Osterwerkstatt 2017 - Juni 2018 - Reformierte Kirche Zug
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CHRONIK Keep on Moving…and be moved!
Geburtstage Auf einer Karte habe ich vor einigen Wochen ein Zitat von Albert Ein-
70 Jahre stein gelesen: «Life is like riding a bicycle. To keep your balance, you
22. Juni Erika Schwarz must keep moving.» (Das Leben ist wie Velofahren. Um in Balance
Eschenweg 16
zu bleiben, musst Du in Bewegung bleiben.) Rein physikalisch muss
25. Juni Dora Hirsbrunner man Albert Einstein beim Velofahren wohl recht geben. Und auch
Pilatusstrasse 16
in unserem Leben ist die Bewegung extrem wichtig. Tun wir immer
26. Juni Hedwig Künzler nur das Gleiche, bleiben wir in unseren alten Gewohnheiten stecken,
Hochwachtstrasse 39 so gibt das Sicherheit, aber auf die Dauer fehlt der Ausgleich. Unser
«Lebensvelo» kommt ins Schlingern.
In den Frühlings- und Sommermonaten scheint das Rezept gegen das
Schlingern unseres Lebensvelos definitiv die Bewegung zu sein. Alle
und alles kommt in Bewegung, hier ein Stadtlauf, dort ein Berglauf,
hier ein Wochenende in Amsterdam, da ein Lager in der Umgebung,
hier die Ferienreise ins ferne Ausland, da die Velotour in der Schweiz,
hier das wachsende Gras, dort die blühenden Wiesen. Wir geniessen
es, uns nach dem begrenzteren Spielraum an Bewegung im Herbst
und Winter endlich wieder draussen zu bewegen.
So sehr Albert Einstein auch recht haben mag, so sehr sind wir Men-
schen auch darauf angewiesen, immer wieder vom «Lebensvelo» ab-
zusteigen und Pause zu machen. Wir sind keine Maschinen. Und…
wir brauchen mehr als Bewegung, weil wir aus Leib und Seele beste-
hen. Bewegung alleine wird mechanisch. Unsere Seele braucht auch
das Bewegt-Sein. Die Bibel kennt beides, das «Sich-auf-den-Weg-
Machen», in Bewegung sein, um Perspektiven zu wechseln, um dazu
Reformierte Kirche Bezirk Steinhausen zu lernen, um neue Erfahrungen zu machen. Sie kennt aber auch ein
Bahnhofstrasse 3, 6312 Steinhausen
steinhausen@ref-zug.ch Bewegt-sein, was meist nichts mit körperlicher Bewegung zu tun hat.
www.ref-zug.ch/steinhausen/
Im besten Fall fallen Bewegen und Bewegt-sein zusammen. Dann
Hubertus Kuhns, Pfarrer fühlen wir uns glücklich und erfüllt. Wenn wir uns beispielsweise bei
hubertus.kuhns@ref-zug.ch
041 741 61 51
einer Wanderung plötzlich mit der Natur auf eine ganz besondere
Weise verbunden fühlen, oder die Gemeinschaft im Lager nicht nur
Nicole Kuhns, Pfarrerin
ein Zusammen-Tun bleibt, sondern ein berauschendes Gefühl von
nicole.kuhns@ref-zug.ch
041 741 61 51 Zusammengehörigkeit daraus entsteht, wenn in unserer Partnerschaft
aus einem Miteinander-Funktionieren immer wieder auch Raum für
Sarah Bally, Sozialdiakonin
sarah.bally@ref-zug.ch die Liebe ist, wenn wir uns auf wunderbare Weise erfüllt fühlen von
041 741 13 86 Gottes Nähe, sei es im Gottesdienst oder im Alltag.
Claudia Knüsel, Sekretariat Das Bewegt-Sein oder Bewegt-Werden entzieht sich unserem Tun.
claudia.knuesel@ref-zug.ch
041 740 11 47 Wir können diese Gefühle nicht erzeugen. Das ist das Schöne und
Bürozeiten: Di., Mi., Fr. 8:15 - 11:30 Schwierige zugleich. Das Einzige, was wir tun können, um uns be-
Impressum: wegen zu lassen, ist uns offen zu halten, auch unserer Seele immer
Verlag Reformierte Kirche Bezirk Steinhausen, wieder Raum zu geben und unserem Spüren, nicht zu unterschätzen,
Begegnungen erscheint als Beilage zu Kirche Z und ist im welche bewegende Kraft auch in der Ruhe und Pause stecken kann.
