2020 Münchner Statistik - Quartalsheft, Jahrgang - muenchen.de

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Landeshauptstadt
                             München
                             Direktorium
                             Statistisches Amt

Münchner Statistik
3. Quartalsheft, Jahrgang
                            2020
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Zahlen
Daten des Statistischen Amtes
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Fakten
                                               Statistisches Jahrbuch
                                               Auf Zahlen und Indikatoren
                                               basierende Übersichten und
                                               Tabellen über die wirtschaftli-
                                               chen, sozialen, demografischen,
                                               kulturellen, politischen und
                                               geografischen Verhältnisse der
                                               Landeshauptstadt München
                                               Schutzgebühr: € 18,-

Statistisches Taschenbuch
München und seine Stadtbezirke
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                                                                                 München in Zahlen
                                                                                 Die Faltkarte erscheint in
                                                                                 deutscher und englischer
                                                                                 Sprache. Sie wird kostenfrei
                                                                                 abgegeben und enthält neben
                                                                                 statistischen Kurzinformationen
                                                                                 übersichtliche Grafiken aus den
                            Topografische Karte                                  verschiedenen Bereichen der
                            Münchens                                             Stadtverwaltung.
                            im Maßstab 1 : 40 000
                            mit den Verwaltungsgrenzen
                            Schutzgebühr: € 11,50

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                                        2020

Herausgegeben vom
Statistischen Amt der Landeshauptstadt München
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Zeichenerklärung

         -      =       nichts vorhanden

        0       =	mehr als nichts, aber weniger als die Hälfte der kleinsten Einheit,
                   die in der Tabelle zur Darstellung gebracht werden kann

         .      =       kein Nachweis möglich

darunter        =       teilweise Aufgliederung einer Summe

  davon         =       vollständige Aufgliederung einer Summe

Hinweis:		              Geringfügige Abweichungen bei den Summen können sich durch Auf- und Abrundungen ergeben.

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Herausgegeben vom Statistischen Amt der Landeshauptstadt München,
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Internet: http://www.muenchen.de/statamt
E-mail: stat.amt@muenchen.de
Redaktionelle Bearbeitung: Juliane Riedl, Andreas Rappert
Layout: Sarah Lenk
Verantwortlich für Redaktion und Anzeigen: Uta Thien-Seitz

Bezugsquellen:
Statistisches Amt der Landeshauptstadt München (siehe oben)
Stadtinformation im Rathaus
Preis: € 5,-

Druck: Stadtkanzlei, Rathaus, Marienplatz 8, 80313 München
Gedruckt auf Papier aus zertifiziertem Holz, aus kontrollierten Quellen und auf Recyclingmaterial.
Titelbild: Tourismusamt München, C. L. Schmitt

Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe
ISSN 1612–9091
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Inhaltsübersicht
Verkehr	PKW-Unfälle in München
         Analyse der Verkehrsunfälle nach beteiligten Verkehrsmitteln    6

Kultur und Freizeit	Hundehaltung in München 2019                       20

Bevölkerung              Vornamen der Münchner Bevölkerung              30
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Verkehr                                                          Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020

                                       PKW-Unfälle in München
                                       Analyse der Verkehrsunfälle nach beteiligten
                                       Verkehrsmitteln

                                       Text, Tabellen, Grafiken, Karten: Christoph Scharf

    Mobilitätswende in Städten         Zu laut, zu schnell, zu dreckig. Nicht erst seit dem Diesel-Skandal ist eine
                                       Debatte über das Auto in den Städten entbrannt. So forderten Initiativen wie
                                       der Radentscheid im Jahr 2019 einen Ausbau des Radverkehrs zu Lasten der
                                       PKWs. Parkplätze sollen Radwegen weichen und einzelne Fahrbahnen nur
                                       noch für Radfahrende freigegeben werden.
                                       Laut einer Studie des Umweltbundesamtes führen in deutschen Großstädten
                                       40 bis 50 Prozent der Autofahrten über eine Strecke von weniger als fünf
                                       Kilometer Länge. Diese Fahrten könnten meist problemlos durch andere Ver-
                                       kehrsmittel, die – wie das Fahrrad – sogar schneller sind, ersetzt werden.1)
                                       Dennoch bietet das Automobil auch in großen Städten Vorteile wie eine
                                       Klimaanlage, Platz für Transporte sowie eine metallische Hülle zum Schutz vor
                                       Unfällen.
                                       Folgender Artikel soll aufzeigen, wie sich das Unfallgeschehen der Personen-
                                       kraftwagen auf Münchens Straßen in den letzten 11 Jahren entwickelt hat und
                                       welche Unfallursachen dabei ausschlaggebend waren.

                                       Entwicklung der PKW-Zahlen in München

    PKW-Bestand in München wächst      Wie in Tabelle 1 erkennbar, ist in den letzten 11 Jahren der PKW-Bestand unter
    und wächst                         privater Nutzung stetig gestiegen. Im Jahr 2009 gab es in der bayerischen
                                       Hauptstadt 474 672 privat zugelassene Personenkraftwagen. 2019 waren es
                                       bereits 525 216. Dies bedeutet eine Zunahme von 10,6 Prozent.
                                       Im Jahr 2019 kann mit 0,3 Prozent (1 744 PKWs) die niedrigste Wachstumsrate
                                       im Vergleich zum Vorjahr festgestellt werden. Der höchste prozentuale Zuwachs
                                       im Vergleich zum Vorjahr wurde mit 1,4 Prozent im Jahr 2016 registriert.
                                       Dies entspricht 7 216 zugelassenen PKWs.
                                       Trotz der gestiegenen absoluten Zahl der zugelassenen Personenkraftwagen
                                       ist die PKW-Dichte jedoch von 405,8 im Jahr 2009 auf 397,0 PKWs pro 1 000
                                       volljährige Einwohner*innen gesunken.

    Bestand an SUVs und Geländewagen   Insbesondere bei den SUVs und den Geländewagen gab es ein starkes
    verdreifacht                       Wachstum. Waren im Jahr 2009 noch 20 866 Fahrzeuge gemeldet, so waren
                                       es 67 661 im Jahr 2019. Dies entspricht einer Steigerung von 224,3 Prozent.
                                       Die SUV-Dichte stieg von 17,8 im Jahr 2009 auf 57,8 SUVs pro 1 000 volljährige
                                       Einwohner*innen im Jahr 2019.
                                       Es wurden jedoch auch mehr Klein- und Kleinstwagen angemeldet. Im Vergleich
                                       zum Jahr 2009 besaß die Münchner Bevölkerung im Jahr 2019 16,7 Prozent
                                       mehr Fahrzeuge dieses Segments. Auf 1 000 volljährige Einwohner*innen
                                       kamen 86,7 Klein- und Kleinstwagen im Jahr 2009 und 101,1 im Jahr 2019.
                                       Dagegen ist der Bestand der Kompakt- und Mittelklasse von 213 787 im Jahr

                                       ¹) https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr#vortei-
                                          le-des-fahrradfahrens

6                                                                                 Statistisches Amt der Landeshauptstadt München
Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020                                                              Verkehr

Entwicklung des privaten PKW-Bestands 2009 - 2019 nach Segment
Tabelle 1

                                                                  darunter Segment
    Monat                                            Obere
               insgesamt   Klein-      Kompakt-                 Gelände-                                                        Sonstige
    und Jahr                                      Mittelklasse                                                   Utilities/
                         und Kleinst- und Mittel-              wagen und Sportwagen                    Vans                    (inkl. nicht
                                                   und Ober-                                                    Wohnmobile
                           wagen        klasse                   SUVs                                                         zuzuordnen)
                                                    klasse
    Dezember
                474 672      101 353        213 787         41 467         20 866         15 221       36 955      11 890         33 133
    2009
    Dezember
                480 833      104 778        213 230         41 045         23 546         15 292       38 707      12 621         31 614
    2010
    Dezember
                487 481      107 966        211 830         40 694         26 376         15 452       40 889      13 444         30 828
    2011
    Dezember
                492 752      110 374        209 256         40 271         30 197         15 804       42 809      14 234         29 805
    2012
    Dezember
                497 332      111 929        207 209         39 621         34 227         16 005       44 315      15 094         28 929
    2013
    Dezember
                502 834      113 179        205 570         39 307         38 688         16 207       45 479      15 923         28 477
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    Dezember
                507 434      114 180        203 796         38 548         43 538         16 389       46 159      16 729         28 091
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    Dezember
                514 650      115 508        203 442         37 822         49 084         16 499       46 812      17 662         27 817
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    Dezember
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    2017
    Dezember
                523 472      118 150        198 756         36 398         60 687         16 726       46 028      19 487         27 237
    2018
    Dezember
                525 216      118 263        194 537         35 589         67 661         16 764       45 101      20 354         26 944
    2019
                                                                                                               © Statistisches Amt München

2009 auf 194 537 im Jahr 2019 um 9,0 Prozent zurückgegangen. Die Dichte der
Kompakt- und Mittelklasse ist von 182,8 auf 166,3 PKWs pro 1 000 volljährige
Einwohner*innen gesunken.
Auch die PKWs der oberen Mittelklasse und der Oberklasse waren im Jahr
2019 weniger gefragt als im Jahr 2009. Ihr Bestand sank von 41 467 auf 35 589
um 14,2 Prozent. Die PKW-Dichte sank von 35,5 auf 30,4 PKWs je 1 000 voll-
jährige Einwohner*innen.

