Bachelor Medizinisches Informationsmanagement - Studien- und Modulhandbuch - Gültig Wintersemester 2018 Sommersemester 2019

 
Bachelor Medizinisches
         Informationsmanagement
               Studien- und Modulhandbuch

Gültig → Wintersemester 2018
		Sommersemester 2019
Wir sind bemüht, alle Informationen auf Richtigkeit und Aktualität zu überprüfen. Trotz-
dem können wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Verantwortung überneh-
men.

Stand: 10. August 2018

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Inhaltsverzeichnis
Vorwort                                                                                       2

I. Studienhandbuch                                                                            3
1. Allgemeines zur Fakultät III, Abteilung     Information     und Kommunikation              4
   1.1. Fakultäts- und Abteilungsstruktur .    . . . . . . .   . . . . . . . . . . . .   .    4
   1.2. Kleines Hochschullexikon . . . . .     . . . . . . .   . . . . . . . . . . . .   .    4
   1.3. Kontaktdaten . . . . . . . . . . . .   . . . . . . .   . . . . . . . . . . . .   .    7
   1.4. Personenverzeichnis . . . . . . . .    . . . . . . .   . . . . . . . . . . . .   .    9

2. Bachelor-Studiengang Medizinisches Informationsmanagement (BMI)                           10
   2.1. Studienvoraussetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .      .    .   10
   2.2. Studienaufnahme und Gebühren . . . . . . . . . . . . . . . . . . .          .    .   10
   2.3. Ziel des Studiums . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .   .    .   10
   2.4. Aufbau des Studiums . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .     .    .   12
        2.4.1. Grundsätzliches zum Aufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . .       .    .   12
        2.4.2. Pflicht, Wahlpflicht- und Wahlmodule . . . . . . . . . . . . .       .    .   12
        2.4.3. Praxisphasen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .     .    .   12
   2.5. Prüfungsordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .       .    .   14
   2.6. Modulhandbuch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .       .    .   14
        2.6.1. Modulprüfungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .       .    .   14

II. Modulbeschreibungen                                                                      15
3. Erster Studienabschnitt                                                                   16
   3.1. Pflichtmodule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .          16

4. Zweiter Studienabschnitt                                                                  32
   4.1. Pflichtmodule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .          32
   4.2. Wahlpflichtmodule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .          44

                                                                                              1
Vorwort
Herzlich Willkommen in der Fakultät III, Abteilung Information und Kommunikation
der Hochschule Hannover. Sie haben sich für das Bachelor Studium bei uns entschieden
– darüber freuen wir uns! Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen die Abteilung
Information und Kommunikation und den Studiengang Medizinsches Informationsma-
nagement vorstellen. Sie finden viele wichtige Informationen, die Ihnen die Orientierung
erleichtern und die Struktur der Fakultät, der Abteilung und des Studiums erläutern
sollen.
   Der Studiengang Medizinische Informationsmanagement ist von der ZEvA aktuell
akkreditiert. Das gibt Ihnen die Sicherheit, dass Sie nach einem modernen, zukunftsori-
entierten Curriculum studieren, das Ihnen hervorragende Berufsaussichten bietet. Wie
alle unsere Studiengänge zeichnet sich auch der Studiengang Medizinisches Informati-
onsmanagement durch einen starken Anwendungsbezug aus.
   Zögern Sie nicht, uns bei Problemen, die es in jedem Studium gibt, direkt anzusprechen.
Wir wünschen Ihnen Erfolg und vor allem Freude in einem Studium, das Ihnen neue
Horizonte eröffnen soll.

Prof. Dr. Ulrike Buchholz (Studiendekanin)
Prof. Dr. Uwe Sander (Studiengangskoordinator)

2
Teil I.

Studienhandbuch

                  3
1 Allgemeines zur Fakultät III, Abteilung
   Information und Kommunikation

1.1 Fakultäts- und Abteilungsstruktur
    Die Fakultät III – Design und Medien der Hochschule Hannover ist in zwei Abteilungen
    organisiert:

        • Medien und Design

        • Information und Kommunikation

      Die Fakultät III ist die größte Fakultät der Hochschule Hannover. Insgesamt studieren
    an dieser Fakultät zurzeit etwa 2000 Studierende in 14 Bachelor und 5 Masterstudien-
    gängen. In Lehre und Forschung arbeiten etwa 71 Professorinnen und Professoren und
    19 Lehrkräfte sowie 16 Wissenschaftliche Mitarbeiter. Sie werden dabei unterstützt von
    64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung. Etwa 20 % der Lehre
    wird von Lehrbeauftragten übernommen, die die Lehre als Nebentätigkeit zu einem
    Hauptberuf ausüben und so sicherstellen, dass die Lehre immer an der aktuellen Be-
    rufspraxis orientiert ist. Schließlich hat die Fakultät Kooperationsverträge mit mehreren
    Universitäten, die es etwa 16 Doktorandinnen und Doktoranden ermöglichen an der
    Fakultät eine Doktorarbeit zu schreiben.
      Der Studiengang Bachelor Medizinisches Informationsmanagement (BMI) gehört zu
    einem Cluster von vier informationswissenschaftlichen Studiengängen, die die Abteilung
    Information und Kommunikation anbietet. Neben BMI sind das der Bachelor Informati-
    onsmanagement Berufsbegleitend (BIB), der Bachelor Informationsmanagement (BIM)
    und der Masterstudiengang Medizinisches Informationsmanagement (MMI).

1.2 Kleines Hochschullexikon
    Im Folgenden finden Sie einige wichtige allgemeine Informationen zur Fakultäts- und
    Abteilungsstruktur.

    Dekanat

    Die Fakultät wird geleitet durch das Dekanat, das aus dem Dekan bzw. der Dekanin und
    den Studiendekaninnen bzw. Studiendekanen besteht. Der Dekan bzw. die Dekanin führt
    den Vorsitz im Dekanat. Die Studiendekane bzw. Studiendekaninnen sind für alle Fragen
    des Studiums und der Lehre verantwortlich und leiten die Abteilungen. Gewählt werden
    Dekan/in und Studiendekan/in durch den Fakultätsrat, der das wichtigste Steuerungs-
    gremium der Fakultät ist. Im Fakultätsrat sitzen gewählte Vertreter aller Gruppen einer
    Fakultät: Studierende, Professorinnen/Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
    und Mitarbeiter/innen der Verwaltung und der Technik. Dekan/in und Studiendekan/in

    4
1.2. Kleines Hochschullexikon

werden bei ihrer Arbeit durch Mitarbeiter/innen im Sekretariat unterstützt, die in der Fa-
kultätsverwaltung eine wichtige Hilfe bei der Steuerung und Administration der Fakultät
und in ihren Abteilungen leisten.

Erstsemester-Aufnahme

Derzeit werden pro Studienjahr 68 Studierende im Studiengang Medizinisches Informati-
onsmanagement aufgenommen.

Lehrveranstaltungen

Die Lehrveranstaltungen haben verschiedene Formen wie Vorlesung, Übung, Seminar,
Projekte u. a. Sie werden von Professoren/innen, Lehrkräfte für besondere Aufgaben
(LfbA) oder Lehrbeauftragten gehalten. Die Professoren/innen und Lehrbeauftragte sind
in der Regel in mehreren Studiengängen der Fakultät tätig. Die aktuellen Lehrveranstal-
tungen sind den Stundenplänen zu entnehmen.

Moodle

Moodle ist die zentrale Lernplattform der Hochschule. Jede(r) Student(in) bekommt einen
persönlichen Zugang zu Moodle. In Moodle finden Sie Unterlagen, Termine, Übungen,
Foren und vieles mehr zu fast jeder Lehrveranstaltung.

iCMS

iCMS ist das Campusmanagementsystem der Hochschule. Jede(r) Student(in) bekommt
einen persönlichen Zugang zu iCMS. Im Campusmanagementsystem finden Sie unter
anderem Adressen, Stundenpläne und Prüfungspläne. Auch die Prüfungs- und Notenver-
waltung ist in diesem System integriert.

