BLICKWINKEL 2021 - GAMECHANGER - Rückblick Q2 | Ausblick Q3 - Hamburg, im Juli 2021 - Albrecht, Kitta

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BLICKWINKEL 2021 - GAMECHANGER - Rückblick Q2 | Ausblick Q3 - Hamburg, im Juli 2021 - Albrecht, Kitta
BLICKWINKEL 2021 - GAMECHANGER
      Rückblick Q2 | Ausblick Q3

          Hamburg, im
                    im Juli
                        Juli 2021
                             2019
Rückblick Q2 | Ausblick Q3
       ZUSAMMENFASSUNG

                                     Rückblick Q2                                                          Ausblick Q3

 • Auch im 2. Quartal war die Diskussion um die Corona-Politik                  • Die massiven Konjunkturpakete und die expansive Geldpolitik der
   allgegenwärtig. Nur fokussiert sich die Diskussion nun um die                  Notenbanken bleiben weiterhin der Treiber für eine stabile, länger
   Rückkehr zur schrittweisen Normalität.                                         andauernde Konjunkturerholung.
 • Der weltweite Konjunkturaufschwung ist weiterhin in vollem Gange.            • Diese Maßnahmen bleiben auch die stützenden Säulen insbesondere
                                                                                  für die Aktienmärkte.
 • Öl- und weitere Rohstoffpreise ziehen weiter kräftig an. Gerade
   Bauholz, Kupfer und Eisenerz erreichen zwischenzeitlich mehrjährige          • Die Renditen der US-Staatsanleihen könnten noch weiter steigen,
   Höchststände                                                                   aber mit abnehmender Dynamik.
 • Sorge bereiten vor diesem Hintergrund die relativ stark und schnell          • Bislang ist offen, ob die gestiegene Inflation lediglich vorübergehend
   steigenden Inflationsraten.                                                    oder nachhaltig ist.
                                                    -                Rückblick Q2                + -                      Ausblick Q3                      +
                         Geopolitik

                         Konjunktur

                         Geldpolitik

                            Aktien

                          Anleihen

                Edelmetalle | Rohstoffe

              Weitere Finanzinstrumente

                         Sentiment
Quelle: eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021                                                                                                                  2
Rückblick Q2 | Ausblick Q3
    GEOPOLITIK

                          Rückblick Q2                                                                                    Ausblick Q3

• Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten die                                  • Wichtig wird die neue Geopoliitik des neues US-Präsidenten Biden
  geopolitischen Themen nahezu vollständig in den Hintergrund                               sein.
  gedrängt.                                                                               • Von Einwanderung über Klimawandel, Wirtschaft, Infrastruktur,
• Auch der Handelskonflikt zwischen USA und China köchelt zumindest                         Sozialreform bis hin zur NATO scheint alles im Fokus zu stehen.
  medial nur auf Sparflamme.                                                              • Die bereits unter Trump georderten höheren Militärausgaben scheint
                                                                                            eine spezielle Absicht zu haben. Biden ist auf der Suche nach
• Derweil kocht ein alter Konflikt wieder hoch. Die Militärübung "Sea                       Verbündeten, um China und Russland einzudämmen.
  Breeze„ unter der Führung der USA und der Ukraine im Schwarzen
  Meer sorgt für schlechte Stimmung in Moskau.                                            • China wird immer forscher, sei es bei dem Versuch die Grenze zu
                                                                                            Indien zu verschieben, Hong Kong zu zermürben oder Taiwan
                                                                                            einzugliedern.

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                         2                                            BlackRock Geopolitical Risk Indicator

                       1,5

                         1

                       0,5

                         0

                       -0,5

                        -1
                        01.01.2017   01.07.2017   01.01.2018   01.07.2018   01.01.2019   01.07.2019   01.01.2020   01.07.2020   01.01.2021

                                                                                                                                                                   3
Rückblick Q2 | Ausblick Q3
        KONJUNKTUR

                                    Rückblick Q2                                                                                            Ausblick Q3

