Gemeinde Senden Auswahlverfahren - zur Suche von Architekt/in, Investor/in und Betreiber/in
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Gemeinde Senden Auswahlverfahren zur Suche von Architekt/in, Investor/in und Betreiber/in Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg
1 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Inhalt 1 Anlass und Ziel des Verfahrens 2 2 Ausschreibungsbedingungen und Verfahren 3 3 Teilnahme am Verfahren 4 4 Unterlagen für die Bewerber/innengemeinschaft 5 5 Geforderte Leistungen 6 6 Schriftliche Fragen 7 7 Abgabe der geforderten Leistungen 8 8 Auswahlgremium 8 9 Beurteilungs- und Zuschlagskriterien 9 10 Bekanntgabe des Ergebnisses, weiteres Verfahren 10 11 Planungsaufgabe 11 12 Planungsareal 12 13 Bauplanungsrechtliche Rahmenbedingungen 15 14 Pflegerische Ausgangslage 17 15 Baurechtliche Anforderungen 19 16 Denkmalschutz und Denkmalpflege 19 17 Weitere Anforderungen 20 18 Raumbedarf einer Pflege-Wohngemeinschaft als Orientierungsrahmen 21 19 Datenschutzhinweis 22 Hinweis zum Blattformat 23 Anlagen/Unterlagen Teilnehmer/innen – Downloadbereich 24
2 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Auswahlverfahren zur Suche von Architekt/in, Investor/in und Betreiber/in 1 Anlass und Ziel des Verfahrens Für die Folgenutzung des rund 1.800 m² großen kommunalen Grundstückes „Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg“ im Ortsteil Ottmarsbocholt der Ge- meinde Senden wird ein einphasiges Auswahlverfahren zur Suche von Architekt/in, Investor/in und Betreiber/in durchgeführt. Die Gemeinde Senden möchte, dass hier eine / mehrere anbieterverant- wortete Pflege-Wohngemeinschaft(en) entstehen. Dazu soll die Fläche auch veräußert werden. Die Bestandsgebäude auf den Flurstücken 46 und 47 sollen abgebrochen werden. Entstehende Abbruchkosten über- nimmt die Gemeinde Senden. Neben der/den anbieterverantworteten Pflege-Wohngemeinschaft(en) wünscht sich die Gemeinde Senden, dass zusätzlich Vorschläge hinsicht- lich weiterer, ergänzender Senioren(pflege)angebote in der Entwurfs- konzeption durch die Bewerber/innengemeinschaft unterbreitet werden (siehe hierzu ausführliche Erläuterungen auf Seite 21). eg ertw Dav Kirchstraße St. Urban Abb.: Luftbild des Wettbewerbsgebietes (Quelle: Datenlizenz Deutschland – Zero (https://govdata.de/dl-de/zero-2-0), bearbeitet) Die Fläche befindet sich im Herzen des Sendener Ortsteils Ottmarsbo- cholt, direkt gegenüber der katholischen Kirche St. Urban. Ziel ist es, eine geeignete Bewerber/innengemeinschaft aus Architekt/in, Investor/in und Betreiber/in für die Investition mit einem städtebaulich- verträglichen und architektonisch-qualitätsvollen Konzept sowie einer
3 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg schlüssigen, pflegerischen Betriebskonzeption zu finden, die diese Fläche von der Gemeinde Senden erwirbt und zeitnah ihr Bebauungskonzept umsetzt. Die geforderte verbindliche Zusammenarbeit von Architekt/in, Investor/in und Betreiber/in mit dem Ziel einer konkreten baulichen Umsetzung sorgt für ein konstruktives Zusammenspiel und eine grundsätzliche Ak- zeptanz aller Beteiligten. 2 Ausschreibungsbedingungen und Verfahren Auftraggeberin des Verfahrens ist die Gemeinde Senden, vertreten durch den Bürgermeister Sebastian Täger. Ansprechperson der Gemeinde Senden Kerstin Ueding Münsterstraße 30 48308 Senden Telefon (02597) 699-323 k.ueding@senden-westfalen.de Vorbereitung, Das Auswahlverfahren wird betreut durch das Büro Durchführung und Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB Begleitung Vennhofallee 97, D-33689 Bielefeld, Telefon (05205) 7298-18 | (05205) 7298-19 maria.chudzian@dhp-sennestadt.de | thomas.geppert@dhp-sennestadt.de Telefax (05205) 7298-22 www.dhp-sennestadt.de (für Fragen und / oder Anforderung der Unterlagen) Einphasiges Es handelt sich um ein einphasiges Auswahlverfahren. Verfahren Die Absicht zur Durchführung des Verfahrens wird öffentlich bekannt gemacht. Das Verfahren ist nicht anonym. Mit dem Auswahlverfahren soll eine Bewerber/innengemeinschaft – be- stehend aus Architekt/in, Investor/in und Betreiber/in – gefunden wer- den, die für die beschriebene Planungsaufgabe geeignet ist. Aus der Abgabe eines Angebots lassen sich keine Verpflichtungen ge- genüber der Auftraggeberin herleiten und es können keine Ansprüche gegen diese oder von ihr beauftragte Dritte geltend gemacht werden, insbesondere nicht aus der Nichtberücksichtigung von Angeboten.
4 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Insbesondere behält sich die Gemeinde Senden vor, das Verfahren im Falle wichtiger Gründe zu ändern, zu modifizieren oder aufzuheben, wenn keine, nicht ausreichende bzw. nicht ausreichend belastbare aus- schreibungskonforme Beiträge eingehen. Das Verfahren wird in deutscher Sprache durchgeführt. Die Teilnahme am Auswahlverfahren ist kostenlos; eine Vergütung eingereichter Beiträge wird seitens der Auftraggeberin nicht geleistet. Vertragliche Regelungen Auf nachfolgend aufgelistete vertragliche Regelungen zwischen Vorha- benträger/in und der Gemeinde Senden wird hingewiesen: • Einzelheiten werden im Kaufvertrag und ggf. in einem städtebauli- chen Vertrag geregelt. • Kaufpreis 170,00 €/m² inklusiv Vermessung sowie Erschließung, zuzüglich Kostenersatz für die Kanalhausanschlüsse bis zur Grund- stücksgrenze (Festbetrag je Grundstücksanschluss) • je nach Bebauungskonzept (z. B. zusätzliches Angebot von öffent- lich geförderten Wohnungen, wünschenswertes Senioren(pflege)- angebot) ggf. Preisnachlass möglich • Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine un- verbindliche Aufforderung zur Abgabe von Angeboten handelt. Mit der Abgabe eines Angebotes entsteht kein Anspruch auf Ab- schluss eines Kaufvertrages. 3 Teilnahme am Verfahren Veröffentlichung Die Veröffentlichung am 25.06.2020 leitet das Auswahlverfahren ein. 25.06.2020 Zugelassen an diesem Verfahren sind Bewerber/innengemeinschaften bestehend aus Architekt/in, Investor/in und Betreiber/in. Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die am Tage der Veröf- fentlichung: • zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt/in berechtigt und Mitglied einer Architektenkammer in Deutschland ist; • die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt/in nach § 2 BauKaG NW (auswärtiger Architekt) und Geschäftssitz / Wohnsitz in dem vom EWR-Abkommen erfassten Gebiet haben; • zur Führung der Berufsbezeichnung nach dem Recht des jeweiligen Heimatstaates berechtigt und in einem der vorgenannten auslän- dischen Gebietsbereiche ansässig sind; ist die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, bestimmen sich die fachlichen Anforde- rungen nach der einschlägigen EU-Richtlinie.
