Modulhandbuch B. Sc. Psychiatrische Pflege/Psychische Gesundheit (PPPG) (berufsbegleitend und fachweiterbildungsintegrierend) Studiengangsleitung: ...

 
Modulhandbuch

B. Sc. Psychiatrische Pflege/Psychische Gesundheit (PPPG)
(berufsbegleitend und fachweiterbildungsintegrierend)

Studiengangsleitung:
Prof. Dr. Marcellus Bonato
Prof. Dr. Andrea Zielke-Nadkarni

Stand: 06.03.2019
2

     Präambel

     Das nachfolgend beschriebene Modulhandbuch konkretisiert die inhaltlichen Grundla-
     gen, Kompetenzen und Zieldimensionen der Module des berufsbegleitenden und fach-
     weiterbildungsintegrierenden Studiengangs B. Sc. Psychiatrische Pflege / Psychische
     Gesundheit (PPPG). Die Module der FH sind mit (FH) gekennzeichnet, die Module der
     Fachweiterbildung sind mit (WB) gekennzeichnet. Letztere werden in Form der Aner-
     kennung in das Studium integriert und entsprechen in ihrer Stundenzahl der Weiterbil-
     dungs- und Prüfungsverordnung für Pflegeberufe (WBVO-Pflege-NRW) der Fachwei-
     terbildung Psychiatrie. Eine Ausnahme von diesen Anerkennungen bilden die 3 Mo-
     dule „Pflege in der Allgemeinpsychiatrie“, „Pflege akut psychisch erkrankter Menschen
     und psychiatrische Interventionen in Krisen“ sowie „Pflegerische Versorgung chronisch
     psychisch kranker Menschen“. Diese werden gemeinsam von der FH und der WB ver-
     antwortet und sind im Titel mit (FH & WB) gekennzeichnet.

Modulhandbuch B.Sc. Psychiatrische Pflege/Psychische Gesundheit (PPPG)       Stand: 06.03.2019
1   1.1 Modulbezeichnung (dt. / engl.                                      1.2 Kurzbezeichnung (optional)           1.3 Modul-Code (aus HIS-POS)
    Modul 01: Grundlagen der Psychologie und der psy-
    chiatrischen Versorgung im Gesundheitswesen (FH)
2   2.1 Modulturnus:                                                       2.2 Moduldauer:
    Angebot in    jedem SoSe,      jedem WiSe,                                1 Semester       2 Semester
    anderer Turnus, nämlich:
3   3.1 Angebot für folgenden Studiengang/folgende Studiengänge            3.2 Pflicht, Wahlpflicht, Wahl           3.3 Empfohlenes Fachsemester

    B.Sc. Psychiatrische Pflege/Psychische Gesundheit                      Pflicht                                  1. Fachsemester
                                                                                                                    3. Fachsemester
                                                                                                                    BB PPPG vom 22.01.19 Anlage 2
                                                                                                                    Zusammenlegung von LV
4   Workload
                                                                                                                         Workload insgesamt
                                        Lehrformen/ Form                 SWS je             Std. pro                Arbeitsaufwand Leistungspunkte
                                                                         Lehrform           Semester je             in Std.        (Credits)
                                                                                            Lehrform/               (Workload)     i. d. R. 30 Std. = 1
                                                                                            angegebener             Summe Kontaktzeit LP; nur ganze
                                                                                            Form                    + Summe Selbst-   Zahlen zulässig!
                                                                                            1 SWS darf als 15       studium in Std.
                                                                                            Zeitstunde ange-
                                                                                            setzt werden, d. h.
                                                                                            1 SWS = 1 UStd. x
                                                                                            15 Semesterwochen

                                        Seminaristischer Unterricht

    Kontaktzeit                         01a Grundlagen der Psychologie 2                                       30
    (z. B. Vorlesung, Übung,
    Praktikum, seminaristischer         und Gesundheitspsychologie
    Unterricht, Projekt-/               01b: Psychische Gesundheit /   2                                       30
    Gruppenarbeit, Fallstudie,
    Planspiel, kreditiertes Tutorium)
                                        Krankheit und psychiatrische
    (weitere Zeilen möglich)            Versorgung im
                                        Gesundheitswesen

