FRIEDEN GEHT ANDERS - EKIR.DE
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RCHE
ISCHE KI
EVANGELRUHR HR
AN DER KREIS AN DER RU
KIRCHEN
Bild: Deutscher Bundestag / Marc-Steffen Unger
FRIEDEN GEHT ANDERS
AUSSTELLUNG IN DER PETRIKIRCHE
12. Januar bis 9. Februar 2020
BEGLEITPROGRAMM
Gespräche und Impulse
Januar bis März 2020 in Mülheim
WWW.FRIEDEN.KIRCHE-MUELHEIM.DEGeleitwort Deshalb hat die Landessynode der Evangelischen Kirche im
Rheinland im Januar 2019 ein Friedenswort verabschiedet
und ihre Gemeinden dazu eingeladen, sich auf den Weg
zu einer Kirche des gerechten Friedens zu machen. Die
Frühjahrssynode unseres Kirchenkreises hat sich mit diesem
Friedenswort beschäftigt. Die Ausstellung „Frieden geht an-
Ein russischer Schriftsteller beobachtete einmal sechs- bis ders“ und ihr vielseitiges Begleitprogramm nehmen Gedan-
siebenjährige Kinder beim Spiel. „Was spielt ihr?“ fragte er ken des Friedenswortes auf und geben dazu allerlei Impulse
sie. „Wir spielen Krieg“, antworteten ihm die Kinder. und Anregungen. Ein gerechter Frieden lässt sich sicher nicht
Daraufhin erklärte ihnen der Schriftsteller: „Wie kann man über Nacht schaffen, doch bringen uns viele kleine Schritte
nur Krieg spielen! Ihr wisst doch sicher, wie schlimm Krieg dem großen Ziel näher.
ist. Ihr solltet lieber Frieden spielen.“
„Eine gute Idee“, sagten die Kinder. Dann Schweigen, Bera- Ich danke allen, die sich bei der Vorbereitung und Durchfüh-
tung, Tuscheln, wieder Schweigen. Schließlich trat ein Kind rung der Ausstellung und des Begleitprogramms engagieren
vor und fragte: „Großväterchen, wie spielt man Frieden?“ und uns damit ermutigen, auf dem Weg zu einem gerechten
Frieden weiter zu kommen.
Krieg zu spielen ist offenbar wesentlich einfacher als Frieden
zu spielen! Was die Kinder erleben, deckt sich mit der Ihr
Erfahrung der Erwachsenen: Wenn Frieden zu spielen schon
schwierig ist, ist es Frieden zu schaffen erst recht.
Superintendent Gerald Hillebrand
Wirklicher Frieden ist eine große Aufgabe und eine hohe
Kunst. Denn Frieden besteht nicht nur darin, dass die
Waffen schweigen und man darauf verzichtet, einander
anzufeinden. Zum wirklichen Frieden gehört mehr –
nämlich alles zu vermeiden, was ungerecht erscheint und
damit Unzufriedenheit und Aggression auslöst. Wirklicher
Frieden ist nur Hand in Hand mit Gerechtigkeit möglich.
2 3anders: Dazu braucht man Phantasie, Wissen, Mut und
Frieden geht anders
Verständigung – und manchmal hilft sogar Musik. „Frieden
geht anders“ zeigt anhand von elf konkreten Konflikten wie
Ausstellung zeigt Alternativen
Menschen zum Beispiel in Südafrika, Mosambik oder im Bal-
zu gewaltsamen Konfliktlösungen
tikum ihre Wege zum Frieden geebnet haben. Die Beispiele
und Geschichten stammen aus unterschiedlichen Weltregio-
nen, doch die Frieden stiftenden Methoden sind grundsätz-
12. Januar bis 9. Februar 2020,
lich überall einsetzbar. Deutlich wird: Es liegt immer an den
geöffnet mittwochs bis freitags, 11 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr
handelnden Personen, ob sie ergriffen werden.
und zu den Gottesdiensten
Petrikirche, Pastor-Barnstein-Platz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr
Die Themen werden auf Rollups und anhand von Ausstel-
Wie Esten, Letten und Litauer mit ihrer „singenden Revolu- lungsobjekten, aber auch an Multimediaterminals präsen-
tion“ mehr Freiheit gewannen, wie die „weißen Frauen“ im tiert. Für vertiefende Informationen sind QR-Codes ange-
Bürgerkrieg in Liberia mit gewaltlosem Protest so viel Solida- bracht, es lohnt sich also, das Smartphone mitzubringen. Die
rität gewannen, dass ihr Wort nicht mehr überhört werden Inhalte sind anschaulich aufbereitet für alle Interessierten ab
konnte und wie Mitglieder der italienischen Kommunität ca. 13 Jahren. Für Schulklassen und andere Gruppen können
Sant’Egidio nach dem Ende der Kolonialzeit in Mosambik ein individuelle Besuchstermine mit einer kurzen Einführung
neues Miteinander initiierten – diese und weitere Beispiele vereinbart werden (Kontakt: Schulreferentin Sabine Dehnelt,
ziviler Konfliktbearbeitung zeigt die Ausstellung „Frieden sabine.dehnelt@ekir.de).
