5 Gesundheitspolitik - RVK

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5 Gesundheitspolitik - RVK
April 2017

                                   Das Magazin für Mitglieder, Kunden und Partner

                                                                  LIEBE
                                                                  «Liebe» als Bildthema
 5 Gesundheitspolitik                                             in der April-Ausgabe.

   aus Parlament und Bundesrat

11 Versichertenbestand
   RVK-Mitglieder haben zugelegt

24 Aquilana Versicherungen
   Das Versicherungsunternehmen feiert sein
   125-jähriges Bestehen
5 Gesundheitspolitik - RVK
Inhalt
                    Gesundheitspolitik
                        5 BERICHT AUS BERN Parlament, Bundesrat, EDI, BAG

                    Informationen des RVK
                       11 VERBAND RVK-Mitglieder haben zugelegt
                       12 RVK UND RVK RÜCK AG Jahresversammlungen 2017
                       13 PFLEGESTUFEN-CONTROLLING Medienberichterstattung
                       14 TREFFPUNKT «KVG» Tagung zur aktuellen Aufsichtspraxis des BAG
                       15 IM INTERVIEW Aktuar Dr. Thomas Gisler gibt Auskunft
                       16 BILDUNGSANGEBOTE Aktuell und kompetent
                       17 BILDUNGSANGEBOTE Kurse für Broker und Vermittler
                       18 BILDUNGSWEBSEITE mit neuen Funktionen
                       19 KUNDENZEITSCHRIFT SICHER Vorschau Frühlingsausgabe
                      20 NEUES VON DER RVK-CREW Neueintritt, Weiterbildungserfolg und ein Dienstjubiläum
                       22 RVK-INTERN Pensionierung Judith May

                    Informationen unserer Mitglieder,
                    Kunden und Partner
                       24 AQUILANA VERSICHERUNGEN Sicherheit mit Zukunft – seit 125 Jahren
                       25 COMPARIS.CH EFFIZIENZPREIS sodalis mit tiefsten Verwaltungskosten
                       26 RVK-MITGLIEDER Kurz vorgestellt
                       27 MEDGATE setzt auf die ärztliche Telemedizin

                    Agenda 2017
                      28 TERMINE Veranstaltungen und Sessionen

    Impressum                Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich.

                             Herausgeber / Redaktion
                             RVK / Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer
                             Haldenstrasse 25 / 6006 Luzern / 041 417 05 00 / www.rvk.ch / info@rvk.ch

                             Bilder
                             Die Bilder der vorliegenden Ausgabe sind Impressionen zum Thema «Liebe». Titelbild: Pixabay

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5 Gesundheitspolitik - RVK
Liebe Mitglieder
                        Sehr geehrte Damen und Herren

                        Wieder ist die Zahl der Versicherten unserer Mitgliedskassen im vergange-
                        nen Jahr leicht gestiegen. Gemessen an der Entwicklung der Gesamtbevöl-
                        kerung können wir feststellen, dass der Bestand und damit auch der Markt-
                        anteil der kleinen und mittleren Krankenversicherer stabil geblieben sind.
                        Unverändert hoch ist der Beliebtheitsgrad dieser Kassen bei ihren Kundin-
                        nen und Kunden. Diese erfreulichen Tatsachen sind das Ergebnis der Arbeit
                                         von Vorständen, Geschäftsführungen und Mitarbeitenden.
                                         Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.

                                        Abgesehen von den guten Nachrichten, gibt es auch solche,
                                         die in unseren Kreisen hörbar Mühe bereiten. Ganz deut-
                                         lich ist dies im Kontext der Einführung der Krankenversi-
                                        cherungsaufsichtsverordnung (KVAV) wahrzunehmen. Die
                                        zusätzlichen Auflagen wie beispielsweise die Einführung
                                         und der Nachweis eines Risikomanagements oder des In-
                                         ternen Kontrollsystems (IKS) würde ich nicht als überflüs-
                                         sig bezeichnen. Die Art und Weise ist aber für die kleinen
                                         und mittleren Krankenversicherer unverhältnismässig und
                                         unangemessen. Der RVK ist bereit, gemeinsam mit Ihnen
«Die Versichertenbe-    angepasste Lösungen zu entwickeln und diesbezüglich auch das Gespräch
 stände in der Grund-   mit der Aufsichtsbehörde zu führen.
versicherung sind um
                        An der diesjährigen Delegiertenversammlung des RVK werden erneut Vor-
       fast 1 Prozent   standswahlen vorzunehmen sein. Abgesehen von der Neubesetzung des
          gestiegen.»   Präsidiums ist infolge Ausscheidens eines Vorstands- und Verwaltungs-
                        ratsmitgliedes ein Sitz neu zu besetzen. Ich freue mich auf Ihre Kandidatur,
                        die ich im Namen des Vorstandes beziehungsweise des Verwaltungsrates
                        gerne spätestens bis zum 24. April 2017 erwarte.

                        Freundliche Grüsse, Ihr
                        Dr. Charles Giroud, Präsident RVK

                                                                                               Information April 2017   3
5 Gesundheitspolitik - RVK
GESUNDHEITSPOLITIK
    DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

            Seite
                    KVG: Änderung der Prämienkategorien
           5        Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat die Änderung der Prämienkategorien für Kin-
                    der, Jugendliche und junge Erwachsene in der Schlussabstimmung am Sessionsende ange-
                    nommen. So werden die Kinderprämien um 80 Prozent statt um 50 Prozent gesenkt und
                    beim Risikoausgleich die Beiträge der Versicherer für die 19- bis 25-Jährigen um 50 Prozent
                    reduziert.

            Seite
                    Ständerat will Transparenz in der
           7        Spitalfinanzierung
                    Die ständerätliche Kommission sieht Handlungsbedarf bezüglich Transparenz in der Spital-
                    finanzierung. Sie beauftragt mit ihrer Motion den Bundesrat aufzuzeigen, welche Kantone
                    ihre Spitäler in welchem Ausmass direkt oder indirekt subventionieren.

            Seite
                    Prämienregionen: Keine Änderung per
          9         1. Januar 2018
                    Nach den deutlichen Reaktionen der Krankenversicherungsbranche, der Gemeinden und
                    verschiedenen Politikern hat der Bundesrat entschieden, vorerst auf die Einführung der
                    neuen Prämienregionen zu verzichten und das Vernehmlassungsergebnis zuerst dem Parla-
                    ment zu unterbreiten und dessen Stellungnahme abzuwarten. Somit ist eine Änderung der
                    Prämienregionen per 1. Januar 2018 vom Tisch.

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5 Gesundheitspolitik - RVK
Gesundheitspolitik

Aus dem Parlament
Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 19. Dezember 2016 von Moritz Helfenstein
zusammengefasst und kommentiert.

AUS DEM                                                            Prämienbefreiung für Kinder
NATIONALRAT                                                        Parlamentarische Initiative Humbel Ruth
                                                                   KVG. Änderung der Prämienkategorien für
                                                                   Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Rechtliche Gleichstellung der öffentlichen                         Parlamentarische Initiative Rossini Stéphane
und privaten Spitex                                                Nachdem der Ständerat in der laufenden Session zu den vom
Postulat der SGK NR                                                Nationalrat gefassten Beschlüssen seine Zustimmung gab
Das Postulat der SGK des Nationalrates geht auf die Motion         (siehe Seite 6, zweiter Abschnitt unter «Aus dem Ständerat»),
Joder «Gleichstellung der öffentlichen und privaten Spitex» zu-    hat der Rat in der Schlussabstimmung am Sessionsende die
rück. Diese Motion wurde von den vorberatenden Kommissi-           Vorlage mit 192:4 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen.
onen beider Räte abgelehnt. Die nationalrätliche Kommission
hat aber festgestellt, dass möglicherweise doch Handlungs-         Sondersession
bedarf besteht. Mit dem Postulat verlangte sie vom Bundesrat       Vom 2. bis 4. Mai 2017 führt der Nationalrat eine Sonderses-
einen Bericht, der aufzeigen soll, inwiefern private und öffent-   sion durch. Im Moment ist aber gemäss Programm nicht vor-
liche Spitexorganisationen bzw. ihre Kundinnen und Kunden          gesehen, dass dabei wichtige gesundheits- und/oder kran-
nicht gleichgestellt sind. Der Bundesrat hat Ablehnung des         kenversicherungspolitische Themen behandelt werden.
Postulates beantragt. Dies insbesondere mit der Begründung,
dass im Moment eine Evaluation der Neuordnung der Pflege-
leistungen laufe, bei der auch wesentliche Informationen zu
allfälligen Unterschieden zwischen gemeinnützigen und er-
werbswirtschaftlichen Spitex-Organisationen bereitgestellt
werden sollen. Die vorberatende Kommission hat aber fest-
gestellt, dass sich der Bundesrat dabei nicht zur ungleichen
Behandlung bezüglich Mehrwertsteuer äussere. Der Rat hat
mit 114:61 Stimmen bei sieben Enthaltungen Annahme des
Postulates beschlossen.

