ZUOZzeitung - Lyceum Alpinum Zuoz
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01–2015 // 74. Jahrgang
ZUOZ zeitung
Vienna Ball 2015
Mozart, Schnitzel and Waltz
Zuoz Globe
Theater, Talks und Workshops
Sport and Games
BMM, Skiing and Ice Hockey
Highlights
110. GeneralversammlunG
Winter Games 2015
President’s Perspective
Future Challenges
Regionalgruppen
Events und Projekte
Rückblick
Die Geschichte der Zuoz ZeitungTime is the greatest luxury. When it is spent at the Dolder Grand. The Dolder Grand Tel +41 44 456 60 00 The City Resort of Zurich www.thedoldergrand.com since 1899
Schule & Internat
3 Editorial
5 Headmaster’s News
6 Invest in your Future 2014
7 Student Organisation
Editorial
8 Von der Problematik um eine Schokoladencreme und dem
Wenden von Omeletten
10 Creativity, Action and Service
11 Eine nachhaltige Partnerschaft
12 Community Weekends
13 Die Zukunft kann kommen
14 Corps of Volunteers 2014
16 Wer war Hans Bandelow?
19 Schule mal anders!
Events
20 Reise nach Bologna
21 Snow Polo St. Moritz
23 Vienna Ball 2015
24 Weihnachtsmarkt St. Moritz
Sports
25 The Games Master’s Report
27 Rückblick Chef Sport
Kultur
29 All the World’s a stage
31 Visual Arts Trip to Paris
33 I Saw Mommy Kissing Santa Im letzten halben Jahr waren unsere Schülerinnen und Schüler
34 Fotoroman Projekt M1
in ganz Europa unterwegs. Mit der Visual Arts Klasse in Paris, in
People Rumänien mit dem Corps of Volunteers, auf Entdeckungstour in
36 Andres Bühlmann Bologna, im Eishockey-Trainingslager im Südtirol oder am Hof-
37 Unser Young Engadine Talent
burgball in Wien. Ganz nach dem Motto: «Die beste Bildung fin-
38 Cecilia Fasciati
39 Henriqueta «Queta» Ferreira det ein gescheiter Mensch auf Reisen», wie Goethe einst schrieb.
In diesem Sinne, geniessen Sie die Lektüre und gehen Sie mit
Highlights unseren Schülerinnen und Schülern auf Reisen.
40 Wintergames 2015 – Quo vadis?
42 110. ordentliche Generalversammlung During the past half-year our students travelled all over Europe.
The Visual Arts class was in Paris, the Corps of Volunteers went
Editorial & Perspectives on a mission to Romania, there was a journey of discovery in
44 Future Challenges Bologna, an ice-hockey training camp in South Tyrol and the
Zuoz Club Hofburg Ball in Vienna. True to the motto penned by Goethe: «The
47 Geschichte der Zuoz Zeitung best education for a clever person is to travel.» In this sense,
48 Cyrus Maybud enjoy reading this Newsletter and go travelling with our students.
49 Lehrplan aus dem Jahre 1937
51 Ausstellung Filippo Variola
52 Der Skikjöring-Fahrer Fadri Casty Nicole Greuter, PR & Projects
Regionalgruppen
54 Winter Dinner
54 Raclette Plausch
54 Oktoberfest
55 Annual Holiday Cocktail
57 Monthly Lunch
58 Gänseessen
59 Besuch der Giovanni Segantini Ausstellung im Palazzo
Reale in Milano, Samstag, 10. Januar 2015
60 Glühweintrinken in Bozen
60 Eisstockschiessen am 4. Dezember 2014 in Zürich
Aus den MeDien
62 Im Rampenlicht
Nachrufe
64 Nachrufe
Agenda
66 Agenda bis Ende Dezember 2015
Titelbild: Photo Benjamin Hofer
Eine redaktionelle Notiz Aus rechtlichen Gründen darf das Lyceum Alpinum wohl Photos von Schülerinnen und Schülern in der Zuoz Zeitung und in seiner Website abbilden,
aber ohne deren Vor- und Nachnamen in den Untertiteln zu nennen. Der Zuoz Club muss vorsichtshalber in seiner Website dieselben Regeln beachten, im Zuoz Club-Teil der Zuoz
Zeitung hingegen werden diese etwas lockerer gehandhabt. Da meist Teilnehmerlisten von Veranstaltungen zu finden sind, stehen unter den Abbildungen nur die Vornamen.BEI U NS V ER DI ENT SOGA R
DER AUSBLICK F Ü N F ST ER N E
Nirgendwo in St. Moritz sind die glitzernden
Bergseen und die schneebedeckten Berggipfel so
unmittelbar zu erleben wie im Suvretta House.
Weitab von touristischer Hektik und inmitten einer
herrlichen, natürlichen Parklandschaft geniessen
Sie in einem stilvollen Ambiente 5-Sterne-Luxus mit
Resort-Charakter. Bei uns wirkt er noch, der
unverfälschte Zauber des Oberengadins.
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Headmaster’s News
Lange mussten wir warten – ab Mitte Januar durften wir dann
doch auf den Engadiner Winter zählen. Die Eisfelder wurden in
Betrieb genommen und abends bei Flutlicht waren endlich die
charakteristischen Puck-Geräusche zu hören. Der Wintersporttag
war ein gelungener Saisonauftakt und fand seit langem wieder
auf unserem Hausberg in Zuoz statt. Manch einer war wohl froh,
dass der Bügellift Albanas durch einen neuen Sessellift ersetzt
wurde. Während sich die Landschaft noch in ihrem Winterkleid
zeigt, möchte ich einen Blick in Richtung nächstes Schuljahr wer-
fen.
Zwei personelle Veränderungen sind speziell zu erwähnen:
Nachdem Prorektor Matthias Nüssli zum Rektor der Stiftsschule
Engelberg ernannt wurde, wählte der Verwaltungsrat Herrn Dr.
Zsolt Keller (40), bisher Prorektor der Kantonsschule Baden, ab
Schuljahr 2015/16 zum neuen Prorektor. Herr Keller studierte Keller studied History and Theology and is a qualified high school
Geschichte und Theologie und ist ausgebildeter Gymnasialleh- teacher. We are delighted to be able to welcome Mr Keller to the
rer. Wir freuen uns sehr, Herrn Keller im Schulleitungsteam auf- school leadership team. A further change is the appointment of
nehmen zu dürfen. Weiter konnten wir Frau Ladina Tarnuzzer, Ms Ladina Tarnuzzer, until recently Director of the Hotel Castell
zuletzt Direktorin des Hotels Castell in Zuoz, als neue Leiterin in Zuoz, as the new Head of Hospitality and Catering. We are
Hotellerie & Gastronomie gewinnen. Wir sind stolz, auf Erfah- proud to be able to call on the experience and competence of
rung und Kompetenzen unserer ehemaligen externen Schülerin former external students. From May 2015 she will re-organise
zählen zu können. Sie wird ab Mai 2015 den Hotelbetrieb neu the hospitality and accommodation operations and strengthen
organisieren und die Zusammenarbeit mit den betroffenen Be- cooperation with the areas involved to improve the efficiency
reichen stärken, um Effizienz und Qualität der Dienstleistungen and quality of the services at our school.
an unserer Schule zu steigern.
