Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral

Die Seite wird erstellt Jörn Kretschmer
 
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Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral
Ein ganz herzliches      Merci

                                                                 Ausgabe 2/2018

                      Schweizerische Stiftung für das cerebral gelähmte Kind
               Fondation suisse en faveur de l’enfant infirme moteur cérébral
              Fondazione svizzera per il bambino affetto da paralisi cerebrale   Helfen verbindet
Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral
EDITORIAL
                                                                Inhaltsverzeichnis
                                                     3          Merci für die Hilfe!
                                                                Immer wieder erreichen uns Briefe von dankbaren Familien, denen
                                                                wir mit unseren Leistungen helfen konnten. Wir freuen uns sehr
                                                                über diese Zuschriften, zeigen sie doch, dass unsere Unterstützung
                                                                ankommt und sehr viel bewegen kann.

Liebe Leserin,
lieber Leser
                                          4–6                   Für einen Alltag möglichst ohne fremde Hilfe
                                                                Ron Grichting kam viel zu früh auf die Welt und leidet seither an
                                                                einer cerebralen Bewegungsbehinderung. Seine Eltern setzen sich
Ferien sind wichtig – da sind wir uns                           sehr dafür ein, dass Ron ein selbstbestimmtes Leben ohne viel
wohl alle einig. Aber für Menschen                              fremde Hilfe führen kann. Doch das ist nicht immer einfach.
mit einer Beeinträchtigung sind
Ferien nicht immer einfach realisier-
bar. Dabei wäre es doch gerade für
sie sehr wichtig, einmal aus dem oft
                                                     7          In Kürze
                                                                Wir sind wieder als Charity-Partnerin am Lake Ride und an den
                                                                nationalen slowUps mit dabei und sorgen zudem dafür, dass ver-
schwierigen Alltag ausbrechen zu                                schiedene Schweizer Open-Airs auch für Menschen mit einer
dürfen. Unser neues Merci widmet                                Beeinträchtigung zum Erlebnis werden. Zudem zeigen wir Ihnen,
sich – passend zur Jahreszeit – ein-                            wie sich unsere Stiftung aktuell für andere Institutionen einsetzt.
mal so richtig dieser schönsten Zeit
im Jahr. Denn wir unterstützen
immer wieder verschiedene Ange-
bote, die Menschen mit einer cere-
bralen Bewegungsbehinderung
sorglose Ferien ermöglichen.
                                                     8          Der Cerebralpreis 2018 geht nach Mont-Soleil
                                                                Das Ehepaar Claudia und Christian Sutter kümmert sich seit vielen
                                                                Jahren liebevoll und mit viel Herzblut um seine Gäste im Haus
                                                                Surya. Für dieses unermüdliche Engagement erhalten die beiden nun
Deshalb freut es mich ganz beson-                               den Cerebralpreis 2018.
ders, dass in diesem Jahr ein Ferien-
haus den Cerebralpreis gewinnt.
Claudia und Christian Sutter haben
in ihrem Haus Surya auf dem Mont-
                                                     9          Geschäftsbericht 2017
                                                                Auch im Jahr 2017 durfte unsere Stiftung den bei uns angemeldeten
                                                                Familien mit Rat und Tat zur Seite stehen. Da der Spardruck der
Soleil eine echte kleine Oase erschaf-
                                                                öffentlichen Hand weiter zugenommen hat, standen wir vor
fen. Hier können Menschen mit einer
Beeinträchtigung so richtig ausspan-                            verschiedenen Herausforderungen.
nen und neue Eindrücke sammeln
und sind trotzdem bestens versorgt.
Lesen Sie mehr dazu auf der Seite 8
dieser Ausgabe.
                                                10              Mehr Entspannung im Alltag
                                                                Seit zehn Jahren können Familien dank unserer Unterstützung
                                                                Lagerungshilfen und Kissen der Firma EMPFI med. AG in Auenstein
                                                                (AG) günstiger beziehen. Dieses Angebot wird von den Betroffenen
Wir sind davon überzeugt, dass es                               sehr geschätzt und gerne in Anspruch genommen.
solche Angebote für die Betroffenen
dringend braucht. Deshalb unter-
stützen wir beispielsweise auch das
Ferienhaus «Au fil du Doubs» im ju-
                                                 11             «La Vie En Rose» im jurassischen St-Ursanne
                                                                Im Ferienheim «Au fil du Doubs» konnten Menschen mit und ohne
                                                                Beeinträchtigung viele Jahre lang ihre Ferien verbringen. Dank
rassischen St-Ursanne. Auch hier
werden individuelle Ferienträume                                einer umfangreichen Sanierung schaut das Ferienhaus einer
wahr. Lesen Sie mehr dazu auf Seite                             rosigen Zukunft entgegen.
11 des neuen Merci.

