Konzeption Kinderhaus Altach

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Konzeption Kinderhaus Altach
Konzeption
Kinderhaus Altach
Konzeption Kinderhaus Altach
Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Allgemeine Informationen

   1   Rahmenbedingungen                                           5
          1.1 Kindergartenstandorte
          1.2 Öffnungszeiten und Tarife

   2   Zusammenarbeit                                              9
          2.1 aks Kindergartenvorsorgeuntersuchung
          2.2 Sozialzentrum – ein Treffen der Generationen

   3   Die pädagogischen Leitlinien in den Altacher Kindergärten   12
   4   Sprachtherapie & Sprachförderung                            14
          4.1 Sprachtherapie
          4.2 Sprachförderung

Bei uns im Kinderhaus

    5 Bei uns im Kinderhaus                                        16

          5.1 Rahmenbedingungen

          5.2 Unser pädagogisches Leitbild

          5.3 Inklusion – Ein Kindergarten für Alle

    6 Die Kindergartengruppen stellen sich vor                     22

    7 Die Kinderbetreuungsgruppen stellen sich vor                 23

    8 Pädagogische Schwerpunkte                                    24

    9 Jahresplanung 2012/2013                                      29

          9.1 Sonnenblumengruppe

          9.2 Regenbogengruppe

          9.3 Löwenzahngruppe

          9.4 Fischle und Wasserflöhe

    10 Elternarbeit                                                33

Schlusswort
                                             2
Konzeption Kinderhaus Altach
Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser!

Seit 1903 gibt es in Altach einen Kindergarten.
Im Laufe von über 100 Jahren hat er sich von einer
„Verwahranstalt für Kinder“ und dem „Kinderheim“
zu   einer   Einrichtung   gewandelt,   die       Erziehungs-    und
Bildungsaufgaben übernommen hat und aus der heutigen
Gesellschaft mit ihren Anforderungen nicht mehr wegzudenken
ist. Der Kindergarten als Vorstufe zur Schule ist eine
Notwendigkeit zur frühen Förderung der Kinder.

An vier Standorten bereiten unsere Kindergärten die Drei- bis Fünfjährigen auf die
Schule vor und ermöglichen soziales Lernen in einer größeren Gruppe. Gut ausgebildete
Kindergartenpädagoginnen bemühen sich um die Altacher Kinder in vielfältigster Form.
Über allem steht die ganzheitliche Förderung des Kindes inklusive Sprachförderung und
Sprachtherapie. Dieses Angebot nützen heute fast alle Vier- bis Fünfjährigen, seit zwei
Jahren auch viele der Dreijährigen.

Kindergärten mit ihrem Bildungsangebot sind so wichtig und selbstverständlich wie
Schulen geworden, ganz im Gegenteil, wissenschaftliche Erkenntnisse belegen die
Wichtigkeit der frühen Förderung.
      „Der Kindergarten von gestern ist nicht der Kindergarten von heute,
      der Kindergarten von heute ist nicht der Kindergarten von morgen“
                                                                (Manfred Berger)

Nicht nur die Sicht auf das Kind und die Bedeutung seiner Entwicklung hat sich im Laufe
der vielen Jahre gewandelt, sondern auch die Kindergärten, die Pädagoginnen und deren
Ausbildung. Mit den Veränderungen der Gesellschaft und den Erkenntnissen der
Psychologie und Hirnforschung wird sich die Kindergartenarbeit immer weiter entwickeln.

Ich freue mich, dass wir in Altach beste Kindergärten haben und bin stolz auf die
engagierten Pädagoginnen, die diese anspruchsvolle Arbeit mit Herz und Verstand leisten
und danke ihnen dafür.

Elfriede Plangg
Obfrau des Ausschusses
für Kinder und Bildung

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Konzeption Kinderhaus Altach
Liebe Leserinnen und Leser!

Im Mittelpunkt steht das Kind. Von ihm gehen alle
Überlegungen aus. Unsere Arbeit, die wir in dieser
Konzeption dargestellt haben ist auf die gesamte
Persönlichkeit des Kindes gerichtet.

Die Konzeptionserstellung soll allen Interessierten
Einblick in die individuelle Arbeit unserer
Kindergärten vermitteln.
Die im Team erarbeitete Konzeption und die damit
verbundenen Diskussionen und eingehenden
Reflexionen bedeuten eine Bewusstmachung unserer
täglichen Kindergartenarbeit.

Die Konzeption dokumentiert unsere pädagogische Ziele und Schwerpunkte und soll dem
Team Orientierung, Sicherheit und Motivation bieten.
Zusammen wollen wir sie mit den Kindern und deren Eltern leben und weiterentwickeln.

Ulrike Konrad
Vertretung der Altacher
Kindergartenpädagoginnen

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Konzeption Kinderhaus Altach
1 Allgemeine Informationen

Die Kindergärten in Altach gehören zum Sozialzentrum, welches im Jahr 1997 von der
Gemeinde Altach gegründet wurde.

   Geschäftsführer:    Alfred Bargetz

   Anschrift:          Sozialzentrum Altach
                       Achstraße 8
                       6844 Altach

   Tel.:                05576/7172-0 05576/7172-0
   Fax:                 05576/7172-55
   e-mail:             sozialzentrum@altach.at

1.1 Kindergartenstandorte

Kindergarten Wichnerstraße

   Leitung:      Barbara Buschauer

   Anschrift:    Kindergarten Wichnerstraße
                 Wichnerstraße 17
                 6844 Altach

   e-mail:       kg.wichner@altach.at

   Tel.:         05576/74618

   Gruppenformen:
                    2 altersgemischte Gruppen
                    2 altersgemischte Gruppen
                    mit Schwerpunkt Integration

                                         5
Konzeption Kinderhaus Altach
Kindergarten Dorf mit Expositur Paulihaus

   Leitung:      Ulrike Konrad

   Anschrift:    Kindergarten Dorf
                 Berkmannweg 4
                 6844 Altach

   e-mail:       kg.dorf@altach.at

   Tel.:         05576/7178-37

   Gruppenformen:
                2 altersgemischte Gruppen mit offener Struktur
                davon eine mit Schwerpunkt Montessori

   Anschrift:    Paulihaus
                 Schweizerstraße 8
                 6844 Altach

   e-mail:       paulihaus@altach.at

   Gruppenformen:
                1 altersgemischte Gruppe mit offener Struktur

Kindergarten Oberdorf

   Leitung:      Maria Knapic

   Anschrift:    Kindergarten Oberdorf
                 Widenfeldstraße 21
                 6844 Altach

   e-mail:       kg.oberdorf@altach.at

   Tel.:         05576/78259

   Gruppenformen:
                    1 altersgemischte Gruppe

                                          6
Konzeption Kinderhaus Altach
Kindergarten & Kinderbetreuung Kinderhaus

    Leitung:        Verena Samson

    Anschrift:      Kinderhaus Altach
                    Kirchfeldstraße 1
                    6844 Altach

    e-mail:         kinderhaus@altach.at

    Tel.:           Kinderhaus                 05576/77259
                    Büro Kinderhaus            05576/77259 – 10
                    Fischle & Wasserflöhe      05576/77259 – 14
                    Regenbogengruppe           05576/77259 – 16
                    Löwenzahngruppe            05576/77259 – 17
                    Sonnenblumengruppe         05576/77259 – 18