SWS

Eine Semesterwochenstunde (SWS) ist die Zeit, die eine Lehrveranstaltung im Semester
pro Woche durchschnittlich dauert. Hierbei werden 45 Minuten Lehrveranstaltung als
eine Zeitstunde gerechnet. Ein Seminar von 2 SWS kann also wöchentlich als 90-minütige
Veranstaltung durchgeführt werden, aber auch im sogenannten Blockunterricht vier-
zehntägig als vierstündige Veranstaltung oder an einigen Tagen als ganztägiges Seminar.
  Im Stundenplan fangen die Lehrveranstaltungen normalerweise zur vollen Stunde an.
Da eine SWS aber nur 45 Minuten dauert, entscheiden die Dozentinnen und Dozenten,
ob die Veranstaltung tatsächlich zur vollen Stunde, eine Viertelstunde später (nach der
bekannten akademischen Viertelstunde) oder bei mehrstündige Veranstaltungen sogar
eine halbe Stunde später anfängt.

Credits, ECTS

Das Arbeitspensum der Studierenden wird in der ganzen EU in zeitlicher Hinsicht mit
ECTS gemessen. Ein Credit im European Credit Transfer System entspricht einer Stu-
dienleistung im Umfang von 25 bis 30 Arbeitsstunden. An der HsH gilt ein Umfang von

                                                                                        5
1. Allgemeines zur Fakultät III, Abteilung Information und Kommunikation

30 Arbeitsstunden pro Credit als verbindlich. Credits dürfen nur aufgrund von kon-
trollierten Studienleistungen vergeben werden. Das studentische Arbeitspensum eines
akademischen Studienjahres entspricht 60 Credits (30 Credits pro Semester)
   Viele Teilmodule bestehen aus einer Lehrveranstaltung von 2 SWS und sind mit 3 Cre-
dits bemessen. Das heißt, dass ein durchschnittlicher Aufwand von 90 Stunden erwartet
wird. Für einzelne Studierende kann der tatsächliche Zeitbedarf natürlich niedriger oder
höher sein. Bei 15 Terminen im Semester entfallen davon 30 Stunden auf die Lehrveran-
staltung. Demzufolge müssen Sie noch 60 Stunden im Semester oder 4 pro Woche für die
Vor- und Nachbereitung der Vorlesungen einplanen, für die Klausurvorbereitung oder
für das Anfertigen von Hausarbeiten. Einen Teil der Arbeit können Sie natürlich in die
Semesterferien verlegen. Einen Großteil der Arbeit (im gewählten Beispiel mit 2 SWS
und 3 Credits zwei Drittel) müssen Sie außerhalb der Lehrveranstaltung erbringen.

Prüfungsordnung

Das Studium in jedem Studiengang wird durch eine eigene Prüfungsordnung geregelt.
Die Prüfungsordnung besteht aus einem allgemeinen Teil, der für alle Studiengänge der
Hochschule gleich ist, und einem besonderen Teil für den Studiengang. Der besondere
Teil enthält beispielsweise Angaben zu den Modulen und Teilmodulen sowie zu den
notwendigen Prüfungsleistungen und zu wichtigen Fristen und Terminen. Die Prüfungs-
ordnung legt fest, was Studierende zu tun haben, um den angestrebten Studienabschluss
zu erlangen. Damit hat die Prüfungsordnung gesetzesähnlichen Charakter und sollte
aufmerksam gelesen werden.

Prüfungskommission

Die Prüfungskommission der jeweiligen Abteilung ist zuständig für alle Fragen, die die
Prüfungsordnung und die Organisation der Prüfungen betreffen. Sie achtet darauf, dass
die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. In der Prüfungskom-
mission sitzen gewählte Vertreter der Studierenden, Professoren/innen, Lehrkräfte für
besondere Aufgaben und Mitarbeiter/innen der Verwaltung und Technik.
  Die Prüfungskommission kann Aufgaben an den Vorsitzenden / die Vorsitzende der
Prüfungskommission delegieren. Damit können Sie alle Fragen, die unmittelbar die
Prüfungsordnung betreffen, direkt an den Vorsitzenden / die Vorsitzende richten.

Studienkommission

Die Studienkommission der jeweiligen Abteilung ist die ständige Kommission für Lehre
und Studium, deren stimmberechtigte Mitglieder mindestens zur Hälfte Studierende sind.
Den Vorsitz der Studienkommission führt die Studiendekanin / der Studiendekan ohne
Stimmrecht. Die Studienkommission erarbeitet die Empfehlungen für Studiengänge und
Studienprogramme, Prüfungsordnungen, Studienordnungen und Studienpläne. Zu den
Aufgaben der Studienkommissionen gehört es u. a., Beschlüsse zur Sicherstellung des
Lehrangebots vorzubereiten. Die Studienkommissionen sind in allen Angelegenheiten
der Lehre, des Studiums und der Prüfungen vor den Entscheidungen des Fakultätsrates
zu hören.

6
1.3. Kontaktdaten

    Zentrale Studierendenverwaltung
    Für alle Fragen rund um die Immatrikulation, Exmatrikulation und die Befreiung von
    Studiengebühren ist die zentrale Studierendenverwaltung der Hochschule Hannover
    (servicecenter@hs-hannover.de) zuständig.

    Auslandssemester
    Die Fakultät arbeitet mit vielen Universitäten und Hochschulen im Ausland zusammen.
    Neben Exkursionen ins Ausland, einer internationalen Woche und Ferienkursen in
    Kooperation mit ausländischen Hochschulen, bietet das Studium die Möglichkeit, statt
    der Praxisphase im 4. Semester ein Semester im Ausland zu studieren.

    Studienpreise
    Im 2. und 5. Semester (Regelstudienzeit) werden Stipendien in Höhe von 1000 Euro ver-
    geben. Alle Studierenden eines Bachelorstudiengangs der Abteilung Information und
    Kommunikation können sich bewerben. Vergeben wird ein Stipendium pro angefangene
    Einheit von 20 Studierenden. Bewertet werden die Leistung (Noten) sowie ein besonderes
    hochschulpolitisches, gesellschaftliches oder soziales Engagement. Die genauen Kri-
    terien sind §4, Punkt 5 der Stipendienordnung zu entnehmen: http://www.hs-hannover.
    de/fileadmin/media/doc/pp/verkuendungsblatt/2013/03-2013/04-Stipendienordnung_
    III.pdf. Die Bewerbung erfolgt in Form eines Motivationsschreibens. Jeweils im Win-
    tersemester und im Sommersemester wird rechtzeitig zur Bewerbung aufgerufen. Die
    Vergabe der Stipendien wird über die Studiengänge und die Studienkommission schließ-
    lich in letzter Instanz im Fakultätsrat beschlossen.

1.3 Kontaktdaten

    Anschrift                                  Besucheradresse
    Hochschule Hannover                        Hochschule Hannover
    Fakultät III -                             Fakultät III –
    Medien, Information und Design             Medien, Information und Design
    Abteilung Information und Kommunikation    Kurt-Schwitters-Forum
    Postfach 721220                            EXPO-Plaza 12
    30532 Hannover                             30539 Hannover

    E-Mail                                     Fax
    F3-IK-dekanat@hs-hannover.de               0511 9296- 2603

    Dekan der Fakultät III                     Studiendekanin der Abteilung
                                               Information und Kommunikation
    Prof. Dr. Martin Scholz
    Expo Plaza 2, 2A.2.33                      Prof. Dr. Ulrike Buchholz
    0511 9296-2600                             Expo Plaza 12, 2E.4.80
    martin.scholz@hs-hannover.de               0511 9296-2611
                                               ulrike.buchholz@hs-hannover.de

                                                                                      7
1. Allgemeines zur Fakultät III, Abteilung Information und Kommunikation

Studiengangskoordinator
Prof. Dr. Uwe Sander
Expo Plaza 12, 2E.4.82
0511 9296-2637
uwe.sander@hs-hannover.de

stv. Vorsitzender des                      Auslandsbeauftragte
Prüfungsausschusses
                                           V-Prof. Dr. Ina Blümel
Prof. Dr. Peter Wübbelt                    Expo Plaza 12, 2E.4.20
Expo Plaza 12, 2E.4.85                     0511 9296-2595
0511 9296-2660                             Ina.Bluemel@hs-hannover.de
Peter.Wuebbelt@hs-hannover.de

Studiengangsassistent                      Prüfungsverwaltung
Felix Heise                                Antje Redeker-Pommerehne
Expo Plaza 12, 2E.4.13                     Expo Plaza 12, 2E.4.14
0511 9296- 2606                            0511 9296- 2599
Felix.Heise@hs-hannover.de                 Antje.Redeker-Pommerehne@
                                           hs-hannover.de

IT-Service-Desk

Campus Ricklingen, Haus 2, Raum 23
0511 9296-1441 (Mo bis Do 9-12 und 13 – 16Uhr)
supportIT@hs-hannover.de
http://www.hs-hannover.de/it/services/stud/itservicedesk/index.html

IT-Team der Abteilung IK

Nehmen Sie bitte nur in Ausnahmefällen direkten Kontakt mit den Mitarbeitern auf.
Nutzen Sie bitte als Erstkontakt immer die Support-Adresse.