In diesem Sinne bleibt mir eigentlich
nur noch eines zu sagen: Ich             Impressum
wünsche Ihnen von Herzen schöne          Merci ist das Informationsblatt für Spenderinnen und Spender der Schweizerischen Stiftung für das
Sommerferien!                            cerebral gelähmte Kind und erscheint viermal jährlich: im März, Juni, August und November.
                                         Herausgeber/Produktionsleitung Stiftung Cerebral Redaktion und Texte Sina Chiabotti
                                         Fotos Hansueli Trachsel, Sina Chiabotti Druck Witschidruck AG, Nidau Auflage 86 400 Exemplare
                                         Abonnementspreis Merci CHF 5.–/Jahr, im Spendenbetrag enthalten (inkl. Cerebral-Boutique)
                                                              Sponsor Cosanum AG, Medizinalbedarf, Brandstrasse 28, 8952 Schlieren,
                                                              Telefon 043 433 66 66, www.cosanum.ch. Die Cosanum AG ist langjährige
Thomas Erne, Geschäftsleiter                                  Lieferantin der Stiftung Cerebral für Inkontinenzprodukte.

                                                                2
Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral
Merci!
                                                                                     Wir möchten uns
                                                                                                        bei
                                                                                    für den grosszü Ihnen herzlich
                                                                                                      gigen Beitrag b
                                                                                   ken. Ihre finanz                    edan
                                                                                                    ielle Unterstütz -
                                                                                  gibt uns noch et                   ung
                                                                                                   was
                                                                                 und Bewegungs mehr Mobilität
                                                                                                 freih
                                                                                Kindern, und die eit mit unseren
                                                                                                 s wissen wir se
                                                                 mann
                                                                               zu schätzen.                       hr
                                                    von Lois Steg
                                         gezeichnet

                                                                                               Familie S
                                                                                                        tegmann
                                                                                                               , 2555 Brü
                                                                                                                         gg

  Wir möchten uns nochmal
                             s herzlich für die
                                                                                                  h e r z li ch   fü r Ihre
                                                                                       n un   s
                                                                          Wir bedanke
  Unterstützung bedanken,
                            die wir für unsere
  Wohnmobil-Ferien erhalte
                           n haben. Die Ferien                                         ng   d e s  D  u  a lskifahrens
 waren unvergesslich. Wir                                                 Unterstützu
                           waren in Österreich
                                                                                           e r  M  a r  ia -  M  agdalena.
                                                                                         t
 und durften ein paar Ta
                          ge Ruhe geniessen                                unserer Toch
 und den Alltag vergessen.                                                                  u n   vie  le   J a h re unsere
                           Melina geniesst es                               Wir durften n
immer wieder, dass alle zu
                           sammen sind im                                                      ll w a ld   v e r b r ingen.
                                                                                             e
Wohnmobil und sie trotzd
                         em alles dabeihat,                                 Skiferien in B                                           anshorn
                                                                                                                il ie Bä r, 8590 Rom
was sie braucht.                                                                                            Fam

                        Familie Fankhauser,
                                              3556 Trub

                           M   é li n e  möchte
                  chter
  Unsere To                 ü r  I h r e  U   nter-
    h ne n  h e r zlich f                   nd Ihre
  I                           e d  u l d  u
       ü t zu n g ,  Ihre G                         ir alle
    st                          a  n k  e n !  W
        e u n d l i c h keit d                         a lles
     Fr                                H e r z e  n
          n s c h e n  I hnen von
      wü                                                              s
                                                              -de-Fond
             e  !                                   L a Chaux
       Gut                  Schwein
                                    gruber, 2 3 0 0
                       Familie

                                                                      3
Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral
«Ron soll nicht dauernd auf die
Hilfe anderer angewiesen sein»

Ron Grichting wog bei seiner Geburt nur gerade 670
Gramm und hatte mit verschiedenen Komplikationen zu
kämpfen. Lange war nicht klar, mit welchen Beeinträch-
tigungen der Junge später einmal würde leben müssen.
Für seine Eltern Nadja und Roger Grichting war dies
aber auch nebensächlich. Hauptsache, ihr Sohn über-
lebte und kann heute ein zufriedenes Leben führen.

                                                                                        Die Familie Grichting mit Hündin Enja im Garten i

                                            Die Familie Grichting lebt in einem         eine knallgelbe Kinderschubkarre. Papa
                                            gemütlichen Einfamilienhaus im kleinen      Roger Grichting ist gerade dabei, in einem
                                            Weiler Buch bei Frauenfeld. Rundherum       Obstbaum ein schmuckes Baumhaus für
                                            blühen die ersten Frühlingsblumen, die      seine Kinder zu bauen. Man spürt schnell:
                                            vielen Wiesen sind gespickt mit gelben      Hier wohnt eine Familie, die viel Zeit
                                            Löwenzahnblüten. Der weitläufige Garten     draussen an der frischen Luft verbringt
                                            der Familie ist ein echtes Spielparadies.   und deren Kinder auch mal so richtig
                                            Oben am Rande des Grundstückes steht        dreckig werden dürfen.
                                                                                        Am Gartentor warnt ein kleines Schild vor
                                                                                        dem Familienhund. Das wäre aber eigent-
                                                                                        lich gar nicht nötig, denn Hündin Enja ist
                                              Ein Zuhause mit ganz                      ein freundliches kleines Fellknäuel mit
                                                  viel Platz zum                        ganz viel Herz für Menschen – vor allem
                                                                                        Kinder!
                                             Herumtollen und Spielen                    Ron hat bereits ganz hibbelig auf den
                                                                                        Besuch gewartet und linst nun mit gros-
                                                                                        sen, fragenden Augen hinter der geöffne-
                                            ein grosses Kaninchengehege. Neben          ten Haustüre hervor. Der neunjährige
                                            einem grossen Sandkasten liegen verstreut   Junge ist ein bisschen misstrauisch, viel
                                            bunte Plastikförmchen, in der Ecke steht    lieber würde er gemeinsam mit seiner
Ron kann selber laufen, für längere                                                     Mama Nadja Grichting ins Einkaufszen-
Strecken braucht er aber einen Rollstuhl.                                               trum fahren, um ein neues Spielzeugauto
                                                                                        zu kaufen. Schön farbig muss das Auto
                                                                                        sein und seine Farbe ändern, wenn es nass
                                                                                        wird. Mit grossem Ernst erzählt er das.
                                                                                        Nadja Grichting lächelt.

