Bürgerbeteiligung im Rahmen der Ortskernstudie Kassel Kirchditmold

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Bürgerbeteiligung im Rahmen der Ortskernstudie Kassel Kirchditmold
Bürgerbeteiligung im Rahmen der
Ortskernstudie Kassel Kirchditmold
Bürgerbeteiligung im Rahmen der Ortskernstudie Kassel Kirchditmold
Bearbeitung                                     Auftrag
plan zwei Stadtplanung und Architektur GbR      Stadt Kassel
Dr. Ulrich Berding, Kirsten Klehn, Lisa Nieße   Stadtplanung, Bauaufsicht u. Denkmalschutz
Postkamp 14a                                    Jan Schindler
30159 Hannover                                  Untere Königsstraße 46
                                                34117 Kassel
Telefon 0511-27949543
kassel@plan-zwei.com                            Telefon 0561-7876163
www.plan-zwei.com                               Jan.Schindler@kassel.de

Dipl.-Ing. Lisa Nieße
M.Sc. Janine Dušek
Joschua Blum                                    Juli 2021
Bürgerbeteiligung im Rahmen der Ortskernstudie Kassel Kirchditmold
Inhalt
1 Anlass                                                 2

2 Multiplikatorengespräche                               3

3 Bürgerbefragung mit teilstandardisiertem Fragebogen    8

4 Infofenster                                           15

5 Resümee und Ausblick                                  18
Bürgerbeteiligung im Rahmen der Ortskernstudie Kassel Kirchditmold
1 Anlass
Für den Ortskern von Kirchditmold wird 2021     • Auslage von Fragebögen in den wenigen
eine Konzeptstudie zur Stadtteilentwicklung       geöffneten Geschäften und Verteilung
erarbeitet. Mit dieser Studie wird ein integ-     über Multiplikatoren (Auflage 500)
riertes Konzept für den Ortskern entwickelt.
                                                • Gleichzeitige Möglichkeit, den Fragebogen
Die Konzeptstudie funktioniert ähnlich einem      online auf der Seite
„Kompass“, der die Entwicklung des Orts-          kassel.de/konzeptstudie
kerns in den nächsten Jahren leiten soll. Sie     auszufüllen
wird im Dialog zwischen den Ämtern der
Stadtverwaltung, dem Ortsbeirat und der         • Plakate mit Einladung und QR-Code zur
Öffentlichkeit erarbeitet.                        Informations-Internetseite und On-
                                                  line-Fragebogen in geöffneten Einrich-
Primäres Ziel ist es, den Ortskern mit seinen     tungen und Läden (Auflage 25)
Einrichtungen und damit den Wohnstandort
zu stärken. In der Studie werden Maßnah-        • Info-Veranstaltung Pandemie-bedingt
men und Ziele dargestellt, die zwar nicht         als Online-Werkstatt
rechtsverbindlich sind, aber der Orientierung
dienen. Sie werden in einem Rahmenplan          • Infofenster vor Ort Corona-bedingt unter
dargestellt und beschrieben. Es finden sich       strengen Hygienevorgaben
unter anderem Aussagen zur baulichen
Entwicklung, zu Nutzungen und Freiflächen.      • eigenes E-Mail-Postfach zum Prozess
Besondere Beachtung erfahren die Ent-             und telefonische Erreichbarkeit des Pla-
wicklung des historischen Ortskerns und die       nungsbüros
Qualifizierung des öffentlichen Raumes.

Ein wesentlicher Baustein in der Erarbeitung
der Studie ist die Beteiligung der Bürger*in-
nen. Diese konnten Ihre Interessen, Anliegen
und Wünsche frühzeitig in die Planungen
einbringen und sie durch Ortskenntnis und
das lokale Expertenwissen ergänzen und
bereichern.

Um mit den Bürger*innen ins Gespräch zu
kommen wurden folgende Möglichkeiten
ausgewählt:

• 5 Multiplikatorengespräche als Gruppen-
  gespräch mit ausgewählten Teilnehmen-
  den

• Bürgerbefragung mit Fragebogen, der
  in lokalen Blättern mit einer Auflage von
  5000 (mit Postwurf) und 2000 (als Ausla-
  ge) abgedruckt wurde

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Bürgerbeteiligung im Rahmen der Ortskernstudie Kassel Kirchditmold
2 Multiplikatorengespräche
Im Zuge der Bürgerbeteiligung wurden zu-         mit bezahlbarem Wohnraum. Eine stärkere
nächst Gespräche mit Vertreter*innen örtli-      Verknüpfung der beiden Bereiche des Ortes
cher Einrichtungen, Initiativen sowie Vereine,   sei wichtig.
die sogenannten Multiplikatorengespräche,
geführt. Diese Gespräche dienten einer ersten    Dem entgegen steht insbesondere der Ver-
Begegnung mit der Einschätzung des Orts-         kehr und dabei ganz besonders der starke
kern aus Sicht der Bürger.                       Verkehr entlang der Loßbergstraße, der als
                                                 außerordentlich störend wahrgenommen
Schwerpunkt Kultur                               wird. Seit 2011 gegen Lärm schützende
Vertreter*innen Bücherei Kirchditmold e.V.;      Garagenhöfe abgerissen wurden, seien die
Hand in Hand e.V.; Transition Town e.V.;         Gebäude in der Zentgrafenstraße und Harles-
Bürger und Heimatverein, Projekt „Alte           häuser Straße besonders stark dem Lärm
Schmiede“                                        ausgesetzt. Hier gab es u.a. eine Unterschrif-
                                                 tensammlung. Zusätzlich wird die schwierige
In diesem Gruppengespräch wird Kirchdit-         Lage an Kreuzung Zentgrafenstraße/ Loß-
mold als privilegierter und beliebter Wohn-      bergstraße genannt: dort sei es besonders
standort dargestellt. Gelobt wird insbesonde-    laut und es bestehe starke Luftverschmut-
re die Nähe zur Natur. Während die Preise auf    zung.
dem Wohnungsmarkt stark angestiegen seien,
bleibe der Stadtteil in zwei Bereiche unter-     Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die
teilt: Einerseits das „Oberdorf“ (westlich der   Kirchditmolder*innen sehr engagiert und gut
Loßbergstraße/ Heßbergstraße) mit eher gut       vernetzt sind. Es gibt zahlreiche Projekte in
situierten Bewohner*innen und das „Unter-        ehrenamtlicher Führung. Das Projekt „Alte
dorf“ (östlich Loßbergstraße/ Heßbergstraße)     Schmiede“ im Ortsteil soll zu einem Treff-

                                                                                                  Abbildung 1:
                                                                                                  Untersuchungsgebiet der
                                                                                                  Konzeptstudie
                                                                                                  (Darstellung: plan zwei
                                                                                                  auf Basis des GIS der Stadt
                                                                                                  Kassel)