    Gruppenformen:
                    3 altersgemischte Kindergartengruppen,
                    davon eine Integrationsgruppe,
                    2 altersgemischte Kinderbetreuungsgruppen

1.2 Betreuungszeiten und Tarife 2013

Kinderbetreuung & Spielgruppen für 1,5 bis 6 Jährige im Kinderhaus

    Das Kinderhaus bietet Ganztages- und Halbtagesbetreuung, sowie stundenweise Betreuung
    für Kinder von 1,5 bis 6 Jahren an. Die Kindergartenangebote können mit zusätzlichen
    Kinderbetreuungsstunden erweitert werden. Informationen über mögliche Förderungen der
    Gemeinde Altach erhalten Sie im Büro des Sozialzentrums Altach bei Frau Ilse Giesinger (Tel.
    05576/ 7172-52, vormittags).

    Öffnungszeiten: Mo – Fr, 07:15 – 17:30 Uhr

                     Grundpreis pro Monat                            17,35 €

                     Betreuung pro Stunde                            1,68 €

    Mittagstisch:    Mo – Fr              12:30 – 13:30              pro Mittagstisch: 5,20 €

                                                                     (inklusive Betreuung)

                     Mittagstisch für Eltern                         pro Mittagstisch: 7,55 €

                                               7
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Kindergartenangebote für 3 bis 6 Jährige

   Angebot 1:        Mo – Fr                  07:30 – 12:30                 28,00 €/Monat

                     (für Kinder, die am Stichtag, 31.08. 3 Jahre alt sind, ist nur Angebot 1 möglich)

   Angebot 2:        Mo – Fr                  07:30 – 11:30

                     Mo, Di, Do & Fr          13:30 – 16:00

   Angebot 3:        Mo – Fr                  07:30 – 12:00

                     3 Nachmittage*           13:30 – 16:00                 34,00 €/Monat

   Angebot 4:        Mo – Fr                  07:30 – 12:30

                     2 Nachmittage*           13:30 – 16:00

   Angebot 5:        Zusätzliche Nachmittage* zu Angebot

                     3 und 4 müssen zusätzlich bezahlt werden.              16,80 €/NM und Monat

                     *Achtung – am Mittwochnachmittag ist kein Kindergarten.

   Geschwisterkind: vorausgesetzt das 1. Kind bezahlt den Vollpreis: 17,00 €/Monat

   Mittagstisch**:   Mo – Fr                  12:30 – 13:30                 pro Mittagstisch: 5,20 €

                     **im Kindergarten Oberdorf leider nicht möglich        (inklusive Betreuung)

                     Mittagstisch für Eltern                                pro Mittagstisch: 7,55 €

   Sprachtherapie: Einzeltherapie                                           pro Monat: 10,30 €

   Sprachförderung:Einzelförderung                                          kostenlos

   Für Fünfjährige (zum Stichtag 31.08.) ist der Besuch des Kindergartens verpflichtend und
   kostenlos. Das Fernbleiben vom Kindergarten muss entschuldigt werden!

   Die Tarife werden zu Jahresbeginn angepasst.

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Ferienbetreuung für 1,5 bis 6 Jährige

    Das Kinderhaus ist ganzjährig geöffnet mit Ausnahme der Feiertage und reduzierter Ferien
    (siehe Ferienzeiten Kinderhaus). Für Kinder berufstätiger Eltern gibt es eine
    Ferienbetreuung. Die Anmeldungen dafür werden rechtzeitig ausgeteilt. Ohne eine
    fristgerechte Anmeldung ist ein Besuch der Ferienbetreuung nicht möglich.

Ferienzeiten

Kindergarten/Spielgruppe                          Kinderhaus

Nationalfeiertag      26.10.2012                  Nationalfeiertag      26.10.2012

Allerheiligen         1.11.2012                   Allerheiligen         1.11.2012

Weihnachtsferien      22.12.2012 – 6.1.2013       Weihnachtsferien      22.12.2012 – 1.1.2013

Semesterferien        2.2.2013 – 10.2.2013        Semesterferien        offen

Osterferien           23.3.2013 – 1.4.2013        Ostern                1.4.2013

Staatsfeiertag        1.5.2013                    Staatsfeiertag        1.5.2013

Christi Himmelfahrt   9.5.2013                    Christi Himmelfahrt   9.5.2013

Pfingsten             20.5.2013                   Pfingsten             20.5.2013

Fronleichnam          30.5.2013                   Fronleichnam          30.5.2013

Sommerferien          6.7.2013 – 9.9.2013         Sommerferien          29.7.2013 – 16.8.2013

                                   2 Zusammenarbeit

Die Kindergärten bzw. die Pädagoginnen arbeiten mit verschiedenen Institutionen und
Einrichtungen zusammen.

Regelmäßige Kooperation mit:

      Land Vorarlberg, Kindergarteninspektorin Margot Thoma
      Gemeinde
      Sozialzentrum (siehe auch 2.2)

      Eltern, Familie des Kindes
      Kindergärten (gemeinsame Feste, Besuche, etc.)
      Pädagoginnen (Leiterinnensitzung, Großteamsitzung, „Kindihock“)

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   Sprachtherapeutin (siehe 4.1)
      Sprachförderin (siehe 4.2)

      Volksschule und andere Schulen
      AKS: Kindergartenvorsorgeuntersuchung (siehe 2.1)
      Zahnprophylaxe

Bedarfsorientierte Zusammenarbeit mit:

      AKS: Kinderdienste, "Heilpädagogischerkinderpsychiatrischer Sprechtag"
      IFS: Institut für Sozialdienste
      SPZ: Sonderpädagogisches Zentrum
      CARINA: Kinderpsychiatrische Beobachtungs- und Therapiestation in Feldkirch
      Jugendwohlfahrt
      Kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz des Landeskrankenhauses Feldkirch
      Privatpraxen

      Kirche, Moschee oder Ähnliches
      Vereine (Obst- und Gartenbauverein, Schalmeien, etc.)
      Andere: Bäckerei, Metzgerei, Polizei, …

2.1 AKS-Vorsorgeuntersuchung
Bei der Kindergartenvorsorgeuntersuchung wird jedes Kind im Kindergarten von uns
Pädagoginnen beobachtet und in seiner ganzheitlichen Entwicklung wahrgenommen.
Spezielle Begabungen oder mögliche Entwicklungsverzögerungen können so frühzeitig
erkannt werden.

