STELLENPLAN 2021 ERLÄUTERUNGSBERICHT - DES LANDRATSAMTS OSTALBKREIS - Erläuterungsbericht ...
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Haushaltsplan 2021
Erläuterungsbericht zum Stellenplan
Inhaltsverzeichnis Seite
1. Rechtliche Grundlagen 3
2. Aktueller Personalstand 3
3. Stellenplan 2021 5
4. Personalkosten 2021 6
5. Digitalisierung 7
6. Ausbildung 10
7. Vereinbarkeit von Familie und Beruf 14
8. Fortbildung 15
9. Betriebliche Gesundheitsförderung 15
10. Schwerbehinderte 17
11. Corona-Pandemie 18
12. Schlussbetrachtung und Ausblick 21
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
1. Rechtliche Grundlagen
Der Landkreis bestimmt gemäß § 47 Landkreisordnung (LKrO) im Stellenplan die Stellen
seiner Beamten sowie seiner nicht nur vorübergehend Beschäftigten, die für die Erfüllung
der Aufgaben im Haushaltsjahr erforderlich sind. Der Stellenplan ist Bestandteil des
Haushaltsplans. Seit mehreren Jahren erfolgt im Rahmen der Haushaltsplanberatung
keine Stellendiskussion im Einzelfall mehr, sondern die Festsetzung eines Personalbud-
gets. Dadurch wird der Verwaltung eine flexible, am Bedarf und an der Aufgabenerfül-
lung orientierte Personalwirtschaft ermöglicht. Im Laufe des Jahres auftretende Verände-
rungen werden in den nächsten Stellenplan eingearbeitet. Diese Praxis hat sich aus-
drücklich bewährt, wie auch die Rechnungsergebnisse der vergangenen Jahre belegen.
2. Aktueller Personalstand
Am 30.09.2020 waren insgesamt 1.856 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Elternzeit/
Vollzeit Teilzeit Gesamt
Beurlaubung
männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich
Beamte 166 134 6 160 0 28 172 322 494
Beschäftigte 356 409 51 462 9 75 416 946 1.362
Gesamt 522 543 57 622 9 103 588 1268 1.856
Prozentual 30,5% 28,0% 4,2% 31,6% 0,6% 5,1% 35,3% 64,7% 100,0%
58,5% 35,8% 5,7% 100,0%
Beurlaubung
weiblich
Elternzeit/
männlich
weiblich
Teilzeit
Beamte
Beschäftigte
männlich
weiblich
Vollzeit
männlich
0 200 400 600 800
Die Personalstruktur der Landkreisverwaltung ist gekennzeichnet durch einen Frauen-
anteil von 64,7 % und eine Teilzeitquote von 35,8 %.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
Elternzeit/
Personalstruktur Beurlaubung
Elternzeit/ weiblich
Beurlaubung 103
männlich Vollzeit männlich
9 522
Teilzeit weiblich
622
Vollzeit weiblich
Teilzeit männlich 543
57
75
Altersstruktur 74
73
72
71
der Land- 70
69
68
kreisver- 67
66
65
waltung 64
63
62
61
60
59
58
57
56
55
54
53
52
51
50
49
48
47
46
45
44 Männer
43
42 Frauen
41
40
39
38
37
36
35
34
33
32
31
30
29
28
27
26
25
24
23
22
21
20
19
18
17
16
-40 -35 -30 -25 -20 -15 -10 -5 0 5 10 15 20 25 30 35 40
Das Durchschnittsalter der Beschäftigten der Landkreisverwaltung liegt bei 43,0 Jahren.
32,6 % der Frauen und 52,8 % der Männer sind 50 Jahre oder älter.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
3. Stellenplan 2021
Die Anzahl der im Stellenplan 2021 ausgewiesenen Stellen erhöht sich gegenüber 2020
um 34 Stellen.
Die Schwerpunkte der Stellenvermehrung beruhen zum einen auf der Delegationsrück-
nahme der klassischen Kindertagespflege vom Verein PATE e. V. (10,75 neue Stellen)
und zum anderen beim Jobcenter (13 Stellen). Aufgrund der Corona-Pandemie ist von
einer vorübergehenden Verschlechterung des Arbeitsmarkts auszugehen und deshalb
mit einem Anstieg der Bedarfsgemeinschaften zu rechnen. Für die Verstärkung der Ge-
sundheitsverwaltung werden vom Land vier zusätzliche Stellen finanziert.
Sechs Stellen werden in den Bereichen gestrichen, in denen Mitarbeiterinnen und Mitar-
beiter ausgeschieden und für die Aufgabenerfüllung nicht mehr erforderlich sind.
Die neuen und die wegfallenden Stellen sind detailliert in den Anlagen 1 und 2 darge-
stellt.
