Der Pirol Nr. 40 April 2021 - NABU Rheinauen

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Der Pirol Nr. 40 April 2021 - NABU Rheinauen
Naturschutzzentrum
 Rheinauen

Der Pirol
Mitteilungen der NABU-Gruppe
Bingen und Umgebung e.V.

                                   Nr. 40
                               April 2021
Der Pirol Nr. 40 April 2021 - NABU Rheinauen
Volker Jungbluth                                  Volker Jungbluth

                      Kleiber                                              Kernbeißer

Liebe Naturfreundinnen,
liebe Naturfreunde,

immer häufiger werde ich auf das Verschwinden unserer Singvögel angesprochen. Dies hat mich
veranlasst, auf dieses Thema näher einzugehen.

Die Lage ist in der Tat dramatisch, das kann jeder an seinem Futterhäuschen sehen. Die Experten
warnen, ein Drittel der heimischen Arten sind rückläufig. Ca. 420 Millionen Singvögel haben wir in
den letzten 30 Jahren verloren.
Amsel, Drossel, Fink und Star – leider sind sie nicht mehr alle da. Unsere Singvögel sind sichtbare
Indikatoren für eine kränkelnde Umwelt.
Nicht alleine ist die industrielle Landwirtschaft schuld, sondern auch die Jagd in Süd- und Ost-
europa, im Nahen Osten sowie in Nordafrika. Die jährlich 100 Millionen Vögeln das Leben kostet.
Lichtsmog, Glasfassaden, Klimawandel, das Verschwinden der Lebensräume und nicht zuletzt
rund 13 Millionen Hauskatzen, die in deutschen Gärten Jagd auf Vögel machen, tragen, nach
Meinung der Experten, zum Rückgang unserer Vogelwelt bei.

Ihr

Bardo Petry
1. Vorsitzender

  Volker Jungbluth                                  Volker Jungbluth

                     Erlenzeisig                                       Hausrotschwänzchen

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Der Pirol Nr. 40 April 2021 - NABU Rheinauen
Vom Acker zum Naturidyll
Entwicklung der Naturerlebnisfläche AuenLand

von Robert Egeling                                  an der rechten Rheinseite verbessert. Die
Ein wichtiger Grund, warum die NABU-                Arbeiten gingen bis in das Jahr 2016 hinein.
Gruppe Bingen und Umgebung ein neues                Gewaltige Erdmassen wurden bewegt. Unter
NABU-Zentrum gebaut hat, war das zu                 anderem wurde der Aushub von der Tunnel-
kleine bzw. fehlende Außengelände. Für              baustelle teilweise auf dem Grundstück,
Kinderprogramme, Workshops und Fachver-             dessen Haupteigentümer der NABU mittler-
anstaltungen sollte eine naturnahe Fläche           weile war, gelagert. Das tonige Material hatte
vorhanden sein, auf der man auch die Wege           einige Kleingewässer entstehen lassen, die
verlassen und die Natur erforschen darf.            schon von Amphibien und dem Eisvogel als
Rund um das alte Zentrum ist dies aufgrund          Lebensraum genutzt wurden. Durch eine
fehlender Flächen und den Regelungen des            Änderung der Genehmigung der Bahn sollte
Naturschutzgebietes nur sehr eingeschränkt          deren Erhalt gesichert werden. Leider gab
möglich.                                            es dann bei der Bahn interne Kommuni-
Mit dem 1,7 ha großen Acker am Rande von            kationschwierigkeiten, sodass die Tümpel
Bingen-Gaulsheim waren nun die Voraus-              versehentlich zugeschüttet wurden. Schließ-
setzungen optimal, ein neues Naturidyll             lich erklärte die Bahn sich bereit, durch das
entstehen zu lassen. Schließlich wurde nur          Ausbaggern einer Mulde einen Ersatz zu
ein sehr geringer Teil der Fläche für den Bau       schaffen. Ein erster neuer Lebensraum auf
des Zentrums benötigt.                              der nun AuenLand getauften Fläche war ent-
                                                    standen: Die Feuchtmulde.
Großbaustelle der Bahn-AG
Allmählich konnten ab dem Jahr 2014 einige
Flächen erworben werden. Zwischenzeit-
lich hatte sich ab diesem Jahr aber auch
der Charakter des Grundstücks massiv
gewandelt. Der einstige Acker war mittler-
weile einer Großbaustelle der Bahn-AG
gewichen. Die hatte ca. 2/3 der Fläche als
Baustelle für den Bau eines Kabeltunnels
unter dem Rhein eingerichtet. Von Natur-
nähe war keine Spur! Riesige Baumaschinen
trieben einen Tunnel von 2 m Durchmesser                         Baggern der Steilwand
unter den Rhein, in dem später die Kabel
für die 15 kV-Stromleitung der Bahn gelegt          Hecken, Obstwiese und Erleb-
wurden. Durch die Maßnahmen hat die Bahn            nisteich
die Stromversorgung für die Oberleitungen           Im Frühjahr 2016 konnten erste Pflanzarbei-

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Stegbau am großen Teich                                    Blick vom Trockenhügel

                                   Kescherteich

                     Einrichtung des Sumpfschildkrötengeheges

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Feuchtmulde und Steilwand

                   Erlebnisteich mit Steg

Streuobstwiese                               Wildsträucherhecke

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ten vorgenommen werden. Am westlichen                    tende Folie hat eine Größe von 20x30 Meter.
und östlichen Rand des AuenLands wurden                  Der Aushub des Teiches wurde zu einem
Hecken aus heimischen Sträuchern                         Trockenhügel aufgeschüttet, der zukünftig
gepflanzt. Sie haben sich mittlerweile zu                den Blick über das Gelände ermöglicht und
stattlichen Lebensräumen entwickelt. Eine                sich zu einem blütenreichen Trockenrasen
                                                         entwickeln soll. Mit dem Bau des Teichs
                                                         wurde auch ein Wildzaun am Nordrand der
                                                         Fläche errichtet, um zu verhindern, dass
                                                         Wildschweine den Folienteich beschädigen.