Nach Abschluss des Beobachtungszeitraums übergeben wir im Rahmen eines Gesprächs
den Eltern die Ergebnisse der Untersuchung.

Die Kindergartenvorsorgeuntersuchung beinhaltet eine Seh- und eine Hör-testung und
zwei Beobachtungsinstrumente: die Differenzierungsprobe (DP nach Breuer/ Weuffen)
und den Vorarlberger Beobachtungsbogen (VBB nach Barth).

                                           10
Das AKS-Team für Gesundheitsvorsorge begleitet im Auftrag der Vorarlberger
Landesregierung und des Gemeindeverbandes dieses Vorsorgepaket. Die Daten der
Untersuchung werden erfasst und statistisch aufbereitet.

2.2 Sozialzentrum – ein Zusammentreffen der Generationen:

In enger Zusammenarbeit mit dem Sozialzentrum möchten wir den Kontakt zwischen den
Kindern und den Bewohnern aufbauen und verstärken.

Einmal monatlich planen die Kindergartenpädagoginnen im Rahmen eines Halbtages eine
besondere Aktivität, die zusammen gestaltet und erlebt wird.

Dies kann sein…

         ein Spiel- oder Singnachmittag

         einen Spaziergang

         einen Besuch auf dem Spielplatz

         einen Bastel – und Malnachmittag

         usw.

Dabei wechseln sich die Kindergärten jährlich ab.

Das Ziel dieser Aktionen ist es, die unterschiedlichen Generationen zusammen zu führen.
Die Kinder sowie auch die Bewohner des Sozialzentrums sollen Freude an diesen Treffen
und an dem gemeinsamen Tun haben.

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3 Die pädagogischen Leitlinien in den Altacher Kindergärten

Die wesentlichen Aufgaben des Kindergartens sind die Erziehung, Betreuung und Bildung
der Kinder.

          Wir arbeiten eng mit den Eltern zusammen, und unterstützen und ergänzen
           ihre Erziehung.
          Wir respektieren ihre Wünsche und Vorstellungen, soweit sie im täglichen
           Ablauf und dem gegebenen Rahmen umsetzbar sind.
          Wir    fördern    und    begleiten    die   Kinder    in    ihrer    gesamten
           Persönlichkeitsentwicklung.

                 Unser wichtigstes Anliegen ist dabei das Wohl der Kinder.

„Die Kindergartenarbeit orientiert sich an den Erkenntnissen der modernen Erziehungs-
wissenschaften und der Kinderpsychologie, wonach gerade die ersten Lebensjahre eines
Menschen für die Bildung seiner Persönlichkeitsanlagen von ausschlaggebender Bedeutung
sind.“ (Zitat aus dem Vorarlberger Kindergarten-bildungs- und Erziehungsplan)

Persönliche fachliche Weiterbildung sehen wir als selbstverständliche Verpflichtung an.
Wir arbeiten im Team und unser pädagogisches Tun ist geplant und zielgerichtet.

Da wir die Kindergartengruppen altersgemischt (3-6 Jahre) führen, ist es uns wichtig, die
teilweise unterschiedlichen Bedürfnisse aller Altersgruppen zu berücksichtigen. Um ein
dreijähriges Kind nicht zu überfordern, braucht es eine fixe Bezugsperson, eine stabile
Gruppe, viele Bewegungsmöglichkeiten, ein dem Alter entsprechendes Materialangebot,
gleich bleibende Rituale und kleine Gruppen. Es soll Rückzugsmöglichkeiten haben, wenn es
allein sein möchte. Ein älteres Kind braucht neben den sozialen Kontakten zu Jüngeren
auch Gelegenheit mit Gleichaltrigen zusammen zu sein, die ähnliche Interessen und
Fertigkeiten haben. Dies ist besonders wichtig, da es sich vermehrt für die Natur,
Technik, die soziale Umwelt und anspruchsvolle Spiele interessiert und sich mit
Gleichaltrigen messen und auseinander setzen will. Das soll ungestört von den Kleineren
möglich sein.

                                           12
Für die Kinder steht das „Spielen“ im Zentrum ihres Lebens. Als besonders wichtig
sehen wir das Freispiel an. Es hat einen fixen Platz im Tagesablauf und bietet den Kindern
die Möglichkeit den Ort, die Partner, die Materialien, die Dauer und die Idee ihres Spiels
frei zu wählen. Die Kinder dürfen auch einfach einmal „Nichtstun“. Beobachten, den
anderen zuhören oder liegen und nachdenken.
Im Freispiel lernen die Kinder Beziehungen zu knüpfen und Konflikte auszutragen. Sie
entdecken eigene Interessen und Fähigkeiten. Sie treffen Entscheidungen und sammeln
selbständig vielfältigste Erfahrungen.
Durch Beobachtung der Kinder, besonders im Freispiel, erfahren wir Wichtiges über ihre
Bedürfnisse, Kenntnisse und Interessen. So können wir die Kindergartenarbeit, die
Angebote und Aktivitäten, an den Entwicklungsstand der Kinder anpassen.

Diese beinhaltet:
          Sprachbildung und -förderung
          Sensomotorische- und Bewegungserziehung
          Soziale- und Emotionale Entwicklung
          Kreativität und Rhythmisch- musikalische Erziehung
          Denk- und Merkfähigkeit, Lern- und Leistungsverhalten
          Umweltwissen und Orientierungskompetenz
          Gesundheits- und Sexualerziehung
          Wertekompetenz und Religiöse Erziehung

Der Kindergarten hat die Aufgabe, die Kinder spielerisch auf die Anforderungen der
Schule vorzubereiten: Arbeitshaltungen wie Ausdauer, Konzentration, Sorgfalt und
Selbstständigkeit sowie Sprache, Motorik, Wahrnehmung und Gedächtnis werden
gefördert. Somit erreicht das Kind jene geistigen, sozialen und emotionalen Fähigkeiten,
die es für den Schuleintritt benötigt.

Wir wollen die Kinder zu selbstständigem Tun anregen. Es ist nicht unser Ziel, sie nur zu
beschäftigen. Die Bildung, Förderung und Begleitung der Kinder basiert auf dem
Vorarlberger Kindergartengesetz und dem Bildungs- und Erziehungsplan.

