Weck den Tiger in Dir - Golf-Tipps für Einsteiger verständlich kompakt und völlig umsonst
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S
GRATI
eBook
Weck den
Tiger in Dir ...
Golf-Tipps für Einsteiger
Schont die Nerven, spart Zeit und Geld
• verständlich
• kompakt und
• völlig umsonst
Ideal für alle, die wenig Zeit
haben und dennoch wichtige
Informationen aufnehmen wollen.© Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Vorwort Verehrte Golf-Freu
sehr geehrter Gol
ndin,
f-Freund,
vielleicht geht es Ih
nen im Moment ja
so wie mir, als ich gerade
vor einigen Jahren
Golfen begonnen mit
hatte:
Man will auf den
Platz, darf aber no
denn erst „droht“ ch nicht,
ja noch die Platzre
deshalb heißt es zu ife. Und
nächst: üben, üben
, üben.
Damit der Spaß be
im Üben nicht zu
und sich auch schn kurz kommt
ell Erfolgserlebnis
habe ich Ihnen in se einstellen,
diesem kostenlose
paar kleine Tipps m eBook ein
zusammengestellt.
Das Wichtigste: L
Peter Föll, Diplom-Betriebswirt (FH), assen Sie sich nich
Viele Fehler könn t entmutigen.
Dialog-Marketing-Experte und pas- en Sie vermeiden,
nicht zu verbissen indem Sie
sionierter Golfer, Inhaber des Web- rangehen, locker
haben die Frauen bleiben - hier
shops www. golf-handschuhe.de uns Männern etw
as voraus ...
Viel Spaß und viel
Erfolg
wünscht Ihnen Ih
r
Peter Föll, Hcp. 16
,9
PS: Dieses eBook
Wo befindet sich Deutschlands ist gratis und darf
auch weiter gegebe
größter Golfplatz? In Wolfsburg n werden.
natürlich ...
2© Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Inhaltsverzeichnis
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Faszination Golf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Dieses eBook ist kostenlos und darf auch weitergegeben
werden. Nicht erlaubt sind dagegen das Kopieren von
Was man so braucht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Inhalten oder Bildern ohne Zustimmung des Autors mit
... und was noch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Ausnahme der verwendeten Golfersprüche und Witze.
Und sonst? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Eine Zuwiderhandlung wird strafrechtlich verfolgt.
Das Wichtigste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Das Spiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Wie gut bin ich ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
... und warum? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Das erste Mal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Der PRO ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Fach-Denglish . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Der Golf-Knigge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Copyright 04-2009 Peter Föll Strategie! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
3Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Faszination Golf Golfen?
Da schlaf ich ja ein ...
Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass auch der Das alles und noch viel mehr! Und vor allem ist man
Golfsport körperliche und geistige Höchstleistungen immer wieder getrieben, entweder eine schlechte
erfordert. Und zwar genau dann, wenn man etwas Leistung wettmachen oder ein gutes Ergebnis wieder-
Ehrgeiz entwickelt, besser zu werden. Und nicht nur holen zu wollen. Immer wieder stellt sich die Frage: Ist
auf dem Platz herumkriecht, weil Golfen vielleicht dieses Spiel überhaupt in den Griff zu bekommen?
Drei ältere Herren (70, 75 und 80 gerade „hip“ ist.
Jahre) gehen nörgelnd über den Golfen ist vor allem eines: kopfgesteuert! Wenn der
Golfplatz. „Die Spielbahnen sind
einfach zu lang,“ klagt der Erste.
Was aber macht die Faszination beim Golfen aus? Kopf nicht frei ist, spielt man nicht gut und umgekehrt.
„Mir sind die Bodenwellen viel zu Einen viel zu kleinen Ball mit völlig ungeeigneten Deshalb ist es, neben etwas notwendiger Technik,
hoch,“ jammert der Zweite. „Und Schlägern in lächerlich kleine Löcher bugsieren zu besonders wichtig, auf dem Platz mental einigermaßen
die Bunker sind zu tief,“ brummelt wollen? Siegen wollen? Wunderbare Landschaften in stabil zu agieren. Konzentration auf das Spiel, ab-
der Dritte. Dem jungen Caddy der sie unserer herrlichen Natur zu erleben? Mal an zwei Tagen schalten vom Alltag. Mit etwas Übung gelingt das
begleitet wird es schließlich zu bunt
und er ranzt die drei an: „Ich weiß
hintereinander eine konstante Leistung zu bringen? immer besser. Und hat dann die gleiche entspannende
gar nicht was ihr wollt, seid doch Sein Handicap zu verbessern? Geschäftliches und Wirkung wie Yoga. Ein weiterer wichtiger Grund, schon
froh - immerhin spielt ihr noch auf Sportliches zu verknüpfen? Ehrgeiz? Leistungswille? Fit wieder auf den Platz zu rennen ... :-)
der richtigen Seite des Rasens.“ bleiben wollen?
4Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Was man so braucht
„Hau-drauf-und-Schluss”
Golf ist ein Ballsport, bei dem ein kleiner Ball (von lange bis kurze Distanzen und der Putter dient dazu, im
mindestens 42,67 mm Durchmesser und einem Ge- letzten Bahnabschnitt, dem Grün, wie beim Minigolf
wicht von höchstens 45,93 Gramm) mittels dreier den Ball ins Loch zu „schubsen“.
verschiedener Schläger-Arten (Hölzer, Eisen, Putter)
mit möglichst wenigen Schlägen über 18 verschie- Die Schläger werden in einem „Bag“ transportiert, eine
den lange Spielbahnen (Par 3, Par 4, Par 5 genannt) mehr oder weniger dicke Röhre mit mehreren Schlä-
vom Start (= Abschlag) ins Ziel (= Loch mit 10,8 cm ger-Fächern und diversen Taschen für die benötigten
Durchmesser) befördert werden soll. Utensilien. Bags oder Golf-Taschen gibt es entweder
zum Tragen mit einem (Rucksack-) Gurt und ausklapp-
Was kompliziert klingt, ist im Grunde genommen recht barem Standfuß oder zum bequemeren Transport mit
einfach: Es gilt, einen lächerlich kleinen Ball mit mög- einem „Trolley“, einem kleinen Wagen, welchen es als
lichst wenigen Schlägen in ein winziges Loch zu beför- einfachen Zieh-Trolley oder als komfortablen Elektro-
dern. Je weniger Schläge man braucht, desto besser ist Trolley mit wiederaufladbarem Akku gibt. (Und für ganz
das persönliche „Handicap“. Faule und solche, die es besonders eilig haben, gibt es
dann noch das Golf-Auto, einen Zwei- oder Viersitzer.)
Man muss dabei verschiedenen Hindernissen (Sand,
Wasser, hohes Gras, Bäume) ausweichen oder diese Alternativ dazu gibt es auch den menschlichen Trolley,
überwinden. Während des Spiels sind bestimmte Re- der „Caddy“ genannt wird. Einen Caddy kann man sich
geln (Golf-Regeln und -Etikette) einzuhalten. mieten; auf manchen Plätzen im Ausland ist er obliga-
torisch. Caddies sind meistens selber hervorragende
Beim Golfspiel bedient man sich diverser „Instrumen- Golfer. Fast alle Profis haben einen Caddy, der nicht
Golfer: „So schlecht habe ich noch te“. Zum einen sind es dreierlei verschiedene Schläger. nur die Ausrüstung transportiert, sondern den Platz
nie gespielt!“ Caddy: „Was, Sie
haben schon einmal gespielt?“
Die Hölzer (mit dem dicken Kopf) sind für lange Schlä- vermisst, dem Spieler also die jeweiligen genauen Ent-
ge, die Eisen (mit den schmalen Schlagflächen) sind für fernungen mitteilt und ihn mental unterstützt.
5Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
... und was noch
Unterwegs mit 3er Holz, 5er Eisen und Wedge
Die Schläger sind nach ihrer Länge (und damit auch Eisenschläger und sind vor allem aus schwierigen La-
Weite) durchnummeriert: Das 1er Holz nennt man gen eine gute Wahl. Analog zu den Eisen gibt es wegen
Driver, das ist der längsten Schläger mit dem man die ihrer leichteren Spielbarkeit auch noch Hölzer für die
größten Weiten erzielen kann (über 200 m). Es folgen kürzeren Distanzen.
3er und 5er Hölzer für mittlere Distanzen von etwa 200
m bis herunter zu 140 m. Neben der Länge der Schläger ist der Winkel der
Schlagfläche (Loft) entscheidend für die Flugkurve des
Der Übergang der Hölzer zu den Eisen ist fließend. Es Balles. Je senkrechter die Schlagfläche, desto länger
gibt beispielsweise auch ein 1er, 2er und 3er Eisen mit und flacher die Ballflugkurve und umgekehrt. Beim
denen sehr gute Spieler genau so weit wie mit den Driver hat die Schlagfläche eine Neigung von 9,5°-11°;
langen Hölzern schlagen. Diese sind aber für Golf-Ein- bis über 60° beträgt die Neigung der kürzesten Schlä-
„Ich habe für meine Frau einen Satz steiger in der Regel schwer zu spielen und sollten am ger im Bag, das sind die „Wedges“ (PitchingWedge,
Golfschläger bekommen.” - „Guter Anfang nicht benutzt werden. SandWedge, LightWedge).
Tausch !”
