THEMAEMA Gemeindebrief der Ev. Ernst-Moritz-Arndt-Gemeinde - Ernst-Moritz-Arndt Kirchengemeinde

 
TH EMA
                                                                  THEMA 2/2019 April/Mai 2019

              Gemeindebrief der Ev. Ernst-Moritz-Arndt-Gemeinde
                                                                                                                Onkel-Tom-Straße 80
                                                                                                                14169 Berlin
                                                                                                                Tel: 8 13 40 08

                                     Lasst uns                                                                  Fax: 8 13 94 33
                                                                                                                buero@ema-gemeinde.de

                                      gute Nachbarn sein!                                                       Unsere Themen
                                                                                                                • Interview mit Ute Boye

                                                                                                                • nebenan.de

                                                                                                                • Papageiensiedlung

                                                                                                                • Kirchenjahr / Ostern

                                                                                                                • EmPaDa
Bild: Image

                                                                                                                • Zeitfragen
                   Damit Jesu Spuren nicht versanden, eigene Schritte in der Nachfolge gehen.
                                                                                                                • Aus der Gemeinde

                 Als wir Mitte Februar unsere große Bu-      ist. Da kann die Aufforderung „Liebe deinen          Auch jetzt, wenn wir uns
              chenhecke schnitten, die unseren Garten        Nächsten wie dich selbst“ schon wegen ba-         im Frühling und Sommer wie-
              vom Bürgersteig abgrenzt, war ein sonni-       naler Alltäglichkeiten schnell zur Herausforde-   der öfter auf der Straße, dem
              ger Tag. Es war noch zu kalt für erste Früh-   rung werden.                                      Markt oder an der Krummen
              lingsgefühle, aber doch warm genug, um zu         Klar, gab es auch bei uns schon, dass sich     Lanke sehen: Lasst uns Rück-
              merken: Die Tage werden wärmer, die Sonne      eines Sommers ein mir fremder Herr be-            sicht nehmen und nachsich-
              scheint länger, die Menschen kommen aus        schwerte, weil er fand, dass ein paar Zweige      tig sein, lasst uns höflich und
              ihren Winterverstecken.                        unserer Hecke zu sehr auf den Bürgersteig         freundlich sein, lasst uns of-
                 Ich traf an diesem Tag, mit der Garten-     ragten. Meine Güte, wie kleinlich, ärgerte ich    fen sein und hilfsbereit. Und
              schere auf dem Bürgersteig stehend, fast       mich zuerst, schnitt dann aber die Zweige ab.     lasst uns öfter die Hecken
              alle unsere Nachbarn wieder. Die von gegen-    Womöglich könnte der Herr auch ein klitze-        schneiden, die uns trennen!
              über kamen vorbei spaziert, die von nebenan    kleinwenig Recht gehabt haben.                       In unserer ist hinten in der
              auch und selbst die blieben zu einem kurzen       Man muss sich ja nicht immer gleich per-       Ecke eine lichtere Stelle. Die
              Plausch stehen, die zwei oder drei Häuser      sönlich angegriffen fühlen. Schließlich sind      bleibt, damit wir durch diese
              weiter oder die Straße runter wohnen. Einen    wir ja alle Nachbarn von irgendjemanden.          immer mit unseren Nachbarn
              Nachbarn, der in unserer Straße wohnt, lern-   Von jenen, die über oder neben uns wohnen.        sprechen können. Ein paar
              te ich sogar neu kennen und half ihm beim      Von der- oder demjenigen neben uns in der         Zweige weiter ziehen viel-
              Tragen seiner Spülmaschine.                    Kirchenbank. Als Zehlendorfer sind wir Nach-      leicht wie im vergangenen
                 Wir haben nette Nachbarn, wir haben         barn der Kleinmachnower und als Berliner der      Jahr noch mal ganz andere
              da Glück, denke ich oft. Denn wir wissen ja    Brandenburger. In Europa, für das wir Ende        Nachbarn ein: Damals nistete
              alle: Nachbarn können auch nerven. Weil die    Mai zur Wahl aufgerufen sind, gehören unter       dort ein Amselpaar mit seinen
              Nachbarskinder über einem durch die Gänge      anderem Franzosen und Polen zu unseren            Jungen.
              springen, bis die eigene Esstischlampe wa-     Nachbarn. Und wer Nachbar ist, gehört im          Auf gute Nachbarschaft!
              ckelt. Weil im Nachbargarten geraucht wird     besten Fall ja auch irgendwie zusammen. Dar-                 Nikolaus Röttger
              und man selbst den Rauch nicht ausstehen       um: Lasst uns gute Nachbarn sein!
              kann. Oder weil die Hecke nicht geschnitten
Interview           TH EMA

Interview mit Ute Boye
In dieser Ausgabe von THEMA soll es um die Beziehungen zwischen der EMA-Ge-
meinde und den Bewohnern in der Nachbarschaft gehen. Wer wohnt in unserer
Nähe? Gibt es Verbindungen zu unseren Nachbarn? Welche Erwartungen haben sie
an die EMA? Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, hat Ilse Urban mit Ute
Boye gesprochen.

                                                                                                                                           Bild: privat
Ilse Urban: Oft treffe ich Dich, wenn ich     U.B.: Als bekannt wurde, dass in unserer
von der Gemeinde auf dem Weg in die           nächsten Umgebung in „unsere“ Turn-                                   Ute Boye
Ladenstraße bin, an manchen Tagen auch        halle 300 Geflüchtete einziehen sollten,      ße wieder zu einem soziokulturellen Mit-
mehrfacht. Meistens bist Du mit dem Fahr-     machte das schon etwas Angst. Was             telpunkt zu machen, entstand der ge-
rad unterwegs, jedoch nicht so eilig, dass    kam da auf uns zu? Um diesem mul-             meinnützige Verein Papageiensiedlung
nicht genug Zeit für ein kurzes Schwätz-      migen Gefühl zu begegnen, gab es nur          e.V.. In der Ladenstraße gab es damals
chen wäre. So wie mir wird es auch an-        eins: diese Fremden kennenzulernen.           bedrückend viel Leerstand. Dem Verein
deren gehen, die Du triffst, und das sind     So habe ich mit Nachbarn zusammen im          wurde vom Vermieter ein leerstehender
vermutlich nicht wenige aus der Nachbar-      Begegnungscafé mitgearbeitet, das die         Doppelladen zur Nutzung überlassen, bis
schaft. Seit wie vielen Jahren wohnst Du      EMA sehr schnell für die Geflüchteten         er von einem Mietinteressenten nachge-
schon in der Nähe der EMA?                    eingerichtet hatte. Ich kann mich noch        fragt würde. Das geschah 2015. Bis dahin
Ute Boye: : Vor rund 40 Jahren bin ich mit    gut erinnern an den Tag, als wir im Café      konnte der Verein mit verschiedenen kul-
meiner Familie hierhergezogen, weil in        alles vorbereitet hatten und gespannt         turellen Veranstaltungen die Ladenstraße
der Innenstadt die Luft immer schlechter      darauf warteten, dass Pfrn. Hagmayer          beleben. Dann zogen wir in einen kleine-
wurde und die Autos mehr und mehr die         mit dem großen Pulk von Geflüchteten          ren Laden, renovierten dort gründlich und
Bürgersteige zuparkten. Auch wegen der        kommen würde. Dann waren sie da, und          zahlen Miete. Mit unseren Ausstellungen
Kinder wurde das immer lästiger. Die neue     ich erlebte, dass es überhaupt keinen         und Kulturprogrammen sind wir ein fester
Nachbarschaft war von Anfang an sehr          Grund gab, sich vor diesen Menschen zu        Bestandteil der Ladenstraße geworden.
freundlich und hilfsbereit und auch gesel-    fürchten. Die Kommunikation bestand aus       I.U.: War das Interesse an Architekturge-
lig: Von einer Familie wurden die Nachbarn    freundlichem Lächeln und kleinen dank-        schichte nicht eigentlich der Auslöser für
eingeladen und uns bekanntgemacht. Das        baren Gesten.                                 die Gründung des Vereins Papageiensied-
fanden wir sehr bemerkenswert.                I.U.: Und daraus entstand dann der            lung e.V.?
In unserer Straße gibt es übrigens einen      Sprachunterricht, der ja teilweise im         U.B.: Es war ein wichtiges Anliegen des
Waldhüter-Chor und die Waldhüter-Com-         Gemeindehaus der EMA und teilweise            Vereins, das denkmalgeschützte Ensemble
bo, die alle zwei Jahre zu unserem Stra-      im Bruno-Taut-Laden in der Ladenstraße        vor weiterer Zerstörung zu bewahren und
ßenfest auftreten.                            gegeben wurde?                                die Nachbarn positiv zu stimmen, ihre Häu-
I.U.: Wodurch ist Dir die EMA-Gemeinde        U.B.: Ja, im Bruno-Taut-Laden wurden          ser wieder originalgetreu umzugestalten.
damals zuerst aufgefallen?                    jeden Vormittag viele Geflüchtete von         Schließlich wären auch wir mit unserer
                                              Menschen aus unserer Siedlung in kleinen      Tautsiedlung gern Weltkulturerbe!
U.B.: In den 80er Jahren gab es in der EMA
                                              Gruppen unterrichtet. Übrigens waren          I.U.: Noch einmal zurück zu der Zeit, als
unter Pfr. Vöhringer eine Friedensgruppe,
                                              auch die Geschäftsleute in der Ladenstra-     in der benachbarten Turnhalle in der On-
die sich sehr aktiv einsetzte für Hilfen in
                                              ße sehr freundlich zu den Geflüchteten.       kel-Tom-Str. Geflüchtete untergebracht
armen Ländern. Außerdem gab es eine
                                              Herr Weiss im Schreibwarenladen fragte        waren. Hat man nicht damals besonders
rege Jugendarbeit: die Hot-Pot-Gruppe,
                                              immer, ob das, was man kaufte, für            deutlich die Nachbarschaft dieses Vereins
die zu Young Life gehörte, traf sich jede
                                              die Flüchtlinge sei und reduzierte dann       wahrgenommen?
Woche. In der Gruppe war unser Sohn.
                                              den Preis. Der Änderungsschneider z.B.
Insgesamt kann ich sagen, dass mir die                                                      U.B.: Für den Verein war es selbstver-
                                              schenkte einem Jungen 2 Paar Strümpfe,
EMA sehr vertraut geworden ist im Laufe                                                     ständlich, sich aktiv sowohl finanziell als
                                              als er sah, dass das Kind im Winter keine
der vielen Jahre. Ich freue mich über das                                                   auch personell an der Flüchtlingshilfe der
                                              Strümpfe trug. Dieses Kind besaß nur ein
offene Gemeindehaus mit dem kleinen                                                         EMA-Gemeinde zu beteiligen, da unser
                                              Paar, das in der Wäsche war.
Bücherangebot und bringe gern etwas in                                                      Verein selbst auch Unterstützung von
die Kleiderkammer. Sehr gern besuche          I.U.: Seit wann gibt es den Bruno-Taut-La-    Nachbarn und Freunden hatte.
ich die Musikveranstaltungen, ebenso          den und was war der Grund dafür, diesen
                                                                                            I.U.: Wird die intensive Zusammenarbeit
auch die Kunstausstellungen in der EMA!       Laden zu mieten?
                                                                                            vermisst, nachdem nun die meisten Ge-
I.U.: Wie kam es, dass Du Dich so stark       U.B.: Den Bruno-Taut-Laden gibt es seit       flüchteten auf ganz Berlin verteilt sind und
engagiert hast, als die Geflüchteten in der   2010. Aus einer Siedlungsinitiative, die      nur noch wenige in unserer Nähe woh-
Turnhalle untergebracht wurden?               sich zum Ziel gesetzt hatte, die Ladenstra-   nen?

