Content Ist King Whitepaper Dr. Susanna Gebauer, exploreB2B GmbH
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Whitepaper
Content Ist King
Dr. Susanna Gebauer, exploreB2B GmbH
exploreB2B GmbH, www.exploreB2B.com
mit Unterstützung durchWHITEPAPER: CONTENT IS KING 2
Inhaltsverzeichnis
Content ist King – Einführung in Content Marketing........................................ 3
1. Marketing mit Inhalten – was heißt das eigentlich?..................................... 3
2. Beispiele für Content Marketing................................................................... 4
a) Reformhauskurier und Apotheken-Rundschau................................... 4
b) Globetrotter......................................................................................... 4
c) Krones AG............................................................................................ 4
d) Philip Bloom – Filmemacher und Blogger........................................... 5
e) Aldidente.............................................................................................. 5
f) Kissmetrics........................................................................................... 5
g) Eloqua.................................................................................................. 5
h) Shipserv............................................................................................... 6
3. Unterschiedliche Formen von Content Marketing....................................... 6
4. Content Marketing – ein komplexer Prozess............................................... 7
I. Strategie, Recherche, Planung............................................................. 7
I. Inhalte erstellen..................................................................................... 8
II. Veröffentlichung von Inhalten............................................................... 8
IV. Inhalte Verbreiten................................................................................ 8
V. Kommunikation.................................................................................... 9
VI.Monitoring............................................................................................ 10
VII. Anpassung der Strategie................................................................... 10
Zusammenhang zwischen Social Media, Content Marketing und SEO.......... 11
6. Herausforderungen und Chancen................................................................ 12
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Whitepaper: Content ist King –
Einführung in Content Marketing
1. Marketing mit Inhalten – was heißt das eigentlich?
Inhalte sind einer der wichtigsten Faktoren bei Social Media, Blogging und
vielen anderen Formen des Online Marketings. Dabei ist Marketing mit Inhalten
keine Erfindung des Internetzeitalters.
Mit Inhalten haben sich auch vor den „Inbound Marketing ist eine
neuen Online-Möglichkeiten schon Marketing-Technik, die darauf basiert,
Unternehmen, Shops, Berater und vom Kunden gefunden zu werden.“
Dienstleister bekannt gemacht, Vertrauen Quelle: Wikipedia
aufgebaut und vermarktet.
Content Marketing folgt dabei dem Ansatz
des sogenannten „Inbound“ Marketings, bei dem Anreize geschaffen werden,
damit der Kunde selbst auf einen zukommt.
Im Content Marketing werden dazu „Inhalte“
„Content Marketing ist eine genutzt, die den Personen der Zielgruppe
Marketing-Technik, die mit einen echten Mehrwert liefern: Informationen,
informierenden, beratenden Fachwissen, Branchenneuigkeiten und
und unterhaltenden Inhalten (...) Themendiskussionen. Inhalte sind das, was
Personen anspricht, um sie vom der potenzielle Kunde bzw. Geschäftspartner
eigenen Unternehmen und (...) sucht, braucht und gerne annimmt. Damit man
Leistungsangebot zu überzeugen damit letztlich auch Interesse an der eigenen
und sie als Kunden zu gewinnen Person oder am Unternehmen weckt, wählt man
oder zu halten.“ Themengebiete, die nah genug an den eigenen
Quelle: Wikipedia Angeboten liegen, so dass mit den Inhalten
indirekt und unaufdringlich auch auf die eigenen
Angebote aufmerksam gemacht wird.
Das Prinzip ist nicht neu: so brachte z.B. bereits 1900 der Reifenhersteller
Michelin die Michelin Guides mit vielen hilfreichen Tipps für die Erkundung
der Welt per Automobil heraus. Doch das Internet und die Social Networks
bieten neue und ungleich höhere Chancen zur Verbreitung dieser Inhalte und
zum Erreichen eine Zuhörerschaft, die ungleich größer ist, als wenn man eine
Broschüre in einer Fußgängerzone verteilt. So können mit dem gleichen Aufwand
für die Erstellung der Inhalte – denn gute Inhalte kommen selten umsonst, sie
kosten Zeit, Geld und Mühe – viel mehr Interessenten und damit auch potenzielle
Kunden, Geschäftspartner oder Klienten erreicht werden.
