Regionales Fachkräfte-Screening - Bezirk Vöcklabruck - Arbeitsplatz Oberösterreich
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Vorwort
Die bestmögliche Voraussage des zukünfti
gen Fachkräftebedarfs ist eine zentrale Ziel
setzung der Strategie Arbeitsplatz OÖ 2020.
Seit der Einführung des Fachkräftemonitors
verfügt OÖ über ein Prognose-Tool zur Fach
kräfteentwicklung bis zum Jahr 2030. Der
Bildungsmonitor des Landes Oberösterreich
analysiert die erwartbare Zahl der Bildungs
karrieren und -abschlüsse. Mit dem Projekt Mag. Thomas Stelzer Dr. Michael Strugl
Landeshauptmann Landeshauptmann-Stellvertreter
Fachkräfte-Screening OÖ im Rahmen der
Wachstumsinitiative für Standort und Arbeit
werden nun alle Bezirke im Hinblick auf be angebot und Arbeitskräftenachfrage geleis
rufliche Knappheitsfaktoren tiefgreifend ana tet werden. Das gemeinsame Ziel ist, das
lysiert. Mit den nun vorliegenden Ergebnissen berufsbezogene Bildungsangebot durch die
soll die Transparenz bezüglich Angebot und verstärkte Zusammenarbeit zwischen den
Nachfrage auf den regionalen Arbeitsmärk Ressorts Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Bil
ten erhöht und ein Beitrag zu einem besseren dung noch besser an die Erfordernisse des
regionalen Matching zwischen Arbeitskräfte Arbeitsmarktes auszurichten.
Einleitung
Gegenwärtig ist der Arbeitsmarkt auf den ersten Blick Grund des erhöhten „Ersatzbedarfes“ Mismatch-Situa
von widersprüchlichen Entwicklungen geprägt. Zum tionen noch verstärken.
einen steigen die Arbeitslosenzahlen und die Arbeits Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt Fachkräfte-
losenquote an, zum anderen bleiben Stellenbesetzungs Screening darauf ab, die regionalen Arbeitsmärkte in
probleme und ein Mangel an Fachkräften bestehen. Oberösterreich hinsichtlich der gegenwärtigen, aber
Diese Situation führt zu einem „Mismatch“ zwischen auch in Zukunft erwartbaren Arbeitskräftenachfrage
den Anforderungen der Nachfrageseite (der Unterneh und des verfügbaren Arbeitskräfteangebots näher zu
men) und den Qualifikationen und Kompetenzen des analysieren, um allenfalls Maßnahmen für eine Verbes
Arbeitskräftepotenzials (Angebotsseite). Dieser Gap ist serung des Matchings ergreifen zu können.
zunächst ein berufs- und qualifikationsbezogener – der
Bedarf und die Anforderungen können insbesondere in Das Projekt umfasst die folgenden Bausteine:
bestimmten Branchen und Berufen offensichtlich nicht » Daten zur Entwicklung der regionalen, berufs- und
gedeckt werden. Dazu zählt u.a. eine Reihe von Spar qualifikationsspezifischen Arbeitskräftenachfrage und
ten der Sachgüterproduktion, die gerade in Oberöster des regionalen Arbeitskräfteangebots
reich sehr stark ausgeprägt ist. Die berufs- und quali
fikationsbezogene Nicht-Übereinstimmung wird durch » Bewertung („Qualifikationsbilanz“) der Arbeitsmarkt-
räumliche Verteilung und Konzentration auch zu einem und Fachkräftesituation und ihrer voraussichtlichen
regionalen Mismatch. Die derzeitige demografische Si Entwicklung in den Regionen (Bezirken)