geht anders“, die vom 12. Januar bis zum 9. Februar in der
Petrikirche zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung ist Kern der Mülheimer Veranstaltungsreihe
zum Friedensthema. Zahlreiche Veranstaltungen im Begleit-
programm von Januar bis März 2020 runden die themati-
sche Reihe ab.
Die Ausstellung macht deutlich, dass der Einsatz kriegeri-
scher Mittel nicht zum Frieden führt. Denn Frieden geht
4 5Eröffnung Besuch der Ausstellung
für Gruppen und Schulklassen
Gottesdienst zu Beginn von Ausstellung
und Veranstaltungsreihe
Sonntag, 12. Januar 2020, 11.15 Uhr Termine nach Vereinbarung
Petrikirche, Pastor-Barnstein-Platz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr Petrikirche, Pastor-Barnstein-Platz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr
mit Pfarrerin Annegret Cohen Die Ausstellung „Frieden geht anders” eignet sich für
und mit Mitgliedern der Planungsgruppe Jugendliche und junge Erwachsene ab Klasse 7 (ab 13 / 14
„Frieden geht anders“ Jahren). Lehrerinnen und Lehrer sind eingeladen, mit ihren
Kursen die Ausstellung zu besuchen. Auch andere inter-
essierte Gruppen sind willkommen, individuelle Termine
anzufragen.
Für einen Ausstellungsbesuch in der Gruppe sollten ca. 90
Minuten eingeplant werden. Nach einer kurzen Einführung
entdecken die Teilnehmenden, bzw. Schülerinnen und Schü-
ler die Ausstellung eigenständig.
Kontakt für Terminanfragen für alle Gruppen und Schulen:
Pfarrerin Sabine Dehnelt, Schulreferentin des Kirchenkreises
An der Ruhr, sabine.dehnelt@ekir.de
6 7Fortbildung für MultiplikatorInnen Frieden geht anders
Einführung in die Ausstellung Eine Heißener Gottesdienstreihe
Montag, 13. Januar, 16 bis 18.15 Uhr So, 12. Januar, 10 Uhr, Gnadenkirche, Hingbergstr. 370, 45472 MH
Petrikirche, Pastor-Barnstein-Platz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr So, 12. Januar, 11.15 Uhr, Erlöserkirche, Sunderplatz 4, 45472 MH
So, 19. Januar, 11.15 Uhr, Erlöserkirche (Familiengottesdienst)
Sonntag, 26. Januar, 10 Uhr, Gnadenkirche
Musik und Kunst – wie können die schon die Welt verän- Sonntag, 26. Januar, 11.15 Uhr, Erlöserkirche
dern? Gegen die Mächtigen der Welt sind wir machtlos … Sonntag, 2. Februar, 10.30 Uhr, Gnadenkirche (Gottesdienst plus)
ein einzelner Mensch, was kann der schon ausrichten?
Die Ausstellung „Frieden geht anders” gibt Antwort auf
diese Fragen und stellt anschaulich Beispiele vor, wie Kriege Eine Gottesdienstreihe zur Veranstaltungsreihe „Frieden
verhindert oder Konflikte überwunden wurden. geht anders“. Am 12. und am 26. Januar sind jeweils
Predigtgottesdienste geplant, am 19. Januar ein Familien-
Für LehrerInnen, interessierte Gruppenleitende und gottesdienst und am 2. Februar ein „Gottesdienst Plus“.
PfarrerInnen bietet diese Fortbildungsveranstaltung eine Im Fokus stehen einzelne Bibeltexte wie zum Beispiel
Einführung in die Themen der Ausstellung an. Außerdem 3. Mose 26, Jesaja 11, Lukas 10,1-16.
sind die Teilnehmenden herzlich eingeladen, die Ausstellung
eigenständig zu entdecken und ihre interaktiven Materialien Die Gottesdienste werden vom Heißener Pfarrteam
auszuprobieren. (Reinhilde Lüninghöner-Czylwik, Anja Strehlau, Hannah
Schuller, Görge Hasselhoff) gestaltet.