                                                         Vermehrungsstation für seltene
                                                         Pflanzen
                                                         Im Jahr 2017 konnte dann auch die Vermeh-
                                                         rungsstation für seltene Pflanzen auf die Na-
                                                         turerlebnisfläche AuenLand umziehen. Dort
                                                         wurden seit dem Jahr 2013 im Rahmen des
                                                         Projektes „Lebensader Oberrhein“ Pflanzen-
          Pflanzung von Obstbäumen
                                                         arten der Stromtalwiesen für eine Auswil-
kleine Ernte konnte im Jahr 2020 schon von               derung angezogen. Die Fläche wird nun von
den im Jahr 2016 gepflanzten Hochstamm-                  einem Team von Freiwilligen betreut, das
Obstbäumen eingefahren werden. Sie bilden                auch das Saatgut der Mutterpflanzen, die in
das Kernstück einer Streuobstwiese am Ost-               Beeten kultiviert werden, erntet und für Re-
rand der Fläche. Als Highlight konnte dann               naturierungsprojekte aufbereitet. Zusätzlich
im Januar 2017 mit dem Bau des Naturerleb-               wurden Ende 2018 dann zwei Holzhütten
nisteiches begonnen werden. Die abdich-                  auf dem Gelände gebaut. Eine davon soll

                               Gehege für Sumpfschildkröten bei der Anlage

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als Naturerlebnispavillon Schulklassen als          für die Wiesen-Renaturierung eingesetzt
Unterstand auf dem Gelände dienen. Die              werden.
andere ist Anlaufstation und Lager für die          Eine Besonderheit stellt jedoch das Gehege
Freiwilligen der Vermehrungsstation für             für die Europäischen Sumpfschildkröten dar.
seltene Pflanzen.                                   Hier finden bald Schildkröten eine dauer-
                                                    hafte Heimat, die in der Natur ausgesetzt
AuenLand wird Tümpelparadies                        wurden, aber vom Gentyp her hier nicht
Im Herbst 2020 haben viele fleißige Hände           heimisch sind. Diese werden oft bei den
dafür gesorgt, dass das Außengelände des            NABU-Schildkrötenexperten abgegeben, die
NABU-Zentrums Rheinauen zu einem Natur-             sie dann in ihren Freilandterrarien halten.
idyll wird. Das AuenLand wurde nun um
einige Attraktionen reicher. Dank der Unter-        Naturnahes Grün rund ums
stützung der Fa. Gemünden, die umfang-              Haus
reiche Baggerarbeiten gespendet hat und             Die Naturerlebnisfläche AuenLand wird
dank einer Spende des Lions-Club Bingen             sich in den nächsten Jahren immer mehr zu
(4000,- Euro für den Kescherteich) konnten          einer Musterfläche für naturnahe Begrünung
drei neue Gewässer geschaffen werden. Ein           entfalten. Im Frühjahr 2021 werden rund um
Kescherteich, in dem Kinder knietief die            die neuen Gebäude die Außenanlagen so an-
Lebewelt der Kleingewässer erforschen kön-          gelegt, dass sie als Anschauungsbeispiel für
nen, wurde hinter der Werkstatt Biologische         naturnahe Begrünung rund um Wohnhäuser
Vielfalt angelegt. Das Regenwasser, das nicht       dienen können.
von der Dachbegrünung auf dem Haupt-                Die vorgeschriebenen Stellflächen für Autos
gebäude abgefangen wird, läuft zukünftig in         werden naturnah begrünt. Eine Allee von
ein Sumpfbeet, über das es dann Richtung            Bäumen wird gepflanzt, die auch im Haus-
Feuchtmulde versickern kann. Bepflanzt              vorgarten Platz finden und gleichzeitig mit
wurde es mit Pflanzen aus der Vermehrungs-          der zunehmenden Trockenheit bei uns zu-
station für seltene Pflanzen. Die Samen der         rechtkommen. Blumenrasen, blütenreicher
Pflanzen sollen dann später geerntet und            Schotterrasen, Trockenmauern, Wild-Stau-
                                                    denbeete und naturnahe Heckenpflanzun-
                                                    gen bilden weitere Elemente.
                                                    In Zukunft sollen auch noch einzelne Klein-
                                                    biotope entstehen, die zum Nachbau im Gar-
                                                    ten oder z.B. auf dem Gelände von Schulen
                                                    oder Kitas einladen.
                                                    Das AuenLand wird zukünftig durch einen
                                                    barrierefreien Rundweg erschlossen werden
                                                    und so zu einem Naturidyll für alle Natur-
                                                    liebhaber werden.

