Mobile Shopping 2013 Studie zur Bedeutung mobiler Endgeräte für Online-Kaufprozesse
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Inhalt
1. Hintergrund...........................................................................................................2
2. Die Studie..............................................................................................................3
2.1. Teilnehmer ........................................................................................................3
2.2. Verbreitung mobiler Endgeräte .......................................................................4
2.3. Nutzung mobiler Endgeräte .............................................................................6
2.4. Kaufverhalten .................................................................................................. 10
3. Zusammenfassung............................................................................................. 15
4. Handlungsempfehlungen .................................................................................. 17
5. Checkliste ........................................................................................................... 20
6. Über promio.net.................................................................................................. 21
7. Über die Email-Expo .......................................................................................... 22
© promio.net GmbH Seite 11. Hintergrund
„Mobile Marketing“ war das Trendthema 2012 und hat sich auch in diesem Jahr als
Schwerpunkt der Email-Expo, eine der wichtigsten Branchenmessen im E-Mail-
Marketing durchgesetzt. Doch wie viel Potenzial steckt tatsächlich in diesem Kanal?
Inwieweit nehmen mobile Endgeräte Einfluss auf den Kaufprozess? Und welche
Branchen profitieren davon am meisten?
Gemeinsam mit den Akteuren der Email-Expo hat promio.net eine Studie
entwickelt, die diesen Fragen auf den Grund geht.
Gegenstand der Befragung ist die Gegenüberstellung von internetfähigen
Endgeräten wie Smartphones, Tablet-PCs und stationären Computern oder
Laptops hinsichtlich Verbreitung, Nutzung und Kaufverhalten im Internet. Ziel ist
herauszufinden, welchen Anteil mobile Endgeräte an der gesamten Internetnutzung
einnehmen und wie diese genutzt werden, um daraus klare
Handlungsempfehlungen für Marketing, Vertrieb und sonstige Geschäftsprozesse
abzuleiten.
© promio.net GmbH Seite 22. Die Studie
2.1. Teilnehmer
Im Zeitraum vom 10. bis zum 21. Dezember 2012 hat promio.net 1.000
Konsumenten über 14 Jahre aus Deutschland per Online-Fragebogen befragt. Ein
Großteil der Befragten ist im Alter von 25 bis 64 Jahren und verfügt über ein
monatliches Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1.000 und 5.000 EUR.
Wie alt Sind Sie? Welches Geschlecht
haben Sie?
>65 4%
55-64 14%
45-55 23% Weiblich 57%
35-44 19%
25-34 25%
19-24 10% Männlich 43%
14-18 5%
0% 10% 20% 30% 0% 20% 40% 60% 80%
Wie hoch ist Ihr monatliches Haushaltsnettoeinkommen?
>5.000 EUR 4%
2.001-5.000 EUR 38%
1.001-2.000 EUR 33%
500-1.000 EUR 15%
< 500 EUR 10%
0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40%
© promio.net GmbH Seite 32.2. Verbreitung mobiler Endgeräte
Fast zwei Drittel der Befragten besitzen ein Smartphone. Über einen Tablet-PC
verfügt fast jeder Fünfte. Der stationäre PC oder Laptop ist flächendeckend immer
noch das am weitesten verbreitete Endgerät.
Welches der folgenden Endgeräte
besitzen Sie?
120%
100%
100%
80% 65%
60%
40%
19%
20%
0%
PC/Notebook/Laptop Tablet Smartphone
Das Smartphone ist im Alter von 19 bis 24 Jahren am beliebtesten. Mit
zunehmendem Alter nimmt die Verbreitung stark ab. Auffällig im Bereich der Tablet-
PCs ist, dass vor allem die jüngste Zielgruppe (14-18) am häufigsten darüber
verfügt. Hier besitzt fast jeder Dritte ein solches Gerät. Im Alter von 35 bis 44
Jahren nennt fast jeder Vierte ein Tablet sein Eigen. Ab 45 Jahren nimmt die
Nutzung des Pads ebenso wie die des Smartphones stetig ab.