Referentin: Iris Christofzik, Pfarrerin, Friedensreferentin,
Leitung: Sabine Dehnelt, Schulreferentin
Anmeldung: bis zum 7. Januar 2020 über
http://schule.kirche-muelheim.de, Teilnahme kostenfrei
8 9Wir weigern uns, Feinde zu sein Peace shall be with you
Friedensgebet der Ev. Kirchengemeinde Speldorf Bekannte und unbekannte Lieder
zum Zuhören und Mitsingen
Mittwoch, 15. Januar 2020, 19.30 Uhr Freitag, 17. Januar 2020, 19 Uhr
Gemeindehaus Koloniestraße 41, 45478 Mülheim an der Ruhr Petrikirche, Pastor-Barnstein-Platz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr
Ein Filmabend mit anschließendem Tischgespräch und Mit-Sing-Konzert in der Petrikirche, VEK
Imbiss. mit:
Felicia Friedrich, Gesang
Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Wir weigern, uns Feinde Jörg Siebenhaar, Klavier
zu sein“ von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde. Konstantin Winstroer, Kontrabass
Der Film greift Beispiele aus dem Konflikt zwischen Israel Dirk Leibenguth, Schlagzeug
und Palästina auf. Die Initiatoren des Friedensgebets Eintritt: 10 Euro
bringen Informationen über neue Entwicklungen dort
in den Abend ein.
Kontakt und Information: Pfarrer Matthias Göttert,
goettert@kirche-muelheim.de
10 11Das Friedenspotenzial in Islam KinoKirche
und Christentum
„Vertrauen fällt nicht vom Himmel“ und
Interreligiöses Gespräch „Die Zeit heilt meine Wunden nicht“
Donnerstag, 23. Januar, 19 bis 21 Uhr Freitag, 24. Januar 2020, 20 Uhr
Gemeindehaus Scharpenberg 1b, 45468 Mülheim an der Ruhr Pauluskirche, Witthausstraße 11, 45468 Mülheim an der Ruhr
Interreligiöser Gesprächsabend von Schulreferat Gezeigt werden zwei 30-minütige Filme jeweils mit anschlie-
und Gemeindedienst für Mission und Ökumene ßender Gelegenheit zum Gespräch.
mit Prof. Dr. Muna Tatari, Paderborn und N.N.
Ist ein Krieg schon vorbei, wenn die Trümmer beseitigt, die
Wenn heute öffentlich über Religion diskutiert wird, dann Häuser wieder aufgebaut und die Toten begraben sind?
häufig in Verbindung von „Krieg und Religion“. Aber Religi- Der Film „Die Zeit heilt meine Wunden nicht“ vermittelt
on und Frieden? – Religion gilt oft als Ursache von Konflik- eindrücklich, welche langfristigen Folgen Krieg für das Leben
ten. Dass „Religion und Gewalt“ in der Geschichte häufig hat. Auch Jahre nach Kriegsende bestehen in Serbien und
Hand in Hand gingen, darf nicht ausgeblendet werden, aber Kroatien noch Trauma und Hass, innere und äußere Verlet-
über das Friedenspotenzial der Religionen wird viel zu selten zungen fort. 2008 hat ein Filmteam einen serbischen Vetera-
in den Medien berichtet. Das Gespräch geht der Frage nach, nen auf seiner Reise zu kroatischen Veteranen begleitet.
welches Friedenspotenzial Islam und Christentum bieten und Der Film vermittelt die Themen Kriegstrauma und Versöh-
welchen Stellenwert das Engagement für Frieden in beiden nung am Beispiel dieser persönlichen Geschichte.
Religionen hat.
Im zweiten Schritt fragen wir, wie sich das Friedenspotenzial „Vertrauen fällt nicht vom Himmel“ zeigt die Auswirkungen
in unserem Alltag auswirkt – im täglichen Miteinander in des Nahostkonflikts auf das Leben junger Israelis und Pa-
Nachbarschaft und Schule, und welche Möglichkeiten wir lästinenser. Die Menschen in dem Film lassen sich nicht von
haben, dieses Friedenspotenzial zu vermitteln. ihrem bedrückenden Alltag lähmen, sondern setzen sich für
einen Dialog mit „den Anderen“ ein und suchen nach einer
Eintritt frei. gemeinsamen Problemlösung. – Eintritt frei.