Abo inbegriffen.
Vielleicht müsste man das Zitat Einsteins ergänzen. Das Leben ist
Redaktionsschluss für Juli/Aug.: 8. Juni 2018 wie Velofahren. Um in Balance zu bleiben, musst Du in Bewegung
Redaktion: Claudia Knüsel bleiben… und in Deinem Leben Raum und Zeit offen halten, Dich
bewegen zu lassen.
Pfrin. Nicole KuhnsSteinhauserinnen und Steinhauser Betriebswart/in 80% - 100%
brauchen… für das Zentrum Chilematt
An Tagen, an denen ich einem Mitmenschen mit einem Gespräch Die Betriebskommission sucht für das Zentrum
oder einer Geste etwas Gutes tun konnte, bin ich reich erfüllt, erfüllt Chilematt Steinhausen per 01. Dezember 2018
von Freude und Zufriedenheit. Aber es gibt auch andere Tage. Tage oder nach Vereinbarung eine Person als
an denen ich selber Not verspüre und ich froh und dankbar bin,
Betriebswart / in 80% - 100%
wenn mir jemand zuhört und einen Augenblick für mich da ist.
So geht es nicht nur mir, sondern auch anderen Steinhauserinnen Kontaktfreude und offener Umgang mit Men-
und Steinhausern. In den letzten Wochen habe ich viele Anfragen schen ist Grundvoraussetzung, ebenso Freude
erhalten von Menschen hier im Dorf, die sich eine Wegbegleitung und Motivation, für unsere Kirchgemeinden zu
wünschen. arbeiten.
«Wegbegleitung, was ist das?», werden Sie sich vielleicht fragen. Die detaillierten Aufgaben und Anforderungen
Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen sind Menschen, die freiwillig finden Sie auf unserer Website www.chilematt-
andere ein- bis zweimal im Monat für 1 - 2 Stunden treffen, um bei- steinhausen.ch
spielsweise spazieren zu gehen, ein Gesellschaftsspiel zu spielen,
Wir freuen uns auf Ihre Online-Bewerbung an E-
über Gott und die Welt zu plaudern oder pflegende Angehörige
Mail: chilematt@kirchgemeinde-steinhausen.ch
und Alleinerziehende zu entlasten…
Betriebskommission Chilematt,
Wer wen begleitet, wird nicht dem Zufall überlassen. Ingeborg Prigl
Zentrum Chilematt, 6312 Steinhausen
von Seiten der katholischen Kirche und ich sind sehr bedacht, dass
es den zu Begleitenden und den Wegbegleitenden gut geht. Bei
Gesprächen wird genau geklärt, was die Erwartungen und Wünsche
der einzelnen Personen sind. Was und in welchem Umfang letztlich Voranzeige
gemacht wird, wird in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten, Endlich Ferien! – Gottesdienst für Klein und
in der auch die Schweigepflicht festgehalten wird. Tritt eine beson- Gross zum Ferienstart
dere Situation auf, haben alle Beteiligten immer die Möglichkeit,
bei Ingeborg Prigl oder bei mir anzuklopfen. Gemeinsam suchen wir Freut Ihr Euch auch schon auf die schöne Feri-
nach Lösungen. enzeit? Endlich Zeit zum Ausruhen, für die Fa-
milie, für mich selbst … Zeit für Sonne, Strand,
Können Sie gut Zuhören und haben Freude daran, anderen punk- Berge und Seen, Zeit für lange Abende und neue
tuell ein Lichtblick zu sein? Dann wären Sie genau die Person, die Abenteuer …
in Steinhausen dringend gesucht wird! Gerne erzähle ich Ihnen bei Zeit die Ferien mit einem Gottesdienst zu begin-
einem unverbindlichen Gespräch Genaueres über die Wegbeglei- nen und mit Gottes Segen loszuziehen.
