DUESSELDORF PHOTO WEEKEND 2019 08 - 10. MÄRZ 2019 - Kunststiftung NRW

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DUESSELDORF PHOTO WEEKEND 2019 08 - 10. MÄRZ 2019 - Kunststiftung NRW
PRESSEMITTEILUNG

DUESSELDORF PHOTO WEEKEND 2019
08. – 10. MÄRZ 2019

                                                                            © Tonje Bøe Birkeland

Zur achten Ausgabe des Duesseldorf Photo Weekend zeigen mehr als 50 Ausstellungen
historische und zeitgenössische Positionen der Fotografie. Aktuelle fotografische Tendenzen,
Fragen im Hinblick auf den Bedeutungswandel der Bildkultur und der Gesellschaft stehen hier in
Reflexion mit Fotografie und ihrer Kulturgeschichte. Museen, Galerien und Off-Räume bieten an
diesem Wochenende neben den Ausstellungen ein vielfältiges Programm mit Künstlergesprächen,
Vorträgen und Filmen zum Medium Fotografie.
DUESSELDORF PHOTO WEEKEND 2019 08 - 10. MÄRZ 2019 - Kunststiftung NRW
Einen thematischen Schwerpunkt bildet dieses Jahr die Reflexion über aktuelle
gesellschaftliche Diskurse, die sich mit Fragen der Konstruktion von Geschlecht,
Identität und gesellschaftlichem System befassen.

                                    Entgegen der weitläufigen Vorstellung, die Kriegsfotografie sei
                                    ein von Männern dominiertes Berufsfeld, zeigt die Ausstellung
                                    Fotografinnen an der Front. Von Lee Miller bis Anja
                                    Niedringhaus im Kunstpalast mit rund 140 Aufnahmen, dass
                                    es eine lange und bedeutende Tradition von in Kriegsgebieten
                                    tätigen Fotografinnen gibt. Zu sehen sind Werke von Carolyn
                                    Cole, Françoise Demulder, Catherine Leroy, Susan Meiselas,
                                    Lee Miller, Anja Niedringhaus, Christine Spengler und Gerda
                                    Taro.

                                    Uncertain States Scandinavia, ein Künstler*innenkollektiv aus
                                    Oslo, kuratiert eine Ausstellung im Obergeschoss des NRW-
                                    Forum, in der zum Genre des zeitgenössischen Porträts
                                    Arbeiten von zehn aufstrebenden Künstler*innen präsentiert
                                    werden, u.a. mit Lærke Posselt, Tonje Bøe Birkeland und
                                    Christian Nilson. Fotografisch werden im Dialog mit den
                                    Betrachter*innen deren Wahrnehmung und die persönliche
© Susan Meiselas / Magnum Photos    sowie soziokulturelle Konstruktion von Geschlecht und
                                    Identität hinterfragt. Parallel dazu veröffentlicht die
                                    Künstler*innengruppe Issue 09 die aktuelle Ausgabe ihres
                                    vierteljährlich erscheinenden Magazins.

Die Fotobus Society, ein Kollektiv von Fotografie-Studierenden und initiiert von Christoph Bangert,
präsentiert zum Duesseldorf Photo Weekend die Außenausstellung Identity. Courage. Love. am
Schadowplatz. Die vorwiegend fotojournalistischen Arbeiten beleuchten den Zustand unserer
aktuellen Lebenswelt und zeigen eine politische und soziale Momentaufnahme unserer
Gesellschaft im Jahre 2019.

Body in Pieces heißt die Ausstellung im KAI 10 | ARTHENA
FOUNDATION über den menschlichen Körper, an dem sich
zentrale Widersprüche unserer Gegenwart manifestieren. Zu
sehen sind zahlreiche – zum Teil eigens für die Ausstellung
entstandene – Rauminstallationen, Videos, Skulpturen und
wandbezogene Arbeiten von internationalen Künstler*innen
wie u.a. Monica Bonvicini, Mariechen Danz, Jens Pecho, Lili
Reynaud-Dewar und Ryan Trecartin.