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Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral
Ron und Hündin Enja sind
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                                                                                                   liebsten tollen die beiden
                                                                                                     gemeinsam durch den
                                                                                                            Garten.

hres Hauses in Buch bei Frauenfeld.

        Ron kam als Frühgeburt in der 26.             nicht zu vernachlässigen», erzählt Roger     begleitete, ist nichts mehr übrig – zum
        Schwangerschaftswoche zur Welt. Nadja         Grichting, «manchmal hatten wir das          Glück! Vorbei sind auch die Jahre, in denen
        Grichting streicht sich verlegen übers        Gefühl, es zerreisse uns einfach in der      seine Eltern Nacht für Nacht im 15-Minu-
        Gesicht. Viel weiss sie nicht mehr aus die-   Mitte.»                                      ten-Rhythmus aufstehen mussten, weil
        ser Zeit, viel zu sehr hat sie all das, was                                                sein Überwachungsgerät wieder Alarm
        nach Rons Geburt geschah, verdrängt. Ihr                                                   geschlagen hatte und die Gefahr bestand,
        Mann hingegen kann sich noch sehr gut             «Schien eine Sache                       er könnte ersticken. Auch essen kann er
        an alles erinnern. An all die Operationen,                                                 heute problemlos. Als Kleinkind konnte er
                                                         ausgestanden, wartete
        die Ron schon kurz nach seiner Geburt                                                      keine Nahrung schlucken. Mit viel Geduld
        über sich ergehen lassen musste. Die               schon die nächste                       und einer grossen Portion Hartnäckigkeit
        grosse Angst, als der Kleine immer weniger         Herausforderung.»                       konnten ihm seine Eltern nach und nach
        gut atmete. Oder dann später, als sich sein                                                das Schlucken beibringen.
        Darm nicht mehr richtig entleeren konnte.                                                  «Ron macht kleine Fortschritte, aber er ist
        Einmal musste Ron sogar wiederbelebt          Für die Eltern begann mit Rons Geburt        eine Kämpfernatur», lächelt seine Mama.
        werden.                                       eine sehr nervenaufreibende, anstren-        Sie streicht ihrem Sohn liebevoll über den
                                                      gende Zeit. «Irgendwie brach einfach alles   Arm. Ron lächelt schelmisch und drückt
        Ein Gefühl, als würde man                     über uns herein», erinnert sich Nadja        seine Nase dabei ins weiche Fell von Enja.
        in der Mitte zerrissen                        Grichting, «und sobald eine Sache aus-
        Ron hatte viel zu kämpfen, als er zur Welt    gestanden schien, wartete bereits die        Das lange Warten auf eine Diagnose
        kam. Seine Eltern waren dabei immer an        nächste Herausforderung auf uns.»            Inzwischen ist auch klar, dass Ron an einer
        seiner Seite. Obwohl zu Hause noch ein        Heute geht es Ron viel besser. Er ist zu     cerebralen Bewegungsbehinderung leidet.
        zweites Kind, die damals dreijährige Luna,    einem aufgeweckten, lebenslustigen Laus-     Auf diese Diagnose mussten Nadja und
        wartete. «Wir pendelten ständig zwischen      buben herangewachsen. Von den vielen         Roger Grichting lange warten. Kein Arzt
        dem Kinderspital und unserem Zuhause          Schläuchen, der Magensonde und auch          wollte sich festlegen.
        hin und her und gaben uns dabei die           dem Sauerstoffschlauch, der ihn über         Ron kann heute kurze Strecken selber
        grösste Mühe, auch unsere kleine Tochter      seine ersten Lebensjahre hinweg ständig      gehen, auch wenn er immer noch ziemlich

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Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral
Mama Nadja Grichting beim Spielen mit Ron. Die vielen Kunststoffpferde seiner Schwester Luna liebt Ron ganz besonders.

