Matisse - Picasso - Gorky - Die Lange Nacht - Warhol Seite 20 der Museen
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MAGAZIN 3 · JULI 2019 CHF 8.–
Matisse –
Metamorphosen Seite 10
Picasso – Gorky –
Warhol Seite 20
Die Lange Nacht
der Museen
Seite 31EDITORIAL 3
Liebe Leserinnen,
liebe Leser
Beim Gang durch die Räume des Kunsthauses wird an den
Beschriftungen der Kunstwerke deutlich, wie diese Sammlung
entstanden ist. Neben dem Besitz der Kunstgesellschaft
stehen die Leihgaben der Kunstfreunde sowie zahlreiche
Donationen aus Privatbesitz und Kunststiftungen, die alle
zusammen das internationale Renommee des Museums
begründen. Seit Generationen haben Mäzene und Förderer
unsere Sammlung bereichert, und auch das Kunsthaus selbst
hat immer wieder durch langfristige Kontakte bedeutende
Sammlungen und Konvolute an das Haus gebunden: die
Sammlungen Ruzicka, Koetser und Knecht für die Alten Meister oder die Kooperation mit
der Bechtler-Stiftung für die zeitgenössische Kunst, um nur einige zu nennen. Alle diese
Kunstwerke und Sammlungen werden im Hinblick auf ihre Qualität ausgewählt und
stehen im Kontext mit der Kunsthaus-Sammlung, als Ergänzung und Bereicherung – und
selbstverständlich auch im Blickpunkt unserer Besucherinnen und Besucher. Wie Sie
wissen, werden im Hinblick auf die Erweiterung des Museums künftig drei weitere her-
vorragende Sammlungen ans Kunsthaus kommen, die Sammlung Emil Bührle, die
Sammlung Merzbacher und die Sammlung Hubert Looser. Unsere Ausstellung «Picasso –
Gorky – Warhol» versammelt Skulpturen und Werke auf Papier aus der Sammlung
Looser als eine Preview auf den Einzug der Sammlung in die Kunsthaus-Erweiterung.
Doch zunächst kommt Matisse: Seine Kunst, die alle Gattungen umfasst, war revolu-
tionär und machte ihn zum berühmtesten Künstler Frankreichs im 20. Jahrhundert. In
unserer Ausstellung erfahren Sie, wie Matisse Natur in Kunst verwandelte, wie er
scheinbar zeitlos gültige Formen erfand und wie sein faszinierender Schaffensprozess
auch heute noch ablesbar und verständlich wird.
Wir freuen uns mit Ihnen nach dem Sommer auf die neue Saison – samt unserer
frisch renovierten Eingangshalle, auf die wir zwei lange Jahre verzichten mussten. Ende
August ist sie wieder offen. Und mittendrin und -drunter sehen Sie auch das verheis-
sungsvolle erste Stück jener Passage, die Sie künftig trockenen Fusses in das neue
Gebäude von David Chipperfield führen wird …
Mit herzlichem Gruss
Ihr Christoph Becker
Foto: Kunsthaus Zürich, Franca Candrian
Cover: Henri Matisse, Jeannette IV, 1910 / 1911
Schenkung Madame Jean Matisse an den französischen Staat als Depositum im Musée
Matisse, Nizza, 1978, Musée dʼOrsay, Paris
Foto: François Fernandez, © Succession Henri Matisse / 2019 ProLitteris, Zurich4 ANZEIGEN
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Pierrick Sorin, Pierrick sur la Lune, 2018 (holografierte Szene), weitergeflogen. Dieses galaktische Mobile hat
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uns aber so gut gefallen, dass wir es sogleich in
unser Sortiment aufgenommen haben! Wir freuen
MITGLIEDER uns auf Ihren Besuch im Museums-Shop!
Mondsüchtig?
Nur zwölf Menschen haben den Mond je betreten. Alle
KULTURNEWS
anderen kennen ihn nur aus der Ferne – oder durch
Fotos und Film. Nun fragt die Fotostiftung Schweiz nach Downunder im Wallis
der fotografischen Darstellung dieses Gestirns, das Eine Trouvaille in der Schweizer Museumslandschaft:
die Fantasien der Menschen schon seit jeher beflügelt. Seit Ende 2018 präsentiert das Kunstzentrum Lens
Neben ausgewählten historischen und zeitgenössischen im Wallis zeitgenössische Kunst der Aborigines.
Mit Dauer- und Wechselaus-
Werken hält die Ausstellung auch ein aus 23 688 Bildern
stellungen, Workshops
bestehendes Tableau bereit, das in seiner Kühnheit und Begegnungen möchte
die Mondlandung selbst herausfordert. die Fondation Opale
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grafische Erkundungen» (bis 6. Oktober).
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Ausstellung «Before Time Began», 2019
© Omaire
KULTURNEWS
Schatten in der Kunst
Die Fondation de l’Hermitage in Lausanne beschäftigt sich
in der Ausstellung «Ombres de la Renaissance à nos jours»
mit den Facetten des Schattens. Eine Auswahl von rund
140 Werken bietet einen Überblick über 500 Jahre Kunstge-
schichte. Vertreten sind Künstler wie Rembrandt, Monet, Munch,
Dalí, Picasso, Warhol u.v.a.m. Bis 27. Oktober.
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Joaquín Sorolla y Bastida, L’ombre de la barque, 1903
Museo Sorolla, Madrid
Wir verlosen 2×2 Eintrittstickets: Senden Sie bis zum 18. August
eine E-Mail mit dem Betreff «Schatten» an redaktion@kunsthaus.ch.GUT ZU WISSEN 7
Tiziano Vecellio, Abendlandschaft mit Figurenpaar, 1518 –1520
Öl auf Papier auf Leinwand, 34 × 58 cm, Kunsthaus Zürich, Geschenk der Dr. Joseph Scholz Stiftung, 2019
OBJEKT DER BEGIERDE
Ein Tizian für
das Kunsthaus MITGLIEDER
Die Dr. Joseph Scholz Stiftung hat dem Kunsthaus ein grosses Ge-
schenk gemacht: Ein wunderbares Landschaftsbild, das um
Auf den Spuren
1520 entstand – und damit genau in der Epoche, in der Landschafts- von Marc Chagall
malerei als eigenes Thema der Kunst entdeckt und lanciert Während eines Rundgangs lernen Sie
wurde. Das Bild zeigt eine abendliche Szene mit einem Figurenpaar die faszinierende Kunst von Marc
und einem Blick auf eine Ortschaft und das Meer. Das Werk ist Chagall kennen. Im Fraumünster wird
Ihnen die Leuchtkraft der Farben in
nicht signiert, doch vertritt u.a. der renommierte Tizian-Forscher seinen Glasfenstern nähergebracht. Auf
Paul Joannides überzeugend die Ansicht, es stamme vom grössten dem anschliessenden Spaziergang
Renaissance-Maler Venedigs, Tizian. erfahren Sie, wie der Künstler mit der
Tizian rückt die Ortschaft und das kleinformatige Figurenpaar Stadt an der Limmat verbunden war.