Betrachtet man die Verbreitung mobiler Endgeräte nach Geschlecht, gibt es bei den
Smartphones kaum Unterschiede. Über ein Tablet verfügen jedoch eher die
Männer.
© promio.net GmbH Seite 4Welches der folgenden Endgeräte besitzen Sie?
(Nach Alter)
Smartphone Tablet PC/Notebook/Laptop
120%
100% 83% 87%
80%
80% 69%
60% 54%
37%
40% 28% 24%
20% 20% 17% 16% 22%
20% 7%
0%
14-18 19-24 25-34 35-44 45-55 55-64 >65
Welches der folgenden Endgeräte besitzen Sie?
(Nach Geschlecht)
Smartphone Tablet PC/Notebook/Laptop
150%
100%
50% 100% 100%
64% 22% 65% 17%
0%
Männlich Weiblich
Tablets gehören zudem häufig Personen mit höherer Einkommensklasse. Jeder
Dritte mit einem Haushaltnettoeinkommen über 5.000 EUR im Monat besitzt eines,
jedoch nur jeder Zehnte aus der Einkommensklasse von monatlich 500 bis 1.000
EUR.
© promio.net GmbH Seite 5Welches der folgenden Endgeräte besitzen Sie?
(Nach HHN-Einkommen)
Smartphone Tablet PC
120%
100% 81%
80% 65% 69%
58% 60%
60%
36%
40% 17% 25%
15% 10%
20%
0%
< 500 EUR 500-1.000 EUR 1.001-2.000 2.001-5.000 >5.000 EUR
EUR EUR
2.3. Nutzung mobiler Endgeräte
Die am häufigsten genutzte Anwendung von allen internetfähigen Endgeräten ist
das Senden und Empfangen von E-Mails. 98% tun dies über den PC, 77%
sogar täglich. Das Tablet nutzen dafür 93%, 45% täglich. Über das Smartphone
checken 84% ihre E-Mails und 46% täglich.
An zweiter Stelle stehen beim Tablet und dem stationären PC die
Suchmaschinen (38% bzw. 61% geben an, diese täglich zu nutzen).
Smartphones werden im Alltag eher zum Kommunizieren über Instant
Messenger oder zum Konsumieren aktueller Nachrichten genutzt (je 36%). An
Platz drei beim täglichen Gebrauch stehen die Online-Communities, unabhängig
vom Endgerät (38% über den PC, 35% über das Smartphone, 29% über Tablet-
PC).
© promio.net GmbH Seite 6Für das Konsumieren von Medieninhalten wie Radio, Musik und Video bzw. TV
im Internet wird grundsätzlich das Tablet bevorzugt. Überraschenderweise auch
beim Preisvergleich. Hingegen ist beim Online-Banking, der Nutzung von
Communities, Suchmaschinen und beim Bearbeiten von E-Mails immer noch
der klassische PC bzw. Laptop das bevorzugte Endgerät. Das Smartphone wird
lediglich im Bereich des Messagings präferiert.
Welche der folgenden Anwendungen nutzen Sie täglich?
Smartphone Tablet PC/Notebook/Laptop
Online-Banking Nutzen Sie die folgenden
Endgeräte zum Senden und
Preisvergleichsportale nutzen Empfangen von E-Mails?
Foren/Blogbeiträge schreiben Nein Ja
Foren-/Blogbeiträge lesen 120%
84% 93% 98%
100%
Artikel zu Spezialthemen lesen…
80%
Nachrichten lesen 60%
40%
Reise planen (Zugfahrplan,… 16%
20% 7%
2%
Spiele spielen
0%
Radio hören im Internet
Musik hören im Internet
Video/TV im Internet
Kartenfunktion (z.B: GoogleMaps)
Instant Messaging (z.B. What’s…
Online-Communities (z.B.…
Suchmaschine nutzen
E-Mails senden/empfangen
0% 20% 40% 60% 80% 100%
© promio.net GmbH Seite 7Betrachtet man die grundsätzliche Nutzung der unterschiedlichen Anwendungen
unabhängig von der Intensität, ist für Tablet-Besitzer neben der E-Mail-Bearbeitung
und Internet-Recherche vor allem die Kartenfunktion relevant. Für Smartphone- und
PC-Nutzer spielen hingegen aktuelle Nachrichten eine wichtigere Rolle.
