AUSGABE - Österreichischer Alpenverein
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AUSGABE
01-2019
Österreichische Post AG
Info.Mail Entgelt bezahlt
Foto: ÖAV Flickr
Österreichischer Alpenverein · Sektion Zillertal
6290 Mayrhofen · Austria · Telefon 05285/63601VORWORT
Liebe Alpenvereinsmitglieder
und Freunde!
In den vergangenen herrlichen Sommermo- seitens des Landes und der Seilbahner,
naten konnte unser vielfältiges Tourenpro- der Entwurf enthalte ohnehin keine funda-
gramm weitestgehend problemlos abgewi- mentalen Änderungen, darf sich die Tiroler
ckelt werden. Ich denke, dass Bergsteiger, Bevölkerung nicht täuschen lassen, und
Radfahrer, Wanderer aber auch unsere wer behauptet, unsere Warnungen seien
Kleinsten voll auf ihre Rechnung gekommen übertrieben, verharmlost die Tatsachen. Es
sind. Ob es im kommenden Winter so wei- stimmt zwar, dass im TSSP-Entwurf keine
tergeht, wird sich erst zeigen – unser Tou- Neuerschließungen zulässig sind, der Inter-
renprogramm steht jedenfalls! pretationsspielraum wird aber wesentlich
erweitert: Zusammenschlüsse werden z.B.
nicht mehr als Neuerschließungen gesehen.
Das Projekt Abwasserbeseitigung Penken- Damit können alte Seilbahn-Projekte aus
Schihütte wurde ebenfalls erfolgreich ab- der Schublade geholt werden, die bisher als
geschlossen. Durch umfangreiche Eigen- ‚Neuerschließung‘ keine Chance hatten.
leistungen haben wir den Kostenrahmen Wer schon einmal vom Melchboden zur
von 6.100,- Euro eingehalten. Mit dem neu Rastkogelhütte gewandert ist oder die win-
gestalteten Vorplatz der Hütte (Herbst 2017, terliche Stille des Pigneider Kares auf einer
Kosten: 3.800,- Euro) hat unser „Kleinod Schitour erlebt hat, der kann ermessen,
Schihütte“ somit wieder an Qualität gewon- um welche Juwelen es geht! Bisher gibt
nen. es hier kein Skigebiet, weil das TSSP Neu-
Unsere Kinder und Jugendlichen unterstüt- erschließungen verbietet. Mit dem neuen
zen wir finanziell bei den Trainingsmöglich- TSSP fällt das dann alles unter den Begriff
keiten im Kletterzentrum Aschau, dazu gibt „Zusammenschluss“, und somit würde die
es die Informationen bei den Kletterkursen. „Skigebietserweiterung Tux - Hochfügen
An dieser Stelle bedanke ich mich zudem für mit Zubringer über den Weerberg“ geneh-
die letztjährigen Spenden zur Verbesserung migungsfähig!
des Angebotes für den Ausrüstungsverleih.
Naturpark-Geschäftsführer Willi Seifert
meint dazu: „Qualitätsverbesserung außer-
NEUFASSUNG DES TIROLER SEILBAHN – halb der Tabuzonen: JA – aber das Ziller-
UND SCHIGEBIETSPROGRAMMES (TSSP) tal ist mittlerweile derart eng erschlossen,
dass es heute umso wichtiger ist, die letz-
Große Sorge bereitet mir die Debatte über ten unberührten Kare für die Zukunft zu
das Auslaufen bzw. eine allfällige Neufas- schützen sowie Ruhe- und Erholungszonen
sung des TSSP, welches den Wünschen für Mensch und Natur festzuschreiben. Es
der Zillertaler Seilbahner „Tür und Tor öff- braucht klare Ausbaugrenzen. Nur so kann
net“, wenn es so kommt, wie derzeit vor- ein gutes Miteinander von Natur, Tourismus
geschlagen: Vom beschwichtigenden Tenor und Lebensqualität gewährleistet werden.“
2Nicht zuletzt zählen zu den Unternehmern
im Tiroler Tourismus ja nicht nur die Seil-
bahnbetreiber sondern auch die Bergführer, Einladung
Wanderführer oder Hüttenwirte, deren Res- zur
sourcen dieselben Berge sind!
Abschließend wünsche ich uns einen Jahreshaupt-
schneereichen und unfallfreien Tourenwin-
ter – und ich möchte euch alle wie immer
zu unserer Jahreshauptversammlung am 8.
versammlung
Dezember im AV-Heim einladen, wo wir uns
bei vielen Mitgliedern für ihre jahrzehntelan- AM SAMSTAG,
ge Treue zum Verein persönlich bedanken 8. 12. 2018
werden.
UM 20.00 UHR
IM AV-HEIM MAYRHOFEN
Euer Paul Steger
Ehrungen LANGJÄHRIGER MITGLIEDER
25 Jahre: 50 Jahre:
Herbert Scheuer Pettendorf
Josef Wiesel Pettendorf Andreas Aschenwald Mayrhofen
Anneliese Hauser Schwendau Maria Hofbauer Mayrhofen
Hans Hollaus Ramsau im Zillertal Christine Ludl Mayrhofen
Sieglinde Ehrensberger Mayrhofen Walter Mahlknecht Mayrhofen
Carolin Geisler Mayrhofen Dietmar Mikesch Mayrhofen
Franz Geisler Mayrhofen Maria Trinkl Mayrhofen
Hanspeter Hauser Mayrhofen Konrad Knauer Bludenz
Lisa Hauser Mayrhofen
Romana Hörhager Mayrhofen
Bernhard Knauer Mayrhofen 70 Jahre:
Oswald Gredler Tux Linde Gebhart Schwaz
Oswald Jun. Gredler Tux
40 Jahre:
Detlef Dorfmueller Neuss
Siegfried Radauer Zell am Ziller
Martin Tipotsch Mayrhofen
3AlpenvereinsJAHRBUCH
Berg 2019
BergWelten: Ankogel und Hochalmspitze
BergFokus: Motivation – Was treibt uns an?
Herausgeber: Deutscher Alpenverein, BergWelten stellt das Gebiet und seine
Österreichischer Alpenverein und Erschließungsgeschichte vor, wandert von
Alpenverein Südtirol Hütte zu Hütte, betrachtet die Entwicklung
Redaktion: Anette Köhler, Tyrolia-Verlag von Gletschern und Permafrost, steigt mit
dem bekannten Extrembergsteiger und Lo-
Alpenvereinsjahrbuch BERG 2019 cal Markus Pucher auf die „Tauernkönigin“
Mit großem BergWelten-Schwerpunkt und ist den naturkundlichen Besonderhei-
Ankogel und Hochalmspitze sowie ten der Region auf der Spur.