Trotz des höheren PKW-Bestands ist der PKW-Verkehr laut der vom Bundes-                            Modal Split Anteil der PKWs
verkehrsministerium durchgeführten Studie „Mobilität in Deutschland“ (MiD) in
München rückläufig.
Befragt wurden dabei im Jahr 2008 und 2017 zufällig ausgewählte Haushalte
zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten.
Der dabei ermittelte Modal Split drückt die prozentualen Anteile der Verkehrsmittel
am Verkehrsaufkommen (zurückgelegte Wege) oder an der Verkehrsleistung aus.
Wurden 2008 noch 37 Prozent der täglichen Wege mit dem PKW zurückgelegt,
waren es 2017 nur noch 34 Prozent. Auch der Anteil der Wege, die zu Fuß zurück-
gelegt wurden, ist von 28 auf 24 Prozent zurückgegangen. Vor allem jedoch der
Radverkehr ist laut der Studie von 14 auf 18 Prozent gestiegen.
Der Anteil der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs wuchs laut den Studien von
21 auf 24 Prozent.2)

) https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung-und-Bauordnung/
2

  Verkehrsplanung/Verkehrsmodell-VisMuc.html

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München                                                                                                7
Verkehr                                                            Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020

                                                 Entwicklung der schwerwiegenden Verkehrsunfälle mit
                                                 Beteiligung mindestens eines PKW

                                                     Schwerwiegende Verkehrsunfälle: Verkehrsunfälle, zu denen die
                                                     Polizei herangezogen wurde und bei denen ein Personenschaden oder
                                                     ein schwerwiegender Sachschaden vorliegt. In diesem Artikel werden
                                                     ausschließlich schwerwiegende Verkehrsunfälle betrachtet.
                                                                                                                       Definition
                                                 In Tabelle 2 ist die Entwicklung der Unfälle mit Beteiligung mindestens eines
    2019 als Jahr mit den wenigsten              PKW dargestellt. In den letzten elf Jahren ist ein schwankender Verlauf zu
    Unfällen mit Beteiligung mindestens          erkennen. Die PKW-Unfälle sind nach einem starken Rückgang im Jahr 2017 im
    eines PKW                                    Jahr 2018 wieder um 330 auf 5 041 Unfälle gestiegen. Im Jahr 2019 kann mit
                                                 4 684 Unfällen dagegen der geringste Wert der Zeitreihe beobachtet werden.
                                                 In diesem Jahr war auch der Anteil der Beteiligung mindestens eines PKW an
                                                 den Unfällen insgesamt mit 75,1 Prozent am geringsten. Den höchsten Anteil
                                                 weist das Jahr 2010 mit 81,2 Prozent auf.

                                                 Bei den Unfällen mit PKWs ereigneten sich zum größten Teil Unfälle mit
    Unfälle mit Schwerverletzten im              Personenschaden. Diese gliedern sich in Unfälle mit Getöteten, Schwer- sowie
    Jahr 2019 im Elf-Jahresvergleich am          Leichtverletzten.
    geringsten
                                                     Unfall mit Getöteten: Unfall mit mindestens einer*m getöteten
                                                     Verkehrsteilnehmenden.
                                                     Unfall mit Schwerverletzten: Unfall mit mindestens einer*m
                                                     schwer­verletzten Verkehrsteilnehmenden, aber keiner*m Getöteten.
                                                     Als schwerverletzt gelten dabei Personen, die unmittelbar zur stationären
                                                     Behandlung (mindestens 24 Stunden) in einem Krankenhaus aufgenom­
                                                     men wurden.
                                                     Unfall mit Leichtverletzten: Unfall mit mindestens einer*m leicht­
                                                     verletzten Verkehrsteilnehmenden, aber keiner*m Getöteten und
                                                     keiner*m Schwerverletzten.
                                                                                                                       Definition

    Schwerwiegende Verkehrsunfälle mit Beteiligung eines PKW
    Tabelle 2

                                                                                                                                     Mittel-
    Unfallkategorie                  2009    2010     2011    2012    2013    2014     2015    2016       2017      2018     2019
                                                                                                                                     wert
    schwerwiegende Unfälle           6 337   5 935    6 622   6 572   6 626   6 607   6 601    6 399      6 040     6 471    6 233    6 404
     darunter schwerwiegende
     Unfälle mit Beteiligung eines   5 012   4 818    5 178   5 202   5 237   5 153   5 218    5 062      4 711     5 041    4 684    5 029
     PKW
      Anteil (in Prozent)             79,1    81,2     78,2    79,2    79,0    78,0    79,0        79,1    78,0      77,9     75,1     78,5
       darunter mit
                                     3 988   3 792    4 116   4 169   4 211   4 247   4 271    4 188      3 980     4 291    3 985    4 113
       Personenschaden
       Anteil (in Prozent)            79,6    78,7     79,5    80,1    80,4    82,4    81,9        82,7    84,5      85,1     85,1     81,8
         davon mit Getöteten            9      12       14       7      14      12       12          8      10          7        9      10
                 Schwerverletzten     379     334       406    389     390     378      378        323     364       417      328      371
                 Leichtverletzten    3 600   3 446    3 696   3 773   3 807   3 857   3 881    3 857      3 606     3 867    3 648    3 731
                                                                                                                 © Statistisches Amt München

                                                 Wie in Tabelle 2 zu sehen, ist der Anteil der Unfälle mit Personenschaden
                                                 unter Beteiligung mindestens eines PKW an allen Unfällen unter Beteiligung
                                                 mindestens eines PKW in den letzten Jahren angestiegen. Lag der Anteil
                                                 im Jahr 2009 noch bei 79,6 war er im Jahr 2019 bei 85,1 Prozent. Trotz des
                                                 erhöhten Anteils der Unfälle mit Personenschaden war die absolute Zahl mit
                                                 3 985 Unfällen im Jahr 2019 unter dem 11-jährigem Mittel. Nur in den Jahren
                                                 2009, 2010 und 2017 wurden weniger Unfälle mit Personenschaden unter

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Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020                                             Verkehr

Beteiligung mindestens eines PKW registriert. Von einem abnehmenden Trend
in den letzten Jahren kann jedoch nicht gesprochen werden. Im Jahr 2018
ereigneten sich 4 291 Unfälle mit Personenschaden, was den höchsten Wert in
den letzten 11 Jahren darstellt.
Auch in den einzelnen Unfallkategorien kann man von keinem sinkenden
Trend sprechen. Das Jahr 2019 liegt jedoch in allen drei Kategorien unter dem
jeweiligen 11-jährigem Mittel.
2018 hatte mit einem Wert von 417 im betrachteten Zeitraum die meisten
Unfälle mit Schwerverletzten. Auch die Unfälle mit Leichtverletzten lagen mit
3 867 über dem 11-jährigen Durchschnitt von 3 731 Unfällen. Mit sieben Unfäl-
len mit Getöteten trugen sich in diesem Jahr sowie im Jahr 2012 die wenigsten
Unfälle dieser Kategorie zu. Die meisten Unfälle mit Getöteten geschahen im
Jahr 2011 und 2013 mit jeweils 14 Unfällen.

Analyse der Unfallbeteiligten und der dazugehörigen
Unfallverursachenden bei den PKW-Unfällen mit Personenschaden

Der folgende Abschnitt analysiert die Unfallgegner*innen der PKWs, den
Anteil der Unfallverursachenden und die personenbezogenen Unfallursachen.
Betrachtet werden dabei die Unfälle mit Personenschaden unter Beteiligung
mindestens eines PKW.

    Unfallursache: Unfallursachen werden von der aufnehmenden Polizei
    entsprechend ihrer Einschätzung in das Erhebungspapier eingetragen.
    Es wird nach allgemeinen Ursachen (unter anderem Straßenverhält­
    nisse, Witterungseinflüsse, Hindernisse), die dem Unfall und nicht
    einzelnen Beteiligten zugeordnet werden, sowie personenbezogenem
    Fehlverhalten, das den Beteiligten zugeschrieben wird, unterschieden.
    Es können dabei neben zwei allgemeinen Unfallursachen bis zu drei
    personenbezogene Unfallursachen protokolliert werden. Wenn also
    mehr als eine Unfallursache vorliegt, werden Unfälle mehrfach gezählt.
    Die Summe der Unfallursachen ergibt somit nicht die Anzahl der
    Unfälle.
                                                            Definition
Zudem wird für die Unfalldaten des Jahres 2019 jeweils eine Karte je Unfall-­     Unfallatlas des Statistischen
Beteiligungsart mit den zugehörigen Unfallkategorien ausgewiesen.                 Bundesamts
Datenquelle ist hierbei der Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und
der Länder, in welchem die schwerwiegenden Unfälle mit Personenschaden
abgebildet sind.3) Aufgrund fehlender bzw. fehlerhafter Georeferenzierung sind
einige Unfälle dort nicht enthalten. Es können PKW-Unfälle mehrfach gezählt
werden, wenn mehr als zwei Beteiligungsformen vorliegen, beispielsweise ein
PKW-Unfall mit Fahrrädern und Personen zu Fuß.