Die meist benutzten Eisen sind die 4er, 5er, 6er, 7er, 8er Putter gibt es in 1001 Ausführungen. Vom kurzen Kin-
und 9er Eisen, diese unterscheiden sich spieltechnisch der- bis zum langen „broomstick”-Putter, der vor der
gesehen in einer Längendifferenz von circa 10 Metern. Brust gehalten wird. Die Urform ist der „Blade“, wie
Das heisst, mit einem 7er Eisen schlägt man in der Re- man ihn vom Minigolf-Putter her kennt. Empfehlungen
gel 10 m weiter als mit einem 8er Eisen. Mit einem 6er gibt es hier keine, denn die Geschmäcker sind verschie-
Eisen 10 m weiter als mit einem 7er und so weiter. den. Das Design sollte Ihnen zusagen, den Putterfolg
kann man testen. Also, auf geht‘s!
Daneben gibt es noch Mischformen von Hölzern und
Eisen, diese heißen „Rescue“. Sie vereinen die Weite
und gute Spielbarkeit der Hölzer mit der Präzision der
6Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Und sonst? Von Pitchgabeln, Tees
und „Two-Piece“-Artikeln
Golfbälle gibt es in verschiedenen Ausführungen, Far- der ist allerdings bei Regenwetter weniger zu empfeh-
ben und Preisen. Dies hängt von der mehr oder weniger len - es wird rutschig und trocknet nur sehr langsam.
aufwendigen Herstellung und vom Namen des Herstel- Deshalb sollte man am besten zwei Golf-Handschuhe
lers ab. Am Anfang genügen meist die einfachen „Two- mit sich führen: ein Leder- und ein Kunstfaser-Modell.
Piece”-Bälle, wie es sie beim Discounter gibt. Später, Das Wichtigste bei beiden ist ein guter Grip und eine
mit mehr Erfahrung und Ballkontrolle, sollte man ver- hervorragende Verarbeitung mit verstärkten Handin-
schiedene Bälle testen und sich dann für eine Ausfüh- nenflächen.
rung entscheiden, damit man eine gewisse Konstanz
zum Beispiel beim Putten ins eigene Spiel bringt. Die übrige Golf-Kleidung sollte locker und bequem
sitzen und der Golf-Etikette angemessen sein. Dazu ein
Bequeme Golf-Schuhe mit Soft-Spikes und bestens Regenanzug, ein stabiler Golfschirm, die Pitchgabel (zur
verarbeitete Golf-Handschuhe schützen nicht nur vor Entfernung von Einschlaglöchern auf dem Grün) sowie
Wasserblasen an Händen und Füßen, sondern unter- einige Tees, kleine Kunststoff- oder Holzstäbchen, mit
stützen auch durch festen Stand an schrägen Flächen denen man den Ball am Abschlag (und nur da!) für
und bei Regen sowie dem richtigen „Grip“, dem rutsch- einen besseren Treffmoment etwas erhöht platzieren
Drei Damen des Golf-Clubs festen Griff, wirksam das eigene Spiel. („aufteen”) kann, vervollständigen die Ausrüstung.
spazieren über den Rasen und finden
unter einem Baum einen nackten
Mann liegend, nur das Gesicht mit
Bedenken Sie: Die einzige Verbindung zwischen Ihnen Ball-Marker zum Markieren seiner Bälle auf dem Grün
einer Zeitung bedeckend. „Huch !“ und dem Schläger ist der Handschuh. Deshalb sollte gibt es in verschiedenen Ausführungen. Meistens ist
meinte die Erste, „ich dachte schon, man hier auf Qualität achten und weniger auf den am Golf-Handschuh einer in Knopfform angebracht -
das wäre mein Mann.“ „Nein !“ sagt Preis schielen. Es gibt Golf-Handschuhe in Leder- oder eine Münze tut es in der Regel auch. Es gibt aber auch
die Zweite, „er ist es nicht.“ „Der ist Kunststoff-Ausführung. Beide haben Vor- und Nach- hier spezielle runde Kunststoff-Marker mit ebener
überhaupt nicht in unserem Club!“
bemerkt die Dritte.
teile. Leder kann dünn wie eine zweite Haut gefertigt Oberfläche und einem spitzen Dorn an der Unterseite.
werden. Man spürt den Handschuh dann fast nicht. Le- Diese sind auf jeden Fall allen anderen vorzuziehen.
7Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Das Wichtigste Was darf es sein?
Schläger aus Gold, Diamanten-besetzte Schuhe ...
Leider ist es gerade in Deutschland immer noch so: Ihnen selbstverständlich frei, sich einfach immer nur
Wo „Golf“ drauf steht, darf‘s ruhig ein Hunderter das Beste, was für Geld zu haben ist, zuzulegen (auch
mehr sein. Oder anders gesagt: Für jeden Mist soll wenn die guten Stücke nachher gerne mal im Keller
man einen Haufen Geld hinlegen, nur um endlich oder in der Garage verrotten) ...
mal spielen zu können?