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Dabei sind Online- und Offline-Content-Marketing eng miteinander verknüpft,
können sich gegenseitig unterstützen und oft sogar die gleichen Inhalte verwenden.
2. Beispiele für Content Marketing
Content Marketing ist keine Erfindung des Internetzeitalters. Wir alle – auch
diejenigen, die sich nicht täglich in Social Networks tummeln, sind schon
Inhalten begegnet, die nicht als Werbung daherkommen, aber dennoch in erster
Linien den einen Zweck erfüllen, dem Urheber der Inhalte Aufmerksamkeit in
seiner Zielgruppe zu bescheren.
Eine Inspiration können folgende Beispiele liefern:
a) Reformhauskurier und Apotheken-Rundschau
Reformhäuser und Apotheken bringen jeweils ein kostenloses Magazin heraus.
Das ist Content Marketing. Hier werden regelmäßig Rezepte veröffentlicht, die
die Verwendung von Produkten des Reformhauses enthalten. Kosmetiktipps
verweisen auf Cremes, Öle und Wässerchen, die selbstverständlich in der
Apotheke oder im Reformhaus bezogen werden können.
b) Globetrotter
Der Ausrüster für Outdoor-Sport, Trekking und Reisen, Globetrotter, bringt
ein Magazin heraus mit aufwendigen Fotoreportagen, Reiseberichten und
Berichten aus fernen Ländern. Das Magazin ist im Laden erhältlich und wird
an Stammkunden auch per Post verschickt. Natürlich dreht sich alles um
Abenteuer, bei denen eine Ausrüstung von Globetrotter gute Dienste leisten kann.
Geschichten, die von eigenen Abenteuern träumen lassen. Damit das eigene
Leben und die eigenen Reisen auch zum kleinen Abenteuer werden, locken
die Geschichten den ein oder anderen bei Globetrotter in den Laden, um die
passende Ausrüstung zu kaufen.
c) Krones AG
Die Krones AG füllt Getränke ab bzw. produziert die Maschinen, die es tun –
international und weltweit. Krones ist ein „Social Business“, nicht nur mit
Facebook-Fanpage und Twitter-Account - insbesondere ein beeindruckender
Youtube-Kanal gehört dazu. Auch hier werden nicht nur Produkte beworben,
hier dreht sich viel um die Steigerung der Markenbekanntheit. Auch mit Blick auf
Personalbeschaffung – ein cooles Unternehmen bekommt eben die besseren
Bewerbungen, wenn es um Ausbildungsplätze und Jobwechsel geht.
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d) Philip Bloom – Filmemacher und Blogger
Philip Bloom ist ein etablierter Filmemacher. Einen Namen hat er sich über seinen
Blog, das Videoportal Vimeo, Gastvorträge an Universitäten, Twitter etc. gemacht,
in dem er über günstige Alternativen zu aberwitzig teuren Produktionsmethoden
schreibt. So ist er weit über die eigentliche Szene hinaus bekannt geworden und
hat treue Leser auch unter Unternehmern und Hobbyfilmern gewonnen. Auftritte
auf Festivals und Industrie-Veranstaltungen tragen dazu bei, seinen Namen (und
den Blog) noch bekannter zu machen.
e) Aldidente
Ende der Neuziger Jahre erschien das erste „Aldidente“ Kochbuch. Die Rezepte
in diesen Kochbüchern enthalten ausschließlich Aldi-Produkte. Die Kochbücher
können ganz normal im Handel erstanden werden und jedes einzelne trägt zur
Bekanntheit des Aldi-Lebensmittelsortimentes bei.
f) Kissmetrics
Kissmetrics stellt Analyse-Tools für Webseiten und Internet-Traffic bereit.
Daneben führt Kissmetrics einen Blog mit vielen informativen Beiträgen zu
Content Marketing, Social Media, Startups, Entrepreneurship. Diese Inhalte
haben Kissmetrics in den Social Media Netzwerken eine große Leserschaft
beschert, und dieses dankbare Publikum verbreitet nicht nur die Beiträge
immer weiter, sondern liefert auch immer wieder neue Kunden und Nutzer für
die Produkte von Kissmetrics.
g) Eloqua
Eloqua ist eine Firma, die Marketing–Automatisierungs-Software anbietet.