12 13Taizégebet Workshop: Friedenslogik
Wo Liebe lebt, da ist Gott. Den Blick verändern – vom Frieden her denken
Samstag, 25. Januar 2020, 18 Uhr, Freitag, 31. Januar 2020, 16 bis 20.30 Uhr,
Dorfkirche Saarn, Holunderstraße 2, 45481 Mülheim an der Ruhr Haus der Ev. Kirche, Althofstraße 9, 45468 Mülheim an der Ruhr
„Nur wer niederknien kann vor dem Geheimnis des Lebens, Abwehr, Abschotten, Beharren auf dem Eigenen, das sind
wird aufhören, vor der Gewalt in die Knie zu gehen.“ (nach Verhaltensmuster, die häufig in Konflikten zu beobachten
Dorothee Sölle) sind. Sei es in der Familie, in der Gemeinde, bei Streit um das
Lesungen und die einfachen, schön klingenden Gesänge aus Windrad vor der Haustür oder um Geflüchtete auf dem Mit-
Taizé im Wechsel telmeer. Die Friedenslogik bietet eine Basis für gewaltfreie
Veränderungen an. Mit Hilfe eines klaren Rasters erlaubt sie
Liturgie: Pfarrerin Karla Unterhansberg neue Perspektiven und macht die Konfliktparteien hand-
Musik: Daphne Tolzmann lungsfähiger. Der Workshop umfasst sowohl eine theore-
tische Einführung als auch eine praktische Erprobung des
Ansatzes im Rollenspiel. – Eine Veranstaltung des Gemein-
dedienstes für Mission und Ökumene (GMÖ)
Referenten:
Joachim Mangold, M.A., Bildungsreferent gewaltfrei han-
deln e.V., Wethen. Trainer für zivile Konfliktbearbeitung und
No Blame Approach; Pfr. Rainer Gertzen, Geistlicher Beglei-
ter, Trainer für Gewaltfreiheit und zivile Konfliktbearbeitung
Teilnahmegebühr: 20 Euro (incl. Imbiss),
Anmeldung: bis 20. Januar 2020 an ursula.thome@ekir.de
14 15KinderKinoKirche „Aktion Rote Hand –
Kinder sind keine Soldaten“
Die Konferenz der Tiere
Vortrag Günter Haverkamp
Montag, 3. Februar 2020, 16 Uhr Mittwoch, 5. Februar 2020, 19.30 Uhr
Pauluskirche, Witthausstraße 11, 45468 Mülheim an der Ruhr Immanuelkirche Styrum, Kaiser-Wilhelm-Str. 21, 45476 MH
Die Tiere übernehmen zum Wohl der Kinder die Herrschaft Die Aktion „Rote Hand“ sagt „Stop“ zu Kindersoldaten,
über die Welt. Gelungene Zeichentrickadaption von 1969 die zu Zehntausenden auf dieser Welt eingesetzt werden;
nach Erich Kästners gleichnamiger satirischer Utopie. besonders relevant für Deutschland ist diese Frage vor dem
Die Tiere haben aus Erfahrung gelernt, dass von den Men- Hintergrund unserer Geschichte und angesichts der Praxis,
schen kein Frieden zu erwarten ist. Sie werden aktiv, berufen dass auch in der Gegenwart in Deutschland junge Menschen
eine Konferenz ein und beraten, was gegen die Unvernunft unter 18 Jahren zum „Dienst an der Waffe“ ausgebildet
der Menschen zu tun sei. Kinder aus allen Erdteilen nehmen werden.
als Ehrengäste teil. Da der Friedensappell ungehört bleibt, Referent: Günter Haverkamp von der Aktion Weißes Frie-
bleiben die Kinder bei den Tieren, bis die Staatsoberhäup- densband e.V.
ter einen Vertrag unterschreiben, der Waffen und Militär
abschafft und LehrerInnen zu den Bestbezahlten des Landes Eintritt frei.
macht, weil Erziehung das Wichtigste ist...
Prädikat wertvoll
Dauer: 74 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
16 17„Gegen die Gewalt – Warum Liebe und Filmabend „Gandhi“
Gerechtigkeit unsere besten Waffen sind“
Einladung in die Teestube der Diakonie
Vortrag Christian Pfeiffer
Mittwoch, 12. Februar 2020, 19.30 Uhr Donnerstag, 13. Februar 2020, 17.30 Uhr
Immanuelkirche Styrum, Kaiser-Wilhelm-Str. 21, 45476 MH Teestube der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werkes,
Auerstraße 49, 45468 Mülheim an der Ruhr
Statistiken zeigen: Deutschland war selten so sicher wie
heute. Mit der gefühlten „Kriminalitätstemperatur“ stimmt Die Lebensgeschichte des indischen Freiheitskämpfers
das aber nicht überein. erzählt der Oscar-prämierte Film „Gandhi“ – und stellt dabei
Seit über vierzig Jahren beschäftigt sich der bekannte Krimi- das Ende an den Anfang. Beginnend mit der Ermordung
nologe Christian Pfeiffer, ehemaliger Direktor des Krimino- Mahatma Gandhis zeichnet der Film wichtige Stationen
logischen Forschungsinstituts Niedersachsen, mit der Gewalt seines Wirkens nach und zeigt die für den studierten Anwalt
in Deutschland. Egal, ob es um Jugendkriminalität, häusliche prägende Konfrontation mit der Apartheid in Südafrika
Gewalt oder den vermeintlichen Anstieg der Straftaten sowie seinen gewaltlosen Widerstand für Unabhängigkeit
durch Ausländer geht, Pfeiffer ist ein gefragter Experte. und Gleichberechtigung.
