230 Flawil
Möglichkeiten und Grenzen, Zusammen­         058 228 24 70
arbeit mit dem Hoftierarzt.                  lzsg.flawil@sg.ch

Seite 14 Rundbrief | Nr. 3 | Oktober 2021
Muttergebundene Kälberaufzucht

«Erfahrungsaustausch unter Berufs-                 Familie Bruno und Brigitte Kägi, Jeni­
kollegen»                                      fer van der Maas (BBZ Arenenberg) und
Dienstag, 2. November 2021                     Thyas Künzle (LZSG Flawil) freuen sich
10.30-15.00 Uhr                                auf zahlreiche Teilnehmende. Das Mittag­
Affeltrangen TG                                essen ist in einem Restaurant (Zertifikats­
                                               pflicht).
    Seit sich im Sommer 2020 die gesetz­
lichen Rahmenbedingungen geändert ha­          Anmeldung:
ben, ist es erlaubt, Milch für den Handel zu   bis 18. Oktober 2021 an BBZ Arenenberg,
produzieren und gleichzeitig das Kalb an       Kurssekretariat, Arenenberg 8,
der Mutter säugen zu lassen. Die Mutter-       8268 Salenstein, Telefon 058 345 85 00,
und Ammengebundenen Kälberaufzucht             E-Mail: kurse.landwirtschaft@tg.ch
bringt neue Chancen für die LandwirtIn­        online: www.bbz-arenenberg.ch
nen. Allerdings ergeben sich im Zusam­
menhang mit dem Aufzuchtsystem auch
neue Fragen und Herausforderungen:
Wann soll ich das Kalb abtränken? Wie
kann ich die Milchaufnahme des Kalbes
kontrollieren? Welche Kuh ist als Amme
geeignet? Inwiefern hat das Säugen einen       Jenifer van der Maas
Einfluss auf den Milchfluss beim Melken?       Bio-Beratung
                                               BBZ Arenenberg
    Auf den Betrieben werden verschie­         Tel. 058 345 85 31
dene Varianten der Mutter- und Ammen­
gebundenen Kälberaufzucht ausprobiert          Thyas Künzle
und praktiziert. Diese Erfahrungen sollen      Fachstelle Rindvieh
während eines Treffens unter Berufskol­        LZSG Flawil
legen ausgetauscht werden. Ausserdem           Tel. 058 228 24 97
werden die Chancen und Herausforderun­
gen des Aufzuchtsystems beleuchtet und
diskutiert. Beim Treffen auf einem Praxis­
betrieb können neue Eindrücke gesam­
melt und vorhandenes Wissen weiterge­
geben werden. Der Erfahrungsaustausch
richtet sich sowohl an LandwirtInnen mit
Erfahrungen in der Mutter- und Ammen­
gebundenen Kälberaufzucht als auch an
LandwirtInnen, welche Interesse am Auf­
zuchtsystem haben.

                                                                                  Seite 15
16. Bio-Forschungstagung 2021
«Neue Trends in der Tierhaltung»                 Wir konnten verschiedene Referentin­
Dienstag, 16. November 2021                  nen und Referenten gewinnen, die an vor­
9.30-15.30 Uhr, Online                       derster Front an aktuellen Themen dran
                                             sind. Die Forschenden freuen sich, einen
    In der Tierhaltung laufen aktuell vie­   Einblick in ihre Arbeit zu geben. Einen in­
le spannende Projekte: Die möglichen         teressanten und befruchtenden Austausch
Effekte reichen von einer Verbesserung       zwischen Forschung und Praxis zu bieten,
der Tiergesundheit, der Wirtschaftlich­      ist der Grundgedanke dieser Tagung.
keit oder einer besseren oder gezielteren        Aufgrund der aktuellen Lage und der
Nutzung unserer Ressourcen. Die Themen       Zertifikatspflicht wird die Tagung Online
an der Tagung reichen von 100% Bio-Füt­      durchgeführt (via MS Teams).
terung bei Schweinen, über die Verbesse­
rung der Kälbergesundheit zum Beispiel       Anmeldung:
mit der muttergebundenen Kälberauf­          bis 5. November 2021 an BBZ Arenenberg
zucht, bis zu der Fütterung von Lupinen an   kurse.landwirtschaft@tg.ch
Legehennen. Beim laufenden KTI-Projekt       Tel. 058 345 85 00
«Top Green» rund um Klee-Pellets können      Kosten: Fr. 40.– pro Person
wir mit ganz frischen Ergebnisse aufwar­
ten, die nicht nur der Milchviehhaltung      Den Link zur Teilnahme und den Zugang
zugutekommen, sondern auch eine Alter­       zu den Unterlagen erhalten die Angemel­
native für die Eiweissversorgung beim        deten vor der Tagung zugestellt. Wir freu­
Geflügel bieten. Das national gross aufge­   en uns auf Ihre Teilnahme und eine span­
zogene Projekt zur Verbesserung der Nut­     nende Diskussion.
zungsdauer bei Milchkühen bringt nicht
nur wirtschaftliche Vorteile für den Land­   Für die Organisation:
wirt sondern auch bei den Klimagasemis­      die Bio-Beratungen des BBZ Arenenberg
sionen. Was sind erfolgreiche Strategien?    Thurgau und Strickhof Zürich