2
Angedacht              TH EMA

U.B.: Einige Familien der Ge-
flüchteten, die uns in den         „Meine Seele dürstet nach Gott“
zwei Jahren ans Herz gewach-
sen sind, bekommen immer
                                                                                                                    Psalm 42,3
noch Hilfe in allen Lebens-
lagen: bei der Wohnungs-

                                   W
suche, der Einschulung, der              ie der Körper, braucht auch die Seele
Kindergartensuche,      beim             Nahrung. Wenn man Hunger hat, knurrt
Transport von geschenkten          der Magen, ist man durstig, wird die Kehle tro-
Möbeln, bei Arztbesuchen,          cken. Auch die Seele macht sich bemerkbar,
aber mehr noch bei der Über-       nur nicht so offenkundig. Sie scheint geübt
windung der bürokratischen         darin zu sein, über lange Strecken zu fasten.
und sprachlichen Hürden. Sie       Wirklich heilsam ist das nicht. Da Körper, Seele
haben in uns, wie sie sagen,       und Geist miteinander verbunden sind, erkennt
so etwas wie Großeltern ge-        man oft erst anhand diffuser physischer Sym-

                                                                                                                                         Bild: Fritsch
funden..                           ptome, dass die Seele leidet. Der Psalmbeter
I.U.: Der Verein hat ein Kultur-   befindet sich in arger Bedrängnis. Er spricht das
programm. Sind ausschließ-         aus, was wir in ähnlichen Situationen empfin-
lich Vereinsmitglieder zu den      den, ohne es in Worte fassen können: „Wie der                         Pfarrer Stefan Fritsch
Lesungen oder Vorträgen ein-       Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit
                                                                                       In der Passions- und Osterzeit, in der wir
geladen?                           meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet
                                                                                       uns gerade befinden, wollen beide Seelen
U.B.: Nein, jeder kann kom-        nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann
                                                                                       in ein und derselben Brust gehört und wert-
men. Wer Interesse hat, kann       werde ich dahin kommen, dass ich Gottes An-
                                                                                       geschätzt werden. Jesus hat das Leid nicht
sich in unserem Laden in eine      gesicht schaue?“
                                                                                       gesucht, er ist ihm aber auch nicht ausge-
Mailing-Liste eintragen und        Die Sehnsucht, Gott zu schauen, ihn unmittel-       wichen, als er aufgrund seines Mitgefühls
wird dann per E-Mail zu allen      bar zu erleben, bleibt auch für ihn ungestillt.     für ausgegrenzte und erniedrigte Menschen
Veranstaltungen eingeladen.        Der Zweifel breitet sich aus. Ergibt das über-      von vielen angegriffen und verspottet wur-
Wer kein Internet hat, kann        haupt Sinn, das Leben, der Glaube? Kann ich         de. Sein „Kreuz-Weg“ ist eine Gratwanderung
sich unser Programm in Form        der Verantwortung gerecht werden, die ich als       zwischen Verzweiflung, Enttäuschung: „Mein
eines Flyers aus einem Käst-       Mutter oder Vater pubertierender Kinder, als        Gott, mein Gott, warum hast du mich verlas-
chen neben unserer Laden-          Tochter, Sohn dementer Eltern, als Vorgesetzte,     sen?“ (Markus 15,34) und Hoffnung, Vertrau-
tür des Bruno-Taut-Ladens          als Europäer und Bewohnerin des gefährdeten         en: „Vater, in deine Hände lege ich meinen
mitnehmen. Jetzt möchte            Planeten habe? Ist es nicht einfacher, das De-      Geist.“ (Lukas 23,46)
ich doch gern betonen, wie         struktive in der Welt, in mir auszublenden?
froh und dankbar unser Ver-                                                            Die unterschiedlichen biblischen Auferste-
                                   Augen zu und durch! Sowohl der berufliche als
ein über die Großzügigkeit                                                             hungsgeschichten, die keine Tatsachenbe-
                                   auch der private Alltag bietet eine Fülle von Ab-
der EMA ist, dass wir in den                                                           richte sind, sondern Erfahrungen widerspie-
                                   lenkungen, mit deren Hilfe sich der seelische
Gemeindesaal     ausweichen                                                            geln, die Menschen gemacht haben (und heu-
                                   Durst und Hunger mit emotionalem oder virtu-
können, sobald wir für eine                                                            te machen können), wollen Nahrung, Quelle
                                   ellem Fast Food befriedigen lassen.
Veranstaltung sehr viele Gä-                                                           für die Seele sein, die nach Gott dürstet. Denn
ste erwarten; wie z.B. bei der     Der Psalmbeter weicht dem nicht aus. Radikal        Ostern ist ein Geschehen, das Bewegung ins
Veranstaltung zum Problem          bekennt er: „Meine Tränen sind meine Spei-          Leben bringt, festgefahrene Denk- und Ver-
mit der BSR.                       se Tag und Nacht. Ich sage zu Gott, meinem          haltensmuster, dafür steht der Stein am lee-
                                   Fels: warum hast du mich vergessen?“ Er lässt       ren Grab, aufsprengt und uns, wie die Frauen
I.U.: Warum kommst Du ei-
                                   beides nebeneinander stehen: das Gefühl der         und Jünger, verwandeln will. Sie kommen
gentlich regelmäßig am Mon-
                                   Ohnmacht und der Angst, ausgelöst vielleicht        zum Grab, um den Toten (und die eigene Ver-
tagabend in die EMA?
                                   durch eine Krankheit, eine berufliche oder per-     zweiflung) zu salben. Aber sie bleiben nicht
U.B.: Montagabend gehe ich in      sönliche Krise, und doch lebt in ihm das Ver-       am Grab stehen, sondern werden vom Boten
meinen „Lied-Schatten“-Chor        trauen, dass Gott ihn zwar nicht vor der Be-        Gottes (Engel) aufgefordert, verändert in den
zu unserer wunderbaren Chor-       drängnis, aber in der Not behütet, begleitet:       Alltag zurückzukehren.
leiterin Bettina Erchinger, um     „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist
zu singen. Das macht viel Spaß                                                         Gerade da, wo alles am Ende zu sein scheint,
                                   so unruhig in mir? Harre auf Gott!“ Es scheint
und tut meiner Seele gut!.                                                             wo man sich kraftlos, niedergeschlagen, wie
                                   als habe er zwei Seelen in seiner Brust, die ver-
                                                                                       tot fühlt, wird einem ein neues, ewiges Leben
Ich danke Dir für dieses           zweifelte und die hoffnungsvolle.
                                                                                       verheißen.
Gespräch!
                                                                                                              Pfarrer Stefan Fritsch

