Das Anlagenpreissystem 2018 der DB Netz AG - Die Basis der Zukunft.
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Das Anlagenpreissystem 2018
der DB Netz AG
Gültig vom 10. Dezember 2017
bis 8. Dezember 2018
Die Basis der Zukunft.Die DB Netz AG
Sie kennen den Weg –
wir die Lösung für Start und Ziel
Serviceanbieter für Personen- und Güterverkehr
Die DB Netz AG verantwortet als Schieneninfrastrukturunternehmen
der Deutschen Bahn AG das mehr als 33.000 Kilometer lange Strecken-
netz inklusive aller betriebsnotwendigen Anlagen. Damit stehen wir
an der Spitze der europäischen Eisenbahninfrastrukturanbieter. Über
400 Unternehmen im Personen- und Güterverkehr nutzen unsere
Angebotsvielfalt und profitieren von unserer langjährigen Kompetenz.
Individuelle Infrastrukturlösungen
Das Produktportfolio der DB Netz AG umfasst Trassen des Personen- und Güterver-
kehrs sowie Serviceeinrichtungen, die wesentlich für die Vor- und Nachbereitung von
Zugfahrten sind. Ergänzend bieten wir unseren Kunden Zusatz- und Nebenleistungen
an. Als deutschlandweit größter Anbieter von Serviceeinrichtungen für Schienen
verkehre stellt Ihnen die DB Netz AG derzeit an mehr als 1.500 Betriebsstellen rund
17.500 Nutzungsobjekte zur Verfügung. Die vorliegende Broschüre gibt Ihnen u. a.
einen Überblick über unsere Serviceeinrichtungen, die Nutzungsentgelte und den
Bestellvorgang.
Es gelten ausschließlich unsere Nutzungsbedingungen für Serviceeinrichtungen (NBS)
sowie die Liste der Entgelte für Serviceeinrichtungen, die Sie jeweils in der aktuell
gültigen Fassung online abrufen können.
2Unser Angebot
Unser Anlagenpreissystem
auf einen Blick
Mit System zum Ziel
Welche Lösungen Sie auch immer benötigen, mit dem Anlagenpreissystem (APS)
der DB Netz AG haben Sie jederzeit den Durchblick: Es bildet alle Produkte und Leis-
tungen für Serviceeinrichtungen ab. Während im Güterverkehr insbesondere der
Güterumschlag bzw. die Zugbildung im Vordergrund stehen, sind im Personenver-
kehr die Vor- und Nachbehandlung sowie die Abstellung von Zügen von Bedeutung.
Strukturierte Veränderung für optimalen Service
Das Anlagenpreissystem wurde nach den Wünschen unserer Kunden und den Markt-
anforderungen ausgerichtet, um Ihnen einen noch besseren Service anbieten zu
können. Insbesondere die sehr einprägsame Produkt- und Entgeltsystematik ermög-
licht eine einfache und transparente Nutzung unserer Anlagen.
Ihre Vorteile
Einfache Struktur durch die Produktkategorien
Einprägsame Produktbildung
Transparente Vergaberegeln für die Nutzung der Serviceeinrichtungen
Flexible Nutzungsmöglichkeit freier Kapazitäten in Serviceeinrichtungen
Schnelle Preiskalkulation durch einfache Entgeltregeln
3Unser Angebot
Beispiel am Bahnhof Zwickau:
Alle Serviceeinrichtungen
werden nach Funktionalitäten
eingeteilt.
Zugbilden und -auflösen
Ab - und Bereitstellen
und Disposition
Be- und Entladen
Komplett ausgestattete
Serviceeinrichtungen gesucht?
So finden Sie das passende Nutzungsobjekt
Mit einem breit gefächerten Angebot können wir sowohl im Personen- als auch im
Güterverkehr die Erfordernisse Ihres Unternehmens abdecken. Unser Portfolio
umfasst u. a. hochmoderne Zugbildungsanlagen für den Einzelwagenverkehr, Gleise
für die Ab- und Bereitstellung von Fahrzeugen sowie Ladestellen zur Be- und Ent-
ladung von Wagen. Die Serviceeinrichtungen unterscheiden sich sowohl in ihrem
Umfang als auch in ihrer jeweiligen Ausstattung. Die übersichtliche Kategorisierung
unserer Produkte erleichtert Ihnen die Auswahl einer individuell passenden Service-
einrichtung.