 • Die Weltkonjunktur erholt sich weiter. In den USA wurde im Mai so                                   • Die Impfgeschwindigkeit bleibt der Gamechanger in der Bekämpfung
   viel Personal eingestellt wie seit fast einem Jahr nicht mehr.                                        der Pandemie. Deutschland hat nun deutlich aufgeholt bei
                                                                                                         gleichbleibend hohem Impftempo. Europa und die USA sind
 • In Europa verbesserte sich die Perspektive vieler
                                                                                                         insgesamt auf einem sehr guten Weg.
   Dienstleistungsunternehmen gemäß jüngst veröffentlichter
   Einkaufsmanagerindizes erneut deutlich, nachdem angesichts                                          • In Q3 wird die Wirtschaft maßgeblich durch die Pandemieentwicklung
   sinkender Corona-Neufallzahlen weiter Lockerungen umgesetzt bzw.                                      in Asien und Südamerika bestimmt. Hier breitete sich das Virus
   perspektivisch absehbar sind. Davon profitieren vor allem die von der                                 zuletzt wieder schneller aus. Lockdowns sind dort die wohl einzige
   Krise besonders hart betroffenen, stärker vom Tourismus abhängigen                                    Antwort auf die Ausbreitung, da die Impfkampagnen in diesen Teilen
   Volkswirtschaften Spaniens, Italiens und Frankreichs.                                                 der Welt sehr langsam angelaufen sind. Inwieweit das zu Engpässen
                                                                                                         bei Waren- und/oder Rohstofflieferungen führt, bleibt abzuwarten.

                                                                                                +      -                                                                                          +
105,5                                                                                                 65
                                     Consumer Confidence Index (CCI)                                                    Einkaufsmanagerindex (EMI) Verarbeitendes Gewerbe
 104                                                                                                  60

102,5                                                                                                 55

 101                                                                                                  50

 99,5                                                                                                 45

  98                                                                                                  40

 96,5                            Euro-Zone            Deutschland        USA                          35
                                                                                                                                         Euro-Zone              China            USA
  95                                                                                                  30
   Sep 07     Mrz 09    Sep 10    Mrz 12     Sep 13    Mrz 15   Sep 16    Mrz 18    Sep 19   Mrz 21    Sep 12          Feb 14          Jul 15          Dez 16           Mai 18         Okt 19   Mrz 21
                                                                                                                                                                                                         4
  Quelle: OECD data, eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021. Erläuterungen siehe Glossar               Quelle: Statista, eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021. Erläuterungen siehe Glossar
Rückblick Q2 | Ausblick Q3
       GELDPOLITIK

                                      Rückblick Q2                                                                                    Ausblick Q3

 • Staaten und Notenbanken arbeiten Hand-in-Hand. Die Modern                                     • Der aktuelle Inflationsanstieg wird die Notenbanken nicht von der
   Monetary Theory (MMT) oder auch ultralockere Geldpolitik ist                                    ultralockeren Ausrichtung ihrer Geldpolitik abbringen.
   gekommen, um zu bleiben. Sinnbildlich hierfür steht das neue 2,2
                                                                                                 • Bis zu einem gewissen Grad ist der Anstieg der Inflationsraten bei den
   Billionen Dollar umfassende Konjunkturprogramm des neuen US-
                                                                                                   Notenbanken sogar erwünscht, da sich die Staatsschulden über den
   Präsidenten Joe Biden. Für die Finanzierung sorgt die Fed.
                                                                                                   Kaufkraftverlust langfristig real deutlich reduzieren.
 • Im Euro-Raum und in den USA ziehen die Inflationsraten deutlich an.
                                                                                                 • Die Notenbanken werden die Zinsen insbesondere für langlaufende
 • Auch die Renditen für langlaufende Staatsanleihen steigen und                                   Staatsanleihen durch eine aktive Steuerung von Anleihekäufen
   schüren die Angst vor weiter steigenden Zinsen.                                                 weiterhin niedrig halten.
                                                                                                 • Der Kapitalmarkt wird darüber spekulieren, ob die Fed eine sog.
                                                                                                   Zinskurvenkontrolle einführen wird.

