GRÜNE UMWELTACHSE HAMM-WERRIES - WETTBEWERB DOKUMENTATION
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Impressum Ausloberin Stadt Hamm Stadtplanungsamt Gustav-Heinemann-Straße 10 59065 Hamm Ansprechpartnerinnen: Christine Chudasch, Barbara Conrad Wettbewerbsbetreuung scheuvens + wachten plus planungsgesellschaft mbh Friedenstraße 18 44139 Dortmund www.scheuvens-wachten.de Kontakt: werries@scheuvens-wachten.de Ansprechpartner: Martin Ritscherle, Laura Kreische, Pia Gesenhues Redaktion / Bild- und Kartenmaterial: Stadtplanungsamt Hamm scheuvens + wachten plus planungsgesellschaft mbh Bild- und Kartendarstellungen sind jeweils einzeln mit Quellenangaben versehen. Quelle der Abbildung auf der Titelseite ist Hans Blossey. Hamm / Dortmund, Dezember 2021 Vorbemerkung Für einen flüssigen Sprachgebrauch werden Personen-, Berufs- und Funktions- bezeichnungen, wie Architekt, Landschaftsarchitekt, Teilnehmer, Preisrichter, Mitarbeiter, Besucher, etc. verwendet. Damit ist lediglich die Personen-, Be- rufs- und Funktionsbezeichnung gemeint und schließt die weibliche Personen-, Berufs- und Funktionsbezeichnung mit ein. Wir bitten alle Beteiligten um Verständnis. 2
INHALT
Impressum2
Vorwort5
A Aufgabenteil 6
Rahmenbedingungen und Aufgabenstellung 6
Vertiefungsbereiche 10
B Verfahrensteil 12
Wettbewerb 12
Akteure 13
C Ergebnisse 16
Übersicht der Wettbewerbsergebnisse 16
Wettbewerbsbeiträge 18
Übersichten der Perspektiven 42
3Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Ortsteil Werries im Stadtbezirk Hamm-Uentrop erfreut und sachkundige Berater und Beraterinnen, hat sechs sehr
sich großer Beliebtheit. Durchgrünte Wohngebiete, gute spannende Beiträge zur Entwicklung dieser Umweltachse
Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote wie der Maxi- intensiv geprüft und diskutiert. Die eingereichten Beiträge
park und die Eissporthalle sind Attraktionen, die weit in die bieten zukunftsweisende Ideen für die Grüne Umweltachse.
Region ausstrahlen. Der einstimmig beschlossene erste Preis zeigt eindrucksvoll,
Im Laufe der letzten Jahre ist so ein stark nachgefragtes, wie sich das Zentrum Werries im Zusammenspiel von Be-
aber auch durch den Autoverkehr geprägtes Zentrum ent- stand, Neubau und Freiräumen zu einem höchst attraktiven
standen. So ging mit dem Erfolg im Laufe der Jahre auch und lebendeigen Stadtraum entwickeln kann.
Aufenthaltsqualität verloren. In nächsten Schritt sollen nun die Planungen angepasst und
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK Werries) konkretisiert werden, um dann Schritt für Schritt in die Um-
setzt hier an. Das Zentrum soll gestalterisch aufgewertet, setzung gehen zu können. Mit der geplanten schrittweisen
der Maxipark besser in den Stadtteil eingebunden und die Realisierung liefert die Stadt Hamm darüber hinaus auch
Anbindung von Werries an das übrige Stadtgebiet verbes- einen hervorragenden Projektbeitrag zur IGA 2027.
sert werden. Die “Grüne Umweltachse Werries” ist der erste
Schritt in diese Richtung. Unser herzlicher Dank gilt allen, die sich an der Durchfüh-
Mit dem Ergebnis des städtebaulichen und freiraumplan- rung dieses Wettbewerbs beteiligt haben. In diesem Zusam-
erischen Wettbewerbs zur Aufwertung der Verbindung menhang sind sowohl die sechs beteiligten Büros aus dem
zwischen dem Maxipark und dem Datteln-Hamm-Kanal gesamten Bundesgebiet als auch die Mitglieder des Preisge-
rückt ein grünes Rückgrat im Zentrum des Stadtbezirks richts zu nennen, die sich in den vergangenen Wochen und
in greifbare Nähe: Eingebettet in ein schlüssiges und zu- Monaten viele Gedanken über die bestmögliche Auswahl
kunftsweisendes Gesamtkonzept, das vorhandenes Grün gemacht haben.
aufnimmt und ergänzt, werden sichere und komfortable Ein besonders herzliches Dankeschön möchten wir an das
Wege für Radfahrer und Fußgänger angeboten. Weiter in Büro „scheuvens + wachten plus planungsgesellschaft mbh“
die Zukunft reichen Ideen für die Entwicklung des Zentrums, richten, das den Wettbewerb in hervorragender Weise be-
die in maßvollen Schritten umgesetzt werden können. treut und begleitet hat.
Ein interdisziplinär besetztes Preisgericht, unterstützt durch
Vertreter und Vertreterinnen aus den politischen Gremien
Für die Ausloberin Für das Preisgericht
Stadtbaurat Andreas Mentz Prof. Dr. Franz Pesch
5A Aufgabenteil
Rahmenbedingungen und
Aufgabenstellung
Hamm ist eine kreisfreie Großstadt im Regierungsbezirk umgesetzt werden und einen Entwicklungsschub für den
Arnsberg, die mitten im Herzen von Westfalen liegt. Sie Bezirk bewirken soll. Die Stadt Hamm führte daher als
bildet den nordöstlichen Rand des Ruhrgebietes und ersten Schritt zur Umsetzung des ISEKs Werries diesen
ist Mitglied der Metropolregion Rhein-Ruhr. Im Norden städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb „Grüne
schließt sich das Münsterland und im Osten die Region Umweltachse Werries“ durch.
Ostwestfalen-Lippe an. Auf einer Fläche von 226 km² woh-
nen in Hamm heute 180.793 (Stand 31.12.2020) Menschen. Freiraum
Die Stadt besteht aus sieben Stadtbezirken mit eigenen
weitgehend autonom funktionierenden Stadtteilzentren. Ein weiteres, dem Wettbewerb zugrunde liegendes Plan-
Der östlich gelegene Bezirk Uentrop mit seinem zentralen werk, war der 2021 veröffentlichte Masterplan Freiraum
Stadtteil Hamm-Werries beherbergt das Plangebiet, in dem der Stadt Hamm. Dieser bietet eine gesamtstädtische Be-
im Rahmen dieses Wettbewerbs eine “Grüne Umweltachse“ trachtung für eine zukunftsorientierte, klimaangepasste
geplant werden sollte. und ganzheitliche Stadtplanung. Er zeigt, dass Hamm eine
grüne Flächenstadt ist, also dass die einzelnen Stadtteile
Uentrop beherbergt 27.118 Einwohner auf einer Fläche sehr durchgrünt sind und bereits viele verschiedene Grün-
von 44,6 km² (entspricht 19,7 % der Stadtfläche) und ist der flächen für die Bevölkerung vorhanden sind.