tung und die Menschen, die aktuell eine Begleitung wünschen. Bitte
zögern Sie nicht und kontaktieren Sie mich. Ich freue mich auf Sie. Herzliche Einladung zum ersten Chillout-Gottes-
dienst vor den Ferien:
Sarah Bally, Sozialdiakonin der ref. Kirche,
041 741 13 86, sarah.bally@ref-zug.ch Sonntag, 1. Juli 10:15 in der Ref. Kirche
Im Anschluss stossen wir mit einem Longdrink
auf die Urlaubszeit an …
Pfr. Hubertus KuhnsGOTTESDIENSTE UND FEIERN Club junger Eltern
Sonntag, 3. Juni, 10:15 Mittwoch, 6. Juni, 14:30 - 16:30
Gottesdienst «klassisch» «Ponyreiten auf dem Schlossberg»
mit Pfrin. Nicole Kuhns Weitere Informationen finden Sie auch unter www.cje-steinhausen.ch
Musik: Andrea Forrer
Kollekte: R. Leuppi Stiftung, Elfenbeinküste
Sonntag, 10. Juni, 19:00 ÖKUM. Kleinkinderfeier
Serenaden-Gottesdienst «innovativ»
mit Pfr. Hubertus Kuhns, anschl. Picknick im Freitag, 22. Juni, 16:00 im Chilematt
Garten hinter dem Chilematt Gottesdienst feiern können auch schon die Kleinsten. Davon
Musik: Alois Hugener (Alphorn) und Andrea sind wir fest überzeugt. Deshalb feiern wir nahezu monatlich
Forrer (Klavier) «ökumenische Kleinkinderfeier». Sie richtet sich vor allem an
Kollekte: Aktuelles 3 - 6 jährige Kinder und ihre Begleitpersonen. Im Anschluss laden
wir zu einem gemeinsamen Zvieri ein.
Sonntag, 17. Juni, 10:15
Gottesdienst «klassisch» Euer Team: Sonja Maurer, Susanne Signer, Martina Jauch & Nicole Kuhns
mit Pfr. Josef Hochstrasser
Musik: Andrea Forrer
Kollekte: HEKS Flüchtlingsprojekt
ökum. Meditationsabend
Sonntag, 24. Juni, 10:15
Ökum. Gottesdienst zum ökum. Projekt Dienstag, 26. Juni, 19:30
«Müllberg-Kinder Cebu City» Im Getriebe des Alltags bleibt oft wenig Zeit. Eine halbe Stunde
mit Pfrin. Nicole Kuhns u. Priester Matthias Helms innehalten, zu sich selbst und zu Gott kommen, die eigene Mit-
Musik: Armin Kneubühler te finden und Kraft tanken. Dies bietet der ökumenische Medita-
Kollekte: ökum. Projekt Cebu City tionsabend im Raum der Stille im Kaplanenhaus.
Sonntag, 1. Juli, 10:15
Gottesdienst für «Klein und Gross»
zum Ferienstart mit Pfr. Hubertus Kuhns, an- ökum. Meditatives Tanzen
schliessend Apéro im Garten hinter dem
Chilematt Dienstag, 26. Juni, 19:30 - 20:30 in der Ref. Kirche Steinhausen. Inte-
Musik: Andrea Forrer ressierte sind herzlich eingeladen. Leitung: Jutta Smiderle
Kollekte: Kinderheim Nethanja Narsapur
Mittagstisch im Chilematt: Juni
Dienstag, 5., 12., 19., 26. Juni, 12:00 - 13:00 im Chilematt
Wir laden Sie herzlich ein zum Mittagstisch. Dieser findet immer
dienstags ausser in den Schulferien statt. Preis: Erwachsene Fr. 7.-,
Kinder von 6 - 16 Jahre Fr. 2.-, Kinder bis 6 Jahre gratis. Am 26.
Juni geht der Erlös aus dem Mittagstisch an das ökum. Projekt
«Müllberg-Kinder in Cebu City, Philippinen».
Eine Anmeldung ist nicht nötig!
Wir freuen uns auf Sie - guten Appetit.
Koordination: Ingeborg Prigl, Seelsorgerin, 041 741 84 54ökum. Gottesdienst seelsam für menschen SENIOREN STEINHAUSEN
mit behinderung Mittagsclub
Donnerstag, 5. Juni, 11:00, Rest. Linde
Samstag, 9. Juni 2018, 14.30 Uhr, Chilematt
An- oder Abmeldung bitte an: Annie Limacher,
Wir laden Sie herzlich ein zum ökumenischen Gottesdienst «ein
041 741 44 30, mittagsclub@senioren-steinhau-
Sommer-Traum». Ein neuer Sommer kommt. Und es ist Zeit zu dan-
sen.ch oder Margrit Krattiger, 041 740 32 57.
ken, dass es uns gibt. Wir tun das mit Gebet, Musik und einer Ge-
schichte. Kurzwanderung am Vormittag
Dienstag, 5. Juni, 07:30
Anschliessend sind alle herzlich eingeladen zu einem feinen Zvieri.