                                        Summen                           Summe Kontaktzeit Summe
                                                                         in SWS            Kontaktzeit in                 150                5 CP
                                                                                            Std. 60
    Selbststudium                       Vorbereitung und Nachbereitung                                  45
    (z. B. Tutorium, Vor-/
    Nachbereitung,                      Vorbereitung und Nachbereitung                                  45
    Prüfungsvorbereitung,
    Ausarbeitung von
    Hausarbeiten,
    Recherche)
                                        Summen                                              Summe
                                                                                            Selbststudium in
                                                                                            Std. 90

5   5.1 Lernziele
    Fachkompetenz
    Die Studierenden erwerben die Kompetenz, den Untersuchungsgegenstand der Psychologie insbesondere der
    Gesundheitspsychologie zu definieren, ihre Prinzipien zu beschreiben und zusammenzufassen.
    Sie erkennen die Auswirkungen von Modellen von Gesundheit u. Krankheit verschiedener Bevölkerungsgruppen und
    von Determinanten psychischer Gesundheit. Sie skizzieren Arbeitsfelder psychiatrischer Versorgung /
    Organisationsstrukturen und Behandlungsansätze psychiatrischer Einrichtungen und Dienste. Die Studierenden
    wissen um die Bedeutung von Gesundheits- und Pflegeberichterstattung.

    Methodenkompetenz
    Die Studierenden werden befähigt, psychologische Theorien, Ansätze und Instrumente der Psychologie,
    Gesundheitspsychologie für konkrete Situationen in stationären, teilstationären und ambulanten psychiatrischen
    Settings angemessen auszuwählen und den Übertrag der theoretischen Begrifflichkeiten und Implikationen zu
    leisten.
    Sie nutzen Modelle von Gesundheit und Krankheit verschiedener Bevölkerungsgruppen und von Determinanten
    psychischer Gesundheit als Entscheidungshilfen.
     Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
Sozialkompetenz
    Die Studierenden werden in die Lage versetzt, grundlegende (gesundheits-) psychologische Theorien klar und
    adressatengerecht vermitteln zu können. Durch den Austausch im Plenum werden zudem die Dialog- und
    Kritikfähigkeit ausgebildet und/oder gefördert.

    Selbstkompetenz
    Den Studierenden wird ermöglicht, die eigene Lebenswelt im Kontext der Inhalte der in der Lehrveranstaltung
    behandelten Teildisziplinen zu reflektieren und zu nutzen sowie eigene Grenzen wahrzunehmen und eigene Motive
    klären zu können.

    5.2 Lerninhalte
    Einführung in die Psychologie
    Untersuchungsgegenstand der Psychologie
    Theorien und Modelle der Lernpsychologie, Motivationspsychologie, Gesundheitspsychologie

    Psychische Gesundheit / Krankheit und psychiatrische Versorgung im Gesundheitswesen:
    Psychische Gesundheit und Krankheit von Bevölkerungsgruppen
    Definitionen, Abgrenzungen, Modelle von Gesundheit u. Krankheit
    Determinanten psychischer Gesundheit
    Epidemiologischer Wandel und psychische Gesundheit
    Einführung in die deutsche Gesundheitspolitik
    Gesundheitsberichterstattung/Pflegeberichterstattung
    Arbeitsfelder psychiatrischer Versorgung / Organisationsstrukturen und Behandlungsansätze psychiatrischer
    Einrichtungen und Dienste

    → zu den Details: siehe Vorlesungsverzeichnis, Lehrveranstaltungsplan etc.

6 Teilnahmevoraussetzungen (Formal: Prüfung in Modul XY muss bestanden sein o. ä.; Inhaltlich: Modul XY sollte absolviert sein, folgende Kenntnisse sollten
  vorhanden sein, …)
  keine
7 7.1 Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten (z. B. Bestehen der Prüfung, erfolgreicher Abschluss einer Studienleistung, regelmäßige und
  aktive Teilnahme)
  Bestehen der Prüfung
  7.2 Prüfungsformen und -umfang (z. B. Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit, Präsentation, Portfolio, Dauer der Prüfung in Min.)
  Wird regelmäßig abgeschlossen durch Klausur (2. Std.), mündliche Prüfung (30 Min.) oder Hausarbeit (10 Seiten). Die
  jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss grundsätzlich vor Veranstaltungsbeginn verbindlich festgelegt.
  7.3 Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
  Keine
  7.4 Gewichtung der Note bei Ermittlung der Endnote
  s. Prüfungsordnung/-en für oben (Zeile 3) genannte Studiengänge*
  *Die Prüfungsordnungen der Studiengänge finden Sie in den Amtlichen Bekanntmachungen der FH Münster unter dem folgenden Link
   https://www.fh-muenster.de/hochschule/aktuelles/amtliche_bekanntmachungen/index.php?p=2,7.
8 8.1 Veranstaltungssprache/n
     Deutsch     Englisch   Weitere, nämlich:

  8.4 Maximale Teilnehmerzahl (optional)

  8.5 Ergänzende Informationen (optional) (z. B. Literaturempfehlungen, weitere beteiligte Personen etc.)
  Aktuelle Informationen können dem Veranstaltungsverzeichnis (Vorlesungsverzeichnis, LSF, ILIAS, etc. entnommen
  werden).

     Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
1   1.1 Modulbezeichnung (dt. / engl.)                              1.2 Kurzbezeichnung (optional)           1.3 Modul-Code (aus HIS-POS)
    Modul 2: Beziehungsgestaltung und
    Fallverantwortung (WB)
2   2.1 Modulturnus:                                                2.2 Moduldauer:
    Angebot in    jedem SoSe,     jedem WiSe,                          1 Semester       2 Semester
    anderer Turnus, nämlich:
3   3.1 Angebot für folgenden Studiengang/folgende Studiengänge     3.2 Pflicht, Wahlpflicht, Wahl           3.3 Empfohlenes Fachsemester

    B.Sc. Psychiatrische Pflege/Psychische Gesundheit               Pflicht                                  1. Fachsemester

4   Workload
                                                                                                                  Workload insgesamt
                                  Lehrformen/ Form                SWS je             Std. pro                Arbeitsaufwand Leistungspunkt
                                                                  Lehrform           Semester je             in Std.        e (Credits)
                                                                                     Lehrform/               (Workload)     i. d. R. 30 Std. = 1
                                                                                     angegebener             Summe Kontaktzeit LP; nur ganze
                                                                                     Form                    + Summe Selbst-   Zahlen zulässig!
                                                                                     1 SWS darf als 15       studium in Std.
                                                                                     Zeitstunde ange-
                                                                                     setzt werden, d. h.
                                                                                     1 SWS = 1 UStd. x
                                                                                     15 Semesterwochen

                                  Seminaristischer Unterricht

    Kontaktzeit                   2: Beziehungsgestaltung und                                           40
    (z. B. Vorlesung, Übung,
    Praktikum, seminaristischer   Fallverantwortung
    Unterricht, Projekt-/
    Gruppenarbeit, Fallstudie,
    Planspiel, kreditiertes
    Tutorium) (weitere Zeilen
    möglich)

                                  Summen                          Summe Kontaktzeit Summe
                                                                  in SWS            Kontaktzeit in
                                                                                     Std. 40
                                                                                                                300 Std.             10 CP
    Selbststudium                 Angeleitetes Selbststudium;                                           10
    (z. B. Tutorium, Vor-/
    Nachbereitung,                (Angeleitete) Praktische                                           250
    Prüfungsvorbereitung,
    Ausarbeitung von              Weiterbildung
    Hausarbeiten,
    Recherche)
                                  Summen                                             Summe
                                                                                     Selbststudium in
                                                                                     Std. 260

5   5.1 Lernziele
    Fachkompetenz:
       • (psychologische) Modelle der Beziehungsgestaltung beschreiben und vergleichen
       • wichtige Begriffe der allgemeinen Ethik prägnant beschreiben und Bedeutungen ableiten
       • Fragen und Themengebiete der Ethik in Pflege und ethische Prinzipien beschreiben und transferieren
       • Konzepte der Beratung und Anleitung beschreiben (z.B. Experten- und Prozessberatung, Psychoedukation
          u.a.) und individuell übertragen
       • Prozess der Interaktionsgestaltung beschreiben und in versch. Kontexten wiedererkennen
       • Organisationsformen der Pflege, die sich förderlich auf den Beziehungsprozess auswirken, beschreiben und
          kritisch einordnen

    Methodenkompetenz
       • Prozessschritte der Interaktionsgestaltung anwenden, um eine auf Vertrauen basierende Beziehung zu
          realisieren (Klienten und Angehörige)
       • Beziehungen als ein zentrales Element der psychiatrischen Pflege nutzen
         •     pflegerisches Handeln auf der Grundlage ethischer Prinzipien analysieren
         •     unterschiedliche Kommunikationsformen fach- und situationsgerecht einsetzen
    Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
•     die Organisationsform Bezugspflege in der Orientierung an diversen Organisationsmodellen (z.B. Primary-
               nursing) gestalten
         •     situationsgerecht Anleitungs- und Beratungskonzepte anwenden (z. B. Psychoedukation u. a.)