5 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Teilnahmeberechtigt sind juristische Personen, die am Tage der Veröf- fentlichung folgende Zulassungsvoraussetzungen erfüllen: • der Geschäftssitz befindet sich im Zulassungsbereich, • zum satzungsgemäßen Geschäftszweck gehören der Aufgabe ent- sprechende Planungsleistungen, • der/die von der Gesellschaft zu benennende bevollmächtigte Ver- treter/in und der/die darin tätige Verfasser/in erfüllen die fachlichen Anforderungen, die an natürliche Personen gestellt sind. Wer am Tage der Veröffentlichung bei einem/r Teilnehmer/in angestellt ist oder in anderer Form als Mitarbeiter/in an dessen/deren Verfahrens- beitrag teilnimmt, ist von der eigenen Teilnahme ausgeschlossen. Freie Mitarbeiter/innen, die an der Ausarbeitung eines Verfahrensbei- trags beteiligt waren, dürfen nicht zusätzlich am Verfahren teilnehmen. Verstöße hiergegen haben den Ausschluss sämtlicher Arbeiten der Be- teiligten zur Folge. Anforderung Die kompletten Auslobungsunterlagen inkl. Zugangsdaten für das Abru- der Unterlagen fen der digitalen Unterlagen sind bis einschließlich 20.08.2020 schriftlich bis 20.08.2020 per Mail beim Betreuer (Kontaktdaten siehe Seite 3) anzufordern. Dabei sind alle Projektpartner/innen der interessierten Bewerber/innen- gemeinschaft (jeweils inkl. Name, Anschrift, Ansprechpartner/in, Kon- taktdaten) zu benennen. 4 Unterlagen für die Bewerber/innengemeinschaft Folgende digitale Unterlagen werden nach schriftlicher Anforderung beim Betreuer zur Verfügung gestellt: • Amtliche Basiskarte NRW (ABK) (Ausschnitt, TIFF) • Kataster (DWG / DXF / PDF) • Bebauungsplan „Quartiersentwicklung Haus Davert“ (PDF) • Luftbilder (PDF) • Situationsbilder (JPG) • Landeseinheitlicher Rahmenprüfkatalog zur Qualitätssicherung von Wohn- und Betreuungsangeboten nach § 14 des Wohn- und Teil- habegesetzes (WTG) – Teil 3 Anbieterverantwortete Wohngemein- schaften (PDF) • Städtebauliche Kenndaten und Raumprogramm (XLSX) • Teilnahmeerklärung (PDF) • Erklärung zur Realisierbarkeit des Projektes (PDF) • Aufgabenbeschreibung (PDF) Hinweis Die als Planungsunterlage mitgelieferten digitalen kommunalen Daten zur Verwendung sind urheberrechtlich geschützt und dürfen von den Bewerber/innenge- digitaler Daten meinschaften nur für die vorliegende Aufgabe verwendet werden. Nach Abschluss des Verfahrens sind die Daten von den Datenträgern zu löschen.
6 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg 5 Geforderte Leistungen Jede Bewerber/innengemeinschaft hat das vorgegebene Blattformat verbindlich zu verwenden. Die Grundrisse, Ansichten und Schnitte sind mit dunklem Strich auf hellem Untergrund darzustellen (Farbe ist hierbei nicht ausgeschlossen). Es werden nur gerollte Pläne sowie gefaltete Vor- prüfpläne angenommen. Die Einhaltung dieser Vorgaben durch die Bewerber/innengemeinschaft erleichtert: • die Anordnung der Pläne auf vorgegebenen Stellwänden; • den Vergleich der Arbeiten untereinander für Vorprüfung und Aus- wahlgremium. Im Einzelnen werden von den Bewerber/innengemeinschaften folgende Leistungen verlangt: Lageplan, genordet Genordete Darstellung als Grobkonzept mit folgenden Eintragungen: M 1: 500 • Bauflächen mit Dachaufsicht, • Erschließung / Zugänge / Zufahrten, • Freiflächen als Funktionsplan, • Geschossigkeit. Grundrisse Grundrisse sind eindeutig darzustellen und zu kennzeichnen mit folgen- M 1: 100 den Eintragungen: • Kennzeichnung der Zugänge und Erschließung, • Höhenkoten / Schnittachsen, • Kennzeichnung der einzelnen Pflege-Wohngemeinschaft(en). Ansichten / Schnitte Gefordert sind alle notwendigen Ansichten und Schnitte, die zum Ver- M 1: 100 ständnis bzw. zum Erkennen der Konzeption erforderlich sind. Insbesondere darzustellen sind: • Vermaßung der Geschosshöhen und der lichten Raumhöhen, • Angaben der Höhenkoten. Fassadenschnitt und -ansicht Gefordert wird innerhalb des vorgegebenen Blattformates die skizzen- M 1: 50 hafte Darstellung eines Fassadenausschnittes, der für die Arbeit typische Gestaltungs- und Materialmerkmale wiedergibt sowie Aussagen zur energetischen Betrachtung trifft. Die Materialien sind textlich zu be- schreiben. Nachweis Städtebauliche Kenndaten des Entwurfs (u.a. GRZ, GFZ, Stellplätze, Städtebauliche Kenndaten Anzahl der Pflege-Wohneinheiten, ggf. Wohnraumangebot, etc.) sowie und Raumprogramm das entwurfsabhängige Raumprogramm sind von der Bewerber/innen- gemeinschaft als Nachweis zu erbringen.