Sein Buch klärt auf: Er zeigt, wo wir im Kampf gegen die
Gewalt schon Siege gewonnen haben, aber auch, wo wir uns Etwa in der Mitte des dreistündigen Films ist eine Pause
neuen Herausforderungen stellen müssen. Anhand aktueller vorgesehen, in der ein Snack serviert wird.
Forschungsergebnisse und persönlicher Erfahrungen erklärt Zudem gibt es Gelegenheit, mit dem Team der Ambulanten
Pfeiffer, wie wir diesen begegnen sollten: Mit einem neuen Gefährdetenhilfe, der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen
Gemeinsinn, mehr Liebe und Gerechtigkeit – zum Wohle Werkes im Ev. Kirchenkreis An der Ruhr, ins Gespräch zu
aller. kommen.
Eintritt: 10 Euro, Vorverkauf über Pfr. Michael Manz, Eintritt frei.
m.manz@lukas-mh.de
18 19Gemeinsinn statt gemein sein Gewaltlosigkeit in der Erziehung
Ein Abend im Gespräch Vortrag und Gespräch
mit René Steinberg und dem Publikum
Samstag, 15. Februar 2020, 18 Uhr (Einlass und AK ab 17.30 Uhr) Montag, 17. Februar 2020, 19.30 Uhr
Pauluskirche, Witthausstraße 11, 45468 Mülheim an der Ruhr Ev. Ladenkirche, Kaiserstraße 4, 45468 Mülheim an der Ruhr
Wie isses denn? Alles gut? Wirklich? Oder ist das Klima bei Wie können Familien Eskalationen vermeiden, wenn ein
uns nicht rauer geworden, aufgeheizt und aufgehetzt? Wort das andere gibt?
Ein humoristischer Streiter für „Gemeinsinn statt gemein Zunehmend berichten Eltern in der Ev. Beratungsstelle von
sein“ ist der Mülheimer René Steinberg. Das Öffentlichkeits- heftigen Konflikten mit ihren Kindern / Jugendlichen.
referat lädt ein zu einem Gespräch mit dem Künstler und zu Oft kommt es zu gegenseitigem Anschreien, wodurch sich
einer humoristischen Analyse unserer Lage mit einem Plädo- der Streit verschärft. Im Vortrag geben Dipl. Psychologe
yer für mehr Freude und Miteinander als soziale Wutdruck- Dr. Franz Maurer und Dipl. Sozialpädagogin Annette Kistner
senker. – Ein Streifzug durch das menschliche Miteinander Impulse, um Wege aus dem Teufelskreis zu finden. Statt
mit der Frage danach, warum unsere Gesellschaft einen Machtkämpfen soll wieder eine positive Beziehung zwischen
Wutdrucksenker gerade bitter nötig hat. „Lieber über den Eltern und Kindern / Jugendlichen im Vordergrund stehen.
Nächsten lachen, statt Wutkübel über ihn auszuschütten“, Nach einem Impulsreferat gibt es die Gelegenheit zum Ge-
schlägt René Steinberg vor. „Denn Humorfähigkeit ist der spräch mit den ReferentInnen.
Kitt, den wir für ein gutes Miteinander brauchen.“
Eintritt frei.
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kartenreservierung (ab Anmeldung erwünscht unter Telefon 0208 3 20 14
13. 1. 2020) unter vek@kirche-muelheim.de im Gemeinde-
büro der VEK oder persönlich in der Evangelischen Ladenkir-
che, reservierte Karten müssen zwischen 17 und 17.30 Uhr
am Veranstaltungsort abgeholt werden. Nicht abgeholte
Karten gehen in den Verkauf.