    Sozialkompetenz:
       • pflegerisch-psychiatrisches Handeln im Dialog mit anderen Berufsgruppen auf der Grundlage
            pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse und auf der Basis des evidence based nursing, sowie solchen aus
            entsprechenden Bezugswissenschaften, begründen
       • Klienten und deren Bezugspersonen beraten

    Selbstkompetenz
        • das Expertentum der Klienten anerkennen und diese Erkenntnis für ihre persönliche und damit auch
            berufliche Entwicklung nutzen
        • Sensibilisierung für Selbstwahrnehmungsprozesse, um sie bei Klienten, Angehörigen und Kollegen zur
            Wahrnehmungsvervollständigung sowie zur Evaluation und Weiterentwicklung der Beziehungsarbeit zu
            nutzen und kritisch zu reflektieren

    5.2 Lerninhalte
         1. Menschenbild und Werte, Grund- und Arbeitshaltung
         2. Beziehungsarbeit in der psychiatrischen Pflege
                - Grundlagen des Wahrnehmungsprozesses (Wahrnehmen-Interpretieren-Fühlen-Handeln)
                - Prozess sozialer Interaktion als zentrale Methode einer personenzentrierten Beziehungsgestaltung
                - Beziehungsdynamiken (z. B. Übertragung-Gegenübertragung, Helfersyndrom)
                - Soziale Konzepte und Rollenhandeln als Prozess
         3. Komponenten gelingender zwischenmenschlicher Beziehung (z. B. nach J. Bauer)
            Drei-Phasen-Modell des Vertrauensaufbaus (z. B. nach Petermann)
         4. Moralische und ethische Aspekte in der Beziehungsgestaltung
         5. Modelle der Beratung und Anleitung

6 Teilnahmevoraussetzungen (Formal: Prüfung in Modul XY muss bestanden sein o. ä.; Inhaltlich: Modul XY sollte absolviert sein, folgende Kenntnisse sollten
  vorhanden sein, …)
  keine
7 7.1 Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten (z. B. Bestehen der Prüfung, erfolgreicher Abschluss einer Studienleistung, regelmäßige und
  aktive Teilnahme)
  Bestehen der Prüfung
  7.2 Prüfungsformen und -umfang (z. B. Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit, Präsentation, Portfolio, Dauer der Prüfung in Min.)
  Wird regelmäßig abgeschlossen durch Klausur (2. Std.), mündliche Prüfung (30 Min.) oder Hausarbeit (10 Seiten).
  Die jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss grundsätzlich vor Veranstaltungsbeginn verbindlich
  festgelegt.
  7.3 Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
  keine
  7.4 Gewichtung der Note bei Ermittlung der Endnote
  s. Prüfungsordnung/ -en für oben (Zeile 3) genannte Studiengänge*
  *Die Prüfungsordnungen der Studiengänge finden Sie in den Amtlichen Bekanntmachungen der FH Münster unter dem folgenden Link
   https://www.fh-muenster.de/hochschule/aktuelles/amtliche_bekanntmachungen/index.php?p=2,7.
8 8.1 Veranstaltungssprache/n
     Deutsch     Englisch   Weitere, nämlich:

  8.4 Maximale Teilnehmerzahl (optional)
  8.5 Ergänzende Informationen (optional) (z. B. Literaturempfehlungen, weitere beteiligte Personen etc.)
  Aktuelle Informationen können dem Veranstaltungsverzeichnis (Vorlesungsverzeichnis, LSF, ILIAS, etc.) entnommen
  werden.

    Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
1   1.1 Modulbezeichnung (dt. / engl.)                              1.2 Kurzbezeichnung (optional)           1.3 Modul-Code (aus HIS-POS)
    Modul 3: Eigene Lernwege gestalten (WB)
2   2.1 Modulturnus:                                                2.2 Moduldauer:
    Angebot in    jedem SoSe,     jedem WiSe,                          1 Semester       2 Semester
    anderer Turnus, nämlich:
3   3.1 Angebot für folgenden Studiengang/folgende Studiengänge     3.2 Pflicht, Wahlpflicht, Wahl           3.3 Empfohlenes Fachsemester