7 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Erläuterungen Erläuterungsbericht zum Entwurf auf max. einer Seite DIN A4, u.a. zum Architektonisches Konzept Energiekonzept und Kostenaufschlüsselung für einzelnen WG-Platz (Hö- he des Eigenanteils). Weitere • Betriebskonzept (max. 3 Seiten DIN A4) geforderte Leistungen • Personalkonzept (max. 3 Seiten DIN A4) • Aussagen zu Bau- und Lebenszykluskosten • Aussagen zur zeitlichen Umsetzung des Projektes • Wirtschaftlichkeits- / Bonitätsnachweis • Finanzierungsbestätigung der Hausbank • Gesamtumsätze für die letzten 3 Geschäftsjahre • Beschreibung der Unternehmensstruktur (je Projektpartner/in; jeweils max. 1 Seite DIN A4) • Referenzen vergleichbarer, realisierter Projekte • bei bereits erfolgter Zusammenarbeit der Projektpartner/innen: max. 3 Referenzen (realisiert oder in Realisierung befindliche Projekte aus den vergangenen 5 Jahren), je Referenz max. 2 Seiten DIN A3 in graphischer und textlicher Form; • bei bisher noch nicht erfolgter Zusammenarbeit der Projekt- partner/innen: max. 2 Referenzen je Projektpartner/in (realisiert oder in Reali- sierung befindliche Projekte aus den vergangenen 5 Jahren), je Referenz max. 2 Seiten DIN A3 in graphischer und textlicher Form Vorprüfungsunterlagen • Entwurfsbeitrag als gefaltete Kopie sowie alle weiteren geforderten Leistungen als Papierausdruck für die Vorprüfung, • CD-Rom mit Entwurfsbeitrag als Tiff- und vektorisierte PDF-Dateien für Vorprüfung (mit Darstellung eines graphischen Maßstabes), konzeptionelle Erläuterungen sowie weitere geforderte Leistungen als DOCX- oder PDF-Dateien. Jede Bewerber/innengemeinschaft darf nur einen Entwurfsbeitrag ein- reichen. Varianten, auch die Abwandlung von Entwurfsteilen unter Bei- behaltung der Gesamtlösung, sind nicht zulässig. Nicht verlangte Leistungen werden nicht berücksichtigt und von der Bewertung ausgeschlossen. Videos sind grundsätzlich von jeder Bewertung ausgeschlossen. 6 Schriftliche Fragen Schriftliche Fragen können bis zum 03.09.2020 an das Büro Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB als Betreuer dieses Verfahrens (Kon- taktdaten siehe Seite 3) gerichtet werden und werden von diesem in Abstimmung mit der Gemeinde Senden schnellstmöglich beantwortet
8 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg und allen interessierten Bewerber/innengemeinschaften zugesandt, die die kompletten Auslobungsunterlagen beim Betreuer angefordert ha- ben; die Beantwortung der Fragen wird Bestandteil der Ausschreibung. 7 Abgabe der geforderten Leistungen Die geforderten Leistungen müssen bis zum 29.10.2020 beim Betreuer mit der Kennzeichnung „Auswahlverfahren Pflege-Wohngemeinschaft(en) Ottmarsbocholt“ eingereicht sein. Entweder wird der Entwurf bis 16.00 Uhr bei Drees & Huesmann Stadtplaner PartGbmB, Vennhofallee 97, 33689 Bielefeld abgeliefert oder er wird an die gleiche Postadresse aufgegeben. Tagesstempel Als Zeitpunkt der Einlieferung gilt: • die auf der Empfangsbestätigung vermerkte Datums- und Zeitan- gabe, wenn Planunterlagen bei der angegebenen Adresse persön- lich abgegeben wird, • das auf dem Einlieferungsschein angegebene Datum unabhängig von der Uhrzeit, wenn der Beitrag bei der Post, der Bahn oder ei- nem anderen Transportunternehmen aufgegeben wird. Die Bewerber/innengemeinschaft sorgt dafür, dass sie den Nachweis über die rechtzeitige Einlieferung führen kann. Da der (Datums-/Post-/Tages-)Stempel auf dem Versandgut oder der Begleitzettel ein Datum aufweisen kann, das nach dem Abgabetermin liegt, ist der Einlieferungsschein maßgebend. Einlieferungsscheine sind daher bis zum Abschluss des Verfahrens aufzubewahren und auf Anfor- derung vorzulegen. 8 Auswahlgremium Die Auswahl der Bewerber/innengemeinschaften erfolgt auf Vorschlag eines Auswahlgremiums durch den Gemeindeentwicklungsausschuss der Gemeinde Senden. Das Auswahlgremium tagt am 15.12.2020. Es setzt sich wie folgt zusammen: Stimmberechtigt 1. Sebastian Täger, Bürgermeister, Gemeinde Senden 2. Holger Bothur, Leitung FB Ordnung & Soziales, Gemeinde Senden 3. Kerstin Ueding, FB Planen, Bauen & Umwelt, Gemeinde Senden 4. N.N., Vorsitz Gemeindeentwicklungsausschuss 5. N.N., Vorsitz Sozialausschuss