BergFokus „Motivation: Was treibt
uns an?“ Was treibt uns an? Was motiviert uns, sich
für eine Sache einzusetzen? Diesen Fra-
Hätten Sie gewusst, dass die Wiege des gen wird in BergFokus nachgegangen.
Alpinismus am Ankogel steht? Bereits um Aus welchen Motiven haben sich vor bald
1762 – also gut 20 Jahre vor der Erstbe- 150 Jahren eine Handvoll Männer zusam-
steigung des Mont Blanc, die gemeinhin mengetan, um den Deutschen Alpenverein
als die Geburtsstunde des Alpinismus gilt zu gründen? Welche Idee, welche Werte
– soll „der alte Patschg“, ein einfacher steckten dahinter? Wie ist es mit dem „Eh-
Bauer aus dem Böcksteiner Anlauftal, den renamt“ in unserer Gesellschaft heute be-
3250 Meter hohen Tauerngipfel bestiegen stellt? Und was treibt uns eigentlich – heu-
haben. Was ihn wohl dazu bewogen hat? te zahlreicher denn je – in die Berge? Der
– Fest steht, dass der Anblick des Berges Blick auf den Alpinismus als Phänomen der
von Bad Gasteiner Seite aus sehr beein- Moderne fördert erstaunliche gesellschaft-
druckend ist, dabei ist er noch nicht einmal liche und kulturelle Zusammenhänge zu
der höchste Gipfel der nach ihm benann- Tage. In diesem Kontext stellen wir außer-
ten Gebirgsgruppe. Die etwas weiter süd- gewöhnlich engagierte und inspirierende
lich gelegene Hochalmspitze, wegen ihrer BergMenschen vor – vom „jugendbe-
majestätischen, ebenmäßigen Form gern wegten“ Ernst Enzensperger, der vor etwa
auch als Tauernkönigin bezeichnet, ragt hundert Jahren die JDAV gründete bis
rund 100 Meter höher empor. Fest steht hin zu Energiebündel Andrea Szabadi, die
auch, dass die Ankogelgruppe, in den öst- sich aus dem Rollstuhl heraus für inklusive
lichen Hohen Tauern, im Grenzgebiet von Bergsportprojekte stark macht.
Salzburg und Kärnten gelegen, ein un-
glaublich vielseitiges Bergrevier ist, für das BergWissen schaut hinter die Kulissen
die beiden Bergsteigerdörfer Malta und des „Frau-Holle-Business“ und bringt ein
Mallnitz ideale Ausgangspunkte bilden. Kaleidoskop von Schauplätzen und As-
4pekten zum Thema Schnee als
Geschäftsmodell. Wetten, dass
Sie den Schnee von morgen mit
anderen Augen betrachten!?
Spannend und aktuell auch das
Thema Bergrettung: Ein Insi-
der und aktiver Rettungsmann
schaut sich die Entwicklungen
und Trends der letzten Jahre
an.
Dazu zählt auch das veränderte
Kommunikations- und Medien-
verhalten. Deswegen nehmen
wir das Thema Bergsport und
Social Media unter die Lupe.
Welche Interessensgruppen
spiegeln sich in Facebook &
Co. wider und wie wirkt das
wiederum auf den Sport selbst
zurück?
BergKultur erzählt von er-
staunlich ausgereifter Alpi-
nausrüstung aus Ötzis Zeiten und von Kurzum: Das Jahrbuch BERG bietet ein-
einem Bergsportgerät, das erst in den spä- mal mehr überzeugende Themenvielfalt
ten 1940er-Jahren erfunden wurde, nicht bei konstant hoher inhaltlicher und opti-
zuletzt der Gaudi wegen: den Firngleitern scher Qualität und ausgezeichneten Preis-
oder Figln. Darüber hinaus bringt es eine Leistungs-Verhältnis.
Fotoreportage zum Projekt „Koexistenzen“
des Südtiroler Künstlers Walter Nieder- Alpenvereinsmitglieder beziehen mit die-
mayr, der sich darin mit der Allmende- sem Band gratis die neu herausgegebene
Praxis im Fleimstal beschäftigt – ein eben- AV-Karte 44, Hochalmspitze, Ankogel im
so ästhetischer wie hochaktueller Beitrag Maßstab 1:25.000 – erhältlich bei ihrer
zum zeitgenössischen Commons-Diskurs. Sektion oder unter www.dav-shop.de
ALPENVEREINSJAHRBUCH „BERG 2018“
Herausgeber: Österreichischer Alpenverein (ÖAV), Deutscher Alpenverein (DAV) und Alpenverein Südtirol (AVS)
Redaktion: Anette Köhler, Tyrolia-Verlag Innsbruck
256 Seiten, mit ca. 280 Farb- und vielen SW-Abbildungen, 21 x 26 cm, gebunden
Erschienen im Oktober 2018
ISBN 978-3-7022-3695-3 # 18,90
5AVSOMMER
Ein kleiner fotografischer Streifzug
DURCH DIE SOMMERLICHEN AV AKTIVITÄTEN
VON ANGEBRAND JOS UND KREIDL MARKUS…
6„GESÄUSE“
WEITWANDERUNG „GESÄUSE“-
NATIONALPARK STEIERMARK
A´ die Steiermark, ins „G´seis“
da hi ging heuer inser Reis´,
recht steile geaht´s docht auf und oh´,
Kalk und Schoder macht ins fascht gor,
all´s is trock´n, nirgend´s rinnt a Bach.
trotzdem wunderschian, a jeder Graben und jed´s Loch.
Die Gamsn hosche direkt neben dir,
un spatang Nachmittag und ach a´dr Friah,
wenn mir af´n Weg hem, des isch´ kua Frag´,
scheint die Sunne fescht - un ganzen Tag,
desweg´n is aft glei a mol ba so a Hitz´,
kua Wunder dass m´r richtig schwitzt!
Die Einkehr´ a´ die Hütten war desweg´n Pflicht,
wal ohne uan, zwoa „Weizen“ war des nicht,
Uaner isch schua triafnass ´glei a dr Friah,
aber der schwitzt von Weizen, - nit vun Giah´
Und neben dem Wandern´ – so richtig weit -,
hot ins heuer ach ganz b´sonders g´freit,
dass ins ba jed´r Etappen isch´ gelungen,
no nebenbei auf an Gipfel auf´n z´springen!