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Bürgerbeteiligung im Rahmen der Ortskernstudie Kassel Kirchditmold
punkt werden, der Platz am Kappellenweg          genutzt. So soll der Standort zukünftig ge-
wird genutzt für den gut angenommenen            stärkt werden.
Weihnachtsmarkt und das Straßenfest,
der Bücherei Kirchditmold e.V. veranstaltet      Als „Bike-School“ fühlt sich die Schule der
verschiedene Feste und zieht in einen neuen,     Fahrradmobilität verpflichtet und lagert
zentraleren Standort. Das Ehrenamt stößt         derzeit in Containern auf dem Schulhof
aber zeitweise finanziell und personell auch     Fahrräder für den Sportunterricht. Zukünftig
an Grenzen.                                      sollte es neue, teilweise auch überdachte,
                                                 Fahrradständer geben. Es gibt derzeit we-
Ein großes Defizit wird in einem fehlenden       der für Schüler*innen noch für Lehrer*innen
Stadtteilzentrum gesehen. Ein von dort aus       schuleigene PKW-Stellplätze.
koordiniertes Zusammenspiel aus Veranstal-
tungen, Kultur und Gastronomie könne auch        Die Schule verfügt über keine Sporthalle und
den Einzelhandel wieder stärken. Als not-        kann gelegentlich die Sporthalle in Harles-
wendig werden Beratungsmöglichkeiten für         hausen oder die Stockwiesen nutzen. Als
Sozialberatung und eine kostenfreie Senio-       Arrangement wird derzeit Sport „en Block“
renbegegnungsstätte sowie Hilfsangebote          unterrichtet: Segeln, Surfen, Biken, Klettern,
für Senior*innen eingeschätzt. Besonders im      Golf.
„Unterdorf“ sei es derzeit schwieriger Men-
schen mit Angeboten zu erreichen.                Die Cafeteria gebaut, besteht seit 2011 und
                                                 hat keine eigene Toilette. Eine abendliche
Als eine wichtige Zukunftsaufgabe wird die       Nutzung für öffentliche Treffen oder Veran-
Aktivierung des zentralen Versorgungsbe-         staltungen ist deshalb kaum möglich. Für den
reichs gesehen. Vor einigen Jahren gab es        Betreiber ist es schwer ein wirtschaftliches
deutlich mehr Geschäfte, heute täten sich        Angebot herzustellen: nur 1000 Schüler*in-
die Läden schwer. Dabei müsse zwischen den       nen seien zu wenig, da die Konkurrenz groß
Geschäftsinhaber*innen mit dem Wunsch            sei und Öffnungszeiten durch das Unter-
nach mehr Verkehr und Stellplätzen im            richtsende und die Schulferien limitiert sind.
Ortskern und den Anwohner*innen, denen
Frei- und Grünräume wichtig sind, vermittelt     Die Anbindung an den Stadtteil werde
werden. Ein Anliegen ist dabei ein Platz, an     intensiv gepflegt und es bestehe ein reger
dem auch ein Wochenmarkt untergebracht           Austausch, obwohl die Schüler*innen aus
werden könnte.                                   einem weiten Einzugsgebiet kommen. Leider
                                                 entstünden auch immer wieder Konflikte mit
Schwerpunkt Schule                               den Anwohnern, die geschlichtet werden
Schulleiter der Friedrich-List-Schule            müssen. Themen sind hier der Aufenthalt
                                                 vor den Läden sowie hinterlassener Müll und
Die Friedrich-List-Schule liegt mitten im Ort.   Zigaretten. Derzeit ist der Schulhof nachmit-
Ab 2022 finden hier große Baumaßnahmen           tags ab 17:00 Uhr und an den Wochenenden
statt, um den naturwissenschaftlichen Be-        geschlossen. Man könne sich gut vorstellen,
reich zu erneuern. Unter anderem entstehen       dass hier stattdessen ein einladender Be-
vier neue Klassenräume, die zwischenzeit-        reich für die Bevölkerung entstehen könne.
lich in Container auf dem Hof ausgelagert        Die ökologische Qualität der Außenräume
werden. Auch das Hausmeisterhaus wird in         zu steigern, wäre sicher ein beliebtes Ziel
Zukunft für Beratungsangebote in der Schule      und eine Neugestaltung der Außenbereiche

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Bürgerbeteiligung im Rahmen der Ortskernstudie Kassel Kirchditmold
wäre gut denkbar. Da im Grunde alle Schüler      Eine besondere Rolle soll dem Kirchplatz als
erwachsen seien, bestehe in der Aufsichts-       Versammlungs- und Kommunikationsort
pflicht kein Grund für eine Mauer um den         zuteilwerden. Das Gemeindehaus als einziger
Schulhof.                                        große Saal in Kirchditmold soll weiter für
                                                 Ortsteilaktivitäten geöffnet werden.
Schwerpunkt Soziales
Vertreter*innen aus Kirche, Kindergarten und     Auch der Friedhof habe viele Qualitäten: Die
Elternbeirat                                     räumliche Nähe des Ortes der Beisetzung
                                                 finden Menschen wichtig. Aber er ist auch
In den beiden Gesprächen in diesem Themen-       ein Ort des Verweilens, der Ruhe, der Natur-
feld wird hervorgehoben, dass eine, wenn         wahrnehmung und auch der ökologischen
nicht sogar die wichtigste Frage den Wohn-       Qualität. Zugänglichkeit und Barrierefreiheit
raum beträfe. Junge Familien wünschen sich       seien hier wichtige Aufgaben.
ein Häuschen im Grünen, aber die Preisent-
wicklung sei immens. Die Nachverdichtungs-       Es gäbe viel Sorge über den Handel im Ort.
potenziale seien aufgebraucht und neue           Aus den Netzwerken wird berichtet, dass der
Mehrfamilienhäuser würden mit Argwohn            Tenor sei: „Wir haben es schwer, aber wir
betrachtet. Die Struktur, dass der Besitzer      kämpfen!“ Bestimmte Angebote wie etwa
nicht der Nachbar wird, sei neu und das          Apotheke und Buchladen werden sehr ge-
entstehende Angebot zu hochpreisig. Gleich-      schätzt. Trotzdem biete der Ortskern zurzeit
zeitig gäbe es viel Interesse an der Wohnlage.   nicht die Möglichkeit sämtliche Erledigungen
Auch die Kindertagesstätte erlebt aktuell eine   vor Ort zu machen – was aber im Grunde
hohe Nachfrage.                                  der Wunsch sei. Eine Drogerie etwa wäre
                                                 eine große Bereicherung. Grundsätzlich läge
Eine Ausnahme bildeten hier die Genossen-        die Unzufriedenheit in der Erwartung an
schaftshäuser der Riedwiesensiedlung, aber       die zentrale Lage: man suche ein Zentrum
im Ortskern bestünde ein solches Angebot         das es nicht gibt. Die Friedrich-List-Schule
nicht. Wenn neuer Wohnraum geschaffen            stünde auf dem ehemaligen Kirchstandort,
wird, dann solle Wohnraum entstehen, der         der ursprünglich diesen zentralen Ort mar-
auch für Einkommensschwächeren zu-               kierte. Außerhalb der Schulzeit sei aber heute
gänglich ist. Selbst Normalverdiener fänden      niemand dort.
heute keine Wohnangebote. Aufgrund dieser
Preissteigerung gehe der Generationenwan-        Es gibt viele alteingesessener Läden mit
del einher mit einem Wandel der Milieus.         ungewisser Zukunftsperspektive aufgrund
Immer größer werde der Anteil an Akademi-        fehlender Nachfolge und mangelnder Zu-
kern, kleiner hingegen der Anteil an Hand-       kunftsfähigkeit. Auch biete das Nahversor-
werker-Familien, gleichzeitig gäbe es auch       gungsangebot nicht die gewünschte Ein-
„Abgehängte und Arme“.                           kauferfahrung. Es sei ein großes Gefühl der
                                                 Benachteiligung entstanden, da zukünftig
Die Kirche als ein Identifikationsmerkmal        eine zusätzliche Aushöhlung des Ortskerns
des Ortskerns soll mit dem Gemeinwesen           befürchtet wird.
zukünftig besser vernetzt werden indem mit
den Geschäftsleuten, mit dem Bürger- und         Die Verkehrssicherheit werde im Kinder-
Heimatverein, mit der Bücherei und der           garten oft diskutiert. Es gibt keinen Platz
Grundschule zusammengearbeitet wird.             zwischen Bürgersteig und Straßenbahn,