                                                                                                          Information April 2017   5
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Gesundheitspolitik

                                                                                                       LIEBE
                                                                                                       Sich zu verlieben, hat
                                                                                                       einen vergleichbaren
                                                                                                       neurologischen Effekt, wie
                                                                                                       der Konsum von Kokain. Es
                                                                                                       bewirkt, dass sich ein Gefühl
                                                                                                       der Euphorie einstellt.

    AUS DEM                                                          Prämienbefreiung für Kinder
                                                                     Parlamentarische Initiative NR Humbel Ruth

    STÄNDERAT                                                        KVG. Änderung der Prämienkategorien für
                                                                     Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
                                                                      Parlamentarische Initiative NR Rossini Stéphane
    Nachbesserung der Pflegefinanzierung                              In der Wintersession 2016 hat der Nationalrat zu den beiden
    Parlamentarische Initiative Egerszegi-Obrist Christine            Initiativen folgende Beschlüsse gefasst:
    Im Rahmen des Differenzbereinigungsverfahrens musste sich        −− Die Prämien für Kinder in Haushalten mit unteren und
    der Ständerat nochmals mit diesem Geschäft befassen. In der         mittleren Einkommen müssen von den Kantonen um min-
    Wintersession 2016 hat der Nationalrat dem Beschluss des            destens 80 Prozent (bisher 50 Prozent) verbilligt werden.
    Ständerates zugestimmt, dass bei ausserkantonalen Pflege-           Für Jugendliche soll die Prämienverbilligung weiterhin 50
    heimaufenthalten der Wohnkanton für die Restfinanzierung            Prozent betragen. Bei der Bestimmung, wo die Grenzen
    zuständig ist. Dies mit der Begründung, dass der ausserkan-         für untere und mittlere Einkommen liegen, sind die Kan-
    tonale Heimaufenthalt keinen neuen Wohnsitz begründe. Eine          tone frei.
    Differenz hat er aber geschaffen, in dem er beschlossen hat,     −− Beim Risikoausgleich werden die Beiträge der Versicherer
    dass bezüglich der Höhe der Restfinanzierung die Ansätze            für die 19- bis 25-Jährigen um 50 Prozent reduziert. Die
    des Standortkantons des Heimes gelten. Der Ständerat hat            damit freiwerdenden Mittel sind durch die Krankenversi-
    sich in der laufenden Frühjahrsession intensiv mit dieser Dif-      cherer zur Reduktion der Prämien der 19- bis 25-Jährigen
    ferenz auseinandergesetzt. Auf Antrag seiner vorberatenen           einzusetzen. Das Ausmass der Prämienreduktion wird
    Kommission hat der Rat mit 35:10 Stimmen ohne Enthaltun-            aber gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die Reduktion des
    gen beschlossen, dass bei ausserkantonalen Pflegeheimau-            Risikoausgleiches für Jugendliche führt zu erhöhten Risi-
    fenthalten nur dann die Ansätze des Standortkantons des             koausgleichszahlungen bei den Erwachsenen.
    Heimes gelten, wenn im Wohnkanton selber kein entspre-
    chender Pflegeheimplatz zur Verfügung steht. Mit dieser Dif-     Die vorberatende Kommission hat mit 9:0 Stimmen bei vier
    ferenz geht die Vorlage nochmals zurück an den Nationalrat.      Enthaltungen beantragt, den Beschlüssen des Nationalra-
                                                                     tes zu folgen. Heftig umstritten war im Rat der Beschluss

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5 Gesundheitspolitik - RVK
Gesundheitspolitik

des Nationalrates, dass die Kinderprämien um 80 Prozent       Obligatorische Krankenversicherung. Den
statt um 50 Prozent reduziert werden müssen. Der Rat folgte   Kostenanstieg dämpfen durch geeignete
schliesslich dem Antrag der vorberatenden Kommission mit      Massnahmen zur Kostenbegrenzung
22:21 Stimmen. In der Gesamtabstimmung hat der Rat die       Motion Ettlin Erich
Vorlage mit 27:9 Stimmen bei acht Enthaltungen geneh-        Mit der Motion wird der Bundesrat ersucht, das Krankenver-
migt. In der Schlussabstimmung am Sessionsende hat der       sicherungsgesetz und allenfalls weitere Gesetzesgrundlagen
Rat dem Geschäft mit 32:6 Stimmen bei sieben Enthaltun-      dahingehend zu ändern, dass zwingend Kostenbegrenzungs-
gen zugestimmt.                                              massnahmen in Kraft treten, sobald die Kosten pro Versi-
                                                             cherten der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) im
Transparenz bei der Spitalfinanzierung durch                 Jahresdurchschnitt stärker steigen als die Entwicklung der
die Kantone                                                  Nominallöhne multipliziert mit dem Faktor 1,1.
Motion der SGK-SR                                            Mittels Ordnungsantrag hat Eder Joachim beantragt, die Mo-
Die vorberatende Kommisson hat dem Rat beantragt, der vom    tion vorerst an die vorberatende Kommission zur Bearbeitung
Nationalrat in der Wintersession angenommenen, leicht ver- zu überweisen. Dies mit der Begründung, dass an der kom-
änderten Fassung zuzustimmen, die wie folgt lautet:          menden Sitzung der SGK-SR vom 25. April 2017 die zwei par-
«Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der laufenden      lamentarischen Initiativen
Wirkungsanalyse der KVG-Revision zur Spitalfinanzierung −− «Tarifpflege und Entwicklung»
aufzuzeigen, welche Kantone ihre Leistungserbringer in wel- −− «Steuerung der Kosten im KVG durch Vertragspartner»
chem Ausmasse bei Kosten direkt oder indirekt subventionie- beraten werden, die ebenfalls die Kosten betreffen.
ren, die OKP-berechtigt wären.»
                                                             Der Bundesrat hat Ablehnung der Motion beantragt. Der Rat
Der Bundesrat hat Ablehnung der Motion beantragt. Der Rat    hat dem Ordnungsantrag Eder oppositionslos zugestimmt.
hat der geänderten Motion mit 35:1 Stimmen ohne Enthal-
tungen zugestimmt.                                          Einführung einer Vergütungspflicht bei im
                                                              Ausland freiwillig bezogenen OKP-Leistungen
Mehr unternehmerische Freiheit im                             Motion Ettlin Erich
Gesundheitswesen                                              Mit einem Ordnungsantrag von Bruderer Wyss Pasquale
 Motion SGK-NR                                                wurde beantragt, dass sich zuerst die vorberatende Kommis-
 In der Wintersession 2016 hat der Nationalrat dieser Kom-    sion mit diesem Geschäft befassen soll. Dies mit der Begrün-
 missions-Motion mit 130:55 Stimmen zugestimmt. Mit dieser    dung, dass hier Themen aufgegriffen werden, die auch im Kon-
 wird vom Bundesrat verlangt:                                 text mit anderen Aspekten des Gesundheitswesens stehen.
−− Beibehaltung oder Ausbau der heutigen Franchise-Wahl-      Der Rat ist diesem Antrag diskussionslos gefolgt.
   möglichkeiten
−− Mehr unternehmerische Freiheiten für Anbieter der obli-    Krankenversicherung. An bewährten Prämien-
   gatorischen Krankenpflegeversicherung, damit unter-        regionen festhalten
   schiedliche Versicherungsmodelle entwickelt und getes-     Motion Germann Hannes
   tet werden können                                          Mit der Motion soll der Bundesrat beauftragt werden, die ein-
−−  Regelmässige Anpassung der Franchise an die Kostenent-   schlägigen Gesetzesgrundlagen (KVG, KVAG) dergestalt an-
   wicklung                                                   zupassen, dass die Einteilung der Prämienregionen analog
                                                              heutigem System grundsätzlich auf Ebene der Gemeinden
Die vorberatende Kommission des Ständerates hat – wie üb-     erfolgt und der Bundesrat die maximal anrechenbaren Kos-
rigens auch der Bundesrat – Ablehnung der Motion beantragt.   tenunterschiede festlegt.
Begründet wird die Ablehnung unter anderem damit, dass die
Begehren bereits in anderen Vorstössen gestellt seien, die
Formulierung Fragen offen lasse und dass heute bereits ge-
nügend Wahlfranchisemöglichkeiten bestünden, die zum Teil
von den Versicherten nur sehr wenig genutzt würden. Diskus-
sionslos hat der Rat die Motion abgelehnt.