Veränderungen im Stellenplan 2021 gegenüber 2020
2020 Veränderung 2021
Anlage 4 Haushaltsplan 2021
Stellen lt. Anlage 4 1.281,20
(ohne Kliniken)
Neue Stellen +40,00
Wegfallende Stellen -6,00
Stellen 1.281,20 1.315,20
(ohne Kliniken)
Beamtenstellen in den 1,00 1,00
Kliniken
Gesamtstellenzahl 1.282,20 1.316,20
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
4. Personalkosten 2021
Ein Teil der Personalkosten, genau 19,23 %, werden dem Landkreis durch Dritte
erstattet. Die Personalverwaltung achtet stets darauf, alle Förderungsmöglichkeiten
auszuschöpfen. Personalkostenerstattungen reduzieren den Bruttoaufwand des
Personaletats in verschiedenen Bereichen wie folgt:
- Jobcenter 10.593.536 €
- Bundesteilhabegesetz - Konnexitätsprinzip 326.311 €
- Straßenarbeiter 3.328.793 €
- Landschaftsplaner - Straßenbau 85.227 €
- Beauftragte für Chancengleichheit 42.500 €
- Flüchtlingsbeauftragte 10.000 €
- Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen 72.000 €
- Beauftragte für Suchtprophylaxe 14.320 €
- Kontaktstelle Frau und Beruf 61.285 €
- LEADER-Kulisse 62.756 €
- Datenschutzbeauftragter bei den Gemeinden 36.000 €
- Kostenersatz für abgeordnete Mitarbeiter 88.840 €
- Beschäftigungsinitiative 339.002 €
- Lernende Kulturregion 124.432 €
- Bildungsregion/Projekt ZUKUNFT 319.137 €
- Regionales Übergangsmanagement 59.000 €
- Koordination Bildungsangebote für Neuzugewanderte 17.500 €
- Schulsozialarbeit 16.700 €
- Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwäbischer Limes 73.334 €
- Wasserverbände 101.400 €
- Landschaftspflege Projekt „natura 2000“ 65.452 €
- Landwirtschaft „Vorortkontrolle“ 135.000 €
- Ersatz für Leistungen in der Landeserstaufnahmestelle 50.000 €
- Bildung und Teilhabe 30.000 €
- Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen 128.000 €
- Schwangerenberatung 40.863 €
- Pakt für Integration 189.440 €
- Pflegestützpunkt 197.382 €
- Einnahmen Mobilität 135.000 €
- Gesundheit - Nachhaltige Stärkung 256.123 €
- Beauftragter Gesundheitskonferenz 55.800 €
- Koordinationsstelle für die generalisierte Pflege 30.000 €
- Sonstige Erstattungen 254.444 €
_________________________________________________________________
- Gesamterstattungen: 17.339.577 €
Unter Berücksichtigung der oben genannten Personalkostenerstattungen sowie der pau-
schalen Kürzung von 1.200.000 € reduzieren sich die Brutto-Personalausgaben in Höhe
von 90.133.155 € auf einen Netto-Personalaufwand in Höhe von 71.593.578 €. Die
Netto-Steigerung gegenüber dem Jahr 2020 beträgt somit 1.716.651 €.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
5. Digitalisierung
Infrastruktur
Die Entwicklung im Bereich E-Government und der damit verbundenen Umsetzung des
Online-Zugangsgesetzes (OZG) zeigt, dass die Digitalisierung bei Bund, Ländern, Land-
kreisen und Kommunen weiterhin als Top-Thema bleibt. Denn gerade auch für Kommu-
nen des ländlichen Raums bietet die Digitalisierung große Chancen und nimmt so einen
entscheidenden Einfluss auf deren Standortentwicklung. Darüber hinaus hat die Corona-
Pandemie einen gewaltigen Digitalisierungsschub weltweit ausgelöst.
Grundlage der Tätigkeiten im Bereich Digitalisierung ist weiterhin die Umsetzung der
im Rahmen des Förderprogramms „Digitale Zukunftskommune@bw“ erstellten und
am 8. Mai 2018 im Ausschuss für Bildung und Finanzen beschlossenen digitalen
Gesamtstrategie für die Landkreisverwaltung.
Der wichtigste Baustein der Digitalisierung in der Landkreisverwaltung ist die Einführung
der E-Akte. Diese wird bis zum Ende des Jahres 2020 flächendeckend in der gesamten
Landkreisverwaltung eingeführt. Erst nach der flächendeckenden Einführung können die
mit der Einführung der E-Akte einhergehenden Effizienzsteigerungen der Arbeitsabläufe
und Möglichkeiten für Kosteneinsparungen vollständig zum Tragen kommen. Zwingend
damit verbunden ist der zentrale elektronische Posteingang (E-Posteingang) in Aalen.
Sukzessive stellt die 2016 eingerichtete zentrale Scanstelle, die eingehende „Papierpost“
den Geschäftsbereichen digitalisiert auf dem Bildschirm zur Verfügung. Für diesen zent-
ralen Eingang wurde eine Vielzahl unterschiedlicher Kopfbögen auf einen Standard-
Kopfbogen für ALLE harmonisiert. Damit gelingt es in einem ersten Schritt, einen medi-
enbruchfreien Eingangsprozess „E-Akte“ umzusetzen. Der Elektronische Postausgang
(E-Postausgang) wird derzeit vom Jobcenter mit einer neuen Software getestet. Bei Be-
darf soll dieser ebenfalls interimsweise nach und nach in den Geschäftsbereichen aus-
gerollt werden, bis die derzeit entwickelten standardisierten Online-Verwaltungsdienst-
leistungen von Bund und Land in einem „Kundenportal“ für die Bürgerschaft zur Verfü-
gung stehen und dieses als Kommunikationskanal zwischen Verwaltung und Bürger ge-
nutzt werden kann. Damit wird langfristig der klassische Briefversand und die damit ver-
bundenen Scanarbeiten abgelöst, denn wer digital kommuniziert, meidet Papier und
muss erst gar nicht scannen bzw. drucken.
Im Jahr 2020 hat das Projekt E-Akte während des Ausbruchs der Corona-Pandemie
in erheblichem Maße dazu beigetragen, dass die Landkreisverwaltung arbeitsfähig
blieb. Geschäftsbereiche, welche die E-Akte bereits eingeführt haben und konsequent
umsetzen, konnten während des Lock-Downs der Corona-Pandemie ihre Aufgaben
dank des ortsunabhängigen Zugriffs von zu Hause bearbeiten. Technische Lösungen
hierfür hat der Geschäftsbereich Information und Kommunikation den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern kurzfristig bereitgestellt. Der Zugang erfolgte von privaten Geräten
aus über eine SSL-Verbindung (Secure Sockets Layer) direkt in das Netzwerk der
Landkreisverwaltung.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
E-Government/Onlinezugangsgesetz (OZG)
Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, ihre Ver-
waltungsdienstleistungen bis Ende 2022 digital anzubieten. In der Landrätekonferenz
am 14. November 2019 wurde der Digitalisierungskodex des Landkreistages Baden-
Württemberg beschlossen. Das 10 Punkte-Papier beinhaltet die Verwendung der
zentral bereitgestellten E-Government-Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg
„www.service-bw.de“. Damit verfügen das Land und seine 1101 Kommunen über eine
geeignete Plattform, um gemeinschaftliche Prozesse entwickeln, erproben und der
Bürgerschaft zur Verfügung stellen zu können.