                                                                                                 5
sodass Unübersichtlichkeit für die Kindern       Der Wunsch nach einem Café sei groß,
entstünde. Zwischen Kindergarten und Kirche      wirtschaftlich sei es jedoch kaum darstell-
wird ein Zebrastreifen gewünscht und eine        bar. Gegebenenfalls wäre eine Dependance
Neugestaltung der dortigen Höhenversprün-        einer größeren Einheit wie Bachmann oder
ge, um eine bessere Rad-Durchwegung zu           Nenninger denkbar. Die Bäckerei Amthor läge
ermöglichen. Insgesamt sollte der Kirchen-       unglücklicherweise außerhalb des zentralen
vorplatz mit dem Platz vor dem Gemeinde-         Versorgungsbereichs. Ein zusätzlicher Mag-
haus zu einer Einheit umgestaltet werden.        net wäre ein Drogeriemarkt, aber die Flä-
                                                 chenbedarfe dieser Märkte sind groß. Büros
Schwerpunkt Wirtschaft                           in den Erdgeschosslagen stören den Ortscha-
Vertreter*innen von Gewerbeverein                rakter. Kleine Läden könnten als Nischen-
Kirchditmold (er)leben e.V., Wirtschaftsförde-   und Liebhaberläden funktionieren, müssen
rung Region Kassel und IHK                       sich mit überregionaler Anziehungskraft pro-
                                                 filieren oder brauchen ein weiteres Standbein
Im Gruppengespräch zum Thema Wirtschaft          im Online-Bereich. Für das Fortbestehen von
wird zunächst über die Verkehrssituation ge-     Einzelhandel müssten im Ortskern stärke-
sprochen, die als unzureichend eingeschätzt      re Maßnahmen ergriffen werden, wie etwa
wird. Während einerseits die Geschäfte           Ansiedlungsförderung, Gründer-Wettbewer-
kaum private Stellplätze im verdichteten         be oder Zuschüsse. Zunächst bräuchten die
zentralen Bereich anbieten können, gerät         Händler jedoch mehr Freiheiten: etwa sollte
die Situation durch den Stellplatzbedarf der     jeder Laden einen Stuhl, Blumen oder Ausla-
Friedrich-List-Schule zusätzlich unter Druck.    gen rausstellen dürfen, Nutzungsentgelt für
Es sollte Ausschau nach Stellplatzflächen        Außengastronomie und Stellplatznachweise
im angrenzenden Bereich gehalten werden,         sollten aufgehoben werden. Weihnachts-
denn insbesondere ältere Menschen seien auf      dekoration der Händler sollte erlaubt und
Stellplätze in der Nähe der Geschäfte ange-      insbesondere kleine Gewerbebetriebe unter-
wiesen. Schwierig sei auch die Verkehrsfüh-      stützt werden
rung – so sei unverständlicherweise ein
Linksabbiegen auf der Loßbergstraße zurzeit      Es fehle außerdem ein Platz mit Gastronomie,
nicht möglich. Die Haltestelle stadteinwärts     der als zentraler Treffpunkt funktioniert und
versperrt wichtige Wege für Fußgänger*in-        an dem man im Freien zusammen sein kann.
nen und sei an ihrem ursprünglichen Standort     Ein guter Ort sei hier an der Ecke Zentgrafen-
gegenüber des Ärztehauses besser aufgeho-        straße/ Harleshäuserstraße. Auch ein Markt
ben.                                             könnte funktionieren, wie Harleshausen
                                                 zeige. Insgesamt bestehe der Eindruck, dass
Das Angebot im Ortskern unterliegt einem         in Kirchditmold die Aufenthaltsqualität fehle.
Erosionsprozess. Potenzial bestehe zwar,         Zurzeit säße man neben dem Bus und im
aber nur mit ausreichend flankierenden           Schatten, wenn man im Ortskern sitze. Kleine
Maßnahmen sei ein attraktiver Branchen-          Maßnahmen in der Teichstraße könnten
mix mit Cafés zu erreichen. Als Beispiel wird    schon helfen. Dort begänne allerdings der
etwa die Friedrich-Ebert-Straße genannt. Die     „Denkmalgeschützte Bereich“ der bei Verän-
Versorgungslage sei seit dem Schließen von       derungen manchmal schwierig sei.
Edeka Riedwiesen schlechter geworden und
fußläufig wäre der Edeka in der Harleshäuser     Die Situation auf dem Wohnungsmarkt wird
Straße zu weit entfernt.                         als sehr angespannt wahrgenommen und

