ASV-BW Handreichung Serverinstallation unter Linux-Systemen - Stand: 01.04.2019 - Startseite
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ASV-BW Handreichung
Serverinstallation unter Linux-Systemen
Stand: 01.04.2019
Kontaktdaten SCS:
Telefon: 0711 89246-0
E-Mail sc@schule.bwl.de
Weitere Informationsquellen:
Im Intranet http://kvintra.kultus.bwl.de/wdb
Im Internet www.asv-bw.deInhaltsverzeichnis
1. Vorbereitende
................................................................................................................................
Maßnahmen 3
1.1 Systemvoraussetzungen 3
1.2 Java 11 installieren 4
1.3 Firewall anpassen 5
2. Postgres ................................................................................................................................ 7
2.1 PostgreSQL installieren mit graphischer Oberfläche 7
2.2 PostgreSQL installieren ohne graphische Oberfläche 12
2.3 Konfigurationsdateien 14
2.4 PG-Admin 15
2.5 Backup/Restore 15
2.6 Einrichten der ASV-BW-Datenbank 18
3. Installation................................................................................................................................
ASV-Server 19
3.1 Installation 19
3.2 Bedienung des ASV-Servers 23
3.3 ASV deinstallieren 26
© 2019 Service Center Schulverw altung (SCS)Serverinstallation unter Linux-System en Vorbereitende Maßnahm en
1 Vorbereitende Maßnahmen
Voraussetzungen:
· Der ASV-Server benötigt einen Zugang zur KISS-Infrastruktur mit mindestens 64KBit/s:
Vodafone KISS (ISDN, UMTS, LTE oder DSL), KISS-Belwue oder kommunale
Rechenzentren.
· Anpassung der Firewall, Öffnen der benötigten Ports
· Für die Installation von ASV-BW wird zwingend eine graphische Oberfläche benötigt. Wenn
auf dem Server keine vorhanden ist, kann z.B. Xfce nachinstalliert werden. Auch die
Übertragung der graphischen Ausgabe auf einen entfernten Rechner über eine SSH-
Verbindung ist möglich.
1.1 Systemvoraussetzungen
Für die Installation des ASV-Servers gelten die gleichen Hardwarevoraussetzungen wie für
Windows Server. Diese können auf unserer Homepage www.asv-bw.de eingesehen
werden.
Ab ASV-Version 2.6 kann ASV-BW nur noch auf einem 64 bit Betriebssystem installiert
werden.
Außerdem wird Java 11 benötigt und PostgreSQL mindestens in der Version 9.4
3Serverinstallation unter Linux-System en Vorbereitende Maßnahm en
1.2 Java 11 installieren
Die Java-Installation wird hier nur beispielhaft beschrieben. Für künftige ASV-BW-
Programmupdates kann u.U. eine höhere Java Version notwendig sein. Beachten Sie dazu
die Release Notes.
Überprüfen Sie die vorhandene Java Version:
java -version
Als Ausgabe könnte z.B. folgendes Ergebnis angezeigt werden:
Wenn Java 11 nicht vorhanden ist, muss es installiert werden.
Die Datei jdk-11.0.1 finden Sie auf unserer Homepage zum Download
Legen Sie nun ein Ziel-Verzeichnis für die Java Installation, /opt/Oracle_Java/ an
mkdir /opt/Oracle_Java
Entpacken Sie das heruntergeladene Archiv in dieses Verzeichnis.
(Beachten Sie bei den folgenden Aktionen, dass die Versionsnummer bei Ihrem Archiv von
der hier dargestellten abweichen kann)
tar -xf openjdk-11.0.1_linux-x64_bin.tar.gz -
C /opt/Oracle_Java
Registrieren Sie das Java-Binary im alternatives-System
update-alternatives --install "/usr/bin/java" "java"
"/opt/Oracle_Java/jdk-11.0.1/bin/java" 1
Legen Sie Java 11 als aktive Version fest
update-alternatives --set "java" "/opt/Oracle_Java/jdk-
11.0.1/bin/java"
Überprüfen Sie anschließend erneut die Java Version mit
java -version
Jetzt sollte die Ausgabe Java 11 als aktuelle Version anzeigen:
4Serverinstallation unter Linux-System en Vorbereitende Maßnahm en
1.3 Firewall anpassen
Für die Kommunikation des ASV-Servers mit der Datenbank bzw. mit dem Client, sowie mit
dem ZSS (Zentraler Schulserver) müssen Ports geöffnet werden. Das Schaubild zeigt die
notwendigen Verbindungen nach außen.