Die drei meist verbreiteten Die drei meist verbreiteten
Anwendungen unter Tablet- Anwendungen unter
Besitzern Smartphone-Besitzern
Kartenfunktion (z.B. Nachrichten lesen
GoogleMaps)
E-Mails senden und E-Mails senden und
empfangen empfangen
Suchmaschinen
Suchmaschinen nutzen
nutzen
80% 85% 90% 95% 100% 75% 80% 85% 90% 95%
Die drei meist verbreiteten Anwendungen unter
PC/Notebook/Laptop-Besitzern
Nachrichten lesen
Suchmaschinen nutzen
E-Mails senden und empfangen
86% 88% 90% 92% 94% 96% 98% 100%
© promio.net GmbH Seite 8Das Alter hat weniger Einfluss auf die Nutzung des Endgerätes beim Bearbeiten
von E-Mails. Je jünger die Zielgruppe, desto seltener wird der PC dafür genutzt.
Auffällig ist die Beliebtheit des Smartphones unter den 25- bis 34-Jährigen zum
Checken des Posteingangs. Dass laut unserer Befragung 100% der über 65-
Jährigen das Tablet zum Bearbeiten ihrer E-Mails nutzen, kann an der geringen
Grundmenge dieser Zielgruppe (n=40) liegen und wird deshalb in der weiteren
Analyse vernachlässigt.
Folgende Altersklassen lesen und senden ihre E-Mails täglich
Smartphone Tablet PC
120,00%
100,00%
80,00%
60,00%
40,00%
20,00%
0,00%
14-18 19-24 25-34 35-44 45-55 55-64 >65
© promio.net GmbH Seite 92.4. Kaufverhalten
61% der Befragten haben schon mindestens einmal etwas im Wert von bis zu
50 EUR über ihr Tablet gekauft, über das Smartphone sind es 40%. Insgesamt
werden Einkäufe bis zu diesem Betrag unabhängig vom Endgerät am häufigsten
getätigt. Auffällig ist jedoch, dass ab diesem Wert öfter über das Tablet
eingekauft wird. Je teurer die Waren, desto seltener werden diese online
bestellt. Jedoch geben immerhin 5% der Befragten an, Einkäufe im Wert von
über 1.000 EUR häufig über das Pad zu tätigen. Selbst über das Smartphone
tun dies mit 2% immer noch mehr Personen als über den PC.
Welche der folgenden Einkäufe tätigen Sie
häufig?
Smartphone Tablet PC/Notebook/Laptop
20% 18%
15% 12%
10% 8%
7% 6% 6%
5%
5% 3% 3% 3% 3% 2%
0%
Allgemeine Allgemeine Allgemeine Allgemeine
Einkäufe bis 50 Einkäufe bis 500 Einkäufe bis 1.000 Einkäufe über
EUR EUR EUR 1.000 EUR
Analog zur Nutzung sind häufig gekaufte Produkte über das Tablet neben
allgemeinen Apps vor allem Musikdateien, Spiele und Filme, dicht gefolgt von
Büchern und Kleidung. Auch über das Smartphone sind dies die beliebtesten
© promio.net GmbH Seite 10Einkäufe, obgleich Sie insgesamt öfter über das Touchpad gekauft werden. Eher
seltener werden Lebensmittel und Drogerieartikel sowie Spielzeug,
Babyausstattung und Zubehör für Auto, Motorrad, Garten und Haustiere bestellt.
Welche der folgenden Einkäufe tätigen Sie häufig?
Smartphone Tablet PC/Notebook/Laptop
Eventtickets (Kino, Konzert etc.)
Artikel für Sport & Freizeit
Reisen (Hotelbuchung, Zugtickets etc.)