Eloqua ist bekannt für die herausragenden Inhalte, die sie innerhalb der eigenen
Vermarktungsstrategie herausbringen. Joe Chernov (ehemals Verantwortlicher für
Content Marketing bei Eloqua) sagt dazu: “We want to create premium content
in the way Louis Vuitton produces premium leather goods.” (Wir wollen Premium
Inhalte bereit stellen, so wie Louis Vuitton Premium Lederwaren herstellt.“).
Alleine den ersten sechs herausgebrachten eBooks weist Eloqua jährliche
Vertragssummen von rund 2, 5 Millionen US-Dollar zu.
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h) Shipserv
Ein Beispiel aus der Schifffahrtsindustrie, die man vielleicht nicht gerade
als Vorreiter in Sachen Social Media und Content Marketing erwartet, gibt
uns Shipserv. Als führender E-Marktplatz für die Schifffahrtsindustrie stellt
Shipserv Software, Dienstleistungen und Online-Anwendungen bereit. Mit
E-Books, Whitepapern, Fachbeiträgen auf dem Firmenblog und dem Aufbau
einer Online-Community brachte Shipserv mit einem vergleichsweise geringen
Marketing-Budget das Unternehmen in nur drei Monaten auf die Erfolgsspur,
änderte das Firmenimage und steigerte signifikant den Umsatz.
Es gibt unzählige Möglichkeiten für die Vermarktung mit Inhalten über
verschiedene Kanäle und Angebote. Zu den Klassikern für viele
Unternehmen zählen dabei Tagungen, Konferenzen und Seminare. Auch
Unternehmensmagazine, Studien, Whitepaper und Schulungen gehören zu den
Inhalten, die für Content Marketing genutzt werden. Gerade Berater bieten oft
Seminare und Kurse an, in denen sie Einblick in Fachkompetenz geben und viele
neue Kunden und Auftraggeber finden. Die Materialien vieler Aktivitäten kann man
mit wenig Aufwand auch in anderen Kanälen weiter verwerten und so noch mehr
Aufmerksamkeit erzeugen.
Letztlich sind der Phantasie im Content Marketing nur wenig Grenzen gesetzt,
und das Ungewöhnliche und Unkonventionelle bringt oft mehr Aufmerksamkeit,
so dass Ideen und Kreativität gefragt sind.
3. Unterschiedliche Formen von Content Marketing
Hinter „Content“ im Content Marketing kann sich unendlich viel verbergen.
Den meisten sind informative Inhalte sicher schon in vielen verschiedenen
Ausprägungen begegnet:
• Artikel
• Magazine, Fachbücher
• Whitepaper, Studien, Reports
• Videos, Slideshows, Präsentationen
• Bilder, (Info-)Grafiken
• Vorträge, Schulungen
• Seminare, Webinare
• Interviews
Welche Form von Content jeweils der beste ist, hängt letztlich auch von den
eigenen Präferenzen, der Zielgruppe und deren Gewohnheiten beim Konsum von
Inhalten sowie den gewählten Veröffentlichungs- und Verbreitungsmedien ab.
6WHITEPAPER: CONTENT IS KING 7
4. Content Marketing – ein komplexer Prozess
Der Dreh- und Angelpunkt im Content
Marketing sind ohne Frage die Initiale Recherche
Strategie
Inhalte. Doch gibt es sehr viel mehr zu
beachten und auch zu beobachten als Strategie Inhalte
überarbeiten erstellen
die Auswahl von passenden Themen
und die Erstellung von Inhalten. Der
gesamte Content-Marketing-Prozess Monitoring Inhalte
ist ein Kreislauf, bei dem Zielsetzung veröffentlichen
und Zielerreichung immer wieder
überprüft und hinterfragt werden und Kommuni- Inhalte
kation verbreiten
gegebenenfalls die Strategie angepasst
werden muss.
I. Strategie, Recherche, Planung
Bevor mit der Content-Erstellung
losgelegt werden kann, gilt es einige
grundlegende Fragen zu beantworten.
Je detaillierter im Vorfeld auf Zielsetzung,
Kanäle und Erwartungen eingegangen
wird, desto genauer lassen sich
später auch Schwachstellen und/oder
Erfolgskomponenten identifizieren und der
ganze Prozess optimieren.
Zu beantworten sind:
• Wer ist die Zielgruppe?
• Wie groß ist die Zielgruppe?