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neuer Wohnraum werde dringend ge-             Ecke“ eingeschätzt, es müsse jenseits des
braucht. Insbesondere bezahlbare große        Opferhofes ein Platz zum Aufenthalt gestal-
Wohnungen für junge Familien seien kaum       tet werden. Als Problem wird die Verkehrs-
zu finden. Teilweise würden Kaltmieten von    situation an der Teichstraße beschrieben: zu
bis zu 15 oder 17 Euro aufgerufen. Auch       viele Busse und eine ungünstige Platzierung
Senior*innen wollen in Kirchditmold bleiben   der Haltestellen führen zu fehlenden Aufent-
und einige würden gern in Wohnanlagen         haltsmöglichkeiten und ungünstigen Situati-
ziehen. Große Anbieter suchen allerdings      onen für Fuß- und Radverkehr.
Grundstücke ab 3000-4000 m², die im
Ortskern nicht mehr zu finden sind.           Der Cafeteria-Pavillon der Frierich-List-
                                              Schule war auch für eine öffentliche Nutzung
Schwerpunkt Senioren                          gedacht, wurde aber ohne Toiletten geplant,
Vertreter*innen aus Seniorenbeirat,           sodass eine öffentliche Nutzung deshalb
Ortsbeirat und Stadtrat                       kaum möglich ist. Gefordert wird: „Die Mauer
                                              muss weg!“ um vor der Schule einen öffent-
Im Gruppengespräch wird der ausdrückli-       lichen Raum als Treffpunkt zu schaffen. Das
che Wunsch nach einem besonderen Fokus        könne auch dazu führen, dass Schülergrup-
auf den öffentlichen Raum zum Ausdruck        pen sich mehr im öffentlichen Raum vertei-
gebracht. Er soll zu einem Treffpunkt und     len. Gut wäre auch ein Innenraum, in dem
Aufenthaltsraum, einem „sozialen Raum“        man sich treffen kann, die Bücherei reiche für
werden, der einlädt, sich zu begegnen und     reges Vereinsleben nicht aus.
soziale Kontakte zu knüpfen – insbesondere
im Bereich Harleshäuser Straße/ Zentgra-      Zum Thema Wohnen wird unterstrichen, dass
fenstraße/ Teichstraße. Dafür müssten die     Kirchditmold ein sehr beliebter Stadtteil ist.
Flächen neu verteilt werden, sodass mehr      Die Stellplatzfläche neben dem ehemaligen
Platz für Fußgänger*innen und mehr Barri-     Kiosk in der Teichstraße wird als „Zahnlücke“
erefreiheit entstünde. Man solle dabei über   wahrgenommen und sollte bebaut wer-
alternative Verkehrskonzepte wie beispiels-   den. Außerdem sei eine Bebauung zwischen
weise einen „Shared Space“ nachdenken,        Schienen und Loßbergstraße nun möglich,
um eine Verbesserung der Aufenthalts-         nachdem die Fläche ursprünglich für Ver-
qualität zu erreichen und den PKW-Ver-        bindungsstraße freigehalten worden sei.
kehr zu reduzieren. Die Umgestaltung der      Es sollten keine Einfamilienhäuser gebaut
Haltestelle Kirche wird als Beispiel ange-    werden, denn besonders bezahlbare Wohn-
führt, dort sei ein Umbau gut gelungen.       angebote seien wichtig. Auch das Thema
Insgesamt brauche es mehr Grün für mehr       des seniorengerechten Wohnens solle in den
Aufenthaltsqualität. Damit ältere Menschen    Fokus rücken, denn es gäbe keine entspre-
weiterhin in den Ortskern kommen können,      chenden Wohnangebote im Ortskern. Wenn
solle auch die Befahrbarkeit mit dem PKW      ein solches Wohnangebot entstehen soll,
gesichert bleiben. Im Moment weise der        dann sollte es genossenschaftlich sein, um
zentrale Bereich unterschiedliche Defizite    die Bezahlbarkeit zu sichern. Momentan gäbe
auf. Es seien im Ortskern mehr Dienst-        es auch kein Tagespflegeangebot in Kirchdit-
leistungen als Einzelhandel angesiedelt,      mold, aber viele ältere Menschen helfen sich
die Teilnehmer*innen erinnern sich an die     im Stadtteil auch untereinander und organi-
früher belebten Arkaden. Außerdem wir der     sieren Gruppen.
Bereich am Opferhof inzwischen als „tote

                                                                                          7
3 Bürgerbefragung mit teilstandardisiertem Fragebogen
                              Darüber hinaus war die Öffentlichkeit herz-                        erstellten Plänen zu den Themen „Städtebau
                              lich eingeladen sich am Planungsprozess zu                         und Stadtgestalt“; „Wohnen, Versorgung und
                              beteiligen. Zum einen konnten Stärken und                          Freiraum“ sowie „Wirtschaft und Verkehr“ zu
                              Schwächen Kirchditmolds sowie die Prio-                            äußern.
                              ritäten für die Entwicklung des Ortskerns
                              zwischen dem 3. Mai und dem 6. Juni 2021                           Insgesamt wurden 337 ausgefüllte Fragebö-
                              anhand eines Fragebogens genannt werden.                           gen an das Büro plan zwei übermittelt. Davon
                                                                                                 wurden 260 Fragebögen online ausgefüllt
                              Dieser war in den Stadtteilzeitungen „Blick-                       und 77 Fragebögen über den Ideenbriefkas-
                              punkt“ und „Kirchditmolder Schauplatz“                             ten abgegeben.
                              sowie ausgelegten Faltblättern zu finden und
                              konnte über den in der Zentgrafenbuchhand-
                              lung aufgestellten Ideenbriefkasten abgege-
Abbildung 2:                  ben werden. Alternativ konnte der Fragebo-
In der Stadtteilzeitung       gen digital über einen QR-Code oder unter
„Kirchditmolder Schauplatz“   www.kassel.de/konzeptstudie ausgefüllt
abgedruckter
Bürgerfragebogen              werden. Hier bestand auch die Möglichkeit
(Darstellung: plan zwei)      sich zu den innerhalb der räumlichen Analyse

         Ich wohne:       Im Untersuchungsgebiet          In Kirchditmold         In Kassel       Weiter weg                    Ich bin    Jahre alt.

         Hier halte ich mich gerne in Kirchditmold auf:

         Das ist mir für die Zukunft Kirchditmolds besonders wichtig:                                                         - max. 4 Antworten -

            Historischen Ortskern erhalten und aufwerten!               Schulwege sichern!                      Einen neuen Stadtplatz schaffen!

            Umweltfreundliche Mobilität stärken!                        Vereine und Initiativen stärken!        Grünräume schaffen und vernetzen!

            Kinderbetreuungsangebote ausbauen!                          Barrieren im Ort entfernen!             Neuen Wohnraum schaffen!

            Seniorengerechte Wohnangebote etablieren!                   Auf Klimafolgen reagieren!              Fuß- und Radwege ausbauen!

         Ich möchte in Kirchditmold (häufiger):                                                                               - max. 3 Antworten -

            Sport im Freien machen                                      Essen gehen                             Eigene Ideen und Projekte umsetzen

            Feste und Veranstaltungen besuchen                          Die Natur genießen                      Ohne Auto unterwegs sein

            Organisierte Freizeitangebote wahrnehmen                    Einkaufen                               Andere treffen

         Bitte berücksichtigen Sie außerdem:

                                                          Hier gehts zum digitalen Fragebogen und zur Anmeldung für die Infofenster:
                                                                                                      www.kassel.de/konzeptstudie

                              8
Zur Person                                                    Wo halten Sie sich gern in Kirchditmold auf?
Im Schnitt waren die Teilnehmenden 44,5                       Auf die Frage, wo sich die Menschen gern in
Jahre alt, wobei die jüngste teilnehmende                     Kirchditmold aufhalten, nannten die meisten
Person 8 Jahre alt war und das höchs-                         Personen die westlich des Untersuchungsge-
te Alter mit 88 Jahren angegeben wurde.                       biets liegende Hessenschanze oder die Prin-
Der überwiegende Teil der Teilnehmenden                       zenquelle. Aber auch im Untersuchungsgebiet
wohnt im Stadtteil Kirchditmold, 15% der                      liegende Orte wie die Kirche, der Ziegen-
Personen leben auch im Untersuchungsge-                       brunnen, der Opferhof oder die Teichstraße
biet. Etwa ein Viertel der weiteren Stim-                     wurden mehrfach genannt.
men stammen aus Kassel und 15 Personen
füllten den Fragebogen aus, ohne selbst in
der Stadt zu leben.
                                                                                                                                                  Abbildung 3:
                                                                                                                                                  Darstellung „Wohnort der
                                                                                                                                                  Teilnehmenden“
                                                                                                                                                  (Darstellung: plan zwei)

                                                                                                                                                  Abbildung 4:
                                                                                                                                                  Darstellung „Alter der
                                                                                                                                                  Teilnehmenden“
                                                                                                                                                  (Darstellung: plan zwei)

                                                                                                                                                  Abbildung 5:
                                                                                                                                                  Darstellung „Hier halte ich
                                                                                                                                                  mich gern in Kirchditm. auf“
                                                                                                                                                  (Darstellung: plan zwei
                                                                                                                                                  auf Basis des GIS der Stadt
                                                                                                                                                  Kassel)

