David gegen Goliath Vier erfolgreiche Strategien für profitables Wachstum im Asset Management

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David gegen Goliath Vier erfolgreiche Strategien für profitables Wachstum im Asset Management
David
gegen
Goliath
Vier erfolgreiche
Strategien
für profitables
Wachstum
im Asset
Management
David gegen Goliath Vier erfolgreiche Strategien für profitables Wachstum im Asset Management
Kontakte
Deutschland                      Schweiz
Dr. Philipp Wackerbeck           Dr. Utz Helmuth
Partner,                         Director,
PwC Strategy& Germany            PwC Strategy& Switzerland
+49-89-54525-659                 +41-77-409-4571
philipp.wackerbeck               utz.helmuth
@strategyand.de.pwc.com          @strategyand.ch.pwc.com

Dr. Torsten Eistert
Partner,
PwC Strategy& Germany
+49-69-97167-431
torsten.eistert
@strategyand.de.pwc.com

Über die Autoren
Dr. Philipp Wackerbeck ist Partner bei Strategy& und leitet den Bereich Financial Services in
Europa. Vom Münchener Büro aus berät er Banken und Finanzinstitute schwerpunktmäßig bei
strategischen Transformationen, regulatorischen Veränderungen, Fusionen sowie Kosten-
senkungsprogrammen.

Dr. Torsten Eistert ist Partner bei Strategy& im Frankfurter Büro und verfügt über langjährige
Erfahrungen in der Beratung von Banken und Asset Managern. Er leitet das Angebot zu
Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen «Fit For Growth» von Strategy& in Europa.

Dr. Utz Helmuth ist Director im Zürcher Büro von Strategy&. Er leitet das Angebot für Asset
Manager und hat sich in zahlreichen Projekten mit strategischen Fragestellungen auf der
Ertrags- und Kostenseite sowie der Entwicklung von Operating Modellen von Asset Managern
und Finanzinstituten beschäftigt.

Die Autoren danken Michael Wild, Senior Associate im Hamburger Büro,
Tobias Schliesselberger, Associate im Wiener Büro von Strategy&, sowie
Benjamin Baur für ihre Unterstützung bei der Erstellung dieser Studie
David gegen Goliath Vier erfolgreiche Strategien für profitables Wachstum im Asset Management
EXECUTIVE SUMMARY

Obwohl Asset Management im Niedrigzinsumfeld weiter boomt, geraten die Manage-
ment-Gebühren zunehmend unter Druck: Der Siegeszug des passiven Asset Manage-
ments schärfte in den letzten Jahren das Kostenbewusstsein der Kunden. Zudem gelang
es einem Großteil von Asset Managern nicht, die Erträge in gleichem Maße zu steigern wie die
Assets under Management (AuM). Während die global verwalteten Kundengelder zwischen

auf 81,7 Billionen US-Dollar wuchsen, stiegen die Erträge im gleichen Zeitraum pro Jahr nur

als auch im passiven Bereich weiter fortsetzt1. Darüber hinaus wird auf Basis der vor-
liegenden Analyse eine weiter steigende Bedeutung von Alternativen Investments erwartet
(siehe Abbildung 1).

ABBILDUNG 1
Management-Gebühren

 Aktiv

   0,82               0,85              0,82              0,80              0,78              0,78
                                                                                                                            0,58

   2012              2013              2014              2015              2016              2017              ...         2025e

 Passiv

   0,27               0,26              0,25              0,24              0,23              0,23
                                                                                                                            0,15

   2012              2013              2014              2015              2016              2017              ...         2025e

Quelle: PwC Global AWM Research Centre analysis based on Lipper, annual reports, Bloomberg, ICI, EFAMA, City UK, Hedge Fund
Research and Preqin; Strategy& Analyse

1 Vgl. “Strategic ways to play for Asset Managers with Fit for Growth”, PwC Global AWM Research Centre analysis based on Lipper, annual
reports, Bloomberg, ICI, EFAMA, City UK, Hedge Fund Research and Preqin

                                                                                                 Strategy& | David gegen Goliath          1
Deutschland und Schweiz mit geringen
Volumenzuwächsen
Als Reaktion auf diese Entwicklungen richtete sich der Fokus vieler Asset Manager auf die
Skalierung ihrer Ertragsbasis, um die relativen Kosten zu reduzieren. Im internationalen
Vergleich ergeben sich jedoch klare Gewinner und Verlierer mit Blick auf die AuM-Zuwächse.
Während die US-dominierte Spitzengruppe ihr Asset-Volumen zwischen 2012 und 2017 im
Schnitt um 87% vergrößern konnte, legten deutsche und Schweizer Marktteilnehmer durch-
schnittlich nur um 33% zu, was jedoch nur zum Teil auf die unterschiedliche Marktentwicklung
zurückzuführen ist (siehe Abbildung 2, nächste Seite).