wacklig auf den Beinen ist. Roger Grich-      trennlich. Nadja Grichting erzählt           müssen. Man kann ihn eigentlich gar nie
ting: «Er muss ständig aufpassen, dass ihn    lächelnd: «Ron liebt es, dabei möglichst     alleine lassen. Nicht einmal für fünf Minu-
niemand anrempelt. Sonst kann es sein,        dreckig zu werden. Manchmal sieht man        ten.» Nadja und Roger Grichting machen
dass er stürzt.»                              sein Gesicht unter all dem Sand und der      sich aber bewusst nicht zu viele Sorgen
Auch sprechen kann Ron. Er besucht die        Erde fast nicht mehr!» Manchmal können       darüber, was alles passieren könnte. Über-
dritte Klasse im Heilpädagogischen Zen-       seine Streifzüge draussen aber auch          haupt besitzen die beiden eine beneidens-
trum Frauenfeld (HPZ). Jeden Morgen wird      gefährlich werden. Dann nämlich, wenn        werte Gelassenheit im Umgang mit Ron.
er abgeholt und nach der Schule auch          seine Eltern vergessen, eine Türe zuzuma-    Sie versuchen einfach, Ron und damit
wieder nach Hause gebracht. In der Schule     chen. Dann kann es schon mal passieren,      auch sich selbst einen ganz normalen
gefällt es ihm sehr gut und er hat mit sei-   dass Ron einfach losstürmt und sich          Familienalltag zu ermöglichen. Auch wenn
ner aufgestellten Art schnell Freunde         unverhofft auf der Strasse wiederfindet.     das nicht immer einfach ist: Mit ihrer
gefunden. In der Schule bekommt er auch       «Ron kennt keine Gefahren», erklärt Roger    pragmatischen Art gelingt das der Familie
seine Therapien. Zu Hause üben die Eltern     Grichting, «und das heisst für uns als       Grichting bisher ganz gut.
mit Ron verschiedene ganz alltägliche         Eltern, dass wir ständig auf ihn aufpassen
Sachen wie beispielsweise das An- und
Ausziehen. «Ron ist ein kleines Schlitzohr
und er hat einen ziemlichen Dickschädel»,
lacht Roger Grichting, «und daher ist es
                                                 Hilfe für die Familie Grichting
manchmal schwierig, mit ihm etwas zu             Die Familie Grichting ist schon länger bei unserer Stiftung angemeldet und
üben, wenn er keine Lust dazu hat. Wir           wurde von uns auch schon mehrfach unterstützt. So bezieht die Familie regel-
finden es aber wichtig, dass er möglichst        mässig Pflegeartikel für Ron; zudem erhielten die Grichtings einen finanziellen
vieles selber machen kann und nicht dau-         Zustupf an den dringend nötigen behindertengerechten Umbau ihres Badezim-
ernd auf die Hilfe anderer angewiesen ist.»      mers.
                                                 Vor einiger Zeit vermittelten wir den Grichtings zudem eine angehende Pflege-
Streifzüge draussen                              fachfrau HF, die ihr Praktikum bei ihnen absolvierte und dabei einen grossen Teil
können auch gefährlich werden                    von Rons Pflege übernahm und damit die Familie sehr entlasten konnte.
Am liebsten wuselt Ron draussen im Gar-          Bald schon fährt die Familie Grichting mit einem unserer beiden behindertenge-
ten herum und erkundet gemeinsam mit             rechten Motorhomes in die Ferien. Darauf freut sich die unternehmungslustige
Enja die Gegend. Die beiden sind unzer-          Familie ganz besonders. Einmal einfach losfahren dürfen und erst unterwegs
                                                 festlegen, wohin die Reise eigentlich führt.