                                                                                                                   Bahndamm
                                                                                                                     der RT

                   Hessenschanze
                                                   Waldcafe                                                    Soemmering-       Buchhandlung
                                                                                               Bücherei            platz           Schule
                                                                                                              Zentgrafenstraße
                                                                       Lindenberg                                                  Opferhof
                                   Prinzenquelle
                                                                                                                                    Nahkauf

                                                                                                Kirche                                 Eisdiele
                                                                Riedwiesen          Friedhof
                                                                                                                Brunnen
                                                                                                    Taverne Odysseus/
                                     Ochsenallee
                                                                                                      Mergellstraße Teichstraße

                                                                                                 Sportplatz

                                                                                                                                      9
Abbildung 6:
Darstellung „Das ist mir für
die Zukunft Kirchditmolds
besonders wichtig:“
(Darstellung: plan zwei)

Abbildung 7:
Darstellung „Ich möchte in
Kirchditmold (häufiger):“
(Darstellung: plan zwei)

                               10
Das ist mir für die Zukunft Kirchditmolds                       Bitte berücksichtigen Sie außerdem:
besonders wichtig:                                              In einem freien Textfeld hatten die Teilneh-
Die Teilnehmenden konnten hier aus zwölf                        menden die Möglichkeit weitere Anmerkun-
vorgegebenen Antwortmöglichkeiten die vier                      gen zu machen. Diese Möglichkeit nahmen
für sie wichtigsten Punkte wählen. 200 der                      141 der 335 befragten Personen wahr. Die
335 befragten Personen gaben an, dass der                       Aussagen wurden zur Übersicht nach The-
historische Ortskern erhalten und aufgewer-                     menbereichen sortiert und zusammenge-
tet werden soll. Auch das Thema der Mobi-                       fasst. Auch die in den eingegangenen E-Mails
lität -der Ausbau von Fuß-und Radwegen                          gemachten Aussagen sowie Anmerkungen zu
sowie die Stärkung der umweltfreundlichen                       den Analyseplänen wurden hier vermerkt.
Mobilität- wurde auf über der Hälfte der
Fragebögen als sehr wichtig eingestuft. Als                     Das am häufigsten hervorgehobene Thema
dritte Priorität werden Aspekte des Um-                         war der Wunsch nach mehr Aufenthalts-
welt- und Klimaschutzes mit der Schaffung                       möglichkeiten und Aufenthaltsqualität im
und Vernetzung von Grünräumen sowie der                         Ortskern. Dieser Wunsch wurde vielfach
Reaktion auf Klimafolgen angesehen. Aspekte                     allgemein benannt, häufig wurden aber auch
wie die Schaffung neuen Wohnraums, Ausbau                       konkrete Orte, wie die Teichstraße oder der
von Kinderbetreuungsangeboten und die                           Opferhof, erwähnt und Vorschläge formu-
Schaffung seniorengerechter Wohnangebote                        liert, wie der öffentliche Raum besser nutzbar
wurden weniger häufig ausgewählt.                               gemacht werden könnte. Die Bürger*innen
                                                                nannten zum Beispiel die Schaffung von Sitz-
Ich möchte in Kirchditmold (häufiger):                          gelegenheiten, die Reduzierung der Straßen-
Auch bei dieser Frage mit vorgegebenen                          breite oder die Öffnung des Außengeländes
Antwortmöglichkeiten spielte das Thema der                      der Friedrich-List-Schule zum öffentlichen
Mobilität eine große Rolle. Über die Hälfte                     Raum. Andere Bürger melden sich bei dem
der Befragten gab an, dass sie sich zukünf-                     Planungsbüro mit Skizzen zur Integration von
tig gerne ohne Auto im Untersuchungsge-                         zusätzlichen Bäumen in den Straßenräumen.
biet fortbewegen würden. Es zeigte sich der                     Auch in den Beteiligungsformaten wurde
Wunsch nach einem breiteren kulinarischen                       fehlendes Grün im Ortskern bemängelt und
und kulturellen Angebot sowie dem direkten                      vermehrte Baumpflanzungen, eine Redu-
Zugang zur Natur. Die Möglichkeit Sport im                      zierung der Flächenversiegelung angeregt.
Freien zu treiben oder eigene Ideen und Pro-                    Schließlich wurden einzelne Maßnahmen wie
jekte umzusetzen spielte mit jeweils etwa 10                    die Gründung von Gemeinschaftsgärten oder
% der Angaben nur eine untergeordnete Rolle.                    die Begrünung der Gleise angesprochen.

Städtebau und Stadtgestalt im Untersuchungsgebiet
Treffpunkte und Aufenthaltsräume im öffentlichen Raum       9   dörflichen Charakter und Geschichte Kirchditmolds   1
schaffen                                                        erhalten
Baulücken schließen                                         6   Kirchditmold im jetzigen Zustand erhalten           1
Denkmalpflege beachten und fördern                          5   Baumschutz neuen Bauvorhaben vorziehen              1
fehlende Barrierefreiheit im öffentlichen Raum reduzieren   4   doppelte Innenentwicklung anstreben                 1
Bauvorhaben dem Bestand anpassen                            3   Hinweistafeln an den Denkmälern installieren        1
Denkmal an der Kirche sanieren                              3   Kirche nachts beleuchten                            1    Tabelle 1:
keine weitere Verdichtung                                   2   Bruchstraße wieder verbinden                        1    Zusammenfassung der frei-
                                                                                                                         en Anmerkungen innerhalb
Bürger- und Heimatverein fördern                            2                                                            der Bürgerbefragung

                                                                                                                    11
Zentraler Bereich Ortskern
Verkehrsberuhigung im Ortskern                           15   Ortskern in seiner Gesamtheit stärken                3
Sitzgelegenheiten im Ortskern schaffen                   13   mehr Raum für Fußgänger im Ortskern                  3
Autofreier Ortskern                                      11   mehr Grün und Bäume im Ortskern                      4
Leerstand durch Nachnutzung oder temporäre Nutzungen     7    Ladebereich für Elektromobilität schaffen            2
vermeiden
Aufenthaltsqualität stärken                              6    Ortskern als Shared Space gestalten
                                                                                                                   2
Kopfsteinpflaster entfernen                              5    Stellplatzflächen im öffentlichen Raum reduzieren    1
Befahrbarkeit des Ortskerns erhalten                     5    Gemeinschaftsflächen schaffen                        1
Stellplatzflächen erhalten und ggf. neue schaffen        5    Verlagerung des Verkehrs in Seitenstraßen bei Ver-   1
                                                              kehrsberuhigung vermeiden
Stadtplatz im Ortskern schaffen                          4    Busverkehr aus dem Ortskern auslagern
                                                                                                                   1

Zentraler Bereich Zentgrafenstraße
Bereich umbauen und aufwerten                            4    Vorbereich der Geschäfte im zentralen Bereich        1
                                                              überdachen
Grünfläche Kreuzung Harleshäuser Straße/ Zentgrafen-     1
straße aufwerten