9 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg 6. N.N., Vorsitz Bezirksausschuss Ottmarsbocholt 7. Christoph Ellermann, Architekt / Stadtplaner, Lüdinghausen 8. Jörg Verwohlt, Architekt, Emsdetten 9. Politik – je eine Vertretung der im Rat vertretenen Fraktionen (Hinweis: Die Vertreter/innen der politischen Fraktionen sind spätes- tens am Tag des Auswahlgremiums namentlich zu benennen. Auf- grund der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen am 13.09.2020 ist eine vorherige Benennung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht möglich.) Beratung 10. Klaus Mende, stellvertretende Leitung FB Planen, Bauen & Umwelt, Gemeinde Senden 11. N.N., Vertretung des Kreises Coesfeld (Bereich Heimaufsicht) 12. Wilhelm Eilers, Vertretung des Inklusionsbeirates Gemeinde Senden 13. N.N., Vertretung des LWL (Bereich Denkmalschutz) Vorprüfung 14. Maria Chudzian, M.Sc. Stadt- und Raumplanung, Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB, Bielefeld 15. Thomas Geppert, Innenarchitekt, Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB, Bielefeld 9 Beurteilungs- und Zuschlagskriterien Folgende Kriterien und Gewichtungen werden bei der Beurteilung der eingereichten Arbeiten zu Grunde gelegt: Architektur und Städtebau (Gewichtung 35 %) • Leitidee / Adressbildung • Städtebauliche Einfügung • Architektonische Qualität und Gestaltung • Wohn- / Gebrauchs- / Nutzungsqualität • Zielgruppenkonformität • Qualität der Freiflächen • Denkmalverträglichkeit • Ökologische und energetische Qualitäten • Erschließungssituation des Grundstücks Davertweg 4 Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit (Gewichtung 20 %) • Zeitplanung • Bau- und Lebenszykluskosten / Nachhaltigkeit • Gesamtinvestitionsvolumen • Finanzierungsmodell
10 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Betriebskonzept (Gewichtung 35 %) • Qualität und wesentliche Inhalte, insbesondere auch in Hinblick auf die Einbindung in das Quartierskonzept • 7 Prüfkriterien gemäß Landeseinheitlichem Rahmenprüfkatalog zur Qualitätssicherung von Wohn- und Betreuungsangeboten nach § 14 des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) – Teil 3 Anbieterver- antwortete Wohngemeinschaften (s. Downloadbereich): 1. Qualitätsmanagement 2. Personelle Ausstattung 3. Wohnqualität 4. Hauswirtschaftliche Versorgung 5. Gemeinschaftsleben und Alltagsgestaltung / WG-Abläufe 6. Pflege und soziale Betreuung 7. Kundeninformation, Beratung, Mitwirkung und Mitbestimmung Die sieben Prüfkriterien werden seitens der Gemeinde Senden um einen achten Punkt ergänzt: 8. Kostenkalkulation für WG-Platz (Höhe des Eigenanteils) Eignung und eingereichte Referenzen (Gewichtung 10 %) • wirtschaftliche und finanzielle sowie technische und berufliche Leistungsfähigkeit der Projektpartner/innen • vergleichbare Größe • Konzeption • architektonische Gestaltung / Qualität Aufgrund der zukünftigen spezifizierten Nutzer/innenstruktur und der damit verbundenen hohen Anforderung an die Gewährleistung der architektonischen Qualität müssen die Bewerber/innengemeinschaften jeweils mindestens 3 Punkte in der Kategorie „Architektur und Städte- bau“ (entspricht Bewertungszahl 105) sowie der Kategorie „Betriebs- konzept“ (entspricht Bewertungszahl 105) erreichen. Max. 5 Punkte sind je Kategorie zu vergeben. Erreicht eine Bewerbung in einer der beiden Kategorien „Architektur und Städtebau“ und „Betriebskonzept“ weniger als 3 Punkte, behält sich die Vergabestelle der Gemeinde Senden vor das Angebot auszu- schließen. 10 Bekanntgabe des Ergebnisses, weiteres Verfahren Die Ergebnisse des Verfahrens werden allen teilnehmenden Bewerber/ innengemeinschaften nach Beschluss des Gemeindeentwicklungsaus- schusses der Gemeinde Senden unter Zuladung des Bezirksausschusses Ottmarsbocholt bekannt gegeben. Die Entscheidung über die Grund- stücksvergabe und alle weiteren Vorgaben obliegt den Entscheidungs-
11 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg träger/innen und den zuständigen Gremien der Gemeinde Senden. Der Verkauf des Grundstücks erfolgt über die Gemeinde Senden. Eingereichte Unterlagen verbleiben bei der Gemeinde Senden und ge- hen in ihr Eigentum über. Die Urheberrechte, insbesondere der Schutz gegen Nachbau und das Recht auf Veröffentlichung der Entwürfe blei- ben den Bewerber/innengemeinschaften erhalten. 11 Planungsaufgabe Abb.: Verortung Ortsteil Ottmarsbocholt der Gemeinde Senden (Quelle: Datenlizenz Deutschland – Zero (https://govdata.de/dl-de/zero-2-0)) Die Gemeinde Senden erstreckt sich im Kreis Coesfeld (Nordrhein-West- falen), vor den Toren der Stadt Münster, auf einer Gemeindefläche von rund 109 km². Sie gliedert sich in vier Ortsteile – Bösensell, Ottmarsbo- cholt, Senden und Venne – mit insgesamt rund 20.700 Einwohner/innen (davon rund 3.500 Einwohner/innen im Ortsteil Ottmarsbocholt). Im Hinblick auf zukünftige demographische Entwicklungen der Be- völkerung lobt die Gemeinde Senden die vorliegende Ausschreibung „Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg“ aus. Die Gemeinde Senden erwartet von den Bewerber/innengemeinschaf- ten – bestehend aus Architekt/in, Investor/in und Betreiber/in – Ent- wurfsvorschläge für eine oder mehrere Pflege-Wohngemeinschaft(en) mit insgesamt mindestens 12 und höchstens 24 Plätzen – Versorgung bis Pflegegrad 5 – als ein Bebauungskonzept für die gesamte verfügbare Fläche Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg. Die Gemeinde Senden verspricht sich eine qualitätsvolle Architektur, die dem Wohnumfeld angepasst ist und sich gestalterisch in die Umgebung einfügt.
