S. Ockert Was können neue Bildgebungssysteme im Hybrid-OP zur Strahlenexpositionsreduktion beitragen? - LUVAS Gefässchirurgie Luzern

 
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S. Ockert Was können neue Bildgebungssysteme im Hybrid-OP zur Strahlenexpositionsreduktion beitragen? - LUVAS Gefässchirurgie Luzern
Was können neue Bildgebungssysteme im
Hybrid-OP zur
Strahlenexpositionsreduktion beitragen?

S. Ockert

Gefässchirurgie
Zeitschrift für vaskuläre und
endovaskuläre Medizin

ISSN 0948-7034
Volume 25
Number 1

Gefässchirurgie (2020) 25:12-18
DOI 10.1007/s00772-019-00608-0

                                  1 23
S. Ockert Was können neue Bildgebungssysteme im Hybrid-OP zur Strahlenexpositionsreduktion beitragen? - LUVAS Gefässchirurgie Luzern
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Gefässchirurgie                              Author's personal copy
      Leitthema

     Gefässchirurgie 2020 · 25:12–18                 S. Ockert
     https://doi.org/10.1007/s00772-019-00608-0      LUVAS – Gefässchirurgie, Hirslanden Klinik St. Anna Luzern, Luzern, Schweiz
     Online publiziert: 21. Januar 2020
     © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von
     Springer Nature 2020
                                                     Was können neue Bildgebungs-
                                                     systeme im Hybrid-OP zur
                                                     Strahlenexpositionsreduktion
                                                     beitragen?
                                                     Ist der reguläre C-Bogen obsolet?

     Einleitung                                     Hybrid-OP-Anlagen, die teilweise oder                      Im Bereich der klassischen mobilen
                                                    ausschließlich vaskulär genutzt werden.                Durchleuchtungseinheiten (C-Bogen)
     In den letzten 10–15 Jahren kam es zu          Nach aktuellen Schätzungen vonseiten                   waren über einen langen Zeitraum nur
     einer rasanten Entwicklung der Gefäß-          der Hersteller kommen zusätzlich pro                   Systeme auf Basis der Bildverstärkertech-
     chirurgie mit einer zunehmenden Fa-            Jahr etwa weitere 20–30 Hybridanlagen                  nik erhältlich. Nachteil dieser C-Bögen
     vorisierung der endovaskulären Verfah-         hinzu.                                                 stellt neben dem kleinen Bildausschnitt
     ren insbesondere im Bereich der Aor-               Grund dieser Entwicklung ist, dass                 die zunehmende Verschlechterung der
     ta. Neben den etablierten endovaskulä-         insbesondere bei komplexen Eingriffen                   Bildqualität im Rahmen der Prozedur
     ren Eingriffen im abdominellen (EVAR)           (FEVAR/BEVAR) der bis dato routine-                    dar [1]. Darüber hinaus besteht die Ge-
     und thorakalen Bereich (TEVAR) wird            mäßig verwendete Standard-C-Bogen                      fahr eines kompletten Systemausfalls bei
     auch bei komplexeren Eingriffen im pe-          mit Bildverstärkertechnik den neuen                    komplexeren endovaskulären Eingriffen,
     rirenalen und thorakoabdominellen Seg-         Ansprüchen an Bildqualität und System-                 insbesondere bei übergewichtigen Pa-
     ment die endovaskuläre Therapie immer          stabilität nicht mehr gerecht wird. Durch              tienten, durch Überhitzung der Anode
     mehr zur Methode der Wahl. Mit der             die Implementierung von Hybrid-OPs                     bei fehlender Möglichkeit zur aktiven
     zunehmenden Etablierung endovaskulä-           kann einerseits die Bildqualität relevant              Kühlung.
     rer Standardverfahren und zusätzlich der       verbessert werden, andererseits ist ein                    In den vergangenen Jahren wurde
     Erweiterung der Indikationen hin zu im-        Systemausfall aufgrund der technischen                 auch die technische Entwicklung mobi-
     mer komplexeren Prozeduren (FEVAR/             Voraussetzungen der Anlage (z. B. aktive               ler C-Bogen-Systeme vorangetrieben. So
     BEVAR) wächst simultan der Anspruch            Kühlung der Anode) unwahrscheinlich.                   sind mittlerweile Flachbilddetektoren im
     an die technischen Voraussetzungen zur         Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit fi-                 Bereich der mobilen vaskulären Bildge-
     sicheren Durchführung der Eingriffe [1].        xer Angiographieanlagen führt jedoch zu                bungssysteme zur Regel geworden. Der
                                                    einer potenziell erhöhten Strahleninten-               klassische Bildverstärker hat im Gefäß-

     »etwaAktuell gibt es in Deutschland
           250 realisierte Hybrid-OP-
                                                    sität/Strahlenbelastung für den Patienten
                                                    und insbesondere für das OP-Personal
                                                                                                           OP eigentlich ausgedient [1].