zweitgrößte Stadtbezirk Hamms. Der Stadtteil Werries bil-
det mit 7.084 Einwohnern den Siedlungsschwerpunkt dieses Werries ist geprägt durch eine lockere, durchgrünte Be-
Bezirks. Seit den 1980er Jahren wurde das Zentrum von Wer- bauung und beherbergt diverse Grünstrukturen mit unter-
ries durch die Ansiedlung von großflächigem Lebensmittel- schiedlichen Qualitäten für seine Nutzer, wie Spielplätze,
Einzelhandel und Sport- und Freizeiteinrichtungen geprägt. Wiesen oder Fuß- und Radwege. Auch die Gewässer, vom
Das Alte und Neue Maxicenter haben dadurch heute ein Kanal bis hin zu kleinen Bächen, sind wichtige Teile des
vielfältiges Angebot und sich zu einem strakt frequentierten Ökosystems. Der Stadtteil besitzt das große Potenzial, über
Bereich mit wichtiger Versorgungsfunktion entwickelt. Ins- die Umweltachse eine übergeordnete Grünraumverbin-
besondere die freizeittouristischen Angebote der WestPress dung zwischen der Landschaft nördlich des Kanals und dem
Arena, der HeliNet Arena mit Eissporthalle und Bowlingbahn weitläufigen Maximilianpark im Süden zu werden. Dafür
und des Maximilianparks bilden einen großen Anziehungs- sollten im Wettbewerb die bestehenden grünen und blauen
punkt für Besucher, auch über die Grenzen Hamms hinaus. Elemente aufgenommen und vernetzt werden und sowohl
Diese starke Frequentierung hat einen hohen Bedarf an den Menschen einen Raum für Naherholung und Freizeit
Parkplätzen zur Folge. Dadurch sind im zentralen Bereich geboten werden als auch der nachhaltigen Entwicklung von
großflächige Stellplatzanlagen entstanden, die neben dem Natur und Klima dienen.
großen Flächenverbrauch ein unattraktives Erscheinungs-
bild und wenig Aufenthaltsqualität haben. Der Hauptteil Maximilianpark
der Wettbewerbsaufgabe war es daher, den öffentlichen
Raum im Zentrum zu attraktivieren und so zu beleben. Der Maximilianpark wurde für die Landesgartenschau 1984
als Parkanlage auf dem Gelände der stillgelegten Zeche
ISEK Maximilian errichtet. Sein Wahrzeichen ist der Glaselefant,
eine rund 40 m hohe begehbare Plastik des Künstlers Horst
Um eine Entwicklung von Werries steuern zu können, Rellecke. Träger des Parks sind der Regionalverband Ruhr
wurde zuerst 2018 ein Rahmenplan erarbeitet, der die und die Stadt Hamm. Der 22 ha große, eintrittspflichtige
richtungsweisenden Grundlagen für das im Jahr 2019 Maximilianpark stellt aufgrund seiner Kombination von
verabschiedete Integrierte städtebauliche Entwicklungs- Natur, Industriekultur, abwechslungsreichen Spiel- und Ver-
konzept (ISEK Werries) darstellte. Diese informelle Pla- anstaltungsangeboten einen wichtigen Freizeitschwerpunkt
nungsgrundlage wurde in einem intensiven Austausch dar. Dieses bedeutende Erholungs- und Freizeitgebiet inner-
mit den Bürgerinnen und Bürgern von Werries erarbeitet. halb Hamms zieht auch viele externe Besucher an. Jährlich
Dabei wurden vier Handlungsfelder gebildet, Defizite und kommen bis zu 450.000 Menschen in den Park. Bezüglich der
Entwicklungsoptionen bestimmt und ein steckbriefartiger Aufgabenstellung war es daher wichtig, das Stellplatzange-
Maßnahmenkatalog ausgearbeitet. Als zentrales und bot zu erhalten und um nachhaltige Mobilitätsangebote zu
übergeordnetes Leitprojekt kristallisierte sich die „Grüne erweitern.
Umweltachse“ heraus, die nun als erstes Maßnahmenpaket
6Luftbild Hamm-Werries aus Süden (Quelle: Hans Blossey) Maximilianpark (Quelle:Hans Blossey)
IGA 2027 Mobilität
Die IGA 2027 hat sich zum Ziel gesetzt, mit Zukunftsthemen Das großdimensionierte Straßensystem sowie die großen
in drei verschiedenen Ausstellungsebenen den Strukturwan- Stellplatzflächen deuten auf eine autogerechte Planung
del der Metropole Ruhr Region greif-, erleb- und präsen- und ein auf den motorisierten Individualverkehr ausgerich-
tierbar darzustellen. Auf der zweiten Ausstellungsebene tetes Mobilitätsverhalten hin. Insbesondere im zentralen
“Unsere Gärten” sollen regional relevante (Landschafts-) Bereich um die Einzelhandelsstandorte Altes und Neues
Parks und Gärten im Ruhrgebiet präsentiert werden. Im Maxicenter finden sich eine Vielzahl von PKW-Parkplätzen,
Rahmen dieser Ausstellungsebene werden zahlreiche Park- die teils begrünt, teils ungestaltet sind. Eine hohe Auslas-
und Grünflächen aufgewertet und über Themenrouten tung bzw. sogar Überlastung der Parkplätze gibt es bei Ver-
verbunden. anstaltungen. An diesen Terminen sind auch die Stellplätze
Die Stadt Hamm beabsichtigt in diesem Zusammenhang, der WestPress Arena bzw. am Alten Maxicenter ausgelastet.
mit dem Maximilianpark und einem geplanten Gartenkom- Derzeit befinden sich ca. 1.200 Stellplätze im Bereich
petenzzentrum das östliche Tor dieser IGA Metropole Ruhr zwischen Alter Uentroper Weg und dem Freiherr-vom-
2027 zu sein. Ziel ist es, den Maximilianpark generations- Stein-Gymnasium. Zusätzlich stehen besonders in den
übergreifend weiterzuentwickeln und das Thema “Garten“ Nachmittagszeiten und am Wochenende die insgesamt 200
allen Interessierten zugänglich zu machen. Stellplätze am Bürgeramt und südlich des Freiherr-vom-
Bezüglich des Wettbewerbs sollte dafür ein attraktiv und Stein-Gymnasiums zur Verfügung. Infolge der überörtlichen
großzügig gestalteter Eingangsbereich mit entsprechender Bedeutung des Einzelhandelszentrums sowie des Maxiparks
Sichtachse geplant werden und gleichzeitig diese weiterent- wird auch weiterhin diese hohe Anzahl an Stellplätzen
wickelte Parkanlage in den Stadtteil integriert werden. benötigt. Um das Zentrum von Werries zu attraktivieren,
ist es jedoch notwendig, dass die Stellplätze neu organisiert
7Grüne Umweltachse
werden und das Mobilitätsangebot um nachhaltige Alterna- Entlang der Achse zwischen dem Maximilianpark und dem
tiven ergänzt wird. Dafür konnten im Wettbewerb beispiels- Datteln-Hamm-Kanal erstreckt sich der Bereich von Wer-
weise Quartiersgaragen geplant werden. Zudem sollte ein ries, in dem nach Ergebnis der Bestandsanalyse und vielen
Vorschlag für den Standort einer Mobilitätsstation gemacht Hinweisen von Bürgern und Akteuren vor Ort aktuell die
werden, um den Nutzern im Zuge der Verkehrswende den offensichtlichsten Missstände verortet werden. So weist
Umstieg auf verschiedene umweltfreundliche Verkehrsmit- die beschriebene Achse einschließlich der zuzuordnenden
tel zu erleichtern. Dazu gehört auch der Ausbau des ÖPNVs, Räume in ihrer heutigen Gestaltung und Nutzung eine
der zu beachten war. Grundsätzlich war die Umweltachse Überlagerung von unterschiedlichen Handlungserfordernis-
nicht nur als eine Verbindung für Grünraum zu sehen, sen auf.
sondern auch als eine Verbindung für den Umweltverbund.