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Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral
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                                                                                  erhält von uns CHF 200 000.– für
                                                                                  einen dringend benötigten Neubau.
Lake Ride neu auf vier Schweizer Seen                                             Zudem soll die allgemeine Infrastruk-
Der Lake Ride findet in diesem Sommer                                             tur verbessert werden.
erstmals nicht nur auf dem Zürichsee,
sondern zeitgleich auch auf dem Zugersee,                                         • Die Zentren Körperbehinderte Aar-
dem Vierwaldstättersee und dem Luganer-                                           gau (zeka) möchten ihr Angebot für
see statt. Am Sonntag, 26. August 2018,                                           selbstständiges und selbstbestimmtes
sind Menschen mit einer Beeinträchtigung                                          Wohnen weiter ausbauen. Wir leisten
herzlich eingeladen, eine unbeschwerte                                            einen Beitrag von CHF 70 000.– für die
Bootstour zu unternehmen. Wir sind wiederum Partnerin dieser Veran-               behindertengerechte Einrichtung von
staltung und freuen uns auf ganz viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.            insgesamt drei neuen Wohnungen.
Mehr Infos gibts unter www.lakeride.ch
                                                                                  • Wir unterstützen den Verein Berg-
                                                                                  quelle in Zweisimmen (BE) mit
                               Ungehinderter Musikgenuss                          CHF 60 000.– für einen den heutigen
                                                                                  Bedürfnissen entsprechenden, roll-
                               an verschiedenen Open Airs                         stuhlgängigen Neubau.
                               Gemeinsam unter freiem Himmel Musik genies-
                               sen und das mit freier Sicht auf die Bühne – wir   • Der Liliput-Bahn-Verein in Stein am
                               engagieren uns seit vielen Jahren dafür, dass      Rhein (SH) möchte seine Mitfahr-
                               verschiedene Schweizer Open Airs behinderten-      Modelleisenbahn auch Menschen im
                               gerechter werden. Wir sorgen dafür, dass die       Rollstuhl zugänglich machen. Wir
                               betroffenen Besucherinnen und Besucher Roll-       unterstützen dieses Vorhaben mit
                               stuhltribünen und behindertengerechte Toiletten    CHF 10 000.– und helfen so bei der
                               vorfinden und sich auch sonst möglichst frei auf   Finanzierung eines behindertenge-
                               dem jeweiligen Festivalgelände bewegen können.     rechten Bahnwagens, der mit zwei
                               Diesen Sommer unterstützen wir das Openair         Rollstuhlfahrern und zwei Begleitper-
                               Frauenfeld, das Gurtenfestival, die Winterthurer   sonen beladen werden kann.
                               Musikfestwochen, das SummerDays Festival
                               Arbon und das Seaside Festival Spiez.              • Wir unterstützen die «Lucerne
                                                                                  Sharks» vom Rollstuhlclub Zentral-
                                                                                  schweiz in Kriens (LU) mit CHF 6000.–
                                                                                  bei der Anschaffung eines neuen
Mit dem Cerebral                                                                  Sport-Elektrorollstuhls.
Mietvelo an den slowUp
                                                                                  • Die Stiftung Adulta – Kästeli in Prat-
Gemeinsamer Spass an der Bewe-                                                    teln (BL) erhält von uns CHF 20 000.–,
gung, tolle Schweizer Landschaften                                                um ihren grossen Garten neu roll-
und viele kulinarische Highlights –                                               stuhlgängig zu gestalten.
auch dieses Jahr sind wir wieder als
nationale Partnerin bei den slowUps                                               • Das neu errichtete Pflegebad im
mit dabei und sorgen mit unseren                                                  Heim des Vereins Cicada in Cortébert
Spezialvelos und den rollstuhlgängi-                                              (BE) benötigt einen Patientenheber.
gen Toiletten dafür, dass die slowUps                                             Wir helfen mit CHF 2000.– bei der Fi-
auch für Menschen mit Behinderun-                                                 nanzierung dieses Hilfsmittels.
gen zugänglich sind. Die 17 mehrheit-
lich flachen Parcours sind für Teilnehmende mit einem Handicap bestens
geeignet. Am slowUp Bodensee, der am Sonntag, 26. August 2018 statt-
findet, wird auch unser mobiles Badezimmer zur Verfügung stehen.
Mehr Infos gibts unter www.slowup.ch

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Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral
Individuelle Ferien mit ganz viel
Raum für persönliche Bedürfnisse
Im Haus Surya dürfen Menschen mit einer Beeinträchtigung seit vielen
Jahren unbeschwerte Ferien erleben. Das Ehepaar Claudia und Christian Sutter
kümmert sich liebevoll und mit viel Herzblut um seine Gäste. Für dieses
unermüdliche Engagement erhalten die beiden nun den Cerebralpreis 2018.

Das Haus Surya liegt idyllisch inmitten
von Wäldern und Wiesen auf dem Mont-
Soleil im Berner Jura. Claudia und Chris-
tian Sutter haben das Haus im Jahr 1999
eröffnet. Durch ihre langjährige Erfahrung
als Sozialpädagogen in verschiedenen
Institutionen für behinderte Menschen
wussten die beiden ganz genau, dass ein
solches Ferienheim einem sehr grossen
Bedürfnis entspricht. «Vor allem Menschen
mit schwereren Behinderungen, die auf-
grund ihrer Einschränkungen nicht an
Lagern teilnehmen können, sind dringend
auf solche Ferienmöglichkeiten angewie-
sen», so Claudia Sutter, «im Haus Surya
sind alle willkommen, egal welche Vorge-
schichte sie mitbringen.»
                                             Die beiden Cerebralpreisträger Claudia und Christian Sutter mit ihren beiden
Individuelle Ferien                          Freiberger Pferden. Im Hintergrund das Haus Surya.
für besondere Menschen
Claudia und Christian Sutter kümmern
sich mit viel Einfühlungsvermögen um ihre    dem Mont-Soleil lädt zum Entdecken ein,      Dass sie den Cerebralpreis gewinnen wür-
Gäste. Diese sollen ihre Ferien geniessen    und auch das Haus Surya selbst bietet sei-   den, hätten Claudia und Christian Sutter
und trotzdem nicht auf die für sie not-      nen Gästen viele Möglichkeiten. Egal ob      trotzdem nicht erwartet. «Uns verbindet
wendige Pflege und Betreuung verzichten      geführtes Reiten oder einfach bei den        eine langjährige Freundschaft mit der Stif-
müssen. Die wunderbare Landschaft auf        Pferden sein, wandern, Ausflüge wie eine     tung Cerebral. Sie hat uns bereits in den
                                             Schifffahrt oder gemütliches Nichtstun im    Anfängen unterstützt und immer an
                                             Garten: Alles ist möglich.                   unsere Idee eines Ferienheimes für behin-
                                             Viele Gäste reisen immer wieder auf den      derte Menschen geglaubt. Dieses Ver-
   Cerebralpreis                             Mont-Soleil und geniessen die herzliche      trauen bedeutet uns sehr viel», erzählt
   Der mit CHF 20 000.– dotierte             Gastfreundschaft der Sutters. Surya          Claudia Sutter. Ihr Mann Christian
   Anerkennungspreis der Stiftung            bedeutet auf Sanskrit Sonne, und dieser      ergänzt: «Dass wir nun den Cerebralpreis
   Cerebral wurde erneut durch das           Name passt sehr gut zu diesem Haus. Die      erhalten, hat uns total überrascht, freut
   Ehepaar Annegret und René Sche-           Gäste finden hier Sonne für die Seele und    uns aber umso mehr. Die CHF 20 000.–
   fer von der Firma Cosanum AG in           kehren nach ihren Ferien mit frisch aufge-   Preisgeld werden in den Trägerverein Pro
   Schlieren gestiftet. Herzlichen           ladenen Batterien und ganz vielen schö-      Surya fliessen und so direkt wieder unse-
   Dank!                                     nen Erinnerungen und Eindrücken im           ren Feriengästen zugutekommen.»
                                             Gepäck zurück in ihren Alltag.