Mehr dazu unter:
http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/bildung_schule/schule/kindergaerten/start.htm
http://voris.vorarlberg.at/VorisDownload/3/3100.pdf
http://voris.vorarlberg.at/voris/voris/3/3100-1.doc

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4 Sprachtherapie und Sprachförderung

4.1 Sprachtherapie:

Ich, Patricia Buck, bin als Logopädin seit Januar 2011 in Altach beschäftigt. Den Beruf
einer Logopädin übe ich seit Oktober 2008 ausschließlich im Bereich der Kindertherapie
aus. Die Bestandteile meiner Arbeit sind

      Prävention d.h. die Vorbeugung von               Diagnostik
       Störungsbilder                                   Therapie
      Beratung

auf den Gebieten des Sprechens, der Sprache, Stimme, Atmung, des Schluckens und
Hörens. Im frühkindlichen Bereich überwiegen die Behandlungen von Störungsbildern der
Sprachentwicklung auf den sprachlichen Ebenen:

      Aussprache                                       Sprachverständnis
      Grammatik                                        Pragmatik/Kommunikation
      Wortschatz

Auch in diesen Bereichen kann eine therapeutische Intervention durch die Logopädie
vorhanden sein:

      Redefluss                                        Hörstörungen
      Prosodie (Betonung der Wörter)                   Atmung
      Myofunktion    (Gesichts    –    und             Schriftspracherwerb
       Mundmuskulatur und Sensibilität)
      Stimme

Die Logopädietherapie findet wöchentlich je 30 min im Einzelsetting und spielerisch
statt. Um eine optimale Therapie gewährleisten zu können, ist die Durchführung der
häuslichen Übungen genauso unabdingbar wie der regelmäßige Besuch der logopädischen
Therapie.

Ein wichtiger Bestandteil der Therapie sind auch Elterngespräche. Gemeinsam können so
Diagnose und Zielsetzungen besprochen werden. Auch habe ich so die Möglichkeit
Aufklärung und Beratung zu geben.

Auch    der       regelmäßige   Austausch     und       die   Zusammenarbeit   mit   den
Kindergartenpädagoginnen und andere Institutionen sind mir sehr wichtig, damit ich
dadurch eine ganzheitliche Therapie anbieten kann. Für die Logopädietherapie im
Kindergarten ist monatlich ein Selbstbehalt von 10,00€ zu bezahlen

                                            14
4.2 Sprachförderung:

Unsere Sprachförderinnen sind Erika Thurnher und Sabine Jenny-Oberhauser, beides
ausgebildete Kindergartenpädagoginnen. Erika ist in den Standorten Dorf und Oberdorf
tätig und Sabine im Wichner und im Kinderhaus.

Die Sprachförderung wendet sich in erster Linie an Kinder mit nichtdeutscher
Muttersprache.

Die Sprache ist die Grundlage für jede Kommunikation und deshalb speziell für Kinder,
deren Entwicklung und als Voraussetzung für eine Teilnahme am späteren schulischen
Unterricht von großer Bedeutung.

In der Sprachförderung ist es das Ziel, dem Kind als Vorbild und mit Hilfe ansprechenden
und kindgemäßen Materialien gut gesprochene deutsche Sprache anzubieten. Das Kind
wird   dabei    in   allen   Bereichen   seiner    Entwicklung   und   in   seiner   individuellen
Spracherwerbssituation gefördert und wahrgenommen. Die Bereiche Motorik, Spiel,
soziales Erleben, Emotionen und Wahrnehmung sind dabei hervorzuheben. Mit Hilfe der
Impulse in der Sprachförderung und in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten wird dem
Kind die Möglichkeit des Spracherwerbs geboten.

Doch von besonderer Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus. Durch
gegenseitige Wertschätzung, Toleranz und Offenheit der anderen Kultur gegenüber kann
das Kind Freude an der Muttersprache und an der deutschen Sprache entwickeln und
diese spielerisch erlernen. Im Kontakt mit dem Kindergarten bzw. der Sprachförderung
können Eltern wichtige Informationen über den Spracherwerb ihres Kindes bekommen,
aber auch Anregungen erhalten, wie sie ihr Kind zu Hause fördern und unterstützen
können.

v.l.n.r.: Patricia Buck
Sprachtherapie

Erika Thurnher
Sprachförderin

Sabine Jenny-Oberhauser
Sprachförderin

                                                  15
5 Bei uns im Kinderhaus

5.1 Rahmenbedingungen

  Leitung:         Verena Samson

  Anschrift:       Kinderhaus Altach
                   Kirchfeldstraße 1
                   6844 Altach

  e-mail:          kinderhaus@altach.at

  Tel.:            Kinderhaus               05576/77259
                   Büro Kinderhaus          05576/77259 – 10
                   Fischle & Wasserflöhe    05576/77259 – 14
                   Regenbogengruppe         05576/77259 – 16
                   Löwenzahngruppe          05576/77259 – 17
                   Sonnenblumengruppe       05576/77259 – 18

  Gruppen:
                 altersgemischte Kindergartengruppen:
                                      Sonnenblumengruppe
                                      Regenbogengruppe

                 altersgemischte Integrationsgruppe:
                                      Löwenzahngruppe

                 altersgemischte Kinderbetreuungsgruppen:
                                    Fischle & Wasserflöhe

  Räumlichkeiten:

             4 Gruppenräume                            Lift
             1 Bewegungsraum                           Gartenhaus
             1 Kreativraum                             Ruheraum
             2 Ausweichräume                           WC Anlagen, Duschmöglichkeit
             Küche und Speiseraum                      4 Büros

                                           16
Geschichtlicher Hintergrund:

          Das Grundstück, auf dem das Kinderhaus steht, gehörte ursprünglich dem Hohenemser

          Grafen Waldburg-Zeil. 1882 wurde es von der Gemeinde Altach gekauft und mit dem Bau

          des heutigen Kinderhausgebäudes begonnen. Als das Haus 1887 fertig gestellt war, diente

          es anfänglich als Armenhaus, später als Pflegestation und als Herberge für Ortsfremde.

          Von 1907 - 1914 wurden ca. 20 Kinder im Alter von 5 Tagen bis zu 8 Monaten und von 3 bis

          6 Jahren aufgenommen. In den 1920er Jahren diente das Haus als Unterkunft für

          notleidende Familien. Ab 1940 wurde es überwiegend als Altersheim verwendet, bis dieses

          1997 in das neue Sozialzentrum umzog. Ab 1998 diente das Haus als Notunterkunft. Seit

          2001 wird es als Kinderhaus genutzt.

5.2 Unser pädagogisches Leitbild

                                  Alles sollst du sagen können,

                                  alles sollst du fragen können,

                                 lernen, spielen, tanzen, singen,

                               lachen, malen, ganz hoch springen.

                               Sollst in Menschenaugen blicken,

                               die dich in deinem Tun verstehen.

                              Sollst an Händen die dich stützen,

                                 deine eigenen Schritte gehen.