Im Ernst, das Wichtigste sind drei Dinge: Weil man mit
Sehen Sie es mal so: Wenn Sie Tiger Wood‘s Schläger Wasserblasen und wunden Stellen im allgemeinen we-
hätten und er den billigsten Einsteigersatz ... Was glau- niger schwungvoll an die Sache herangeht - gute, nein
ben Sie, wer würde besser scoren? Eben! die besten Schuhe und ebensolche Handschuhe. Ich
empfehle guten Gewissens und ohne Werbevertrag Ian
Deshalb zum Einsteigen ein gebrauchtes oder günsti- Poulters Schuhmarke ... (?) Fängt mit „F“ an und hört
ges Set. Plus eine weitere preiswerte Nachricht: Sie be- mit „joy“ auf (Na, haben Sie es?). Gute Handschuhe
nötigen keinen vollen Schläger-Satz! Sondern nur ein finden Sie bei mir im Shop. Und als drittes eine leichte
Holz 3, ein 7er Eisen, ein Pitching- und ein Sandwedge Ernährung! Viel Trinken (am besten Wasser) und leich-
sowie einen Putter. Das sind 5 Schläger, am besten tes Essen (Bananen). Sonnenschutz mit hohem Schutz-
in einem leichten Tragebag mit Rucksackgurt. Damit faktor sollte sowieso obligatorisch sein.
Als ich vor fünf Jahren in Irland war, kommen Sie wirklich und wahrhaftig über jeden Platz!
fragte mich mein Flightpartner nach
meinem Namen.
Bälle? Sind zu Beginn eh „Wegwerf-Artikel“. Deshalb
Warum das Ganze? Weil man als Anfänger überhaupt darf es hier ruhig eine Tonne mehr vom Discounter
Ich sagte: „Bernhard“. Er antwortete: nicht beurteilen kann, welche Schläger besser sind als sein. Erst viel später werden Sie feststellen, dass es ei-
„Bernhard Longer?” Ich entgegnete: andere und welche man wirklich braucht. Allerdings, nen Unterschied macht, ob Sie einen „V1“ spielen oder
„Bernhard Shorter“. wenn Sie mit Oscar Wilde konform gehen, steht es einen herkömmlichen Two-Piece-Ball von der Stange.
8Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Das Spiel
Spaziergang mit Hindernissen
Beim Golf gibt es drei unterschiedlich lange Arten Was das Spiel noch reizvoller macht, sind natürlich -
von Spielbahnen. Diese werden nach der Anzahl der neben der eigenen Unfähigkeit :-) - die Hindernisse auf
Schläge, die von einem Profi erwartet werden, be- dem Weg ins Loch.
zeichnet.
Diese bestehen zum einen aus den verschiedenen
Ein Par 3-Loch ist im Schnitt 150 Meter lang, (der Profi landschaftlichen Gegebenheiten (Topografie, Wasser,
braucht in der Regel 3 Schläge um einzulochen), ein Bäume, Unterholz) so wie zusätzlichen, künstlich an-
„Caddy, warum schauen Sie dauernd
Par 4-Loch etwa 380 Meter (4 Profi-Schläge) und ein gelegten Hemmnissen wie Sand- oder Grünbunker,
auf ihre Uhr?“ frägt der neugierige Par 5-Loch ist circa 480 Meter (5 Schläge) lang. Rough- oder Biotop-Flächen nebst weiteren Wasser-
Golfer. „Das ist keine Uhr, es ist ein hindernissen. Zusätzliche Erschwernisse ergeben sich
Kompass!“ Die Anzahl aller Par 3, Par 4 und Par 5-Löcher ergibt durch die unterschiedlich hoch gemähten Flächen auf
dann den sogenannten Platzstandard. Beispielsweise und neben der Spielbahn. Die Grüns schließlich sind
den am häufigsten vorkommenden Par 72-Course mit extrem kurz gemäht, so dass der Ball wie auf einem
vier Par 3-Löchern, vier Par 5-Löchern und zehn Par 4- Teppich laufen kann. Allerdings gibt es hier ebenfalls
Löchern (4 x 3 + 4 x 5 + 10 x 4 = 72). Schwierigkeiten in Form von Grün-Durchmesser, Hö-
henunterschieden und Wellen („breaks”), so dass auch
Alle Informationen zur jeweiligen Spielbahn (Länge der hier der Weg ins Loch nicht ganz problemlos ist.
Bahn, Durchmesser des Grüns, Hindernisse, relativer
Schwierigkeitsgrad des Loches) sind direkt am Ab- Ist man in einem Hindernis gelandet, so gibt es - je
schlag auf einer Anzeigetafel, auf der Scorecard (Spiel- nach Hindernis und Lage des Balls - bestimmte Regeln,
ergebnis-Karte) und im „Birdiebook“ (kleine Broschüre wie man weiterspielen muss oder darf. Hierfür und für
mit allen Platzinfos) festgehalten. alle anderen Spielfragen ist ein besonderes Regelwerk
zuständig: die offiziellen Golf-Regeln.
9Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Wie gut bin ich ... 54, 36, 28, 12
Und welches Handicap haben Sie?