Port 8765
Über diesen Port kommunizieren die ASV-Clients mit ihrem ASV-Server. Dieser Port muss
im LAN bei allen Clients und dem ASV-Server ein- und ausgehend geöffnet sein.Port 9876
Über diesen Port wird die Kommunikation vom ASV-Server zum ZSS (Zentralen Schulserver)
aufgebaut. Der Port muss offen sein, damit ASV-BW die Dienststellen- und Personaldaten
der Schule importieren kann. Außerdem werden die Wertelisten über diesen Port aktualisiert.
Port 5432
Für die Kommunikation des ASV-Servers mit der Datenbank muss der Port 5432 freigegeben
werden. Dies ist der Standard-Port des PostgreSQL-Datenbanksystems. Wenn ASV-Server
und PostgreSQL auf der gleichen Maschine installiert sind, ist hier keine Anpassung
notwendig.
Beispiel: Öffnen des Ports 5432 in der Firewall
vi /etc/sysconfig/iptables
Neue Zeile einfügen: -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --
dport 5432 -j ACCEPT
5Serverinstallation unter Linux-System en Vorbereitende Maßnahm en
Danach muss der Dienst iptables neu gestartet werden.
service iptables restart
Hinweis für Debian/Ubuntu-User:
Die Eingabe der Regeln erfolgt mit einem Befehl nach diesem Muster:
sudo iptables -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --
dport 5432 -j ACCEPT
Überprüfen Sie den Eintrag mit
iptables -L
Nach jedem Reboot werden diese Einträge jedoch gelöscht und Iptables wird auf den
Ausgangszustand zurückgesetzt.
Um dies zu vermeiden, speichert man die Eiträge in ein eigenes
Verzeichnis /etc/iptables/rules.v4 (für IPv4 Einträge):
iptables-save > /etc/iptables/rules.v4
Nach dem Neustart liest man sie wieder ein mit
iptables-restore < /etc/iptables/rules.v4
6Serverinstallation unter Linux-System en Vorbereitende Maßnahm en
2 Postgres
2.1 PostgreSQL installieren mit graphischer Oberfläche
Ab ASV-Version 2.6 muss PostgreSQL mindestens in der Version 9.4 installiert sein. Wenn
dies nicht zutrifft, installieren Sie bitte PostgreSQL 10.
Zunächst muss überprüft werden, ob bereits eine postgreSQL-Installation vorhanden ist.
Abfrage für Client:
psql --version
Abfrage für Server (als User postgres):
SELECT version();
Sind bereits mehrere Versionen vorhanden:
locate bin/psql | xargs -i xargs -t '{}' -V
Wenn bereits Installationen in anderen Versionen vorhanden sind (z.B. für SVP-BW), kann
Version 10 parallel installiert werden. Bei jeder zusätzlichen Installation, erhöht sich die
Portnummer automatisch um +1. Dies kann/muss in der posgresql.conf Datei überprüft
werden.
Ist eine Version 9.4 oder höher bereits vorhanden, kann dieses Kapitel übersprungen werden.
Neuinstallation von PostgreSQL 10
Laden Sie den Installer von der PostgreSQL Downloadseite herunter.
http://www.enterprisedb.com/products-services-training/pgdownload
Wählen Sie das Paket für die Linux- 64- bit- Version aus
Machen Sie die Datei nach dem Download ausführbar
chmod 777 postgresql-10.6-1-linux-x64.run
7Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
Füheren Sie die Datei aus
./postgresql-10.6-1-linux-x64.run
Sogleich öffnet sich der graphische Installationsassistent.
Klicken Sie auf der Begrüßungsseite auf "next"
Wählen Sie das Installationsverzeichnis aus, oder verwenden Sie das vorgeschlagene
Verzeichnis.