12 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Sowohl bei dem Gebäudeensemble als auch den Freiflächen ist eine barrierefreie sowie seniorengerechte Ausgestaltung zu berücksichtigen. Standplätze für Abfallbehälter, Rollatoren etc. sind in dem Gesamtkon- zept einzuplanen. Nach Möglichkeit sind zusätzliche (nach der BauO NRW 2018 nicht er- 927 forderliche) Stellplätze vorzusehen. 310 5b 1062 Die Realisierbarkeit –S in baulicher, zu vermarktender sowie betrieblicher 6 928 192181 5 a (1) (1 Hinsicht –868ist zu gewährleisten. 59 (1) 929 970 P (1) 53 ) (1) SI 260 10044 12 Planungsareal 3b 973 Trauerha SI 971 2375 930 972 4 3a (3) (2) (1) (1 (1) ) I I 931 F II FI 1) ( P (2) (2 (2) 960 1 715 ) 11051 F I 8 977 976 (2) 61 II 51 g Haus Davert e rtwe II S II S Dav 1268 16 14 12 1269 10066 K ir c h str a ß e 498 52 11052 47 6 5944 (5) F II P II (4) 46 (3) 10 9 (2) (2) 708 11640 235 (3) 11042 45 4167 e raß 10140 (1) t 42 chs 1271 8 Kir 41 11278 634 361 43 557 339 11262 (2) 4161 (3) 7 Abb.: Abgrenzung Planungsareal, maßstabslos 10514 (Quelle: Datenlizenz Deutschland – Zero (https://govdata.de/dl-de/zero-2-0), bearbeitet) (1) (4) 10067 (1) 435 6 360 (5) Die zu überplanende Fläche umfasst die beiden Flurstücke 46 und 47 der Gemarkung Ottmarsbocholt in der Gemeinde Senden. Dabei handelt es sich um eine Gesamtgröße von ca. 1.800 m². Das zentral im Ortskern liegende Planungsgrundstück im Sendener Ortsteil Ottmarsbocholt wird im Norden durch den Davertweg, im Osten durch das Gebäudeensemble des Sozialwerks St. Georg e.V., im Süden durch eine direkt angrenzende Wohnbebauung sowie im Westen durch die Kirchstraße und der dem Planungsgrundstück gegenüberliegenden katholischen Kirche St. Urban abgegrenzt. Bei der Überplanung der beiden Flurstücke 46 und 47 sollen die Be- standsgebäude abgebrochen werden. Hierzu zählt auch ein Teil der
11051 F I 977 13 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg (2) 61 51 in der südwestlichen Randlage des Flurstücks 46 liegenden Garage (in II S nachfolgender Abb. blau gekennzeichnet), die der angrenzenden Nach- barschaftsbebauung (Kirchstraße 8, Flurstück 45) zugehörig ist. Die nordwestliche Ecke des Flurstücks 47 steht nicht zur Verfügung, um 14 ggf. die Straßenführung optimieren zu können. 12 6 1269 10066 r c h str a ß e 498 52 11052 44 (4) 10 (3) 9 (2) 40 235 (3) 042 4167 e Abb.: abzubrechende Gebäude (Kennzeichnung Garage Nachbarbebauung), maßstabslos traß (Quelle: Datenlizenz Deutschland – Zero (https://govdata.de/dl-de/zero-2-0), bearbeitet) (1) chs 8 Kir 41 11278 361 43 557 339 11262 (2) 4161 7 10067 (1) 360 (Quelle: Gemeinde Senden 2020) 435 Abb.: Situationsfoto des Planungsgrundstücks (Kirchstraße, Blick von Süden) 6
14 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Abb.: Situationsfoto des Planungsgrundstücks (Kirchstraße, Blick von Norden) (Quelle: Gemeinde Senden 2020) Abb.: Blick von Norden auf Planungsgrundstück Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg (Quelle: DHP 2020) Abb.: Situationsfoto des Planungsgrundstücks (Davertweg, Blick von Norden) (Quelle: DHP 2020)
15 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg 13 Bauplanungsrechtliche Rahmenbedingungen Abb.: Bebauungsplan „Quartiersentwicklung Haus Davert“ (Quelle: Gemeinde Senden 2017) Das Areal liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Quartiersent- wicklung Haus Davert“. Die Fläche ist als Mischgebiet ausgewiesen. Das Grundstück ist in Abteilung II und III des Grundbuches lastenfrei. Planerische Zielsetzung ist es, dass auf dieser Fläche ein Bebauungskonzept für eine / mehrere anbieterverantwortete Pflege-Wohngemeinschaft(en) sowie ggf. ergänzende Senioren(pflege)angebote umgesetzt werden sollen. Dieses soll sich städtebaulich-harmonisch in das unmittelbare Umfeld der unter Denkmalschutz stehenden Kirche St. Urban einfügen. Die Gemeinde Senden kann sich eine giebelständige Gebäudeaus- richtung der Neubebauung auf dem Planungsgrundstück in Richtung Kirchstraße / Kirche St. Urban vorstellen. Zudem ist zwingend zu be- rücksichtigen, dass die Gebäude in der Straßenfront der Kirchstraße so gestellt werden, dass der Gehweg auf 1,80 m barrierefrei erweitert werden kann. Langfristig wird angestrebt, weitere, in der unmittelbaren Nachbarschaft zu dem zu überplanenden Areal liegende Grundstücke zu entwickeln; eine konkrete Konzeption liegt noch nicht vor. Sollte aufgrund der Entwurfskonzeption eine Bebauungsplanänderung notwendig werden, könnte der Bebauungsplan (auf Kosten der Gemein- de Senden) entsprechend angepasst werden.
16 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Zu berücksichtigendes Berücksichtigt werden muss, dass auf der Fläche ein Geh-, Fahr- und Geh-, Fahr- und Leitungsrecht Leitungsrecht zugunsten des südlich angrenzenden Grundstückes Da- Davertweg 4 vertweg 4 (Flurstück 45) vorzusehen ist. Die Lage der im Bebauungsplan festgesetzten Fläche kann verändert werden, wenn der Bestimmungszweck gewahrt bleibt. Derzeit ist dieses Recht – als eingetragene Erschließungsbaulast – tat- sächlich am östlichen Grundstücksrand verortet. Auch die Lage der Erschließungsbaulast kann verändert werden. Zur Verdeutlichung sind die folgenden zwei Beispielvarianten dargestellt: Abb.: Beispielvariante A mit östlich am Grundstücksrand gelegener Erschließung des Grundstücks Davertweg 4 (Quelle: Gemeinde Senden 2017) Abb.: Beispielvariante B mit mittiger Erschließung des Grundstücks Davertweg 4 (Quelle: Gemeinde Senden 2017)