Für den Fortschritt im Bereich E-Government sind alle Verwaltungen von Bund und
Land abhängig. Die Weiterentwicklung des Portals des Landes „www.service-bw.de“ ist
hierfür u.a. maßgebend. Darüber hinaus spielen auch die Umsetzung der bundesweit
standardisierten OZG-Prozesse eine zentrale Rolle. Die Bundesregierung hat - auch
forciert durch die Corona-Pandemie - den Entwurf zur Registermodernisierung
beschlossen. Dies bedeutet, dass mit der einheitlichen Steuer-Identifikationsnummer
als zentrales Ordnungsmerkmal der Austausch von Daten der Bürgerinnen und Bürgern
bei Online-Verwaltungsdienstleistungen gesteuert werden sollen. Mit dem „Once-Only-
Prinzip“ (OOP) erwartet die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, dass in staatli-
chen Registern bereits gespeicherte Daten nicht bei jeder Beantragung von Verwaltungs-
dienstleistungen neu eingereicht werden müssen. Damit wird aus Nutzersicht die Bean-
tragung von Verwaltungsdienstleistungen erleichtert und auch die Bearbeitungszeit
innerhalb der Verwaltung deutlich verkürzt. Dieser Gesetzesentwurf ist der Grundstein
für die Umsetzung des OZG.
Es sollen damit höchste datenschutzrechtliche Anforderungen erfüllt werden. Land und
Kommunen haben sich hier in Baden-Württemberg auf die gemeinsame Zielrichtung
„Doppelstrategie“ zu einer erfolgreichen Umsetzung im E-Government verständigt.
Unter anderem sollen bundesweit Standard-Verwaltungsprozesse für 14 Themenfelder
in Digitallaboren entwickelt werden.
Neben der Umsetzung dieser standardisierten OZG-Verwaltungsdienstleistungen von
Seiten des Bundes bzw. des Landes wird der digitale Bürgerservice durch intelligentes
Formularmanagement von der Landkreisverwaltung in Fahrt gebracht. Dadurch soll die
Antragstellung für den Bürger vereinfacht bzw. verbessert und die medienbruchfreie
Weiterverarbeitung in der E-Akte möglich werden. Die Formulare der Landkreisverwal-
tung werden aktuell hauptsächlich im PDF-Format zur Verfügung gestellt und sind nur
teilweise digital beschreibbar. Zukünftig sollen alle Formulare mit Antragsassistenten
digital beschreibbar zur Verfügung gestellt werden. Der Bürger wird damit beim Ausfül-
len der Formulare Schritt für Schritt geleitet und unterstützt. Dies soll Fehler in der
Antragsstellung vermeiden und in der Folge die Bearbeitung durch die/den Sachbear-
beiter/in erleichtern.
Die Prozessoptimierung ist zwingend mit der Digitalisierung verknüpft. Die direkte
digitale Abbildung eines analogen Prozesses ist nur selten sinnvoll. Im Zuge der
Digitalisierung müssen daher vor allem auch Prozesse neu gestaltet und somit Arbeits-
abläufe optimiert werden.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
Initiative Digitale Landkreiskonvois (INDILAKO)
Dieses Projekt des Landkreistages Baden-Württemberg verfolgt das Ziel, dass jeweils
mehrere Landkreise gemeinsam eine konkrete Aufgabe im Rahmen der digitalen Trans-
formation auf Basis einer landesweiten Roadmap gleichförmig umsetzen. Dadurch
sollen Blaupausen für andere Landkreise entstehen. Der Ostalbkreis ist an folgenden
INDILAKOS beteiligt:
- Online-Antrag von Vermessungsdienstleistungen
- Online-Kundenportal der kommunalen Jobcenter
- Digital aufs Amt - Bürgerdienste in digitalen Servicecentern
- e-Rechnungsworkflow 2.0
- IT-Betreuung der Landkreise für kreisangehörige Kommunen
Darüber hinaus bringen zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landkreisver-
waltung ihre Erfahrung und ihr Wissen in verschiedenen Leistungsgruppen rund um das
Thema Digitalisierung, wie beispielsweise der AG Digitalisierung des Landkreistags
Baden-Württemberg oder in verschiedenen OZG-Laboren, ein.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
6. Ausbildung
Das Landratsamt Ostalbkreis bietet Schulabgängern Perspektiven in insgesamt elf
verschiedenen Berufsbildern. In den klassischen Verwaltungsberufen sind dies die
Ausbildungsgänge zum Kaufmann/-frau für Büromanagement, Verwaltungsfachan-
gestellte/r und Beamte im mittleren und gehobenen Verwaltungsdienst. Daneben
gehören auch gewerblich-technische Berufe wie Fachinformatiker/in Systemintegration,
Straßenwärter/in und Vermessungstechniker/in zum Ausbildungsangebot des Ostalb-
kreises. Im Hinblick auf die rasante Entwicklungen im IT-Bereich bietet das Landratsamt
erstmals seit 2020 einen Studiengang Bachelor of Science, Allgemeine Informatik an.
