Leistungssport-Konzept 2017 2020 - swiss unihockey

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Leistungssport-Konzept 2017 2020 - swiss unihockey
Leistungssport-
Konzept 2017 - 2020
 Remo Manser Verantwortlicher Auswahlen
                       Dezember 2016

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Leistungssport-Konzept 2017 2020 - swiss unihockey
Inhaltsverzeichnis
   Einleitung ................................................................................................................................ 2
1. Ausgangslage.......................................................................................................................... 3
   1.1. Ausgangslage swiss unihockey ........................................................................................ 3
       1.1.1. Einordnung des Leistungssport-Konzepts .................................................................. 3
       1.1.2 Der Leistungssportbereich bei swiss unihockey .......................................................... 4
       1.1.3 Kontinuität Mitarbeiter Leistungssport-Bereich ............................................................ 7
       1.1.4 Budget Bereich Leistungssport ................................................................................... 8
       1.1.5 Ethik und Leistungssport bei swiss unihockey........................................................... 10
2. Analyse ................................................................................................................................. 12
   2.1       Reflexion 4-Jahres-Periode 2012 - 2016 ..................................................................... 12
   2.2       Weltstandanalyse ........................................................................................................ 16
       2.2.1        Zahlen und Fakten ............................................................................................... 16
       Position der Schweiz im Weltranking ................................................................................. 16
       Bilanz der Schweiz an Weltmeisterschaften....................................................................... 16
       2.2.2        Die Schweiz im Vergleich mit den Referenznationen............................................ 17
       2.2.3        Blick auf die ‚runner-ups‘ ...................................................................................... 20
   2.3       Athletenpotential ......................................................................................................... 21
       2.3.1        Entwicklung Swiss Olympic Talent Cards ............................................................. 21
   2.4 Fazit ................................................................................................................................ 22
       2.4.1 SWOT-Analyse ......................................................................................................... 22
3. Massnahmen und Ziele ......................................................................................................... 23
   3.1       Strategie swiss unihockey 2014 2018 ......................................................................... 23
       3.1.1        Strategische Prioritäten (Zentralvorstand) ............................................................ 23
   3.2       Philosophie der Auswahlen swiss unihockey ............................................................... 24
       3.2.1 Leitbild der Auswahlen von swiss unihockey ............................................................. 24
       3.2.2        Schwerpunkte und Einflussbereiche der Auswahl-Philosophie ............................. 25
   3.3       Ziele Leistungssport-Bereich 2017 – 2020 .................................................................. 26
       3.3.1        Quantitative Ziele ................................................................................................. 26
       3.3.2 Qualitative Ziele und Massnahmen ........................................................................... 27

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Leistungssport-Konzept 2017 2020 - swiss unihockey
Einleitung

swiss unihockey darf in seiner noch jungen Geschichte auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken.
Jedes Schweizer Team (A-Nationalmannschaft, U19) erreichte seit 1998 bei allen Weltmeisterschaften
jeweils mindestens das Halbfinale. Sowohl bei den Herren wie auch bei den Damen. In den meisten
Fällen sind die Teams am Schluss auch mit Medaillen ausgezeichnet worden und nehmen damit im
internationalen Unihockey eine führende Rolle ein.

Als junger Verband hat swiss unihockey in den letzten Jahren die Position auch innerhalb des
Sportnetzwerks Schweiz gefunden und sich als zuverlässiger Partner etabliert. Als zweitgrösste
Mannschaftssportart der Schweiz nimmt Unihockey insbesondere auch im Breitensport eine wichtige
Rolle ein.

Der Unihockeysport ist in den letzten Jahren stark gewachsen, was auch automatisch eine
Professionalisierung der Verbandsaufgaben und erhöhte Ausgaben für die Leistungsportabteilung zur
Folge hat.

Der individuelle Planungsrhythmus der einzelnen Auswahlteams von swiss unihockey dauert im
Normalfall zwei Jahre und entspricht jeweils einer WM-Kampagne. Dieses Strategiepapier soll die
mittelfristigen Herausforderungen für den Auswahlbereich für die nächsten vier Jahre (bis 2020)
aufzeigen.

Im ersten Teil (Ausgangslage) werden verschiedene Parameter der letzten vier Jahre analysiert und
ausgewertet. Die wichtigsten Erkenntnisse werden im Text beschrieben, die Grundlagen dazu sind dem
Anhang zu entnehmen.

Der zweite Teil (Leistungssport-Konzept swiss unihockey 2017-2020) soll aufzeigen, mit welcher
Philosophie und mit welchen Massnahmen der Verband die nächsten vier Jahre anpacken wird und wo
die Schwerpunkte und Prioritäten im Auswahlbereich gesetzt werden.

swiss unihockey freut sich die Herausforderung Leistungs-Unihockey auch in Zukunft, zusammen mit
ihren Partnern Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport anzunehmen.

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Leistungssport-Konzept 2017 2020 - swiss unihockey
1. Ausgangslage

1.1. Ausgangslage swiss unihockey

1.1.1. Einordnung des Leistungssport-Konzepts
Der Zentralvorstand von swiss unihockey hat per 1. Januar 2015 das „Strategiepapier swiss unihockey
2014 - 2018“ verabschiedet. An dieser Strategie orientieren sich die Konzepte von swiss unihockey, so
auch das Leistungssport-Konzept. Die operative Umsetzung der Strategie erfolgt in enger Kooperation
durch die Geschäftsstelle und die Gremien.

Die für die tägliche Arbeit von swiss unihockey massgebenden Konzepte sind die folgenden:

    -    Leistungssport-Konzept
    -    Nachwuchs-Konzept
    -    Sportanlagen-Konzept

Die Grundlage der Strategie und aller Konzepte ist die Vision von swiss unihockey. Bereits seit längerer
Zeit arbeiten wir alle gemeinsam auf ein Ziel hin:

        „Unihockey ist bis 2028 olympisch und die Schweiz holt die erste Goldmedaille“

Massgebende Konzepte bei swiss unihockey

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1.1.2 Der Leistungssportbereich bei swiss unihockey
Gesamtverband

Organigramm swiss unihockey

Der Leistungssport-Bereich ist innerhalb des Zentralvorstandes dem Chef Sport & Technik unterstellt. Die
operative Verantwortung liegt beim Verantwortlichen Auswahlen, welcher seinerseits Teil der
Geschäftsstelle (GS) von swiss unihockey ist und gegenüber Swiss Olympic die Rolle des Chefs
Leistungssport wahrnimmt. Der Bereich Leistungssport wird massgebend ergänzt und beeinflusst durch
den Nachwuchsbereich. Der Nachwuchs-Verantwortliche übernimmt daher wichtige Bereiche im
Nachwuchs-Leistungssport.