 -                                                                                          +    -                                                                                   +
                                                                                                9%
5%
                                             Inflationsraten                                                                                    Leitzinsen
4%                                                                                              7%

3%                                                                                              5%

2%
                                                                                                3%
1%
                                                                                                1%
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-1%                                                                                             -1%
   Sep. 15       Aug. 16         Jul. 17       Jun. 18        Mai. 19   Apr. 20   Mrz. 21         Sep. 08 Dez. 09 Mrz. 11 Jun. 12 Sep. 13 Dez. 14 Mrz. 16 Jun. 17 Sep. 18 Dez. 19 Mrz. 21

                        Euro Währungsraum                   USA         China                                                   Euro Währungsraum            USA   China
                                                                                                                                                                                            5
  Quelle: Statista, eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021                                       Quelle: Statista, eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021
Rückblick Q2 | Ausblick Q3
     AKTIEN

                                   Rückblick Q2                                                                                      Ausblick Q3

• Die Aktienmärkte haben in Q2 weltweit vor dem Hintergrund der                                   • Die Bewertungen sind zwar fortgeschritten, jedoch aus unserer Sicht
  zunehmenden Konjunkturerholung weiter zugelegt und zum Teil                                       noch nicht maßlos übertrieben.
  sogar neue Höchststände erreicht.
                                                                                                  • Durch den starken Kursanstieg die Leitindices gilt es nun, selektiver in
• Die Branchenrotation, die im November 2020 begonnen hat, setzt                                    der Auswahl von Einzelaktien zu werden.
  sich im gesamten ersten Halbjahr fort. Durch die Rotation haben sich
                                                                                                  • Das Konsolidierungspotential an den Aktienmärkten halten wir aktuell
  die „Lockdown-Gewinner“ und die „Re-opening“-Gewinner fast
                                                                                                    aufgrund der statistisch schwachen Phase in den Sommermonaten
  wieder angeglichen.
                                                                                                    für erhöht. Jedoch sollten Kursabschläge als Kaufgelegenheiten
• Zyklische Industriewerte und Value-Aktien profitieren davon genauso                               genutzt werden.
  wie Bankentitel. Defensive Branchen und hochbewertete
                                                                                                  • Wir halten es für wahrscheinlich, dass die Konsolidierung der
  Wachstumstitel korrigieren dagegen zum Teil deutlich.
                                                                                                    Technologie-Titel endet.

-                                                                                        +        -                                                                                               +
45                                                                                               1,6                  Ted Spread (in %)
                Case Shiller KGV
                                                                                                 1,4
35
                                                                                                 1,2

                                                                                                   1
25
                                                                                                 0,8

15                                                                                               0,6

                                                                                                 0,4

5                                                                                                0,2

                                                                                                   0
  1984           1990            1996            2002            2008            2015    2021       2014             2015              2017             2018              2019             2021
-5
                                                                                                                                                                                                      6
 Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021. Erläuterungen siehe Glossar          Quelle: www.macrotrends.net, eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021. Erläuterungen siehe Glossar
Rückblick Q2 | Ausblick Q3
      ANLEIHEN

                                  Rückblick Q2                                                                                             Ausblick Q3

• Die Renditen von Staatsanleihen sind in Q2 leicht gesunken.                                         • Wir gehen davon aus, dass die Renditen langlaufender Staatsanleihen
                                                                                                        noch weiter ansteigen könnten, aber mit abnehmender Dynamik.
• Die 10-jährigen US-Treasuries notierten zum Ende des ersten
  Halbjahres bei ca. 1,5% p.a. Die Rendite für gleiche Papiere der                                    • Die Notenbanken werden die Anleihekaufprogramme fortsetzen.
  Deutschen Staatsanleihe liegt bei ca. -0,20% p.a.
                                                                                                      • Bei Unternehmensanleihen im Investment-Grade-Bereich sehen wir
• Grund für den leichten Rückgang im zweiten Quartal ist die Hoffnung,                                  aufgrund der aktuell eher niedrigen Risikoprämien kaum Potential.
  dass die Inflation nur vorübergehend überdurchschnittlich hoch ist.
                                                                                                      • Bessere Chancen bieten CNY-Anleihen aufgrund ihrer niedrigen
• Im Q2 konnten sich die Währungen der Schwellenländer deutlich                                         Korrelation mit den westlichen Anleihemärkten und ihrer attraktiven
  erholen. Hier waren die stark gestiegenen Rohstoffpreise                                              Verzinsung. Insgesamt stellt ein breit diversifiziertes Engagement in
  maßgebliche Kurstreiber.                                                                              Schwellenländeranleihen eine attraktive Alternative dar angesichts
                                                                                                        des Tiefzinsumfelds in den meisten Industrieländern.