 Carola                                                Moosbach

                                                 17
Weil jedes Kind ein ganz besonderes Kind ist…

Jedes Kind ist einzigartig, unverwechselbar, jedes Kind ist besonders! Und weil jedes

Kind besonders bleiben soll, wollen wir den Kindern eine sichere Umgebung bieten, in der

jedes Kind Achtung und Anerkennung dafür findet, wie es ist. Das Kinderhaus soll für alle

Kinder    eine    ganzheitliche,   entwicklungsfördernde,      anregende     Lern-    und

Erfahrungsumwelt sein. Es soll ein Ort sein, an dem sich Kinder wohl und geborgen fühlen.

Ein Ort, an dem auch Schwächen und Fehler erlaubt sind. Wir wollen jedes Kind kennen

lernen und ihm eine verlässliche, liebevolle Vertrauens- und Bezugsperson sein. Wir wollen

ihm dabei helfen, sich für eine Zukunft - die wir nicht kennen - bereit zu machen. Was

uns dabei sehr wichtig ist, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern. Familien- und

Kindergartenarbeit sollen einander ergänzen und bereichern.

Wir erarbeiten gemeinsam mit den Kindern Gruppenregeln und Grenzen, die das

gemeinsame spielen und arbeiten möglich machen. Die Kinder erleben sich als Teil einer

Gruppe, stärken ihre Sozialkompetenz und finden Freunde. Gleichzeitig soll es aber

Nischen und Freiräume geben - als Rückzugsort und als Möglichkeit, den ganz

individuellen Interessen und Bedürfnissen nach zugehen. Was bei all dem Lernen, Fördern

und Fordern nie zu kurz kommen darf, ist Phantasie und Kreativität, Spielen und Lachen.

                                           18
Unser Team ist groß und jede Pädagogin oder Betreuerin hat ihre eigene, besondere

Weise, wie sie mit den Kindern arbeitet. Dennoch gibt es Ansprüche, die wir alle an uns

selbst   und   unsere       pädagogische          Arbeit       stellen:      Empathie,         Geduld,   Respekt,

Wertschätzung und Offenheit, Kreativität und eine reflexive und selbstkritische

Grundhaltung. Der tägliche Austausch zwischen den Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern,

sowie die Teamsitzungen sind wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Es finden regelmäßig

Kleinteamsitzungen,         wöchentlich           Gruppenleiterinnensitzungen                    und     monatlich

Teamsitzungen mit allen Mitarbeiterinnen statt. Diese Sitzungen dienen zur gemeinsamen

Planung, zur Reflexion des Gruppengeschehens und der pädagogischen Arbeit, sowie zur

Organisation von Allfälligem. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen deren

Fähigkeiten und Stärken optimal einsetzten können. Was uns außerdem sehr wichtig ist,

ist die ständige Weiterbildung (neu Pädagogische bzw. Erziehungswissenschaftliche und

Entwicklungstheoretische              Konzepte               und        Ideen,           Fortbildungen        für

Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen) und die fortlaufende Weiterentwicklung der

eigenen Arbeit.

                  v.l.n.r. hinten: Beate, Renate, Sandra, Verena, Monika, Izabella, Silvana, Karin
                       v.l.n.r. vorne: Elke V., Barbara, Elke N., Julia, Martina, Anna, Marianne
                                                        19
5.3 Inklusion – ein Kindergarten für Alle

Jedes Kind ist besonders, jedes Kind ist anders, und zwar unabhängig von einer möglichen

Behinderung und unabhängig davon, woher das Kind kommt. Es gibt keine homogene

Gruppe! Diese Vielfalt als Bereicherung, als Chance für alle und nicht als Störung zu

sehen, ist die Grundidee inklusiver Pädagogik. Ziel ist es, den Kindergartenalltag so zu

gestalten, dass alle Kinder, die mit Behinderung und die ohne Behinderung, begabte und

langsam   lernende,   angepasste    und    weniger       angepasste,   gemeinsam   in   der

Kindergartengruppe spielen und lernen können. Inklusion bedeutet, dass alle Kinder

entsprechend ihres jeweiligen Entwicklungsstands miteinander an und mit einem

gemeinsamen Gegenstand spielen, lernen und arbeiten. Sie lernen nicht alle zur selben

Zeit dasselbe, bekommen unterschiedlich viel Zeit dafür und lernen mit anderen Mitteln

und doch lernen alle miteinander, voneinander und auch nebeneinander.

Die öffentlichen Bildungs- und Erziehungseinrichtungen sind dem Grundsatz der

Chancengleichheit und Gleichberechtigung verpflichtet. Konsequente Gleichbehandlung

bei   gegebenen   Unterschieden    und    ungleichen     Startbedingungen   bestätigt   und

reproduziert allerdings in verschleierter Form Ungleichheit und Benachteiligung.

Diskriminierung kann somit in Form von Ungleichbehandlung und/oder Gleichbehandlung

geschehen.   Es   reicht   nicht   aus,    dass   alle     am   „Bildungswettbewerb“    der

Mehrheitsgesellschaft teilhaben dürfen.

Um dem Ziel der Chancengleichheit und Gerechtigkeit näher zu kommen, müssen die

Voraussetzungen und Bedingungen aller Kinder mitberücksichtigt werden. Differenz ist

dabei nicht als eindeutig bestimmbar und gegeben zu verstehen. Anerkennung              von

Differenz funktioniert aber nicht ohne die (Re-) Produktion und den Ausschluss von

„Anderen“, und dennoch ist Anerkennung eine wichtige pädagogische Grundhaltung. Eine

reflexive Pädagogik kann das Spannungsverhältnis zwischen der Anerkennung von

Differenz und Zugehörigkeiten und der Verschiebung und Dekonstruktion von Differenz-

und Zugehörigkeitsordnungen nicht lösen. Was allerdings möglich ist, ist die Beobachtung

und Reflexion der Ausschließungspraxen und Formen der (Re-) Produktionen von
                                      20
Zuschreibungen          und      Unterscheidungen              durch    professionelle         Handlungen         und

institutionellen Strukturen, um diese gegebenenfalls zu verändern.

Es gilt eine Balance zwischen Differenzblindheit und Differenzsensibilität, zwischen

Reproduktion und Dekonstruktion zu finden. Eine Balance zwischen vergessen und nicht

vergessen der Andersheit des Anderen. Unterschiede dürfen nicht übersehen werden,

der/die „Andere“ soll dabei aber nicht auf seine/ihre „Andersartigkeit“ reduziert und

fixiert werden, vielmehr soll er/sie als gleichwertig und als handlungsfähiges Subjekt mit

dem Recht auf differente (auch kollektive) Identitätsentwürfe gesehen werden.

