Gemeindebote Lyss-Aarberg - EMK Lyss
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Gemeindebote
Lyss-Aarberg
Juni – August 2018
https://fthmb.tqn.com/pw6dx5BMyQs0WQgGSekqw69exIY=/1500x1000/filters:fill(auto,1)/flamingo-pair-59037d4d3df78c54562cb53c.jpgIn guter Hoffnung
Flamingos können uns die gute für das Eigene niedergelegt wer-
Nachricht von Jesus Christus il- den kann. – Übergib ihm deine
lustrieren. Bekanntlich können Angst, ob ‚alles‘ gelingt und ob
Flamingos die längste Zeit auf du bestehen kannst! Stell dich
einem Bein stehen. Sogar herr- ganz ab auf den Versöhner Je-
lich schlafen können sie auf ei- sus Christus! Vertrau dich ihm an
nem Bein. und seiner Kraft!
Wer ist für dich das ‚Bein‘, das
dich rund um die Uhr und weit
über den Tod hinaus handfest
trägt? Bei einem Vortrag des
Pfarrers und Evangelisten Fredy
Staub fand ich dieses tolle
Gleichnis. Das hat mich sehr an-
gesprochen.
Hast du gewusst, dass die Brut
der Flamingos fast nie erfolgreich
Ich wünsche dir die Erfahrung,
ist? Nach Angaben von For-
dass das ‚Standbein‘ des Ver-
schern überleben nur gerade
trauens in Christus dich in allen
13% der Jungen. Weder unser
Situationen trägt!
Erfolg noch unser Misserfolg ha-
ben das letzte Wort. Wenn zwei
Flamingos sich finden, sich be-
Ernst Hug
rühren, dann entsteht vor unse-
ren Augen ein wunderbares
Herz. Was braucht es, damit
ewige Liebe auch in der Zukunft Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
bestehen kann? Eine Berührung dass etwas gut ausgeht – sondern die
mit Gott: Vergebung der Schuld Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal
wie es ausgeht. Vaclav Havel
und Jesus Christus im Herzen.
Komm mit deinen Misserfolgen
zum Ort der Niederlage, zum
Kreuz von Jesus! – Das Kreuz ist
der Ort, wo das Sich-Verkämpfen
EMK Lyss-Aarberg Gemeindebote Nr.3/2018 Juni - August 2018 2Geburts-
tage über
70 Jahre
04. Juli Ernst Schnegg Lyss 85 Jahre
06. Juli Greti Götz Lyss 92 Jahre
08. Juli Ruth Tanner Münchenbuchsee 84 Jahre
16. Juli Hans Hegnauer Lyss 86 Jahre
29. August Rosmarie Bolli Busswil 87 Jahre
Wir wünschen Gottes Segen, Kraft, Gesundheit und alles Gute im neuen Lebensjahr.
Abwesenheit Die EMK Bern entspricht unseren Vorstel-
Vom 16. bis 31.Juli weilt Ernst Hug in den lungen einer christlichen Gemeinde eher,
Ferien. In dringenden Fällen steht für die wobei uns auch klar ist, dass es die kom-
Vertretung zur Verfügung: plette Gemeinde nicht gibt. Wir verlassen
die EMK Lyss – Aarberg nicht im Groll,
16. - 23. Juli: die Nummer der Vertretung sicher sieht man sich wieder, sei es im
wird noch bekanntgegeben. Dorf oder an bestimmten Anlässen wie
24. - 31. Juli z.B. der Päckliaktion in Aarberg etc. Dan-
Pfr. Felix Wilhelm (Biel) 032 323 93 62 ke allen für die vielen guten Begegnungen,
Erlebnisse, mitfeiern, mittrauern etc. in
eurer Mitte. Euch allen wünschen wir alles
Gute und Gottes Segen als Gemeinde
Überwiesen sowie für jeden Einzelnen von euch.