     Anlagen
                                                    [3, 4]. Durch bauliche Anpassungen
                                                    im Hybrid-OP-Umfeld, wie beispiels-                    »hat Der klassische Bildverstärker
                                                                                                                im Gefäß-OP ausgedient
                                                    weise deckenmontierte Plexiglasschilde
     Als Folge dieser neuen Herausforderun-         und am OP-Tisch montierte flexible
     gen kam es im Laufe der letzten Jahre          Lamellenschutzwände, wird die Streu-                   Dies hat positive Auswirkungen auf die
     zunehmend zu einer technischen Auf-            strahlung/Strahlenexposition deutlich                  Bildqualität der neuen mobilen Anlagen,
     rüstung im Operationssaal mit der Eta-         reduziert. Der Einsatz systemspezifi-                   die zusätzlich teilweise über eine aktive
     blierung sog. Hybridoperationssäle (Hy-        scher Anwendungen wie beispielsweise                   Kühlung verfügen und somit eine besse-
     brid-OP). Bei einem Hybrid-OP handelt          der Fusionsbildgebung kann zusätzlich                  re Systemstabilität garantieren. Darüber
     es sich um eine fixe Hochleistungsrönt-         die Strahlenintensität dieser Hochleis-                hinaus werden motorgesteuerte C-Bö-
     geneinheit, die in einem sterilen OP-          tungsanlagen im täglichen Gebrauch auf                 gen angeboten, bei denen der Opera-
     Umfeld mit entsprechender Infrastruk-          der Basis technischer Besonderheiten                   teur selbstständig Projektionsebenen im
     tur installiert wird [2]. Aktuell gibt es      unter Anwendung spezieller Workflows                    Rahmen der Prozedur ändern kann. Die-
     z. B. in Deutschland etwa 250 realisierte      deutlich minimieren [5, 6].                            se Anlagen werden als mobile „Hybrid-

12    Gefässchirurgie 1 · 2020
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Tab. 1 Flächendosisprodukt (DAP) ausgewählter Zentren mit Fokus auf Dosisreduktion unter    gistrierungstyp im Verlauf eine schema-
Verwendung der Fusionsbildgebung (Hybrid-OP) und ohne (mobilem C-Bogen) Fusion-Imaging      tische Rekonstruktion (Maske) der Ge-
bei Standardendoprothesenimplantationen (EVAR)                                              fäßanatomie mit Darstellung relevanter
Author (Jahr)                        n        System                 DAP Gy. cm2            anatomischer Landmarken, wie viszera-
 Hertault et al. (2018) [6]           85      Hybrid-OP              14,7 (10,0–14,7)       ler Gefäßabgänge (z. B. Nierenarterien).
 Maurel et al. (2018) [12]            44      Hybrid-OP              12,4 (7,5–23,4)        Hilfreich ist hierbei ein softwarebasierter
 Hertault et al. (2014) [5]           44      Hybrid-OP              12,2 (8,7–19,9)        Workflow, der die Schritte zur Registrie-
 Maurel et al. (2012) [17]            188     Mobiler C-Bogen        40,5 (——)              rung und Segmentierung vereinfacht und
 Kalef-Ezra et al. (2009) [18]        62      Mobiler C-Bogen        37,4 (9–139)
                                                                                            auf wenige Arbeitsschritte reduziert (z. B.
                                                                                            syngo EVAR Guidance, Siemens Healthi-
                                                                                            neers) (. Abb. 3).
C-Bögen“ bezeichnet und sind auch für          gen. Durch die Verwendung von Niedrig-           Die erstellte Maske wird dann im Rah-
komplexere Prozeduren prinzipiell ver-         dosisprotokollen für den jeweiligen Ein-     men der Implantation mit einer einmalig
wendbar.                                       griff und eine institutionsspezifische An-     intraoperativ angefertigten aortalen DSA
                                               passung der Protokolle im Laufe des Be-      nach Einbringen der Stentprothese in
Strahlenexposition                             triebs kann die Strahlenbelastung rele-      Übereinstimmung gebracht, um even-
im Hybrid-OP                                   vant reduziert werden [7].                   tuelle Ungenauigkeiten auszugleichen.
                                                                                            (. Abb. 5).
Die Anwendung einer Angiographie-              Fusionsbildgebung und                            Durch die Anwendung der Fusions-