    B.Sc. Psychiatrische Pflege/Psychische Gesundheit               Pflicht                                  1. Fachsemester

4   Workload
                                                                                                                  Workload insgesamt
                                  Lehrformen/ Form                SWS je             Std. pro                Arbeitsaufwand Leistungspunkt
                                                                  Lehrform           Semester je             in Std.        e (Credits)
                                                                                     Lehrform/               (Workload)     i. d. R. 30 Std. = 1
                                                                                     angegebener             Summe Kontaktzeit LP; nur ganze
                                                                                     Form                    + Summe Selbst-   Zahlen zulässig!
                                                                                     1 SWS darf als 15       studium in Std.
                                                                                     Zeitstunde ange-
                                                                                     setzt werden, d. h.
                                                                                     1 SWS = 1 UStd. x
                                                                                     15 Semesterwochen

                                  Seminaristischer Unterricht

    Kontaktzeit                   3: Eigene Lernwege gestalten                                          60
    (z. B. Vorlesung, Übung,
    Praktikum, seminaristischer
    Unterricht, Projekt-/
    Gruppenarbeit, Fallstudie,
    Planspiel, kreditiertes
    Tutorium) (weitere Zeilen
    möglich)
                                  Summen                          Summe Kontaktzeit Summe
                                                                  in SWS            Kontaktzeit in
                                                                                     Std. 60
                                                                                                                150 Std.              5 CP
    Selbststudium                 Angeleitetes Selbststudium;                                           10
    (z. B. Tutorium, Vor-/
    Nachbereitung,                (Angeleitete) Praktische                                              80
    Prüfungsvorbereitung,
    Ausarbeitung von              Weiterbildung
    Hausarbeiten,
    Recherche)
                                  Summen                                             Summe
                                                                                     Selbststudium in
                                                                                     Std. 90

5   5.1 Lernziele
    Fachkompetenz
       • Lernformen nebst der neurobiologischen Grundlagen beschreiben und einordnen
       • Besonderheiten im Lernen Erwachsener erkennen und berücksichtigen
       • Lerntypen und Lernmethoden gegenüberstellen
       • Modelle des Zeitmanagements kennen und in ihrer Auswirkung einordnen
       • Recherchemethoden auswählen
       • Methode des Rollenspiels erläutern
       • Merkmale wissenschaftlich orientiertes Arbeitens erläutern und beurteilen

    Methodenkompetenz
       • Lerninhalte adressatengerecht aufarbeiten
       • lernförderliche Milieus gestalten
       • mit Klienten passgenaue Zeitmanagementmethoden identifizieren
       • fachspezifische Literatur recherchieren, auch aus dem angloamerikanischen Raum, auf der Grundlage div.
          Recherchemethoden
       • das Rollenspiel und Videotraining als Methode des sozialen Lernens in verschiedenen Settings beherrschen
       • wissenschaftlich orientiert arbeiten (einschl. Schreiben eines wissenschaftlich orientierten Textes)

    Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
•     fachspezifische Literatur beurteilen hinsichtlich ihrer Verwertbarkeit im fachspezifischen Kontext, um zu
               einer Evidenzbasierung im Arbeitsfeld beizutragen

    Sozialkompetenz
       • aus dem Pool von Zeitmanagementmethoden zielgruppenadäquate und situationsgerechte Methoden
            vermitteln und im beruflichen Handlungsfeld anwenden
       • Personen mit Pflegebedarf bei der Analyse des eigenen Lerntyps und bei der Auswahl geeigneter
            Lernmaterialien unterstützen
       • Lernprozesse gemeinsam mit anderen initiieren und sie zielgerichtet gestalten
       • fachkundigen Dritten das professionelle Handeln begründend darstellen, im kritischen Diskurs argumentativ
            verteidigen und wenn erforderlich ggf. Veränderungen vornehmen

    Selbstkompetenz
        • eigene Lernkompetenz und Reflexionsfähigkeit weiterentwickeln
        • unterschiedliche Lerntechniken und moderne Informationsmedien zur Selbststeuerung des eigenen Lernens
            nutzen
        • eigenen Lernbedarf eruieren und Lernprozesse für sich initiieren
        • kriterienorientiert Ergebnisse aus Evaluationsstudien zur Reflexion ihrer eigenen Tätigkeit nutzen
        • auf Basis der Lehrinhalte den eigenen Umgang mit unterschiedlichen Informationsquellen reflektieren
        • individuellen Wissensstand für das eigene Handlungsfeld bewerten, den Lernbedarf erkennen und
            Lernkontrakte definieren