                                                                                                     Information April 2017   7
5 Gesundheitspolitik - RVK
Gesundheitspolitik

    Gemäss Mitteilung des Kommissionssprechers Graber Kon-            Ablehnung des Postulates beantragt. Dies mit der Begrün-
    rad hat sich im Rahmen der vorberatenden Kommission be-           dung, dass laufend Massnahmen zur Kosteneffizienz in den
    reits vor Vorliegen der Motion Germanns zu dieser Thematik        Spitälern geprüft und auch umgesetzt werden, wie zum Bei-
    eine grössere Diskussion entwickelt, in welcher deutlicher        spiel Benchmarking, Korrektur Tarifstruktur SwissDRG. Zu-
    Widerstand gegen das Vorgehen des Bundesrates signalisiert        dem ist der Bundesrat der Auffassung, dass die Erkenntnisse
    wurde. Nachdem der Bundesrat eine Vernehmlassung zu den           der Evaluation der KVG-Revision im Bereich der Spitalfinan-
    vorgesehenen Änderungen durchführte, will sich die Kommis-        zierung, die voraussichtlich 2019 abgeschlossen sein wird, ab-
    sion nach Vorliegen der entsprechenden Auswertung noch-           zuwarten seien. Der Rat hat das Postulat mit 25:18 Stimmen
    mals mit dem Geschäft befassen. Der Bundesrat hat zugesi-         bei einer Enthaltung diskussionslos abgelehnt.
    chert, in dieser Sache keinen Entscheid zu fällen, bis sich die
    Kommission nochmals mit dem Thema auseinandergesetzt              Schnellerer Zugang für Patienten zu Arznei-
    hat. Dabei hat der Bundesrat auch in Aussicht gestellt, dass      mitteln mit neuen Indikationen
    dies zur Folge habe, dass seines Erachtens keine Änderung         Postulat Ettlin Erich
    auf den 1. Januar 2018 möglich sei. Die vorberatende Kom-         Das Postulat beauftragt den Bundesrat zu prüfen und Bericht
    mission hat daher dem Rat als Ordnungsantrag vorgeschla-          zu erstatten, wie die Zulassungsfristen neuer Indikationen
    gen, die Motion Germann der Kommission zur Bearbeitung            eines zugelassenen Arzneimittels durch das Schweizerische
    zuzuweisen. Nachdem sich auch der Motionär mit diesem An-         Heilmittelinstitut verkürzt werden können und Vorschläge zur
    trag einverstanden erklärte, hat auch der Rat diskussionslos      raschen Änderung der rechtlichen Grundlagen, wenn mög-
    zugestimmt.                                                       lich vor der Inkraftsetzung des Heilmittelgesetzes und der
                                                                      Heilmittelverordnung, vorzulegen. Der Postulant sieht seinen
                                                                      Vorstoss primär als Beschleuniger für die bereits laufenden
    Pflegesparkonto. Senkung der Krankenkassen-                       Projekte. Der Bundesrat hat Ablehnung des Postulates bean-
    prämien und Entlastung des Pflegepersonals                        tragt. Der Rat hat das Postulat mit 25:17 Stimmen ohne Ent-
    Motion Dittli Josef                                               haltungen diskussionslos abgelehnt.
    Mit der Motion wollte Dittli Josef den Bundesrat beauftragen,
    dem Parlament die gesetzlichen Grundlagen zu unterbreiten,        Arzneimittel. Schwächen des Schweizer
    damit die Finanzierung der Pflegeleistungen im Alter neu über     Zulassungs- und Vergütungssystems
    ein Pflegesparkonto erfolgen könnte. Der Motionär hat sich        beseitigen
    bei diesem Vorstoss auf eine Idee von Avenir Suisse gestützt.     Interpellation Eder Joachim
    Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Im jetzi-     Der Interpellant stellt dem Bundesrat verschiedene Fragen
    gen Zeitpunkt sei es nicht realistisch eine Gesetzesvorlage im    bezüglich Beschleunigung der Zulassung von Arzneimitteln
    Sinne der Motion auszuarbeiten. Der Motionär kam selber zur       und die Aufnahme in die Spezialitätenliste. Er macht dabei
    Einsicht, dass sein isolierter Vorstoss im heutigen Zeitpunkt     unter anderem auf Studien aufmerksam, nach welchen in
    keinen Sinn macht und hat daher die Motion zurückgezogen.         Ländern wie den USA oder Deutschland die Zulassungen viel
    Damit ist das Geschäft vom Tisch.                                 schneller erfolgen. Unter den Verzögerungen würde nicht nur
                                                                      die Pharmaindustrie, sondern auch die Patientinnen und Pa-
    Preisvergleich der Spital-Base-Rates mit dem                      tienten leiden. Der Bundesrat widerspricht in seiner Antwort
    Ausland                                                           verschiedenen Darstellungen des Interpellanten, so auch mit
    Postulat Ettlin Erich                                             Vergleichszahlen bezüglich Zulassungen in der Schweiz und
    Mit dem Postulat wird der Bundesrat gebeten, mit Blick auf        anderen Ländern. Zudem würden die Verfahren periodisch
    eine mögliche Dämpfung der stationären Gesundheitskos-            mit den betroffenen Pharmafirmen besprochen.
    ten zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung
    (OKP) einen Vergleich der Base-Rates anderer OECD-Län-
    der mit zu unseren Systemen vergleichbaren DRG-Systemen
    durchzuführen, Gründe für allfällige Tarifdifferenzen zu eru-
    ieren und darüber Bericht zu erstatten. Der Bundesrat hat

8   Information April 2017
5 Gesundheitspolitik - RVK
Gesundheitspolitik

BUNDESRAT/EDI/                                                 UMFELD
BAG                                                            Kantonale Krankenkassen und
                                                               Kassenlobbying!
Prämienregionen                                                 Insbesondere der Waadtländer Gesundheitsdirektor Pier-
 Dank den deutlichen Reaktionen der Krankenversicherungs-       re-Yves Maillard (SP) kann es nicht lassen, gegen die Kran-
 branche, der Gemeinden und verschiedenen Politikern, die       kenversicherer zu schiessen. Jetzt hat er im Genfer Gesund-
 mit Vorstössen im Parlament aktiv wurden, sieht sich nun       heitsdirektor Mauro Poggia einen Verbündeten aus dem
 der Bundesrat zumindest zu einem Marschhalt gezwungen.         rechten Parteienspektrum gefunden. Sie sehen bekanntlich
 Er hat zugesichert, dass er das Ergebnis der von ihm veran-    vor, zwei Initiativen zu lancieren, die sich in schwerer Weise
 lassten Vernehmlassung vorerst dem Parlament unterbreiten      gegen die Interessen der heutigen Krankenversicherer rich-
 und dann dessen Stellungnahme abwarten werde. Damit ist        ten. Angedacht sind bei diesen Initiativen folgende Ele-
– so sieht es auch der Bundesrat – eine Änderung der Prämi-     mente:
 enregionen per 1. Januar 2018 vom Tisch.                      −− Kassenlobby; Den Parlamentarierinnen und Parlamentari-
                                                                  ern soll es insbesondere verboten werden, Einsitz in Ver-
                                                                  waltungsräten, Direktionen und Aufsichtsgremien von
                                                                  Krankenversicherern zu nehmen.
                                                               −− Schaffung kantonaler Krankenversicherungs-Ausgleichs-
                                                                  kassen, sogenannten Kompensationskassen. Diese wür-
                                                                  den neben den bisherigen privaten Krankenversicherern
                                                                  bestehen. Die Prämien würden aber durch die Kantone für
                                                                  alle Versicherten festgelegt und durch die kantonalen
                                                                  «Kompensationskassen» einkassiert.

                                                               Die Initiativen sollen Ende Sommer/Herbst 2017 lanciert
                                                               werden. Im Moment suchen die beiden Regierungsräte Ver-
                                                               bündete, die sie unter anderem auch beim Verband der As-
                                                               sistenz- und Oberärzte, dem Hausärzteverband und bei
                                                               Konsumenten- und Familienorganisationen zu finden hoffen.

                                                               Die Krankenversicherungsbranche muss sich also erneut
                                                               auf einen harten Abstimmungskampf gefasst machen.

