Der Verein Netzwerk Logistik und seine Mitglieder als Teil der - ETP ALICE

 
WEITER LESEN
Der Verein Netzwerk Logistik und seine Mitglieder als Teil der - ETP ALICE
Der Verein Netzwerk Logistik und seine Mitglieder als Teil der
ETP ALICE

Was sind European Technology Platforms?

Die Europäischen Technologieplattformen (ETP) sind Initiativen, die sich besonders an die
Industrie richten. Durch die Involvierung verschiedener Industriezweige sollen bisher wenig
genutzte Ressourcen im Bereich Forschung, technologische Entwicklung und Innovation
mobilisiert und besser und zielgerichteter genutzt werden.

Die ETP‘s konzentrieren sich auf strategische Fragen, in denen Europas zukünftiges
Wachstum, seine Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von großen technologischen
Fortschritten abhängt. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Definition von europäischen
Forschungsprioritäten und technologischer Entwicklungspfade und dienen somit in
besonderer Weise den Bedürfnissen der Industrie.

Ziel der ETP ist es, Stakeholder aus Forschung & Entwicklung mit Industrievertretern
zusammenzuführen, um mittel- bis langfristige Zielsetzungen in Forschung und
technologischer Entwicklung zu definieren und Eckpunkte für deren Verwirklichung
festzulegen. Derzeit gibt es europäische Technologie-Plattformen in den Bereichen Process &
Production (z.B. Steel), Energy, Environment, Bio-based economy, ICT und Transport. Dies
sind jeweils langfristige Zusammenschlüssen welche ihre jeweiligen Forschungs- und
Innovationsagenden als Vorschlag für die Kommission entwickeln.

Was ist ALICE ?

ALICE steht für „Alliance for Logistics Innovation through Collaboration in Europe“ und
wurde gegründet, um eine gezielte und umfassende Strategie für Forschung, Innovation und
Markteinführung von Logistik und Supply Chain Management-Innovationen in Europa zu
entwickeln. Es ist eine Initiative der Industrie und des Forschungssektor mit dem Kernfokus
Logistik-und Supply -Chain-Management als Instrumente zu nutzen und weiter auszubauen,
um die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und gesetzte Nachhaltigkeitsziele zu
erreichen.

ALICE ist die Erkenntnis von der Notwendigkeit einer übergreifenden Blick auf Logistik-und
Supply-Chain-Planung und Steuerung, in dem Verlader und Logistikdienstleister eng
zusammenarbeiten, um eine effiziente Logistik-und Supply-Chain-Abwicklung zu erreichen.
Die ETP Logistik zielt darauf ab, den Einsatz von effizienter, wettbewerbsfähiger und
nachhaltiger Versorgungsketten zu beschleunigen.

Dabei soll der Abgleich mit anderen aktuellen europäischen Technologieplattformen in den
Bereichen Verkehr und Industrie Komplementarität anstreben und Synergien nutzen, um im
Programm Horizon2020 der Europäischen Kommission die logistischen Herausforderungen
entsprechend aufzugreifen.
Der Verein Netzwerk Logistik und ALICE

Der Verein Netzwerk Logistik (VNL), wurde als eines der größten Netzwerke bzw. Cluster in
Europa im Bereich der Logistik eingeladen, der ETP ALICE beizutreten und mitzuwirken.

Diese Chance wurde wahrgenommen und der VNL darf nun in der Rolle als mitwirkender
Cluster Vertreter in die Arbeitsgruppen (Working Groups) entsenden. Insbesondere die
Mitwirkung von Unternehmensvertretern aus Industrie und Handel ist wichtig, um in den zu
entwickelnden EU-Roadmaps für Forschung und Innovation die richtigen Schwerpunkte aus
Sicht der Industrie aber auch des Standorts Österreich zu setzen. Daher sucht der VNL
Unternehmensvertreter, um in den definierten Arbeitsgruppen mitzuwirken.

Weiters hat der VNL als Mitglied in der Mirror Group die Aufgabe den Abgleich mit
nationalen bzw. regionalen Aktivitäten vorzunehmen und Ergebnisse aus Arbeitsgruppen und
Gremien im Netzwerk zu kommunizieren.

Das folgende Bild zeigt die Struktur der ETP ALICE:

                                     ALICE structure
Die Schwerpunkte und Arbeitsgruppen (Working Groups)

Wesentliches Element der Plattform ALICE für die Erarbeitung der Inhalte sind die
Arbeitsgruppen (Working Groups). Die Arbeitsgruppen sind für die inhaltliche Ausrichtung
und Erstellung der strategische Forschungs- und Innovationsagenden verantwortlich und
legen somit die Forschung und Innovation Roadmaps für Logistik und Supply Chain
Management fest. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden von der Lenkungsgruppe
(Steering Group) freigegeben.