Die Asset Management-Unternehmen forcierten dieses Wachstum zu einem erheblichen Teil
anorganisch durch Fusionen und Zukäufe. Allein in den vergangenen sechs Jahren belief sich
das Volumen der 41 größten Transaktionen weltweit auf über 100 Milliarden Euro.

2   Strategy& | David gegen Goliath
ABBILDUNG 2
Verschiebung der Marktdynamik
(2012 – 2017 in Mrd. Euro)

  1.                BlackRock                                                                        5.315 (85%)

  2.                 Vanguard                                                         4.090 (152%)

  3.               State Street                                         2.317 (46%)   >2 Mrd. Euro    +87%

  4.                    Fidelity                                     2.003 (57%)

  5.               BNY Mellon                                   1.586 (51%)

  6.            Capital Group                                  1.504 (173%)

                   J.P. Morgan
  7.                                                          1.471 (38%)
                  Asset Mgmt.
  8.                    PIMCO                                 1.462 (19%)

  9.                   Amundi                                1.426 (96%)

10.                  Prudential
                                                         1.161 (44%)
                      Financial
11.           Legal & General                            1.108 (121%)

12.           Goldman Sachs                            1.074 (91%)
                 Asset Mgmt.
                   Wellington                                                               Top-20    +75%
13.                                                  900 (56%)
                 Management
           Natixis Investment
14.                                                 831 (41%)
                    Managers
15.              T. Rowe Price                      825 (89%)

16.                    Nuveen                       810 (448%)

17.             Northern Trust                      801 (39%)

18.                    Invesco                      781 (50%)

19.                        AXA                     746 (35%)

20.                       DWS                     702 (16%)

22.                      UBS
                                                  664 (38%)                                                             AuM 2012
                  Asset Mgmt.
                                                                                                                        in Mrd. Euro
30.                     Allianz
                                               498 (64%)                                                                AuM 20171
              Global Investors
                                                                                                                        in Mrd. Euro
55.              Credit Suisse              330 (7%)
                 Asset Mgmt.                                                                                       Wachstum
58.                     Union                                                                                      2012 – 2017
                                            324 (70%)                                 Deutschland
                   Investment                                                                         +33%
                                                                                      und Schweiz                       >100%
68.                 DekaBank               265 (69%)
                                                                                                                        50% – 100%
70.                      MEAG              252 (8%)
Größe und Profitabilität gehen nicht zwingend
   Hand in Hand
   Der internationale Vergleich zeigt, dass die reine Ausrichtung auf starkes Wachstum nicht für
   alle Asset Manager gleichermaßen funktioniert. Oftmals arbeiten die kleinen und mittleren

   und Schweizer Unternehmen. Dies liegt u.a. daran, dass nicht jede Fusion und Akquisition
   erfolgreich verläuft. Kunden ziehen ihre Gelder ab und investieren diese anderweitig, wenn es
   beispielsweise zu operativen Schwierigkeiten kommt oder sie eine zu starke Konzentration
   ihrer Investments vermeiden wollen (siehe Abbildung 3).

   ABBILDUNG 3
   Outside-In konkurrenzbezogenes Benchmarking der Gewinne1

                                                Kleine     Mittlere                               Große
                                                Marktteil- Marktteilnehmer                        Marktteilnehmer
                                                nehmer
                                          4,8
                                                                                                                                             Hoch profitabel
                                          2,4
Gewinn pro Mrd. Euro AuM (in Mio. Euro)

                                          2,2
                                          2,0
                                          1,8
                                          1,6
                                          1,4                                                                                     Durchschnittlich profitabel

                                          1,2
                                          1,0                                     2

                                          0,8
                                                                                                                         2

