Digitales Besuchermanagement mit biometrischer Identitätsverifikation - Essentry
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Digitales Besuchermanage-
ment mit biometrischer
Identitätsverifikation
Whitepaper - März 2021
Digitales Besuchermanagement mit
biometrischer Identitätsverifikation
Bewertung, Voraussetzungen und Leitfaden für eine
DSGVO-konforme EinführungDigitales Besuchermanagement mit biometrischer Identitätsverifikation
1. Einführung
Die physische Gebäudesicherheit gewinnt
in Zeiten von immer raffinierteren
Sicherheitsangriffen auf Unternehmen
stetig an Bedeutung. Dabei spielt der
Besuchermanagementprozess eine ent-
scheidende Rolle. Denn durch ein effektives
Besuchermanagement wird sichergestellt,
dass nur autorisierte Personen Zutritt zu
den Unternehmensgebäuden erhalten.
Der sogenannte „Sturm auf das Capitol“
im Januar 2021 hat verdeutlicht, welche
weitreichenden Folgen unkontrollierter
Gebäudezutritt mit sich bringen kann.
So müssen durch den Vorfall nicht
nur die physischen Schäden beseitigt
werden, sondern auch sämtliche
Rechner und Räume als kompromittiert
angesehen werden. Es stellen sich
Fragen wie „Wurden Abhörgeräte in
den Abgeordnetenbüros platziert?“,
„Wurden USB-Sticks verwendet, um 1:1 Gesichtserkennung
Daten von Computern herunterzuladen
oder um „Hintertüren“ zu platzieren, die biometrische Merkmale, wie das Gesicht, Datenschutzaufsichtsbehörden des
einen späteren unbefugten Fernzugriff mit einer Referenz, wie beispielsweise ein Bundes und der Länder (DSK) im Detail
ermöglichen würden?“. All dies muss im auf Echtheit geprüftes Ausweisdokument, mit der Verarbeitung biometrischer
Nachgang geklärt und sämtliches Inventar abgeglichen. Die dadurch erhöhte Daten auseinandergesetzt. In diesem
untersucht, ausgetauscht oder saniert physische Sicherheit muss mit einem Whitepaper stützen wir uns unter
werden. ausgereiften Datensicherheits- und anderem auf die Informationen in den
Datenschutzkonzept kombiniert werden, „Guidelines on Facial Recognition“1 der
Dabei sind manuelle Besuchermanage- denn die erhobenen Daten sind besonders europäischen Datenschutzkonvention, auf
mentprozesse, die hohe Sicherheits- schützenswert. das „Positionspapier zur biometrischen
anforderungen erfüllen müssen, Analyse“2 der DSK, sowie auf die Stellung-
kostenintensiv und gehen für alle Innerhalb der EU ist die Verarbeitung nahme zu „Biometrie und Datenschutz“3
involvierten Personen (Besucher, Gast- biometrischer Daten in der Datenschutz- des Bundedatenschutzbeauftragten.
geber, Sicherheitspersonal) mit Grundverordnung (DSGVO) klar geregelt.
zeitaufwändigen, mühsamen Anmelde-, In diesem Whitepaper erläutern wir Die folgenden Abschnitte geben die
Authentifizierungs- und Genehmigungs- die Anforderungen an einen DSGVO- Voraussetzungen wieder, die auf Grund-
schritten einher. Digitale Besucher- konformen Einsatz von digitalen lage insbesondere der vorgenannten
managementsysteme schaffen hier Besuchermanagementsystemen, bei Quellen erfüllt sein müssen, um eine
Abhilfe. Mit dem richtigen System kann denen biometrische Daten verarbeitet rechtskonforme Einführung eines bio-
gleichzeitig die Sicherheit deutlich werden (nachfolgend auch biometrisches metrischen Besuchermanagementsystems
erhöht, die Prozesseffizienz gesteigert Besuchermanagementsystem). zu gewährleisten.