    5.2 Lerninhalte
         •     Modelle und Theorien zum Lernen als Änderung im Verhalten, Denken und Fühlen
         •     Besonderheiten im Lernen Erwachsener
         •     Lerntypen, Effektivität und Erfolg des Lernens mit kritischer Auseinandersetzung zu Möglichkeiten und
               Grenzen
         •     Lernstile, Lernmethoden, Zeitmanagement sowie Arbeitsmethodik
         •     Pflegeforschung
         •     Wissenschaftlich orientiertes Arbeiten
                   o wissenschaftlich orientiertes Arbeiten und Schreiben von wissenschaftlich orientierten Texten
                   o Schritte und Methoden des evidence based nursing (EBN)
                   o Recherche und Verarbeitung von Literatur (Nutzung elektronischer Medien)
         •     Englische Fachbegriffe
    → zu den Details: siehe Vorlesungsverzeichnis, Lehrveranstaltungsplan etc.

6 Teilnahmevoraussetzungen (Formal: Prüfung in Modul XY muss bestanden sein o. ä.; Inhaltlich: Modul XY sollte absolviert sein, folgende Kenntnisse sollten
   vorhanden sein, …)
   keine
7 7.1 Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten (z. B. Bestehen der Prüfung, erfolgreicher Abschluss einer Studienleistung, regelmäßige und
   aktive Teilnahme)
   Bestehen der Prüfung
   7.2 Prüfungsformen und -umfang (z. B. Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit, Präsentation, Portfolio, Dauer der Prüfung in Min.)
   Wird regelmäßig abgeschlossen durch Klausur (2. Std.), mündliche Prüfung (30 Min.) oder Hausarbeit (10 Seiten).
   Die jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss grundsätzlich vor Veranstaltungsbeginn verbindlich
   festgelegt.
   7.3 Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
   keine
   7.4 Gewichtung der Note bei Ermittlung der Endnote
   s. Prüfungsordnung/-en für oben (Zeile 3) genannte Studiengänge*
   *Die Prüfungsordnungen der Studiengänge finden Sie in den Amtlichen Bekanntmachungen der FH Münster unter dem folgenden Link
    https://www.fh-muenster.de/hochschule/aktuelles/amtliche_bekanntmachungen/index.php?p=2,7.
8 8.1 Veranstaltungssprache/n
     Deutsch     Englisch   Weitere, nämlich:

   8.4 Maximale Teilnehmerzahl (optional)

   8.5 Ergänzende Informationen (optional) (z. B. Literaturempfehlungen, weitere beteiligte Personen etc.)
   Aktuelle Informationen können dem Veranstaltungsverzeichnis (Vorlesungsverzeichnis, LSF, ILIAS, etc.)
   entnommen werden.

    Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
1   1.1 Modulbezeichnung (dt. / engl.)                              1.2 Kurzbezeichnung (optional)           1.3 Modul-Code (aus HIS-POS)
    Modul 4: Pflege in der Allgemeinpsychiatrie (WPM)
    (FH & WB)
2   2.1 Modulturnus:                                                2.2 Moduldauer:
    Angebot in    jedem SoSe,     jedem WiSe,                          1 Semester       2 Semester
    anderer Turnus, nämlich:
3   3.1 Angebot für folgenden Studiengang/folgende Studiengänge     3.2 Pflicht, Wahlpflicht, Wahl           3.3 Empfohlenes Fachsemester

    B.Sc. Psychiatrische Pflege / Psychische Gesundheit             Wahlpflichtmodul                         1. Fachsemester

4   Workload
                                                                                                                  Workload insgesamt
                                  Lehrformen/ Form                SWS je             Std. pro                Arbeitsaufwand Leistungspunkt
                                                                  Lehrform           Semester je             in Std.        e (Credits)
                                                                                     Lehrform/               (Workload)     i. d. R. 30 Std. = 1
                                                                                     angegebener             Summe Kontaktzeit LP; nur ganze
                                                                                     Form                    + Summe Selbst-   Zahlen zulässig!
                                                                                     1 SWS darf als 15       studium in Std.
                                                                                     Zeitstunde ange-
                                                                                     setzt werden, d. h.
                                                                                     1 SWS = 1 UStd. x
                                                                                     15 Semesterwochen