                                                                                                                                    3
nebenan.de               TH EMA

Wir Online-Nachbarn
   Wie wäre das denn: ein Schwarzes         den Firmen, die er mit aufgebaut hat.       formen brauchen die Technologie da-
Brett für alle, die in unserer Gemeinde     Als ich das erste Mal vor zwei Jahren       hinter, um gezielt Werbung ausspielen
wohnen? Eine Stelle, an der man nach        mit ihm telefonierte, erzählte er mir,      zu können. Targeting heißt das, vom
entlaufenen Katzen suchen kann, Kon-        wie seine Idee für nebenan.de ent-          englischen Wort Target, Ziel. Über Fa-
zerttickets verschenkt oder sich eine       stand. Er wohnt in Berlin-Mitte, in der     cebook können sehr genau, sehr spe-
Heckenschere ausleihen kann, viel-          Nähe des Rosa-Luxemburg-Platzes,            zifische Zielgruppen erreicht werden.
leicht sogar einen Babysitter findet?       und natürlich kannte er dort so gut wie     Großartig für Werbekunden, großartig
    Eine solche erste Hilfe für die Nach-   keinen seiner Nachbarn. Darum wollte        für Facebook, das dadurch Milliar-
barschaft gibt es im Internet: neben-       er ein soziales Netzwerk für seine Stra-    denumsätze macht (großartig leider
an.de heißt die Website für Nachbarn.       ße aufbauen. Um zu testen, ob seine         auch, um gezielt gefälschte Nachrich-
Wer sich hier anmeldet, muss an-            Idee funktioniert, klingelte er bei ihm     ten in Filterblasen zu verbreiten, eine
geben, in welchem Kiez er oder sie          fremden Leuten, erzählte von seiner         Debatte, die uns derzeit alle begleitet).
wohnt; die Adresse wird verifiziert.        Idee und fragte, ob die Nachbarn dabei          nebenan.de nutzt eine solche Tech-
Und dann bekommt man als nebenan.           wären. Nach zwanzig Hausbesuchen            nologie nicht und hat lange Zeit auch
de-Nutzer alle Meldungen und Nach-          hatte er von 19 fremden Menschen            auf Werbung verzichtet. Nur bedeutet
richten der Nachbarn in der Umge-           die Emailadresse bekommen: Alle fan-        keine Werbung: keine Einnahmen. Und
bung: Fliesen, Kalender, Lampen zu          den die Idee gut, sich auszutauschen.       auf Dauer kann so natürlich kein Team
verschenken, schreiben Nutzer aus           Als Vollmann schließlich mit Partnern       bezahlt werden. Darum hat nebenan.
der Nachbarschaft Zehlendorf Nord.          beschloss nicht nur eine Straße, son-       de angefangen, seine Nutzer um Spen-
Wieder jemand anderes sucht nach ei-        dern Nachbarschaften zu vernetzen,          den zu bitten, bei einem Euro pro Mo-
ner Werkstatt zum Mieten oder Tipps         schmiss er Zettelchen in die Brief-         nat geht es los. Laut Vollmann zahlen
für Kinderärzte.                            kästen. Ein Prinzip, das es auch heute      mehrere tausend Nutzer einen freiwil-
   Zehlendorf Nord, das ist die Nach-       noch gibt für alle, die neue Nachbar-       ligen Betrag. Auch können lokale Ge-
barschaft in der unsere Kirche liegt,       schaften aufmachen wollen.                  schäfte inzwischen auf der Plattform
521 Mitglieder sind hier aktiv. Die Zin-       Mehr als eine Million Menschen nut-      werben, allerdings ohne – auch das ist
nowaldschule liegt schon in der Nach-       zen nebenan.de heute in Deutschland.        dem Gründer wichtig – auf Daten der
barschaft Krumme Lanke mit 428 Mit-         Der Erfolg ist erstaunlich, denn die Idee   Nutzer zuzugreifen. Sie können nur in
gliedern. Jeder nebenan.de-Nutzer           eines sozialen Netzwerks ist ja eigent-     ihrer jeweiligen Nachbarschaft wer-
hat Zugriff auf seine eigene plus die       lich nicht neu: Facebook will Freunde       ben. Insgesamt mache das Netzwerk
angrenzenden Nachbarschaften, rund          weltweit verbinden, Xing und LinkedIn       einen Umsatz im unteren fünfstelligen
um die EMA sind das neben der eige-         Berufstätige. nebenan.de sieht das          Bereich, so Vollmann. Es ist also noch
nen: Zehlendorf Süd, Dahlem, Dahlem         Verbindende aber nicht in Freunden          ein langer Weg zu Profitabilität. Dass
Nord, Thielpark und eben Krumme             und Beruf, sondern im Ort. Die Platt-       die irgendwann kommen muss, um ein
Lanke. Mehr als 2000 Nutzer kommen          form vernetzt Menschen miteinander,         Team aus 60 Angestellten zu bezahlen,
so schon heute zusammen.                    die nebenan wohnen. Und es gibt noch        ist Vollmann klar. Doch der 41-Jährige
   Eine beachtliche Zahl, noch vor rund     einen Unterschied zu den Technolo-          freut sich auch heute noch, dass sein
zwei Jahren gab es hier keine Nutzer.       gie-Anbietern aus den USA. nebenan.         Netzwerk eher unkommerziell ist: „Bei
Ich erinnere mich, wie ich meine Nach-      de ist gar nicht so hochtechnologisch.      nebenan.de helfen sich Menschen ein-
barschaft bei nebenan.de anmelden           Im Prinzip ist die Website wirklich ein-    fach nur um des Helfens Willen – ohne
musste. Damals bekam ich per Email          fach ein Schwarzes Brett, ein so ge-        dafür eine Gegenleistung zu erwarten.
einen Vordruck mit Zettelchen, die ich      nanntes Message-Board, in dem alle          Das macht eine Gemeinschaft aus.“
in Briefkästen werfen sollte: Hier hat      Meldungen und Posts der Reihe nach
                                                                                                             Nikolaus Röttger
eine neue Nachbarschaft aufgemacht,         angezeigt werden. Bei Facebook und
meldet euch doch auch an. Die Idee          anderen Plattformen entscheiden hin-
mit den Zettelchen stammt von ne-           gegen Computerprogramme, was uns
benan.de-Gründer Christian Vollmann.        angezeigt wird. Jeder und jede be-
Er hatte vor nebenan.de schon viel          kommt angezeigt, was am besten zu
Erfahrung im Gründen von Technolo-          einem passt. Beziehungsweise, was
gie-Unternehmen. MyVideo und die            die Software glaubt, was am besten
Datingplattform eDarling gehören zu         zu einem passt. Die großen Tech-Platt-