Familie Martin und Katja Schwarz haben
Liebe Grüsse Martin, Katja und Silas.
gewünscht, zusammen mit ihrem Sohn
Silas in die Gemeinde EMK Bern überwie- Wir bedauern diesen Schritt von Familie
sen zu werden. Schwarz. Wir wünschen für ihren Weg
Sie schreiben: alles Gute und Gottes Segen in der EMK
Bern.
Liebe Freunde,
Vor einigen Wochen stand an dieser Stel-
le, dass wir (Katja, Martin und Silas) in der
Adressänderung
EMK Lyss pausieren um uns klarzuwerden
wo künftig unsere geistliche Heimat sein Erika Schlüchter, Lyss, ist umgezogen. Sie
soll. Nun haben wir uns entschieden, uns wohnt neu an der Schwanengasse 6. Wir
in die EMK Bern überweisen zu lassen wünschen gutes Einleben am neuen Ort.
und uns dort zu engagieren.
EMK Lyss-Aarberg Gemeindebote Nr.3/2018 Juni - August 2018 3Stellenwechsel von Samuel Reich Liebe Gemeinde Seit dem August 2014 bin ich Jugendarbeiter auf dem Bezirk. Ich danke euch von Herzen für die schöne Zeit in der EMK Lyss-Aarberg. Ich habe es sehr geschätzt, mit wie viel Wohlwollen und Bereitschaft neue Ideen aufgenommen wurden. Das Nachfragen von Leuten aus der Gemeinde, wie es in der Jugendarbeit, aber auch persönlich so geht und die Rückendeckung im Gebet habe ich sehr geschätzt. Ein Highlight für mich ist auch, dass sich in den letzten 4 Jahren mehrere Ju- gendliche bekehrt haben und weitere Schritte im Glauben vorwärtsgehen. Das empfinde ich als Segen von Gott, den er auf die EMK Lyss-Aarberg gelegt hat. Auch habe ich die Zusammenar- beit mit den Pfarrern, sowohl Serge Frutiger als auch mit Ernst Hug, sehr geschätzt und bin ihnen für ihre Rückmeldungen und Unterstützung sehr dankbar. Ich will euch allen hiermit für jegliche Unterstützung und das Vertrauen, welches mir in den letz- ten vier Jahren entgegengebracht worden ist, von Herzen danken! Als ich 2014 in der Gemeinde angefangen habe, hatte ich den Eindruck, dass mich Jesus für 4 Jahre lang hier haben will. Ich habe den Eindruck nicht so ernst genommen und habe letzten Sommer gedacht, dass ich auch nichts dagegen hätte, länger in der EMK Lyss-Aarberg zu blei- ben. Ein paar Begegnungen in den letzten Monaten und auch wie die Jugendarbeiterstelle der EMK Schlatt an mich herangetragen wurde, haben mich hellhörig werden lassen und ich habe mich entschieden, meine Anstellung in der EMK Lyss-Aarberg zu beenden und Richtung Schlatt weiter zu gehen. Ich werde die Jugendarbeiterstelle in der EMK Schlatt Anfang August beginnen. Mir ist es wichtig zu betonen, dass mir die Entscheidung, den Bezirk zu verlassen, nicht einfach gefallen ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott einen Plan mit uns und der Gemeinde in Lyss und Aarberg hat. Für Fragen oder Rückmeldungen stehe ich euch gerne zur Verfügung – ich bin ja noch eine Zeit lang da. Liebe Grüsse und von Herzen alles Gute unter Gottes Segen wünscht Samuel Reich Lieber Samuel Du hast uns überrascht mit deinem Entscheid. Mit dem Ausschuss für Zusammenwirken hatten wir auf die Bezirksversammlung hin neue Ziele definiert für deine Arbeit als Jugendmitarbeiter. Angesichts der Veränderungen im Jugendbereich und des Rückgangs der Zahl der Jugendlichen, die wir