Dipl.-Inform. Henning Cohrs       0511 9296-2651
Dipl.-Bibl. (FH) Uwe Haarstrich   0511 9296-2649
Thomas Stachurski                 0511 9296-2674
Thomas Thiede                     0511 9296-2650

8
1.4. Personenverzeichnis

1.4 Personenverzeichnis
    Name und E-Mail                    Durchwahl Büro     Lehrgebiete

    Prof. Dr. Oliver J. Bott             2627   2E.4.84   Medizinische Informatik
    oliver.bott@hs-hannover.de
    Prof. Dr. Gerhard Fortwengel         2680   2E.4.03   Klinische Arzneimittelforschung,
    gerhard.fortwengel@hs-                                Epidemiologie
    hannover.de
    Dipl.-Dok. Janna Heide               2664   2E.4.02   Medizinische Dokumentation, Orga-
    janna.heide@hs-hannover.de                            nisation des Gesundheitswesen
    Dipl.-Dok. M.A. Volker Matthi-       2657   2E.4.02   Grundlagen der Informatik
    as
    volker.matthias@hs-hannover.de
    Prof. Dr. Uwe Sander                 2626   2E.4.82   Medizinische Grundlagen, Medizini-
    uwe.sander@hs-hannover.de                             sches Informationsmanagement
    Prof. Dr. Cornelia Frömke            2685   2E.2.32   Statistik
    cornelia.froemke@hs-hannover.de
    Prof. Dr. Fabian Schmieder           2579   2E.4.78   IT-Recht, Datenschutzrecht, Urhe-
    fabian.schmieder@hs-hannover.de                       berrecht
    Prof. Dr. Wolfram Ludwig             2647   2E.4.72   Medizinische Informatik, Wirt-
    wolfram.ludwig@hs-hannover.de                         schaftsinformatik, Informatik
    Prof. Dr. Nadia G. Tornieporth       2568   2E.4.72   Klinische Studien und Arzneimittel-
    nadia.tornieporth@hs-hannover.de                      sicherheit
    Prof. Dr. Peter Wübbelt              2660   2E.4.85   Angewandte Informatik
    peter.wuebbelt@hs-hannover.de

                                                                                       9
2 Bachelor-Studiengang Medizinisches
   Informationsmanagement (BMI)

2.1 Studienvoraussetzung
     Die Berechtigung zum Studium im Bachelor-Studiengang Medizinisches Informationsma-
     nagement wird durch die allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife,
     die Fachhochschulreife, die bestandene Immaturenprüfung oder eine vom Kultusmi-
     nisterium als gleichwertig anerkannte Vorbildung nachgewiesen. Ein Vorpraktikum ist
     nicht erforderlich.

2.2 Studienaufnahme und Gebühren
     Die Aufnahme des Studiums erfolgt zu Beginn jedes Wintersemesters ( jeweils 1. Sep-
     tember des Jahres). Bei der Anmeldung zu einem Studium sind Termine und spezielle
     Vorschriften wie die Zulassungsordnung zu beachten. Zur Abdeckung von Verwaltungs-
     kosten der Hochschule sowie der Kosten für das Studentenwerk etc. wird ein Semester-
     beitrag erhoben.

2.3 Ziel des Studiums
     Wir möchten unsere künftigen Absolventen auch auf weitere und veränderte Aufgaben
     des Medizinischen Informationsmanagements vorbereiten, welche sich vor dem Hinter-
     grund der rasanten Entwicklung in der Medizin, in den Gesundheitswissenschaften und
     der Gesundheitspolitik abzeichnen.

   • Der demografische Wandel führt zu einer steigenden Anzahl chronisch kranker und
     multimorbider Patienten.
   • Fortschritte in den Biowissenschaften, der klinischen Medizin und der Medizintechnolo-
     gie ermöglichen eine zunehmende personalisierte Gesundheitsversorgung.
   • Die Digitalisierung der Information im Gesundheitswesen ermöglicht neue Verbindun-
     gen, Erkenntnisse und Transparenz.

       Diese Entwicklungen werden auch das Medizinische Informationsmanagement in
     den kommenden Jahren und Jahrzehnten prägen. Aus der Sicht des medizinischen
     Informationsmanagements ergeben sich daraus folgende Ansprüche.
       Die steigende Anzahl chronisch kranker und multimorbider Patienten führt zu einem
     steigenden Bedarf an Informationsmanagement insbesondere über die starren Gren-
     zen der Sektoren Krankenhaus und Arztpraxis hinweg. Eine solche qualitätsgesicherte
     evidenzbasierte sektorenübergreifende Versorgung ist eine enorme Herausforderung
     für ein modernes IT-Management bei der Integration bislang inkompatibler Datenquel-
     len aus unterschiedlichen Quellen. Die jahrelangen Verzögerungen bei der Einführung

     10
2.3. Ziel des Studiums

einer bundesweiten Telematik-Infrastruktur und einer elektronischen Gesundheits-
karte, wie auch die Verzögerungen bei der Etablierung einer sektorenübergreifenden
Qualitätssicherung der Gesundheitsversorgung zeigen Problemfelder und gleichzeitig
Arbeitsgebiete des modernen Medizinischen Informationsmanagements auf.

  Die Fortschritte in den Biowissenschaften, der klinischen Medizin und der Medizin-
technologie ergeben einen zunehmenden Bedarf an klinischen Studien, um die Fort-
schritte Patienten zugänglich zu machen. Der Wert klinischer Studien besteht nicht nur
darin, zur Entwicklung neuer Therapien beizutragen. Für viele Teilnehmer, denen die
bisher verfügbaren Therapien nicht mehr helfen, bedeutet es eine neue Chance, dass
sie im Rahmen einer Studie mit einem neuen Medikament behandelt werden. Zur kli-
nischen Forschung gehören die Planung, Durchführung, Auswertung und Publikation
der klinischen Prüfungen. In diesem Rahmen sind besondere Kenntnisse notwendig zu
den erforderlichen gesetzlichen Grundlagen auf nationaler und internationaler Ebene
sowie alle weiteren damit im Zusammenhang stehenden Aspekte wie Zusammenarbeit
mit Auftragsinstituten, Kompetenzzentren und Behörden, Aspekte der Sicherheit von
Probanden/Patienten in klinischen Prüfungen, Patienteninformationen, Versicherungen
und rechtliche Fragen. Für die Erstattung von Arzneimitteln müssen neben Qualität,
Unbedenklichkeit und Wirksamkeit weltweit inzwischen auch Daten zum Nutzen und
Zusatznutzen von Arzneimitteln vorgelegt werden, die ebenfalls bereits während der
Phase der klinischen Forschung erhoben werden können. Dies schließt im Allgemeinen
auch pharmakoökonomische Daten ein. Relevante Aspekte des Nutzens für Patienten,
wie z. B. adäquate Surrogatparameter, Lebensqualität, aber auch die Wahl des richtigen
Prüfungsdesigns und der erforderlichen Erfassungsinstrumente wie auch die Bewertung
des Nutzens bekommen für die Klinische Forschung eine stetig wachsende Bedeutung
und erfordern speziell dafür ausgebildete Mitarbeiter mit Kenntnissen zu rechtlichen und
ethischen Anforderungen sowie Handlungskompetenzen zur Planung und operationalen
Umsetzung im klinischen Forschungsalltag. Deutschland war 2015 erneut weltweit die Nr.
2 bei klinischen Arzneimittel-Studien forschender Pharma-Unternehmen. Das geht aus
einer Auswertung des öffentlichen Studienregisters "clinicaltrials.gov"hervor. Vor die-
sem Hintergrund wird Bedeutung und Bedarf an qualifiziertem Personal eindrucksvoll
deutlich.