4
Christ und Gemeinde                     TH EMA

Klimafreundliche Papageiensiedlung:
auf in die nächsten 100 Jahre

   Unsere schöne Waldsiedlung, gebaut        Die Nachbarschaftlichkeit ist der       monieren Probleme durch Hunde und
1926 bis 1931, wird nun bald 100 Jahre    größte Schatz dieser Siedlung. So se-      Katzen, etwa Kot und totgebissene
alt. Was würde Bruno Taut wohl heu-       hen es auch diejenigen, die an unserer     Jungvögel. Und 11 kritisieren die zu-
te raten, wie sie für die nächsten 100    Umfrage teilnahmen – wobei leider fast     nehmende Luftbelastung durch Kamin-
Jahre gerüstet werden könnte? Wie sie     nur Hauseigentümer antworteten und         und Grillöfen.
in doppeltem Sinne klimafreundlich ge-    kaum Mieter der „Deutsche Wohnen“.            Sehr erfreulich ist das hohe Um-
staltet werden könnte – im Hinblick auf   Mit Aushängen, Hauswurfsendungen           weltbewusstsein in unserer Nachbar-
das nachbarschaftliche und das glo-       und Mails hatten wir im Januar gut 800     schaft. Etwa drei Viertel der Befragten
bale Klima? Diese Frage stellten sich     Haushalte auf unsere Fragebogenakti-       gaben an, Ökostrom zu beziehen,
einige Mitglieder des Nachbarschafts-     on hingewiesen, 121 von Erwachsenen        noch mehr haben Interesse an nach-
vereins Papageiensiedlung, darunter       und Kindern ausgefüllte Bögen kamen        barschaftlich geteilten erneuerbaren
auch ich. So kam die Idee auf, bis 2030   zurück. Eine gute Quote, die die Befra-    Energien – in welcher Form das pas-
CO2frei werden zu wollen. Das ist ehr-    gung statistisch gesehen zwar nicht        sieren kann, wird im Laufe des Pro-
geizig, aber machbar.                     repräsentativ, aber doch belastbar         jekts noch zu klären sein. Etwa ein
   Die Papageiensiedlung, wie sie im      macht. Ergebnis: 79 von gut 100 Er-        Drittel plant, Häuser denkmalgerecht
Volksmund wegen ihrer wunderschö-         wachsenen gefällt „die gute Nachbar-       zu sanieren, zu dämmen und neue Hei-
nen Farbigkeit auch genannt wird, war     schaft“ am meisten in der Siedlung. 75     zungen einzubauen – auch hier können
von Beginn an ein Modellprojekt. Taut     wollen beim Projekt klimafreundliche       sich Interessierte zusammentun und
und seine Mitstreiter schufen ein Ge-     Siedlung mitmachen bzw. weiter infor-      die besten Lösungen herausfinden.
samtkunstwerk, ein Ensemble unter         miert werden. 40 schätzen vor allem        82 wollen sich für mehr Artenvielfalt
Bäumen, das wie eine Versöhnung           das Grün: Bäume, Gärten und Naturnä-       einsetzen. 60 interessieren sich für
zwischen Mensch und Natur anmutet.        he. 38 mögen besonders die Architek-       die Herstellung klimafreundlicher Ter-
Die Gärten sollten auch der Selbstver-    tur: die Farben, die Vielfalt in Gleich-   ra-Preta-Erde in Komposten, 54 wollen
sorgung dienen – was aber heute fast      heit. Und 27 schätzen die Verkehrsan-      lieber kompostieren als eine Bioton-
vergessen ist. Die kleinen Reihenhäu-     bindung und Nahversorgung.                 ne anschaffen. 32 haben Interesse an
ser bauten sie so, dass der nachbar-         Wir hatten aber auch danach ge-         Gemeinschaftsgärten. 91 Menschen
schaftliche Kontakt geradezu unver-       fragt, was am meisten in der Siedlung      gaben an, sich vorwiegend bio und
meidlich, aber nicht beengend wurde.      stört. Mit 50 Nennungen stand in der       regional zu ernähren, 74 bevorzugen
   Dieser durch die Architektur geför-    Hitliste der größten Ärgernisse der Ver-   fleischarmes Essen. Das ist klimapoli-
derte Nachbarschaftsgeist hat sich        kehr ganz oben: zu viele und zu große      tisch erfreulich, weil die größten Kon-
über die Jahrzehnte bis heute gehal-      Autos, Lärm, rücksichtsloses Parken        zerne der Fleischindustrie laut Institut
ten. Alle, die hier wohnen, kommen        und ein Trend zum Zweit- und Drittau-      für Welternährung inzwischen mehr
kaum über die Straße, ohne gegrüßt        to. 36 Personen ärgern sich über die       Treibhausgase ausstoßen als die größ-
zu werden. Manchmal dauert ein Ein-       Infrastruktur: den ungelösten Müllkon-     ten Ölkonzerne.
kauf in die Ladenstraße eine Stunde       flikt mit der BSR, die die Tonnen nicht       Skeptischer stimmen die Ergebnisse
und mehr, weil wir so viele Bekannte      mehr aus den Wirtschaftswegen holt,        im Bereich Mobilität. Woher kommen
treffen. Wir kennen uns und helfen        den holprigen Zustand der Straßen          eigentlich die vielen Autos in der Sied-
einander; wir feiern zusammen Sied-       und Gehwege, fehlende Spiel-, Sport-       lung, wenn nur 49 angeben, einen Ben-
lungsfeste; wir stellen Gegenstände       und Begegnungsflächen. 17 Menschen         ziner zu nutzen, 68 die öffentlichen
auf die Straße, damit Bedürftigere sie    beklagen die Missachtung des Denk-         Verkehrsmittel bevorzugen und 88 sich
mitnehmen mögen. Im Bruno Taut La-        malschutzes, überteuerte Immobilien-       per Rad oder zu Fuß bewegen? In den
den, dessen Existenz unsere Vereins-      preise, Leerstand und unsanierte Häu-      Urlaub fahren laut eigenen Angaben 40
mitglieder mit ihren Beiträgen sichern,   ser. 15 sind über nicht nachgepflanz-      vorwiegend mit dem Flugzeug und 60
finden Ausstellungen, Konzerte, Le-       te Bäume, ungepflegte Gärten und           mit dem Auto, 51 mit der Bahn und 29
sungen und Diskussionen statt.            überhängende Sträucher verärgert. 13       per Rad. Aber immerhin: 76 Befragten

                                                                                                                           5
Kirchenrecht                  TH EMA

finden die CO2-Kompensation von Flü-             Aber, um den sozialen Aspekt des          wir eine weitere nachbarschaftliche
gen gut, etwa über den Anbieter „at-          Wortes „klimafreundlich“ nochmal zu          Werkstatt organisieren, diesmal mit
mofair“.                                      betonen: Nichts davon soll erzwungen         Picknick und Spielen im Freien. Und
   Wollen wir als Siedlung bis 2030 CO2-      werden, alles ist freiwillig. Die Beteili-   bis Herbst möchten wir eine Selbstver-
frei werden, dann gilt es, an allen Schrau-   gung an einem solchen Prozess soll           pflichtung formulieren. Und überlegen,
ben unseres Lebensstils zu drehen: mehr       Spaß machen: Man lernt neue Men-             ob wir einen Antrag auf Fördergeld-
Photovoltaik und Solarthermie auf den         schen kennen und neue Lösungen für           er stellen, etwa für ein städtebaulich
Dächern, bessere Innendämmung, neu-           Alltagsprobleme. Und wir könnten ge-         „integriertes    Entwicklungsprojekt“.
artige Heizsysteme, etwa gemeinschaft-        meinsam beweisen, dass wir weiterhin         Das würde aber nur dann nötig, wenn
lich genutzte Eisspeicher und Kraft-Wär-      ein ökosoziales Modellprojekt sind, das      große Gemeinschaftsaufgaben anste-
me-Kopplung. Weniger Privatautos und          andere Kieze ansteckt.                       hen, etwa die Anlegung unterirdischer
Benziner oder gar Flüge, mehr Car-Sha-           Wie soll das Projekt nun weiterge-        Mülltonnen („Unterflursystem“) oder
ring und Ladesäulen für Elektroautos.         hen? Wir hoffen darauf, dass sich für        die Sanierung von kaputten Straßen
Weniger Müll, weniger Plastik. Mehr Ei-       alle Probleme „Fokusgruppen“ bilden,         und Wegen. Alles andere schaffen wir
genversorgung und Kompostierung in            in denen sich Nachbar:innen ein- oder        wohl aus eigener Kraft – unseren Kin-
den Gärten. Mehr saisonales Bio-Gemüse        zweimal pro Monat treffen, um Lö-            dern, Enkeln und Nachgeborenen zu-
und -Obst aus dem Berliner Umland,            sungen zu besprechen. Ende März war          liebe.
weniger Fleisch. Wenn es 2030 noch            eine „Zukunftswerkstatt“ geplant, in                                   Ute Scheub
CO2-Emissionen gibt, kann man die             der es um die Umsetzung der Vision                    (Ko-Vorsitzende des Vereins
angestrebte Klimaneutralität dennoch          einer CO2-freien Siedlung in konkrete                          Papageiensiedlung,
erreichen, indem man CO2 über Terra           Handlungsschritte ging. Voraussicht-                              zu erreichen über
Preta und Baumpflanzungen im Boden            lich am Sonnwendtag im Juni wollen                   scheub@pagageiensiedlung.de)
speichert.