The project NORA (new organisation reception and administration)
Für Effizienz und Dienstleistungsorientierung steht auch das also stands for efficiency and service orientation. With this
Projekt NORA (Neuorganisation Rezeption und Administration). project we will strive to make our services more customer
Mit dem Projekt streben wir an, auf das neue Schuljahr hin die friendly and working procedures leaner and to bring about better
Kundenfreundlichkeit zu erhöhen sowie schlankere Abläufe und cooperation between the various points of service.
eine bessere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen ad-
ministrativen Anlaufstellen der Schule umzusetzen. Balz Müller, Rektor
We had to wait a long time but then from the middle of January
we could finally count on the Engadine Winter. The ice rinks
were put into service and on floodlit evenings the characteristic
sounds of the puck were at last to be heard. Winter Sports Day
was a successful start to the season and was held once again
after a long time on our home slopes in Zuoz. There were some
who particularly appreciated the fact that the Albanas drag lift
had been replaced by a new chair lift. While the landscape is
still cloaked in winter, I want to cast a glance into the next school
year.
Two staff changes deserve special mention: following the
election of Deputy Head Matthias Nüssli as Rektor of the
Stiftsschule Engelberg, the Board of Directors elected Dr Zsolt
Keller (40), currently Prorektor at the Kantonsschule Baden, as
his successor from the beginning of school year 2015/16. Mr66 Schule & Internat
Invest in your Future 2014
Bereits zum siebten Mal hatten die Schülerinnen und Schüler der M5 und IB1 die Möglich-
keit, unter Anleitung von Professoren der Universität St. Gallen und Private Bankern der
Credit Suisse, sich einen Tag lang mit Finanzmärkten und Leadership zu befassen.
Am 24. Oktober 2014 fand der «Invest in your Future» Workshop wichtig ist die persönliche Bereitschaft, Verantwortung zu
der Credit Suisse für Schülerinnen und Schüler des Lyceum übernehmen, wofür wiederum Charaktereigenschaften wie
Alpinum Zuoz in Pontresina statt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Disziplin, Respekt, Leidenschaft und Selbsterkenntnis zugrunde
Wolfgang Jenewein, Dr. Daniel Heine und Dr. Fabian Heuschele liegen müssen.
von der Universität St. Gallen ermöglicht dieses Programm einen
Blick hinter die Kulissen der universitären Ausbildungswelt. Die langjährige Partnerschaft zwischen dem Lyceum Alpinum
Dabei wurden die Themen «Finance» und «Leadership» im Zuoz und der Credit Suisse ermöglicht die kontinuierliche
Detail beleuchtet. Fallstudien, Diskussionen und ein Investment Umsetzung des Programms «Invest in your Future» mit dem Ziel,
Game sorgten für Praxisnähe. Das neu erlernte Wissen zum einen wertvollen Beitrag für die Zukunft der Schülerinnen und
Thema «Networking» konnten die Schülerinnen und Schüler Schüler zu leisten und ihnen einen Einblick in die universitäre
beim anschliessenden Apéro mit den Eltern gleich anwenden. Welt zu geben. In diesem Sinne gelten für einen Tag die
Entscheidender Gedanke und Fazit des Tages war, dass zwar Spielregeln eines akademischen Leistungsumfeldes – eine
einerseits ein fundiertes und erlerntes Fachwissen essenziell umfassende Erfahrung mit spannenden Erkenntnissen für alle
ist, jedoch ein zweiter Faktor unumgänglich ist: ausgeprägte Beteiligten!
zwischenmenschliche Fähigkeiten. Fachliche Exzellenz ist in der
heutigen wettbewerbsintensiven Welt nicht mehr ausreichend, Credit Suisse AG, Marketing Premium Clients Switzerland &
um die eigenen Ziele vollumfänglich zu verwirklichen. Ebenso Global External Asset ManagersSchule & Internat 7
Student Organisation
As the Student Organisation (SO) of the Lyceum Alpinum Zuoz we are the voice of the
students and form a bridge towards the school management.
The members of the SO are the people who the students can
contact and share their concerns or ideas for improvement with.
After receiving these concerns or ideas the SO discusses them
during a weekly meeting and tries to fulfil them as a team. Besides
representing students, the SO also organizes various events,
for example, a Karaoke Night, the Halloween Party, Samichlaus
and the Ice Disco. It is our aim to entertain the students with
these events and enrich their day-to-day school life. There is a
good spirit in the SO and we all work well together that is why
organizing an event is also a great joy. Students work for the SO,
and the SO works for the students.
Philip van der Kloot Meijburg, SO
Photos Luke Osborne and others88 Schule & Internat
Von der Problematik um eine
Schokoladencreme und dem
Wenden von Omeletten
Im Februar 2015 nahmen die Schülerinnen und Schüler der Klasse M1 an der Kochwoche in
Schiers teil. Der äusserst engagierten und tatkräftigen Gruppe wurden nicht nur die Grund-
lagen des Kochens beigebracht, sondern sie erhielten auch Unterricht in den Fächern
Hauswirtschaft und Ernährungslehre.
Das Gelernte musste von der Klasse fortlaufend angewendet jeder Mahlzeit gereinigt werden. Aber auch dies erledigte die
werden, indem sie nämlich für ihre eigene Verpflegung ver- Klasse mit Bravour. Am Abend und an den freien Nachmittagen
antwortlich waren und für Frühstück, Mittagessen, Zvieri und standen Sport und Spiele auf dem Programm, um für ein wenig
Abendessen sorgen mussten. Am Donnerstag beispielsweise Zerstreuung zu sorgen, denn die Kochwoche wurde als anstren-
wurde eine leckere Schokoladencreme zum Zvieri serviert. Bei gend, aber sehr lehrreich wahrgenommen. Am Freitag herrsch-
deren Zubereitung mussten die verantwortlichen Schülerinnen te Aufbruchsstimmung. Neben dem fachgerechten Putzen der
und Schüler darauf achten, die Creme nicht zu flüssig zuzuberei- Zimmer und letzten Unterrichtssequenzen mussten die Koffer
ten, was sich als schwieriges Unterfangen herauskristallisierte. wieder gepackt werden. Um eine schöne Erfahrung reicher und
Auch das Abendessen gestaltete sich als Herausforderung. Ziel mit vielen neuen und interessanten Inputs machte sich die M1
war es, Omeletten mit verschiedenen Füllungen herzustellen. wieder auf den Weg Richtung Zuoz. «Ich möchte die Kochwoche
Dabei ging es auch darum, die Omeletten geschickt und profes- nicht missen, denn sie bot mir eine bereichernde Abwechslung
sionell in der Luft zu wenden, was zu einigen unterhaltsamen zum normalen Schulalltag und ich habe viel Wertvolles über Er-
Szenen führte. Mina zeigte sich nach einigen misslungenen nährung und Kochen gelernt», meinte Noelle.
