5 Gesundheitspolitik - RVK
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April 2017
Das Magazin für Mitglieder, Kunden und Partner
LIEBE
«Liebe» als Bildthema
5 Gesundheitspolitik in der April-Ausgabe.
aus Parlament und Bundesrat
11 Versichertenbestand
RVK-Mitglieder haben zugelegt
24 Aquilana Versicherungen
Das Versicherungsunternehmen feiert sein
125-jähriges BestehenInhalt
Gesundheitspolitik
5 BERICHT AUS BERN Parlament, Bundesrat, EDI, BAG
Informationen des RVK
11 VERBAND RVK-Mitglieder haben zugelegt
12 RVK UND RVK RÜCK AG Jahresversammlungen 2017
13 PFLEGESTUFEN-CONTROLLING Medienberichterstattung
14 TREFFPUNKT «KVG» Tagung zur aktuellen Aufsichtspraxis des BAG
15 IM INTERVIEW Aktuar Dr. Thomas Gisler gibt Auskunft
16 BILDUNGSANGEBOTE Aktuell und kompetent
17 BILDUNGSANGEBOTE Kurse für Broker und Vermittler
18 BILDUNGSWEBSEITE mit neuen Funktionen
19 KUNDENZEITSCHRIFT SICHER Vorschau Frühlingsausgabe
20 NEUES VON DER RVK-CREW Neueintritt, Weiterbildungserfolg und ein Dienstjubiläum
22 RVK-INTERN Pensionierung Judith May
Informationen unserer Mitglieder,
Kunden und Partner
24 AQUILANA VERSICHERUNGEN Sicherheit mit Zukunft – seit 125 Jahren
25 COMPARIS.CH EFFIZIENZPREIS sodalis mit tiefsten Verwaltungskosten
26 RVK-MITGLIEDER Kurz vorgestellt
27 MEDGATE setzt auf die ärztliche Telemedizin
Agenda 2017
28 TERMINE Veranstaltungen und Sessionen
Impressum Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich.
Herausgeber / Redaktion
RVK / Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer
Haldenstrasse 25 / 6006 Luzern / 041 417 05 00 / www.rvk.ch / info@rvk.ch
Bilder
Die Bilder der vorliegenden Ausgabe sind Impressionen zum Thema «Liebe». Titelbild: Pixabay
2 Information April 2017Liebe Mitglieder
Sehr geehrte Damen und Herren
Wieder ist die Zahl der Versicherten unserer Mitgliedskassen im vergange-
nen Jahr leicht gestiegen. Gemessen an der Entwicklung der Gesamtbevöl-
kerung können wir feststellen, dass der Bestand und damit auch der Markt-
anteil der kleinen und mittleren Krankenversicherer stabil geblieben sind.
Unverändert hoch ist der Beliebtheitsgrad dieser Kassen bei ihren Kundin-
nen und Kunden. Diese erfreulichen Tatsachen sind das Ergebnis der Arbeit
von Vorständen, Geschäftsführungen und Mitarbeitenden.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.
Abgesehen von den guten Nachrichten, gibt es auch solche,
die in unseren Kreisen hörbar Mühe bereiten. Ganz deut-
lich ist dies im Kontext der Einführung der Krankenversi-
cherungsaufsichtsverordnung (KVAV) wahrzunehmen. Die
zusätzlichen Auflagen wie beispielsweise die Einführung
und der Nachweis eines Risikomanagements oder des In-
ternen Kontrollsystems (IKS) würde ich nicht als überflüs-
sig bezeichnen. Die Art und Weise ist aber für die kleinen
und mittleren Krankenversicherer unverhältnismässig und
unangemessen. Der RVK ist bereit, gemeinsam mit Ihnen
«Die Versichertenbe- angepasste Lösungen zu entwickeln und diesbezüglich auch das Gespräch
stände in der Grund- mit der Aufsichtsbehörde zu führen.
versicherung sind um
An der diesjährigen Delegiertenversammlung des RVK werden erneut Vor-
fast 1 Prozent standswahlen vorzunehmen sein. Abgesehen von der Neubesetzung des
gestiegen.» Präsidiums ist infolge Ausscheidens eines Vorstands- und Verwaltungs-
ratsmitgliedes ein Sitz neu zu besetzen. Ich freue mich auf Ihre Kandidatur,
die ich im Namen des Vorstandes beziehungsweise des Verwaltungsrates
gerne spätestens bis zum 24. April 2017 erwarte.
Freundliche Grüsse, Ihr
Dr. Charles Giroud, Präsident RVK
Information April 2017 3GESUNDHEITSPOLITIK
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
Seite
KVG: Änderung der Prämienkategorien
5 Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat die Änderung der Prämienkategorien für Kin-
der, Jugendliche und junge Erwachsene in der Schlussabstimmung am Sessionsende ange-
nommen. So werden die Kinderprämien um 80 Prozent statt um 50 Prozent gesenkt und
beim Risikoausgleich die Beiträge der Versicherer für die 19- bis 25-Jährigen um 50 Prozent
reduziert.
Seite
Ständerat will Transparenz in der
7 Spitalfinanzierung
Die ständerätliche Kommission sieht Handlungsbedarf bezüglich Transparenz in der Spital-
finanzierung. Sie beauftragt mit ihrer Motion den Bundesrat aufzuzeigen, welche Kantone
ihre Spitäler in welchem Ausmass direkt oder indirekt subventionieren.
Seite
Prämienregionen: Keine Änderung per
9 1. Januar 2018
Nach den deutlichen Reaktionen der Krankenversicherungsbranche, der Gemeinden und
verschiedenen Politikern hat der Bundesrat entschieden, vorerst auf die Einführung der
neuen Prämienregionen zu verzichten und das Vernehmlassungsergebnis zuerst dem Parla-
ment zu unterbreiten und dessen Stellungnahme abzuwarten. Somit ist eine Änderung der
Prämienregionen per 1. Januar 2018 vom Tisch.
4 Information April 2017Gesundheitspolitik
Aus dem Parlament
Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 19. Dezember 2016 von Moritz Helfenstein
zusammengefasst und kommentiert.
AUS DEM Prämienbefreiung für Kinder
NATIONALRAT Parlamentarische Initiative Humbel Ruth
KVG. Änderung der Prämienkategorien für
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Rechtliche Gleichstellung der öffentlichen Parlamentarische Initiative Rossini Stéphane
und privaten Spitex Nachdem der Ständerat in der laufenden Session zu den vom
Postulat der SGK NR Nationalrat gefassten Beschlüssen seine Zustimmung gab
Das Postulat der SGK des Nationalrates geht auf die Motion (siehe Seite 6, zweiter Abschnitt unter «Aus dem Ständerat»),
Joder «Gleichstellung der öffentlichen und privaten Spitex» zu- hat der Rat in der Schlussabstimmung am Sessionsende die
rück. Diese Motion wurde von den vorberatenden Kommissi- Vorlage mit 192:4 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen.
onen beider Räte abgelehnt. Die nationalrätliche Kommission
hat aber festgestellt, dass möglicherweise doch Handlungs- Sondersession
bedarf besteht. Mit dem Postulat verlangte sie vom Bundesrat Vom 2. bis 4. Mai 2017 führt der Nationalrat eine Sonderses-
einen Bericht, der aufzeigen soll, inwiefern private und öffent- sion durch. Im Moment ist aber gemäss Programm nicht vor-
liche Spitexorganisationen bzw. ihre Kundinnen und Kunden gesehen, dass dabei wichtige gesundheits- und/oder kran-
nicht gleichgestellt sind. Der Bundesrat hat Ablehnung des kenversicherungspolitische Themen behandelt werden.
Postulates beantragt. Dies insbesondere mit der Begründung,
dass im Moment eine Evaluation der Neuordnung der Pflege-
leistungen laufe, bei der auch wesentliche Informationen zu
allfälligen Unterschieden zwischen gemeinnützigen und er-
werbswirtschaftlichen Spitex-Organisationen bereitgestellt
werden sollen. Die vorberatende Kommission hat aber fest-
gestellt, dass sich der Bundesrat dabei nicht zur ungleichen
Behandlung bezüglich Mehrwertsteuer äussere. Der Rat hat
mit 114:61 Stimmen bei sieben Enthaltungen Annahme des
Postulates beschlossen.