In der Sammlung des Kunsthauses er-
auf die Seite der Komposition und überlässt der Landschaft selber
leben Sie Chagalls ausdrucksstarke
die Bildmitte. Wohl noch vor dem ersten, 1520 / 25 von Albrecht Bilder, die durch seine Kindheit in
Altdorfer geschaffenen, ganz figurenlosen Landschaftsbild gemalt, Weissrussland, die jiddische Sprache
gehört Tizians atmosphärische Komposition zu den bedeutenden sowie die Avantgarde in Paris geprägt
frühen Zeugnissen der Landschaftsmalerei. wurden. Das Angebot beinhaltet eine
Führung im Fraumünster, einen
Stadtspaziergang sowie eine Führung
durch die Chagall-Sammlung des
Kunsthauses.
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1
METAMORPHOSEN
KURATORIN Sandra Gianfreda
1 Henri Matisse
Rückenakt I – IV, 1908 –1930
Bronze, 190 ×116 ×15 cm / 190 ×118 ×19 cm / 190 ×114 ×16 cm / 190 ×114 ×16 cm
Kunsthaus Zürich, 196012 AUSSTELLUNG
Henri Matisse (1869 – 1954) war bereits zu Lebzeiten haupt- Objekt herumzubewegen, um es besser kennenzulernen.»
sächlich als revolutionärer Maler und Erfinder der Papiers Matisse griff demnach zur Plastik, um die Form ausdrücken
découpés berühmt. Dass er aber auch in Ton und Gips model- und den Gegenstand besser erfassen zu können. Das mag
lierte und Wert darauf legte, als Bildhauer öffentlich wahrge- zunächst banal klingen. Der physische Akt des Modellierens
nommen zu werden, ist weit weniger bekannt. Dabei stellen in Ton beziehungsweise das Berühren des darzustellenden
die vier Bronzereliefs «Rückenakt I–IV» nicht nur sein plasti- Gegenstandes mit den eigenen Händen war für Matisse jedoch
sches Hauptwerk, sondern auch einen Meilenstein in der zentral in seinem Schaffensprozess. Er näherte sich dadurch
Skulptur der Moderne dar. seinem Gegenstand nicht nur haptisch, sondern auch kognitiv.
Die Plastik nahm für Matisse seit 1900 einen weit wichti-
«UM DIE FORM ZUM AUSDRUCK ZU BRINGEN…» geren Stellenwert in seinem Selbstverständnis als Künstler
Die Gründe für das Schattendasein von Matisse’ Plastiken sind ein, als er uns in seinen späten Äusserungen glauben machen
vielfältig. Als erstes ist das relativ schmale plastische Œuvre wollte. Das hat auch die letzte grosse Ausstellung, die 2007
zu nennen, das sich auf etwas über 80 Werke beläuft, von dem skulpturalen Œuvre von Matisse in den USA gewidmet
denen die meisten ein kleines Format aufweisen. Gegenüber war, herausgestrichen. Seit 1904 stellte er seine Skulpturen als
seinen zweidimensionalen Arbeiten, aber auch im Vergleich Gipse, Terrakotten und Bronzen regelmässig aus. 1912 fokus-
zum skulpturalen Werk seines Zeitgenossen und Kollegen sierte seine dritte Ausstellung in der von Alfred Stieglitz ge-
Pablo Picasso, das rund 700 Skulpturen umfasst, ist Matisse’ führten Galerie 291 in New York gar auf sein bildhauerisches
plastisches Schaffen in der Tat minimal. Der kleine Massstab Schaffen. 1931 zeigte die New Yorker Galerie Brummer aus-
hat viele Kritiker ausserdem dazu verleitet, die Bronzen des schliesslich seine Bronzen. Auch stellte er seine Skulpturen
Künstlers als «private Studien» einzustufen, die mit seiner mehrfach in seinen Gemälden dar, sodass diese selbst bei
Haupttätigkeit als Maler einhergingen. Die dritte Ursache für Ausstellungen seiner Malerei indirekt präsent waren. Des
die verbreitete Geringschätzung von Matisse’ Plastiken liegt Weiteren liess sich der Künstler bereits sehr früh beim Mo-
in den Äusserungen des Künstlers selbst. Vor allem gegen dellieren oder beim Posieren neben seinen Skulpturen foto-
Ende seines Lebens, als das Modellieren in Ton für ihn schon grafisch ablichten. Edward Steichens und Alvin Langdon Co-
seit Längerem keine wichtige Rolle mehr spielte, stufte er burns Aufnahmen sind frühe Zeugnisse dafür. Matisse vermit-
seine Plastiken als blosse «Ergänzung (s)einer Studien» ein telte ausserdem seiner Schülerschaft in seiner privaten
und betonte, dass er die Bildhauerei «wie ein Maler» betrieben Académie von 1908 bis 1910 Kenntnisse in der Bildhauerei.
habe. 1912 hingegen, als das plastische Arbeiten für ihn von Wenn Matisse seine Plastiken in seinen späten Äusserungen
grosser Bedeutung war, bekannte er, dass er ebenso gern mo- als Arbeiten «für (s)ich selbst» und zur «Klärung (s)einer Ge-
delliere wie male, er habe da keine Vorliebe. Noch 1929 be- danken» bezeichnete, so kann dies einerseits als eine gewisse
zeugte Matisse gegenüber Florent Fels, der eine der ersten Koketterie interpretiert werden. Andererseits konnte er sich als
Monografien über den Künstler verfasste: «Die Mittel haben Künstler, der in der Öffentlichkeit weitaus stärker als Maler
nicht die enorme Bedeutung, die ihnen beigemessen wird, und denn als Bildhauer beurteilt wurde, vielleicht gerade auch des-
ich fühle mich dem, was ich bislang getan habe, in keiner wegen mehr Freiheiten beim Modellieren in Ton erlauben.
Weise verpflichtet. Auch wenn ich einräume, dass einige mei-
ner Gemälde einen gewissen Reichtum enthalten, würde ich MATISSE’ METHODE DER FORMALEN PROGRESSION
nicht zögern, die Malerei aufzugeben, wenn mein höchster Die Bronzen des französischen Künstlers lassen sich grob in
Ausdruck sich auf andere Weise verwirklichen liesse. Um die zwei Kategorien einteilen. Manche Figuren sind singulär, wie
Form zum Ausdruck zu bringen, beschäftige ich mich daher zum Beispiel «Der Leibeigene», «Zwei Frauen», «Die Schlan-
manchmal mit Skulpturen, die es mir erlauben, nicht vor einer genförmige», «Dekorative Figur», «Grosser sitzender Akt»
ebenen Fläche platziert zu bleiben, sondern mich um das oder «Tiare», wobei gewisse Charakteristiken die Skulpturen
miteinander verbinden, wie die Vielansichtigkeit, die Vertika-
lität oder der s-förmige Aufbau. Andere Figuren hingegen griff
Matisse in verschiedenen Zeitabständen immer wieder auf,
«ICH MODELLIERE variierte und verwandelte sie. Daraus entwickelte er sozusa-
gen einen konzeptuellen Ansatz, den man als Methode der
EBENSO GERNE formalen Progression bezeichnen kann. Gleichsam in einer
Metamorphose wandeln sich seine Figuren jeweils ausgehend
WIE ICH MALE – ICH von einer Naturform in eine eigengesetzliche Kunstform.