    Dabei umfasst der rot markierte Bereich im Zentrum folgende
    Stadtbezirke:
    1 - Altstadt-Lehel
    2 - Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
    3 - Maxvorstadt
    5 - Au-Haidhausen
    8 - Schwanthalerhöhe
    Sie umfassen insgesamt eine Fläche von 18,1 km², was 5,8 Prozent der
    Fläche Münchens entspricht.

Grafik 1, auf Seite 10, stellt die Unfälle gegliedert nach Beteiligungsform für   13 718 PKW-Unfälle mit Personen-
den Zeitraum 2009 bis 2019 dar. Insgesamt ereigneten sich in diesem Zeitraum      schaden mit Fahrrad-Beteiligung in
16 233 Unfälle mit einem oder mehreren PKWs ohne weitere Beteiligungsart.         den letzten elf Jahren
13 718-mal kam es zwischen PKWs und Fahrrädern zu einem Unfall und 5 567-
mal zwischen einem PKW und mindestens einem Kraftrad.

) https://unfallatlas.statistikportal.de/
3

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München                                                                         9
Verkehr                                                            Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020

                                             Die Zahl der PKW-Unfälle mit mindestens einer Person zu Fuß als Unfallgegner
                                             beträgt 5 747, die der PKW-Unfälle mit mindestens einem Güterkraftfahrzeug
                                             als Unfallgegner 2 684. Es sei nochmal darauf hingewiesen, dass nur Unfälle
                                             mit Personenschaden betrachtet werden.

                                             PKW-Unfälle 2009 bis 2019 nach Beteiligungsart

     Grafik 1                                mindestens
                                             ein Güterkraft-         2 684
                                             fahrzeug

                                             mit einem oder
                                                            16 233
                                             mehreren PKWs

                                             mindestens
                                                                     5 567
                                             ein Kraftrad

                                             mindestens
                                                                    13 718
                                             ein Fahrrad

                                             mindestens eine
                                                                     5 747
                                             Person zu Fuß

                                             0              3 000            6 000     9 000        12 000        15 000          18 000

                                                                                                            © Statistisches Amt München

                                             PKW-Unfälle mit Beteiligung mindestens eines
                                             Güterkraftfahrzeugs

     Anteil der PKWs als                     Im Jahr 2019 gab es im 11-jährigen Betrachtungszeitraum mit 191 Unfällen die
     Unfallverursachende bei 78,8 Prozent    geringste Anzahl an schwerwiegenden Unfällen mit Beteiligung mindestens
                                             eines PKW und mindestens einem Güterkraftfahrzeug mit Personenschaden,
                                             siehe Tabelle 3. In den letzten sechs Jahren lagen die Unfallzahlen unter dem
                                             arithmetischen Mittel von 244 Unfällen. Mit 293 ereigneten sich die meisten
                                             dieser Unfälle im Jahr 2011.
                                             Der Anteil der PKWs als Unfallverursachende bei dieser Konstellation an Beteilig-
                                             ten lag im Jahr 2019 mit 40,3 Prozent über dem Durchschnitt von 35,4 Prozent.
                                             Nur im Jahr 2013 war der Wert im Betrachtungszeitraum mit 40,9 Prozent höher.

     Ungenügender Sicherheitsabstand als     In Grafik 2 ist die Verteilung der häufigsten Unfallursachen der PKWs als Unfall­
     häufigste Unfallursache der PKWs        verursachende bei PKW-Unfällen unter Beteiligung mindestens eines Güterkraft-
                                             fahrzeugs in den Jahren 2009 bis 2019 dargestellt. Am häufigsten kollidierten
                                             PKWs mit Güterkraftfahrzeugen durch ungenügenden Sicherheitsabstand.
                                             Im Zeitraum 2009-2019 kam es dadurch zu 229 Unfällen. „Andere Fehler“ sind
                                             Fehler im Straßenverkehr, die vom „Faktor Mensch“ verursacht werden oder von
                                             der Polizei als unklare Unfallursache betrachtet werden. 166 Unfälle dieser Art
                                             wurden von PKWs im betrachteten Zeitraum verursacht. Fehlerhaftes Wechseln
                                             des Fahrstreifens beim Nebeneinanderfahren oder das Nichtbeachten des Reißver-
                                             schlussverfahrens führten in den letzten 11 Jahren zu 132 Unfällen.

     Ungenügender Sicherheitsabstand         Wie in Grafik 3 auf Seite 12 zu sehen, kollidierten auch die Güterkraftfahrzeu-
     auch bei den Güterkraftfahrzeugen       ge am häufigsten mit PKWs durch zu geringen Sicherheitsabstand. 623-mal
     häufigste Unfallursache                 ereigneten sich durch dieses Fehlverhalten Unfälle mit PKWs. Am zweit- bzw.
                                             dritthäufigsten kam es durch Nichtbeachten des Reißverschlussverfahrens bzw.
                                             durch andere Fehler zu 343 bzw. 277 Unfällen durch ein Güterkraftfahrzeug.

     Unfallgeschehen spielt sich vor allem   In Karte 1 auf Seite 12 sind die PKW-Unfälle des Jahres 2019 mit mindes-
     außerhalb der Innenstadt ab             tens einem Güterkraftfahrzeug differenziert nach Unfallkategorien dargestellt.
                                             94,5 Prozent dieser Unfälle waren dabei mit Leichtverletzten, 5,5 Prozent mit
                                             Schwerverletzten. Zu 92,7 Prozent ereigneten sich die Unfälle außerhalb des
                                             Innenstadtbereichs.

10                                                                                   Statistisches Amt der Landeshauptstadt München
Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020                                                                              Verkehr

Schwerwiegende Verkehrsunfälle mit PKW-Beteiligung mit Personenschaden nach Beteiligungsart
Tabelle 3

                                                                                                                                                       Mittel-
 Beteiligungsart                                2009         2010        2011    2012    2013     2014   2015         2016    2017    2018     2019
                                                                                                                                                       wert
 schwerwiegende Unfälle mit Beteiligung eines
                                              3 988      3 792           4 116   4 169   4 211   4 247   4 271        4 188   3 980   4 291    3 985   4 113
 PKW mit Personenschaden
  darunter
                                                 254          251         293     277     286      219     237         225     233     218      191      244
    mit mindestens einem Güterkraftfahrzeug
    darunter Anteil (in Prozent) mit PKW als
                                                 30,3        37,8         38,6    30,3    40,9    31,1    39,2         33,8    29,2    38,1     40,3    35,4
    Unfallverursacher
    mit einem oder mehreren PKWs                1 505    1 391           1 467   1 470   1 571   1 531   1 567        1 523   1 435   1 464    1 309   1 476
    mit mindestens einem Kraftrad                439          477         528     516     527      542     529         505     487     550      467      506
    darunter Anteil (in Prozent) mit PKW als
                                                 73,3        76,5         75,4    73,3    75,1    75,5    71,5         73,5    74,5    72,9     75,2    74,2
    Unfallverursacher
    mit mindestens einem Fahrrad                1 180    1 065           1 187   1 252   1 153   1 268   1 285        1 260   1 234   1 412    1 422   1 247
    darunter Anteil (in Prozent) mit PKW als
                                                 76,5        78,6         79,9    79,2    78,1    77,1    79,9         80,1    80,9    77,1     79,2    78,8
    Unfallverursacher

    mit mindestens eines zu Fuß gehenden         509          493         551     520     555      563     547         561     469     511      468      522

    darunter Anteil (in Prozent) mit PKW als
                                                 64,6        61,1         62,8    60,2    60,5    61,5    62,2         60,8    60,8    61,6     63,2    61,7
    Unfallverursacher
                                                                                                                                © Statistisches Amt München

Die häufigsten Unfallursachen der PKWs bei Kollision mit Güterkraftfahrzeugen 2009-2019
Grafik 2

       nicht angepasste Geschwindigkeit in
                                                        67
                           anderen Fällen
                                                                                                 gesamt 1 106

                       Fehler beim Abbiegen             89

   Nichtbeachten der die Vorfahrt regelnden
                                                        93
                           Verkehrszeichen

 fehlerhaftes Wechseln des Fahrstreifens beim
Nebeneinanderfahren oder Nichtbeachten des          132
                   Reißverschlussverfahrens

                                andere Fehler       166

           ungenügender Sicherheitsabstand          229

                     sonstige Unfallursachen        330

                                                0                   50            100            150            200            250            300          350
                                                                                                                                © Statistisches Amt München