Die für den Leistungssport-Bereich massgebenden Gremien bei swiss unihockey sind:

       Sportausschuss (SPA)
       Auswahl- und Leistungssport-Kommission (ALK)
       Ausbildungs- und Nachwuchs-Kommission (ANK)

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Bereich Auswahlen/Leistungssport

Abb. Organigramm Leistungssport-Bereich swiss unihockey

Mitarbeiter

Total Mitarbeiter                                         48

Cheftrainer                                               9

Assistenztrainer                                          16

Torhütertrainer                                           3

Teamchefs                                                 3

Material-Verantwortliche                                  4

Physios                                                   9

Mitarbeitende Geschäftsstelle                             4

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Auswahlstruktur Herren

Auswahlstruktur Damen

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1.1.3 Kontinuität Mitarbeiter Leistungssport-Bereich
swiss unihockey strebt im Grundsatz eine gesunde Kontinuität an was die Mitarbeiter im Leistungssport-
Bereich betrifft. Das Wissen soll über eine längere Zeit aufgebaut, gesichert und weitergegeben werden.
Kontinuität steht jedoch nicht über allem. Es sollen zu jedem Zeitpunkt für die jeweiligen Aufgaben die
geeignetsten Personen im Amt sein.

Dennoch soll für Trainer und Funktionäre mit Ambitionen immer die Möglichkeit bestehen, innerhalb der
Auswahlstrukturen aufzusteigen, sofern sie geeignet sind. Die Mitarbeiter im Leistungssport-Bereich
arbeiten ziel- und leistungsorientiert. Mit den Trainern und Funktionären werden regelmässig
Karriereplanungs-Gespräche geführt, um kurz-, mittel- und langfristige Zielsetzungen abzugleichen.

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1.1.4 Budget Bereich Leistungssport

Ausgaben Mannschaften Leistungssport-Bereich

Budget Leistungssport-Bereich

Direkter Spartenaufwand

Spitzensport

                            Aufwand Weltmeisterschaften       139‘000.-

                            Aufwand Wettkämpfe                122‘000.-

                            Aufwand Training                   95‘000.-

                            Aufwand Sportmedizin               20‘000.-

Total Spitzensport                                            376‘000.-

Nachwuchsleistungssport

                            Aufwand Junioren WM                84‘000.-

                            Aufwand Wettkämpfe                 98‘000.-

                            Aufwand Training                   66‘000.-

                            Aufwand Sportmedizin                    0.-

                            Aufwand Nachwuchsprojekte         191‘000.-

Total Nachwuchsleistungssport                                 439‘000.-

Ausrüstung

                            Aufwand Ausrüstung Auswahlen      160‘000.-

Total direkter Spartenaufwand                                975‘000.-

Total Trainer-Saläre                                         245‘000.-

Total Ausgaben Leistungssport-Bereich                      1‘220‘000.-

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Entschädigungen Trainer Leistungssport-Bereich

Die Entschädigungen der Trainer im Leistungssport-Bereich entsprechend dem Stand Juli 2016. In die
jährlichen Kosten fliessen Saläre ebenso wie Sozialkosten, Spesen etc.

Mannschaft                                      Anzahl Trainer               Jährliche Kosten

Herren A-Nationalmannschaft                                     4                      112‘000.-

Damen A-Nationalmannschaft                                      3                        52‘000.-

Herren U19-Nationalmannschaft                                   3                        25‘000.-

Damen U19-Nationalmannschaft                                    3                        20‘000.-

Herren U17 Regionalauswahl Ost                                  3                         8‘500.-

Herren U17 Regionalauswahl Zentral                              3                         9‘000.-

Herren U17 Regionalauswahl West                                 3                         8‘500.-

Damen U17 Regionalauswahl Ost                                   2                         5‘000.-

Damen U17 Regionalauswahl West                                  2                         5‘000.-

Total                                                          25                     245‘000.-

                                                                                            Seite | 9
1.1.5 Ethik und Leistungssport bei swiss unihockey

Trainer Charta von swiss unihockey

„Der wahrhaft Edle predigt nicht, was er tut, bevor er nicht getan hat, was er
                                  predigt.“
                                                                            (Konfuzius, 551 – 479 v. Chr.)

Respekt
Der Trainer behandelt jedes Team und Staff-Mitglied, unabhängig seines Alters, der ethnischen
Herkunft, seiner Religion oder politischen Überzeugung, mit grösstmöglichem Respekt und Achtung.

Verantwortung
Der Trainer ist sich seiner Verantwortung für die Spieler bewusst und nimmt diese wahr. Er stellt sich
an Spielen hinter das Team und gegenüber den diversen Anspruchsgruppen vor das Team.

Loyalität
Der Trainer verhält sich gegenüber seinem Umfeld, seinem Team und swiss unihockey stets loyal
und stellt die persönlichen Interessen zu Gunsten des gemeinsamen Ziels und Erfolgs in den
Hintergrund.

Vorbildfunktion
Der Trainer nimmt seine Vorbildfunktion in allen Bereichen wahr. Sein Auftritt ist stets gepflegt und
vorbildlich. Auf Alkohol- und Tabakkonsum im sportlichen Umfeld und bei Anlässen von swiss
unihockey verzichtet der Trainer.

Teamwork
Der Trainer bemüht sich um eine gute Zusammenarbeit innerhalb seines Staffs, aber auch zwischen
den verschiedenen Auswahlteams. Er fordert und fördert die diese zur gemeinsamen Erreichung
langfristiger Ziele.

Leidenschaft
Der Trainer steckt all sein Herzblut und seine Leidenschaft in sein Amt. Er versteht es, seine
Mannschaft mit seiner motivierenden Art anzustecken und mitzureissen.

Stolz
Der Trainer ist stolz, Auswahltrainer von swiss unihockey zu sein. Er repräsentiert unser Land
bestmöglich und trägt das Schweizer Kreuz mit Stolz und Freude.

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Weitere Massnahmen und Projekte

Der Ethik-Bereich bei swiss unihockey ist direkt dem Geschäftsführer unterstellt. Die operative Umsetzung
obliegt den Bereichen Ausbildung, Nachwuchs und Auswahlen.

Anti-Doping
Sämtliche Nationalligaspieler sowie alle Auswahlspieler (inkl. U-Auswahlen) unterschreiben eine
Athletenvereinbarung betreffend der Antidopingregelung.

Ethik-Charta
Unsere Trainer-Charta (siehe oben) ist integrierender Bestandteil aller Verträge unserer Auswahltrainer.
Sie ist auf den Grundsätzen der Ethik-Charta von Swiss Olympic aufgebaut.

Cool & Clean
Sämtliche Auswahlteams sind bei cool & clean angemeldet und aktiv (Commitments, öffentliche Auftritte,
Logopräsenz etc). Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der cool & clean-Organisation (u.a. in der
Trainerausbildung, Erarbeitung von Projekten, diverse Präventions-Kampagnen etc.)