Um dem Fachkräftemangel im technischen Bereich vorzubeugen, bildet das Landratsamt
außerdem im Dualen Studiengang „Öffentliches Bauingenieurwesen Bachelor of
Engineering“ aus. Der soziale Bereich wird durch die Möglichkeit eines Studiums zum
Bachelor of Arts - Studienbereich Sozialwesen abgedeckt. Hier besteht die Möglichkeit
das Studium in zwei Fachrichtungen zu absolvieren: im klassischen Studiengang Soziale
Dienste der Jugend-, Sozial- und Familienhilfe und im betriebswirtschaftlich orientierten
Studiengang Sozialmanagement. Erstmals zum Herbst 2021 wird zudem ein Ausbil-
dungsplatz im Kreisarchiv zum Fachangestellten Medien- und Informationsdienste
bereitgestellt.
Die Ausbildungsmöglichkeiten der Landkreisverwaltung werden üblicherweise bei den
großen regionalen Ausbildungsmessen in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd
vorgestellt. Außerdem ist das Landratsamt als Aussteller bei der Ausbildungsmesse
Abtsgmünd und bei der Ausbildungsmesse „Vocatium“ in der Stadthalle Aalen ver-
treten. Das besondere bei dieser, vom Institut für Talente organisierten Messe ist, dass
im Vorfeld an den Schulen eine Information über die Aussteller erfolgt und interessierte
Schülerinnen und Schüler direkt vermittelt werden. Somit können sich die Schüler mit
gezielten Fragen auf den Messebesuch vorbereiten. Im Gegenzug haben wir als Aus-
bildungsbetrieb schon im Vorfeld Informationen über die Besucherzahlen am Messe-
stand und können je nach Berufsbild Beratungen anbieten. Bedingt durch die Corona-
Pandemie haben bereits im Jahr 2020 erste „Online-Messen“ stattgefunden. So hat
sich das Landratsamt als Ersatz für die „Vocatium“ Messe an der „parentum-Online“
Messe des Instituts für Talente beteiligt. Interessierte Jugendliche konnten per Videochat
mit der Ausbildungsleitung Kontakt aufnehmen. Ferner ist das Landratsamt Ostalbkreis
bei der virtuellen Ausbildungsmesse der IHK Ostwürttemberg „Wir sind Online“ dabei.
Um interessierten Bewerbern auch den direkten Kontakt zur Ausbildungsleitung zu
ermöglichen, fand unter Einhaltung der „AHA“-Regeln am 13. August 2020 vor dem
Gebäude des Landratsamtes eine Informationsveranstaltung für Jugendliche und
Schulabgänger statt.
Neben der Werbung in den regionalen Tageszeitungen und Sonderheften zum Thema
Ausbildung, wie zum Beispiel in der Stellenbörse des Xaver, ist das Landratsamt in
engem Kontakt zu den Schulen. Es werden Informationsveranstaltungen und Schnup-
perpraktika für interessierte Schülerinnen und Schüler angeboten. Aufgrund der
Corona-Schutzbestimmungen musste das Angebot in diesem Bereich leider sehr stark
zurückgefahren werden.
Um Jugendlichen „Live-Einblicke“ in den Arbeitsalltag von Auszubildenden beim Land-
ratsamt zu ermöglichen, haben unsere Azubis im Rahmen eines Videoprojektes selbst
Filme gedreht und geschnitten. So können für fünf Berufsbilder Filme über den
You-Tube-Kanal des Landkreises aufgerufen werden.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
Mit unseren Auszubildenden sind wir unter dem Hashtag „#azubiloa“ auch auf
Facebook und Instagram unterwegs. Die Videos zu den Ausbildungsberufen sowie
Berichte der Azubis von der Schule oder sonstigen Aktivitäten werden, nach Prüfung
durch die Pressestelle und die Ausbildungsleitung, gepostet.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
Zum gegenseitigen Kennenlernen findet jährlich kurz vor Ausbildungsbeginn ein
„Azubi-Start Up“ statt. Bei diesem Einstiegstag lernen sich die Auszubildenden und die
Ausbildungsleitung in lockerer Form außerhalb des Ausbildungsbetriebes kennen und
ein erstes Vertrauensverhältnis kann aufgebaut werden. Die Veranstaltung fand in den
Vorjahren im SkyPark Schwäbisch Gmünd unter pädagogischer Leitung der Firma Epia
statt. Nachdem die Auszubildenden verschiedene, teils sportliche, Aufgaben in Teams
erledigt hatten, wurden beim gemeinsamen Mittagessen weitere Kontakte geknüpft und
erste Freundschaften gebildet. Leider konnte diese Veranstaltung 2020 wegen der
Corona-Pandemie nicht stattfinden. Der Termin für den neuen „Kennenlerntag“ im
August 2021 steht aber bereits fest.
Als öffentlicher Ausbildungsbetrieb genießt das Landratsamt einen sehr guten Ruf. So er-
reichen die Auszubildenden des Landratsamtes zum Ende der Ausbildung hervorragende
Ergebnisse. Jedes Jahr beendet im Durchschnitt ein Drittel der Auszubildenden die Aus-
bildung mit einem Preis oder einer Belobung.
Ein Baustein für diesen Erfolg ist die fachlich qualifizierte Anleitung der Auszubildenden
durch speziell geschulte Ausbildungsbeauftragte. Der Ausbildungsleitung liegt außerdem
viel daran, dass den Auszubildenden nicht nur berufsspezifischen Kenntnisse, sondern
auch soziale Kompetenzen und gute Umgangsformen vermittelt werden. Neben einer
intensiven Begleitung der Auszubildenden durch die Ausbildungsleitung und die Ausbil-
dungsbeauftragten werden in Zusammenarbeit mit der AOK Aalen regelmäßig soge-
nannte „Azubitage“ durchgeführt. Bei diesen ganztägigen Veranstaltungen werden Aus-
zubildenden Kenntnisse und Fertigkeiten zur Bewältigung des Berufsalltags im Hinblick
auf die gesundheitlichen Belange vermittelt. In Kooperation mit der Beauftragten für
Suchtprophylaxe des Landratsamtes werden außerdem Inhouse -Seminare zum Thema
Sucht und Prävention angeboten.