-                                                                                            +         -                                                                                       +
                             Verschiebung der Zinsstrukturkurve                                       1,70%
 4,0%                                                                                                                              Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen minus
                                                                                                      1,45%
                                                                                                                                       Rendite 3-Monats US-Treasury Bills
 3,0%                                                                                                 1,20%

                                                                                                      0,95%
 2,0%
                                                                                                      0,70%

 1,0%                                                                                                 0,45%

                                                                                                      0,20%
 0,0%
                                                                                                      -0,05%
                                                                                                           Sep.17     Mrz.18      Sep.18     Mrz.19      Sep.19     Mrz.20   Sep.20   Mrz.21
-1,0%                                                                                                 -0,30%
          -0,66% -0,69% -0,70% -0,68% -0,63% -0,564% -0,492% -0,417% -0,342% -0,270% -0,203%
               Euro Staatsanleihen (AAA) Dez. 2020              Euro Staatsanleihen (AAA) Jun. 2021   -0,55%
               US-Treasuries Dez. 2020                          US-Treasuries Jun. 2021                                                                                                            7
Quelle: EZB, U.S. Department of the Treasury , eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021                  Quelle: www.macrotrends.net, eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021
Rückblick Q2 | Ausblick Q3
        EDELMETALLE | ROHSTOFFE

                                     Rückblick Q2                                                                               Ausblick Q3

• Die Ölpreise haben sich in Q2 weiterhin deutlich erholt. Gründe                             • Gold sollte weiterhin fester Bestandteil bei der Vermögensallokation
  hierfür waren neben der Konjunkturerholung die zwischenzeitlichen                             sein, als Versicherung in Zeiten turbulenter Aktienmärkte und als
  Drosselungen der Fördermengen durch die OPEC+.                                                Schutz vor einer wieder stärker werdenden realen Negativverzinsung.
• Auch andere Rohstoffpreise und vor allem die Preise für                                     • Auch wenn die Renditen der 10-jährigen US-Treasuries noch ein
  Industriemetalle ziehen aufgrund der hohen konjunkturellen                                    wenig weiter steigen könnten, so wird die Dynamik nachlassen.
  Nachfrage zum Teil spürbar an.
                                                                                              • Vor dem Hintergrund gehen wir davon aus, dass der Goldpreis sich in
• Der Goldpreis ist Jahresbeginn mit ca. 6% im Minus. Dabei war der                             einem neuen Aufwärtstrend befindet.
  Preis einigen Schwankungen ausgesetzt.
                                                                                              • Industriemetalle stehen möglicherweise am Anfang eines neuen
                                                                                                Superzyklus, denn diese spielen auch bei der Dekarbonisierung eine
                                                                                                entscheidende Rolle.

-                                                                                        +    -                                                                               +
100 $                                                                                        2.200 $
                               Ölpreise in USD                                               2.100 $                                   Gold (Feinunze) in USD
 80 $
                                                                                             2.000 $
                                                                                             1.900 $
 60 $
                                                                                             1.800 $
                                                                                             1.700 $
 40 $
                                                                                             1.600 $
 20 $                                                                                        1.500 $
                                                                                             1.400 $
  0$                                                                                         1.300 $
    Jun.15     Apr.16       Feb.17     Dez.17      Okt.18         Aug.19   Jun.20   Apr.21   1.200 $
-20 $                                                                                        1.100 $
                                WTI in USD                  Brent in USD
                                                                                             1.000 $
-40 $                                                                                              Sep.14       Okt.15        Nov.16        Dez.17      Jan.19   Feb.20   Mrz.21

                                                                                                                                                                                   8
 Quelle: MarketMap, eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021                                    Quelle: MarketMap, eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021
Rückblick Q2 | Ausblick Q3
         WEITERE FINANZINSTRUMENTE

                                 Rückblick Q2                                                                                          Ausblick Q3

