Klimaschutz und Klimaanpassung Weichenstellung für eine integrierte Stadtentwicklung - Leipziger Baugespräch 26.11.2009
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Klimaschutz und Klimaanpassung
Weichenstellung
g für eine integrierte
g Stadtentwicklung
g
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Weltweit steigender Energieverbrauch … Klimawandel Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.
Klimawandel und seine Folgen
Quelle: P.Hertzog
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 ergänzt Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.
und fünfzehn mal so hohe Versicherungsprämien wie vor 30 JahrenDer Klimawandel ist bereits spürbar
Das Jahr 2008 war weltweit das 8. wärmste Jahr seit 130 Jahren.
2007 war das
d 6.6 wärmste
ä t weltweit,
lt it 2000 war das
d wärmste
ä t in
i Deutschland.
D t hl d
Fast alle Jahre seit 2000 zählen zu den wärmsten seit 130 Jahren.
Quelle: NOAA’s National Climatic Data Center nach wetteronline.deKlimaszenarien Deutschland: Temperatur Quelle: DWD 2008 Je nach Szenario Anstieg der Jahresmitteltemperatur Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D. bis 2071 - 2100 um 2 – 3,5°C
Herausforderung:
g Klimawandel
Ziel: nicht mehr als 2° C Erderwärmung.
Stabilisierung der atmosphäri-
schen CO2-Konzentration auf
dem Niveau von 1990
Reduzierung des CO2-Aus-
stoßes weltweit um 30% bis
2030 (bis 2050 um - 80%).
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Energieeffizienz im Gebäudesektor und
Klimaschutzziele
Kyoto-Protokoll und Ziele der EU:
Bis 2008-2012 Verringerung der THG um 21 % gegenüber 1990 (Kyoto)
Reduktion der Treibhausgase um 20% insgesamt
Steigerung der Erneuerbaren Energien auf 20% ( am Primärenergieverbrauch)
Senkung
g des Energieverbrauchs
g um 20% (g
(gegenüber
g dem Trend))
Ziele Deutschlands:
Bis 2020 Verringerung der Treibhausgase um 30 %
im Vergleich zu 1990
Erhöhung des Erneuerbaren Energien Anteils am Wärmemarkt auf 14%
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Integriertes Energie- und Klimaprogramm
in Deutschland (Kabinettsbeschluss 2007)
Verschärfung der Energieeinsparverordnung um. 30% im Jahr 2009
Bis 2020 14% Anteil EE am Wärmeverbrauch (EEWärmeG)
Fö d
Förderprogramme zum energie-
i
effizienten Bauen und Sanieren
(CO2-Gebäudesanierungs-
programm) bis 2011
Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung
(Stromanteil 25-30%)
Energetische
g Sanierung
g von Bundesgebäuden
g
weitere Förderprogramme für Klimaschutz und
Energieausweis
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Energieeinsparverordnung:
Auf dem Weg zum Passivhaus
Heizenergiebedarf
g in [kWh
[ / m² x a]]
ab 2009 50 EnEV 2009
ab 2002 70 EnEV 2002
ab 1995 100 3. WSVO
1984 bis 1995 150 2. WSVO
1977 bis 1984 < 200 1. WSVO
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.EU Gebäudeenergie-Effizienz-Richtlinie 12/2009
Einigung nach monatelangen Verhandlungen zwischen
Kommission, Parlament und europäischem Rat
(Beschluss erfolgt am 7.12.2009):
• Ab 2021 Nullenergiestandard für Privathäuser
(„Nearly zero energy buldings“)
• Ab 2019 Nullenergiestandard für öffentliche Gebäude
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Finanzielle Förderung der Hauseigentümer
CO²-Gebäudesanierungs-Programm
Ziele der Förderung:
1. Klimagerechte Stadtentwicklung fördern
2. CO2-Ausstoß vermindern
3. Heiz- und Warmwasserkosten reduzieren
4. Neue Arbeitsplätze schaffen
G bä d verursachen
Gebäude h iin D
Deutschland
hl d 40 % d
des E
Energieverbrauchs
i b h
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.CO²-Gebäudesanierungs-Programm
Hauptziel der Förderung: Gebäudebestand
58 Mio. t CO2 113 Mio. t CO2
1,5
1 5 Mio
Mio. Nichtwohngeb
Nichtwohngeb. 39 Mio
Mio. WE 17,3
17 3 Mio
Mio.
dav. 40.000 Schulen dav. 75 % vor 1979 errichtet Wohngebäude
10 Mio. WE 14 Mio. WE 15 Mio. WE
gewerbliche Vermieter Priv. Kleinanbieter/ Amateurv. Selbstnutzer
2,7
, Mio. WE
komm. Woh- 10,4 Mio. WE 12,2 Mio. WE in
nungsuntern. Amateurvermieter Einfamilienh./ ZFH
2,6 Mio. WE
priv. Unternehm.