Tages-Kulturwanderung Giornico
Anna-Marie Fürst, Thomas Habegger und Team
Mittwoch, 6. Juni (Verschiebedatum 8. Juni)
seelsam - ökum. Seelsorge für Menschen mit Behinderung
Halbtageswanderung am Vormittag
Dienstag, 12. Juni, 07:35
Leichte Velotour am Vormittag
Serenaden-Gottesdienst «innovativ» – Donnerstag, 14. Juni, 08:25
ein Abendgottesdienst der ganz anderen Art
Tageswanderung - Menzberg
Sonntag, 10. Juni 2018, 19:00 im Garten hinter dem Chilematt Di., 19. Juni, 08:00 oder Do., 21. Juni
Musik an einem lauen Sommerabend, dazu ein kleines Picknick auf Jassen ist Trumpf - Jassturnier
der Wiese, anregende Texte und Geschichten zum Nachdenken und Mittwoch, 20. Juni, 14:00
Schmunzeln … kann so ein Gottesdienst aussehen? Wir glauben ja
Velotour am Vormittag
und möchten genau das im Juni als einen unserer neuen «innova-
Dienstag, 26. Juni, 08:25
tiven» Gottesdienste ausprobieren.
Seniorennachmittag - Tagesausflug
Alois Hugener wird zusammen mit Andrea Forrer den Abend mit
Donnerstag, 28. Juni, 07:15
seinem Alphorn musikalisch gestalten. Als Ort haben wir uns den
Jedes Jahr rüstet sich das historische Städtchen
Garten hinter dem Chilematt ausgesucht, wo am Abend die Sonne
Bischofszell zur Rosen- und Kulturwoche. Beim
wunderbar scheint und alte Bäume kühlenden Schatten spenden.
Gang durch die lauschigen Gassen geniessen wir
Sie lieben es ungezwungen? Bringen Sie Ihr eigenes Picknick mit die einmalige Rosenpracht und den Duft tausen-
und eine Decke und suchen Sie sich Ihren Lieblingsort selbst im Gar- der Blüten. Unsere Reise führt über den Ricken
ten. Oder sitzen Sie bequem auf einem der Stühle unter einem der nach Wattwil und durchs Toggenburg. Reisepro-
Bäume und geniessen diesen Abendgottesdienst der ganz anderen gramm und Anmeldung ab 1. Juni.
Art.
Weitere Infos im Jahresprogramm oder unter
Sollte wider Erwarten das Wetter einen Strich durch die Planung ma-
www.senioren-steinhausen.ch
chen, gehen wir unkompliziert ins Chilematt.
Pfr. Hubertus Kuhns
Kollekten: Monat April
01.04. Brot für alle Fr. 332.00
08.04. Fragile Suisse Fr. 77.60
15.04. Criança e Fam. Brasilien Fr. 246.00
22.04. Schweiz. Bibelgesellschaft Fr. 62.00
29.04. Unicef Nothilfe Fr. 391.00FR.
Juni ✎
01.
SA
02.
SO 10:15 Gottesdienst «klassisch» mit Pfrin. Nicole Kuhns
03.
MO
09:00 Mäntigs-Kafi im Chilematt
04.
DI 12:00 Mittagstisch im Chilematt 11:00 Senioren Steinhausen: Mittagsclub
05. 07:30 Senioren Steinhausen: Kurzwanderung am Vormittag
MI
07:05 Senioren Steinhausen: Tages-Kulturwanderung Giornico
06.
DO
07.
FR.
08.
SA
09.
SO 19:00 Serenaden-Gottesdienst «innovativ» mit Pfr. Hubertus Kuhns, im Garten hinter dem Chilematt
10.
MO 09:00 Mäntigs-Kafi im Chilematt
11.
DI 12:00 Mittagstisch im Chilematt
12. 07:35 Senioren Steinhausen: Halbtageswanderung am Vormittag
MI
13.