Die formale Verwandlung in «Rückenakt I–IV», die von
HABE DA KEINE einer naturalistisch anmutenden Gestaltung hin zu einer ra-
dikalen Stilisierung führt, findet sich auch in «Madeleine I–II»,
VORLIEBE.» «Liegender Akt I–III», «Jeannette I–V» und «Henriette I–III».
Einerseits führt uns der Künstler damit in verschiedenen
MATISSE, 1912
Entwicklungsstufen seinen Schaffensprozess einer bestimm-AUSSTELLUNG 13
2
2 Henri Matisse
Stillleben mit Muschel auf schwarzem Marmor, 4. Dezember 1940
Öl auf Leinwand, 54 × 81 cm
The Pushkin State Museum of Fine Arts, Moscow
3 Ausstellungsansicht «Henri Matisse, peintures, dessins, sculptures»,
Galerie Maeght, Paris, 1945, Foto von Marc Vaux
Centre Pompidou / MNAM-CCI / Bibliothèque Kandinsky, Foto © Centre Pompidou,
MNAM-CCI Bibliothèque Kandinsky, Dist. RMN-Grand Palais / Fonds Marc Vaux
ten Figur vor Augen, der sich im Falle von «Rückenakt I–IV»
über mehr als zwei Jahrzehnte erstrecken konnte. Anderer-
seits handelt es sich bei jeder Figur um ein autonomes Werk,
das unabhängig von seinen Vorgängern und Nachfolgern seine
Daseinsberechtigung beansprucht. Für Matisse stellten diese
Werkreihen daher keine Serien im eigentlichen Sinne dar.
Für die Erschaffung von «Rückenakt I–IV» liess sich
Matisse stets einen neuen Gips von dem bisher geschaffenen
Relief abformen. Es ist anzunehmen, dass er jeweils an dem
neuen Abguss weiterarbeitete. Die Urfassung modellierte er
jedoch in Ton; sie ist allerdings nur noch als Fotografie erhal-
ten. Vermutlich entstand der erste Gips vor dem Umzug in das
3 neue Atelier in Issy-les-Moulineaux. Beim Herstellen des14 AUSSTELLUNG
Gipsabgusses ging der Ton unweigerlich kaputt. Matisse ar- Beinen im Grund verankert da. Auffällig ist, dass sie von An-
beitete in Issy direkt am Gipsrelief weiter, woraus «Rücken- fang an keine Füsse hat. Ihre Vertikalität wird durch den
akt I» entstand. Als Matisse 1912 sein Gipsrelief in London Haarzopf, der den Körper in zwei Hälften zu spalten scheint,
ausstellte, war es im Katalog als «Le dos (Plaster sketch)» betont. Im Prozess der Abstrahierung gehen auch die weibli-
aufgeführt, also als Skizze oder Entwurf für eine neue, offen- chen Attribute verloren, sodass die Figur geschlechtslos oder
bar im Entstehen begriffene Arbeit. Das legt die Vermutung sogar männlich wirkt.
nahe, dass Matisse damals bereits an einem Gipsabguss davon Den Prozess der Verwandlung dokumentierte Matisse auch
weiterarbeitete. Im Mai 1913 bearbeitete er bereits den dritten in seiner Malerei. Von zahlreichen Gemälden liess er vor allem
Zustand, wie eine Fotografie von Coburn beweist. Zu einem ab Mitte der 1930er-Jahre Fotografien anfertigen, die verschie-
vorläufigen Abschluss gebracht wurde das Relief 1916. Erst dene Zustände während der Entstehung dokumentieren. Da-
nach mehr als zehn Jahren griff Matisse die Arbeit an dem Gips durch war es ihm möglich, die Veränderungen während des
erneut auf und fertigte um 1930 den vierten Zustand an. Zu
Lebzeiten des Künstlers waren nur der erste, dritte und vierte
4 Henri Matisse
Zustand des «Rückenakts» bekannt. Erst nach dem Tod von Liegender Akt I (Aurora), 1907
Matisse fand seine Familie den zweiten Zustand in einem Bronze, 34,4 × 49,9 × 27,9 cm
The Baltimore Museum of Art, The Cone Collection, formed by
Lagerraum in Nizza und liess alle vier Reliefs ausserplanmäs- Dr. Claribel Cone and Miss Etta Cone of Baltimore, Maryland
sig 1956 in der Retrospektive, die Matisse als Maler und Zeich- Foto: Mitro Hood
ner würdigte, in Paris ausstellen. Nur wenige Monate zuvor 5 Matisse bei der Arbeit an
«Die Schlangenförmige», 1909
waren sie in Hinblick auf den geplanten Ankauf in der Londo- Foto von Edward Steichen
ner Tate öffentlich gezeigt worden. Im Kontext seines plasti- Archives Henri Matisse, Issy-les-Moulineaux
© The Estate of Edward Steichen / 2019 ProLitteris, Zurich
schen Werks kamen sie jedoch erst 1959 in der Ausstellung im
6 Henri Matisse
Kunsthaus Zürich voll zur Geltung.
Die Schlangenförmige, 1909
Die Metamorphose, die die weibliche Rückenfigur durch- Bronze, 56,2 × 28,8 × 19,5 cm
Statens Museum for Kunst, Kopenhagen
läuft, ist vielfach beschrieben worden. Hervorheben möchten Foto: SMK Photo / Jakob Skou-Hansen
wir hier daher nur die zwei stärksten Veränderungen. Die
7 Henri Matisse
Bewegung der geschwungenen S-Linie, die vom linken Arm Liegender Rückenakt, 1944
zum rechten Bein über den Rücken verläuft, erstarrt bis zum Kohle auf «Aquarelle Canson France» Büttenpapier, 38,2 × 56,6 cm
Musée Matisse, Nizza, Legat Madame Henri Matisse, 1960
letzten Zustand vollständig. Die Figur steht nun mit beiden Foto: François Fernandez
4AUSSTELLUNG 15
«UM DIE FORM
ZUM AUSDRUCK ZU
BRINGEN, BE-
SCHÄFTIGE ICH MICH
DAHER MANCHMAL
MIT SKULPTUREN,
DIE ES MIR ERLAUBEN,
NICHT VOR EINER
EBENEN FLÄCHE
PLATZIERT ZU BLEIBEN,
5
SONDERN MICH
UM DAS OBJEKT HERUM-
ZUBEWEGEN, UM
ES BESSER KENNEN-
ZULERNEN.»
MATISSE, 1929
7
616 AUSSTELLUNG
Schaffensprozesses zu verfolgen und, wenn nötig, auf eine PUBLIKATION
vorhergehende Lösung zurückzukommen. Aufschlussreich
Der Katalog zur Ausstellung (Scheidegger &
für unseren Zusammenhang ist jedoch, dass Matisse eine
Spiess, 232 S., ca. 200 Abb.) enthält Beiträge
Auswahl solcher Fotografien zusammen mit seinen Gemälden von Sandra Gianfreda, Claudine Grammont,
auch öffentlich präsentierte, so im Dezember 1945 in der Er- Gaku Kondo, Bärbel Küster und Ellen McBreen.