Das Polnische Institut zeigt die aufstrebende Künstlerin
Weronika Gęsicka in der Ausstellung Seltsam. In ihren
Fotografien manipuliert sie die Bilder und hinterfragt damit
die menschliche Erinnerung und die Mechanismen dahinter.

                                                                                  © Weronika Gęsicka
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Übergreifendes Thema der Ausstellung memo in der
                                                  SETAREH GALLERY sind durch Bildmedien
                                                  festgehaltene respektive von solchen gelöschte
                                                  ‚Erinnerungen‘. Während Morgaine Schäfer
                                                  Fotografien von analogen „Diaprojektionen“ zeigt,
                                                  veranschaulicht Sabine Dusend den Löschprozess
                                                  des Speichers ihrer Digitalkamera.

                                                  Ricarda Roggan nähert sich fotografisch der Essenz
                                                  ausgedienter maschineller Objekte und entfaltet
                                                  dabei ein analytisches Spektrum von Objekt-Raum-
                                                  Verhältnissen. Es eröffnet sich die Typologie einer
                                                  Dingwelt, die in Vergessenheit geraten ist und nun in
                                                  der Sammlung Philara mit der Ausstellung Ex
                                                  Machina präsentiert wird.

                                             In der Architektur manifestieren sich gesellschaftliche
                                             Umbrüche und historische Entwicklungen. Unser Bild
© Sabine Dusend                              von Architektur und Gestaltung hat das 1919 in
                                             We i m a r g e g r ü n d e t e B a u h a u s m a ß g e b l i c h
beeinflusst. Zum 100. Jubiläum zeigt das Museum Ratingen die Ausstellung who’s afraid of
bauhaus? Kritische Reflexionen zum 100. und beleuchtet dabei das historische Echo des
Bauhauses. Fotografie, Textil, Keramik, Möbel, Malerei, Collage, Buchkunst und Film in Bezug zum
Bauhaus begegnen sich in der Ausstellung. Zu sehen sind Arbeiten u.a. von Heidi Specker, Louisa
Clement, Anne Pöhlmann, Matthias Wollgast und Joseph Beuys.

Auch das NRW-Forum widmet sich dem Bauhaus mit
der Ausstellung Bauhaus und die Fotografie - Zum
Neuen Sehen in der Gegenwartskunst. Ausgehend von
den Konzepten der Künstler*innen des Bauhauses,
werden Bildwerke und Installationen namhafter
Positionen der gegenwärtigen künstlerischen Fotografie
gezeigt. Zu sehen sind Thomas Ruff, Dominique Teufen,
Daniel T. Braun, Wolfgang Tillmans, Doug Fogelson,
Max de Esteban, Antje Hanebeck, Viviane Sassen,
Stephanie Seufert, Kris Scholz, Taiyo Onorato & Nico
Krebs und Douglas Gordon. Zudem zeigen Studierende
des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt
und der Technischen Hochschule Nürnberg ihre
eigenen, zukunftsorientierten Entwürfe.

                                                                                           © Felix Schöppner
Mehrere Ausstellungen dokumentieren die historische Entwicklung Chinas sowie
den zeitgenössischen Blick auf die moderne chinesische Gesellschaft.

                                                          Das Haus der Universität präsentiert
                                                          einen Ausschnitt aus dem großen
                                                          Œuvre der Fotografin Eva Siao (1911–
                                                          2001) mit der Ausstellung Mein China.
                                                          Ihre Schwarz-Weiß-Fotografien sind ein
                                                          einmaliges Zeugnis der Zeitgeschichte
                                                          und Alltagskultur Chinas. In einer Zeit, in
                                                          der Bilder vor allem erzieherische Werte
                                                          vermitteln und kommunistische Ideale
                                                          verkörpern sollen, schafft Siao ein
                                                          Œuvre, das die sozialistische
                                                          Transformation dokumentiert, aber
                                                          ebenfalls, mit stillem Pathos, vom Alltag
 © E. Siao
                                                          in China erzählt. Die in den USA
                                                          lebende Enkeltochter Erika Siao reist zur
Eröffnung der Ausstellung an. Die Regisseurin Martina Fluck präsentiert ihren Dokumentarfilm Mein
Traum, meine Liebe, meine Hoffnung. Lebenserinnerungen der Eva Siao.