So hat sich´s ausgezahlt, der weite Weg ins G´seis,
denn es war a´ wildromantisch - wunderschiana
„BERG-ERLEBNIS-REIS´“
8
HansHOCHTOURENWOCHENENDE
HOCHTOURENWOCHENENDE
ZILLERTALER ALPEN, JULI 2018
Um unseren Blick in die Zillertaler Alpen zu
erweitern, nahmen wir es zum Anlass, ein
Hochtourenwochenende um die neu errichtete
Schwarzensteinhütte zu veranstalten. Bereits
im Morgengrauen starteten wir in der Floite
hinauf zur Greizer Hütte. Nach einem Frühstück
stiegen wir über den neu markierten Steig und
die marmorierten Gletscherschliffplatten zum
Floitenkees auf. Am Trippachsattel konnten
wir Seil, Steigeisen und Pickel ablegen, um
über Blockgelände nach ca. 5 Stunden Geh-
zeit am Gipfel der Westlichen Floitenspitze zu
stehen. Dort erwartete uns ein herrlicher Blick
in die Südtiroler Bergwelt und natürlich auf die
imposant gebaute Schwarzensteinhütte. Da
der Standort der alten Hütte instabil war, wur-
de der mit Kupfer umhüllte Neubau ca. 100
Meter höher errichtet. Ein mit Panoramaschei-
ben Richtung Süden ausgerichteter Gastraum
bietet Platz für mehr als 50 Gäste. Nach einer
verdienten Rast mit Cappuccino und Strudel
festigten wir unsere Fertigkeiten in Seil- und
Rettungstechniken. Das klassische Südtiroler
Abendessen mit Nudeln als Vorspeise, Gulasch,
Blendn und Nachspeise rundeten wir mit einem
Glas Rotwein ab. Der gesellige Abend endete
pünktlich zur Hüttenruhe um 22 Uhr. Während
der Nacht gingen starke Gewitter mit Graupel-
schauer nieder und bescherten uns eine weiße
Landschaft am Morgen. Aufgrund der Wetter-
vorhersage und einsetzendem Nebel entschie-
den wir uns am Felsköpfl, einen raschen und
sicheren Abstieg über das Schwarzensteinkees
anzutreten. Kurz vor der Berliner Hütte klarte
der Himmel wieder auf und sämtliche Gipfel,
wie Turnerkamp und Großer Möseler zeigten
sich von ihrer schönsten Seite.
1011
VORTRAG
Patrick Nairz Lawinenwarndienst Tirol
MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN DES LAWINENREPORTS FÜR DEN TOURENGEHER
Freitag 14. Dezember 19:00 Uhr · Aula NMS Zell am Ziller
Eintritt freiwillige Spenden
Der Lawinenreport stellt eine wich-
tige Basis für die Tourenplanung
dar, stößt mitunter aber auch an
seine Grenzen. Anhand zahlreicher
Praxisbeispiele wird auf die vielfäl-
tigen Facetten bei der Beurteilung
der Lawinengefahr eingegangen.
Wichtige Inhalte stellen dabei u.a.
auch die Lawinenprobleme und
Lawinengefahrenmuster dar. Diese
helfen, wiederkehrende Gefahren-
situationen besser zu erkennen
und Unfälle zu vermeiden. Topak-
tuelle Entwicklungen der Lawinen-
warndienste, wie der ab der Wintersaison 2018/19 gemeinsame Lawinenreport mit Südtirol
und Trentino sowie Tipps für den nahenden Winter runden das spannende Programm ab.
Was zählt, sind die Menschen.
Willkommen bei der Bank,
die an Sie glaubt.
Die Sparkasse Schwaz ist stark in der Region verankert und
fester Bestandteil im Leben der Menschen.
12Samstag
23. Februar 2019
Talstation
Gerlossteinbahn
https://freikopfen.jimdofree.com/
https://www.facebook.com/FreikopfenSkiTrophy/
Tourenskischuh
zu verschenken!
LOWA Struktura GTX Größe 44
(neuwertig nur 3x getragen)
Der Schuh steht im AV Heim
zu Anprobe bereit!
13ÖAV KIDS ZILLERTAL
Im Frühsommer trafen wir uns in Stumm am
“Bochrasee” um unser Glück als Petrijünger
zu versuchen. Trotz nicht endend wollender
Motivation gingen wir nach einem interes-
santen, spannenden und lustigen Angelnach-
mittag mit leeren Händen nach Hause!
Unser erstes Ferienwochenende durften wir
gemeinsam auf der Alpenvereinshütte am
Penken verbringen, auch wenn die Tempera-
turen am Berg noch recht frisch waren spielte
sich ALLES am ersten Tag im und rund um die
Penkenlacke ab. Auch wenn wir jede Menge
Wechselkleidung mit hatten, gab es mit der
Zeit dann doch den einen oder anderen Eng-
pass... Lagerfeuer, Würstl grillen und Popkorn
machen am offenen Feuer waren die High-
lights des Abends. Nach einer kurzen Nacht
starteten wir in den zweiten Tag, welcher
uns zum Klettergarten am Knorren führte.
Auch dort waren die Temperaturen etwas
anders als wir es im heurigen Sommer ge-
wöhnt waren, nichts desto trotz erklommen
wie den Campanile auf mehreren Wegen und
versuchten uns auch am “scharfen Ende des
Seiles” im Vorstieg
Im August fuhren wir in die Leutasch zum
Klettergarten “Flämenwandl” welcher direkt
an der Leutascher Ache liegt und dadurch
auch in den Kletterpausen dementsprechend
viel “ÄKTSCHN” bietet. Der Eine oder Andere
hatte sogar keine Zeit mehr zum Klettern, da
es am Bach so viel zu tun gab!
Unsere Badesachen haben wir zwar nicht
gebraucht, da es auch dieses Mal, entgegen
des heurigen Temperaturtrends, wieder recht
frisch war...
Klausner Christian
und Stöckl Lois
14Die Ausschreibungen der Aktionen
aus dem Kinderprogramm erfolgt in
gewohnter Weise per WHATSAPP!
Zur Aufnahme in den Verteiler bitte
ich euch, mich telefonisch oder
per SMS zu kontaktieren.
Stöckl Lois: 0650 / 3923013
15PROGRAMM WINTER 2018/19
Kinder
Datum Veranstaltung Organisator
24.12.2018 Weihnachts RODELN Horst
Mit den Kids am Penken - Ein Wochenende mit Lois
26.-27.01.2019
unsern Kindern auf der Alpenvereinshütte (Kindergruppe)
Lois
17.03.019 Rastkogelhütte mit Ski, Rodel oder was auch immer...
(Kindergruppe)
Erwachsene
Datum Veranstaltung Organisator
LAWINENVORTRAG von Patrick Nairz / Lawinenwarn-
14.12.2018 Alle
dienst Tirol 19 Uhr Aula NMS Zell am Ziller
WINTERFIT Praxistag Infos und
22.12.2018 Alle
Anmeldung beim Lawinenvortrag 14.12.2018
1-geh Skitour Bachleralm-Standkopf, Kitzbüheler Alpen,
Markus Kreidl u.