Auch der Spaß darf während der Ausbildung nicht zu kurz kommen. So werden für den
Gemeinschaftssinn verschiedenste Teambuildingmaßnahmen angeboten: Ausflüge mit
Besichtigungen oder gemeinsame Grillfeste.
Zur aktuellen Ausbildungssituation: Beim Landratsamt Ostalbkreis sind momentan
insgesamt 90 Auszubildende in folgenden Berufsbildern beschäftigt:
Kaufmann/-frau für Büromanagement 22
Beamte im mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst 3
Verwaltungsfachangestellte 12
Bachelor of Arts - Studienbereich Public Management 5
Bachelor of Arts - Studienbereich Sozialwesen 24
Bachelor of Engineering -Studienbereich Öff. Bauingenieurwesen 1
Bachelor of Science - Studienbereich Allgemeine Informatik 1
Fachinformatiker - Systemintegration 3
Straßenwärter 7
Vermessungstechniker 12
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Neben der Ausbildung werden auch in großer Zahl Praktikumsplätze für den gehobenen
vermessungstechnischen Dienst, gehobenen Forst- und Landwirtschaftsdienst wie auch
für die Laufbahnen des höheren Dienstes zur Verfügung gestellt. Ebenso Praktikums-
plätze für den allgemeinen gehobenen Verwaltungsdienst im 3. Praxisjahr. Für
Studenten besteht außerdem die Möglichkeit, im Rahmen des Studiums vorgesehene
Pflichtpraktika gegen Vergütung beim Landratsamt zu absolvieren.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Landratsamt den Großteil der
eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst ausbildet und damit sehr gute Erfahrun-
gen macht. Eine Vielzahl ehemaliger Auszubildenden haben heute verantwortungsvolle
Positionen in der Landkreisverwaltung bezogen, so unter anderem in den Sekretariaten
der Geschäftsbereichsleitungen und bei den Dezernenten. Sehr häufig treten ehemalige
Auszubildende nach absolvierten Fort- und Weiterbildungen wieder in den Dienst der
Landkreisverwaltung (so zum Beispiel nach einem Aufstieg vom mittleren in den geho-
benen Verwaltungsdienst).
Auch das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat bei der Ausbildung einen
hohen Stellenwert. So haben in den vergangenen Jahren fünf junge Mütter erfolgreich
ihre Ausbildung beim Landratsamt absolviert. Eine junge Mutter wird derzeit zur Kauf-
frau für Büromanagement in Teilzeit ausgebildet.
Unabhängig von den Ausbildungsplätzen innerhalb der Landkreisverwaltung bietet
das Landratsamt jungen Menschen auch die Möglichkeit, im Rahmen eines Freiwilligen
Sozialen Jahres (FSJ) oder Bundesfreiwilligendienstes (BFD) Erfahrungen im zwischen
menschlichen und sozialen Bereich zu sammeln. Einsatzmöglichkeiten bieten sich hier an
unseren Schulen für Kinder mit Beeinträchtigungen. In Kooperation mit dem Deutschen
Roten Kreuz Aalen als Vertragspartner sind die Klosterbergschule Schwäbisch Gmünd,
die Jagsttalschule Westhausen, die Heideschule Mutlangen und die Schlossschule
Wasseralfingen anerkannte und genehmigte Einsatzstellen für Freiwilligendienst-
leistende.
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7. Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Aufgrund der Corona-Pandemie musste auch der OSTALB-TigeR seine Kinderbetreuung
ab 16. März 2020 einstellen. Das Betreuungsangebot für zwölf Kinder von Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeitern im Alter von 1 bis 3 Jahren kam dadurch zum Erliegen. Für die
Eltern bedeutete dies, dass sie die Betreuung selber sicherstellen mussten. Falls keine Be-
treuung im Familienkreis möglich war, waren ein kurzfristig eingerichteter Heimarbeits-
platz oder der Abbau von Überstunden und Resturlaub sowie Arbeitsbefreiungen geeig-
nete Maßnahmen, die schwierige Zeit zu überbrücken. In einem ersten Schritt konnten
ab 5. Mai 2020 zunächst drei Kinder im OSTALB-TigeR im Rahmen einer Notbetreuung
aufgenommen werden. Diese Zahl wurde schrittweise erhöht und ab 29. Juni 2020
konnten der OSTALB-TigeR wieder in den Normalbetrieb gehen.
Die Sommerferienbetreuung für Mitarbeiterkinder wurde, nach sorgfältiger Abwägung
im Hinblick auf die Corona-Pandemie, in den ersten beiden Augustwochen angeboten.
Daran nahmen insgesamt 24 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren teil. Unter Einhaltung
eines ausgearbeiteten Hygienekonzepts konnte ein buntes Programm mit vielen Aktivi-
täten im Freien angeboten werden. Das Team um Tanja Dierolf setzte dieses engagiert
und zuverlässig um. Dazu gehörten eine Schnitzeljagd und der Besuch von Spiel- und
Bolzplätzen in der Umgebung. Den Kindern gefiel der Ausflug mit dem Zug zum Itzel-
berger See mit Minigolf Spielen besonders gut. Ein weiterer Höhepunkt war der Wald-
erlebnistag. Sebastian Kienzle, der Leiter des Forstreviers Aalen-Welland, hatte einen
Pirschpfad beim Naturfreundehaus Unterkochen vorbereitet. Für die Eltern war es eine
willkommene Entlastung, nachdem sie schon während der Schulschließungen im Früh-
jahr Urlaubstage zur Betreuung der Kinder einsetzen mussten.