Kirchenjahresfestkreis: Ostern
  An Ostern wird die Auferstehung             sei ewiger Dank“) wird
Christi von den Toten gefeiert.               dreimal gehört. Dreifach
  Die Osternacht bildet den Abschluss         wird der Hallelujavers
der Triduum Sacrum (heilige drei Tage),       „Der Herr ist auferstan-
welche an Gründonnerstag beginnen             den, er ist wahrhaftig
und die das Leiden, Sterben und Aufer-        auferstanden.“ gerufen,
stehen Jesu Christi zum Inhalt haben.         auf den die Gemeinde
Gründonnerstag erinnert an die Ein-           jeweils mit dem Hallelu-
setzung des heiligen Abendmahls wes-          ja antwortet. Während
wegen das Mahl in den Mittelpunkt             des Gottesdienstes wird
des Gottesdienstes gestellt wird. Kar-        i.d.R. eine Tauffeier voll-
freitag als Tag der Kreuzigung Christi        zogen und das Abend-
hebt das Leiden und Sterben Christi           mahl gefeiert.
                                                                                                                                    Bild: image

hervor. Die Osternacht stellt den Über-          Die österliche Freu-
gang zur österlichen Freudenzeit dar;         denzeit dauert bis Pfing-
dieser Übergang wird im Gottesdienst          sten, dem 50. Tag nach        Gott ist der Hirte, der uns führt, der Herr, der uns
mit einem Übergang vom Dunkeln ins            Ostern. Sie umfasst Os-         versorgt, das Auge im Sturm. (Max Lucado)
Licht dargestellt. Der Gottesdienst be-       tersonntag, Ostermon-
ginnt mit einer Lichtfeier, bei der die       tag, die Sonntage Quasimodogeniti (1.     (4. Sonntag nach Ostern), Rogate (5.
Osterkerze entzündet und in die dun-          Sonntag nach Ostern), Miserikordias       Sonntag nach Ostern), Christi Himmel-
kle Kirche getragen wird. Das Lumen           Domini (2. Sonntag nach Ostern), Jubi-    fahrt, Exaudi (6. Sonntag nach Ostern)
Christi („Christus, Licht der Welt – Gott     late (3. Sonntag nach Ostern), Kantate    und Pfingsten.

6
Kirchenjahr            TH EMA

                                                          nimmt, dankt und es bricht, erkennen
                                                          sie ihn. Sie kehren nach Jerusalem zu-
                                                          rück und berichten den Elf (der von Je-
                                                                                                                  Zeitfragen-
                                                          sus erwählte Zwölferkreis der Jünger
                                                          ohne Judas), dass ihnen Christus auf
                                                                                                                  Gottesdienst
                                                          dem Weg nach Emmaus erschienen                          Sonntag, 19. Mai, 18.00 Uhr
                                                          ist (Lukas 24,13-35). Der Leitvers des
                                                          Eingangspsalms nimmt Jesu abschlie-
                                                                                                                   Dr. Isabella Hermann
                                                          ßende Worte aus der Erzählung des                       "Kann künstliche Intelligenz
                                                          ungläubigen Thomas (Johannes 20,                        ethisch handeln?"
                                                          24-29) auf, die auf Jesu Aussage fol-                   Dr. Isabella Hermann ist Politik-
                                                          gen, dass Thomas glaubt, weil er den                    wissenschaftlerin und beschäftigt
                                                          auferstandenen Jesus gesehen hat:                       sich mit den ethischen und sozia-
                                                          „Selig sind, die nicht sehen und doch                   len Herausforderungen, die mit der
                                                          glauben! (Johannes 20, 29) Halleluja.                   Anwendung von KI-Systemen ein-
                                                          Wie neu geborene Kinder nach Milch,                     hergehen. Schon immer fasziniert
                                            Bild: image

                                                          Halleluja, so seid begierig nach dem                    von den gesellschaftspolitischen
                                                          unverfälschten Wort Gottes! Halleluja.“                 Auswirkungen neuer Technologi-
                                                             Christi Himmelfahrt wird am Don-                     en, publiziert und spricht sie auch
                                                          nerstag nach Rogate, dem fünften                        über Science-Fiction und (globale)
   Im Gottesdienst am Ostersonntag                        Sonntag nach Ostern, gefeiert. Am 40.                   Politik. Aktuell arbeitet sie als wis-
wird die Auferstehung Christi gefeiert.                   Tag nach der Auferstehung verlässt Je-                  senschaftliche Koordinatorin der in-
Der Leitvers des Eingangspsalms und                       sus den Kreis seiner Jünger, mit denen                  terdisziplinären Arbeitsgruppe "Ver-
auch der Hallelujavers stehen ganz im                     er die Tage nach seiner Auferstehung                    antwortung: Maschinelles Lernen
Zeichen der Freude. Der Leitvers lau-                     verbracht hatte und fährt gen Himmel.                   und Künstliche Intelligenz" der Ber-
tet: „Auferstanden bin ich und bin nun                    Die Epistel (Apostelgeschichte 1, 3-11)                 lin-Brandenburgischen      Akademie
immer bei dir, Halleluja. Du hältst deine                 und das Evangelium (Lukas 24, 44-53)                    der Wissenschaften. Das Projekt un-
Hand über mir, Halleluja. Der Herr ist                    erzählen je auf eigene Weise von der                    tersucht die ethischen Herausforde-
auferstanden, Halleluja; er ist wahr-                     Himmelfahrt Christi. Der Leitvers des                   rungen hinsichtlich des Verantwor-
haftig auferstanden, Halleluja.“ Der                      Eingangspsalms nimmt Worte aus dem                      tungsbegriffs, die mit dem Einsatz
Hallelujavers lautet: „Halleluja. Dies                    Himmelfahrtsbericht der Epistel auf:                    von smarten Robotern und intelli-
ist der Tag, den der HERR macht; lasst                    „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr                  genten Computersystemen verbun-
uns freuen und fröhlich an ihm sein.                      da und seht zum Himmel? Halleluja.                      den sind. Ziel ist es, Empfehlungen
Halleluja. Der Herr ist auferstanden, er                  Wo ihr ihn gesehen habt gen Himmel                      für einen guten und angemessenen
ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.“                  fahren, so wird er wiederkommen. Hal-                   Umgang mit den neuen Technolo-
Das Evangelium erzählt von der Auf-                       leluja! (Apostelgeschichte 1, 11) Dem,                  gien für Politik und Gesellschaft zu
findung des leeren Grabs durch Maria,                     der auf dem Thron sitzt, und dem                        erarbeiten.
Maria von Magdala und Salome, die                         Lamm sei Lob und Ehre und Preis und
zum Grab gekommen waren, um Jesus                         Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Hal-                   Dr. Isabella Hermann
zu salben. Ein mit einem weißen Ge-                       leluja!“                                                Wissenschaftliche Koordinatorin IAG
wand bekleideter junger Mann, der im                         Die liturgische Farbe der Osterzeit                  "Verantwortung: Maschinelles Ler-
offenen Grab sitzt, verkündet ihnen,                      ist weiß, während der Gottesdienste                     nen und Künstliche Intelligenz" Ber-
dass Jesus auferstanden ist. Er trägt                     der österlichen Freudenzeit brennt die                  lin-Brandenburgische Akademie der
ihnen auf, den Jüngern auszurichten,                      Osterkerze. 			                                         Wissenschaften
dass sie Jesus in Galiläa sehen werden                       Clarissa Paul
(Markus 16,1-8).
   Ostermontag lenkt den Blick auf die
Jünger, die nach Emmaus wandern
und unterwegs – ohne es zu merken
– Christus begegnen und mit ihm über
                                                                                                    Bild:privat

Jesus, seinen Tod und das leere Grab
sprechen. Erst als Christus beim ge-
meinsamen Mahl in Emmaus das Brot

                                                                                                                                                       7
Zeitfragen            TH EMA

EmPaDa
                                                                                                         Zeitfragen-
                                                                                                         Gottesdienst
                                                                                                         Sonntag, 16. Juni, 18.00 Uhr
                                                                                                         "Moderne Astrophysik und
                                                                                                         christlicher Glaube - passt
                                                                                                         das zusammen?“
                                                                                                         mit Anke Arentsen
                                                                                                         Naturwissenschaft und Theologie
                                                                                                         geht es nicht zuletzt um gemeinsa-
                                                                                                         me Fragen nach den letzten Dingen,
                                                                                                         zum Beispiel: Woher kommen wir,
                                                                                                         und wohin gehen wir? Die Antwort
                                                                                                         auf solche Kernfragen wird jedoch in