über die letzten Jahre feststellen mussten, haben wir es uns mit der Zielsetzung nicht leicht gemacht. Dennoch waren wir zuversichtlich, noch dieses nächste Schuljahr miteinander zusammenarbeiten zu können. Nun ist, aus nachvollziehbaren Gründen, dein Entscheid anders ausgefallen. Wir danken dir herzlich für deinen sehr engagierten Einsatz. Du hast dich durch manchmal feh- lende Resonanz auf deine Angebote nicht abbringen lassen und Projekte beharrlich umgesetzt. Du hast mit deiner kommunikativen Art immer wieder Beziehungen gebaut zu jungen Menschen innerhalb und ausserhalb der Kirche – und auch die Unterstützung der Gemeindeglieder gewon- nen. Wir lassen dich nur ungern ziehen. Du wirst deinen Dienst bei uns auf Ende Juli abschliessen und auf den 1. August am neuen Ort beginnen. Am 1. Juli werden wir noch Gelegenheit haben, dich im LIBERO-Gottesdienst in Aarberg offiziell zu verdanken und zu verabschieden. Wir wünschen dir für deinen neuen Einsatz in Schlatt wie auch für dein weiteres Studium Gottes Schwung und Leitung. Ernst Hug EMK Lyss-Aarberg Gemeindebote Nr.3/2018 Juni - August 2018 4
Kinderlager in Wengen Die Stimme Gottes hören –
Das Kinderlager der EMK Lyss-Aarberg
Seminar mit Walter Penzhorn
findet vom 7.-14. Juli in Wengen statt. Mit • Einüben, auf die Stimme Gottes zu hö-
37 Kindern (Stand Redaktionsschluss) und
ren.
13 Leiterinnen und Leitern.
• Fundierte Bibelarbeiten mit Dr. Walter
Ein Brief mit Gebetsanliegen liegt disem Penzhorn.
Gemeindeboten bei. • Prophetischer Dienst durch ein Team.
Bereits haben wir 11 Anmeldungen für das
Ökum. Ausflug nach Bex Seminar. Es dauert von Freitag, 19. bis
Sonntag, 21. Oktober 2018.
Der ökumenische Ausflug der Lysser Kir- Beginn Freitag, 18.15 Uhr,
chen führt uns dieses Jahr zu den Salz- Abschluss Sonntag, 11.15 Uhr.
bergwerken von Bex im Wallis. Wir rei-
sen mit einem Car am Flyer liegen in den Kapellen auf.
Samstag, 11. August. Bis Ende August noch vergünstigte
Herzliche Einladung! Anmeldung!
Gemeinsam Gottesdienst feiern
An den Gemeindeversammlungen (8. März Gemeindeabend Lyss, 10. März Gemeinde-
brunch Aarberg) stellten die beiden Gemeindeleitungen die Frage, ob und wie häufig wir ge-
meinsame Gottesdienste in Aarberg und Lyss feiern wollen. Es standen zwei Varianten zur
Diskussion. Das Ziel soll sein, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gottesdienst zu entlas-
ten. Die Musikteams an beiden Orten sind kleiner geworden und es mangelt an Liturgen,
welche den Rahmen gestalten.
Beide Versammlungen waren einhellig der Meinung, dass wir Variante 2 umsetzen:
1. Sonntag im Monat gemeinsam in Lyss, 2. Sonntag im Monat gemeinsam in Aarberg, 3.
Sonntag im Monat gemeinsam in Lyss, 4. Sonntag im Monat gemeinsam in Aarberg, falls ein
5. Sonntag im Monat Ort nach Absprache.
Dies bedeutet: Wir feiern alle Gottesdienste gemeinsam und wechseln mit dem Ort ab. Alle
anwesenden Lysser waren dafür, mit dieser Veränderung auch die Gottesdienstzeit anzu-
passen: Alle Morgengottesdienste sollen immer um 10.00 Uhr stattfinden. In Aarberg wurde
der Wunsch angebracht, den 5. Sonntag immer als Lobpreisgottesdienst zu gestalten, evtl.
am Abend.