Entfernen Sie den Haken bei Stack Builder
8Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
Wählen Sie das Verzeichnis für die Datenbank aus, oder verwenden Sie das vorgeschlagene
Verzeichnis.
Tragen Sie ein Passwort für den Superuser postgres ein. Notieren Sie sich das Passwort für
die spätere ASV-Installation.
PostgreSQL schlägt einen Port vor. Wenn bereits eine Installation mit dem Port 5432
vorhanden ist, erhöht PostgreSQL automatisch die Port Nummer um 1.
z.B. 5433
Um Konflikte mit vorhandenen Installationen zu vermeiden, übernehmen Sie den
vorgeschlagenen Wert.
9Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
Setzen Sie die Locale auf de_DE.utf8
Eine Zusammenfassung der gewünschten Parameter wird angezeigt. Der nächste Schritt
installiert das Programm nach diesen Vorgaben:
Wenn der Dienst postgres beim Serverstart automatisch gestartet werden soll, geben Sie
ein:
RedHat/CentOS: chkconfig postgresql-10 on
Debian/Ubuntu: update-rc.d postgresql defaults
OpenSuSE: chkconfig --add postgresql
Ändern Sie das Passwort des Users postgres. Dieses Passwort muss später bei der
Installation von ASV-BW angegeben werden.
Dazu melden Sie sich als Benutzer postgres an:
su postgres
Verbinden Sie sich mit der Standard-Datenbank postgres:
psql -dpostgres
10Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
Ändern Sie das Passwort:
postgres=# ALTER USER postgres WITH PASSWORD 'strenggeheim';
Verlassen Sie psql mit : \q
11Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
2.2 PostgreSQL installieren ohne graphische Oberfläche
Ab ASV-Version 2.6 muss PostgreSQL mindestens in der Version 9.4 installiert sein. Wenn
dies nicht zutrifft, installieren Sie bitte PostgreSQL 10.
Zunächst muss überprüft werden, ob bereits eine postgreSQL-Installation vorhanden ist.
Abfrage für Client:
psql --version
Abfrage für Server (als User postgres):
SELECT version();
Sind bereits mehrere Versionen vorhanden:
locate bin/psql | xargs -i xargs -t '{}' -V
Wenn bereits Installationen in anderen Versionen vorhanden sind (z.B. für SVP-BW), kann
Version 10 parallel installiert werden. Bei jeder zusätzlichen Installation, erhöht sich die
Portnummer automatisch um +1. Dies kann/muss in der posgresql.conf Datei überprüft
werden.
Ist eine Version 9.4 oder höher bereits vorhanden, kann dieses Kapitel übersprungen werden.
Neuinstallation von PostgreSQL 10
Importieren Sie zunächst den PostgreSQL Paketschlüssel auf Ihrem System:
wget -q https://www.postgresql.org/media/keys/ACCC4CF8.asc -
O - | apt-key add -
Fügen Sie nun das PostgreSQL apt Repository in eine zusätzliche Source List ein. In diesem
Befehl ist die Bezeichnung der jeweiligen Linux Distribution enthalten. In diesem Fall steht
"jessie" für Debian 8. Passen Sie die Zeile ggf, auf Ihre Version an.
sh -c 'echo "deb http://apt.postgresql.org/pub/repos/apt/
jessie-pgdg main" >> /etc/apt/sources.list.d/pgdg.list'
Jetzt muss noch die Paketliste aktualisiert werden:
apt-get update
Danach kann PostgreSQL installiert werden
apt-get install postgresql-10
Wenn der Dienst postgres beim Serverstart automatisch gestartet werden soll, geben Sie
ein:
RedHat/CentOS: chkconfig postgresql-10 on
Debian/Ubuntu: update-rc.d postgresql defaults
OpenSuSE: chkconfig --add postgresql
12Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
Ändern Sie nun noch das Passwort des Users postgres. Dieses Passwort muss später bei
der Installation von ASV-BW angegeben werden.
Dazu melden Sie sich als Benutzer postgres an:
su postgres
Verbinden Sie sich mit der Standard-Datenbank postgres:
psql -dpostgres
Ändern Sie das Passwort:
postgres=# ALTER USER postgres WITH PASSWORD 'strenggeheim';
Verlassen Sie psql mit : \q
Notieren Sie sich das Passwort für die spätere ASV-Installation.
13Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
2.3 Konfigurationsdateien
postgresql.conf
Konfigurieren Sie die Datei postgresql.conf.
Red Hat/CentOS: vi /var/lib/pgsql/10/data/postgresql.conf
Debian u. Ubuntu : vi /etc/postgresql/10/main/postgresql.conf
OpenSuSE: vi /var/lib/pgsql/data/postgresql.conf
Bei den listen_adresses wird localhost ersetzt durch '*' (Kommentarzeichen entfernen)
Der Port 5432 wird aktiviert (Kommentarzeichen # entfernen)
pg_hba.conf
Wenn ASV-BW von außen auf den Rechner mit der Datenbank zugreifen soll, also nicht als
localhost, dann muss die Datei pg_hba.conf angepasst werden.
Red Hat/CentOS: vi /var/lib/pgsql/10/data/pg_hba.conf
Debian u. Ubuntu : vi /etc/postgresql/10/main/pg_hba.conf
OpenSuSE: vi /var/lib/pgsql/data/pg_hba.conf
Fügen Sie eine neue Zeile ein unter den IPv4 connections:
host | all | all | 0.0.0.0/0 | trust
Danach muss der Dienst postgres neu gestartet werden
/etc/init.d/postgresql restart
14Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
2.4 PG-Admin
PostgreSQL 10 verlangt die Verwendung von pg-Admin4. Derzeit ist kein installierbares
Paket für pg-Admin4 vorhanden.
Ein graphisches Frontend für PostgreSQL 10 ist derzeit unter Linux nicht verfügbar.
2.5 Backup/Restore
Die Datensicherung und -wiederherstellung kann zunächst manuell durchgeführt werden mit
den jeweiligen Befehlen. Auch eine automatische Datensicherung kann eingerichtet werden.
Backup - ein komprimiertes Backup der asv Datenbank erzeugen (als root)
pg_dump benötigt Hostname, Port, Benutzername, Optionen, Dateipfad/Bezeichnung,
Datenbankname
pg_dump -h localhost -p 5432 -U postgres -Fc -f .backup asv
Ein so erzeugtes Backup ist nachher auch mit pgAdmin III wieder zurückspielbar (in diesem
Fall ist die Dateiendung .backup wichtig)
Restore
pg_restore benötigt Hostname, Datenbankname, Benutzername, Dateipfad/Bezeichnung der
.backup-Datei.
pg_restore -h localhost -p5432 -d asv -U postgres -c
.backup
Automatische Datensicherung mit einem Skript
Das Skript im hier gezeigten Bespiel erstellt einmal an jedem Wochentag eine
Datensicherung der ASV-BW-Datenbank. Die Sicherungen des vergangenen Woche werden
jeweils überschrieben. Somit kann man immer auf die Backups einer zurückliegenden
Woche zurückgreifen. Eine Anpassung des Skripts auf andere Zeitintervalle ist jederzeit
möglich. Zusätzlich wird bei jeder Datensicherung eine backup.log-Datei geschrieben zur
Überwachung des Ablaufs.
Legen Sie zunächst das Zielverzeichnis für die Backupdateien an.
mkdir /root/backup/
mkdir /root/backup/asv
Erstellen Sie im Verzeichnis /root/backup/asv eine neue Datei, z.B. autobackup
touch autobackup
15Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
Als Shell-Skript muss diese Datei ausführbar gemacht werden
chmod +x autobackup
Öffnen Sie die die Datei autobackup mit Ihrem Editor und kopieren Sie den folgenden Text
hinein:
#!/bin/bash
# automatisches Backup für ASV Datenbank
HOME='/root/backup/asv'
DATABASE=asv
PORT=5432
DUMP_FILE="asv"`date +'%w'`".backup.bz2"
cd $HOME
echo
"-----------------------------------------------------------
--------------"
echo "Start: "`date`
echo -e "\n\nasv.backup ($DUMP_FILE):\n"
pg_dump -h localhost -p $PORT -U postgres -Fc $DATABASE |
bzip2 > $DUMP_FILE
echo -e "\nEnde: "`date` "\n"
Passen Sie die Werte für HOME, DATABASE, PORT bei Bedarf auf Ihre Gegebenheiten an.