                                                                 8
Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral
Unkomplizierte Hilfe und persönliche
Beratung aus einer Hand
Auch im Jahr 2017 durfte unsere Stiftung den bei uns angemeldeten Familien mit
Rat und Tat zur Seite stehen. Da der Spardruck der öffentlichen Hand weiter
zugenommen hat, hatten wir dabei verschiedene Herausforderungen zu bewältigen.

Im Jahr 2017 waren rund 9300 Familien        finanzielle Lücke springen müssen. Unsere    Mehrausgaben resultieren aus der erhöh-
bei unserer Stiftung angemeldet. Ihnen       Stiftung kann dabei aus einer Position der   ten Leistungserbringung an Betroffene
allen standen wir bei Bedarf mit persönli-   Stärke heraus agieren und die Betroffenen    und Institutionen im Jahr 2017. Wir
cher Beratung und unseren verschiedenen      konkret, unkompliziert und grosszügig        freuen uns sehr, dass uns unsere vielen
Hilfeleistungen zur Seite. Unsere Ange-      unterstützen.                                treuen Spenderinnen und Spender auch im
bote wurden dabei sowohl von Privatper-                                                   Jahr 2017 mit viel Vertrauen und Wohl-
sonen als auch von zahlreichen Institutio-   Das Jahr 2017 in Zahlen                      wollen begleitet haben. Wir haben unsere
nen wie Behindertenheimen, Werkstätten       Unsere Stiftung verzeichnete für das         zahlreichen Leistungen auch im 2017 mit
und Sonderschulen ausserordentlich           Jahr 2017 einen Spendeneingang von           viel Leidenschaft erbracht. Es ist uns
geschätzt. Neben der vielfältigen Direkt-    CHF 5.469 Mio. (im Vorjahr waren es          zudem mit viel persönlichem Einsatz und
hilfe und den laufenden Projekten war es     CHF 5.800 Mio.). In diesem Betrag sind       anlässlich verschiedener Stiftungsveran-
unserer Stiftung ein grosses Anliegen,       auch die Erbschaften enthalten, die im       staltungen gelungen, neue Spenderinnen
mittels eigenen Initiativen und Ideen wei-   Berichtsjahr CHF 1.217 Mio. betrugen         und Spender zu gewinnen und für unsere
tere Innovationen zu schaffen, neue          (1.044 Mio. im Vorjahr) und wiederum         Sache zu begeistern.
Dienstleistungen zu entwickeln und damit     unter unseren Erwartungen lagen.
das Angebot laufend zu erweitern und zu      Zum Spendeneingang kamen im Jahr 2017        Viele neue Ideen und Herausforderungen
optimieren.                                  CHF 4.577 Mio. als Erträge aus der           Auch im Jahr 2018 warten sehr viele Her-
Das vergangene Jahr war für unsere Stif-     Leistungserbringung hinzu, woraus ein        ausforderungen auf uns. So möchten wir
tung sehr arbeitsintensiv und herausfor-     Gesamtertrag von CHF 10.045 Mio. resul-      beispielsweise unser bereits bestehendes
dernd. Die öffentliche Hand spart, was       tiert (im Vorjahr waren es CHF 10.945        Angebot für die Miete von geländegängi-
dazu führt, dass Organisationen der priva-   Mio.). Diesem Ertrag steht ein Betriebs-     gen Rollstühlen weiter ausbauen und im
ten Behindertenhilfe zunehmend in die        aufwand von CHF 11.938 Mio. gegenüber        Frühling ist zudem unsere neue nationale
                                             (im Vorjahr waren es CHF 11.147 Mio.). Die   Vermietung für Kleinbusse gestartet.