                                          0,6                                 2

                                          0,4                                                                                                                   Mehrheitlich passives
                                                                                                                             Unterdurchschnittlich profitabel
                                                                                                                                                                Management
                                          0,2                                                                                                                   Mehrheitlich aktives
                                          0,0                                                                                                                   Management
                                                0     200      400      600           800     1.000   1.200   1.400   1.600     1.800   2.000   2.200   5.400

                                                                                            Gesamte AuM (in Mrd. Euro)

   1 Zahlen für Einnahmen und Kosten aus 2018, Zahlen für AuM aus 2017 (nach IPE)
   2 Enthält auch relevante aktive und passive Geschäfte
   Quelle: IPE Top 400 Asset Managers 2018; Geschäftsberichte 2018; Strategy& Analyse

    4                                     Strategy& | David gegen Goliath
nicht jedem Unternehmen gelingt es, diese auch in ein niedriges Aufwand-Ertrags-Verhältnis
                                                          zu übersetzen, wenn die Einnahmen in Summe zu schwach ausfallen (siehe Abbildung 4).

   ABBILDUNG 4
   Outside-In konkurrenzbezogenes Benchmarking der Kosten1

                                       Größe des Kreises1 zeigt gesamte AuM
                                  85
                                                                   Einnahmen                                 Effizienz und Einnahmen

                                  80
                                                                                2
Kosten-Ertrag-Verhältnis (in %)

                                                               2       2

                                  75

                                  70

                                                              Position halten                                               Effizienz
                                  65

                                  60

                                  55                                                                                                          Mehrheitlich passives
                                                                                                                                              Management
                                                                                                                                              Mehrheitlich aktives
                                  50                                                                                                          Management
                                       0             10              20              30              40           50              60

                                                                    Operative Kosten AuM (in Basispunkten)

   1 Zahlen für Einnahmen und Kosten aus 2018, Zahlen für AuM aus 2017 (nach IPE)
   2 Enthält auch relevante aktive und passive Geschäfte
   Quelle: IPE Top 400 Asset Managers 2018; Geschäftsberichte 2018; Strategy& Analyse

                                                                                                                                  Strategy& | David gegen Goliath   5
Profilabhängig die richtige Strategie finden
Niedrige Kosten allein stellen folglich kein ausreichendes Erfolgsrezept dar. Die richtige
Strategie resultiert vielmehr aus der Marktpositionierung sowie dem individuellen Unter-

(siehe Abbildung 5):

ABBILDUNG 5
Ways-to-Play

                  Niedrig                 Wertschöpfungsketten-Integration        Hoch

Hoch

                                                                                         1.   Skalenplayer mit Kostenfokus

                                                    1.
                                                                             2.          2.   Wertschöpfungsketten-
 Skalierung

                                                                                              Integratoren
                                                      Skalierungsfokus

                                                                                         3.   Netzwerkmonopolisten

                                                      3.
                                   4.                                                    4.   Produktinnovatoren

                                                Spezialisierungsfokus

Niedrig

Quelle: Strategy& Analyse

6             Strategy& | David gegen Goliath
1.
                      Diese Asset Management-Unternehmen kennzeichnet ein
                      ganzheitliches Produktportfolio, gepaart mit einem klaren
                      Fokus auf Kostenreduktion. Erfolgreiche Standardisierung
                                                                              -

Skalenplayer mit
Kostenfokus

2.
                      Auch die Integratoren fokussieren sich auf Skalenerträge,
                      verfolgen jedoch eine abweichende Strategie, indem sie
                      das eigene Geschäftsmodell auf zusätzliche lohnende Teile

                      sind hier beide Richtungen – Integratoren aus dem Back
Wertschöpfungs-
ketten-Integratoren   umgekehrt. Eine starke Infrastruktur ist dabei ein wesentli-

                      auszudehnen und seine Marktmacht auszuweiten. Bei-
                      spielsweise konnte BlackRock die Nutzerzahlen seiner

3.
                      Die Netzwerkmonopolisten genießen als spezialisierte
                      Asset Manager eine Sonderstellung, da sie eng in das
                      bestehende Netzwerk oder den Verbund ihrer Kunden

                      eigene Asset Manager von Versicherungsunternehmen
Netzwerk-             oder Bankenverbünden. Aufgrund ihrer Sonderstellung
monopolisten          sind die Firmen stark auf ihre Fokuskunden ausgerichtet
                                                                            -
                      fungskette. Die Kosten-Ertrags-Allokationen unterliegen

                      Vergleich mit unabhängigen Asset Managern zu berück-
                      sichtigen ist.