Das bedeutete, dass die Maximilianstraße als Abschnitt der Hier soll durch den Wettbewerb eine attraktive, eindeutig
Achse für Fußgänger, Fahrradfahrer und Busse als Teil des erkennbare Wege- und Freiraumverbindung geschaffen
Umweltverbunds zu gestalten war. werden, die unter Einbeziehung der angrenzenden Räume
zu einer nachhaltigen Aufwertung des Stadtbezirkszentrums
Das Fahrrad ist ebenfalls ein beliebtes Verkehrsmittel und führt. Das Konzept sollte Aussagen zur städtebaulichen
stellt eine umweltfreundliche Fortbewegung für Alltag und Entwicklung der Flächen entlang der Ostwennemarstraße
Freizeit dar. Im Untersuchungsgebiet gibt es drei zentrale sowie zur freiraumplanerischen Gestaltung und Entwick-
Radwegeverbindungen, über die Werries gut in das örtliche lung der Achse und der angrenzenden öffentlichen Bereiche
und überörtliche Radwegenetz angebunden ist. Insbeson- beinhalten. Die „Grüne Umweltachse“ übernimmt somit
dere die Wegetrasse entlang des Datteln-Hamm-Kanals hat eine Leit- und Orientierungsfunktion für die Entwicklung
eine große touristische Bedeutung und soll im Zuge des des gesamten Zentrums. Dafür sollte beispielsweise eine
Wettbewerbs ausgebaut werden. einheitliche Gestaltsprache gewählt werden, die insbeson-
dere Aussagen zu einer durchgängigen Markierung und/
Wettbewerbsgebiet oder Beschilderung entlang des Weges, zur Oberfläche des
Weges, zur Möblierung (Sitzgelegenheiten, Spielpunkte)
Das zu betrachtende Wettbewerbsgebiet mit einer Größe oder wiederkehrenden Bepflanzungselementen beinhaltet.
von ca. 17,5 ha wird im Norden vom Datteln-Hamm-Kanal
und im Süden vom Haupteingang des Maximilianparks Ziel des Wettbewerbs war die Vorbereitung einer quali-
begrenzt. Es erstreckt sich hauptsächlich entlang der Ost- tätvollen sowie einer zeitnahen Umsetzung. Wesentliche
wennemarstraße und schließt die direkt angrenzenden Aufgabe war die Erarbeitung eines städtebaulich-
Freiflächen sowie das „Alte Maxicenter“ ein. Die zentralen freiraumplanerischen Gesamtkonzeptes, das Aussagen
Bereiche liegen östlich der Ostwennemarstraße und unter- zur Schaffung einer attraktiven und auch erkennbaren
gliedern sich in die Flächen des Alten und Neuen Zentrums. Wege- und Freiraumverbindung unter Einbeziehung der
Überdimensionierte Parkplätze überformen den Raum und angrenzenden Räume und Funktionen macht. Gleichzeitig
führen zu einer unzureichenden Raumbildung. Insgesamt sollten Ideen zur Vernetzung der Freiraumstruktur und zur
fehlt eine Arrondierung bzw. die Fassung des Raumes durch verkehrlichen Situation vorgelegt werden.
Strukturen, die ein gewisses Maß an Aufenthaltsqualitäten Im Rahmen des Wettbewerbes sollte ein Gesamtkonzept
schaffen. für das Wettbewerbsgebiet entwickelt werden, auf dessen
Grundlage weitere Planungsschritte und Abstimmungen
Beidseitig dieser prägnanten Nord-Süd-Achse erstrecken sich stattfinden können. Zusätzlich gab es Vertiefungsflächen
Wohngebiete mit vielfältigen Typologien. Im Süden verläuft der Freiraumplanung, für die schon eine kurzfristig umsetz-
noch parallel zum Grenzweg eine für den Güterverkehr der bare Planung entwickelt werden soll, sowie langfristig zu
Ruhr-Lippe-Eisenbahn und auch von der Museumseisen- entwickelnde Vertiefungsflächen des Städtebaus.
bahn Hamm genutzte Bahntrasse. Sie stellt eine Barriere
nördlich des Maximilianparks dar. Bis auf den Anstieg der
Ostwennemarstraße nördlich des Alten Uentroper Weges
zur Kanalbrücke gibt es keine wesentlichen topographi-
schen Geländeunterschiede. Einzig der Abgang von der
Ostwennemarstraße hinunter zum Kanal stellt aufgrund
seines derzeitigen Ausbaus eine Barriere dar.
8Die Hauptziele des Wettbewerbs waren:
■■ nachhaltige und qualitative Aufwertung und somit
Stärkung eines funktionsfähigen Stadtteilzentrums,
■■ Entwicklung einer räumlich und gestalterisch markan-
ten Verbindungachse zwischen dem Datteln-Hamm-
Kanal und dem Maximilianpark, mit Vorrang für
Fußgänger und Radfahrer,
■■ sichere und barrierefreie Anbindung der Ostwen-
nemarstraße an den tieferliegenden Kanalweg für
Fußgänger und Radfahrer,
■■ qualitätvolle Gestaltung des Eingangsbereiches zum
Maximilianpark, insbesondere im Hinblick auf die IGA
2027,
■■ multifunktionale Nutzung der Fläche westlich des
Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums für Schul- und Ver-
einssport sowie auch öffentliche Angebote,
■■ städtebauliche Entwicklung der markierten Baufelder,
die später durch private Investoren realisiert werden
können (Fassung des Bereiches südlich der Sparkasse,
öffentlicher Raum des „Alten“ Maxicenters) und
■■ innovative und flächensparende Gesamtkonzeption
für umweltfreundliche Mobilität unter Berücksichti-
gung des hohen Stellplatzbedarfs.
Werries Zentrum (Quelle: Hans Blossey)
Maxicenter (Quelle: Hans Blossey) Luftbild Werries aus Norden (Quelle: Hans Blossey)
9Vertiefungsbereiche
Zur vertiefenden Darstellung ihrer Ideen zur Gestaltung der Radfahrer Sicherheit und Orientierung bieten. Dafür stand
Grünen Umweltachse sollten die Teams eine zusammenhän- die Übernahme einer Kreisverkehrsplanung der Stadt zur
gende Darstellung als Lageplan erstellen. Dabei sollte ein Option.
besonderer Fokus auf die einzelnen Entwicklungsbereiche
und wie diese miteinander verbunden sind, gelegt werden. Bereich des Alten Maxicenters
Eine Verortung der Bereiche ist auf der rechten Seite abge-
bildet. Dazu gehörten Bereiche mit freiraumplanerischen Der wenig attraktive Hinterhofbereich um den Winfried-
Aufgaben (gelb), in denen die Planer zeigen sollten, wie der platz sollte von einem Parkplatz zu einem Ort mit urbaner
öffentliche Raum neu strukturiert und attraktiver gestaltet Lebendigkeit und Nutzungsvielfalt umgewandelt werden.
