Auszug aus dem Nationalen Kollektivvertrag und dem Landesabkommen für Bedienstete im Tourismussektor
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Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 1
Auszug aus dem Nationalen
Kollektivvertrag und dem
Landesabkommen für Bedienstete
im TourismussektorKollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 2
Herausgeber:
Südtiroler Tourismuskasse (STK)
Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) Tel. 0471 317 700 Bozen, Schlachthofstr. 59
ASGB Tel. 0471 308 200 Bozen, Bindergasse 30
AGB/CGIL – LHFD/FILCAMS Tel. 0471 926 419 Bozen, Romstr. 80
SGB/CISL FISASCAT Tel. 0471 568 441 Bozen, Siemensstr. 23-29
SGK/UIL UILTUCS Tel. 0471 245 615 Bozen, Romstr. 80/c
April 2004
Südtiroler Tourismuskasse (STK)
c/o Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV)
39100 Bozen, Schlachthofstr. 59
Tel. 0471 317 700
Fax 0471 317 701
STK-CTA@HGV.it
Druck:
Karo Druck, Frangart
Stellenmarkt online
www.provinz.bz.it/arbeitsboerse
Arbeit
www.eures-transtirolia.org Arbeitsamt
2Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 3
Inhalt
Südtiroler Tourismuskasse Seite 4 13. Entlassung/Kündigung Seite 14
a) Kündigungsfristen Seite 15
1. Arbeitsantritt Seite 7 b) Entlassungsschutz Seite 15
2. Probezeit Seite 7 14. Zeitverträge Seite 16
3. Berufsbilder/Einstufungen Seite 8 a) Vorzeitige Auflösung durch
4. Lehrlingswesen Seite 8 den/die Arbeitgeber/in Seite 16
a) Dauer der Lehrzeit Seite 8 b) Vorzeitige Auflösung durch
b) Berufsschule Seite 9 den/die Arbeitnehmer/in Seite 16
c) Lehrlingslöhne Seite 9 15. Mutterschaft Seite 16
d) Krankheit Seite 9 a) Vorzeitige Mutterschaft Seite 16
e) Saisonbetriebe Seite 9 b) Obligatorische Mutterschaft/Vaterschaft Seite 17
f) Arbeitszeiten Seite 9 c) Elternurlaub Seite 17
g) Kündigungseinschränkungen bei Lehrlingen Seite 10 d) Stillpausen Seite 17
5. Arbeitszeiten generell Seite 10 e) Erkrankung des Kindes Seite 18
a) flexible Arbeitszeit Seite 11 16. Krankheiten und Arbeitsunfälle Seite 18
b) Überstunden Seite 11 a) Krankheit in Beherbergungsbetrieben Seite 18
6. Ruhetag Seite 11 b) Krankheit in Nichtbeherbergungsbetrieben Seite 18
7. Urlaub Seite 11 c) Kontrollvisiten Seite 19
a) Urlaubsberechnung Seite 11 d) Arbeitsunfall Seite 19
b) Urlaubsanspruch Seite 11 17. Unterkunft und Verpflegung Seite 20
c) Freistellung bei Todesfall Seite 11 18. Laborfonds Seite 20
d) Heiratsurlaub Seite 11 19. Gewerkschaftsrecht Seite 20
8. Feiertage Seite 12
9. Sonntagszuschlag Seite 12 Anlage: Lohntabellen Seite 21
10. Auszahlung des 13. und 14. Monatslohnes Seite 12
11. Entlohnung Seite 12
a) Auszahlung Seite 13
b) Provinziales Lohnelement Seite 13
c) Saisonzuschlag Seite 13
d) Abfertigung Seite 13
e) Dienstalterszulage Seite 13
f) Auszahlung der Guthaben Seite 13
12. Teilzeitarbeit Seite 14
a) Flexible – elastische Klauseln Seite 14
b) Zusatzarbeit Seite 14
3Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 4
Südtiroler Tourismuskasse
Sitz
Vorliegende Broschüre beinhaltet die Die Südtiroler Tourismuskasse hat keine
wesentlichsten Bestimmungen des Natio- Gewinnabsichten und hat den vorläufigen
nalen Kollektivvertrages für das Gastge- Sitz beim Hoteliers- und Gastwirteverband
werbe. Als Verwaltungsrat der Südtiroler (HGV) in Bozen, Schlachthofstr. 59.
Tourismuskasse wollen wir damit für mehr
Tätigkeit der Südtiroler Transparenz sorgen. Wir hoffen, dass Zweckbestimmung
Tourismusklasse: Berufsbildende Kurse, die Broschüre sowohl für die Arbeitneh-
soziale Maßnahmen, temporäre, finanzielle merInnen als auch für die Arbeitgeber- 1. Abhaltung von berufsbildenden Kursen,
Unterstützung der Arbeitnehmer, Innen nützlich sein kann. Im Folgenden die vom HGV und den Gewerkschafts-
Rückerstattung des Schulgeldes. werden kurz die Aufgaben und Ziele organisationen anerkannt sind und auch
der Südtiroler Tourismuskasse angeführt. solche, die vom Verwaltungsrat der
Anschließend werden die wichtigsten Südtiroler Tourismuskasse beschlossen
Punkte des Kollektivvertrages erläutert. werden;
Die Südtiroler 2. Vorübergehende Unterstützung des
Tourismuskasse: Einkommens der ArbeitnehmerInnen,
Zwischen dem Hoteliers- und Gastwirtever- die von betrieblichen Wiederaufbau-
band (HGV) und den Fachgewerkschaften oder Umstrukturierungsmaßnahmen
ASGB, AGB/CGIL LHFD/FILCAMS, SGB/ betroffen sind, welche eine zeitlich
CISL FISASCAT sowie SGK/UIL UILTUCS ist unbegrenzte Auflösung und/oder
für die ArbeitnehmerInnen des Gastgewer- Unterbrechung der Arbeitsverhältnisse
bes die „Bilaterale Körperschaft Südtiroler hervorrufen sowie die Finanzierung von
Tourismuskasse“ eingerichtet worden. Die Umschulungskursen für jene Arbeit-
Tätigkeit wurde mit dem 1. Jänner 1994 nehmerInnen, die sich in dieser Lage
begonnen. befinden;
3. Maßnahmen zur Unterstützung des
Einkommens der Saisonbeschäftigten, die
an Berufsbildungskursen teilnehmen,
die von der Südtiroler Tourismuskasse
selbst organisiert werden sowie soziale
Maßnahmen zugunsten der Arbeit-
nehmerInnen.
4Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 5
Südtiroler Tourismuskasse
Mitglieder und Nutznießer Voraussetzung für die Rücker-
stattung des Schul- bzw. Kranken-
Mitglieder der Südtiroler Tourismuskasse geldes
sind alle ArbeitnehmerInnen und Arbeit- 1. Der/Die Arbeitgeber/in muss die Ein-
geberInnen der Betriebe, die dem HGV zahlung laut Art. 4 und 5 des Statutes
angeschlossen sind oder welche die der Südtiroler Tourismuskasse vorneh-
Bestimmungen des Nationalen Kollektiv- men.
vertrages vom 19. Juli 2003 für das Gast-
gewerbe anwenden und die vertraglichen 2. Der/Die Arbeitgeber/in ist verpflichtet,
Beiträge (COVELA/COVELCO) sowie die dem Antrag die unterschriebenen Lohn-
Beiträge an die Südtiroler Tourismuskasse streifen des Lehrlings beizulegen. Das
regelmäßig zahlen. Schulgeld muss auf dem Lohnstreifen
unter der Bezeichnung „Entgelt Berufs-
Aktivitäten der Südtiroler schule“ und das Krankengeld unter
Tourismuskasse „Krankengeld Lehrling“ ausgewiesen
werden.
a) Finanzierung der Weiterbil-
dungsveranstaltungen 3. Dem Antrag muss weiters der Vordruck
Die Mitglieder der Südtiroler Tourismus- DM/10 (Ausdruck telematischer Über-
kasse, die eine STK/HGV-Weiterbildungs- mittlung) der letzten drei NISF/INPS-
veranstaltung besuchen und die Einzahlung Einzahlungen samt Einzahlungsschein
der Beiträge laut Reglement ordnungsgemäß Mod. F24 beigelegt werden.
vornehmen, erhalten eine Reduzierung der
Teilnahmegebühr. Die Ermäßigung beträgt 4. Verjährungsfrist der Ansuchen: innerhalb
70 % des jeweiligen Kurspreises, wobei 31. März des darauf folgenden Jahres.
ein Mindestbeitrag von 52 Euro des Teilneh-
mers berücksichtigt wird. Die Südtiroler Tourismuskasse behält sich
das Recht vor, bei fehlenden oben genann-
b) Rückerstattung des Schul- bzw. ten Voraussetzungen den Antrag abzuwei-
Krankengeldes an die Arbeitgeber sen.
Laut Art. 3 und 4 des Landesabkommens Rückerstattung des Schul-
vom 15. Dezember 2003 über das c) Soziale Maßnahmen und Krankengeldes:
Lehrlingswesen, wird das Schul- bzw. Soziale Maßnahmen für die Arbeitnehmer- Muss bei der Tourismuskasse
Krankengeld wie bisher vom/von der Innen , welche vom Verwaltungsrat der Süd- eigens beantragt werden.
Arbeitgeber/in ausbezahlt. Auf Antrag an tiroler Tourismuskasse genehmigt werden.
die Südtiroler Tourismuskasse erhält der/die
Arbeitgeber/in das Berufsschulgeld im Stand: April 2004
Ausmaß von 65 % und das Krankengeld im
Ausmaß von 100 % rückvergütet.
5Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 6
Auszug Kollektivvertrag
Inkrafttreten und Laufzeit
Anwendungsbereich: Abgeschlossen von den Arbeitnehmer- und
Hotels, Pensionen, Arbeitgebervertretern in Rom, am 19. Juli
Garnis, Gasthäuser, 2003 und gültig vom 1. Jänner 2002 bis
Restaurant, Bars, usw. 31. Dezember 2005.
Das Landesabkommen wurde in Bozen am
15. Dezember 2003 abgeschlossen, und ist
gültig vom 1. November 2001 bis zum 31.
Dezember 2005.
Diese Zusammenfassung der Gesetzes- und
Vertragsbestimmungen ist als Orientierungs-
hilfe gedacht. Da es notwendig war, eine
Vielzahl von Bestimmungen zusammenzu-
fassen, kann dieser Auszug jedoch nicht als
Grundlage für arbeitsrechtliche Ausein-
andersetzungen dienen.
Nachdruck – auch auszugsweise – ohne
Genehmigung nicht gestattet.
6Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 7
Auszug Kollektivvertrag
Beherbergung und Nichtbeherbergung
1. Arbeitsantritt ein/eine Arbeitnehmer/in innerhalb von
zwei Jahren im selben Betrieb wieder für
Die Aufnahme von ArbeitnehmerInnen dieselbe Arbeit beschäftigt wird, ist keine
wird dem Arbeitsamt und dem I.N.A.I.L. Probezeit vorgesehen.
(Nationales Institut für Arbeitsunfälle) mit-
geteilt. Wichtig: Die Meldepflicht besteht auch
während der Probezeit.
Folgende Unterlagen müssen dem
Antrag beim Arbeitsamt beigelegt Während oder am Ende der Probezeit
werden: kann das Arbeitsverhältnis jederzeit fristlos
• Kopie der Aufenthaltsgenehmigung aufgelöst werden.
(nur bei Nicht-EU-Bürgern)
Wird bei ArbeitnehmernInnen außerhalb
Folgende Unterlagen benötigt der Provinz das Arbeitsverhältnis während
der/die Arbeitgeber/in bei der der Probezeit aufgelöst, so müssen die
Aufnahme: Fahrtspesen vergütet werden.
• persönliche Daten
• Wohnsitz Probezeit je nach Einstufung Arbeitstage
• Steuernummer
Kader A – Kader B 180
• gültigen Sanitätsausweis (muss nicht
mehr verlängert werden) Gruppe I 150
• eventuelle Dokumente für Familiengeld
Gruppe II 75
oder Steuerfreibeträge
Gruppe III 45
Folgende Unterlagen müssen
Gruppe IV – Gruppe V 30
dem/der Arbeitnehmer/in am
ersten Arbeitstag ausgehändigt Gruppe VI-s 20
werden:
Gruppe VI – Gruppe VII 15
• Anstellungsbestätigung/Arbeitsvertrag
Lehrlinge 25
2. Probezeit Saisonarbeitnehmer 10
Die Probezeit ist nur dann gültig, wenn
diese schriftlich vereinbart wird. Wenn
7Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 8
Auszug Kollektivvertrag
3. Berufsbilder/Einstufungen
Wir führen hier die wichtigsten Berufe mit
den jeweiligen Lohnstufen an:
Lohnstufe A leitende Angestellte mit hoher Entscheidungsautonomie
Lohnstufe B leitende Angestellte, verantwortlich für Abteilungen oder Branchen
Lohnstufe 1 leitende Angestellte
Lohnstufe 2 Empfangschef/in, 1. Portier/in, 1. Maître, Chefkoch/köchin, 1. Gouvernante,
Chefbarman, Direktionsassistent/in u.ä.
Lohnstufe 3 Verwaltungspersonal, Gouvernante, Alleinportier/in, Alleinkoch/köchin,
Nachtportier/in, Maître, Alleinbarman, Sommelier u.ä.
Lohnstufe 4 Chef de Rang, Chef de Partie, 2. Gouvernante, Kellner/in, Koch/Köchin, Barman,
Gärtner/in, Portier/in, Sekretär/in, Eishersteller/in, Pizzakoch/Pizzaköchin,
Qualifizierte ArbeitnehmerInnen im Wellness-Bereich u.ä.
Lohnstufe 5 Koch/Köchin, Kellner/in, Barist/in ohne eingehende Berufsausbildung und
ohne Gesellenbrief, Kaffeekoch/Kaffeeköchin, Kellermeister/in, Telefonist/in,
Nachtwächter/in, Eisverkäufer/in, Animateur/in, Diätassistent/in,
Kinderbetreuer/in, Fahrer/in u.ä.