Information April 2017 5Gesundheitspolitik
LIEBE
Sich zu verlieben, hat
einen vergleichbaren
neurologischen Effekt, wie
der Konsum von Kokain. Es
bewirkt, dass sich ein Gefühl
der Euphorie einstellt.
AUS DEM Prämienbefreiung für Kinder
Parlamentarische Initiative NR Humbel Ruth
STÄNDERAT KVG. Änderung der Prämienkategorien für
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Parlamentarische Initiative NR Rossini Stéphane
Nachbesserung der Pflegefinanzierung In der Wintersession 2016 hat der Nationalrat zu den beiden
Parlamentarische Initiative Egerszegi-Obrist Christine Initiativen folgende Beschlüsse gefasst:
Im Rahmen des Differenzbereinigungsverfahrens musste sich −− Die Prämien für Kinder in Haushalten mit unteren und
der Ständerat nochmals mit diesem Geschäft befassen. In der mittleren Einkommen müssen von den Kantonen um min-
Wintersession 2016 hat der Nationalrat dem Beschluss des destens 80 Prozent (bisher 50 Prozent) verbilligt werden.
Ständerates zugestimmt, dass bei ausserkantonalen Pflege- Für Jugendliche soll die Prämienverbilligung weiterhin 50
heimaufenthalten der Wohnkanton für die Restfinanzierung Prozent betragen. Bei der Bestimmung, wo die Grenzen
zuständig ist. Dies mit der Begründung, dass der ausserkan- für untere und mittlere Einkommen liegen, sind die Kan-
tonale Heimaufenthalt keinen neuen Wohnsitz begründe. Eine tone frei.
Differenz hat er aber geschaffen, in dem er beschlossen hat, −− Beim Risikoausgleich werden die Beiträge der Versicherer
dass bezüglich der Höhe der Restfinanzierung die Ansätze für die 19- bis 25-Jährigen um 50 Prozent reduziert. Die
des Standortkantons des Heimes gelten. Der Ständerat hat damit freiwerdenden Mittel sind durch die Krankenversi-
sich in der laufenden Frühjahrsession intensiv mit dieser Dif- cherer zur Reduktion der Prämien der 19- bis 25-Jährigen
ferenz auseinandergesetzt. Auf Antrag seiner vorberatenen einzusetzen. Das Ausmass der Prämienreduktion wird
Kommission hat der Rat mit 35:10 Stimmen ohne Enthaltun- aber gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die Reduktion des
gen beschlossen, dass bei ausserkantonalen Pflegeheimau- Risikoausgleiches für Jugendliche führt zu erhöhten Risi-
fenthalten nur dann die Ansätze des Standortkantons des koausgleichszahlungen bei den Erwachsenen.
Heimes gelten, wenn im Wohnkanton selber kein entspre-
chender Pflegeheimplatz zur Verfügung steht. Mit dieser Dif- Die vorberatende Kommission hat mit 9:0 Stimmen bei vier
ferenz geht die Vorlage nochmals zurück an den Nationalrat. Enthaltungen beantragt, den Beschlüssen des Nationalra-
tes zu folgen. Heftig umstritten war im Rat der Beschluss
6 Information April 2017Gesundheitspolitik
des Nationalrates, dass die Kinderprämien um 80 Prozent Obligatorische Krankenversicherung. Den
statt um 50 Prozent reduziert werden müssen. Der Rat folgte Kostenanstieg dämpfen durch geeignete
schliesslich dem Antrag der vorberatenden Kommission mit Massnahmen zur Kostenbegrenzung
22:21 Stimmen. In der Gesamtabstimmung hat der Rat die Motion Ettlin Erich
Vorlage mit 27:9 Stimmen bei acht Enthaltungen geneh- Mit der Motion wird der Bundesrat ersucht, das Krankenver-
migt. In der Schlussabstimmung am Sessionsende hat der sicherungsgesetz und allenfalls weitere Gesetzesgrundlagen
Rat dem Geschäft mit 32:6 Stimmen bei sieben Enthaltun- dahingehend zu ändern, dass zwingend Kostenbegrenzungs-
gen zugestimmt. massnahmen in Kraft treten, sobald die Kosten pro Versi-
cherten der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) im
Transparenz bei der Spitalfinanzierung durch Jahresdurchschnitt stärker steigen als die Entwicklung der
die Kantone Nominallöhne multipliziert mit dem Faktor 1,1.
Motion der SGK-SR Mittels Ordnungsantrag hat Eder Joachim beantragt, die Mo-
Die vorberatende Kommisson hat dem Rat beantragt, der vom tion vorerst an die vorberatende Kommission zur Bearbeitung
Nationalrat in der Wintersession angenommenen, leicht ver- zu überweisen. Dies mit der Begründung, dass an der kom-
änderten Fassung zuzustimmen, die wie folgt lautet: menden Sitzung der SGK-SR vom 25. April 2017 die zwei par-
«Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der laufenden lamentarischen Initiativen
Wirkungsanalyse der KVG-Revision zur Spitalfinanzierung −− «Tarifpflege und Entwicklung»
aufzuzeigen, welche Kantone ihre Leistungserbringer in wel- −− «Steuerung der Kosten im KVG durch Vertragspartner»
chem Ausmasse bei Kosten direkt oder indirekt subventionie- beraten werden, die ebenfalls die Kosten betreffen.
ren, die OKP-berechtigt wären.»
Der Bundesrat hat Ablehnung der Motion beantragt. Der Rat
Der Bundesrat hat Ablehnung der Motion beantragt. Der Rat hat dem Ordnungsantrag Eder oppositionslos zugestimmt.
hat der geänderten Motion mit 35:1 Stimmen ohne Enthal-
tungen zugestimmt. Einführung einer Vergütungspflicht bei im
Ausland freiwillig bezogenen OKP-Leistungen
Mehr unternehmerische Freiheit im Motion Ettlin Erich
Gesundheitswesen Mit einem Ordnungsantrag von Bruderer Wyss Pasquale
Motion SGK-NR wurde beantragt, dass sich zuerst die vorberatende Kommis-
In der Wintersession 2016 hat der Nationalrat dieser Kom- sion mit diesem Geschäft befassen soll. Dies mit der Begrün-
missions-Motion mit 130:55 Stimmen zugestimmt. Mit dieser dung, dass hier Themen aufgegriffen werden, die auch im Kon-
wird vom Bundesrat verlangt: text mit anderen Aspekten des Gesundheitswesens stehen.
−− Beibehaltung oder Ausbau der heutigen Franchise-Wahl- Der Rat ist diesem Antrag diskussionslos gefolgt.
möglichkeiten
−− Mehr unternehmerische Freiheiten für Anbieter der obli- Krankenversicherung. An bewährten Prämien-
gatorischen Krankenpflegeversicherung, damit unter- regionen festhalten
schiedliche Versicherungsmodelle entwickelt und getes- Motion Germann Hannes
tet werden können Mit der Motion soll der Bundesrat beauftragt werden, die ein-
−− Regelmässige Anpassung der Franchise an die Kostenent- schlägigen Gesetzesgrundlagen (KVG, KVAG) dergestalt an-
wicklung zupassen, dass die Einteilung der Prämienregionen analog
heutigem System grundsätzlich auf Ebene der Gemeinden
Die vorberatende Kommission des Ständerates hat – wie üb- erfolgt und der Bundesrat die maximal anrechenbaren Kos-
rigens auch der Bundesrat – Ablehnung der Motion beantragt. tenunterschiede festlegt.
Begründet wird die Ablehnung unter anderem damit, dass die
Begehren bereits in anderen Vorstössen gestellt seien, die
Formulierung Fragen offen lasse und dass heute bereits ge-
nügend Wahlfranchisemöglichkeiten bestünden, die zum Teil
von den Versicherten nur sehr wenig genutzt würden. Diskus-
sionslos hat der Rat die Motion abgelehnt.
