Begegnungen 2004 - Chemnitzer Kulturfestival

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Schloßstr. 12
                                                        09111 Chemnitz
                                                        Tel.:   + 49 (0) 371 4791 – 625/6
                                                        Fax.:   + 49 (0) 371 4791 – 627
                                                        Mobil: + 49 (0) 171 – 3830937
                                                        info@sabine-auerbach-kulturmanagement.de
                                                        www.chemnitz-festival.de

begegnungen 2004 – Chemnitzer Kulturfestival
16. – 29. 10. 2004

Grußwort des Schirmherrn, Herrn Dr. Peter Seifert, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz

Liebe Chemnitzer, liebe Gäste unseres Festivals „Begegnungen“,

TRANSIT ist das diesjährige Thema unseres Festivals „Begegnungen“. Beim Wort genommen, heißt
das Durchfahrt. Es ist inzwischen 15 Jahre her, dass Züge mit DDR-Bürgern, von Prag kommend,
durch unsere Stadt fuhren in Richtung Westen. Heute wird es zunehmend moderner, die
Himmelsrichtung zu wechseln. Der Osten ist spannend, verspricht Neuland und Entwicklung. Die
europäische Union hat sich vergrößert – Völker, Länder und Regionen dieser Welt rücken enger
zusammen - eine große kulturelle und soziale Herausforderung. Äußerlicher Anlass für die
Themenwahl unseres Festivals? Mag sein, aber ist Chemnitz nicht geradezu ein auserkorener Ort,
Schnittpunkt zwischen West und Ost zu sein? Ein TRANSIT-Raum. Geographisch und historisch.

Zwei Wochen lang wollen die „Begegnungen“ in diesem Sinn Gastgeber sein für Künstler aus allen
Himmelsrichtungen. Musik aus Tschechien und Mähren, aus Frankreich, Ungarn und Slowenien steht
auf dem Programm, wie Trash-Theater aus Polen, Straßentheater aus Österreich, Jazz aus den USA
und Norwegen oder europaweit gefeiertes Aktionstheater aus Deutschland.

Traditionell sind die „Begegnungen“ dabei, wenn es um neue kulturelle Orte in unserer Stadt geht.
Dieses Jahr sind es „V.E.B.“, die neue Spielstätte des Armen Theaters, und selbstverständlich das
„tietz“, wohin sich das Festival am Eröffnungswochenende des neuen „Kulturhauses“ begibt. Und wie
in den vorangegangenen Jahren spiegelt sich auch diesmal im Veranstaltungsprogramm die kulturelle
Szene unserer Stadt. Theater, Stadthalle, erstmals die Chemnitz Arena, Kunst- und Musikvereine – für
sie gehört es sich inzwischen, beim Festival präsent zu sein. Manche Veranstaltung wird durch ihr
Mitwirken überhaupt erst möglich. Ebenso verhält es sich mit den Sponsoren, denen an dieser Stelle
gedankt werden soll. Ohne ihr Zutun an Geld und anSachleistungen wäre das Festival in dieser
Qualität nicht denkbar.

Ob Sie also hier wohnen oder auf der Durchfahrt sind – besuchen Sie unser Festival! Ich freue mich
auf viele Begegnungen.

Ihr Dr. Peter Seifert
Das Festival
Schirmherr: Dr. Peter Seifert, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz
Veranstalter: Stadt Chemnitz, Kulturamt, Leiterin Frau Petra Borges
Programm: Sabine Auerbach Kulturmanagement
Programmbeirat: Dr. Kirstin Antonelli, Petra Borges, Barbara Ludwig, Prof. Dr. Rudolf Boch, André
John, Dr. Franz Muigg, Johannes Schulze, Rolf Stiska

Hauptsponsoren
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Sparkasse Chemnitz
Stadtwerke Chemnitz AG
Freie Presse, Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co.KG.
Ströer City Marketing GmbH
Galeria Kaufhof Chemnitz
Event- und Messegesellschaft Chemnitz mbH
BMW AG Niederlassung Chemnitz
Ford-Autohaus Pichel GmbH

Förderer
ACHAT Hotel Chemnitz
DB Station&Service AG, Bahnhofsmanagement Chemnitz
Galerie Roter Turm
GGG m.b.H. Chemnitz
Gigolo Enterprises
Konsumverband e.G.
Musikhaus Charts
nonverbal media GmbH
Renaissance Chemnitz Hotel
Werbegemeinschaft Mittelsachsen GbR, Hauptbahnhof Chemnitz

