FROHE WEIHNACHTEN UND EIN GUTES, GESUNDES NEUES JAHR - Dezember 2020/Januar 2021 - Aus Nachbarn werden Partner
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Dezember 2020/Januar 2021
FROHE WEIHNACHTEN
UND EIN GUTES,
GESUNDES
NEUES JAHR
Aus Nachbarn 100. Zystektomie Adventsgeschichten
werden Partner in diesem Jahr anders2 RO M A NS
Herzlichen Glückwunsch
Inhalt im Dezember 2020
2 Jubilare
Die Namen werden aus datenschutzrechtlichen Gründen in der Internetausgabe nicht
2 Impressum
3 Editorial
veröffentlicht!
4 Wir begrüßen
4 Wir verabschieden
5 Dank für Lebensrettung im Januar 2021
6 Aus Nachbarn werden Partner
8 100. Zystektomie in 2020
9 Aufs Blatt gebracht
Die Namen werden aus datenschutzrechtlichen Gründen in der
10 Advent ganz anders Internetausgabe nicht veröffentlicht!
12 Plötzlich COVID-19: Zugangskontrolle
16 Terminkalender
Auf dem Titel ist das Advents-
fenster der Station 2-1 zum 15. Ka-
pitel unserer diesjährigen Advents-
geschichte „Wann ist endlich Weih-
nachten?“ von Antonie Schneider
Impressum
zu sehen. In diesem Jahr prämieren Hinweis: romans Nr. 12/2020 -01/2021
Herausgeber: Krankenhaus Barmherzige Brüder,
wir das schönste Adventsfenster mit In unserer Hauszeitung werden auch Romanstraße 93, 80639 München
Verantwortlich: Dr. Nadine Schmid-Pogarell,
einem Preis. Der Pastoralrat wird als persönliche Daten von Mitarbeitern ver-
Geschäftsführerin
öffentlicht, zum Beispiel anlässlich von Redaktion: Christine Beenken,
Jury berufen. Das schönste Advents-
Dienstjubiläen sowie Ein- und Austritten. Telefon: 089 1797-1866,
fenster kann aber erst nominiert christine.beenken@barmherzige-muenchen.de
Wer eine solche Veröffentlichung nicht Fotos: Claudia Rehm: S. 3, 7 unten links, 9 links u.
werden, wenn alle Türchen geöffnet unten rechts; pixabay: S. 2 rechts; Dr. Franz Brett-
wünscht, sollte dies bitte rechtzeitig,
wurden. Die Bekanntgabe wird spä- ner: S. 5; Carsten Klein: S. 6 oben; Klinikum Dritter
das heißt in der Regel mindestens einen Orden, Simon Katzer: S. 6 unten, S. 7 oben rechts
testens Anfang Januar stattfinden. Die Monat vor dem jeweiligen Ereignis, der u. unten links; Carmen Post; S. 8 oben rechts u.
Adventshäuser bleiben bis Hl. Drei unten, 10, 11; Susanne Koslowski: S. 11 unten
Redaktion (siehe Impressum) mitteilen. rechts; Olta Elezi: S. 8 oben rechts, 10 rechts oben
Könige stehen. Für alle, die nicht ins Wir machen an dieser Stelle explizit dar- und Mitte, 12; Christine Beenken: S. 2, 7 Mitte, 9
oben rechts, 13, 15.
Haus können oder dürfen: Jedes auf aufmerksam, dass die Ausgaben der Titelbild: Foto: Christine Beenken,
Fenster wird fotografiert und zusam- romans auch auf unserer Internetseite Gestaltung: Station 2-1
Layout: Michael Harvolk, Druckerei Marquardt
men mit den vorgelesenen Kapiteln www.barmherzige-muenchen.de veröf- Druck: H. Marquardt, Regensburg
kann die Adventsgeschichte als klei- fentlicht werden. Bitte informieren Sie Auflage: 700 Stück
Redaktionsschluss Februarausgabe 2021: 20.
ner „Hörfilm“ ab 21. Dezember 2020 die Redaktion auch dahingehend, wenn
Januar 2021
bis 7. Januar 2021 auf unserer Home- Sie einer Namensveröffentlichung im KBBM im Internet: www.barmherzige-muenchen.de
Internet nicht zustimmen. Vielen Dank.
page www.barmherzige-muenchen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei
den meisten Texten auf die ausführliche Schreib-
de unter Medien/Adventskalender
cb weise „-er und -innen“ verzichtet. Generell werden
oder Audio und Video von zu Hause stattdessen die Begriffe stets in der kürzeren
Schreibweise (z.B. Mitarbeiter) verwendet. Dies
aus angeschaut werdern. versteht sich als Synonym für alle männlichen und
weiblichen Personen, die damit selbstverständlich
gleichberechtigt angesprochen werden.
cbROMANS 3
etwas erschrocken habe ich letztens werde, dass ich aber auch Entscheidun-
festgestellt, dass ich inzwischen zehn gen treffen muss und treffen werde, die
Jahre hier bin – erschrocken bin ich, für den Einen oder die Andere unter Ih-
weil die Zeit so unglaublich schnell nen unangenehm sein können. Aber das
vergangen ist. Ein 10-jähriges Jubiläum ist Ihnen sicher klar. Nur eines werden
kann eine gute Gelegenheit sein, ein Sie an mir nie erleben: ich gehe niemals
wenig zurückzublicken und ich habe halbherzig an etwas heran!
mir deshalb meine Begrüßungsrede
des Neujahrsempfangs vom 25. Januar Auch dieser Absatz gilt heute noch
2011 angesehen. Zwei Absätze daraus genauso wie vor zehn Jahren. Es gab
sind mir dabei ins Auge gefallen: einige Entscheidungen, die bestimmt
nicht allen gefallen haben. Dazu gehört
Kernelement der Zusammenarbeit ist für sicher die Schließung der Geriatrischen
mich immer das Vertrauen, das Vertrau- Reha im Jahr 2014, die ich nach langer
en in die Mitarbeiter und in die ge- Prüfung und Vorbereitung im Novem-
meinsame Kraft. Wir alle sind Teil eines ber 2013 ankündigen musste. Aber
Ganzen und jede und jeder kann und der Erfolg der Sektion Geriatrie, die im
muss sich aktiv einbringen, um unser September 2014 planmäßig und sehr
Unternehmen erfolgreich weiter zu ent- erfolgreich an den Start ging, ließ diese
wickeln. Genauso gehört es aber dazu, Entscheidung hoffentlich am Ende für
gemeinsam Rückschläge zu bewältigen, alle akzeptierbar werden.