Information April 2017 7Gesundheitspolitik
Gemäss Mitteilung des Kommissionssprechers Graber Kon- Ablehnung des Postulates beantragt. Dies mit der Begrün-
rad hat sich im Rahmen der vorberatenden Kommission be- dung, dass laufend Massnahmen zur Kosteneffizienz in den
reits vor Vorliegen der Motion Germanns zu dieser Thematik Spitälern geprüft und auch umgesetzt werden, wie zum Bei-
eine grössere Diskussion entwickelt, in welcher deutlicher spiel Benchmarking, Korrektur Tarifstruktur SwissDRG. Zu-
Widerstand gegen das Vorgehen des Bundesrates signalisiert dem ist der Bundesrat der Auffassung, dass die Erkenntnisse
wurde. Nachdem der Bundesrat eine Vernehmlassung zu den der Evaluation der KVG-Revision im Bereich der Spitalfinan-
vorgesehenen Änderungen durchführte, will sich die Kommis- zierung, die voraussichtlich 2019 abgeschlossen sein wird, ab-
sion nach Vorliegen der entsprechenden Auswertung noch- zuwarten seien. Der Rat hat das Postulat mit 25:18 Stimmen
mals mit dem Geschäft befassen. Der Bundesrat hat zugesi- bei einer Enthaltung diskussionslos abgelehnt.
chert, in dieser Sache keinen Entscheid zu fällen, bis sich die
Kommission nochmals mit dem Thema auseinandergesetzt Schnellerer Zugang für Patienten zu Arznei-
hat. Dabei hat der Bundesrat auch in Aussicht gestellt, dass mitteln mit neuen Indikationen
dies zur Folge habe, dass seines Erachtens keine Änderung Postulat Ettlin Erich
auf den 1. Januar 2018 möglich sei. Die vorberatende Kom- Das Postulat beauftragt den Bundesrat zu prüfen und Bericht
mission hat daher dem Rat als Ordnungsantrag vorgeschla- zu erstatten, wie die Zulassungsfristen neuer Indikationen
gen, die Motion Germann der Kommission zur Bearbeitung eines zugelassenen Arzneimittels durch das Schweizerische
zuzuweisen. Nachdem sich auch der Motionär mit diesem An- Heilmittelinstitut verkürzt werden können und Vorschläge zur
trag einverstanden erklärte, hat auch der Rat diskussionslos raschen Änderung der rechtlichen Grundlagen, wenn mög-
zugestimmt. lich vor der Inkraftsetzung des Heilmittelgesetzes und der
Heilmittelverordnung, vorzulegen. Der Postulant sieht seinen
Vorstoss primär als Beschleuniger für die bereits laufenden
Pflegesparkonto. Senkung der Krankenkassen- Projekte. Der Bundesrat hat Ablehnung des Postulates bean-
prämien und Entlastung des Pflegepersonals tragt. Der Rat hat das Postulat mit 25:17 Stimmen ohne Ent-
Motion Dittli Josef haltungen diskussionslos abgelehnt.
Mit der Motion wollte Dittli Josef den Bundesrat beauftragen,
dem Parlament die gesetzlichen Grundlagen zu unterbreiten, Arzneimittel. Schwächen des Schweizer
damit die Finanzierung der Pflegeleistungen im Alter neu über Zulassungs- und Vergütungssystems
ein Pflegesparkonto erfolgen könnte. Der Motionär hat sich beseitigen
bei diesem Vorstoss auf eine Idee von Avenir Suisse gestützt. Interpellation Eder Joachim
Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Im jetzi- Der Interpellant stellt dem Bundesrat verschiedene Fragen
gen Zeitpunkt sei es nicht realistisch eine Gesetzesvorlage im bezüglich Beschleunigung der Zulassung von Arzneimitteln
Sinne der Motion auszuarbeiten. Der Motionär kam selber zur und die Aufnahme in die Spezialitätenliste. Er macht dabei
Einsicht, dass sein isolierter Vorstoss im heutigen Zeitpunkt unter anderem auf Studien aufmerksam, nach welchen in
keinen Sinn macht und hat daher die Motion zurückgezogen. Ländern wie den USA oder Deutschland die Zulassungen viel
Damit ist das Geschäft vom Tisch. schneller erfolgen. Unter den Verzögerungen würde nicht nur
die Pharmaindustrie, sondern auch die Patientinnen und Pa-
Preisvergleich der Spital-Base-Rates mit dem tienten leiden. Der Bundesrat widerspricht in seiner Antwort
Ausland verschiedenen Darstellungen des Interpellanten, so auch mit
Postulat Ettlin Erich Vergleichszahlen bezüglich Zulassungen in der Schweiz und
Mit dem Postulat wird der Bundesrat gebeten, mit Blick auf anderen Ländern. Zudem würden die Verfahren periodisch
eine mögliche Dämpfung der stationären Gesundheitskos- mit den betroffenen Pharmafirmen besprochen.
ten zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung
(OKP) einen Vergleich der Base-Rates anderer OECD-Län-
der mit zu unseren Systemen vergleichbaren DRG-Systemen
durchzuführen, Gründe für allfällige Tarifdifferenzen zu eru-
ieren und darüber Bericht zu erstatten. Der Bundesrat hat
8 Information April 2017Gesundheitspolitik
BUNDESRAT/EDI/ UMFELD
BAG Kantonale Krankenkassen und
Kassenlobbying!
Prämienregionen Insbesondere der Waadtländer Gesundheitsdirektor Pier-
Dank den deutlichen Reaktionen der Krankenversicherungs- re-Yves Maillard (SP) kann es nicht lassen, gegen die Kran-
branche, der Gemeinden und verschiedenen Politikern, die kenversicherer zu schiessen. Jetzt hat er im Genfer Gesund-
mit Vorstössen im Parlament aktiv wurden, sieht sich nun heitsdirektor Mauro Poggia einen Verbündeten aus dem
der Bundesrat zumindest zu einem Marschhalt gezwungen. rechten Parteienspektrum gefunden. Sie sehen bekanntlich
Er hat zugesichert, dass er das Ergebnis der von ihm veran- vor, zwei Initiativen zu lancieren, die sich in schwerer Weise
lassten Vernehmlassung vorerst dem Parlament unterbreiten gegen die Interessen der heutigen Krankenversicherer rich-
und dann dessen Stellungnahme abwarten werde. Damit ist ten. Angedacht sind bei diesen Initiativen folgende Ele-
– so sieht es auch der Bundesrat – eine Änderung der Prämi- mente:
enregionen per 1. Januar 2018 vom Tisch. −− Kassenlobby; Den Parlamentarierinnen und Parlamentari-
ern soll es insbesondere verboten werden, Einsitz in Ver-
waltungsräten, Direktionen und Aufsichtsgremien von
Krankenversicherern zu nehmen.
−− Schaffung kantonaler Krankenversicherungs-Ausgleichs-
kassen, sogenannten Kompensationskassen. Diese wür-
den neben den bisherigen privaten Krankenversicherern
bestehen. Die Prämien würden aber durch die Kantone für
alle Versicherten festgelegt und durch die kantonalen
«Kompensationskassen» einkassiert.
Die Initiativen sollen Ende Sommer/Herbst 2017 lanciert
werden. Im Moment suchen die beiden Regierungsräte Ver-
bündete, die sie unter anderem auch beim Verband der As-
sistenz- und Oberärzte, dem Hausärzteverband und bei
Konsumenten- und Familienorganisationen zu finden hoffen.
Die Krankenversicherungsbranche muss sich also erneut
auf einen harten Abstimmungskampf gefasst machen.
LIEBE
Im Jahr 2015 gab es 41 437
Hochzeiten in der Schweiz.
Für eine Hochzeit wird in der
Schweiz durchschnittlich
circa 20 000 Franken
ausgegeben. Schweizer und
Schweizerinnen heiraten
relativ spät: Männer mit 31,8
Jahren und Frauen mit 29,6.