Sicherheit / Unfallprävention
Im Bereich der Sicherheit im Unihockeysport arbeitet swiss unihockey eng mit der Beratungsstelle für
Unfallverhütung (BfU) zusammen. Ein Sicherheitskonzept wird per Frühling 2017 ausgearbeitet.

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2. Analyse

2.1 Reflexion 4-Jahres-Periode 2012 - 2016

2.1.1 Erfüllungsgrad der Zielsetzungen Leistungsteams 2012 – 2016
Herren A-Nationalmannschaft

                                  2013                       2014               2015               2016

Zielevent                 EFT* 1 > 4. Platz          WM Götheborg        EFT 1 > 3. Platz
                                                                                              WM Riga (LAT)
                                                     (SWE)
                                                                                              …
                          EFT 2 > 4.Platz            4. Platz            EFT 2 > 2. Platz

Resultatziel              Erfolge gegen                                  Erfolge gegen
                                                     Medaille                                 Medaille
                          Referenznationen                               Referenznationen

Zwischenziele             - Erkenntnisse
                          aus Analyse 2012                               - Erkenntnisse aus
                                                     - Optimierung der
                          - Generationen-                                Analyse 2014         - Optimierung
                                                     Planung
                          wechsel                                        - Kontinuität im     der Planung
                                                     - Ressourcen-
                          - Kontinuität im                               Staff/Umfeld,        - Ressourcen-
                                                     management
                          Staff/Umfeld,                                  - Aufbau von WM-     management
                          - Aufbau von WM-                               Team 2016
                          Team 2014

Bemerkung                 Aufbaujahr                 WM-Jahr             Aufbaujahr           WM-Jahr

*EFT = Euro Floorball Tour (4-Länder-Turnier mit CH, SWE, FIN & CZE)

      Resultatziele in den Jahren 2013 sowie 2014 verpasst. Keine Siege gegen Referenznationen.
       beste Resultate in dieser Zeit: je ein Unentschieden gegen Schweden und Tschechien
      Medaillen-Ziel an WM in Göteborg verpasst (4. Rang).
      Generationenwechsel konnte aufgrund der fehlenden Breite an jungen Spitzenspielern nicht vor
       der WM 2014 eingeleitet werden.
      Im Anschluss an die WM 2014 erfolgte ein Trainerwechsel.
      Ab 2015 wieder Siege gegen Referenznationen (Finnland, Tschechien), verbessertes
       Abschneiden an den EFT’s.
      Generationenwechsel im Gange, junge Spieler drücken nach und schaffen allmählich den Sprung

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Damen A-Nationalmannschaft

                                  2013                       2014              2015                2016

                                                     EFT* 1 > 3. Platz                       EFT* 1 > 3. Platz
Zielevent                 WM                                             WM
                          Prag (CZE)                                     in Tampere
                                                     EFT 2 > 4.Platz                         EFT 2 > …

                                                     Erfolge gegen                           Erfolge gegen
Resultatziel              Medaille                                       Medaille
                                                     Referenznationen                        Referenznationen

                                                                                             - Erkenntnisse
                                                     - Erkenntnisse
                                                                                             aus Analyse
                          - Optimierung der          aus Analyse 2013    - Optimierung der   2015
                          Planung                    - Kontinuität im    Planung
Zwischenziele                                                                                - Kontinuität im
                          - Ressourcen-              Team                - Ressourcen-       Staff/Umfeld
                          management                 - Aufbau von WM-    management
                                                                                             - Aufbau von
                                                     Team 2015
                                                                                             WM-Team 2017

Bemerkung                 WM-Jahr                    Aufbaujahr          WM-Jahr             Aufbaujahr

*EFT = Euro Floorball Tour (4-Länder-Turnier mit CH, SWE, FIN & CZE)

      Medaillenziel in den Jahren 2013 sowie 2015 an beiden Weltmeisterschaften erreicht.
      Siege gegen Referenznationen erzielt, allerdings ausschliesslich gegen Tschechien. Gegen
       Schweden und Finnland gab es seit langer Zeit keinen Sieg mehr. Gegen Finnland erreichte die
       Schweiz ein Unentschieden an der EFT im November 2016.
      Kontinuität im Team konnte beibehalten werden, ist allerdings auch zum Teil eine Folge von
       fehlender Konkurrenz.
      Im Anschluss an die WM 2015 erfolgte ein Trainerwechsel.
      Einige Rücktritte aus der Nationalmannschaft läuten einen Generationenwechsel ein, der nun
          vollzogen werden muss. Nachrückende Spielerinnen sind jedoch nicht zwingend jüngere Talente,
          sondern mehrheitlich gestandene NLA-Spielerinnen.

                                                                                                          Seite | 13
2.1.2 Erfüllungsgrad der Sportentwicklungs-Strategie und Projekte

Bereich           Massnahmen                                     Ziel            Status 2016

                  Unterbau der Damenauswahlen (U17) und
Auswahlkader                                                     Ab 2013         umgesetzt
                  Selektionsrichtlinien definitiv einführen.

Leistungsdia-     Erstellung eines Konzepts für eine             Projekt 2012,
                                                                                 umgesetzt
gnostik           einheitliche Leistungsdiagnostik               Start 2013

                  Erstellung einer Athletendatenbank für das
Athleten-                                                        Projekt 2012,
                  Monitoring der Spielerkarriere unserer                         nicht umgesetzt
Datenbank                                                        Start 2013
                  Auswahlspieler und Top-Talente
Trainings-
                  Projekt für die zusätzliche Förderung von      Projekt 2013,
individualisie-                                                                  nicht umgesetzt
                  Top-Spielern (U15/17 – U19/A-Nati).            Start 2013/14
rung

                  Nationalliga-Trainerausbildung (NTA) für die
Trainer-                                                         Saison
                  Trainerweiterbildung von Auswah-ltrainern                      umgesetzt
ausbildung                                                       2012/13
                  und Trainertalenten.

                  Junge Auswahltrainer sollen die Möglichkeit
Trainer-          erhalten, internationale Erfahrungen zu        Saison
                                                                                 umgesetzt
ausbildung        sammeln (Bsp. Trainingsbegleitungen,           2012/13
                  Reisen an int. Spiele,…)

                  Anforderungen für Vereinslabel werden im
Label             Zusammenhang mit neuem NW-Konzept              Sommer 2012     umgesetzt
                  überarbeitet.