                                                                                   Bild: Kirchentag.de
                                                                                                         ganz verschiedener Weise gesucht
                                                                                                         und formuliert. Die Astrophysik hat
                                                                                                         dazu enorme neue Erkenntnisse
                                                                                                         gewonnen. Wie passen die Antwor-
                                                                                                         ten zusammen - schließen sie sich
                                                                                                         aus, oder gibt es einen gemeinsa-
Favoriten                                  beiten, Feierabendmahle, Podiumsdis-                          men Nenner? Frau Anke Arentsen,
EmPaDa hilft !!!                           kussionen und Schlussgottesdienst am                          Doktorandin am Leibniz-Institut für
Das EmPaDa-Helferteam                      Sonntag.                                                      Astrophysik in Potsdam, wird neu-
beim Kirchentag in Dortmund                Für die Teilnahme des EmPaDa-Helfer-                          este Erkenntnisse der Astrophysik
                                           teams beim Kirchentag in Dortmund                             vorstellen und eine Antwort auf die
Vom 19. bis 23. Juni 2019 fährt die Em-    sind diese Eckdaten wichtig:                                  Frage suchen, wie sie mit unserem
PaDa-Jugend zum 37. Deutschen Evan-                                                                      christlichen Glauben zusammenpas-
                                           Reisezeitraum: 18. bis 23. Juni 2019
gelischen Kirchentag nach Dortmund.                                                                      sen.
                                           Reisekosten: 85,- €
EmPaDa ist die Kooperation in der Ju-
                                           Mindestalter: 16 Jahre
gendarbeit der Ernst-Moritz-Arndt-Kir-
                                           Wenn du Lust hast, Teil des EmPa-                             Anke Arentsen befasst sich in ihrer
chengemeinde, der Paulusgemeinde
                                           Da-Teams zu sein, dann melde dich un-                         Forschungsarbeit in Potsdam mit
Zehlendorf und der Kirchengemeinde
                                           ter ole.jez@kg-dahlem an.                                     Fragen der Galaktischen Archäolo-
Berlin-Dahlem.
Da noch immer voller Freude von den        Wir freuen uns auf euch!                                      gie. Dafür sucht und beobachtet sie
Erfahrungen bei den vergangenen Kir-                                                                     die ältesten Sterne unserer Milch-
                                                                 Diakon Ole Jez
chentagen berichtet wird, wollen wir                                                                     straße, um mehr über das frühe Uni-
auch in diesem Jahr wieder als Helfer-                                                                   versum und die Geschichte unserer
team dabei sein und unseren Beitrag                                                                      Galaxie zu erfahren. Sie ist Teil der
leisten. Es warten viele spannende                                                                       freien evangelische Kirchengrün-
Aufgaben in verschiedenen Bereichen                                                                      dung „Mittendrin“ in Potsdam und
auf uns, wie z.B. die Unterstützung bei                                                                  hat sich in den letzten Jahren viel
den Einlasskontrollen und die Vertei-                                                                    mit dem The-
lung des Abendmahls beim Abschluss-                                                                      ma „Glaube
gottesdienst.                                                                                            und Wissen-
Wir werden auch die Möglichkeit ha-                                                                      schaft“ be-
ben, an dem bunten interreligiösen                                                                       schäftigt.
                                                                                      Bild:privat

Programm des Kirchentages teilzuneh-
men, wie z.B. Eröffnungsgottesdienst,
Abend der Begegnung, Workshops,
Ausstellungen,     Konzerte,    Bibelar-

8
Aus der Gemeinde                  TH EMA

Aus der Gemeinde
Rückblick auf die Diskussion um             aus der Abwertung anderer.“ „Aus             Noch lange nach dem Ende der of-
Ernst Moritz Arndt am 18.Februar            meiner Sicht ist der Name, der 1934       fiziellen Diskussion standen Besu-
   Zur Podiumsdiskussion, in der es um      passend war – das wollen wir, das will    cher*innen in kleinen Gruppen und
die Frage ging, ob der Name Ernst Mo-       ich deutlich festhalten – heute eben      sprachen miteinander – die EMA ist
ritz Arndt für die Gemeinde beibehal-       nicht mehr passend.“                      eben eine sehr lebendige Gemeinde.
ten werden sollte oder besser nicht,           Einige Zuhörer*innen pflichteten          Oder mit Propst Stäblein: „Evange-
kamen fast 100 Besucher*innen. Aus          Propst Dr. Stäblein bei, weil auch sie    lisch heißt: Befragen, diskutieren. Re-
den Thesen der beiden Kontrahenten:         eine Änderung des Namens unserer          spekt für die Gemeinde haben. Für den
Dr. Michael Häusler: „Die Person und        Kirche für wünschenswert hielten.         Meinungsstreit.“ Der wird noch weiter
das Werk Ernst Moritz Arndts müssen         Man müsse den Mut haben, sich von         gehen.
vor dem Hintergrund seiner Zeit und         dem alten Namen zu trennen, weil
der damaligen aktuellen politischen,        es gerade heute wichtig sei, Miss-          Bei Baumaßnahmen sind erfah-
gesellschaftlichen und religiösen Lage      verständnissen vorzubeugen, die bei       rungsgemäß die ersten und die letzten
beurteilt werden. Das nachträgliche         manchen Texten Arndts entstehen           10 % die Schwierigsten, behauptet un-
Anlegen heutiger Maßstäbe ist nicht         können. Die möglicherweise negative       ser Bauausschussvorsitzender. Dem-
nur ahistorisch, sondern schadet            Außendarstellung der Kirche, wenn         entsprechend sind bei unserem Anbau
auch dem notwendigen Prozess einer          sie dulde, dass ein Deutschtümler wie     noch immer an manchen Stellen Nach-
selbstkritischen Auseinandersetzung         Ernst Moritz Arndt Namenspatron sei       besserungen zu machen. Es fehlen
mit der eigenen Geschichte.“                und damit als Vorbild gelte, sei Grund    noch einige Schilder. Auch muss noch
„Die Beseitigung des Namens Ernst           genug, den Namen abzulegen. Vor           geübt werden, vor Veranstaltungen
Moritz Arndt käme einem Verleug-            allem die Jüngeren brauchen einen Na-     im Gemeindesaal beizeiten die Tür am
nen der eigenen Gemeindegeschichte          men, mit dem sie sich mehr identifizie-   oberen Ende der Rampe aufzuschlie-
gleich. Sie wäre eine bewusste Dis-         ren können.                               ßen. Aber trotzdem erleben wir mit
tanzierung von der Gründergeneration           Die Frage, welcher Name denn an-       Freude, dass sowohl der Aufzug, als
unserer Gemeinde. Die Beibehaltung          stelle des jetzigen in Frage käme, wur-   auch die Rampe inzwischen von vielen
des Namens bietet hingegen die Chan-        de bei zwei Wortmeldungen als nach-       benutzt wurden!
ce des fortgesetzten mahnenden Erin-        rangig erachtet.
nerns an die ambivalente Situation der         Die Mehrzahl der Äußerungen un-        Die Wahl der Mitglieder des Ge-
Kirche unter der Gewaltherrschaft.“         terstützte die Sicht von Herrn Häusler:   meindekirchenrats für die kommen-
Propst Dr. Christian Stäblein: „In          Erinnerungskultur sei wichtig und in      den sechs Jahre ist am 3. November
Namen gerinnt Identität. Sie sind die       den letzten 50 Jahren auch gepflegt       2019. Der GKR hat pflichtgemäß erste
kürzeste Form der Erzählung, wer wir        worden, indem immer wieder über           Vorbereitungen getroffen, den Wahl-
sind.“ „Namensänderungen sind im            die Namensgebung diskutiert wor-          vorsitzenden, den Wahlkümmerer und
persönlichen Leben Identitätsumwäl-         den sei. Frau Hecker erinnerte an die     die Mitglieder der Wahlkommission
zungen – sprich: das Ergebnis von Re-       Rede zum 200. Geburtstag Arndts, in       festgelegt.
volutionen oder Umbrüchen.“                 der ihr Mann die Bedeutung Arndts als                                 Ilse Urban
 „Mir scheint es Ernst Moritz Arndt vor     Verfechter der Pressefreiheit und Vor-
allem um Identitätssicherung, -stär-        bereiter einer demokratischen Verfas-
kung, -gewinnung zu gehen, und zwar         sung hervorhob.
– in der klassischen Form des subjek-          Frau von Moers sagte, dass eine Ge-
tiv Unterlegenen – durch Abgrenzung.        meinde durch ihr aktuelles Gemeinde-
Identitätsbildung durch Nicht-Franzo-       leben “einen Namen hat“. Neben vie-             Der Gemeindekirchenrat
se-sein, Nicht-jüdisch-sein, deutsch        len Gesprächskreisen und großartiger                  lädt zu einer
werden in eigener Wesensbestim-             Kirchenmusik gebe es in der EMA viele            Gemeindeversammlung
mung, hochromantisch und mit einem          Aktivitäten von Gemeindegliedern für                im Kirchsaal ein
für mich heute schwer verständlichen        Menschen in Not (Basar, Kleiderkam-            am Sonntag, dem 7. April 2019
Reinheitsideal gegen das Vermischen         mer, Flüchtlingscafé, Behindertenar-         um 11 Uhr im Anschluss an den
mit anderen.“                               beit). So habe die EMA einen „guten                  Gottesdienst.
„Christliche Identität lebt nicht von der   Namen“.                                       Thema: Arndt als Namensgeber
Abgrenzung dieser Art, schon gar nicht                                                         unserer Gemeinde