Lohnstufe 6s Küchen-, Saal-, Barkommis, Zimmermädchen in den Betrieben der gehobenen Klasse
Lohnstufe 6 Hausmeister/in, Bügler/in, Zimmermädchen in den einfachen Betrieben
Lohnstufe 7 Hilfspersonal
4. Lehrlingswesen gleich für die Unterbrechungen um 1/6
verkürzt. Die Teilnahme an Kursen mit
36 Monate beträgt die Lehrzeit a) Dauer der Lehrzeit Blockunterricht muss voll und ganz als
für Koch- und Servierlehrlinge. Kochlehrling: 36 Monate gearbeitete Zeit betrachtet werden.
Servierlehrling: 36 Monate
Da mit der neuen Schulreform das neunte
Köche und Kellner werden nach Abschluss Pflichtschuljahr eingeführt wurde, zählt die
der Lehre in die vierte Lohnstufe eingestuft. Berufsgrundstufe (Grundlehrgang) als
Pflichtschuljahr. Es ersetzt nicht mehr wie
Für Lehrlinge, die für Saisonarbeit einge- bisher das erste Lehrjahr für Köche oder
stellt werden, wird die Lehrzeit zum Aus- Servierfachkräfte.
8Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 9
Auszug Kollektivvertrag
Der positive Abschluss des Bienniums für Den in Saisonbetrieben beschäftigten Lehr-
Hotellerie und Gastronomie der deutschen lingen werden die Unterrichtsstunden bei
und ladinischen sowie der italienischen Beendigung des Dienstverhältnisses ausge-
Berufsbildung, das Teil der fünfjährigen zahlt. Deren Anteil wird auf 16,66 Prozent
gesetzlich anerkannten Hotelfachschule in (Prozentsatz für neun Wochen Berufsschule)
deutscher Sprache „Kaiserhof“ und in ita- bzw. 18,50 Prozent (Prozentsatz für zehn
lienischer Sprache „Cesare Riz“ ist, ersetzt Wochen Berufsschule) der vertraglichen
den ersten Blockkurs der Lehre. Entlohnung (Berechnungsbasis: Monats-
lohn, 13. und 14. Monatslohn, bezahlte
b) Pflicht zum Besuch der gast- Freistellungen und Urlaub) festgelegt.
gewerblichen Berufsschule
•3 x 9 Wochen für Koch- und Servier- d) Entlohnung bei Krankheit
lehrlinge Vom 1. bis zum 180. Tag 100 % der
• 3 x 10 Wochen ab dem Schuljahr 2004/ Entlohnung.
2005
e) Saisonbetriebe
c) Lehrlingslöhne Wenn ein Betrieb die Tätigkeit im Laufe des
Die Entlohnung für die Lehrlinge wird Jahres für 70 Tage durchgehend bzw.
folgendermaßen festgelegt: 120 Tage nicht zusammenhängend unter-
bricht, so kann ein befristeter Lehrvertrag für
Lehrzeit 36 Monate die Dauer der Saison abgeschlossen werden.
6 Monate zu 55 Prozent
In Saisonbetrieben bleibt der Lehrling für
6 Monate zu 60 Prozent
die gesamte Öffnungszeit des Betriebes im
6 Monate zu 65 Prozent Dienst, ausgenommen bei Kündigung
durch den Lehrling selbst, bei Entlassung
6 Monate zu 75 Prozent
aus schwerwiegendem Anlass oder aus
6 Monate zu 85 Prozent gerechtfertigtem Grund.
Weiters ist der Betrieb verpflichtet, die in
6 Monate zu 90 Prozent
der vorhergehenden Saison beschäftigten
Als Grundlage für die Berechnung der Lehr- Lehrlinge erneut einzustellen, sofern der
lingslöhne dient der Bruttolohn der IV. Lohn- Lehrling einen schriftlichen Antrag inner-
gruppe eines/einer qualifizierten volljähri- halb von 60 Tagen ab Beendigung des
gen Arbeitnehmers/in. Die Zeit, die der Arbeitsverhältnisses stellt.
Lehrling in der Berufsschule (wöchentlicher
Besuch oder Blockkurs) verbringt, wird nor- f) Arbeitszeiten für Minderjährige Das Jugendschutzgesetz
mal entlohnt. Minderjährige, über 15 Jahre und unter schreibt genau vor, wie lange
18 Jahre, dürfen höchstens 8 Stunden pro Tag Jugendliche beschäftigt werden dürfen.
und 40 Stunden in der Woche, sowie höch-
9Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 10
Auszug Kollektivvertrag
stens 4 Stunden ohne Unterbrechung arbeiten. • von seinem Arbeitsplatz fernbleibt oder
Sie haben außerdem Anrecht auf zwei ihn wiederholt unbefugt verlässt;
Ruhetage pro Woche, wobei einer davon • seine Pflichten grob vernachlässigt;
der Sonntag sein muss. • die Berufsschule trotz wiederholter
Überstundenleistungen und Nachtarbeit Ermahnung nicht besucht;
zwischen 24 Uhr und 5 Uhr morgens • wenn der Betriebsinhaber seinen Betrieb
bleiben den Minderjährigen untersagt. aus wirtschaftlichen Gründen erheblich
einschränken muss.
g) Kündigungseinschränkungen bei
Lehrlingen Der Lehrling kann seinen Lehrvertrag aus
Das Landesgesetz bezüglich der Lehrlings- folgenden Gründen vorzeitig auflösen:
ausbildung sieht vor, dass eine vorzeitige • wenn gesundheitliche Gründe vorhanden
Auflösung des Lehrvertrages nur unter ganz sind;
bestimmten Voraussetzungen erfolgen kann. • wenn der Betriebsinhaber seine Pflichten
Wird das Lehrverhältnis ohne gerechtfertig- grob vernachlässigt oder wenn Umstän-
ten Grund vorzeitig aufgelöst, so darf der de eintreten, welche die Fortsetzung des
Betrieb für die Dauer von 3 Monaten keine Lehrverhältnisses unzumutbar machen;
neuen Lehrlinge einstellen. • der Sitz des Betriebes oder der Wohn-
Auch ein Lehrling, der sein Lehrverhältnis sitz des Lehrlings verlegt wird, und somit
ohne Grund vorzeitig auflöst, darf für die der Arbeitsplatz nur schwer erreichbar
Dauer von 3 Monaten kein neues Lehrver- wird;
hältnis eingehen. • der Lehrling durch den Wechsel der
Lehrstelle erheblich näher bei seiner
Entschädigung bei vorzeitiger Entlassung Familie sein kann;
Ein Lehrling, der ohne gerechtfertigten • Ereignisse eintreten, welche die ständige
Grund entlassen wird, hat Anspruch Anwesenheit des Lehrlings in der Familie
auf eine Entschädigungszahlung für erfordern;
78 Arbeitstage (3 Monate), bemessen auf • eine einvernehmliche Auflösung des
die Differenz zwischen Lehrlingslohn und Lehrverhältnisses erfolgt.
dem Bruttolohn eines ausgelernten Beschäf-
tigten (IV. Lohnstufe). 5. Arbeitszeiten generell
Das Landesgesetz sieht folgende Gründe für Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40
eine vorzeitige Auflösung des Lehrverhält- Stunden. Diese darf in einem Zeitraum von
nisses als ausreichend an: 6 hintereinander folgenden Arbeitstagen
• wenn der Lehrling einen Diebstahl begeht; durchschnittlich nicht mehr als insgesamt
• ein Geschäfts- oder ein Betriebsgeheimnis 48 Stunden, einschließlich der Mehr- und
verrät; Überstunden, betragen.
10Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 11
Auszug Kollektivvertrag
Bei einer Überschreitung des vorher genann- 7. Urlaub
ten Limits durch Überstundenleistungen sind
ArbeitgeberInnen mit mehr als 10 Mitar- Seit dem 1. Jänner 1977 werden für alle
beitern verpflichtet, eine entsprechende ArbeitnehmerInnen 26 Arbeitstage pro
Mitteilung an das Landesarbeitsinspektorat Jahr (auch für Lehrlinge und Teilzeitbe-
vorzunehmen. Die Meldung ist innerhalb schäftigte) berechnet. Ruhe- und Feiertage
31. Januar des darauf folgenden Kalender- werden nicht als Ferien berechnet. Ferien
jahres durchzuführen. und Freistunden („permessi“) reifen auch
während Krankheit, Unfall und Pflichtmut-
a) Flexible Arbeitszeit terschaft an.
In vorheriger Absprache zwischen Arbeit- Urlaub: Für alle ArbeitnehmerInnen 26 Tage im
geber/in und Arbeitnehmer/in können a) Urlaubsberechnung Jahr. Ferien und Freistunden („permessi“) reifen
Arbeitszeiten mit weniger oder mehr als Seit dem 1. Jänner 2002 wird für die Mit- auch während Krankheit, Unfall und Pflicht-
40-Wochen-Stunden in der Vor- und Haupt- arbeiter der Urlaubsanspruch (auch für Lehr- mutterschaft an.
saison vereinbart werden. Die Mehrarbeit linge und Teilzeitbeschäftigte) in 26tel vor-
bzw. Fehlstunden können innerhalb von genommen und nicht wie bisher in 12tel.
3 Monaten (ohne Überstundenaufschlag) Bei Saisonbeschäftigten wird der Urlaub im
ausgeglichen werden. Verhältnis zur Beschäftigungszeit berechnet.
b) Überstunden b) Urlaubsanspruch
Als Überstunden gelten sämtliche Stunden, Der Urlaubsanspruch beträgt 26 Arbeitstage
die die 40 Stunden in der Woche über- pro Jahr und 104 Stunden (15,60 Tage) an
schreiten. In Saisonbetrieben können bis zu Arbeitszeitreduzierung („permessi“). Diese
3 Überstunden täglich geleistet werden. zusätzlichen Freistunden können in Halb-
tags- oder Tagesabwesenheiten genossen
6. Ruhetag werden, z.B. Arztvisiten usw.
1 Tag wöchentlich für Saisonbeschäftigte c) Freistellung bei Todesfall
(24 Stunden ohne Unterbrechung); Die Freistellung bei einem Familienunglück,
1,5 Tage wöchentlich für Jahresbeschäftigte. z. B. bei Todesfall, entspricht in Jahresbe-
trieben 5 Kalendertage und in Saisonsbe-
Der Ruhetag kann in Zeiträumen von mehr trieben 3 Kalendertage und wird entlohnt.
als einer Woche gewährt werden, voraus-
gesetzt die Dauer des Ruhetages entspricht d) Heiratsurlaub
24 Stunden pro sechs Arbeitstagen, Bei Jahresbetrieben hat der/die Arbeitneh-
berechnet auf einen Zeitraum von zwei mer/in, der/die nicht mehr in Probezeit ist,
Wochen. Diese Regelung gilt in Fällen von Anrecht auf 15 Kalendertage Heiratsurlaub.
saisonbedingter Notwendigkeit. Der Heiratsurlaub ist mindestens 10 Tage
vor Inanspruchnahme mitzuteilen.
11Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 12
Auszug Kollektivvertrag
Der Lohn wird während dieser Zeit normal Wenn am Feiertag nicht gearbeitet wird,
weiterbezahlt, wenn ein Trauschein vorge- da gerade Ruhetag oder der normale
wiesen wird. Außerdem kann der/die Arbeit- wöchentliche freie Tag ist, muss außer dem
nehmer/in den Heiratsurlaub um 5 Tage normalen Lohn ein Tageslohn ohne Auf-
verlängern lassen; diese Tage werden nicht schlag bezahlt werden. Dies gilt auch für
bezahlt. den 4. November.
Bei Saisonbetrieben steht dem/der Arbeit-
nehmer/in kein Heiratsurlaub zu. 9. Sonntagszuschlag
8. Feiertage Allen ArbeitnehmerInnen, die am Sonntag
arbeiten, steht ein Zuschlag von 10 % zu.
Folgende Feiertage müssen bei der Lohn-
berechnung berücksichtigt werden: 10. Auszahlung des 13.
und 14. Monatslohnes
Feiertage
Die Auszahlung des 13. Monatslohnes
1. Jänner Neujahr erfolgt im Monat Dezember und die Aus-
zahlung des 14. Monatslohnes im Monat
6. Jänner Heilige Drei Könige
Ostermontag Juni. Bei vorzeitiger Auflösung des Arbeits-
25. April Staatsfeiertag (Jahrestag der verhältnisses wird der 13. und 14. Monats-
Befreiung) lohn anteilsmäßig in 26tel berechnet.
1. Mai Tag der Arbeit
Pfingstmontag (Patrozinium) Weiters wird ausdrücklich darauf hinge-
2. Juni Nationalfeiertag wiesen, dass die Auszahlung des 13. und
14. Monatslohnes in Form von monatlichen
15. August „Ferragosto“/Maria
Himmelfahrt Akontozahlungen nicht gestattet ist.
1. November Allerheiligen
11. Entlohnung
4. November abgeschaffter Feiertag
(siehe Lohntabellen in der Anlage)
8. Dezember Maria Empfängnis
25. Dezember Christtag/ Der Mindesttariflohn ist folgendermaßen
1. Weihnachtstag
zusammengesetzt:
26. Dezember Stephanstag/
• Grundlohn
2. Weihnachtstag
• Kontingenzzulage
• Provinziales Lohnelement
Wenn an einem Feiertag gearbeitet wird, • Dienstalterszulage
muss neben dem normalen Lohn, noch ein • Saisonzuschlag von 8 %
Tageslohn mit 20 % Aufschlag bezahlt (nur für Saisonbeschäftigte)
werden.
12Kollektivvertrag 28.06.2007 12:23 Uhr Seite 13
Auszug Kollektivvertrag
a) Auszahlung des Lohnes e) Dienstalterszulage
Die Auszahlung des Lohnes muss spätes- Seit 1. Mai 1990 gelten für die Berechnung
tens innerhalb dem 6. des darauf folgen- der Dienstalterszulage folgende Fixbeträge:
den Monats, immer zusammen mit dem
Lohnstreifen, erfolgen. Nach jeweils 3 Dienstjahren im selben
Betrieb wird eine Dienstalterszulage gemäß
b) Provinziales Lohnelement den oben angeführten Beträgen ausbezahlt.