Versuchen als wahre Meisterin des Omelettenwendens. Die Ar-
beit war mit dem Verzehr der leckeren Speisen natürlich noch Sarah Fuchs, Lehrerin für Deutsch, Ethik und Geschichte
nicht getan, denn die Küche und der Essraum mussten nach10
10 Schule & Internat
Creativity, Action and Service
Creativity, Action and Service (CAS) is a core element of the International Baccalaureate.
Without it, a student cannot achieve his or her Diploma. The objective of CAS is to
explore and expand the extra-curricular side of a student’s education, developing current
skills and interests and investing in new ones. CAS activities are ideally student-initiated
and student-led.
This year has seen a great number of innovative and imaginative
projects from students. On the Creativity side, we have Harry’s
youTube channel; Ana’s fabulous singing; and Philip’s plan to
bring a poet to the School to do a reading and hold a poetry
workshop.
The Service aspect of CAS is more of a challenge for our students,
partly because of a lack of immediately suitable options in the
valley. However, Valeriya and Lolita enlisted Peter Pasquill’s help
in getting work at a local farm, aiding in the milking of the cows,
in cheese-making and in looking after the animals. Maria Pilar,
meanwhile, volunteered at a local hospital.
I hope that, in the future, our students will have the imagination
and enterprise to engage in more such activities, strengthening
bonds with our local community – and testing themselves by
Situated where we are, in the mountains, it isn’t hard for students putting themselves in novel situations.
to find projects with which to engage for the Activity side of CAS
but some of the more innovative Action projects have involved Zoë Green, CAS Coordinator
a fusion with Creativity – for instance, Aleks’ and Brandon’s ice
hockey documentary filmed by Anabie; and Evgeny and Daniil’s
snowboarding film.Schule & Internat 11
Eine nachhaltige Partnerschaft
Die LGT vermittelt Abgängern des Lyceum Alpinum Zuoz praxisorientiertes
Wissen in der Planung und Umsetzung sozialer Projekte.
Um nachhaltig erfolgreich zu sein, müssen die Weichen früh ge-
stellt werden. Deshalb engagiert sich die LGT auf verschiedenen
Ebenen für die Nachwuchsförderung, sowohl innerhalb der Bank
als auch ausserhalb. Ein Beispiel hierfür ist die Partnerschaft mit
dem Lyceum Alpinum Zuoz. Ziel ist, den Schülern Fachkenntnis-
se im Projektmanagement sowie in der Philanthropie zu vermit-
teln und sie zu motivieren, sich sozial zu engagieren.
Nach fast einem Jahr intensiver Projektarbeit haben die knapp
30 Absolventen des International Baccalaureate am Lyceum Alpi-
num Zuoz das CAS Programm abgeschlossen. Mit nachhaltigem
Erfolg: Das von der LGT mit dem CAS Award und einem Preisgeld
von 2000 Franken ausgezeichnete Projekt «Romansh Night» soll
zukünftig in ähnlicher Form in Zuoz stattfinden.
Mittlerweile läuft die zweite Durchführung des Programms – mit
ebenso engagierter Beteiligung von beiden Seiten. «Es macht
grossen Spass, mit diesen hoch motivierten Jugendlichen zu ar-
beiten», sagt Christoph Klose. «Sie nehmen die Anregungen auf
und suchen kreativ und hartnäckig nach einer Lösung.»
LGT Bank Vaduz
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12 Schule & Internat
Community Weekends
About every four weeks there is a community weekend taking place for all students. It is a
weekend when all boarders stay at the school and participate in a wide range of activities.
The community weekends at the Lyceum Alpinum offer the In addition to the fitness program, every community weekend all
students interesting and challenging supervised activities and students had the opportunity to visit the cinema in St. Moritz,
are organized to strengthen the community spirit among all where different movies were shown exclusively for students
students, boarders and day students. Before the winter season
the students visited the new Ovaverva Spa and gym facilities in
St. Moritz. In collaboration with the «Gut Training» fitness team
in St. Moritz, the students were divided into different groups and
were able to choose a variety of supervised sports activities both
inside and outside throughout the whole day.
of the Lyceum. As soon as winter had arrived, more activities
were outside. The students enjoyed skiing or snowboarding in
St. Moritz and sledding or snowshoe hiking in the Engadin valley.
Furthermore, special activities and programs such as a Christmas
market visit in Innsbruck or the popular International Day could
be offered just before the winter holidays.
Andreas Vasarik, Head of Spencer House
Photos Luke OsborneSchule & Internat 13
Die Zukunft kann kommen
Auch wenn ihnen die Matura noch bevor steht, die 24 Schülerinnen und Schüler der M6
befassten sich Ende Januar intensiv mit ihrer beruflichen Zukunft und schärften ihr Profil.
präsentiere ich mich auf dem Arbeitsmarkt? Wie krieg ich eine
Praktikumsstelle, die gar nicht ausgeschrieben ist? Was gehört
alles in einen Lebenslauf und was nicht? In kurzen Inputrefera-
ten zu Recherchestrategien, zur Profilerstellung, zur Erstellung
eines Lebenslaufs und Motivationsschreiben zeigte Dr. Nicole
Kollars den Schülerinnen und Schülern die wichtigsten Punkte
in den einzelnen Bereichen auf, bevor anschliessend jeder an
seinen eigenen Bewerbungsunterlagen arbeitete. Ein von jedem
Teilnehmenden mitgebrachtes Stelleninserat gab den jeweili-
gen Lebensläufen und Motivationsschreiben einen konkreten
Rahmen.
An diesem Nachmittag wurde klar, dass man auch als Matu-
rand bereits ein Profil hat, das für den Arbeitsmarkt durchaus
attraktiv ist. Man muss nur wissen, wie man seine Erfahrungen
verkauft. Ob Game Designer, Chirurgin oder König von Marokko
– die Schülerinnen und Schüler der M6 haben in diesem Work-
shop Werkzeuge erhalten um dem eigenen Ziel einen Schritt nä-
her zu kommen.