Information April 2017 9INFORMATIONEN DES RVK
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
Seite
RVK-Mitglieder: Versichertenbestand um
11 fast 1 Prozent gestiegen
Die RVK-Mitglieder haben ihre Kundenbasis verteidigt und sogar leicht ausgebaut. So
schätzen rund 680 000 Kundinnen und Kunden der 25 RVK-Mitglieder die zahlreichen Vor-
teile der kleinen und mittleren Krankenversicherer.
Seite
Pflegestufen-Controlling in den Medien
13 Nach erfolgreicher Pilotphase wird das neue Produkt «Pflegestufen-Controlling»
schrittweise in den Markt eingeführt. Das vom RVK entwickelte System kontrolliert bei den
Heimen vor Ort die Pflegeeinstufungen und trägt dazu bei, die Qualitätssicherung zu
fördern und die Kosten zu dämpfen. Dazu erschienen mehrere Artikel in den Medien.
Seite
Interview mit treffPUNKT «KVG»-Referent
15 Thomas Gisler
Aktuar Dr. Thomas Gisler beleuchtete am treffPUNKT «KVG» die aktuarielle Sicht zum
neuen Krankenversicherungsaufsichtsgesetz. Er beantwortet dem RVK vier Fragen zu
seiner Arbeit und zu einer verlässlichen Leistungs- und Risikoausgleichsschätzung.
Seite
Spannende Bildungsangebote
16 Der RVK überprüft seine Bildungsangebote regelmässig und passt seine Kurse den veränder-
ten Gegebenheiten des Gesundheitsmarktes an. Neue Fachthemen ergänzen deshalb auch
2017 die bestehenden Angebote. So findet zum Beispiel im neuen Jahr der Kurs «Berufliche
Vorsorge», Crashkurs für die Kundenberatung statt.
10 Information April 2017Informationen des RVK
Verband
RVK-MITGLIEDER HABEN ZUGELEGT
Die aktuellen Versichertenbestände bei den RVK-Mitgliedern per 1. Januar 2017 zeigen: Die
kleinen und mittleren Krankenversicherer konnten ihre Kundenbasis auch dieses Jahr wieder
ausbauen.
Die Versichertenbestände in der Grundversicherung sind um Diese erfreuliche Entwicklung zeigt einmal mehr, dass sich
fast 1 Prozent gestiegen. So schätzen rund 680 000 Kundin- die kleinen und mittleren Krankenversicherer erfolgreich im
nen und Kunden der 25 RVK-Mitgliedern die zahlreichen Vor- Markt behaupten und eine attraktive Alternative zu den gro-
teile der kleinen und mittleren Krankenversicherer (Vorjahr: ssen Versicherern darstellen.
674 000).
Daniel Herzog, Direktor
041 417 05 00, d.herzog@rvk.ch
LIEBE
Der Internationale Tag der
Freundschaft wird jeweils am
30. Juli des Jahres gefeiert.
Eingeführt wurde der Tag
der Freundschaft 1958 in
Paraguay.
Information April 2017 11Informationen des RVK
RVK und RVK Rück AG
JAHRESVERSAMMLUNGEN 2017
Die Jahresversammlungen finden am 23. Juni 2017 im Hotel Astoria in Luzern statt. Anträge der
Delegierten können noch bis 24. April 2017 (Posteingang beim RVK) eingereicht werden.
Neben der Genehmigung der Jahresrechnung stehen an der Aufgrund des Rücktritts von Martin Horisberger aus dem Vor-
85. Delegiertenversammlung des RVK und der sechsten Ge- stand des RVK und Verwaltungsrat der RVK Rück AG können
neralversammlung der RVK Rück AG auch Wahlen im Vorstand sich Interessierte noch bis 24. April 2017 für das vakant wer-
an. dende Amt eines Vorstandsmitgliedes bewerben.
27 Jahre hält Dr. Charles Giroud bereits das Amt als Präsi- Für weitere Informationen stehen der Präsident und der Di-
denten des RVK inne. Auf den Zeitpunkt der Delegiertenver- rektor jederzeit gerne zur Verfügung.
sammlung wird er als Präsident zurücktreten. Nach einem
mehrphasigen strukturierten Prozedere mit mehreren Kan- Dr. Charles Giroud, Präsident RVK
031 313 88 88, charles.giroud@bvmberatung.net
didaten wurde Herr Peter Hegglin, Ständerat Kanton Zug,
vom Vorstand einstimmig als Kandidat für das Präsidenten- Daniel Herzog, Direktor
amt nominiert. 041 417 05 00, d.herzog@rvk.ch
LIEBE
Seit 15 000 Jahren sind
Hunde die treuesten Freunde
des Menschen. In der
Schweiz leben 7,6 Millionen
Haustiere. Davon sind 12
Prozent Haushalte mit einem
Hund.
12 Information April 2017Informationen des RVK
Pflegestufen-Controlling
MEDIENBERICHTERSTATTUNG
Nach erfolgreicher Pilotphase wird das neue
Produkt «Pflegestufen-Controlling» schritt-
weise in den Markt eingeführt. Das vom RVK
entwickelte System kontrolliert bei den
Heimen vor Ort die Pflegeeinstufungen und
trägt dazu bei, die Qualitätssicherung zu
fördern und die Kosten zu dämpfen.
In Zusammenarbeit mit dem Seeblick, Haus für Pflege und Be-
treuung in Sursee, wurde die Pilotprüfung zum System BESA
umgesetzt. Der nebenstehende Artikel ist in der Lokalpresse
(Surseer Woche) erschienen.
Das Thema wurde auch in der Luzerner Zeitung unter dem Ti-
tel «Jeder fünfte Betagte ist in der falschen Pflegeklasse» am
6. Februar 2017 aufgegriffen. Unter rvk.ch/versicherungsme-
dizin/pflegestufen-controlling kann der Artikel nachgelesen
werden.
Mit dem Pflegestufen-Controlling spricht der RVK Pflege-
heime, die öffentliche Hand und Krankenversicherer an. Für
weitere Informationen steht Ihnen Thomas Lustenberger
gerne zur Verfügung.
Thomas Lustenberger, Key Account Manager
041 417 05 61, th.lustenberger@rvk.ch
Quelle: Surseer Woche
Information April 2017 13Informationen des RVK
treffPUNKT «KVG»
TAGUNG ZUR AKTUELLEN AUFSICHTS-
PRAXIS DES BAG
Am 25. Januar 2017 begrüsste der RVK rund 60 interessierte Personen aus der Kranken-
versicherungsbranche zum vierten treffPUNKT «KVG». Ziel der Veranstaltung war es aufzuzeigen,
wie die Krankenversicherer ihre Positionen gegenüber dem Bundesamt für Gesundheit (BAG)
vertreten können und welche Handlungsmöglichkeiten für Krankenversicherer im versicherungs-
technischen Bereich und beim Prämiengenehmigungsverfahren bestehen.
Seit der Einführung des Krankenversicherungsaufsichtsge- Rechtsanwalt bei VIALEX Rechtanwälte AG, in seinem Refe-
setzes (KVAG) nimmt das BAG eine stärkere Rolle im Auf- rat mit der Frage, ob die Reservequote als Steuerungsgrösse
sichts- und Genehmigungsprozess ein. Nach der ersten geeignet ist und ob Einschüsse rechtlich betrachtet zuläs-
Prämiengenehmigung unter dem neuen Aufsichtsgesetz sig sind.
haben die eingeladenen Referenten eine erste Beurteilung
vorgenommen. Im Anschluss diskutierten die Referenten zusammen mit
Christian Scharpf, Geschäftsführer der AGRISANO Kranken-
In seinem Referat betrachtete Rolf Bächler von Ernst & Young versicherung, über Erfahrungen und Best Practice. Auch dank
das Aufsichtsgesetz aus Sicht der Revision. Mit seinen Thesen der daraus entstandenen Diskussionen unter den Teilneh-
und fundierten Erläuterungen zum Aufsichtskonzept, zum re- menden stellte die Veranstaltung eine wertvolle Plattform dar.
gulatorischen Druck und zu den Schlüsselrisiken beleuchtete
er die massgeblichen Herausforderungen für die Kranken- Die Tagung treffPUNKT «KVG» informiert über aktuelle Ent-
versicherer. Mit dem Verfahrensgang vor dem BAG und den wicklungen rund um die Krankenversicherung und vermittelt
entsprechenden Rechtsmitteln im Prämiengenehmigungs- Anregungen zur praktischen Umsetzung. Über die Durch-
prozess befasste sich Rechtsanwalt Professor Dr. Tomas Po- führung des nächsten treffPUNKT «KVG» informiert der RVK
ledna. Sein Augenmerk galt aber auch den verschiedenen frühzeitig.