                Trockenmauer

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Von der Idee zum Zentrum
UnterstützerInnen, Planungen und Fördermittel als Basis

von Robert Egeling                                   tet worden. Ausstellungen wurden in das
Hochwasser als Auslöser                              Stellwerk Mensch/Natur/Technik im Park am
Das Sommerhochwasser 2013 war der                    Mäuseturm verlagert. Neben einer Blech-
Auslöser für die NABU-Gruppe Bingen                  garage in Bingen-Gaulsheim wurden auch
und Umgebung, sich mit der Suche nach                noch Lagerräumlichkeiten in Bingen-Dro-
einem neuen Standort für das NABU-Natur-             mersheim genutzt. Kurzum, der logistische
schutzzentrum Rheinauen zu beschäftigen.             Aufwand war immens und viele Veranstal-
Zahlreiche Veranstaltungen mussten in der            tungen konnten aufgrund des Platzmangels
Hochsaison vor den Sommerferien abgesagt             im eigentlichen Zentrum gar nicht stattfin-
werden, weil der Zugang zum Zentrum „An              den.
den Rheinwiesen“ nicht mehr möglich war.             Auf der Suche nach einem geeigneten, hoch-
Die Jahre zuvor war der Platzmangel für              wasserfreien Grundstück ist der NABU auf
das Zentrum immer massiver geworden.                 einen Acker am Rande von Gaulsheim auf-
Seit fast 10 Jahren waren schon Büroräum-            merksam geworden. Die Idee, hier ein neues
lichkeiten in der Mainzer Straße angemie-            Zentrum entstehen zu lassen, war geboren.

                          Hochwasser Winter 2021 am Rande des AuenLandes

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Suche nach Unterstützung und                              möglichen, waren zahlreiche Gutachten und
aufwendige Fachplanung                                    Fachplanungen notwendig. Diese dienten
Rasch war klar, dass ein solches Projekt nur              als Grundlage für eine Änderung des Flä-
möglich ist, wenn es eine breite Unterstüt-               chennutzungsplans bzw. die Genehmigung
zung bei Politik und Verwaltung gibt. Aus                 des Bebauungsplans „Sondernutzungsge-
diesem Grund wurden schon sehr früh Ge-                   biet Naturschutzzentrum Im Briel“. In dem
spräche über mögliche Rahmenbedingun-                     Gebiet kann also keine normale Bebauung
gen (Genehmigungen) und Fördermöglich-                    stattfinden, sondern nur die Errichtung eines
keiten geführt. Als klar war, dass eine breite            Naturschutzzentrums unter sehr strengen
Unterstützung für die Neubau-Idee vorhan-                 Auflagen. Anfang 2018 wurde dann der Be-
den war, konnten allmählich die Grundstü-                 bauungsplan rechtskräftig und das Vorha-
cke für das Projekt erworben werden. Der                  ben konnte weiter vorangebracht werden.
größte Anteil des Ackers wurde durch den                  Der weitere wichtige Baustein zur Reali-
Tausch mit einer anderen Ackerfläche, die                 sierung des Zentrums war es, die nötigen
der NABU erwerben konnte, in NABU-Besitz                  Mittel für den Bau zu bekommen. Rasch war
gebracht. Weitere Parzellen kamen inner-                  klar, dass ein Gebäude alle Funktionen, die
halb von zwei Jahren dazu.                                zurzeit an fünf anderen Standorten verteilt
Um überhaupt die Bebauung des Grund-                      sind, vereinbaren sollte. Dazu war eine ent-
stückes auf einem kleinen Teilbereich zu er-              sprechende Größe erforderlich. Die Kosten

                                Errichtung der ersten Holzwände im Frühjahr

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Der Pirol Nr. 40 April 2021 - NABU Rheinauen
für das Gebäude lagen dann bei ca. 2,2 Mio.            und Umwelt RLP (150.000,- Euro), die Aktion
Euro. Eine sehr lange und mühselige Suche              Mensch (140.000,- Euro), das Bundesum-
nach Förderern begann. Zahlreiche Gesprä-              weltministerium zusammen mit dem Lan-
che wurden geführt, Anträge gestellt und               desumweltministerium (240.000,- Euro) und
auf Bewilligungen gewartet. Einige Anträge             der Fraport Umweltfonds (30.000,- Euro) bei.
waren leider erfolglos, sodass sich die Suche          Die restlichen Mittel von ca. 700.000,- Euro
nach Förderern sehr in die Länge zog.                  musste der NABU an Eigenmitteln einbrin-
                                                       gen. Was nur gelang, weil der NABU-Bundes-
Ein bunter Strauß von Förderern                        verband (200.000,- Euro) und der NABU-Lan-
Letztendlich konnte ein bunter Strauß von              desverband (150.000,- Euro) das Vorhaben
Förderern gewonnen werden. Allen voran                 unterstützt haben. Die weiteren Mittel sind
die Stadt Bingen, die das Vorhaben mit bis             zu einem großen Teil durch die großzügigen
zu 380.000,- Euro fördert. Weiterhin der               Spenden von Privatleuten, befreundeten
Landkreis Mainz-Bingen (200.000,- Euro),               NABU-Gruppen und Firmen zusammenge-
die Stadt Ingelheim (150.000,- Euro) und das           kommen.
Umweltministerium RLP mit dem HolzBau-                 An dieser Stelle möchten wir allen Förderern
Cluster (200.000,- Euro). Weitere Finanzie-            sehr herzlich für ihre Unterstützung danken!
rungsbausteine für bestimmte Bestandteile
des Zentrums steuerten die Stiftung Natur-

                                       Bauschild mit Förderern

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Holzbau mit vielen Innovationen
von Robert Egeling
Das neue NABU-Zentrum Rheinauen soll
durch seine Bauweise ein Beispiel für nach-
haltiges Bauen liefern. Die beiden Teilge-
bäude (Infozentrum und Werkstatt) sind in
Holzbauweise errichtet worden.