Programm der Biobauern und -bäuerinnen vom
Seerücken und Umgebung Winter 21/22
Liebe Biobauern Kollegen/innen                  Wer Interesse hat meldet sich bitte bei
    Da die Situation weiterhin schwierig     Martina (ms.marti@bluewin.ch oder Tel.
sein wird, haben wir beschlossen, keine      071 648 23 13). So können wir euch gege­
konkreten Anlässe zu publizieren. Wir        benenfalls informieren.
möchten Allen die Möglichkeit geben,
teilzunehmen und werden daher keinen            Wir wünschen euch alles Gute in Haus
Stammtisch organisieren. Wir suchen             und Hof, bleibt gesund
aber Alternativen, je nach Situationslage.      Martina Marti und Irmi Glauser

Seite 16 Rundbrief | Nr. 3 | Oktober 2021
ProBio-Stallvisite / Bio Milchstamm –
Wie viel Eiweiss braucht die Kuh?
Kursinhalt:                                Datum:
• Wie füttere ich meine Kühe gemäss den    Dienstag, 23. November 2021
  neuen Fütterungsrichtlinien der Bio
  Suisse?                                  Kurszeit:
• Richtlinienänderung bei Wiederkäu­       13.00 – 16.00 Uhr
  ern: ab 1.1.2021: Futter muss 100% aus
  Schweizer Knospe Produktion sein. Der    Kosten:
  maximale Kraftfutteranteil wird auf 5%   Keine
  reduziert
• Erfahrungsaustausch                      Anmeldung:
                                           keine
Referenten:
• Christophe Notz, Dr. med. vet., FiBL     Auskunft:
• Beatrice Scheurer, Bio Suisse, Bereich   Irene Mühlebach, Landw. Beraterin
  Landwirtschaft                           Tel. 071 353 67 56
                                           irene.muehlebach@ar.ch
Leitung:
Irene Mühlebach, landw. Beratung AR        Die Kurse und Veranstaltungen wer­den
                                           unter Einhaltung eines Covid-19-Schutz­
Ort:                                       konzeptes durchgeführt.
Familie Bruno und Karin Kessler-Plüss,
Nieschbergstrasse 2360                     www.ar.ch/alw
9100 Herisau

                                                                           Seite 17
G · UNG TUNG LTUN                                                    L  T  U            A   L TU TA
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  G   · G Kleininserate
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                                                                                 Schweizerische Stiftung

N                 N
          TUfür Mitglieder      LTU STALT STAL ESTA                          T                  L
                                                                                 für die kulturhistorische
                                                                                 und genetische Vielfalt

                                                                                                           S
   T A  L              T  A                                   E
                                                                                 von Pflanzen und Tieren

                                                                                                     G   E
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              Ggratis            ·     GE G · GBio G · G NG ·                                              N
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UN ALTU TALT          N                    U                  U
                                                          LT STAL
                                                             Baumschule          T             TA   L
       T                                          S  T A          E                      E  S            G  E
    S                  E S                      E            Weidli
                                                              G                  ·  G                 ·
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                                                             Bio
                                                                  U
                                                                 Hoch-N und
                                                                                    L T  U
                                                                            Niederstammobst-
                                                                                                     A  L TU
 TU TALT STAL                                           TABaumschuleESTA GEST · G
                                                             jungbäume   direkt von der Bio