Teichstraße
Teichstraße autofrei gestalten                            6   Haltestellen Teichstraße in Richtung Loßbergstraße   2
                                                              verlagern
Teichstraße aufwerten                                     4   Stadtplatz auf Teichstraße schaffen                  1
Dominanz der Bushaltestelle reduzieren                    3   Tram-Haltestelle barrierefrei gestalten              1
Konflikte zwischen Radverkehr und Aufenthalt vor der      2
Eisdiele auflösen

Bereich Friedrich-List-Schule
Gelände der Friedrich-List-Schule zum Stadtteil öffnen    4   Cafeteria der Friedrich-List-Schule öffentlich zu-   2
                                                              gänglich machen

Kinder und Jugendliche
Wunsch nach mehr Bereichen für Kinder                    6    Wunsch nach Flächen zum Skaten                       6
Wunsch nach mehr Bereichen für Jugendliche               6    Wunsch nach Sportflächen ohne Vereinszugehörigkeit   1
Wunsch nach Fußballplatz ohne Vereinszugehörigkeit       6

Bereich Opferhof
Sitzgelegenheiten auf dem Opferhof schaffen              11   Bereich Opferhof aufwerten                           7

weitere öffentliche Räume
Platz Wahlershäuser Straße/ Kapellenweg aufwerten         7   Gala-Metzner-Platz-aufwerten                         1
Bereich Ziegenbrunnen aufwerten                           5   Bereich um Kirche aufwerten                          1
Sauberkeit im öffentlichen Raum fördern                   5   Stadtplatz am Bahnhof schaffen                       1
Platz Gerichtstisch aufwerten                             2   fehlende Beleuchtung im öffentlichen Raum ergänzen   1

12
Grünräume und Klimaschutz
Wunsch nach mehr Grünräumen und Bäumen                     5   bestehende Blühflächen erhalten                           1
Klimakrise beachten                                        2   bestehende Grünflächen erhalten                           1
Flächen entsiegeln und weitere Versiegelung vermeiden      2   Gleise begrünen                                           1
naturnahe Gärten und Grundstücke erhalten und fördern      1   Gewässer sichtbar und erlebbar machen                     1
Steingärten bei Neubauten vermeiden                        1   Verbesserung der Luftqualität anstreben                   1
Wunsch nach Gemeinschaftsgärten                            1   Hundeauslauffläche schaffen                               1

Wohnen
keine Stadtvillen errichten                                8   sozialverträglichen Wohnraum schaffen                     4

Versorgung
Wunsch nach einem Café                                     8   Wunsch nach Unverpacktladen                               1
Platz für Aufenthalt vor Gastronomie und Geschäften        8   Wunsch nach regionalem Gemüseladen                        1
schaffen
Wunsch nach einem vielseitigen gastronomischen Ange-       7   Wunsch nach Metzgerei                                     1
bot
Wunsch nach vielfältigerem Einzelhandel                    4   Wunsch nach Flohmarkt                                     1
Wunsch nach Wochenmarkt                                    4   Wunsch nach Bücherregal                                   1
Wunsch nach Drogeriemarkt                                  3   Nahkauf erhalten                                          1
Wunsch nach zentralem Supermarkt                           2   Bäckerei Markus erhalten                                  1
Wunsch nach mehr Läden für den täglichen Bedarf            1   Wunsch nach öffentlicher Toilette im Ortskern             1

Veranstaltungen
Weihnachtsmarkt erhalten/ stärken                          4   Wunsch nach mehr Festen und Veranstaltungen               4

Grundschule
Elterntaxis reduzieren/ Parkverbot vor der Schule ein-     4   Schulwegsicherheit im Bereich des historischen            2
richten                                                        Ortskerns erhöhen
Einbahnstraße/ Spielstraße zwischen Grundschule und        3   Schulhof der Grundschule öffnen                           1
Teichstraße schaffen

Wirtschaft
Lokalen Einzelhandel stärken                               8

Verkehr allgemein
(Kommentare, die den zentralen Bereich des Ortskernes betreffen sind unter den entsprechenden Überschriften zu finden)

Verkehrssicherheit für alle erhöhen                        2   Mehr Einbahnstraßen ausweisen                             1

Fußgängermobilität
Mobilität zu Fuße fördern und Fußwegenetz ausbauen         6   Fußläufige Verbindung zwischen Loßberstraße und
                                                               dem zentralen Bereich Zentgrafenstraße schaffen           1
Fußgängerüberwege/ -ampeln ergänzen oder stärken           6   Fußwegverbindung zwischen Schmerfeldstraße und            1
                                                               Bahnhof anlegen
Verbindung zwischen Tram und Regiotram verbessern          2

                                                                                                                     13
Radverkehr
Fahrradmobilität fördern und Radwegenetz ausbauen         11    Keine Radwege schaffen                              1
Stellplatzangebot für Fahrräder und Lastenräder erhöhen   4     Mergellstraße zur Fahrradstraße umgestalten         1

Autoverkehr
Dem Auto weniger Priorität einräumen                      3     Wunsch nach mehr Autofreundlichkeit                 1
Höchstgeschwindigkeit in Wohnstraßen reduzieren           2

ÖPNV
Längere Fahrzeiten und eine höhere Frequenz der Stra-     3     Anbindung mit dem ÖPNV verbessern                   1
ßenbahn anbieten
Nahverkehr stärken                                        1     Straßenbahnverbindung nach Harleshausen schaffen    1

Loßbergstraße
Loßbergstraße zurückbauen                                 2     Loßbergstraße durch beidseitige Bebauung zu einer   1
                                                                Stadtstraße entwickeln
Loßbergstraße in derzeitiger Form erhalten                1     Lärmschutz zwischen Loßberstraße und Zentgrafen-    1
                                                                straße schaffen

Ein Wunsch zur Veränderung im öffentlichen                     Schaffung von Fahrradstellplätzen an. Auch
Raum wird in Kirchditmold außerordentlich                      mit diesen Themen hatten sich einzelne Bür-
stark zum Ausdruck gebracht. Einzelne Bür-                     ger*innen intensiv auseinanderegesetzt und
ger*innen machen dazu umfangreiche eigene                      stellten konkrete Maßnahmenvorschläge vor.
Planungen, um ihr Anliegen zu unterstrei-
chen. Im Internet wird dazu bereits in eige-                   Die Teilnehmenden kritisierten außerdem
nen Foren diskutiert. Markante Eingriffe in                    fehlende öffentliche Räume für Kinder und
die Verkehrsführung werden dort ausgeführt,                    Jugendliche und schlugen Orte zum Skaten
um die gewünschte Qualität zu erreichen.                       oder einen Fußballplatz für vereinsungebun-
Auch im Online-Format und im Infofens-                         dene Angebote vor.
ter wurde das Thema Mobilität im Ortskern
und der Wunsch nach einer Reduzierung des                      Im Bereich der Versorgung wurden zahlreiche
Autoverkehrs in diesem Bereich hervorge-                       unterschiedliche Wünsche formuliert. Häu-
hoben. Hier äußerten sich einige Menschen                      fig wurde der Wunsch nach einem Café und
jedoch eindeutig für eine Erhaltung der                        einem breiteren gastronomischen Angebot,
Befahrbarkeit des Ortskerns. Die Diskussion                    gern mit entsprechenden Außenbereichen,
um fehlende Stellplätze ist aber im Vergleich                  genannt. Aber auch ein Supermarkt, eine
zurückhaltend.                                                 Drogerie und kleine spezialisierte Läden so-
                                                               wie ein Wochenmarkt wurden beschrieben.
Bezüglich der Verkehrssituation im gesam-
ten Untersuchungsgebiet wünschten sich                         Im Bereich der Grundschule sprachen einige
einige der Teilnehmenden eine Stärkung                         Teilnehmende die fehlende Schulwegsicher-
des Fußgänger- und Radverkehrs sowie                           heit an. Es wurden hier unter anderem ein
bessere Querungsmöglichkeiten für diese                        Parkverbot vor der Schule und eine Einbahn-
Verkehrsteilnehmer. Sie regten eine bessere                    straße oder Spielstraße zwischen Grundschu-
fußläufige Nord-Süd-Verbindung sowie die                       le und Teichstraße vorgeschlagen.