öffnungsausstellung der Galerie Maeght in Paris. Die sechs Er erscheint in einer deutschen, englischen
ausgestellten Gemälde wurden von ihren jeweils auf den Tag und französischen Ausgabe und ist ab Ausstel-
lungsbeginn im Kunsthaus-Shop und im
genau datierten Fotografien flankiert. Da sie einzeln gerahmt
Buchhandel erhältlich.
waren, verloren sie ihren dokumentarischen Charakter und
wurden sozusagen als Abbild eines nicht mehr existenten
Werks in den Status einer eigenständigen Arbeit erhoben. BEGLEITPROGRAMM
Matisse bezeichnete den Charakter dieser Ausstellung selbst
MATISSE – METAMORPHOSEN.
als «didaktisch». Es war ihm offensichtlich ein grosses Anlie-
Von der Idee zur Ausstellung. Ein Gespräch
gen, zu zeigen, dass seine Gemälde, die mit einer gewissen zwischen Kuratorin Sandra Gianfreda
Leichtigkeit daherkommen, über einen längeren Prozess hin und Christoph Stuehn.
entstanden waren. Oft genug war er dem Vorwurf des schnel- So 1.9., 11 Uhr. Vortragssaal. Mit gültigem
len und leichtfertigen Malens («l’apparente facilité») ausge- Ausstellungsticket und für Mitglieder gratis,
setzt gewesen. sonst CHF 10.– / reduziert CHF 8.–.
Ebenso finden sich Parallelen seines konzeptuellen Ansat-
MATISSE GETANZT
zes in seinem zeichnerischen Werk und seinen späten Papiers
Tanzperformance von Karin Minger
découpés, insbesondere in den «Themen und Variationen», Sa 7.9., 21.30 Uhr (während der Langen Nacht
die Matisse 1941 bis 1942 geschaffen und 1943 publiziert hat. der Museen, Spezialticket), Mi 2.10., 18.30 Uhr,
In den 17 Suiten, die sich aus 158 Zeichnungen zusammenset- Mi 30.10., 18.30 Uhr, Sa 16.11., 14 Uhr. In der
zen, variierte Matisse verschiedene Sujets und hielt auf diese Ausstellung. Mit gültigem Ausstellungsticket
Weise «Zustände» seines Schöpfungsprozesses fest, der sich und für Mitglieder gratis.
hier jedoch nicht progressiv entwickelt. Jede Zeichnung steht H ENRI MATISSE À NICE : DE L’ATELIER
zwar im Zusammenhang mit den anderen Arbeiten, aber wie- AU MUSÉE
derum auch für sich selbst. Présentation par Claudine Grammont,
directrice du Musée Matisse, Nice.
DIE ANTIKE, DIE AKTFOTOGRAFIE UND Événement en collaboration avec l’Alliance
AFRIKA ALS INSPIRATION française et l’Ambassade de France en Suisse.
Do 26.9., 18.30 Uhr. Vortragssaal. Veranstaltung
Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt in unserer Ausstellung
in französischer Sprache. Mit gültigem Aus-
und Publikation befasst sich mit Matisse’ Inspirationsquellen. stellungsticket und für Mitglieder der Zürcher
Während seine Beschäftigung mit Rodin, Michelangelo und Kunstgesellschaft und der Alliance française
mit der Kunst der Antike bereits in Ausstellungen thematisiert gratis, sonst CHF 10.– / reduziert CHF 8.–.
wurde, ist sein intensives Studium fotografischer Vorlagen,
die der Künstler aus Zeitschriften wie «Mes Modèles»,
«L’Étude académique» und «L’Humanité féminine» entnahm,
sowie afrikanischer Vorbilder (hauptsächlich aus West- und
Zentralafrika) in einer Matisse-Skulpturen-Ausstellung bisher
nicht präsentiert worden. In Anbetracht all dieser Facetten
soll Matisse’ plastisches Werk in dieser fokussierten Ausstel-
lung daher in neuem Licht erscheinen.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Musée
Matisse, Nizza. Co-Kuratorin: Claudine Grammont.
Alle Werke von Henri Matisse:
© Succession Henri Matisse / 2019 ProLitteris, Zurich
Mit Unterstützung von: 8 Henri Matisse
Blauer Akt IV, 1952
Gouache und ausgeschnittene Papiere auf Papier,
auf Leinwand, 103 × 76 cm
Schenkung Madame Jean Matisse an den
französischen Staat als Depositum im Musée Matisse,
Nizza, 1978, Musée d’Orsay, Paris
Elisabeth Weber-Stiftung, Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung Foto: François FernandezAUSSTELLUNG 17
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1AUSSTELLUNG 21
2
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WARHOL
Skulpturen und Arbeiten auf Papier aus
der Sammlung Hubert Looser
20. September 2019 – 5. Januar 2020 KURATOR Philippe Büttner22 AUSSTELLUNG
3
Das Kunsthaus Zürich und die Fondation Hubert Looser ha- ein Hauptwerk, ist wohl eine der bedeutendsten Zeichnungen
ben Ende 2018 eine Vereinbarung abgeschlossen, mit der si- der 1930er-Jahre in Schweizer Besitz. Mit einer einzigartigen
chergestellt ist, dass die bedeutende Sammlung der Fondation Darstellungsweise kombiniert Gorky hier figürliche und abs-
mit ihren Beständen aus namentlich Surrealismus, Abstrak- trakt-biomorphe Elemente. Von Picassos Recherchen inspi-
tem Expressionismus und Arte Povera ab Eröffnung des Er- riert, scheint er dabei zugleich auch schon Elemente einer
weiterungsbaus langfristig im Kunsthaus präsent sein wird. Abstraktion vorwegzunehmen, wie sie in den USA erst viel
Einen Vorgeschmack gibt die hier angekündigte Ausstel- später mit Jackson Pollock Fuss fassen wird.
lung. Nach der grossen Präsentation der Sammlung 2013 im Ein weiterer essenzieller Künstler der Sammlung ist der in
Bührlesaal, fokussiert sie auf das Thema der Zeichnungen und Europa wenig bekannte Bildhauer und Zeichner David Smith.
immer wieder auf deren Zusammenspiel mit der Skulptur. Die Zu Recht sieht Florian Steininger in ihm einen der Väter der
Ausstellung wurde, von Florian Steininger kuratiert, 2018 ein amerikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts und einen Pionier
erstes Mal in der Kunsthalle Krems in Österreich gezeigt. der eigenständigen amerikanischen Bildhauerei. In der Samm-
lung Looser findet sich neben einer frühen Stahlskulptur
SPITZENWERKE VON GORKY, PICASSO, Smiths u.a. die hier gezeigte Zeichnung von 1933, in der sich
DE KOONING U.A. Elemente des Surrealistischen mit einer freien Art des Zu-
Lassen wir einige Spitzenwerke Revue passieren: Eines der sammenfügens von Formen verbinden, wie sie für den ameri-
frühesten und bedeutendsten Werke der Looser-Sammlung kanischen Blick auf die Möglichkeiten der Moderne kenn-
ist eine grossformatige Zeichnung von Arshile Gorky. Im os- zeichnend ist.