Damit beim Ausführen der Datensicherung die Passwortabfrage des Benutzers postgres
unterdrückt wird, muss im Homeverzeichnis des ausführenden Benutzers die Datei .pgpass
erzeugt werden.
nano /root/.pgpass
In diese Datei werden die Zugangsdaten für User postgres eingefügt.
hostname:port:database:username:password
Die Datei wird nur berücksichtigt, wenn die Benutzerrechte eingeschränkt sind.
chmod 0600 /root/.pgpass
In diesem Beispiel sind Wildcards für alle Ports und alle Datenbanken eingetragen, sowie
der Benutzername postgres mit dem Passwort postgres:
Für die automatisierte Ausführung des Skripts wird nun ein Cronjob eingerichtet. Dazu muss
die Datei crontab editiert werden.
Für root befindet sie sich im Verzeichnis /etc/crontab. Für andere User kann eine crontab-
Datei je nach Distribution in das Verzeichnis /var/spool/cron oder /var/spool/cron/crontabs mit
dem Usernamen als Dateibezeichnung kopiert werden.
Aufruf mit crontab -e
16Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
Hier wird tabellenartig das Zeitintervall eingetragen, der Username und der auszuführende
Befehl.
In diesem Beispiel wird jeden Tag um 16.00 Uhr ein Backup erstellt und eine log-Datei in das
Verzeichnis /root/backup/asv geschrieben.
0 16 * * * /root/backup/asv/autobackup >>
root/backup/asv/backup.log 2>&1
Nach einer Woche befinden sich im Verzeichnis /root/asv/backup die Sicherungen von jedem
Wochentag (0 = Sonntag usw.).
17Serverinstallation unter Linux-System en Postgres
2.6 Einrichten der ASV-BW-Datenbank
Die ASV-BW-Datenbank wird normalerweise bei der Installation des ASV-Servers angelegt.
Man kann die Datenbank auch von Hand erzeugen.
Anlegen der Datenbank im Terminal, ohne grafische Oberfläche:
Befehl = createdb [Name der Datenbank]
Folgende Optionen müssen berücksichtigt werden:
Option Bedetung Wert
-U Superuser postgres
-h hostname localhost
-p Port des postgres Servers 5432
-O Besitzer (Owner) der Datenbank asv
-D Tablespace pg_default
-T Template template0
-E Kodierung UTF8
-l locale, Zeichenfolge und Zeichentyp de_DE.UTF-8
-e Echo, zeigt die Befehle, die an den Server gesendet werden
Beispiel:
createdb asv3 -U postgres -h localhost -p 5432 -O asv -D
pg_default -T template0 -E UTF8 -l de_DE.UTF-8 -e
Der ASV-Server kann sich mit dieser leeren Datenbank nicht verbinden. Es muss zuerst ein
ASV-BW-Backup eingelesen werden.
Außerdem muss in der config.ini des ASV-Servers der Name der neuen Datenbank
eingetragen werden. Die Zeile mit der verschlüsselten Angabe wird als Kommentar
gekennzeichnet.
18Serverinstallation unter Linux-System en Installation ASV-Server
3 Installation ASV-Server
3.1 Installation
Laden Sie das Installationspaket von ASV-BW herunter und entpacken Sie es in ein
beliebiges Verzeichnis auf dem Rechner.
Die Installation von ASV-BW wird mit Root-Rechten durchgeführt. Im Betrieb läuft ASV-BW
später mit den Rechten eines neu anzulegenden, unterpriviligierten Nutzers asvdss.
Legen Sie den Benutzer asvdss an:
adduser --system --no-create-home asvdss
Für die ASV-BW-Installation muss außerdem ein Verzeichnis /opt/asv/ angelegt werden.
mkdir -p /opt/asv/
Für die weitere Installation benötigen Sie eine graphische Oberfläche. Diese kann bei Bedarf
nachinstalliert werden. Sie muss jedoch nicht zwingend auf dem Server installiert sein. Man
kann sich auch von einem Rechner mit graphischer Oberfäche per ssh auf dem Server
einloggen und dann die graphische Ausgabe über den ssh-Zugang ausgeben.