Da alle Infrastrukturelemente wie z. B. Gleis, Weiche und Oberleitung zu sogenannten
Nutzungsobjekten zusammengefasst wurden, brauchen Sie bei Ihrer Anmeldung nur
noch das für Sie relevante Nutzungsobjekt angeben.
Gleis + Weiche + Oberleitung = Nutzungsobjekt
4Unser Angebot
Funktion im Fokus
Um die passende Produktkategorie für Ihre Bestellung zu ermitteln,
ist zunächst die Bestimmung der Funktionalität Ihrer Serviceeinrich-
tung erforderlich. Die Funktionalität beschreibt den Nutzungszweck
einer Serviceeinrichtung. In der untenstehenden Tabelle finden
Sie eine Aufstellung der verfügbaren Funktionalitäten, Produktkate-
gorien und technischen Ausstattung.
Funktionalität Produktkategorie Technische Merkmale
Zugbildung I Volla utomatische Ablaufbetriebstechnik
Zugbilden und -auflösen Zugbildung II Halbautomatische Ablaufbetriebstechnik
Zugbildung III Kein bzw. einfachster Technisierungsgrad > 2 Gleise mit mind. 400 m
Abstellung I Zweiseitig angebunden, > 215 m NL, mind. 1 ferngestellte Weiche
Ab - und Bereitstellen Abstellung II Ein- oder zweiseitig (≤ 215 m NL) angebunden, keine ferngest./manuellen W.
und Disposition
+ Zusatzausstattung
Abstellung III Manuelle Weichentechnik
Beladung I Lade kantenlänge > 215 m
Be - und Entladen Beladung II Lade kantenlänge zwischen > 90 m und ≤ 215 m
Beladung III Lade kantenlänge ≤ 90 m
5Unser Angebot
Sie wählen innerhalb der Funktionalität
zwischen drei Produktkategorien:
1. Zugbilden und -auflösen Zugbildung I:
Gleise mit vollautomatischer Ablaufbetriebstechnik
Integrierte Technik:
V ollautomatische Geschwindigkeitssteuerung
Diese Serviceeinrichtungen dienen der Bildung,
B erg-/Talbremsen, Richtungsgleisbremsen
Behandlung und Auflösung von Zügen. Dazu ge- Ggf. Wagenförderanlagen
hören Zugbildungsanlagen, die ein besonderes G
gf. Gefälleausgleichsbremsen mit versenk-/
Bindeglied in den Logistikketten des Schienengü- verfahrbaren Gleisabschlüssen
terverkehrs darstellen. Abhängig von ihrer Größe
Hoher Wagendurchsatz pro Stunde
und technischen Ausstattung unterscheiden sich
Zugbildungsanlagen in ihrer Bedienung, Leistungs- Keine Hemmschuhleger
fähigkeit sowie Ressourcenintensität für den Zugbildung II:
Nutzer. Die Spannbreite reicht von Betriebsstellen Gleise mit halbautomatischer Ablaufbetriebstechnik
mit einfacher Ausstattung (z. B. ohne Ablaufberg) Integrierte Technik:
über Betriebsstellen mittlerer Größe und Ausstat- H
albautomatische Geschwindigkeitssteuerung
tung (z. B. mit Ablaufberg) bis hin zu hochproduk- B
erg-/Talbremsen, z. T. Richtungsgleisbremsen
tiven, rundum ausgestatteten Zugbildungsanlagen.
Mittlerer Wagendurchsatz pro Stunde
Hemmschuhleger, ggf. Tfz.-Einsatz
Zugbildung III:
Gleise ohne/mit einfachstem Technisierungsgrad
Grundsätzliches Verfahren/Verstoßen der Wagen/
-gruppen in den Serviceeinrichtungen
Gleisharfen mit mind. drei Gleisen und jeweils
mind. 400 m Nutzlänge
Niedriger Wagendurchsatz pro Stunde
Hemmschuhleger und Tfz.-Einsatz
2. Ab- und Bereitstellen und Disposition Abstellung I:
Zweiseitig angebundene Gleise über 215 m NL mit:
F
erngestellter Weichentechnik
M
ischform (ferngestellte/EOW- bzw.
Hierzu gehören Nutzungsobjekte, die zum Abstel- ferngestellte/manuelle Technik)
len von Zügen, Wagen und Triebfahrzeugen sowie
Abstellung II:
der damit verbundenen notwendigen Tätigkeiten –
insbesondere der wagentechnischen Behandlung – Einseitig angebundene Gleise
vor oder nach einer Zug- oder Rangierfahrt (unabhängig von der Nutzlänge) mit:
Elektrisch ortsgestellter Weichentechnik
verwendet werden. Abstellanlagen sind unsere
Ferngestellter Technik
„Parkplätze“ für Züge.