Im Workshop mit Young Girl Dr. Nicole Kollars, selbständig im
Bereich HR Consulting und Management Training, befassten
sich die Maturanden mit dem Thema Selbstmarketing: Wie Nicole Greuter, PR & Projects14
14 Schule & Internat
Corps of Volunteers 2014
Das Corps of Volunteers reiste auch 2014 in das Städtchen Faurei in Rumänien. Unsere Auf-
gabe war es, die Arbeit des vergangenen Jahres zu beenden, nämlich die zweite Hälfte des
Daches des Regionalspitales zu renovieren.
gewiesen, dass er dem anderen vertrauen kann, damit keine Unfälle
passieren konnten. Ausserdem hatten wir das Vergnügen, andere
Jugendliche aus Faurei kennenzulernen. Wir Schülerinnen knüpften
erste Kontakte bei einem gemeinsamen Kochkurs mit den Mädchen
aus Faurei. So lernten wir die rumänische Küche kennen, indem
wir ein typisches Gericht zubereiteten, vor allem aber schlossen
wir neue Bekanntschaften. Anfangs gab es etwas Verständigungs-
schwierigkeiten. Nicht alle sprachen gleich gut Englisch. Die Sprach-
barriere hatten wir jedoch bald überwunden. Weitere Aktivitäten,
die wir mit den Jugendlichen unternahmen, waren ein Fussball- und
ein Basketballturnier sowie einen wunderschönen Ausflug an die
Zu Beginn der interdisziplinären Woche im Herbst 2014 reisten wir Donau. In Rumänien konnten wir viele Eindrücke über eine andere
mit dem Zug in Begleitung von Frau Karin Camichel und Frau Ger- Kultur sammeln. In Faurei streunten ständig Strassenhunde herum,
linde Haas nach Zürich. Wir hatten nur eine vage Vorstellung was was wir von zu Hause nicht kennen. Sobald man auf die Strasse
uns erwarten würde und malten uns alles Mögliche aus. Als erste ging, begegnete man bettelnden Kindern. Man kann sagen, dass es
Überraschung nahm uns der Bürgermeister von Faurei persönlich ein richtiges Abenteuer war.
am Flughafen in Bukarest in Empfang.
Mit der Arbeit kamen wir schneller als geplant voran, was uns etwas
Am nächsten Tag besichtigten wir die Baustelle. Arno Gschwend und Freizeit verschaffte. Als Letztes transportierten wir Wellblechtafeln
Hausi Gerber, beide vom Fach, wiesen uns an und schon konnte un- auf das Dach, die später von einer rumänischen Baufirma festge-
sere Arbeit beginnen. Für jeden von uns war es neu so hoch über dem macht wurden. Somit war unsere Arbeit in Faurei getan und die Ab-
Boden zu arbeiten. Am Anfang forderte es einiges an Überwindung reise nahte. Alle waren ziemlich erschöpft auf der Rückreise und wir
das wacklige Gerüst zu betreten. Der erste Teil der Arbeit bestand da- freuten uns langsam auf zu Hause.
rin alle benötigten Holzlatten über eine selbstgebaute Rampe nach
oben zu transportieren. Das ständige Hoch- und Runterlaufen war Die Reise nach Rumänien hat uns allen insgesamt sehr gut gefallen,
anstrengend. Dazu kam die drückende Hitze, aber trotzdem arbeite- es war interessant neue Erfahrungen zu machen und den Unter-
ten wir als Team zusammen und halfen uns gegenseitig, wenn etwas schied zu sehen, der zwischen unseren gewohnten Standards und
nicht sofort klappte. Als nächstes nagelten wir die Bretter an das dem Städtchen Faurei herrscht. Zudem war es eine willkommene
vorhandene Dach, das klappte schon besser. Wenn man erst einmal Abwechslung ein Dach zu bauen, im Gegensatz zum eher ruhigen
wusste was zu tun war, ging der Bau rasch voran. Schulalltag. Im Nachhinein ist auch klar, dass jeder noch einmal an
einem solchen Projekt teilnehmen würde.
Teamgeist, Strassenhunde und Wellblechtafeln
Dieses Projekt hat auf jeden Fall den Zusammenhalt und den Team- Jill Plattner und Corinne Wyss, Schülerinnen
geist der beiden mitgereisten Klassen gestärkt. Jeder war darauf an-SKISERVICE RUNNING Fuss- und Laufanalyse Wir bieten eine professionelle Fuss- und Laufanalyse an, um einen Lauf- schuh zu gewährleisten, der perfekt auf ihre Anatomie abgestimmt ist. > www.skiservice-corvatsch.com // Tel. +41 81 838 77 77
16
16 Schule & Internat
Wer war Hans Bandelow?
Allerorten erinnerte man sich in Europa in den vergangenen Monaten an den Beginn des
Ersten Weltkrieges. Die Schweiz – militärisch neutral, doch im Innern gespalten zwischen
Deutschschweizern und Romands, zwischen bürgerlichem und sozialistischem Lager -–
bestand die Zerreissprobe der Jahre 1914 bis 1918. Weniger bekannt war bisher, dass die
«Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts» ihre Schockwellen bis in die neue Internatsschule
im Oberengadin hinein sandte, wo seit dem Schuljahr 1904/1905 Schüler aus Deutschland,
Russland, Grossbritannien, Frankreich, Österreich-Ungarn und anderen Staaten Seite an
Seite lebten und lernten. So auch Hans Bandelow.
Mehr als siebzig Millionen Männer wurden weltweit zwischen Die Gründe für seinen abrupten Wechsel nach Zuoz bleiben im
1914 und 1918 mobilisiert. Wieviele Lyceaner der ersten Dunkeln – vermutlich gab hier, wie in so vielen Fällen in jenen
Generationen unter ihnen waren, lässt sich aus den lücken- Jahren, eine Erkrankung oder Schwäche der Atemwege den An-
haften Beständen des Schularchivs nicht mehr mit Sicherheit stoss. Ganz unmartialisch, ja geradezu liebevoll-besorgt, lesen
ermitteln. Fest steht, dass es allein in den ersten beiden Kriegs- sich denn auch die Worte, die der Vater auf dem Anmeldeschein
jahren unter den Deutschen drei Tote zu beklagen galt: Her- für das Hochalpine Lyceum in Zuoz (Institut Engiadina) vom Fe-
mann Albiez (1884–1915, bruar 1912 niederschrieb:
ab Herbsttertial 1913 Leh- «Er ist ein guter, offener
rer für Deutsch, Geschichte, Junge, der durch Liebe
Französisch und Latein), leicht zu leiten ist». Auf das
Walter Horwitz (1893-1915, Sommertertial 1912 trat
Schüler 1910-1912) und Hans Bandelow, nun sieb-
Hans Bandelow. zehnjährig und noch immer
das Berufsziel Offizier vor
Auf Bandelows Spuren be- Augen, in die Schule in der
fasste sich die M5b in einer fernen Südostschweiz ein.
Geschichtslektion im No- Im Folgejahr wird er zur
vember 2014 exemplarisch ersten Generation der Lyce-
mit der Motivation junger aner gehört haben, die ein
Männer, sich im Sommer Zimmer im neuen Gross-
1914 zum Dienst an der haus beziehen konnten.