Anlässlich des Release der Zeitschrift Text+Bild im Haus der Universität kommt der chinesische
Exildichter und Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels Liao Yiwu nach Düsseldorf. Die
Lesung zu seinem neuen Buch Herr Wang, der Mann, der vor den Panzern stand. Texte aus der
chinesischen Wirklichkeit ist ein Programmpunkt der Vortragsreihen und Gesprächsrunden im
Haus der Universität. Weitere Referent*innen sind u.a. Thomas Seelig, Kurator am Museum
Folkwang, die Künstlerin Viktoria Binschtok sowie The Walther Collection.

Mit der Ausstellung New Metallurgists
widmet sich die Julia Stoschek Collection
einer neuen und jungen Generation
chinesischer Gegenwartskünstler*innen,
die in ihren Arbeiten die zunehmende
Komplexität und Hybridität der modernen
chinesischen Gesellschaft thematisieren.
Die Ausstellung wurde kuratiert von der
                                                                                          © Zheng Yuan
Künstlerin Cao Fei und dem Kurator Yang
Beichen in Kooperation mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
Der Verein für Deutsch-Chinesischen Kulturaustausch lädt zu der Ausstellung Die Narben der Erde
– Kritische Landschaftsfotografie aus China mit Fotografien des Chinesen Du Zi ein. Du Zi, der den
rasanten Fortschritt seines riesigen Heimatlandes selbst miterlebt hat, sieht die globale Entwicklung
kritisch und präsentiert überdimensionale Landschaften, die vom menschlichen Fortschritt
gezeichnet sind. Auch das Konfuzius-Institut und das Coelner Zimmer widmen sich fotografischen
Positionen, die das Land China, seine Kultur und Gesellschaft reflektieren.
In den Düsseldorfer Galerien ist wieder ein spannendes Programm mit
renommierten Fotografen und jungen Talenten zu sehen.

                                        Einige Düsseldorfer Galerien befassen sich in diesem Jahr
                                        mit neuen Bildwelten, die nur durch die Fotografie und in
                                        dieser existieren. Grisebach zeigt den renommierten
                                        Fotografen Michael Wesely in der Ausstellung The
                                        Camera was Present (1988–2018), der, mithilfe von
                                        Langzeitbelichtungen und selbstgebauten Fotoapparaten,
                                        die Vorgänge innerhalb der        Kamera reflektiert. Die
                                        Ausstellung Sceneries von Thomas Wrede bei Beck &
                                        Eggeling International Fine Art präsentiert Fotografien im
                                        Spannungsfeld von Realität und Illusion. Wrede reflektiert
                                        dabei die Sehnsucht nach der Natur und den
                                        Wahrheitsgehalt von Fotografie.
                                        Gleich in der Nachbarschaft sind Arbeiten des spanischen
                                        Fotografen Chema Madoz bei Clara Maria Sels zu sehen.
                                        Unter dem Titel The Nature of Things zeigt die Ausstellung
                                        auf subtile und ironische Weise paradoxe Welten
                                        alltäglicher Gegenstände.
                                        Der Künstler Kay Kaul, Meisterschüler von Prof. Rinke an
© Michael Wesely
                                        der Kunstakademie Düsseldorf, macht in seinen statischen
                                        Farblichtbildern Bewegungsvorgänge als gesonderte
                                        Farbereignisse sichtbar. Zu sehen sind Kauls Arbeiten in
                                        der Ausstellung Cloudbusting in der Galerie Voss.