denn auch solche kann und wird es
immer mal geben. Damit soll es aber genug des Rück-
blicks sein, viel wichtiger ist ein Ausblick
Das sage ich heute noch genauso! auf das, was kommen wird: hoffent-
Gerade in diesem außerordentlichen lich bald ein wirksamer Impfstoff und
Pandemiejahr 2020 war es das große hoffentlich eine große Bereitschaft der
Vertrauen und die gemeinsame Kraft, Bevölkerung, sich impfen zu lassen!
die uns allen geholfen hat, die Heraus- Damit wird dann endlich auch das Ende
forderungen zu meistern. Sie alle, jede dieser Pandemie absehbar.
und jeder an ihrem und seinem Platz,
haben aktiv einen wertvollen Beitrag Ich hoffe, dass Sie alle gut durch die
dazu geleistet, dass wir die erste Welle letzten Wochen des alten Jahres und
so gut bewältigen konnten. Dass die ebenso gut durch die ersten Wochen
zweite Welle ungleich härter ist, war des neuen Jahres kommen werden und
leider zu erwarten, sie traf auch unser wünsche Ihnen und Ihren Lieben
Haus mit ziemlicher Wucht. Trotzdem frohe Weihnachten und alles Gute für
gelingt es immer wieder, nicht mutlos das Jahr 2021!
und verzagt zu werden, die großartigen
Alltagsfreuden und anderen kleinen Herzliche Grüße
Wunder, die wir jeden Donnerstag an
alle Mitarbeiter*innen versenden, sind Ihre
dafür ein wunderbares Beispiel.
Sie werden in der Zusammenarbeit mit
mir merken, dass ich deutlich, offen, Dr. Nadine Schmid-Pogarell
ehrlich und direkt mit Ihnen umgehen Geschäftsführerin
ROM AN S 12/20·1/214 RO M A NS
Grüß Gott
unseren neuen Mitarbeiter*innen
Herzlich w
illkomme
im November 2020
n!
Die Namen werden aus datenschutzrechtlichen Gründen in der Internetausgabe
nicht veröffentlicht!
Wir verabschieden
Die Namen werden aus datenschutzrechtlichen Gründen in der Internetausgabe nicht
veröffentlicht!
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Dank an Intensivteam für Lebensrettung
Diese Geschichte hat ausnahmsweise
mal nichts mit Corona zu tun, sie spielte
sich im letzten Jahr ab, außer dass
der kulinarische Dank einer genesenen
ECMO-Patientin und ihres Ehemannes
nun zur Pandemiezeit erfolgte und im
Eingangsbereich übergeben werden
musste, statt persönlich dem ganzen
Team. Die Patientin wurde von April bis
Juni 2019 wegen schwerem Lungenver-
sagens (ARDS) auf unserer Intensivsta-
tion mit der ECMO-Therapie erfolgreich
behandelt. Sie ist trotz der langen Be-
handlungszeit wieder ganz gesund und
es geht ihr, nach Aussage von Chefarzt
Dr. Franz Brettner, sehr gut. Aus großer
Dankbarkeit für die Rettung spendete
das Ehepaar dem Intensiv-Team lauter
leckeres Adventsgebäck und belegte
Semmeln.
Christine Beenken
Stationsleiterin Intensiv Karin Bültmann
(links) begrüßte den Ehemann und nahm
den Dank des Ehepaares stellvertretend
für ihr Team entgegen.
ROM AN S 12/20·1/216 RO M A NS
Aus Nachbarn werden Partner
Krankenhaus Barmherzige Brüder und das Klinikum Dritter Orden vereinbaren
engere Zusammenarbeit
Das Krankenhaus Barmherzige Brüder München und das Klini-
kum Dritter Orden arbeiten künftig noch enger zusammen und
bündeln damit ihre Kompetenz in der Patientenversorgung.
Dadurch werden sich in Nymphenburg mehr als 2.800 Be-
schäftigte der beiden großen konfessionellen Krankenhäuser
in der Landeshauptstadt um die medizinisch-pflegerische Be-
treuung und Versorgung der Münchner Bevölkerung kümmern.
„Seit vielen Jahren arbeiten beide Krankenhäuser schon eng
zusammen“, so Markus Morell, der Sprecher der Geschäfts-
führung im Klinikum Dritter Orden. Und Dr. Nadine Schmid-Po-
garell, Geschäftsführerin im Krankenhaus Barmherzige Brüder,
ergänzt, „seit 2005 bilden wir gemeinsam in unserer Schule
für Pflege München Pflegekräfte in der Krankenpflege aus. Ein
Großteil der Auszubildenden verbleibt erfreulicherweise auch Krankenhaus Barmherzige Brüder München
in unseren Krankenhäusern.“
Doch nicht nur die Ausbildung vereint die Krankenhäuser.
Auch im Bereich der digitalen Weiterentwicklung findet ein
reger Erfahrungsaustausch statt, da in beiden Häusern die
Software des gleichen IT-Anbieters im Gesundheitswesen
genutzt wird. Und aufgrund ähnlicher Abläufe und Strukturen
in den Häusern werden schon seit einigen Jahren gemeinsame
Lösungsstrategien gefunden und entsprechend umgesetzt.