In der Provinz Bozen wird, wie im Landes- Die Anreifung der Dienstalterszulage beginnt
abkommen vom 15. Dezember 2003 allerdings erst mit Erreichung des 18. Lebens-
vorgesehen, eine Landeszulage von jahres.
25,82 Euro für alle Lohnstufen ausbezahlt. Maximal werden 6 Dienstalterszulagen
Diese Landeszulage wird unter der Bezeich- angerechnet.
nung „Provinziales Element“ auf der Lohnta-
belle angeführt. Dienstalterszulage
Lohnstufe A 40,80 € Lohnstufe 4 33,05 €
c) Saisonzuschlag
Die Saisonbeschäftigten erhalten in der Lohnstufe B 39,25 € Lohnstufe 5 32,54 €
Provinz Bozen einen Saisonzuschlag von
Lohnstufe 1 37,70 € Lohnstufe 6/S 31,25 €
8 %. Als Saisonarbeit gelten Arbeitsverhält-
nisse, deren Dauer im Kalenderjahr nicht Lohnstufe 2 36,15 € Lohnstufe 6 30,99 €
mehr als zehn Monate betragen.
Lohnstufe 3 34,86 € Lohnstufe 7 30,47 €
Im Falle der Kündigung seitens des/der
Arbeitnehmers/in in Betrieben mit Jahres-
lizenz wird der Saisonzuschlag nicht aus- f) Auszahlung der Guthaben
bezahlt. Sämtliche Lohnguthaben müssen bei Been-
digung des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt
d) Abfertigung werden. Bei zentralisierter Lohnbuchhaltung
Die Abfertigung wird jedes Jahr (1. Januar - ist eine Verzögerung höchstens bis zum
31. Dezember) auf das Jahreseinkommen darauf folgenden Monat möglich.
bzw. Saisoneinkommen berechnet. Sie
beträgt seit 1990 ca. einen Monatslohn
pro Dienstjahr.
Den ArbeitnehmerInnen in Saisonbetrieben
werden alle angereiften Lohnelemente,
inklusive der Abfertigung, mit dem letzten
Lohnstreifen ausbezahlt.
13Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 14
Auszug Kollektivvertrag
12. Teilzeitarbeit
Voraussetzung für ein gültiges Teilzeitar- b) Zusatzarbeit bei Teilzeitbeschäf-
beitsverhältnis ist ein schriftlicher Arbeits- tigten mit fixem Stundenplan
Teilzeitarbeitsverträge müssen vertrag mit genauer Angabe der Arbeits- Laut Landesabkommen können Zusatzstun-
genaue Angaben der Arbeitszeit zeit und ihrer Verteilung. den (d. h. mehr als im Arbeitsvertrag fest-
und ihrer Aufteilung enthalten. Alle zusätzlichen Leistungen, 13. und 14. gelegt) im Höchstmaß von 50 % der Stun-
Monatslohn, Abfertigung, Bezahlung der den, die im Teilzeitvertrag auf Monatsbasis
Ferien (die Anzahl der Tage bleibt unver- vorgesehen sind, geleistet werden.
ändert) und die Feiertage müssen im Ver-
hältnis zur Wochen- bzw. Monatsarbeits- Der Betrieb kann sie in folgenden Fällen
zeit erfolgen. Bei Aufnahme von Vollzeit- von Abwesenheit verlangen:
beschäftigten haben die bereits bedienste- • Krankheit/Unfall (über einen Monat)
ten Teilzeitbeschäftigten Vorrang. • Urlaub
• Schwierigkeiten bei der Personalsuche
a) Flexible – elastische Klauseln • Bankette und anderen Ereignissen mit
Das Landesabkommen im Gastgewerbe Ausnahmecharakter
ermöglicht eine flexiblere Gestaltung des • saisonbedingte Mehrarbeit
Teilzeitvertrages. So können zum Beispiel
die Arbeitsstunden vom Vormittag auf den Diese Stunden werden mit einem Zuschlag
Nachmittag verschoben werden. von 39 % (Anteil 13. und 14. Monatslohn,
Die Einführung von flexiblen - elastischen Urlaub, Freistunden, Feiertage) entlohnt.
Klauseln in den individuellen Arbeitsver- Die Leistung der Zusatzstunden ist immer
trag, wird mit einem Aufschlag von 15 % freiwillig.
der normalen monatlichen Entlohnung ver-
gütet, falls diese Klauseln auf Wunsch 13. Entlassung/Kündigung
des/der Arbeitgebers/in eingeführt wer-
den. Die Kündigung muss schriftlich, mittels „Ein-
schreibebrief mit Rückantwort“ innerhalb
der nachstehend angeführten Termine
erfolgen. Eine mündliche Kündigung ist
nicht gültig.
Die Kündigung von Seiten des/der Arbeit-
nehmers/in kann laut Nationalem Kollek-
tivvertrag für das Gastgewerbe jederzeit
vorgenommen werden.
14Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 15
Auszug Kollektivvertrag
a) Kündigungsfristen
bis zum vollendeten 5. Dienstjahr Kalendertage
Kader A, Kader B 4 Monate
Gruppe I 2 Monate
Gruppe II und Gruppe III 1 Monat
Gruppe IV und Gruppe V 20 Tage
Gruppe VI-s, Gruppe VI und Gruppe VII 15 Tage
vom 5 bis 10 Dienstjahr Kalendertage
Kader A, Kader B 5 Monate
Gruppe I 3 Monate
Gruppe II und Gruppe III 45 Tage
Gruppe IV und Gruppe V 30 Tage
Gruppe VI-s, Gruppe VI und Gruppe VII 20 Tage
über 10 Dienstjahre Kalendertage
Kader A, Kader B 6 Monate
Gruppe I 4 Monate
Gruppe II und Gruppe III 2 Monate
Gruppe IV und Gruppe V 45 Tage
Gruppe VI-s, Gruppe VI und Gruppe VII 20 Tage
Lehrlinge 10 Tage
Kündigungsfristen in Saisonbetrieben 15 Tage
15Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 16
Auszug Kollektivvertrag
b) Entlassungsschutz in Jahresbe- a) Vorzeitige Auflösung des Zeit-
trieben vertrages von Seiten des/der
Die Entlassung auf Grund von Rasse, Arbeitgebers/in
Geschlecht, Sprache, politischen Ansich- Falls der/die Arbeitnehmer/in ohne Recht-
ten, religiöser Überzeugung, Gewerk- fertigungsgrund oder wegen der Schließung
schaftszugehörigkeit oder Streikbeteiligung des Betriebes aus Verschulden des/der
Eine Entlassung muss immer schriftlich ist unabhängig von der Begründung, die Arbeitgebers/in oder aus diesen anlastbaren
mitgeteilt und begründet werden, ansonsten diese rechtfertigen mag, in jedem Fall Gründen entlassen wird, hat der/die Arbeit-
ist sie wirkungslos. unzulässig. nehmer/in Anrecht auf eine Entschädigung
in Höhe der Entlohnung, die ihm/ihr vom
Entlassungsverbot gilt auch bei Mutter- Tag der Entlassung bis zum Ende der Ver-
schaft, Krankheit, Arbeitsunfall und Militär- tragsdauer zugestanden hätte.