manischen Reich geboren, musste Gorky 1920 in die USA Eine mittlerweile berühmt gewordene Skulptur bringt uns
auswandern und setzte sich in der Folge namentlich mit den zurück nach Europa: Es handelt sich um Pablo Picassos «Syl-
Surrealisten auseinander. Das Blatt in der Looser-Sammlung, vette» von 1954. Sie besteht aus ausgeschnittenem Metall-AUSSTELLUNG 23
4 5
blech, das mit Ölfarbe bemalt wurde. Dies ist wirklich eine zwischen seinen zwei- und dreidimensionalen Kompositionen
(gemalte) Zeichnung im Raum. Mit dem spielerischen Um- unterschieden und stattdessen von Zeichnungen im Raum
gang mit Form und Material, der darin sichtbar wird, über- gesprochen. Seine «Hanging Puddles» (hängende Pfützen)
rascht das Werk bis heute. In der Ausstellung zeigt es aufs sind abstrakte Linien aus Stahlbändern, die sich allansichtig
Glücklichste die direkte Kombination des Zeichnerischen mit im Raum ausbreiten. Demgegenüber übertrug Taylor für die
dem Skulpturalen. Serie «The Peabody Group» Umrisse von Hundepfützen von
Ein skulpturales Hauptwerk in der Ausstellung ist auch städtischen Gehsteigen mit Tinte und Farbe auf Papier und
Willem de Koonings «Head» von 1973. In den Niederlanden transformierte sie damit zu Kunst.
geboren, wurde de Kooning zu einem der wichtigsten Künstler Eine wichtige neuere Position vertritt die amerikanische
der zweiten Welle der eigenständig amerikanischen Kunst Künstlerin Roni Horn. Florian Steininger bezeichnet ihre
nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei entfernte er sich nie kom- Zeichnungen als subtile kartografische Aufnahmen des Selbst
plett vom Thema der menschlichen Figur. Neben grossen oder auch der Elemente. Die mitunter grossen Blätter seien
abstrakten Gemälden besitzt die Sammlung Looser zwei Patchwork-Arbeiten, die Horn mit Pigment und Stift zunächst
Skulpturen. Besonders eindrucksvoll ist das hier gezeigte zeichnet, um sie dann zu zerschneiden und neu zusammen-
Werk. Der Kopf des Menschen wird nicht abgebildet, sondern zusetzen. Von fern betrachtet wirkten sie eher wie abstrakte
aus der Wucht der skulpturalen Arbeit heraus als haptisches Muster, aus der Nähe gewinne man manchmal den Eindruck
Ereignis neu erfunden. von architektonischen Konstrukten. In ihrer zarten, fast zer-
Neuartig und beeindruckend wirken die Arbeiten des 1948 brechlichen Schönheit seien diese Zeichnungen von einem
geborenen US-amerikanischen Künstlers Al Taylor. Wie Flo- poetischen Minimalismus geprägt.
rian Steininger ausgeführt hat, sind bei ihm das zeichnerische
und bildhauerische Werk eng verbunden. Taylor habe nicht24 AUSSTELLUNG
6
1 Pablo Picasso
Sylvette, 1954
Beidseitige Ölmalerei auf ausgeschnittenem
Metallblech, 69,9 × 47 x 1 cm
ESSENZIELLE ELEMENTE DER MODERNE Sammlung Hubert Looser,
© Succession Picasso / 2019 ProLitteris, Zurich
Hubert Loosers Sammlung fokussiert auf einzigartige, starke
Werke, die sich optimal in die Auffächerung der grossen, 2 David Smith
Untitled (Virgin Islands), 1933
wichtigen Stränge der europäischen und amerikanischen Tusche auf Papier, 46,4 × 61 cm
Moderne einreihen lassen, wie sie im Kunsthaus angestrebt Sammlung Hubert Looser,
© 2019 ProLitteris, Zurich
wird. Seine Werke bereichern die Bestände des Kunsthauses
3 Arshile Gorky
auf hochwillkommene Weise. Die Ausstellung macht Wesent- Untitled, 1931 –1933
liches über die Zwiesprache von Zeichnung und Skulptur in Tusche auf Papier, 64,8 × 92,7 cm
Sammlung Hubert Looser,
der Moderne erfahrbar. © 2019 ProLitteris, Zurich
4 Willem de Kooning
Head III, 1973
Bronze mit schwarzer Patina, 49,5 × 24,7 × 26,5 cm,
AL / ed.: 4 / 12
Sammlung Hubert Looser, © The Willem de Kooning
Foundation / 2019 ProLitteris, Zurich
5 Al Taylor
The Peabody Group #8, 1992
KATALOG Bleistift, Tinte und Gouache auf Papier, 127 × 96,5 cm
Sammlung Hubert Looser,
© The Estate of Al Taylor
Der Katalog zur Ausstellung ist für CHF 20.–
am Kunsthaus-Shop erhältlich – mit einem 6 Roni Horn
Beitrag von Florian Steininger, Künstlerischer Could IX, 1996
Pigmentpulver, Grafit, Kohle,
Direktor der Kunsthalle Krems, und über Buntstift und Lack auf Papier, 136 × 177 cm
150 Abbildungen. Sammlung Hubert Looser, © Roni HornANZEIGEN 25
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Mehr als ein Leben.
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www.reportagen.com26 RESTAURIERUNG Der Mann mit den Fäusten Restaurierung und Erhalt einer bewitterten Aussenskulptur. TEXT Kerstin Mürer
RESTAURIERUNG 27
Die Figur des «Jean d’Aire» ist Teil von Auguste Rodins «Bür-
ger von Calais». Das monumentale Werk wurde 1892 in Calais
enthüllt. Die Stadt errichtete den sechs vornehmen, opfermu-
tigen Bürgern, die sich 1347 dem englischen König Eduard III.
im blossen Hemd und Strick auf Gnade und Ungnade auslie-
fern mussten, damit ein Denkmal.
Rodin bereitete die einzelnen Figuren in grossen Aktstu-
dien vor. Mimik und Gestik, die eine verzweifelte Stimmung
symbolisieren sowie die Betonung von vergrösserten Händen
und Füssen verleihen dem Werk expressionistische Züge.
OBERFLÄCHE ZERSTÖRT
Die Skulptur des Jean d’Aire war Jahrzehnte lang vor dem al-
ten Seerosensaal im Aussenbereich des Kunsthauses aufge-
stellt. Ihre gesamte Oberfläche wurde durch Witterungsein-
flüsse in grossem Umfang zerstört. Diese Aussenbewitterung
hat einerseits zu einem starken Materialabtrag und anderer- Vor der Retusche und Wachskonservierung
seits zur Anlagerung einer harten Sinterschicht aus Gips und
Kupferkorrosionsprodukten geführt. So ist die originale Pati-
na nur noch an sehr wenigen, geschützten Stellen vorhanden.