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München                                                                                                                   11
Verkehr                                                                    Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020

     Die häufigsten Unfallursachen der Güterkraftfahrzeuge bei Kollision mit einem oder mehreren PKWs 2009-2019
     Grafik 3

                            Fehler beim Abbiegen           92                           gesamt 1 805

        Nichtbeachten der die Vorfahrt regelnden
                                                           97
                                Verkehrszeichen

                                    andere Fehler         227

      fehlerhaftes Wechseln des Fahrstreifens beim
     Nebeneinanderfahren oder Nichtbeachten des           343
                        Reißverschlussverfahrens

                          sonstige Unfallursachen         373

                ungenügender Sicherheitsabstand           623

                                                     0           100          200         300            400         500           600         700
                                                                                                                       © Statistisches Amt München

                                                         PKW-Unfälle mit Güterkraftfahrzeug-Beteiligung im Jahr 2019

     Karte 1

                                                          Unfall mit Leichtverletzten
                                                          Unfall mit Schwerverletzten                                  © Statistisches Amt München

                                                         PKW-Unfälle mit einem oder mehreren PKWs als
                                                         einzige Beteiligungsart

     2019 als Jahr mit den wenigsten                     Im Jahr 2019 ereigneten sich mit 1 309 Unfällen mit einem oder mehreren
     Unfällen in den letzten 11 Jahren                   PKWs als einzige Beteiligungsart die wenigsten Unfälle in den letzten 11 Jah-
                                                         ren, siehe Tabelle 3 auf Seite 11. In den letzten drei Jahren kann ein abnehmen-
                                                         der Trend der Unfälle zwischen Personenkraftwagen beobachtet werden. Die
                                                         Anzahl der Unfälle bewegten sich in diesen drei Jahren unter dem 11-jährigen
                                                         Mittel von 1 476 Unfällen.

     Ungenügender Sicherheitsabstand als                 Wie bei den Unfällen mit den Güterkraftfahrzeugen ist ungenügender
     häufigste Unfallursache                             Sicher­­heitsabstand zu 27,5 Prozent (5 014 Unfälle in den letzten 11 Jahren)
                                                         die Hauptunfallursache bei kollidierenden Personenkraftfahrzeugen, siehe Grafik 4.

12                                                                                              Statistisches Amt der Landeshauptstadt München
Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020                                                                  Verkehr

Auf Platz 2 stehen die anderen Fehler mit 2 935 Unfällen sowie auf Platz 3
Fehler beim Abbiegen mit 1 990 Unfällen.

In Karte 2 sind die PKW-Unfälle mit einem oder mehreren PKWs aus dem Jahr                         15,9 Prozent der Unfälle in der
2019 dargestellt. 95,7 Prozent waren Unfälle mit Leichtverletzten, 4,2 Prozent                    Innenstadt
mit Schwerverletzten. Zwei Unfälle führten zu getöteten Verkehrsteilnehmern.
Dabei ereigneten sich 15,9 Prozent der Unfälle im Zentrum.

Die häufigsten Unfallursachen bei PKW-Unfällen mit einem oder mehreren PKWs 2009-2019
Grafik 4

         nicht angepasste Geschwindigkeit
                                                  1 025                                   gesamt 18 249
                         in anderen Fällen

 Nichtbeachten der Verkehrsregelung durch
                                                  1 272
           Polizeibeamte oder Lichtzeichen

  Nichtbeachten der die Vorfahrt regelnden
                                                  1 517
                          Verkehrszeichen

                      Fehler beim Abbiegen        1 990

          andere Fehler beim Fahrzeugführer       2 935

                    sonstige Unfallursachen       4 496

           ungenügender Sicherheitsabstand        5 014

                                              0           1 000            2 000          3 000             4 000          5 000         6 000
                                                                                                                   © Statistisches Amt München

PKW-Unfälle mit PKWs als einzige Beteiligungsart im Jahr 2019

                                                                                                  Karte 2

 Unfall mit Leichtverletzten
 Unfall mit Schwerverletzten
 Unfall mit Getöteten                                            © Statistisches Amt München

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München                                                                                                    13
Verkehr                                                                Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020

                                                       PKW-Unfälle mit Beteiligung mindestens eines Kraftrads

     Circa 500 Unfälle zwischen PKWs                   Wie in Tabelle 3 auf Seite 11 dargestellt, ereigneten sich im Mittel der letzten
     und Krafträdern im Jahr                           11 Jahre 506 PKW-Unfälle unter Beteiligung mindestens eines Kraftrads.
                                                       Nach dem höchsten Wert im Jahr 2018 mit 550 Unfällen sind sie im Jahr 2019
                                                       mit 467 Unfällen auf den zweitniedrigsten Wert im betrachteten Zeitraum
                                                       gesunken. Nur im Jahr 2009 gab es mit 439 noch weniger Unfälle.
                                                       Der Anteil der PKWs an den Unfallverursachenden lag zwischen 71,5 Prozent
                                                       im Jahr 2015 und 76,5 Prozent im Jahr 2010.

     Fehler beim Abbiegen häufigste                    In Grafik 5 sind die häufigsten Unfallursachen der PKWs bei Kollisionen mit
     Unfallursache der PKWs                            mindestens einem Kraftrad dargestellt. In 22,2 Prozent der Unfälle führte
                                                       fehlerhaftes Abbiegen des PKWs zu einem Unfall zwischen PKWs und min-
                                                       destens einem Kraftrad. In 601 Fällen kam es zu einem Unfall durch fehler-
                                                       haftes Wechseln des Fahrstreifens beim Nebeneinanderfahren oder durch
                                                       das Nichtbeachten des Reißverschlussverfahrens. 574-mal kam es zu einem
                                                       Unfall beim Wenden oder Rückwärtsfahren des PKWs.

     Ungenügender Sicherheitsabstand                   Durch ungenügenden Sicherheitsabstand der Krafträder ereigneten sich in den
     häufigste Unfallursache bei                       letzten 11 Jahren 442 Unfälle zwischen PKWs und Krafträdern, siehe Grafik 6.
     Krafträdern                                       Durch andere Fehler bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit kollidierten 300
                                                       bzw. 110 Krafträder mit PKWs.

     24,5 Prozent der Unfälle im Zentrum               In Karte 3 sind die PKW-Unfälle des Jahres 2019 mit mindestens einem Kraftrad
                                                       dargestellt. 85,9 Prozent der Unfälle hatten Leichtverletzte, 13,8 Prozent Schwer-
                                                       verletzte zur Folge. Einmal kam es zu Getöteten. 24,5 Prozent der Unfälle
                                                       geschahen im Zentrum.

     Die häufigsten Unfallursachen der PKWs bei Kollision mit mindestens einem Kraftrad 2009-2019
     Grafik 5
                ungenügender Sicherheitsabstand            222

               andere Fehler beim Fahrzeugführer           342                                                 gesamt 4 381

        Nichtbeachten der die Vorfahrt regelnden
                                                           508
                                Verkehrszeichen
     Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr       572

        Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren            574

                           sonstige Unfallursachen         588
       fehlerhaftes Wechseln des Fahrstreifens beim
      Nebeneinanderfahren oder Nichtbeachten des           601
                         Reißverschlussverfahrens
                            Fehler beim Abbiegen           974

                                                       0             200              400                600              800              1 000
                                                                                                                    © Statistisches Amt München

     Die häufigsten Unfallursachen der Krafträder bei PKW-Unfällen mit mindestens einem Kraftrad 2009-2019
     Grafik 6
         fehlerhaftes Wechseln des Fahrstreifens
        beim Nebeneinanderfahren oder Nichtbe-             95                               gesamt 1 561
            achten des Reißverschlussverfahrens
            Überholen trotz unklarer Verkehrslage          107
                nicht angepasste Geschwindigkeit
                                                           110
                                in anderen Fällen
                                      andere Fehler        300

                 ungenügender Sicherheitsabstand           442

                           sonstige Unfallursachen         507

                                                       0          100           200            300             400            500           600
                                                                                                                    © Statistisches Amt München

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Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020                                                  Verkehr

PKW-Unfälle mit Kraftrad-Beteiligung im Jahr 2019

                                                                                       Karte 3

 Unfall mit Leichtverletzten
 Unfall mit Schwerverletzten
 Unfall mit Getöteten                                   © Statistisches Amt München

PKW-Unfälle mit Beteiligung mindestens eines Fahrrads

Wie in Tabelle 3 deutlich wird, gab es 2018 einen starken Anstieg der Unfälle          Starker Anstieg der Unfälle zwischen
zwischen Personenkraftwagen und mindestens einem Fahrrad. Im Vergleich                 PKWs und Fahrrädern in den letzten
zum Jahr 2017 stieg die Zahl der Unfälle von 1 234 auf 1 412 um 14,4 Prozent.          beiden Jahren
2019 gab es den höchsten Wert mit 1 422 Unfällen. Die wenigsten dieser Un-
fälle hat das Jahr 2010 (1 065 Unfälle) zu verzeichnen. In den letzten 11 Jahren
kam es im Durchschnitt zu 1 247 Unfällen, wobei zu 78,8 Prozent PKWs die
Unfallverursachenden waren. Dieser Anteil schwankte zwischen 76,5 Prozent
im Jahr 2009 und 80,9 Prozent im Jahr 2017.