dienst.
b) Vorzeitige Auflösung des Zeitver-
Entlassungsschutz gilt außerdem bei Heirat trages von Seiten des/der Arbeit-
ab dem Tag der Veröffentlichung der Hei- nehmers/in
ratsabsichten beim Standesamt bis zu Wird der Zeitvertrag vorzeitig von Seiten
einem Jahr nach der Eheschließung. des/der Arbeitnehmers/in ohne gerechtfer-
tigten Grund aufgelöst bzw. wird ein unge-
Eine Entlassung muss immer schriftlich mit- rechtfertigtes Fernbleiben vor Vertragsende
geteilt und begründet werden, ansonsten festgestellt, so hat der/die Arbeitgeber/in
ist sie wirkungslos. das Recht, eine Entschädigung in maximaler
Höhe der ihm noch zustehenden Entlohnun-
Eine ungerechtfertigte Entlassung kann gen (Lohn, 13. und 14. Monatslohn sowie
innerhalb von 60 Tagen angefochten wer- Urlaub und Abfertigung usw.) einzubehalten.
den.
15. Mutterschaft
14. Zeitverträge
a) Vorzeitiger Mutterschaftsurlaub
Arbeitsverträge auf bestimmte Zeit laufen Besteht eine Gefahr, dass der normale Ver-
mit Erreichen des Termins aus. Vorausset- lauf der Schwangerschaft durch die Arbeit
zung ist die genaue Angabe des Endda- beeinträchtigt wird, kann die Arbeitnehme-
tums oder eines Ereignisses (z. B. Ostern, rin beim Arbeitsinspektorat einen Antrag
Allerheiligen). Es genügt nicht, nur „Saison- auf vorzeitigen Mutterschaftsurlaub stellen.
ende“ anzugeben. Fehlt das genaue End- Wird dem Ansuchen stattgegeben (eine
datum, so muss eine schriftliche Kündigung Ablehnung muss innerhalb von 7 Tagen
mit 15 Kalendertagen gemacht werden. erfolgen), so wird auch für diese Zeit ein
Mutterschaftsgeld in Höhe von 100 % des
Bruttolohnes gewährt.
16Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 17
Auszug Kollektivvertrag
b) Obligatorische Mutterschaft/ zusammen können höchstens 10 Monate
Vaterschaft beanspruchen. Als obligatorische Mutterschaft gelten
Die obligatorische Mutterschaft ist eine Pflicht- fünf Monate. Das Mutterschaftsgeld
freistellung und beginnt zwei Monate vor Wenn der Vater mindestens 3 Monate erhält die/der Arbeitnehmer/in im Ausmaß
dem voraussichtlichen Geburtstermin und beansprucht, erhöht sich sein Anspruch auf von 100 %.
endet drei Monate nach dem effektiven 7 Monate und die Gesamtfreistellung auf
Geburtstermin; bei flexibler Mutterschaft, ein 11 Monate. Wenn der Vater oder die Mut-
Monat vor dem voraussichtlichen Geburts- ter alleinerziehend sind, haben sie
termin und vier Monate nach der effektiven Anrecht auf 10 Monate Freistellung.
Geburt.
Das „Elterngeld“ zu Lasten des NISF/INPS
Bei einer Frühgeburt hat die Mutter auf jeden wird im Ausmaß von 30 % bis zum 3.
Fall Anrecht auf die vollen fünf Monate Lebensjahr des Kindes und maximal für 6
Mutterschaftsgeld. Falls die effektive Geburt Monate insgesamt für beide Elternteile aus-
nach dem voraussichtlichen Geburtstermin gezahlt. (Berechnungsbasis: Monatsbrutto-
erfolgt, so werden diese Tage am Ende lohn). Der Zeitraum, welcher eventuell die
dazugerechnet. 6 Monate überschreitet, wird nur dann ent-
lohnt, wenn bestimmte Einkommensgren-
Der Vater kann in speziellen Fällen, z. B. zen nicht überschritten werden.
bei schwerer Krankheit oder Todesfall der Für die Auszahlung muss ein schriftlicher
Mutter, einen Vaterschaftsurlaub von 3 Antrag vorliegen (Mod. AST.FAC.).
Monaten ab dem effektiven Geburtstermin
beantragen. d) Stillpausen
Während dieser Zeit erhält die/der Arbeit- Innerhalb des ersten Lebensjahres des Kin-
nehmer/in das Mutterschaftsgeld im Aus- des können täglich zwei Stunden pro Kind
maß von 100 %. als Stillpausen beansprucht werden, wobei
die Beschäftigte den Betrieb verlassen
Während des obligatorischen Mutter- kann, vorausgeschickt, dass die tägliche
schaftsurlaubes reift das Dienstalter, der Arbeitszeit mindestens 6 Stunden beträgt,
Anteil des 13. Monatslohnes, Urlaub und ansonsten eine Stunde am Tag.
Abfertigung an.
Diese Stunden werden normal (zu 100 %
c) Elternurlaub (Fakultative Mutter- zu Lasten des NISF/INPS) entlohnt. Die
schaft) Stillpausen müssen von der Arbeitnehmerin
Der Elternurlaub kann von der Mutter schriftlich beantragt werden.
oder/und vom Vater des Kindes bis zum 8.
Lebensjahr des Kindes beansprucht wer-
den. Und zwar in der Höhe von sechs
Monaten für jeden Elternteil. Beide Eltern
17Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 18
Auszug Kollektivvertrag
e) Freistellung bei Erkrankung des Während der Krankheit reifen folgende
Kindes Lohnzahlungen an:
Die Mutter oder der Vater haben bis zur • 100 % des 13. und 14. Monatslohnes
Vollendung des dritten Lebensjahres des • volle Abfertigung
Kindes das Recht, bei dessen Erkrankung • Feiertagszulage
für die Dauer der Krankheit vom Dienst frei- • Urlaub und Freistunden
gestellt zu werden. Vom 3. bis zum 8.
Lebensjahr ist für jeden Elternteil nur noch Zu Lasten des NISF/INPS:
eine Freistellung bis zu 5 Tagen pro Jahr • vom 4. bis 20. Tag = 50 % Krankengeld
und je Kind vorgesehen. Die Erkrankung (bei Krankenhausaufenthalt 2/5 von 50 %)
des Kindes muss immer mit einem ärzt- • vom 21. bis 180. Tag = 66 % Kranken-
lichen Zeugnis bestätigt werden. geld (bei Krankenhausaufenthalt 2/5
von 66 %)
Während dieser Zeit steht dem/der Arbeit-
nehmer/in keine Entlohnung zu. Jedoch Im Falle, dass der/die Arbeitnehmer/in
werden die Versicherungszeiten automa- Familienangehörige zu Lasten hat, so wird
tisch angerechnet. für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes
die Auszahlung im Ausmaß von 50 % bzw.