20 21Frieden fängt beim Frühstück an Von der ‚erleuchteten Affenhorde‘
bis hin zum zivilen Peacekeeping
Musikalisch-literarische Revue
mit Dr. Okko Herlyn und Heike Kehl 700 Jahre gewaltfrei-gütekräftige Handlungs-
konzepte für mehr Gerechtigkeit und Frieden
Freitag, 21. Februar 2020, 20 Uhr (Einlass und AK ab 19.30 Uhr) Donnerstag, 27. Februar 2020, 19 Uhr
Pauluskirche, Witthausstraße 11, 45468 Mülheim an der Ruhr Ev. Ladenkirche, Kaiserstraße 4, 45468 Mülheim an der Ruhr
Mit ihrer musikalisch-literarischen Revue „Frieden fängt Vielerorts wurde 2019 an den großen indischen Befreiungs-
beim Frühstück an“ erinnern Heike Kehl und Okko Herlyn politiker Mohandas K. Gandhi erinnert, der am 2. Oktober
an die große Tradition der Anti-Kriegs-Lieder und Friedens- 1869 geboren wurde. Er ist bis heute vielen Menschen in
texte von Matthias Claudius bis Hanns Dieter Hüsch, von Wort, Tat und Haltung ein Vorbild dafür, Unrecht und Kon-
Wolf Biermann bis Joan Baez. Heike Kehl, bühnenerfahrene flikten ohne Gewaltausübung zu begegnen.
Rezitatorin und ausdrucksstarke Jazzsängerin, und Okko
Herlyn, gestandener Theologe und niederrheinischer Klein- Der Friedensforscher Pfr. i.R. Dr. Martin Arnold (Essen) stellt
künstler, werden auf ihre Weise den Kollwitzschen Ruf „Nie in seinem Vortrag gewaltfrei-gütekräftige Handlungskon-
wieder Krieg!“ zu Gehör bringen. Dabei wird es auf den zepte von Gandhi sowie deren Vorläufer und Weiterentwick-
Schlachtfeldern des Lebens – von der Küche bis zum Schüt- lungen bis zum weltweit praktizierten zivilen Peacekeeping
zengraben – mal mehr oder mal weniger friedlich zugehen: vor. Er zeigt auf, warum ihre Anwendung viel erfolgreicher
ernst und heiter, anrührend und kritisch, nachdenklich und ist als gewaltsames Vorgehen gegen Unrecht.
unterhaltsam.
Eintritt frei.
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kartenreservierung (ab
13. 1. 2020) unter vek@kirche-muelheim.de im Gemein-
debüro oder persönlich in der Evangelischen Ladenkirche,
reservierte Karten müssen zwischen 19 und 19.30 Uhr am
Veranstaltungsort abgeholt werden. Nicht abgeholte Karten
gehen in den Verkauf.
22 23Erziehung durch Beziehung Mehr als eine Heimat –
und empathische Kommunikation Wie ich Deutschsein neu definiere
Seminar Lesung von und mit Ali Can
Dienstag, 3. März, bis Dienstag, 24. März 2020, Dienstag, 10. März 2020, 19 Uhr, Einlass: 18.30 Uhr
4 Termine, jeweils 17 bis 20 Uhr MedienHaus, Synagogenplatz 3, 45468 Mülheim an der Ruhr
Ev. Familienbildungsstätte, Scharpenberg 1b, 45468 MH
Was bedeutet deutsch sein? Die Zeit ist reif für eine
Wenn sich Erziehende und auch Kinder empathisch bewusst Neudefinition, meint Ali Can (26), Autor, Aktivist und
machen, dass sie gleichartige Bedürfnisse haben und nur Leiter des VielRespektZentrums in Essen. Als Initiator des
unterschiedliche Wege verfolgen, kann ein Konflikt ganz Hashtags #MeTwo gegen Alltagsrassismus hat er auch über
anders beigelegt werden als auf dem traditionellen Weg von die Twitter-Community hinaus Bekanntheit erlangt.
Belohnung oder Strafe. Die Gewaltfreie Kommunikation von In seinem Buch beschreibt Ali Can seine Erfahrungen mit
Marshall Rosenberg zeigt einen konstruktiven Weg auf, der #MeTwo und blickt auf seine Biografie. Menschen mit
von Wertschätzung, Authentizität und Empathie geprägt ist. Migrationshintergrund wird oft vermittelt, sie gehörten
Sie legt Wert auf Klarheit mit anderen und mit sich selbst. nicht wirklich dazu, auch wenn sie Deutschland als ihre
Heimat betrachten. Sein Schluss: Heimat, das sind letztlich
Inhalte und Themenschwerpunkte: die Werte, die wir teilen. Und an einem offenen Dialog da-
- Die Botschaften des Kindes und Verbindung herstellen rüber sollten alle teilnehmen können. – Eine Veranstaltung
Empathie anstelle von Vorwürfen und schlechtem Gewissen von Schulreferat, GMÖ, der Buchhandlung „Bücherträu-
- Die Kraft des Bedauerns statt Schadenfreude me“ und dem MedienHaus.
