Wasserkraft früher und heute!
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Infoblatt Turbinchens
Schulstunde
Wasserkraft früher und heute!
Wasserkraft leistet heute einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung in
Österreich und auf der ganzen Welt. Aber war das schon immer so?
In unserer Heimat kommt die
Wasserkraft schon seit Jahr
hunderten in Getreidemühlen und
Quelle: © Elvina Schäfer, FOTOLIA
Sägewerken zum Einsatz. Hier wurde
mit der Kraft von fließendem Wasser
ein Wasserrad angetrieben. Das
heißt, ein Wasserrad am Bach oder
Fluss dreht sich. Bei Getreidemühlen
war dieses Wasserrad dann über Achsen und Riemen mit dem Mühlstein
verbunden. Der Mühlstein drehte sich, und so konnte das Getreide zu Mehl
gemahlen werden. Bei Sägewerken wurde die Drehung vom Wasserrad so
umgelegt, dass sich das Sägeblatt auf- und abbewegt. Es wurde also die
Energie des Wassers dazu genutzt, dass eine bestimmte Bewegung wie
bei einer Maschine automatisch ausgeführt wird.
Seit etwa einem Jahrhundert dient die Wasserkraft auch der Stromerzeugung.
Frühere „Großkraftwerke″ waren dabei nicht größer als heutige
Kleinwasserkraftwerke. Die Nutzung von Wasserkraft hat
also eine lange Tradition, die Technik hat sich allerdings stark
verändert. Während früher große Turbinen und Generatoren
notwendig waren, reichen heute im Vergleich viel kleinere
Maschinen aus. Neben zahlreichen neuen Wasserkraftwerken
sind heute auch noch viele alte Kleinwasserkraftwerke im
Einsatz. Diese wurden repariert und erneuert. Auch dort wird
heute moderne Technik zur Stromerzeugung verwendet.
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Seite 48Infoblatt Turbinchens
Schulstunde
Wie viele Wasserkraftwerke gibt es in Österreich?
Mehr als die Hälfte vom öster
reichischen Stromverbrauch wird mit
Hilfe von Wasserkraft gewonnen. Neben
den Wasserkraftwerken an den großen
Flüssen, gibt es aber auch eine Vielzahl
an Klein- und Kleinstkraftwerken.
Mehr als 2.500 solcher „kleinen″ Anlagen
liefern Strom ins öffentliche Netz. Diese
Kleinwasserkraftwerke decken ungefähr
ein Zehntel des österreichischen Strombedarfs. Das ist ungefähr der
Stromverbrauch der Hälfte der österreichischen Haushalte.
Bestimmt gibt es auch ein Wasserkraftwerk ganz in deiner Nähe.
Denk einmal nach, wo sich das nächste Kraftwerk befindet.
Tipp: Vergiss dabei die kleinen Wasserkraftwerke nicht!
Merke: Die Kraft von Wasser wird bei uns schon sehr lange genutzt.
Früher wurden mit Wasserrädern Mühlen oder auch Sägewerke betrieben.
Seit etwa einem Jahrhundert wird mit Hilfe von Wasser auch Strom
erzeugt. Neben den großen Wasserkraftwerken an den großen Flüssen gibt
es mehr als 2.500 Kleinwasserkraftwerke. Diese Kleinwasserkraftwerke
produzieren jedes Jahr so viel Strom, wie von ungefähr der Hälfte der
österreichischen Haushalte jährlich verbraucht wird.
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Seite 49Wasserkraft
falsch
ric htig
Wa s s e r k r a ft w i rd b e i u n s k a u m ve rwendet.
Wa s s e r k r a ft w u rd e v o r k u r z e m e r st entdeckt.
Wa s s e r k r a ft w i rd b e i u n s s e i t J a h rhunderten in
G e t re i d e m ü h l e n u n d S ä g e w e r k e n genutzt.
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B e i S ä g e w e r k e n w u rd e m i t d e m Wasserstrahl Holz
z e r s c h n i t te n .
D a s Wa s s e r r a d w i rd m i t e i n e r M a schine
angetrieben.
S e i t e i n e m J a h r h u n d e r t w i rd m i t Wasserkraft
S t ro m e r z e u g t .