werden kann. Zu den städtebaulichen Vertiefungsbereichen Es war freigestellt, bestimmte Gebäudeteile zu erhalten
(rot) zählten zentrale Flächen in Werries, auf denen perspek- oder zu überplanen, um eine neue Fassung des öffentlichen
tivisch eine hochbauliche Entwicklung stattfinden soll, damit Raumes zu ermöglichen.
sich das Zentrum zu einem belebten Ort mit verschiedenen
Nutzungen und einer hohen Aufenthaltsqualität entwickeln Neue Platzfläche und Baufeld
kann. Schließlich gab es noch Freiflächen, für die grobe Ge- „Mitten in Werries“
staltungsvorschläge gemacht werden sollten (grau), da sie
ebenfalls künftig entwickelt werden sollen. Auf dieser zentralen Platzfläche sollte eine funktionale
Neuorganisation und Aufwertung durch neue Gebäude-
Anbindung an den Datteln-Hamm-Kanal strukturen entstehen, die eine Platzeinfassung und Raum-
kante bilden. Die überplanten Stellplätze sollten z.B. in eine
Hier sollte eine komfortable und barrierefreie Wege- Quartiersgarage umgelagert werden.
verbindung an den Kanalweg geschaffen werden, der Teil
des übergeordneten Radwegenetzes ist. Eine Steigerung Entwicklung alter Busparkplatz
der Aufenthaltsqualität am Kanal beispielsweise durch
Sitzmöglichkeiten war ebenso gefragt. Diesem Vertiefungsbereich sollten zentrumsrelevante Nut-
zungen mit Wohnen und Gemeinschaftsflächen zugeführt
Radfahrer- und fußgängerfreundliche werden. Die neuen Baukörper sollten eine Abgrenzung zum
Nord-Süd-Verbindung Schutz der westlichen Wohnbebauung bilden.
Der gesamte Abschnitt zwischen dem Kanal und der Kreu- Weiterentwicklung des Sportplatzes am
zung Ostwennemarstraße / Alter Uentroper Weg sollte Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
zu einer durchgehenden Zweirichtungsverbindung für
Radfahrer und Fußgänger ausgebaut werden, um umwelt- Auch der an der Eingangsachse zum Maximilianpark ge-
freundliche Mobilität zu fördern. legene Sportplatz sollte mitgedacht werden. Dabei waren
unterschiedliche Nutzungsansprüche des Freiherr-vom-
„Partizipatorische“ Gestaltung der östlichen Stein-Gymnasiums, der Sportvereine und der Öffentlichkeit
Freifläche an der Ostwennemarstraße zu beachten und das angrenzende Wohngebiet vor even-
tuell entstehendem Lärm zu schützen.
Die Freifläche an der Ostwennemarstraße soll durch eine
partizipative Gestaltung künftig aktiviert werden. Dafür Entrée Maximilianpark und Werner-Figgen-Weg
sollten Vorschläge für eine bessere Zuwegung gemacht
werden und auch die Erweiterung der Kita im Süden mit Die Entwicklung des Entrées sollte eine klare Adressbildung
berücksichtigt werden. des Parks erzeugen. Zusammen mit der zulaufenden Allee,
an der Bewegungs- und Sitzmöglichkeiten zu planen waren,
Kreuzungsbereich Ostwennemarstraße / sollte eine Sogwirkung entstehen, die Besucher anzieht.
Alter Uentroper Weg
Die aktuell unübersichtliche Kreuzungssituation sollte
umgestaltet werden und insbesondere für Fußgänger und
10-Hamm-Kanal
Datte
ln-Ham
m-Kan
al
Anbindung an den
Datteln-Hamm-Kanal
Freifläche an der
Ostwennemarstraße
Nord-Süd-Verbindung für
Radfahrer und Fußgänger
Brache
Kreuzung Alter Uentroper
per Weg
Weg / Ostwennemarstraße Alter Uentro
Alter
Uentr
oper
Weg
Altes Maxicenter
Bra
am
Eichenstraße
ers
tra
ße
Neue Platzfläche und
Ostwennemarstraße
Baufeld „Mitten in Werries“
Ammerweg
Entwicklung alter
Busparkplatz
Legende
Abgrenzung
Sportplatz am Freiherr- Wettbewerbsgebiet
vom-Stein-Gymnasium
Vertiefungsflächen
Grenzweg
Städtebau
Vertiefungsflächen
Entrée Maximilianpark Freiraum
Übersicht Wettbewerbsgebiet und Vertiefungsbereiche (Quelle: s + w plus und Stadt Hamm)
11B Verfahrensteil
Wettbewerb
Preisgelder
Ausgelobt war ein nicht offener Realisierungswettbewerb Für den Wettbewerb nach RPW 2013 stellte die Ausloberin
nach RPW 2013 mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren. nach Abschluss der Bearbeitung eine Wettbewerbssumme
Er richtete sich an Teams der beiden Disziplinen Stadtplanung von 125.000.- Euro (brutto, inkl. der derzeit gültigen MwSt.
und Landschaftsarchitektur. Die Anzahl der Teilnehmenden von 19%) zur Verfügung. Die Wettbewerbssumme wurde
war auf 12 beschränkt, von denen 3 Teilnehmende durch auf der Basis der HOAI (2021) sowie dem Merkblatt 51 der
die Ausloberschaft gesetzt wurden. Über das vorgeschaltete AKBW ermittelt. Es war folgende Aufteilung vom Preisge-
Bewerbungsverfahren haben sich 5 weitere Büros beworben richt vorgesehen:
und qualifiziert, sodass insgesamt 8 Teams für den Wettbe-
werb zugelassen wurden. Im Verfahren wurden letztendlich 1. Preis 55.000.- Euro
6 Wettbewerbsarbeiten eingereicht und dem Preisgericht 2. Preis 30.000.- Euro
zur Beurteilung vorgelegt. 3. Preis 20.000.- Euro
Das Verfahren war anonym. Für Anerkennungen sollten insgesamt 20.000.- Euro zur
Verfügung stehen.
Der Durchführung des Wettbewerbs lagen die RPW 2013 in
der vom BMVBS am 31.01.2013 herausgegebenen Fassung Im Laufe der Sitzung wurde die Aufteilung geändert und
und die mit Einführungserlass vom 05.06.2014 des Ministeri- wie folgt vom Preisgericht einstimmig beschlossen:
ums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr und
des Finanzministeriums NRW bekanntgemachten Hinweisen 1. Preis 60.000.- Euro
zugrunde. 2. Preis 35.000.- Euro
Anerkennung 15.000.- Euro
Die Auslobung und das Protokoll des Kolloquiums waren Anerkennung 15.000.- Euro
für die Ausloberin und Teilnehmende sowie alle übrigen am
Wettbewerb Beteiligten verbindlich. An der Vorbereitung
und Auslobung des Wettbewerbs hat der Ausschuss Vergabe
und Wettbewerb der Architektenkammer NRW beratend
mitgewirkt. Die Auslobung wurde dort unter der Nummer
W28/21 registriert.
Der Wettbewerb wurde in deutscher Sprache durchgeführt.
Beurteilungskriterien
Folgende Kriterien wurden bei der Beurteilung der Arbei-
ten im Wettbewerb durch das Preisgericht nach RPW 2013
herangezogen:
■■ Einbindung in die stadträumliche Situation
■■ Qualität der städtebaulichen Gesamtkonzeption
■■ Qualität der Freiraumgestaltung
■■ Nutzungsqualitäten
■■ Barrierefreiheit
■■ Realisierbarkeit und Nachhaltigkeit der Konzeption
■■ Wirtschaftlichkeit
Die genannte Reihenfolge der Kriterien stellten keine Ge-
wichtung dar.