Der entsprechende Befehl lautet:
ssh -X user@serveradresse
Das Installationspaket enthält im Ordner install eine Datei install.sh
Mit dieser Datei starten Sie den Installationsassistenten:
./install.sh
Bestätigen Sie die Meldung mit Klick auf 'Weiter'.
19Serverinstallation unter Linux-System en Installation ASV-Server
Wählen Sie die Option 'Mehrplatz-Server'. Tragen Sie das Zielverzeichnis ein, wenn es
vom Standard abweicht:
Tragen Sie die fehlenden Daten ein:
PostgreSQL-Verbindungsdaten
Kennung postgres (Kennung des Datenbank-„Superusers“)
Passwort Hier geben Sie das zuvor bei der postgreSQL-Installation geänderte
Passwort des Users postgres ein.
Host localhost (wenn ASV-Server und Postgres auf derselben Maschine
laufen, können Sie den Eintrag stehen lassen)
Port 5432 (Standardport von postgreSQL)
Initiale Datenbank postgres (in dieser Datenbank verwaltet postgres sich selbst)
ASV Datenbank
Datenbankname asv (dieser Name kann so bleiben, wenn es nicht schon eine
Datenbank mit diesem Namen gibt, z.B. vom Bewerbermodul)
ASV DB Kennung asv (dies ist die Kennung des Datenbankbenutzers, der die Rechte an
der Datenbank asv hat)
ASV DB Kennwort frei wählbar (mind. 6 Zeichen) z.B. asv123
20Serverinstallation unter Linux-System en Installation ASV-Server
Die Datenbank wird angelegt.
Die Verknüpfung ins Start-Menü kann deaktiviert werden (gibt es nur für Windows).
21Serverinstallation unter Linux-System en Installation ASV-Server
Die Option "Zusammenfassung anzeigen" kann aktiviert werden. Der Aktualisierungsdienst
sollte gleich mitinstalliert werden. Siehe Kapitel Aktualisierungsdienst für weiter Informationen
zum Aktualisierungsdienst.
In der Zusammenfassung werden die Verbindungsparameter für den ASV-Server angezeigt.
Diese Datei wird automatisch in das Installationsverzeichnis /opt/asv/server gespeichert.
Nach der Installation „gehören“ alle installierten Verzeichnisse und Dateien dem Benutzer
root. Da der ASV-Server jedoch als Benutzer asvdss ausgeführt wird und seine Logfiles im
Unterverzeichnis logs ablegt, muss der Benutzer asvdss Schreibrechte auf dieses
Verzeichnis erhalten.
Des weiteren legt der ASV-Server im Verzeichnis /opt/asv/server eine Datei .lock an und
schreibt in das Unterverzeichnis configuration. Daher benötigt der Benutzer asvdss auch
Rechte an diesen Verzeichnissen. Da Debian/Ubuntu für die Ausführung des init.skripts
(siehe nächstes Kapitel) sowieso die vollen Besitzrechte auf dieses Verzeichnis verlangt ,
wird das gesamte Server Verzeichnis rekursiv an den Benutzer asvdss übergeben:
chown -R asvdss /opt/asv/server
Eine Anleitung für die Client-Installation auf Windows-Rechnern befindet sich auf unserer
Homepage www.asv-bw.de
22Serverinstallation unter Linux-System en Installation ASV-Server
3.2 Bedienung des ASV-Servers
Der ASV-Server kann mit Hilfe einer Init-Script-Datei automatisch gestartet bzw. gestoppt
werden, wenn der Server hoch- bzw. herunterfährt. Die Script-Datei "asv-server" wird auf
unserer Homepage www.asv-bw.de unter Dokumente und Anleitungen zum Download
angeboten.