4.
                      Innovatoren positionieren sich über neuartige Nischen-
                      produkte auf dem Markt und bauen ihre Marke über

                      ein prominenter Fondsmanager als Aushängeschild
                      dieser Asset Management-Unternehmen.
Produkt-
innovatoren

                                                         Strategy& | David gegen Goliath   7
Im Folgenden bewertet Strategy& die Wichtigkeit wesentlicher Fähigkeiten in der Asset
Management-Industrie für die vier dargestellten Geschäftsmodelle (siehe Abbildung 6).

ABBILDUNG 6
Zentrale Fähigkeiten für Ways-to-Play

                                                                                                                   Erweiterung der Individuelle
                               Dominante             Marke/              Kostenführer-       Skalierbarkeit        Wertschöpfungs- Kundenfokus-
                               Marktpräsenz          Reputation          schaft              der Plattform         kette           sierung

    1.   Skalenplayer mit
         Kostenfokus
                               Breites Angebot       Globale Marke mit Kosteneffizienter     Aktives Voran-        Standardisiertes   Tiefe, übergrei-
Breites Angebot und            in Bezug auf          hoher Reputation Betrieb, auch          treiben der           Angebot entlang    fende Branchen-
Abdeckung bei                  Produkte und                            durch Verlagerung     Marktkonsoli-         der Kern-          kenntnisse
gleichzeitig relativ           Regionen                                ins Ausland           dierung inkl.         Wertschöpfungs-
niedrigen Kosten                                                                             erfolgreicher         kette
                                                                                             Integration

         Wertschöpfungs-
    2.   ketten-
         Integratoren          Breites Angebot       Etablierte Marke,   Fähigkeit, neue     Flexible Plattform,   Starkes F2B/       Tiefe, übergrei-
Ausweitung der                 entlang der           die glaubwürdig     relevante Partner   die die Integration   B2F-Angebot,       fende Branchen-
bestehenden Plattformen        Wertschöpfungs-       entlang der         anzuziehen oder     neuer Lösungen        das die gesamte    kenntnisse
Front-to-Back (F2B) oder       kette                 Wertschöpfungs-     zu akquirieren      ermöglicht            Wertschöpfungs-
Back-to-Front (B2F) zur                              kette erweitert                                               kette abdeckt
nahtlosen Abdeckung                                  werden kann
der Wertschöpfungskette

    3.   Netzwerk-
         monopolisten          Starke Kunden-        Sub-Marke           Hohe Abhängig-      Enge Verzahnung       Ganzheitlicher    Kundensegment-
Enge Kundenbeziehung           basis (ggf. mittels   innerhalb des       keit von internen   mit Kundenpro-        Blick auf         spezifisches
als exklusiver Asset           vertraglich           Netzwerks/          Verrechnungs-       zessen und            die gesamte       Angebot
Manager                        gebundenen            der Gruppe          preisen und         -infrastruktur        kundenspezifische
                               Vermittlern)                              Qualitätsvor-                             Wertschöpfungs-
                                                                         gaben. Deutsche                           kette
                                                                         Player i.d.R
                                                                         mit hohem
                                                                         Onshore-Anteil

    4.   Produkt-
         innovatoren
                               Starke, direkte       Innovations- und    Hohes               Fokus auf             Profilierte        Maßgeschneiderte
Nischenprodukt mit             Kundenbasis           Technologiefüh-     Service-Level       spezifische           Positionierung     Lösungen für
innovativer Positionierung                           rerschaft                               Nische                und Produkt-       spezifische
und starker Marke                                                                                                  angebot mit        Kunden mit
                                                                                                                   klarem Allein-     klarem Fokus
                                                                                                                   stellungsmerkmal

                                   Für den Erfolg des Geschäftsmodells notwendige und differenzierende Fähigkeiten
                                   Für den Erfolg des Geschäftsmodells mit Blick auf die Konkurrenz nützliche Fähigkeiten
                                   Für den Erfolg des Geschäftsmodells nicht differenzierende und vernachlässigbare Fähigkeiten

Quelle: Strategy& Analyse

8    Strategy& | David gegen Goliath
Strategy& | David gegen Goliath   9
Die interne Wertschöpfungskette hinterfragen
Um im Rahmen der dargestellten Geschäftsmodelle wertschöpfend tätig zu sein, bieten
sich eine Reihe von Hebeln an, die vom Typus des Asset Management-Unternehmens
abhängen. Laut einer Befragung von Asset Management-Führungskräften steht dabei
die Senkung der operativen Kosten bei den strategischen Prioritäten weit oben
(siehe Abbildung 7, nächste Seite)2.