                  Aufbau von Trainingsstützpunkten in den
Trainings-        Regionen. Regionale Leistungszentren
                                                                 2014            umgesetzt
infrastruktur      Zusätzliche Trainingsmöglichkeiten für
                  Auswahlspieler.
                  Nationales und regionale Trainingscenter
Trainings-
                  definieren für Lehrgänge und                   2014            nicht umgesetzt
infrastruktur
                  Leistungsdiagnostik.
                  Gezielt Partnerschaften mit Sportschulen
                  anstreben. Damit die Ausbildungs-
Spitzensport                                                     Ziel bis 2014   (teilweise)
                  möglichkeiten optimal auf die individuelle
und Schule                                                       definiert       umgesetzt
                  Karriereplanung der Nachwuchsauswahl-
                  spieler abgestimmt werden kann.
                  Nutzung von Dartfish für systematische
Standardi-        Spielanalyse. Nutzung LPM als Instrument       LPM ab
sierung der       für die Trainingssteuerung anwenden. Spiel-    Saison          nicht umgesetzt
Spielanalyse      und Trainingsentwicklungen laufend             2014/15
                  untersuchen.

Spitzensport      Gute Lösung auf Stufe Rekrutenschule und
                                                                 laufend         umgesetzt
und Armee         hervorragende Möglichkeiten auf Stufe WK.

Sportwissen-      Hochschule Bern: Zusammenarbeit im
schaft und        Bereich Leistungsmotivation                    laufend         Umgesetzt
Forschung         EHSM: Diverse BSc / MSc Arbeiten

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2.1.3 Beurteilung aus Sicht von swiss unihockey
Grundsätzlich kann über die vergangenen vier Jahre kein positives Fazit gezogen werden. Zu viele der
gesetzten Resultat- und Entwicklungsziele wurden verpasst, oder deutlich später realisiert, als
ursprünglich geplant. Entsprechend hat swiss unihockey reagiert und in der jüngsten Vergangenheit
vermehrt in die sportliche Weiterentwicklung investiert, was sich in der Anzahl der Stellenprozente im
Sportbereich der Geschäftsstelle von swiss unihockey widerspiegelt.

Es kann festgehalten werden, dass trotz vieler verpasster Ziele und Möglichkeiten der Anschluss an die
Topnationen nicht verloren gegangen ist, und dennoch einige wichtige Entwicklungsziele realisiert werden
konnten. So ist die Einführung erster regionaler Leistungszentren ein echter Meilenstein für swiss
unihockey und ein bedeutender Schritt in Richtung Professionalisierung der Sportart. Diese Zentren sind
Ausdruck steigender Bereitschaft junger Athleten, auch tagsüber vermehrt zu trainieren, um noch besser
zu werden. Dieser Trend hat sich auch in der Entwicklung des Spiels niedergeschlagen, ist doch das
Spielniveau (v.a. im Herrenbereich) in den letzten vier Jahren deutlich angestiegen.

Um die zukünftige Entwicklung des Unihockeys in der Schweiz zu beurteilen, muss über das Erreichen
von Resultatzielen hinausgeschaut werden. Der Fakt, dass im Weltunihockey zwischen den Rängen vier
und fünf eine grosse Lücke klafft, führt dazu dass das Erreichen des Halbfinals an jeder WM, egal ob
Damen oder Herren, U19 oder Elite, immer Pflichtaufgabe ist und somit nur die zwei Spiele am
Finalwochenende über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Vor diesem Hintergrund bekommen die
Entwicklungsziele gegenüber den Resultatzielen eine grössere Bedeutung. Entsprechend wichtig soll das
Erreichen selbiger innerhalb der gesetzten Fristen sein.

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2.2 Weltstandanalyse

2.2.1 Zahlen und Fakten
Total IFF-Mitgliedsverbände: 43 Vollmitglieder, 19 provisorische Mitglieder

Position der Schweiz im Weltranking (Stand September 2016, IFF-Homepage)

Das World-Ranking basiert jeweils auf 2 vorangegangenen Weltmeisterschaften bei der A-
Nationalmannschaft und auf der letzten WM bei der U19:

Team                                                  Ranking
Herren A                                              3. Rang
Damen A                                               3. Rang
Herren U19                                            2. Rang
Damen U19                                             3. Rang

Bilanz der Schweiz an Weltmeisterschaften (Stand Dezember 2016)

  A-Nati
                 Gold       Silber    Bronze           U19 Herren          Gold   Silber   Bronze
  Herren
Schweden           8           3                      Schweden                5     2
Finnland           3           6          2           Finnland                3     2         3
Schweiz                        1          6           Schweiz                       3         3
Tschechien                     1          2           Tschechien                    1         2
Norwegen                                  1

  A-Nati
                 Gold       Silber    Bronze          U19 Damen            Gold   Silber   Bronze
  Damen
Schweden           6           1          2           Schweden                5     1         1
Finnland           2           5          2           Finnland                1     5         1
Schweiz            1           3          2           Schweiz                 1     1         3
Norwegen                                  2           Tschechien                              2
Tschechien                                1

                                                                                           Seite | 16
2.2.2 Die Schweiz im Vergleich mit den Referenznationen
Als Referenznationen der Schweiz gelten die Länder Schweden, Finnland und Tschechien.

                                                                                                        Massnahmen/
                               Indikatoren      Schweiz im Vergleich zu Referenznationen
                                                                                                        Konsequenzen

                                                3. Rang (vor Tschechien), U19 Herren 2. Rang
                               Rangierung
                                                (hinter Finnland)
Resultate

                                                Relativ Konstant; bei Grossanlässen immer im
                                                                                                        Bestrebungen auf allen
                               Resultat-        Halbfinale, wo man mit einigen Ausnahmen meist
                                                                                                        Ebenen, Lücke nach ganz
                               entwicklung      scheitert, um anschliessend das kleine Finale zu
                                                                                                        vorne zu schliessen.
                                                bestreiten.

                                                Keine signifikante Unterschiede zu den
                                                Topnationen, tendenziell werden die Spieler bei
                               Antropo-
                                                allen Topnationen etwas grösser und schwerer,
                               metrische                                                                keine unmittelbaren
                                                insbesondere Schweden mit überdurchschn.
                               Daten                                                                    Massnahmen.
                                                vielen grossen Spielern. Spieler in der Schweiz
                                                beenden ihre Karriere (meist aus beruflichen
                                                Gründe) tendenziell früher als in Skandinavien.

                                                Schweiz hat im physischen Bereich stark                 Optimierung der
                                                aufgeholt und spielt auf Augenhöhe mit den              Leistungsdiagnostik 2016
                               Physis           Referenznationen. Exakte Vergleiche von                 umgesetzt. Internationale
Leistungsrelevante Parameter

                                                verlässlichen physischen Testwerten nicht               Referenzwerte gesetzt, die
                                                möglich.                                                es zu erreichen gilt.