tuation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sehr ge
burtenstarke Jahrgänge von Erwerbstätigen in näherer » Informationsgrundlage für Akteure in den Bereichen
Zukunft das Pensionsalter erreichen, kann dabei auf Arbeitsmarkt, Bildung und Wirtschaft
2 | FachkräftescreeningKurzprofil Arbeitsmarktbezirk Vöcklabruck
Bezirksspezifische Besonderheiten und Herausforderungen:
» Beschäftigungswachstum und Arbeitslosigkeit ähnlich dem OÖ-Durchschnitt
» Leichter Verlust von Arbeitskräftepotenzial durch Auspendeln (insbes. nach Salzburg)
» Nachhaltige Fachkräfteknappheit vor allem in folgenden Bereichen:
MetallarbeiterInnen / MechanikerInnen mit Lehrausbildung; IngenieurInnen Metall, Maschinenbau,
Chemie mit HTL-Ausbildung; IngenieurInnen, MathematikerInnen u. Ä. mit Hochschulausbildung;
Gesundheits- und Sozialberufe mit Hochschulausbildung; tlw. auch Betreuungs- und
Assistenzberufe im Gesundheitswesen; Gastronomieberufe
» Gute Ausbildungseinrichtungen im Technik- und Gesundheitsbereich
» Lokales Arbeitskräftepotenzial steigt bis 2020 noch an, sinkt ab 2025 aber stärker als in OÖ
Maßnahmen
» Halten von und Attraktivierung des Arbeitsmarktes für Hochqualifizierte (insbes. Techniker)
» Maßnahmen zur Gewinnung Jugendlicher für die Lehre in technischen Berufen
» Maßnahmen zur Gewinnung von Arbeitskräften im Tourismus (auch aus dem Ausland)
» Modelle der (längeren) Nutzung des Potenzials älterer ArbeitnehmerInnen, da deren Zahl steigt
Allgemeine Kennzahlen
Beschäftigungsdynamik 2010-2015 Arbeitslosenquote 2008-2016
Leicht unterdurchschnittlich Ähnlich dem OÖ-Durchschnitt
AMB Vöcklabruck +8%, OÖ +9% AMB Vöcklabruck (2016) 5,8%, OÖ 6,1%
120 7%
115 6%
5%
110
4%
105
3%
100
2%
95 1%
90 0%
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Vöcklabruck OÖ Vöcklabruck OÖ
Quelle: „Betriebsmonitoring“ der Arbeitsmarktdatenbank, KMFA Berechnungen; Quelle: AMS OÖ (Datenabfrage: 16.01.2017)
unselbständige Beschäftigung am Arbeitsort; der Wert für Oberösterreich ent- AMB = Arbeitsmarktbezirk
spricht dem Durchschnitt aller Bezirke. AMB = Arbeitsmarktbezirk
Fachkräftescreening | 3Stärken-Schwächen-Analyse
pos./neg. Einflussfaktoren in Bezug auf die Fachkräftesicherung
Positive Faktoren für Negative Faktoren für
die Fachkräftesicherung die Fachkräftesicherung
(Stärken, Chancen) (Schwächen, Risiken)
Bezirksspezifisch Bezirksspezifisch
» (Deutlich) Unter der landes- und bundes » Abwanderung von MaturantInnen in die
weiten Quote liegender Anteil an Lang Städte
zeit-Arbeitslosen
» Fehlendes Arbeitskräfteangebot in der
» Gute Nutzung des regionalen Arbeitskräf Gastronomie, sinkende Lehrlingszahlen
tepotenzials: Relativ geringer Anteil an » Gastronomie: Jahresbeschäftigung ist
AuspendlerInnen in andere Bezirke oftmals nicht möglich/rentabel Sai
» Relativ geringer Anteil von Personen mit sonarbeit: Problem bei der Stellenbe
lediglich Pflichtschulniveau unter den setzung u. a. aufgrund der Konkurrenz
20-30-Jährigen mit Tourismushochburgen, die auch für
Saisonarbeit attraktiver sind
» HTL Vöcklabruck (Maschinenbau, Me