Mittels der dargestellten Wertschöpfungshebel können sich Asset Manager dem jeweiligen
Kostenziel annähern und zu den besten Unternehmen ihrer Gruppe aufschließen.

Um die Potentiale zu realisieren, ist es wichtig, unternehmensspezifisch die richtigen Hebel
auszuwählen. Ausgangspunkt hierfür sind die differenzierenden Fähigkeiten eines Asset
Managers und eine darauf basierende Anpassung der Wertschöpfungskette bzw. des
Geschäftsmodells. Drei Leitfragen bieten hierbei strategische Orientierung:

     ?
                     Was tun wir? Wie soll das Business-Portfolio künftig aussehen,
                     und welche Fähigkeiten wollen wir stärken?

     ?
                     Wo arbeiten wir? Welche Organisationsform macht zukünftig
                     an welchem Standort Sinn?

     ?
                     Wie arbeiten wir? Welche prozessualen und strukturellen
                     Rahmenbedingungen benötigen wir, um operationale
                     Exzellenz zu erreichen?

2 Vgl. 2019 North American InvestOps Report: Empowering Multi-Asset Front-to-Back Investment Operations

10   Strategy& | David gegen Goliath
ABBILDUNG 7
Wertschöpfungshebel für Kostenbewusstsein pro Way-to-Play

                             Wertschöpfungshebel (Beispiele)                                                                     Kostenziel

                                                                                                                                 ≤10 Basis-
 1.      Skalenplayer mit
         Kostenfokus
                             Outsourcing/
                             Offshoring
                                                      Restrukturierung
                                                      der Organisation
                                                                                Prozessexzellenz        IT-Optimierung
                                                                                                                                 punkte

Breites Angebot und          Auslagerung nicht        Optimierung der          Hinterfragen            Konsolidierung
Abdeckung bei                differenzierender        aktuellen Organisation   wichtiger Kernpro-      aller Aktivitäten in
gleichzeitig relativ         Tätigkeiten zur          hinsichtlich Standort-   zesse und Erhöhung      möglichst wenigen
niedrigen Kosten             Kostenreduktion          struktur und             der Standardisierung    Systemen und
                                                      Führungsspannen          sowie Automati-         Anwendungen
                                                                               sierung

         Wertschöpfungs-                                                                                                         ~10 − 15 Basis-
 2.      ketten-
         Integratoren
                             Hinterfragen aller
                             Aktivitäten ggü.
                                                      Operating Model
                                                      Design
                                                                               Supply- und Daten-
                                                                               Management
                                                                                                       IT-Optimierung            punkte
                             Grüne-Wiese-
Ausweitung der               Ansatz
bestehenden Plattformen
Front-to-Back (F2B) oder     Benchmarking des         Optimierung des          Optimierung und         Optimierung der
Back-to-Front (B2F) zur      Wertbeitrages der        Betriebsmodells mit      Integration der         IT-Schnittstellen
nahtlosen Abdeckung          verlängerten             Fokus auf Schnitt-       Datenstruktur entlang   zum Kunden
der Wertschöpfungskette      Wertschöpfungs-          stellen zur Erhöhung     der Wertschöpfungs-
                             kette mit dem            der Attraktivität für    kette (STP-Quote)
                             Wettbewerb               mögliche Partner

                                                                                                                                 ~5 Basis-
 3.      Netzwerk-
         monopolisten
                             Portfolio-
                             Rationalisierung
                                                      Outsourcing/
                                                      Offshoring
                                                                               Supply- und Daten-
                                                                               Management
                                                                                                       Prozessexzellenz
                                                                                                                                 punkte