DO 08:25 Senioren Steinhausen: Leichte Velotour am Vormittag
14.
FR.
15.
SA
16.
SO
10:15 Gottesdienst «klassisch» mit Pfr. Josef Hochstrasser
17.
MO 09:00 Mäntigs-Kafi im Chilematt
18.
DI 08:00 Senioren Steinhausen: Tageswanderung - Menzberg
19. 12:00 Mittagstisch im Chilematt
MI 14:00 Senioren Steinhausen: Jassen ist Trumpf - Jassturnier
20.
DO
21.
FR.
16:00 Ökum. Kleinkinderfeier
22.
SA
23.
SO 10:15 Ökum. Gottesdienst zum ökum. Projekt «Müllberg-Kinder Cebu City» mit Pfrin. Nicole Kuhns und Priester Matthias Helms
24.
MO 09:00 Mäntigs-Kafi im Chilematt
25.
DI 08:25 Senioren Steinhausen: Velotour am Vormittag 12:00 Mittagstisch im Chilematt
26. 19:30 Ökum. meditatives Tanzen 19:30 Ökum. Meditationsabend
MI
13:30 Strick- und Häkeltreff
27.
DO 07:15 Senioren Steinhausen: Seniorennachmittag - Tagesausflug Bischofszell
28.
FR.
29.
SA
30.50 Jahre Reformierte Kirche Hat sich die Zusammenarbeit in der Zeit Hat sich das Interesse an der Kirchge-
Bezirk Steinhausen – 1998-2008 intensiviert? meinde verändert in deiner Zeit?
INterview mit Trix Brenner Ich würde schon sagen. Es gab in beiden Ich hab das Gefühl, das Interesse ist relativ
Teams einen rechten Wechsel im Lauf der konstant gewesen. Es waren vielleicht nicht
Jahre und ich denke, das war eine Chance um immer die gleichen Altersgruppierungen,
einen Neuanfang zu wagen, wo es nötig war. die im Vordergrund standen.
Gab es andere Themen oder Schwer- Wie hast Du die Zusammenarbeit in der
punkte, die in der reformierten Kirchge- Kirchenpflege erlebt?
meinde besonders wichtig waren? Wie in vielen Gremien hat es einiges an
Es gab wenig Begegnungsorte und - mög- Wechsel gegeben in der Zeit, aber zum
lichkeiten, obwohl man das dazu prädesti- Glück gab es auch Leute, die lange dabei
nierte Zentrum hatte. Das informelle «Sich- waren und Kontinuität geboten haben.
Einfach-Treffen» klappte nicht. Ich hab von Manche haben sich nach der Kirchenpfle-
vielen Seiten gehört: «Die Gottesdienste ge auch noch im Kirchenrat oder Grossen
sind gut, aber sonst läuft ja eigentlich Kirchgemeinderat engagiert. Andere hat-
Liebe Trix, Du warst 11 Jahre in Stein- nichts.» Daraus ist die Idee entstanden, ein ten nach ihrer Amtszeit das Bedürfnis sich
hausen als Sozialdiakonin tätig. Wie hast Café aufzubauen. Am Anfang fand das hier zu distanzieren. Doch die Zusammenarbeit
Du die Zusammenarbeit mit unseren ka- vor der Bürotür statt mit zwei, drei Tischen. war im Grossen und Ganzen wirklich gut.
tholischen Mitchristinnen und -christen Nach und nach wurde es zu einem Treff-
erlebt? Ich sage immer: Wer nicht ökumenisch
punkt für verschiedenste SteinhauserInnen.
Am Anfang hatte ich relativ wenig mit der arbeiten kann, kann in Steinhausen nicht
Damit es bei jedem Wetter stattfinden
ökumenischen Arbeit zu tun. In meinem bleiben. Wie ist dein Blick zurück aus ei-
konnte, zogen wir ins Chilematt. Das hat in
Bereich, der Jugendarbeit, war die Zusam- ner «reformierten» Stelle heraus?
die Gemeinde gepasst und war gut und es
menarbeit nur sehr punktuell, z.B. bei den Für mich ist der Blick zurück gut. Ich hatte
war generationenübergreifend.