Es wird vermutet, dass ihr eigentliches Aussehen dunkel- bis
olivbraun-glänzend war. Vor der Restaurierung präsentierte
sich die Oberfläche jedoch matt und stumpf. Senkrechte Was-
serläufe entstellten den Körper und erschwerten die Lesbar-
keit der Modellierung zusätzlich. Auf waagrechten Flächen
war die Patina zudem rostrot verfärbt.
EXPRESSIVE KRAFT WIEDER WAHRNEHMBAR
Neben dem Konsolidieren und Konservieren der Oberfläche
umfasste der Eingriff vor allem restauratorische Massnahmen: Nach der Restaurierung
Hierbei standen neben dem Reinigen der Oberfläche und der
Abnahme von An- oder Ablagerungen vor allem das Retuschie-
ren der Wasserläufe und der Auftrag von Konservierungs-
wachs im Vordergrund. Besonders durch die Konservierung
mit Heisswachs wird eine gleichmässig glänzende, starke
Verdunklung der Oberfläche erzielt, von der man aber im Fall
von «Jean d‘Aire» absah, auch weil sie für den Innenbereich
aus konservatorischer Sicht nicht notwendig ist. Die Kalt-
wachskonservierung hingegen konnte die Spuren der Aussen-
präsentation in einem Masse erhalten, die der Aussage und
Geschichte des Werks Rechnung trägt. Das Werk ist weiterhin
als stark bewitterte Aussenskulptur erfahrbar, die aber heute
wieder ihre ganze expressive Kraft entfaltet.
Mit der Restaurierung des Werks «Jean d’Aire» finden die vor
15 Jahren gestarteten Erhaltungsmassnahmen an den gross-
formatigen Skulpturen Auguste Rodins nun ein Ende. Diese
Restaurierung wurde vom Bank of America Art Conservation
Project grosszügig unterstützt.
Einen Ehrenplatz erhält «Jean d’Aire» in der Ausstellung
«Matisse – Metamorphosen», die vom 30. August bis zum
8. Dezember im Bührlesaal gezeigt wird.
Auguste Rodin, Jean dʼAire, 1887
Bronze, 205 × 68 × 67 cm, Kunsthaus Zürich,
Dauerleihgabe des Kantons Zürich, 194928 DIGITAL
Kaum war der Startschuss zum Projekt
gefallen, war eines klar: User first! Unsere
Endlich ist
Website soll nicht das Abbild interner Or-
ganisationsstrukturen sein, sondern unse-
ren Nutzerinnen und Nutzern dienen. Sie
soll zeitgemäss, informativ, übersichtlich
sie da!
und visuell attraktiv sein und natürlich
Spass machen.
Dies bedeutete, dass wir den Grundauf-
bau der Seite einmal komplett auf den
Kopf stellen mussten, alte Muster analy-
Am 20. Mai konnten wir unsere neue Website sieren, hinterfragen und die Seite ganz
lancieren. Das Ergebnis: Nichts ist mehr so wie es neu denken. Denn die Ansprüche an digi-
tale Auftritte haben sich in den letzten
war! Zumindest fast. Ein paar alte Bekannte
Jahren radikal verändert. Die Mehrheit
durften bleiben. Diese aber in neuem Gewand. der User surft mittlerweile mit dem
Smartphone oder Tablet im Internet –
TEXT Christine Grüner
Tendenz steigend. Um eine maximale
Funktionalität auf allen Endgeräten zu
erzielen, lautete die Strategie daher: Mo-
bile First!
Das Ergebnis kann sich sehen
lassen, auch wenn wir uns da-
rüber im Klaren sind, dass ste-
tig weiter optimiert werden
muss und noch einige Erweiterun-
gen wie beispielswiese das Online-
Ticketing auf uns warten. Aber das
liegt wohl in der Natur der Sache. Web-
projekte sind stets agil und müssen Work
in progress bleiben und genau darin liegt
die Chance. Mit an unserer Seite ein star-
ker Partner, die Digitalagentur Crafft, die
das Projekt professionell und sicher in
den Hafen gebracht hat.
WAS IST NEU?
Die Seite gliedert sich in drei grosse Berei-
che: «Besuch planen», «Die Sammlung»,
«Das Museum». Über das sogenannte
«Hamburger Menu» erhalten Sie Zugang
zur digitalen Welt des Kunsthauses.
Entdecken Sie im Bereich «Besuch pla-
nen» neben praktischen Informationen
rund um Ihren Besuch unsere aktuellen
und kommenden Ausstellungen. Neu kön-
nen wir Ihnen hier noch mehr Informati-
onen bieten: begleitende Veranstaltungen
auf einen Blick, Bildergalerien, passende
Produkte aus unserem Online-Shop wie
Kataloge und Plakate sowie Blicke hinter
die Kulissen in unseren Videobeiträgen.
Sehen Sie sich beispielsweise das Ge-
spräch zwischen Guillaume Bruère und
Kuratorin Mirjam Varadinis an und be-DIGITAL 29
DAS HERZSTÜCK: DIE SAMMLUNG
Verpassen Sie nicht unser Herzstück: «Die
Sammlung»: Mit allen Highlights und Hin-
tergrundinformationen zu den Samm-
lungsbereichen. Und folgen Sie uns im
Bewegtbild durch die Sammlungsräume.
Alle Videos können Sie übrigens auch
auf unserem neuen Youtube-Kanal an-
schauen. Am besten gleich abonnieren,
denn es werden mehr!
Die bedeutendsten Gemälde, Skulptu-
ren, Installationen und grafischen Werke
des Kunsthaus Zürich sind seit diesem
Jahr auch in der «Sammlung Online» ver-
fügbar. Der digitale Katalog konnte dank
der freundlichen Unterstützung des Bun-
desamtes für Kultur (BAK) realisiert wer-
Viel Spass beim Surfen den. Die Auswahl wird laufend durch wei-
und Entdecken! tere Werke und neueste wissenschaftliche
www.kunsthaus.ch Erkenntnisse ergänzt.
Wer nun noch mehr über das Kunst-
haus erfahren will, kann sich im Bereich
kommen Sie einen Einblick in die Arbeit «Das Museum» über die Geschichte, den
des Künstlers. Erweiterungsbau und nicht zuletzt die
In unserer neuen «Agenda» finden Sie Mitgliedschaft informieren. Mit kommen-
jetzt noch mehr Informationen zu allen den Terminen für Mitglieder und Impres-
öffentlichen Veranstaltungen der Kunst- sionen von unseren Vernissagen. Schauen
vermittlung sowie ausstellungsbegleiten- Sie rein, vielleicht finden Sie sich in unse-
den Events. Dank der neuen Filterfunk- rer Bildergalerie wieder.
tion können Sie Ihre Suche noch weiter
verfeinern. Suchen Sie heute, diesen Mo-
nat, dieses Wochenende oder diese Woche
n
oder durchstöbern Sie die Agenda Monat Sie Ihre
Wählen en Filter
id u e ll
für Monat. Interessieren Sie sich beispiels- indiv
genda!
in der A
weise für unsere öffentlichen Führungen?