                                                Individualtechnisch und -taktisch nach wie vor          Starke Gewichtung der
                                                Defizite gegenüber den Skandinaviern. Besonders         Verbesserungen im
                                                stark spürbar in der Breite. Insbesondere das           individualtaktischen
                                                offensive Entscheidungsverhalten mit Ball ist bei       Verhalten. Früheres
                                                Schweden und Finnland besser. Pass- und                 Sensibilisieren des
                                                Laufspiel wird stärker variiert. Verteidiger werden     Nachwuchses auf
                               Spielverhalten
                                                immer mehr zu Spielmachern, Stürmer werden im           Entscheidungsverhalten mit
                                                Verteidigungsverhalten immer wichtiger.                 Ball. Anpassung der
                                                Allrounder-Qualitäten gefragt. Eine Mehrzahl der        Trainingsinhalte und
                                                Tore wird in der unmittelbaren Phase nach einem         Trainingsformen.
                                                gegnerischen Ballverlust erzielt. Ballbesitz folglich   Ausbildung gemäss Swiss
                                                nicht unbedingt ein Vorteil.                            Way.

                                                Die Schweizer Herren Nationalmannschaft hat
                                                                                                        Zusammenarbeit mit der
                                                noch nie gegen Schweden gewonnen.
                                                                                                        Sportpsychologischen
                                                In entscheidenden Momenten gegen die
                                                                                                        Abteilung am BASPO wird
                                                Skandinavischen Teams fehlt das
                               Psyche                                                                   angestrebt für gesamten
                                                Selbstverständnis des Siegens.
                                                                                                        Auswahlbereich. In diesem
                                                Die Aufrechterhaltung des OLZ über die ganze
                                                                                                        Bereich soll vermehrt
                                                Turnierwoche ist eine Herausforderung. Am Tag X
                                                                                                        investiert werden.
                                                die beste Leistung abzurufen gelingt oft nicht.

                                                                                                                        Seite | 17
Die Spieler der Referenznationen haben auf
                                                                                                 Der Trainingsumfang
                                           Vereinsebene einen leicht grösseren
                           Umfang/                                                               innerhalb der Auswahlen
                                           Trainingsumfang.
                           Intensität                                                            wurde in den letzten Jahren
                                           Die Intensität unterscheidet sich hauptsächlich
                                                                                                 kontinuierlich erhöht.
                                           hinsichtlich der Meisterschaft.
     Training

                                           Vor allem in Skandinavien (insb. Schweden) hat        Steigerung der Popularität
                                           das Unihockey einen grösseren Stellenwert.            der Sportart durch Gross-
                                           In der Schweiz spürt man wenig Verständnis aus        Events.
                           Kultur          der Gesellschaft, wenn jemand voll auf die Karte      Verstärkte Zusammenarbeit
                                           ‚Unihockey‘ setzt. Nur wenige Arbeitgeber             mit Swiss Olympic im
                                           unterstützen eine langjährige Unihockey-Karriere      Bereich Karriereplanung der
                                           aktiv.                                                Athleten.

                                           Sehr grosse Leistungsdichte innerhalb der
                                           schwedischen Meisterschaft. Die Top-Ligen in
                           Ligastruktur/   Finnland und Tschechien sind vergleichbar mit         Anpassung der
                           Meisterschaft   der CH.                                               Ligastrukturen.
Wettkampf

                                           Damen-Seitig in der Schweiz grosses Gefälle
                                           innerhalb der Top-Liga.

                                           12er Liga bei den Herren, 8er Liga bei den            Bei den Herren keine
                                           Damen.                                                Anpassungen notwendig
                           Modus           8er Playoffs (best-of-7) in den Top-Ligen mit         Damen-Liga soll auf 10,
                                           Superfinal um den Titel (Meistertitel wird in einem   langfristig evtl. auf 12
                                           einzelnen Finalspiel vergeben)                        Teams aufgestockt werden.

                                           In der Schweiz ist der Unihockey-Boom auf
                                           einem hohen Niveau stagniert. Die Lizenzierten-
     Generelle Tendenzen

                           Entwicklung     Anzahl steigt nach wie vor leicht an.                 Damen-Unihockey weiter
                           Sportart                                                              unterstützen und forcieren.
                                           Grosses Potential nach wie vor bei den
                                           Mädchen/Damen.

                           Lizenzierte
                           Spieler         Schweden mit Abstand grösster Verband.
                                           Tschechien und Finnland haben ebenfalls mehr
                                           lizenzierte und Clubs als die Schweiz, bewegen
                           Clubs           sich aber auf ähnlichem Niveau.

                                                                                                                   Seite | 18
In der Schweiz ist Unihockey noch immer reiner
                               Amateursport. Lediglich ein kleiner Teil der        Athleten früher auf eine
                               besten CH-Spieler können ihre Arbeit um ca. 10-     gezielte Karriereplanung
                 Sozio-
                               20% reduzieren. In Skandinavien haben viele         sensibilisieren (Stichwort:
                 ökonomisch
                               Spieler ihr Arbeitspensum deutlich reduziert.       Berufswahl, Wahl
                               Viele Nationalspieler der Tschechen spielen in      Arbeitgeber, etc.).
Umfeldfaktoren

                               der CH und arbeiten nur Teilzeit.

                 geografisch   Meisterschafts- und Auswahltrainingsbetrieb
                               klare Standortvorteile für die Schweiz. Kleine
                               Distanzen!
                               Schweiz als Lebensmittelpunkt attraktiv, sowohl
                               für ausländische als auch einheimische Spieler.

                 Schul-        Vor allem Schweden hat ein hervorragendes           Einführung Regionaler
                 systeme       Schulangebot für talentierte Unihockeyspieler auf   Leistungszentren (RLZ).
                               allen gymnasialen Stufen.                           Gezielte Zusammenarbeit
                                                                                   mit Sportschulen.

                                                                                                      Seite | 19
2.2.3 Blick auf die ‚runner-ups‘

Hinter der internationalen Spitze folgen auf den Rängen 5-11 die so genannten ‚runner-up‘-Nationen
Lettland, Deutschland, Norwegen, Dänemark, Estland, Polen und die Slowakei. Aktuell die grössten
Fortschritte macht wohl die Slowakei, wo vor allem im Nachwuchsbereich (U19-Stufe) deutliche
Fortschritte sichtbar sind. Es dürfte zu erwarten sein, dass sich die Slowakei in den nächsten Jahren in
Richtung Platz 5 arbeiten wird, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren. Die Spieler sind - vor
allem im Herrenbereich - technisch immer ausgereifter.

Nationen wie Deutschland oder Estland sind nach wie vor stark abhängig von Spielern, die in einer der
vier Topnationen aufgewachsen sind und auch dort spielen, aber den deutschen resp. estnischen Pass
besitzen. Diese Spieler sind gleichzeitig Leistungsträger in den entsprechenden Nationalmannschaften.
Die allerbesten Spieler dieser Nationen spielen also oftmals nicht in den heimischen Top-Ligen. Dies ist
mit ein Grund, warum das Liga-Niveau der Runner-up Nationen deutlich tiefer ist als jenes der Top-4-
Nationen. Weitere entscheidende Faktoren hierfür sind der Stellenwert der Sportart im jeweiligen Land
und die damit verbundenen tiefen Zahlen lizenzierter Spielerinnen und Spieler.