Diagnostische Leistungen, die ausschließlich an einem Stand-
ort vorhanden sind, stehen ebenfalls seit geraumer Zeit den
Patienten des anderen Krankenhauses als „Auftragsleistung“ Klinikum Dritter Orden
zur Verfügung. „Diese ,kurzen Wege‘ schätzen wir sehr, denn
sie unterstützen uns essentiell in der Diagnostik und weiteren konnten durch die enge Zusammenarbeit Schutzmaterialien
Versorgung unserer Patienten,“ findet Prof. Stephan Kellnar, immer in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden.
der als Ärztlicher Direktor im Klinikum Dritter Orden die künftig Dass die gemeinsame Zusammenarbeit auch in der Zukunft
noch engere Zusammenarbeit sehr positiv bewertet. „Auch gelingen wird, darüber ist sich die Geschäftsführung bei-
die Weiterentwicklung der jetzt schon erfolgreich gelebten der Krankenhäuser einig. „Wir kennen einander schon eine
gemeinsamen Aus- und Weiterbildung junger Ärztinnen und lange Zeit und bringen das für eine Partnerschaft notwendige
Ärzte in ein zukunftsfähiges, standortübergreifendes Ausbil- Vertrauen und die gegenseitige Wertschätzung mit“, sind sich
dungscurriculum ist ein weiterer wichtiger Aspekt der geplan- Schmid-Pogarell und Morell sicher. „Was uns immer wieder
ten Partnerschaft“, ergänzt Prof. Christian Rust, der Ärztliche in Gesprächen als Grundlage der strategischen Partnerschaft
Direktor des Krankenhauses Barmherzige Brüder. begleitet, sind die konfessionelle Zusammengehörigkeit und
die christliche Werteorientierung, die von unseren Mitarbeitern
Als in diesem Frühjahr zu Beginn der Corona-Pandemie ver- mitgetragen und von Patienten und Angehörigen immer wieder
schiedene Produzenten von medizinischen Schutzmaterialien gesucht und geschätzt werden.“
Lieferengpässe verzeichneten, wurde die Zusammenarbeit bei-
der Kliniken bereits einem „Stresstest“ unterzogen. So wurden Die Ziele der strategischen Partnerschaft stehen für beide
durch schnelle Absprachen zwischen den Geschäftsführungen Kliniken fest. Es geht darum, den Bestand und die Entwick-
beider Krankenhäuser und einer zielgerichteten Einkaufspolitik lungsfähigkeit der Krankenhäuser im Münchner Nordwesten
Versorgungsengpässe in der medizinischen und pflegerischen langfristig zu sichern und die wirtschaftliche Widerstands-
Patientenversorgung vermieden. Auch für die Mitarbeiter fähigkeit gemeinsam zu stärken. Die Mitarbeitenden beider
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Häuser werden bei der Strategieentwicklung von Anfang an
mit einbezogen. Zusammen mit den Führungskräften und
Mitarbeiter*innen wird geprüft, welche Bereiche noch enger als
bisher zusammenarbeiten können. Das betrifft zum Beispiel
die Ausbildung. Die guten Erfahrungen mit der gemeinsamen
Schule für Pflege können und sollen zukünftig auch vermehrt
für die Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte bei der Facharzt-
ausbildung genutzt werden, denkbar sind auch wechselseitige
Rotationen anderer Ausbildungsberufe, wie z.B. der Azubis
in der Betriebstechnik. Derzeit werden Ideen und Vorschläge
in beiden Krankenhäusern gesammelt, die dann gemeinsam
bewertet und idealerweise auch gleich priorisiert werden.
„Wenn eine Idee im Rahmen eines Projektes umsetzt werden
soll, wird dies in jedem Fall mit den Mitarbeiter*innen der
betroffenen Bereiche gemeinsam geschehen. Es soll keine
Projekte am grünen Tisch geben, sondern solche, die von den
Mitarbeiter*innen gestaltet und mit Leben gefüllt werden,“ so
Dr. Schmid-Pogarell.
Für Patient*innen ändert sich zunächst nichts, denn beide werden wir uns ansehen. Wir wollen damit unsere Investitions-
Krankenhäuser sind ja jeweils Teil einer eigenen gGmbH aber, und Innovationsfähigkeit ausbauen und erhoffen uns auch
wie Dr. Schmid-Pogarell ausführt: „Wir stehen am Anfang einer ein Stück weit größere Attraktivität als Arbeitgeber, da eine
Entwicklung, von der wir heute noch nicht sagen können, Ausbildung bei uns in den medizinischen Ausbildungsberei-
wohin sie uns am Ende führen wird. Wir sind zwei wirt- chen das komplette Spektrum – mit Ausnahme der Psychiatrie
schaftlich gesunde Krankenhäuser, die durch das christliche – abdeckt. Wenn uns das an vielen Stellen gelingt und wir un-
Wertfundament und die seit mehr als 100 Jahren bestehende sere Mitarbeiter*innen mitnehmen können, dann werden diese
gute Nachbarschaft sowieso schon auf allen Ebenen bestens unsere strategische Partnerschaft auch leben und umsetzen
miteinander verbunden sind. Das gilt für die beiden Ordens- und spätestens dann werden auch die Patient*innen etwas
gemeinschaften ebenso wie für die Geschäftsführer*innen davon spüren.“
und die Mitarbeiter*innen. Jetzt wollen wir uns für die Zukunft
noch besser aufstellen und werden dort, wo es uns beiden Im stark umkämpften Fachkräftemarkt in München ist es ab-
sinnvoll erscheint, die Verbindung noch weiter stärken – aber solut erforderlich, sich als attraktiver und sicherer Arbeitgeber
nicht auf Biegen und Brechen, sondern da, wo wir für beide mit individuellen Entwicklungsmöglichkeiten zu positionieren.
Partner und besonders für unsere Patient*innen einen Benefit Daher werden das Krankenhaus Barmherzige Brüder und das
erreichen können. Wenn wir an einer Stelle beziehungsweise Klinikum Dritter Orden die genannten Innovations- und Inves-
bei einem medizinischen Leistungsangebot merken, dass es titionsfähigkeiten beider Häuser nutzen und das medizinische
besser wäre, aus zwei Teilen ein größeres Ganzes zu entwi- Leistungsspektrum gemeinsam weiter ausbauen.
ckeln, werden wir dies tun und wir werden natürlich auch die
Entwicklung neuer Leistungsbereiche miteinander besprechen. Pressestellen
Wir sind hier völlig offen und haben uns keine Grenzen auf- Klinikum Dritter Orden und
erlegt. Alle Kooperationsfelder, die uns geeignet erscheinen, Krankenhaus Barmherzige Brüder
Operation im Krankenhaus Barmherzige Brüder … …und im Klinikum Dritter Orden
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Professor Karl spendierte den Teams des OP-West (im Bild)
und des Zentral-OP jeweils einen Korb mit lauter adventlichen
Leckereien als Dankeschön für die Leistungen in diesem be-
Professor Alexander Karl (rechts) mit Team bei einer sonderen Jahr 2020.