Partner
Armes Theater Chemnitz
chemnitzer jazzclub e.V.
DAStietz
IN Move GmbH Konzert- und Kulturproduktionen
JAPO Konzert- und Veranstaltungs GmbH
KONVEX 99 – Galerie in der Neuen Kauffahrtei
Kultur- und Kongresszentrum Stadthalle Chemnitz GmbH
Kunsthütte
Prof. Ulrike Brummert, docteur d´État Romanische Kulturwissenschaft
Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V.
SPO e.V.
Städtische Theater Chemnitz gGmbH
Studentenrat der TU Chemnitz
Verein Kunst für Chemnitz e.V.
VOXXX
PROGRAMM

Freitag, 15. Oktober
19:00 Uhr, Hauptbahnhof- Ausstellungseröffnung
TRANSIT
Eine grenzüberschreitende Installation der Künstlergruppe ZONE, Schwarzenberg
Franz Kafka trifft Anton Günther oder:
Rein in die Zone, raus aus der Zone oder: Kaff hier, Kaff da, Kafka.
Mit Bildern, Tüchern, Tönen und Objekten, einem Engel auf Reisen, Sonne, Mond und Sternen, einer
Einbahnstraße, die in die falsche Richtung führt, mit dem Päckchen, das jeder zu tragen hat, mit dem
Stein des Anstoßes auf einer ewigen Baustelle.
Franz Kafka und Anton Günther hätten sich in Prag begegnen können - aber was hätten sie sich zu
sagen gehabt? Wir wissen es nicht. Nun ist der Zug abgefahren. Und alle sind wieder unterwegs.
Von Christine Beier, Lydia Schönberg, Jörg Beier, Ralf Alex Fichtner, Erwin Scheitler und Matthias
Zwarg.
Mit Musik aus Tschechien.

Eintritt frei

Gefördert von DB Station&Service AG, Bahnhofsmanagement Chemnitz
Werbegemeinschaft Mittelsachsen GbR, Hauptbahnhof Chemnitz

Freitag, 15. Oktober
21:00 Uhr, VOXXX
ObenPartyUntenCafé
Oder: Die Party vor dem Festival
Im VOXXX wird am Vorabend der Festivaleröffnung gefeiert. Fein zurechtgemacht, zeigt sich das
gesamte Haus mit Band und DJ´s im typischen Ambiente. Rocken lassen
wird das Haus diesmal "URBAN BUSHMAN" mit stilechtem Reggae aus Prag.

Eine Veranstaltung, präsentiert vom SPO e.V., den Köpfen von OpenAirUntenWasser

Karten und Infos: www.openairuntenwasser.de

Sonnabend, 16. Oktober
20:00 Uhr, Chemnitz Arena- Festivaleröffnung
Vom Marktplatz in die Arena mit PAN.OPTIKUM
Das europaweit gefeierte Straßen- und Aktionstheater mit dem neuen Projekt „Orpheus“, das
als Auftragsinszenierung bei der RuhrTriennale 2004 Premiere hatte
Künstlerisches Gesamtkonzept: Sigrun Fritsch, Ralf Buron, Boris Koneczny, Karl
Rechtenbacher

Was in vorangegangenen Jahren beim Festival Tausende auf den Marktplatz zog, findet
dieses Mal in der regensicheren Chemnitz-Arena statt: Sensationelles Straßen- und
Aktionstheater, so, als sei der Marktplatz nur überdacht. Der Zuschauer erlebt einen Trip in
die Unterwelt mittels entfesselter Bühnentechnik. Klassischer Gesang und Techno-Beats,
Alltagsgeräusche und Videoclips, fahrende, fliegende, rotierende Artisten, Schauspieler und
Sänger, Wasservorhänge, aus denen die Akteure vergeblich versuchen herauszukommen, so
wie es auch Orpheus nicht gelingt, seine Euridike aus der Unterwelt zu holen.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Event- und Messegesellschaft Chemnitz mbH

www.theater-panoptikum.de       www.messe-chemnitz.com

Vorverkauf 7 € / erm. 6 € zzgl. VVK-Gebühr / Abendkasse 8 €
Sonntag, 17. Oktober
14:00 - 17:00 Uhr, Neumarkt
TRANSIT: Haltestelle City
Ein Straßentheater-Spektakel mit