17 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg 14 Pflegerische Ausgangslage Um professionelle Pflege in Anspruch zu nehmen, bestehen verschiede- ne Möglichkeiten. Die wohl bekannteste Form ist das Altenheim (voll- stationäre Pflegeeinrichtung) sowie die häusliche Pflege. Darüber hinaus gibt es unter anderem auch sogenannte Pflege-Wohngemeinschaften. Darin leben mehrere, zum Teil auch pflegebedürftige Menschen zu- sammen. Jede/r Bewohner/in hat sein/ihr eigenes Zimmer, das er/sie sich nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen einrichten kann. Daneben gibt es gemeinschaftlich genutzte Räume wie beispielswei- se eine Küche und ein Wohnzimmer, die von allen Bewohnern/innen genutzt werden können. Pflegebedürftige und ältere Menschen leben somit nicht allein und können den Alltag besser bewältigen, indem sie Betreuungs- und Unterstützungsangebote gemeinsam nutzen. Diese Pflege-Wohngemeinschaften können sowohl anbieterverantwortet als auch selbstverantwortet geführt werden. Bei der selbstverantworteten Pflege-Wohngemeinschaft regeln die Bewohner/innen oder ihre Angehörigen alle Angelegenheiten selber (z. B. wer zieht ein?). Es kommen ausschließlich die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches zum Tragen. Die Heimaufsicht ist hier nicht zuständig und kann daher auch nicht tätig werden, wenn es Fragen oder Beschwerden zu einer Pflege-Wohngemeinschaft gibt. Anbieterverantwortete Pflege-Wohngemeinschaften werden vielerorts durch Träger von Pflege- und Betreuungsdiensten sowie von Kom- munen, Bürgervereinen oder Einzelpersonen gegründet und geleitet. Dieses Modell zeichnet sich dadurch aus, dass der Träger der Pflege- Wohngemeinschaft Entscheidungen und Maßnahmen in verschiedenen Angelegenheiten selbst trifft. So entscheidet er beispielsweise darüber, wer in die Wohngemeinschaft einzieht und wie die gemeinschaftlich genutzten Räume gestaltet sind (hier gewünschtes Modell). Bei anbie- terverantworteten Wohngemeinschaften sind neben den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches auch die besonderen Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes (hier: Wohn- und Teilhabegesetz sowie die entsprechende Durchführungsverordnung) anwendbar. Das bedeutet, dass der Betrieb der jeweiligen Pflege-Wohngemeinschaft zum Beispiel Anforderungen an das Personal sowie die Wohnqualität und auch Mit- wirkungs- und Mitbestimmungsrechte der Bewohner/innen zu beachten hat. Ob der Betrieb die gesetzlichen Vorschriften des jeweiligen Landes tatsächlich einhält, wird von der Heimaufsicht (hier Kreis Coesfeld) über- wacht und geprüft. Aktuelle Pflege- In der Gemeinde Senden ist derzeit – mit dem Altenheim St. Johannes einrichtungssituation gGmbH, Münsterstraße 10 – eine vollstationäre Pflegeeinrichtung mit in der Gemeinde Senden 99 Plätzen vorhanden. In Bau befindet sich derzeit eine weitere Ein- richtung mit 69 Pflegeplätzen (Altenheim Schwester Maria Euthymia,
18 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Am alten Sportplatz 1 – 3). Somit werden im Ortsteil Senden zukünftig 168 vollstationäre Pflegeplätze zur Verfügung stehen. In der Einrichtung Schwester Maria Euthymia werden ebenfalls 8 (+ 7) Pflegeplätze in anbieterverantworteten Wohngruppen entstehen. Im Ortsteil Ottmars- bocholt (ebenfalls am Davertweg, direkt angrenzend neben dem Plan- gebiet dieses Auswahlverfahrens) werden derzeit 2 x 8 Plätze in einer Wohn-Pflegegemeinschaft vom Sozialwerk St. Georg gebaut. Somit gibt es im Ortsteil Senden dann 15 Pflegeplätze in Wohngemeinschaften und im Ortsteil Ottmarsbocholt 16 Pflegeplätze in Wohngemeinschaften. Insgesamt stehen in der Gemeinde Senden dann also 199 Pflegeplätze als 24-Stundenangebot zur Verfügung. Untersuchungen haben gezeigt, dass unter Berücksichtigung des demo- grafischen Wandels mittelfristig Pflegeplätze fehlen werden. Es wird zu- nehmend deutlich, dass es eine der wichtigsten Aufgaben der Gemeinde ist, hier entsprechend Vorsorge zu treffen, damit es den Sendener Bürge- rinnen und Bürgern ermöglicht werden kann, ihren Lebensabend in Sen- den situationsgerecht erleben zu können. Es soll gewährleistet werden, dass älter werdende Menschen verschiedene Formen der Wohnangebo- te bis hin zu den Pflegeangeboten und Pflegeplätzen nutzen können, ohne ihr vertrautes Umfeld verlassen zu müssen. In einer interkommuna- len Arbeitsgruppe des Kreises Coesfeld wünschten sich die Kommunen „innovative Wohnformen“ mit dezentralen kleinen Strukturen. Der Kreis Coesfeld geht in seiner aktuellen Pflegebedarfsplanung von 33 fehlenden 24-Stunden-Pflegeplätzen in der Gemeinde Senden für das Jahr 2030 aus. Der Bedarf von 232 Pflegeplätzen in der Gemeinde Senden im Jahr 2030 teilt sich folgendermaßen auf die Ortsteile auf: 165 in Senden, 38 in Ottmarsbocholt und 29 in Bösensell. Im Ortsteil Ottmarsbocholt entsteht somit mittelfristig ein Bedarf von 22 (= 38 – 16) 24-Stunden-Pflegeplätzen. Durch die Realisierung dieser Planaufgabe könnte die Bedarfslücke in Ottmarsbocholt geschlossen werden. Der Standort Kirchstraße 10 / Da- vertweg wird als sehr geeignet angesehen; zum einen wegen seiner zen- tralen Lage im Ortskern und zum anderen, weil er durch die Nähe zum Gebäudekomplex vom Sozialwerk St. Georg Synergieeffekte zulassen könnte. In der direkten Nachbarschaft (Davertweg 6) betreibt das Sozi- alwerk St. Georg das „Haus Davert“, eine stationäre Außenwohngruppe für Menschen mit geistiger Behinderung, Lernbehinderung oder psychi- scher Erkrankung / Behinderung. Daneben (Davertweg 8) wird ein neues Gebäude vom Sozialwerk St. Georg errichtet mit Seniorenwohnungen sowie den oben bereits erwähnten Pflege-Wohngemeinschaften.