                Anzahl
Nation                           Tendenz            Ranking      Ranking     Ranking        Ranking
                Lizenzierte      (letzte 4 Jahre)   (Herren A)   (Damen A)   (Herren U19)   (Damen U19)
                (Stand 2016)
Deutschland            11‘512                            8.           6.          10.            9.
Norwegen                 7‘903                           6.           8.           8.            5.
Slowakei                 7‘525                           10.          9.           5.            7.
Dänemark                 6‘409                           5.          10.           9.            17.
Lettland                 3‘409                           7.           5.           7.            8.
Polen                    1‘880                           14.          7.           6.            6.
Estland                  1‘391                           9.          20.          12.             -

Diese Nationen können zwar aktuell den Top-Nationen die Medaillen nicht streitig machen, sind aber an
einem einzelnen Tag in einem einzelnen Spiel durchaus in der Lage, sie in Bedrängnis zu bringen. Um
jedoch nachhaltig in die Nähe der Top-4 Nationen zu kommen, müssen sowohl im Nachwuchs als auch in
den jeweiligen Top-Ligen professionellere Strukturen geschaffen werden.

Für die Entwicklung des internationalen Unihockeys als Ganzes wäre es absolut wünschenswert, dass
diese Nationen aufholen und zu ernsthafteren Konkurrenten der Top-4 Nationen werden. Gespannt wird
vor allem auch die Entwicklung des Unihockeys in Übersee beobachtet. Gerade in Kanada sind einige
Bestrebungen im Gange, Unihockey populärer zu machen. Mit der U19-WM der Damen im Mai 2016 in
Belleville (CAN) wurde versucht, der Sportart in Nordamerika einen weiteren Schub zu verleihen. Aktuell
lebt die Sportart hier vor allem noch von vielen ehemaligen Eishockeyspieler/Innen, die zum
Unihockeysport wechseln. Ebenfalls interessant wird die Entwicklung in Asien sein, wo insbesondere
China der Sportart Unihockey neu mehr Bedeutung zumessen will. China hat sich denn auch für drei
kommende Weltmeisterschaften beworben.

                                                                                              Seite | 20
2.3 Athletenpotential

2.3.1 Entwicklung Swiss Olympic Talent Cards

Die Swiss Olympic Talent Card ist ein Ausweis, welcher Athleten von besonderer Förderungswürdigkeit
als lokales, regionales oder nationales Talent ausweist. Sie wird auf Empfehlung des Nationalen
Verbandes durch Swiss Olympic ausgestellt und ist eine „Lizenz zum Trainieren“. Die Gültigkeitsdauer der
Talent Card ist auf ein Jahr beschränkt. Im Unihockey gelten die Cards jeweils vom 1. August – 31. Juli.
Eine Talentcard erhalten alle Athleten, welche für ein bestimmtes Fördergefäss selektioniert wurden. Die
Selektionen für die Fördergefässe finden jedes Jahr im Mai/Juni statt und entsprechen den Vorgaben der
PISTE von Swiss Olympic.

Es gibt Arten von Talent Cards:

  Lokal (Förderstufe 1) -> führt zur „Swiss Olympic Talent Card Lokal“

  Regional (Förderstufe 2) -> führt zur „Swiss Olympic Talent Card Regional“

  National (Förderstufe 3) – führt zur „Swiss Olympic Talent Card National“

Entwicklung seit 2011

                             2016          2015          2014            2013       2012          2011
National                           80         50            50             47          22            20

Regional                          514        247            94             73          56            44

Lokal                             254        254           152            219         265           373

Total Talent Cards                848       551            296           339         343           437

                                                                                             Seite | 21
2.4 Fazit

2.4.1 SWOT-Analyse

          Chancen/Gefahren           Chancen                                    Gefahren
             ausserhalb des
                 Verbandes - Gute Vernetzung der                      - Finanzielle Möglichkeiten
                                 Auswahlführung
                                                                      - Spielplan/Wettkampfkalender
                                 - Support öffentlich-rechtlicher
                                 Institutionen (BASPO, Swiss          - Höhere Unterhaltskosten
                                 Olympic, Armee…)                     (Reise, Unterkunft, Essen…)
                                                                      als Referenz-nationen
                                 - bevorstehende Heim-
                                 Weltmeisterschaften Damen
Stärken/Schwächen                und Damen U19 nutzen
innerhalb des Verbandes
           Stärken               Erfahrungen innerhalb swiss          Die zur Verfügung gestellten
                                 unihockey (Staff, Funktionäre        Mittel (finanziell, materiell,
- Jahrelanger, konstante         und Mitarbeiter GS) und              Knowhow…) müssen in Zukunft
Erfolge aller Auswahlteams       ausserhalb (Zusammenarbeit mit       noch effizienter eingesetzt
                                 Partnern, andere Spielsport-         werden.
- Kontinuität im Auswahl-        verbände…) optimal nutzen.
bereich (Führung, Trainer,                                            Durch Zusammenarbeiten mit
Staff)                           Ein verlässlicher und                Militär und J+S, sowie einer
                                 zielorientierter Partner sein.       optimale Planung werden die
- Engagement und Knowhow                                              Lohnausfälle der Spieler trotz
der Auswahltrainer               Mit dem Swiss Way wird 2017          Mehraufwand auf ein Minimum
                                 eine neue Ausbildungs- und           beschränkt.
- Planungs- und                  Spielphilosophie lanciert
Organisationsstärke                                                   Spieler/Innen erhalten ab einer
                                                                      bestimmen Anzahl Länderspiele
- klare Ausbildungs- und                                              eine Entschädigungs-Pauschale
Spielphilosophie (Swiss Way)

        Schwächen                Einsparungen und zusätzliche         Die Planung und das Controlling
                                 Mittel sollten in erster Linie für   muss in kostenwirksamen
- Abhängigkeit von Ehren-        Knowhow-Transfer, sowie die          Bereichen (Unterkunft, Reisen/
amtlichen                        Aus- und Weiterbildung von           Flüge…) weitern intensiviert
                                 Mitarbeitern eingesetzt werden.      werden.
- Niveau/Leistungsdichte NLA
(insbesondere Damenbereich)      Reform Ligastruktur bei den          Redimensionierungen dürfen auf
                                 Damen soll Aufschwung                keinen Fall auf Qualitätsverluste
- (Terminliche) Belastbarkeit    bewirken                             innerhalb der Ausbildung oder
der Spieler/Trainer                                                   zur Reduktion von
                                 Vermehrte Teilnahmen von             Trainingstagen führen.
- Internationale Erfahrung von   Junior/Innen-Auswahlen an
CH-Auswahltrainern               internationalen Turnieren werden
                                 auf als Plattform für Perspektiv-
                                 Trainer genutzt