• Wo ist die Zielgruppe erreichbar? Welche Kommunikationswege werden von der Ziel-
gruppe bevorzugt? Welche Verbreitungswege sollen für die Inhalte gewählt werden?
• Welche Fragen/Themen beschäftigen die Zielgruppe?
• Welche Themen/Fragestellung sollen in den Inhalten behandelt werden? Ein Redaktions-
plan bzw. Inhaltskalender erleichtert das weitere Arbeiten.
• Wie hoch ist das bereitstehende Budget? Wie viel Arbeitszeit kann für den Content-Mar-
keting-Prozess bereitgestellt werden?
• Wer soll am Content Marketing beteiligt werden bzw. daran mitwirken?
• Welche Ergebnisse/Ziele sollen mit Content Marketing erreicht werden? Wie können die
Ergebnisse gemessen werden?
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II. Inhalte erstellen
Auch wenn die Erstellung von immer neuen Inhalten einen nicht unerheblichen Teil
der Zeit einnehmen wird, die man in den gesamten Content Marketing-Prozess
investieren muss, so ist dieser Teil oft der, der am genauesten vorgegeben ist.
Dennoch sind einige Aspekte auch bei der Umsetzung zu beachten. So sollte man
darauf achten, dass die Inhalte „einzigartig“ sind und der Zielgruppe auch einen
Mehrwert gegenüber anderen verfügbaren Inhalten bieten. Zudem muss die Form
der Inhalte auf die Zielgruppe ausgerichtet sein.
III. Veröffentlichung von Inhalten
Eine wichtige Fragestellung ist, welche Veröffentlichungsmethoden und
-medien für die eigenen Inhalte genutzt werden sollen. Dabei sind folgende
Fragestellungen zu beachten:
• Wo erreiche ich mit meinen Inhalten die eigene Zielgruppe am effektivsten?
• Ist das mehrfache Veröffentlichen von Inhalten (z.B. Artikel auf dem eigenen Blog und
zusätzlich in verschiedenen Artikelplattformen) eine Option?
• Wo erreiche ich den höchsten Branding-Effekt?
Berücksichtigt werden muss hier auch, dass eigene Veröffentlichungsplattformen
wie Blogs, zunächst noch keine Zuhörerschaft haben und diese erst (zeit-)aufwändig
aufgebaut werden muss, wohingegen andere Möglichkeiten wie Magazine und
etablierte Blogs schon eine wesentlich höhere Sichtbarkeit mitbringen.
Gerade am Anfang des Content Marketings sollte man daher diese
Veröffentlichungsoptionen zumindest ergänzend in Erwägung ziehen, um schon
zu Anfang Sichtbarkeit für die Inhalte zu erhalten, indem man Gebrauch von
einem bereits etablierten Publikum macht.
IV. Inhalte Verbreiten
Soziale Netzwerke
Dies ist ein oft stark unterschätzter Schritt
im Content-Marketing-Prozess und dabei Geeignet für die Verbreitung von
der, der am Ende auch über den Erfolg Inhalten an ausgewählte Zielgruppen
von Content Marketing entscheidet.
Twitter Facebook
Inhalte alleine sind genau das: Inhalte. Google+ Youtube
Erst durch ein großes und aktives Xing LinkedIn
Publikum, Interaktion und den Aufbau
von Beziehungen erhalten Inhalte Viele weitere (spezialisierte) Netz-
wirklichen Wert. werke für verschiedene Zielgruppen
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Je nachdem, wo die Inhalte veröffentlicht werden, wird eine unterschiedlich
große Zuhörerschaft erreicht. Ein Beitrag in einer etablierten Fachzeitschrift
erreicht ein relevantes und bereits vorhandenes Publikum und einem Vortrag auf
einer Konferenz lauschen die Konferenzteilnehmer. Einen Beitrag auf dem neuen
Unternehmens-Blog sieht oft kaum jemand.
Die aktive Verbreitung von Inhalten über alle relevanten Kanäle kann diese
Anfangssichtbarkeit um ein Vielfaches erhöhen. Das funktioniert umso
effizienter je größer die erreichbare Kontakt-, Fan- oder Follower-Gemeinde der
Verbreitungsmedien ist.