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8. Fortbildung
Aufgrund der Corona-Pandemie konnten einige der im ersten Halbjahr 2020
geplanten Fortbildungen nicht durchgeführt werden.
Mit einem Führungskräfte-Seminar zum Thema "Werteorientierte Führung - Wert-
schätzende Kommunikation" wurde Mitte Juli unter Einhaltung der Abstands-Regelungen
mit dem Seminarbetrieb begonnen.
Für den Herbst sind weitere Fortbildungen geplant. Aufgrund der neuen Barrierefreie-
Informationstechnik-Verordnung 2.0 (BITV 2.0) wird das Thema „Barrierefreie Kommu-
nikation in der Verwaltung“ immer aktueller. Das eintägige Seminar befasst sich mit der
Vermittlung von Basiswissen sowie den Regeln zur Leichten Sprache.
Für eine Erhöhung der Kundenorientierung am Telefon und der Schaffung einer kon-
struktiven Gesprächsatmosphäre wird im November in drei jeweils eintägigen
Seminaren ein Telefontraining angeboten.
Um auch in Ausnahmesituationen gekonnt kommunizieren zu können, werden in zwei
Fortbildungen Techniken und Verhaltensweisen zur Deeskalation geschult.
9. Betriebliche Gesundheitsförderung
Das Programm im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung wurde zu Jahresbe-
ginn in gewohnter Weise begonnen. Rücken-Fit, Pilates, Yoga und viele weitere Kurse
standen auf dem Programm. Mitte März wurden alle Kurse corona-bedingt abgebro-
chen. Mit XCO, einem Walking-Outdoor-Kurs, wurde das Programm im Sommer 2020
wieder aufgenommen.
Ab September starteten viele der gewohnten Kurse wieder. Teilweise mussten dafür an-
dere Räumlichkeiten gesucht und für jeden Kurs ein Hygienekonzept erstellt werden.
Um die Arbeit im Homeoffice bzw. unter den veränderten Bedingungen zu erleichtern,
wurden unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitere videobasierte Übungsein-
heiten zur Verfügung gestellt. Mit diesen kurzen Einheiten von 3 bis 5 Minuten, die in
den Arbeitsalltag integriert werden können, soll für eine kurze aktive Pause gesorgt wer-
den. Die Bewegung direkt am Arbeitsplatz tut dem Körper gut und nach der Bewegungs-
pause kann mit neuer Energie wieder voll durchgestartet werden.
Auch unsere Läuferinnen und Läufer konnten nicht wie gewohnt an den Läufen des
Ostalb-Laufcups an den Start gehen, da diese im Verlauf des Jahres abgesagt wurden.
Mit der Verlegung der Essinger Panoramaläufe von Mai auf November besteht noch die
einzige Chance auf einen Start für das Laufteam der Landkreisverwaltung.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
Stadtradeln
Der Ostalbkreis war im Jahr 2020 erstmals bei der Aktion STADTRADELN mit von der
Partie. In dem drei-wöchigen Zeitraum vom 7. bis 27.September 2020 wurden sowohl
unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch alle Kreisrätinnen und Kreisräte sowie
vor allem Bürgerinnen und Bürger der teilnehmenden Städte und Gemeinden im Ostal-
bkreis aufgerufen, gemeinsam in die Pedale zu treten und fleißig so viele Radkilometer
wie möglich zu sammeln.
Beim Wettbewerb STADTRADELN geht es um Spaß am Fahrradfahren, aber vor allem
darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu ge-
winnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Denn etwa ein Fünftel
der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr,
sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerorts-
verkehr.
Im gesamten Ostalbkreis gingen insgesamt knapp 2.000 aktive Radelnde, die sich in
159 Teams zusammenschlossen, an den Start. Innerhalb des Aktionszeitraums konnten
509.967 Radkilometer zurückgelegt werden. Dies entspricht einer CO2-Vermeidung von
75 Tonnen. Der Ostalbkreis konnte unter allen Teilnehmern deutschlandweit einen her-
vorragenden 53. Platz erreichen. Innerhalb des Landes Baden-Württemberg landete der
Ostalbkreis auf Platz 13.
Das Team der Landkreisverwaltung war mit 33 aktiven Radelnden am Start und konnte
in dem Aktionszeitraum 6.590 Kilometer erstrampeln. Unter den 159 registrierten
Teams im Ostalbkreis erreichte das Team Landkreisverwaltung einen beachtlichen 22.
Platz. Die teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden dafür mit attraktiven
Preisen belohnt.
Wir werden uns im nächsten Jahr sicher wieder an der Aktion STADTRADELN beteiligen
- zum Wohl des Klimaschutzes als auch der Gesundheitsförderung!
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
10. Schwerbehinderte
Das Landratsamt Ostalbkreis beschäftigt derzeit 133 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
mit Handicap. Davon sind 83 schwerbehindert, d. h. diesen Personen wurde ein Grad
der Behinderung von 50 % oder mehr zuerkannt. 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
mit Handicap haben einen Grad der Behinderung von weniger als 50%. Von diesen
sind 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Agentur für Arbeit auf eigenen Antrag
einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt. Durch die Gleichstellung wird unter
anderem der besondere Kündigungsschutz, wie bei einer anerkannter Schwerbehinde-
rung, erworben.
Die Beschäftigungsquote von schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern bei der allgemeinen Verwaltung lag im Jahr 2019 bei 6,67 % und liegt
damit deutlich über der Pflichtquote von 5,0 %. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Be-
hinderungen sind in allen Bereichen und Hierarchien der Landkreisverwaltung tätig.