Jede Menge Holz
Allgemein gilt der Holzbau als besonders
nachhaltig, da zum einen für den Bau-
prozess und die Herstellung der Baustoffe
                                                                        Fassade aus Pappelholz
weniger Energie aufgewendet werden
muss und zum anderen die verarbeiteten                 Akustikdecke: Holzfaserplatten schlucken
heimischen Hölzer als Kohlendioxidspeicher             den Schall, während Leisten aus Tannenholz
dienen. Im NABU-Zentrum Rheinauen ist                  für eine angenehme Optik sorgen.
Holz auf vielfältige und teilweise innovative
Art verbaut worden. Die Außenwände sind                Energie plus
in Rahmenbauweise mit einer Dämmung                    Das neue NABU-Zentrum Rheinauen hat
aus Holzfasern errichtet worden. Tragende              auch hinsichtlich der Energieversorgung
Innenwände wurden aus Brettsperrholz                   einen Vorbildcharakter. Die benötigte Heiz-
errichtet, das eine besondere Stabilität auf-          energie wird mit einer Holzhackschnitzel-
weist. Die Fassade wurde mit Thermo-Pap-               heizung erzeugt. Hier können zukünftig
pelholz, das durch die künstliche Trocknung            geeignete Hölzer aus der Biotoppflege
eine besondere Haltbarkeit erhält, gestaltet.          Verwertung finden. Der Strom wird von
Die massiven Decken in den Veranstaltungs-             einer Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäude
räumen bestehen aus einer speziellen                   „Werkstatt Biologische Vielfalt“ geliefert.

                                 Holzelemente des Zentrums bei Aufbau

                                                 11
Dachbegrünung auf dem Info-Zentrum.
                                                     Hier wurden nur heimische, regionale
                                                     Pflanzenarten, die allermeisten selbst in der
                                                     Vermehrungsstation gezogen, angepflanzt.
                                                     Bei handelsüblichen Dachbegrünungen
                                                     werden hingegen Zuchtsorten und Exoten
                                                     verwendet.

         Dachbegrünung auf dem Zentrum
                                                     Klimaneutraler Beton
Die Anlage wird von der UrStrom-Bürger-              Damit die Gebäude auf einem festen Grund
EnergieGenossenschaft betrieben, die den             stehen, musste ein Fundament aus Beton
Strom an den NABU verkauft. Stromspeicher            errichtet werden. Doch auch hier wurde
sorgen dafür, dass ca. 90% des Strombedarfs          auf eine besondere Umweltverträglichkeit
vor Ort gewonnen werden können. Den rest-            geachtet. Bei der Vorbereitung des Unter-
lichen Strom kauft der NABU als Ökostrom             grundes konnte der Anteil an Schotter
ein. Insgesamt wird die Photovoltaikanlage           verringert werden, indem der vorhandene
doppelt so viele Kilowattstunden produ-              Grund vermörtelt wurde. Für das eigentliche
zieren wie im NABU-Zentrum verbraucht                Betonfundament konnte die Fa. Gemünden
werden.                                              durch eine Kooperation mit dem Beton-
                                                     hersteller Holcim den ersten klimaneutralen
Dreifach verglaste Fenster, die durch anspre-        Beton in Deutschland verbauen. Bei dessen
chende Dekorationsfolien zu Vogelschutz-             Herstellung spielen der Einsatz klinkerredu-
fenstern werden, sorgen zusammen mit den             zierter Zemente und die Optimierung der
hochgedämmten Wänden für eine optimale               Bindemittel-Gehalte eine zentrale Rolle. Der
Wärmespeicherung im Gebäude zur kalten               heute noch unvermeidbare CO2-Fußabdruck
Jahreszeit. Im Sommer halten Jalousien die           wird bei dem Beton durch den Kauf von
Wärme draußen. Die Begrünung rund um                 Kohlendioxid-Zertifikaten im Moorschutz
das Gebäude sorgt durch die Verdunstung              kompensiert.
für eine wohltuende Abkühlung im Sommer.

Zusätzliche Dämmung schafft auch die

               Beton-Fundament                                    Wand aus Brettsperrholz

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Engagement für Wildkräuter
von Rebecca Schwarz
Die NABU-Gruppe Bingen und Umgebung
hat 2021 eine Wildkräuter-AG gegründet. In
der Wildkräuter-AG vereinigen sich Gleich-
gesinnte, die sich für heimische Wildkräuter
begeistern, mehr Natur im eigenen Wohn-
umfeld wünschen und sich aktiv für die
Artenvielfalt einsetzen möchten.
Egal ob jung oder alt, ob erfahrener Wild-
kräuter-Hase oder Neuling, jede und jeder
kann mitmachen. Nur gemeinsam können
                                                                    Anlage einer Wildblumenwiese
wir den drastischen Rückgang der Artenviel-
falt stoppen!                                           Doch auch der Mensch kann von Johannis-
                                                        kraut, Spitzwegerich und Co. am Wegesrand
Warum Wildkräuter? Blühende Wildkräuter                 profitieren, denn oft stecken in Wildkräutern
prägten früher das Landschaftsbild. Doch                nahrhafte und heilsame Inhaltsstoffe. Unse-
die Intensivierung der Landwirtschaft                   re Vorfahren wussten diese in Küche und
sowie der immer größere Flächenbedarf für               Hausapotheke einzusetzen. Zeit, das fast
Siedlungen und Verkehr bringen die Natur                vergessene Wissen aufzufrischen!
in große Not. Mit den Wildkräuterarten ver-
schwinden auch alle Insekten, die Wildkräu-             Gemeinsam bringen wir uns die Welt der
ter als Futterpflanze benötigen. Insekten               heimischen Kräuter (und ihre tierischen Nut-
sind wiederum Nahrungsgrundlage für viele               zer) durch diverse Aktionen, Fachvorträge,
Amphibien, Vögel und Säugetiere.                        praktische Pflegemaßnahmen in der Natur,