Quelle: Fritzsche, Heike/Schuster, Ulrich: Fair in der Kita. Antidiskriminierungspädagogik für ErzieherInnen. Verfügbar

unter: http://www.fair-in-der-kita.de/media/documents/1313659510.pdf, Zugriff am 4.2.2013

                                                          21
6 Die Kindergartengruppen stellen sich vor

Sonnenblumengruppe: Izabella Nagy und Karin Ender

                        17 Kinder im Alter von 2 bis 4 Jahren

Regenbogengruppe:       Julia Reinberger, Elke Nachbaur, Barbara Fend

                        16 Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren

Löwenzahngruppe:        Sandra Nesensohn, Elke Vogelauer, Verena Samson, Caroline Ebner

                        11 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren

Ein Tag im Kindergarten:

7:15 Uhr bis 7:30 Uhr           Kinderbetreuung in der Fischlegruppe

7:30 Uhr bis 9:00 Uhr           Eingangsphase, Freispiel, Impulse

9:00 Uhr bis 9:15 Uhr           letzte Spielmöglichkeit, Aufräumen

9:15 Uhr bis 9:30 Uhr           Morgenkreis

9:30 Uhr bis 10:00 Uhr          gesundes Jausenbuffet

10:00 Uhr bis 10:30 Uhr         Geleitete Aktivität, Ausflüge

10:30 Uhr bis 12:30 Uhr         Freispiel wenn möglich im Garten, Abholzeit

12:30 Uhr bis 13:30 Uhr         Mittagstisch & Ruhezeit

13:30 Uhr bis 14:30 Uhr         Freispiel, Impulse

14:30 Uhr bis 14:50 Uhr         gemeinsame Jause

14:50 Uhr bis 16:00 Uhr         Freispiel wenn möglich im Garten/Spaziergang, Abholzeit

16:00 Uhr bis 17:30 Uhr         Kinderbetreuung in der Wasserflöhegruppe

                                              22
7 Die Kinderbetreuungsgruppen stellen sich vor

Fischlegruppe: Marianne Hämmerle, Renate Hartmann, Martina Schwar, Monika

                 Beller, Beate Amann, Thimo Längle,

                 24 Kinde im Alter von 1,5 Jahre bis 3 Jahre

Wasserflöhe:     Silvana Hörburger, Karin Ender, Martina Schwar, Barbara Fend,

                 Beate Amann, Thimo Längle

                 14 Kinder im Alter von 1,5, Jahre bis 3 Jahre

Ein Tag in der Kinderbetreuung:

Fischlegruppe:

7:15 Uhr bis 10:00 Uhr         Eingangsphase, Freispiel, Impulse, offenes Jausenbuffet

10:00 Uhr bis 10:20 Uhr        letzte Gelegenheit zum Jausnen

ab ca. 10:30 Uhr               Morgenkreis

im Anschluss bis 12:30 Uhr     Freispiel wenn möglich im Garten/Turnsaal, Abholzeit

12:30 Uhr bis 13:30 Uhr        Mittagstisch & Ruhezeit

Wasserflöhegruppe:

13:00 Uhr bis 14:30 Uhr        Freispiel, Impulse

14:30 Uhr bis 14:50 Uhr        gemeinsame Jause

14:50 Uhr bis 15:40 Uhr        Freispiel wenn möglich im Garten/Turnsaal, Abholzeit

15:40 Uhr bis 16:00 Uhr        Geleitete Aktivität

16:00 Uhr bis 17:30 Uhr        Freispiel, Abholzeit

                                             23
8 Pädagogische Schwerpunkte

 Freispiel

Für die Kinder ist das Spielen ein zentraler Bestandteil ihres Lebens. Im freien Spielen
lernen sie ohne Zwang und Leistungsdruck unglaublich viel, weshalb wir das Freispiel als
wichtigen Teil des Tagesablaufs erachten. Die Kinder dürfen selbständig den Ort, die
Spielpartner, die Materialien, die Dauer und die Ideen ihres Spieles wählen. Sie dürfen
Beobachten oder einfach herumstehen, anderen zuhören, liegen und träumen, oder
nachdenken, gemeinsam Pläne aushecken und Geschichten erfinden. Sie lernen eigene
Interessen kennen, sie gewinnen an Selbständigkeit, lernen Konflikte zu lösen, erfahren
sich selbst als Teil einer Gruppe, Beziehungen und Freundschaften entstehen.

In der Freispielzeit können die Pädagoginnen die Aktivitäten beobachten und dabei die
Kinder und deren Interessen, Vorlieben und Bedürfnisse besser kennen lernen. Sie
können die Angebote, die Materialen und Räumlichkeiten entsprechend gestalten. Da kann
auch vorkommen, dass die Wochenplanung verworfen wird, denn uns ist es wichtiger auf
die Bedürfnisse der Kinder einzugehen, als stur das geplante Angebot durchzudrücken.

Während der Freispielzeit finden auch die Einzelförderungen statt. Die Pädagoginnen
können sich Zeit für die einzelnen Kinder nehmen und besonders auf deren individuellen
Bedürfnisse und Interessen eingehen.

Wann immer das Wetter es zulässt, wird der Garten genutzt. Dort ist viel Platz für
Bewegung. Die Kinder können mit den Laufrädern und Autos herum sausen, auf Bäume
klettern, Sandburgen bauen, schaukeln, Fußball oder Fangspiele spielen, auf dem
Trampolin springen,… sich verstecken und Dinge entdecken.

 Impulse

In der Freispielzeit werden passend zum Thematischen Schwerpunkt verschiedenste
Angebote bereitgestellt. Das können beispielsweise Werkarbeiten sein, oder es wird
gekocht oder gebacken, vielleicht wird die Puppenküche neu dekoriert oder ein
Piratenschiff im Turnsaal gebaut, möglicherweise kommt eine Märchenerzählerin oder die
Lesepatin zu Besuch.

                                          24
 Morgenkreis

Jeden Morgen versammeln sich die Kindergartengruppen in ihrem jeweiligen Gruppenraum
zum Morgenkreis. Wer ist alles da und wer fehlt? Was steht an? Die Kinder dürfen
erzählen, was ihnen gerade wichtig ist (Gesprächsstein), Allfälliges wird besprochen,
Lieder oder Gedichte werden wiederholt.

 Gesundes Jausenbuffet

Jeden Morgen wird von uns eine gesunde Jause vorbereitet. Die Kinder dürfen gerne
dabei helfen das Gemüse und Obst zu waschen und zu schneiden und die Brötchen zu
belegen. Bei der gemeinsamen Jause dürfen die Kinder frei wählen, wovon sie wie viel
essen möchten. Uns ist eine ausgewogene, kindgerechte Ernährung sehr wichtig. Zudem
achten wir darauf, für das Jausenbuffet überwiegend regionale und saisonale Produkte zu
verwenden.