14
4 Infofenster
Außerdem hatten Interessierte die Möglich-       Verwaltung und den Multiplikatoren, sowie
keit sich am 28. Mai und am 4. Juni 2021 für     den vorläufigen Ergebnissen der Befragung.
ein „Infofenster“ anzumelden. Die Infofenster    Die Teilnehmenden wurden daraufhin gebe-
dienten der Information der Bürger*innen         ten die Wichtigkeit der Ziele auf einer Skala
und dem Austausch zwischen den Teilneh-          von „Sehr wichtig“ bis „unwichtig“ auf einer
menden untereinander, mit der Verwaltung         Zielscheibe zu bewerten.
sowie mit dem Planungsbüro. Zentraler Inhalt
war die Abstimmung zu den Zielen und eine        Es zeigte sich, dass die Teilnehmenden in
Ideen-Sammlung für entsprechende Maß-            beiden Runden die herausgearbeiteten Ziel-
nahmen. Aufgrund des Pandemiegesche-             stellungen bestätigten. Nur wenige Punkte
hens musste diese Veranstaltung im Mai als       wurden nicht in das „Schwarze“ der Ziel-
digitale Alternativveranstaltung stattfinden,    scheibe geklebt.
im Juni konnten sich die Teilnehmenden dank
Hygienekonzept mit Maske, Abstand und ne-        Später wurde den Bürger*innen ein Entwurf
gativem Corona-Test vor dem Gemeindehaus         des Rahmenplans präsentiert, der die abs-
der Petrus-Kirchengemeinde in Kleingrup-         trakten Ziele verortet. Im Gespräch wurden
pen treffen. Hier trafen sich am 4. Juni drei    wichtige Planungsräume und -themen her-
Kleingruppen, um mehr über den Prozess der       ausgestellt und Ideen- und Maßnahmenvor-
Ortskernstudie zu erfahren, eigene Ideen und     schläge genannt.
Anregungen anzubringen und gemeinsam zu
diskutieren.                                     Die Bürger*innen nannten klar den Ortskern
                                                 und hier der zentrale Bereich Zentgrafen-
Zusätzlich bestand die Möglichkeit sich tele-    straße/ Teichstraße als Schwerpunktraum.        Abbildung 8:
fonisch oder per E-Mail mit Anregungen und       Grundsätzlich sei das Angebot im Ortskern       Bewertung der Ziele der
                                                                                                 Ortskernentwicklung an-
Ideen zu einzubringen. Das digitale sowie das    mit Ärztehause, Apotheke, Schreibwaren,         hand der Zielscheibe
analoge Infofenster boten die gleichen Inhal-    Bäckerei und Nahkauf gut – die Qualität fehle   (Foto: plan zwei)
te. Zunächst erläuterte das Planungsbüro der     im Außenbereich. Als eines der wichtigsten
                                                                                                 Abbildung 9:
Prozess und die bisherigen Arbeitsschritte.      Schwerpunktthemen beschrieben die Teil-         Wünsche, Ideen und
                                                 nehmenden die fehlende Aufenthaltsqualität      Anregungen der Bürger*in-
Dann stellte das Büro die Zielstellung für das   sowie die fehlenden Aufenthaltsflächen im       nen werden innerhalb des
                                                                                                 Infofensters besprochen und
Untersuchungsgebiet vor. Die Ziele ergeben       öffentlichen Raum und zu große Straßen-         gesammelt
sich aus der Analyse, den Gesprächen mit der     querschnitte.                                   (Foto: plan zwei)

                                                                                            15
Ortskern Kirchditmold
Infofenster 28.05.21

RAHMENPLAN                            ZIELE

                  Zentraler Bereich

             16
So wurde unter anderem auch die Fried-                                                                 Auch außerhalb des Ortskerns wurden
rich-List-Schule als „Burg“ im Zentrum                                                                 weitere Schwerpunkträume herausgestellt.
beschrieben, die für die Bewohner*innen des                                                            Hier wurde beispielsweise die Loßbergstraße
Stadtteils nicht nutzbar sei. Auch innerhalb                                                           benannt, die den Ort in Ober- und Unterdorf
der Infofenster wurde daher vorgeschlagen                                                              teilt, selbst aber kaum städtebauliche Quali-
den Schulhof zu öffnen, um die Schule und                                                              täten aufweise. Es wurde angeregt hier durch
die umgebenden Flächen stärker in den Orts-                                                            zukünftige Bebauung Raumkanten zu schaf-
kern zu integrieren. So können an diesem Ort                                                           fen und der Straße „ein Gesicht zu geben“.
ein öffentlicher Treffpunkt für alle entstehen.
Auch ein Bürgerhaus in diesem Bereich wurde                                                            Hervorgehoben wurde die Erhaltung und
angeregt.                                                                                              Schaffung von Grünräumen, die als Rück-
                                                                                                       zugsorte dienen können. Mehr Qualität
Um die Situation im Ortskern zu verbessern,                                                            wünscht man sich auch für kleinere Plätze                                                                            Abbildung 10 (linke Seite):
                                                                                                                                                                                                                            Wünsche, Ideen und Anre-
formulierten die Bürger*innen zahlreiche                                                               (etwa Kapellenweg und Gala-Metzner-Platz)                                                                            gungen der Teilnehmenden
Maßnahmenvorschläge. So wurde die Neu-                                                                 und die Sehenswürdigkeiten (beispielsweise                                                                           am 04. Juni 2021
ordnung der Verkehrssituation als Schlüssel                                                            Gerichtslinde und Kircheneingang am Kapel-                                                                           (Foto: plan zwei)

für die weitere Verkehrsentwicklung be-                                                                lenweg). Der Friedhof wurde hier als beson-                                                                          Abbildungen 11 & 12 (unten):
schrieben. Die Haltestelle (stadteinwärts), die                                                        ders schöner Ort („Geheimtipp“) beschrieben.                                                                         Wünsche, Ideen und Anre-
in der Teichstraße viel Raum einnimmt, wurde                                                                                                                                                                                gungen der Teilnehmenden
                                                                                                                                                                                                                            des digitalen Infofensters am
bemängelt und eine Verlagerung in Richtung                                                                                                                                                                                  28. Mai 2021
Ärztehaus angeregt.                                                                                                                                                                                                         (Darstellung: plan zwei)