                                                                                                  LIEBE
                                                                                                  Im Jahr 2015 gab es 41 437
                                                                                                  Hochzeiten in der Schweiz.
                                                                                                  Für eine Hochzeit wird in der
                                                                                                  Schweiz durchschnittlich
                                                                                                  circa 20 000 Franken
                                                                                                  ausgegeben. Schweizer und
                                                                                                  Schweizerinnen heiraten
                                                                                                  relativ spät: Männer mit 31,8
                                                                                                  Jahren und Frauen mit 29,6.

                                                                                                        Information April 2017    9
5 Gesundheitspolitik - RVK
INFORMATIONEN DES RVK
     DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

             Seite
                     RVK-Mitglieder: Versichertenbestand um
          11         fast 1 Prozent gestiegen
                     Die RVK-Mitglieder haben ihre Kundenbasis verteidigt und sogar leicht ausgebaut. So
                     schätzen rund 680 000 Kundinnen und Kunden der 25 RVK-Mitglieder die zahlreichen Vor-
                     teile der kleinen und mittleren Krankenversicherer.

             Seite
                     Pflegestufen-Controlling in den Medien
        13           Nach erfolgreicher Pilotphase wird das neue Produkt «Pflegestufen-Controlling»
                     schrittweise in den Markt eingeführt. Das vom RVK entwickelte System kontrolliert bei den
                     Heimen vor Ort die Pflegeeinstufungen und trägt dazu bei, die Qualitätssicherung zu
                     fördern und die Kosten zu dämpfen. Dazu erschienen mehrere Artikel in den Medien.

             Seite
                     Interview mit treffPUNKT «KVG»-Referent
        15           Thomas Gisler
                     Aktuar Dr. Thomas Gisler beleuchtete am treffPUNKT «KVG» die aktuarielle Sicht zum
                     neuen Krankenversicherungsaufsichtsgesetz. Er beantwortet dem RVK vier Fragen zu
                     seiner Arbeit und zu einer verlässlichen Leistungs- und Risikoausgleichsschätzung.

             Seite
                     Spannende Bildungsangebote
        16           Der RVK überprüft seine Bildungsangebote regelmässig und passt seine Kurse den veränder-
                     ten Gegebenheiten des Gesundheitsmarktes an. Neue Fachthemen ergänzen deshalb auch
                     2017 die bestehenden Angebote. So findet zum Beispiel im neuen Jahr der Kurs «Berufliche
                     Vorsorge», Crashkurs für die Kundenberatung statt.

10   Information April 2017
Informationen des RVK

Verband
RVK-MITGLIEDER HABEN ZUGELEGT

Die aktuellen Versichertenbestände bei den RVK-Mitgliedern per 1. Januar 2017 zeigen: Die
kleinen und mittleren Krankenversicherer konnten ihre Kundenbasis auch dieses Jahr wieder
ausbauen.

Die Versichertenbestände in der Grundversicherung sind um      Diese erfreuliche Entwicklung zeigt einmal mehr, dass sich
fast 1 Prozent gestiegen. So schätzen rund 680 000 Kundin-     die kleinen und mittleren Krankenversicherer erfolgreich im
nen und Kunden der 25 RVK-Mitgliedern die zahlreichen Vor-     Markt behaupten und eine attraktive Alternative zu den gro-
teile der kleinen und mittleren Krankenversicherer (Vorjahr:   ssen Versicherern darstellen.
674 000).
                                                               Daniel Herzog, Direktor
                                                               041 417 05 00, d.herzog@rvk.ch

                                                                                                LIEBE
                                                                                                Der Internationale Tag der
                                                                                                Freundschaft wird jeweils am
                                                                                                30. Juli des Jahres gefeiert.
                                                                                                Eingeführt wurde der Tag
                                                                                                der Freundschaft 1958 in
                                                                                                Paraguay.

                                                                                                        Information April 2017   11
Informationen des RVK

     RVK und RVK Rück AG
     JAHRESVERSAMMLUNGEN 2017

     Die Jahresversammlungen finden am 23. Juni 2017 im Hotel Astoria in Luzern statt. Anträge der
     Delegierten können noch bis 24. April 2017 (Posteingang beim RVK) eingereicht werden.

     Neben der Genehmigung der Jahresrechnung stehen an der        Aufgrund des Rücktritts von Martin Horisberger aus dem Vor-
     85. Delegiertenversammlung des RVK und der sechsten Ge-       stand des RVK und Verwaltungsrat der RVK Rück AG können
     neralversammlung der RVK Rück AG auch Wahlen im Vorstand      sich Interessierte noch bis 24. April 2017 für das vakant wer-
     an.                                                           dende Amt eines Vorstandsmitgliedes bewerben.

     27 Jahre hält Dr. Charles Giroud bereits das Amt als Präsi-   Für weitere Informationen stehen der Präsident und der Di-
     denten des RVK inne. Auf den Zeitpunkt der Delegiertenver-    rektor jederzeit gerne zur Verfügung.
     sammlung wird er als Präsident zurücktreten. Nach einem
     mehrphasigen strukturierten Prozedere mit mehreren Kan-       Dr. Charles Giroud, Präsident RVK
                                                                   031 313 88 88, charles.giroud@bvmberatung.net
     didaten wurde Herr Peter Hegglin, Ständerat Kanton Zug,
     vom Vorstand einstimmig als Kandidat für das Präsidenten-     Daniel Herzog, Direktor
     amt nominiert.                                                041 417 05 00, d.herzog@rvk.ch

                                                                                                       LIEBE
                                                                                                       Seit 15 000 Jahren sind
                                                                                                       Hunde die treuesten Freunde
                                                                                                       des Menschen. In der
                                                                                                       Schweiz leben 7,6 Millionen
                                                                                                       Haustiere. Davon sind 12
                                                                                                       Prozent Haushalte mit einem
                                                                                                       Hund.

12   Information April 2017
Informationen des RVK

Pflegestufen-Controlling
MEDIENBERICHTERSTATTUNG

Nach erfolgreicher Pilotphase wird das neue
Produkt «Pflegestufen-Controlling» schritt-
weise in den Markt eingeführt. Das vom RVK
entwickelte System kontrolliert bei den
Heimen vor Ort die Pflegeeinstufungen und
trägt dazu bei, die Qualitätssicherung zu
fördern und die Kosten zu dämpfen.

In Zusammenarbeit mit dem Seeblick, Haus für Pflege und Be-
treuung in Sursee, wurde die Pilotprüfung zum System BESA
umgesetzt. Der nebenstehende Artikel ist in der Lokalpresse
(Surseer Woche) erschienen.

Das Thema wurde auch in der Luzerner Zeitung unter dem Ti-
tel «Jeder fünfte Betagte ist in der falschen Pflegeklasse» am
6. Februar 2017 aufgegriffen. Unter rvk.ch/versicherungsme-
dizin/pflegestufen-controlling kann der Artikel nachgelesen
werden.

Mit dem Pflegestufen-Controlling spricht der RVK Pflege-
heime, die öffentliche Hand und Krankenversicherer an. Für
weitere Informationen steht Ihnen Thomas Lustenberger
gerne zur Verfügung.

Thomas Lustenberger, Key Account Manager
041 417 05 61, th.lustenberger@rvk.ch

                                                                 Quelle: Surseer Woche

                                                                                         Information April 2017   13
Informationen des RVK

     treffPUNKT «KVG»
     TAGUNG ZUR AKTUELLEN AUFSICHTS-
     PRAXIS DES BAG

     Am 25. Januar 2017 begrüsste der RVK rund 60 interessierte Personen aus der Kranken-
     versicherungsbranche zum vierten treffPUNKT «KVG». Ziel der Veranstaltung war es aufzuzeigen,
     wie die Krankenversicherer ihre Positionen gegenüber dem Bundesamt für Gesundheit (BAG)
     vertreten können und welche Handlungsmöglichkeiten für Krankenversicherer im versicherungs-
     technischen Bereich und beim Prämiengenehmigungsverfahren bestehen.