Operation
100ste Zystektomie
in diesem Jahr
Die Blasentumorklinik des Krankenhauses Barmherzige Brüder in München hat am 2. Dezember
2020 die 100ste radikale Zystektomie in diesem Jahr bei Harnblasenkarzinom durchgeführt. Die
Blasentumorklinik der Klinik für Urologie gehört damit zu den größten Zystektomiezentren in ganz
Deutschland. Professor Dr. Alexander Karl und sein Team freuen sich sehr darüber, dass ihnen
so viele Patient*innen ihr Vertrauen geschenkt
haben und dem guten Ruf der Klinik gefolgt sind.
Sie arbeiten täglich daran, die Versorgung ihrer
Patient*innen zu verbessern und das bestmögliche
Therapieergebnis für sie zu erreichen.
Weitere Informationen unter
www.barmherzige-muenchen.de/urologie
Der Adventskorb des Zentral-OP war so schnell leer, dass
keine Gelegenheit für ein Teamfoto blieb, nur der restlos
geleerte Korb konnte abgelichtet werden.
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Barmherzigebrueder_muenchen
Aufs Blatt gebracht Krankenhaus Barmherzige Brüder München
Ausgewählte Beiträge aus unseren
Sozialen Medien im Überblick
#odervonherzen
Barmherzigebrueder_muenchen
#Mahlzeitunterstützung #foodji
Krankenhaus Barmherzige Brüder München
Mahlzeitunterstützung für Mitarbeitende im Spät- und Nachtdienst
Ab heute 07. Dezember 2020 bis einschließlich 28. Februar 2021 sub-
ventionieren wir das gesamte Warensortiment der foodji-Automaten mit
3,-- € pro Tag bzw. Nacht und Mitarbeiter in der Zeit von 17:30 Uhr bis
07:00 Uhr. Das Angebot richtet sich besonders an die Mitarbeiter*innen
im Spät- und Nachtdienst unseres Krankenhauses.
Dieses Foto ist Mit einem Gutscheincode, den Mitarbeitende des Krankenhauses bei
vor Corona-Zeiten ihren Kolleg*innen erfragen können, die die Rundmail dazu bekom-
entstanden. men haben, erhalten Sie die Vergünstigung direkt beim Einkauf eines
Produktes aus dem foodji-Sortiment angerechnet. Die 3,-- € pro Nacht/
Mitarbeiter können nur über die foodji-App gutgeschrieben werden.
Mehr Online:
#Adventskalender #1
Uns fehlen in diesem Corona-Jahr die Begegnungen, die
gemeinsamen Aktivitäten, sich kennenlernen, sich treffen, auch
mal mit Kolleg*innen aus anderen Bereichen. Dieses Jahr ist Barmherzigebrueder_muenchen
einfach anders. Beisammenstehen, sich austauschen, Spaß Krankenhaus Barmherzige Brüder München
haben – alles ist auf ein Minimum reduziert oder nicht gestattet.
Deshalb haben viele Kolleg*innen die Gelegenheit genutzt um
einfach mal Danke zu sagen, für die gute Zusammenarbeit oder
für ein Lächeln!
Wir freuen uns auf 24 ganz persönliche Geschichten unserer
Mitarbeitenden und danken, dass diese uns an ihrer Herzensan-
gelegenheit teilhaben lassen. Das macht unsere Dienstgemein-
schaft aus!
„Ich bin dankbar für die Gelegenheit, meine praktische Ausbil-
dung im Krankenhaus Barmherzige Bruder und insbesondere Dieses Foto ist
auf der Station 2-1 durchführen zu können. Ich fühlte mich zu vor Corona-Zeiten
Hause und hatte die Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen entstanden.
und neue Dinge zu lernen.“ Mein Einsatz war von Januar bis
März 2020. Mercy Cherono Sigei – Schülerin Pflegefachhilfe
Mehr Online:
Millionen von Männern lassen sich weltweit im November einen
Schnurrbart wachsen (Moustache + November = Movember), um
@KrankenhausBarmherzigeBrüderMünchen
damit auf die Gesundheitsprobleme von Männern aufmerksam zu
machen und um Spenden zur Bekämpfung von speziell Männer
@barmherzigebrueder_muenchen betreffenden Tumorarten zu sammeln. (Hier steht insbesondere die
Bekämpfung von Prostata- und Hodenkrebs im Fokus.) Die Klinik
für Urologie des Krankenhauses Barmherzige Brüder München
@KrankenhausBarmherzigeBrüder
möchte am Internationalen Männertag ebenfalls auf diese Initiative
#odervonherzen aufmerksam machen. Mehr über unsere Arbeit erfahrt Ihr unter: www.
barmherzige-muenchen.de/urologie
Mehr Online: Zusammengestellt von Olta Elezi
ROM AN S 12/20·1/2110 RO M A NS
Advent ganz anders
Dieses Jahr ist alles anders! Wir hatten kein Sommerfest, keine
Rentnerfeier und auch unsere traditionelle Adventliche Begegnung
musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Aber wir
lassen uns den Spaß nicht verderben und genauso wenig die
Freude am Miteinander in unserer Dienstgemeinschaft, unter den
gebotenen Hygieneregeln natürlich. Und die Freude auf
Weihnachten lassen wir uns auch nicht nehmen. Hier einige
Geschichten, die dies belegen.