Theater Irrwisch: Wegenstreits Gäste – Stelzentheater mit Liebe und Anarchie
Männer in Frack auf Stelzen verschieben Grenzen, überschreiten sie und erweitern den
Horizont. Sie machen vor nichts und niemandem halt, klettern auf Balkone, tauschen
Fahrräder gegen Möbel und genießen die Zustimmung des Publikums. Für manche Zuseher
ist das Stück heilsam, denn es geht um Besitz und darum, dass man teilen kann. Andere
fallen in begeistertes Lachen, wenn sie sehen, wie es ist, wenn man verschenkt, was einem
nicht gehört. Wegenstreits Gäste erzeugen kein Chaos, bloß eine andere Ordnung.
www.irrwisch.at

Theater Mowetz: Blahatsch. anarchie und speed.
Ein Show-Mix aus witzigem und animativem Theater, skurrillem Slapstick und perfekter
Clownerie

Benny Barfuß Kindertheater: Apfel, Zeller, Besenstiel
Benny steigt durch die Kleiderbügel, lässt Besen und Kinder in der Luft tanzen, jongliert mit
Zeller und Erdäpfel und Äpfel und Rüben und lässt sie vielleicht sogar schweben. Benny
Barfuß ist perfekte Technik und wunderbarer Unsinn, ein Fest das Kind in jedem von uns
und für die Kinder ganz besonders.

Sonntag, 17. Oktober
18:00 Uhr, V.E.B. Kulturfabrik Schönherr –Theater Handgemenge mit:
Höchste Eisenbahn
Männer und ihr Hobby. Ein Stück für Männer. Auch für Frauen und Kinder.

Zwei Männer spielen auf einer überdimensionalen Modellbahnanlage im Maßstab 1:22,5 und
erzählen dabei eine Geschichte von Hans Fallada, über kleines Unglück und großes Glück
Idee: Peter Müller / Regie: Markus Joss / Spiel: Peter Müller, Pierre Schäfer
www.handgemenge.com

Karten 9 € / erm. 7 €

Montag 18. Oktober
20:00 Uhr, Stadthalle, Kleiner Saal
TÄGLICH FRISCH
Kabarett von und mit URBAN PRIOL

Deutschland im Umbruch. Revolutionäre Stammzellen sorgen für Neues Denken im Alten Europa.
Die Alterspyramide wird zum Spaltpilz: Die Jungen bekommen immer weniger Kinder, die Rentner
vermehren sich wie die Karnickel. Im Globalen Dorf fragen sich alle: Wo bitte geht's zur Front? Und
wie kommen wir dorthin? In 'Casual Wear' oder im Kettenhemd? Deutschland sucht die Super-
Regierung. Dieter Bohlen sitzt in der Jury, Küblböck wird Kanzler und singt Dabbeljuh Bush, den
Ungewählten der Auserwählten, in einen 100jährigen Schlaf.
Der mehrfach ausgezeichnete Kabarettstar ist ausgestattet mit einem untrüglichen Sinn für die
sarkastischen Feinheiten des Lebens, einer donnernden Semantik und einer bildhaften Körpersprache.
Seine Auftritte sind eine kabarettistische Offenbarung, der die Unterschiede zwischen denen da oben
und dem Stammtisch nivelliert. Er kann die Grenzen mit pointiert gesetzten Bemerkungen verwischen
und beim Publikum damit ein Glücksgefühl erzeugen, das man sonst nur hat, wenn man am
Würzburger Hauptbahnhof unangemeldet einen IC-Parkplatz bekommt. (Main-Post)

Eine Veranstaltung der Stadthalle Chemnitz für „Begegnungen“
Karten 19,50 € / Ermäßigung wie am Veranstaltungsort üblich
Dienstag, 19. Oktober
19:00 Uhr, KONVEX – Galerie in der Neuen Kauffahrtei
Augenblicke 1 - 4
Christiane Wittig: interaktive-visuelle-objekte

Die in Zwickau geborene, in Chemnitz aufgewachsene und zuletzt durch die Welt getourte
(Sydney, Brüssel) Künstlerin macht zum ersten Mal mit Arbeiten in ihrem Heimatort
Station. Ihr künstlerisches Zentrum liegt in der Medienkunst. Der Computer spielt eine
wichtige Rolle bei der Realisierung und Präsentation der Arbeiten, wobei die Technik immer
nur Mittel, nicht Zweck ist. Sie entwickelt oder findet Objekte, die sie mit Ton und
Bilderwelten koppelt, so dass sie interaktiv für den Betrachter erfahrbar werden.