                                  Seminaristischer Unterricht

    Kontaktzeit                   4: Pflege in der                                                      70
    (z. B. Vorlesung, Übung,
    Praktikum, seminaristischer   Allgemeinpsychiatrie
    Unterricht, Projekt-/
    Gruppenarbeit, Fallstudie,
    Planspiel, kreditiertes
    Tutorium) (weitere Zeilen
    möglich)

                                  Summen                          Summe Kontaktzeit Summe
                                                                  in SWS            Kontaktzeit in
                                                                                     Std. 70
                                                                                                                300 Std.             10 CP
    Selbststudium                 Angeleitetes Selbststudium;                                           10
    (z. B. Tutorium, Vor-/
    Nachbereitung,                (Angeleitete) Praktische                                           220
    Prüfungsvorbereitung,
    Ausarbeitung von              Weiterbildung
    Hausarbeiten,
    Recherche)
                                  Summen                                             Summe
                                                                                     Selbststudium in
                                                                                     Std. 230

5   5.1 Lernziele
    Fachkompetenz
        • die aktuellen, medizinischen, psychologischen und sozialwissenschaftlichen Erklärungsansätze über
            Entwicklung von Entstehung und Verlauf von psychiatrischen Krankheitsbildern / Störungsbildern
            beschreiben und vergleichen
        • Erscheinungsformen (Symptome) der unterschiedlichen Krankheitsbilder / Störungsbilder beschreiben und
            abgrenzen
        • Grundprinzipien der Psychopharmakatherapie und anderer Therapieformen (z.B. Psychotherapie,
            Verhaltenstherapie, Soziotherapie, Milieutherapie…) erläutern und vor dem Hintergrund unterschiedlicher
            Settings einordnen
        • Wirkung und Nebenwirkung der Therapieverfahren erklären
        • Grundprinzipien der therapeutisch wirksamen Milieugestaltung beschreiben und Anwendungsbezüge
            herstellen
        • Auswirkungen der Erkrankungen auf die selbständige Alltagsgestaltung identifizieren
        • die mit unterschiedlichen Störungsbildern verbundenen Pflegediagnosen und die dazugehörigen Konzepte
            identifizieren und erläutern (z. B. Entstehungsbedingungen von und Umgang mit Aggression und Gewalt im
            Rahmen akuter und chronisch verlaufender Störungsbilder)
    Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
•    die zum Aufbau einer tragfähigen therapeutisch wirksamen Beziehung notwendigen Schritte /
         Vorgehensweisen ableiten und adaptieren
    •    Struktur des pflegerischen Beitrags zur Therapiekonferenz aufbauen
    •    Merkmale einer pflegerisch-psychiatrischen Gruppe transferieren
    •    Struktur (Aufbau + Ablauf) einer pflegerischen Gruppe entwickeln, begründen und argumentieren (z. B.
         Phasen einer Gruppenstunde und welche Ziele mit Hilfe welcher Maßnahmen in den jeweiligen Phasen
         angestrebt werden)
    •    Stadien der Gruppenentwicklung (im Längsschnitt) kritisch hinterfragen und aufzeigen, welche Aufgaben
         sich für die Gruppenleitung ergeben

Methodenkompetenz
   • ein auf die Grunderkrankung abgestimmtes therapeutisch wirksames Milieu gestalten
   • Instrumente zur Erhebung des Pflegebedarfs fallspezifisch einsetzen, Pflegeerfordernisse bedarfs- und
      bedürfnisorientiert ableiten und daraus resultierende Pflegerfordernisse zielgerichtet planen
   • Evaluationsinstrumente auf ihre Eignung hin beurteilen und diese eigenverantwortlich und fallspezifisch
      anwenden
   • gemeinsam mit Patienten und Klienten sowie anderen Berufsgruppen Wirkungen und Nebenwirkungen von
      Therapieverfahren einschätzen und Personen mit Pflegebedarf dazu bedarfsorientiert beraten
   • pflegerisch-psychiatrische Gruppen (z. B. Angehörigengruppen / Psychoedukation / Metakognitives Training
      / Gruppen im Rahmen der Adherence-Therapie / im Rahmen der Soziotherapie) konzipieren, planen,
      durchführen, evaluieren und dokumentieren
   • Personen mit Pflegebedarf und deren Angehörige auf der Grundlage von Beratungskonzepten beraten
   • tragfähige Beziehungen auf der Grundlage von spezifischen Konzepten aufbauen und gestalten
   • Methoden der Deeskalation adaptieren
   • Modelle zur Motivation (z. B. Rubikon-Modell, Motivational Interviewing) transferieren