16. Krankheiten und 66 % vorgenommen.
Arbeitsunfälle
b) Krankheit in Nichtbeherber-
Im Falle von Krankheit oder Arbeitsunfall gungsbetrieben
muss der Arbeitsplatz für insgesamt Zu Lasten des Betriebes:
300 Tage erhalten bleiben, davon die letz- • vom 1. bis 3. Tag = 100 % der Ent-
ten 120 Tage ohne Lohnfortzahlung, wohl lohnung
aber Abfertigung. • vom 4. bis 180. Tag = Ergänzung auf
Der/Die Arbeitnehmer/in muss für die 100 % der Entlohnung
Gewährung der letzten 120 Tage vor
Ablauf der ersten 180 Tage einen schrift- Während der Krankheit reifen folgende
lichen Antrag stellen. Lohnzahlungen an:
• 100 % des 13. und 14. Monatslohnes
a) Krankheit in Beherbergungs- • volle Abfertigung
betrieben • Feiertagszulage
Zu Lasten des Betriebes: • Urlaub und Freistunden
• vom 1. bis 3. Tag = 100 % der Ent-
lohnung Zu Lasten des NISF/INPS:
• vom 4. bis 180. Tag = Ergänzung auf • vom 4. bis 180. Tag = 80 % Kranken-
100 % der Entlohnung geld (bei Krankenhausaufenthalt 2/5
von 80 %)
18Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 19
Auszug Kollektivvertrag
Im Falle, dass der/die Arbeitnehmer/in Zu Lasten des I.N.A.I.L.:
Familienangehörige zu Lasten hat, so wird • vom 5. bis 90. Tag = 60 %
für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes • ab dem 91. Tag = 75 %
die Auszahlung im Ausmaß von 80 % vor- • Feiertage inbegriffen
genommen.
Der/Die Arbeitgeber/in ist verpflichtet,
c) Kontrollvisiten dem/der Arbeitnehmer/in monatlich die
Die ärztlichen Kontrollvisiten am Wohnsitz ihm/ihr zustehende vertragliche Entloh-
des/der Arbeitnehmers/in bzw. Aufent- nung auszuzahlen. Der Ausgleich (Saldo)
haltsort während der Krankheit, werden zu des Unfallgeldes erfolgt bei Vorlage der
den gesetzlich festgelegten Zeiten an allen vollständigen Unterlagen. Der Arbeitsunfall
Wochentagen sowie an Sonn- und Feier- muss im Gegensatz zur Krankheit immer
tagen durchgeführt und zwar von 10 Uhr mit einer Gesundschreibung abgeschlossen
bis 12 Uhr und von 17 Uhr bis 19 Uhr. werden.
d) Arbeitsunfall Die Unfallmeldung muss vom/von der
Für Arbeitsunfälle ist das Nationale Institut Arbeitgeber/in innerhalb von zwei Tagen
für Arbeitsunfälle (I.N.A.I.L.) zuständig. Als an das I.N.A.I.L. weitergeleitet werden. Bei
Arbeitsunfälle gelten jedoch nur jene Unfäl- verspäteter Meldung ist eine Verwaltungs-
le, die im Betrieb bzw. während der strafe von 258 Euro bis 1.549 Euro vorge-
Arbeitszeit passieren. sehen.
Zu Lasten des/der Arbeitgebers/in:
• vom 1. bis 4. Tag = 100 % der Ent-
lohnung
• vom 5. bis 180. Tag = Ergänzung auf
100 % der Entlohnung
Während der Abwesenheit wegen Arbeits-
unfall reifen folgende Lohnzahlungen an:
• 100 % des 13. und 14. Monatslohnes
• volle Abfertigung
• Urlaub und Freistunden
19Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 20
Auszug Kollektivvertrag
17. Regelung bei Unter- 18. Laborfonds
kunft und Verpflegung
ArbeitnehmerInnen in Saisonbetrieben, die
Regelung bei Frühstück und Essens- vom selben/von derselben Arbeitgeber/in
pausen wieder eingestellt werden, müssen keinen
Für Mittag- und Abendessen sind jeweils neuen Antrag an den Laborfonds stellen.
30 Minuten vorgesehen, die nicht als Der/Die Arbeitgeber/in ist verpflichtet, die
Arbeitszeit zählen, vorausgesetzt, dass die entsprechende Mitteilung über die Wieder-
Pause ungestört genutzt werden kann. aufnahme der Arbeit vorzunehmen.
Gleichfalls wird für das Frühstück 15 Minuten Der/Die Arbeitnehmer/in hat die Möglich-
von der effektiven Arbeitszeit in Abzug keit, das Ausmaß der Beitragsleistung zu
gebracht, wenn das Frühstück nach Beginn seinen/ihren eigenen Lasten von 1 % auf
der Arbeitszeit eingenommen wird. maximal 6 % zu beantragen.
Voraussetzung für den Abzug der Essens-
zeiten ist, dass keine Anwesenheit (Präsenz- 19. Gewerkschaftsrecht
dienst) verlangt werden kann.
Falls der/die Arbeitgeber/in keine Unter- Versammlungsrecht
kunft und Verpflegung bieten kann, ist In Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten
er/sie verpflichtet, dies dem/der Arbeit- können jährlich 10 Arbeitsstunden für
nehmer/in vor Beginn des Arbeitsverhält- Betriebsgewerkschaftsversammlungen be-
nisses mitzuteilen. ansprucht werden.