Die Galerie Franz Swetec präsentiert mit Porträts Prager Künstler, 1967 eine Auswahl der Werke
von Gisèle Freund (1908–2000), einer herausragenden Fotografin des 20. Jahrhunderts, die
bekannt ist für ihre einfühlsamen Fotoreportagen und Porträts.

In Kooperation mit der Rheinischen Post zeigt die
Ausstellung Mensch Düsseldorf in der Galerie Breckner
einen Querschnitt der Arbeiten von Volker Krämer, der als
Pressefotograf, mit einem offensichtlichen Gespür für den
Moment, ein vielfältiges Bild der 1960er-Jahre in Düsseldorf
schuf. Sein Sohn Felix Krämer ist der amtierende Direktor des
Kunstpalasts.

Bernd & Hilla Becher (1931–2007; 1934–2015) begründeten
die Düsseldorfer Fotoschule und entwickelten eine für die
Geschichte der Fotografie bahnbrechende Ästhetik. Neben
dem ehemaligen Becher-Atelier widmet sich das Kunstarchiv
Kaiserswerth mit der Ausstellung Kohlebunker der
gleichnamigen Werkserie der Bechers und ihrer international
bekannten, sachlich dokumentarischen Fotografie.
                                                                         © Bernd & Hilla Becher Estate
Unter dem Titel Neighbourhood wird die lebendige Kunstszene rund um den
Worringer Platz beleuchtet.

Aktuelle Begriffe aus dem fotografischen Diskurs wie Zeitzeugenschaft, Realitätsgehalt, Narration
und Abstraktion finden sich in den Ausstellungen wieder, die eine große Spannbreite des
fotografischen Bildes präsentieren.
Das Projekt Neighbourhood zeigt jährlich im Rahmen des Duesseldorf Photo Weekend eine
Ausstellung internationaler Künstler*Innen, die sich auf vielschichtige Weise mit dem Begriff
der Nachbarschaft beschäftigt. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Gruppenausstellung,
unter dem Titel PL CZE HUN SVK BIH auf dem gesellschaftlichen Wandel in Mitteleuropa nach
1989 bis heute – insbesondere in den Länder Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Bosnien
Herzegovina. Die ausgestellten Künstler*Innen, Iva Durkáčová, Tomoya Imamura, Christian
Kasners, Joanna Kischka, Kalouna Toulakoun und Katarzyna Zolich werfen einen Blick auf Europa
als geografische Konstruktion und heterogener Kulturraum, der insbesondere in den letzten Jahren
zunehmend Fragen nach seiner zukünftigen Identität aufwirft.
Das Antichambre im Hotel Friends präsentiert gleich zwei Ausstellungen: Mimikry mit Arbeiten von
Julius Brauckmann, Jaana Caspary, Felix Contzen und Jonas Hohnke sowie die Ausstellung
Sonnendeck mit Werken von Paul Schwer.
Zahlreiche Ausstellungen vereinen um den Worringer Platz herum ein besonderes künstlerisches
Geflecht mit Teilnehmer*innen wie Studio for Artistic Research, D’Haus - Düsseldorfer
Schauspielhaus, WP8, onomato Künstlerverein und vielen weiteren Off-Räumen, Künstler-Ateliers
und Projekträumen.

Das vielseitige Ausstellungsprogramm der Teilnehmenden wird mit Gesprächen, Vorträgen,
Diskussionsrunden und ausgewählten Filmen ergänzt.

Das Programm und weitere Informationen sind einzusehen unter:

www.duesseldorfphotoweekend.de
www.facebook.com/duesseldorfphotoweekend
www.instagram.com/duesseldorfphotoweekend

Öffnungszeiten der Teilnehmenden während des Duesseldorf Photo Weekend 2019

08. März, 18.00 – 21.00 Uhr
09. März, 12.00 – 20.00 Uhr
10. März, 12.00 – 18.00 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung von:
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