anlage im OP führt im Vergleich zum            Registrierungsarten                          bildgebung soll die Anzahl der im Rah-
Standard-C-Bogen per Definition zu                                                           men der Implantation nötigen DSA-Se-
einer Vervielfachung der potenziellen          Bei der Fusionsbildgebung werden 3-D-        rien auf ein Minimum reduziert wer-
Leistungsfähigkeit (80–120 KV Hybrid-          Bilddatensätze von präoperativ akqui-        den. Insbesondere bei der Durchführung
OP vs. 20–25 KV C-Bogen) [2–4]. Somit          rierten CT-Angiographien mit Bildern         komplexer Prozeduren mit der Notwen-
kann im Rahmen von endovaskulären              überlagert, die zum Anfang der jewei-        digkeitzurKanülierung mehrererOrgan-
Eingriffen ein Vielfaches an Strahlenin-        ligen Prozedur erstellt werden. Diese        gefäße (z. B. thorakoabdominelle Aneu-
tensität abgerufen werden. Erste Unter-        Überlagerung wird dann zur intraopera-       rysmen) besteht auf Basis der Fusions-
suchungen bei fix installierten Anlagen         tiven3-D-Navigationim RahmenderEn-           bildgebung die Möglichkeit zur Naviga-
zeigen, dass die Dosis für Patient und         doprothesenimplantation genutzt. Man         tion ohne mehrfache Kontrastmittelin-
Personal im Betrieb deutlich höher wa-         unterscheidet prinzipiell eine 2-D/3-D       jektionen [11, 12]. Neben der erstellten
ren, im Vergleich zu mobilen C-Bogen           von einer 3-D/3-D-Registrierung bei der      Maske, die zusätzlich die Organarterien-
mit Bildverstärkertechnik [3, 4].              Fusionsbildgebung.                           abgänge grafisch markiert (Ringe) gibt es
   Unter Anwendung systemspezifischer              Bei der 2-D/3-D-Registrierung wer-        auch grafische Orientierungen zur Ver-
Besonderheiten der Hybridanlagen wie           den vor Desinfektion und steriler Ab-        meidung von Parallaxenfehlern.
beispielsweise der Fusionsbildgebung           deckung im OP Durchleuchtungsbilder
(Fusion-Imaging) konnte jedoch gezeigt         (Fluoroskopien) angefertigt und mit den      2-D/3-D- oder
werden, dass eine relevante Reduktion          präoperativ erstellten CTAs „fusioniert“.    3-D/3-D-Registrierung
der Strahlenintensität bei der Verwen-         Hierzu bedarf es insgesamt nur zweier
dung von Hochdosisanlagen möglich ist          Fluoroskopien und zwar einmal im an-         Welche Art der Fusionsbildgebung ist
([2, 5], . Tab. 1).                            terior-posterioren (AP) und einmal im        hinsichtlich Strahlenbelastung, Genauig-
   Eine prospektive multizentrische Stu-       seitlichen Strahlengang. (. Abb. 1 und 2).   keit und insbesondere der Praktikabilität
die (REVAR) konnte aktuell die im Ver-            Anhand von eindeutig reproduzier-         zu favorisieren? Verschiedene Autoren
gleich zur Literatur niedrigen Strahlen-       baren anatomischen Markern (z. B. Wir-       und Arbeitsgruppen konnten zeigen,
werte unter routinemäßiger Verwendung          belkörper/Beckenknochen) werden die          dass bei der 3-D/3-D-Registrierung die
der Fusionsbildgebung zusätzlich bestä-        aktuell erstellten Durchleuchtungsbilder     Strahlenbelastung aufgrund der Durch-
tigen. Die Autoren wiesen jedoch auch          mit den 3-D-Daten des präoperativ er-        führung eines CBCT erhöht ist und
darauf hin, dass zur relevanten Senkung        stellten Planungs-CTs überlagert ([8, 9];    dass der KM-Verbrauch bei der Durch-
der Dosis die Beachtung der ALARA-             . Abb. 3 und 4).                             führung eines kontrastmittelverstärkten
Prinzipien wesentlich ist [6].                    Bei der 3-D/3-D-Registrierung wird        CBCT prinzipiell höher liegt als bei der
   Unabhängig von der Systemkonfi-              zu Beginn des Eingriffs eine dreidimen-       2-D/3-D-Registrierung. Durch die ver-
guration der Hybridanlagen (decken-            sionale Rotationsangiographie durchge-       besserte Genauigkeit bei der 3-D/3-D-
gehängt vs. bodenmontiert/Roboter)             führt (Cone-BEAM-CT/CBCT). Dieses            Registrierung kann jedoch die Gesamt-
oder des Herstellers besteht neben der         CBCT wird dann mit der präoperativ an-       menge an Kontrastmittel (KM) pro
Fusionsbildgebung die Möglichkeit zur          gefertigten CT-Angiographie, simultan        Prozedur insgesamt reduziert werden.
Strahlenreduktion durch die Anwendung          zur 2-D/3-D-Fusion überlagert. Eine im-      Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur
spezifischer technischer Voraussetzun-          plementierte Software erstellt je nach Re-