- Aufrichtigkeit ohne Bewertung und Urteile Bei der Veranstaltung gibt es einen Büchertisch.
- Gemeinsame Vereinbarungen anstelle von Vorgaben
Eintritt 5 Euro, ermäßigt 2 Euro. Kartenreservierung ab
Referent: Dr. Wolfgang Hünig, Mediator / Coach GFK 13. 1. 2020 persönlich in der Ev. Ladenkirche. Abholung
Gebühr: 35 Euro, Anmeldung in der Ev. Familienbildungs- am 10. März von 18 bis 18.30 Uhr am Veranstaltungsort.
stätte, Tel.: 0208 3003 333 oder www.evfamilienbildung.de Nicht abgeholte Karten gehen in den Verkauf.
24 25Friedenswerkstatt auf Sansibar Frauenmahl:
„Friedensstifterinnen“
Themenabend
mit dem Partnerschaftskreis Tansania Ein Abend mit Thesen und Speisen
Donnerstag, 12. März 2020, 19 Uhr Freitag, 20. März, 18 bis 21 Uhr
Ev. Ladenkirche, Kaiserstraße 4, 45468 Mülheim an der Ruhr Ev. Ladenkirche, Kaiserstraße 4, 45468 Mülheim
In Tansania leben etwa zu gleichen Anteilen Christen und Das Team der Ev. Ladenkirche lädt ein zum Frauenmahl.
Muslime, im teilautonomen überwiegend muslimisch ge- Hier stehen Friedensstifterinnen im Mittelpunkt: Zwischen
prägten Sansibar traten immer wieder Spannungen zwischen schmackhaften Menügängen und besinnlichen Musikstü-
den Angehörigen der Religionen auf. Das Interfaith Centre cken geht es um spannende Persönlichkeiten wie Bertha
auf Sansibar setzt mit interreligiösen Programmen wirkungs- von Suttner, Dorothee Sölle, Malala Yousafzai oder Astrid
volle Impulse für das friedliche Zusammenleben. Pastor Lindgren. Lösen Frauen Konflikte anders als Männer?
Lusungu Mbilinyi berichtet aus der Praxis. Welche Vorbilder gibt es? Wie tragen speziell Frauen zum
Friedenserhalt bei?
Referent: Lusungu Mbilinyi, Studienleiter bei der Vereinten
Ev. Mission (VEM) – Teilnahme kostenfrei. Anmeldung gegen 10 Euro Kostenumlage
bis 13. März in der Ladenkirche.
26 27Termine im Überblick
12. Januar bis 9. Februar, mittwochs bis freitags, 11 bis 13 und Mittwoch, 12. Februar, 19.30 Uhr, Immanuelkirche Styrum
15 bis 17 Uhr, Petrikirche, Ausstellung „Frieden geht anders“ Christian Pfeiffer: „Gegen die Gewalt“
Sonntag, 12. Januar, 11.15 Uhr, Petrikirche Donnerstag, 13. Februar 2020, 17.30 Uhr, Teestube
Gottesdienst zur Eröffnung der Ausstellung in der Petrikirche Fimabend „Gandhi“ bei der Diakonie
Montag, 13. Januar, 16 Uhr, Petrikirche, MultiplikatorInnen-Fortbildung Samstag, 15. Februar, 18 Uhr, Pauluskirche
„Gemeinsinn statt gemein sein“ – im Gespräch mit René Steinberg
Sonntag, 12. Januar bis So, 2. Februar, Gnadenkirche / Erlöserkirche
Frieden geht anders – eine Heißener Gottesdienstreihe Montag, 17. Februar, 19.30 Uhr, Evangelische Ladenkirche
„Gewaltlosigkeit in der Erziehung“ – Vortrag und Gespräch
Mittwoch, 15. Januar, 19.30 Uhr, Gemeindehaus Kolo
Friedensgebet: „Wir weigern uns, Feinde zu sein“ Freitag, 21. Februar, 20 Uhr, Pauluskirche,
Dr. Okko Herlyn und Heike Kehl: „Frieden fängt beim Frühstück an“
Freitag, 17. Januar, 19 Uhr, Petrikirche – Mit-Sing-Konzert
Donnerstag, 27. Februar, 19 Uhr, Evangelische Ladenkirche
Donnerstag, 23. Januar, 19 bis 21 Uhr, Gemeindehaus Scharpenberg „Von der ‚erleuchteten Affenhorde‘ bis hin zum zivilen Peacekeeping“
„Das Friedenspotenzial in Islam und Christentum“
Dienstags, 3. bis 24. März, 17 bis 20 Uhr, Ev. Familienbildungsstätte