     Seit der Einführung des Krankenversicherungsaufsichtsge-        Rechtsanwalt bei VIALEX Rechtanwälte AG, in seinem Refe-
     setzes (KVAG) nimmt das BAG eine stärkere Rolle im Auf-         rat mit der Frage, ob die Reservequote als Steuerungsgrösse
     sichts- und Genehmigungsprozess ein. Nach der ersten            geeignet ist und ob Einschüsse rechtlich betrachtet zuläs-
     Prämiengenehmigung unter dem neuen Aufsichtsgesetz              sig sind.
     haben die eingeladenen Referenten eine erste Beurteilung
     vorgenommen.                                                    Im Anschluss diskutierten die Referenten zusammen mit
                                                                     Christian Scharpf, Geschäftsführer der AGRISANO Kranken-
     In seinem Referat betrachtete Rolf Bächler von Ernst & Young    versicherung, über Erfahrungen und Best Practice. Auch dank
     das Aufsichtsgesetz aus Sicht der Revision. Mit seinen Thesen   der daraus entstandenen Diskussionen unter den Teilneh-
     und fundierten Erläuterungen zum Aufsichtskonzept, zum re-      menden stellte die Veranstaltung eine wertvolle Plattform dar.
     gulatorischen Druck und zu den Schlüsselrisiken beleuchtete
     er die massgeblichen Herausforderungen für die Kranken-         Die Tagung treffPUNKT «KVG» informiert über aktuelle Ent-
     versicherer. Mit dem Verfahrensgang vor dem BAG und den         wicklungen rund um die Krankenversicherung und vermittelt
     entsprechenden Rechtsmitteln im Prämiengenehmigungs-            Anregungen zur praktischen Umsetzung. Über die Durch-
     prozess befasste sich Rechtsanwalt Professor Dr. Tomas Po-      führung des nächsten treffPUNKT «KVG» informiert der RVK
     ledna. Sein Augenmerk galt aber auch den verschiedenen          frühzeitig.
     Zielkonflikten, welche sich aus dem KVAG ergeben.
                                                                     Marco Fäh, Leiter Bildung & Events
                                                                     041 417 05 62, m.faeh@rvk.ch
     Auch Dr. Thomas Gisler, Aktuar bei der Valucor Group AG, be-
     stätigte in seinen Ausführungen, dass die Aufsicht heute viel
     aktiver agiert und vermehrt Hintergrundinformationen ver-
     langt. Gerade in Bezug auf die aktuariellen Aspekte kommt
     einer verlässlichen Leistungs- und Risikoausgleichsschätzung
     eine zentrale Bedeutung für die finanzielle Steuerung einer
     Krankenversicherung zu. Weiter befasste sich Rolf Gygax,

14   Information April 2017
Informationen des RVK

Im Interview
AKTUAR DR. THOMAS GISLER GIBT AUSKUNFT

Am treffPUNKT  ging der Aktuar Dr. Thomas Gisler in seinem Referat auf die Änderungen
seit der Einführung des KVAG ein. Er ist Inhaber der aktuariellen Bertatungsfirma Valucor Group
AG und für diverse Schweizer Krankenversicherer als verantwortlicher Aktuar tätig.

Die Bedeutung der Solvenz bei den Krankenversicherun-            Gleichgewicht wiederherstellen?
gen hat deutlich zugenommen. Welche Folgen hat dies
für die betroffenen Gesellschaften aus aktuarieller              Gisler: Wichtig sind die exakten und aktuariell begründeten
Sicht?                                                           Schätzungen der Leistungen und des Risikoausgleichs. Diese
                                                                 Schätzungen stellen dann die Grundlage für ein verlässliches
Thomas Gisler: Die Krankenversicherer sollten die Solvenz        Budget, Solvenztest und Prämienkalkulation dar. Hier können
laufend überwachen und die Auswirkungen wichtiger Ent-           Aktuare einen grossen Mehrwert schaffen.
scheidungen auf die Solvenzsituation vorausschauend mit-
berücksichtigen. Gehen sie so vor, können böse Überraschun-      Ist die Grundlage von verlässlichen Zahlen gegeben, gilt es,
gen vermieden werden. Dazu kommt: Fällt die Solvenzquote         Gegensteuer zum jeweiligen Ausreisser bei der Bestandesent-
unter 100 Prozent, schränkt dies den Handlungsspielraum          wicklung zu geben. Daher sollte ein Krankenversicherer nach
ein – nicht zuletzt, weil dann das BAG verstärkt interveniert.   einem starken Wachstum im Folgejahr die Prämien besonders
Bei Quoten unter 100 Prozent ist eine gründlich erarbeitete      konservativ kalkulieren.
Sanierungsstrategie überlebenswichtig.
                                                                 Welchen Beitrag leisten Sie dabei als Aktuar?
Wächst die Anzahl Versicherter, sinkt die Solvenzquote
eines Krankenversicherers. Kommen Zwangszuweisun-                Gisler: Als Aktuar sehe ich die geplante Prämieneingabe durch
gen dazu, so akzentuieren sich die Probleme. Lässt sich          und stelle kritische Fragen. Durch die Erfahrung im Umgang
das vermeiden?                                                   mit dem BAG (und auch mit der FINMA) können so allfällige
                                                                 methodische Angriffspunkte entschärft werden. Die kriti-
Gisler: Dies ist eine Herausforderung, da die Bestandesver-      schen Fragen helfen der Geschäftsleitung ausserdem dabei,
änderungen auch von den Handlungen der Mitbewerber ab-           sich intensiv mit ihrer Prämienstrategie auseinanderzusetzen.
hängen. Eine Leistungsschätzung anhand der effektiven Leis-
tungserfahrung und Konkurrenzvergleiche im aktuellen Jahr        Liegt die Solvenzquote unter 100 Prozent, sollten alle Einga-
erlauben eine vorsichtige Prämienkalkulation, die mithilft,      ben ans BAG speziell gut begründet sein und im Rahmen ei-
grosse Bestandesschwankungen zu vermeiden.                       ner Sanierungsstrategie erfolgen, da ansonsten das BAG den
                                                                 Zahlen der Krankenversicherung wenig Glauben schenkt und
Zwangszuweisungen geschehen in Regionen, in welchen man          vermehrt eigene Werte vorschlägt resp. verwendet.
zu den preiswertesten Anbietern gehört. Auch dies lässt sich
durch eine vorsichtige Prämienkalkulation vermeiden.             Für Fragen steht Ihnen Dr. Thomas Gisler unter 044 500 28 20
                                                                 oder unter thomas.gisler@valucor.ch gerne zur Verfügung.
Welche Empfehlungen geben Sie Krankenversicherern,
die von grossen Bestandesschwankungen betroffen                  Der RVK bedankt sich bei Dr. Thomas Gisler herzlich für das
sind, und mit welchen Massnahmen können diese das                Gespräch.

                                                                                                        Information April 2017   15
Informationen des RVK

     Bildungsangebote
     AKTUELL UND KOMPETENT

     Die praxisnahe, fachspezifische Aus- und Weiterbildung steht im Fokus des RVK-Bildungsangebots.
     Als Kompetenzzentrum mit langjähriger Erfahrung im Gesundheitsmarkt bietet der RVK seinen
     Kundinnen und Kunden eine vielfältige Palette an aktuellen Bildungsthemen.

     In der heutigen Zeit ist versicherungsmedizinisches Fach-       Das Prüfungstraining für angehende Sozialversiche-
     wissen für Mitarbeitende von Krankenversicherungen uner-        rungsfachleute ist nach vier erfolgreichen Durchführungen
     lässlich. Beim viertägigen Fachkurs «Medizinische Kennt-        ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf die eidgenös-
     nisse» erwerben die Teilnehmenden wertvolle Kenntnisse          sische Berufsprüfung. Das Training dient als Vorbereitung auf
     zur medizinischen Sprache sowie zum Aufbau und zur Funk-        den mündlichen Prüfungsteil «Soziale Sicherheit» und trägt
     tion des menschlichen Körpers. Der systematische Einstieg       dazu bei, die Erfolgschancen weiter zu erhöhen. Die Anzahl
     in die medizinischen Grundlagen erleichtert medizinisch nicht   Plätze für die Prüfungssimulation ist begrenzt, eine früh-
     geschulten Personen den Dialog mit Vertrauens- und Versi-       zeitige Anmeldung für den Kurs im September ist deshalb
     cherungsärztinnen und -ärzten. Der diesjährige Kurs startet     empfehlenswert.
     am 10. Mai 2017.
                                                                     Beim Fachkurs «Sprechstunde Vertrauensarzt» Ende No-
     Die Leistungsberarbeitung stellt die Mitarbeitenden der Kran-   vember stehen die Fallbesprechung und der Austausch zwi-
     kenversicherungen immer wieder vor neue Herausforderun-         schen Vertrauensärztin/-arzt und Fachpersonen im Fokus.
     gen. Sie werden mit neuen Behandlungsmethoden, unbekann-        Anhand von konkreten Beispielen werden ausgewählte Krank-
     ten Medikamenten und Hilfsmitteln sowie weiteren komplexen      heitsbilder und medizinische Unterlagen besprochen. Der
     Fragen konfrontiert. Der Fachkurs «Vertiefung Leistungen        neue Fachkurs bietet eine ideale Plattform, um gegenwär-
     ambulant» setzt sich mit den wesentlichen Merkmalen der         tige Fälle und Fragestellungen rund um den vertrauensärztli-
     ambulanten Leistungsabwicklung auseinander und vermittelt       chen Dienst zu diskutieren.
     anhand von zahlreichen Fallbeispielen nützliches Know-how
     zur Bewältigung des Tagesgeschäftes. Der Kurs findet am 19.     Das RVK-Bildungsprogramm ist auf der letzten Seite der
     September 2017 statt.                                           INFORMATION gesamthaft aufgeführt. Weitere Details sind
                                                                     auf der Website unter www.rvk.ch/bildung zu finden.