3,4 Mio. WE Einlieger 2,8 Mio. WE in
2,3 Mio. WE bei Selbstnutzern Geschosswohnungen
Genossensch.
1,6 Mio. WE
sonst. (Banken,
Fonds)
0,5 Mio. WE Staatssekretär Dr. E. Lütke Daldrup
öff. Eig./Kirchen Staatssekretär Dr. E. Lütke DaldrupEnergieeffizienten Bauen und Sanierens
(CO2 Gebäudesanierungs Programm)
(CO2-Gebäudesanierungs-Programm)
Förderung schützt das Klima, schafft
A b i und
Arbeit dbbelebt
l b di
die Wi
Wirtschaft!
h f!
Erfolgsbilanz (2006 bis November 2009):
5,5 Mrd. € öffentliche Förderung der Kredite
Kredit- und Zuschussvolumen mehr als 26 Mrd. €
seit 2006 rund 1,3 Mio. Wohnungen saniert bzw. neu
errichtet
rund 3,6 Mio. t CO2 jährlich weniger ausgestoßen
1,3 Mrd. Euro Heizkosten eingespart
jährlich werden zwischen 180
180.000
000 bis 250
250.000
000
Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Zertifizierung der Gebäudequalität
Deutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen
• Seit 2001 in Deutschland ökologische Neuorientierung bei
Planen Bauen und Nutzen von Gebäuden
Planen, Gebäuden.
• Ziel: ganzheitliche Betrachtung der Kosten über die gesamte Nutzungs-
und Lebensdauer des Gebäudes hinweg g
• Diesem Ziel dient die Einführung eines Deutschen Gütesiegel
Nachhaltiges Bauen ab 2009
• Es werden eine „Gebäudenote“ und eine „Standortnote“ vergeben.
Deutsches Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen
Solar Decathlon 2007
TU Darmstadt, Nullenergiehaus
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Schutzgüter: natürliche Umwelt natürliche Ressourcen Gesundheit ökonomische Werte soziale u. kulturelle Werte
Schutz der Umwelt Senkung der Sicherung von Gesundheit /
Schutzziele: Lebenszykluskosten Behaglichkeit im Gebäude
Schutz
S h t der
d natürlichen
tü li h E h lt ökonomischer
Erhalt ök i h Werte
W t M
Menschengerechtes
h ht Umfeld
U f ld /
Ressourcen Erhaltung sozialer und
kultureller Werte
Bewertung:
Ökologische Ökonomische Soziokulturelle und
Qualität Qualität funktionale
Qualität
22,5% 22,5% 22,5%
Technische Qualität 22,5%
Prozessqualität 10%
StandortqualitätDeutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen
Komplexes
o p e es Bewertungssystem
e e u gssys e
100 %
Ökologische Qualität 95 % 1 050 %
1,0
22,50
22
90 %
Ökonomische Qualität 22,50
22 50 % Gold
85% 1,5
Soziale & funktionale 80 %
22,50
, %
Q lität
Qualität 75 %
Technische Qualität 70 % 22,50 %
Silber
lb
65 % 2,0
Prozessqualität 10,00 %
60 %
55 %
Gesamtbewertung (Objekt) 100,00 % Bronze
50 % 30
3,0
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Deutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen
Zertifizierung
e e u g „„zahlt
a ssich
c aus
aus“
Green buildings in den USA:
+ 3% mehr Miete
+ 16 % Verkaufserlös
+ 7 % Auslastung (Vermietung) Gold
U d zudem:
Und d
- Geringere Nebenkosten
- Besseres Raumklima Silber
- Höheres Image
Quelle:
Untersuchung von LEED in den USA zu 1.000
kommerziellen Gebäuden
Bronze
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Neben Fordern (Regel) und Fördern (Geld)
Good Practise - Vorbilder setzen
Wettbewerb:
Energetische Sanierung
von Großwohnsiedlungen
auf Basis von integrierten
Stadtteilentwicklungskonzepten
Bauherren-Wettbewerb Effizienzhaus –
E
Energieeffizienz
i ffi i und
d gute
t AArchitektur
hit kt
Wohnen mit Zukunft:
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Plus-Energie-Haus
Prof. Dr.-Ing. Engelbertdes BMVBS
Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Effiziente Häuser und gute Architektur
Beispiele aus den deutschen Regionen
München:
Baujahr
j 1954
Einsparung 85%
Oldenburg:
Baujahr 1890
Einsparung
p g 95%
Freiburg:
Baujahr 2003
Passivhaus
Nürnberg.