   Die Digitalisierung der Information im Gesundheitswesen, insbesondere im Zusam-
menhang mit der Anwendung von Big Data Technologien im Gesundheitswesen, beruht
auf der Zusammenführung unterschiedlicher Datenquellen und der Möglichkeit, neben
strukturierten auch große, unstrukturierte Datenmengen einer Analyse zugänglich zu ma-
chen. Neben der oben erwähnten Bedeutung für eine sektorenübergreifende Versorgung
verändern sich dadurch auch Forschungsparadigmen. Während die klinische Forschung
zum Wirksamkeitsnachweis beispielsweise von neuen Medikamenten überwiegend auf
einen hypothesengetriebenen quantitativen Forschungsansatz mit randomisierten klini-
schen Studien setzt, integriert die Versorgungsforschung im Rahmen ihrer komplexen
Interventionen zur Verbesserung der tatsächlichen Versorgungssituation von Menschen
Methoden der Epidemiologie und der empirischen Sozialforschung. Big Data ergänzt
diese Ansätze, indem nicht die Evaluation von Interventionen im Vordergrund steht,
sondern explorative Ansätze in Verbindung mit intelligenter Datenanalyse.

                                                                                     11
2. Bachelor-Studiengang Medizinisches Informationsmanagement (BMI)

 2.4 Aufbau des Studiums
2.4.1   Grundsätzliches zum Aufbau
        Die Regelstudienzeit des Studiums beträgt 7 Semester einschließlich der zwei Praxis-
        phasen und der Anfertigung einer Bachelor-Arbeit. Der Bachelor-Studiengang Medizi-
        nisches Informationsmanagement gliedert sich in zwei Studienabschnitte. Im ersten
        Studienabschnitt werden grundlegende Fachkenntnisse und -methoden erlernt. Im Stu-
        dienabschnitt werden die die Kenntnisse weiter vertieft Studierende haben Pflicht- und
        Wahlpflichtmodule im Umfang von 30 Credits pro Semester zu absolvieren. Studierenden
        steht es frei, weitere Module zu absolvieren. Die Noten der Pflicht- und Wahlpflichtmo-
        dule gehen in gewichteter Form in die Gesamtnote ein.

2.4.2   Pflicht, Wahlpflicht- und Wahlmodule
        Im ersten Studienabschnitt müssen mindestens 90 Credits erreicht werden, im zweiten
        Abschnitt mindestens 120 Credits. Ein Teil der Credits wird für die Pflichtfächer, die Pra-
        xisphasen und die Bachelorarbeit vergeben. Studierende wählen zusätzlich Wahlfächer,
        um die erforderliche Anzahl von Credits zu erlangen. Wenn genügend Plätze frei sind,
        können Studierende auch weitere Wahlpflichtfächer belegen. Die zusätzlich belegten
        Wahlfächer können, bei Bestehen der Prüfungsleistung, im Zeugnis ausgewiesen werden;
        Wahlfächer können aber nicht genutzt werden, um die Mindestanforderung an den zu
        erreichenden Credits zu erfüllen.

2.4.3   Praxisphasen
        Wichtige Bestandteile des Studiums im Bachelor-Studiengang Medizinisches Informati-
        onsmanagement sind die Praxisphasen, die für das 4. und das 7. Semester vorgesehen
        sind. In diesen Semestern üben die Studierenden typischerweise in einem Unternehmen
        berufsrelevante Tätigkeiten aus und sammeln somit Berufserfahrung. Dabei sollen sie
        die zuvor im Studium erworbenen Kompetenzen anwenden und reflektieren. Die Pra-
        xisphasen tragen wesentlich dazu bei, die Studierenden auf ihr zukünftiges berufliches
        Tätigkeitsfeld vorzubereiten. Sie geben den Studierenden eine realistische Vorstellung
        von der Berufswirklichkeit sowie den Möglichkeiten, Grenzen und Problemen des ange-
        strebten Berufsfeldes. Durch eigene Anschauung und angeleitete Mitarbeit lernen die
        Studierenden die wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten ihres künftigen Berufsfeldes
        kennen. Zudem bauen die Studierenden während der Praxisphasen vertiefte praktische
        Kenntnisse und Fertigkeiten auf.
           Während der Praxisphasen werden die Studierenden qualifiziert betreut. Die Studie-
        renden haben die Praxisphasen vor- und nachzubereiten, insbesondere ist ein Bericht
        anzufertigen. Daneben sind Lehrveranstaltungen zu absolvieren, die den Lernerfolg
        der Praxisphasen sichern und stabilisieren sollen. Die Leistungen der Studierenden in
        den Praxisphasen werden überprüft. Wegen des engen Bezuges der Praxisphasen zu
        den im Studium erworbenen Kompetenzen können berufliche Erfahrungen, die S e I
        gleichwertig anerkannt (s. Praxisphasenordnung).
           Die erste Praxisphase (4. Semester) dauert 22 Wochen, die zweite Phase (7. Semester)
        dauert 11 Wochen.Die praktischen Tätigkeiten der zweiten Praxisphase stehen häufig
        im Zusammenhang mit dem Thema der Bachelor-Arbeit, die auf 9 Wochen ausgelegt
        ist. Die genauen Anforderungen für die Praxisphasen sind in der Praxisphasenordnung
        festgelegt.

        12
Tabelle 2.1.: Studienstruktur                                                                                                                                2.24 Aufbau des Studiums

     Semester                                                    Querschnittskompetenzen                                                                            Anwendungsfelder

                                 Wissensorganisation                                                                                                                                    Klinische Studien
                                                                                                                                                              Versorgung (Forschung,
                                                       Angewandte             Informations-               Medizinische   Angewandte Statistik    Schlüssel-                                (Forschung,
                  Medizin         und Organisation                                                                       und Epiderminologie
                                                                                                                                                                 Management und
                                      Retrieval         Informatik               systeme                   Informatik                           kompetenzen     Qualitätssicherung)
                                                                                                                                                                                        Management und
                                                                                                                                                                                       Qualitätssicherung)

        1        Grundlagen          Grundlagen        Grundlagen               Grundlagen

 Credit Points        8                  7                   8                        7

       SWS            6                  7                   6                       6

        2        Vertiefung I                          Vertiefung I             Vertiefung I               Grundlagen        Grundlagen

 Credit Points        7                                     8                        6                         3                  6

       SWS            6                                     6                        4                         3                  6

        3        Vertiefung II                                                                                               Vertiefung I                         Grundlagen             Grundlagen

 Credit Points        6                                                                                        5                   5                                    6                      7

       SWS            6                                                                                        4                  6                                     5                      6

        4                                                                                  1. Praxisphase

        5                                              Vertiefung II            Vertiefung II                                Vertiefung II                        Vertiefung I           Vertiefung I

 Credit Points                                              6                        6                                            6                                     6                      6

       SWS                                                  4                        5                                            4                                     5                      4

        6                                                                                                                                        Grundlagen

 Credit Points                                                                                                                                       6

       SWS                                                                                                                                           6

                                                                                                Projekt

                      AF                 AF                 AF                       AF                        AF                 AF                 AF                AF                     AF

 Credit Points        6                  6                   6                        6                        6                  6                  6                  6                      6

       SWS            4                  4                   4                        4                        4                  4                  4                  4                      4

        7                                                              2. ‚Praxisphase, BA-Arbeit, Studienabschlussseminar

13
2. Bachelor-Studiengang Medizinisches Informationsmanagement (BMI)

 2.5 Prüfungsordnung
        Verbindlich für alle Studienanforderungen ist die Prüfungsordnung, deren spezieller, stu-
        diengangsbezogener Teil neben den Modulen auch die Teilmodule mit ihren möglichen
        Prüfungsformen nennt. Dort finden Studierende außerdem die Gewichtung, mit der die
        Prüfungsleistungen der Teilmodule in die Modulzensur und diese in die Endzensur des
        Studiums eingehen. Es wird daher dringend geraten sowohl den allgemeinen als auch
        den speziellen Teil der Prüfungsordnung für den Studiengang Informationsmanagement
        zusätzlich zum Studienhandbuch zur Organisation des Studiums heranzuziehen. Auch
        die Praxisphasenordnung ist ein Teil der Prüfungsordnung und regelt verbindlich die
        Praxisphasen.

 2.6 Modulhandbuch
        Das Modulhandbuch spiegelt einerseits die Prüfungsordnung wider, bietet darüber hin-
        aus jedoch umfangreiche inhaltliche Hinweise zu den einzelnen Lehrveranstaltungen
        wie z. B. Inhalte, Lernziele, Anforderungen an die Präsenzzeit und das Selbststudium,
        Veranstaltungsart (Z. B. Seminar, Vorlesung, Übung etc.), angestrebte Gruppengröße,
        mögliche Prüfungsformen.
          Diese und weitere Daten sind für die Module dargestellt und geben einen Eindruck
        von den Lehrveranstaltungen. Das Modulhandbuch ergänzt das Studienhandbuch und
        die Prüfungsordnung.