Spielzeug & Babyausstattung
Lebensmittel & Drogerieartikel
Zubehör für Auto& Motorrad
Zubehör für Garten &Haustiere
Zubehör für Küche &Haushalt
Elektro-Geräte
Kleidung
Bücher
Computer & Software
Apps
Musik, Games, Filme
0% 5% 10% 15% 20% 25%
© promio.net GmbH Seite 11Über mobile Endgeräte kaufen Männer nicht nur öfter ein, sie geben auch
wesentlich mehr Geld aus. Während nur 3% der weiblichen Tablet-Besitzer häufiger
Einkäufe über 1.000 EUR tätigen, tun dies doppelt so viele Männer. Über das
Smartphone kaufen Männer sogar fünfmal so häufig Waren im Wert von mehr als
1.000 EUR. Auch über das stationäre Internet kaufen vorwiegend Männer, außer
bei Produkten bis 50 EUR, hier liegen die Frauen mit 19% vorne.
Häufig getätigte Einkäufe über
Häufig getätigte Einkäufe über das
das Tablet
Smartphone
Männlich Weiblich
15% 13% 12% Männlich Weiblich
9%
10% 8% 10%
7% 7% 8%
6% 5%
4% 6% 5% 5% 5%
5% 3%
4% 2%
2% 1% 1%
0%
bis 50 bis 500 bis 1.000 ab 1.000 0%
EUR EUR EUR EUR bis 50 EUR bis 500 EUR bis 1.000 ab 1.000
EUR EUR
Häufig getätigte Einkäufe über den PC/Notebook/Laptop
Männlich Weiblich
19%
20%
16%
15%
10% 7% 6% 5% 4%
5%
1% 1%
0%
bis 50 EUR bis 500 EUR bis 1.000 EUR ab 1.000 EUR
© promio.net GmbH Seite 12Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von monatlich unter 500 EUR
tätigen über das Smartphone maximal Einkäufe im Wert von bis zu 50 EUR. Je
höher das Einkommen, desto häufiger wird über das Smartphone eingekauft. Erst
ab einem Haushaltsnettoeinkommen von 2.000 EUR hat der Warenwert kaum noch
Einfluss auf die Frequenz der Einkäufe.
Häufig über das Smartphone getätigte Einkäufe in Abhängigkeit
des HH-Nettoeinkommens
Einkäufe bis 50 EUR Einkäufe bis 500 EUR
Einkäufe bis 1.000 EUR Einkäufe > 1.000 EUR
9% 9%
10%
8%
6%
6% 5%
3% 3% 3%
4% 2%
2% 1%
0%
0%
< 500 EUR 500-1.000 EUR 1.001-2.000 2.001-5.000 >5.000 EUR
EUR EUR
Über das Tablet hingegen hat auch bei Geringverdienern das
Haushaltsnettoeinkommen keinen großen Einfluss auf das Einkaufsverhalten. Zwar
nimmt die Häufigkeit von Einkäufen bis 50 EUR mit zunehmendem Einkommen
stetig ab, Waren im Wert von über 50 EUR werden jedoch unabhängig von der
Einkommensklasse etwa gleichhäufig getätigt. Ausreißer sind hier lediglich die
Personen mit einem monatlich zur Verfügung stehenden Betrag von 500 bis 1.000
EUR. Diese tätigen Investitionen über das Pad nur bis maximal 500 EUR.
© promio.net GmbH Seite 13Häufig über das Tablet getätigte Einkäufe in Abhängigkeit
des HH-Nettoeinkommens
Einkäufe bis 50 EUR Einkäufe bis 500 EUR
Einkäufe bis 1.000 EUR Einkäufe > 1.000 EUR
25% 21% 20%
20%
14%
15% 10%
10% 7% 5% 7% 7%
4%
5% 0%
0%
< 500 EUR 500-1.000 EUR 1.001-2.000 2.001-5.000 >5.000 EUR
EUR EUR
Das Einkaufsverhalten über den stationären PC verhält sich verhältnismäßig linear
zum verfügbaren Einkommen. Je höher das Einkommen, desto öfter wird
eingekauft und desto höher ist auch der jeweilige Warenwert.