Jugendgottesdiensten. Das hat recht gut das Glück, dass ich mit den Leuten auf ka-
Ein anderer Versuch war die Einladung von
geklappt. tholischer Seite einen gemeinsamen Nen-
Leuten mit 60 zu einem Abend. Da ging
ner und Sprache gefunden zu haben, auch
Ein Projekt, das in meiner Zeit sehr prägend es darum, Begegnungen zu ermöglichen,
wenn wir uns nicht immer einig waren. Wir
war, waren die Asylspielabende. Sie wurden Kontakt zu schaffen, Bedürfnisse abzu-
waren auf einem gemeinsamen Weg. Die
von einem ökumenischen Freiwilligenteam fragen. Das ist oft noch eine Zeit, wo die
persönlichen Kontakte waren bereichernd.
betreut. Die grösste Herausforderung war, Distanz zur Kirche recht gross ist. Das war
Im reformierten Team habe ich einige
dass das Team aus Frauen bestand, die nicht sehr nachhaltig im Kontakt, aber für
Wechsel miterlebt. Lange Zeit habe ich
Flüchtlinge vor allem junge Männer waren, den Augenblick war Begegnung möglich
mit Pius Bichsel und Irene Scheidegger-
welche vereinzelt ein recht anderes Frau- und einzelne Kontakte sind daraus entstan-
Bichsel zusammengearbeitet. Nach Ihnen
enbild hatten als wir. Das war nicht immer den. Einzelne waren dann auch bereit, sich
kamen viele Pfarrpersonenwechsel. Das
einfach. Aber diese Arbeit war sehr span- in der Freiwilligenarbeit zu engagieren.
war manchmal anstrengend: immer wieder
nend und wurde gut getragen von beiden Das Spüren der Gemeinschaft ausserhalb neu aufbauen und sich neu finden im Team,
Pfarrteams und Verwaltungsgremien – ref. des Gottesdienstes war das, was mir in Aufgaben verteilen. Das hat viel Energie
Kirchenpflege und kath. Kirchenrat. Steinhausen manchmal gefehlt hat. gekostet. Ich war dankbar, dass ich in den
Später wurde die ökumenische Wegbeglei- ökumenischen Projekten gute Ansprech-
Welche Erinnerungen verbindest Du mit
tung Teil meines Arbeitsgebiets, welche partner hatte.
dem Chilematt? Wie hast Du das Mitei-
Ruth Langenberg und ich in Steinhausen nander dort erlebt? Da war die Kontinuität, während hier viel
aufbauten. Diese Aufbauarbeit habe ich als Da gibt es ganz verschiedene Erinne- Unruhe war?
super ökumenische Zusammenarbeit er- rungen. Eines ist sicher: das Chilematt ist Zum einen. Ja. Aber auch unsere Sekretä-
lebt: das Getragensein von beiden Teams, sehr gut geeignet, um Weiterbildungen rin Nelly Hüsler war ein verlässlicher Pol.
das Mitdenken, Vernetzungstipps und die durchzuführen. Das war problemlos mög- Letztlich aber haben die vielen Wechsel, so
Ausführung. Diese Zusammenarbeit war lich, da man so viele unterschiedliche Räu- spannend sie auch waren, zu meinem Ent-
wirklich stark. me zur Verfügung hatte. Die Atmosphäre schluss geführt zu gehen, damit ein neues
Ich bin von der Jugendarbeit immer mehr im Chilematt war für mich immer eher kühl. Team frisch anfangen konnte. Ich wollte,
in die Erwachsenenarbeit und dann in die Das macht es nicht einfach, es lebendig zu wenn ich schon wieder neu anfangen muss-
Seniorenarbeit gerutscht und habe letzt- gestalten. Im reformierten Kirchraum ging te, dies gleich an einem neuen Ort tun und
lich alles gemacht. Irgendwann eben auch mir das anders. Der gefällt mir. Ich habe damit meinen Horizont erweitern.
die Andachten im Altersheim, die ja auch immer schade gefunden, dass im Miteinan-
Was wünschst Du der Dame «Refor-
teilweise ökumenisch waren. Das war auch der von den beiden Kirchgemeinden, der
mierte Kirche Steinhausen» zum 50.?
eine sehr angenehme Zusammenarbeit. Bibliothek und dem Jugendtreff nicht mehr
Ich wünsche ihr, dass das lebendige Mit-
möglich war an Vernetzung, am Gestalten
Natürlich war man sich nicht immer einig. einander weiterhin bewusst gepflegt wird
gemeinsamer Anlässe.