Geburtstagsjausen, oder Jausen anlässlich besonderer Feste bilden eine Ausnahme. Das
Geburtstagskind darf beispielsweise für alle eine besondere Jause mitbringen.

                                          25
 Geleitete Aktivitäten

In jeder Gruppe finden täglich gezielte Angebote in den folgenden Bereichen statt:

      o   Sprachbildung und –förderung: Gespräche, Rätsel, Geschichten, Märchen und
          Bilderbücher, Gedichte, Reime und Fingerspiele usw.

      o   Sensomotorische- und Bewegungserziehung: Turn-Einheiten und
          Bewegungsspiele, Bewegungsgeschichten, Massagen usw.

      o   Angebote zur Förderung der Sozialen- und Emotionalen Entwicklung: Kreis-
          und Gesellschaftsspiele, Gespräche, Geschichten und Impulse zu den Themen
          Gefühle und soziale Verhaltensmöglichkeiten, Rollenspiele usw.

      o   Angebote, die Kreativität und Phantasie anregen: Werkarbeiten, Malen und
          Zeichnen, Phantasiereisen usw.,

      o   Rhythmisch- Musikalische Erziehung: Lieder, Klanggeschichten, Tänze,
          musizieren mit Rhythmusinstrumenten, Bodypercussion usw.

      o   Angebote zur Förderung von Denk- und Merkfähigkeit: Theater und
          Rollenspiele, Gedichte, Tischspiele wie das altbekannte „Memory“,
          Problemlösungsstrategien entwickeln, Zahlenland, usw.

      o   Förderung des Lern- und Leistungsverhaltens: ein spielerisches Entdecken
          minimiert den Leistungsdruck und stellt die Stärken der Kinder in den
          Vordergrund. Dies dient als Grundlage für eine positive Arbeitshaltung, die aus
          einer intrinsischen Motivation heraus entsteht. Die Förderung in diesem
          Bereich findet hauptsächlich unbewusst statt und zieht sich durch sämtliche
          Bereiche.

      o   Umweltwissen und Orientierungskompetenz: Angebote zu den Themen
          Jahreszeiten, Natur und Tiere, Mülltrennung, Nachhaltigkeit, Spaziergänge
          und Ausflüge, Verkehrserziehung usw.

      o   Gesundheits- und Sexualerziehung: Angebote zum Thema „Mein Körper“,
          Zahnprophylaxe und Körperhygiene, was ist gesundes/ungesundes Essen?,
          Präventionsarbeit zum Thema (sexuelle) Gewalt usw.

      o   Wertvermittlung und Religiöse Erziehung: religiöse Fest im Jahreskreis,
          Bibelgeschichten, Gebete, Angebote zu den verschiedenen Religionen,
          Verantwortungsbewusstsein stärken und Wertschätzung entwickeln, usw.

      o   Förderung der Wahrnehmung: Förderung des Körperwahrnehmung, Geschmack-
          , Geruch-, Tast- und Hörspiele, Experimente, usw.
                                           26
 Mittagstisch & Ruhezeit

Zum Mittagessen treffen sich alle Kinder im Speiseraum. Das Essen wird im
Sozialzentrum zubereitet und frisch geliefert. Wir versuchen eine möglichst ruhige und
familiäre Atmosphäre zu schaffen, in der jeder Bissen genossen werden kann. Wichtig ist
uns ein wertschätzender Umgang mit dem Essen und dazu gehört, dass die Kinder
erfahren was sie da essen und woher das kommt. Auch beim Mittagessen dürfen die
Kinder weitgehend selbst auswählen, wovon sie wie viel essen wollen.

Nach dem Essen gehen alle gemeinsam in den Ruheraum. Jedes Kind hat eine kleine
Matratze samt Kissen und Decke. Ziel ist, dass die Kinder zur Ruhe kommen und vielleicht
sogar einschlafen.

                                           27
 Spaziertage und Exkursionen

Unsere Kindergartengruppen machen regelmäßig Spaziergänge und Ausfüge! Im Herbst
besuchen sie beispielsweise die Mosterei oder gehen zum Bäcker. Im Winter gehen sie
Eislaufen, im Frühling vielleicht zum Bauernhof, im Sommer gehen sie zur Feuerwehr,
Rettung oder Polizei… oder sie besuchen die Bewohner des Pflegeheims im Sozialzentrum
Altach. Einmal im Monat findet ein Ausflug in die Altacher Bibliothek statt. Die Kinder
lernen auf diesem Weg Altach besser kennen.       Sie üben das richtige Verhalten im
Straßenverkehr und bewegen sich an der frischen Luft.

                                          28
9 Jahresplanung 2012/2013

9.1 Sonnenblumengruppe

Jahresthema: 4 Elemente

Geplante Feste:

      Geburtstage                                  Weihnachtsfeier
      Erntedank                                    Faschingsfest
      Laternenfest                                 Muttertag und Vatertag
      Nikolausfeier                                Abschlussfest

Schwerpunkt: Mit allen Sinnen durch das Jahr

September: Luft                              März: Wasser
    Eingewöhnung, Kennenlernen                  Wozu brauchen wir Wasser
    Luft mit allen Sinnen erfahren              Wasser als Energiequelle – Mühle
    Fliegende kleine Lebewesen kenne            Ostern
       lernen – Wir sind auch noch klein!        Umwelttage - Wasser
Oktober: Feuer                               April: Erde
    Luft und Feuer                              Wasser uns Erde – Experimente
    Erntedank, unser Obstgarten                 Topfpflanzen
    Es wird kühler – Körperwärme                Unterschiedliche Erde
    Halloween                                   Umwelttag - Erde
November: Feuer                                  Spiele mit Steine
    St. Martin                              Mai: Erde
    Es wird kühler – warm anziehen              Pflanzen und kleine Tiere im Garten
    Das Feuer als Freund/als Gefahr             Muttertag
    Backen, Kochen                              Gartenarbeit
Dezember: Feuer                                  Meine Blumen
    Advent – Kerzen, Licht                      Pfingsten
    Meine Familie                           Juni: Erde
    Nikolaus                                    Vatertag
    Weihnachten                                 Umweltschutz
Jänner: Wasser                                   Wer wohnt auf unserer Erde?
    Wasser im Winter – Experimente              Ein Jahr ist vorbei – Wir sind schon
    Wintersportarten                                größer geworden!
    Tiere im Winter                             Jahreskreis – Tag und Nacht, Sonne,
    Fasching, Märchenwoche                          Mond und Sterne
Februar: Wasser
    Fasching
    Fastenzeit
    Bewegungen des Wassers – Flüsse,
       Seen, Schiffe
    Leben im Wasser

                                            29
9.2 Regenbogengruppe

Jahresthema: Wo wohne ich? Wo gehe ich in den Kindergarten? Wie
sieht meine nähere und weitere Umgebung aus?