Häufig über den PC/Laptop/Notebook getätigte Einkäufe in
Abhängigkeit des HH-Nettoeinkommens
Einkäufe bis 50 EUR Einkäufe bis 500 EUR
Einkäufe bis 1.000 EUR Einkäufe > 1.000 EUR
25% 21%
20%
20% 17% 18%
14%
15% 12%
10%
10% 7% 7%
5% 3% 6%
4% 4%3%
5% 3%
1%2% 2%1%
0%
< 500 EUR 500-1.000 EUR 1.001-2.000 EUR 2.001-5.000 EUR >5.000 EUR
© promio.net GmbH Seite 143. Zusammenfassung
65% der Befragten verfügen über ein internetfähiges Mobiltelefon, 19% über einen
Tablet-PC. Ein Computer, Notebook oder Laptop steht jedem der Befragten zur
Verfügung. Während Smartphones vor allem bei den 19- bis 24-Jährigen verbreitet
sind (87%), erfreuen sich Tablets insbesondere bei den Jüngsten, den 14- bis 18-
Jährigen großer Beliebtheit (28%), dicht gefolgt von den 35- bis 44-Jährigen (24%).
Zudem sind die Touchpad-Besitzer eher männlich.
Die am häufigsten genutzte Anwendung im Internet ist das Senden und Empfangen
von E-Mails, unabhängig vom Endgerät. Personen im Alter von 25 bis 34 Jahren
nutzen das Smartphone am ehesten zur E-Mail-Kommunikation.
Für das Konsumieren von Medieninhalten wie Musik, Radio oder Video und TV wird
der Tablet-PC vor allen anderen Geräten bevorzugt, ebenso beim Einsatz von
Preisvergleichsportalen. Suchmaschinen, Online-Communities und Online-Banking
werden hingegen lieber über den PC genutzt. Das Smartphone wird lediglich beim
Messaging präferiert.
Ebenso wichtig wie die Nutzung ist das Kaufverhalten über mobile Endgeräte. 61%
der Tablet- und 40% der Smartphone-Besitzer haben schon mindestens einmal
etwas über das entsprechende Endgerät gekauft. Produkte ab einem Wert von 50
EUR werden sogar häufiger über das Tablet als über den PC oder das Smartphone
gekauft. Selbst bei Investitionen ab 1.000 EUR schneidet der PC am schlechtesten
ab.
© promio.net GmbH Seite 15Die beliebtesten Einkäufe über das mobile Web sind Musikdateien, Filme oder
Spiele, dicht gefolgt von Büchern und Kleidung.
Was das Onlineshopping-Verhalten angeht, stehen ausnahmsweise die Männer im
Fokus der Zielgruppe. Männer kaufen nicht nur öfter mobil ein, sie sind auch bereit,
wesentlich mehr Geld zu investieren.
Bemerkenswert ist, dass beim Einkaufen sowohl über das Smartphone als auch
über den PC das zur Verfügung stehende Einkommen durchaus Einfluss auf die
Höhe und Häufigkeit der Käufe hat. Dieses ist jedoch beim Tablet nicht der Fall.
Geringverdiener tätigen ebenso oft größere Investitionen wie Vielverdiener.
© promio.net GmbH Seite 164. Handlungsempfehlungen
Dass die mobile Optimierung der E-Mails und Webinhalte mit zunehmender
Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs wichtiger wird, ist keine neue
Erkenntnis, wird jedoch durch die Studie noch einmal sehr deutlich. Nahezu jeder
Besitzer eines mobilen Endgerätes ruft damit auch seine E-Mails ab, fast die Hälfte
davon sogar täglich.
Insbesondere für Anbieter von digitalen Medieninhalten ist es unerlässlich, das
Angebot und die Kaufprozesse über mobile Geräte komfortabel, übersichtlich und
attraktiv zu gestalten.
Die Studie hat hervorgebracht, dass die Kaufbereitschaft der Nutzer von
Smartphones und vor allem von Tablets enorm ist und mit zunehmender
Verbreitung der Geräte die stationäre Nutzung des Internets überholen wird. Es ist
also nicht nur wichtig, Inhalte für die jeweiligen Endgeräte benutzerfreundlich
aufzubereiten, sondern auch die Einkaufs- und Bezahlprozesse zu vereinfachen.