                                                                                                                           9
Aus der Gemeinde                      TH EMA

Die Gemeinde lädt ein
Begegnungscafé                              Gesprächskreis: „Nach oben offen“            Yoga
Treffen mit Flüchtlingsfamilien,            mit Pfr. Dr. Fritsch                         donnerstags 20.15 bis 21.30 Uhr.
Sonnabend, 26. April                        im April und Mai keine Termine               Anfänger/Mittelstufe Im Jugendhaus.
Sonnabend, 4. Mai                           Schreib- und Literaturgruppe                 Leitung: Michael Klüsener, Tel. 81 49 99 95
von 15.00 bis 17.00 Uhr                     mit Pfr. Dr. Fritsch                         E-Mail: michaelkluesener(at)yahoo.de
im Jugendhaus 1. Etage                      Im April und Mai keine Termine               Atem und Bewegung
Spiel- und Kontaktgruppe                    Unsere Kleiderkammer                         freitags 9.30 bis 10.30 Uhr im Jugendhaus.
für Kinder ab 1 Jahr und Eltern             Annahme von gebrauchter SAUBERER             Entspannung, Belebung und Regeneration
donnerstags 9.30 bis 11 Uhr                 Kleidung OHNE RISSE UND LÖCHER wäh-          Leitung: Bettina Spreitz-Rundfeldt,
im Jugendhaus, 1. Etage.                    rend der Bürozeiten im Gemeindehaus.         Tel. 8 14 14 07
Leitung: Christine Petersen                 Ausgabe gegen eine kleine Spende.            „Füße sind das zweite Herz“
Information und Anmeldung:                  mittwochs 9 bis 11 Uhr,                      Anleitung zu sensomotorischem
Tel. 813 35 45                              donnerstags 16 bis 18 Uhr                    Training für die Fußgesundheit.
EMA-Theatergruppe                           Gründonnerstag, 18. April geschlossen        dienstags 17 Uhr und 18 Uhr,
jeden Montag um 17 Uhr                      Folklore-Tanzgruppe Hage‘ulah                im Jugendhaus. Zur Zeit keine freien Plätze mehr !
mit Pfr. Dr. Fritsch                        lädt zum Mittanzen ein: donnerstags,         Leitung: Klaus Hinz, Tel. 8 13 53 10
im April und Mai keine Termine              19 Uhr für Anfänger und 20 Uhr für Geübte    Kopf-Fit Gedächtnistraining
Jugendcafé Moritz                           Leitung: Marianne Zach,                      Frühlingskurs 2019
Geöffnet (außer in den Ferien)              Tel. 8 13 21 48, 0176 92 42 23 87            18. und 25. April, 2., 9., 16. Mai
von Montag bis Donnerstag (17 bis 20 Uhr)   Besuchsdienstkreis                           10:30 bis 12 Uhr im Gemeindehaus
Mittwochsclub                               Besuche von Neuzugezogenen,                  Kostenbeteiligung 20 Euro
Gesprächskreis mit Menschen mit             Taufeltern, u.a.                             G. Garbrecht und I. Urban
Beeinträchtigung                            Informationen bei Pfrn. Ute Hagmayer         (zertifizierte Gedächtnistrainerinnen)
17 Uhr im Gemeindehaus                      Tel. 813 30 02                               Tel. 813 52 87 bzw. 813 20 97
mit Pfr. Dr. Fritsch                        Arbeit mit Menschen mit                      English for the Over-Sixties
im April und Mai keine Termine              Beeinträchtigung                             donnerstags in der Bibliothek.
Bibel- und Gesprächskreis                   Freizeitangebote für Jugendliche und         1. Gruppe: 10.30 bis 12 Uhr
Montag, 8. und 29. April                    Erwachsene mit geistiger Behinderung,        2. Gruppe: 12 bis 13.30 Uhr
Montag 6. und 20. Mai                       Beratung für Angehörige                      im Gemeindehaus.
jeweils 10 bis 11:30 Uhr                    Fr., 5.4. 15:30 gemütliche Runde,            Leitung: Alison MS Pask, Tel. 86 20 35 46
im Gemeindehaus                             17:00 Klub, Yoga + Musikgruppe               Nachbarschaftshilfe
mit Pfr. i.R. Dr. Schultz-Heienbrok         Fr., 12.4. 16:00 Tanz,                       für die „Papageiensiedlung“.
und Pfr. i.R. Beesk                         17:00 Klub für Ältere + Musikgruppe          Information: Volker Heinrich,
Treffen „KuK“ Kunst und Kirche              Fr., 26.4. 15:30 gemütliche Runde,           Tel. 8 13 34 14, www.papageiensiedlung.de
Montag, 8. und 29. April                    17:00 Klub, Yoga + Musikgruppe               Töpferkurse für Kinder
                                            Sa., 4.5. 15:00 „Großes Treffen“             nach Rücksprache mit Frau Gruner
Vorbereitung im Team 11:45 Uhr
                                            Fr., 10.5. 16:00 Tanz,                       dienstags bis freitags jeweils 15 bis 17 Uhr,
Montag, 29. April Einführung
                                            17:00 Klub für Ältere + Musikgruppe          Töpferwerkstatt im Gemeindehaus.
Kirche am Hohenzollernplatz
                                            Fr., 17.5. 15:30 gemütliche Runde,           Leitung: Monika Gruner, Tel. 8 13 33 86.
Dienstag, 30. April, 11 bis 12:30 Uhr
                                            17:00 Klub, Yoga + Musikgruppe
Exkursion: Kirche am Hohenzollernplatz                                                   Mieterinitiative Onkel-Tom-Siedlung
                                            Fr., 24.5. 16:00 Tanz,
Mo. 6. und 20. Mai                                                                       Kontakt: Frau von Boroviczény,
                                            17:00 Klub für Ältere + Musikgruppe
Vorbereitung im Team 11:45 Uhr                                                           Tel. 81 49 83 75
                                            Frau Heike Huste, Tel.: 0162 4 23 38 63
Montag, 20.Mai Einführung Kreuzkirche                                                    Elternkreise Berlin-Brandenburg
                                            hei.huste@gmx.de
Dienstag, 21. Mai, 11 Uhr bis 12:30 Uhr                                                  EKBB e.V.
Exkursion Kreuzkirche                       Zu Gast in der EMA                           Selbsthilfe für Eltern und Angehörige von
EMA-Chor                                                                                 Suchtgefährdeten und Süchtigen.
                                            Chorwerkstatt Berlin e.V.
mittwochs, 20 Uhr im Gemeindehaus                                                        montags 19 Uhr, im Gemeindehaus.
                                            montags 19.30 bis 22 Uhr,
Leitung: Peter Uehling                                                                   Anonyme Alkoholiker
                                            im Gemeindehaus.
Meditation                                  Leitung: Sandra Gallrein.                    sonntags 11 bis 13 Uhr, im Gemeindehaus.
18 Uhr in der Kirche                        Informationen: Marita Klein                  Rentenversicherung
im April und Mai                            Tel. 8929712 / 0170 641 4936                 mittwochs 16 bis 17 Uhr im Gemeindehaus.
Leitung: Anke Ristenpart                    mariklein@gmx.de                             Hanne Kastner, Versichertenberaterin.
Und Christian Lange                                                                      Tel. 8 13 96 42
                                            „Lied-Schatten“ (Frauenchor)
Senioren „70 drunter und drüber“            montags 19.15 bis 20.45 Uhr,
dienstags, 14-tägig 15 bis 16.30 Uhr,       im Jugendhaus. Leitung: Bettina Erchinger,
im Gemeindehaus                             Tel. 7 81 76 46
im April und Mai mit Pfr. Beesk

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Gottesdienste                    TH EMA

                                              Gottesdienste im April ...
Kontakte
                                               Sonntag		     7. April     Judika
Gemeindebüro:
                                               		           10.00 Uhr     Gottesdienst                      (K)      Pfrn. Ute Hagmayer
Onkel-Tom-Straße 80, 14169 Berlin,
                                               		           17.00 Uhr     Krabbel-Gottesdienst                       Pfrn. Ute Hagmayer
Dominique Harder, Küsterin
                                               		           18.00 Uhr     Taizé-Gottesdienst                         Pfrn. Ute Hagmayer
Bürostunden:
Mo, Di, Do, Fr: 9 -13 Uhr; Mi: 17 -19 Uhr.     Sonntag 14. April Palmarum
E-Mail: buero@ema-gemeinde.de                  		      10.00 Uhr Gottesdienst mit Goldener Konfirmation Pfrn. Ute Hagmayer
                                               		      18.00 Uhr Musikalische Vesper                    Parnassvs musicvs
Tel. 8 13 40 08, Fax: 8 13 94 33
                                               						                                                   Ltg. St. Petit-Laurent
Pfarrerin: Ute Hagmayer
Tel. 8 13 30 02                                Donnerstag 18. April       Gründonnerstag
E-Mail: hagmayer@ema-gemeinde.de               		         18.00 Uhr       Gottesdienst mit Abendmahl                 Pfrn. Ute Hagmayer

Pfarrer: Dr. Stefan Fritsch                    Freitag      19. April     Karfreitag
Tel. 85 01 46 90                               		           10.00 Uhr     Gottesdienst mit Abendmahl                 Pfr. Dr.I.Schultz-Heienbrok
E-Mail: fritsch@ema-gemeinde.de
im April und Mai Studienzeit                   Sonntag		    21. April     Ostersonntag
                                               		           6.00 Uhr      Gottesdienst mit Abendmahl (u.Frühstück) Pfrn. Ute Hagmayer
Diakoniestation:                               		           10.00 Uhr     Gottesdienst                    (K)      Pfrn. Dr. G. Grießmann
Potsdamer Chaussee 69a, 14129 Berlin,
Mo-Fr 8.30 - 19 Uhr, Tel. 81 09 10 33          Montag 		    22. April     Ostermontag
Kindertagesstätte:                             		           10.00 Uhr     Gottesdienst                               Helmut Oppel
Lidia Jacob, Tel. 8 13 46 53
                                               Sonntag 28. April Quasimodogeniti
E-Mail: kindergarten@ema-gemeinde.de
                                               		      10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl      Pfr. Dr. Manfred Richter
www.unserkindergarten.de
                                               		      18.00 Uhr Ökumenisches Abendgebet         Pfr. Dr. Gerhard Borné
Behindertenarbeit:                             				              mit Salbung und Segnung,
Georg Engel, Tel. 221 913 00 17                				anschließend Imbiss, Mitgebrachtes erwünscht.