chatronik, Gebäudetechnik, Wirtschafts » Steigende Zahl an Arbeitslosen mit
ingenieurwesen, Betriebsinformatik) und nicht-österreichischer Staatsbürger
Metallschwerpunkt PTS Vöcklabruck schaft (Zeitraum 2014-2015: +13,4%)
» Top-Unternehmen im Bereich Maschinen » Optimierbare Infrastrukturanbindung
bau des Bezirks im Sinne der Verbesserung
der Erreichbarkeit
» Leitbetriebe setzen Lehrlingsinitiativen
» Langfristig überdurchschnittlich starke
» Sehr gutes und hochwertiges Angebot an Abnahme des lokalen Arbeitskräftean
Ausbildungen im Gesundheitsbereich: gebots (insbes. ab 2025)
- Schule für allgemeine Gesundheits- und
Krankenpflege Vöcklabruck Allgemein
- Bachelorstudiengang „Pflegewisse- » Zunehmende Präferenz der Jugend
schaft“ in Kooperation mit der PMU lichen für eine schulische gegenüber
Salzburg einer betrieblichen Ausbildung – da
durch abnehmende Versorgung mit
» Unsichere Weltlage / politische Krisen in Lehrlingen und LehrabsolventInnen vor
beliebten Urlaubsdestinationen außerhalb allem und gerade in den Knappheits
Österreichs: Deshalb Chancen für den berufen (technischer und gastronomi
Tourismus (im Salzkammergut) scher Bereich)
» Regionales Arbeitskräftepotenzial wird in » Deutliche Rekrutierungsnachteile
den kommenden 5 Jahren leicht steigen durchschnittlicher KMU gegenüber den
großen Leitbetrieben
4 | FachkräftescreeningErwerbspendlerInnen
Pendlersaldo 2013
Leichte Pendlerverluste
AMB Vöcklabruck: 89,8
Oberösterreich: 100,3
Linz
1.030
2.201
Ried Wien
Grieskirchen
505 593 Traun
Braunau Wels 248
604 860
368 1.113
1.032
2.264 606
402
410
58.226
64.819
2.827
1.541
2.789
4.700
Gmunden
Salzburg
gesamt
Erwerbstätige am Arbeitsort
Erwerbstätige am Wohnort
EinpendlerInnen
AuspendlerInnen
Quelle: Statistik Austria, Abgestimmte Erwerbsstatistik 2009 – 2013 (Stichtag 31.10.), Registerzählung 2011, ibw-Berechnungen, AMB = Arbeitsmarktbezirk
Lehrlingszahlen in den Lehrberufen mit den meisten Lehrlingen (2015)
AMB Vöcklabruck Oberösterreich gesamt
100% 77 1.109
95 1.449
118
128 2.517
204 2.580
257
50% 5.068
366
6.461
620
0%
Tourismus/Gastgewerbe/Hotellerie Elektrotechnik/Elektronik Büro/Handel/Finanzen
Holz/Papier/Glas/Keramik Bau/Architektur/Gebäudetechnik Maschinen/Fahrzeuge/Metall
Körperpflege/Schönheit Chemie/Kunststoff
Quelle: WKÖ Lehrlingsstatistik (Stichtag: Ende Dezember des jeweiligen Jahres), ibw-Berechnungen
Anmerkung: Lehrberufsgruppen mit n≥70 Lehrlingen (registrierte Lehrverträge) im Arbeitsmarktbezirk Vöcklabruck im Jahr 2015 werden dargestellt. AMB = Arbeitsmarktbezirk
Fachkräftescreening | 5Qualifikationsbilanz – Berufe
Stellenandrang
Strukturelle
Beschäftigungsdynamik (Arbeitslose pro
Bedeutung
2010-2015 offener Stelle –
relativ zu OÖ
jeweils Zugänge)
hoch
Kaufmännische Berufe hoch
ähnlich (Übrige) Büroberufe
mit tertiärer Ausbildung (VÄ 2010-15 > 10%)
Uni/FH: 27,0
mittel
Kaufmännische Berufe hoch
ähnlich (Übrige) Büroberufe
mit BHS Ausbildung (VÄ 2010-15 > 10%)
BHS: 2,6
gering
MetallarbeiterInnen / hoch
SchlosserInnen, Werkzeug-
MechanikerInnen mit mittel (Anteil an Gesamt-
macherInnen etc.