Adventskale
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Adventskale ser Kranke
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der Nr. 3
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Verkleidung Nr. 2
Chirurg Dr. Bernhard Braunmüller ließ sich von OP-West
Stationsleiterin Carmen Post und Departmentleiterin Ge-
fäßchirurgie Dr. Katja Hager nicht als Rot-, sondern als
Grünkäppchen verkleiden. Wir verlernen alle nicht unsere
Fähigkeit zum Spaßmachen und Lachen! Und trotzen
Verkleidung N
r. 1 auch damit Corona.
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ROM AN S 12/20·1/2112 RO M A NS
Am Vormittag kontrolliert Tevide Zumberoviq den Zugang vor der
Palliativstation. Nebenbei liest Sie für die Abteilung Öffentlichkeits-
arbeit vier Zeitungen und sammelt relevante Artikel zu Kranken-
hausthemen und vor allem zur Corona-Pandemie.
Plötzlich COVID-19
Die verschiedenen Abteilungen im Haus erleben die Corona-Pandemie sehr unterschiedlich.
Manche dürfen, zumindest zeitweise, im Homeoffice arbeiten, andere können nur vor Ort ihren
Job erledigen. Bei Tevide Zumberoviq, Uwe Krämer, gelernter Krankenpfleger und derzeit als
Mitarbeiter der Betriebstechnik tätig und Ulrich Kaiser, Administrationsassistent, ist es sogar so,
dass sich durch die Pandemie ganz neue Aufgabenfelder beziehungsweise neue Jobs ergeben
haben. Sie berichten über ihre Arbeit und was diese sowie Corona für sie bedeutet.
Frau Zumberoviq, seit wann arbeiten Hatten Sie von Anfang an eine schied mich dann für den Metallberuf,
Sie im Krankenhaus Barmherzige Anstellung? den ich direkt im ICP in einer dreijähri-
Brüder? gen Ausbildung erlernte.
TZ: Zuerst habe ich stundenweise im
Tevide Zumberoviq (TZ): Ich habe am Minijob gearbeitet, dann wurden die Wie kam es dann, dass Sie hier im
21. Juli 2020 hier angefangen. Stunden auf 25 Stunden Teilzeit erhöht Krankenhaus angefangen haben?
und jetzt bin ich mittlerweile bei 30 Stun-
Was sind Ihre Aufgaben im den in einer befristeten Festanstellung. TZ: Durch Zufälle. Ich kenne Ulrich
Krankenhaus? Kaiser aus dem Ehrenamt von den Sa-
Ihr Job hier ist aufgrund der Corona- nitätsdiensten und er bekam mit, dass
TZ: Zu meinen Aufgaben gehört, Pandemie entstanden? für die Zugangskontrolle noch jemand
morgens in der Früh die Patienten zu gesucht wurde. Er erzählte mir davon
registrieren und bei ihnen Fieber zu TZ: Ja genau. und dann habe ich mich in der Perso-
messen, auch Besuchern, diese aber nalabteilung beworben.
seit dem Lockdown nur im Ausnah- Was haben Sie vorher gemacht?
mefall. Später werde ich abgelöst von Hatten Sie keine Lust, in Ihrem
studentischen Aushilfskräften und an- TZ: Nach meinem Schulabschluss be- erlernten Beruf zu arbeiten?
deren Minijobbern, dann gehe ich zum suchte ich zunächst eine berufsvorbe-
Eingang vor der Palliativstation. Dort reitende Bildungsmaßnahme (BVB) der TZ: Ich wollte schon immer gerne mit
bin ich für die Türöffnung zuständig, für Stiftung ICP München. Dort konnte ich Menschen zusammenarbeiten und in
Krankentransporte z.B. in die Reha. in viele Berufe reinschnuppern und ent- den sozialen Bereich gehen. Deshalb
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fing ich eine Ausbildung zur Medizi- in der Administration wieder mehr zu
nischen Fachangestellten an, nur war tun gibt, unterstütze ich natürlich dort
mir die Praxis zu groß, da hat mir ein wieder. Eine Gratwanderung.
bisschen das Menschliche gefehlt. Jetzt
bin ich hier und sehr froh, weil ich mich Der Wahlleistungsservice hat auch
im Krankenhaus Barmherzige Brüder zeitweise bei den Zugangskontrollen
sehr wohl fühle. geholfen, genauso wie Kolleg*innen
aus dem ITT. Sie haben das alles
Herr Kaiser, Sie arbeiten ja schon koordiniert?
länger im Krankenhaus Barmherzige
Brüder? UK: Richtig. Ursprünglich übernahm
der Wahlleistungsservice die Aufgabe
Ulrich Kaiser (UK): Richtig, ich bin seit und Koordination, als dann der Wirt-
2012 im Haus. schaftshof dazukam und die Lockerung
kamen, hat man das auf mich übertra-
Was waren früher Ihre Aufgaben? gen. Im ersten Lockdown haben die
Kolleg*innen des ITT und des Wahl-
UK: Angefangen habe ich im Hol- und leistungsservice ihre Stunden mit dem
Bringedienst. Als ich dann gesundheit- Dienst an den Türen aufgebaut, weil sie
liche Probleme bekam, wechselte ich in in ihrem eigenen Bereich weniger zu
die Administrationsassistenz, was auch tun hatten, es waren ja weniger Pati-
jetzt noch mein Hauptaufgabenbereich enten im Haus. Ob das jetzt mit den
ist. Ich arbeite Vollzeit. Im Rahmen von erneuten Verschärfungen wieder so
Corona habe ich dann die Planung der wird, ist noch nicht geklärt. Der Leiter
Zugangskontrollen übernommen, wer des Wahlleistungsservice hat allerdings
wann wo arbeitet, und versuche, wenn schon angeboten, dass zwei seiner Uwe Krämer vor dem Glaskasten in der
es Probleme gibt, diese zu lösen, auch Mitarbeiter*innen wieder einspringen Warenannahme, den ihm seine Kollegen
im Gespräch mit der Verwaltungsdirek- können, wenn sie gebraucht werden. von der Betriebstechnik gegen die Kälte
tion. gebaut haben.