Die ersten definierten Arbeitsgruppen sind:

       1) Sustainable, Safe and Secure Supply Chains.
       2) Corridors, Hubs and Synchromodality.
       3) Information Systems for Interconnected Logistics
       4) Supply Chain Coordination and Collaboration
       5) Urban logistics

Die Mitglieder der Working Groups treffen sich zweimal jährlich (Dauer 1-2 Tage), wobei
angestrebt wird alle fünf Arbeitsgruppen an einem Termin/Ort abzuhalten. Dies soll den
Besuch mehrerer Arbeitsgruppen zu ermöglich und den Austausch mit anderen
Arbeitsgruppenteilnehmern zu fördern. Folgend sind die derzeit gesetzten
Themenschwerpunkte je Working Group kurz zusammengefasst:

Working Group 1: Sustainable, Safe and Secure Supply Chains

Als erste und mögliche Schwerpunkte in der Working Group „Sustainable, Safe and Secure
Supply Chains“ wurde die nachfolgend genannten Themen eruiert. Diese werden durch die
Arbeit in der Gruppe genauer herausgearbeitet bzw. sollen auch weitere wichtige Themen
zum Arbeitsgruppenbereich identifiziert werden.

      Resilientere Lieferketten und Verkehrsnetze für ein schnelleres und effizienteres SC-
       Recovery
      Nachfrageorientiertes Anreizprogramm für nachhaltige und wettbewerbsfähige
       Mobilität durch einen netzwerkorientierten Ansatz
      Verkehrsszenarien , Ressourcenverbrauch und Logistik-Konzepte für eine
       Kreislaufwirtschaft
      Erweiterte Global Freight Transport-Modelle für die europäische Wirtschaft
      E -Commerce basierte Handelslogistik
Working Group 2: Corridors, Hubs and Synchromodality

Es versteht sich von selbst, dass eine gut entwickelte Infrastruktur von grundlegender
Bedeutung ist, um operative Exzellenz in der Logistik zu erlangen. Abgesehen von bekannten
Infrastrukturen wie Straße, Schiene, Wasser und Luft und Crossdocking und Lageranlagen,
die als Drehkreuze zwischen verschiedenen Verkehrsträger zu dienen und zusammen mit dem
Aufbau der Verkehrskorridore als Basis für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur stehen.

Die Tendenz zur co-modaler und synchromodalen Güterverkehrsanlagen verstärken die
Bedeutung eines reibungslosen Ablauf synchromodaler Transfer-Hubs. Städtische
Distributionszentren sind ein weiteres Beispiel, die helfen, die Umwelt
bei gleichzeitiger Reduzierung der Logistikkosten zu entlasten. Dabei sollen u.a. Terminals
und Hubs, so intelligent gemacht werden, dass sie automatisches Laden und Entladen
unterschiedlicher modularer Ladeeinheiten selbstständig durchführen können.

Diesen und vergleichbaren Herausforderungen widmet sich die Working Group „Corridors,
Hubs and Synchromodality“.

Working Group 3: Information Systems for Interconnected Logistics

Als erste und mögliche Schwerpunkte in der Working Group „Information Systems for
Interconnected Logistics“ wurde die nachfolgend genannten Themen eruiert. Diese werden
durch die Arbeit in der Gruppe genauer herausgearbeitet bzw. sollen auch weitere wichtige
Themen zum Arbeitsgruppenbereich identifiziert werden.

      European Logistics Information Sharing Architektur
      Verbesserter grenzüberschreitender Datenaustausch in multimodalen Transportketten
       einschließlich der Zollinformationen
      IKT-Plattform für Leerbehältermanagement
      Kompatibilität in einem europaweiten Freight-Management-System

Working Group 4: Supply Chain Coordination

and Collaboration

Als erste und mögliche Schwerpunkte in der Working Group „Supply Chain Coordination
and Collaboration“ wurde die nachfolgend genannten Themen eruiert. Diese werden durch
die Arbeit in der Gruppe genauer herausgearbeitet bzw. sollen auch weitere wichtige Themen
zum Arbeitsgruppenbereich identifiziert werden.
   Smart Hubs als Enabler für Horizontal Collaboration
      Verbesserung der Logistikeffizienz durch horizontale Zusammenarbeit und Co-
       Location
      Geschäfts-und Daten-Infrastruktur für ein kollaboratives Frachtmanagement

Working Group 5: Urban logistics

Mögliche Schwerpunkte in der Working Group „Urban logistics“ wurde die nachfolgend
genannten Themen eruiert. Diese werden durch die Arbeit in der Gruppe genauer
herausgearbeitet bzw. sollen auch weitere wichtige Themen zum Arbeitsgruppenbereich
identifiziert werden:

      Überführung der derzeitigen Ablauf – und Geschäftsmodelle in nachhaltige City-
       Logistik-Konzepte
      Konsolidierungssysteme für die Belieferung urbaner Ballungsräume
      Auswirkung von e-commerce und Hauszustellungen und deren Berücksichtigung in
       städtischen Zustellung

Mitglieder der ETP ALICE

Stand an Mitgliedern der ETP ist (06/2014):
Sie können auch lesen