                                                                                             Seite | 22
3. Massnahmen und Ziele

3.1 Strategie swiss unihockey 2014 2018

3.1.1 Strategische Prioritäten (Zentralvorstand)

swiss unihockey hat heute 405 Mitglieder (Vereine) denen über 32‘000 lizenzierte Aktive angehören. Der
Zentralvorstand ist das strategische Gremium von swiss unihockey und steuert gemeinsam mit weiteren
gewählten Gremien die Verbandsentwicklung und -arbeit. Die operative Umsetzung der getroffenen
Entscheide sowie die Erledigung des Tagesgeschäftes erfolgen durch die Geschäftsstelle.

      swiss unihockey schafft Voraussetzungen, um die Schweizer Auswahlen zum Erfolg zu führen.
       Die Teilnahme an Weltmeisterschaften wird mit klaren Zielen verknüpft.

      swiss unihockey fördert attraktive und zielgruppengerechte Spielgefässe und ermöglicht eine
       kontinuierliche sportliche Entwicklung.

      swiss unihockey setzt sich für stufengerechte, nachhaltige und qualitativ hochstehende Angebote
       für die Trainer-, Schiedsrichter- und Funktionärs- Aus-und Weiterbildung ein.

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3.2 Philosophie der Auswahlen swiss unihockey

3.2.1 Leitbild der Auswahlen von swiss unihockey

Erbringen von Spitzenleistungen

Im Bereich ‚Auswahlen‘ gilt ein bedingungsloser Leistungs-Gedanke. Wir fordern und fördern
Spitzenleistungen unserer Mannschaften. Unsere Nationalmannschaften sind die Flaggschiffe im
Schweizer Unihockey. Mit unseren Leistungen setzen wir Standards und dienen den Vereinen als Vorbild.
Um dies zu erreichen sind wir visionär, innovativ und legen eine hohe Leistungsbereitschaft an den Tag.

Individuelle Förderung

Der einzelne Spieler ist stets der Mittelpunkt – egal auf welcher Ausbildungsstufe. Individuelle Förderung
der grössten Talente bereitet den künftigen Teamerfolg unserer Nationalmannschaften vor. Wir stärken
die Stärken und schwächen die Schwächen unserer Spieler. Dabei werden die Spieler über den
Trainingsplatz hinaus von uns belgeitet und betreut.

Förderung der Persönlichkeitsentwicklung

Unsere Athleten sollen sich nicht nur zu Weltklasse-Spielern, sondern auch zu gereiften und vorbildlichen
Persönlichkeiten entwickeln. Wir fördern und fordern deshalb Eigenverantwortung und Eigeninitiative und
vermitteln den ‚High Performance Lifestyle‘. Gleichzeitig legen wir grossen Wert auf Fairness und
Toleranz gegenüber den Gegnern, Schiedsrichtern und Zuschauern.

Trainer als Schlüssel zum Erfolg

swiss unihockey anerkennt, dass die Qualität des Schweizer Unihockeys letztlich auf die Qualität der
Trainer und Spezialisten zurückzuführen ist. Der Trainer steuert den Leistungsaufbau des Athleten.
Deshalb ist die bestmögliche Ausbildung für Spieler nicht von einer permanenten Qualitätssteigerung von
Trainern zu trennen. Die Trainerausbildung von swiss unihockey soll sich an konkreten Praxissituationen
orientieren, fortschrittlich und auf lebenslanges Lernen ausgerichtet sein.

Selbstbewusste Zielformulierung

Wir orientieren uns zwar an den Referenznationen, fokussieren uns jedoch auf unsere Stärken und
Schwächen. Unser Spiel steht im Zentrum unserer Gedanken. Wir verzichten bewusst auf eine
Heroisierung des Gegners. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Entsprechend selbstbewusst treten wir auf.
Dieses Selbstbewusstsein strahlen wir bei der Zielformulierung für Wettkämpfe aus, ohne jedoch eine
gewisse Demut zu vernachlässigen.

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3.2.2 Schwerpunkte und Einflussbereiche der Auswahl-Philosophie
 • Spieler                                                              •Zusammenarbeit NL 
 • Einheitliche Spielphilosophie (Swiss                                  Verband
  Way)
 • Spezialisten, Athletenbetreuer
                                                                        • Vereinsmeetings (Sportchefen,
                                                                         Trainer)
 • Trainer                                                              • Weisung für Nati-spieler
 • Trainerausbildung                        Aus-        Zusammen-
 • Pflichtenhefter, Vereinbarungen                     arbeit mit der
 • KaPl für Trainer                        bildung          Liga

                                                 Spieler/
                                                  Team

                                                       Wettkampf-
                                            Förder-    kalender/-
                                          strukturen     system
 • Kaderstruktur (Auswahlgefässe)
 • Scouting/Selektion                                                   • Planung der
 • Leistungszentren /                                                    Lehrgänge/Camps
  Labelschulen /Labelteams                                              • Liga-Strukturen Top-Ligen
 • Talent Cards (NW-Konzept)

Ausbildung
Alle unsere Auswahlmannschaften arbeiten nach einer einheitlichen Trainings- und Spielphilosophie, dem
„Swiss Way“. Unsere Ausbildungs-Inhalte aus dem „Swiss Way“ fliessen in die Trainerbildungen ein. Die
Auswahltrainer von swiss unihockey kennen und leben den „Swiss Way“. Die Auswahltrainer der jüngsten
Stufe kennen das Nachwuchskonzept von swiss unihockey und arbeiten gemäss diesem.

Zusammenarbeit mit der Liga
Es wird eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen der Nationalliga angestrebt. Sie sind die „Träger“
unserer Nationalspieler und somit für die Nationalmannschaften von grösster Wichtigkeit. swiss unihockey
pflegt aktiv den Kontakt und steht als Dienstleister zur Verfügung. Verband und Vereine stimmen die
Planungen bestmöglich aufeinander ab.

Förderstruktur
swiss unihockey optimiert laufend die bestehenden Strukturen aller Fördergefässe. Wir arbeiten aktiv an
der Erweiterung des Angebotes an Schulen/Leistungszentren mit. Wir bleiben innovativ und flexibel, damit
wir immer bestmöglich auf die Entwicklung und Ausbildung der Auswahlspieler einwirken können.

Wettkampfkalender/-system
Swiss unihockey orientiert sich am internationalen Kalender des IFF. Die Trainings-Lehrgänge sollen
bestmöglich auf den Wettkampfkalender abgestimmt werden. Die Strukturen der Top-Ligen haben
direkten Einfluss auf die Entwicklung der Nationalspieler.