Front zu melden: frühe Mi-
litarisierung in Gesellschaft, Der Erste Weltkrieg
Elternhaus und Schule, im Schulprotokoll
Idealismus, Männlichkeits- Liest man das Protokoll
träume und schliesslich der Lehrerkonferenz vom
das, was man heute Peer 5. August 1914, so möchte
Pressure nennen würde. man glauben, der Kriegs-
Kaum mehr als biographi- Aus dem Protokoll der Tertialsschlusskonferenz vom 5. August 1914. ausbruch habe am Lyceum
sche Fragmente lassen sich zunächst kaum mehr als
aus Hans’ Schülerakte rekonstruieren. Früh war für ihn, soviel eine Störung des Schulalltags bewirkt. Im besten schweizeri-
ist gewiss, die Weichenstellung zum Berufssoldaten vollzo- schen Geiste – unaufgeregt, pragmatisch – notierte man dort in
gen worden: Am 18. Februar 1895 als Sohn eines Ritterguts- geschwungener Handschrift: «Da durch die Mobilisierung der
besitzers in der preussischen Provinz Posen geboren, hatte er deutschen Armee weitere Lehrer abzureisen gezwungen sind,
zunächst die Kadettenanstalt Potsdam besucht, bevor er Auf- wird die Schlusskonferenz etwas früher abgehalten». Und doch
nahme an der Königlich Preussischen Hauptkadettenanstalt muss allen Schülern und Lehrern bewusst gewesen sein, dass
Berlin-Lichterfelde, der wichtigsten militärischen Eliteschmie- der lange Arm des Krieges nun auch Zuoz erreicht hatte.
de des jungen deutschen Kaiserreiches, fand.Schule & Internat 17
Mittagessen am Lyceum Alpinum Zuoz, ca. 1913.
macht, die zu Beginn der «Schlacht an der Aisne» (12. bis 20.
September 1914) 33 französischen und britischen Divisionen
gegenüber stand. Die Aisne markierte einen Wendepunkt: Hier
wichen die letzten Träume von einem schwungvollen Feldzug
im Feindesland – auch Hans mag sie geträumt haben – der
grausigen Realität des Stellungs- und Grabenkrieges, die die
nächsten vier Kriegsjahre bestimmen sollte. Mit dem Abbruch
der Marneschlacht, nur wenige Tage zuvor, war die deutsche
Offensivplanung endgültig gescheitert, und erstmals waren
beide Seiten gezwungen, im grossen Stil Schützengräben aus-
zuheben, um sich vor dem erbarmungslosen feindlichen Artil-
leriefeuer zu schützen.
Der Tod ereilte den achtzehnjährigen Fähnrich am frühen Mor-
gen des 14. September 1914, als seine Einheit nordwestlich
Das Lyceum Alpinum Zuoz, ca. 1913. von Reims unter Beschuss durch vorrückende britische Trup-
pen geriet.
Jenseits der Landesgrenzen hatte sich die Kriegsmaschinerie
in jenen Tagen freilich längst in Bewegung gesetzt: Den Gene- Hans Bandelows Grab, markiert mit einem schlichten Eisen-
ralmobilmachungen und Ultimaten der letzten Julitage waren kreuz, befindet sich heute auf dem deutschen Soldatenfried-
Anfang August die deutschen Kriegserklärungen an Russland hof von Sissonne (Dépt. Aisne). Auf der Webseite des «Virtu-
und Frankreich und die britische Kriegserklärung an Deutsch- ellen Gedenkbuches» hat ihm die M5b nach hundert Jahren
land gefolgt. einen späten Gruss hinterlassen.
Nur fünf Wochen später war Hans Bandelows Einheit, das Dr. Karsten Plöger, Head of International Studies
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20
20 Events
Reise nach Bologna
Die Italienischklasse der M5 unternahm im Herbst 2014 eine dreitägige Klassenfahrt nach
Bologna. Ziel unserer Reise war, das Leben eines Studierenden in Bologna unter die Lupe
zu nehmen. Wie sieht sein Alltag aus? Wie finanziert er sein Studium? Wie seine Wohnung?
Diese und ähnliche Fragen beschäftigten uns während einer Reise, die von tollen und un-
vergesslichen Erlebnissen geprägt war.
Nach einer gut vier- bis fünfstündigen Fahrt mit dem Car kamen Die Zeit verging schnell und schon bald konnten wir uns in einem
wir in Bologna an und bezogen unser kleines, aber durchaus schönen Restaurant von der hervorragenden Küche der Emilia-
charmantes Hotel, unweit vom Stadtzentrum entfernt. Leider Romagna überzeugen. Den ersten Tag unserer Reise liessen wir
wurde nichts aus einem gemütlichen Nachmittag, denn bevor an einer Bar an der Piazza Maggiore, dem zentralen Platz Bolog-
wir uns richtig ans Auspacken machen konnten, standen schon nas, gemütlich ausklingen.
Hoch hinaus in Bologna
Früh am nächsten Morgen machten wir eine geführte Tour durch
Bologna. Nach der Besichtigung von bekannten Sehenswürdig-
keiten sowie eines Wasserwerks, war am Mittag die wohlverdien-
te Freizeit an der Reihe. Hungrig suchten wir nach einem geeig-
neten Lokal, bis wir endlich etwas Passendes fanden, vergingen
etliche Minuten des ziellosen Umherirrens. Doch es lohnte sich,
wie bereits am vorigen Abend speisten wir vorzüglich und dies
noch zu einem Preis, von dem wir hier in der Schweiz höchstens
träumen können.
Am Samstagnachmittag gingen wir ins Museum und besichtig-
ten den Turm Asinelli, welcher mit seinen stolzen 97,2 Metern
Höhe das Wahrzeichen der Stadt Bolognas ist. Den Rest des
Tages verbrachten wir mit der Beantwortung unserer Fragestel-
lung. Gemeinsam analysierten wir die am Vortag geführten In-
terviews und suchten nach weiteren, nützlichen Informationen.
Den Abend hatten wir, zu unserer eigenen Überraschung, frei zur
Verfügung. Dies nutzten wir, wie es sich für einen Samstagabend
gehört, natürlich aus – nur in Massen, versteht sich.
Am folgenden Morgen erwachten wir gut gelaunt und waren
überrascht, dass bereits Abreisetag war. Kofferpacken war die
Devise. Dennoch liessen wir uns die gute Laune nicht nehmen.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf zu einem kleinen
Spaziergang, welcher sich als steile Wanderung entpuppte und
plötzlich endlos zu sein schien. Endlich oben angekommen, bot
sich uns ein überwältigender Ausblick. Alle Müh war vergessen.
Schliesslich war der Moment gekommen, Abschied zu nehmen.
Abschied von einer Stadt, die uns in ihren Bann gezogen hat und
welche wir in den letzten Tagen von ihrer anmutigen und präch-
tigen, aber auch von ihrer Schattenseite kennenlernen durften.
die ersten Interviews in der Stadt an. Mit unseren dürftigen Ita- Ich blicke auf eine wirklich spannende, abwechslungsreiche und
lienischkenntnissen mussten wir wildfremde Menschen auf der vor allem auch lehrreiche Schulreise zurück, von der man, ohne
Strasse ansprechen; hoffen, dass sie Studierende sind und sie zu übertreiben, sagen kann: Es hat sich gelohnt!
schliesslich noch um ein Interview bitten. Eine heikle, dennoch
abwechslungsreiche Aufgabe, die wir mit Bravour meisterten. Loris Moser, SchülerEvents 21
Snow Polo St. Moritz
25 students of IB1 and M5 volunteered for the Snow Polo week-
end on the frozen lake of St. Moritz. The Snow Polo World Cup St.