Wir haben die Rückmeldungen in den Gemeindeleitungen aufgenommen und das Gottes-
dienstprogramm für das 2. Halbjahr 2018 geplant. In einem Jahr können wir an den Gemein-
deversammlungen über die gemachten Erfahrungen wieder austauschen und allenfalls An-
passungen vornehmen.
Gebet vor dem Gottesdienst
Vor dem Gottesdienst sich zu sammeln für das, was kommt; Herz und Sinn ausrichten, damit
Gottes Geist zusammenfügen kann, was er in uns und durch uns vorbereitet hat; sich stell-
vertretend öffnen, dass der Tröster, Versöhner und Kraftspender jeder Person, die am Got-
tesdienst teilnimmt, schenken möge, was sie braucht. Dazu möchten wir Gelegenheit bieten
im Gebet vor dem Gottesdienst! Ab Juli, mit der gemeinsamen Gottesdienstzeit in Lyss und
Aarberg immer um 9.40 Uhr.
EMK Lyss-Aarberg Gemeindebote Nr.3/2018 Juni - August 2018 5Übertrittsfeier/Segnungsfeier zum Abschluss des Unterrichts
Anina Andres und
Lena Huber schliessen am
10. Juni in Lyss die Zeit
des Unterrichts mit einem
feierlichen Gottesdienst ab.
Als Gemeinde dürfen wir
sie mit der Bitte um Gottes
Segen für ihren weiteren
Lebensweg begleiten.
Anina und Lena haben
das Thema gewählt: Find your way
SAMMLUNG 10. Juni
Eine Sammlung der EMK Schweiz zugunsten der gesamtschweizerischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Mit dem Beitrag werden 2018 folgende Projekte unterstützt:
• Camp 4 und Camp Five | das Jugendtreffen der EMK
(10. – 13. 5.18) über Auffahrt in Huttwil | emk-camps.ch
• EMK YoungNight 2018 | Sa, 23. Juni, Bülach
• Kinderlager Beatenberg - im schönsten Lagerhaus der Schweiz | kila-beatenberg.ch
• "Let's Rock" | ein Visions- und Netzwerktag im Januar
• Jungschar | Neu-Start als Verein
Danke für Ihre Unterstützung!
Ihr könnt einen Beitrag jederzeit mit dem Sammelcouvert abgeben oder auf das Konto des Bezirks Lyss-Aarberg
mit dem Vermerk 'Woche der Jugend' einzahlen. Und die Kollekte der Übertrittsfeier vom 10. Juni ist für diese
Projekte bestimmt. Vielen Dank!
Neue Kaffeemaschine für Aarberg
Verantwortlich ist Eliane Bürgi. Ab Juli gibt es eine neue Maschine mit Mahlwerk für Bohnen.
Die Maschine darf auch bei anderen Anlässen, nicht nur am Sonntagmorgen, benützt wer-
den. Bitte die Ausgaben für den Bohnenkaffee mit der Gemeinde abrechnen. Die Benützer
sind gebeten, die Bohnen selber zu organisieren und die Maschine nach Gebrauch zu reini-
gen.