                                                                                                               Gefässchirurgie 1 · 2020   13
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                                                    Zusammenfassung · Abstract

     Durchführung des CBCT auch ohne KM             Gefässchirurgie 2020 · 25:12–18 https://doi.org/10.1007/s00772-019-00608-0
     [9–14].                                        © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

     »reduziert
         Die 3-D/3-D-Registrierung
                die Menge an
                                                    S. Ockert
                                                    Was können neue Bildgebungssysteme im Hybrid-OP zur
                                                    Strahlenexpositionsreduktion beitragen? Ist der reguläre C-Bogen
     Kontrastmittel pro Prozedur                    obsolet?

     Hinsichtlich der Genauigkeit der Regis-        Zusammenfassung
                                                    Die Etablierung endovaskulärer Techniken         können im Hybrid-OP niedrigere Dosiswerte
     trierung zeigt eine aktuelle Arbeit, dass
                                                    in der Gefäßchirurgie und die Erweiterung        erreicht werden. Der klassische C-Bogen
     keine relevanten Unterschiede zu erwar-        des Spektrums zu immer komplexeren               auf Basis der Bildverstärkertechnik wird
     ten sind [15]. Bei beiden Registrierungs-      Verfahren bedarf technischer Anpassungen         den aktuellen Ansprüchen vaskulärer
     arten war eine zusätzliche DSA nach Ein-       im Operationssaal. Durch die Installation        Eingriffe hinsichtlich der Bildqualität und
     bringen der Endoprothese nötig, um not-        von fixen Durchleuchtungsanlagen im               Systemstabilität nicht mehr gerecht. Aktuelle
                                                    sterilen OP-Umfeld entsteht der sogenannte       technische Entwicklungen unter Verwendung
     wendige Korrekturen der Maske durch-
                                                    Hybridoperationssaal (Hybrid-OP). Mit            von Flachbilddetektoren, zusätzlicher Moto-
     zuführen. Was die Exaktheit der Regis-         zunehmendem Einsatz von hochenerge-              risierung des C-Arms und aktiver Kühlung
     trierung, also was die Differenz/Abstand        tischen Hybrid-OP-Anlagen steigt aber            erlauben jedoch eine sichere Durchführung
     der Marker zu den tatsächlichen Organ-         auch die potenzielle Strahlenbelastung für       endovaskulärer Standardeingriffe (EVAR) und
     arterienabgängen angeht, gab es keine          Patienten und OP-Personal signifikant an.         komplexerer Prozeduren auch mit mobilen
                                                    Systemspezifische Bildgebungssysteme              C-Bogensystemen.
     signifikanten Unterschiede [15].
                                                    im Hybrid-OP wie die Fusionsbildgebung
         Hinsichtlich des Stellenwertes der je-     ermöglichen unter Anwendung spezieller           Schlüsselwörter
     weiligen Registrierungsart im täglichen        Workflows eine erhebliche Dosisreduzierung.       Fusionsbildgebung · ALARA-Prinzipien ·
     Gebrauch sind die Daten bisher nicht fi-        Durch zusätzliche Anpassungen der                Strahlenexposition · Mobiler C-Bogen ·
     nal zu bewerten. Dazu bedarf es noch           Durchleuchtungsprotokolle in Kombination         Gefäßchirurgie
     weiterer Studien. Einerseits scheint es        mit der Umsetzung der ALARA-Prinzipien
     Vorteile zugunsten der 2-D/3-D-Regis-
     trierung zu geben, insbesondere was die
                                                    How can modern imaging modalities in hybrid suites contribute to
     Dauer der Registrierung und Strahlenbe-
                                                    a reduction in radiation exposure? Is there still a place for mobile
     lastung angeht. Hinsichtlich der Genau-
                                                    C-arm systems?
     igkeit der Registrierung und des KM-
     Verbrauchs in der Summe (prä-/intra-/          Abstract
     postoperativ) scheint es aber eine Ten-        The introduction of endovascular procedures      reasonably achievable (ALARA) principle, low-
     denz für die 3-D/3-D-Registrierung zu          in vascular surgery and the extension of         dose values can be achieved in a hybrid OR.
     geben [14].                                    indications to include increasingly more         The traditional mobile C-arm based on image
                                                    complex procedures require technical             intensifier technology no longer meets the
         Insgesamt muss man davon ausge-                                                             requirements of modern vascular surgery
                                                    adjustments in the operating theater. This has
     hen, dass die Vorbereitung und Umset-          led to the so-called hybrid operating theater    with respect to image quality and system
     zung der Rotationsangiographie im Rah-         (hybrid OR) with the installation of a fixed      stability. Current technical developments,
     men der 3-D/3-D-Registrierung komple-          angiographic system in a sterile operating       including flat panel detectors, motor-driven
     xer und logistisch aufwendiger ist im          environment; however, with the increasing        C-arms and the possibility of active cooling
                                                    use of high-energy hybrid OR suites, there is    of the system enable the safe execution
     Vergleich zur Erstellung zweier Durch-                                                          of standard endovascular aortic/aneurysm
                                                    a potential risk of greater radiation exposure
     leuchtungsbilder, wie bei der 2-D/3-D-         for the patient and the OR personnel during      repair (EVAR) procedures as well as more
     Bildakquisition [15].                          the procedure. The use of system-specific         complex interventions, even with mobile
         Eine genaue Vorbereitung und Ab-           fusion imaging and special workflows              C-arm systems.
     stimmung mit den beteiligten Diszipli-         seems to have the potential to reduce the
                                                    intraoperative radiation dosage. Through the     Keywords
     nen (Lagerungspflege/Anästhesie) ist für                                                         Fusion imaging · ALARA principles · Radiation
                                                    additional adaptation of radiation protocols
     die Durchführung einer Rotationsangio-         and the implementation of the as low as          exposure · Mobile C-arm · Vascular surgery
     graphie prinzipiell erforderlich. Es muss
     sichergestellt werden, dass die notwen-
     digen Manöver der Hybridanlage ohne
     Beeinträchtigung der Beatmung und des        Durchführung der Fusionsbildgebung                 Fusionstechnik nur für
     Monitorings des Patienten möglich sind.      Stellproben und ggf. Markierungen für              komplexe Prozeduren?
     Zusätzliche Geräte sollten so positioniert   die verschiedenen Eingriffstypen und
     werden, dass es nicht zur Beeinträchti-      Registrierungsarten am Boden hilfreich.            Die Implantation von Spezialendopro-
     gung der Bewegungsfreiheit der Anla-                                                            thesen (FEVAR/BEVAR) profitiert von
     ge im Rahmen der Rotation oder gar                                                              der Anwendung der Fusionsbildgebung,
     zur Kollision kommt. Prinzipiell sind zur