Eine wahrhaft beeindruckende Sichtbarkeit durch hohe Reichweite und
große Follower-Zahlen muss langfristig mit Hilfe von dauerhafter Verbreitung
wertvoller Inhalte erarbeitet werden. Dazu eigenen sich Social-Media-Kanäle
besonders gut, denn sie bieten Zugang zu einem breiten Publikum, verschiedene
Möglichkeiten, die Zielgruppe zu identifizieren und anzusprechen, sowie die
Möglichkeit, über steigende Freundes-, Kontakt- und Follower-Zahlen ein
wachsendes Publikum zu erreichen.
Ein gut geführter Social-Media-Account mit vielen Fans und Followern kann mit
dem einfachen Veröffentlichen eines Inhalt-Links für hohe Sichtbarkeit sorgen.
Da diese Sichtbarkeit langfristig aufgebaut werden muss, steht vor den großen
Erfolgen mit Inhalten in Social Media eine lange Phase an Kommunikation,
Interaktion und Kontaktaufbau.
Einmal aufgebaut kann diese Sichtbarkeit für die Verbreitung weiterer Inhalte
immer wieder eingesetzt werden.
V. Kommunikation
Auch wenn bei manchen Veröffentlichungsmöglichkeiten die Kommunikation
direkt über die Inhalte nicht so einfach ist (z.B. Artikel in Zeitschriften), so
kommt die wahre Kraft des Content Marketings erst durch die Interaktion
zwischen Autor und Publikum zum Tragen. Denn Beziehungen und neue
Kontakte lassen sich nur im Zusammenspiel von Geben und Nehmen
sowie Zuhören und Reden aufbauen und vertiefen. So sollten möglichst
Diskussionsansätze geliefert, Zuhörer einbezogen und Gespräche auch aktiv
z.B. mit Fragen angestoßen werden.
Ganz besonders kommt das beim Einsatz von Social Media zum Tragen. Denn
die großen Ergebnisse kommen erst mit einer relevanten Zahl von Followern,
Kontakten und Freunden/Fans. Diese wiederum gewinnt man am Besten mit
Kommunikation und Interaktion.
9WHITEPAPER: CONTENT IS KING 10
Es macht daher durchaus Sinn, bei Veröffentlichung und
kommunikationsärmeren Medien (Radio, Printmedien, Tagungsmaterialien etc.)
im Autorenprofil auf die eigenen Social-Media-Profile in anderen Netzwerken
hinzuweisen und um Kontaktaufnahme zu bitten.
VI. Monitoring
Niemand fliegt gerne blind. Umso weniger, je mehr Geld und Zeit in ein Projekt
geflossen sind. Tatsache ist aber, dass man nicht alles sinnvoll messen kann: es
mag die Auflage einer Zeitschrift bekannt sein, wie viele der Abonnenten letztlich
auch den eigenen Beitrag gelesen haben, wird man nur selten erfahren.
Darum ist es wichtig, schon in der Formulierung der Strategieziele auch
passende Messgrößen festzulegen. Aussagekräftige Zahlen lassen sich oft
bei Online-Aktivitäten erheben, da hier Klicks/Besuche, Besuchsdauer, Social
Shares, etc. fast immer erhoben werden bzw. erhoben werden sollten.
Doch es geht nicht nur um die Erhebung von Zahlen, viel wichtiger ist es,
sinnvolle Messgrößen zu finden, die sich an den Zielen orientieren und
eine Aussage über die Zielerreichung zulassen. Im Verlauf des Content-
Marketing-Prozesses können sich diese Messgrößen ändern. Sind anfangs
die Follower- und Fan-Zahlen eine legitime Größe zur Ermittlung, ob die
Social-Media-Sichtbarkeit wächst, so sollten auch die Leser/Publikumszahlen
auf den Inhalten und langfristig auch die Auswirkungen auf neue Kunden,
Kundenzufriedenheit, Markenbekanntheit, ROI betrachtet werden.
Da die Auswirkungen von Content Marketing oft über einen langen Zeitraum
hinweg auftreten, ist es oft schwer, die Ergebnisse von Inhalten auch auf die
Ursache zurückzuführen. Ein Inhalt kann durchaus erst Jahre später zu einem
Ergebnis führen und in Summe sollten die Auswirkungen einer Content-
Marketing-Strategie mehr bringen als das Ergebnis der einzelnen Inhalte
zusammengezählt.