Wie überall, wo man eng miteinander zu- und auch gelingen möge, sowohl auf re-
Es ist für die Leute schon ein Kirchen- und
sammenarbeitet, waren auch hier hitzige formierter Seite als auch im ökumenischen
Begegnungszentrum.
Diskussionen nötig, aber im Grossen und Miteinander.
Ganzen war die Zusammenarbeit gut. Aber ich persönlich hätte es immer lässig
Pfrin. Nicole Kuhns
gefunden, hätten wir es einmal geschafft,
einen gemeinsamen Anlass zu machen.50 Jahre Reformierte Kirche beider Konfessionen finden in den Räum- Wie hast Du die Zusammenarbeit mit
Bezirk Steinhausen – 1998-2008 lichkeiten statt. der BKP erlebt?
INterview mit Nelly Hüsler Das funktionierte wirklich gut. In so turbu-
In der Zeit, in der Du in Steinhausen in
lenten Zeiten ist das besonders wichtig.
der reformierten Kirchgemeinde gear-
Von der BKP hatte ich immer eine gute
beitet hast, hast Du ein paar Wechsel
Stütze, gerade auch in der Zeit, in der län-
erlebt, v.a. bei den Pfarrpersonen?
ger keine Pfarrperson da war.
Wechsel gibt es ja überall, das ist auch nicht
negativ. Nicole, ich habe mal zusammen- In Deiner Zeit ist auch das «Begeg-
gezählt, mit wieviel Pfarrpersonen und län- nungen» entstanden und das neue
geren Pfarrstellvertretungen ich in den 15 Pfarramtsprogramm wurde eingeführt.
Jahren zusammengearbeitet habe. 10! 10 Ja, das Layout vom Gemeindeblatt «Be-
Personen, wo ich mich immer wieder neu gegnungen» wurde zweimal ganz neuge-
orientieren musste. Die Stellvertretungen staltet. Da konnte ich meine Ideen einbrin-
waren nötig, weil eine Pfarrwahl sehr lan- gen und war wirklich stolz auf das Resultat.
ge dauert und viel Zeit beansprucht. Eine Das letzte Layout von 2007 existiert immer
Liebe Nelly, es sind schon ein paar Jah- Zeitlang war ich ganz allein auf dem Pfarr- noch. Demnach war das «Begegnungen»
re her, dass Du in Steinhausen im ref. amt, das war gar nicht so einfach. Es blieb also ganz gut gelungen, oder?
Pfarramt gearbeitet hast. Welche Erin- viel an mir hängen. Für ganz viele war ich In dieser Zeit wurde auch das Pfarramtspro-
nerungen hast Du an diese Zeit? die Ansprechperson. gramm für die reformierten Kirchgemein-
Ich habe ganz viele, schöne Erinnerungen. den des Kt. Zug eingeführt. Dazu war eine
Es war eine wunderbare Zeit auf dem ref. Was hast Du an deiner Arbeit am Mei-
gute Einarbeitung nötig und das war für
Pfarramt in Steinhausen mit vielen schö- sten geschätzt?
mich teilweise sehr zeitintensiv, aber es er-
nen Begegnungen. Die Selbständigkeit. Ich konnte viel selbst
leichterte schlussendlich die Arbeit.
gestalten, z.B., Einladungen oder auch Sa-
Wie hast Du die Zusammenarbeit zwi- chen für die Bezirkskirchenpflege (BKP). Hast Du das Gefühl, dass sich das Inte-
schen dem kath. Pfarramt und dir im ref. Natürlich gehörten auch verschiedene resse an der Kirche verändert hat?
Bezirkssekretariat erlebt? Schreibarbeiten und Organisation zur Ent- Ich habe die Kirchgemeinde erlebt, als
Am Anfang meiner Anstellung auf dem lastung der Pfarrpersonen dazu. Wegen Steinhausen noch viel, viel weniger Ein-
Sekretariat, musste ich erstmal einiges der Vielfalt hat es mir ja so gut gefallen. wohner hatte.
umdenken. Ich bin ja katholisch. Da war Auch der Kontakt mit ganz vielen verschie- Ich weiss nicht, wie das prozentuale Ver-
die Frage: «Was ist anders und was ist denen Menschen gab Abwechslung. hältnis von Katholischen und Reformierten
gleich?». Und ich habe schnell gemerkt, von damals und heute ist. Tatsache ist,
dass Steinhausen eine sehr ökumenische Wieviel Jahre warst Du insgesamt da?