Eintritt frei

Dienstag, 19. Oktober
19:30 Uhr, Schauspielhaus
Ristorante Immortale oder: Vom provisorischen Leben
Eine Flöz production (Berlin)
Von Paco Gonzalez, Björn Leese, Hajo Schüler, Ilka Vierkant, Michael Vogel

Irgendwo zwischen Himmel und Hölle. Mitten im Universum und doch am Arsch der Welt.
Dort steht es, das „Ristorante Immortale“. Täglich trifft die unermüdliche Belegschaft alle
Vorbereitungen, täglich öffnet dieser Mikrokosmos seine Türen – und doch bleibt das
marode Lokal ein seltsamer Ort ohne Sinn…
Das Stück ist ein einzigartiges Arrangement aus Maskentheater, Musik, Comedy, Artistik,
Clownerie und Musik. Vor allem sind es die magische Wirkung der zum Leben erweckten
Masken, sekundenschnelle Verwandlung, poetische Momente, eine Prise Horror und
gekonnt servierte Komik, die den besonderen Reiz ausmachen.
www.floez.net

Vorverkauf 9,00 / 11,75 / 14,00 € / Ermäßigung wie am Veranstaltungsort üblich

Mittwoch, 20. Oktober
19:30 Uhr, BMW-Niederlassung Chemnitz
Mit Leier, Kürbiszither und Schalmei ins 21. Jahrhundert
World Music mit dem Ensemble GHYMES (Slowakei)

Das Ghymes-Ensemble (sprich: Gimesch), das aus in der Slowakei lebenden Ungarn besteht, entstand
in den 1980er Jahren mit Musikern der Rockmusik, der Klassischen und der Renaissance- Musik. Aus
diesem Mix entwickelte sich der einzigartige Stil der Gruppe, bei dem nicht nur die Verwendung alter,
oftmals nachgebauter ungarischer Volksinstrumente auffällt, sondern vor allem die Art und Weise, wie
die Band perkussiv arbeitet und wie sie Dynamik als Stilmittel einsetzt. Mit dem Traditionellen ist sie
in der Musik des 21. Jahrhundert angekommen.
www.ghymes.hu

Karten 3 €

Donnerstag, 21. Oktober
19:00 Uhr, Druckhaus Freie Presse
CECHOMOR macht Druck
Punk-Rock-Jazziges mit der Kultband aus Prag

Cechomor ist derzeit eine der angesagtesten Bands in unserem Nachbarland. Ihre Inspiration holt sie
sich aus dem reichen Schatz der mährischen und böhmischen Volksmusik, angereichert mit punk-
rock-jazziger Energie, woraus Musikfolklore im modernen Gewand entsteht. Was man darunter
verstehen kann, muss man erleben: So wie die Band in ganz Europa auf Achse ist, so ist auch ihre
Musik ständig in Bewegung, und so bringt sie auch ihre Zuhörer in Bewegung – die Seele und die
Beine. Weinseliges aus Mähren vereint mit Bierseligem aus Böhmen. Violine, Cello, Akkordeon und
Dudelsack vereint mit elektrischer und akustischer Gitarre und Schlagzeug.
www.cechomor.cz

Eintritt frei

Freitag, 22. Oktober
19:00 Uhr, VOXXX
perform performing
Eine Trilogie über den Sinn und Unsinn, Tanz als Arbeit zu betrachten
Teil 1: NO MONEY, NO LOVE / Teil 2: ART GIGOLO / Teil 3: THAT'S THE WAY I
LIKE IT
Konzept / Choreografie / Performance: Jochen Roller
Künstlerische Mitarbeit: Florian Feigl, Angela Guerreiro, Dorothea Grießbach
Produktionsleitung: Ans Brockfeld

In ‚perform performing‘ untersucht der Tänzer Jochen Roller, zu welchen Bedingungen er
seinen Beruf ausübt. Angesichts unzureichender staatlicher Fördermittel folgert er, dass man
diverse andere Berufe ausüben muss, um noch als Tänzer arbeiten zu können. Daraus
entwickelt sich eine nachdenklich-witzige Geschichte über Kunst in unserem Leben, über die
Erfordernisse des „Nutzens“ des Künstlerdaseins.