Zweiseitig angebundene Gleise mit:
E
lektrisch ortsgestellter Weichentechnik
Für eine kurzzeitige Nutzung stellen wir I hnen
Mischform EOW-/manuelle Technik
Dispositionsgleise zur Verfügung. Diese Gleise
M
ischform EOW-/ferngestellte Technik
können im Vorlauf oder in der Nachbehandlung
bis max. 215 m Nutzlänge
einer Zugfahrt bis zu maximal zwei Stunden oder M
ischform ferngestellte/manuelle Technik
bis zu maximal zwölf Stunden genutzt werden. bis max. 215 m Nutzlänge
Die Dispositionsgleise finden Sie in der Liste der F
erngestellter Technik bis max. 215 m Nutzlänge
Serviceeinrichtungen.
Abstellung III:
Ein-/zweiseitig angebundene Gleise mit manueller
Somit können Sie je nach Bedarf Serviceeinrich-
Weichentechnik (unabhängig von der Nutzlänge)
tungen wenige Stunden oder einen längeren
Zeitraum in Anspruch nehmen.
6Unser Angebot
3. Be- und Entladen Beladung I:
Ladekantenlänge > 215 m
Dient der Abwicklung des Ganzzugverkehrs
Bei dieser Funktionalität handelt es sich um Beladung II:
Nutzungsobjekte, die für die Be- und Entladung Ladekantenlänge zwischen > 90 m und ≤ 215 m
von Güterwagen sowie den Warenumschlag auf
Dient der Abwicklung des Güterverkehrs mit
verschiedene Verkehrsträger vorgesehen sind. Wagengruppen
Sie ermöglichen und erleichtern das Verladen der
Transportgüter von der Straße auf die Schiene Beladung III:
und umgekehrt. Ladekantenlänge von ≤ 90 m
Dient der Abwicklung des Einzelwagenverkehrs
Wichtig zu wissen Keine Entgelte für Zuführungsgleise
Sofern nach Maßgabe der NBS zulässig, Für Serviceeinrichtungen, die dem Anschluss
können Sie Serviceeinrichtungen auch für an das Schienennetz der DB Netz AG oder
einen anderen Nutzungszweck verwenden, Infrastrukturen Dritter dienen und sich nicht
der dann von der eigentlichen Funktio- den oben genannten Funktionalitäten zuord-
nalität abweicht. nen lassen, werden keine Entgelte erhoben.
Neun Produkte für mehr Übersichtlichkeit
Nachdem die Funktionalität Ihrer Serviceeinrichtung bekannt ist, können Sie den Um-
fang der technischen Ausstattung wählen. Durch Kombination dieser beiden Kriterien
gelangen Sie zur passenden Produktkategorie, die letztendlich die Höhe der Entgelte
definiert. Nutzungsobjekte lassen sich in insgesamt neun Produktkategorien einteilen.
Der Name ist hier Programm: Nach Angabe der Funktionalität folgt – abgestuft durch
die Ziffern I bis III – der Technisierungsgrad der Ausstattung. So ist z. B. ein Gleis
mit großer Nutzlänge und anspruchsvoller Weichenanbindung einer höherwertigen
Produktkategorie zugeordnet, als ein Gleis mit kurzer Länge und einfacher Weichen
anbindung. Je größer der Technisierungsgrad eines Gleises ist, umso hochwertiger ist
die Produktkategorie und damit auch das Entgelt für die Nutzung des Gleises.
7Unser Angebot
Ihr Plus an Ausstattung
Im Personen- und Güterverkehr bieten wir für bestimmte Serviceeinrich-
tungen Zusatzausstattungen an. Diese sind insbesondere im Rahmen der
Vor- und Nachbereitung von Zugfahrten nützlich. Zusatzausstattungen
bilden eigenständige Nutzungsobjekte, die Sie optional buchen können.
Wichtig für Sie ist, dass Nutzungen von Zusatzausstattungen immer mit
der Nutzung eines örtlich zugehörigen Gleises einhergehen.