                                 Beim Pikieren von Jungpflanzen (2019)

                                                  13
Wildkräuterwanderungen und gemeinsames             •    als AnsprechpartnerInnen für Fragen zu
Kochen mit Wildkräutern (und vieles mehr)               den genannten Themen zur Verfügung
näher.                                                  stehen
                                                   • regelmäßige Treffen zum gegenseitigen
Langfristig möchten wir                                 Informationsaustausch und zur Abstim-
• ein Netzwerk von ExpertInnen auf dem                  mung unserer Aktivitäten organisieren
    Gebiet der Wildkräuter und artverwand-         Wir treffen uns jeden 1. Samstag im Monat.
    te Themen (Insektenschutz, naturnahe           Bei einem Feiertag verschiebt sich der Ter-
    Gärten, etc.) knüpfen                          min um eine Woche.
• die Öffentlichkeit und auch Einrichtun-          Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit
    gen und Unternehmen bei der Anlage             Rebecca Schwarz (E-Mail: reb.schwarz@
    von Blühflächen beraten                        gmx.de) auf.
• aktiv Blühflächen anlegen und pflegen

             Karten aus Wildblumen                               Tolle Blühfläche

Schmetterlinge in Bingen und
Umgebung
von Wolfgang Düring                                zwei Jahren leergefegt.
Die Bestände vieler Tagfalterarten sind            Leider mussten alle in diesem Jahr an-
in den letzten Jahren sehr stark zurück-           gebotenen Veranstaltungen aufgrund der
gegangen. Dies betrifft mittlerweile auch          Pandemie abgesagt werden. Anstelle des
die ehemaligen „Allerweltsarten“ wie das           Vortrages konnten aber viele interessierte
Tagpfauenauge, den Kleinen Fuchs und das           Schmetterlingsfans die vom NABU verschick-
Landkärtchen. Während diese Arten vor 5            te Präsentation zu Hause am Bildschirm
Jahren im August noch zu den häufigsten            bewundern. Schwerpunkt der Präsentation
Arten in unserer Region zählten, waren die         war diesmal der Große Eisvogel, der in ganz
Sommerflieder und Kleefelder in den letzten        wenigen Exemplaren pro Jahr noch im

                                              14
Soonwald und im Binger Wald vorkommt.               dass dort in Zukunft der Dunkle Wiesen-
2019 konnte sogar erstmalig im Soonwald             knopf-Ameisenbläuling wieder ein Zuhause
eine Raupe beim Bau ihres Winterquartiers           finden kann.
(Hibernarium) dokumentiert werden.

Die Schmetterlingswoche des NABU für Kin-
dergärten und Schulen der Region musste
ebenfalls ausfallen. Im letzten Jahr konnten
wegen der Pandemielage auch keine Raupen
gezüchtet werden.

In diesem Jahr sind wieder zahlreiche
Veranstaltungen geplant. Der alljährliche
Schmetterlings-Vortrag soll erstmals als On-
line-Präsentation zu sehen sein.
Im Sommer stehen zwei Exkursionen auf
dem Programm. Im Juni geht es in den
Binger Wald zu den Feuerfaltern und den              Wolfgang Düring
Perlmutterfaltern.
                                                                       Großer Eisvogel

Und im Juli ist eine Exkursion zum Dunklen          In diesem Jahr ist auch der Bau des Schmet-
Wiesenknopf-Ameisenbläuling in Dörrebach            terlingsgartens auf der Neubaufläche des
                                                    NABU in Bingen geplant. In diesem Zusam-
                                                    menhang suchen wir noch Freiwillige, die
                                                    sich mit Engagement, Expertise, handwerk-
                                                    lichem Geschick und Spaß hierbei einbrin-
                                                    gen möchten. In dem Garten soll auch eine
                                                    Voliere zur Zucht von einheimischen Raupen
                                                    für Kindergärten und Schulen entstehen.
                                                    Weiterhin können hier Nachzuchten für
                                                    bedrohte Arten erfolgen, die dann wieder
                                                    ausgesetzt werden. Es sollen aber vor allem
                                                    exemplarische Kleinbiotope entstehen, in
                                                    denen sich einheimische Schmetterlinge
 Wolfgang Düring                                    wohlfühlen können.

       Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling
                                                    Interessierte für eine Mitarbeit können sich
vorgesehen. Wir unterstützen den NABU               melden unter
Rhein-Selz zurzeit dabei ein Grünland-Bio-          Wolfgang.Duering@T-Online.de.
top bei Guntersblum derart herzurichten,

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Wilde Pflanzen retten
von Daniela Schaefer-Krolla                         im Freiland oft rar oder nur schwer zu be-
Während die Arbeiten am Neubau des                  schaffen ist. Das in der Station gewonnene
Naturschutzzentrums auch im Winter stetig           Saatgut wird wiederum zur Anzucht neuer
voranschritten, lag die rheinwärts des neuen        Setzlinge herangezogen, die schließlich
Zentrums gelegene Pflanzenvermehrungs-              auf ausgewählten Grünflächen entlang des
station in den vergangenen Monaten quasi            Rheins ausgepflanzt werden.
im Winterschlaf. Erst nun – mit steigenden          In der Saison 2018 wurde eine Gruppe eh-
Temperaturen – kehrt langsam wieder Leben           renamtlicher HelferInnen im Rahmen meh-
und Grün in die „Arche Noah für seltene             rerer Workshops mit den Aufgaben in der
Pflanzen“ zurück.                                   „Arche“ vertraut gemacht und zu sog. „Sta-
                                                    tionsscouts“ ausgebildet, die die Betreuung
                                                    der Station nach Auslaufen des Projektes
                                                    „Lebensader Oberrhein“ im September 2019
                                                    weitestgehend eigenverantwortlich über-
                                                    nommen haben. Jetzt laufen die Arbeiten in
                                                    der Station wieder an.
                                                    Sollten Sie Zeit und Lust haben, in der
                                                    „Arche“ mitzuwirken und gemeinsam mit
                                                    anderen Freiwilligen im Grünen aktiv zu
                                                    werden, melden Sie sich bitte unter daniela.
              Blick auf die Station
                                                    schaefer-krolla@nabu-rheinauen.de.
In der „Arche“, die 2013 im Rahmen des Pro-
jektes „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt
von nass bis trocken“ ins Leben gerufen wur-
de, werden verschiedene heimische Wild-
pflanzenarten in Kultur gehalten. Hierbei
handelt es sich um sog. Stromtalwiesenar-
ten, wie sie typischerweise auf Grünflächen
entlang großer Flüsse vertreten sind. Zu
diesen Arten, die den regelmäßigen Wechsel
von Überschwemmungen und trockenen
Perioden in den Auengebieten tolerieren,
zählen z.B. Großer Wiesenknopf (Sanguisor-
ba officinalis), Gewöhnlicher Teufelsabbiss
(Succisa pratensis) und Wiesen-Alant (Inula
britannica). Ziel der Kultivierung dieser
Arten ist die Gewinnung von Saatgut, das                      Beete der Vermehrungsstation

                                               16
Projekt „Kita-NaturbotschafterInnen -
mehr Natur in Kitas“ gestartet
BotschafterInnen bauen Weidentipi auf AuenLand

                                                         Direkt nach dem Start war jedoch eine
                                                         große coronabedingte Pause angesagt. Erst
                                                         im Herbst konnten die Workshops wieder
                                                         aufgenommen werden. Diese sind sehr
                                                         praxisnah, viele der Naturschutzaktionen,
                                                         die in Kitas umgesetzt werden können,
                                                         wie Aussaaten, Pflanzungen, Bauen von
                                                         Nisthilfen, werden eins-zu-eins im Kurs
                                                         umgesetzt. Hierfür eignet sich hervorragend
                                                         das weitläufige Außengelände des neuen
               Bau des Weidentipis                       NABU-Zentrums, das sogenannte AuenLand.
                                                         Hier steht genügend Platz zur Verfügung, um
von Michael Markowski
                                                         sich auszuprobieren. So haben die jetzigen
Im Frühjahr 2020 ist im NABU-Naturschutz-
                                                         Kita-NaturbotschafterInnen sich dort im
zentrum der erste Ausbildungsjahrgang der
                                                         Herbst „ausgetobt“ und ein großes Weiden-
Kita-NaturbotschafterInnen an den Start
                                                         tipi errichtet, weitere werden in den Kitas
gegangen. Die angehenden BotschafterIn-
                                                         folgen.
nen werden über zwei Jahre im Rahmen von
                                                         Weitere Informationen zum Projekt gibt es
acht Praxisworkshops und drei Erfahrungs-
                                                         im Internet unter www.kita-naturbotschaf-
austauschen für ein freiwilliges Engagement
                                                         ter.de. Interessierte können sich direkt bei
in Kitas qualifiziert. Ihr Tätigkeitsfeld ist die
                                                         Michael Markowski unter der Tel. 06721-
Umgestaltung der Kita-Außengelände. Sie
                                                         14367 melden.
schaffen neue Kleinlebensräume, sorgen für
naturnahe und erlebnisreiche Spielräume
und verbreiten – so ist die Hoffnung – die
Botschaft des Biodiversitätsschutzes bei
Kindern, Eltern und ErzieherInnen.