Geplante Feste:

      Geburtstage                                   Weihnachtsfeier
      Erntedank                                     Faschingsfest
      Laternenfest                                  Muttertag und Vatertag
      Nikolausfeier                                 Abschlussfest

Geplante Exkursionen:

      Kinder zu Hause besuchen                      Polizei
      Bauernhof                                     Feuerwehr
      Mosterei                                      Doktor
      Eislaufplatz                                  Arbeitsplatz von Eltern besuchen
      Riedmann                                      Bauhof
      Sozialzentrum Altach                          Waldtage
      Bäckerei                                      Abschlussausflug ins Walsertal

Schwerpunkte:

      Altach kennen lernen – die Spielplätze, Straßen und Wege, Betriebe und
       Einrichtungen
      Verkehrserziehung und Umgang mit öffentliche Verkehrsmittel lernen
      Altacher Flora und Fauna im Wandel der Jahreszeiten erleben

September: Freundschaft, Kennen lernen              März: Ostern, Frühling

Oktober: Erntedank, Kartoffel                       April: Farben

November: St. Martin, Licht und Schatten            Mai: Familie

Dezember: Nikolaus, Advent, Weihnachten             Juni: Berufe

Jänner: Zähne, Gesundheit, Fasching                 Juni: Natur mit allen Sinnen erleben,

Februar: Fasching, Winter                           Abschlussfest

                                           30
9.3 Löwenzahngruppe

Jahresthema: Mit allen Sinnen durch die vier Jahreszeiten

Geplante Feste:

      Geburtstage                                  Weihnachtsfeier
      Erntedank                                    Faschingsfest
      Laternenfest                                 Muttertag und Vatertag
      Nikolausfeier                                Abschlussfest

Geplante Exkursionen:

      Bauernhof                                    Polizei
      Riedmann                                     Feuerwehr
      Sozialzentrum Altach                         Waldtage
      Bäckerei                                     Spaziergänge in Altach

Schwerpunkte: Körperwahrnehmung & Sprache

September: Freundschaft, Kennen lernen             März: Gefühle, Ostern, Frühling

Oktober: Herbst, Erntedank, Apfel                  April: Verkehrserziehung, Umwelt-

November: St. Martin, teilen & helfen              bewusstsein, kleine Tiere

Dezember: Nikolaus, Advent, Weihnachten            Mai: Familie, Muttertag

Jänner: Winter, Fasching                           Juni: Sommer, Vatertag, 4 Elemente

Februar: Fasching, Unser Körper                    Juli: 4 Elemente, Abschlussfest

                                          31
9.4 Fischle & Wasserflöhe

Jahresthema: Die vier Elemente

Geplante Feste:

      Geburtstage                                 Weihnachtsfeier mit Krippenspiel
      Erntedank                                   Faschingsfest
      Laternenfest                                Muttertag und Vatertag
      Nikolausfeier                               Abschlussfest

Geplante Exkursionen:

      Bauernhof                                   Feuerwehr
      Obst- und Gartenbauverein                   Waldtage
      Sozialzentrum Altach                        Spaziergänge in Altach

Schwerpunkte: Mit allen Sinnen durch das Jahr

Feuer:                                    Luft:
    Was brennt? Was nicht?                   Was ist Luft? Wo ist Luft? Wofür
    Thema Licht und Schatten,                  braucht man Luft?
       Laternenumzug, Schattenspiel           Experimente mit Luft
    Sonne (Tag und Nacht), Kerze,            Luft in Bewegung – Wind,
       Lagerfeuer – Feuer als Nutzen            Windräder
    Feuer als Gefahr, Besuch bei der
       Feuerwehr                          Erde:
                                              Wer lebt in der Erde/auf der
Wasser:                                         Erde?
   Wer braucht Wasser? Wo kommt              Naturbeobachtungen, Natur mit
     es her? Wer lebt im Wasser?                allen Sinnen erleben
   Wasser in den verschiedenen               Verschiedene Erden vergleichen,
     Aggregatzuständen bewusst mit              sieben, graben, mit Erdfarben
     allen Sinnen erleben                       malen
   Experimente mit Wasser – Was              Was wächst bei uns im Garten?
     schwimmt? Was löst sich auf?               Pflanzen säen, pflegen, ernten
   Schüttspiele                              Respektvoller Umgang mit der
                                                Natur und Wertschätzung
                                                vermitteln

                                         32
10 Elternarbeit

Damit sich jedes Kind bei uns wohl fühlen und bestmöglich entwickeln kann, ist eine aktive

Zusammenarbeit zwischen Eltern und Pädagoginnen unumgänglich. Wir verstehen uns als

unterstützende und stärkende Partner für die Eltern und Erziehungsberechtigten.

Wichtig ist uns gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung.

Der Austausch mit den Eltern findet bei uns folgendermaßen statt:

         „Tür-und-Angel-Gespräche“

         Elterngespräche mit vereinbartem Termin

         Elternabende und Elterninformationen

         die AKS Untersuchung und Nachbesprechung

         schriftliche Informationen, Aushänge

         gemeinsame Feste und Aktivitäten

         und die Foto-CDs, Fotobücher oder Portfolios für alle Kinder

Dieser Austausch schafft eine gute Basis, um Verhaltensweisen und Entwicklungs-

prozesse der Kinder zu erklären und gegebenenfalls darauf zu reagieren (z.B. mit

Logopädie, Sprachförderung, Kinderarzt, usw.). Über mögliche Zusatzangebote beraten

wir die Eltern persönlich und individuell im Gespräch. Wenn Fragen, Wünschen,

Unsicherheiten oder Bedenken auftauchen – zögert bitte nicht damit uns anzusprechen!

Wir nehmen uns gerne dafür Zeit!

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Schlusswort

Diese Konzeption soll unsere pädagogische Grundhaltung beschreiben und einen Überblick

über die Rahmenbedingungen im Kinderhaus Altach geben. Sie soll Eltern, neuen Kollegen

und allen Interessierten einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit geben und zeigen,

wo wir welche Schwerpunkte setzten.

Eine Konzeption zu erarbeiten bedeutet eine intensive und kritische Auseinandersetzung

mit der eigenen Arbeit, den eigenen Wertvorstellungen und den pädagogischen Zielen.

Weil uns eine fortlaufende Reflexion und Weiterentwicklung unserer Arbeit wichtig ist,

ist auch die Konzeption nicht als abgeschlossene Arbeit anzusehen, sondern vielmehr als

aktueller Leitfaden anhand und an dem gearbeitet wird.

                                                              Es dankt für euer Interesse

                                                                        Das Kinderhausteam

             „Solange die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln,

                     wenn sie älter sind, gib ihnen Flügel!“

                                                         Indisches Sprichwort

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