19 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg 15 Baurechtliche Anforderungen Bebauungsplan „Quartiersentwicklung Haus Davert“ (Downloadbereich): • mindestens II und höchstens III Vollgeschosse • TH mind. 6,50 m – max. 7,50 m (Traufhöhe) • FH max. 12,50 m (Firsthöhe) • GRZ 0,6 (Grundflächenzahl) • GFZ 1,2 (Geschossflächenzahl) • GD (geneigtes Dach; Pultdächer unzulässig) • a = abweichende Bauweise • das mittig eingezeichnete Geh-, Fahr- und Leitungsrecht ist tatsäch- lich am östlichen Grundstücksrand verortet (eingetragene Erschlie- ßungsbaulast zugunsten Davertweg 4, siehe hierzu auch Seite 16); die Lage kann jedoch auf dem Grundstück noch verändert werden • Baugrenzen und weitere Festsetzungen 16 Denkmalschutz und Denkmalpflege Die katholische Kirche St. Urban wurde am 23.01.1987 in die Denkmal- liste der Gemeinde Senden eingetragen. Die dreischiffige neugotische Backstein-Hallenkirche von 4 Jochen Länge mit Chorjoch und 5/8-Chor- schluss wurde von 1886 bis 1889 nach Plänen von August Hanemann im neugotischen Stil errichtet. Hierbei wurde der an der Westseite be- findliche dreigeschossige spätgotische Turm aus Werkstein (datiert 1481) mit sehr hohem, spitzem Schieferhelm übernommen. Die Kirche zählt zu den qualitätsvollen Kirchenneubauten des späten 19. Jahrhunderts im Münsterland. Sie bildet von jeher den städtebaulichen Mittelpunkt und das geistige Zentrum des Ortes. Der hohe Turmhelm ist eine Landmarke von auffälliger Wirkung. Die auf dem Planungsgebiet derzeit aufstehende, mit geneigten Dä- chern versehene Gebäude fassen den Kirchplatz in östlicher Richtung. Ausweislich des Urkatasters hat die Besetzung dieser Position eine lange Tradition, sie ist ferner typisch für die historische Situierung von Kirch- plätzen im Münsterland. Aus denkmalfachlicher Sicht müssen im Rahmen von Neuplanungen in der engeren Umgebung der katholischen Kirche St. Urban deren Auswir- kungen auf das geschützte Erscheinungsbild der Kirche überprüft wer- den – eine Auseinandersetzung mit der Raumwirkung des Baudenkmals ist vonnöten. Ferner muss die in nördlicher und östlicher Richtung noch heute signifikante Geschlossenheit des Kirchplatzes bei einer Überpla- nung des Wettbewerbsareals aus denkmalfachlicher Sicht erhalten bzw. tradiert werden.
20 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg 17 Weitere Anforderungen Die Vorgaben des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) sowie die dazuge- hörige Durchführungsverordnung (WTG DVO) sind einzuhalten. Die wichtigsten Vorgaben sind nachfolgend aufgelistet (Auszug): • pro Wohngemeinschaft max. 12 Nutzer/innen (§ 26 Abs. 6 WTG) • pro Gebäude max. 24 Nutzer/innen (§ 26 Abs. 6 WTG) • Aufteilungsmöglichkeiten demnach z. B. 2 x 12 oder 3 x 8 oder 4 x 6 oder anders • jede(r) Nutzer/in bekommt ein Einzelzimmer (§ 27 Abs. 1 WTG) • Betreuung in der Wohngemeinschaft muss durch verantwortliche Fachkraft sichergestellt werden (§ 28 Abs. 1 WTG) • zuständige Behörde (hier Kreis Coesfeld) überwacht die Leistungs- anbieter in anbieterverantworteten Wohngemeinschaften min- destens durch eine Regelprüfung im Jahr und anlassbezogenen Prüfungen = Heimaufsicht (§ 30 Abs. 2 und 3 WTG) • für angepasste Innentemperatur in Individual- und Gemeinschafts- bereichen muss gesorgt werden (§ 25 Abs. 2 WTG DVO) • pro zwei Zimmer mind. ein Tandembad mit WC (§ 26 Abs. 1 WTG DVO) Abweichung von Hinweis: Abweichend von den gesetzlichen Vorgaben ist eine Nass- gesetzlichen Vorgaben zelle je Nutzer/in, d.h. ein eigenes Bad mit WC, zu berücksichtigen. • pro Zimmer mind. 14 m² (ohne Bad) (§ 26 Abs. 2 WTG DVO) • Zugang zu den Zimmern muss unmittelbar von den Verkehrsflä- chen oder Gemeinschaftsräumen möglich sein, keine Durchgangs- zimmer (§ 26 Abs. 3 WTG DVO) • Zimmer müssen über baulich-technische Voraussetzungen für Ra- dio, TV, Telefon & Internet verfügen (§ 26 Abs. 4 Satz 1 WTG DVO) • Fenster und Fassaden sind so zu gestalten, dass auch bei Bettlä- gerigkeit Blickbezüge nach draußen möglich sind (z. B. bodentiefe Fenster) (§ 26 Abs. 4 Satz 2 WTG DVO) • für konkrete Pflege- oder Betreuungsbedarfe müssen technische Voraussetzungen zur Inbetriebnahme einer Notrufanlage vorgehal- ten werden (§ 26 Abs. 4 Satz 3 WTG DVO) • pro Wohngemeinschaft mind. ein Raum für gemeinschaftliche Nut- zung vorsehen; Mindestgröße 3 m² pro Nutzer/in (§ 27 Abs. 1 Satz 1 und 2 WTG DVO) falls die Küche in den Gemeinschaftsraum integriert wird (Wohnkü- che), muss dieser Raum entsprechend größer sein (§ 27 Abs. 1 Satz 3 WTG DVO) • ein Dienstzimmer ist zusätzlich vorzuhalten, um Nutzer/innen nicht in deren Lebensgestaltung einzuschränken (§ 27 Abs. 1 Satz 4 und 5 WTG DVO)
21 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg • Wohngemeinschaft muss über mind. eine Küche / Wohnküche mit entsprechender Küchenausstattung verfügen (§ 27 Abs. 3 WTG DVO) Die Gemeinde Senden kann sich, neben der/den geforderten Pflege- Wohngemeinschaft(en), ergänzende Senioren(pflege)angebote – wie z.B. Wohnangebote, Tagespflege, Café o.ä – vorstellen, da eine groß- zügige Grundstücksfläche verfügbar ist und gegenseitige Synergien eine Bereicherung im Alltag der künftigen Bewohner/innen der Pflege- Wohngemeinschaft(en) darstellen. Die konkrete Ausgestaltung der ergänzenden Angebote (u.a. Flächen- größe, Verortung, Nutzungsart) ist durch die Bewerber/innengemein- schaft entwurfsabhängig zu definieren. Im Sinne der Schaffung von uneingeschränkten Zugangsmöglichkeiten für differenzierte soziale Bevölkerungsmilieus wird das Berücksichtigen verschiedener sozialer Komponenten von der Gemeinde Senden begrüßt und unterstützt, z.B. Schaffung von Pflegeplätzen für finanzschwache Senior/innen als mögliche zukünftige Bewohner/innen der Pflege- Wohngemeinschaft(en), öffentlich gefördertes Wohnungsangebot, etc.. 18 Raumbedarf einer Pflege-Wohngemeinschaft als Orientierungsrahmen Als grober Orientierungsrahmen wird nachfolgend eine beispielhafte Konzeption einer Pflege-Wohngemeinschaft erläutert – diese Aus- führungen sind nicht als zwingende Vorgabe zu verstehen, sondern entsprechend der individuellen Konzeption von der Bewerber/innenge- meinschaft zu formulieren und im Entwurf abzubilden. Ungeachtet der nachfolgenden Ausformulierung gelten bei Unklarhei- ten die gesetzlichen Vorgaben des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG). Eine Pflege-Wohngemeinschaft bietet Raum für max. 12 Pflegeplätze. Diese Pflegeplätze sind jeweils als einzelne Nutzer/innen-Appartements auszubilden, die aus einem Einzelzimmer inkl. Vorbereich Nasszelle so- wie einer Nasszelle bestehen. Dabei ist jedes Nutzer/innen-Appartement unmittelbar von der Verkehrsfläche bzw. der Gemeinschaftsfläche er- reichbar anzuordnen. Die Größe der Nutzer/innen-Appartements bleibt der Entwurfskonzeption der Bewerber/innengemeinschaft überlassen. Freisitze / Balkone sind entwurfskonzeptionell vorzuschlagen – ob sepa- rat je Nutzer/innen-Appartement zugeordnet oder als gemeinschaftlich nutzbare Fläche ausgebildet, bleibt der Bewerber/innengemeinschaft überlassen. Raum für gemeinschaftliche Nutzung sowie eine Küche / Wohnküche sind entsprechend der anzubietenden Plätze in der Pflege-Wohnge- meinschaft zu berücksichtigen – ca. 5 m² / Nutzer/in dient hierfür als Orienterungswert.