EMK Lyss-Aarberg Gemeindebote Nr.3/2018 Juni - August 2018 6EMK Kleingruppe Junge Erwachsene Seit Oktober 2017 treffen wir uns jeden zweiten Donnerstagabend im Dachstock der EMK Lyss als eine Gruppe von jungen Erwachsenen, um ab 18.45h gemeinsam Abend zu kochen und zu essen bevor wir anschliessend miteinander über ein Kapitel in der Bibel zu diskutie- ren und wie wir das Gelesene im Alltag umsetzen können. Wir ermutigen einander, mit Jesus vorwärts zu gehen und danken ihm für das Gute in unserem Leben, aber haben auch Platz, die Nöte und Sorgen des Alltags zu bereden und im Gebet Gott abzugeben. Im Moment ha- ben wir geraden den ersten Thessalonicher-Brief abgeschlossen. Nach dem Austausch gibt es meistens noch einen leckeren Nachtisch. Die Kleingruppe ist aus dem letzten Alphalive entstanden und sehr dynamisch. Wir sind alle zwischen 16 und 26 Jahre alt und sind offen für neue Leute. In der nächsten Zeit werden Ernst und Ruth Hug dazu stossen und ihre Erfahrung mit uns teilen. Ich freue mich und bin gespannt auf die Zukunft. Samuel Reich Gemeinsamer Alphalive Sport mit der FMG Lyss Von Oktober 2017 bis im Mai 2018 haben wir als EMK Lyss-Aarberg zusammen mit der FMG Lyss einen Jugendalphalive Sport durchführen dürfen. Mich persönlich hat die Anfrage des Jugendarbeiters der FMG Lyss, einen gemeinsamen Alphalivekurs mit Schwerpunkt „Sport“ durchzuführen, sehr gefreut und ich habe, nach Absprache mit der Gemeindeleitung, gerne zugesagt. So durften wir an zwölf Freitagabenden zuerst in der Nespoly-Turnhalle in Lyss gemeinsam Sport treiben und uns anschliessend abwechslungsweise in der EMK Lyss und der FMG Lyss bekochen lassen, bevor wir uns den Grundlagen des christlichen Glau- bens widmeten. Anschliessend liessen wir den Abend bei einem leckeren Dessert ausklin- gen. Wir hatten spannende Diskussionen mit vielen persönlichen Zeugnissen in einer ange- nehmen Atmosphäre und es durften Schritte im Glauben gemacht werden. Ein kleiner Wehrmutstropfen war für mich, dass aus der FMG Lyss, abgesehen vom Ju- gendarbeiter, kein Teilnehmer kam. So waren wir jeweils vier bis sieben Personen pro Abend, was es leider nicht ermöglichte, das ursprünglich geplante Sportprogramm durchzu- führen. Dafür haben wir jedoch andere sportliche Aktivitäten gemacht wie beispielsweise „Messerwerfen“ am Alphalivewochenende, welches zusätzlich zu den 12 Freitagabenden stattfand. Ich bin dankbar darüber, dass an den Abenden jedes Mal eine gute, ausgelassene Stim- mung herrschte und wir gemeinsam im Glauben vorwärtsgehen und uns ermutigen durften. Samuel Reich Evangelisch-methodistische Kirche Lyss-Aarberg Pfarrer Jugendmitarbeiter www.emk-lyss.ch Ernst Hug Samuel Reich www.emk-aarberg.ch Rosengasse 9 Oberer Quai 66 3250 Lyss 2503 Biel Kontoverbindung Tel. 032 384 11 94 Tel. 079 353 55 58 Postfinance 25-4526-7 ernst.hug@emk-schweiz.ch samuel.reich@bluewin.ch (EMK Bezirk Lyss-Aarberg) Beiträge für den Gemeindeboten bitte senden an Ernst Hug. Redaktionsschluss 15. August 2018 EMK Lyss-Aarberg Gemeindebote Nr.3/2018 Juni - August 2018 7
WENN SCHULEN AUCH FRIEDEN LEHREN
Die Evangelisch-methodistische Kirche in Côte d’Ivoire betreibt eines der landesweit gröss-
ten Schulsysteme – und trägt dabei zum Frieden bei.
Als der damalige Präsident Laurent Gbagbo, ein Christ, im
Jahr 2010 den Wahlsieg seines muslimischen Konkurrenten
Alassane Ouattara nicht anerkannte, führte dies zu monate-
langen gewaltsamen Auseinandersetzungen – in erster Linie
zwischen Anhängern zweier unterschiedlicher Politiker, letzt-
lich aber auch zwischen Angehörigen der beiden grössten
Glaubensgemeinschaften des Landes. Heute ist Präsident
Ouattara noch immer im Amt, während sich sein Vorgänger
Gbagbo wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Ge-
richt verantworten muss. Eine gute Beziehung zwischen der
muslimischen (ca. 43%) und der christlichen Bevölkerung (ca. 34%) ist aber bis heute keine
Selbstverständlichkeit. Zu sehr sind die Erinnerungen an die bürgerkriegsähnlichen Auseinan-
dersetzungen noch präsent. Doch genau für ein friedliches, zukunftsfähiges Zusammenleben
von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen setzt sich die
EMK ein.