Beschäftigungsquote von schwerbehinderten / gleichgestellten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der allgemeinen Verwaltung
120
100
80
IST
60
SOLL
40
20
0
Insbesondere im gewerblichen und technischen Bereich sind die Einsatzmöglichkeiten
eingeschränkt. Schwerbehinderten werden Tätigkeiten übertragen, die auch mit dem in-
dividuellen Handicap machbar sind. Die Landkreisverwaltung erfüllt hiermit ihre Vorbild-
funktion für die Teilhabe von Menschen mit Handicap am Arbeitsleben. Auch bei der
Besetzung von Ausbildungsplätzen werden, soweit es der angestrebte Ausbildungsab-
schluss zulässt, schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber bevorzugt berücksichtigt.
An der Jagsttalschule in Westhausen und an der Klosterbergschule in Schwäbisch
Gmünd gibt es in Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst der Agentur für Ar-
beit bzw. dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg erfolg-
reiche Projekte, ehemalige Schülerinnen und Schüler in die Betreuungsarbeit zu integrie-
ren. Auch rund um den Themenbereich „Digitalisierung“ können für Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter mit Handicap sukzessive neue Einsatzfelder erschlossen werden.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
11. Corona-Pandemie
Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat die Landkreisverwaltung schlagartig im
März 2020 getroffen. Die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten sich nach
der Rückkehr aus bestimmten Reiseregionen nach den Faschingsferien in vorsorgliche
Quarantäne begeben. Die sogenannten „Ischglfahrer“ haben bei ihrer Rückkehr am ers-
ten März-Wochenende einen großen Aufwand für die Nachverfolgung ausgelöst.
Der Geschäftsbereich Gesundheit ist federführend für die Durchführung aller Maßnah-
men, die in Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie stehen, ver-
antwortlich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten bisher hierbei ein enormes
Pensum, teilweise rund um die Uhr. Zunächst standen die Abstriche für die Feststellung
einer Virusinfektion im Vordergrund. Darauf folgte die Nachverfolgung der Kontaktper-
sonen, die Quarantäneeinweisung sowie die Entisolierung, d. h. Entlassung aus der
Quarantäne.
Einige Zahlen sollen dies verdeutlichen (Stand Oktober 2020):
Durchgeführte Testungen des Gesundheitsamts ca. 3.300
Durchgeführte Kontaktpersonennachverfolgungen ca. 9.660
Festgestellte Corona-Infektionen ca. 2.440
Verhängte Isolationen ca. 8.500
Der Geschäftsbereich Gesundheit kann die umfangreichen Aufgaben nicht mit seinem
eigenen Personal bewerkstelligen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen
Verwaltungsbereichen sind in vielfältigen Funktionen eingesetzt. Insbesondere bei der
Besetzung von Hotlines, bei der Fertigung von Verfügungen oder zur Beantwortung
rechtlicher Fragen haben sie wichtige Funktionen bei der Pandemiebekämpfung über-
nommen. So war beispielsweise über einen Zeitraum von vier Wochen im großen Sit-
zungssaal des Landratsamts eine Hotline eingerichtet. An 20 Telefonen und E-Mail-
Kontaktstellen wurden Fragen und auch Sorgen der Bürgerinnen und Bürger des Ostalb-
kreises entgegengenommen und beantwortet.
Insgesamt wurden in der Bekämpfung der 1. Welle der Corona-Pandemie - (Zeitraum
vom Februar bis Mai 2020) - von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landkreis-
verwaltung über 3.000 zusätzliche Stunden geleistet.
Die Landkreisverwaltung hat ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Pande-
mie mit einer Grundausstattung an Schutzausrüstung versorgt und entsprechende
Schutzvorkehrungen getroffen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten bei Bedarf
Hand- und Flächendesinfektionsmittel, Mund-Nasen-Masken, Gesichtsschutzschilder,
Einmalhandschuhe sowie Schutzkittel und Schutzanzüge. In den Eingangsbereichen der
Dienststellen wurden Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Alle publikumsintensiven Be-
reiche wie beispielsweise die Führerschein- und Zulassungsstellen, die Geschäftsbereiche
Jugend und Familie und Soziales sowie die Infotheken wurden mit Plexiglas-Schutz-
scheiben ausgestattet. Seit der Pandemie werden die Kunden in den Dienststellen durch
entsprechende Plakatierungen sensibilisiert, die Hygienevorschriften zu beachten und
Abstandsregeln einzuhalten. Bei Bedarf erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
auch weiterhin eine Schutzausstattung und es werden entsprechende Schutzvorkehrun-
gen getroffen. An den Zugängen zu den Kfz-Zulassungsstellen in Aalen und Schwäbisch
Gmünd ist Ordnungspersonal zur Einhaltung der Masken- und Abstandregelungen ein-
gesetzt.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
Die Versorgungslage von medizinischen Schutzartikeln war in den Monaten März, April
und Mai 2020 sehr angespannt. Zu Beginn der Pandemie handelte es sich um ein
knappes Gut und Schutzausrüstung war durch die weltweite Nachfrage sehr schwer zu
beschaffen. Um die Lieferengpässe bei Mund-Nasen- sowie FFP2-Masken für die statio-
nären Pflege- und Behinderteneinrichtungen, ambulanten Pflegedienste sowie für Kin-
der- und Jugendhilfeeinrichtungen zu überbrücken, entschied sich das Landratsamt
Ostalbkreis, im Rahmen von Sammelbestellungen Mund-Nasen- und FFP2-Masken zu
kaufen und entsprechend den Anforderungen der Einrichtungen und Dienste an diese
zum Selbstkostenpreis weiterzugegeben. Ziel war es, möglichst flächendeckend für Ver-
sorgungssicherheit im Landkreis zu sorgen und somit das medizinische Personal zu
schützen.