Personenverkehr
Arbeitsbühnen: dienen dem sicheren Ein- und Aussteigen aus Eisenbahnfahrzeugen und
ermöglichen das Arbeiten auf einer Ebene zum Zwecke der Innenreinigung
Einstiegshilfen: überwinden den Niveauunterschied zwischen dem Eisenbahnfahrzeug
und dem umgebenden Geländeniveau
Elektrische Zugvorheizanlagen: dienen der externen Stromversorgung abgestellter
Eisenbahnfahrzeuge ohne arbeitendes Triebfahrzeug
Innenreinigungsanlagen: ermöglichen die fahrgastgerechte Bereitstellung von Wagen
des Personenverkehrs; neben der eigentlichen Innenreinigung kann u. a. die Entsorgung
der Abfälle sowie die Entsorgung aus geschlossenen Toilettensystemen während der
Abstellung in örtlichen Anlagen durchgeführt werden
Medienschränke: stellen die Versorgung von Kalt- und Warmwasser sicher und liefern
zudem den notwendigen Strom für Reinigungszwecke; sie können Bestandteil einer
Innenreinigungs- oder WC-Entsorgungsanlage sein
Wasserfüllständer: durch Einspeisung aus unseren Wasserfüllständern können Sie die
Trinkwasserversorgung innerhalb Ihrer Reisezugwagen sicherstellen
WC-Entsorgungsanlagen: werden für geschlossene WC-Systeme von Reisezug- und
Triebwagen eingesetzt; das Absaugen der Abwassersammelbehälter erfolgt über ein
elektrisches Pumpsystem mit anschließender Einleitung in die Kanalisation
Güterverkehr
Gleiswaagen: für die Gewichtsermittlung (statisch oder dynamisch) in ausgewählten
Serviceeinrichtungen
Ölumfüllstellen auf Ladestraßen: zur Befüllung und Entleerung von Lastkraftwagen
und Eisenbahnwagen
Personen- und Güterverkehr
Besandungsanlagen: dienen dem Befüllen der Bremssandbehälter von Eisenbahnfahr-
zeugen
Drehscheiben: maschinentechnische Anlagen zum horizontalen Drehen von Eisen-
bahnfahrzeugen und zur wahlweisen Herstellung eines Fahrweges zwischen zwei oder
mehreren Gleisen
Druckluftständer und ortsfeste Bremsprobegeräte: werden eingesetzt, um die Funk
tionsfähigkeit der Zugbremse unabhängig von einem Triebfahrzeug überprüfen zu
können; zudem stellen wir Druckluftständer mit elektrischem Stromanschluss bereit,
an die Ihre mobilen Bremsprobegeräte angeschlossen werden können
Elektranten: Stromanschluss (230 V/400 V), mit dem Triebfahrzeuge/-wagen/-züge in
einen betriebsbereiten Zustand versetzt und darin gehalten werden („Standby“)
Triebfahrzeugabstellung (auf speziellen Triebfahrzeug-Abstellgleisen): dient der regel-
mäßigen und ununterbrochenen Abstellung von Triebfahrzeugen in Betriebspausen,
die länger als drei Stunden dauern; Triebfahrzeug-Abstellgleise werden mit bzw. ohne
Zusatzausstattung auf Basis der Umweltschutzrichtlinien angeboten
Das gesamte Angebot der DB Netz AG finden Sie hier:
Anlagenportal-Netz (APN): www.dbnetze.com/apn
Gleise in Serviceeinrichtungen: www.dbnetze.com/serviceeinrichtungen
Dispositionsgleise: www.dbnetze.com/dispogleise
Ladestellen: www.dbnetze.com/ladestellen
8Die Nutzungsentgelte
Einfache Preisbildung – Logisch!