• Wir haben in 2020 einige Veränderungen in der Zusammensetzung                                              • Die Volatilitäten dürften auch in den nächsten Monaten wieder etwas
  der Anlageklasse „Weitere Finanzinstrumente“ vorgenommen, um                                                 zunehmen.
  Marktverwerfungen wie im März letzten Jahres noch besser abfedern                                          • Das Gesamtportfolio ist breit diversifiziert, die einzelnen
  zu können.                                                                                                   Investmentlösungen sind teilweise nicht korreliert bzw. sogar negativ
• Im ersten Halbjahr konnte die Anlageklasse ihre Qualitäten sehr gut                                          korreliert und tragen zusammen zu einer stabilen Wertentwicklung
  aufzeigen.                                                                                                   bei einer vergleichsweise geringen Gesamtvolatilität bei.
• Die Anlageklasse zeigte sich resistent gegen zeitweilig fallende                                           • Angestrebt wird eine deutliche Mehrrendite gegenüber klassischen
  Anleihenkurse.                                                                                               Anleiheinvestments bei vergleichsweise moderateren
                                                                                                               Kursschwankungen gegenüber Aktienanlagen.
• Gleichzeitig konnte sie eine deutliche Überrendite zu klassischen
  Anleiheportfolios generieren.

-                                                                                             +              -                                                                    +
    75
                                                                                              Volatilitäten
    65

    55

    45

    35

    25

    15

    5
    Okt. 15                             Nov. 16                              Dez. 17                             Jan. 19                    Feb. 20                    Mrz. 21
                                                                          CBOE S&P 500 Volatility Index          VDAX-NEW Weekly
                                                                                                                                                                                       9
Quelle: MarketMap (wöchentliche Daten), eigene Darstellung. Stand: 09.07.2021. Erläuterungen siehe Glossar
Rückblick Q2 | Ausblick Q3
    SENTIMENT

                         Rückblick Q2                                                                                        Ausblick Q3

• Seit Jahresanfang oszilliert der Fear-and-Greed Index dicht um die 50                        • Wir berücksichtigen diesen und weitere Indikatoren, um
  und damit unauffällig zwischen den beiden Extremen 0 und 100.                                  Überhitzungen oder übertriebene Panik erkennen zu können.
• Der Fear-and-Greed Index (Greed = Gier, Fear = Angst) ist ein                                • Vieles spricht für weiter steigende Aktienkurse, die aber von wieder
  klassischer Kontra-Indikator. Im Bereich 100 haben die Optimisten die                          steigenden Schwankungen in den nächsten Monaten begleitet sein
  Oberhand, im Bereich der 0 die Pessimisten. Bei 50 halten sich                                 dürften.
  Optimisten und Pessimisten die Waage.
                                                                                               • Wir richten uns hier weiterhin an unserem eigenen Risikoindikator
• Bei übertriebener Euphorie hat es sich in der Vergangenheit oft                                aus, der uns aktuell noch eine optimistische Ausrichtung anzeigt.
  bewährt, das Risiko im Portfolio sukzessive zu reduzieren.
• Bei übertriebener Panik hat es sich nicht zuletzt im März 2020
  gezeigt, dass sich oftmals sehr interessante Kaufniveaus ergeben.

-                                                                                 +             -                                                                       +

                                                                                                                                                                            10
                                  Quelle: Fear & Greed Index, CNN Business. Stand: 09.07.2021. Erläuterungen siehe Glossar
Albrecht, Kitta & Co.
    GLOSSAR

BlackRock Geopolitical   Verfolgt und misst die relative Häufigkeit von Analystenreportings, Finanznachrichten und Tweets, die in Verbindung mit geopolitischen
Risk Indikator           Risiken stehen.

Case Shiller KGV         Spiegelt das Verhältnis zwischen dem aktuellen Aktienkurs und dem erwirtschafteten Gewinn eines Unternehmens wider.
                         Unterscheidet sich vom klassischen Kurs-Gewinn-Verhältnisses dadurch, dass zum Berechnen der inflationsbereinigte, mittlere Gewinn
                         der letzten zehn Jahre verwendet wird. Dies soll temporäre Sondereinflüsse einzelner Jahre vermeiden.

Einkaufsmanagerindex     Einkaufsmanagerindex. Indikator zur Wirtschaftsentwicklung der verschiedenen Länder. Werte über 50 signalisieren Wachstum im
(EMI)                    Vergleich zum Vormonat. Einkaufsmanager werden monatlich zu folgenden Kerngrößen befragt: Auftragseingänge, Export,
                         Auftragsbestand, Einkaufsmenge, Einkaufspreise/Verkaufspreise, Anzahl der Beschäftigten.