14    Gefässchirurgie 1 · 2020
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                                                                                                    wie in den letzten Jahren gezeigt werden
                                                                                                    konnte [13].
                                                                                                       Bei der Behandlung von Standarden-
                                                                                                    doprothesen (EVAR) hat die Fusionsbild-
                                                                                                    gebung ebenfalls Vorteile und kann im
                                                                                                    günstigsten Fall die Anzahl der notwen-
                                                                                                    digen DSAs auf insgesamt nur zwei Serien
                                                                                                    im Rahmen von Routine-EVAR/TEVAR
                                                                                                    reduzieren (1. Kontrolle der Registrie-
                                                                                                    rung; 2. Abschlussangiographie). Auch
                                                                                                    bei Kliniken, die in der Mehrzahl Stan-
                                                                                                    dardeingriffe durchführen, kann deshalb
                                                                                                    die Anschaffung eines Hybrid-OPs unter
                                                                                                    dem Aspekt des Strahlenschutzes sinn-
                                                                                                    voll sein [5, 6].
                                                                                                       Die Fusionsbildgebung und die von
Abb. 1 8 Anterior-posterior-Durchleuchtung zur 2-D/3-D-Registrierung. (Mit freundlicher Genehmi-    der Industrie zur Verfügung gestellten
gung der Siemens Healthineers AG)                                                                   Workflows stellen jedoch einen nicht
                                                                                                    unrelevanten Kostenfaktor dar. Neben
                                                                                                    der Hybridanlage als Hardware bedarf
                                                                                                    es der zusätzlichen Investition in Soft-
                                                                                                    warekomponenten und insbesondere in
                                                                                                    qualifiziertes zusätzliches Personal (Hy-
                                                                                                    brid-OP-Techniker oder medizinisch-
                                                                                                    technisches Röntgenpersonal/MTRA)
                                                                                                    zur Bedienung des Systems.
                                                                                                       Prinzipiell ist es aber nach der Grund-
                                                                                                    satzentscheidung zur Anschaffung ei-
                                                                                                    ner solchen Hochleistungsanlage kaum
                                                                                                    sinnvoll, Tools zur sicheren Prothe-
                                                                                                    senimplantation und insbesondere zur
                                                                                                    Strahlenreduzierung nicht anzuschaffen.

                                                                                                    Software unterstützte
                                                                                                    Workflows zur
Abb. 2 8 Seitliche Fluoroskopie zur 2-D/3-D-Registrierung. (Mit freundlicher Genehmigung der Sie-
mens Healthineers AG)                                                                               Fusionsbildgebung
                                                                                                    Zur Vereinfachung und Reduzierung
                                                                                                    der Arbeitsschritte im Rahmen der Fu-
                                                                                                    sionsbildgebung haben die Hersteller
                                                                                                    der Systeme softwarebasierte Lösungen
                                                                                                    entwickelt (z. B. syngo EVAR-Guidance,
                                                                                                    Siemens Healthineers oder Vesselnavi-
                                                                                                    gator, Philips). Durch Anwendung dieser
                                                                                                    Workflows werden die Schritte zur Re-
                                                                                                    gistrierung und Segmentierung auf ein
                                                                                                    Minimum reduziert. Die Organabgänge
                                                                                                    werden automatisch grafisch markiert
                                                                                                    und können bei Bedarf bei etwaigen Un-
                                                                                                    genauigkeiten der Überlagerung manu-
                                                                                                    ell angepasst werden. Zusätzlich können
                                                                                                    Aufnahmewinkel für die anatomische
                                                                                                    achsenkorrigierte Stentpositionierung
                                                                                                    verwendet werden.
Abb. 3 8 Workstation mit Bildverarbeitungs-Workflow (Syngo EVAR Guidance, mit freundlicher Ge-
nehmigung der Siemens Healthineers AG)                                                                  Trotz dieser Simplifizierungen im
                                                                                                    Workflow im Vergleich zu den Vor-

                                                                                                                       Gefässchirurgie 1 · 2020   15
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      Leitthema

     Abb. 4 8 Anpassung/Alignement der präoperativen Bilder mit den Fluoro-   Abb. 5 8 Darstellung der „Maske“ mit Markierung der Gefäßabgänge und
     skopien in 2 Ebenen (Syngo EVAR Guidance, mit freundlicher Genehmigung   dem eingebrachten Endograft (Fusionsbildgebung) im Durchleuchtungs-
     der Siemens Healthineers AG)                                             modus

     gängersystemen, bleibt die Fusions-              geschulten Mitarbeiters (sog. Hybrid-           sisbereich erzeugt zwar prinzipiell eine
     bildgebung hinsichtlich Vorbereitung             OP-Techniker).                                  bessere Bildqualität, führt jedoch auch
     und technischer Durchführung kom-                                                                zu einer wesentlich höheren Strahlenbe-
     plex (3-D/3-D-Fusion > 2-D/3-D-Fusi-             Individuell angepasster                         lastung. Selbstverständlich soll die Re-
     on) und bedarf einer gewissen Routine            Strahlungsmodus                                 duktion der Strahlenintensität nicht auf
     und Erfahrung. Hilfreich ist es da-                                                              Kosten der Sicherheit bei der Implanta-
     bei, wenn sich mehrere Mitarbeiter aus           Die modernen Hybridanlagen sind                 tion der Prozeduren gehen. Die Auswahl
     verschiedenen Bereichen (ärztliches/             in der Regel mit einer Standardein-             der verwendeten Strahlenprotokolle soll-
     pflegerisches Personal und Lagerung) in           stellung hinsichtlich der Strahlenin-           te sich am Prinzip „so wenig wie mög-
     die Anlage so einarbeiten, dass ein siche-       tensität mit verschiedenen Grund-               lich, aber so viel wie nötig“ orientieren.
     rer Betrieb zur effektiven Anwendung              einstellungen/Modi ausgestattet (z. B.          Dies entspricht auch den prinzipiellen
     der Fusionsbildgebung gewährleistet ist.         „low“/„medium“/„high“) [3, 7]. Darüber          Empfehlungen zum Strahlenschutz un-
                                                      hinaus werden bei der Installation der          ter Anwendung des ALARA- „As-low-