Golfen ist im Gegensatz zu anderen Ballspielen wie Deshalb hat man das Stableford-System entwickelt, bei
Tennis ein Sport, bei dem durch das sogenannte dem man seinen Ball einfach aufnehmen kann, wenn
Handicap-System sich jeder mit jedem messen kann. eine bestimmte Schlagzahl pro Loch überschritten wird
Ob Jung mit Alt, Frau gegen Mann oder Semi-Profi - das Loch wird dann „gestrichen“. Dies beschleunigt
und Amateur - jeder hat sein persönliches Handi- den Spielfluß erheblich!
cap, welches auf einer gemeinsamen Basis errechnet
wird. Dadurch sind die Leistungen vergleichbar und Das Stableford-System beruht auf der Ermittlung
jeder hat die gleichen Chancen. einer Punktesumme pro Runde in Abhängigkeit vom
persönlichen Handicap. Dies bedeutet im Gegensatz
Dazu gibt es zwei verschiedene Wertungs-Methoden: zum Zählspiel: Schlechte Leistungen an einem Loch
Das Zählspiel und das Stableford-System. Wie der kann man durch gute Leistungen an anderen Löchern
Name bereits sagt, wird bei der ersten Methode die wieder wettmachen! Beim Zählspiel ist dies nur einge-
Anzahl der Schläge pro Loch - und summiert pro Runde schränkt möglich, da ja immer die gesamte Anzahl der
- gezählt. Dies ist das sogenannte Brutto-Ergebnis. Das Schläge notiert wird und kein Loch einfach gestrichen
Zählspiel ist die Spielform der Profis und der besseren werden kann.
Golfer bis Handicap 18.
Das persönliche Handicap wird nach folgendem Sys-
Warum? Bedenken Sie: Wenn Sie als Anfänger ein tem errechnet: In Deutschland beginnen Sie nach dem
Zählspiel absolvieren wollten, so hieße das, dass Sie Absolvieren der Platzreife mit Handicap 54. Dies ist
jedes Loch zuende spielen müssen, also so lange, bis eine Zahlenangabe, welche Ihre erlaubte Schlaganzahl
der Ball ins Loch fällt. Selbst wenn Sie 20 und mehr pro Runde über dem Platzstandard beschreibt. Das be-
Schläge für ein Loch brauchen, was für Golf-Einsteiger deutet, Sie dürfen sich als Einsteiger 54 Schläge mehr
Der Unterschied zwischen Golf und
Tennis ist: Tennis ist Mord! - Golf ist keineswegs unrealistisch ist! Dies wäre nicht nur für als der Platzstandard erlauben, beispielsweise also 72
Selbstmord! die Mitspieler eine stundenlange Qual, sondern auch (Platzstandard) plus 54 (Ihr Anfangshandicap) ergibt
für Sie selbst total demotivierend! 126 Schläge. 10Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
... und warum? Von Birdies und Eagles
und anderen Vögeln
Oder anders gesagt, Sie dürfen dann jeweils drei
Das Stableford-System
Schläge pro Spielbahn mehr als das Par des jeweiligen Bei Handicap 54 und darunter gilt:
Loches spielen: Bei einem Par 3-Loch sind dies sechs 4 Schläge über Par = 1 Punkt
Schläge, bei einem Par 4-Loch sieben Schläge und bei Triple-Bogey (3 über Par) = 2 Punkte
Double-Bogey (2 über Par) = 3 Punkte
einem Par 5-Loch acht Schläge. Bogey (1 über Par) = 4 Punkte
Par = 5 Punkte
Demgegenüber müsste ein sehr guter Spieler mit Han- Birdie (1 unter Par) = 6 Punkte
Eagle (2 unter Par) = 7 Punkte
dicap 0 genau den Platzstandard, in unserem Fall also
72 Schläge, spielen. Bei Handicap 36 und darunter gilt:
Triple-Bogey (3 über Par) = 1 Punkte
Double-Bogey (2 über Par) = 2 Punkte
Wenn Sie als Anfänger dann in einem Turnier weniger Bogey (1 über Par) = 3 Punkte
als Ihr Anfangs-Handicap, 126 Schläge, brauchen, so Par = 4 Punkte
verbessern Sie Ihr Handicap. Nehmen wir an, es läuft Birdie (1 unter Par) = 5 Punkte
Eagle (2 unter Par) = 6 Punkte
super und Sie spielen in einem offiziellen Turnier 44
Schläge „über“ (dem Platzstandard), sie erzielen also 72 Bei Handicap 18 und darunter gilt:
plus 44 gleich 116 Schläge. Glückwunsch, dann haben Double-Bogey (2 über Par) = 1 Punkte
Bogey (1 Schlag über Par) = 2 Punkte
Sie sich bereits von 54 auf Handicap 44 verbessert! Par = 3 Punkte
Birdie (1 unter Par) = 4 Punkte
Das Stableford-System vergibt nun die in der folgenden Eagle (2 unter Par) = 5 Punkte
„Golf ist ... perfekt geregelter Wahn-
Übersicht aufgelisteten Punkte, gestaffelt nach Handi- Bei Handicap 0 gilt:
sinn ... eine teure Variante des cap. 36 Netto- oder Stableford-Punkte hat man, wenn Bogey (1 Schlag über Par) = 1 Punkte
Murmelspiels.” man genau sein Handicap gespielt hat. Hat man mehr, Par = 2 Punkte
Birdie (1 unter Par) = 3 Punkte
Gilbert Keith Chesterton so verbessert sich das Handicap, erzielt man weniger, Eagle (2 unter Par) = 4 Punkte
so kann man sich auch wieder verschlechtern.
11Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Das erste Mal Vor den Erfolg haben die Götter
den Schweiß gesetzt. Aber nicht nur!
Golf ist am Anfang reine Nervensache – und später wieder von vorne. In aller Ruhe und nur ab und zu leise
auch :-)! Dazwischen liegt das Üben. Die Driving Range vor sich hin fluchend ...
ist manchmal empfehlenswert, meistens aber nicht.
Andere Bälle, Kunststoff-Matten, der psychologische Aber halt, bevor Sie ganz dem Golf-Wahnsinn verfal-
Druck des „Raushauen-müssens”, wenn andere noch len! Erinnern Sie sich, wie Sie vor ein paar Tagen Vijay
mitüben ... Das macht nicht wirklich Spaß. Singh im Golfkanal gaaanz lässig auf der Range gese-
hen haben. Ab und zu wird ein konzentrierter Schlag in
Deshalb meiden Sie die Range wie der Teufel das Weih- Ruhe vorbereitet und durchgeführt, dazwischen liegt
wasser und gehen Sie lieber direkt auf den Platz – auch immer eine kleine oder größere Pause. Warum macht
wenn es vielleicht wegen der noch fehlenden Platzreife er das? Weil es nachher im Turnier oder auf der Runde
erst mal nur der Kurzplatz ist! Glauben Sie mir, Sie ganz genau so ist!
ersparen sich unendlich viele Stunden Ärger!
„Wozu soll man üben, wenn man
gut spielt? Und wozu erst, wenn
Also bitte kein Fließband-Golf! Entspannen Sie sich
man schlecht spielt - es bringt Gut, ich seh‘s ja ein, anfangs geht‘s nicht ohne und durch viele kleine Pausen und erfreuen Sie sich am An-
doch nichts, einen miesen später ab und an auch nicht. Aber dann bitte mit Köpf- blick der verkrampften Gestalten Ihrer Golf-„Kollegen“
Schwung einzuüben.“ chen vorgehen und sich einen Plan machen. Plan? Das (alle Ladies sind hiervon ausdrücklich ausgenommen!)
Fred Couples bedeutet: Wir hauen nicht sofort 23 Körbe mit Bällen auf der Range, das gibt wieder Auftrieb.
raus, sondern führen, genau wie später auf der Runde,
jeden Schlag mit einem anderen Schläger aus. Zuerst Übrigens, mein Freund Harald hat sich seit kurzem eine
den Abschlag mit Driver, Holz oder längerem Eisen, Chipping- und Putting-Gelegenheit im Büro geschaf-
dann ein mittleres Eisen und danach mit einem kurzen fen – die Erfolge auf dem Platz sind seither wirklich
Eisen schlagen, chippen oder pitchen und das Ganze sichtbar und zählbar! Es geht also auch ohne Range!
12Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Der PRO ... Mein „Pro“, Dein „Pro“, unser „Pro“?
Von dummen Fingern und anderen Körperteilen!
Leider haben wir nicht den gleichen athletischen Setzen Sie deshalb Ihren „Pro“ gezielt ein! Nehmen Sie
Körperbau wie unser Pro, unser Trainer, und schon immer 1-2 Unterrichtseinheiten zu einem bestimmten
mal gar nicht die jahrelange Erfahrung in Theorie Thema, zum Beispiel „der richtige Griff” oder „Bunker-
und Praxis. Dies kann in einzelnen Fällen zu Frust schläge“. Dann üben Sie selbst so lange weiter, bis Sie
führen, wenn wir es wieder mal nicht schaffen, die das Gelernte sicher verinnerlicht und automatisiert
Vorgaben des großen Meisters hinsichtlich Stand, haben. Und erst danach kann die nächste „Pro“-Portion
Griff und Schwung „schulmäßig“ auszuführen. kommen.