12Akteure
Preisgericht Stellvertretendes Preisgericht
Am 6. Oktober 2021 fand das ganztägige Preisgericht in
Hamm-Werries im Festsaal des Maximilianparks mit folgen- ■■ Erzina Brennecke,
der Besetzung statt. Der Vorsitz wurde durch Herrn Prof. Dr. Ausschuss für Stadtentwicklung Wohnen
und Mobilität, Hamm
Franz Pesch wahrgenommen.
■■ Barbara Conrad,
Stimmberechtigtes Preisgericht Abteilungsleiterin Stadtplanungsamt,
Stadterneuerung, Hamm
■■ Prof. Gerd Aufmkolk,
Landschaftsarchitekt, Nürnberg ■■ Jan-Hendrik Flecke,
Bezirksvertretung Uentrop, Hamm
■■ Frank Flor,
Landschaftsarchitekt, Köln ■■ Joachim Horst,
Abteilungsleiter Stadtplanungsamt,
■■ Prof. Andreas Fritzen, Gesamtstädtische Planung, Hamm
Architekt und Stadtplaner, Köln / Bochum
■■ Stefan Krapp,
■■ Tobias Fröhlich, Stadtplaner, Aachen
Sachgebietsleiter Tiefbau- und Grünflächenamt,
Hamm ■■ Jörg Wedekind,
2. stellvertretender Bezirksbürgermeister Uentrop,
■■ Rudolf Haase, Hamm
1. stellvertretender Bezirksbürgermeister, Uentrop,
Hamm
■■ Prof. Inga Hahn, Anwesende der Sachverständigen Beratung
Landschaftsarchitektin, Berlin / Erfurt und Vorprüfung (ohne Stimmrecht):
■■ Rebekka Junge,
Landschaftsarchitektin, Bochum ■■ Christine Chudasch,
Stadtplanungsamt, Hamm
■■ Andreas Mentz,
Stadtbaurat Hamm ■■ Sandra Dietz-Spindler,
Stadtplanungsamt, Hamm
■■ Heinz-Martin Muhle,
Amtsleiter Stadtplanungsamt, Hamm ■■ Svenja Hoch,
Tiefbau- und Grünflächenamt, Hamm
■■ Prof. Dr. Franz Pesch,
Architekt und Stadtplaner, Dortmund ■■ Ulrich Kroker,
Aufsichtsrat Maximilianpark GmbH, Hamm
■■ Björn Pförtzsch,
Bezirksbürgermeister Uentrop, Hamm ■■ Jörg Rogalla,
Maximilianpark GmbH, Hamm
■■ Ulrike Platz,
Landschaftsarchitektin, Bonn ■■ Alexandra Schapals,
Maximilianpark GmbH, Hamm
■■ Tanja-Sybille Prill,
Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen ■■ Rüdiger Schlothane,
und Mobilität, Hamm
Stadtplanungsamt, Hamm
■■ Peter Scholz,
Vorsitzender Ausschuss für Stadtentwicklung,
Wohnen und Mobilität, Hamm
■■ Prof. Rolf Westerheide,
Architekt und Stadtplaner, Aachen
1314
Impressionen aus der Preisgerichtssitzung (Quelle: s + w plus)
15C Ergebnisse
1. Preis // Arbeit 1024
Landschaftsarchitektur
faktorgruen Landschaftsarchitekten bdla beratende ingenieure mbB, Freiburg
Verfasser: Martin Schedlbauer
Mitarbeit: Annika Sauer, Mira Wanning, Ricardo Patings
Stadtplanung
Thomas Schüler Architekten Stadtplaner, Düsseldorf
Verfasser: Thomas Schüler
Mitarbeit: Sascha Lehnhardt
Anerkennung // Arbeit 1022
Landschaftsarchitektur
RIEHL BAUERMANN + PARTNER Landschaftsarchitekten, Kassel
Verfasser: Jonas Otto
Mitarbeit: Annika Schridde, Marcel Spieß, Marco Schlottmann, Melina Löwer, Julika Fischer
Stadtplanung
post welters + partner mbB, Dortmund
Verfasser: Joachim Sterl
Architekturzeichnungen
Architektur & Zeichnung, München
Ansprechpartner: Wolfram Gothe
1. Rundgang // Arbeit 1023
Landschaftsarchitektur
bgmr Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Verfasser: Carlo W. Becker
Mitarbeit: Lena Flamm, Dirk Christiansen, Martin Stokmann, Vera Goesmann
Stadtplanung
Octagon Architekturkollektiv, Leipzig
Verfasser: Julia Köpper
Mitarbeit: Marijke Kiparski, Marina Robin, Lorenz Brösch
162. Preis // Arbeit 1021
Landschaftsarchitektur und Stadtplanung
B.A.S. Kopperschmidt + Moczala GmbH, Dortmund
Verfasser: Juliane Kopperschmidt, Christian Moczala
Mitarbeit: Anna Steube, Malin Schulz, Lorenz Kaiser
Visualisierung
Greenlove PhotoDesign, Kamen
Ansprechpartner: Abdulkadir Bolat
Anerkennung // Arbeit 1026
Landschaftsarchitektur und Stadtplanung
STUDIO RW Stadtplanung + Landschaftsarchitektur, Berlin
Verfasser: Heiko Ruddigkeit
Mitarbeit: Marlene Grönefeld, Adi Cohen, Andreas Arauz, Florian Rüster
1. Rundgang // Arbeit 1025
Landschaftsarchitektur
Förder Landschaftsarchitekten GmbH, Essen
Verfasser: Matthias Förder
Mitarbeit: Arnaud Greder, Emir Hasanagic, Annette Demmer-Förder
Stadtplanung
BJP Bläser Jansen Partner GbR, Dortmund
Verfasser: Hendrik Jansen, Daniel Bläser
Mitarbeit: Ella Hartke
171
Arbeit 1024
Landschaftsarchitektur
faktorgruen Landschaftsarchitekten bdla beratende ingenieure mbB, Freiburg
Verfasser: Martin Schedlbauer
Mitarbeit: Annika Sauer, Mira Wanning, Ricardo Patings
Stadtplanung
Thomas Schüler Architekten Stadtplaner, Düsseldorf
Verfasser: Thomas Schüler
Mitarbeit: Sascha Lehnhardt
Idee der Verfasser
Konzept “Das Grüne Band von Werries”
Zwischen dem Maximilanpark und dem Datteln-Hamm- Das durch den Datteln-Hamm-Kanal bereits im Ort präsente
Kanal spannt sich die „Grüne Umweltachse“ auf. Sie Thema Wasser wird aufgegriffen und zum zentralen Ge-
stellt die heute sehr heterogenen Einzelbereiche in einen staltungselement der grünen Umweltachse. Durch seine
neuen Kontext und verknüpft die wichtigen Grünräume von Verdunstungs- und Kühlungseffekte trägt es wesentlich
Hamm-Werries miteinander. Als Grünes Band steht der neue zur Verbesserung des Stadtklimas bei und schafft an den
Stadtraum unter dem Zeichen des Klimawandels und dem zentralen Platzbereichen neue Erlebnismomente und
daraus resultierenden Erfordernis nach Klimaanpassung Aufenthaltsqualitäten in der Stadt.
und sorgt mit den Elementen Bäume, Wasser, Spielen und
Naherholung für eine Verbesserung der Lebensqualität der
Bürger und Bewohner von Werries.