Herr Krämer, Sie arbeiten ja schon
Wenn Not am Mann oder der Frau ist, sehr lange bei uns im Krankenhaus? Wie kam es dazu, dass Sie nun die
übernehmen Sie selbst aber auch die Zugangskontrolle an der Warenan-
Zugangskontrolle? Uwe Krämer (UKR): Ja, im Januar nahme übernahmen?
werden es 33 Jahre!
UK: Genau, so sieht es aus. Wenn ich UKR: Das wurde mir vom Haus angebo-
mal keine Studenten oder Aushilfen Was haben Sie gemacht, bevor Sie ten und ich habe gerne zugesagt, weil
für die Kontrollen habe, dann setze ich hier unten die Zugangskontrolle in ich es als eine wichtige Aufgabe empfin-
mich auch selber hin, oder ich fahre der Warenannahme übernommen de. Ich kontrolliere hier die ankommen-
auch mal rein, wenn es z.B. Probleme haben? den Lieferanten, Medizinproduktver-
am Wochenende gibt. treter oder Handwerker, alle müssen
UKR: Ich habe den Beruf des Gesund- überprüft werden, wann sie kommen
Diese Aufgaben haben Sie jetzt bis heits- und Krankenpflegers erlernt. Ich oder von welcher Firma und vor allem,
auf Weiteres, zumindest so lange die erlangte bei der Bundeswehr meine wann sie wieder gehen, damit dann,
Corona-Pandemie anhält? berufliche Anerkennung als Kranken- falls doch jemand etwas einschleppt,
pfleger. Als ich im Januar 1988 ins Haus eine eventuelle Corona-Infektion zurück-
UK: Das ist richtig. Solange die Pan- gekommen bin, fing ich zunächst in verfolgt werden kann.
demie anhält, gehört das zu meinem der Anästhesie an und wechselte dann
Aufgabenbereich dazu, als Zusatz zu in den OP. Am Schluss habe ich in der Wann haben Sie diese Aufgabe
meinen sonstigen Pflichten. Wenn ich OP-Abteilung als Lagerungspfleger übernommen?
viel mit den Eingängen zu tun habe, gearbeitet und die Patienten, die in den
dann bleibt manchmal anderes liegen, OP gebracht wurden, ein- und ausge- UKR: Das war so im Mai/Juni diesen
aber meine Kolleg*innen sind so nett schleust. Aus gesundheitlichen Gründen Jahres. Es läuft hier sehr gut. Bevor ich
und übernehmen vieles davon. Ich musste ich die Tätigkeit aufgeben und die Aufgabe übernahm, überprüfte ich
musste einiges zurückfahren und mache arbeite nun in der Abteilung Betriebs- im Haus die Wasseranschlüsse auf Legi-
jetzt nur noch zwei Stationen. Wenn es technik. onellen, was man in einem Krankenhaus
ROM AN S 12/20·1/2114
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beständig machen muss. Das heißt, ich Hatten Sie eigentlich Angst oder Be- Sicherheitsmaßnahmen viel besser
spüle sämtliche Wasserleitungen und denken, dass Sie sich hier Kranken- umgesetzt werden. Ich habe heute
messe die Wassertemperatur, die ja zum haus mit Corona infizieren könnten? gehört, dass jemand die Sicherheits-
Spülen über 60 Grad betragen muss. maßnahmen der MVG sehr gelobt hat,
TZ: Angst ist das falsche Wort für die wo ich mich frage, welche da überhaupt
Situation, man hat vielmehr einen ge- gemeint sind außer Maske tragen. Ich
Als Sie im Sommer die Kontrolle sunden Respekt davor. Klar macht man merke davon nichts.
der Warenannahme übernommen sich Gedanken, aber eigentlich habe ich
haben, war es eigentlich ok, bei meist keine Vorurteile, dass es hier eher als UKR: Ich fühle mich hier sehr geschützt,
geöffnetem Tor hier zu sitzen, frische woanders zu einer Ansteckung kommen viel mehr als draußen. Ich habe meine
Luft ist ja bei Corona nicht ganz kann. Mir ist es ja bewusst, sonst würde Außenkontakte sehr eingeschränkt und
unwichtig, aber jetzt im Herbst und ich hier nicht arbeiten. gehe zum Beispiel nur noch einmal wö-
besonders im Winter wurde es dann chentlich einkaufen. Eigentlich müsste
ein wenig kalt? UK: Auch ich habe einen gesunden ich mit meiner Vorerkrankung etwas
Respekt, ich hatte erst wegen meiner ge- Sport treiben, aber das ist ja nun nicht
UKR: Das stimmt und ich bin meinen sundheitlichen Probleme etwas Beden- drin. Ich mache halt ab und zu einen gu-
Kollegen von der Betriebstechnik sehr ken, aber es ist kein Problem, genau wie ten Spaziergang durch den Nymphen-
dankbar, dass sie mir dieses schöne im Sanitätsdienst. Da ich Rettungssani- burger Schlosspark, das ist ja ok.
kleine Glashaus gebaut haben, das sich täter bin, weiß ich, Infekte können immer
sehr gut beheizen lässt. Ich bin damit wieder auftreten. Man versucht halt, sich Herr Kaiser, Sie sind ehrenamtlicher
geschützt vor Wind, Zugluft und Kälte, so gut es geht zu schützen. Also gesun- Rettungssanitäter. Fahren Sie auch
ich finde es ganz angenehm. den Respekt ja, Angst nein! bei Rettungseinsätzen mit?
Davor hatten Sie ja nur einen Schreib- UKR: Ich bin ja relativ gut geschützt hier UK: Momentan fahre ich mehr bei
tisch mit einer Plexiglasscheibe? in meinem Glaskasten und achte darauf, SEG, Schnelleinsatzgruppen mit, das
dass die Lieferanten auch alle einen sind Einsatzgruppen, die bei größeren
UKR: Richtig. Mundschutz tragen. Wenn sie mal keinen Unfällen, Bränden oder Katastrophenfäl-
haben, bekommen sie einen von mir, len ausgelöst werden, um den Ret-
Macht Ihnen der Job hier Spaß? das läuft eigentlich ganz gut. Die Gefahr, tungsdienst zu entlasten bzw. diesen zu
sich anzustecken, ist natürlich aufgrund vervollständigen.