Baujahr 2004
Einsparung 90%
Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Effizienzhauswettbewerb
gute Beispiele aus Deutschland
Kiel.
Bauherren: Schütt / Marroni, Kiel
Architekt: Harald Krüger, Kiel
S
Speyer.
Bauherr: Klemens Osika, Ludwigshafen
Architekt: Osika & Schäfer, Ludwigshafen
Berlin
Berlin.
Bauherren: e3 bau-gbr, Berlin
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.
Architekt: Kaden Klingbeil ArchitektenPreisträger in der Kategorie
Sanierung.
g Mehrfamilienhäuser
Kiel.
Bauherren: Eigentümergemeinschaft
g g Schütt / Marroni,, Kiel
Architekt: Harald Krüger, KielPreisträger in der Kategorie
Neubau. Mehrfamilienhäuser
München.
Bauherr: Bauherrengemeinschaft
g Meinhold / Laufer,, München
Architekt: Martin Pool Architekten, MünchenPreisträger in der Kategorie Denkmal. Mannheim. Bauherren: Dr. Alexandra Osika,, Mannheim Architekt: Osika GmbH & Bernd Melcher, Ludwigshafen
Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen –
Wettbewerb 2009: ein Preisträger
g Märkisches Viertel BerlinEnergieeffizient Bauen und Sanieren
Konjunkturpakete des Bundes 2008 / 2009
Konjunkturpaket I – Beschäftigung durch Wachstum 2008
weitere Aufstockung der Förderprogramme zum energieeffizienten
Bauen und Sanieren ((ca. 1,5
, Mrd. € p
pro Jahr))
zusätzliche Programme für den kommunalen Bereich
Konjunkturpaket II – Zukunftsinvestitionsgesetz 2009
15 Mrd. € für kommunale Investitionen in Bildung und Infrastruktur
Schwerpunkte der Förderung:
- Maßnahmen zur Verringerung der CO2-Emissionen
- Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, erneuerbare EnergienKlimaschutz in der Stadt –
integrierte Stadtentwicklung als Strategie
Kompakte, klimagerechte Städte
U
Umweltverbund
lt b d (ÖPNV) fö fördern
d
Ressourcen sparen und nutzen
Energieeffizienz und BaukulturWas heißt Klimawandelgerechte Stadt ?
Einstellen auf künftige Veränderungen
Stadtklima Effekte des Klimawandels:
• Im Mittel 0,5- 2 Grad wärmer, • Wärmer, längere
Strahlungsnächte bis + 6° Hitzeperioden
• Sonnenscheindauer:
S h i d - 10% ( > demographische
(-> d hi h Alterung)
Alt )
• Windgeschwindigkeit: -25 % • Sturzregen und Rückstau
• Niederschläge: + 5-10
5 10 % • Winterstürme, Hagelschlag
• Luftverschmutzung (Ozon, • Höhere Winterluftfeuchte
Staub, Ruß): 5-25 fach (-> historische Bausubstanz)
• Häufiger diesig (mehr Dunst) • Höhere Feucht-Schneelast
Eher unproblematisch:
• mehr Sommersonne
Quellen: zu Stadtklima P.Becker, DWD; verändert;
zu Klimawandel: BBR Online-Publikation 10/08Klimawandelgerechte Stadtentwicklung:
„Aus Grau mach Grün
Grün“
Stadtumbau nutzen: „Aus Grau mach Grün“
• Brachflächen („Grau“) renaturieren:
qualifiziert den Siedlungsbestand
• Flächeneffizienz durch Flächenkreislauf
spart Fläche und schont Ressourcen
• Postfossile Mobilität fördern F t F.
Foto: F Dosch,
D h BBSR
Wärmebelastung reduzieren:
• mehr Grün- und Wasserflächen schaffen
• Bebauungsstrukturen anpassen
• mehr Schatten (Arkaden, Bäume)
Starkniederschlag einplanen:
• Grüne & wasserbindende Oberflächen,
• Bemessung der Kanalisation anpassen
Quelle: P.Becker, DWD; verändert
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS)
• Beschlossen am 17. 17 12.