Moritz is the only «high goal» polo tournament played on snow
and stands for a unique atmosphere on and alongside the play-
ing field. The students worked on the pitch, in the VIP tent, at the
entrance – welcoming the international guests and they assisted
at the VIP tribune or in the media tent. Multilingual, very well be-
haved and charming – our students did an amazing job. Thank
you and see you next year on the frozen lake of St. Moritz!
Nicole Greuter, PR & Projects
Photos: swiss-image.ch/Photo Andy Mettler & othersEXCELLENCE IN FOOD
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Vienna Ball 2015
The darkness and freezing temperatures of an early January morning did nothing to
dampen the spirits of our IB2 students boarding the coach to Vienna. The seniors,
who were accompanied by Mr. and Mrs. Rafferty, Mr. Vasarik and Ms. Lindsay, travelled to
the Austrian capital to enjoy a weekend in the «City of Music», highlighted by the chan-
ce to attend «The Gala of the Viennese Industry» in the Imperial Palace – one of the most
prestigious balls in the Vienna season.
For the first year, students attending the event had a chance also joined the fun, and were on hand to greet the stunningly
to feel fully confident taking to the floor in the famous Hofburg attired students. Here, tales of Vienna Balls, and stories of school
Palace ballroom, as Viennese Waltz lessons were held in the days in Zuoz were exchanged. With impending snow it was time
Lyceum Alpinum gym in the weeks preceding the event. to move on, and the group was whisked off to the Hofburg Palace
shortly before 9 pm – just in time to catch the famous opening
After settling into the Lamée hotel for the ladies and the Topazz ceremony. It is safe to say that students and chaperones alike
hotel for the gentlemen, the group had a chance to enjoy a meal had a truly unforgettable evening and of course… waltzed the
together and take a stroll around Vienna’s historical centre night away.
by night. Saturday’s program began with a guided city tour.
Students learned of the glory days of the Hapsburg Empire, and Allison Lindsay, EAL Coordinator
of course visited the house where Mozart lived and worked. After
a brief stop for warming hot chocolate at the famous «Gerstner
Café», preparations for the main event of the weekend were
quickly underway. The group began their evening at the Jockey
Club where a professional photographer was on hand to catch
everyone looking their best. Lyceum Old Boys and Young Girls24
24 Events
Weihnachtsmarkt St. Moritz
Einen Nachmittag für einen guten Zweck. Zehn DIS-Schülerinnen und -Schüler sammelten
am Weihnachtsmarkt in St. Moritz Geld für das Solidaritätsprojekt Greenhope – biking
against cancer.
Einen Nachmittag lang standen die Schülerinnen und Schüler im
Dezember 2014 für Greenhope im Einsatz. Greenhope – biking
against cancer ist ein Solidaritätsprojekt für krebskranke Kinder
und setzt sich für den Kampf gegen Krebs in Kombination mit
Sport ein. Die Spenden gehen zu Gunsten der Kinderkrebshilfe
Schweiz und weiteren Krebshilfeprojekten in der Schweiz. Mit
dem Verkauf von Stirnbändern und dem Sammeln von Spenden
kamen insgesamt CHF 1280 zusammen. Italienisch, Englisch
oder Deutsch – die Schülerinnen und Schüler überzeugten die
Weihnachtsmarktbesucher mit viel Charme und Enthusiasmus
vom Projekt Greenhope. Ein grosses Kompliment und vielen
herzlichen Dank für euren Einsatz!
Nicole Greuter, PR & ProjekteSports 25
The Games Master’s Report
The first term after the Summer Games saw our traditional racing but also, sledging, snowshoeing and Eisstockschiessen.
participation in Basketball, Athletics and Football Regional Planning has already started for the 2016 edition and we look
Championships (BMM) with boys and girls teams representing forward once again to representing the school on our local pistes.
the school to a high standard in each of the events. Our
International Rugby Tournament here at Lyceum Alpinum Zuoz The Regional Championships (BMM) in Volleyball, Wintersport
played host to over 100 boys and saw an action-packed day and Unihockey took place in quick succession after the Winter
with our young school team beaten into second place by Zurich Sports Day and the Boys Volleyball once again showed their
International School. prowess, retaining their title won for the first time ever last year
with some near faultless play in Davos. With only two members
After the October holidays both sexes were represented at the of last year’s team present, it bodes very well for the future. The
SGIS Basketball and Football tournaments, in Suisse Romande Boys Wintersport team also triumphed in Pontresina showing
and Lugano respectively, giving nearly 40 students a taste of their all-round skills against some tricky local opposition. The
competition at National level. Girls Unihockey team achieved the first podium finish by a Girls
team in many years, and indeed were unlucky to not go further.
Winter success stories
The Winter term has brought with it a period of quite spectacular The ski team travelled to Wengen to compete in the EISSR
success for many areas of sporting life in Zuoz, with students’ (European International Schools Ski Race), which comprised
achievements numerous. Our annual Winter Sports Day, held this of three days of racing in the slalom, giant slalom and super G
year in Zuoz for the first time, was an excellent day with the whole disciplines. Valentin, a stalwart of previous years, took home the
school out on the mountain all day taking part not just in ski titles in the first two races and was Best Overall Boy. Max won26
26 Sports
bronze in the GS and Gabrio captained his team to victory in the Herculean record. Alessandro was Top Scorer and Brandon voted
Team Parallel. It was a magnificent effort from all Zuoz skiers and Most Valuable Player, but congratulations go to the whole team
great to make such an impact in an overall field of 193 skiers for a fantastic result!
from all over Europe.
Tom Butt, Games Master
The latest honour bestowed on one of our sports teams falls
to the Ice Hockey boys, who won the National Championships
(SMM) for the seventh time in the last eleven years, a truly
Photos Luke Osborne and othersSports 27
Rückblick Chef Sport
Crosslauf gen den 3. Rang. In der Leichtathletik, betreut durch Liliane van
Am traditionellen Crosslauf liefen die ersten und zweiten Klas- der Valk, wurden die Leistungen vom Vorjahr leider nicht erreicht.
sen 4,2 km. Am schnellsten im Ziel waren in dieser Altersklasse Die Herren platzierten sich auf dem 4. Rang und die Damen auf
bei den Mädchen Jessica mit 21:34 und bei den Jungs Curdin dem 6. Rang.
mit 19:20. Die Schülerinnen und Schüler der dritten bis sechsten
Klasse absolvierten 6,5 km. Schnellstes Mädchen war auf die- In Schiers war unser Fussball Herrenteam mit Coach Michael
ser Distanz Nadja mit 29:53 und Loris siegte mit 27:09 bei den Steinhöfner erneut im Finale, verloren jedoch das Spiel gegen
Jungs. das Heimteam Schiers mit 0:2. Dennoch eine tolle Leistung,
in Anbetracht der starken Bündner Teams. Das Damen Fuss-
ballteam unter der Leitung von Martin Stupan erreichte den 6.