Lehrausbildung beschäftigung: 8%)
Lehre: 0,9
gering
IngenieurInnen Metall, hoch
TechnikerInnen
Maschinenbau, Chemie mittel (Anteil an Gesamt-
Maschinenbau
mit HTL Ausbildung beschäftigung: 8%)
HTL: 0,4
IngenieurInnen, Mathe- gering
hoch
matikerInnen etc. mit (VÄ 2010-15 > 10%)
ähnlich TechnikerInnen
tertiärer Ausbildung Uni/FH: 0,8-0,9
Betreuungsberufe im
mittel
Sozial- u. Gesundheitswe- hoch
ähnlich Gesundheitsberufe
sen mit Lehr- oder BMS (VÄ 2010-15 > 10%)
Lehre: 2,3; BMS: 2,6
Ausbildung
Assistenzberufe im gering
hoch
Gesundheitswesen mit (VÄ 2010-15 > 10%)
gering Gesundheitsberufe
höherer Schule Alle Niveaus: 1,2
hoch
Fachkräfte im Sozialwe- hoch
ähnlich Fachkräfte Sozialwesen
sen mit höherer Schule (VÄ 2010-15 > 10%)
BHS: 7,3
gering
Gesundheitsberufe mit hoch
ähnlich Gesundheitsberufe
tertiärer Ausbildung (VÄ 2010-15 > 10%)
Uni/FH: 0,3
gering
Sozial- und Verwaltungs- hoch
ähnlich SozialarbeiterInnen
berufe mit tertiärer Ausb. (VÄ 2010-15 > 10%)
Uni/FH: 0,3
mittel
Gastronomieberufe mittel ähnlich Hotel-/Gaststättenberufe
Alle Niveaus 1,5
mittel
Reinigungspersonal und hoch
ähnlich Anlernberufe
Hilfskräfte (VÄ 2010-15 > 10%)
Alle Niveaus: 2,7
mittel
FahrzeugführerInnen rückläufig ähnlich Landverkehrsberufe
Alle Niveaus: 2,3
Knappheitsindikator Überschussindikator
6 | Fachkräftescreeninge mit Arbeitskräfteknappheit
Zahl der
Altersbedingter Experten-
Differenz Arbeitslose und Lehrlinge Größe der
Abgang einschätzung
offene Stellen (Zugänge) (wo von Berufsgruppe *
mittelfristig (Workshop)
Relevanz)
Überschuss
(Übrige) Büroberufe mittel 1.150
Uni/FH: +52
Überschuss
(Übrige) Büroberufe mittel 3.000
BHS: +140
Knappheit
SchlosserInnen, Werkzeug-
mittel sinkend 3.000
macherInnen etc..
Lehre: -50
Knappheit
TechnikerInnen Maschinenbau mittel 3.050
HTL: -77
Knappheit
TechnikerInnen mittel 1.000
Uni/FH: -11
Überschuss hoch
Gesundheitsberufe Beschäftigtenanteil 850
Lehre: +37; BMS: +36 55+: 12%
Überschuss
Gesundheitsberufe mittel 700
Alle Niveaus: +50
Überschuss
Fachkräfte Sozialwesen mittel 650
BHS: +25
Knappheit
Gesundheitsberufe mittel 250
Uni/FH: -102
Knappheit
SozialarbeiterInnen mittel 650
Uni/FH: -24
Überschuss
stark
Hotel-/Gaststättenberufe mittel Knappheit 1.020
sinkend
Alle Niveaus: +230
Überschuss
Anlernberufe mittel 1.300
Alle Niveaus: +1398
Überschuss hoch
Landverkehrsberufe Beschäftigtenanteil 1.580
Alle Niveaus: +210 55+: 12%
* Zahl der Beschäftigten 2015
Fachkräftescreening | 7Vorausschauende
Indikatoren in
Vöcklabruck
Bildungsniveau
Höchste abgeschlossene Ausbildung
der 20-30-Jährigen
(Personen am Wohnort)
10,2% 6,0%
Oberösterreich: 7,1%
16,2%
Oberösterreich: 11,4%
15,1% Uni/FH
(inkl. Akademie
und Kolleg) AHS
Oberösterreich: 15,5%
Oberösterreich: 17,6%
Pflicht-
schule
BHS
BMS
Lehre
12,9%
Oberösterreich: 12,2%
39,6%
Oberösterreich 36,3%
Quelle: Statistik Austria, Abgestimmte Erwerbsstatistik, Stichtag 31.10.2013, ibw-Berechnungen,
geringe Rundungsdifferenz möglich
8 | FachkräftescreeningZahl der 16-jährigen SchülerInnen
Schuljahr 2014/15 nach Schultyp und Wohnbezirk
AMB Vöcklabruck Oberösterreich
Allgemein bildende Allgemein bildende
2,7% 41 1,9% 289
Pflichtschule Pflichtschule
Berufsschule 40,1% 600 Berufsschule 37,6% 5.700
BMS 11,8% 176 BMS 11,1% 1.688
BHS 28,4% 425 BHS 28,2% 4.276
AHS 15,3% 229 AHS 18,7% 2.828
Sonstiges 1,7% 25 Sonstiges 2,4% 363
0 200 400 600 0 2000 4000 6000
Quelle: Statistik Austria, Schulstatistik, ibw-Berechnungen; Anmerkungen: Die Kategorie „Sonstiges“ umfasst lehrerbildende mittlere und höhere Schulen,
Schulen im Gesundheitswesen sowie sonstige allgemein- und berufsbildende (Statut)Schulen. AMB = Arbeitsmarktbezirk
Altersstruktur der Prognose des
Beschäftigten 2015 Arbeitskräftepotenzials
(Anteile der Altersgruppen in %)
Vöcklabruck OÖ
100% 110
36,6% 105
38,2%
75%
100
50% 95
45,5% 47,1%
90
25%
85
16,3% 16,3%
0% 80
2015 2020 2025 2030 2035
bis 25 Jahre 25 bis 45 Jahre ab 45 Jahre
Vöcklabruck, 20-44 J. OÖ, 20-44 J.
