Telemedizinpreis 2021 geht an Nephrologie-Projekt der Charité

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Telemedizinpreis 2021 geht an Nephrologie-Projekt der Charité
Telemedizinpreis 2021 geht an Nephrologie-Projekt der Charité
Sektorenübergreifende telemedizinische Versorgung von Patienten nach Nierentransplantation

Berlin, 26. März 2021 - Am 9. März hat die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed)
beim in Kooperation mit der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH veranstalteten 11.
Nationalen Fachkongress Telemedizin den Telemedizinpreis 2021 verliehen. Der Preis zeichnet
Institutionen, Einzelpersonen oder interdisziplinäre Arbeitsgruppen bzw. Projektinitiativen aus, die
sich in besonderem Maße in der Telemedizin verdient gemacht haben und deren Leistungen den
Zielen der DGTelemed entsprechen. Erstplatziert in diesem Jahr: die Digitale Nephrologie der Charité
in Berlin.

An der jährlichen Ausschreibung können sich Institutionen aus Medizin, Wissenschaft, Ärzte,
Wissenschaftler oder Vertreter der freien Wirtschaft als Einzelperson, interdisziplinäre Arbeitsgruppe
oder Projektgemeinschaften sowie Verbände und Vereine beteiligen. Die Bewertung der
eingereichten Beiträge erfolgte in diesem Jahr in zwei Stufen: Eine Jury, die sich aus Vertreterinnen
und Vertretern des DGTelemed-Vorstands zusammensetzt, wählte die besten Bewerber aus. Diese
konnten ihr eingereichtes Projekt dann auf dem Kongress präsentieren – angesichts der Corona-
Pandemie lediglich per Video. Anschließend entschieden die Votes von Jury und Publikum über den
Sieger. In diesem Jahr kämpften acht Bewerber in der engeren Auswahl um den Telemedizinpreis.

Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Vorstandsvorsitzender der DGTelemed und Direktor der Klinik für
Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen, fasste zusammen:
„Mit dem Telemedizinpreis möchten wir die Aufmerksamkeit für innovative Telemedizinprojekte
stärken aber auch die Awareness bei den Akteurinnen und Akteuren der Gesundheitsversorgung
füreinander festigen. Der Netzwerkgedanke ist eine der tragenden Säulen der DGTelemed.“

Über den ersten Platz freute sich dieses Jahr das Team um Prof. Dr. med. Klemens Budde von der
Charité Berlin mit dem Projekt „Sektorenübergreifende telemedizinische Versorgung von Patienten
nach Nierentransplantation“. Platz 2 ging an das Projekt „solimed ePflegemanagement“. Platz 3
teilen sich die „Telemedizinische Assistenz Rheinland-Pfalz“ des Zentrums für Telemedizin Bad
Kissingen und das „Onlinebasierte Motivationsprogramm zur Förderung der Veränderungsmotivation
bei Menschen mit Computerspielabhängigkeit und Internetsucht“ (OMPRIS) des LWL-
Universitätsklinikums Bochum.

Die vier Sieger-Projekte sowie die anderen Bewerberprojekte sollen nachfolgend vorgestellt werden.

PLATZ 1: „Sektorenübergreifende telemedizinische Versorgung von Patienten nach
Nierentransplantation“
Das Projekt der Charité Berlin möchte mit Hilfe des Systems MACCS, das eine Patienten-App und eine
eHealth-Plattform bietet, die Versorgung von Nierentransplantierten und chronisch Erkrankten
verbessern. Durch intelligente Datenauswertung und Datenaustausch unter Berücksichtigung eines
geprüften Datenschutzkonzepts soll der Alltag der Patientinnen und Patienten erleichtert werden.
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PLATZ 2: „solimed ePflegemanagement“
Das solimed Patientennetz der solimed GmbH will eine sichere digitale Vernetzung zwischen Haus-
und Fachärztinnen und -ärzten, den solimed-Krankenhäusern und den Versorgungsassistenten und-
assistentinnen sowie den Pflegeeinrichtungen aufbauen. Dabei kommt auch der ePflegebericht zum
Einsatz. Allgemein soll so die Kommunikation und der Datenaustausch von relevanten
Patienteninformationen verbessert werden.

PLATZ 3: „Telemedizinische Assistenz Rheinland-Pfalz“
Das Projekt des Zentrums für Telemedizin Bad Kissingen möchte die medizinische Versorgung älterer
und multimorbider Patientinnen und Patienten besonders in ländlichen Regionen mit Hilfe von
Telemedizin verbessern und den drohenden Ärztemangel auffangen. Es werden delegationsfähige
Hausbesuche durchgeführt und mit Hilfe eines Telemedizinrucksacks Vitaldaten digital erfasst und an
die Praxis übermittelt.

PLATZ 3: „Onlinebasiertes Motivationsprogramm zur Förderung der Veränderungsmotivation bei
Menschen mit Computerspielabhängigkeit und Internetsucht“ (OMPRIS)
Das onlinebasierte Motivationsprogramm zur Reduktion von problematischen Medienkonsum, hilft
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Menschen dabei, ihre Internetsucht zu erkennen und zu bekämpfen. Niederschwellig, leicht
zugänglich und kostenlos – Betroffene erhalten Unterstützung direkt am Rechner mit Hilfe des
Internets und einer Webcam.

Weitere Bewerber:

„Medikonsil-direkt“
Das Projekt der Zollsoft gGmbH verfolgt das Ziel, mit Hilfe eines telemedizinischen Gerätekoffers mit
mobilen diagnostischen Geräten ortsunabhängig und interdisziplinär die Behandlungsqualität von
Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Für die „Kommission Telemedizinische Schlaganfallversorgung“ der Deutschen Schlaganfall-
Gesellschaft haben sich alle deutschen teleneurologischen Netzwerke Deutschlands
zusammengeschlossen, um über 200 Kliniken mittels Telemedizin bei der Versorgung zu
unterstützen.
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„AllmEMEA Join“ will die Patientenversorgung durch das telemedizinische Konsilnetzwerk NRW
verbessern. Medizinische Expertise und Patienteninformationen sollen dafür via der
Kommunikationsplattform Join zugunsten der Gesundheitsversorgung ausgetauscht werden.

Prof. Dr. Heiko Burchert von der FH Bielefeld sieht es als Ziel, mit Telemedizin dabei zu helfen, die
Gesundheitswerte von Patientinnen und Patienten mit Diabetes besser zu verfolgen und dem
betreuenden Arzt zugänglich zu machen. Außerdem soll die Analyse von Schwarzmärkten helfen,
finanzielle Schäden in diesem Bereich zu verhindern.
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