     »Fusionsbildgebung
          Die Durchführung der
                        ist komplex
                                                      Anlage nach Koordinierung mit dem
                                                      Hersteller Programme definiert, die
                                                                                                      as-reasonably-achievable“-Prinzips [16].
                                                                                                         Die geringstmögliche Strahlung als
                                                      den unterschiedlichen Bedürfnissen der          Standard abzurufen, ist jedoch nicht in
     und bedarf Erfahrung                             nutzenden Fachdisziplinen entsprechen           jeder Situation sinnvoll. Manchmal ist
                                                      (z. B. Orthopädie vs. Gefäßchirurgie).          eine Erhöhung der Leistung auf eine
     Selbstverständlich kann die Registrie-               Es empfiehlt sich, als Grundeinstel-         höhere Bildfrequenz pro Zeiteinheit,
     rung der Bilder und die Fusion auch              lung primär mit der niedrigsten Einstel-        beispielsweise zum Kanülieren von Or-
     vom Operateur selbstständig und sogar            lung zu beginnen. Im Fall der suboptima-        gangefäßen, praktikabler/schneller und
     steril vom OP-Tisch aus durchgeführt             len Darstellung von Strukturen während          bedarf in der Summe weniger Dosis.
     werden. In der Praxis zeigt sich jedoch          der Prozedur, insbesondere bei Angula-             Nicht zu vergessen ist darüber hi-
     mehrheitlich, dass die Einbeziehung              tionen oder übergewichtigen Patienten,          naus, dass die Röntgenanlagen bei be-
     weiterer Mitarbeiter hinsichtlich der            kann jeweils manuell nachjustiert werden        sonderen Konstellationen (Angulation/
     Praktikabilität sinnvoll ist. So besteht die     (z. B. Erhöhung der Pulsrate/Zeiteinheit)       übergewichtige Patienten) selbstständig
     Möglichkeit zur Bedienung der Anlage             oder es wird aktiv in den nächsthöheren         die nötige Energie (KV) im Rahmen der
     durch einen auf das System spezifisch             Modus umgeschaltet.                             OP zur Verbesserung der Bildgebung an-
     im Rahmen eines mehrwöchigen Kurses                  Ein routinemäßiger Beginn der Pro-          passen [4, 7]. Hier lohnt sich ein regelmä-
                                                      zeduren im mittleren oder gar hohen Do-         ßiger Blick auf die am Monitor zur Ver-