Dann wählen Sie diese im Dropdownmenu
aus. Die Auswahl der Agenda passt sich im
Hintergrund automatisch an. Oder möch-
ten Sie Ihr Kind für einen Workshop in
unserem Atelier anmelden? Dann filtern
Sie die Agenda nach der Zielgruppe «Kin-
der & Familien». Lassen Sie sich inspirie-
ren. Vielleicht ist etwas für Sie dabei. Ein
zusätzliches Feature ermöglicht es Ihnen
zudem, Termine in Ihrem Kalender zu
speichern oder eine Veranstaltung mit
Freunden und Bekannten über Ihre Social
Media-Kanäle zu teilen.
Im Bereich «Angebote» finden Sie indi-
viduelle Angebote wie unsere privaten
Führungen und Workshops, den Art
Brunch oder Materialien zum eigenstän-
digen Besuch wie die Kunstspürnasen-
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Kesang Lamdark · Esther Mathis · Katja Schenker · Kerim Seiler · Martin Senn
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Kartausstrasse 8 CH-8008 Zürich T +41 44 3802711 info@utebarth.com Kulturort Weiertal Winterthur · www.skulpturen-biennale.chVERANSTALTUNGEN
RUBRIK 31
che Schweizermeister im B-Boying de-
monstriert, wie seine Bilder entstehen.
Diese drücken nicht nur die Dynamik des
DIE LANGE
Breakdance aus, sie entstehen auch im
Tanz. Auf dem Kopf drehend, sprayt Mar-
tinez Kreise und setzt mit verschiedenen
Körperteilen Akzente auf der verteilten
Acrylfarbe.
NACHT DER POETRY-SLAM
21 / 23 Uhr Kilian Ziegler gehört zu den
bekanntesten und erfolgreichsten Slam
MUSEEN
Poeten der Schweiz. Der Wortakrobat und
Kabarettist begeistert das Publikum mit
unverkennbaren Wortspielen und intelli-
gentem Humor.
KARIN MINGER TANZT IN MATISSE
7. September 2019, 18 – 2 Uhr 21.30 Uhr Tanz und Verwandlung gehören
unweigerlich zusammen. Was aber ge-
TE X T Kristin Steiner
schieht, wenn Tanz in den Dialog mit den
skulpturalen Metamorphosen von Matisse
tritt? Karin Minger bringt ihr eigens dafür
konzipiertes Tanzstück hier zur Urauffüh-
rung.
Bereits zum 20. Mal öffnen dieses Jahr die DIE SAMMLUNG ENTDECKEN:
Zürcher Museen des Nachts ihre Pforten. METAMORPHOSEN SPEIS & TRANK
Das Jubiläum feiern wir mit einem ab- 19.30 Uhr Verwandlung bei Joseph Beuys Auch was das Kulinarische angeht, lohnt
wechslungsreichen Programm. 20.30 Uhr Die Metamorphosen des sich ein Besuch im Kunsthaus: In der
Denkmalbegriffs bei Aristide Maillol Lounge mit einem Drink oder einem Glas
LOUNGE & DANCEFLOOR MIT LAESSIG 21.30 Uhr Die Metamorphose von Wein die feinen Häppchen vom Meister
& TRANE / LIVE SET BY REX THE DOG Licht zu Farbe bei Monet Biber geniessen oder sich im Kunsthaus-
18 – 2 Uhr Die Kunsthaus-Lounge lädt in 22.30 Uhr Verwandlung von Alltags- Restaurant rundum verwöhnen lassen.
entspannter Atmosphäre ein zum Verwei- materialien in Kunstwerke bei Twombly
len, etwas Trinken oder einen Happen 23.30 Uhr Wandel von Figuration zu Die Lange Nacht im Kunsthaus Zürich
essen. Auf der Tanzfläche sorgen die Zür- Abstraktion bei Augusto Giacometti wird unterstützt von JTI.
cher DJs Laessig & Trane für den passen- 00.30 Uhr Die Metamorphosen von
den Sound.den. Ovid in der Kunst des Barock TICKETS UND INFO
Kurz vor Mitternacht gibt’s dann ein Ein Ticket zum Einlass in alle beteiligten
knalliges Live Set von «Rex The Dog – a ENGLISH HIGHLIGHTS TOUR Museen kostet CHF 25.–. Kinder und Ju-
live show with Modular Synth». Rex The 21 Uhr Discover the highlights in our gendliche bis 16 Jahre erhalten freien Ein-
Dog macht Musik mit analoger Elektronik collection. Guided tour for English spea- tritt.
und einem selbstgebauten Modular Syn- king visitors.
thesizer. Weltweit trägt er seine eigenwil- Infos und das gesamte Programm unter
ligen Klänge in die besten Clubs, Festivals URSINA LIVE www.langenacht.ch.
und Partys. 20 / 22.30 Uhr Die Bündnerin Ursina ver-
eint folkiges Songwritertum mit spiele-
METAMORPHOSEN IM ATELIER risch leichten Popklängen. Ihre einzigartig
18 – 1 Uhr Jung und Alt lassen sich in der weiche Stimme und die sphärischen Stü-
Sammlung und der Ausstellung zu eigenen cke laden zum Träumen ein.
Bildern inspirieren oder verwandeln Re-
produktionen von Kunst mit Pinsel und BLIND TRACKS
Farbe zu neuen Werken. 20.30 Uhr Breakdancen und gleichzeitig
malen? Für Christian Martinez alias «La
Furia» ist das kein Problem. Der mehrfa-32 ANDERNORTS
Kunstfreunde
Wir sind Jungmitglieder und engagieren uns!
TEXT Fiona Deucher und Georgine Roesle
Die Kunstfreunde Zürich vereinen Kunst-
liebhaber aller Altersgruppen, die dieselbe
Leidenschaft teilen: Kunst zu erleben und
zu fördern. Neben den Anlässen, welche
von den Kunstfreunden Zürich für die
Jungmitglieder ermöglicht werden, orga-
nisieren sich die Jungmitglieder neu auch
untereinander. Sie stehen innerhalb der
Vereinigung für die nächste Generation
der Kunstförderung und werden somit
später auch dafür verantwortlich sein,
diese Tradition in die Zukunft zu tragen.
JUNGMITGLIEDER FÜR
JUNGMITGLIEDER
Dass eigene Ideen und Programmpunkte
für Jungmitglieder initiiert werden soll-
ten, war die Idee unserer Präsidentin Gitti
Hug. Sie lud an einem sommerlichen
Abend eine Gruppe von Jungmitgliedern
ein um zu erfahren, wie das Angebot der
Kunstfreunde für die unter 40-Jährigen
noch attraktiver gestaltet werden könnte.
Die Teilnehmenden zeigten reges Inte-
resse an weiteren Anlässen sowie an Besu-
chen von Sammlungen und Künstlerateli-
ers, welche exklusiv besichtigt werden
können. Die Idee entstand, dass diese
Veranstaltungen für Jungmitglieder je-
weils von anderen Jungmitgliedern orga-
nisiert würden. Der Kreis der Teilnehmen-
den kann, je nach Anlass und Platzverhält-
nissen, auch geöffnet werden, um
Mitgliederanlass bei der Swiss Re
interessierte Freunde und Bekannte ein-ANDERNORTS 33
zuladen, welche noch nicht Mitglied sind.