12
2008 vom Bundeskabinett
• Interministerielle
Kooperation
• Schafft Rahmen zur
Anpassung an die Folgen
des Klimawandels in
Deutschland
• Bewertung der Risiken des
Klima andels
Klimawandels
• Definition von Handlungs-
bedarf und Zielen
• Ziel: Aktionsplan
Anpassungsstrategie 2011
Leipziger Baugespräch 26.11.2009Die Deutsche Anpassungsstrategie: Relevante Handlungsfelder für die Stadtentwicklung Handlungsfelder: • Bauwesen • Raum-, Regional- und Bauleitplanung • Verkehr- und Verkehrsinfrastruktur • Küsten- und Meeresschutz Querschnittsthema! Querbezüge zu vielen anderen Handlungsfeldern • Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft • Boden • Energiewirtschaft • Industrie und Gewerbe • Tourismuswirtschaft Leipziger Baugespräch 26.11.2009
Stadt und Region - Aktivitäten zum Klimawandel
1 Bau- und Wohnungswesen
2 Stadtentwicklung
3 Raumordnung
4 Infrastruktur: Straße
Straße,
SchieneBisherige Aktivitäten zum Klimaschutz
Bau- und Wohnungswesen
g
„Energiesparen - unsere beste Energiequelle“
Ak i i ä
Aktivitäten d
des B
Bundes,
d u.a.
• Energieausweise
• Novelle der Energieeinsparverordnung
• Änderung der Heizkostenverordnung
• CO2-Gebäudesanierungsprogramm
• Investitionspakt Energetische Sanierung
• Investitionspakt für soziale Infrastruktur
• Energetische Sanierung von Bundesgebäuden
Integriertes Energie- und Klimaprogramm der
B d
Bundesregierung
i (Konjunkturprogramme
(K j kt I + II)Klimawandel und Stadtentwicklung
a) Nationale Stadtentwicklungspolitik: Sechs Schwerpunkte
• Bürger für ihre Stadt aktivieren –
Zivilgesellschaften
• Chancen schaffen und
Zusammenhalt bewahren – die
soziale Stadt stärken
• Die innovative Stadt – Motor der
wirtschaftlichen Entwicklung
• Die Stadt von morgen bauen –
Klimaschutz und globale
Verantwortung
• Städte besser gestalten –
Baukultur
• Die Z
Di Zukunft
k ft der
d St
Stadt
dt ist
i t die
di
Region Dr.-Ing. Engelbert Lütke DaldrupKlimawandel und Stadtentwicklung
a)) Nationale Stadtentwicklungspolitik:
g p Schwerpunkt
p Klimaschutz
Schwerpunkt „Die Stadt von Morgen bauen –
Klimaschutz und globale Verantwortung“
Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
Förderung einer nachhaltigen und gesunden Stadt, einer Stadt
der kurzen Wege und des Umweltverbundes
Kooperationen mit Akteuren aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Klimawandel und Stadtentwicklung
b) Klimawandelgerechte Stadtentwicklung
Der Klimawandel erfordert in den
Städten und Stadtregionen eine ….
dreigleisige Strategie:
• Die Entwicklung von Strategien zum Verkehrs-
Verkehrs- Anpassung der
minderung Techn. Infrastruktur
Schutz vor Klimawandel
(Mitigation) und
• die Anpassung an den Klimawandel Akteurs-
Akteurs-
(Adaptation) handeln
Klimawandelgerechte Grünflächen-
Grünflächen-
• die Abstimmung der Maßnahmen Siedlungsentwicklung verbund
mit anderen drängenden Aufgaben
der nachhaltigen Stadtentwicklung.
Wasserhaushalt / Katastrophen
Hochwasserschutz -schutz
Erforschung im ExWoSt*-Forschungsfeld
„Klimawandelgerechte Stadtentwicklung“
*E
*Experimenteller
i t ll Wohnungs-
W h und
d Städtebau
Städt bKlimawandel und Städte am Wasser
c) Klimawandelgerechte Quartiersentwicklung
Photos:
F. Dosch, BBSRUrbane Stadtquartiere am Wasser: HafenCity Hamburg
Neue Stadtteile am Strom: z.B. Rheinauhafen Köln
Klimawandel und Raumordnung
Entwicklung regionaler Anpassungsstrategien
BMBVS Modellvorhaben
„Raumentwicklungsstrategien zum
Klimawandel“
In 8 Modellregionen sollen regionale
Lösungsansätze erprobt werden.
Die Auswahl der Modellregionen
erfolgte in zweistufigem Verfahren.
Eine Forschungsassistenz unterstützt
die Modellvorhaben des BBSR/BMVBS.