und die Nutzererfahrung verbessert
werden. 2. Biometrische Daten und die DSGVO
Moderne Besuchermanagementsysteme Bei der Verarbeitung von biometrischen
ermöglichen einen weitestgehend auto- Daten handelt es sich um Daten gemäß 1 https://rm.coe.int/guidelines-on-facial-
matisierten hochsicheren Zutrittspro- Artikel 9 DSGVO. In diesem Artikel recognition/1680a134f3
zess für Besucher. Dies wird durch wird auch geregelt, unter welchen 2 https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/
eine biometrische Identitätsverifikation Voraussetzungen biometrische Daten Publikationen/Entschliessungssammlung/
in Verbindung mit einer Integra- verarbeitet werden können. Neben 3 https://www.bfdi.bund.de/DE/Datenschutz/
tion in bestehende Zutrittskontroll- der DSGVO, haben sich europäische Themen/Technische_Anwendungen/
systeme ermöglicht. Bei der automa- und deutsche Datenschutzorgane TechnischeAnwendungenArtikel/
tisierten Identitätsverifikation werden individuell sowie gemeinsam über BiometrieUndDatenschutz.html
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3. Rechtsgrundlagen 3.2.1. Erlaubnistatbestand • Darlegung der eigenen Interessen
• Erforderlichkeit der Datenverarbeitung
Biometrische Daten dürfen bei Vorliegen Die nachfolgend erläuterten zwei
zur Wahrung dieser Interessen: Gibt
eines gem. der in Art. 9 Abs. 2 DSGVO Erlaubnistatbestände können grundsätzlich
es ein gleichwertiges, geeignetes und
normierten Ausnahmetatbestandes verar- und abhängig vom Einsatz des bio-
milderes Mittel?
beitet werden. Dieser Artikel listet die metrischen Besuchermanagementsystems
möglichen Ausnahmetatbestände auf. in Frage kommen. • Abwägung mit den Interessen,
Nachfolgend sind die für den Kontext Grundrechten und Grundfreiheiten der
von biometrischen Besuchermanage- • Art. 9 Abs. 2 lit. g DSGVO: Erhebliches betroffenen Person im konkreten
mentsystemen relevanten Ausnahme- öffentliches Interesse. Ein solches besteht Einzelfall.
tatbestände (Einwilligung und berechtigtes beispielsweise an der Sicherheit von (für
Generell sollte der Zweck möglichst genau
Interesse) erläutert. die Gesellschaft) kritischer Infrastruktur.
benannt werden. Namentlich ist der Zweck
Hierunter fallen unter anderem Flug-
in dem vorliegenden Fall das digitale
3.1. Einwilligung häfen, die Lebensmittelindustrie, die
Besuchermanagement und nicht das
Chemieindustrie, der Energiesektor sowie
generelle Besuchermanagement.
Als primäre Rechtsgrundlage kommt Rechenzentrumsbetreiber. Als Vor-
die Einholung einer Einwilligung der aussetzung für die Berufung auf Art.
4. Technische Voraussetzungen seitens
Betroffenen (Kunden, Besucher, Vertrags- 9 Abs. 2 lit. g DSGVO bedarf es einer
des Auftragsverarbeiters
partner etc.) gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO Rechtsgrundlage des Unionsrechts
in Betracht. oder des Rechts eines europäischen
Die technischen Voraussetzungen für den
Mitgliedsstaats. So kann sich bei-
Einsatz biometrischer Besuchermanage-
Damit die Einwilligung rechtlich wirksam spielsweise ein Flughafenbetreiber auf
mentsysteme umfassen zum einen die
ist, müssen die Voraussetzungen des §8 Abs. 1 Nr. 4 Luftsicherheitsgesetz
Sicherheit der Verarbeitung und zum
Art. 7 DSGVO erfüllt werden. Die berufen; danach ist der Betreiber eines
anderen datenschutzfreundliche Vorein-
Einwilligung muss insbesondere freiwillig Flugplatzes zum Schutz des Betriebes
stellungen, die produktseitig konfiguriert
erfolgen und der/die Betroffene muss vor Angriffen und unberechtigtem
werden können.
über die wesentlichen Punkte der Zugang verpflichtet.
Datenverarbeitung informiert werden.
• Art. 9 Abs. 2 lit. f DSGVO: Eine 4.1. Sicherheit der Verarbeitung
Verarbeitung biometrischer Daten ist
Um die Anforderung der Freiwilligkeit der
zur Geltendmachung, Ausübung oder Der Auftragsverarbeiter, also der Anbieter
Einwilligung zu erfüllen, muss dem Besucher
Verteidigung von Rechtsansprüchen er- und Betreiber des Besuchermanagement-
die Wahl überlassen werden, ob er die
forderlich. Hier besteht deutlich mehr systems muss geeignete Maßnahmen
Einwilligung abgibt oder nicht. Für den Fall
Freiheit hinsichtlich der Argumentation, nachweisen können, die eine sichere
der Nichtabgabe der Einwilligung dürfen
da es stark auf die Erforderlichkeits- Datenverarbeitung gewährleisten. Diese
dem Besucher (also dem Betroffenen)
prüfung ankommt und eine glaubhaft sollten im Auftragsverarbeitungsvertrags
keine Nachteile entstehen. Dies ist in der
dargestellte Gefahr von möglichen dokumentiert sein. Geeignete Maßnahmen
Praxis dadurch sicherzustellen, dass ein
(unberechtigten) Rechtsansprüchen ar- umfassen unter anderem:
alternativer Zutrittsprozess zur Verfügung
gumentiert werden muss.