In Grafik 7 auf Seite 16 sind die häufigsten Unfallursachen der PKWs bei Un-           39,0 Prozent der Unfälle durch Fehler
fällen zwischen PKWs und mindestens einem Fahrrad in den Jahren 2009 bis               beim Abbiegen der PKWs
2019 dargestellt. In 4 366 Fällen führten Fehler beim Abbiegen der PKWs zu
einem Unfall mit einem Radfahrenden. 1 612-mal wurden die Vorfahrt regelnde
Verkehrszeichen nicht beachtet, 1 418-mal kam es durch verkehrswidriges Ver-
halten beim Ein- und Aussteigen oder beim Be- und Entladen zu einem Unfall.

Die häufigsten Unfallursachen der Fahrradfahrenden bei Unfällen zwischen               Andere Fehler als häufigste
PKWs und mindestens einem Fahrrad sind in Grafik 8 auf Seite 16 abgebildet.            Unfallursache der Fahrradfahrenden
Häufigste Unfallursache waren in 778 Fällen andere Fehler. 451-mal führe die
verbotswidrige Benutzung der Fahrbahn oder anderer Straßenteile zu einem
Unfall. Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr waren in 368 Fällen
der Grund für einen Unfall zwischen Fahrrad und Auto.

In Karte 4 auf Seite 16 sind die PKW-Unfälle des Jahres 2019 mit mindestens            29,8 Prozent der Unfälle ereigneten
einem Fahrrad dargestellt. 92,0 Prozent der Unfälle hatten Leichtverletzte,            sich in der Innenstadt
7,9 Prozent Schwerverletzte zur Folge. In zwei Fällen führten die Unfälle zu
Getöteten. 29,8 Prozent dieser Unfälle ereigneten sich im Zentrum.

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München                                                                                 15
Verkehr                                                                     Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020

     Die häufigsten Unfallursachen der PKWs bei Kollision mit mindestens einem Fahrrad 2009-2019
     Grafik 7

                      Fehler beim Einfahren in den
                               fließenden Verkehr           989

                                     andere Fehler     1 069                                                    gesamt 11 186
       verkehrswidriges Verhalten beim Ein- oder
                  Aussteigen, Be- oder Entladen        1 418
          Nichtbeachten der die Vorfahrt regelnden         1 612
                                  Verkehrszeichen
                           sonstige Unfallursachen         1 732

                             Fehler beim Abbiegen          4 366

                                                       0                 1 000           2 000                3 000             4 000           5 000
                                                                                                                         © Statistisches Amt München

     Die häufigsten Unfallursachen der Fahrräder bei PKW-Unfällen mit mindestens einem Fahrrad 2009-2019
     Grafik 8

        Nichtbeachten der die Vorfahrt regelnden                                                     gesamt 3 399
                                Verkehrszeichen             200

                                    Alkoholeinfluss         241

         Nichtbeachten der Regel rechts vor links           303
         Nichtbeachten der Verkehrsregelung durch           331
                   Polizeibeamte oder Lichtzeichen
     Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr        368
       verbotswidrige Benutzung der Fahrbahn oder           451
                              anderer Straßenteile
                           sonstige Unfallursachen          727

                                      andere Fehler         778

                                                       0           100           200     300        400          500       600          700      800

                                                                                                                         © Statistisches Amt München

                                                       PKW-Unfälle mit Fahrrad-Beteiligung im Jahr 2019

     Karte 4

                                                           Unfall mit Leichtverletzten
                                                           Unfall mit Schwerverletzten
                                                           Unfall mit Getöteten                                          © Statistisches Amt München

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Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020                                             Verkehr

PKW-Unfälle mit Beteiligung mindestens einer Person zu Fuß

Wie in Tabelle 3 zu sehen, gab es in den letzten elf Jahren im Durchschnitt       PKWs zu 61,7 Prozent die
522 registrierte Unfälle zwischen PKWs und zu Fuß Gehenden pro Jahr.              Unfallverursachenden
Dabei waren die Personenkraftwagen zu 61,7 Prozent die Unfallverursacher.
Die wenigsten Unfälle ereigneten sich im Jahr 2019 (468 Unfälle), die meis-
ten im Jahr 2014 (563 Unfälle).
Der Anteil der PKWs als Unfallverursachende war im Jahr 2009 am höchsten
(64,6 Prozent) und im Jahr 2012 am niedrigsten (60,2 Prozent).

In den Jahren 2009 bis 2019 wurden – wie in Grafik 9 zu sehen – 926 Unfälle       Abbiegeunfälle häufigste
beim Abbiegen durch PKWs verursacht. 681-mal kam es zu Unfällen durch an-         Unfallursache auch gegenüber
dere Fehler, in 643 Fällen war falsches Verhalten gegenüber zu Fuß Gehenden       zu Fuß Gehenden
an anderen Stellen der Grund für einen Unfall.

Grafik 10 auf Seite 18 zeigt die häufigsten Unfallursachen der Personen zu        Überschreiten der Fahrbahn häufigste
Fuß. Die häufigste Unfallursache war zu 47,9 Prozent falsches Verhalten beim      Unfallursache der zu Fuß Gehenden
Überschreiten der Fahrbahn durch Nichtbeachten des Verkehrs (1 499 Unfälle).
Durch plötzliches Hervortreten hinter Sichthindernissen bzw. an Stellen, an
denen der Verkehr durch Polizeibeamte oder Lichtzeichen geregelt war, kam es
zu 585 bzw. 450 Unfällen.

In Karte 5 auf Seite 18 sind die PKW-Unfälle unter Beteiligung mindestens einer   28,6 Prozent der Unfälle entfallen auf
Person zu Fuß des Jahres 2019 dargestellt. 81,4 Prozent der Unfälle waren dabei   das Zentrum
mit Leichtverletzten, 17,5 Prozent mit Schwerverletzten. Vier Unfälle wiesen
Getötete auf. 28,6 Prozent dieser Unfälle ereigneten sich in der Stadtmitte.

Die häufigsten Unfallursachen der PKWs bei Kollision mit zu Fuß Gehenden 2009-2019
Grafik 9

        falsches Verhalten gegenüber zu Fuß
                                                   413                                      gesamt 4 157
              Gehenden an Fußgängerfurten

  Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren          563

        falsches Verhalten gegenüber zu Fuß
                                                   643
               Gehenden an anderen Stellen

                               andere Fehler       681

falsches Verhalten gegenüber zu Fuß Gehenden
                                                   926
                               beim Abbiegen

                     sonstige Unfallursachen       931

                                               0         200           400            600            800              1 000
                                                                                               © Statistisches Amt München

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München                                                                                17
Verkehr                                                                   Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020

     Die häufigsten Unfallursachen zu Fuß Gehender bei PKW-Unfällen mit zu Fuß Gehenden 2009-2019
     Grafik 10

                                    andere Fehler          163
                                                                                              gesamt 3 131

             falsches Verhalten beim Überschreiten
         der Fahrbahn in der Nähe von Kreuzungen,
          Einmündungen, Lichtzeichenanlagen oder           188
          Fußgängerüberwegen im dichten Verkehr

                           sonstige Unfallursachen         246

         falsches Verhalten beim Überschreiten der
                 Fahrbahn an Stellen, an denen der         450
       Fußgängerverkehr durch Polizeibeamt*innen
                    oder Lichtzeichen geregelt war

        falsches Verhalten beim Überschreiten der
     Fahrbahn durch plötzliches Hervortreten hinter        585
                                 Sichthindernissen

        falsches Verhalten beim Überschreiten der
        Fahrbahn ohne auf den Fahrzeugverkehr zu          1 499
                                          achten

                                                      0                 300             600                  900          1 200             1 500

                                                                                                                     © Statistisches Amt München

                                                      PKW-Unfälle mit Beteiligung zu Fuß Gehender im Jahr 2019

     Karte 5

                                                          Unfall mit Leichtverletzten
                                                          Unfall mit Schwerverletzten
                                                          Unfall mit Getöteten                                       © Statistisches Amt München

18                                                                                             Statistisches Amt der Landeshauptstadt München
Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020                           Verkehr

Fazit:

Trotz gestiegenem Bestand an Personenkraftfahrzeugen hat sich die
Anzahl der Unfälle mit PKW-Beteiligung nicht signifikant erhöht.
Im Gegenteil: Das Jahr 2019 hatte im betrachteten Zeitraum die wenigsten
PKW-Unfälle insgesamt. Jedoch darf die gestiegene Anzahl an PKW-Unfällen
mit mindestens einem Fahrrad nicht unerwähnt bleiben. Dies kann auch mit
der erhöhten Menge der zurückgelegten Wege auf dem Fahrrad im Stadt­
gebiet zusammenhängen.
Vorausschauendes, rücksichtsvolles Fahren könnte Unfälle verhindern.
Unfälle durch ungenügenden Sicherheitsabstand bzw. Fehler beim Abbiegen
sprechen für eine Überlastung des Verkehrs mit resultierender Ungeduld
bzw. Unachtsamkeit.
Wenn die eingangs erwähnten 40-50 Prozent der Autofahrten mit einem
Weg unter fünf Kilometern auf alternative Verkehrsmittel verlagert würden,
könnte der Verkehr entlastet und Unfälle mit anderen Kraftfahrzeugen,
Radfahrenden und Personen zu Fuß verringert werden.