2.6.1   Modulprüfungen
        Falls die Teilmodule getrennte Prüfungen erfordern, so ist zu beachten, dass ein Modul
        nur dann bestanden ist, wenn die erforderlichen Teilprüfungen bestanden sind.

        14
Teil II.

Modulbeschreibungen

                      15
3 Erster Studienabschnitt
   3.1 Pflichtmodule
BMI-111 Grundlagen: Medizin
          Semester        1              Verantwortlich                Prof. Dr. Uwe Sander
          Credits         8              Empf. Voraussetzungen         –
          Art             Pflicht        Voraussetzungen nach PO       –
          Präsenzzeit     102 Stunden    Prüfungsform                  K2, M, M+R
          Selbststudium   138 Stunden

                     Lehrveranstaltung                  Form      Dozent                      SWS
          BMI-111-01 Grundlagen der Gesundheits-        Vorlesung Prof. Dr. Uwe Sander        2
                     und Krankheitslehre
          BMI-111-02 Grundlagen der Pharmakolo-         Seminar    Prof. Dr. Uwe Sander       2
                     gie
          BMI-111-03 Naturwissenschaftliche             Seminar    Prof. Dr. Uwe Sander       2
                     Grundlagen der Medizin

          Qualifikationsziele
      • Die Studierenden haben eine Orientierung über medizinische Fachgebiete
      • Sie verstehen wichtige naturwissenschaftliche, anatomische und physiologische Grund-
        lagen
      • Sie sind in der Lage, aufgrund des Verständnisses der Grundlagen der Krankheitslehre
        und der Pharmakologie Krankheitsbilder einzuordnen

          Lehrinhalte
      •   Überblick über anatomische und physiologische Grundlagen
      •   Einführung in die Gesundheits- und Krankheitslehre
      •   Pharmakologisch relevante physiologische Grundlagen
      •   Bedeutung und Herkunft von Arzneimitteln
      •   Wichtige Arzneimittelgruppen
      •   Pharmakokinetik, Pharmakodynamik
      •   Prinzipien der Medikamentenaufnahme: Absorption, Elimination, Kumulation
      •   Erwünschte, unerwünschte Wirkungen und Wechselwirkungen von Arzneimitteln
      •   Faktoren, die die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen (z. B. Alter, Allgemeinzustand,
          Lebenssituation

          16
3.1. Pflichtmodule

BMI-112 Grundlagen: Wissensorganisation und Information Retrieval

         Semester        1             Verantwortlich                 Dipl.-Dok. (FH) Janna
                                                                      Heide
         Credits         7             Empf. Voraussetzungen          –
         Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO        –
         Präsenzzeit     119 Stunden   Prüfungsform                   K3, M, M+R,M+BÜ, K2+BÜ
         Selbststudium   151 Stunden

                    Lehrveranstaltung                   Form      Dozent                  SWS
         BMI-112-01 Grundlagen der Wissensorga-         Vorlesung Dipl.-Dok. (FH) Janna   2
                    nisation                                      Heide
         BMI-112-02 Grundlagen der Medizini-            Vorlesung Dipl.-Dok. (FH) Janna   2
                    schen Dokumentation                           Heide
         BMI-112-03 Grundlagen der Medizini-            Übung     Dipl.-Dok. (FH) Janna   1
                    schen Dokumentation (Prakti-                  Heide
                    sche Anwendung)
         BMI-112-04 Retrievaltechniken in medizi-       Übung     Dipl.-Dok. (FH) Janna   2
                    nischen Fachdatenbanken                       Heide

         Qualifikationsziele
       • Grundlagen der Dokumentations- und Ordnungslehre
       • Aufbau und praktische Anwendung medizinischer Ordnungssysteme
       • Übersicht medizinischer Fachdatenbanken und deren Anbieter sowie allgemeiner Re-
         cherchestrategien

         Lehrinhalte
       • Ablauf des Dokumentationsprozesses mit dem Schwerpunkt formaler und inhaltlicher
         Erschließung
       • Medizinische Klassifikationen ICD, OPS und DRG sowie des Thesaurus MeSH (Medical
         Subject Headings)
       • Entwicklung professioneller Suchstrategien zu ausgewählten Forschungsfragen in den
         Datenbanken PubMed, CDSR und CENTRAL und die Bewertung der Qualität der Treffer.

                                                                                              17
3. Erster Studienabschnitt

BMI-113 Grundlagen: Angewandte Informatik
        Semester        1             Verantwortlich               M.A. Volker Matthias
        Credits         8             Empf. Voraussetzungen        –
        Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO      –
        Präsenzzeit     102 Stunden   Prüfungsform                 K3, K2+EDR, K2+BÜ, M
        Selbststudium   138 Stunden

                   Lehrveranstaltung                 Form      Dozent                   SWS
        BMI-113-01 Grundlagen der angewandten        Vorlesung Mareike Schulze          2
                   Informatik
        BMI-113-02 Grundlagen der angewand-          Seminar    M.A. volker Matthias    4
                   ten Informatik (Praktische
                   Anwendung)

        Qualifikationsziele
      • Einführung in die Informatik (Hardware, Darstellung und Interpretation von Informati-
        on)
      • Einführung in die imperative Programmierung
      • Erstellung von statischen Webseiten

        Lehrinhalte
      • Speicherung und Interpretation von Information
      • Einführung in die Imperative Programmierung mit Java
      • Praktische Einführung in Grundlagen der Programmierung am Beispiel von Java
      • Erstellung von statischen Webseiten mit HTML

        18
3.1. Pflichtmodule

BMI-114 Grundlagen: Informationssysteme
        Semester        1             Verantwortlich                 Prof. Dr. Oliver Bott
        Credits         7             Empf. Voraussetzungen          –
        Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO        –
        Präsenzzeit     102 Stunden   Prüfungsform                   K3, K2+EDR, K2+BÜ, M
        Selbststudium   138 Stunden

                   Lehrveranstaltung                   Form      Dozent                  SWS
        BMI-114-01 Relationale Datenbanken I           Vorlesung Prof. Dr. Oliver Bott   2
        BMI-114-02 Relationale Datenbanken I           Seminar M.A. Volker Matthias      4
                   (Praktische Anwendung)

        Qualifikationsziele
        Lehrinhalte
      • Datenbankentwurf, ER-Modellierung, UML
      • Das relationale Modell und relationale Anfragesprachen
      • Datenintegrität und relationale Entwurfstheorie
      • Projektablauf bei Erstellung einer Datenbank

                                                                                             19
3. Erster Studienabschnitt

BMI-121 Vertiefung I: Medizin
         Semester        1             Verantwortlich               Prof. Dr. Uwe Sander
         Credits         7             Empf. Voraussetzungen        –
         Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO      –
         Präsenzzeit     78 Stunden    Prüfungsform                 K2, R, H, M
         Selbststudium   102 Stunden

                    Lehrveranstaltung                Form      Dozent                      SWS
         BMI-121-01 Vertiefung in der Medizin I      Vorlesung Prof. Dr. Uwe Sander        4
         BMI-121-02 Vertiefung in der Medizin I      Übung     Prof. Dr. Uwe Sander        2
                    (Praktische Anwendung)

         Qualifikationsziele
         Die Studierenden haben ein Verständnis von Pathologie, Epidemiologie, Diagnose, The-
         rapie und Versorgungsansätze wichtiger Erkrankungen sowie der dafür notwendigen
         anatomischen und physiologischen Grundlagen. Sie verstehen Abläufe bei der medizini-
         schen Leistungserbringung.

         Lehrinhalte
       • Herz-Kreislauferkrankungen: Hypertension, Artheriosklerose, Agina pectoris, Herzin-
         farkt, Herzklappenerkrankungen, Herzrhytmusstörungen, Herzinsuffizienz und weitere.
       • Tumorerkrankungen: Tumorbiologie, Onkologie, Mammacarcinom, Prostatacarcinom
         (andere Krebsarten siehe Ver-tiefung in der Medizin II)

           Vertiefungen zu einzelnen Fällen und Fallbesprechungen. Betrachtung von Leitlinien
         und klinischen Pfaden. Analyse von Krankenakten und klinischen Dokumentationen.
         Auswertung von klinischen Dokumentationen, insbesondere unter Berücksichtigung
         der Anforderungen von Registern und der Qualitätssicherung.