Dazu mein Tipp. Dem amerikanischen Golfprofi Jim Das bedeutet natürlich, sich in Geduld zu üben und
Furyk zuschauen und - ganz langsam durchatmen. Ruhe bewahren. Es gibt immer wieder Phasen, wo
Denn plötzlich dämmert es uns: Jeder ist anders scheinbar nichts voran geht oder wo man immer den
gebaut, jeder hat eben seinen eigenen Schwung und gleichen Fehler zu machen scheint. „Mehr Demut,
der „Tiger“ hat den besten! So war‘s, so ist‘s und so weniger fluchen” fordert zu Recht mein Golffreund
bleibt‘s! Also, wozu die ganze Aufregung? Günter.
Erinnern Sie sich noch ans Autofahren lernen? Auto- Wir bleiben auf alle Fälle auch im dicksten Schla-
matismen entwickeln, darum geht’s auch beim Golf. massel locker, haken einen schlechten Schlag als
Doch wenn Sie zu viele Dinge auf einmal probieren, Erfahrungswert ab, denken bei miesen Lagen in
„Am Golfschwung zu arbeiten, ist dann wird überhaupt nix klappen! Salami-Taktik auch Unterholz, Bunker oder anderen tollen Lagen daran,
wie ein Hemd zu bügeln. Kaum hat beim Lernen und Üben bringt kleine, überschaubare dass man auch mal im rechten Winkel den Ball kurz
man eine Seite fertig, ist die andere Schritte mit vielen kleinen (Motivations-) Erfolgen. herausschlagen oder einen Strafschlag in Kauf nehmen
Seite wieder voller Knitter.” Und daraus kann sich dann der ganz große Spaß kann.
Tom Watson
entwickeln.
13Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Fach-Denglish Von Mulligan-Bettlern,
Besser-Legern und Handicap-Schonern
Da der Golfsport aus dem anglo-amerikanischen Par 3-Vorleger sind die - je nach Standpunkt - feigen
Sprachraum kommt, stammen die Fachbegriffe alle oder taktisch klugen Zeitgenossen, die nicht gerne ein
aus dem Englischen. Risiko auf den kürzeren Löchern in Kauf nehmen, son-
dern stattdessen lieber mit dem zweiten Schlag sicher
Mit der Zeit bekommt man alle Ausdrücke in den Griff. aufs Grün spielen.
Warum gilt unter Nichtgolfern das Meistens geht es sowieso immer nur um die gleichen
Golfspiel als eines der gefährlichsten paar Wörter wie etwa „Sh ...” :-). Einige der wichtig- Die allerschlimmsten aber sind die Langsam-Spieler,
Sportarten der Welt? Weil ständig
Ladys geschlagen werden und alle
sten Ausdrücke sollen im Folgenden erklärt werden. die pro Schlag zwischen drei und acht Probeschläge
Nase lang jemand tot an der Fahne machen, die auf dem Grün vor jedem Putt aus allen
liegt. Zur Spezies der Mulligan-Bettler gehören diejenigen, Richtungen die Puttlinie begutachten und die im
welche permanent um einen solchen betteln. Der dicksten Rough stundenlang nach ihrem Ball suchen!
„Mulligan” ist ein strafloser zweiter Abschlag zu Be-
ginn der Privatrunde (und nur dann!), den man mal Dann gibt‘s da noch die „Ladies”, die zwar auch jede
ausnahmsweise im gegenseitigen Einvernehmen in Menge Geld kosten können, aber in Wirklichkeit nichts
Anspruch nehmen kann, wenn der erste in die Hosen oder nur indirekt mit der holden Weiblichkeit zu tun
gegangen ist. haben. Sondern einen misslungenen Herren-Abschlag
bezeichnen, der es nicht bis zum 20-50 Meter entfern-
Handicap-Schoner sind Leute, die jahrelang mit einem ten Damen-Abschlag schafft. Was gleich im Anschluss
hohen Handicap herumlaufen, obwohl sie bereits viel an die Runde mit einer Lokal-Runde für alle Flightpart-
besser spielen. Dann nehmen sie an einem Turnier teil ner „belohnt” werden muss.
und - oh Wunder - gewinnen sie mit 55 Netto-Punkten
überlegen das Tournament. Da die „Besser-Leger” auch die Golf-Etikette tangieren,
lernen wir diese Zeitgenossen auf der nächsten Seite
kennen.
14Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Der Golf-Knigge Von echten und
falschen „Gentle“men
Wie überall so gibt es auch im Golfsport Menschen, Nach dem Motto: Warum sich anstrengen, wenn‘s
die den Erfolg mit allen Mitteln suchen. Daran auch einfacher geht! Einige wiederum geben ihren
wäre grundsätzlich nichts auszusetzen, wenn die Ball in einer misslichen Lage gerne mal auf und brin-
Mittel sich im Rahmen der Golf-Etikette bewegten. gen ohne Bedenken und ganz selbstverständlich ohne
Die Golf-Etikette ist wie im normalen Leben auch Strafschlag einen anderen Ball ins Spiel.
eine Anweisung zum fairen, respektvollen Umgang
miteinander und bezieht auch das eigene Erschei- Das andere Extrem sind die Regel-Besserwisser. Sie
nungsbild (Kleidung, Benehmen) auf dem Golfplatz überwältigen dich mit ihrem Wissen, Dir schwirrt der
mit ein. Kopf nach soviel Theorie - ob‘s stimmt kann man oft
erst hinterher wirklich nachprüfen.