Schlussrang.
Bündner Mittelschulmeisterschaften (BMM)
Winter
An der BMM Volleyball siegte das Herrenteam unter der Feder-
führung von Tom Butt. Wir gratulieren zur erfolgreichen Titelver-
teidigung! Die Damen unter der Leitung von Michael Steinhöfner
erreichten den 5. Platz. Am BMM Unihockeyturnier erkämpfte
sich das Lyceum Alpinum Herrenteam den 5. Rang. Sicherlich
hat sich hier das Team, wie auch der Coach Bruno Mauron, mehr
erhofft. Die Damen steigerten sich im Vergleich zum Vorjahr und
zogen mit einer tollen Leistung in den Halbfinal ein. So hiess das
kleine Finalspiel Lyceum Alpinum gegen EMS Schiers, auf dem
Papier klar der Favorit. Es kam zum Penaltyschiessen, welches
das Lyceum Alpinum für sich entscheiden konnte. BRAVO den
Girls zu diesem 3. Platz.
Bündner Mittelschulmeisterschaften (BMM)
Sommer
Rund 40 Schülerinnen und Schüler des Lyceum Alpinum nahmen
an der BMM der Leichtathletik und Basketball in Chur teil. Die
Basketball Herrenmannschaft wurde unter der Leitung von And-
reas Vasarik in diesem Jahr Vize Meister und die Mädchen erran-
Die BMM Winterspiele in Pontresina waren unerwartet erfolg-
reich, da das Lyceum Alpinum auf junge Schülerinnen und Schü-
ler setzte. Das Lyceum Alpinum erreichte in der Mannschafts-
wertung (Ski / Snowboard / Langlauf) den grossartigen ersten
Platz.28
28 Sports
der Trainingsaufbau mit fast 12 Trainingseinheiten im Vergleich
zu den letzten Jahren eher bescheiden war, starteten wir in das
Abenteuer SMM 2015 in Wetzikon mit der grossen Erwartung
– Meistertitel. Die Vorrunde mit vier gewonnenen Spielen ging
klar an das Lyceum Alpinum. Wie im letzten Jahr hiess das Final-
spiel Wil gegen Zuoz. Mit einer relativ ruhigen Spielart konnte
das Lyceum Alpinum in Führung gehen und siegte schliesslich
mit 3:1. Zudem wurde Lyceum Alpinum Teammitglied Alessand-
ro Torschützenkönig des Turniers. Gratulation dem ganzen Team
zum SMM-Titel.
Fitnessraum – Girls only
Seit Januar steht allen Schülerinnen ein neu konzipierter Fitness-
raum für Ausdauertraining und Functional Training in der Chesa
SMM Eishockey Arpiglia zur Verfügung.
Das Eishockeyteam unter der Leitung von Patrick Steger (Head
Coach) und Bruno Mauron (Assistant Coach) hat sich in den Bruno Mauron, Chef Sport
letzten drei Schuljahren sehr positiv entwickelt und auch wenn
Fotos Luke Osborne und andereKultur 29 All the World’s a stage Der Zuoz Globe und die beiden Theatergruppen haben nun die ersten Schritte unter meiner Leitung zurückgelegt. Es liegen intensive Probenzeiten, ein Theaterworkshop über Episches Theater, eine Premiere, eine Uraufführung, sowie bereits vier Zuoz Globe Talks hinter uns. Wir konnten ehemalige Kurdirektoren, Schauspielintendanten, Regisseure und verschiedene Künstler im Zuoz Globe begrüssen, befragen und kennenlernen. Und wir dürfen uns in den kommenden Monaten auf weitere inspirierende Gäste, wie z.B. Jürg Kienberger freuen. «Ich spiele gerne Theater, weil ich mich gerne in andere Rollen English Theatre Company sich einem wichtigen Zeitthema stellte, versetze. Es fordert mich heraus und ich entdecke während widmete sich die Shakespeare Company dem Dauerthema Liebe dieser Zeit ganz neue Seiten an mir.» Anne-Sophie/Titania* und ihrer Verirrungen. Mit Freude blicke ich auf die zwei Theaterproduktionen zurück, die «Ich mache Theater, weil ich gerne Text auswendig lerne ;-).» unterschiedlicher nicht hätten sein können. Sowohl in der Machart, Brendon / Demetrius* als auch mit dem Endprodukt haben wir komplett andere Wege be- schritten und Bilder gefunden. Episch und bildgewaltig präsentier- Bei Shakespeares Sommernachtstraum haben wir im Erzählstil te sich «The Frankenstein Project», während der «Sommernachts- ganz klar einen Bruch vollzogen. Wir waren frech in der Auseinan- traum» verspielt und verwegen modern daherkam. Während die dersetzung mit Shakespeares Vorlage, haben weggelassen, dazu
30
30 Kultur
Photos Benjamin Hofer
gedichtet und umgestellt. Wir haben eine konkrete Raumvorlage ge- Gästen und Vorstellungen und natürlich zwei hauseigenen Theater-
schaffen, die sich allerdings durch die «Traum-Vorgabe» wiederum produktionen. Die Schule und die Bevölkerung des Engadins weiter
einer exakten Bestimmung entzieht. War es nun ein seltsamer Wald miteinander zu vereinen und mit dem Zuoz Globe einen Ort der Be-
oder doch ein Club, der als Wald gestylt daher kam? Carline van Oel, gegnung zu schaffen, ist weiterhin das Ziel, das mich bei meinen
zeichnete sich für dieses Bühnenbild verantwortlich. Als Interior Überlegungen leiten wird.
Stylist und ehemalige Tänzerin war sie für unsere Produktion eine
perfekte Begleiterin und hat mit diesem Raum einen Ort geschaffen, «Ich mach» Theater, weil ein Freund es mir vorgeschlagen hat.»