gestellt wird, beispielsweise durch
• Die Einhaltung der DSGVO durch
einen besetzten Empfang oder einer
3.2.2. Erforderlichkeitsprüfung den Anbieter wird von einem
manuellen Identitätsbestätigung durch
unabhängigen, externen Datenschutz-
den Gastgeber bei Abholung der Gäste im
Für die Berufung auf das berechtigte schutzbeauftragten kontinuierlich über-
Empfangsbereich des Gebäudes.
Interesse muss neben dem Vorliegen wacht.
eines der vorgenannten Erlaubnis-
3.2. Berechtigtes Interesse • Alle gespeicherten Daten werden gemäß
tatbestände eine Erforderlichkeits-
AES-256 verschlüsselt.
prüfung erfolgen. Im Ergebnis muss
Als weitere Rechtsgrundlage kann im
die Datenverarbeitung zur Wahrung • Alle Daten werden während der
Einzelfall das berechtigte Interesse
berechtigter Interessen erforderlich Übertragung gemäß TLS verschlüsselt.
nach Art. 6 Abs. 1 S.1 lit. f DSGVO in
sein und die Interessen der betroffenen Zwischen Check-in Kiosken und Cloud-
Kombination mit einem Erlaubnistatbestand
Person dürfen nicht überwiegen. Die System sollte die Kommunikation
nach Artikel 9 Abs. 2 DSGVO und einer
Prüfung erfolgt dreistufig: zusätzlich VPN gesichert sein.
Erforderlichkeitsprüfung in Betracht
kommen. • Entwickler nutzen eine verschlüsselte
Verbindung (SSH, SSL/TLS) zu den
Systemen.
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• Löschfristen sollten durch den Kunden
(d.h. die verantwortliche Stelle) für die
verschiedene Datenarten konfiguriert
werden können.
• Das System sollte die Möglichkeit bieten,
dem Nutzer Datenschutzerklärungen an-
zuzeigen und ggf. Einwilligungen der
Nutzer für eine Datenverarbeitung ein-
zuholen und personenbezogen zu
speichern.
In der Praxis ist es häufig so, dass
durch den Einsatz moderner digitaler
Besuchermanagementsysteme nicht nur
die vorgenannten Anforderungen erfüllt
werden können, sondern der Daten-
schutz im Vergleich zu manuellen
Besuchermanagementprozessen sogar
erhöht wird. In der nachfolgenden Tabelle
wird der typische manuelle Prozess einem
Biometrisches Besuchermanagementsystem datenschutzfreundlichen digitalen Prozess
gegenübergestellt.
• Die Datenbanken werden in einem • Eine Ausweisverifikation sollte immer 5. Voraussetzungen für die verant-
hochsicheren Rechenzentrum in lokal auf einem Endgerät stattfinden, wortliche Stelle
Deutschland gehosted. sodass niemals das gesamte Ausweis-
dokument cloud-seitig verarbeitet wird. Auf Seiten der verantwortlichen Stelle,
• Das System wird regelmäßig sollten vor Einführung des biometrischen
Penetrations-Tests unterzogen, die durch • Auch lokal sollte kein Bild des Besuchermanagementsystems die nach-
unabhängige, spezialisierte Unternehmen Ausweisdokuments gespeichert werden, folgenden Maßnahmen durchgeführt
durchgeführt werden. sondern nach der Verifikation direkt werden. Führende Anbieter von bio-
gelöscht werden. metrischen Besuchermanagementsystemen
• Der Anbieter kann eine Informations-
sicherheits-Zertifizierung nachweisen, • Es sollte nur eine biometrische Veri- unterstützen den Kunden bei der
wie z.B. die ISO27001 nach BSI IT- fikation stattfinden, keine biometrische Durchführung der Maßnahmen mit
Grundschutz. Identifikation. Dokumentenvorlagen und Informationen.