Spontan meldeten sich einige Jungmitglie-
der, und mit der tatkräftigen Unterstüt-
zung von Maria Larsson von den Kunst-
freunden Zürich konnten im letzten Jahr
bereits diverse solcher Anlässe durchge-
führt werden.
JEDER ANLASS IST EINZIGARTIG
Die Reihe begann u.a. mit einem Besuch
der Kunstsammlung der Swiss Re am
Hauptsitz am Mythenquai, einem Besuch
im Atelier von Thomas Julier mit an-
schliessendem Raclette, einer Führung
durch die Einzelausstellung von Patrick
Hari bei der Galerie Bolte Lang mit einem
vom Künstler selbst zubereiteten Abend-
essen und einem Besuch im Atelier von
Mélodie Mousset (Virtual Reality) und
dem Art Space Last Tango. Jeder Anlass
war einzigartig und gut besucht. Die Dis-
kussionen und Eindrücke der Führungen
wurden jeweils beim anschliessenden ge-
meinsamen Abendessen weitergeführt
und vertieft.
Solche Anlässe wecken offenbar das
Interesse vieler, was sich auch in der Zahl
der neu gewonnenen Jungmitglieder wi-
derspiegelt. Weitere Kunstbesuche und
Kunstreisen sind in Planung. So findet
vom 26. bis 29. September eine Reise an
die «Vienna Contemporary»-Kunstmesse
in Wien statt, welche von einem Jungmit-
Mitgliederreise nach Berlin
glied und Sammler in seinem Zweitwohn-
sitz Wien mitorganisiert wird. Selbstver-
ständlich sind in Österreichs Hauptstadt
auch Besuche der verschiedenen Top-
Museen mit auf dem Programm.
Neben den Veranstaltungen von «Jung-
mitgliedern für Jungmitglieder» besuchen
wir auch gerne Anlässe der Kunstfreunde
Zürich im Kunsthaus. Beispielsweise die MITGLIED WERDEN
jährliche Sommerparty, welche letztes Seit 1917 fördern die Kunstfreunde Zürich das Kunsthaus
Jahr auf dem Dach der Villa Tobler (Direk- Zürich und damit auch das kulturelle Leben in Zürich. Als
tion und Verwaltung Kunsthaus Zürich) Mitglied unter 40 Jahren profitieren Sie für einen jährlichen
Beitrag von CHF 300.– (inkl. Mitgliedschaft Kunsthaus
stattgefunden hat und dieses Jahr im
Zürich) von allen Leistungen und Privilegien. Alle Vorteile
Tinguely-Garten im Kunsthaus Zürich ge- finden Sie auf der Website: www.kunstfreunde-zuerich.ch.
feiert wird. Gerne beantwortet Alexandra Koller Boskovski Ihre Fragen
zur Mitgliedschaft: contact@kunstfreunde-zuerich.ch
Wir freuen uns, wenn Sie sich mit uns
engagieren und unsere Leidenschaft für
die Kunst teilen und wir Sie bald an einem
Fotos: Maria Larsson
Anlass antreffen dürfen.34 ANZEIGEN
Music Director
Paavo Järvi
«Die besten Ergebnisse erzielt
man durch Kooperation. Es
braucht ein Verständnis für
die Musik und den Willen, an
dieser Reise teilzunehmen.»
Foto: Alberto Venzago
tonhalle-orchester.ch
DIE SACHE
MAKROPULOS
Oper von Leoš Janáček
Inszeniert von Dmitri Tcherniakov
www.opernhaus.ch/makropulos
PREMIERE 22 SEP 2O19ERWEITERUNG 35
Aus Alt wird Neu
Moser öffnet sich für Chipperfield.
TEXT Björn Quellenberg
Zweieinhalb Jahre nach der umbaubeding- Kunst und Publikum trocken und sicher
ten Schliessung werden Ende August der unter dem Heimplatz zirkulieren, beglei-
Haupteingang und die Eingangshalle im tet von «Over and above», einer Installa-
Moserbau wieder eröffnet. Die Experten tion von Lawrence Weiner. Über dieses NEUGIERIG?
von Ammann Architekten verpassten der Kunstwerk wird das Kunsthaus-Magazin Buchen Sie jetzt Ihre private Führung
zuletzt 2005 durch sie renovierten Ein- in einer der kommenden Ausgaben aus- über die Baustelle! Egal ob wochen-
gangshalle erneut eine Frischekur. führlich berichten. tags oder am Wochenende. Ab
Die Korpusse von Kaffeebar und Kasse Schön ist indes, dass der Zugang ins September ist die Baustelle soweit
erhalten reflektierende Metallverkleidun- Kunsthaus jetzt wieder über den freien gesichert, dass wir Zugang zu aus-
gewählten Bereichen bieten können.
gen. In der Mitte der Halle führt eine Mar- Platz erfolgt. Zwar sind die charakteristi-
Sie können wählen zwischen
mortreppe hinab in die neu gestaltete schen Platten aus Marmor vor dem Haus drei Angeboten mit verschiedenen
Garderobe und in modern ausgestattete noch nicht wieder verlegt, aber der Haupt- Schwerpunkten aus den Bereichen
WC-Anlagen. eingang strahlt wieder seine Anziehungs- Architektur und Kunst. So kostet z. B.
Schreitet man die Treppe weiter hinab kraft aus. Anfang August zieht das Höllen- eine 60-minütige Führung durch
den Chipperfield-Bau CHF 360.– zzgl.
in das neu unter den Bestand gebaute tor – «Eyecatcher» und Fotomotiv für
CHF 11.– pro Person (inkl. Samm-
zweite Untergeschoss, steht man vor einer Einheimische und Touristen – von seinem lungseintritt Kunsthaus). Sie können
Foto © Amt für Städtebau, Juliet Haller
geschlossenen Wand. Noch. Denn dahin- provisorischen Standort hinter dem Res- bis zu 25 Personen anmelden – Ihren
ter verbirgt sich der 70 Meter lange Über- taurant zurück an seinen ursprünglichen Verein, eine Jubiläumsgesellschaft
gang vom Moserbau in die Erweiterung prominenten Platz an der Hauptfassade. oder einfach Freunde und Bekannte.
von David Chipperfield. Aus Sicherheits- Und ab September kann der Vortragssaal,
Weitere Informationen erhalten Sie auf
gründen wird diese Verbindung erst mit der fast 30 Monate als Eingangshalle www.kunsthaus.ch/besuch-planen/
der Aufnahme des Betriebs im erweiterten diente, wieder für Sonderveranstaltungen angebote und von Flurina Schumacher
Kunsthaus geöffnet. Dann aber können und private Anlässe genutzt werden. unter kunstvermittlung@kunsthaus.ch.36 CLICK
Vernissage
«Fly me to the Moon»
4. April 2019
1 Eine Ausstellung zum Schweben
und Versinken. 1
2 Cathérine Hug, Kuratorin
der Ausstellung.
3 Installation von Katie Paterson:
Die auf dem Flügel spielende digitale
Fassung der Mondscheinsonate wurde
von der Mondoberfläche reflektiert.
2
3Sie können auch lesen