Die Nutzungsentgelte lassen sich sehr einfach Zusatzaustattungen Entgelt je Nutzungs-
ermitteln. Jeder Produktkategorie ist ein ent stunde in Euro*
sprechendes Entgelt je Nutzungsstunde zugeordnet. Arbeitsbühne 0,14
Aus dieser Entgelthöhe und der Anzahl der Nut-
zungsstunden können Sie einfach und schnell das Besandungsanlage 0,88
Nutzungsentgelt berechnen. Auch die Entgelte Drehscheibe 3,81
für Zusatzausstattungen oder sonstige Entgelte
finden Sie auf den nachfolgenden Seiten. Druckluftständer mit Stromanschluss 230 V 0,76
Druckluftständer ohne Stromanschluss 0,63
Einstiegshilfe 0,06
Elektranten 0,31
Produktkategorie Entgelt je Nutzungsstunde*
Gleiswaage 4,79
Zugbildung I 6,84 Euro
Medienschrank 0,04
Zugbildung II 4,84 Euro
Ölumfüllstelle 0,87
Zugbildung III 3,80 Euro
Bremsprobegerät 1,09
Abstellung I 3,80 Euro Triebfahrzeug-Abstellplatz
0,56
mit Absorptionsmatte
Abstellung II 1,70 Euro
Abstellung III 1,09 Euro Triebfahrzeug-Abstellplatz
0,56
mit Wannen-Kissensystem
Beladung I 2,97 Euro Triebfahrzeug-Abstellplatz
1,44
mit Wannensystem
Beladung II 2,26 Euro
Wasserfüllständer 0,40
Beladung III 1,50 Euro
WC -Entsorgungsanlage 1,03
* Preise zzgl. Mehrwertsteuer
9Die Nutzungsentgelte
So berechnen Sie Ihr Nutzungsentgelt
Das Entgelt je Nutzungsobjekt ergibt sich durch Multiplikation der
Anzahl der Nutzungsstunden mit dem Preis der Produktkategorie.
Sind neben einem Produkt auch Zusatzausstattungen gewünscht, so wird der Preis
der Zusatzausstattung ebenfalls mit der Anzahl der Nutzungsstunden multipliziert.
Liegt der Betrag unter dem Mindestentgelt von 50 Euro, so wird er automatisch
auf das Mindestentgelt aufgerundet. Ihr endgültiges Nutzungsentgelt erhalten Sie,
indem Sie den Preis für die Produktkategorie mit dem Preis für die Zusatzausstat-
tung addieren.
Preis Produktkategorie/Std. x Nutzungsstunden = Entgelt je Nutzungsobjekt
+
Preis Zusatzausstattung/Std. x Nutzungsstunden = Entgelt je Zusatzausstattung
=
Nutzungsentgelt
Beispiel
Beispielrechnung für einen Nutzer:
3,80 Euro/Std. Sie möchten ein Abstellgleis mit einer Nutzlänge von 700 m, einer Oberleitung sowie
x 72 Std. einer zweiseitigen Weichenanbindung bestellen. Als Zusatzausstattung benötigen Sie
= 273,60 Euro außerdem einen Elektranten. Ihre Nutzungsdauer soll 72 Stunden betragen.
Das gewählte Nutzungsobjekt ist der Produktkategorie „Abstellung I“ zuzuordnen.
0,31 Euro/Std. Hieraus ergibt sich ein Preis von 3,80 Euro/Std., der mit der Anzahl der Nutzungs-
x 72 Std. stunden multipliziert wird. Das Entgelt für Ihr Nutzungsobjekt beträgt somit
= 22,32 Euro 273,60 Euro.
= 50 Euro
(Mindestentgelt) Für die Zusatzausstattung „Elektrant“ gilt ein Preis von 0,31 Euro/Std. Auch dieser
Preis wird mit der Nutzungsdauer von 72 Std. multipliziert. Auf diese Weise erhalten
Sie das Entgelt für Ihre Zusatzausstattung. Da der Betrag jedoch unter dem Mindest-
273,60 Euro
entgelt in Höhe von 50 Euro liegt, wird er entsprechend aufgerundet.
+ 50 Euro
= 323,60 Euro
Abschließend addieren Sie einfach beide Entgelte und erhalten so Ihr endgültiges
Nutzungsentgelt in Höhe von 323,60 Euro.
Mindestentgelt Rabatt
Wenn das berechnete Nutzungsent- Bei ununterbrochener Nutzung
gelt für einen zusammenhängenden von Serviceeinrichtungen über
Nutzungszeitraum 50 Euro unter- die gesamte Netzfahrplanperiode
schreitet, stellt die DB Netz AG (2018: 8.736 Std.) erhalten Sie
diesen Betrag als Mindestentgelt 10 % Abschlag.
für die Anlagennutzung und die
vertrieblichen Aufgaben in Rech-
nung. Unsere Empfehlung für Sie:
Längerfristige Anmeldungen von
Nutzungsobjekten lohnen sich!
10Die Nutzungsentgelte
Beispiel
Beispielrechnung für mehrere Nutzer:
Zwei Nutzer möchten ein Nutzungsobjekt mit einer Nutzlänge von 300 m, einer Ober- 3,80 Euro/Std.
leitung sowie einer zweiseitigen Weichenanbindung der Qualitätsstufe I und einem x 8.736 Std.