F r ü he re G ro ß k r a f t w e r k e w a re n n i cht größer als
d i e K l e i n k r a f t w e r k e v o n he u te .
Di e M a s c h i n e n h a b e n s i c h s e i t he r nicht
ve r ä n d e r t .
M o d e r n e Te c h n i k u n d k l e i n e re M a schinen sind
he u te i n Wa s s e r k r a f t w e r k e n i m E i nsatz.
H e u te g i b t e s k a u m m e h r k l e i n e Wasserkraftwerke.
Lösungen
E s g i b t i n Ö s te r re i c h m e h r a l s 2 . 5 00
Kleinkraftwerke.
Di e Hä l f te d e r h a u s h a l te i n Ö s te r reich wird mit
S t ro m v o n K l e i n w a s s e r k r a f t w e r k e n versorgt.
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Seite 50Infoblatt Turbinchens
Schulstunde
Wasserkraft ist cool!
„Wasserkraft ist cool!"Das könnte jeder behaupten.
Aber stimmt das auch? Und wenn ja, wieso?
Wir in Österreich sind in der glücklichen Lage, dass wir über ausreichend
Wasser verfügen. Denn Wasser ist zum Leben nötig und eine
unerschöpfliche Energiequelle. Unerschöpflich ist sie deshalb, weil sich
diese Energiequelle immer wieder erneuert.
Bestimmt hast du schon vom Wasserkreislauf gehört. Wasser, das zu
uns auf die Erde als Niederschlag, wie z. B. Regen oder Schnee, kommt,
versickert in der Erde. Es sammelt sich dann in Flüssen, Seen oder im
Meer. Dort verdunstet es und steigt in Form von kleinen unsichtbaren
Wasserteilchen wieder auf. In der Luft sammeln sich diese Teilchen wieder,
Wolken entstehen, und das Wasser kommt erneut zu uns als Niederschlag
zurück. Wenn wir das Wasser zur Stromerzeugung nutzen, wird in diesen
natürlichen Kreislauf nicht eingegriffen, und er kann immer wieder
von vorne beginnen.
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Seite 51Infoblatt Turbinchens
Schulstunde
Auch in vielen Jahrzehnten kann also immer noch auf diese Weise Strom
erzeugt werden. Denn das Wasser wird dabei ja nicht verbraucht oder
verschmutzt, und es entstehen dabei auch keine Abgase oder Abfälle.
So erneuert sich diese Energiequelle ständig.
Bei anderen Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Gas ist das nicht so. Die
Vorräte davon sind wie gesagt ja begrenzt, und außerdem müssen sie zur
Stromerzeugung verbrannt werden. Bei der Verbrennung entsteht ein
Abgas, das sich Kohlendioxid (CO2) nennt. Dieses Gas kannst du nicht
sehen und auch nicht riechen. Aber es ist für Mensch und Umwelt schädlich.
Warum ist Kohlendioxid schädlich, wenn man es
ohnehin nicht sieht oder riecht?
Vielleicht hast du ja schon einmal vom Klimawandel gehört.
Kohlendioxid ist ein Gas, das auch dafür verantwortlich ist.
Mit Klimawandel ist gemeint, dass sich die Erde immer weiter
erwärmt. Klimaforscher meinen, dass die Temperatur auf der
Erde in diesem Jahrhundert um bis zu 5,8°C steigen könnte. Das klingt nicht
nach viel, aber die Folgen sind wirklich bedrohlich. In manchen Ländern
wird es immer heißer werden, und die Wüsten dehnen sich aus. Auch starke
Stürme und Überflutungen werden die Folge sein, da das Wetter noch mehr
verrückt spielen wird. Es ist daher besonders wichtig, sparsam mit Energie
umzugehen. Vielleicht denkst du ja in Zukunft daran und legst deinen
Schulweg umweltfreundlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück.
Merke: In vielen Jahrzehnten kann mit Wasserkraft noch immer Strom
erzeugt werden, da das Wasser dabei nicht verbraucht wird. Es entstehen
bei dieser Art von Stromerzeugung keine Abgase oder Abfälle. Bei der
Stromerzeugung in Wärmekraftwerken entsteht bei der Verbrennung
Kohlendioxid (CO2). Dieses Gas ist für den Klimawandel verantwortlich.
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