16    Gefässchirurgie 1 · 2020
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fügung gestellten Strahlungsdaten und         Status quo C-Bogen                          eine aktive Kühlung auf, was eine aus-
aktiven Protokolle.                           (Flachbilddetektoren)                       reichende Systemstabilität auch bei kom-
    Nach Einarbeitung in das neue System                                                  plexen Prozeduren ermöglicht.
und nach Analyse der verschiedenen Ein-       Mit Beginn der endovaskulären aorta-
griffstypen des jeweiligen Fachgebiets,
kann in Abstimmung mit dem Hersteller
                                              len Therapien Anfang/Mitte der 1990er-
                                              Jahre kamen im OP-Saal routinemäßig         »BögenModerne mobile Hybrid-C-
                                                                                                  werden aktiv gekühlt
eine zusätzliche individuelle Anpassung/      mobile C-Bögen zum Einsatz. Basierend
Modifikation der verschiedenen Grund-          auf der Bildverstärkertechnik waren die-
einstellungen erfolgen. Hierbei können        se Anlagen hinsichtlich Bildqualität und    Im Vergleich zu fixen Angiographie-
sogar die spezifischen Bedürfnisse der         Systemstabilität extrem unzuverlässig.      anlagen (100 KV) ist die abrufbare
einzelnen Anwender Berücksichtigung           Auch die Größe des Arbeitsfeldes (Bild-     Leistung mobiler Systeme selbstver-
finden, um die Strahlendosis auf ein           ausschnitt) im Rahmen der Implantation      ständlich deutlich geringer (25 KV),
Minimum zu reduzieren (z. B. Modus            war aufgrund der Bildwandlertechnik         doch in der Regel ausreichend für die
Aorta: Arzt A vs. Arzt B). Bemerkenswert      deutlich eingeschränkt. Zusätzlich be-      sichere Durchführung auch komplexe-
bleibt, dass auch routinierte Anwender        steht das Problem, das komplexe Pro-        rer Prozeduren. Aufgrund des deutlich
von Hochleitungsanlagen sich teilweise        zeduren (FEVAR/BEVAR) mit erhöhter          niedrigeren Anschaffungspreises der ge-
der verschiedenen möglichen Grundein-         Durchleuchtungsdauer (>45 min) nicht        ringeren Unterhaltungskosten und der
stellungen nicht bewusst sind. Es sollte      sicher zu Ende gebracht werden können.      Unabhängigkeit baulicher Vorrausetzun-
deshalb zu Beginn jedes Eingriffes zum         Ursache ist die Überhitzung der Anode       gen/Anpassungen, stellen diese mobilen
Prinzip werden, den aktiven Modus zu          bei fehlender Möglichkeit zur aktiven       Anlagen, insbesondere bei der mehrheit-
überprüfen und ggf. anzupassen. Dies          Kühlung des mobilen C-Bogen-Systems.        lichen Therapie von Standardeingriffen
trifft insbesondere auf Kliniken zu, wo       Nicht selten wurden daher im Rahmen         (EVAR) des Durchschnittsversorgers ei-
verschiedene Fachdisziplinen eine große       komplexer aortaler Prozeduren 2 bis 3 C-    ne echte Alternative zum Hybrid-OP
Zahl unterschiedlicher Strahlenproto-         Bögen „verbraucht“.                         dar.
kolle nutzen.                                    Aktuell sind die Mehrzahl an C-Bögen
                                              für den vaskulären Bereich mit Flachde-     Fazit für die Praxis
Bauliche Anpassungen                          tektortechnik ausgestattet. Dies ermög-
                                              licht ein Arbeiten mit größerem Bildaus-    4 Der Hybrid-OP stellt eine technische
Beim Bau eines Hybrid-OPs werden              schnitt, besserer Auflösung und stabilerer     Revolution und in vielerlei Hinsicht
prinzipiell systemspezifischeGroßbild          Bildgebung [1].                               eine Notwendigkeit für die Durch-
Anpassungen im Vorfeld geplant, um                                                          führung komplexer endovaskulärer
der Funktionalität und insbesondere           Hybrid-C-Bogen                                Prozeduren in der modernen Ge-
dem Strahlenschutz bei der Nutzung von                                                      fäßchirurgie dar. Durch bauliche
Hochdosisanlagen gerecht zu werden.           Eine Weiterentwicklung der mobilen Sys-       Besonderheiten und die Anwendung
Simultan zu Durchleuchtungseinheiten          teme mit Flachbilddetektoren stellen die      verschiedener Prinzipien, wie der
in der Radiologie und Kardiologie (An-        sog. mobilen Hybridanlagen (Ziehm Vi-         Fusionsbildgebung in Kombination
giosuite), werden beispielsweise decken-      sion RFD Hybrid, Cios Alpha Siemens           mit vereinfachten Workflows und
montierte Plexiglasschilde und flexibel        Healthineers etc.) dar. Besondere Eigen-      durch angepasste Einstellungen der
zu montierende Untertischschutzsys-           schaft dieser „Hybrid-C-Bögen“ ist die        Anlagen im niedrigen Dosisbereich
teme zur Verfügung gestellt. Flexible         Möglichkeit zur selbstständigen Einstel-      können trotz potenziell hoher Strah-
deckenmontierte Großbildmonitore bie-         lung der Durchleuchtungseigenschaften         lenleistung der Hybrid-OP-Anlagen
ten eine gute und großformatige Bild-         (Pulsrate/Blende/Zoom) durch den Ope-         niedrige Dosiswerte erreicht werden.
qualität, die zusätzliche strahlenintensive   rateur im Rahmen des Eingriffs durch ei-     4 Die aktuellen Daten zur reduzierten
Vergrößerungen (Zoom) im Rahmen der           ne am Tisch steril fixierte Steuerungsein-     Strahlung beziehen sich allerdings
Prozedur auf ein Minimum reduzieren.          heit. Zusätzlich besteht die Möglichkeit      mehrheitlich auf Kliniken mit einem
Darüber hinaus erlauben funkgesteuerte        zur unabhängigen Steuerung des Systems        Fokus auf Strahlenreduktion. Somit
Fußpedale, welche bei Hybridanlagen           durch den Operateur in verschiedenen          muss prinzipiell davon ausgegangen
routinemassig zum Einsatz kommen,             Raumebenen auf Basis eines motorisier-        werden, dass nur durch Sensibili-
insbesondere bei Durchführung von             ten C-Arms. Kombiniert man dies dann          sierung und Bewusstmachung der
Serienaufnahmen (digitale Subtrakti-          noch mit einer motorisierten Tischein-        Strahlenproblematik akzeptable Do-
onsangiographien/DSA), sich als Ope-          heit und flexiblen Deckeninstallationen        siswerte für Patient und insbesondere
rateur/OP-Personal in größerer Distanz        (z. B. Großmonitor) entsteht ein funktio-     Personal unter echten Bedingungen
zur Strahlenquelle zu positionieren als       nelles „Hybrid-OP-Umfeld“ auf Boden           im Routinebetrieb erreicht werden
beim herkömmlichen C-Bogen mit ka-            einer mobilen C-Bogeneinheit mit ho-          können.
belbasiertem Fußschalter.                     her Flexibilität. Die modernen mobilen      4 Die Frage, ob flächendeckend die
                                              Hybrid-C-Bögen weisen darüber hinaus          Einrichtung von Hybrid-OPs für

                                                                                                            Gefässchirurgie 1 · 2020   17
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       Leitthema