Enge Kundenbeziehung         Kritische Analyse        Identifikation von       Optimierung der         Optimierung der
als exklusiver Asset         des Mehrwertes der       (nicht-differenzieren-   bestehenden             Prozessschnitt-
Manager                      eigenen Dienstleist-     den) Tätigkeiten, die    Dienstleister durch     stellen zu Standard-
                             ung für den Konzern      ausgelagert werden       Etablierung klarer      prozessen innerhalb
                             (inkl. Make-or-Buy-      können (ggf. Nutzung     Steuerungs-             des Netzwerks/
                             Abwägung)                bestehender Shared       mechanismen und         der Gruppe zur
                                                      Service Center der       Fokussierung auf        Reduktion manueller
                                                      Gruppe)                  insgesamt weniger       Aufwände
                                                                               Dienstleister

                                                                                                                                 ~10 − 20 Basis-
 4.      Produkt-
         innovatoren
                             Hinterfragen aller
                             Aktivitäten ggü.
                                                      Effiziente
                                                      Arbeitsweise
                                                                               Prozessexzellenz         IT-Optimierung
                                                                                                                                 punkte
                             Grüne-Wiese-             (inkl. Kultur)
Nischenprodukt mit           Ansatz
innovativer Positionierung
und starker Marke            Analyse, ob ange-        Regelmäßige              Sicherstellung eines    Ständige Weiter-
                             botene Produkte und      Optimierung und          hohen Automatisie-      entwicklung der
                             Services sich deutlich   Aktualisierung des       rungsgrades für         zugrundeliegenden
                             vom Marktstandard        „Way of Working“,        Kernprozesse, um        Systeme und
                             abheben                  um eine innovations-     Kunden innovative       Anwendungen,
                                                      fördernde Kultur         Produkte inkl.          um mit Produkt-
                                                      sicherzustellen          innovativer Prozesse    innovation Schritt
                                                                               anbieten zu können      halten zu können
                                                                                                                                 Value Creation
                                                                                                                                 Framework
                                                                                                                                      Was?

                                                                                                                                      Wo?

                                                                                                                                      Wie?

Quelle: Strategy& Analyse

                                                                                                                  Strategy& | David gegen Goliath   11
Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen
Das Asset Management befindet sich angesichts veränderter Kundenerwartungen und Markt-
bedingungen im Umbruch. Unternehmen werden angesichts sinkender Management-
Gebühren noch dringender effizient wirtschaften müssen. Mit einer auf ihre differenzierenden
Fähigkeiten ausgerichteten Strategie können auch europäische Asset Manager trotz
erheblicher Skalennachteile gegenüber ihren nordamerikanischen Wettbewerbern am
Markt erfolgreich sein. Nur wer sein eigenes, individuelles Geschäftsmodell aktiv gestaltet
und zu den Besten der Branche aufschließen kann, wird vermeiden können, im Rahmen
der laufenden Marktkonsolidierung in Europa im Kampf um Ertragstöpfe und Kostenführer-
schaft zerrieben zu werden.

               Im Kampf David gegen Goliath gehen Größe und Profitabilität
               nicht zwingend Hand in Hand – mit der richtigen Strategie
               können auch kleine Asset Manager erfolgreich sein.“

12   Strategy& | David gegen Goliath
Strategy&
Strategy& ist die globale Strategieberatung von PwC. Wir entwickeln individuelle
Geschäftsstrategien für weltweit führende Unternehmen. „Strategy, made real“
heißt für uns, den digitalen Wandel voranzutreiben, die Zukunft mitzugestalten
und Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

Unser praxisorientierter Beratungsansatz stellt die Kernkompetenzen unserer Klienten
in den Vordergrund. Wir kombinieren unsere Expertise mit Technologie und erarbeiten
daraus eine passende Strategie, die effizient umsetzbar ist. Wir unterstützen Unter-
nehmen bei der Definition und dem Ausbau differenzierender Wettbewerbsvorteile,
um aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu meistern.

3.000 Strategieberater und mehr als 276.000 PwC-Mitarbeiter in 157 Ländern tragen
hierzu mit einem breiten Spektrum an hochwertigen, branchenspezifischen Dienst-
leistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung
bei. Unsere Erfahrung aus 100 Jahren Beratung namhafter Unternehmen und öffentlich-
rechtlicher Institutionen bringen wir zusätzlich in zahlreiche Studien, Veröffentlichungen
sowie unser mehrfach ausgezeichnetes Management Magazin strategy+business ein.

                                                                     Strategy& | David gegen Goliath   13
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