                                                                     Philipp Dünki, Produktverantwortlicher Bildung & Events
                                                                     041 417 05 63, p.duenki@rvk.ch

16   Information April 2017
Informationen des RVK

Bildungsangebote
KURSE FÜR BROKER UND VERMITTLER

Eine optimale Beratung ist ein wesentliches
Leistungsversprechen der Versicherungs-                                RVK-Bildungsangebote
beraterinnen und -berater. So ist ein fundiertes                 FACHWISSEN AUS ERSTER HAND
Wissen die Basis für eine kompetente Kunden-                     In der heutigen Zeit ist versicherungsmedizinisches Fach-

beratung.                                                        wissen für Mitarbeitende von Krankenversicherungen un-
                                                                 erlässlich. Durch seine Tätigkeit in der Versicherungsmedi-
                                                                 zin schafft der RVK einen unvergleichbaren Praxisbezug in
                                                                 seinen Bildungsangeboten. Die Teilnehmenden profitieren
Am 5. April 2017 findet erneut der Crashkurs zum Thema «Kol-
                                                                 bei diesen Weiterbildungen von einem Wissenstransfer aus
lektiv-Krankentaggeld für die Kundenberatung» statt. Lic. iur.   erster Hand, konkret und kompakt an Praxisfällen erklärt.
Rudolf Luginbühl, Rechtsanwalt und ausgewiesener Fachex-
perte, referiert und würzt den Kurs mit konkreten Beispielen     Unsere versicherungsmedizinischen
aus der Praxis.                                                  Weiterbildungen für Sie

                                                                  Medizinische Kenntnisse
Am 6. September 2017 findet ein weiterer Kurs zum Thema «Be-      Krankheitsbilder und Behandlungsformen
rufliche Vorsorge» in Luzern statt. Mit Monika Fischer-Lang,      10./11. und 23./24. Mai 2017
Sozialversicherungsfachfrau mit Fachausweis und ausgewie-         Zahnmedizin
sene Branchenkennerin, konnte eine sehr kompetente Fach-          Pflichtleistungen nach KVG und UVG
person als Referentin gewonnen werden.                            8. Juni 2017

                                                                  Psychische Krankheitsbilder
Bei den Kursen erhalten die Teilnehmenden wichtige Infor-         Klassifikation und Behandlungsformen
                                                                  6. September 2017
mationen aus erster Hand, welche sie im Alltag unterstüt-
zen sollen.                                                       Sprechstunde Vertrauensarzt
                                                                  Fallbesprechung und Erfahrungsaustausch
                                                                  29. November 2017
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.rvk.ch/bildung.

Sacha Duner, Projektleiter Bildung
                                                                 «Die umfangreichen, kurzweiligen und praxisna-
041 417 05 43, s.duner@rvk.ch
                                                                 hen Schulungen finden bei unseren Mitarbeiten-
                                                                 den regen Anklang. Das Erlernte fliesst spürbar
                                                                 in die tägliche Arbeit mit ein.»

                                                                                       Andreas Grüninger
                                                                                       Leiter Leistungsmanagement
                                                                                       Unternehmenskunde,
                                                                                       Sympany

                                                                      RVK – Dienstleistungen und
                                                                 Versicherungen im Gesundheitsmarkt

                                                                 Erfahren Sie mehr unter
                                                                 WWW.RVK.CH/BILDUNG

                                                                                                  Information April 2017       17
Informationen des RVK

     Bildungswebseite
     MIT NEUEN FUNKTIONEN

     Der RVK hat seine Bildungswebseite www.rvk.ch/bildung inhaltlich, strukturell und technisch
     erneuert. Der überarbeitete Auftritt ist übersichtlich gestaltet und ermöglicht neu die
     Kurssuche mit Filterfunktion. Gleichzeitig wurde die bisherige Navigation mit zusätzlichen
     Seiten ergänzt. Besuchen Sie die RVK-Webseite und informieren Sie sich über das aktuelle
     Bildungsangebot.

                              Mary Walker
                              Geschäftsführer-Stv.
                                                                          Vertiefungskurs
                              Kranken- und Unfallkasse                     «LEISTUNGEN AMBULANT»
                              Einsiedeln

         «Der Kurs «Vertiefung Leistungen ambulant» war
         sehr praxisnah gestaltet. Der Austausch mit den
         kompetenten Referenten und den übrigen Kur-       Dienstag, 19. September 2017
         steilnehmern hilft mir, die Probleme in der
                                                           WWW.RVK.CH/BILDUNG
         täglichen Arbeit zu lösen.»

18   Information April 2017
Informationen des RVK

Kundenzeitschrift SICHER
VORSCHAU FRÜHLINGSAUSGABE

Die Frühlingsausgabe der Kundenzeitschrift                         FRÜHLING 2017

SICHER ist «frisch ab Presse» und wartet
darauf, von rund 26 000 Kundinnen und
Kunden der fünf RVK-Mitgliedern gelesen zu
werden.

Die Frühlingsausgabe ist eine «Herzensangelegenheit». Denn
                                                                   SICHER                                       mit meiner Krankenkasse

sie widmet sich nebst dem Thema «Kardiofit – eine wirkungs-
volle kardiale Rehabilitation» auch dem Herz-Kreislauf-Trai-
ning für Jung und Alt. In den westlichen Industrieländern sind
Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Todesursache Nummer
eins. Nebst der Vermeidung von Nikotin und Stress wirkt vor        4 «Kardiofit» – eine wirkungsvolle
                                                                     kardiale Rehabilitation
allem genügend Bewegung präventiv. Und viel Bewegung be-
                                                                   5 Kinder und Jugendliche im Leistungssport
wirkt doppelt so viel mit der richtigen Ernährung. Die Leserin-    6 Herz-Kreislauf-Training für Jung und Alt
nen und Leser der Kundenzeitschrift SICHER erfahren in der         8 Arztwechsel im Hausarztsystem

neusten Ausgabe mehr darüber, was das Herz gesund hält.

Prof. Dr. phil. Lukas Zahner weist in seinem Artikel auf den zu-
weilen problematischen Umgang von Eltern mit ihren Kindern
und Jugendlichen im Leistungssport hin. Denn oft liegen For-
derung, Förderung und Überforderung sehr nahe beisammen.

Doris Durrer, Fachspezialistin Kommunikation
041 417 05 73, d.durrer@rvk.ch

Weitere Themen im SICHER
Gesundheit
Herz-Kreislauf-Training für Jung und Alt

Branche
Kurz vorgestellt: «Herzgruppen – ein Projekt der Schweizerischen Herzstiftung»

Versicherungsratgeber
Versicherungsratgeber: Arztwechsel im Hausarztsystem

Die Printausgabe kann beim RVK bestellt oder unter www.rvk.ch heruntergeladen werden.

                                                                                                                         Information April 2017   19
Informationen des RVK

     Neues von der RVK-Crew
     NEUEINTRITT, WEITERBILDUNGSERFOLG
     UND EIN DIENSTJUBILÄUM

     Neueintritt beim RVK                                             Weiterbildungserfolg

     Seit dem 1. November 2016 arbeitet Iris Kohler als Case-Ma-      Unsere Kodierärztin med. pract. Katrin Hügi hat Ende De-
     nagerin beim RVK. Iris Kohler ist diplomierte Pflegefachfrau     zember 2016 die Weiterbildung zur Vertrauensärztin SGV er-
     mit Berufserfahrung in der Chirurgie der Klinik Beau-Site und    folgreich abgeschlossen.
     im Inselspital. Zudem verfügt sie über den MAS Gesundheits-
     förderung und Prävention. Die letzten drei Jahre war Iris Koh-   Ganz herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.
     ler als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der FMH, Abteilung
     Gesundheitsförderung und Prävention, tätig.