Jochen Roller: Geboren 1971 in Berlin, studierte nach einer abgebrochenen
Ballettausbildung Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und am Laban Centre for
Movement and Dance in London. Abschluss als Master of Arts (MA) im Fach
Choreographie 1996, Diplom an der Universität Gießen 1997. Lebt als freischaffender
Choreograph, Tänzer und Performer in Berlin.
www.jochenroller.de

Eine Produktion von Jochen Roller in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg, PODEWIL
Berlin und Industrie Kultur Saar.
Gefördert durch die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, ermöglicht durch
das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN).

Eine Gemeinschaftsveranstaltung von „Begegnungen“ und VOXXX

Karten 10 € / erm. 7 € / Abendkasse 12 €

Sonnabend, 23. Oktober
20:00 Uhr, DAStietz
Ursprünge – „Begegnungen“ im TIETZ
Eine getrommelte Show mit Licht und anderen Effekten
Die Stars: Les Tambours Du Bronx (Frankreich)

Ein Haus der Kultur mit Museum, Bibliothek, Bildung und Galerie öffnet seine Pforten. Anlass genug,
für reichlich Aufmerksamkeit zu sorgen. Wer könnte das faszinierender als „Les Tambours Du
Bronx“, die „Horde wilder Trommler“, die seit Jahren europäische Festivals aufmischt. Musik aus den
kulturellen Ursprüngen der Menschheit, vereint mit Ursprüngen der Natur wie der Einmaligkeit eines
290 Millionen Jahre alten „Steinernen Waldes“, der Sensation des Hauses, erklingt wie ein
Paukenschlag am Eröffnungstag.

Die Tambours erzeugen eine Sorte Musik, wie sie nur moderne Stadtindianer erfinden können: lautes
Trommeln, aggressiv, mächtig, hypnotisch, dazu monotoner Chorgesang. Als hätten die Maschinen
eines Stahlwerks plötzlich beschlossen, sich zu einem Orchester zusammenzutun. Was kann besser in
eine Stadt mit großer Industrietradition passen? In Burgund, einem Stahlrevier, entdeckten etliche
junge Männer Ende der 80er Jahre die Ästhetik afrikanischer Trommler und übersetzten dies in ihren
eigenen gesellschaftlichen Kontext - eben in die Arbeitswelt einer Industrienation. Die riesigen
Trommeln haben „Les Tambours Du Bronx“ aus Ölfässern hergestellt. Sie wollen laute Stahlarbeiter
sein, eifrig bemüht, diese höllischen Kadenzen in pulsierende Eingeborenen-Klänge zu verwandeln –
in ganz ursprüngliche Klänge. So symbolisiert ihre Performance die Welt der Maschinenfabriken und
der Menschen, die dort arbeiteten: Ursprünge einer industriellen Revolution, die heute der informellen
weichen muss. Und so erscheint im „tietz“ die Welt von ihren Ursprüngen bis jetzt komprimiert in
Literatur und als Sachbuch, festgehalten auf Leinwand und Papier, zurechtgelegt in Bits und Bites und
aufbewahrt in gesammelten Objekten. Das ist einen Trommelwirbel wert.

Eintritt 3 € zzgl. VVk-Gebühr (Karten sind ganztägig gültig)

Sonntag, 24. Oktober
10:30 Uhr, Oper
Klangbilder einer Ausstellung
Sonderkonzert zum 10jährigen Jubiläum des Vereins „Kunst für Chemnitz“
Werke von Sofia Gubaidulina, Heiner Goebbels, Anton Webern, Gustav Mahler, Erik Satie,
Steffan Claußner, Marc Behrens

Die Gründungsmitglieder des Vereins, Thomas Ranft, Michael Morgner, Klaus Süß, Carsten Nicolai,
Gregor-Torsten Kozik, Steffen Volmer und Osmar Osten zeigen Bilder, Collagen, Videos,
Projektionen und Performances. Generalmusikdirektor Niksa Bareza, Ballettdirektor Torsten Händler
und Schauspieldirektorin Katja Paryla haben sich mit den Werken der Maler beschäftigt und dazu
KLANGBILDER, Texte und Darstellungs-Phantasien gefunden, in denen sich die bildenden Künstler
mit ihren Werken finden.
www.theater-chemnitz.de