UKR: Sagen wir mal so, ich habe hier meiner gesundheitlichen Situation immer
eine gewisse Verantwortung, das Ganze gegeben, aber ich achte ein bisschen Welche Aufgaben haben Sie
gut im Griff und ich habe mit Menschen mehr auf mich selbst, als vielleicht an- Frau Zumberoviq im ehrenamtlichen
zu tun. Die Fahrer kenne ich mittler- dere Leute auf sich achten. Ich sehe die Sanitätsdienst?
weile fast alle persönlich, wenn ich die Gefahr sich anzustecken in Lebensmit-
Nummernschilder sehe, weiß in der telläden oder in öffentlichen Verkehrsmit- TZ: Ich bin seit 2015 dabei und seit
Regel dann schon, von welcher Firma teln viel größer als hier. Viele Menschen 2016 Fachsanitäterin. 2018 habe ich
die kommen. denken ja, Krankenhäuser sind Orte, an den Rettungsdiensthelfer absolviert
denen man sich mit Krankheiten anste- und bin seitdem im Sanitätsdienst aktiv.
Herr Kaiser, wie sind Sie zu den cken kann, aber da gibt es so viel mehr Unsere Bereitschaft stellt die Unfallhilfs-
Barmherzigen Brüdern gekommen? Möglichkeiten, sich zu infizieren. Wenn stelle, das ist ein riesen Behandlungs-
man vernünftig ist, den Abstand einhält, zelt mit Monitoren, Überwachungs-,
UK: Ich bin über einen Nebenjob ins einen Mund-Nase-Schutz trägt und die und Behandlungsmöglichkeiten. Ich bin
Haus gekommen. Ich war zuvor 11 Hygieneregeln einhält, sich regelmäßig dabei in der Patientenbehandlung invol-
Jahre im Sicherheitsdienst tätig und die Hände wäscht und desinfiziert, dann viert. Zum Beispiel beim Münchner Ma-
habe danach hier nebenbei Sitzwachen ist man eigentlich schon gut geschützt. rathon sind wir mit unserem Equipment
übernommen. Als dafür nicht mehr so Ich persönlich habe in meinem Ruck- vor Ort und kümmern uns um Läufer, die
viele Leute gebraucht wurden, hat man sack, wenn ich unterwegs bin, immer ein kollabieren oder andere gesundheitliche
mich gefragt, ob ich mich nicht für den Desinfektionsspray dabei. Probleme bekommen. Da haben wir
Hol- und Bringedienst, heute Patienten- meistens extrem viel zu tun, weil sich
und Transportdienst, bewerben möch- Von vielen habe ich immer wieder sehr viele Läufer überschätzen und die
te, weil ich mit meinem Background gehört, dass sie sich im Krankenhaus Elektrolyte erstmal verrückt spielen. Wir
als Rettungssanitäter dort doch gut am besten geschützt fühlen. haben Ärzte im Zelt, die wir dann rufen,
aufgehoben wäre. Das habe ich dann wenn man beispielsweise Elektrolyte
gemacht und so bin ich reingerutscht. TZ: Das ist ja auch so, weil hier die intravenös auffüllen muss. Oder bei der
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v.l.n.r.: Uwe Krämer, Tevide Zumberoviq und Ulrich Kaiser kümmern sich, zusammen mit einigen Studenten und anderen Minijob-
bern um die Kontrolle der Zugänge ins Krankenhaus und registrieren alle Patienten und Lieferanten, die unser Haus betreten.
Fronleichnamsprozession am Marien- und nicht mehr wusste, wo er gerade Kollegialität vorherrscht und dass bei
platz sind wir auch vor Ort. ist. Das waren Momente, die ich nicht Problemen gemeinsam geschaut wird,
vergesse. das Problem zu lösen und nicht gegen
Sie scheinen sehr medizinaffin zu einander zu kämpfen. Das zeichnet
sein und gerne zu helfen. Haben Sie im privaten Umfeld das Haus aus und macht auch mit den
Ausgrenzung erlebt, weil Sie in einem Grund aus, warum hier viele Leute Spaß
TZ: Ich habe ja eine leichte Hemispas- Krankenhaus arbeiten und potenziell an ihrer Arbeit haben; und auch bei den
tik rechtsseitig, meine Einschränkung mit COVID-19-Patienten in Berührung gemeinsamen Festen im Sommer, in der
gehört zu mir, ich verschweige es nicht. kommen? Weihnachtszeit etc., wenn nicht gerade
Ich habe z.B. erst mit drei Jahren ange- Corona das verhindert.
fangen laufen zu lernen, es war wirklich TZ: Eher im Gegenteil. Ich beziehe
ein Wunder. Ich bekam aufgrund meiner mich jetzt auf meine Eltern, die sich TZ: Das gilt für mich ebenso. Mein Job
Einschränkung schon sehr viel Unter- sehr gefreut haben, dass ich eine Arbeit ist zwar bis März befristet, aber egal,
stützung in meinem Leben und möchte gefunden habe, die mich erfüllt. was passiert, ich nehme jede Erfah-
das gerne zurückgeben. Ich bin sehr rung mit, die ich hier sammeln darf! Ich
froh, trotz dem, was alles vorgefallen UKR: Ich habe einen sehr guten, festen werde die Zeit hier nie vergessen, kann
ist, dass ich so fit bin und mein Leben Freundeskreis, der weiß, was ich be- man gar nicht, es ist so kollegial hier,
wirklich selbständig leben kann. Deswe- ruflich mache. Ausgegrenzt? Nein, nie- ich hätte nicht gedacht, dass es so viel
gen mache ich die Sanitätsdienste und mals! Ich beobachte eher, dass Leute, Menschlichkeit noch gibt, zumal an
deswegen arbeite ich hier. die nicht im Krankenhaus arbeiten, die einem Arbeitsplatz, das war mir vorher
Pflegekräfte und Ärzte für ihre Tätigkeit nicht bewusst, als ich mir die letzten
Das ist schön zu sagen, ich habe viel und den Stress, den Sie aushalten müs- Jahre woanders Jobs angeschaut habe.