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München                                         19
Kultur und Freizeit                                                Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020

                                         Hundehaltung in München 2019
                                         Text und Tabellen: Sylvia Kizlauskas, Karte: Angelika Kleinz

                                         „Wo Bello, Lumpi und Waldi wohnen“ so lautete der Titel des letzten Beitrags
                                         zu diesem Thema (2015, Heft 3). Diese Namen waren schon damals nicht mehr
                                         unter den beliebtesten Hundenamen. Seit geraumer Zeit tragen Hunde nämlich
                                         menschliche Vornamen.

                                         Wie heißen Hunde heute

                                         Die Tierschutzorganisation Tasso e.V. hat uns liebenswürdiger Weise die Top
                                         Ten der Hundenamen in München zur Verfügung gestellt. Ausgewertet wurden
                                         dort die Namen aller in den Jahren 2019 und 2020 (hier nur 01.01. bis 08.09.)
                                         neu registrierten Hunde. Leider liegen keine Angaben zur Anzahl der erfassten
                                         Hunde vor. Daher ist es selbstverständlich, dass es sich nur um eine kleine,
                                         aber hoffentlich repräsentative, Auswahl der Münchner Hundenamen handelt.

     Hunde tragen menschliche Vornamen   Der Trend zu menschlichen Vornamen lässt sich klar erkennen. Tatsächlich
                                         finden sich zu nahezu jedem der in Tabelle 1 aufgeführten Hundenamen
                                         entsprechende Einträge in der Liste der Vornamen der Münchner Bevölkerung.
                                         Nur Buddy fällt aus dem Rahmen; es gibt keinen Münchner (und auch keine
                                         Münchnerin) mit diesem Vornamen. Auch bei den Namen der Katzen taucht
                                         Buddy nicht auf.

                                         Beliebteste Hundenamen in München 2019 und 2020 (Stand 08.09.2020)

     Tabelle 1                                            Hundenamen männlich                        Hundenamen weiblich
                                         Rang
                                                        2019              2020                    2019                2020
                                            1    Charlie/Charly     Balu/Balou             Luna               Luna
                                            2    Balu/Balou         Sammy/Samy             Lilly/Lilli        Nala
                                            3    Lucky              Charlie/Charly         Bella              Maya/Maja
                                            4    Leo                Lucky                  Emma               Bella
                                            5    Jack               Milo/Mailo             Mia                Lilly
                                            6    Buddy              Rocky                  Nala               Lola
                                            7    Bruno              Buddy                  Kira               Kira
                                            8    Teddy              Leo                    Bonnie/Bonny       Coco
                                            9    Paul               Bruno                  Maya/Maja          Mia
                                                                                                              Lotte, Emmi/Emmy
                                           10    Sammy              Hugo                   Coco
                                                                                                              Bonnie/Bonny

20                                                                               Statistisches Amt der Landeshauptstadt München
Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020                                          Kultur und Freizeit

Beliebteste Hundenamen in Deutschland 2019

                       Hundenamen männlich           Hundenamen weiblich               noch Tabelle 1
 Rang
                                 2019                        2019
    1                    Balu/Balou                      Luna
    2                    Buddy                           Bella
    3                    Charly/Charlie                  Emma
    4                    Milow/Mailo/Milo                Nala
    5                    Rocky                           Amy
    6                    Bruno                           Lilly/Lilli
    7                    Sammy                           Maja/Maya
    8                    Max                             Kira
    9                    Lucky                           Lucy
   10                    Sam                             Lotte

Quelle: Tasso e.V..                                     © Statistisches Amt München

Im deutschlandweiten Vergleich liegen die Münchner Hundenamen voll im Trend.           Spitzenreiter 2019 waren Charlie/
Bei den männlichen Namen sind lediglich Leo, Jack, Teddy und Hugo Münchner             Charly und Luna, gefolgt von Balu/
Vorlieben. Und Paul ist seit 2014 nicht mehr in den deutschen Top Ten.                 Balou und Lilly/Lilli
Im langjährigen Vergleich (2009 - 2019) der männlichen Hundenamen in
Deutschland von Tasso liegt Balu/Balou seit 2015 auf Platz eins und ist seit
elf Jahren in den Top Ten vertreten. Weitere Dauerbrenner sind Lucky, Rocky,
Charlie/Charly und Sammy.
Wie in München, liegt Luna bei den weiblichen Hundenamen auch deutsch-
landweit seit 2009 an der Spitze, Den zweiten und dritten gesamtdeutschen
Platz teilen sich Bella (Platz zwei seit 2017) und Emma (Platz zwei bis 2016).
Auch Lilly/Lilli, und Kira befinden sich seit 2009 unter den zehn beliebtesten
weiblichen deutschen Hundenamen. Im deutschen Vergleich sind bei den
Hündinnen die in München beliebten Namen Mia, Bonnie/Bonny, Coco, Emmy/
Emmi und Lola nicht unter den Top Ten.

Im Übrigen sind die häufigsten Katzennamen denen der Hunde sehr ähnlich.
Auch hier gehören Charlie/Charly, Balu/Balou, Leo und Sammy zu den zehn
beliebtesten Namen in München. Unter den Top Ten sind dort aber auch Simba,
Felix, Findus, Max und Tiger aufgelistet. Bei den weiblichen Katzennamen
gehören Luna, Lilly/Lilli und Bella ebenfalls zu den Top Ten des Jahres 2019,
während Emma, Kira, Bonnie/Bonny und Coco fehlen. Dafür wird die Liste
durch Mimi und Molly ergänzt.

Wie viele Hunde gibt es in München?

Im Gegensatz zu anderen Haustieren ist dank der Erhebung der Hundesteuer               37 623 Hunde gab es am 31.12.2019
genau bekannt, wie viele Hunde in München gehalten werden. Das Statistische            in München
Amt erhält die Daten hierzu immer zum Jahreswechsel direkt aus der Datenbank
der Hauptabteilung Steuer der Stadtkämmerei. Danach waren am 31.12.2019 in
München 37 623 Hunde steuerlich erfasst.
Das waren 303 Hunde mehr als am Jahresende 2018. Die Zunahme betrug
etwa 0,8 % und war deutlich geringer als in den Vorjahren mit einem Plus von
jeweils 2 bis 3 %. Obwohl auch die Bevölkerung in München ständig wächst,
weisen die Hunde eine höhere Wachstumsrate auf. So sank die Zahl der
Einwohner*innen je Hund seit 2015 von 44 auf 41.

Die Hundesteuer wird jährlich je Hund erhoben. Der normale Steuersatz                  Für 97 % der Hunde wurde der nor-
in Höhe von 100,00 Euro wurde für 36 616 Hunde entrichtet, 366 Hunde                   male Steuersatz erhoben

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München                                                                              21
Kultur und Freizeit                                               Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020

                                         waren steuerfrei. Diese Steuerbefreiung ist unter anderem möglich für Hunde,
                                         deren Halter*innen aufgrund ihrer Behinderung auf die Hilfe eines Hundes
                                         angewiesen sind oder für Hunde, deren Haltung aus beruflichen, gewerb­
                                         lichen oder gemeinnützigen Zwecken erforderlich ist. Ferner ist eine befristete
                                         Steuerbefreiung möglich für Hunde aus dem Tierheim oder nach Ablegen des
                                         Hundeführerscheins. Für 401 Hunde, die einer Rasse angehören bei der Kampf-
                                         hundeigenschaften vermutet werden, war ein erhöhter Steuersatz von 800,00
                                         Euro zu zahlen. Hierbei ist zu erwähnen, dass die Haltung von diesen Hunden
                                         in München nur erlaubt ist, wenn deren Halter oder Halterinnen ein Sachver-
                                         ständigengutachten vorlegen in dem nachgewiesen wird, dass der Hund keine
                                         gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren
                                         aufweist (= Negativzeugnis).
                                         Von dieser Maßnahme sind bestimmte Hunderassen betroffen, denen generell
                                         eine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit unterstellt wird. Die Haltung
                                         dieser Hunde, einschließlich deren Mischlinge, ist nur mit Einschränkungen erlaubt.