VII. Anpassung der Strategie
Im Content Marketing ändern sich viele Faktoren laufend: Voraussetzungen,
Bedürfnisse der Zielgruppe, Zuhörerschaft, Social-Media-Landschaft, etc. So
werden die besten Ergebnisse meist erreicht, wenn flexibel auf Änderungen der
Rahmenbedingungen reagiert und die Strategie immer wieder hinterfragt und auf
neue Erkenntnisse angepasst wird.
10WHITEPAPER: CONTENT IS KING 11
5. Zusammenhang zwischen Social Media,
Content Marketing und SEO
Auch wenn Vermarktung mit
Inhalten schon eine lange
Tradition hat, so haben doch Content
die neuen Möglichkeiten im
Internet zu einem neuen Hype
um das Thema geführt. Dabei
beeinflussen sich die Säulen
Social Media, Content Marketing Aufmerk-
und SEO gegenseitig stark. samkeit
Social Media:
Social
Hilft bei der Verbreitung von
Media SEO
Inhalten an eine Zielgruppe.
Unterstützt Kommunikation
und Interaktion zu Inhalten. Der
Aufbau eines Stammpublikums in den Netzwerken ist sinnvoll.
Social Links beeinflussen auch die Ergebnisse in Suchmaschinen.
Content:
Inhalte liefern „Futter“ für Social Media, mit dem Sichtbarkeit erreicht werden
kann und Diskussionen angeregt werden können. Insbesondere nach neueren
Updates bei Google setzen die Suchmaschinen verstärkt auf qualitativ
hochwertige und für den Suchenden relevante Inhalte. Gute Inhalte liefern so
entscheidende Keywords für Suchmaschinen.
SEO:
Über Suchmaschinenoptimierung (SEO) kann mehr Sichtbarkeit für Inhalte
erreicht werden. Diese Optimierung funktioniert zu großen Teilen über das Setzen
von Links auf die eigenen Inhalte und über die Optimierung auf bestimmte
Keywords, also Stichworte, die im Text vorkommen. Aufpassen muss man hier,
dass die Inhalte nicht überoptimiert werden – d.h. Links von nicht relevanten
Quellen kommen und die Inhalte so viele Keywords enthalten, dass die
Verständlichkeit leidet.
11WHITEPAPER: CONTENT IS KING 12
6. Herausforderungen und Chancen
Content Marketing ist weit mehr als die Erstellung und Veröffentlichung von
Inhalten. Eine gute Content-Marketing-Strategie beinhaltet auch die Analyse
der Zielgruppe und passender Themen. Wer die Verbreitung von einzigartigen
Inhalten an eine möglichst große Menge aus der Zielgruppe meistert und dabei
neben einer treuen Zuhörerschaft auch Beziehungen aufbaut, der hat schon halb
gewonnen. Wer dann noch die Geduld aufbringt, immer wieder neue Inhalte zu
erarbeiten und zu verbreiten, Ergebnisse zu analysieren und ggf. die Strategie
zu hinterfragen und anzupassen, der kann langfristig dann auch die Früchte der
Anstrengungen ernten.
Die Belohnung ist die Unterstützung von vielfältigen Unternehmenszielen. Mit
einem durch Themen, Kommunikation und Wahl der Medien steuerbaren Prozess
kann ein solides Fundament an Sichtbarkeit, Reputation und Markenbekanntheit
geschaffen werden, welches sich immer wieder gewinnbringend einsetzen lässt.
Der Erfolg von Content Marketing liegt dabei weniger (oder zumindest nicht
ausschließlich) in der Höhe des Marketing-Budgets, sondern belohnt Ausdauer,
Sachverstand, Expertise, Kenntnis der Zielgruppe, Kommunikationsgeschick
und Sozialkompetenz.
Über den Autor:
Dr. Susanna Gebauer ist Gründerin und Geschäftsführerin der Content
Marketing Plattform exploreB2B. Susanna Gebauer ist promovierte
Mathematikerin und arbeitete viele Jahre lang als Management-Beraterin.
Susanna Gebauer hat sich mit dem Twitter-Account von exploreB2B
(@exploreB2B) u.a. einen Namen als einer der einflussreichsten B2B
Marketing Influencer auf Twitter gemacht.
12WHITEPAPER: CONTENT IS KING 13
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