Hilfe in meinem Leben erfahren und sen, bewundern. Aber es gibt einfach zu Deswegen bin ich auch so glücklich
möchte die weitergeben. Arbeiten Sie wenig Pflegepersonal. Ich habe erlebt, hier.
gerne bei uns im Krankenhaus? dass Menschen ihre Bewunderung aus-
drücken für diesen Berufsstand. Herr Krämer, wie geht es Ihnen hier
TZ: Ja, sehr gerne! Hier zu arbeiten, im Krankenhaus?
das ist … ich hätte es mir nicht schöner UK: Ich habe auch keine negativen Er-
vorstellen können. Ich bin froh, den Job fahrungen gemacht. Also Ausgrenzung, UKR: Ich fühle mich nach wie vor
hier bekommen zu haben. Auch möchte nein, eher dass die Leute fragen, wie es sehr wohl hier im Haus. Abschließend
ich versuchen, im nächsten Jahr, wenn uns im Krankenhaus ergeht, ob alles ok möchte ich sagen, an alle, die hier im
es Corona zulässt, den Hospizhelfer ist oder ob wir viel Stress haben. Eigent- Haus arbeiten und alle, die ich kenne,
zu machen, da habe ich mich schon lich erfahren wir nur Positives. Wir sind bleibt gut gesund, schützt Euch, schöne
informiert. Ich weiß, dass nicht jeder ja hier im Krankenhaus eigentlich auch Adventszeit, hoffentlich auch ein schö-
dafür geschaffen ist, man muss mit dem optimal geschützt. nes Weihnachtsfest und einen guten
Sterben und dem Tod umgehen können. Rutsch ins Neue Jahr und dabei immer
Aber ich weiß, dass ich es kann. Wir Sie fühlen sich also wohl hier im das Wichtigste: Bleibt alle gesund! Wir
haben meinen Großvater ein halbes Jahr Krankenhaus? schaffen das!
lang zu Hause gepflegt, zusammen mit
einem Pflegedienst. Ich war eine der UK: Das ist so. Ganz wichtig dabei ist Ich danke Ihnen für das Gespräch.
wenigen aus der Familie, die ihn beru- natürlich, dass, auch wenn man sich
higen konnte, wenn er im Delirium war, vielleicht mal streitet, hier im Haus die Die Interviews führte Christine Beenken
ROM AN S 12/20·1/2116 RO M A NS
Terminkalender
ALLGEMEINES UND FREIZEITANGEBOT FÜR ALLE BERUFSGRUPPEN
Derzeit findet kein Mitarbeitersport statt.
MEDICAL TEAM TRAINING (MTT)
16. Dezember 2020 MTT
08:00 – 13:30 Ort: Konferenzraum KR1 und KR2. Trainer: Capt. Hans Härting. Teilnehmer*innen bekannt.
17. Dezember 2020 MTT
08:00 – 13:30 Ort: Konferenzraum KR1 und KR2. Trainer: Capt. Hans Härting. Teilnehmer*innen bekannt.
20. Januar 2021 MTT
08:00 – 13:30 Ort: Konferenzraum KR1 und KR2. Trainer: Capt. Hans Härting. Teilnehmer*innen bekannt.
21. Januar 2021 MTT
08:00 – 13:30 Ort: Konferenzraum KR1 und KR2. Trainer: Capt. Hans Härting. Teilnehmer*innen bekannt.
PFLEGEDIENST
15. Dezember 2020 Megacode Training
16:00 – 17:30 Ort: Konferenzraum KR 1. Referent: Dr. Florian Brettner, Intensivmedizin.
Für alle Mitarbeitenden. Anmeldung über Clinic Planner
21. Dezember 2020 Basic Life Support
14:15 – 15:30 Ort: KR 1. Referent: Mitarbeiter/in Intensivstation.
Für alle Mitarbeitende Station. Anmeldung über Clinic Planner
13. Januar 2021 Stations- und Funktionsleiterbesprechung
09:00 – 15:00 Ort: Konferenzraum KR 1. Siglinde Haunfelder, Pflegedirektorin.
Teilnehmer*innen bekannt.
14. Januar 2021 Gesetzliche Pflichtfortbildungen – Kompaktschulung
10:30 – 12:05 Ort: Konferenzraum KR 1. Referenten: Personalabteilung.
Für alle Mitarbeitenden. Anmeldung über Clinic Planner
14. Januar 2021 Gesetzliche Pflichtfortbildungen – Kompaktschulung
14:30 – 16:05 Ort: Krankenhauskirche. Referenten: Personalabteilung.
Für alle Mitarbeitenden. Anmeldung über Clinic Planner
20. Januar 2021 Nebenwirkungen Chemotherapie
14:15 – 15:00 Ort: Konferenzraum KR 3, Referentin: Ramona Christ, FKS Onkologie,
Für Pflegedienst. Anmeldung über Clinic Planner
27. Januar 2021 Praxisanleitertreffen
14:15 – 15:15 Ort: Konferenzraum KR 1. Referenten: Tina Genahl, Stefan Kullmann.
Teilnehmer *innen bekannt
Externe Fortbildungen: siehe Schaukasten im 2. OG – neben der Pflegedirektion. Information in der Pflegedirektion.
ÄRZTLICHES (ZUR INTERDISZIPLINÄREN UND INTERPROFESSIONELLEN TEILNAHME)
29. – 31. Januar Basiskurs Palliativmedizin
2021 und Ort: Konferenzraum KR 1. Verantwortlich: Prof. Dr. Marcus Schlemmer, Chefarzt Klinik für Palliativmedizin.
05. – 07. Februar Anmeldung über Sekretariat Palliativstation, Tel: 089 1797-2916
02., 09., 16., 23., 30. Tumorkonferenz des Darmkrebszentrums.
Dezember 2020 13., Ort: Röntgen-Demo-Raum Gartengeschoss. Für Ärzt*innen.
20., 27. Januar 2021
16:00
Für alle Veranstaltungen und Kochkurse im ZEP
Im ZEP finden im Dezember 2020 und Januar 2021 keine Veranstaltungen, Kochkurse oder Workshops statt.
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