27.12.2018 1.100Hm, Vorbesprechung/Anmeldung am Do.19.12.2018
Florian
20 Uhr AV Heim Mayrhofen
9.1.2019 MI-SKITOUR zu den Nachbarbergen Hans u. Wolfgang
„auf und ab „Skitour in den KITZBÜHLER Alpen
13.1.2019 Christian u. Lois
Anmeldung/Vorbesprechung Do. 10.1.2019, 20 Uhr AV Heim
Genießerskitour - Gerlosstein - Geisskopf - Freikopf -
19.1.2019 Horst u. Markus G.
Liftstüberl
23.1.2019 MI-SKITOUR zu den Nachbarbergen Hans u. Wolfgang
„Genussplus“ Schitouren im Pongau
2.- 3.2.2019 Anmeldung per Mail bis 20.1.2019 an Markus u. Reinhold
gruber-reinhold@gmx.at
6.2. 2019 MI-SKITOUR zu den Nachbarbergen Hans u. Wolfgang
169. oder „auf und ab“ Skitour in den Tuxer Alpen Anmeldung/ Wolfgang u.
10.2.2019 Vorbesprechung Do. 7.02.2019, 20 Uhr im AV Heim Reinhold
Geniesserskitour
16.2.2019 Horst u. Markus G.
Schwendberg - Rastkogelhütte - Rosskopf
Skitour LÖFFELSPITZE
16.-17.
02.2019 Auf Kurzbesuch bei unseren Nachbarn im Ahrntal Christian u. Lois
Anmeldung/Vorbesprechung Do. 14.2.2019, 20 Uhr AV Heim
20.2.2019 MI-SKITOUR zu den Nachbarbergen Hans u. Wolfgang
23.2.2019 FREIKOPFEN Alle
Kleines „LATINUM“
2.-10.3.2019 Anmeldung bis 6.1.2019 bei Christian oder Lois, Vorbespre- Christian u. Lois
chung wird dann noch gesondert bekannt gegeben
6.3.2019 MI-SKITOUR zu den Nachbarbergen Hans u. Wolfgang
Geniesserskitour
23.3.2019 Horst u. Markus G.
Tuxer Alpen - Halsspitze oder Almkogel
20.3.2019 MI-SKITOUR zu den Nachbarbergen Hans u. Wolfgang
Skitourenwochenende Sellraintal Markus Kreidl,
30.-31.3.2019
Anmeldung an info@alpine-guiding.at bis Fr. 8.3.2019 Florian, Hermann
10.-11.4.2019 MI-KEHRAUS im Hochgebirge Hans u. Wolfgang
13.-14.4.2019 Genießerskitour- Abschluss auf der Lizumer Hütte Horst u. Markus G.
EINKLETTERN
18.-19.5.2019 Vorbesprechung und Anmeldung Mi. 15.5.2019, Christian u. Lois
20 Uhr AV Heim
Klettersteige in Italien - Pasubio und Schmugglersteig
25.-26.5.2019 Markus Kreidl
Vorbesprechung bis 5.5.2019 per Mail markus.kreidl@a1.at
Jos u. Markus
15.6.2019 Radtour Naviser Almrunde ca 1100 Hm und 40 km
Kreidl
17ANMELDUNG ZUM INFOVERTEILER
Tel. Stöckl Lois: 0650 392 30 13
Kindergruppe ... Infos zu allen Aktionen
der Kindergruppe gibt es jeweils per Mail und whatsapp!
INFOS ZUR ANMELDUNG UND VORBESPRECHUNG
werden über die Heimatstimme und die AV Zillertal Homepage bekanntgegeben.
KONTAKTE ALPINTEAM:
• Angebrand Jos 0664 75001872
• Schiller Hermann 0664 1854298
• Ender Horst 0664 3429878
• Steger Christian 0664 5430607
• Gruber Reinhold 0664 1064276
• Knauer Hans 0664 4038635 • Stöckl Lois 0650 3923013
• Kreidl Markus 0664 6626940 • Thanner Martha 0664 2342656
• Kreidl Wolfgang 0699 12561355 • Wechselberger Florian 0664 3508660
KONTAKTE ALPENVEREIN ZILLERTAL:
• Geschäftsstelle OeAV Heim Sektion Zillertal, Sportplatzstraße 307, 6290 Mayrhofen,
Bernadette Fieg, Tel: 05285/63601, privat Tel. 0664/5144342;
e-mail: oeav.zillertal@aon.at, www.alpenverein.at/zillertal
• 1. Vorsitzender: Paul Steger, Tel. 05285/62466 od. Tel. 0676/7789112,
E-Mail: waldrandsteger@aon.at
• Naturschutzwart: Paul Steger
• 2. Vorsitzender: Markus Gredler, Tel. 05282/4144, E-Mail: markus.gredler@gmx.at
• Kassier: Bernadette Fieg, Tel. 0664/5144342
• Tourenwart: 1. Christian Steger, Tel. 0664/5430607
2. Alois Stöckl, Tel. 0650/3923013
• Hüttenwart: Josef Geisler, Tel. 05285/63456
• Heimwart: Walter Mahlknecht, Tel. 05285/8336
• Naturpark Zillertaler Alpen: Willi Seifert, Katharina Weiskopf, Tel. 05286/52181
• AV Instruktorin Wandern: Martha Thanner, Tel. 0664/234 2656 · martha.thanner@aon.at
18vereins-Shop
Alpen .at /shop · Telefo
nbestellungen: 0512
/59547-18
www.alpenverein
Fotos: norbert-freudenthaler.com
alpenverein.at/shopKLETTERN UND MEHR !
KLETTERN UND MEHR ! - ODER WENIGER ?
Do Summa isch umma, und damit ein Schon im Mai fuhren wir zum Einklettern
nahezu perfekter Bergsommer. Wir haben nach Nassereith zur Geierwand. www.berg-
allerdings die wenigen Schlechtwettertage steigen.com/touren/klettern/gamspfeiler-
bzw. Wetterprognosenhoppalas auf unsere div-routen-tiefental-in-nassereith
Touren mitgenommen, denn immer wieder
Bei super Wetter wurde den ganzen Tag
kämpften wir mit der Genauigkeit der Pro-
„Sichern und Klettern“ in Mehrseillängen-
gnosen unserer Wetterfrösche.
touren geübt. Ein super Ziel zum „Meter
Das beweist einmal mehr, dass man die Ent- machen“. Ein perfekter Tagesabschluss
scheidung über das Tourenziel selbst bereits war dann der Sprung in den Nassereither
in der Nacht , spätestens aber vor Aufbruch See unter den gestrengen Augen der anwe-
am Morgen fällen sollte. senden Fischer – uups – aber lässig wars.