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3.3 Ziele Leistungssport-Bereich 2017 – 2020

3.3.1 Quantitative Ziele
Herren A Nationalmannschaft

     Die Herren Nationalmannschaft gewinnt an Weltmeisterschaften mindestens die Bronzemedaille.
     Die Herren Nationalmannschaft erreicht an der Euro Floorball Tour immer mindestens den dritten
      Rang.

Damen A Nationalmannschaft

     Die Damen Nationalmannschaft gewinnt an Weltmeisterschaften mindestens die Bronzemedaille.
     Die Damen Nationalmannschaft erreicht an der Euro Floorball Tour immer mindestens den dritten
      Rang.

Herren U19 Nationalmannschaft

     Die Herren U19 Nationalmannschaft gewinnt an Weltmeisterschaften            mindestens die
      Bronzemedaille.
     Die Herren U19 Nationalmannschaft erreicht an der Euro Floorball Tour immer mindestens den
      dritten Rang.
     Die Herren U19 Nationalmannschaft schliesst internationale Einladungsturniere immer in den
      Top-3 ab.

Damen U19 Nationalmannschaft

     Die Damen U19 Nationalmannschaft gewinnt an Weltmeisterschaften            mindestens die
      Bronzemedaille.
     Die Damen U19 Nationalmannschaft erreicht an der Euro Floorball Tour immer mindestens den
      dritten Rang.
     Die Damen U19 Nationalmannschaft schliesst internationale Einladungsturniere immer in den
      Top-3 ab.

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3.3.2 Qualitative Ziele und Massnahmen
Herren A Nationalmannschaft

Ziel                            Massnahmen

Steigerung des Trainings-
umfangs sowie Verbesserung
                                     Stützpunkttrainings
der Trainingsbedingungen für
Nationalspieler

                                     Spieler trainieren im RLZ
Verstärkte individuelle
                                     Ausarbeitung eines Rahmenvertrages mit dem BASPO
Förderung der Top-Athleten
                                      (Leistungssportdesk) zur engeren Betreuung der Topathleten

Damen A Nationalmannschaft

Ziel                            Massnahmen

Steigerung des Trainings-
umfangs sowie Verbesserung
                                     Stützpunkttrainings
der Trainingsbedingungen für
Nationalspielerinnen

                                     Spielerinnen trainieren im RLZ
Verstärkte individuelle              Ausarbeitung eines Rahmenvertrages mit dem BASPO
Förderung der Top-Athletinnen         (Leistungssportdesk) zur engeren Betreuung der
                                      Topathleten

Umsetzung der
Fördermassnahmen Damen-              Gemäss separatem Konzept
Unihockey 2017 – 2019

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Herren U19 Nationalmannschaft

Ziel                            Massnahmen

Regelmässig Länderspiele im
                                     Länderspiele in der Schweiz organisieren
eigenen Land

Verstärkte individuelle              Spieler trainieren im RLZ
Förderung der Top-Athleten           Aufbau eines Talentförderprogramms

Verbesserte
Rahmenbedingungen für                Trainer werden im Teilzeit-Pensum angestellt
Auswahltrainer

Damen U19 Nationalmannschaft

Ziel                            Massnahmen

Verstärkte individuelle              Spielerinnen trainieren im RLZ
Förderung der Top-Athletinnen        Aufbau eines Talentförderprogramms

Verbesserte
Rahmenbedingungen für                Trainer werden im Teilzeit-Pensum angestellt
Auswahltrainer

Umsetzung der
Fördermassnahmen Damen-              Gemäss separatem Konzept
Unihockey 2017 – 2019

U17 Regionalauswahlen Damen & Herren

Ziel                            Massnahmen

                                     Zusätzliche Teams nehmen am 3T in Tenero teil
Steigerung des Trainings-
umfangs sowie Verbesserung           Stützpunkttrainings-Tage
der Trainingsbedingungen für         Ausbau Lehrgangsangebot Stufe U17
Auswahlspieler/Innen
                                     Einbindung der Damen in den Trainingsbetrieb der Herren

Verbesserte
Rahmenbedingungen für                Trainer werden im Teilzeit-Pensum angestellt
Auswahltrainer

                                                                                      Seite | 28
Leistungssport-Bereich swiss unihockey

Ziel                           Massnahmen

Swiss Way wird implementiert        An Roadshows

                                    In Trainerkurse

                                    Einbindung in J&S Ausbildung

                                    Über das Mentorenprogramm

Zusammenarbeit mit den              Roadshows organisieren
Vereinen stärken                    Veranstaltungen
                                    Zur Verfügung stellen von Information (WM-Analysen….)
                                    Einführung Label Kinderunihockey

Erstellung von Langzeit-            Entwickeln einer Athletendatenbank
Athletenprofilen                    Stete Weiterentwicklung der Leistungsdiagnostik

Steigerung der                      Flächendeckender Aufbau von Regionalen
Trainingsqualität und –              Leistungszentren. Dadurch Steigerung der
quantität                            Trainingsintensität und des Trainingsumfangs (Anpassung
                                     Rahmenlehrplan).
                                    Qualitative Weiterentwicklung der bereits bestehenden
                                     Leistungszentren
                                    Verstärken der Zusammenarbeit mit den Trägerschaften mit
                                     einem Label von swiss unihockey (Schulen, Vereine).
                                    Sicherung des Know-Hows über die Einführung des Online
                                     Planungstools

Stärkung und Weiterbildung          Regelmässige Sitzungen und Events
der Auswahltrainer von swiss        Know-How-Sicherung durch Austausch
unihockey, sowie Trainer
                                    Zusammenarbeit mit den U15-Trägerschaften im Rahmen
tieferer Auswahlstufen
                                     von Leistungsvereinbarungen steuern
                                    Nutzen von Projektteams (z.B. U17 National) als Plattform
                                     für die Trainerausbildung.
                                    Aufbau eines Trainer-Talentpools
                                    Einführung von Trainerlizenzen
                                    Aufstockung der Anstellung der Nachwuchstrainer (U19 &
                                     U17) auf 60%.

Steuerung und Führung des           Der Zentralvorstand segnet das Reglement der
Auswahl- und Leistungssport-         Leistungssportkommission ab
Bereichs wird breiter               Personelle Besetzung der Auswahl- und
abgestützt                           Leistungssportkommission

                                                                                       Seite | 29
Verbesserung der        Überarbeitung Auswahlstruktur
Kaderstrukturen im      Stärkung der Nationalauswahl U17, damit Nachwuchsspieler
Auswahlbereich           früher internationale Erfahrungen sammeln können.
                        Bildung einer U23-Nationalmannschaft, damit die Spieler in
                         der Zeit zwischen U19 und A-Nationalmannschaft durch
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