Vöcklabruck, 45-64 J. OÖ, 45-64 J.
Quelle: „Betriebsmonitoring“ der Arbeitsmarktdatenbank, unselbständig Quelle: Abgeglichene ÖROK-Regionalprognosen 2014 – Bevölkerung, Bearbei
Beschäftigte (ohne geringfügige Beschäftigung) am Arbeitsort tung: Statistik Austria, Statistik des Bevölkerungsstandes; KMFA-Berechnungen
Fachkräftescreening | 9Erwartete Entwicklung der jährlichen
Berufsneueintritte und Pensionierungen
sowie des Saldos daraus, nach Qualifikation
Lehre-Berufsschule BMS-Abschluss
AHS-Matura BHS-Matura
Akademiker
(Quelle: Bildungsmonitoring des Landes OÖ, Abt. Statistik)
10 | FachkräftescreeningMögliche besonders bezirksrelevante
Entwicklungsmaßnahmen
Bezirksspezifische Relevanz
» Halten von potenziellen BildungsabwanderInnen – Aufzeigen der Chancen am
regionalen Arbeitsmarkt und Attraktivierung der Region für höher Qualifizierte;
Kooperationen zwischen Unternehmen und BHS; Schaffen von tertiären (Weiter-)
Bildungsmöglichkeiten, z. B. dislozierten Hochschulstandorten; Gewinnung von
TechnikerInnen mit Hochschulausbildung
» Ausbau der Infrastruktur: Besseres Arbeitskräfteangebot durch optimierte
Verkehrsanbindungen
» Neue Arbeitskräfte für den Tourismus (Online-Jobportale, neue Wege der Aus-
landsrekrutierung, Kooperation zwischen Betrieben und Tourismusschulen etc.)
Bezirksübergreifende Relevanz
» Ausbau der Arbeitsplatznahen Qualifizierung – insbesondere Gewinnung von
zusätzlichen, ev. auch älteren TeilnehmerInnen
» Ausbau von Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für MigrantInnen
(auch Sprachausbildungen)
» Fokussetzung auf Berufsorientierung und Bewusstseinsbildung für Berufsfragen
(insbesondere auf Optionen im Bereich der Lehre und der technischen Berufe) –
bei Jugendlichen, Eltern und LehrerInnen
» SchulabbrecherInnen und MaturantInnen als Potenzial für die Lehre nutzen
(in den Knappheitsberufen)
» Arbeitskräftepotenzial von älteren ArbeitnehmerInnen und Frauen stärker nutzen
(Zielgruppen in Beschäftigung halten/bringen, Ausbau der Kinderbetreuungs-
angebote, Teilzeitmodelle für Ältere etc.)