20Die Muttekopfhütte sollte es Ende Juni wer- die Südseite wäre es geworden, wenn, ja
den, eingefunden haben wir uns aber auf wenn das Wörtchen wenn nicht wär.
der supergemütlichen Steinseehütte (www.
Wenn das Wetter sich an den Wetterbericht
steinseehuette.at) in den Lechtaler Alpen:
gehalten hätte! Dem widrigen Wetter trotzend
jedenfalls mehr als nur ein Ersatzziel, schon
sind wir bis zur Greizerhütte vorgedrungen,
die Anfahrt zum Hüttenparkplatz ist ein
um den eigentlichen Sinn der Hütte, nämlich
Erlebnis. Der Aufstieg ist nicht weit, dafür
Schutz zu gewähren, mit unserem Besuch
aber schon am Morgen fein warm, so zwi-
auszuprobieren ... (heroisch, ha;)
schen den Latschen. Ein Ziel für jedermann,
tolle Klettertouren, super Landschaft und Ob es wirklich so bitter war? Jedenfalls war
sehr verständnisvolle Wirtsleute. der Fels einfach zu nass zum Klettern, und
Frühschoppen auf der Greizer Hütte eine
Wie jedes Jahr musste auch heuer ein Zil-
super Alternative!
lertaler Klassiker ins Programm – passend
zum diesjährigen Kletterschwerpunkt natür- www.bergsteigen.com/touren/klettern/giga-
lich eine Klettertour: Der Gigalitzturm über litzturm-suedostgrat-gigalitz/
21KLETTERN UND MEHR !
Wer kennt sie nicht, die Salzburger Programmwechsel angesagt: „Im Salz-
Nockerl? Für uns der passende Titel des kammergut, da kann man gut lustig
Herbstkletterausflugs Anfang Oktober zu sein ...“ ist uns eingefallen, auch beim Klet-
Kletterzielen im Salzburger Land: dem tern.
Hochthron und der Bischofsmütze.
Der Wetterbericht war vielversprechend, wie
Aber ein paar Tage davor hat es herunter so oft: Samstag passend, leichte Schauer
geschneit, also war nachdenken über einen am Sonntag, vielleicht, eher nicht.
Am Samstag kletterten wir den
„Schober und Frauenkopfsüdgrat“:
ein 5er Grat mit einer halben Stunde
Zustieg, 10 Seillängen und zudem
ein Landschaftstraum mit dem
umliegenden Seenlandl. Das alles
bei perfektem Wetter, und wenig
Klettererverkehr. So konnte es wei-
tergehen.
www.bergsteigen.com/touren/klet-
tern/schober-suedgrat/
22Für den Sonntag wechselten wir zum
Wolfgangsee, wo wir am Fuß unseres
Zieles, dem Plombergstein, rasch pas-
sende Unterkünfte gescoutet haben, um
frisch und munter dem nächsten Tag ent-
gegen zu sehen.
Leider war dann am Sonntag der Plom-
bergstein nur schemenhaft zu erkennen.
Das war schon ein Salzburger Schnürlre-
gen, naja der Wetterbericht – von wegen
„vielleicht, eher nicht“ oder so ähnlich!
Trotzdem haben wir uns eine Stunde an
den Einstiegen der diversen Touren eine
Übersicht verschafft, von hammerharten
8b-Routen bis zu genüsslichen Mehrseil-
längen. Ein lohnenswertes Ziel fürs näch-
stemal!? Außer uns waren noch Feuer-
salamander (klettern auch glitschige 5er
Platten solo) und Hardcorekletterer (gut
gesichert in den trockenen Überhängen)
an der Wand.
Nachdem aber niemand von uns sich einer
dieser Spezies zugehörig fühlte, traten wir
leicht durchnässt die Heimreise an.
23KLETTERPRÜFUNG
ABSCHLUSS DER KLETTERSAISON MIT richtig eingehängt werden sondern auch am
BESTANDENEN PRÜFUNGEN Umlenkpunkt. Beim Vorsteigen müssen die
Schüler sich noch mehr konzentrieren und
es ist eine noch größere Herausforderung für
Die Schüler der 3. + 4. Klasse stellten
den Kletterer. Für diesen Schein muss auch
sich der Kletterprüfung zum Toprope- und
ein Sturz durchgeführt werden, der vom
Indoor Schein. Der Toprope Schein wird in
Partner gehalten werden muss.
der 3. Klasse angeboten und es werden
der richtige Partnercheck, das Klettern mit Vielen Dank an Bergführer Florian Wech-
oben eingehängtem Seil (= top rope), kor- selberger (Alpenverein Mayrhofen), der für
rektes Sichern, Kommunikation und sicheres die Abnahme der Prüfung zu uns nach Tux
Ablassen sowie die Kletterregeln überprüft. gekommen ist und herzliche Gratulation an
die Schüler zur bestandenen Prüfung.
Beim Indoor Schein, der in der 4. Klasse
angeboten wird, müssen die Schüler im Vor-
stieg steigen, das heißt, das Seil muss nicht
nur in die vorgegebenen Expressschlingen
Alexandra Peer (NMS TUX)
24HUNDSKEHLJOCH
Bergmesse am Hundskehljoch
TRAUMHAFTE MESSE AM SONNTAG, DEN 09. SEPTEMBEMR 2018
Ein traumhaft schöner Tag bildete die Kulisse für die heurige Bergmesse am Hundskehljoch.
Annähernd 250 Bergfreunde aus Nord und Süd haben sich auf den Weg gemacht, um diese
1992 von der Alpenvereinsjugend Zillertal ins Leben gerufene Messe mitzufeiern.
Begleitet von Musikanten aus dem Ahrntal haben der ehemalige Pfarrer von Mayrhofen,
Alois Moser, und der Ahrntaler Pfarrer Josef Profanter gemeinsam die Messe gelesen.
Besonders erfreut zeigte sich Paul Steger, Obmann des AV-Zillertal, über die Teilnahme
der Bürgermeister von Prettau, Robert-Alexander Steger, der Gemeinde Ahrntal, Helmut
Klammer sowie Heinz Ebenbichler von Brandberg.In seinen Begrüßungsworten ging Obmann
Paul Steger auch auf das geplante Projekt „Ausbau des Weges über die Hundskehle als
Mountain-Bike-Strecke“ ein. Er wies darauf hin, dass von Seiten des Südtiroler Alpenver-
eines, des Österreichischen Alpenvereines und auch des Hochgebirgsnaturparks Zillertaler
Alpen eine ablehnende Haltung besteht. Der Ausbau würde die Natürlichkeit der Hundskehle
erheblich beeinträchtigen. Er richtete einen Appell an die Verantwortlichen, diesen roman-
tischen, seit Jahrhunderten bestehenden Wander- und Viehtriebsweg in seinem ursprüng-
lichen Zustand zu belassen.