Zielkonflikten, welche sich aus dem KVAG ergeben.
Marco Fäh, Leiter Bildung & Events
041 417 05 62, m.faeh@rvk.ch
Auch Dr. Thomas Gisler, Aktuar bei der Valucor Group AG, be-
stätigte in seinen Ausführungen, dass die Aufsicht heute viel
aktiver agiert und vermehrt Hintergrundinformationen ver-
langt. Gerade in Bezug auf die aktuariellen Aspekte kommt
einer verlässlichen Leistungs- und Risikoausgleichsschätzung
eine zentrale Bedeutung für die finanzielle Steuerung einer
Krankenversicherung zu. Weiter befasste sich Rolf Gygax,
14 Information April 2017Informationen des RVK
Im Interview
AKTUAR DR. THOMAS GISLER GIBT AUSKUNFT
Am treffPUNKT ging der Aktuar Dr. Thomas Gisler in seinem Referat auf die Änderungen
seit der Einführung des KVAG ein. Er ist Inhaber der aktuariellen Bertatungsfirma Valucor Group
AG und für diverse Schweizer Krankenversicherer als verantwortlicher Aktuar tätig.
Die Bedeutung der Solvenz bei den Krankenversicherun- Gleichgewicht wiederherstellen?
gen hat deutlich zugenommen. Welche Folgen hat dies
für die betroffenen Gesellschaften aus aktuarieller Gisler: Wichtig sind die exakten und aktuariell begründeten
Sicht? Schätzungen der Leistungen und des Risikoausgleichs. Diese
Schätzungen stellen dann die Grundlage für ein verlässliches
Thomas Gisler: Die Krankenversicherer sollten die Solvenz Budget, Solvenztest und Prämienkalkulation dar. Hier können
laufend überwachen und die Auswirkungen wichtiger Ent- Aktuare einen grossen Mehrwert schaffen.
scheidungen auf die Solvenzsituation vorausschauend mit-
berücksichtigen. Gehen sie so vor, können böse Überraschun- Ist die Grundlage von verlässlichen Zahlen gegeben, gilt es,
gen vermieden werden. Dazu kommt: Fällt die Solvenzquote Gegensteuer zum jeweiligen Ausreisser bei der Bestandesent-
unter 100 Prozent, schränkt dies den Handlungsspielraum wicklung zu geben. Daher sollte ein Krankenversicherer nach
ein – nicht zuletzt, weil dann das BAG verstärkt interveniert. einem starken Wachstum im Folgejahr die Prämien besonders
Bei Quoten unter 100 Prozent ist eine gründlich erarbeitete konservativ kalkulieren.
Sanierungsstrategie überlebenswichtig.
Welchen Beitrag leisten Sie dabei als Aktuar?
Wächst die Anzahl Versicherter, sinkt die Solvenzquote
eines Krankenversicherers. Kommen Zwangszuweisun- Gisler: Als Aktuar sehe ich die geplante Prämieneingabe durch
gen dazu, so akzentuieren sich die Probleme. Lässt sich und stelle kritische Fragen. Durch die Erfahrung im Umgang
das vermeiden? mit dem BAG (und auch mit der FINMA) können so allfällige
methodische Angriffspunkte entschärft werden. Die kriti-
Gisler: Dies ist eine Herausforderung, da die Bestandesver- schen Fragen helfen der Geschäftsleitung ausserdem dabei,
änderungen auch von den Handlungen der Mitbewerber ab- sich intensiv mit ihrer Prämienstrategie auseinanderzusetzen.
hängen. Eine Leistungsschätzung anhand der effektiven Leis-
tungserfahrung und Konkurrenzvergleiche im aktuellen Jahr Liegt die Solvenzquote unter 100 Prozent, sollten alle Einga-
erlauben eine vorsichtige Prämienkalkulation, die mithilft, ben ans BAG speziell gut begründet sein und im Rahmen ei-
grosse Bestandesschwankungen zu vermeiden. ner Sanierungsstrategie erfolgen, da ansonsten das BAG den
Zahlen der Krankenversicherung wenig Glauben schenkt und
Zwangszuweisungen geschehen in Regionen, in welchen man vermehrt eigene Werte vorschlägt resp. verwendet.
zu den preiswertesten Anbietern gehört. Auch dies lässt sich
durch eine vorsichtige Prämienkalkulation vermeiden. Für Fragen steht Ihnen Dr. Thomas Gisler unter 044 500 28 20
oder unter thomas.gisler@valucor.ch gerne zur Verfügung.
Welche Empfehlungen geben Sie Krankenversicherern,
die von grossen Bestandesschwankungen betroffen Der RVK bedankt sich bei Dr. Thomas Gisler herzlich für das
sind, und mit welchen Massnahmen können diese das Gespräch.
Information April 2017 15Informationen des RVK
Bildungsangebote
AKTUELL UND KOMPETENT
Die praxisnahe, fachspezifische Aus- und Weiterbildung steht im Fokus des RVK-Bildungsangebots.
Als Kompetenzzentrum mit langjähriger Erfahrung im Gesundheitsmarkt bietet der RVK seinen
Kundinnen und Kunden eine vielfältige Palette an aktuellen Bildungsthemen.
In der heutigen Zeit ist versicherungsmedizinisches Fach- Das Prüfungstraining für angehende Sozialversiche-
wissen für Mitarbeitende von Krankenversicherungen uner- rungsfachleute ist nach vier erfolgreichen Durchführungen
lässlich. Beim viertägigen Fachkurs «Medizinische Kennt- ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf die eidgenös-
nisse» erwerben die Teilnehmenden wertvolle Kenntnisse sische Berufsprüfung. Das Training dient als Vorbereitung auf
zur medizinischen Sprache sowie zum Aufbau und zur Funk- den mündlichen Prüfungsteil «Soziale Sicherheit» und trägt
tion des menschlichen Körpers. Der systematische Einstieg dazu bei, die Erfolgschancen weiter zu erhöhen. Die Anzahl
in die medizinischen Grundlagen erleichtert medizinisch nicht Plätze für die Prüfungssimulation ist begrenzt, eine früh-
geschulten Personen den Dialog mit Vertrauens- und Versi- zeitige Anmeldung für den Kurs im September ist deshalb
cherungsärztinnen und -ärzten. Der diesjährige Kurs startet empfehlenswert.
am 10. Mai 2017.
Beim Fachkurs «Sprechstunde Vertrauensarzt» Ende No-
Die Leistungsberarbeitung stellt die Mitarbeitenden der Kran- vember stehen die Fallbesprechung und der Austausch zwi-
kenversicherungen immer wieder vor neue Herausforderun- schen Vertrauensärztin/-arzt und Fachpersonen im Fokus.
gen. Sie werden mit neuen Behandlungsmethoden, unbekann- Anhand von konkreten Beispielen werden ausgewählte Krank-
ten Medikamenten und Hilfsmitteln sowie weiteren komplexen heitsbilder und medizinische Unterlagen besprochen. Der
Fragen konfrontiert. Der Fachkurs «Vertiefung Leistungen neue Fachkurs bietet eine ideale Plattform, um gegenwär-
ambulant» setzt sich mit den wesentlichen Merkmalen der tige Fälle und Fragestellungen rund um den vertrauensärztli-
ambulanten Leistungsabwicklung auseinander und vermittelt chen Dienst zu diskutieren.
anhand von zahlreichen Fallbeispielen nützliches Know-how
zur Bewältigung des Tagesgeschäftes. Der Kurs findet am 19. Das RVK-Bildungsprogramm ist auf der letzten Seite der
September 2017 statt. INFORMATION gesamthaft aufgeführt. Weitere Details sind
auf der Website unter www.rvk.ch/bildung zu finden.