• Bei der biometrischen Verifikation gibt • Datenschutzfolgenabschätzung
4.2. Datenschutzfreundliche Vorein-
der Nutzer dem System seine Identität
stellungen • Auftragsverarbeitungsvertrag
vorab bekannt (z. B. durch das Scannen
eines ihm zugeordneten QR-Codes), • Informationspflichten /
Neben den vorgenannten Maßnahmen,
das System vergleicht das biometrische Datenschutzerklärungen
die vor allem die Infrastruktur des
Merkmal (das Gesicht) dann nur mit
Produktes betreffen, sollte das biome-
dem einen zur User-ID passenden
trische Besuchermanagementsystem
Referenzmerkmal. Dies entspricht einem
datenschutzfreundliche Voreinstellungen
datensparsamen 1:1-Vergleich.
mitbringen. Insbesondere bei der Verar-
beitung von Daten aus Ausweisdoku- • Im Gegensatz dazu wird bei der
menten muss genau dokumentiert sein, biometrischen Identifikation das bio-
welche Daten tatsächlich verarbeitet und metrische Merkmal mit allen im System
gespeichert werden. Nachfolgend sind die gespeicherten Referenzmerkmalen ver-
wichtigsten Aspekte aufgeführt: glichen. Dies entspricht einem 1:1-
Vergleich, bei dem eine beliebig große
DSGVO-konform
Datenmenge verarbeitet wird.
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Üblicher manueller Prozess Datenschutzfreundlicher digitaler Prozess
Unvollständige Validierung Validierung des Ausweis-Dokuments vor Ort am Gerät
Das menschliche Auge ist nicht in der Lage, die Macht drei Fotos des Ausweises mit drei verschiedenen Lichtquellen, um zu
Echtheit von Ausweis-Dokumenten zu überprüfen. prüfen, ob das Dokument alle Sicherheitsmerkmale aufweist. Die Fotos des
Zusätzlich gibt der Besucher seinen Ausweis bei der Dokuments werden sofort nach der Validierung gelöscht.
Sichtüberprüfung aus der Hand.
Manuelle Gesichtserkennung 1:1 Gesichtserkennung
Fehleranfälliger manueller Gesichtsabgleich durch Erfolgt durch den Vergleich des ausgeschnittenen Fotos aus dem Ausweis-
Empfangspersonal. Dokument mit einem von der Kioskkamera aufgenommenen Selfie.
Manuelle Datenverarbeitung und intransparente Benutzerdefinierte Ansicht und Datenaufbewahrungszeiträume
Aufbewahrungsfristen zulassen
Typischerweise werden Besucherdaten in mehre- Das System ist nach den Bedürfnissen des Kunden konfigurierbar und bietet in
ren Systemen oder Formularen gespeichert und der Empfangsansicht verschiedene Optionen (z. B. Selfie anzeigen oder nicht).
gemeinsam genutzt. Aufbewahrungs- und Lösch- Für jede Datenkategorie können benutzerdefinierte Aufbewahrungsfristen /
richtlinien werden oft nicht durchgesetzt. Löschregeln individuell konfiguriert werden.
Intransparente Datenschutzrichtlinien und Zustim- Datenschutz und Benutzereinwilligung
mung der Benutzer Verweis (anpassbar) auf die Datenschutzrichtlinie an mehreren Stellen im
Wenn überhaupt, werden Datenschutzrichtlinien Prozess, z. B.
typischerweise nur in Papierform dargestellt und – Link zur Datenschutzerklärung in der Einladung, beim Online-Check-in und
Einwilligungen werden nicht zentral gespeichert oder auf dem Kioskbildschirm.
sind nicht nachvollziehbar (z. B. für Audits). – In der Einladungs-E-Mail wird darauf hingewiesen, dass für die Registrierung
vor Ort aufgrund von Hochsicherheitsanforderungen ein Ausweisdokument
erforderlich ist.
– Anpassbar, um beim Online Check-in oder vor Ort auf dem Kiosk-Bildschirm
zusätzlich eine ausdrückliche Zustimmung einzuholen.
5.1. Datenschutzfolgenabschätzung Die Datenschutzfolgenabschätzung für den 5.2. Auftragsverarbeitungsvertrag
Einsatz von biometrischen Besucher-
Um weitere rechtliche Rahmenbedin-
Werden innovative Technologien einge- managementsystemen sollte grund-
gungen für den Einsatz biometrischer
setzt, ist nach Art. 35 Abs. 1 S. 1 sätzliche technische Risiken und jeweils
Besuchermanagementsysteme abzu-
DSGVO die Durchführung einer Daten- entsprechende Schutzmaßnahmen auf-
decken, sind entsprechende Verträge
schutzfolgenabschätzung notwendig. führen. Zusätzlich sollte die Eintritts-
zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28
Diese Pflicht findet sich ebenfalls in wahrscheinlichkeit jedes einzelnen
DSGVO abzuschließen. Diese Verträge
der sogenannten “Muss-Liste” der Risikos bewertet werden. Weiterhin
regeln transparent die Rechte und
Aufsichtsbehörden, nach Art. 35 Abs. können kundenspezifische Risiken mit
Pflichten sowohl für Auftraggeber als auch
4 S. 1 DSGVO, wonach bei Einsatz den jeweiligen Verantwortlichen ermit-
Auftragnehmer. Hierfür sollte der Anbieter
biometrischer Zutrittssysteme die telt werden, um auch individuelle
des Systems einen Vertrag vorlegen
verantwortliche Stelle in jedem Fall eine organisatorische Risiken in die Folgen-
können.