     Fast 3,5 Millionen Euro Einnahmen   Die Hundesteuer ist eine kommunale Steuer, deren Höhe von den Gemeinden
     aus der Hundesteuer                 festgelegt wird. Die Einnahmen dienen der Finanzierung aller kommunaler
                                         Aufgaben und steigen von Jahr zu Jahr. Da sich die Höhe der Hundesteuer in
                                         diesem Zeitraum nicht geändert hat, ist das erhöhte Aufkommen dieser Steuer
                                         in erster Linie der Zunahme der gehaltenen Hunde zu verdanken.
                                         Die Einnahmen aus der Hundesteuer lagen im Jahr 2015 bei etwa 3 168 000
                                         Euro, 2019 dagegen bei 3 451 000 Euro. Das ist ein Zuwachs von nicht ganz
                                         300 000 Euro, oder 8,2 %. Weitere Angaben hierzu für die Jahre 2015 bis 2019
                                         sind der Tabelle 2 zu entnehmen.

                                         Die Hundehaltung in München 2015 – 2019 (Stand: jeweils 31.12.)

     Tabelle 2                           Hundebestand                          2015      2016      2017      2018      2019
                                         Anzahl der gemeldeten Hunde          34 346    35 242    36 347    37 320    37 623
                                             davon versteuert                 33 871    34 740    35 948    36 932    37 257
                                                davon voller Steuersatz       32 968    33 829    35 298    36 328    36 616
                                                ermäßigter Steuersatz            584      573       282       219        240
                                                erhöhter Steuersatz              319      338       368       385        401
                                             steuerfrei                          475      502       399       388        366
                                         auf ... Einwohner*innen ein Hund         44       44        42         41        41
                                         Einnahmen aus der Hundesteuer
                                                                                 3,2       3,2       3,3       3,4       3,5
                                         in Millionen Euro
                                         durchschnittliche Steuer je Hund
                                                                               92,24     91,99     91,48     91,93     91,73
                                         in Euro

                                         Quelle: Stadtkämmerei München.                            © Statistisches Amt München

                                         „Wie viele Hunde haben Sie eigentlich?“

     93 % der Hunde sind Einzelhunde     Die Verteilungsstatistik nach Hundehaltern gibt Auskunft darüber, wie viele
                                         Hunde ein Hundehalter oder eine Hundehalterin besitzt. Da die hier genannte
                                         Zahl der Hunde (34 582) zum 31.12.2019 deutlich niedriger ist als in anderen
                                         Datenlieferungen, werden die Angaben aus dieser Statistik nur als Prozent­
                                         werte wiedergegeben. 92,7 % der Herrchen und Frauchen halten jeweils einen
                                         einzigen Hund. Weitere 6,6 % der Hunde leben mit einem, 0,55 % mit zwei
                                         Artgenossen zusammen. Nur 0,14 % der Hundebesitzer*innen halten vier und
                                         mehr Hunde.

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Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020                                        Kultur und Freizeit

„Was für eine Rasse ist er/sie denn?“

Neben dem Namen sind auch die Hunderassen von Bedeutung. Auch hierzu
stellt die Hauptabteilung 4 Steuern der Stadtkämmerei regelmäßig die ent­
sprechenden Daten zur Verfügung. Für 37 443 Hunde lagen zum 31.12.2019
(Stand: 04.02.2020) Angaben zur Hunderasse vor.

Ist München auch die heimliche Hauptstadt der Mischlingshunde? Die meisten           Mehr als die Hälfte der Hunde sind
Hunde gehören einer Rasse an, die es gar nicht gibt. 20 409 Hunde wurden             Mischlinge
von ihren Frauchen und Herrchen als Mischlinge bezeichnet. Das sind 54,5 %
aller Münchner Hunde. 6 529 Halter*innen gaben als Rasse „Mischling“ an.
Weitere 13 880 Hunde sind Mischlinge, bei denen zumindest die Rasse eines
Elternteils angegeben wurde. Spitzenreiter sind hier die Labrador-Mischlinge
mit 894 Nennungen, auf Platz zwei folgten Schäferhund-Mischlinge (680) und
an dritter Stelle standen die 637 Dackel- Mischlinge.
Im Vergleich zum Jahr 2015 hat die Anzahl der Mischlingshunde leicht zuge-
nommen, um 629 oder 4,5 %. Wobei die Bezeichnung Schäferhund-Mischling
72-mal weniger gewählt wurde. Auch der Jagdhund-Mischling ist mit nur noch
117 Nennungen um 37,6 % seltener auf Münchens Straßen zu finden als noch
2015. Zugelegt haben dagegen die Malteser-Mischlinge von 142 auf 215 und
die Podenco-Mischlinge um 53 auf nunmehr 144. Auch die Zahl der American
Bulldog-Mischlinge hat sich deutlich erhöht, von 16 auf 49, das ist eine Zunah-
me um 67,4 %. Die Anzahl der Mischlinge der Rassen Bichon, Münsterländer,
Cane Corso hat sich jeweils mehr als verdoppelt.

Eine besonder Stellung nehmen die sogenannten Hybrid- oder Designerhunde             538 Hybridhunde gab es 2019 in
ein. Hier sind die Rassen beider Elternteile bekannt, die Kreuzung erfolgt meist     München, 2,5-mal so viel wie 2015.
beabsichtigt und die Ergebnisse tragen einen eigenen Rassenamen. Die Zahl
dieser Hunde ist vom Jahr 2015 auf 2019 um das Zweieinhalbfache gestiegen.
So gab es 2015 nur 205 Hunde dieser Kreuzungen, 2019 waren es schon 538.
Besonders beliebt sind Züchtungen mit Pudel oder Mops. Angeführt wird die
Liste der Münchner Hybridhunde vom Labradoodle (Labrador und Pudel). 206-
mal wurde diese Bezeichnung als Rasse für den Hund von Hundehalter*innen
angegeben. An Platz zwei steht der Golden Doodle (Golden Retriever und
Pudel) mit 137 Nennungen. Als Nächstes folgen 57 Cockapoos (Cocker Spaniel
und Pudel) und 32 Puggles (Beagle und Mops).

Ein Problem der Rassenerfassung ist, dass bei der Hundesteueranmeldung
eines Hundes zwar nach der Rasse gefragt wird, aber eine ungefähre Rassen-
bezeichnung ausreicht. Bei dem Versuch, die Angaben der Hundebesitzer*in-
nen zur Hunderasse ihres Lieblings zu sortieren, wurde die Systematik der FCI
zugrunde gelegt. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) legt Zucht-
und Rassestandards fest und unterteilt die Hunderassen in Gruppen und Sek-
tionen. Bei dieser Einteilung werden Hunderassen gleichen Typs oder gleicher
geografischer Herkunft zu einer Gruppe zusammengefasst. Sehr häufig erfolgt
diese Einteilung nach der ursprünglichen Aufgabe des Hundes. So enthält die
Gruppe 1 Hüte- und Treibehunde. In Sektion 1, zu der 40 Hunderassen gehören,
sind die Hütehunde erfasst. Und hierzu zählt neben verschiedenen Hirten- und
Hütehunden auch der Schäferhund.
So wird es sich bei einem der 308 Hunde mit der Rassenangabe „Schäfer-
hund“ ziemlich sicher um einen der vielen Vertreter aus der Gruppe der Hüte-
hunde handeln, aber ob hinter dieser Bezeichnung ein Deutscher oder Belgischer
Schäferhund, ein Sheltie, Corgie, Bobtail oder eine der vielen Colliearten steckt,
erschließt sich aus dieser Angabe nicht. Möglicherweise ist der genannte
Schäfer­hund aber auch der Sektion 2 (Treibehund) der Gruppe 1 zuzuordnen.
Ähnlich verhält es sich mit Bezeichnungen wie Terrier, Pinscher, Setter, Vorsteh-
hund. Das sind alles keine Rassenbezeichnungen, sondern Hundetypen und
meist Bezeichnungen einer Gruppe oder Sektion der FCI.
Ganz schwierig wird es bei der Zuordnung der 27 Hunde mit der Bezeich-
nung Jagdhund, denn das könnten unter anderen Pinscher, Schnauzer, Lauf-,
Schweiß-, Apportier-, Stöber-, oder Vorstehhunde sein.