Beim anschließenden Austausch der lokalen Spezialitäten wie Brot, Graukäse, Speck und
den obligatorischen „siaßen Krapflang“ wurden die seit vielen Jahren bestehenden über die
Grenzen hinausgehenden freundschaftlichen Kontakte aufgefrischt und erneuert.
Mit dem Dank an die Priester, die Musikanten sowie die Bauernjugend St. Jakob und St.
Peter fand dieser wundervolle Bergtag einen würdigen Abschluss. Es bleibt zu hoffen, dass
der Wettergott auch im kommenden Jahr ein Einsehen haben wird, zumal dann auch das
10-jährige Jubiläum der Einweihung des Gipfelkreuzes auf der Löffelspitze gefeiert wird.
25NATURPARKZillertaler Alpen
Neues aus dem
Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen
NATURSCHUTZPLAN AUF DER ALM 2.0
Bereits vor rund zehn Jahren wurden im Rahmen eines Pilotprojekts drei Naturschutzpläne im
Naturpark umgesetzt. Für den Schutz bzw. die Entwicklung wertvoller Lebensräume und des
vielfältigen alpinen Landschaftsbildes, die Erhaltung der Kulturlandschaft, die Pflege der Almen
und die Kooperation zwischen der Naturparkbetreuung und den Almen hat dieses Projekt äu-
ßerst positive Impulse gesetzt. Daher war es dem Naturpark ein großes Anliegen, die Initiative
fortzuführen. Nach einiger Vorarbeit gab es im Jahr 2017 grünes Licht für eine Neuauflage!
600 m der Trockensteinmauer wurden in nur drei Tagen wiederhergestellt!
26BESONDERS WERTVOLLE ALMEN
Gemeinsam mit dem e&p Umweltbüro wurden mit der Naturparkbetreuung und den Almbe-
sitzern der Gunggl-, Friesenberg-, Els-, Loschboden- und Grieralm Naturschutzmaßnahmen
definiert, die auf die jeweilige Alm zugeschnitten sind. Jetzt steht den Bewirtschaftern ein
Zeitraum von drei Jahren zur Umsetzung zur Verfügung. Die Naturparkbetreuung freut sich,
dass es gelungen
ist, so viele Maß-
nahmenpakete
für diese natur-
kundlich wert-
vollen Almen zu
schnüren. Ins-
gesamt belaufen
sich die Kosten
für die Konzep-
terstellung und
Umsetzung auf
ca. € 60.000.
Das Projekt wird
vom Land Tirol
gefördert.
27NATURPARKZillertaler Alpen
MASSNAHMEN FÜR DEN NATURSCHUTZ
Frühzeitig wurden die Bezirkslandwirt- viele Naturschutzmaßnahmen realisiert, die
schaftskammer, das Referat Umwelt der zudem konkrete Bewirtschaftungsvorteile
Bezirkshauptmannschaft, die Bezirksforstin- mit sich bringen. Das Entsteinen der Alm-
spektion und das Land Tirol in das Projekt wiesen, die Pflege von Trockensteinmauern,
eingebunden. Naturpark-Geschäftsführer die Wiederherstellung von Almtümpeln oder
Willi Seifert fasst zusammen „Mit dem Pro- die Schaffung vielfältiger Weidemosaike
jekt werden in den nächsten drei Jahren sind einige Beispiele.“
EIN DANKESCHÖN FÜR 1.200 ARBEITSSTUNDEN
In diesem Sommer wurden von Juni bis pen und ÖAV mehrere dieser Projekte in der
September rund 1.200 ehrenamtliche Ar- Region, wobei bereits seit über 15 Jahren
beitsstunden für dieses Projekt geleistet. eine enge Kooperation zwischen den Part-
Dies ist nur durch die Hilfe der Freiwilligen nern besteht. Dieses Jahr fanden die Pro-
möglich, die sich bei den Umweltbaustellen jektwochen auf der Gunggl-, der Loschbo-
und Bergwaldprojekten des Österreichi- den- und der Elsalm statt. Die Almbesitzer
schen Alpenvereins (ÖAV) engagieren. Pro und das Naturparkteam bedanken sich für
Jahr organisiert der Naturpark Zillertaler Al- die große Hilfe der Freiwilligen.
28NEUERSCHEINUNG: DIE DORNAU- Autor: Alfred Kröll | Hardcover | 96 Seiten
BERGER RIESEN | 16,5 x 23,5 cm gebunden | Euro 12,90 |
ALFRED KRÖLL erhältlich im Naturparkhaus in Ginzling
ERZÄHLT DIE SAGE NEU
BERG- UND FLURNAMENBUCH
Im Bergsteigerdorf Für das Frühjahr 2019 planen wir die Publi-
Ginzling erzählt man kation von einem Berg- und Flurnamenbuch
sich heute noch die über den Hochgebirgs-Naturpark Zillerta-
Sage über die Dornau- ler Alpen. Die Chronisten der Naturpark-
berger Riesen. Lange Gemeinden unterstützten uns bei der Aus-
Zeit haben sie hier ge- wahl der Namen, deren Ursprung nun vom
lebt und viele Spuren Sprachwissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Heinz-
hinterlassen. An den Dieter Pohl erarbeitet wird. Gerne halten wir
Hängen und in den die Mitglieder der ÖAV-Sektion Zillertal über
Wiesen liegen mächtige dieses Projekt auf dem Laufenden.
Felsblöcke, die von den Riesen aus Zeitver-
treib ins Tal geschleudert wurden. In diesem
Tal lebt der Autor und Künstler Alfred Kröll in
einem schönen alten Holzhaus am Zemm-
bach. Er ist mit den Sagen über die Dornau-
berger Riesen aufgewachsen und hat nun im
Buch „Die Dornauberger Riesen“ die Sage
neu erzählt und mit vielen Bildern illustriert.
Im Buch entdecken zwei Buben den ge-
heimen Zugang zur Welt der Riesen. Sie
treffen die drei Dornauberger Riesen Hed-
wig, Hans und Emil, den Bartl aus dem Al-
pbachtal und den Gänner aus Krimml. Und
auch ein unheimlicher Lindwurm treibt im
Zillertal sein Unwesen.