Elektranten als Zusatzausstattung für die gesamte Netzfahrplanperiode in Anspruch = 33.196,80 Euro
nehmen. Dabei teilt sich die Nutzungsdauer von täglich 24 Stunden gleichermaßen auf
beide Nutzer auf, sodass beiden das Nutzungsobjekt je zwölf Stunden zur Verfügung steht.
0,31 Euro/Std.
Das gewählte Nutzungsobjekt zählt zur Produktkategorie „Abstellung I“. Dadurch x 8.736 Std.
ergibt sich ein Preis von 3,80 Euro/Std., der mit der Anzahl der Nutzungsstunden = 2.708,16 Euro
multipliziert wird. Das Entgelt für das Nutzungsobjekt beträgt somit 33.196,80 Euro.
Die Zusatzausstattung „Elektrant“ kostet 0,31 Euro/Std. Auch dieser Preis wird mit 33.196,80 Euro
der Nutzungsdauer von 8.736 Std. multipliziert. So errechnet sich ein Entgelt von + 2.708,16 Euro
2.708,16 Euro = 35.904,96 Euro
Die Summe aus beiden Entgelten ergibt ein endgültiges Nutzungsentgelt in Höhe von
35.904,96 Euro
35.904,96 Euro.
– 10 %
= 32.314,46 Euro
Durch die Nutzung über die gesamte Netzfahrplanperiode erhalten die beiden Nutzer
10 % Rabatt auf die Gesamtsumme.
32.314,46 Euro
Aufgrund der 50/50-Aufteilung bei der täglichen Nutzung zahlt jeder Nutzer somit :2
16.157,23 Euro. = 16.157,23 Euro
Sonstige Entgelte
Zusätzliche Besetzungszeiten Stellwerke
Je Mitarbeiter und je angefangene 30 Min. = 30 Euro
Zusätzliche Vermittlung von Ortskenntnissen
Je Mitarbeiter und je angefangene 60 Min. = 60 Euro
Anlagendisponent
Der Anlagendisponent übernimmt im Gelegenheitsverkehr innerhalb von 73 Stunden
vor Nutzungsbeginn die Zuweisung von Nutzungsobjekten sowie die Koordination der
Nutzung von Kapazitäten in diesen Serviceeinrichtungen.
In folgenden Serviceeinrichtungen gibt es einen Anlagendisponenten:
Aachen West, Duisburg-Ruhrort Hafen, Köln Eifeltor, Köln-Kalk Nord, Oberhausen West
(im Verbund mit Oberhausen Osterfeld Süd), München Ost Rbf, München Riem Ubf und
Passau. Für den Anlagendisponenten gilt ein gesondertes Entgelt, das Sie in unserer
aktuellen Liste der Entgelte für Serviceeinrichtungen unter www.dbnetze.com/aps
finden.
Neben-/Verbrauchskosten
Bei der Nutzung von Zusatzausstattungen können Neben- und Verbrauchskosten ent-
stehen, die neben den Nutzungsentgelten zusätzlich erhoben werden. Die Abrechnung
erfolgt dabei pauschal oder verursachungs- bzw. verbrauchsorientiert. Nebenkosten
können für Wasser/Abwasser und Strom, aber auch für die Reinigung von Ladestellen
bei Versäumnis durch das EVU anfallen.
Investitionen auf Kundenwunsch
Unter bestimmten Voraussetzungen kann die DB Netz AG auf Ihren Wunsch hin Neu-
und Erweiterungsinvestitionen in Serviceeinrichtungen durchführen. Das anlagenspe-
zifische Nutzungsentgelt ist in diesem Fall von den eingesetzten Investitionsmitteln
sowie der festgelegten Vertragslaufzeit abhängig und basiert auf separaten Nutzungs-
vereinbarungen. Weitere Infos unter www.dbnetze.com/infra-auf-kundenwunsch
11Die Bestellung
Bequem zur
gewünschten Serviceeinrichtung
Wer kann bestellen?
Wir stellen unsere Infrastruktur allen in- und ausländischen Eisenbahnverkehrsunter-
nehmen zur Verfügung, die ihren Sitz in Deutschland haben und eine Betriebsgeneh-
migung bzw. eine Sicherheitsbescheinigung des Eisenbahn-Bundesamtes besitzen.