Die Modellvorhaben laufen von
2009 – 2011Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raum: BBSR Forschung
zu Auswirkungen des Klimawandels und zum Stand der Regionalplanung
Regionale Klimawirkfolgen:
8 Typen (Faktorenanalyse)
K ie l
!
Sc h w e ri n
!
H a mbu rg
!
B re m en
!
B e rl i n
!
Ha nnov e r !
Po t sd am
!
M ag d e b u r g
!
D ü s s e ld o r f
!
D re s d e n
!
Er f u r t
!
Wi e s b a d e n
!
!
M ai n z
Sa a r b r ü c k e n
!
St u tt g a rt
!
Münc he n
!
Nässe
Hitze
Klimawandel-Raumtypen: Auswertung des Aktivitäts-
Bsp. Problemkomplex 1 standes der Regionalplanung
„Zu
Zu viel Wärme“ bis 2008 zum Klimawandel
im Szenario A1B 2071-2100
Quelle: BBR-Online Publikation 19/08Unterstützung der Forschung zum Klimawandel
in den Bereichen Bau,, Raum und Stadt durch BBSR
BBSR = Bundesinstitut für Bau-, Raum- und Stadtforschung im BBR
(seit 1
1.1.2009)
1 2009)
Baubereich und Wohnungswesen
• Folgen des Klima
Klimawandels:
andels Gebä
Gebäude-
de und
nd Ba
Baupraxis,
pra is
• Regelwerke, Förderprogramme
Stadtentwicklung
• Nationale Stadtentwicklungspolitik, Schwerpunkt „Folgen des Klimawandels:
Gebäude und Baupraxis“
• ExWoSt-Modellvorhaben:
ExWoSt Modellvorhaben: Klimawandelgerechte Stadtentwicklung
Raumordnung: Entwicklung regionaler Anpassungsstrategien
• Modellvorhaben „Raumentwicklungsstrategien
Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel“
Klimawandel
• Internationale Projekte zur Anpassung an den KlimawandelKlimawandel und Verkehr
Autoverkehr und Verkehrsinfrastruktur
Aktivitäten zum Klimaschutz beim Individualverkehr u.a.:
• CO2-Grenzwerte bei Pkw, Umgestaltung der Kfz-Steuer
• Lkw-Maut und ökologische Tarifspreizung
• Biokraftstoffe und neue Antriebstechnologien
• Elektrifizierung der Antriebe: Hybridfahrzeuge,
Brennstoffzellenfahrzeuge, Elektromobilität
((Plug-In-Hybridfahrzeuge
g y g )
g und batterieelektrische Fahrzeuge
© Wotan /
Anpassung Straßeninfrastruktur durch P
I
X
E
L
I
- Vermeidung von Hitzeschäden am Straßenbelag
O
- Neudimensionierung der Entwässerungssysteme
Anpassung Schieneninfrastruktur an
- Überschwemmungsgefahr ufernaher Bahnanlagen
- Stromversorgungsabriss
St bi d durch
h St
Sturm / Wi
Windbruch
db hKlimawandel und Verkehr
Entwicklung einer neuen urbanen Mobilität - Schwerpunkte
• Stadtentwicklungs- und Verkehrsplanung integriert
betrachten - Stadt der kurzen Wege
• L
Leistungsfähigkeit
i t fähi k it d
der V
Verkehrsträger
k h tä entsprechend
t h d ih
ihrer
Stärken verbessern
• Verkehrsvermeidung und Umweltverbund gezielt fördern
• Zusammenspiel der Verkehrsträger optimieren
© Fotografenname / PIXELIO
© marika / PIXELIO © Südtirolprojekt / PIXELIO © Stephanie-Hofschlaeger / PIXELIO © Danny-König / PIXELIO
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Klimawandelangepasste Entwicklung:
Beitrag
g zum Aktionsplan
p „„Anpassung
p g der DAS“
Klimaschutz und Anpassung:
. Wasser-
Wasser-
straßen Konkrete Beiträge zum
Aktionsplan „Anpassung 2011“
zur Deutschen Anpassungsstrategie (DAS)
Stadt-
Stadt-
Verkehr
entwicklung
Klimaschutz
Anpassung
Bau/
Raum-
Raum-
Wohnungs--
Wohnungs
ordnung
wesenDeutscher Pavillon auf der EXPO 2010 in Shanghai: Better Cityy – Better Live
Neo Rauch: Landschaft mit Sendeturm, 1996
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Leipziger Baugespräch 26.11.2009 Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D.Sie können auch lesen