Außerdem wurden die Schutzartikelzuweisungen des Landes Baden-Württemberg über
den Landkreis koordiniert und zu Teilen an ambulante und stationäre Pflegedienste wei-
tergegeben. 43 ambulante Pflegedienste und 120 Pflege- und Behinderteneinrichtungen
im Ostalbkreis wurden dabei unterstützt, gemäß den Hygienevorschriften ihre rund
10.000 Patienten zu pflegen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen.
Auch die Kliniken des Ostalbkreises wurden mit Schutzausrüstung von den Landesliefe-
rungen ausgestattet, um eine kontinuierliche Versorgung sicherzustellen. Verschiedene
Berufsgruppen, die in direktem Kontakt mit Patienten arbeiten, wurden gezielt auf Nach-
frage unterstützt, um medizinische Dienstleistungen weiterhin zu ermöglichen.
Zudem wurden angesichts des stufenweisen Schulstarts Anfang Mai 2020 Masken und
Desinfektionsmittelspender inklusive Desinfektionsmittel für die Städte und Gemeinden
beschafft. Wiederverwendbare Mund-Nasen-Masken aus Stoff und Einmalmasken gin-
gen Ende April an die Kommunen, die diese an ihre Schülerinnen und Schüler sowie
Lehrkräfte ausgeben konnten. Für die kreiseigenen Schulen organisierte die Landkreis-
verwaltung ebenfalls Masken, damit ein sicherer Schulstart möglich war. Um die Versor-
gung mit Schutzausrüstung sicherstellen zu können, ist eine entsprechende Vorratslage-
rung eingerichtet.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
Lagerung von Schutzausrüstung
Verteilung von Schutzausrüstung an die Kliniken, Pflege- und Behinderteneinrichtungen etc.
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Erläuterungsbericht zum Stellenplan
12. Schlussbetrachtung und Ausblick
Noch vor einem Jahr hätte sich keiner auch nur im Entferntesten vorstellen können, wie
ein Virus das Leben auf der gesamten Welt grundlegend verändern kann. Mit dem Wort
„Krise“ konnte die jüngere Generation kaum etwas anfangen und wenn, dann war es
allenfalls aus der Zeit nach Zusammenbruch der Investmentbank „Lehman Brothers“ am
15. September 2008 monetär geprägt. Viele sprachen damals wegen den in den Keller
rauschenden Aktienkursen von „der schlimmsten Krise seit dem schwarzen Freitag von
1929“. Doch die Wirtschaft hat sich in der Folge sehr rasch erholt und es ging bis zum
Anfang diesen Jahres im Prinzip nur steil nach oben. „Immer schneller, höher, weiter“
oder „billig produzieren, egal wo“ bestimmte die Denkweise unserer Gesellschaft, bei
der oftmals die Teilnahme an Bussi Bussi – Events einen höheren Stellenwert einnahm
als der Besuch der eigenen Mutter im Pflegeheim.
In dem Maß, wie die Wirtschaft im vergangenen Jahrzehnt bis zum Jahresbeginn 2020
ihren Aufschwung nahm, sank die Wertschätzung und Wahrnehmung der öffentlichen
Verwaltung inklusive des Krankenhauswesens in der Gesellschaft. Dies hat sich mit der
Covid-19-Krise alles schlagartig geändert. Banales Toilettenpapier wurde ein allseits be-
gehrter Konsumartikel und plötzlich hat sich die globalisierte Gesellschaft wieder stärker
zu lokalen Strukturen orientiert. Regionale Erzeugnisse sind nachgefragter denn je,
Nachhaltigkeit und die Rückbesinnung auf Heimat und Familie gewinnen an Bedeutung
und über Nacht ist das Personal im Gesundheitswesen, die Ärzte und Krankenschwes-
tern, die Pflegekräfte und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hilfs- und Rettungs-
diensten zu den Heldinnen und Helden der Nation geworden. Schlagartig weiß man öf-
fentliche Sicherheit und Ordnung wieder zu schätzen und die Beschäftigen im öffentli-
chen Dienst werden sogar schon wieder beneidet. Insofern besteht zumindest die Hoff-
nung, dass Stellen im öffentlichen Dienst wieder mehr nachgefragt werden und es wie-
der besser gelingt, Fachkräfte zu gewinnen.
Einen enormen Schub hat ausgelöst durch die Covid-19-Krise die Digitalisierung erfah-
ren. Die in vielen Geschäftsbereichen schon eingeführte E-Akte hat wesentlich dazu bei-
getragen, dass die Landkreisverwaltung auch während dem Lockdown arbeitsfähig
blieb. Ungeahnt reibungslos konnte vieles vom Homeoffice aus erledigt werden, was
vorher unvorstellbar war. Gerade aus Sicht des Bürgers haben Online-Dienste viele Vor-
teile. Man spart Zeit, Kosten und Wege und trägt dabei auch noch indirekt zum Klima-
schutz bei. Die Landkreisverwaltung wird daher verstärkt weiter daran arbeiten, die On-
line-Angebote auszubauen, um entsprechend dem Onlinezugangsgesetzes (OZG) die
Verwaltungsdienstleistungen bis Ende 2022 digital anzubieten.
Zunächst gilt es jedoch, die Herausforderungen bei Bewältigung der Covid-19-
Pandemie in den nächsten Wochen und Monaten zu meistern. Niemand kann sagen,
wie lange die Krise dauert oder wann endlich ein Impfstoff zur Verfügung steht, um das
Virus wirksam zu bekämpfen. Für alle damit direkt oder indirekt betroffenen Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeiter bedeutet dies einen immensen Kraftakt, der in hohem Maße
Dank und Anerkennung verdient. Mein herzlicher Dank gilt jedoch ebenso allen ande-
ren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landkreisverwaltung, die mit ihrem Engage-
ment täglich die Daseinsvorsorge im Ostalbkreis gewährleisten.
Aalen, im Oktober 2020
Dr. Joachim Bläse
Landrat
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