Freitag, 24. Januar, 20 Uhr, Pauluskirche – KinoKirche Seminar: Erziehung durch Beziehung und empathische Kommunikation
Samstag, 25. Januar, 18 Uhr, Dorfkirche Saarn – Taizégebet Dienstag, 10. März, 19 Uhr, MedienHaus
Lesung mit Ali Can: „Mehr als eine Heimat“
Freitag, 31. Januar, 16 Uhr, Haus der Ev. Kirche, Workshop: Friedenslogik
Donnerstag, 12. März, 19 Uhr, Evangelische Ladenkirche
Montag, 3. Februar, 16 Uhr, Pauluskirche – KinderKinoKirche, Partnerschafts-Themenabend: Friedenswerkstatt auf Sansibar
Mittwoch, 5. Februar, 19.30 Uhr, Immanuelkirche Styrum Freitag, 20. März, 18 Uhr, Evangelische Ladenkirche
Günter Haverkamp: „Aktion Rote Hand – Kinder sind keine Soldaten“ Frauenmahl „Friedensstifterinnen“Bierdeckel gegen Stammtischparolen
Jetzt in deiner Kneipe
„Wir müssen reden!“ heißt es auf jedem der vier Bierdeckel
des Sets. Als Gesprächsanstoß für das bessere Miteinander Planungsteam „Frieden geht anders“
bei einem schmackhaften Getränk greifen die Untersetzer
fürs Bier- oder Limo-Glas gängige Stammtischparolen auf: Pfarrerin Ursula Thomé (Gemeindedienst für Mission und
zum Neid auf die „Schmarotzer“, die nach Deutschland Ökumene, Leitung), Pfarrerin Sabine Dehnelt (Schulre-
kommen, zum „Gender-Gaga“, gegen die ferat), Annika Lante (Öffentlichkeitsreferat), Pfarrerin
„Lügenpresse“ und über die Befürchtung, Karla Unterhansberg (Vors. Fachausschuss Ökumene und
in Deutschland „islamisiert“ Partnerschaft), Ute Lass (Ev. Ladenkirche), Pfarrerin Anne-
„Schmarotzer, die das
Sozialsystem unterwandern“ zu werden. gret Cohen (Vereinte Ev. Kirchengemeinde), Christa Pieper
Diese Redeweise erklärt Geflüchtete zu (Weltladen Mülheim)
Faulenzern, die ungerechtfertigt Geld
oder andere Leistungen beziehen. Wenn‘s drauf ankommt, fehlen ja
So werden viele verschiedene Menschen,
die in Deutschland ein neues Leben suchen, über einen
Kamm geschert und als Bedrohung des westlichen
oft die passenden Worte.
Wohlstands dargestellt.
Wer pauschal alle nach Deutschland Kommenden als
Deswegen gibt es auf der ande-
Schmarotzer, oder etwas milder als „Wirtschafts-
ren Seite des Bierfilzes ein paar Impressum
migranten“ bezeichnet, stellt das Grundrecht auf
Asyl zwar nicht in Frage – gesteht es aber den
„Migranten“ auch nicht zu.
Sätze, die zeigen, wie man
Wir müssen reden! biblisch begründet Herausgeber: Kirchenkreis An der Ruhr, Althofstraße 9,
und friedlich mit 45468 Mülheim an der Ruhr
Wir spielen bedürftige
Geflüchtete nicht gegen Verbalwut um-
bedürftige Einheimische aus
gehen kann. Redaktion: Pfarrerin Sabine Dehnelt, Annika Lante, Pfarrerin
Die Kirche tritt für alle Schwachen ein:
für Witwen und Waisen, Fremde und Arme, Karla Unterhansberg, Pfarrerin Ursula Thomé (verantwort-
wie es in der Bibel heißt. Mit anderen Worten:
für Rentnerinnen und Rentner, Arbeitslose und Prost, lasst lich), für alle Anschrift wie oben genannt
auch für Geflüchtete.
Auch biblische Heldinnen und Helden waren
uns reden!
Flüchtlinge, wie Maria, Joseph und Jesus, das
Volk Israel, und viele Weitere.
Wirtschaftliche Not ist für Viele ein Grund,
die Heimat zu verlassen. Nicht zuletzt
unser Konsum trägt zur Not in anderen Druck: saxoprint, Leipzig
Teilen der Welt bei.
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