Neben dem Naturschutzzentrum in Bingen
gibt es zwei weitere NABU-Ausbildungsstät-
ten in Rheinland-Pfalz (Landau und Trier)
und vier weitere in Nordrhein-Westfalen und
im Saarland. Jährlich startet, bis 2024, in
den Ausbildungsstätten ein neuer Jahrgang.
                                                                   Weidentipi nach Fertigstellung

                                                    17
Mitmach-Café AuenBlick
von Barbara Manthe-Romberg und Ralf                     Wer hat Lust und Zeit, mitzumachen? Meldet
Schernikau                                              Euch bitte bei Ralf Schernikau, 0176-
Im neuen Naturschutzzentrum wollen wir                  51873267, oder per E-Mail an ralfschern@
das Café AuenBlick eröffnen. Die Besucher               posteo.de. In Kürze werden wir ein Tref-
des Zentrums können bei einer Tasse Kaffee              fen online oder im Naturschutzzentrum
und einem Stück Kuchen oder einer kleinen               organisieren, bei dem wir alles besprechen
Speise verweilen und von der Terrasse den               können. Wir brauchen auch noch Küchen-
Blick ins AuenLand und die Rheinauen                    ausrüstung! Wer hat (noch gut funktio-
dahinter genießen.                                      nierende) Küchengeräte, Backutensilien,
                                                        Waffeleisen, Geschirr, o. ä., die sie/er für das
Wie bei allen Aktivitäten im Naturschutz-               Café spenden möchte? Bitte an obenstehen-
zentrum wollen wir nachhaltige Möglich-                 de E-Mailadresse melden! Wir freuen uns auf
keiten aufzeigen: Wir werden regionale und              Euch!
fair gehandelte Zutaten verwenden und in
der Küche den Kuchen selber backen und
die Köstlichkeiten zubereiten. Wir wollen
das Café während der Öffnungszeiten am
Wochenende ehrenamtlich betreiben. Dazu
brauchen wir einen Stamm von 10 bis 15
Personen, die bereit sind, regelmäßig am
Wochenende eine Vormittags- oder Nach-
mittagsschicht Kaffee und Kuchen auszu-
geben, abzuräumen, zu kassieren und bei
allen anstehenden Arbeiten mit anzupacken.
Gesucht sind auch Hobbybäckerinnen und
-bäcker, die ab Freitag im Zentrum Kuchen
backen und Vorbereitungen treffen.

                               Blick auf die zukünftige Terasse des Cafés

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Ein Sumpfbeet anlegen
von Kai Schnepel                                   •    Anlage eines Sumpfbeetes ähnlich der
                                                        Anlage eines Teiches ohne Tiefwasser-
Interessierte für Sumpfbeet-Be-                         zone.
treuung gesucht                                    Auf was man achten sollte:
                                                   • das Sumpfbeet sollte ständig feucht
Kleinbiotope, die man ohne großen Aufwand               sein
auch im eigenen Garten anlegen kann und            • in Zeiten von Trockenheit muss mit
die Natur hautnah erlebbar machen, das                  Wasser nachgefüllt werden
zeigt der NABU Bingen und Umgebung e.V.            • am besten eignet sich Lehmboden oder
exemplarisch auf seiner Naturerlebnisfläche             etwas Teichfolie
AuenLand am neuen NABU-Natur-schutz-               • nicht gut geeignet sind sandige oder
zentrum Rheinauen in Bingen-Gaulsheim.                  nährstoffarme Böden
Eines der vielen Kleinbiotope, die rund um         Wo man geeignete Pflanzen findet:
das neue Naturschutzzentrum entstanden             • eine erste Hilfe wäre die Internetseite
sind, ist ein Sumpfbeet. Für die Betreuung              des NABU Stichwort: Sumpfbeet
dieser Feuchtfläche sucht der NABU Bingen          • ebenso können auch regionale Stau-
Freiwillige, die sich hier einbringen möch-             dengärtnereien weiterhelfen.
ten. Bei den Betreuungseinsätzen wird
z.B. der Zustand des Beetes in Bezug auf           Wer Lust bekommen hat, sich in der Gruppe
Feuchtigkeit/Wasserstand kontrolliert und          der Betreuer des Sumpfbeetes zu enga-
die gesetzten Pflanzen gepflegt.                   gieren, meldet sich bitte bei dem ehren-
Ein Sumpfbeet ist ein idealer Ort für alle         amtlichen Mitglied des NABU Bingen, Kai
Pflanzen, die feuchten Boden lieben. Wie           Schnepel unter:
einfach man selbst ein Sumpfbeet anlegen               kai85341@aol.com
und dadurch z.B. von Dachflächen wertvol-          Viele Grüße und bis bald!
les Regenwasser auf dem eigenen Grund-
stück versickern lassen kann, zeigt diese
kurze Anleitung. Was man dazu benötigt:
• eine feuchte Senke im Garten oder eine
      wassernahe Stelle
• eine Sammelstelle für abgeleitetes
      Regenwasser von den Dachflächen, z.B.
      über ein Fallrohr
• eventuell an einen bestehenden Gar-
      tenteich anlegen → Zulauf vom Teich
      zum Sumpfbeet gewährleisten z. B. mit
      einem Rohr                                                Sumpfbeet beim Bau