       gefäßchirurgisch tätige Klinken                         5. Hertault A, Maurel B, Sobocinski J, Martin
                                                                  Gonzalez T, Le Roux M, Azzaoui R, Midulla M,
       sinnvoll ist, bleibt hierbei offen.                         Haulon S (2014) Impact of hybrid rooms with
     4 Wesentlich für die Effektivität und                         image fusion on radiation exposure during
       Effizienz der Anlage, insbesondere                           endovascular aortic repair. Eur J Vasc Endovasc
                                                                  Surg 48:382–390
       unter Berücksichtigung des Strahlen-                    6. Hertault A, Rhee R, Antoniou GA, Adam D, Tonda H,
       schutzes, ist sicher die Durchführung                      Rousseau H, Bianchini A, Haulon S (2018) Radiation
       einer Mindestanzahl an endovasku-                          dose reduction during EVAR: results from a
                                                                  prospective multicentre study (the REVAR study).
       lären Eingriffen zum Erreichen einer                        Eur J Vasc Endovasc Surg 56:426–433
       gewissen Prozessstabilität.                             7. De Ruiter QM, Gijsberts CM, Hazenberg CE, Moll FL,
     4 Die neuen mobilen motorgesteuer-                           van Herwaarden CE (2017) Radiation awareness
                                                                  for endovascular abdominal aortic aneurysm
       ten C-Bögen mit Flachdetektortech-                         reapir in the hybrid operation room. An instant
       nik (Hybrid-C-Bogen) und aktiver                           patient risk chart for daily practice. J Endovasc Ther
       Kühlung stellen aktuell gute Alter-                        24(3):425–434
                                                               8. Kauffmann C, Douane F, Therasse E, Lessard S,
       nativen zur sicheren Durchführung                          Elkouri S, Gilbert P et al (2015) Source of errors and
       von aortalen Standardeingriffen                             accuracy of a two dimensional/three dimensional
       (EVAR/TEVAR) dar. Insbesondere Kli-                        fusion road map for endovascular aneurysm repair.
                                                                  J Vasc Interv Radiol 26:544–551
       niken mit limitiertem Budget oder                       9. Goudeketting SR, Heinen SGH, Unlu C, van der
       eingeschränkten baulichen Voraus-                          Heuvel DAF, de Vries JPM, van Strijen MJ et al
       setzungen finden in diesen mobilen                          (2017) Pros and cons of 3 D image fusion in
                                                                  endovascularaorticrepair: asystematicreviewand
       Hybrid-C-Bögen eine vernünftige                            meta analysis. J Endovasc Ther 24:595–603
       Alternative.                                           10. Schulz CJ, Schmitt M, Böckler D, Geisbusch P (2016)
                                                                  Fusionimagingtosupportendovascularaneurysm
                                                                  repair using 3D–3D registration. J Endovasc Surg
     Korrespondenzadresse                                         23:791–799
                                                              11. Schulz CJ, Schmitt M, Böckler D, Geisbusch P (2016)
                                                                  Intraoperative contrast enhanced cone beam
                         Prof. Dr. S. Ockert
                                                                  computed tomography to assess technical success
                         LUVAS – Gefässchirurgie,                 during endovascular aneurysm repair. J Vasc Surg
                         Hirslanden Klinik St. Anna               64:577–584
                         Luzern                               12. Maurel B, Martin-Gonzalez T, Chong D, Irwin A,
                         Lützelmattstrasse 3,                     Guimbretiere G, Davis M et al (2018) A prospective
                         6006 Luzern, Schweiz                     randomized trial of fusion imaging in infrarenal
                         stefan.ockert@luvas.ch                   aneurysms. J Vasc Surg 68:1706–1713
                                                              13. Dijkstra ML, Eagleton MJ, Greenberg RK, Mastrac-
                                                                  ci T, Hernandez A (2011) Intraoperative C-Arm
                                                                  cone-beam computed tomography in fenestra-
     Einhaltung ethischer Richtlinien                             ted/branched aortic endografting. J Vasc Surg
                                                                  53:583–590
                                                              14. Barral PA, Demasi-Jacquier MA, Bal L, Omnes V,
     Interessenkonflikt. S. Ockert gibt an, dass kein             Bartoli A, Jacquier A, Gaudry M (2019) Fusion
     Interessenkonflikt besteht.                                   imaging to guide thoracic endovascular aortic
                                                                  repair (TEVAR): a randomized comparism of two
     Für diesen Beitrag wurden von den Autoren keine              methods, 2D/3D versus 3D/3D image fusion.
     Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt.                Cardiovasc Intervent Radiol 42:1522–1529
     Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort     15. Schulz CJ, Böckler D, Krisam J, Geisbüsch P (2019)
     angegebenen ethischen Richtlinien.                           Two-dimensional-three-diemnsional registration
                                                                  for fusion imaging is noninferioer to three-
                                                                  dimensional-three-dimensional registration in
     Literatur                                                    infrarenal endovascular aneurysm repair. J Vasc
                                                                  Surg 70(6):2005–2013
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         panel detectors, rotational Angiography, FluoroCT,       (1990) Implementation of the principle of as low
         IVUS or still the portable C-arm? J Vasc Surg            as reasonably achievable (ALARA) for medical
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         hybrid room. Eur J Vasc Endovasc Surg 46:675–679     17. Maurel B, Sobocinski J, Perini P, Guillou M,
      3. De Ruiter QM, Moll FL, Gijsberts CM, van                 Midulla M, Azzaoui R, Haulon S (2012) Evaluation
         Herwaarden JA (2016) Alluraclarity radiation dose-       of Radiation during EVAR performed on a mobile
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         during endovascular aneurysm repair. J Endovasc      18. Kalef-Ezra JA, Karavasilis S, Ziogas D, Dristiliaris D,
         Ther 23:130–138                                          Michaelis LK, Matsagas M (2009) Radiation burden
      4. Kendrick DE, Miller CP, Moorehead PA, Kim AH,            of patients undergoeing endovascular abdominal
         Baele HR, Wong VL, Jordan DW, Kashyap VS (2016)          aortic aneurysm repair. J Vasc Surg 49:283–287
         Comparative occupational radiation exposure
         between fixed and mobile imaging systems. J Vasc
         Surg 63:190–197

18     Gefässchirurgie 1 · 2020
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