Außerdem sind die erforderlichen technischen sowie rechtlichen Voraussetzungen
zu erfüllen, die Sie detailliert in unseren Nutzungsbedingungen (NBS) finden. Basis
für die Bestellung und Nutzung unserer Serviceeinrichtungen ist ein gültiger Grund-
satz-Infrastrukturnutzungsvertrag.
Mit dem Anlagenportal-Netz (APN) bietet die DB Netz AG Ihnen eine Plattform zur
Buchungsanfrage von Serviceeinrichtungen. Suchen Sie sich einfach die gewünschte
Serviceeinrichtung sowie den Nutzungszeitraum aus, und das System zeigt Ihnen
den aktuellen Status an. Sie können somit Ihre Nutzungsanfragen selbst einsehen
und verwalten.
12Die Bestellung
Wie geht es weiter?
Kapazitätswünsche für den Netzfahrplanverkehr des folgenden Jahres können vom
1.7. bis zum 15. 8. über das APN angemeldet werden. Wenn keine weiteren Kapazi-
tätsanmeldungen vorliegen, bietet Ihnen die DB Netz AG das gewünschte Nutzungs-
objekt im Rahmen eines Einzelnutzungsvertrages für Serviceeinrichtungen an. Die
Rückmeldung, ob Ihre Anmeldung durchgeführt werden kann, erfolgt im Rahmen
eines Angebotes der DB Netz AG bis spätestens zum 15.10. jeden Jahres. Innerhalb
von fünf Werktagen können Sie unser A ngebot schriftlich oder elektronisch
annehmen. Für den Gelegenheitsverkehr ist eine kurzfristige Anmeldung möglich –
bis zu 73 Stunden vor Ihrem geplanten Nutzungsbeginn der Serviceeinrichtung.
Wichtig für Sie ist, dass es sich hierbei a
usschließlich um Restkapazitäten oder die
Nebennutzung von Serviceeinrichtungen handelt.
Mehrere Interessenten – was nun?
Liegen mehrere Anmeldungen für ein Nutzungsobjekt im Netzfahrplan vor, setzen
wir uns in einem Koordinierungsverfahren dafür ein, eine einvernehmliche Lösung
mit allen Beteiligten zu finden. Als erstes klären wir unter den Interessenten, ob die
Betriebsprogramme so optimiert werden können, dass durch die freien Belegungszeit
fenster mehrere Nutzer im Nutzungsobjekt agieren können. Lassen sich danach noch
nicht alle Wünsche erfüllen, wird im nächsten Schritt gemeinsam geprüft, ob alter-
nativ geeignete Nutzungsobjekte in einer anderen Serviceeinrichtung in Betracht
gezogen werden können.
Kommt auf diesem Weg innerhalb von 14 Tagen keine Einigung zustande, berück-
sichtigen wir im Entscheidungsverfahren Anmeldungen in folgender Reihenfolge:
Zunächst erhalten solche Anmeldungen Vorrang, die die notwendige
Folge einer Zugtrasse sind.
Im folgenden Schritt bestimmen die aufgrund der Anmeldungen der
Beteiligten errechneten Entgelte des konkurrierenden Gleises für ein Jahr
die Vergabe der Serviceeinrichtung; derjenige mit dem höchsten
Nutzungsentgelt für das betreffende Nutzungsobjekt erhält das Angebot.
Sind auch diese Kriterien nicht zielführend, werden die Interessenten
gebeten, i nnerhalb von fünf Tagen ein Höchstgebot für das entsprechende
Nutzungsobjekt bei der Bundesnetzagentur abzugeben.
Letztendlich erhält das höchste Gebot den Zuschlag für die Serviceeinrichtung.
Eigenbedarf
Wichtig zu wissen: Kapazitäten in Serviceeinrichtungen, die für netzeigene
Zwecke reserviert und u. a. für baulogistische Zwecke benötigt werden,
können nicht zur Nutzung im Netzfahrplan angemeldet werden.
Eine Vermarktung dieser freien Restkapazitäten kann j edoch innerhalb
des Gelegenheitsverkehrs erfolgen.