Eine weitere Erkenntnis der Befragung ist, dass das Tablet den größten positiven
Einfluss auf Kaufentscheidungen hat. Während die Häufigkeit und der Warenwert
der Online-Einkäufe über das Smartphone und über den stationären PC, Notebook
oder Laptop mit zunehmendem Einkommen steigen, beeinflusst dieses nicht das
Kaufverhalten über das Tablet. Dies lässt auf ein geringeres Risikoempfinden und
sichereres Einkaufserlebnis schließen.
© promio.net GmbH Seite 17Dieses Potenzial sollte genutzt werden und konkrete Anreize geschaffen werden.
Dazu bedarf es einer durchdachten Kommunikationsstrategie, die zur richtigen Zeit
auf das passende Angebot aufmerksam macht. Inhalte und Produkte müssen zum
entscheidenden Zeitpunkt in das Bewusstsein des Nutzers gelangen. Die Studie
zeigt, dass der Kanal E-Mail aufgrund der nahezu vollständigen Erreichbarkeit und
primären Nutzung der User der geeignetste Kommunikationskanal ist.
Dass Konsumenten das mobile Internet nutzen, um Einkäufe von überall und zu
jeder Zeit zu tätigen, bricht bisher bewerte Regeln wie optimale Versandzeitpunkte
und typische Kaufprozesse gänzlich auf. Es wäre fatal, jedem Nutzer zur gleichen
Zeit die gleichen Inhalte zuzusenden. Es ist also nicht nur notwendig, die bisherige
E-Mail-Kommunikation hinsichtlich ihrer Darstellung zu optimieren, sondern auch an
die individuellen Phasen im Kaufprozess anzupassen. Bekannte Strategien wie
Trigger-Mailings, kanalübergreifende Kommunikation und vor allem Realtime
gewinnen mehr denn je an Bedeutung.
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor:
Über einen Suchbegriff wie „Sportschuhe günstig“ kommt ein Tablet-User auf Ihre
Webseite. Dort stöbert er nach unterschiedlichen Sportschuhen oder informiert sich
sogar aufgrund einer gerade entdeckten Plakatwerbung sehr gezielt über ein
Modell. Ihm werden 10% Rabatt auf seinen ersten Einkauf angeboten, wenn er sich
zum Newsletter anmeldet. Da ihm das Angebot auf Ihrer Seite gefällt, abonniert er
den Newsletter. Innerhalb von 30 Sekunden erhält er die erste E-Mail von Ihnen mit
dem Betreff „10 Prozent auf Sportartikel, nur heute gültig – herzlich Willkommen“.
© promio.net GmbH Seite 18Zudem erscheinen fünf Bilder in der E-Mail von den Produkten, die er sich zuvor am
längsten oder häufigsten angeschaut hat.
Dieses Szenario lässt sich auf vielerlei Weise fortführen, ergänzen und adaptieren.
Warenkorbabbrecher können gezielt und individuell angeschrieben werden,
Produktvorschläge können dem Nutzer kurz nach einem Kauf angeboten werden
oder je nach Tageszeit, Gastronomie-Vorschläge wie Mittagstisch-Angebote oder
Filmvorschläge für die Primetime zugesendet werden. Je individueller und
ausgerichteter die Kommunikation am Surf- und Kaufverhalten ausgesteuert wird,
desto relevanter und performanter wird diese.
Wichtig ist, den Nutzern über mobile Endgeräte so viele Hürden zu nehmen wie
möglich, ihnen das Angebot touchfriendly und anschaulich zur Verfügung zu stellen
und zum richtigen Zeitpunkt Anreize zu geben, sich für Ihr Produkt zu entscheiden.
Für eine erfolgreiche Kundenkommunikation müssen Sie wissen, welches
Nutzungsverhalten Ihre Zielgruppe aufweist. Analysieren Sie Ihre E-Mail-Empfänger
hinsichtlich der Verbreitung von Tablets und Smartphones. Eine professionelle E-
Mail-Versandsoftware zeigt Ihnen genau, wie hoch der prozentuale Anteil der
Tablet- und Smartphone-User ist und welche mobile Clients genutzt werden. So
wissen Sie genau, wie viel Potenzial in Ihrer Zielgruppe steckt. Durch Schnittstellen
zu bestehenden Kunden- und Shopsystemen erzielen Sie zusätzliche Individualität
und Relevanz.