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Projekt „Naturerbe Inselrhein“
mit vielen neuen Ideen gestartet
von Karin Czichy                                   lich stehen an zwei Terminals künftig digitale
Zukünftig werden im neuen NABU-Zentrum             Informationen über die Rheinauen sowie
die BesucherInnen der Rheinauen über die           spielerische Unterhaltung bereit. Daneben
weitreichende ökologische Bedeutung des            sind Führungen auf dem Gelände des neuen
Natura 2000-Gebietes informiert. Tipps für         NABU-Zentrums und der Pflanzenstation
die Beobachtungen der Tier- und Pflan-             geplant. Als besondere Ergänzung dieser
zenwelt des Inselrheins sowie allgemeine           Besucherlenkung wird gerade eine App ent-
Regeln für die Freizeit in der Natur stehen        wickelt. Sie enthält u.a. eine Umgebungskar-
dabei im Vordergrund. Das Verständnis für          te mit abrufbaren Merkmalen des Geländes
die Bedeutung der Region als Europäisches          für SpaziergängerInnen, Rad- und Bootsfahr-
Vogelschutzgebiet wird auf diese Weise, im         erInnen sowie die Beschreibung wichtiger
Rahmen des Projektes „Naturerbe Insel-             Tier- und Pflanzenarten des Natura 2000-Ge-
rhein“, publikumsnah vermittelt.                   bietes. Wir suchen für das neue NABU-Zen-
Am „Info-Punkt“ des neuen NABU-Zentrums            trum ehrenamtliche MithelferInnen, die
erhalten die BesucherInnen Informationen           den Info-Punkt des neuen NABU-Zentrums
über ihren geplanten Natur-Aufenthalt              mit betreuen möchten. Als Voraussetzung
und weiteres Material zur Umgebung des             genügen der Spaß an der Begegnung mit
Inselrheins. Der „Info-Punkt“ wird gemein-         Menschen und die Liebe zur Natur.
sam von ehrenamtlichen HelferInnen und             Meldungen zur Mitarbeit bitte an
ProjektmitarbeiterInnen gestaltet. Zusätz-         karin.czichy@nabu-rheinauen.de.

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An die Mitglieder der NABU-Gruppe Bingen                                     NABU-Gruppe Bingen und
und Umgebung e.V.                                                            Umgebung e.V.
                                                                             Vorsitzender Bardo Petry
                                                                             An den Rheinwiesen 5
                                                                             55411 Bingen
                                                                             06721-14367
Einladung zur Mitgliederversammlung 2021                                     April 2021

Liebe Mitglieder der NABU-Gruppe Bingen und Umgebung,
liebe Naturfreundinnen, liebe Naturfreunde,

hiermit lade ich Sie satzungsgemäß zu unserer Mitgliederversammlung 2021 ein.

Sie findet statt am Freitag, den 28. Mai 2021, 18.00 Uhr im NABU-Naturschutzzentrum
Rheinauen, An den Rheinwiesen 5, 55411 Bingen-Gaulsheim.

Tagesordnung:
1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
2. Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden
3. Rechenschaftsbericht des Kassenführers
4. Bericht der Kassenprüfer
5. Aussprache
6. Entlastung des Vorstandes
7. Neuwahlen (2. Vorsitzender, Pressereferent, Beisitzer sowie ein Kassenprüfer)
8. Verschiedenes

Die Mitgliederversammlung wird nach den dann geltenden Coronaregeln durchgeführt. Aus die-
sem Grund vorher unter elke.petry@NABU-Rheinauen oder Tel. 06721-14367 anmelden und sich
auf unserer Homepage informieren. Danke.
Anträge zur Ergänzung der Tagesordnung müssen spätestens 48 Stunden vor Beginn der Jahres-
hauptversammlung dem Vorsitzenden vorliegen, die Versammlung entscheidet über die Aufnah-
me weiterer angemeldeter Tagesordnungspunkte.

Über Ihre Teilnahme würde ich mich sehr freuen.

Bardo Petry (1. Vorsitzender)

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Spenden für das NABU-Zentrum

                             Baustelle des neuen Zentrums

     Für den Bau des NABU-Zentrums Rheinauen sind wir auf Spenden
   angewiesen. Bisher haben uns Naturfreunde schon über 115.000,- Euro
    gespendet. Vielen Dank dafür! Wir freuen uns über weitere Spenden!

            Helfen Sie uns mit Ihrer Spende! (steuerlich absetzbar)
                       Jeder Betrag ist uns willkommen!

                                 Spendenkonto:
                     NABU Bingen und Umgebung
                        Sparkasse Rhein-Nahe
                  IBAN: DE10 5605 0180 0038 0187 01

    Blick vom Trockenhügel                                  Wiesen-Storchschnabel

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Impressum
© 2021                                                  NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen
NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen                       An den Rheinwiesen 5
1. Auflage 04/2021 - 2.500 Stück                        55411 Bingen
                                                        Tel.: 06721 - 14367
Text: falls ohne Autor NABU-Naturschutzzen-             Fax: 06721 - 10004
trum Rheinauen                                          E-Mail: Kontakt@NABU-Rheinauen.de
                                                        Internet: www.NABU-Rheinauen.de
Redaktion: Robert Egeling
                                                        Spendenkonto: NABU-Gruppen Bingen und
Layout: Hendrik Kraß                                    Umgebung, Sparkasse Rhein-Nahe
                                                        IBAN: DE10 5605 0180 0038 0187 01
gedruckt auf 100 % Recyclingpapier                      Geöffnet:
                                                        Montag bis Freitag von 9.00-16.00 Uhr
Bildnachweis, falls nicht anders angegeben:             sowie nach Vereinbarung
NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen                       Veranstaltungsprogramme liegen im Ein-
                                                        gang des NABU-Zentrums aus oder sind
                                                        abrufbar unter: www.NABU-Rheinauen.de.

                                Vermehrungsstation für seltene Pflanzen

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Gemeinsam für mehr Natur
Aktiv werden für mehr Natur im Mitmachzentrum
Wenn Sie aktiv werden wollen im neuen NABU-Zentrum, schauen Sie auf die beispielhaften Akti-
vitäten in diesem Heft. Anregungen für weitere Mitmachmöglichkeiten finden Sie unter:
https://www.nabu-rheinauen.de/mitmachen/

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