13Die Bestellung
Bestellverfahren für Serviceeinrichtungen
Bestellungen können Sie über APN vornehmen,
unter folgendem Link:
www.dbnetze.com/apn
Netzfahrplanverkehr Gelegenheitsverkehr
(Restkapazitäten/Mitnutzung)
Anfrage und Buchung:
Anfragezeitraum: 1. 7. – 15. 8. 2017
bis 73 Stunden vor Nutzungsbeginn
Prüfung der Anfrage
Prüfung der Anfrage und Abgabe eines
Angebotes der DB Netz AG (Anträge für
Gelegenheitsverkehr für die Fahrplanperiode
Verfügbarkeit der Anlage Es liegen zwei oder mehrere 2018 werden ab dem 20. 10. 2017 bearbeitet);
zum angefragten Zeitraum und konkurrierende Anfragen vor bei konkurrierenden Anfragen erhält die
Umfang zuerst eingegangene Vorrang
Vorschlag der DB Netz AG unter
Einbindung der Interessenten
innerhalb eines Koordinie-
rungsverfahrens im Zeitraum
von maximal 14 Tagen
Abgabe eines Angebotes Abgabe eines Angebotes
der DB Netz AG über das an- der DB Netz AG über das
gefragte Auftragsvolumen bis vereinbarte Auftragsvolumen
15. 10. 2017 bis 15. 10. 2017
Annahme des Angebotes durch Antragsteller innerhalb von 5 Werktagen
Vertragsschluss
14Ihre Ansprechpartner
Persönlich betreut
ist besser beraten
Unsere regionalen Ansprechpartner beraten und betreuen
Sie gerne hinsichtlich Zugang und Nutzung unserer
Serviceeinrichtungen, der Durchführung von Einzelnutzungs-
verträgen sowie der Abrechnung der Nutzungsentgelte.
Ost
Nord
Berlin
Hannover
West Südost
Regionaler Vertrieb Duisburg Leipzig
Mitte
Regionalbereich Nord Regionalbereich Mitte Frankfurt
Lindemannallee 3 Pfarrer-Perabo-Platz 4
30173 Hannover 60326 Frankfurt am Main Süd
Karlsruhe
Jürgen Motzkau Harald Hartmann Südwest
Tel.: +49 (0)511 286-49112 Tel.: +49 (0)69 265-19171 München
Fax: +49 (0)511 286-49110 Fax: +49 (0)69 265-19045
dbnetz.nord dbnetz.mitte
@deutschebahn.com @deutschebahn.com
Regionalbereich Ost Regionalbereich Südwest
Granitzstraße 55–56 Schwarzwaldstraße 86 Unternehmenszentrale
13189 Berlin 76137 Karlsruhe
Lars Kunzelmann Rüdiger Scherer
Zentrale
Tel.: +49 (0)30 297-40160 Tel.: +49 (0)721 938-7110
Mainzer Landstraße 201–203
Fax: +49 (0)69 265-53520 Fax: +49 (0)721 938-7119
60326 Frankfurt am Main
dbnetz.ost dbnetz.suedwest
@deutschebahn.com @deutschebahn.com Vertrieb Güter- und
Personenverkehr
Regionalbereich Südost Regionalbereich Süd Christoph Diemerling
Brandenburger Straße 1 Richelstraße 3 Tel.: +49 (0)69 265-30547
04103 Leipzig 80634 München christoph.diemerling
@deutschebahn.com
Thomas Kleinsteuber Dirk Rothe
Tel.: +49 (0)341 968-7007 Tel.: +49 (0)89 1308-72110
Fax: +49 (0)341 968-7609 Fax: +49 (0)89 1308-72102
dbnetz.suedost dbnetz.sued
@deutschebahn.com @deutschebahn.com
Regionalbereich West
Hansastraße 15
47058 Duisburg
Jens Severin Fragen? Wir sind für Sie da – auch online!
Tel.: +49 (0)203 3017-4101 A
llgemeine Informationen zum Anlagenpreissystem
Fax: +49 (0)203 3017-4112 (inkl. Liste der Entgelte): www.dbnetze.com/aps
db.netz.west Nutzungsbedingungen: www.dbnetze.com/nbs
@deutschebahn.com A
nsprechpartner: www.dbnetze.com/kontakte
15Impressum Herausgeber
DB Netz AG DB Netz AG
Theodor-Heuss-Allee 7 Preise und Produkte
60486 Frankfurt am Main Mainzer Landstraße 201 – 203
www.dbnetze.com/fahrweg 60326 Frankfurt am Main
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Titelbild: Deutsche Bahn AG/Wolfgang Klee Einzelangaben ohne Gewähr
Seite 2: Deutsche Bahn AG/Uwe Miethe Stand: April 2017
Seite 3: Deutsche Bahn AG/Christian O. Bruch
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Seite 12 rechts: Fotolia/contrastwerkstatt
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