    Finanzbericht 2017
                                                Aufwand für die Leistungserbringung im Jahr 2017
    Der Finanzbericht bildet einen
    Bestandteil unserer jährlichen              Beiträge, Finanzhilfen
                                                                                                                Sachmittel 46 %
    Berichterstattung. Er umfasst die           und Hilfsangebote 28.8 %
    von PwC AG geprüfte Jahresrech-
    nung für die Jahre 2017 und
    2016, die gemäss den Fachemp-
    fehlungen «Swiss GAAP FER 21»                                                                                  Beiträge und
    erstellt wurde. Er enthält auch                                                                             Abgeltungen an
    Erläuterungen zum finanziellen              Abschreibungen                                               Organisationen 9 %
    und geschäftlichen Ergebnis der             mobile Sachanlagen 2 %                                            Stipendien und
    Stiftung und notwendige Zusatz-                                                                       Kursfinanzierung 0.2 %
    informationen.                              Personalaufwand 7 %
    Der Finanzbericht 2017 wird sehr            Information und
    gerne auf Verlangen kostenlos               Öffentlichkeitsarbeit 7 %
    zugestellt. Er ist auch online
                                                Diese Abbildung zeigt den relativen Anteil der einzelnen Geschäftseinheiten am
    abrufbar (www.cerebral.ch).
                                                Aufwand für die Leistungserbringung 2017 von CHF 9.9 Mio.

                                                                 9
Ein ganz herzliches Merci - Ausgabe 2/2018 - Stiftung Cerebral
Vergünstigte Lagerungshilfen
für mehr Entspannung im Alltag
Seit zehn Jahren können Familien dank unserer Unterstützung
Lagerungshilfen und Kissen der Firma EMPFI med. AG in Auenstein (AG)
günstiger beziehen. Dieses Angebot wird von den Betroffenen sehr
geschätzt und gerne in Anspruch genommen.

Die Familie Rindisbacher aus Sumiswald        bacher: «Wir sind sehr froh um die Insel.     und anschliessend bei uns abgefüllt.» Das
(BE) besitzt seit bald einem halben Jahr      Sie ist sehr vielseitig und kann ganz ver-    Sortiment der EMPFI umfasst zusätzlich zu
eine runde Lagerungsinsel für ihre cerebral   schieden genutzt werden. Egal ob zum          den Lagerungsinseln verschiedene Lage-
bewegungsbehinderte Tochter Xenia.            Sitzen oder Liegen – es ist schön zu sehen,   rungskissen wie zum Beispiel Rollen und
Oxana Rindisbacher: «Wir hatten die Lage-     wie schnell sich Xenia darin entspannen       Keile sowie verschiedene Universalkissen.
rungshilfe bei Xenias Tagesmutter zum         kann.»                                        Die Füllung dieser Produkte aus Meditex
ersten Mal gesehen und waren sofort                                                         besteht aus Polypropylen-Perlen. Diese
begeistert. Da sich Xenia darin so wohl-      Optimal gestützt –                            passen sich dem Körper optimal an und
fühlte, wollten wir gerne auch so eine        dank der Polypropylen-Perlen-Füllung          verlieren ihre stützende Wirkung auch
kaufen für bei uns zu Hause.»                 Die Meditex-Produkte der EMPFI werden         nach längerem Liegen bzw. Sitzen nicht.
In der Lagerungsinsel kann sich die drei-     allesamt in der Schweiz hergestellt. Chris-
jährige Xenia so richtig einkuscheln. Durch   toph Wasser und seine Frau Isabel, die        Unterstützung,
die vielen weichen Kügelchen bestens          gemeinsam das Kleinunternehmen mit            damit das Budget entlastet wird
gestützt und geborgen, kann sie stunden-      Sitz in Auenstein (AG) leiten, legen dabei    Seit zehn Jahren arbeitet die EMPFI mit
lang gemütlich sitzen oder liegen und         sehr viel Wert auf Handarbeit: «Unsere        unserer Stiftung zusammen. In dieser Zeit
sieht dank der guten Höhe ganz genau,         Kissen und Lagerungshilfen werden von         wurden bereits unzählige Lagerungshilfen
was um sie herum geschieht. Urs Rindis-       vier Näherinnen in Heimarbeit gefertigt       an Familien mit einem cerebral bewe-
                                                                                            gungsbehinderten Familienmitglied ver-
                                                                                            mittelt. Wir übernehmen dabei jeweils den
                                                                                            halben Kaufpreis, was das Budget der
                                                                                            Betroffenen sehr entlastet. Christoph
                                                                                            Wasser: «Uns verbindet eine langjährige
                                                                                            Partnerschaft mit der Stiftung Cerebral.
                                                                                            Es ist immer wieder schön zu sehen, mit
                                                                                            wie viel Freude unsere Produkte von den
                                                                                            Betroffenen aufgenommen werden. Es ist
                                                                                            wunderbar, dass wir etwas herstellen kön-
                                                                                            nen, das die Familien derart entlastet.»