20   Information April 2017
Informationen des RVK

Dienstjubiläum

                                                                 Ein besonderer Schwerpunkt war zudem die Einführung der
                                                                 neuen Spitalfinanzierung und SwissDRG. Die Gesetzesrevi-
                                                                 sion beeinflusste auch die Zusatzversicherungen nach VVG.
                                                                 Dank den konzeptionellen Vorarbeiten von Dieter von Ehren-
                                                                 berg konnte der Wechsel effektiv und effizient bewältigt wer-
                                                                 den. Per 2012 schloss der RVK rund doppelt so viele Tarifver-
                                                                 träge ab, wie in einem gewöhnlichen Jahr.

                                                                 Dieter von Ehrenberg hat in den vergangenen Jahren den
                                                                 Leistungseinkauf des RVK wesentlich geprägt. Mit viel En-
                                                                 gagement und grosser Beharrlichkeit hat er ihn weiterent-
Dieter von Ehrenberg trat am 1. Januar 2007 beim RVK als         wickelt – und dies stets im Interesse der angeschlossenen
Einkäufer Spitalleistungen ein und feierte Anfang dieses Jah-    Krankenversicherer.
res sein 10-Jahr-Dienstjubiläum. Der RVK hatte damals so-
eben den Leistungseinkauf von der UNIMEDES übernommen            Wir danken Dieter von Ehrenberg für seine wertvolle Arbeit
und führte ihn als eigenständige Dienstleistung weiter. 2010     und hoffen, noch lange auf seine Dienste zählen zu dürfen.
übernahm Dieter von Ehrenberg die Leitung des Leistungsein-
kaufs. Von 2011 bis 2015 führte er als Leiter Leistungserbrin-   Peter Aregger, Bereichsleiter Versicherungen
                                                                 041 417 05 59, p.aregger@rvk.ch
ger-Management zudem das Hausarztsystem. Ein Meilenstein
war der Aufbau der Zusammenarbeit mit tarifsuisse, deren
OKP-Leistungseinkauf der RVK seit 2011 vermittelt. Mit sei-
nem Engagement gelang es ihm, neben Verbandsmitgliedern
auch weitere Krankenversicherer zu gewinnen. Damit stärkte
er den Pool und reduzierte die finanzielle Belastung zum Vor-
teil der angeschlossenen Krankenversicherer.

                                                                                                            Information April 2017   21
Informationen des RVK

     RVK-intern
     PENSIONIERUNG JUDITH MAY

     Am 1. März 2017 begann für Judith May ein neuer Lebensabschnitt. Sie wurde Ende Februar
     nach 30 Dienstjahren pensioniert. Wir danken ihr herzlich für die geleistete Arbeit und ihre
     Freundschaft. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihr viel Glück, gute Gesundheit
     und Freude.

                                                                    Nach dem erfolgreichen Abschluss der eidgenössischen
                                                                    Fachausweise als Krankenversicherungs-, Personal- und So-
                                                                    zialversicherungsfachfrau übernahm Judith May auch die Per-
                                                                    sonaladministration. Dieser Bereich lag Judith May besonders
                                                                    am Herzen und sie führte ihn kompetent und engagiert. Der
                                                                    technische Fortschritt brachte es mit sich, dass die Buchhal-
                                                                    tung verschiedene Male auf neue Systeme überführt werden
                                                                    musste. Die letzte – und wohl grösste – Umstellung erfolgte
                                                                    2015/2016 mit der Einführung von Dynamics NAV. In diese
                                                                    Entwicklung ist viel Wissen von Judith May geflossen.

     Am 1. Dezember 1987 begann Judith May bei den RVK-Ver-         Wir danken Judith May für die beinahe 30-jährige Zusammen-
     sicherungen als Mitarbeiterin im Bereich Dienstleistung Fi-    arbeit in der Geschäftsstelle des RVK und bei den Mitgliedern.
     nanzbuchhaltung und EDV-Lösung RESO. Dazumal hatte der         Mit ihr verlässt uns eine allseits geschätzte Arbeitskollegin.
     Verband noch 124 Mitglieder, die Gross-Risiko-Versicherung     Judith May hat verschiedene Pläne, die sie nun verwirklichen
     war ein Jahr alt und das Rückversicherungsangebot bein-        will. Dazu wünschen wir ihr alles Gute und viel Lebensfreude.
     haltete noch die Tuberkulose-Versicherung sowie die Läh-
     mungs- und Invaliditätsversicherung. Geprägt wurden die        Stephan Bernet, Bereichsleiter Ressourcen
                                                                    041 417 05 71, st.bernet@rvk.ch
     ersten Jahre aber durch den Einstieg des Verbandes in das
     Direktversicherungsgeschäft.

     Von Beginn weg übernahm Judith May auch Arbeiten im Be-
     reich der Finanzbuchhaltungs-Dienstleistungen. Dieser Be-
     reich wurde, nach Aufgabe der Direktversicherungen und
     nachdem der Name in RVK Rück geändert worden war, 1992
     in die neugegründete EFFI überführt. Die EFFI wurde bereits
     1995 wieder liquidiert und die Aufgaben erneut vom Verband
     übernommen. Die Mitglieder schätzten den persönlichen
     Kontakt und die Bereitschaft, sie bei den Buchhaltungsarbei-
     ten zu entlasten.

22   Information April 2017
INFORMATIONEN UNSERER MITGLIEDER,
KUNDEN UND PARTNER
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  Seite
          Aquilana Versicherungen feiert 125 Jahre
24        Aus der 1892 gegründeten Betriebskrankenkasse der Industriefirma Brown, Boveri & Cie.
          wurde 1996 die selbstständige «Aquilana». Das Versicherungsunternehmen feiert am
          8. Mai 2017 sein 125-jähriges Bestehen und blickt auf eine bewegte Unternehmensge-
          schichte zurück.

25        Krankenkassen-Effizienzpreis geht an sodalis
          Bereits zum zweiten Mal in Folge sicherte sich die sodalis Gesundheitsgruppe den ersten
          Platz des comparis.ch Effizienzpreises. Sie konnte sich in der Kategorie «Krankenkassen
          regional» mit einem Verwaltungsaufwand von 3,0 Prozent der Prämien an die Spitze setzen.

26        Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln und
          rhenusana
          In der Vorstellungsreihe «RVK-Mitglieder: kurz vorgestellt» werden die Krankenversicherer
          rhenusana und die Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln vorgestellt. Die rhenusana beschäf-
          tigt zwanzig Mitarbeitende und ist in der ganzen Schweiz tätig, das Hauptgebiet ist aber das
          Rheintal. Die Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln ist ein bald 150-jähriger, selbstständiger
          Krankenversicherer und zählt heute rund 4 000 Versicherte.

                                                                                                 Information April 2017   23
Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner

     Aquilana Versicherungen
     SICHERHEIT MIT ZUKUNFT – SEIT 125 JAHREN

     Die Aquilana in Baden feiert ihr 125-jährige Bestehen. Gegründet wurde sie 1892 als Betriebs-
     krankenkasse und Selbsthilfeorganisation der Arbeitnehmenden der Industriefirma Brown,
     Boveri & Cie. 1996 entstand daraus das selbstständige Unternehmen «Aquilana».

     Name und Logo haben geändert, der Auftrag aber ist geblie-      1996 löst sich die Betriebskrankenkasse vom Unternehmen
     ben: materielle Absicherung bei Krankheit und Unfall. Aus ei-   ABB und wird zum selbstständigen Versicherungsunterneh-
     ner bewegten Unternehmensgeschichte heraus entwickelte          men «Aquilana». Sechs Jahre später wird die Geschäftstätig-
     sich Aquilana im Laufe der Zeit zum modernen Versicherungs-     keit ausgedehnt auf die ganze Schweiz und als Folge der bi-
     unternehmen und erlebt den 125. Geburtstag bei bester fi-       lateralen Verträge auch auf ausgewählte Mitgliedstaaten der
     nanzieller Gesundheit. Nachstehend ein kurzer Geschichts-       EU. Der Grossteil der Versicherten aber kommt nach wie vor
     abriss und die Höhepunkte im Jubiläumsjahr.                     aus den Kantonen Aargau und Zürich, die als Aquilana-Stamm-
                                                                     gebiete gelten. Anfangs 2017 sind rund 43 000 Personen bei
     Die Geschichte der Aquilana Versicherungen beginnt mit 67       der Aquilana versichert.
     Arbeitern der Brown, Boveri & Cie., die am 8. Mai 1892 ihre
     Betriebskrankenkasse gründen. 22 Jahre nach der Gründung        www.aquilana.ch
     wird die Krankenkasse 1914 bundesamtlich anerkannt. Das
     Netz der sozialen Sicherheit ist geknüpft, und der Grundstein
     zur späteren Erfolgsgeschichte ist gelegt.