VON IRRWEGEN UND RÄTSELN
Doch dies ist kein gewöhnliches Buch. Es ist
eine Entscheidungsgeschichte in der der Le-
ser selbst entscheidet, auf welche Abenteu- KONTAKT:
er er die Riesen begleiteten möchte. Zudem Hochgebirgs-Naturpark
führt ein Bilderrätsel alle Rätselfüchse direkt Zillertaler Alpen
zum geheimen Sagenstein in Ginzling. Das Naturparkhaus Nr. 239
Sagenbuch wurde mit großzügiger finanzi- A-6295 Ginzling
eller Unterstützung der Sparkasse Schwaz Tel.: +43/(0)5286/ 5218-1
umgesetzt. Für Gruppen und Schulen bietet Mail: info@naturpark-zillertal.at
der Naturpark Sagenwanderungen in Ginz- Internet: www.naturpark-zillertal.at
ling an. Fotos: Archiv Naturpark Zillertaler Alpen
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diepraxis| Fotos: Dynafit
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Am 09.September fand wieder die bereits wir bei angenehmsten Temperaturen an der
traditionelle Bergmesse am Hundskehljoch Messe teilnehmen konnten.
statt. Dies war für uns der Anlass, im Vor- Zum Abschluss der Tour durfte natürlich der
feld der Messe einen Klassiker – den 3251m Einkehrschwung im GH Bärenbadalm nicht
hohen Rauchkofel – zu besteigen. fehlen.
Nach zeitigem Start in Mayrhofen hieß es
zuerst, die vielen Krapflang- und Speckdo-
Markus & Wolfgang
sen für die Messe aufs Hundskehljoch zu
tragen. Nur mit „äußerster Disziplin“ konn-
ten wir uns einem frühzeitigen Naschdrang
verwehren.
Ab dem Joch ging es in abwechslungsreicher
Blockkraxlerei über West- bzw. Südgrat dem
Gipfel entgegen. Dort angekommen, durften
wir bei Kaiserwetter die grandiose Fernsicht
von diesem schönen Grenzberg genießen.
Nach kurzer Rast samt Gipfelschnapsl folgte
der Abstieg retour zum Hundskehljoch, wo
31KARWENDELTOUR
AUSSICHTSREICHE KARWENDELTOUR fuhren, abgeholt und wieder zu den Autos
gebracht werden konnten.
Nachdem die Tour an dem ursprünglich Nun lautete das Motto „immer Richtung
geplanten Datum aufgrund von schlechtem Rappenspitze“. Der Weg ging gleich so
Wetter verschoben werden musste, mach- richtig los, das heißt, etliche Serpentinen
ten sich am Samstag, den 28. Juli 2018 führten uns auf „roglem“ Untergrund die
sechzehn wanderfreudige Alpenvereineler ersten Höhenmeter hinauf. Die Landschaft
auf den Weg Richtung Achensee. Wir bra- wurde dann satt grün, und als wir an einem
chen um 06:30 Uhr in Mayrhofen auf – eher kleinen Tümpel mit Schilf und den steinigen
früh für all jene, die sich am Vorabend beim Karwendelspitzen im Hintergrund vorbeika-
Mayrhofner Straßenfest die ein oder andere men, war auch ich zu hundert Prozent wach.
Köstlichkeit gegönnt haben, und nicht brav Der Ausblick, der sich uns hier bot, war
um 22:00 Uhr im Bett waren. Um die Fahrt herrlich. Weiter ging es über einen Stein-
optimal zu nutzen, machte ich die Augen bruch, wo wir einige Gämsen entdeckten,
zu, sodass ich die versäumten Stunden und dann war auch schon unser vorläufiges
an wertvollem Schlaf zumindest ein biss- Ziel zu sehen. Nachdem wir am Kessel der
chen nachholen konnte. Alle trafen sich am Rappenspitze noch einmal kurz pausierten,
Parkplatz der Karwendel Bergbahnen, dort wurde das Panorama um uns herum mit
ließen wir ein Auto stehen, mit welchem jedem Schritt beeindruckender. Der letzte,
danach die Fahrer der restlichen Autos, die steinige Anstieg führte uns schließlich direkt
noch fünf Kilometer weiter ins Falzthurntal zum Gipfelkreuz.
32Oben angekommen, gönnten wir uns eine als erwartet, und ich freute mich, als wir die
Jausenpause inklusive Fotoshooting. All- Hütte erreichten und wir uns stärken konn-
zu lang hatten wir allerdings nicht Zeit, ten.
denn nachdem wir die letzten Meter des Die letzten Meter der Wanderung legten wir
Anstiegs wieder hinuntergegangen waren, mit der Karwendel Bergbahn hinunter ins Tal
führte uns der Weg weiter Richtung Stanser zurück, so war unsere Runde nun komplett.
Joch. Nach erneutem auf und ab erreichten Nach circa 1500 Höhenmetern und 17 Ki-
wir den Platz, den ich sonst eigentlich nur lometern Distanz saß ich glücklich auf dem
von der Autobahn aus sehe, das Stanser Heimweg im Auto. Danke an alle, die dabei
Joch mit den Lawinenverbauungen. Das im- waren und vor allem an jene, die geplant
posante, weiße, scharfe Gestein dort oben haben. Es war ein erlebnisreicher Tag im
erinnert fast an eine steinige Meeresküste. Karwendel!
Vom Nordwesten her kamen eher gewittrige
Wolken, also machten wir uns auf zur Bä-
renbadalm. Der Abstieg war für mich länger
Rebecca
33REALSPITZE
REALSPITZE 3039M
Diesmal musste ein Ausweichziel her und so kamen wir vom Zillergrund aufs schöne Hauserkar
(Weidmannsdank). Zuerst noch gemütlich über den Berliner Höhenweg bis zur Pitzenalm. Ab
da weglos Richtung Gipfel der wahrscheinlich im Winter mehr Bergsteiger sieht, aber auch
im Sommer seinen zerbröslenden Reiz hat. Die Ausicht ist jedenfalls super schön. Jetzt mit
Gipfelkreuz, von der Bergrettung Tux errichtet. Kurz noch abkühlen in der Hauser Lacke die in
diesem Rekordsommer langsam zu versickern droht, dann über den alten Samerweg und die
Nestalm direkt zum Tab, das auf der Feldlalm (Gott sei Dank) im Bächlein lag.
Markus u. Reinhold
3435
DIE QUADRATUR DER REISE
ZWEI HOCHALPINE ERSTBEGEHUNGEN shano mit Hannes Schmalzl) und damit ei-
IM ZILLERGRUND DURCH UNSERE nen kleinen aber feinen Reigen mythischer
SEKTIONS-MITGLIEDER TSCHAK FJ. „Chaplin-Erstbegehungen“ in Gang setzte.