         20
3.1. Pflichtmodule

BMI-122 Grundlagen : Angewandte Statistik und Epidemiologie
         Semester        2              Verantwortlich                 Prof. Dr. Gerhard Fortwen-
                                                                       gel
         Credits         6              Empf. Voraussetzungen          –
         Art             Pflicht        Voraussetzungen nach PO        –
         Präsenzzeit     102 Stunden    Prüfungsform                   K2,M,R,H,EDR,K1
         Selbststudium   18 Stunden

                    Lehrveranstaltung                    Form      Dozent                   SWS
         BMI-122-01 Grundlagen und Methoden              Vorlesung Dipl.-Dok (FH) Janna     2
                    des wissenschaftlichen Arbei-                  Heide
                    tens
         BMI-122-02 Grundlagen der Epidemiolo-           Vorlesung Prof. Dr. Gerhard        2
                    gie                                            Fortwengel
         BMI-122-03 Grundlagen der Epidemiolo-           Übung     Prof. Dr. Gerhard        1
                    gie (praktische Anwendung)                     Fortwengel
         BMI-122-04 Grundlagen der angewandten           Vorlesung Prof. Dr. Cornelia       1
                    Statistik                                      Frömke

         Qualifikationsziele
         Die Studierenden kennen die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens in der Me-
         dizin und können diese selbständig anwenden. Sie kennen medizinische Studientypen,
         Prinzipien und Grundlagen von kontrollierten randomisierten Studien und von epidemio-
         logischen Erhebungen und können diese bewerten. Sie können die Aspekte der Planung
         medizinischer Studien ange-messen erfassen und anwenden. Sie verfügen über eine
         Grundkompetenz in der statistischen Modellierung von Daten.

         Lehrinhalte
       • Die Studierenden lernen praktische Arbeitsweisen und formale Richtlinien für das wis-
         senschaftliche Arbeiten kennen.
       • Sie lernen Methoden der Wissensaufbereitung kennen und üben die Praxis der Themen-
         formulierung.
       • Sie entwickeln umfassende Fertigkeiten zur kompetenten Nutzung von Information aus
         traditionellen sowie digitalen Medien
       • Sie lernen die Besonderheiten wissenschaftlicher Formulierungen/des wissenschaftli-
         chen Schreibstils
       • Sie lernen über die Notwendigkeit von Strukturiertheit und Zielorientierung als essenti-
         elle Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit
       • Terminologische Unterschiede im Gegenstandsbereich der Epidemiologie
       • Epidemiologische Methoden / Maßzahlen in der Epidemiologie
       • Gute Epidemiologische Praxis (GEP) Richtlinien
       • Epidemiologie als Wissenschaft und Prävention als deren praktisches Ziel
       • Das Gesundheitswesen als politischer und gesellschaftlicher Ort des Handelns
       • Aufgabe und Bedeutung der deskriptiven/analytischen Statistik
       • Grundbegriffe: Grundgesamtheit, Erhebungsarten, Stichprobe, Merkmale, Skalierung
       • Häufigkeitsverteilungen, Klassenbildung, Maßzahlen: Lageparameter, Streuungsmaße

                                                                                                21
3. Erster Studienabschnitt

BMI-123 Vertiefung I: Angewandte Informatik
         Semester        2             Verantwortlich              M.A. Volker Matthias
         Credits         8             Empf. Voraussetzungen       –
         Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO     –
         Präsenzzeit     112 Stunden   Prüfungsform                K3, K2+EDR,M
         Selbststudium   68 Stunden

                    Lehrveranstaltung               Form      Dozent                   SWS
         BMI-123-01 Programmieren I                 Vorlesung Mareike Schulze          2
         BMI-123-02 Programmieren I (Praktische     Übung     M.A. Volker Matthias     4
                    Anwendung)

         Qualifikationsziele
         Fortsetzung der imperativen und Einführung in die objektorientierte Programmierung.
         Fähigkeit, über die Grundkonzepte der Programmierung korrekt und verständlich zu
         kommunizieren und Programme zu analysieren, sowie kleinere Problemstellungen in
         Programme umsetzen können

         Lehrinhalte
         Fortsetzung der imperativen Programmierung
       • Klassen
       • Objekte
       • Methoden
       • Vererbung Praktische Programmierung von einfachen Java-Programmen im Rahmen
         des in der Vorlesung des Moduls vermittelten Wissens.

         22
3.1. Pflichtmodule

BMI-124 Vertiefung I: Informationssysteme
         Semester         2              Verantwortlich              Prof. Dr. Oliver Bott
         Credits          6              Empf. Voraussetzungen       –
         Art              Pflicht        Voraussetzungen nach PO     –
         Präsenzzeit      68 Stunden     Prüfungsform                K3, K2+EDR,K2+BÜ,M
         Selbststudium    112 Stunden

                    Lehrveranstaltung                 Form      Dozent                   SWS
         BMI-124-01 Relationale Datenbanken II        Vorlesung Prof. Dr. Wolfram        2
                                                                Ludwig
         BMI-124-02 Relationale Datenbanken II        Übung     Prof. Dr. Oliver Bott    2
                    (praktische Anwendung)

         Qualifikationsziele
         Studierende können komplexere relationale Datenbanken zielgerichtet entwickeln und
         verwenden. Darüber hinaus können sie komplexere SQL-Kommandos anwenden um
         Datenbanken zu entwickeln und zu verwenden und verstehen die Konzepte von PHP
         und anderen Varianten der Integration von Datenbanken in Anwendungssystemen

         Lehrinhalte
       • Vertiefung SQL
       • Datenbankerstellung inkl. Schlüssel, Indexstrukturen und Sichten
       • Fortgeschrittene Abfragetechniken unter Verwendung von Funktionen
       • Zugriffsrechte und Benutzerverwaltung
       • Transaktionsverwaltung
       • Stored Procedures und Trigger
       • Datenbanken in Programmen ansprechen (PHP u.a.)

                                                                                             23
3. Erster Studienabschnitt

BMI-125 Grundlagen: Medizinische Informatik (Teil 1)
         Semester        2             Verantwortlich               Prof. Dr. Oliver Bott
         Credits         3             Empf. Voraussetzungen        –
         Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO      –
         Präsenzzeit     51 Stunden    Prüfungsform                 K2, M, K1+BÜ
         Selbststudium   39 Stunden

                    Lehrveranstaltung                 Form      Dozent                      SWS
         BMI-125-01 Grundlagen: Medizinische          Vorlesung Prof Dr. Wolfram            2
                    Informatik                                  Ludwig
         BMI-125-02 Grundlagen: Medizinische          Übung     Prof. Dr. Wolfram           1
                    Informatik (Praktische An-                  Ludwig
                    wendung

         Qualifikationsziele
         Studierende kennen Gegenstand, Aufbau und Aufgaben der Medizinischen Informa-
         tik und ihrer Teilgebiete. Sie kennen die grundlegenden Begriffe und Probleme des
         Teilgebiets Medizinische Informationssysteme mit Vertiefung zu Krankenhaus- und Arzt-
         praxisinformationssystemen, institutionsübergreifenden Informationssystemen und
         Informationssystemen im Kontext medizinischer Forschung. Sie haben eine breites Wis-
         sen und Verständnis der Bedeutung von Datenschutz und Datensicherheit im Kontext
         Medizinischer Informationssysteme.

         Lehrinhalte
       • Informationssysteme im Gesundheitswesen (Grundlagen, Arztpraxisinformationssyste-
         me, Krankenhausinformationssysteme)
       • Datenschutz und Datensicherheit
       • Telematikanwendungen
       • Telemedizinanwendungen

         24
3.1. Pflichtmodule

BMI-131 Vertiefung II: Medizin
         Semester        3             Verantwortlich               Prof. Dr. Uwe Sander
         Credits         6             Empf. Voraussetzungen        –
         Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO      –
         Präsenzzeit     102 Stunden   Prüfungsform                 K2, H, R, M
         Selbststudium   78 Stunden

                    Lehrveranstaltung                Form      Dozent                      SWS
         BMI-131-01 Vertiefung in der Medizin II     Vorlesung Prof. Dr. Uwe Sander        4
         BMI-131-02 Vertiefung in der Medizin II     Übung     Prof. Dr. Uwe Sander        2
                    (Praktische Anwendung)

         Qualifikationsziele
         Die Studierenden haben ein Verständnis von Pathologie, Epidemiologie, Diagnose, The-
         rapie und Versorgungsansätze wichtiger Erkrankungen sowie der dafür notwendigen
         anatomischen und physiologischen Grundlagen. Sie verstehen Abläufe bei der medizini-
         schen Leistungserbringung.