Philipp Dünki, Produktverantwortlicher Bildung & Events
041 417 05 63, p.duenki@rvk.ch
16 Information April 2017Informationen des RVK
Bildungsangebote
KURSE FÜR BROKER UND VERMITTLER
Eine optimale Beratung ist ein wesentliches
Leistungsversprechen der Versicherungs- RVK-Bildungsangebote
beraterinnen und -berater. So ist ein fundiertes FACHWISSEN AUS ERSTER HAND
Wissen die Basis für eine kompetente Kunden- In der heutigen Zeit ist versicherungsmedizinisches Fach-
beratung. wissen für Mitarbeitende von Krankenversicherungen un-
erlässlich. Durch seine Tätigkeit in der Versicherungsmedi-
zin schafft der RVK einen unvergleichbaren Praxisbezug in
seinen Bildungsangeboten. Die Teilnehmenden profitieren
Am 5. April 2017 findet erneut der Crashkurs zum Thema «Kol-
bei diesen Weiterbildungen von einem Wissenstransfer aus
lektiv-Krankentaggeld für die Kundenberatung» statt. Lic. iur. erster Hand, konkret und kompakt an Praxisfällen erklärt.
Rudolf Luginbühl, Rechtsanwalt und ausgewiesener Fachex-
perte, referiert und würzt den Kurs mit konkreten Beispielen Unsere versicherungsmedizinischen
aus der Praxis. Weiterbildungen für Sie
Medizinische Kenntnisse
Am 6. September 2017 findet ein weiterer Kurs zum Thema «Be- Krankheitsbilder und Behandlungsformen
rufliche Vorsorge» in Luzern statt. Mit Monika Fischer-Lang, 10./11. und 23./24. Mai 2017
Sozialversicherungsfachfrau mit Fachausweis und ausgewie- Zahnmedizin
sene Branchenkennerin, konnte eine sehr kompetente Fach- Pflichtleistungen nach KVG und UVG
person als Referentin gewonnen werden. 8. Juni 2017
Psychische Krankheitsbilder
Bei den Kursen erhalten die Teilnehmenden wichtige Infor- Klassifikation und Behandlungsformen
6. September 2017
mationen aus erster Hand, welche sie im Alltag unterstüt-
zen sollen. Sprechstunde Vertrauensarzt
Fallbesprechung und Erfahrungsaustausch
29. November 2017
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.rvk.ch/bildung.
Sacha Duner, Projektleiter Bildung
«Die umfangreichen, kurzweiligen und praxisna-
041 417 05 43, s.duner@rvk.ch
hen Schulungen finden bei unseren Mitarbeiten-
den regen Anklang. Das Erlernte fliesst spürbar
in die tägliche Arbeit mit ein.»
Andreas Grüninger
Leiter Leistungsmanagement
Unternehmenskunde,
Sympany
RVK – Dienstleistungen und
Versicherungen im Gesundheitsmarkt
Erfahren Sie mehr unter
WWW.RVK.CH/BILDUNG
Information April 2017 17Informationen des RVK
Bildungswebseite
MIT NEUEN FUNKTIONEN
Der RVK hat seine Bildungswebseite www.rvk.ch/bildung inhaltlich, strukturell und technisch
erneuert. Der überarbeitete Auftritt ist übersichtlich gestaltet und ermöglicht neu die
Kurssuche mit Filterfunktion. Gleichzeitig wurde die bisherige Navigation mit zusätzlichen
Seiten ergänzt. Besuchen Sie die RVK-Webseite und informieren Sie sich über das aktuelle
Bildungsangebot.
Mary Walker
Geschäftsführer-Stv.
Vertiefungskurs
Kranken- und Unfallkasse «LEISTUNGEN AMBULANT»
Einsiedeln
«Der Kurs «Vertiefung Leistungen ambulant» war
sehr praxisnah gestaltet. Der Austausch mit den
kompetenten Referenten und den übrigen Kur- Dienstag, 19. September 2017
steilnehmern hilft mir, die Probleme in der
WWW.RVK.CH/BILDUNG
täglichen Arbeit zu lösen.»
18 Information April 2017Informationen des RVK
Kundenzeitschrift SICHER
VORSCHAU FRÜHLINGSAUSGABE
Die Frühlingsausgabe der Kundenzeitschrift FRÜHLING 2017
SICHER ist «frisch ab Presse» und wartet
darauf, von rund 26 000 Kundinnen und
Kunden der fünf RVK-Mitgliedern gelesen zu
werden.
Die Frühlingsausgabe ist eine «Herzensangelegenheit». Denn
SICHER mit meiner Krankenkasse
sie widmet sich nebst dem Thema «Kardiofit – eine wirkungs-
volle kardiale Rehabilitation» auch dem Herz-Kreislauf-Trai-
ning für Jung und Alt. In den westlichen Industrieländern sind
Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Todesursache Nummer
eins. Nebst der Vermeidung von Nikotin und Stress wirkt vor 4 «Kardiofit» – eine wirkungsvolle
kardiale Rehabilitation
allem genügend Bewegung präventiv. Und viel Bewegung be-
5 Kinder und Jugendliche im Leistungssport
wirkt doppelt so viel mit der richtigen Ernährung. Die Leserin- 6 Herz-Kreislauf-Training für Jung und Alt
nen und Leser der Kundenzeitschrift SICHER erfahren in der 8 Arztwechsel im Hausarztsystem
neusten Ausgabe mehr darüber, was das Herz gesund hält.
Prof. Dr. phil. Lukas Zahner weist in seinem Artikel auf den zu-
weilen problematischen Umgang von Eltern mit ihren Kindern
und Jugendlichen im Leistungssport hin. Denn oft liegen For-
derung, Förderung und Überforderung sehr nahe beisammen.
Doris Durrer, Fachspezialistin Kommunikation
041 417 05 73, d.durrer@rvk.ch
Weitere Themen im SICHER
Gesundheit
Herz-Kreislauf-Training für Jung und Alt
Branche
Kurz vorgestellt: «Herzgruppen – ein Projekt der Schweizerischen Herzstiftung»
Versicherungsratgeber
Versicherungsratgeber: Arztwechsel im Hausarztsystem
Die Printausgabe kann beim RVK bestellt oder unter www.rvk.ch heruntergeladen werden.
Information April 2017 19Informationen des RVK
Neues von der RVK-Crew
NEUEINTRITT, WEITERBILDUNGSERFOLG
UND EIN DIENSTJUBILÄUM
Neueintritt beim RVK Weiterbildungserfolg
Seit dem 1. November 2016 arbeitet Iris Kohler als Case-Ma- Unsere Kodierärztin med. pract. Katrin Hügi hat Ende De-
nagerin beim RVK. Iris Kohler ist diplomierte Pflegefachfrau zember 2016 die Weiterbildung zur Vertrauensärztin SGV er-
mit Berufserfahrung in der Chirurgie der Klinik Beau-Site und folgreich abgeschlossen.
im Inselspital. Zudem verfügt sie über den MAS Gesundheits-
förderung und Prävention. Die letzten drei Jahre war Iris Koh- Ganz herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.
ler als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der FMH, Abteilung
Gesundheitsförderung und Prävention, tätig.
20 Information April 2017Informationen des RVK
Dienstjubiläum
Ein besonderer Schwerpunkt war zudem die Einführung der
neuen Spitalfinanzierung und SwissDRG. Die Gesetzesrevi-
sion beeinflusste auch die Zusatzversicherungen nach VVG.