Entpacken Sie die Init-Script-Datei in das Verzeichnis /etc/init.d:
unzip asv-server.zip -d /etc/init.d
Danach wird sie ausführbar gemacht:
chmod 755 asv-server
In der Script-Datei müssen noch einige Parameter an die lokale Umgebung angepasst
werden:
vi /etc/init.d/asv-server
Bitte überprüfen Sie folgende Werte:
JAVA_HOME=/opt/Oracle_Java/jre11.0.1 (Verzeichnis und Versionsnummer von Ihrer Java-
Installation)
serviceUser="Name des Benutzers, der den Dienst startet"
servicegroup="Name der Benutzergruppe des o.g. Benutzers"
applDir="Verzeichnis der ASV-BW-Installation bis zum Serververzeichnis"
seviceUserHome="Wenn der Benutzer kein Home-Verzeichnis hat, bleibt der Eintrag leer"
Als Beispiel hier die Einstellungen für die im vorigen Kapitel beschriebene Installation:
Bei Standardeinstellung wird der Client beim Stoppen des Dienstes informiert, dass 5
Minuten später der Server beendet wird. Wem das zu lange dauert, der kann den Parameter
-t 300 anpassen (in Sekunden).
Mit dem folgenden Befehl werden in den Verzeichnissen /etc/rcX.d symbolische Links
gesetzt, die den ASV-Server in den einzelnen Runleveln automatisch starten bzw. stoppen.
Die Informationen hierzu sind im Kopf des Init-Scripts abgelegt.
23Serverinstallation unter Linux-System en Installation ASV-Server
Red Hat/CentOS: chkconfig asv-server on
Debian/Ubuntu: update-rc.d asv-server defaults (ab Debian 6.0:
insserv asv-server)
OpenSuSE: chkconfig --set asv-server on
Überprüfen Sie die Runlevels mit
chkconfig --list
Der ASV-Server kann aber auch manuell mit folgenden Befehlen gesteuert werden:
/etc/init.d/asv-server start
/etc/init.d/asv-server stop
/etc/init.d/asv-server status
Wenn Sie den ASV-Server auf der graphischen Oberfläche starten wollen, machen Sie die
Datei asv-bw im Verzeichnis /opt/asv/ ausführbar und starten Sie sie mit Doppelklick.
Beachten Sie, dass dieser Prozess benutzerabhängig ist. Im Gegensatz zum Server Dienst
wird dieser Java Prozess beim Abmelden des Benutzers beendet.
24Serverinstallation unter Linux-System en Installation ASV-Server
Überprüfen Sie, ob der Prozess dss läuft, wahlweise mit folgenden Befehlen:
ps -aux |grep java
oder
top |grep java
Wenn der ASV-Server läuft, wird er in der Ausgabe als Java-Prozess angezeigt, z.B:
Hat man so die Prozess-ID ermittelt, kann man den Prozess auch mit kill wieder beenden:
kill
Mögliche Fehlerquellen:
Sollte der Dienst nach dem manuellen Start nicht weiterlaufen, prüfen Sie bitte die
Datei /var/log/dss-service.log
Hier kann folgende Fehlermeldung dokumentiert sein: Can´t connect to X11 window server
using ':o.o' as the value of the DISPLAY variable.
Tragen Sie in diesem Fall die IP-Adresse des localhost 127.0.0.1 in die Proxy-Ausnahmen bei
den Proxy-Einstellungen der KISS-Verbindung ein.
Eine ebenfalls bekannte Fehlermeldung lautet: Die Anwendung hat keinen Schreibzugriff auf
das Laufwerk null.
Der Grund sind die fehlenden Schreibrechte des Users asvdss auf die
Verzeichnisse /opt/asv/, /opt/asv/logs und opt/asv/configuration.
25Serverinstallation unter Linux-System en Installation ASV-Server
3.3 ASV deinstallieren
Für die Deinstallation reicht es aus, das Verzeichnis opt/asv/ sowie die asv-Datenbank zu
löschen. Der ASV-Server muss dazu beendet werden.
1. Löschen des Verzeichnisses /opt/asv
rm -r -I /opt/asv
2. Löschen der Datenbank
Anmelden als User postgres
su postgres
Datenbank löschen
dropdb asv
Wurden symbolische Links zu den Init-Verzeichnissen angelegt, so müssen diese ebenfalls
gelöscht werden.
Red Hat/CentOS: chkconfig asv-server off
Debian/Ubuntu: update-rc.d -f asv-server remove
OpenSuSE: chkconfig --set asv-server off
26Sie können auch lesen