Weit verbreitet sind zum Beispiel die Gentlemen, die
nicht nur ein Loch in der Hosentasche, sondern zur Nicht viel besser sind die Hinterhältigen, welche einem
Sicherheit darin auch einen zweiten Ball mitführen. erst nach einem Fehler mit süffisantem Grinsen darauf
Dadurch werden auf wundersame Weise im Rough hinweisen und den Strafschlag bereits notiert haben.
verschwundene Bälle plötzlich wiedergefunden („Hab‘
ihn!“), was die Mitspieler mit ungläubigem Staunen ob Oder die Mathe-Genies unter den Golfern: Sie zählen
so viel Glück quittieren. vier Schläge (und haben acht gebraucht) ... So schafft
man in kurzer Zeit ein ganz ansehnliches Handicap.
Dann gibt es die Spezies der Besser-Leger, die das Glück
haben oder jedenfalls steif und fest behaupten, dass ihr Aber jetzt die gute Nachricht: Diese oben geschilderten
Ball fast immer in einer „Tierspur“ liegt, weshalb sie „Athleten” sind Gott sei Dank in der Minderheit. Der
Es gibt nur drei Typen von Golfern ihren Ball dann natürlich straflos besser legen dürfen. überwiegende Rest sind lockere, freundliche, sympa-
- die, die richtig zählen können und
die, die es nicht können.
Dies wird dann auch gleich ausgenutzt, um den Ball thische Menschen, mit denen es sehr viel Spaß macht,
in eine bessere Lage in Richtung Fahne zu bringen. ein paar Stunden unterwegs zu sein!
15Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Strategie! Jetzt brauch ich nur noch
8 Birdies und 5 Par zum Runterspielen ...
Möglichst wenig Schläge sind das A und O beim Das Wetter berücksichtigen: Wo kommt der Wind her?
Golfen! Was soll ich da noch mit einer Runden- Ist es eher feucht (kürzerer Ballflug) oder sommerlich
strategie? Im Prinzip richtig, doch leider, leider trocken (Bälle springen oft unkalkulierbar durch die
hat der Golf-Gott manchmal etwas dagegen und Gegend)?
unser hehres Ziel lässt sich nicht immer so einfach
realisieren. Lernen, das eigene Können richtig einzuschätzen. Wie
weit schlage ich im Durchschnitt mit welchem Holz
Denn plötzlich finden wir uns im 40 Zentimeter hohen oder Eisen? Und dann lieber ein Eisen mehr nehmen
Rough wieder, ruck-zuck ist ein 3-Putt fabriziert, beim und dadurch lockerer schwingen als mit letzter Kraft
Abschlag landet der Ball in einem Biotop ... Um nur mit dem 8er Eisen aus 120 Metern übers Wasser-
einige Katastrophen zu nennen. Hindernis aufs Grün spielen zu wollen.
Deshalb gehen Sie anders, mit einer einfachen, aber Respekt vor dem Golfplatz-Architekten ist nie verkehrt.
effektiven Strategie vor. Ihr wichtigstes Ziel bei einem Denn die Bunker sind genau dort platziert, wo die Bälle
höherem Handicap: Ab 100 m vor dem Grün maximal der besseren Spieler oft landen. Und das bedeutet im
4 Schläge zum Einlochen brauchen. Also mit einem Umkehrschluss: Wenn wir dort landen, gehören wir auf
Schlag aufs Grün und mit 3 Putts ins Loch oder mit 2 jeden Fall zu den besseren Spielern.
„Einen guten Golfer erkennt man an
Schlägen aufs Grün plus 2 Putts. Das bedeutet: Kurze
einer Bräune wie meiner: Die besagt Eisen üben, Pitchen üben, Chippen üben, Putten üben. Was uns gleich zum nächsten, dem wichtigsten Punkt
nämlich, dass er seine Zeit auf überhaupt bringt. Positiv denken! Schlechte Schläge
Fairways und Grüns verbringt - und Und bei schwierigen Lagen nicht den Helden spielen, werden unter „Erfahrung” abgehakt, gute werden
nicht unter Bäumen.” sondern auch mal im rechten Winkel aus dem Rough gespeichert und beim nächsten ähnlichen Schlag als
Lee Trevino
oder rückwärts aus dem Topf-Bunker spielen, um eine „Reminder” abgerufen.
bessere Ball-Position zu erhalten! In diesem Sinne: Ein schönes Spiel!
16© Peter Föll Golf-Tipps für Einsteiger
Impressum
1. Auflage 2009
© 2009 KOMM:ON Kommunikation, Karlsruhe
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