» Chancen und Potenziale von Informatisierung/Digitalisierung erkennen und nutzen
Fachkräftescreening | 11Methode Arbeitsmarktinfos
Das Projekt Regionales Fachkräfte-Screening hat eine Analyse und Bewer Fachkräfte-Screening OÖ
tung der Fachkräfteversorgung auf Berufs- und Qualifikationsebene für die
www.arbeitsplatz-oberoesterreich.at/fachkraeftescreening
einzelnen Arbeitsmarktbezirke Oberösterreichs zum Ziel. Dies erfolgt v. a. auf
Basis einer Zusammenschau einer Vielzahl von Faktoren, bzw. entsprechend
verfügbarer statistischer Indikatoren, welche für die aktuelle und zukünftige Fachkräftemonitor OÖ
Fachkräfteversorgung bedeutsam sind. Zudem wurden im Rahmen des Pro
jektes regionale Workshops mit ArbeitsmarktakteurInnen durchgeführt. In den www.fachkraeftemonitor.at
jeweiligen Bezirksprofilen enthalten und dargestellt sind, insbesondere:
» Arbeitslosenquote (Quelle: AMS OÖ) Berufsinformationscomputer
» Entwicklung der Beschäftigten (Quelle: Betriebsmonitoring der Arbeitsmarkt www.bic.at
datenbank; unselbstständig Beschäftigte am Arbeitsort [nicht Wohnort])
» ErwerbspendlerInnen (Quelle: Statistik Austria, Abgestimmte Erwerbssta AMS-Arbeitsmarktprofile
tistik 2009-2013, Registerzählung 2011)
www.arbeitsmarktprofile.at
» Lehrlingszahlen in den größten Lehrberufsgruppen
(Quelle: WKO Lehrlingsstatistik)
AMS Qualifikations-Barometer
» Bildungsniveau der 20-30-Jährigen
bis.ams.or.at/qualibarometer/index.php
(Quelle: Statistik Austria, abgestimmte Erwerbsstatistik)
» Verteilung der 16-jährigen SchülerInnen nach Schultyp
(Quelle: Statistik Austria, Schulstatistik) AMS Arbeitsmarktdaten
www.ams.at/ooe/ueber-ams/medien/arbeitsmarktdaten
» Altersstruktur der Beschäftigten
(Quelle: Betriebsmonitoring der Arbeitsmarktdatenbank;
unselbstständig Beschäftigte am Arbeitsort [nicht Wohnort])
» Prognose des Arbeitskräftepotenzials nach Altersgruppen Die Studie Fachkräfte-Screening wurde von der Bietergemeinschaft
(Quelle: ÖROK, Statistik Austria) ibw - Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft und KMU Forschung
Austria erstellt. Projektträger ist die OÖ Wirtschaftsagentur Business
» Prognose der Berufsneueintritte & Pensionierungen nach Qualifikation Upper Austria. Autoren: Koordination/Leitung: Mag. Thomas Ober-
(Quelle: Bildungsmonitoring der Abt. Statistik des Landes OÖ) holzner (KMFA), Mag. Helmut Dornmayr (ibw) Mitarbeit: Mag. Christina
» „Qualifikationsbilanz“: Berufe mit Arbeitskräfteknappheit. Die „Qualifikati Enichlmair (KMFA), MMag. Eva Heckl (KMFA), Birgit Winkler MSc B.A. (ibw)
onsbilanz“ stellt jene Berufe eines Arbeitsmarktbezirkes dar, für die ein oder
mehrere der angegebenen Indikatoren eine Arbeitskräfteknappheit signa
lisieren. Eine farblich gelbe Markierung ist ein Hinweis auf Knappheit, eine
farblich graue Markierung ein Hinweis auf Arbeitskräfteüberschuss. Jene
Berufe für die unter Berücksichtigung aller verfügbaren Indikatoren insge
samt von einer nachhaltigen Arbeitskräfteknappheit auszugehen ist, sind
gelb markiert.
» Stärken-Schwächen-Analyse
» Mögliche Entwicklungsmaßnahmen
Ausführliche Methodenbeschreibung:
www.arbeitsplatz-oberoesterreich.at/fachkraeftescreening
Das Projekt wird im Rahmen der Wachstumsstrategie für Standort und Arbeit aus Mitteln des Wirtschaftsressorts des Landes OÖ gefördert.
Impressum
Medieninhaber (Verleger)und Herausgeber: Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH, FN 89326m. Für den Inhalt verantwortlich:
DI (FH) Werner Pamminger, MBA. Redaktionsadresse: Hafenstraße 47-51, 4020 Linz, Telefon: +43 732 79810, Fax: +43 732 79810-5008.
E-Mail: info@biz-up.at. Internet: www.biz-up.at. Redaktion: Mag. Christian Mayer. Grafik/Layout: Susanne Walch-Trostmann, b2 Werbeagentur
Titelbild: www.fotolia.at/sdecoret
Dieser Folder steht kostenlos zur Verfügung. Wir sind bestrebt, die gebotenen Informationen aktuell, richtig und vollständig darzustellen. Wir übernehmen
jedoch keinerlei Gewähr und Haftung für die Inhalte des Folders, diesbezüglich insbesondere auch nicht für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität
der enthaltenen Informationen bzw. deren Nutzbarkeit für einen bestimmten Zweck. Wir weisen darauf hin, dass jeder einzelne Fall mit entsprechend
fachkundigen Personen gesondert zu prüfen ist.
Arbeitsplatz 2020
OberösterreichSie können auch lesen