Ein äusserst wichtiges Instrument in diesem Zusammenhang sind über 80 methodistische Bil-
dungseinrichtungen: acht Sekundarschulen, 50 Primarschulen und 24 Vorschul-Einrichtungen.
Rund 19'000 Kinder und Jugendliche nehmen insgesamt am Unterricht teil – und wenn auch die
meisten der 900 Lehrpersonen der EMK angehören und die Bildungseinrichtungen klar als me-
thodistische Schulen deklariert sind: Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler haben einen
muslimischen Hintergrund, und nur 20% stammen aus EMK-Familien.
Lazare Kouassi, Direktor der EMK-Schulen, sagt: «Bildung ist der Schlüssel für unser Land – und
Bildung ist dann am besten, wenn sie von Werten getragen wird, die in der Bibel gründen.» Und
weil diese Werte nicht nur irgendwo auf einem Papier stehen, sondern im schulischen Alltag
erfahrbar werden, haben die Schulen auch ein Potenzial, zu einem friedlichen Zusammenleben
beizutragen. Davon jedenfalls ist Bischof Benjamin Boni, der Leiter der methodistischen Arbeit
in Côte d’Ivoire, überzeugt: «Wenn Menschen zusammenarbeiten und jeden Tag dieselben
Wirklichkeiten erleben und teilen, dann wächst ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Wir wissen,
dass unser Land durch schwierige Zeiten ging. Aber dank unserer Schulen haben wir ein sehr
wirksames Instrument, um Menschen in einer friedensstiftenden Umgebung zusammenzubrin-
gen.»
Die Eltern schätzen das disziplinierte Lernumfeld an diesen Schulen, das eine Konzentration auf
das Wesentliche ermöglicht. Dieses Lernumfeld trägt auch dazu bei, dass die Schülerinnen und
Schüler überdurchschnittlich gute Abschlüsse erzielen und dementsprechend eine gute Grund-
lage für ihre Zukunft legen. Herausgehoben wird aber auch die liebevolle Art und Weise, wie
die Kinder begleitet und gefördert werden. Oder die Tatsache, dass die Schulen Menschen un-
terschiedlichen Glaubens zusammenbringen – und dabei doch ein klares Profil behalten. Bibli-
sche Unterweisung und christliche Lehre gehören zum Pflichtstoff, egal welchen religiösen Hin-
tergrund die Schülerinnen und Schüler haben. Und jede Schulwoche beginnt montags mit einer
Besinnung und einem Gebet.
Allassane Coulibaly, ein Muslim, ist angesichts der Erfahrungen, die seine Tochter gemacht hat,
überzeugt: «Der Reichtum der Schulen liegt in ihrer Vielfalt.» Und er geht sogar noch einen
Schritt weiter, indem er sagt, die Schulen hätten das Potenzial, jene Führungspersönlichkeiten
heranzubilden, die später einmal Verantwortung für das ganze Land übernehmen könnten.
Pfarrerin Hermance Akpes Epse Aka, die verantwortlich ist für die geistliche Arbeit an den me-
thodistischen Schulen, unterstreicht: «Die Kirche nutzt die Schulen als ein Werkzeug, um das
Evangelium zu verbreiten.» Und das hat nicht zuletzt auch etwas mit Frieden zu tun. Mit einem
Frieden, der mehr ist als die Abwesenheit von Krieg.
Quelle: United Methodist News Service / Urs Schweizer, Assistent des Bischofs, Zürich 29. MÄRZ 2018
EMK Lyss-Aarberg Gemeindebote Nr.3/2018 Juni - August 2018 8Sie können auch lesen