Karten 5 €

Sonntag, 24. Oktober
19:30 Uhr, Schauspielhaus, Gastspiel theater 89
Effis Nacht
von Rolf Hochhuth
Elisabeth Freifrau von Ardenne, geborene Edle Freiin von Plotho, neunzig Jahre alt, wacht
1943 in Lindau am Bodensee, in der Nacht, als die Stadt Friedrichshafen bombardiert wird,
am Bett eines verwundeten Soldaten. Ihr ”Fall” diente einst Theodor Fontane zum Anlass für
seinen Roman EFFI BRIEST. Im Unterschied zur Romanfigur, die am Ende stirbt, lernte
Else Ardenne, die wie Effi als Ehebrecherin nach dem Duell zwischen Mann und Liebhaber
geschieden und von ihrer Kaste verstoßen wurde, allmählich selbständig zu leben und wurde
Krankenschwester ... Ihr Monolog resümiert ein Menschenalter, das zugleich ein Zeitalter
bedeutet.

Es spielen Christine Gloger und Stefan Kowalski
Regie: Hans-Joachim Frank / Musik: Jörg Huke / Bühne und Kostüme: Anne-Kathrin
Hendel / Dramaturgie: Jörg Mihan

Karten 9,00 / 11,75 / 14,00 €

Montag, 25. Oktober
20:00 Uhr, V.E.B. Kulturfabrik Schönherr
Szpital Polski
Eine Theater-Show
Krankes Europa. Polen ist kein Land, Polen ist ein Zustand. Der Pole in der Mitte dreht
mindestens einmal am Tag durch, hortet Babies und rote Bete für den Barszcz. Er bezieht
Kleider auf Kissen. In seinen Augen sind Tschechen dämlich, Deutsche stumm, aber die
Ungarn Brüderchen und der Pole ist borniert und kindisch. Er kommt im Szpital Polski auf
die Pädiatrie, geleitet von Amme Wiktoria ehemals Wiktor Łukaszewicz. Währenddessen
wird die Krankenhauskoordinatorin Mariola Brillowska von ihrer am Kopf angewachsenen
siamesischen Zwillingsschwester Nowa Groteska getrennt. Die Operation leitet der schwarze
Chirurg aus Deutschland, Dr. Manuel Muerte. Black und Mystery, absurd und makaber,
Teatr und Cinema. So was hat man noch nicht gesehen.

Bühnenbild/Kostüme/Inszenierung: Mariola Brillowska / Musik: Felix Kubin

Karten 12 € / erm. 9 €

Dienstag, 26. Oktober
20:00 Uhr, Schauspielhaus, Kleine Bühne
Ein Vogel auf dem Drahtseil…
Eine theatralische Hommage an den kanadischen Poeten und Sänger Leonard Cohen in drei Akten von
Gottfried Blumenstein

Es spielen Dirk Glodde und Katka Kurze
Er gilt als der Poet der dunklen, tiefsinnigen Töne, als Pop-Sänger fast unschlagbar in seiner
Fehlbarkeit, ein Freund der Frauen und der Depression. Leonard Cohen wurde am 21. September 1934
als Sohn eines wohlhabenden Textilkaufmanns russisch-jüdischer Abstammung in Montreal geboren.
Zunächst erntete er als Lyriker und Romancier Anerkennung aber wenig Honorar. In seinen
Gedichtbänden und Romanen irren “Schöne Verlierer” durch ein Chaos von Plakatwänden und
Fernsehreklamen, mäandern durch eine schwüle Traumwelt voller Sumpfblumen, Labyrinthe und
Rätselspiele, im Hintergrund durchtränkt von “überwältigender Musik”. Leonard Cohen gab sich als
Erfinder eigenwilliger Melodien mit ziemlich überraschenden harmonischen Wendungen zu erkennen,
die in keinem Harmonielehrbuch stehen. Seit seinem sängerischen Debut im kanadischen Fernsehen
(1964) zelebriert er seine Poesie als Songlyrik, und dies mit der Stimme eines alten Bluessängers, dem
bereits die hohen Töne fehlen und der mit der “Tiefe” auch so seine Probleme hat. Aber diese Stimme,
wie fehlbar auch immer, dringt durch zu einem Millionenpublikum.
In den 70er und 80er Jahren hat Cohen immer wieder mal seinen Rückzug als Sänger angekündigt und
diesen regelmäßig widerrufen. Nunmehr im siebenten Lebensjahrzehnt, freut er sich auf all die
Weisheiten, denen er noch teilhaftig werden kann. Nicht zuletzt auf “das Absterben gewisser
Gehirnzellen, die für Bangigkeit und Ängste“ zuständig sind, setzt er große Hoffnung: „Das ist eine
sehr hilfreiche und sinnvolle biologische Entwicklung. Und langsam profitiere ich davon…“
Es spielen Dirk Glodde und Katka Kurze
Eine Produktion der AG Schwarzwasser für das Festival „Begegnungen“ Chemnitz 2004 in
Kooperation mit dem Societaetstheater Dresden.