    SCHWERPUNKTE                                                                                      MASSNAHMENVORSCHLÄGE

 Wo sind Schwerpunkträume?                                                                         Rahmenplan
                                                                                                           Nutzbarkeit des                                   Öffnung der List
                                                                                                                                                              Schule (Mauer
                                                                                                                                                                                              Rahmenplan
                                                                                                                                                                                              Rahm
                                                                                                                                                                                     Teichstraße als
                                                                                                                                                                                        Zentrum
                                                                                                                                                                                                    plan
                                                                                                                                                                                                      Neuverteilung
                                                                                                    Städtebau                      Schulhofes
                                                                                                                                                                                                                           der
                                                                                                                                  ermöglichen
                                                                                                                                                               muss weg!)          (Wegebeziehungen
                                                                                                                                                                                                                                                   Wirtschaft
  Freibereich um           Umbau Kreuzung                                 Teichstraße ist kein         und                                                                           und Geschäfte)
                                                                                                                                                                                                                     Verkehrsflächen
   Friedrich-List-
                         Loßbergstraße/Teichstr        Analyse der         Platz, sondern ein                                                                                                                                                         und
   Schule öffnen
                         aße führte zu Erhhung        leerfallenden           Verkehrsort
                                                                                                   Stadtgestalt
                              des Verkehrs              Geschäfte                                                                   Aufgang durch                                                                                                   Verkehr
                                                                                                                                   die Mauer an der                                              Bushaltestellen
  Schule als "Burg" im                                                                                                                                                                                                     Lärm von der
                                                                           Nachnutzung für                                              Schule                                                  bauen die Läden
  Ortskern, aber nicht    Gastronomie in
                                                                                                                                                                                                                        Loßbergstraße kann
                                                    Teichstraße           Kasseler Bank muss                                                                                                    zu (Teichstraße)
 für Bewohner nutzbar     der Teichstraße                                                                                                                                                                                 durch Bebauung
                                                   zugebaut von            gefunden werden
                          nur für Schüler
                                                  Bushaltestellen                                                                                                                                                        begrenzt werden                MIV und
                                                                               Charakter                                                                                                   Teichstraße ist kein                                        Busse raus?
    Teichstraße:
                                                                          Loßbergstraße wie                                                                                                 Platz, sondern ein          Verkehrsführung
   Geschäfte fallen
                               es wurde bisher versucht                    Gewerbestraße ->                                                                                               Verkehrsort (Potenzial         wie Friedrich-
        leer
                            Randbereiche schön zu machen,                keine richtige Adresse   Kirchditmolder müssen
                                                                                                                                   "Test-                                                          Platz!)                bert-Straße                Neuordnung der
                            Zentrum wurde vernachlässigt ->                                       hier einkaufen um den
                            Zentrum soll verbessert werden,                                            Ort zu stärken           Wochenmarkt"                                                                                                       VErkehrssituation ist
        Teichstraße                                                          Lärmbelastung
                                                                                                                                                                                                                                                       Schlüssel für
                            Randbereiche aber auch erhalten                                                                                                                                         Spielstraße              Fahrradständer an         Entwicklung
        als "Unort"!                                                             durch
                                                                                                                                                                                                 Mergellstraße und           der Schule müssen
                                                                             Loßbergstraße
                                                                                                   Wochenmarkt könnte
                                                                                                                                                      Versorgungsst                               Hochzeitsweg?              verbessert werden
                                                                                                                                Wochenmarkt
                                                                                                  ggf. nicht funktionieren
                                                                                                                                 wäre schön           andard ist gut!                                                                              Verkehrsberuhigung
                                                                                                    -> sollte man testen                                                                                                                           positiv -> komplette
                                                                                                                                                                                                                     Haltestellen nach unten

 Was sind Schwerpunktthemen?
                                                                                                                                                                                                                                                       Verlagerung
                                                                                                                                                                                                                     verlegen -> mehr Platz          kontraproduktiv
                                                                                                                                         Ökonomische                                                                 für Aufenthalt (z.B. vor
                                                                                                   keine Räume für                    Herangehensweise                  Gala Metzner Platz                                   Eisdiele)
                                                                                                  Außengastronomie                  (Analyse: Warum geben              wäre super zum Boule
                                                                                                                                                                                                                                                 Verlangsamung des
     Lehrer und                                                        Projekt in der             vorhanden derzeit                Geschäfte auf?), damit sich          spielen wenn nicht
                             Straßenbefragung von                                                                                   Geschäfte halten können                 vollgeparkt                                     Loßbergstraße        Verkehrs würde Ort
  Schüler kommen                                                       Schule sollten                                                                                                                                                            attraktiver machen
                               Jugendlichen sollte                                                                                                                                                                         soll eine Adresse
   mit dem Auto              durchgeführt werden
                                                                      angeregt werden
                                                                                                                                                                                                                                  sein!
                                                                                                                                     hoher
                                                                                                                             Versorgungsstandard                                       Post, Praxis,
  Fahrzeuge werden                                                          Viel ÖPNV                                                                   Verweilort und Cafe in     Buchhandllung sind
                                                                                                                              im Zentrum -> muss
    im öffentlichen                           Lärm durch                     Verkehr im                                          erhalten bleiben
                                                                                                                                                         Teichstraße -> wenn        gut, muss gestärkt
    Raum platziert                          Pflasterung im                                                                                                 Verkehr reduziert              werden!
                                                                             Zentrum
                                              Zentrum
                                                                                                      Wohnen,
     Wege gefährlich zum                                                 Warum zwei                 Freiraum und                                                 Freiraum
                                                                                                                                                                   eiraum der
                                                                                                                                  Räume zum
   Radfahren, insbesondere                                              Bushaltestellen              Versorgung                                                     st-Schule
                                                                                                                                                                  List-Schule
                                            Räume für sozialen        versetzt statt einer?
                                                                                                                                 Austausch sind
    für Kinder (insb. Straße                                                                                                                                        öffnen
                                            Austausch werden                                                                       notwendig
   neben Schule siehe Karte)                     benötigt

                                                                                                                                                                                                             17
5 Resümee und Ausblick

Viele interessierte und engagierte Bürger*in-   Auf Grundlage der Ergebnisse der Bürger-
nen Kirchditmolds sowie Nutzer*innen und        beteiligung, der Eingaben der Verwaltung
Besucher des Ortsteils haben die Möglichkeit    und der Ergebnisse der statistischen und
wahrgenommen sich über die Beantwortung         räumlichen Analyse des Planungsbüros wird
des Fragebogens und die Teilnahme an den        im Sommer 2021 die Konzeptstudie zur
Infofenstern aktiv in den Prozess einzu-        Stadtteilentwicklung fertig gestellt. Neben
bringen und ihre Anregungen, Wünsche und        den übergeordneten Zielen werden hier auch
Ideen anzubringen.                              kurzfristige, mittelfristige sowie langfristige
                                                Maßnahmenvorschläge gemacht, um eine
Nachdem die Eingaben der Bürger*innen hier      zukunftsfähige Entwicklung Kirchditmolds zu
zusammengefasst wurden, werden diese nun        gewährleisten.
den Vertreter*innen der relevanten Fachbe-
reiche vorgestellt und von der Stadtplanung     Diese Ausarbeitung soll bis Herbst 2021 ab-
in Kooperation mit dem Planungsbüro abge-       geschlossen und den Bürger*innen dann in-
wogen und geprüft.                              nerhalb einer Ortsbeiratssitzung vorgestellt.

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