24   Information April 2017
Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner

comparis.ch Effizienzpreis
SODALIS MIT TIEFSTEN VERWALTUNGS-
KOSTEN

comparis.ch hat bereits zum fünften Mal den Krankenkassen-Effizienzpreis vergeben. Die
sodalis Gesundheitsgruppe konnte sich in der Kategorie «Krankenkasse regional» mit einem
Verwaltungsaufwand von 3,0 Prozent der Prämien an die Spitze setzen.

Bereits zum zweiten Mal in Folge sicherte sich die sodalis Ge-    Als Datengrundlage nutzt comparis.ch die offiziellen Auf-
sundheitsgruppe den ersten Platz in der Kategorie «Kranken-       sichtsdaten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). 2016
kassen regional». Den zweiten Platz nimmt die Krankenkasse        ist der Anteil des durchschnittlichen Verwaltungsaufwands
Luzerner Hinterland mit 3,2 Prozent ein, gefolgt von der dritt-   aller Krankenkassen gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent
platzierten Krankenkasse Visperterminen mit 3,6 Prozent.          auf 5,5 Prozent gesunken. Dies entspricht einem Aufwand von
Der RVK gratuliert den obengenannten Mitgliedskassen zu           rund 160 Franken pro versicherte Person und Jahr.
diesem tollen Erfolg.
                                                                  Mehr unter www.comparis.ch

                                                                                                   LIEBE
                                                                                                   Im Jahr 2015 wurden 86 559
                                                                                                   Babys in der Schweiz
                                                                                                   geboren. Im Durchschnitt hat
                                                                                                   jede Frau in der Schweiz 1,54
                                                                                                   Kinder.

                                                                                                         Information April 2017    25
Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner

     RVK-Mitglieder
     KURZ VORGESTELLT
     Der RVK vertritt 25 Krankenversicherer mit rund 680 000 Versicherten. In dieser Ausgabe der
     INFORMATION stellt er die zwei Krankenversicherer Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln und
     die rhenusana – die rheintaler krankenkasse vor.

     Kranken- und Unfallkasse                                        rhenusana
     Einsiedeln                                                      Die Krankenversicherung im Rheintal
     Kundennähe, Qualität und Effizienz
                                                                     rhenusana ist eine unabhängige Krankenversicherung im St.
                                                                     Galler Rheintal. Sie steht für schnelle, persönliche und un-
     Als bald 150-jähriger, selbstständiger Krankenversicherer       komplizierte Abläufe.
     in der Grundversicherung ist die Kranken- und Unfallkasse
     Einsiedeln noch heute als Verein organisiert. Mit gut 4 000     Die rhenusana ist bekannt für eine schnelle Leistungsabwick-
     Grundversicherten und vier Angestellten gehört die Kranken-     lung, die sie mit ihrem motivierten und fachlich kompetenten
     und Unfallkasse Einsiedeln zu den kleinen Versicherern. Ihr     Team garantiert. Die Kunden werden von den insgesamt 20
     Gebiet ist der Kanton Schwyz und die angrenzenden Kantone.      Mitarbeitern persönlich betreut – entweder vor Ort in einer
                                                                     der zwei Geschäftsstellen oder direkt beim Kunden zu Hause.
     Bei einem kontinuierlichen gesunden Wachstum können die
     immer grösseren Aufwendungen für die Auflagen vom Bun-          Nebst der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bietet
     desamt auf mehr Versicherte verteilt werden. Deshalb wird       die rhenusana auch ergänzende Zusatzversicherungen an.
     viel Wert auf Kundennähe, rasche Auszahlung und unbürokra-      Ihre Zusatzversicherungen reichen von der Zahnversiche-
     tische Entscheidungen gelegt.                                   rung bis zur Kollektiv-Krankentaggeldversicherung für Un-
                                                                     ternehmen. Die rhenusana bietet ihre Produkte in der gan-
     Die Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln bietet das Standard-    zen Schweiz an, aber das Rheintal ist ihr Hauptgebiet. So ist
     modell in der Grundversicherung an. Bei den Zusatzversiche-     eine grosse Anzahl der Rheintaler Firmen sowie Gemeinden
     rungen kann die Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln seit Jah-   bei der rhenusana für den Erwerbsausfall ihrer Mitarbeiten-
     ren auf eine gute Zusammenarbeit mit der ÖKK Landquart          den versichert.
     zählen. Seit der Übernahme der Administration der Kranken-
     kasse Institut Ingenbohl mit gut 600 Versicherten im Jahre      Kurz gesagt: Die rhenusana ist eine unkomplizierte Kranken-
     2013 werden die Ressourcen noch optimaler genutzt, was          versicherung mit einem motivierten Team, das eine hohe Ser-
     sich auf die Verwaltungskosten positiv auswirkt.                vicequalität bietet.

     Der Erhalt der Unabhängigkeit, das Angebot von günstigen        www.rhenusana.ch
     und leistungsstarken Versicherungsprodukten sowie die Kun-
     denfreundlichkeit sind das erklärte Ziel der Kranken- und Un-
     fallkasse Einsiedeln.

     www.kkeinsiedeln.ch

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26   Information April 2017
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Medgate
SETZT AUF DIE ÄRZTLICHE TELEMEDIZIN

Telemedizin ist nicht gleich Telemedizin. So können telemedizinische Konsultationen einerseits
von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden, andererseits aber auch von weiteren
medizinischen Fachpersonen wie zum Beispiel Pflegefachpersonen. Medgate hat sich ganz
bewusst dafür entschieden, auf die ärztliche Telemedizin zu setzen. Und dies aus guten
Gründen.

Verschiedene internationale Studien kamen zum Ergebnis,           Arbeitsunfähigkeitszeugnisse ausstellen können. Dies ermög-
dass die Telefonkonsultation mit Ärzten derjenigen mit Pfle-      licht in vielen Fällen eine abschliessende Behandlung am Tele-
gefachpersonen, insbesondere im Hinblick auf Sicherheit, Ef-      fon und erhöht den Nutzen der Telemedizin für die Patienten,
fektivität und Patientenzufriedenheit, überlegen ist. So zeigte   aber auch für die Versicherer, die keine weiteren Kosten für
eine Studie beispielsweise, dass ärztliche Telefonkonsulta-       eine physische Arztkonsultation tragen müssen.
tionen signifikant häufiger in einer abschliessenden Bera-
tung endeten, während die Telefonkonsultationen mit Pfle-         Dennoch setzt auch Medgate ergänzend zu den Ärzten
gefachpersonen zu mehr Zuweisungen zu Realkonsultationen          nicht-ärztliches medizinisches Personal bei der telemedizi-
führten.                                                          nischen Beratung der Patienten ein. Sogenannte Telemedi-
                                                                  zinische Assistenten/-innen (ausgebildete Medizinische Pra-
Bei der telemedizinischen Beratung mit Pflegefachpersonen         xisassistenten/-innen) unterstützen dabei die Ärztinnen und
kommen im Gegensatz zur ärztlichen Telefonkonsultation            Ärzte bei der Triage und bei der Beratung von leichteren Fäl-
häufig Entscheidungsbäume zum Einsatz, weshalb der Pati-          len, wobei betont werden muss, dass bei Medgate wenn im-
ent oder die Patientin mit vielen Ja/Nein-Fragen konfrontiert     mer möglich eine abschliessende medizinische Behandlung
ist und sich wenig einbezogen fühlen kann. Dies wurde in in-      im Zentrum steht.
ternationalen Studien von den Patienten negativ beurteilt,
während die offenen Fragen während der Arztkonsultation,          www.medgate.ch
der Einbezug der Patienten und die vielen Erklärungen des
Arztes oder der Ärztin positiv wirkten.

Individuelle Behandlung, hohe Qualität
Genau darum beraten und behandeln die Ärzte bei Medgate
ihre Patienten eigenständig und basierend auf ihren Erfah-
rungen, wobei sie von medizinischen Guidelines unterstützt
werden, die Medgate eigens für die telemedizinische Tätigkeit
erarbeitet hat. So ist eine hochprofessionelle medizinische
Betreuung garantiert und die Patienten erhalten gleichzeitig
eine persönliche und auf sie und ihre Anliegen zugeschnittene
Beratung und Behandlung.

Ein weiterer gewichtiger Vorteil der ärztlichen Teleme-
dizin besteht darin, dass Ärztinnen und Ärzte ihren Pa-
tienten auch Medikamente verschreiben oder ihnen

                                                                                                          Information April 2017   27
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