Eintritt 9,50 € zzgl. VVK-Gebühr / Ermäßigung wie am Veranstaltungsort üblich

Mittwoch, 27. Oktober
19:30 Uhr, Veranstaltungscenter Sparkasse Moritzhof
Unglaubliches
Winfried Glatzeder spricht Edgar Allen Poe, begleitet von Alf Moser, Kontrabass

Je nach Alter ist er für manche der „Paul“ von Paula, „Der Mann, der nach der Oma kam“,
„Till Eulenspiegel“ oder „Tatort“-Kommissar Ernst Roiter. Jedenfalls ist er einer der ersten
Schauspieler Deutschlands, der in unzähligen Kino- und Fernsehfilmen gespielt hat und
ebenso am Theater zu Hause ist: Winfried Glatzeder. Er liest Kriminalistisches von Edgar
Allen Poe, musikalisch in Szene gesetzt vom Kontrabassisten Alf Moser mit Werken von
Jurij Levitin, Peteris Vasks, Manfred Weiss, Domenico Dragonetti und Andreas Wiebecke-
Gottstein.

Karten 3 €
Mittwoch, 27. Oktober
21:00 Uhr, Konzerthalle Südbahnhof
CONVENITE CAMPUM
Semesterauftaktparty

Die Studierenden feiern den Semesterbeginn wie üblich mit einer riesigen Party, erstmals in
allen Räumen des „Südbahnhofs“ mit Bands, DJs, Film. Und weil sie gern auch die
diejenigen dabei haben wollen, die nicht (im eng verstandenen Sinn) studieren, also die
Chemnitzer Bürger, gehört diese Party in diesem Jahr zum Programm der „Begegnungen“,
weil man sich eben gern begegnen will. Also nichts wie hin!
www.stura.tu-chemnitz.de/sap/

Karten 6 € / erm. 3 €

Donnerstag, 28. Oktober
19:30 Uhr, Autohaus Pichel
ORLEK
Polka-Rock aus Slowenien

Orlek heißt ein Berg am Stadtrand von Zagorje, mitten im slowenischen Kohlengräberland,
wo die Gruppe ORLEK zu Hause ist. Ihre Musik bezeichnet man gern als „folk-punk-polka-
rock“, dargebracht mit einer Mischung von Instrumenten (Gitarren, Akkordeon, Schlagzeug,
Saxophon, Posaune, Trompete), mit denen sie das Publikum immer wieder begeistert. Wenn
es um Feierlichkeiten zum EU-Beitritt von Slowenien ging – ORLEK war da häufig zu
finden, so wie sie auch auf vielen Festivals zu Hause ist, wenn es um die Sparten Folk und
Ethno geht.
www.orlek.org

Karten 3 €

Donnerstag, 28. Oktober
20:00 Uhr, Schauspielhaus, Kleine Bühne
EXIT
Geschichten, Gedanken, Gesang – Fremdes & Eigenes – Präsentation & Dialog.
Nach einer Idee von Ulrike Brummert mit Studierenden der TU Chemnitz

Junge Menschen treffen sich seit Sommer 2003 mit dem Bedürfnis, die Auseinandersetzung mit dem
Tod wieder als Selbstverständlichkeit ins Leben zurückzuholen.