Perspektive Eingangsbereich Maxipark
18Masterplan 19
1
Arbeit 1024
Würdigung durch das Preisgericht
Die Arbeit 1024 geht mit einer starken baulichen Verdich- ist, wie die Wasserelemente gespeist werden: künstlich oder
tung in die Mitte Werries. Durch die blockrandartige Bebau- durch Regenwasser? Sollten sie temporär trocken fallen, ist
ung werden die Räume vorerst klar gegliedert. Die raumbil- ihre Qualität kritisch zu sehen. Retentionsflächen sind nur
denden Kanten akzentuieren einen Grünkorridor und lassen Funktionen und noch keine gestaltete Freiraumqualität.
eine schlüssige Platzabfolge entstehen. Die großmaßstäbli- Inwiefern der Kosten-Nutzen Aufwand des größeren südli-
che Körnung assoziiiert eine städtebauliche Mitte, die an chen Wasserbeckens tragfähig ist, ist zu prüfen.
dieser Stelle kontrovers in ihrer Dimension diskutiert wird, Der die Sichtachse Richtung Maximilianpark und -eingang
insbesondere Geschosshöhe. Wohnungsbau ist an der Stelle verstellende Kulturpavillon ist nicht nachvollziehbar. Auch
willkommen. Fraglich bleibt, ob die vorgesehenen Gewer- bleibt offen, wie Begriffe wie Kulturmeile etc. mit Leben
beflächen im EG in der Form ausgelastet sein werden. Durch gefüllt werden können. Das Spiel- und Sportangebot im
den Bevölkerungszuwachs ist im positiven Sinne mit einer südlichen Bereich ist abgedeckt.
stärkeren Nutzung der Infrastruktur zu rechnen. Im Bereich Im Norden formuliert die Arbeit einen schlüssigen baulichen
des Kreisverkehrs und des ehemaligen Maximiliancenters Endpunkt mit einem Infopavillon auf der Ostseite der Brücke.
ist die ansonsten konstante städtebauliche Neugliederung Die Aufweitung beidseitig der Brücke bietet eine Grundlage
nicht ablesbar. Die Zweiteilung der Grünen Achse spannt für eine qualitätvolle Entwicklung des Achsenauftakts am
einen großzügigen Raum auf. Durch die Gleichbehandlung Kanal und bildet ein Alleinstellungsmerkmal unter den
mit zwei Baumalleen wird die Orientierung allerdings eingereichten Arbeiten. Den südlich anschließenden Was-
undeutlich und trägt nicht zur Stärkung einer deutlich serbereich von hier aus mit einem aufgeständerten Radweg
ablesbaren Grünverbindung bei. Die Grünachse über die erlebbar zu machen ohne die Wasserflächen zu kreuzen, ist
Ostwennemarstraße aufzuweiten, ist eine gelungene Geste. eine sehr große Qualität der Arbeit. Angemessen und sehr
Wünschenswert ist jedoch, die auf den Grundstücken der gelungen entwickelt sich aus dem Waldbereich ein Aben-
Stadt befindliche Grünachse Maximilianstraße zugunsten teuerspielplatz. Die Chance, den Kitaneubau in diesen Grün-
eines belebten Freiraums zu stärken. zug sinnfällig und qualitätvoll zu integrieren, wird mit einer
Eine besondere Qualität ist ein einheitlicher Belag, der die durchgesteckten Positionierung und der Formulierung eines
Mitte visuell zusammenzieht und das Verkehrsaufkommen den Grünzug durchschneidenden Parkplatzes verhindert.
optisch in eine Platzfläche integriert. Mit Blick in die Zukunft Insgesamt bietet die Arbeit einen wertvollen Beitrag, der
bietet sich so die Option, schrittweise den MIV zurück zu bau- gerade im Norden am Kanal einen treffenden Auftakt bildet
en. Die Buswendemöglichkeit im Bereich Maximilianpark ist und stadtstrukturell einen konsequenten Ansatz verfolgt.
in der Darstellung nicht erkennbar. Ein verbindendes Thema In den Freiraumqualitäten und Atmosphären ist er jedoch
wie hier das Wasser zu entwickeln, wird begrüßt. Fraglich noch stark entwicklungsbedürftig.
Vogelperspektive
20Ausschnitt Vertiefung Norden Ausschnitt Vertiefung Süden
Schnitt durch den Kanal
Schnitt durch den zentralen Bereich
212
Arbeit 1021
Landschaftsarchitektur und Stadtplanung
B.A.S. Kopperschmidt + Moczala GmbH, Dortmund
Verfasser: Juliane Kopperschmidt, Christian Moczala
Mitarbeit: Anna Steube, Malin Schulz, Lorenz Kaiser
Fachplanung
Greenlove PhotoDesign, Kamen
Fachbereich: Visiualisierung
Ansprechpartner: Abdulkadir Bolat
Idee der Verfasser
Leitidee ist ein klares Grundgerüst städtischer Räume: Die dendes Entrée. So entsteht nicht nur eine lineare Abfolge
Umweltachse verbindet Maxipark und Kanal, das alte Maxi- von Stadträumen, sondern die quer zur Achse liegenden
center bildet mit eindeutigen Vorderseiten einen städtischen “Freiraumbänder” vernetzen sich weit in die angrenzenden
Platz, die großen Parkplätze des neuen Maxicenters schaffen Stadtgebiete hinein und binden diese an die Achse an.
einen Service-Raum mit ruhigem funktionalen Charakter.
Sport- und Eventhallen werden über gestaltete Freiraum-
bänder angebunden und der Maxipark erhält ein einla-
Perspektive Eingangsbereich Maxipark
22Masterplan 23
2
Arbeit 1021
Würdigung durch das Preisgericht
Den Verfasser*innen gelingt ein schlüssiges Raumbild einer verbindung mit guter Aufenthaltsqualität. Ein ergänzender
vom Kanal bis zum Maximilianpark reichenden, erlebbaren Neubau im Bereich des Alten Maxicenters ermöglicht die
Umweltachse. Neben einer durchgehenden Nord-Süd- Aufwertung des Parkplatzes zu einem kleinen Stadtplatz
Verbindung sind die Querbezüge in Ost-West-Richtung und mit Marktständen. Hier soll der Autoverkehr reduziert und
die damit verbundene Einbeziehung der angrenzenden die Aufenthaltsqualität gefördert werden.
Wohngebiete gut gelungen. Für den zentralen Bereich am Neuen Maxicenter wird ein
Die Umweltaspekte werden insbesondere unter dem Thema gut dimensionierter Vorschlag für eine bauliche Verdich-
Klima und Wasser eingehend behandelt und passend dar- tung mit angemessenen Nutzungsvorschlägen dargestellt.
gestellt. An wichtigen, zentralen Orten werden räumlich- Die Aufenthaltsqualität für die Bewohner*innen wird durch
bauliche Verdichtungen platziert. Es entstehen damit inte- den dominanten Kreisverkehr, die großen Parkplätze und
ressante Platzräume entlang der Hauptlinien mit passenden die TG Abfahrt am Neubau eingeschränkt.