Dank den konzeptionellen Vorarbeiten von Dieter von Ehren-
berg konnte der Wechsel effektiv und effizient bewältigt wer-
den. Per 2012 schloss der RVK rund doppelt so viele Tarifver-
träge ab, wie in einem gewöhnlichen Jahr.
Dieter von Ehrenberg hat in den vergangenen Jahren den
Leistungseinkauf des RVK wesentlich geprägt. Mit viel En-
gagement und grosser Beharrlichkeit hat er ihn weiterent-
Dieter von Ehrenberg trat am 1. Januar 2007 beim RVK als wickelt – und dies stets im Interesse der angeschlossenen
Einkäufer Spitalleistungen ein und feierte Anfang dieses Jah- Krankenversicherer.
res sein 10-Jahr-Dienstjubiläum. Der RVK hatte damals so-
eben den Leistungseinkauf von der UNIMEDES übernommen Wir danken Dieter von Ehrenberg für seine wertvolle Arbeit
und führte ihn als eigenständige Dienstleistung weiter. 2010 und hoffen, noch lange auf seine Dienste zählen zu dürfen.
übernahm Dieter von Ehrenberg die Leitung des Leistungsein-
kaufs. Von 2011 bis 2015 führte er als Leiter Leistungserbrin- Peter Aregger, Bereichsleiter Versicherungen
041 417 05 59, p.aregger@rvk.ch
ger-Management zudem das Hausarztsystem. Ein Meilenstein
war der Aufbau der Zusammenarbeit mit tarifsuisse, deren
OKP-Leistungseinkauf der RVK seit 2011 vermittelt. Mit sei-
nem Engagement gelang es ihm, neben Verbandsmitgliedern
auch weitere Krankenversicherer zu gewinnen. Damit stärkte
er den Pool und reduzierte die finanzielle Belastung zum Vor-
teil der angeschlossenen Krankenversicherer.
Information April 2017 21Informationen des RVK
RVK-intern
PENSIONIERUNG JUDITH MAY
Am 1. März 2017 begann für Judith May ein neuer Lebensabschnitt. Sie wurde Ende Februar
nach 30 Dienstjahren pensioniert. Wir danken ihr herzlich für die geleistete Arbeit und ihre
Freundschaft. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihr viel Glück, gute Gesundheit
und Freude.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der eidgenössischen
Fachausweise als Krankenversicherungs-, Personal- und So-
zialversicherungsfachfrau übernahm Judith May auch die Per-
sonaladministration. Dieser Bereich lag Judith May besonders
am Herzen und sie führte ihn kompetent und engagiert. Der
technische Fortschritt brachte es mit sich, dass die Buchhal-
tung verschiedene Male auf neue Systeme überführt werden
musste. Die letzte – und wohl grösste – Umstellung erfolgte
2015/2016 mit der Einführung von Dynamics NAV. In diese
Entwicklung ist viel Wissen von Judith May geflossen.
Am 1. Dezember 1987 begann Judith May bei den RVK-Ver- Wir danken Judith May für die beinahe 30-jährige Zusammen-
sicherungen als Mitarbeiterin im Bereich Dienstleistung Fi- arbeit in der Geschäftsstelle des RVK und bei den Mitgliedern.
nanzbuchhaltung und EDV-Lösung RESO. Dazumal hatte der Mit ihr verlässt uns eine allseits geschätzte Arbeitskollegin.
Verband noch 124 Mitglieder, die Gross-Risiko-Versicherung Judith May hat verschiedene Pläne, die sie nun verwirklichen
war ein Jahr alt und das Rückversicherungsangebot bein- will. Dazu wünschen wir ihr alles Gute und viel Lebensfreude.
haltete noch die Tuberkulose-Versicherung sowie die Läh-
mungs- und Invaliditätsversicherung. Geprägt wurden die Stephan Bernet, Bereichsleiter Ressourcen
041 417 05 71, st.bernet@rvk.ch
ersten Jahre aber durch den Einstieg des Verbandes in das
Direktversicherungsgeschäft.
Von Beginn weg übernahm Judith May auch Arbeiten im Be-
reich der Finanzbuchhaltungs-Dienstleistungen. Dieser Be-
reich wurde, nach Aufgabe der Direktversicherungen und
nachdem der Name in RVK Rück geändert worden war, 1992
in die neugegründete EFFI überführt. Die EFFI wurde bereits
1995 wieder liquidiert und die Aufgaben erneut vom Verband
übernommen. Die Mitglieder schätzten den persönlichen
Kontakt und die Bereitschaft, sie bei den Buchhaltungsarbei-
ten zu entlasten.
22 Information April 2017INFORMATIONEN UNSERER MITGLIEDER,
KUNDEN UND PARTNER
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
Seite
Aquilana Versicherungen feiert 125 Jahre
24 Aus der 1892 gegründeten Betriebskrankenkasse der Industriefirma Brown, Boveri & Cie.
wurde 1996 die selbstständige «Aquilana». Das Versicherungsunternehmen feiert am
8. Mai 2017 sein 125-jähriges Bestehen und blickt auf eine bewegte Unternehmensge-
schichte zurück.
25 Krankenkassen-Effizienzpreis geht an sodalis
Bereits zum zweiten Mal in Folge sicherte sich die sodalis Gesundheitsgruppe den ersten
Platz des comparis.ch Effizienzpreises. Sie konnte sich in der Kategorie «Krankenkassen
regional» mit einem Verwaltungsaufwand von 3,0 Prozent der Prämien an die Spitze setzen.
26 Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln und
rhenusana
In der Vorstellungsreihe «RVK-Mitglieder: kurz vorgestellt» werden die Krankenversicherer
rhenusana und die Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln vorgestellt. Die rhenusana beschäf-
tigt zwanzig Mitarbeitende und ist in der ganzen Schweiz tätig, das Hauptgebiet ist aber das
Rheintal. Die Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln ist ein bald 150-jähriger, selbstständiger
Krankenversicherer und zählt heute rund 4 000 Versicherte.
Information April 2017 23Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner
Aquilana Versicherungen
SICHERHEIT MIT ZUKUNFT – SEIT 125 JAHREN
Die Aquilana in Baden feiert ihr 125-jährige Bestehen. Gegründet wurde sie 1892 als Betriebs-
krankenkasse und Selbsthilfeorganisation der Arbeitnehmenden der Industriefirma Brown,
Boveri & Cie. 1996 entstand daraus das selbstständige Unternehmen «Aquilana».
Name und Logo haben geändert, der Auftrag aber ist geblie- 1996 löst sich die Betriebskrankenkasse vom Unternehmen
ben: materielle Absicherung bei Krankheit und Unfall. Aus ei- ABB und wird zum selbstständigen Versicherungsunterneh-
ner bewegten Unternehmensgeschichte heraus entwickelte men «Aquilana». Sechs Jahre später wird die Geschäftstätig-
sich Aquilana im Laufe der Zeit zum modernen Versicherungs- keit ausgedehnt auf die ganze Schweiz und als Folge der bi-
unternehmen und erlebt den 125. Geburtstag bei bester fi- lateralen Verträge auch auf ausgewählte Mitgliedstaaten der
nanzieller Gesundheit. Nachstehend ein kurzer Geschichts- EU. Der Grossteil der Versicherten aber kommt nach wie vor
abriss und die Höhepunkte im Jubiläumsjahr. aus den Kantonen Aargau und Zürich, die als Aquilana-Stamm-
gebiete gelten. Anfangs 2017 sind rund 43 000 Personen bei
Die Geschichte der Aquilana Versicherungen beginnt mit 67 der Aquilana versichert.
Arbeitern der Brown, Boveri & Cie., die am 8. Mai 1892 ihre
Betriebskrankenkasse gründen. 22 Jahre nach der Gründung www.aquilana.ch
wird die Krankenkasse 1914 bundesamtlich anerkannt. Das
Netz der sozialen Sicherheit ist geknüpft, und der Grundstein
zur späteren Erfolgsgeschichte ist gelegt.