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München                                                                            23
Kultur und Freizeit                                          Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020

                                Häufig sind in der Hunderassenliste der Stadtkämmerei auch unterschiedliche
                                Bezeichnungen für dieselbe Hunderasse zu finden. Dies gilt beispielsweise für
                                den Deutschen Spitz. Für die hier verwendeten Daten wurden die Bezeichnun-
                                gen Deutscher Großspitz, Deutscher Kleinspitz, Kleinspitz, Wolfspitz und ande-
                                re zu einer Gruppe mit der Bezeichnung „Deutscher Spitz“ zusammengefasst,
                                sodass unter dieser Bezeichnung jetzt 454 Hunde aufgelistet sind und der
                                Deutsche Spitz damit zu den 20 häufigsten Hunderassen zählt. Das Gleiche
                                geschah mit den Bezeichnungen für die 729 Pudel. Groß-, Klein- und Zwerg­
                                pudel bilden nun unter der Bezeichnung Pudel eine Rasse.
                                Auch die 988 Dackel wurden zu einer Gruppe zusammengelegt, da sie, egal ob
                                sie als rau- kurz- oder langhaarig, Zwergdackel, Dachshund oder Teckel bezeich-
                                net werden, nach der FCI Einteilung die Gruppe Dachshunde mit der einzigen
                                Rasse Dackel bilden. Alle anderen Bezeichnungen gelten als Varietäten.
                                Ähnlich verhält es sich mit den 58 Rehpinschern; dies ist nur ein anderer Name
                                für Zwergpinscher, der 249-mal als Bezeichnung der Hunderasse genannt
                                wurde. Auch die 28 genannten Bichon-Havaneser wurden den Havanesern, die
                                damit auf 443 Vertreter angestiegen sind, zugeschlagen. Ewas anders verhält
                                es sich mit dem ungarischen Vorstehhund oder Magyar Vizla. Diese Hunde wer-
                                den in der Liste der Hunderassen der Stadtkämmerei mit den Bezeichnungen
                                Vizsla mit 95 Nennungen und Magyar Viszla, Ung. Jagdhund (313 Nennungen)
                                geführt. Für diese Auswertung wurden beide Bezeichnungen unter dem Begriff
                                (Magyar) Vizsla zusammengefasst. Aufgrund dieser vorgenommenen Änderun-
                                gen reduzierte sich die Anzahl der Rassenbezeichnungen der Stadtkämmerei
                                von 428 auf 370 und die in diesem Beitrag genannten Zahlen der jeweils zu
                                einer Rasse gehörenden Hunde entspricht nur bedingt anderen Veröffentlichun-
                                gen zu diesem Thema. Es folgt trotzdem ein Versuch die häufigsten Hunderassen
                                aufzulisten.

                                Die am häufigsten gehaltenen Hunde nach der Rasse 2015 und 2019

     Tabelle 3                                                                2015                        2019
                                 Hunderasse
                                                                     Anzahl       in Prozent     Anzahl       in Prozent
                                 Hunde insgesamt                     34 439           100,00     37 443         100,00
                                  darunter Mischlinge1)               6 282            18,24      6 529          17,44
                                  Labrador Retriever                  1 607             4,67      1 944           5,19
                                  Chihuahua                           1 214             3,53      1 519           4,06
                                  Französische Bulldogge                648             1,88      1 032           2,76
                                  Dackel                                916             2,66        988           2,64
                                  Labrador-Mischling                    898             2,61        894           2,39
                                  Golden Retriever                      895             2,60        886           2,37
                                  Yorkshire Terrier                     793             2,30        861           2,30
                                  Jack-Russel-Terrier                   955             2,77        849           2,27
                                  Pudel                                 670             1,95        729           1,95
                                  Malteser                              514             1,49        702           1,87
                                  Schäferhund-Mischling                 752             2,18        680           1,82
                                  Mops                                  635             1,84        650           1,74
                                  Dackel-Mischling                      596             1,73        637           1,70
                                  Australian Shepherd                   402             1,17        511           1,36
                                  Terrier-Mischling                     480             1,39        495           1,32
                                  Deutscher Spitz                       234             0,68        454           1,21
                                  Havaneser                             329             0,96        443           1,18
                                  Jack-Russel-Terrier-Mischling         393             1,14        425           1,14
                                  (Magyar) Vizsla                       341             0,99        408           1,09
                                  Beagle                                399             1,16        406           1,08

                                Quelle: Stadtkämmerei München, eigene Berechnungen.
                                ¹) Ohne weitere Rassenbezeichnung.                           © Statistisches Amt München

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Münchner Statistik, 3. Quartalsheft, Jahrgang 2020                                     Kultur und Freizeit

Die beliebteste Hunderasse in München ist mit 1 944 Vertretern der Labrador       Labrador-Retriever sind mit Abstand
Retriever. Sein Anteil an allen Hunden liegt bei 5,2 %. Zählt man noch die 894    die beliebteste Hunderasse.
Labrador-Mischlinge und 231 Labrador-Retriever-Mischlinge hinzu, beträgt der
Anteil dieser Hunde sogar 8,2 %.

Den nächsten Platz in der Beliebtheitsskala nehmen die Chihuahuas ein, die
einschließlich Mischlingen mit 1 869 Vertretern 5,0 % der Münchner Hunde
stellen. Dann folgen die 1 032 Französischen Bulldoggen, von denen es allem
Anschein nach in München keine Mischlinge gibt. Sie machen nur noch 2,8%
aller Hunde aus.

Und endlich auf Platz fünf sind die 988 Dackel zu finden. Die Hunderasse,         4,3 % der Hunde sind Dackel oder
die wohl am ehesten mit München verbunden wird. Zusammen mit den 637              Dackelmischlinge
Dackel-Mischlingen steigt ihre Zahl auf 1 625. Damit sind in mindestens 4,3 %
aller Münchner Hunde immerhin Anteile eines Dackels zu finden.
Insgesamt stellen die fünfzehn häufigsten Hunderassen ohne deren jeweilige
Mischlinge knapp ein Drittel aller steuerlich erfassten Hunde in München. Wie
bereits erwähnt, entfallen 54,5 % aller Hunde auf Mischlinge mit oder ohne
Angabe einer Rasse, so dass der Anteil der Hunde mit den restlichen 288
Rassenbezeichnungen nur noch bei 12,4 % liegt.
Im Vergleich zum Jahr 2015 hat unter den häufigsten Rassen vor allem der
Deutsche Spitz deutlich zugelegt. Die Anzahl dieser Hunde betrug 2019 mit 454
Nennungen um 48,5 % mehr als 2015 mit damals 234 Hunden dieser Rasse.
Auch die Französische Bulldogge konnte ihre Zahl 2019 um 32,2 % (+384)
aufstocken. Damals lag sie nur auf Platz elf der häufigsten Rassen. Nicht mehr
in der „Bestenliste“ sind die Terrier mit damals 540 Nennungen. 2019 trugen
nur noch 198 Hunde diese Bezeichnung. Ebenso erging es den Schäferhunden.
Ihre Zahl sank von 428 auf 308.
Auch die 45 Hunde mit der Bezeichnung Apportierhunde entsprechen nur noch
zwei Fünftel des Bestandes von 2015 mit 159 Nennungen.
Einen gewaltigen Aufwärtstrend können dagegen die Shiba-Inu verzeichnen.
Ihre Zahl hat sich von 59 auf 114 fast verdoppelt. Auch die Zahl der Miniatur­-
Bullterrier stieg von 41 auf 78.

Deutliche Zunahmen gab es dagegen bei den sogenannten gefährlichen Hunden,        401 Hunde zählen zu den
besser bekannt unter dem Begriff „Kampfhunde“. Am 31.12.2019 waren 401            gefährlichen Hunderassen
Vertreter dieser Hunderassen und deren Mischlinge erfasst. Das heißt, etwa
1 % aller Münchner Hunde gehören einer Rasse an, die als aggressiv und
gefährlich eingestuft wird. Im Vergleich zu 2015 sind es 66 Hunde mehr, die
dieser Kategorie angehören. Mit Abstand die beliebteste Rasse unter den
Kampfhunden ist der Rottweiler mit 98 Nennungen. Als Nächstes folgen 49
American Bulldog Mischlinge. Deren Anzahl hat sich im Vergleich zu 2015
verdreifacht. Deutlich an Beliebtheit gewonnen haben auch die Cane Corso und
deren Misch­linge. 68 gab es davon 2019 in München, im Gegensatz zu 23 im
Jahr 2015. Auch hier etwa dreimal so viel wie im Vergleichsjahr 2015. Bleiben
noch 39 Bullterrier, 29 American Bulldogs, und 28 Rottweiler-Mischlinge als
nennenswerte Vertreter dieser Kategorie. Die übrigen 90 Kampfhunde verteilen
sich auf 16 weitere Rassen und deren Mischlinge.

Wie verteilen sich die Hunde im Stadtgebiet?

Hier wird wieder auf die Angaben der Hundestatistik aus der Datenbank der
Stadtkämmerei mit dem Stichtag 31.12.2019 zurückgegriffen, da mit dieser
Auswertung auch eine räumliche Zuordnung der Adressen der Hundebesit-
zerinnen und -besitzer möglich ist.
Von den 37 623 Hunden lassen sich allerdings nur 37 352 räumlich zuord-
nen. Diese Differenz liegt einerseits daran, dass Hundehalter*innen im
Laufe des Jahres aus München wegziehen, ohne ihren Hund abzumelden.
Andererseits kommt es vor, dass die Adresse unvollständig oder fehlerhaft
erfasst oder keine Adresse angegeben wurde. Eine detaillierte Aufgliede-
rung der Verteilung der Hunde auf die einzelnen Stadtbezirke ist in Tabelle 4
auf Seite 26 enthalten.

Statistisches Amt der Landeshauptstadt München                                                                          25
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