Gebäudehöhen. Die weiterhin umfangreichen ebenerdigen Südlich davon, im Bereich des Freiherr-vom-Stein-Gymna-
Parkplätze werden nur ansatzweise mit grünordnerischen siums werden die Sportflächen sinnvoll neu geordnet und
Maßnahmen aufgewertet. zum Wohngebiet im Osten eingegrünt.
Der Gedanke, östlich des Kernbereichs im Übergang zu den Für den Eingang zum Maximilianpark wird ein gut pro-
angrenzenden Wohngebieten eine weitere Grünfuge dar- portionierter Platz vorgeschlagen und die Stellplatzanlage
zustellen, wird ausdrücklich gewürdigt. entsprechend zurückgebaut. Eine neue östlich gelegene
Der Auftakt der Umweltachse am Kanal ist grundsätzlich Zufahrt trennt den Autoverkehr sinnvollerweise von den
richtig gewählt und schafft eine Aufenthaltsqualität, die Parkbesucher*innen. Die Umsetzung ist rechtlich eher
den Kreuzungspunkt am Wasser erlebbar macht. Leider problematisch. Die vier von den Entwurfsverfasser*innen
bleibt die formale Ausprägung zu wirkungslos und nur auf vorgeschlagenen Pavillons sind aus Sicht des Preisgerichts
die westlichen Flächen beschränkt. unpassend zum Denkmal und nachteilig für die Zuwegung
Neben der Radwegeverbindung westlich der Ostwennemar- zum Park.
straße wird richtigerweise eine weitere Nord-Süd-Verbin-
dung im östlich angrenzenden Grünraum angeboten. Auch Insgesamt stellt die Arbeit einen guten Beitrag dar, der
hier werden die Verknüpfungen in das östlich gelegene viele Aspekte der komplexen Aufgabenstellung überzeu-
Quartier sichtvoll aufgezeigt. gend bearbeitet. An einzelnen aber besonders wichtigen
Die Ostwennemarstraße wird im weiter südlichen Bereich Orten zeigt die Arbeit gestalterische-freiraumplanerische
verschmälert zugunsten einer attraktiven Fuß- und Rad- Schwächen.
Vogelperspektive
24Ausschnitt Vertiefung Norden Ausschnitt Vertiefung Süden
Schnitt durch den Kanal
Schnitt durch den zentralen Bereich
25Arbeit 1022
KENNUNG
ANER-
Landschaftsarchitektur
RIEHL BAUERMANN + PARTNER Landschaftsarchitekten, Kassel
Verfasser: Jonas Otto
Mitarbeit: Annika Schridde, Marcel Spieß, Marco Schlottmann, Melina Löwer,
Julika Fischer
Stadtplanung Fachplanung
post welters + partner mbB, Dortmund Architektur & Zeichnung, München
Verfasser: Joachim Sterl Fachbereich: Architekturzeichnungen
Ansprechpartner: Wolfram Gothe
Idee der Verfasser
Die grundlegende Entwurfsidee besteht daraus, die Grüne Straßenzüge und Platzräume entschleunigen die Rad-
Umweltachse als PARKBAND zu definieren. Die Parksequen- fahrer und bieten Einblicke ins Quartier. Neben den linearen
zen an der Umweltachse entfalten neue Freiräume als Orte Wegeführungen bieten informellere Wege in den grünen
der Gemeinschaft und schaffen gleichzeitig Verbindungen Räumen, spannungsvolle Raumeindrücke. Städtebauliches
zum bestehenden Freiraumgefüge. Die stetige Konstante Highlight wird der neue Mobility-Hub.
ist der Fahrradweg im Zweirichtungsverkehr. Querende
Perspektive Eingangsbereich Maxipark
26Masterplan 27
Arbeit 1022
KENNUNG
ANER-
Würdigung durch das Preisgericht
Das Leitbild der Arbeit vom durchgängigen Parkband mit Im Bereich östlich des Alten Maxicenters sind die neuen
einer Fuß- und Radwegeverbindung, sowie einzelnen Park- städtebaulichen Setzungen zu klein, um den Raum zu fassen
sequenzen ist nachvollziehbar und schlüssig. Das Parkband und zu Bespielen (Gastronomiepavillon und Markthalle). Im
ist durch die hohe Anzahl an Bäumen sehr dominant und mittleren Teil sind sie hingegen zu großmaßstäblich dimen-
zeichnet sich klar im Stadtraum ab. Dies gelingt allerdings sioniert. Die Atelierhäuser auf dem ehemaligen Busparkplatz
nur durch einen starken Eingriff in die städtebauliche Be- sind zu kleinmaßstäblich und schaffen keinen adäquaten
standssituation. Insbesondere die Verlegung der Ostwenne- Stadtraum. Hier wäre wiederum eine stärkere Verdichtung
marstraße und der Teilabriss des Alten Maxicenters wirft eine angemessen. Die Länge des Bushaltedaches wirkt überdi-
wohl nicht überwindbare Hürde auf, weshalb das Konzept mensioniert. Der nördliche Eingang in die Umweltachse
nicht in dieser Weise umsetzbar wäre. Darüber hinaus ist am Kanal wirkt angemessen und gut dimensioniert, die
der nördliche Teil der Umweltachse über dem Kreisverkehr Nutzungen sind vorstellbar. Der südliche Eingang am Maxi-
falsch weitergeführt und schöpft nicht das Potential des milianpark wird kontrovers diskutiert. Für das vorgesehene
angrenzenden Freiraums aus. Vordach hätte der Platz etwas größer dimensioniert werden
müssen, um eine Adresse auszubilden.
Vogelperspektive
28Ausschnitt Vertiefung Norden Ausschnitt Vertiefung Süden
Schnitt durch den Kanal
Schnitt durch den zentralen Bereich
29Arbeit 1026
KENNUNG
ANER-
Landschaftsarchitektur und Stadtplanung
STUDIO RW Stadtplanung + Landschaftsarchitektur, Berlin
Verfasser: Heiko Ruddigkeit
Mitarbeit: Marlene Grönefeld, Adi Cohen, Andreas Arauz, Florian Rüster
Idee der Verfasser
Der Entwurf versteht das neue Zentrum als lebendigen und
blau-grünen Nukleus des Stadtteils. Gemischte Wohn- und
Arbeitswelten schaffen attraktive Angebote und ziehen
neue Nutzer und Bewohner an. Monotone Stellplatzanlagen
werden zu vielfältigen Grün- und Freiflächen und bilden
innerstädtische Begegnungszonen. Durch neue Baukörper
und Großgehölzstrukturen wird der fragmentarisch wirk-
ende Raum verdichtet und in erlebbare und klar definierte
Teilräume gegliedert.