         Lehrinhalte
       • Krankheiten des Respirationstrakten u.a. Asthma bronchiale, COPD, Bronchialcarcinom
       • Krankheiten der Niere und der ableitenden Harnwege u.a. Nierenentzündungen, Nie-
         rensteine, Niereninsuffiziens
       • Erkrankungen des Verdauungssystems
       • Stoffwechselerkrankungen und rheumatische Erkrankungen, insbesondere Diabetes
         mellitus
       • Blutkrankheiten
       • Neurologie (insbesondere Apoplex) Vertiefungen zu einzelnen Fällen und Fallbespre-
         chungen. Betrachtung von Leitlinien und klinischen Pfaden. Analyse von Krankenakten
         und klinischen Dokumentationen. Auswertung von klinischen Dokumentationen, insbe-
         sondere unter Berücksichtigung der Anforderungen von Registern und der Qualitätssi-
         cherung.

                                                                                            25
3. Erster Studienabschnitt

BMI-132 Grundlagen: Medizinische Informatik (Teil 2)
         Semester        3            Verantwortlich                Prof. Dr. Oliver Bott
         Credits         5            Empf. Voraussetzungen         –
         Art             Pflicht      Voraussetzungen nach PO       –
         Präsenzzeit     68 Stunden   Prüfungsform                  K2, M, K1+BÜ, K1+EDR
         Selbststudium   82 Stunden

                    Lehrveranstaltung              Form      Dozent                     SWS
         BMI-132-01 Grundlagen der medizini-       Vorlesung Prof. Dr. Oliver Bott      2
                    schen Informatik II
         BMI-132-02 Grundlagen der medizini-       Übung        Prof. Dr. Oliver Bott   2
                    schen Informatik II (Prakti-
                    sche Anwendung

         Qualifikationsziele
        Studierende kennen Konzepte und Probleme von Telematikanwendungen im deutschen
        Gesundheitswesen (speziell Anwendungsfelder, Kommunikationsformen und -standards).
        Sie können XML als Format für den Austausch strukturierter Daten zwischen Anwen-
        dungssystemen und/oder Datenbanksystemen anwenden. Sie kennen Funktion und
        Wirkungsweise von Kommunikationsservern und können in relevanten, insbesondere
        XML-basierten Kommunikationsstandards vorliegende Daten interpretieren und einer
        Weiterverarbeitung zuführen.

         Lehrinhalte

         26
3.1. Pflichtmodule

BMI-133 Vertiefung I: Angewandte Statistik und Epidemiologie
         Semester        3              Verantwortlich                Prof. Dr. Cornelia Frömke
         Credits         6              Empf. Voraussetzungen         –
         Art             Pflicht        Voraussetzungen nach PO       –
         Präsenzzeit     85 Stunden     Prüfungsform                  K2,M
         Selbststudium   95 Stunden

                    Lehrveranstaltung                  Form      Dozent                    SWS
         BMI-133-01 Vertiefung der angewandten         Vorlesung Prof. Dr. Cornelia        2
                    Statistik                                    Frömke
         BMI-133-02 Grundlagen der angewandten         Vorlesung Prof. Dr. Cornelia        2
                    Statistik mit Programmpake-                  Frömke
                    ten (Theorie)
         BMI-133-01 Grundlagen der angewandten         Übung      Prof. Dr. Cornelia       1
                    Statistik mit Programmpake-                   Frömke
                    ten (Praktische Anwendung)

         Qualifikationsziele

         Die Studierende kennen Verfahren der schließenden Statistik für ein bzw. zwei Stichpro-
         ben, Verfahren für die Schätzung des funktionalen Zusammenhangs zweier Merkmale
         sowie Verfah-ren zur Schätzung des benötigten Stichprobenumfanges. Im Vergleich zum
         Grundlagenmodul besitzen sie vertiefte Kenntnisse in der Anwendung der Statistiksoft-
         ware bzw. Umsetzung der statistischen Verfahren in Code / Syntax.

         Lehrinhalte

       • Grundbegriffe: Grundgesamtheit und Stichprobe, Parameter und Schätzer, Erhebungsar-
         ten (Beobachtung, Befragung, Experiment), Merkmale, Skalierung der Daten
       • statistische Kenngrößen (Lage- und Streuungsmaße) und grafische Darstellung der Daten
       • elementare Wahrscheinlichkeitsrechnung
       • statistische Verteilungen (Binomialverteilung, Normalverteilung)
       • Diagnostische Tests: Sensitivität, Spezifität und prädiktive Werte, Satz von Bayes
       • Konfidenzintervalle
       • Grundprinzip eines statistischen Tests
       • Einführung in die Software
       • Einführung in die Syntax
       • Datenimport: strukturelle Voraussetzungen an die Daten, Einlesen von verschiedenen
         Dateiformaten, Besonderheiten (bspw. Datums- oder Zeitvariablen) Einführung in die
         Software
       • Datenaufbereitung: Variablen erstellen, Variablen transformieren, Daten transponieren,
         Datens-ätze zusammenfügen
       • Erstellung eines Data Dictionary
       • Erstellung einer Qualitätssicherung der Daten
       • Berechnung von stat. Kenngrößen
       • Erstellung von Grafiken

                                                                                               27
3. Erster Studienabschnitt

• Interpretation der Ausgabe des Statistikprogrammes- Interpretation der Ausgabe des
  Statistikprogrammes
    Praktische Umsetzung der Vorlesungsinhalte:
•   Datenaufbereitung vor dem Import
•   Qualitätssicherung der Daten
•   Zusammenfassung der Daten durch Kenngrößen und Grafiken
•   Berechnung von Konfidenzintervallen und Tests
•   Datenimport bzw. Eingabe der Daten in der Statistiksoftware
•   Datenaufbereitung in der Statistiksoftware

    28
3.1. Pflichtmodule

BMI-134 Grundlagen: Klinische Studien
        Semester        3             Verantwortlich                 Prof. Dr. Gerhard Fortwen-
                                                                     gel
        Credits         6             Empf. Voraussetzungen          –
        Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO        –
        Präsenzzeit     102 Stunden   Prüfungsform                   EDR, M, K2
        Selbststudium   68 Stunden

                   Lehrveranstaltung                   Form      Dozent                  SWS
        BMI-134-01 Grundlagen der klinischen           Vorlesung Prof. Dr. Gerhard       2
                   Forschung und Pharmakovigi-                   Fortwengel
                   lanz
        BMI-134-01 Grundlagen der klinischen           Übung     Prof. Dr. Gerhard       2
                   Forschung und Pharmakovigi-                   Fortwengel
                   lanz (Pratische Anwendung)
        BMI-134-03 Datenmanagement klinischer          Seminar   Prof. Dr. Nadia Tor-    2
                   Studien                                       nieporth

        Qualifikationsziele
        Die Studenten kennen die Schritte der Arzneimittelentwicklung von der Produktidentifi-
        zierung bis zum Abschluss des klinischen Entwicklungsprogramms. Sie kennen Gesetze
        und Regularien sowie Standards, die national sowie international die Anforderungen
        an klinische Forschungsprojekte definieren. Sie verstehen die einzelnen Bereiche des
        Datenmanagements und können Datenerhebungsinstrumente eigenständig entwickeln.

        Lehrinhalte
        Grundlagen der klinischen Forschung und Pharmakovigilanz und Grundlagen der klini-
        schen For-schung und Pharmakovigilanz (praktische Anwendung):

      • Die Veranstaltung führt ein in die Arzneimittelentwicklung, beginnend mit der empiri-
        schen Testphase bis hin zur (Placebo)-kontrollierten klinischen Studie.
      • Über die Phasen der klinischen Arzneimittelentwicklung mit ihren vorrangigen Zielen,
        werden schließlich aktuelle nationale und internationale Gesetzte bzw. Regularien und
        ethische Standards besprochen, die in der Arzneimittelentwicklung national bzw. welt-
        weit zu berücksichtigen sind.
      • Anforderungen an die Präklinik sowie Anforderungen an die Herstellung, Verpackung
        und Distribution von klinischen Prüfpräparaten.
      • Gute Klinische Praxis (GCP) bei der Planung, Durchführung und Auswertung einer klini-
        schen Studie.