      ES                                            E S
 ·G                 ·  GE G · G                            G   ·G               G    ·und
                                                                                                 N   G
         N    G                 N                   U  N               U   N
                                                             Viele verschiedene,
                                                             robusteT
                                                                                  gute
                                                                                        L T   U            L
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                                                                     Sorten

AL ESTA                          E   S   TA             E S TVerlangen Sie die
                                                                       G    E S
                                                                                          ·   G
   ·  G                 ·  G               G     · G Sortenangebotsliste
                                                              G     ·
                                                                                N   G                N   G
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                                                        U tobias.torri@weidli.ch
                                                                       L                          U
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 TAL ESTA GESTA · GES                                           T 079 661 31E70S
                                                             Telefon
                                                                         ·  G                  ·  G   E
                                                                                                            G
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                                                                                L T  U   N           L T UN
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          Seite 18  Rundbrief | Nr. 3 | Oktober 2021
                                                     G              N                     N               U
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FÜR GUTE TIERGESUNDHEIT
                        Mit KOMETIAN den Antibiotikaeinsatz reduzieren,
                               keine Absetzfristen, keine Rückstände,
                   Reduktion resistenter Keime und tiefere Tierarzneimittelkosten

                                                                                             B e ra t e r
                                                                                                            in P
                                                                                                                   ris
                                                                                                                         ka
                                                                                                                              S

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                                                                                                                                       r
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                                                                         – Beratung vor Ort
                                                                         – Bestandesbegleitung

                                                                         Kompetente Fachpersonen aus Veterinärmedizin
                                                                         und Tierheilpraxis, unter der Leitung einer Tier-
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Aufnahme und Vereinsmitgliedschaft im ersten Jahr (CHF 100.– bis 200.–)

Was kostet mich die Beratung?
Telefonische Beratung mit der 24h-Hotline je nach Aufwand (CHF 19.– bis 56.–)

                                         Infos und Anmeldung www.kometian.ch
KOMETIAN – komplementäre Tiermedizin
Geschäftsstelle, Hubelweg 2, 2565 Jens                                                              info@kometian.ch
Tel.: 032 501 45 00, Fax: 032 501 45 01

                                                                                                                                              Seite 19
Termine
28. Oktober   Grundkurs Homöopathie, Donnerstag vormittags,
und           Flawil
25. November
2. November ERFA Muttergebundene Kälberaufzucht, 10.30-15.00, Affeltrangen
              Dienstag
3. November ERFA Arbeitskreise «Homöopathie im Stall», 9.00-16.15, Flawil,
              Mittwoch
10. November Basisabend, 20.00 Uhr, Berghof, in der «Schür», Ganterschwil
              Mittwoch
11. November Grundkurs Homöopathie 9.00-16.00, Flawil, Donnerstag
16. November Bio Forschungstag, Neue Trends in der Tierhaltung, 9.30-15.30 online,
              Dienstag
17. November DV Bio Suisse
23. November ProBio Milchvieh Stamm, Herisau, 13.00-16.00 Uhr, Dienstag
30. Dezember Redaktionsschluss Rundbrief Januar 2022
18. Januar 22 Ackerbautagung Ostschweiz des FiBL, Strickhof Lindau ZH,
              auch online
8. Februar 22 HV Bio Ostschweiz

                 Co-Präsidium                       Co-Präsidium
                 Peter Schweizer                    Sepp Sennhauser
                 Welfensberg 6                      Hölzli 514
                 9515 Hosenruck                     9512 Rossrüti
                 Tel. 071 944 39 77                 Tel. 071 911 62 70
                 schweizer.peter@thurweb.ch         senni-kagbiohof@bluewin.ch
                 info@landschaftsqualitaet-tg.ch

                 Sekretariat                        Redaktion Rundbrief
                 Daniela Marty                      Barbara Oppliger
                 Albikon 4144                       Rheinhofstrasse 11
                 9533 Kirchberg                     9465 Salez
                 Tel. 071 931 52 66                 Tel. 058 228 24 54
                 bio-ostschweiz@bluemail.ch         Mobile 079 432 01 50
                                                    barbara.oppliger@sg.ch

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www.bio-ostschweiz.ch
Seite 20   Rundbrief | Nr. 3 | Oktober 2021
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