dass das Interesse an der Kirche über-
Kirchgemeinde ist und die Pfarrpersonen Ich war fast 15 Jahre da.
all weniger wird. So lang es Dir gut geht,
beiderseits viel für die Ökumene arbeiten. Wo war am Anfang das Pfarrbüro und brauchst Du die Kirche nicht. Wenn es Dir
Die Zusammenarbeit hat sehr gut funktio- Sekretariat? mal nicht mehr so gut geht, dann suchst
niert. Wir haben viele Informationen mit- Am Anfang war mein Arbeitsplatz im Chi- Du ganz schnell Kraft und Unterstützung in
einander ausgetauscht, v.a. die Daten bei lematt in der Weissen Stube. Hier war der Kirche. In Steinhausen bekam ich die -
Taufen, Hochzeiten und vor allem bei To- das Sekretariat und das Büro der Pfarr- auch noch lange nach meiner Anstellung.
desfällen. Diese wurden im Gottesdienst personen in einem Raum untergebracht.
der jeweilig anderen Konfession abgekün- Das spricht dann schon dafür, dass der
Durch die vielen Wechsel waren die Pfarr-
det. persönliche Kontakt eine wichtige Rolle
personen aber selten hier. Die Arbeit erle-
spielt… Ja das stimmt wirklich!
Was sind dir für Unterschiede aufgefallen? digten sie zu Hause und kamen zwischen-
Aufgefallen ist mir besonders, dass im ka- durch ins Büro um Informationen zu holen. Wie war das Miteinander in der Kirch-
tholischen Gottesdienst das Kreuzzeichen Bei meinem Stellenantritt im April 1995 gemeinde?
gemacht wird, in der reformierten Kirche war gerade ein Wechsel. Pfr. Wolfgang Als ich angefangen habe, hat die Kirch-
gibt es kein Kreuzzeichen. Und die Frage Ochsner war schon nicht mehr im Pfarr- gemeinde anders gelebt, es gab wenig
in welchem Alter Konfirmation und Fir- amt. Im August 1995 war dann die feier- kirchliche Anlässe und Angebote. Viel-
mung stattfinden, war auffällig. Ich hatte liche Amtseinsetzung des Pfarrehepaares leicht war ein Grund, dass es nicht so viele
aber nie ein Problem damit, katholisch zu Pfrn. Iréne Scheidegger Bichsel und Pfr. reformierte Kirchenmitglieder gab. Nach-
sein und auf dem reformierten Pfarramt zu Pius Bichsel-Scheidegger. her kamen wieder neue Leute mit anderen
arbeiten. Das war für mich einfach gut so. Ideen ins Pfarramt. Dadurch wurde die Kir-
Wo war dann das Pfarrbüro?
che wieder «lebendig».
Besonders sichtbar wird die ökume- Im Herbst 1995 bezog das Pfarramt im Rat-
nische Zusammenarbeit an dem gemein- haus Steinhausen, Eingang Bahnhofstras- Jeder Wechsel brachte Positives. So ent-
samen Gebäude, dem Begegnungszen- se 3 die neuen Büroräume. So hatte das standen neue Projekte mit vielfältigen
trum Chilematt. Was verbindest Du mit Pfarramt seinen idealen Platz gefunden. Angeboten. Immer wieder gab es Auf-
dem Gebäude? Hier war Platz für Pfarrbüro, Sekretariat, schwung, weil die neuen Pfarrpersonen so
Das Gebäude ist ja schon im Ganzen öku- Büro für den Jugend-Mitarbeiter, später motiviert ins Pfarramt kamen. Sie brachten
menisch, denn die kath. Don Bosco Kirche Büro für die Sozialdiakonische Mitarbeite- Impulse mit und brachten die Leute wie-
und die ref. Kirche sind nebeneinander. rin und ein Aufenthaltsraum. der zusammen, weckten das Interesse am
Diese räumlichen Verhältnisse schaffen die kirchlichen Leben.
idealen Voraussetzungen für die Ökume- Pfrin. Nicole Kuhns
ne. Auch verschiedene VeranstaltungenSie können auch lesen