Fear & Greed Index       Der Fear & Greed Index ist ein von CNN Business (Cable News Network ist ein US-amerikanischer Fernsehsender) erstellter Indikator, der
                         die Emotionen der Anleger an der Börse messbar machen soll. Er bewertet den S&P 500 Index nach möglichen Unter- oder
                         Überbewertungen auf Grundlage von Panik und Gier. Die Signallinie des Index kann zwischen 0 und 100 schwanken. Hohe Werte über 50
                         lassen auf eine extreme Gier (Greed) schließen, während tiefe Werte unter 50 Panik (Fear) verdeutlichen.

Ted Spread               Der TED Spread (TED = englisch Treasury Bill Eurodollar Difference) ist die Differenz zwischen der Rendite für den Dreimonats-Libor und
                         der Rendite für Dreimonats-Treasury Bills (T-Bills). Der TED Spread vergleicht demnach zwei Zinssätze auf Forderungen, die hinsichtlich
                         der Laufzeit und der Währung übereinstimmen und sich nur hinsichtlich des Schuldners unterscheiden: Schuldner ist beim Libor eine
                         Bank und bei T-Bills der amerikanische Staat. Daher misst der Ted Spread die Wahrscheinlichkeit für Bankeninsolvenzen.

Volatilität              Die Volatilität ist ein Risikomaß und zeigt die Schwankungsintensität des Preises eines Basiswertes (z.B. einer Aktie oder eines Index)
                         innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Je höher die Volatilität, um so stärker schlägt der Kurs nach oben und unten aus und desto
                         riskanter - aber auch chancenreicher - ist eine Investition in das Basisobjekt. Es werden historische und implizite Volatilität
                         unterschieden. In der dargestellten Grafik werden implizite Volatilitäten angezeigt.

Consumer Confidence      Misst die Konsumneigung der Privathaushalte in den unterschiedlichen Regionen. Dazu werden 500 repräsentativ ausgewählte
Index (CCI)              Konsumenten zu folgenden Themen befragt: Beurteilung der aktuellen finanziellen Situation des Haushaltes, Beurteilung der finanziellen
                         Situation des Haushaltes in einem Jahr, Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung in einem Jahr, Erwartung der konjunkturellen
                         Entwicklung in den nächsten fünf Jahren, Kaufabsichten. Ein Wert über 100 signalisiert eine Erhöhung der Ausgaben in den
                         Privathaushalten für die kommenden 12 Monate.
                                                                                                                                                                   11
Albrecht, Kitta & Co.
   GLOSSAR

Repo-Markt             Repo ist die Abkürzung für "Repurchase Agreement". Gemeint ist eine kurzfristige Pfandleihe, bei der ein Transaktionspartner seine
                       Wertpapiere einem anderen überlässt – sich aber versprechen lässt, dass er sie in ein bis zwei Tagen wieder zurückbekommt. Der
                       Wertpapier-Verleiher erhält dafür Geld, das er gerade braucht, um fällige Verbindlichkeiten zu begleichen. Die Transaktion wird dann am
                       nächsten oder übernächsten Tag zurück abgewickelt: Der ursprüngliche Besitzer erhält sein Wertpapier zurück und bekommt obendrauf
                       noch Zinsen dafür.
                       Dieses Pfänderspiel ist in den vergangenen Jahrzehnten zum Kern des modernen Finanzsystems geworden. Versicherer, Hedgefonds und
                       vor allem Geldmarktfonds beteiligen sich daran. Sie sind auf diese Weise zu Schattenbanken geworden: Banken, die hinter den Banken
                       stehen. Man weiß nicht viel über den Repo-Markt, auf dem die Schattenbanken mit den herkömmlichen Banken kooperieren. Viel
                       staatliche Aufsicht findet in diesem Bereich des Kapitalmarktes nicht statt, Informationen fließen spärlich nach draußen. Doch die
                       Schattenbanken sind inzwischen mindestens so wichtig wie traditionelle Banken, und in vielen Fällen haben sie deren Funktionen
                       übernommen.

                                                                                                                                                                 12
Albrecht, Kitta & Co.
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