22 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Zudem wird ein Dienstzimmer sowie ein Personal-WC für das Fach- personal in entsprechender Größe und räumlich sinnvoller Anordnung begrüßt. Auch die Austattung mit einem Pflegebad, einem reinen Pflegearbeits- raum, einem unreinen Pflegearbeitsraum wird befürwortet; ebenfalls in entsprechender Größe und räumlich sinnvollen Bezügen je nach Ent- wurfskonzeption vorzusehen. Notwendige Räumlichkeiten für Wäsche (rein bzw. unrein) sind je nach Entwurfskonzeption und Betriebskonzept vorzuschlagen. Hauswirtschafts- und Putzmittelraum sowie ein Abstell- / Lagerraum für die Küche sind zu berücksichtigen. 19 Datenschutzhinweis Gemäß Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen mit, dass die von uns im Rahmen der Durchführung des Wettbewerbes erhobenen personenbezogenen Daten (Namen, Funktion, Ort) für folgende Zwecke verwendet werden: • Weitergabe an den/die Auftraggeber/in (u.a. zur Veröffentlichung auf dessen Homepage) • Veröffentlichungen (Verfahrensankündigungen und Ergebnisse) in Fachmedien • Veröffentlichungen (Verfahrensankündigungen und Ergebnisse) auf der Homepage von Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB Weitere Daten werden ausschließlich zur internen Prüfung der Teilnah- mevoraussetzungen bzw. zur Kommunikation im Verfahren verwendet.
23 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Blatt 1 Blatt 2 Blattformat Lageplan M 1: 500 h = max. 160 cm h = max. 160 cm übrige Leistungen übrige Leistungen b = 90 cm b = 90 cm 2 Blätter im Hochformat Die Arbeit soll auf zwei Blättern im oben angegebenen Format abge- b = 90 cm / geben werden (Präsentationspläne gerollt, Vorprüfpläne gefaltet). Der h = max. 160 cm Lageplan sollte oben links angeordnet werden. Als Vorprüfungsunterlage und zu Zwecken der Dokumentation wird der Entwurfsbeitrag als Tiff sowie vektorisierte PDF-Datei benötigt. Bei den beiden Blättern mit dem Blattformat wie oben angegeben, sol- len die Dateien jeweils in einer Auflösung von rund 2000 x 3300 Pixel auf einer gemeinsamen CDRom (kein USB-Stick) mitgeliefert werden.
24 Pflege-Wohngemeinschaft(en) in Ottmarsbocholt Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg Anlagen/Unterlagen – Teilnehmer/innen Downloadbereich Unterlagen als digitale Planunterlagen: a) Amtliche Basiskarte NRW (ABK) (Ausschnitt, TIFF) b) Kataster (DWG / DXF / PDF) c) Bebauungsplan „Quartiersentwicklung Haus Davert“ (PDF) d) Luftbilder (PDF) e) Situationsbilder (JPG) f) Landeseinheitlicher Rahmenprüfkatalog zur Qualitätssicherung von Wohn- und Betreuungsangeboten nach § 14 des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) – Teil 3 Anbieterverantwortete Wohnge- meinschaften (PDF) g) Teilnahmeerklärung (PDF) h) Städtebauliche Kenndaten und Raumprogramm (XLSX) i) Erklärung zur Realisierbarkeit des Projektes (PDF) j) Aufgabenbeschreibung (PDF) Die vorgenannten Unterlagen finden Sie in unserem Downloadbereich auf einer unserer Subdomains. Gehen Sie bitte folgendermaßen vor: Öffnen Sie Ihren Internetbrowser (Firefox, Internet Explorer. etc.) und geben Sie folgende Daten ein: Adresszeile „ “ In das sich öffnende Dialogfenster: Benutzername „davertweg“ und als Passwort „dav67“. Die Dateien im Browserfenster sind nach der Markierung über den Be- fehl „Ziel speichern unter“ (rechte Maustaste auf das Dateisymbol) unter Angabe des Speicherortes (z.B. Desktop) downzuloaden. Auftraggeberin Gemeinde Senden Münsterstr. 30, 48308 Senden www.senden-westfalen.de Wettbewerbsmanagement Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB Vennhofallee 97, 33689 Bielefeld www.dhp-sennestadt.de Senden / Bielefeld im Juni 2020 Abbildung Titelblatt (Quelle: Kreis Coesfeld, Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0))
25.06.2020 Beginn des Verfahrens durch Veröffentlichung bis 20.08.2020 Interessensbekundung und Anforderung der kompletten Auslobungsunterlagen 03.09.2020 Frist für schriftliche Fragen 29.10.2020 Abgabe der geforderten Leistungen 15.12.2020 Sitzung Auswahlgremium Januar 2021 Entscheidung durch Gemeindeentwicklungsausschuss der Gemeinde Senden unter Zuladung des Bezirksausschusses Ottmarsbocholt
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