Perspektive Eingangsbereich Maxipark
30Masterplan 31
Arbeit 1026
KENNUNG
ANER-
Würdigung durch das Preisgericht
Die Verfasser*innen verfolgen die Idee der grünen Mitte Gestaltungswillen vermissen. Vor allem die Positionierung
entlang der Umweltachse mit möglichst wenigen baulichen des neuen Parkhauses an der Eingangssituation zum Zen-
Interventionen und einem großzügigen grünen Freiraum. trum auch im Kontext der Villa ist nicht nachvollziehbar. Für
Dabei dient die Umweltachse als Verbindung an denen die die Sportfläche schlagen die Verfasser*innen eine schlüs-
Verfasser*innen Orte und Entwicklungskerne vom Maximi- sige Eingrünung vor. Der Vorplatz zum Maximilianpark
lianpark über die Stadtmitte bis zum Datteln-Hamm-Kanal wirkt wenig großzügig und im Verhältnis zum Gebäude zu
anlagern. Dieser Entwurfsgedanke ist grundsätzlich sympa- kleinteilig.
thisch, weil er ohne große Gesten auskommt. Dem Gedanken der offenen grünen Mitte bleibt in diesem
Der grundsätzlich positiv gewürdigte Ansatz der grünen Vorschlag, sowohl die Antwort der Bespielung der Ränder,
Mitte wird leider nicht konsequent von den Verfasser*innen als auch die der Nutzung schuldig.
umgesetzt. Entscheidende Orte und räumliche wichtige Insgesamt bietet der Entwurf mit seinem minimal invasiven
Verknüpfungen werden nicht vernetzt. Als zentrale Mitte Ansatz und der großzügigen Begrünung einen interes-
von Hamm-Werries wird von den Verfasser*innen eine Park- santen Beitrag, dessen Angemessenheit für den Ort jedoch
wiese definiert. Typus und Nutzung der gewählten Punkt- fraglich bleibt.
häuser an dieser Wiese im zentralen Bereich können die der-
zeitige Fragmentierung und mangelnde Orientierung der Der minimalistische Ansatz bezieht sich auf die stadträum-
Ortsmitte nicht signifikant verbessern. Die zentrale Fuß- und lichen Eingriffe und Setzungen. Vom Auftakt am Kanal bis
Radachse verliert sich zudem im Bereich des Maxicenters. zum Eingang des Maximilianparks zieht sich dieser Entwurfs-
Hier bietet der Entwurf keine Lösung an und lässt jeglichen ansatz. Der Stadtraum wirkt nach wie vor fragmentiert.
Vogelperspektive
32Ausschnitt Vertiefung Norden Ausschnitt Vertiefung Süden
Schnitt durch den Kanal
Schnitt durch den zentralen Bereich
33Arbeit 1023
Rundgang Landschaftsarchitektur
1.
bgmr Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Verfasser: Carlo W. Becker
Mitarbeit: Lena Flamm, Dirk Christiansen, Martin Stokmann, Vera Goesmann
Stadtplanung
Octagon Architekturkollektiv, Leipzig
Verfasser: Julia Köpper
Mitarbeit: Marijke Kiparski, Marina Robin, Lorenz Brösch
Idee der Verfasser
Anstelle einer harten Ausprägung einer starren Achse schla-
gen wir vor, das Achsenmotiv mit der lokalen Erlebbarkeit
zu verknüpfen: aus einer starren wird eine schwingende
Achse, die auf örtliche Besonderheiten eingeht und nach
dem Prinzip eines Mäanders die Orte entlang des Radweges
inszeniert. Das Prinzip des Mäanders wird städtebaulich auf-
genommen und schafft atmosphärische und abwechslungs-
reiche Raumkonstellationen. Die schwingende Achse kor-
respondiert mit den neu geschaffenen Räumen, atmet mit
diesen. Der Weg wird dabei zielbewusst geführt.
Perspektive Eingangsbereich Maxipark
34Masterplan 35
Arbeit 1023
Rundgang
1.
Würdigung durch das Preisgericht
Der Entwurf orientiert sich sehr stark an den vorhandenen nicht vorhanden. Die Chance das Alte Maxicenter städtebau-
städtebaulichen Strukturen. Innovative Ansätze bzw. lich aufzuwerten wurde nicht genutzt. Die Freiflächenge-
Vorschläge zur Gestaltung und städtebaulichen Raumauf- staltung entspricht nicht der gewünschten Qualität. Die
teilung fehlen. Ein städtebauliches Raumgefühl durch ver- Umweltachse am End- und Anfangspunkt gestalterisch
zogene Dreiecksräume lässt keine robusten städtebaulichen einzufangen und in ihrer Strahl-Wirkung herauszustellen ist
Raumstrukturen entstehen. Die eigentliche Umweltachse nicht gelungen.
ist bis auf die im Bestand vorhandenen Wegebeziehungen
Konzeptgrafik
Vogelperspektive
36Ausschnitt Vertiefung Norden Ausschnitt Vertiefung Süden
Schnitt durch den Kanal
Schnitt durch den zentralen Bereich
37Arbeit 1025
Rundgang Landschaftsarchitektur
1.
Förder Landschaftsarchitekten GmbH, Essen
Verfasser: Matthias Förder
Mitarbeit: Arnaud Greder, Emir Hasanagic, Annette Demmer-Förder
Stadtplanung
BJP Bläser Jansen Partner GbR, Dortmund
Verfasser: Hendrik Jansen, Daniel Bläser
Mitarbeit: Ella Hartke
Idee der Verfasser
Die Umweltachse transformiert das ursprüngliche Land- wicklung als „Work in progress“. Die Ergebnisse des Wett-
schaftsbild der landwirtschaftlichen Feldstrukturen in ein bewerbs dienen als Initialzündung. Die Entwicklung des
zukünftiges Stadtlandschaftsbild. Areals um die grüne Umweltachse in Hamm-Werries basiert
Die Umweltachse steht für einen kooperativen, nachvoll- auf vier wesentlichen räumlichen und funktionalen Grund-
ziehbaren, flexiblen Prozess hin zu einer umweltgerechten sätzen: die Umweltachse, ein neues Zentrum für Werries,
Stadtentwicklung. Neuordnung des Maxicenters, neues Wohnen auf dem alten
Die Umweltachse macht Werries zu einem Vorzeigestandort, Busparkplatz.
einem innovativen Quartier, einem Beispiel für Stadtent-
Perspektive Eingangsbereich Maxipark
38Masterplan 39
Arbeit 1025
Rundgang
1.
Würdigung durch das Preisgericht
Gewürdigt wird das Herstellen von städtebaulich klaren Auch die strikt vorgeschlagene Aufsplittung der Nord-Süd-
Kanten, die ablesbare öffentliche Räume schaffen. Ob Achsen in die unterschiedlichen Verkehre scheint nicht mehr
allerdings die Bebauungsdichte an jeder Stelle dem Ort zeitgemäß. Insbesondere der Boulevard ist nur eine viel
entspricht ist fraglich. Der Ersatz für das alte Maxicenter ist zu breite Straße und bietet keinen Mehrwert für den Ort.
in seiner Ausbildung angemessen, allerdings wird hier die Das Aufreihen von Sport- und Aufenthaltsfeldern entlang
Chance vertan, den rückwärtigen Platz tatsächlich in eine der Allee ohne eine räumliche Struktur überzeugt nicht.
neue Struktur einzubinden. Nördlich des Alten Uentroper Wegs bietet der Entwurf
wenig Impulse, die Bastion erscheint überzogen.
Konzeptgrafik
Vogelperspektive
40Ausschnitt Vertiefung Norden Ausschnitt Vertiefung Süden
Schnitt durch den Kanal
Schnitt durch den zentralen Bereich
41Übersichten
Fußgängerperspektiven
1021 1022
2. Preis
1023 1024
1. Preis
1025 1026
42Vogelperspektiven
1021 1022
2. Preis
1023 1024
1. Preis
1025 1026
43Scannen Sie diesen QR-Code für weitere Infos auf der Projektseite der Stadt Hamm.
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