der sowohl Zuschauer wie Schauspieler inspirierte. Michael / Lysander*
«Theater stärkt das Selbstbewusstsein» Michael / Lysander* Gerne möchte ich an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass es
sehr einzigartig ist, an einer Schule Theater zu machen, die es uns
The idea to «The Frankenstein Project» was born a year ago. I was ermöglicht mit anderen Theaterprofis aus den Sparten Beleuch-
thinking about my new job as a teacher and I was thinking about tung und Bühne, aber auch mit Künstlern aus den verschiedensten
what story we want to tell with the English Theatre Company. I knew Bereichen zusammenzuarbeiten. Es ist immer wieder schön zu er-
I would like to direct an existing play (Shakespeare) as well as a leben, wie die enge Zusammenarbeit mit Profis die Schülerinnen
new creation. It crossed my mind, that as a teacher you try to form und Schüler motiviert und inspiriert. Diese Zusammenarbeit ist
people and this thought lead me to a couple of other questions. aber nur denkbar dank zahlreicher Spenden und den Eintrittsgel-
When a friend told me about Mary Shelley’s Novel »Frankenstein dern. An dieser Stelle meinen Dank an alle, die die Theaterarbeit
or the modern Prometheus” I knew this was it. It is a very touching am Lyceum Alpinum bisher so grosszügig unterstützt haben und
story and at the same time very important for our times. Scientific es hoffentlich auch in Zukunft noch tun werden. Und da ich gerade
fields like genetic engineering and biotech are about to have a am Danke sagen bin, möchte ich mich gleich noch bei den Schü-
huge effect on us in the near future and creating life is no longer lerinnen und Schülern bedanken, die sich so toll auf die Arbeit mit
Utopia. This production has many layers. Storywise but also mir eingelassen haben. Die Lehrerinnen und Lehrer haben zudem
visually. The set designer and visual artist Peter Wendl created wieder viel Toleranz gezeigt und uns unterstützt, genauso wie der
a white and empty space. Although confining and restricting, it Förderverein des Zuoz Globe und nicht zuletzt die Schulleitung, die
allowed us to open up and show both, the inner and the outer unsere Arbeit als wichtigen Bestandteil unserer Schule wahrnimmt
world of our figures. This was made clear by projected video clips und fördert.
that were created and edited by a small group of students under
the guidance of Peter Wendl. «Theater macht Spass und lässt mich Dinge ausprobieren, die
ich mich sonst nie trauen würde.» Luca / Puck*
«Ich mache Theater, weil ich gerne auf der Bühne bin.» Alla / *Zitat von unseren schauspielenden Schülerinnen und Schülern.
Buddy (Zettel) *
Ivo Bärtsch, Theaterleiter
Nun, nach diesen zwei Premieren innerhalb eines Monats, freue ich
mich auf die Vorbereitung der nächsten Spielzeit mit weiteren tollenKultur 31
Visual Arts Trip to Paris
It was a glorious weekend when the thirteen IB2 visual arts students set off to soak up
several days of Parisian culture in September 2014. We took the fast train to Gare du Nord,
a short distance from our hostel. Staying at St. Christopher’s Inn gave a true taste of being
a student in Paris.
The itinerary was full, with many galleries to visit in the three full The latter houses one of the world’s most remarkable collections
days which we were there. We were favoured by the weather, with of modern art, including painting, sculpture, architecture,
the sun basking down on us for the whole trip. After a full day design, photography and film.
of travelling, day two took us first to the Musée d’Orsay where
we were spoiled by captured moments of in the history of 19th Excursions are an integral part of visits to any city, and we
century art. With artists such as Millet, Manet, Monet, Cézanne certainly managed to do our fair share. Notre Dame and Ile de
and Van Gogh represented, the museum didn’t disappoint. la Cite, the Arc de Triomphe, Champs Elysees, Montmartre and
the Sacre Cœur were all visited. The River Seine Cruise gave us
The surprise visit was to the Musée de l’Orangerie, where we a wonderful experience of the city and a welcome rest from the
were taken to the «refuge» of Monet’s Water lilies. These series miles covered on foot.
of paintings were intended by Monet to help regenerate those
who had lost contact with nature. The humanist intentions were We took a long walk one evening to see the Eiffel Tower, which
revealed to their fullest when Monet chose to donate them to is a wonderful sight when lit up against the dark night sky. An
the French nation, and there they remain for us all to experience. alternative to visiting the top of the tower was recommended;
The Musée Quai Branly was a part of day three, a museum the Montparnasse Tower. It is not a distinguished building
which is devoted entirely to the arts and civilisations of Africa, by any means but the panoramic view from the top left us all
Oceania and the Americas. Bringing to an end a long history breathless. The superb weather, great company of Massimo
of neglect, arts and civilisations are finally given their rightful Cavalli and enthusiasm from the students made for a truly
place through a dazzling range of cultural expression. memorable trip. The work and influences from the trip will be
on display in the IB2 final exhibition in the spring; well worth
Of course, the Musée du Louvre was on the itinerary, providing seeing!
us with a sharp contrast to the afternoon visit to the Musée
National d’Art Moderne, better known as the Centre Pompidou. Nikki de Marco, Arts DepartmentAlpiner Überblick:
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«Old Boy» Florian Schwab
(L’98-’05, florian.schwab@zuozclub.com)
schreibt wöchentlich über Wirtschaftsthemen,
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Nummer 3 — 19. Januar 2012 – 80. Jahrgang
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Wie ein Bündner Bergtal dank unbeirrbarem Unternehmergeist
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Mit seinen Devisengeschäften verletzte Philipp Hildebrand
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der Schweizer Kunst
Telefon 043 444 57 01
Von Bichsel bis Marthaler: Kulturschaffende unter Denkmalschutz.
Von Rico BandleKultur 33
I Saw Mommy Kissing Santa
«Weihnachtssingen einmal ganz anders» haben sich Ivo Bärtsch und Franco Tavernini gedacht,
als sie sich an die Planung der ersten Christmas Karaoke Nacht am Lyceum Alpinum machten.
Photos Luke Osborne
Zweimal mussten sich die die Kandidatinnen und Kandida- Publikum zum Toben brachte. In die Geschichte des Lyceum
ten an diesem Abend im Duett dem Urteil einer strengen Jury Alpinum wird wohl dies eine Zitat des Jurymitgliedes Mr. M.D.*
stellen, welche zu gleichen Teilen aus Studierenden und Lehr- eingehen: «Your performance is worth like the Russian ruble,
personen bestand. Klangen die Gesangsbeiträge während der it's worth nothing!» (*Name der Redaktion bekannt).
ersten Plicht-Runde noch eher bescheiden – es galt, eines der
vorgegebenen Weihnachtslieder zu intonieren – so wurde die Meister sind im gut besetzten Zuoz Globe keine von der Decke
Stimmung in der zweiten Kür-Runde immer ausgelassener, was gefallen, aber das begeisterte Publikum hat es trotzdem ge-
nicht zuletzt auch einer zur Höchstform auflaufenden Moderati- dankt, durch Sitzvermögen und mit viel Applaus. Viele Jungta-
on zu verdanken war. Zwei IB Studierenden verstanden es, das lente kamen an diesem Abend nicht mehr zum Zuge und muss-
Publikum mit ihren Sprüchen in ihren Bann zu ziehen. ten auf die nächste geplante Veranstaltung vertröstet werden.
Noch Tage später gab der Anlass an der Schule zu reden. Christ-
Erwähnenswert ist ebenfalls eine manchmal bis ins Urkomi- mas Karaoke Reloaded ist bereits in Planung.
sche kippende Jury, welche dann und wann mit dem Charme
und der Sensibilität eines Nilpferdes die jungen Künstlerinnen Franco Tavernini, Musik
und Künstler mit Kommentaren und Punkten versah und dasSie können auch lesen