Abzug auf dem Lohnstreifen (seit 1. August 2003)
Abzug für 1 Essen 0,50 €
Frühstück 0,10 €
Übernachtung 0,60 €
Volle Unterkunft und Verpflegung
2 Essen für 26 Tage 26,00 €
Übernachtung 15,60 €
Frühstück 2,60 €
Insgesamt 44,20 €
20Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 21
Lohntabellen für den Tourismussektor
Gültig seit 1. Januar 2004 bis 31. August 2004
I. Arbeitnehmer über 18 Jahre
A. Beherbergungsbetriebe der Kat. I und II (3, 4 und 5 Sterne) sowie Nichtbeherbergungsbetriebe und Badeanstalten der
höheren Kategorien
Gruppe Grundlohn Kontingenz- Funktions- Provinziales Bruttolohn
zulage zulage Element
Quadro A 1.117,33 € 542,70 € 46,48 € 25,82 € 1.732,33 €
Quadro B 999,39 € 537,59 € 41,32 € 25,82 € 1.604,12 €
I 895,00 € 536,71 € 25,82 € 1.457,53 €
II 777,07 € 531,59 € 25,82 € 1.334,48 €
III 706,10 € 528,26 € 25,82 € 1.260,18 €
IV 639,65 € 524,94 € 25,82 € 1.190,41 €
V 569,72 € 522,37 € 25,82 € 1.117,91 €
VI s 529,72 € 520,64 € 25,82 € 1.076,18 €
VI 514,75 € 520,51 € 25,82 € 1.061,08 €
VII 451,78 € 518,45 € 25,82 € 996,05 €
II. Arbeitnehmer unter 18 Jahre
B. Beherbergungsbetriebe der Kat. I und II (3, 4, und 5 Sterne) sowie Nichtbeherbergungsbetriebe und Badeanstalten der
höheren Kategorien
IV 614,06 € 503,94 € 25,82 € 1.143,83 €
V 546,93 € 501,48 € 25,82 € 1.074,23 €
VI s 508,53 € 499,81 € 25,82 € 1.034,17 €
VI 494,16 € 499,69 € 25,82 € 1.019,67 €
VII 433,71 € 497,71 € 25,82 € 957,24 €
21Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 22
Lohntabellen für den Tourismussektor
III. Arbeitnehmer über 18 Jahre
A. Für Beherbergungsbetriebe der Kat. III und IV (1 und 2 Sterne) und Herbergen
Gruppe Grundlohn Kontingenz- Funktions- Provinziales Bruttolohn
zulage zulage Element
Quadro A 1.105,97 € 541,61 € 46,48 € 25,82 € 1.719,88 €
Quadro B 989,06 € 536,61 € 41,32 € 25,82 € 1.592,81 €
I 884,67 € 535,73 € 25,82 € 1.446,22 €
II 768,29 € 530,76 € 25,82 € 1.324,87 €
III 698,35 € 527,52 € 25,82 € 1.251,69 €
IV 632,94 € 524,29 € 25,82 € 1.183,05 €
V 563,52 € 521,77 € 25,82 € 1.111,11 €
VI s 524,04 € 520,09 € 25,82 € 1.069,95 €
VI 509,07 € 519,96 € 25,82 € 1.054,85 €
VII 446,62 € 517,95 € 25,82 € 990,39 €
IV. Arbeitnehmer unter 18 Jahre
B. Beherbergungsbetriebe der Kat. III und IV (1 und 2 Sterne) und Herbergen
IV 607,62 € 503,32 € 25,82 € 1.136,76 €
V 540,98 € 500,90 € 25,82 € 1.067,70 €
VI s 503,08 € 499,29 € 25,82 € 1.028,18 €
VI 488,71 € 499,16 € 25,82 € 1.013,69 €
VII 428,76 € 497,23 € 25,82 € 951,81 €
22Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 23
Lohntabellen für den Tourismussektor
V. Arbeitnehmer über 18 Jahre
A. Nichtbeherbergungsbetriebe der Kat. III und IV und Badeanstalten der niederen Kategorien
Gruppe Grundlohn Kontingenz- Funktions- Provinziales Bruttolohn
zulage zulage Element
Quadro A 1.111,65 € 542,19 € 46,48 € 25,82 € 1.726,14 €
Quadro B 994,23 € 537,12 € 41,32 € 25,82 € 1.598,49 €
I 889,84 € 536,24 € 25,82 € 1.451,90 €
II 772,68 € 531,20 € 25,82 € 1.329,70 €
III 702,23 € 527,91 € 25,82 € 1.255,96 €
IV 636,29 € 524,64 € 25,82 € 1.186,75 €
V 566,62 € 522,09 € 25,82 € 1.114,53 €
VI s 526,88 € 520,38 € 25,82 € 1.073,08 €
VI 511,91 € 520,25 € 25,82 € 1.057,98 €
VII 449,20 € 518,22 € 25,82 € 993,24 €
VI. Arbeitnehmer unter 18 Jahre
B. Nichtbeherbergungsbetriebe der Kat. III und IV und Badeanstalten der niederen Kategorien
IV 610,84 € 503,65 € 25,82 € 1.140,31 €
V 543,96 € 501,21 € 25,82 € 1.070,98 €
VI s 505,80 € 499,56 € 25,82 € 1.031,19 €
VI 491,43 € 499,44 € 25,82 € 1.016,69 €
VII 431,23 € 497,49 € 25,82 € 954,54 €
23Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 24
Lohntabellen für den Tourismussektor
VII. Arbeitnehmer über 18 Jahre
A. Reisebüros
Gruppe Grundlohn Kontingenz- Funktions- Provinziales Bruttolohn
zulage zulage Element
Quadro A 1.117,33 € 542,70 € 46,48 € 25,82 € 1.732,33 €
Quadro B 999,39 € 537,59 € 41,32 € 25,82 € 1.604,12 €
I 895,00 € 536,71 € 25,82 € 1.457,53 €
II 777,07 € 531,59 € 25,82 € 1.334,48 €
III 706,10 € 528,26 € 25,82 € 1.260,18 €
IV 639,65 € 524,94 € 25,82 € 1.190,41 €
V 569,72 € 522,37 € 25,82 € 1.117,91 €
VI s 529,72 € 520,64 € 25,82 € 1.076,18 €
VI 514,75 € 520,51 € 25,82 € 1.061,08 €
VII 451,78 € 518,45 € 25,82 € 996,05 €
VIII. Arbeitnehmer unter 18 Jahre
B. Reisebüros
IV 614,06 € 503,94 € 25,82 € 1.143,83 €
V 546,93 € 501,48 € 25,82 € 1.074,23 €
VI s 508,53 € 499,81 € 25,82 € 1.034,17 €
VI 494,16 € 499,69 € 25,82 € 1.019,67 €
VII 433,71 € 497,71 € 25,82 € 957,24 €
24Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 25
Lohntabellen für den Tourismussektor
IX. Arbeitnehmer über 18 Jahre
A. Reisebüros der niederen Kategorien
Gruppe Grundlohn Kontingenz- Funktions- Provinziales Bruttolohn
zulage zulage Element
Quadro A 1.117,33 € 542,38 € 46,48 € 25,82 € 1.732,01 €
Quadro B 999,39 € 537,27 € 41,32 € 25,82 € 1.603,80 €
I 877,96 € 536,39 € 25,82 € 1.440,17 €
II 761,06 € 531,30 € 25,82 € 1.318,18 €
III 691,64 € 527,99 € 25,82 € 1.245,45 €
IV 626,22 € 524,69 € 25,82 € 1.176,73 €
V 557,33 € 522,14 € 25,82 € 1.105,29 €
VI s 517,84 € 520,42 € 25,82 € 1.064,08 €
VI 503,39 € 520,30 € 25,82 € 1.049,51 €
VII 440,93 € 518,25 € 25,82 € 985,00 €
X. Arbeitnehmer unter 18 Jahre
B. Reisebüros der niederen Kategorien
IV 601,17 € 503,70 € 25,82 € 1.130,69 €
V 535,04 € 501,25 € 25,82 € 1.062,11 €
VI s 497,13 € 499,60 € 25,82 € 1.022,55 €
VI 483,25 € 499,49 € 25,82 € 1.008,56 €
VII 423,29 € 497,52 € 25,82 € 946,63 €
25Kollektivvertrag 28.06.2007 12:24 Uhr Seite 26
Lohntabellen für den Tourismussektor
XI. Aushilfen - „Lavoro extra“
Gruppe Stundenlohn
IV 10,66 €
V 10,16 €
VI s 9,72 €
VI 9,60 €
VII 8,99 €
XII. Hoteldirektoren - „Dirigenti“
Datum der Einstellung bzw. der Nominierung des Direktors
Laufzeit bis 31.10.1997 bis 31.12.1997 bis 01.01.2000 bis 30.06.2000 bis 10.10.2001
vom 01.01.2001 1.458,99 € 1.291,14 € 395,09 € 291,80 € 85,22 €
vom 01.01.2002 1.870,03 € 1.402,18 € 480,30 € 377,01 € 170,43 €
Mindestgrundlohn: 2.179,45 € Verpflegung: 98,13 € Unterkunft: 123,95 €
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