        Nach Abschluss der Veranstaltung sollen Studierende:

      • die besonderen Begrifflichkeiten auf dem Gebiet der Arzneimittelentwicklung kennen
        und diese in Diskussionen richtig einsetzen können,
      • Anforderungen aus den Bereichen GLP, GMP und GCP bei Fallstudien benennen kön-nen
        und entsprechenden Maßnahmen entwickeln können,

                                                                                             29
3. Erster Studienabschnitt

• Usability-Kriterien
• Szenarien von Auffälligkeiten im Rahmen von klinischen Studien unter Berücksichtigung
  der Berichtspflicht in der Arzneimittelsicherheit beurteilen können,
• in der Lage sein, die Dokumentation zu einer klinischen Studie anzulegen.
      Datenmanagement klinischer Studien:
•   Datenmanagement-Plan
•   Vertraulichkeit
•   Daten-Standards
•   Datenbank-Validierung
•   Datenerhebung
•   Datenplausibilität
•   CRF-Entwicklung
•   Datentransfer
•   Datenqualität und –archivierung.

    30
3.1. Pflichtmodule

BMI-135 Grundlagen: Medizinische Versorgung
        Semester        3             Verantwortlich                Prof. Dr. Uwe Sander
        Credits         6             Empf. Voraussetzungen         –
        Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO       –
        Präsenzzeit     60 Stunden    Prüfungsform                  K1, H, M,R
        Selbststudium   120 Stunden

                   Lehrveranstaltung                 Form      Dozent                      SWS
        BMI-135-01 Organisation des Gesundheits-     Vorlesung Prof. Dr. Uwe Sander        2
                   wesens
        BMI-135-02 Qualitätssicherung und Qua-       Vorlesung Prof. Dr. Uwe Sander        3
                   litätsmanagement in der
                   medizinischen Versorgung

        Qualifikationsziele
        Die Studierenden sollen befähigt werden, Strukturmerkmale und Zusammenhänge der
        ambulanten und stationären Versorgung zu verstehen und Versorgungswege zu kennen
        und zu bewerten. Verständnis grundlegender Prinzipien des Qualitätsmanagements
        und der Qualitätssicherung; Kennen von Methoden des Qualitätsmanagements und der
        Qualitätssicherung.

        Lehrinhalte
        Strukturmerkmale der ambulanten und stationären Versorgung unter Berücksichtigung
        der folgenden Akteure: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Gemeinsame Bun-
        desausschuss (G-BA), Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
        (IQWiG), Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG),
        Kassenärztliche und -zahnärztliche Vereinigungen, Krankenhausgesellschaft, Ärzte-,
        Zahnärzte-, Psychotherapeuten- und Apothekerkammern, Nicht-ärztliche Heilberufe,
        Patientenorganisationen und Selbsthilfe.Grundzüge des deutschen Gesundheitswesens
        unter Berücksichtigung seiner rechtlichen Grund-lagen und der Finanzierung. Analyse
        und Diskussion seiner Struktur- und Steuerungsprobleme unter besonderer Berück-
        sichtigung von Leistungsprozessen in der ambulanten und stationären Versorgung, den
        Funktionen der Krankenkassen, der Arzneimittelversorgung, dem Versorgungsmana-
        gement, den neuen Versorgungsformen, den Gesundheitssystemen im internationalen
        Vergleich. Grundlegende Begriffe und Zusammenhänge: Qualität, Qualitätssicherung,
        Qualitätsmanagement; Patientenorientierung und Patientenzufriedenheit als Ziele des
        Qualitätsmanagement; Beurteilung von Qualität im Gesundheitswesen und Bedeutung
        von Qualitätsindikatoren; Methoden der Qualitätssicherung, z.B. gesetzliche Qualitäts-
        sicherung, Qualitätssicherung durch Routinedaten, externe Qualitätsvergleiche, Risi-
        koadjustierung für Qualitätsvergleiche, Benchmarking, Peer Review, Mindestmengen;
        Klinisches Risikomanagement; Einführung und Weiterentwicklung von Qualitätsmana-
        gementsystemen; Public und Private Reporting; Pay for Performance; Internationale
        Vergleiche;

                                                                                               31
4 Zweiter Studienabschnitt
   4.1 Pflichtmodule
BMI-241 Praxisphase I
        Semester        4             Verantwortlich               Praxisphasen-Koordinator
        Credits         30            Empf. Voraussetzungen        –
        Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO      –
        Präsenzzeit     8,5 Stunden   Prüfungsform                 B, P, M, B+P
        Selbststudium   0 Stunden

                   Lehrveranstaltung               Form         Dozent                SWS
        BMI-241-01 Praxisphase I                   PP           –                     –
                   Praxisbericht, Praxisphasen-    Seminar      –                     0,5
                   kolloquium

        Qualifikationsziele
        Siehe Ordnung für die Praxisphasen im Studiengang Medizinisches Informationsmana-
        gement mit dem Abschluss Bachelor of Arts. (Anlage 19.1)

        32
4.1. Pflichtmodule

BMI-251 Vertiefung I: Medizinische Versorgung
        Semester        5             Verantwortlich                Prof. Dr. Uwe Sander
        Credits         6             Empf. Voraussetzungen         –
        Art             Pflicht       Voraussetzungen nach PO       –
        Präsenzzeit     48 Stunden    Prüfungsform                  K2,K1, R, H, M
        Selbststudium   132 Stunden

                   Lehrveranstaltung                 Form      Dozent                      SWS
        BMI-251-01 Recht für medizinische Infor-     Vorlesung Prof. Dr. Uwe Sander        2
                   mationsmanager
        BMI-251-02 Forschung und Management          Vorlesung Prof. Dr. Uwe Sander        2
                   in der medizinischen Versor-
                   gung

        Qualifikationsziele
        Kenntnis empirischer Forschungsmethoden zu Fragen der gesundheitlichen Versorgung;
        Kenntnis der Potentiale in der Gesundheitsversorgung zur Optimierung der Patienten-
        versorgung.Die Studierenden kennen die wesentlichen Regelungen aus dem Bereich des
        Gesundheitswesens und Medizinrechts und können entsprechende Lebenssachverhalte
        juristisch beurteilen.

        Lehrinhalte
        In der Veranstaltung werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Arzneimitteil-
        und Medizin-produkte, das ärztliche Haftungs- und Berufsrecht, datenschutzrechtliche
        Anforderungen an den Umgang mit Patientendaten sowie die Grundzüge des Sozialversi-
        cherungsrechts dargestellt.
          Versorgungsforschung: anwendungsbezogene Zusammenführung wissenschaftlicher
        Zugänge und Methoden der Medizin, der Gesundheits- und der Sozialwissenschaften
        in Hinblick auf Fra-gen der gesundheitlichen Versorgung; systematische inhaltliche
        Verschränkung von Erkenntnis-sen und Erfordernissen der Praxis und wissenschaftli-
        chen Instrumenten, Konzepten und Theo-rien; Kenntnis verschiedener quantitativer und
        qualitativer Forschungsmethoden und Instrumente systematische Literaturrecherchen,
        Entwicklung und Nutzung von Erhebungsinstrumente (z.B. Patient Reported Outcome
        Measures), Analyse unstrukturierter Da-ten (Qualitative Inhaltsanalyse, Textmining);
        Erfassung und Prüfung von Primär- und Sekundär-daten, Nutzung von Abrechnungs-
        und Routinedaten für die Versorgungsforschung, Erstellung von Auswertungen und
        wiss. Präsentation). Versorgungsmanagement: Verbesserung der Patientenversorgung
        durch Nutzung der Potentiale in der Gesundheitsversorgung; neue Versorgungsformen/
        Versorgungsstrategien (z.B. DMP, sektorenübergreifende Versorgung); Schnittstellen-
        management (Vernetzung stationärer und ambulanter Versorgung); Optimierung der
        Behandlungsabläufe, Anwendungsorientierte Versorgungsansätze mit dem Ziel der Stei-
        gerung
          Recht: In der Veranstaltung werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Arzneimitteil-
        und Medizinprodukte, das ärztliche Haftungs- und Berufsrecht, datenschutzrechtliche
        Anforderungen an den Umgang mit Patientendaten sowie die Grundzüge des Sozialversi-
        cherungsrechts dargestellt.

                                                                                               33
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