Überweisungen für die Ernst-Moritz-Arndt
Kirchengemeinde: Empfänger: KKVB Berlin       im Mai ...
IBAN: DE 79 5206 0410 0803 9663 99             Samstag		    4. Mai
BIC: GENODEF1Ek1                               		           15.00 Uhr     Inklusiver Gottesdienst mit Abendmahl       Pfrn. Ute Hagmayer
Stichwort: EMA + Zweck.
                                               Sonntag		    5. Mai        Miserikordias Domini
Konto des Förderkreises zur Erhaltung der      		           10.00 Uhr     Gottesdienst                      (K)      Pfrn. Ute Hagmayer
Ernst-Moritz-Arndt-Kirche: Postbank            		           17.00 Uhr     Krabbel-Gottesdienst                       Pfrn. Ute Hagmayer
Berlin, IBAN: DE80 1001 0010 0453 4001 01      		           18.00 Uhr     Taizé-Gottesdienst                         Pfrn. Ute Hagmayer
BIC: PBNKDEFF
                                               Sonntag		 12. Mai   Jubilate
Impressum

                                                         10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
                                                         18.00 Uhr Musikalische Vesper
                                                                                                            (K)      Pfrn. Dr. Grießmann
                                                                                                                     La Nonette
Gemeindebrief der Evangelischen Ernst-         						                                                                WUNDERKAMMER
Moritz-Arndt Kirchengemeinde (EMA),
                                               Sonntag		    19. Mai       Kantate
herausgegeben im Auftrag ihres Gemeinde-
                                               		           10.00 Uhr     Gottesdienst                      (K)      Pfr. Dr.I.Schultz-Heienbrok
kirchenrates, vertreten durch die
                                               		           18.00 Uhr     Zeitfragen-Gottesdienst                    Dr. Isabella Hermann
Vorsitzende Ute Hagmayer
Onkel-Tom-Str. 80, 14169 Berlin-Zehlendorf,    Sonntag		     26. Mai      Rogate
www.ema-gemeinde.de.                           		           11.00 Uhr     Familiengottesdienst              (K)      Pfrn. Ute Hagmayer
                                               		           18.00 Uhr     Abendandacht                               Pfr. Dr. Gerhard Borné
Redaktion: Prof. Dr. Gunnar Brands,
Ulf A. Fischbeck, Dr. Stefan Fritsch,          Donnerstag 30. Mai   Himmelfahrt
Dr. Gundula Grießmann, Clarissa Paul,          		         10.00 Uhr Pauluskirche Musikalischer Gottesdienst mit Konfirmation,
Nikolaus Röttger, Ilse Urban                   		         Abendmahl und parallelem Kindergottesdienst     Pfrn. Dr. Donata Dörfel
Kontakt: Stefan Fritsch
                                              Kindergottesdienst (K) sonntags 10 Uhr im Jugendhaus, am 7. April, 5.,12.,19. und 26. Mai
(fritsch@ema-gemeinde.de)                     Leitung: Daniela Führ.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte   Am Ostersonntag, 21. April Leitung: Familie Schöngrab mit kleiner Osteraktion
Artikel zu ändern. Namentlich gezeichnete
Beiträge entsprechen nicht in jedem Falle     Taufen: Finn Zimme; Katia Morgenstern; Tim Dengler; Ariel Kofler; Leander Uka; Valentin
der Redaktionsmeinung.                        Magnus; Frieda Katrin Perl; Ariadne Kuhlmann; Oliver Wiesmann; Juliane Jäde; Christine Haase
Layout und Druck: mediaray-graphics –
                                              Bestattungen: Ingrid Riebe, geb. Rademacher, 80 J.; Gisela Upmeier, geb. Hennies, 78 J.;
Druckerei im Kirchenkreis Steglitz
E-Mail: ray@mediaray-graphics.de              Ilona Clasen, 63 J.; Gerhard Führ, 89 J.; Eberhard Brenzinger, 91 J.; Barbara Sprengel, 68 J.;
                                              Elisabeth Blechschmidt, 92 J.; Günter Freimuth, 92 J. Klaus Schaloski, 85 J.;
Nächster Redaktionsschluss: 25. April         Giesela Schröder, geb. Himmer. 84 J.
Nächster Abholtermin: ab 20. Mai

                                                                                                                                            11
Aktuell      TH EMA

                                          Herzliche Einladung zum Gottesdienst
Musik in der EMA
                                                zur Goldenen Konfirmation
Sonntag, 14. April, 18 Uhr:
MUSIKALISCHE VESPER:
                                           am Sonntag, 14. April 2019 um 10.00 Uhr
Durch das Jahr mit Parnassvs musicvs:        Wir feiern wieder Goldene (50), Diamantene (60), Eiserne (65),
Frühling mit Stephanie Petit-Laurent,       Gnaden- (70) und vielleicht auch Kronjuwelen-Konfirmation (75).
Irina Kisselova, Francois Petit-Laurent
und Gösta Funck
                                          Dazu laden wir alle, deren Konfirmati-     um Ihre Anmeldung in der Küsterei. Ein
Freitag 3. Mai, 19.00 Uhr                 on 1969 oder früher stattfand, zur Fei-    kurzes Vorbereitungstreffen, zu dem
BEETHOVEN VIII                            er der Jubel-Konfirmation ein. Ihre Kon-   ich Sie auch herzlich einlade, findet am
Klaviertrios op. 1,                       firmation muss nicht in der Ernst-Mo-      Freitag, dem 5. April um 12.00 Uhr im
Andreas Pfaff, Martin Seemann,            ritz-Arndt-Kirche stattgefunden haben.     Gemeindehaus statt. Wir freuen uns,
Mira Lange, Peter Uehling                 Natürlich sind auch Ihre Angehörigen       wenn Sie an diesem besonderen Got-
Sonntag, 12. Mai, 18.00 Uhr               herzlich willkommen.                       tesdienst teilnehmen und sich segnen
MUSIKALISCHE VESPER:                         Wenn Sie an der Feier der Goldenen      lassen.
La Nonette, WUNDERKAMMER                  oder Jubel-Konfirmation teilnehmen
                                                                                                   Pfarrerin Ute Hagmayer
                                          möchten, bitten wir Sie freundlichst
Außerdem:

Musik im
Gottesdienst:                                                   Kunst und Kirche
Sonntag, 14. April, 10 Uhr:
Sonntagssänger                                                 Nach den Gedächtniskirchen wenden
Karfreitag, 19. April, 10 Uhr:                                 wir uns durch Fritz Höger inspirierten ex-
Sonntagssänger                                                 pressionistischen Backsteinkirchen zu.
Sonntag, 28. April, 10 Uhr:                                     Am Dienstag, 30. April besuchen wir
Sonntagssänger                                                     die Kirche Am Hohenzollernplatz.
                                                                   Am 21. Mai folgt die Kreuzkirche,
                                                                          Forckenbeckstraße.
        Baby- und
       Kinder-Basar                                             Wir treffen uns jeweils um 10.00 Uhr
   Samstag, 11. Mai von 10 bis 13 Uhr                                        vor der EMA.
          Standmiete 7,00 Euro,                                      Die Teilnahme ist kostenlos.
            Kuchen und Tisch                                 (Bei Rückfragen: Ilse Urban 0173 610 4881)
            sind mitzubringen.
      Platzreservierung: Lidia Jacob
    kindergarten@ema-gemeinde.de
                                                   Der Gemeindekirchenrat
                                             lädt zu einer Gemeindeversammlung
           Putztag
         in der EMA                                     im Kirchsaal ein
         Herzlich Willkommen                             am Sonntag, dem 7. April 2019 um 11.00 Uhr
         zum Frühjahrsputzen                                 im Anschluss an den Gottesdienst.
      am Sonnabend, dem 6. April,                    Thema: Arndt als Namensgeber unserer Gemeinde
   in der Zeit von 10.00 bis 13.00 Uhr!

                                                                              Vorschau:
                                                        Das EMA-Gemeindefest ist am Sonnabend, dem 15. Juni
                                                                        von 15 bis 18 Uhr

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