© promio.net GmbH Seite 195. Checkliste
Optimieren Sie E-Mails, Newsletter und Webinhalte für mobile Endgeräte
Bieten Sie Ihren Lesern die Möglichkeit, zwischen der mobilen und der Desktop-
Version Ihres Newsletters zu wählen
Optimieren Sie die Newsletter-Anmeldeprozesse für mobile Browser
Nutzen Sie Realtime-Informationen für eine relevantere und passende Ansprache
Individualisieren Sie die E-Mail-Inhalte, passen Sie diese an die Interessen und
Bedürfnisse des Empfängers an (Pre- und Re-Targeting)
Bewegliche Bilder (animierte oder mit Hilfe von Flash bewegbare Bilder durch
Finger-Bewegung zur Emotionalisierung von Produkten und Leistungen)
Klickbare Links: Lassen Sie Platz zwischen den Zeilen, damit der User sich nicht
„verklickt“
Mehr Bilder, weniger Text
Einfachere und übersichtliche Struktur von Inhalten
Nutzen Sie die Vorschaufunktion von mobilen E-Mail-Clients: Kommunizieren
Sie Ihre Botschaft klar, deutlich und soweit oben wie möglich
Schaffen Sie Anreize: Begrenzen Sie Ihr Angebot („Nur noch 1 Tag gültig“, …)
Achten Sie auf schnelle Ladezeiten
Integrieren Sie weiterhin SWYN-Buttons in die E-Mail für mehr Reichweite
Vereinfachen Sie die Bezahlprozesse und gestalten Sie diese touchfriendly
© promio.net GmbH Seite 206. Über promio.net
Die promio.net GmbH in Bonn hat seit ihrer Gründung im Jahr 2000 mehr als
100.000 E-Mail-Kampagnen konzipiert und umgesetzt. Das Unternehmen verfügt
damit in Deutschland als einer der Branchenpioniere über einen wertvollen
Erfahrungsvorsprung in der Spitzengruppe der e-Marketing-Dienstleister. Das
promio.net-Geschäftsmodell basiert auf den vier Standbeinen Adressmarketing,
technische E-Mail-Versandlösung, Online-Research über ein eigenes Umfragepanel
mit 160.000 Mitgliedern sowie umfassende e-Marketing-Beratungsleistungen. Damit
bildet promio.net die komplette Wertschöpfungskette für effizientes e-Marketing ab
– ein Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb. Die Agentur wurde in der
Vergangenheit bereits mehrfach für Kampagnen und Services ausgezeichnet und
ist Mitglied der Certified Senders Alliance (CSA) und im Deutschen Dialogmarketing
Verband (DDV).
© promio.net GmbH Seite 217. Über die Email-Expo
Unter dem Motto: „E-Mail-Marketing mit Leidenschaft: emotional. transparent.
relevant. mobil. erfolgreich.“ ging die Email-Expo am 5. und 6. Februar 2013 auf
dem Messegelände in Frankfurt erfolgreich in die vierte Veranstaltungsrunde.
Die Email-Expo als etablierter Branchentreff bietet gezielt und ausschließlich Input
rund um das Thema E-Mail-Marketing – einzigartig in Deutschland! Die
Fachbesucher erfahren nicht nur ganz konkret wie sie erfolgreiche E-Mail-
Kampagnen planen und durchführen, sondern können mit den Experten und Top
Anbietern der Branche über Strategien, Trends und Herausforderungen diskutieren.
Auf drei in die Fachausstellung integrierten Vortragsarealen wurde auch in diesem
Jahr ein umfangreiches und anwenderorientiertes Vortragsprogramm für Profis und
Einsteiger geboten – mit jeder Menge Best Practice Beispielen.
© promio.net GmbH Seite 22Sie können auch lesen