24 Information April 2017Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner
comparis.ch Effizienzpreis
SODALIS MIT TIEFSTEN VERWALTUNGS-
KOSTEN
comparis.ch hat bereits zum fünften Mal den Krankenkassen-Effizienzpreis vergeben. Die
sodalis Gesundheitsgruppe konnte sich in der Kategorie «Krankenkasse regional» mit einem
Verwaltungsaufwand von 3,0 Prozent der Prämien an die Spitze setzen.
Bereits zum zweiten Mal in Folge sicherte sich die sodalis Ge- Als Datengrundlage nutzt comparis.ch die offiziellen Auf-
sundheitsgruppe den ersten Platz in der Kategorie «Kranken- sichtsdaten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). 2016
kassen regional». Den zweiten Platz nimmt die Krankenkasse ist der Anteil des durchschnittlichen Verwaltungsaufwands
Luzerner Hinterland mit 3,2 Prozent ein, gefolgt von der dritt- aller Krankenkassen gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent
platzierten Krankenkasse Visperterminen mit 3,6 Prozent. auf 5,5 Prozent gesunken. Dies entspricht einem Aufwand von
Der RVK gratuliert den obengenannten Mitgliedskassen zu rund 160 Franken pro versicherte Person und Jahr.
diesem tollen Erfolg.
Mehr unter www.comparis.ch
LIEBE
Im Jahr 2015 wurden 86 559
Babys in der Schweiz
geboren. Im Durchschnitt hat
jede Frau in der Schweiz 1,54
Kinder.
Information April 2017 25Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner
RVK-Mitglieder
KURZ VORGESTELLT
Der RVK vertritt 25 Krankenversicherer mit rund 680 000 Versicherten. In dieser Ausgabe der
INFORMATION stellt er die zwei Krankenversicherer Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln und
die rhenusana – die rheintaler krankenkasse vor.
Kranken- und Unfallkasse rhenusana
Einsiedeln Die Krankenversicherung im Rheintal
Kundennähe, Qualität und Effizienz
rhenusana ist eine unabhängige Krankenversicherung im St.
Galler Rheintal. Sie steht für schnelle, persönliche und un-
Als bald 150-jähriger, selbstständiger Krankenversicherer komplizierte Abläufe.
in der Grundversicherung ist die Kranken- und Unfallkasse
Einsiedeln noch heute als Verein organisiert. Mit gut 4 000 Die rhenusana ist bekannt für eine schnelle Leistungsabwick-
Grundversicherten und vier Angestellten gehört die Kranken- lung, die sie mit ihrem motivierten und fachlich kompetenten
und Unfallkasse Einsiedeln zu den kleinen Versicherern. Ihr Team garantiert. Die Kunden werden von den insgesamt 20
Gebiet ist der Kanton Schwyz und die angrenzenden Kantone. Mitarbeitern persönlich betreut – entweder vor Ort in einer
der zwei Geschäftsstellen oder direkt beim Kunden zu Hause.
Bei einem kontinuierlichen gesunden Wachstum können die
immer grösseren Aufwendungen für die Auflagen vom Bun- Nebst der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bietet
desamt auf mehr Versicherte verteilt werden. Deshalb wird die rhenusana auch ergänzende Zusatzversicherungen an.
viel Wert auf Kundennähe, rasche Auszahlung und unbürokra- Ihre Zusatzversicherungen reichen von der Zahnversiche-
tische Entscheidungen gelegt. rung bis zur Kollektiv-Krankentaggeldversicherung für Un-
ternehmen. Die rhenusana bietet ihre Produkte in der gan-
Die Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln bietet das Standard- zen Schweiz an, aber das Rheintal ist ihr Hauptgebiet. So ist
modell in der Grundversicherung an. Bei den Zusatzversiche- eine grosse Anzahl der Rheintaler Firmen sowie Gemeinden
rungen kann die Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln seit Jah- bei der rhenusana für den Erwerbsausfall ihrer Mitarbeiten-
ren auf eine gute Zusammenarbeit mit der ÖKK Landquart den versichert.
zählen. Seit der Übernahme der Administration der Kranken-
kasse Institut Ingenbohl mit gut 600 Versicherten im Jahre Kurz gesagt: Die rhenusana ist eine unkomplizierte Kranken-
2013 werden die Ressourcen noch optimaler genutzt, was versicherung mit einem motivierten Team, das eine hohe Ser-
sich auf die Verwaltungskosten positiv auswirkt. vicequalität bietet.
Der Erhalt der Unabhängigkeit, das Angebot von günstigen www.rhenusana.ch
und leistungsstarken Versicherungsprodukten sowie die Kun-
denfreundlichkeit sind das erklärte Ziel der Kranken- und Un-
fallkasse Einsiedeln.
www.kkeinsiedeln.ch
Kranken- und Unfallkasse
Einsiedeln
26 Information April 2017Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner
Medgate
SETZT AUF DIE ÄRZTLICHE TELEMEDIZIN
Telemedizin ist nicht gleich Telemedizin. So können telemedizinische Konsultationen einerseits
von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden, andererseits aber auch von weiteren
medizinischen Fachpersonen wie zum Beispiel Pflegefachpersonen. Medgate hat sich ganz
bewusst dafür entschieden, auf die ärztliche Telemedizin zu setzen. Und dies aus guten
Gründen.
Verschiedene internationale Studien kamen zum Ergebnis, Arbeitsunfähigkeitszeugnisse ausstellen können. Dies ermög-
dass die Telefonkonsultation mit Ärzten derjenigen mit Pfle- licht in vielen Fällen eine abschliessende Behandlung am Tele-
gefachpersonen, insbesondere im Hinblick auf Sicherheit, Ef- fon und erhöht den Nutzen der Telemedizin für die Patienten,
fektivität und Patientenzufriedenheit, überlegen ist. So zeigte aber auch für die Versicherer, die keine weiteren Kosten für
eine Studie beispielsweise, dass ärztliche Telefonkonsulta- eine physische Arztkonsultation tragen müssen.
tionen signifikant häufiger in einer abschliessenden Bera-
tung endeten, während die Telefonkonsultationen mit Pfle- Dennoch setzt auch Medgate ergänzend zu den Ärzten
gefachpersonen zu mehr Zuweisungen zu Realkonsultationen nicht-ärztliches medizinisches Personal bei der telemedizi-
führten. nischen Beratung der Patienten ein. Sogenannte Telemedi-
zinische Assistenten/-innen (ausgebildete Medizinische Pra-
Bei der telemedizinischen Beratung mit Pflegefachpersonen xisassistenten/-innen) unterstützen dabei die Ärztinnen und
kommen im Gegensatz zur ärztlichen Telefonkonsultation Ärzte bei der Triage und bei der Beratung von leichteren Fäl-
häufig Entscheidungsbäume zum Einsatz, weshalb der Pati- len, wobei betont werden muss, dass bei Medgate wenn im-
ent oder die Patientin mit vielen Ja/Nein-Fragen konfrontiert mer möglich eine abschliessende medizinische Behandlung
ist und sich wenig einbezogen fühlen kann. Dies wurde in in- im Zentrum steht.
ternationalen Studien von den Patienten negativ beurteilt,
während die offenen Fragen während der Arztkonsultation, www.medgate.ch
der Einbezug der Patienten und die vielen Erklärungen des
Arztes oder der Ärztin positiv wirkten.
Individuelle Behandlung, hohe Qualität
Genau darum beraten und behandeln die Ärzte bei Medgate
ihre Patienten eigenständig und basierend auf ihren Erfah-
rungen, wobei sie von medizinischen Guidelines unterstützt
werden, die Medgate eigens für die telemedizinische Tätigkeit
erarbeitet hat. So ist eine hochprofessionelle medizinische
Betreuung garantiert und die Patienten erhalten gleichzeitig
eine persönliche und auf sie und ihre Anliegen zugeschnittene
Beratung und Behandlung.
Ein weiterer gewichtiger Vorteil der ärztlichen Teleme-
dizin besteht darin, dass Ärztinnen und Ärzte ihren Pa-
tienten auch Medikamente verschreiben oder ihnen
Information April 2017 27Sie können auch lesen