GREDLER UND DARSHANO L. RIESER Der zweite Akt dieser Chaplin-Hommage
(der übrigens kürzlich, wie Alex Huber, Eh- war die Route „Goldrausch VIII-“, die Dars-
renmitglied des Klettervereins Stonemon- hano 1982 mit unserem damals blutjungen
keys wurde) AV-Mitglied Hannes Eder (part 1) und 1983
1
REISEANTRITT VOR 41 JAHREN mit Wolfgang Müller (part 2) in die Ross-
kopf-Nordwand zauberte, und die 2012,
Charlie Chaplin war ein Meister der tän- also 30 Jahre später, vom nunmehrigen
zerisch-mimischen Erzählkunst. Seine fil- Protagonisten der Kletter-Elite, Hansjörg
mischen Bravourstücke sind unauslöschlich Auer, um den IX. Schwierigkeitsgrad erwei-
in der Geschichte der Leinwand-Kultur ver- tert wurde (part 3). Ebenfalls 1982 sollte
ankert. Wie Leuchttürme auf hoher See ist noch „Moderne Zeiten VII+/VIII-“ hinzukom-
ihre Strahlkraft ungebrochen. men, eine Erstbegehung von Heinz Maria-
Kein Wunder, dass dieser Pionier der be- cher und Luisa Iovane (1. vollständige Wh
wegten Bilder auch jene Alpin-Kletterer in- Darshano mit Wolfgang Müller), die, ebenso
spirierte, die in ihrer Sturm- und Drangzeit wie „Goldrausch“, an die ganz großen Filme
die Avantgarde einer neuen, spielerischen von Charlie Chaplin erinnert. „Moderne
Herangehensweise an die großen Wände Zeiten“ ist mittlerweile zu einem der welt-
der Ostalpen waren. weit begehrtesten Alpin-Klassiker avanciert,
So kam es, dass der Meister-Kletterer Heinz während die „Charlie Chaplin“ in der Lali-
Mariacher mit Peter Brandstätter* in der dererwand als Geniestreich und die „Gold-
Laliderer-Nordwand 1977 die legendäre rausch“ im Rofan als Test-Piece für den
„Charlie Chaplin VI“ eröffnete (1. Wh Dar- ultimativen Nervencheck gehandelt wird.
362
VOM TRIO ZUM QUARTETT wird, lag es wohl nur nahe, jenen Filmtitel in
Der kleingewachsene Filmkünstler mit dem eine der steil aufragenden Granitwände zu
schwarzen Schnauzbärtchen, den über- meißeln, unter welchem Charlie Chaplin ein
großen Quadratlatschen, dem tanzenden ziemlich raffiniertes Geschäftsmodell erson-
Stock und dem springfreudigen Hut hat also nen hatte**: „Der Vagabund und das Kind“.
sowohl im Karwendel (Laliderer) als auch im Tschak und Darshano machten sich also im
Rofangebirge (Rosskopf) und in den Dolo- Herbst auf den Weg, schlugen ihr Zelt unter
miten (Marmolada) seine Spuren hinterlas- den Heachnbergkar-Westwänden, die sie im
sen, und in letzter Zeit spukte nun in den Jahr zuvor schräg visavis der Bodenalm ent-
Köpfen von Tschak und Darshano die Idee deckt und erkundet hatten, auf, blieben für
herum, auch den Zillertaler Alpen ein Werk zwei Nächte droben, vollendeten am ersten
von Charlie Chaplin angedeihen zu lassen. eigentlichen Klettertag die auf einen schwin-
Die bisherige Chaplin-Trilogie sozusagen ei- delerregenden Turm führende Neutour „Der
ner Quadratur zu unterziehen und der 1977 Vagabund und das Kind“ (VI+, 500 Km, 6
begonnenen Reise eine Zillertaler Destina- ZH) und statteten am nächsten Tag der nicht
tion hinzuzufügen. Und da den Zillertalern weniger verlockend aussehenden Nachbar-
ein ausgeprägter Geschäftssinn nachgesagt wand einen Besuch ab.
3
37STREIFSCHUSS DES GLÜCKS Morgen, im teilweise pechschwarzen Granit
Und na ja, was soll man sagen: was den dieser Nachbarwand erwartete, spottet je-
beiden nach einem emotionalen Sonnen- der Beschreibung. Weil, wer hätte gedacht,
untergang in den Bergen, mit Blick auf un- dass es für sie als Zillertaler*** in den Ziller-
sere wunderschöne Heimat, am nächsten talern noch „unentdeckte“, lohnende Wän-
de aus der Taufe zu
4 heben gibt? Mit fan-
tastischer Kletterei in
moderater Schwierig-
keit, mit 450 Metern
Wandhöhe, sonnig
gen Westen gewandt,
mit neun bis zehn
kletterfreundlichen
50 Meter Seillängen
in bestem festem
Granit, bei nur 30
Metern Schotter und
aber jeder Menge
möglicher Friend-
Placements? Tschak
ist restlos begeistert,
Darshano sowieso bis
über beide Ohren ver-
liebt, der ganze Tag
wie ein Streifschuss
des Glücks: „Bon-
heur“ (450 Km, 3 ZH,
V+ bzw. mit Orig.-
Einstieg VI+). Diese
Route hat womöglich
das Zeug zum Ziller-
tal-Klassiker. Einem,
der sich zu Grund-
schartner- und Fuß-
stein Nordkante hin-
zugesellt, spät aber
doch. Und wie das
bei Nachzüglern oft
so ist: ein Quell ganz
besonders bewusst
wahrgenommener
Freud- und Glücks-
gefühle: Bonheur!
385
6
7
Bildlegende:
1: li. Vagabund, re. Bonheur
*Peter B. hat dieser Tage übrigens gemeint, der Name Darshano 2: Vagabund mit Turm
bedeute eigentlich: er, der mittlerweile 62jährige, „Darf-scho-no“
**Der Vagabund schickt das ihm „zugelaufene“ Kind jeweils, 3: Tschak im Glück (1)
wenn sie in ein neues Dorfes kommen, voraus, um bei verschie- 4: Tschak im Glück (2)
denen Häusern Fensterscheiben einzuwerfen, die er, der Glaser, 5: Birgt Glück mit i
der dann „zufällig“ vorbeikommt, sich großzügig anerbietet, ge-
gen gutes Geld zu reparieren 6: Tschak Gredler
***die Kombination „Zillertaler“ und „Zylinder“ hat übrigens dazu 7: Charlie Chaplin als Poet des Abgrunds
geführt, dass Darshano auch der „Zylindertaler“ genannt wird
39Neu in unserer SPORT Kollektion:
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