                                                                                            Auch die Rindisbachers konnten ihre Lage-
                                                                                            rungsinsel dank unserer Hilfe kaufen. Sie
                                                                                            sind sehr froh, dass ihrer Tochter nun auch
                                                                                            zu Hause eine Lagerungsinsel zur Verfü-
                                                                                            gung steht. Urs Rindisbacher: «Wir würden
                                                                                            die Insel schon jetzt, nach nur wenigen
                                                                                            Monaten, nicht wieder hergeben und sind
                                                                                            sehr dankbar, dass uns die Stiftung Cere-
                                                                                            bral beim Kauf unterstützt hat.»

Xenia Rindisbacher geniesst die Geborgenheit in ihrer Lagerungsinsel.

                                                                                                                  10
«La Vie En Rose»
im jurassischen St. Ursanne
Im Ferienheim «Au fil du
Doubs» können Menschen
mit und ohne Beeinträchti-
gung seit vielen Jahren
ihre Ferien verbringen.
Dank einer umfangreichen
Sanierung schaut das
Ferienhaus nun einer rosi-
gen Zukunft entgegen.

Das Ferienhaus «Au fil du Doubs» am          Das neu eröffnete Ferienhaus «Au fil du Doubs» im jurassischen St-Ursanne.
Rande des mittelalterlichen Städtchens
St-Ursanne (JU) hat bewegte Zeiten hinter
sich. Gegründet im Jahr 1981, konnten        ber-Ehepaar gefunden werden, das sich        haus ihre Ferien verbringen und werden
schon unzählige Menschen mit einer           mit viel Herzblut für die Erhaltung des      bestens betreut.
Beeinträchtigung hier entspannte Ferien      Ferienheims einsetzt. Wir haben den Um-      Dass unsere Stiftung das Ferienhaus «Au
verbringen. Dabei richtete sich das Ange-    und Neubau mit insgesamt CHF 200 000.–       fil du Doubs» bei seinem Neustart unter-
bot längst nicht nur an Privatpersonen,      unterstützt.                                 stützt hat, bedeutet den neuen Betreibern
sondern auch an Institutionen, die die                                                    sehr viel. «Wir freuen uns sehr über die
Räumlichkeiten mieten konnten.               Hell, gross und ansprechend                  Chance, dieses schöne Ferienangebot wei-
Im Jahr 2014 musste das inzwischen in die    Kurz vor Weihnachten 2017 konnte nun         terführen zu können», so Sébastien Defer,
Jahre gekommene Ferienhaus dann aber         das «Au fil du Doubs» wieder eröffnet wer-   «und die vielen positiven Rückmeldungen
geschlossen werden, weil es den heutigen     den. Insgesamt verfügt das Ferienhaus nun    unserer Gäste bestätigen uns immer wie-
Anforderungen nicht mehr entsprach und       über 11 grosszügige Ferienzimmer, die von    der darin.»
selbst fundamentale Sicherheitsstandards     Einzelpersonen, Familien und Gruppen
nicht mehr eingehalten werden konnten.       gemietet werden können. Für Institutio-
                                             nen, die gerne als Gruppen anreisen,            Décrochez la Lune
Ein wichtiges Angebot für                    steht zudem ein grosser Gemeinschafts-          In unmittelbarer Nähe zum Ferien-
Menschen mit einer Beeinträchtigung          raum zur Verfügung.                             haus «Au fil du Doubs» entsteht in
Wir haben das Ferienhaus «Au fil du          Das gesamte Gebäude ist nun rollstuhl-          St-Ursanne gerade ein weiteres,
Doubs» seit seiner Gründung immer wieder     gängig erschlossen und dank dem Anbau           sehr vielversprechendes Projekt.
unterstützt und waren auch nach der zwi-     konnten die neuen Räume gross und               Der Verein «Décrochez la Lune»
schenzeitlichen Schliessung der Meinung,     ansprechend gestaltet werden. Gegessen          möchte einen Hotel- und Restau-
dass dieses für die Betroffenen sehr wich-   wird gemeinsam am grossen Tisch im Erd-         rantbetrieb eröffnen und dabei ver-
tige Angebot für Ferien unbedingt weiter-    geschoss, der Umgang ist sehr familiär.         schiedene Arbeitsplätze für Mitar-
geführt werden muss.                         Anne Desse: «Wir freuen uns auf jeden           beitende mit Beeinträchtigungen
Deshalb haben wir nicht gezögert, als uns    Gast! Bei uns sind nicht nur Menschen mit       schaffen. Ein geeignetes Haus
die inzwischen neu gegründete Stiftung       einer Beeinträchtigung willkommen, son-         wurde bereits gefunden und im
«Au fil du Doubs» um Unterstützung für       dern auch Seniorinnen und Senioren sowie        Februar 2019 soll der Betrieb auf-
die Sanierung des bestehenden Gebäudes       Menschen ohne Behinderung. Unser Haus           genommen werden.
und die Realisierung eines Anbaus            soll ein Haus der Begegnung sein.»              Wir unterstützen dieses Projekt mit
anfragte. Mit Anne Desse und Sébastien       Auch alleinreisende Menschen mit einer          CHF 100 000.–.
Defer konnte ein engagiertes neues Betrei-   schweren Behinderung können im Ferien-

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