Folgenabschätzung durchführen muss. abschätzung mit einzubeziehen.
In dieser müssen voraussichtliche Risiken
für die Rechte und Freiheiten betroffener In der Datenschutzfolgenabschätzung ist
Personen aufgeführt und die Folgen der zu berücksichtigen, dass - trotz der
vorgesehenen Verarbeitungsvorgänge hohen gesetzlichen Vorgaben - der
abgeschätzt werden. Einsatz von biometrischen Zutritts- und
Zugangskontrollen ein Massenphänomen
geworden ist. So werden Technologien
wie beispielsweise Fingerabdrucksensor
oder „Face Unlock“ heute von nahezu
jedem Smartphone Nutzer genutzt.
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6. Schlussfolgerung
Im Ergebnis ist die Einführung eines
biometrischen Besuchermanagement-
systems bei Befolgung der in diesem
Whitepaper beschriebenen Vorausset-
zungen und eventuellen unternehmens-
spezifischer Anforderungen rechtskonform
möglich. Hierzu gibt es zum einen in
der DSGVO klare Regelungen und die
Stellungnahmen der Datenschutzbehörden
bieten weitere Umsetzungshinweise.
Führende Besuchermanagementsystem
Anbieter unterstützen Ihre Kunden bei
jedem Schritt und arbeiten eng mit den
jeweiligen Rechtsabteilungen bzw. Daten-
Biometrisches Besuchermanagementsystem schutzbeauftragten zusammen, um alle
Voraussetzungen zu erfüllen. So kann
gelöst werden, was auf den ersten Blick
5.3. Informationspflichten und Betrof- Es empfiehlt sich zudem die Einführung wie ein Dilemma erscheint: Die physische
fenenrechte eines Prozesses um Betroffenenrechte wie Sicherheit wird erhöht, die Nutzererfahrung
beispielsweise Auskunftsersuchen nach durch einen vollständig digitalen und
Verantwortliche Stellen müssen in leicht Art. 15 DSGVO effektiv und fristgerecht reibungslosen Prozess verbessert und
zugänglicher Form ihren Informations- zu beantworten. Hier haben führende die Vorgaben des Datenschutzes werden
pflichten nach Art. 12-14 DSGVO nach- Besuchermanagement Software Anbie- vollständig eingehalten und umgesetzt.
kommen. Sämtliche Rechte der betroffenen ter Prozesse implementiert, um verant-
Personen sowie die Empfänger der wortliche Stellen einfach und zügig bei der
personenbezogenen Daten werden in Beantwortung von Betroffenenanfragen
einer Datenschutzerklärung transparent zu unterstützen, sodass in jedem Fall die
dargestellt. Die Informationspflichten gesetzliche Frist von 14 Tagen eingehalten
sollten im Zuge des Registrierungs- und werden kann.
Check-in Prozesses zur Verfügung gestellt
werden. Moderne Besuchermanagement-
systeme bieten dem Kunden in der Admi-
nistrationsoberfläche die Möglichkeit,
eigene Datenschutzerklärungen im Sys-
tem zu hinterlegen und unterstützen
ebenfalls mit Textvorlagen.
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Über essentry
essentry ist eine Besuchermanagementplattform zur Sicherung und Verwaltung des gesamten Besucherzyklus auf Enterprise-Niveau. Mit einem einzigartigen Besucher-
Verifizierungs-Verfahren, das aus einer Authentifizierung von Ausweisdokumenten sowie einem Gesichtsabgleich besteht, nutzt essentry künstliche Intelligenz und
biometrische Technologie, um Gebäude unserer Kunden sicherer zu machen. Dieser automatisierte Prozess integriert sich nahtlos in bestehende IT-Landschaften und ersetzt
ineffiziente Empfangsverfahren. Daraus resultieren klare Einsparpotenziale sowie ein verbessertes Besuchererlebnis ohne Beeinträchtigung der Sicherheit. essentry stammt
aus der anspruchsvollen deutschen Rechenzentrumsindustrie, in der hochsichere Gebäude eine notwendige Voraussetzung sind. Heute bieten wir essentry als Managed
Service an, der in jeder Branche, Organisation oder an jedem Standort genutzt werden kann.
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