Karten 4 €

Freitag, 29. Oktober
20:00 Uhr, Turmbrauhaus Neumarkt – Abschluss des Festivals
Mike Stern Quartet mit Richard Bona, Dennis Chambers und Bob Franceschini
Gemeinschaftsveranstaltung mit chemnitzer jazzclub e.V.

Das Mike Stern Quartett setzt Maßstäbe, weil es wieder einmal beweist, dass Jazz aus
sich heraus Neues aus den Sounds in dieser Welt zusammenwebt. Mike Stern, der
sympathische Sammler schöner Licks, die er auf der Gitarre als Klangzauberer
zusammensetzt, ist etwas ganz Seltsames: Er wird geliebt von allen anderen
Größen der Jazzgitarre - von John Scofield über Jim Hall, Bill Frisell (alle waren
schon Gäste des Chemnitzer Jazzclub e. V.) bis Pat Metheny. In den Achzigern gehörte er zur Miles
Davis Crew.
Dennis Chambers ist heute nach Elvin Jone's Tod d e r Jazzdrummer überhaupt. Wer
ihn damals in John McLaughlin's "Free Spirit" in den 90'ern erleben konnte,
weiß, daß da die geballte Kraft und das Können eines absoluten Superstars an der
Schießbude nach Chemnitz kommt.
Richard Bona, aus Afrika, spielt den Bass ähnlich neu wie Jacco Pastorious, er
hat in den letzten Jahren auf den Bühnen der Welt viel Aufsehen und Anerkennung
dafür geerntet. Schließlich ist Saxophonist Bob Franceschini (Tenorsax) der eigentliche
Tour-Inspirator dieser genialen Zusammensetzung.

Vorband: Christoph Modersohn Band
Mitternachtssession mit „Chemnitzer Youngstars“

Karten 16,50 € / erm. 14,50 € zzgl. VVK-Gebühr / Abendkasse 19,50 € / erm. 17,50 €

VERANSTALTUNGSORTE
(in der Reihenfolge der Veranstaltungen)

Hauptbahnhof Chemnitz Bahnhofstraße 1
VOXXX Horst-Menzel-Str. 24
Chemnitz-Arena Messeplatz 1
Neumarkt Chemnitz
V.E.B. Kulturfabrik Schönherr Schönherrstraße 8
Stadthalle Chemnitz Rathausstraße 1
Schauspielhaus Chemnitz Zieschestraße 28
KONVEX 99 – Galerie in der Neuen Kauffahrtei Kauffahrtei 25
BMW Niederlassung Chemnitz Röhrsdorfer Allee 3
Druckhaus "Freie Presse" Winklhofer Straße 20
DAStietz Moritzstraße 20
Oper Chemnitz Theaterplatz 2
Kreuzkirche Chemnitz Henriettenstraße 36
Sparkasse Chemnitz, Veranstaltungscenter Moritzhof Bahnhofstraße 51
Konzerthalle Südbahnhof Reichenhainer Straße 1
Autohaus Pichel Otto-Thörner-Straße 1
Turmbrauhaus am Neumarkt

KARTEN

Geschäftsstellen der „Freien Presse“ in Chemnitz und in der Region

Theater-Service
Käthe-Kollwitz-Str. 7, 09111 Chemnitz
Tel 0371 – 6969 - 696, Fax 0371 – 6969 – 697, tickets@theater-chemnitz.de;

Theater-Service, Außenstelle „Galerie Roter Turm“,
Neumarkt 2, 09111 Chemnitz
Tel 0371 – 4000430

Ticket-Service der Stadthalle,
Rathausstraße 1, 09111 Chemnitz
Tel 0371 - 4508 - 722, Fax 0371 – 4508 – 725, ticketservice@stadthalle-chemnitz.de

Ticket-Vorverkaufskassen

Eintrittspreise im Vorverkauf zzgl. Vorverkaufsgebühr

Info-Telefon (keine Kartenbestellung): 0371 - 4791 - 626
FESTIVALBÜRO
Chemnitzer Kulturfestival „Begegnungen“, Schloßstraße 12, 09111 Chemnitz,
Tel 0371 – 4791 – 625/6, Fax 0371 – 4791 – 627 mobil 0171 – 3830937
info@sabine-auerbach-kulturmanagement.de
www.chemnitz-festival.de
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