Sozialkompetenz
   • Patienten / Klienten bei der Entwicklung individueller Bewältigungsstrategien im Umgang mit ihrer
        Erkrankung unterstützen und gemeinsam mit ihnen und ihren Angehörigen Strategien entwickeln, um eine
        optimale Versorgung nach der klinischen Behandlung sicherzustellen
   • in der Interaktion mit allen Beteiligten die Interessen der Klienten / Patienten vertreten und sie in
        Auseinandersetzungen mit den Angehörigen des multiprofessionellen Teams unterstützen
   • in Konfliktsituationen unterschiedliche Standpunkte kritisch einordnen, Begründungszusammen-hänge
        herstellen und Alternativen aushandeln; ggf. da wo notwendig eigenen Standpunkt (differenziert und
        adressatengerecht) begründend und wertschätzend durchsetzen
   • im kritischen Diskurs den pflegerischen Beitrag zur Therapiekonferenz argumentativ vertreten
   • die Interessen von Patienten und Klienten im komplexen Netzwerk gemeindepsychiatrischer Hilfen vertreten
   • zwischen Klinik, Patient / Klient und gemeindepsychiatrischem Verbund vermitteln
   • mit Individuen und Gruppen anderer Kulturen erfolgreich und angemessen interagieren

Selbstkompetenz
    • eine professionelle Haltung zu herausforderndem Verhalten (Selbst- und Fremdaggression, Suizidalität, sog.
        „Noncompliance“) entwickeln
    • persönliche Stresssignale und „Di-Stress“ frühzeitig erkennen und diesen entgegenwirken (Work-Live-
        Balance)
    • das eigene Handeln in kritischen und emotional herausfordernden Situationen kritisch reflektieren
    • die eigene Lebenswelt im Kontext der Inhalte „Umgang mit Zwang und Gewalt“ sowie „Würde und Toleranz“
        reflektieren
    • Förderung der eigenen Gesundheit durch persönliches Stressmanagement

5.2 Lerninhalte
•    Gesundheitsförderung und Prävention
•    Modelle von Gesundheit und Krankheit (z. B. Vulnerabilität-Stress-Coping-Modell und Salutogenese)
•    Allgemeine Psychopathologie und Klassifikationen psychischer Erkrankungen
     - ICD und DSM
     - AMDP Systematik
•    Schizophrene Psychosen (Klassifizierung, Symptome, Verläufe, Therapien)
•    Affektive Störungen (Klassifizierung, Symptome, Verläufe, Therapien)
•    Organische psychische Störungen (Klassifizierung, Symptome, Verläufe, Therapien)
•    Persönlichkeitsstörungen (Klassifizierung, Symptome, Verläufe, Therapien)
•    Essstörungen (Klassifizierung, Symptome, Verläufe, Therapien)
•    Abhängigkeitserkrankungen (Klassifizierung, Symptome, Verläufe, Therapien)
•    Pharmakologische Behandlung und andere Behandlungsmethoden

Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
•    Pflegeprozess (unter Nutzung pflege- und bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse)
          - Assessment und Assessmentinstrumente, zum Assessment benötigte Kompetenzen
          - Pflegediagnostischer Prozess (NANDA orientiert)
          - Zielformulierung anhand der individuellen Verlaufsphasen psychiatrischer Erkrankungen
          - Entwicklung und kritische Beurteilung angemessener Interventionen
     •    Multiprofessionelle Behandlungsplanung in der Pflege allgemeinpsychiatrisch erkrankter Menschen
     •    Pflegerisch-psychiatrische Gruppenarbeit
     •    Pflegetherapeutische Einzelangebote
     •    Sozio- und Milieutherapie
     •    Beratung als zentrale pflegerische Aufgabe
     •    Lebenswelt von Betroffenen, insbesondere Angehörigenarbeit
    → zu den Details: siehe Vorlesungsverzeichnis, Lehrveranstaltungsplan etc.

6 Teilnahmevoraussetzungen (Formal: Prüfung in Modul XY muss bestanden sein o. ä.; Inhaltlich: Modul XY sollte absolviert sein, folgende Kenntnisse sollten
  vorhanden sein, …)
  keine
7 7.1 Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten (z. B. Bestehen der Prüfung, erfolgreicher Abschluss einer Studienleistung, regelmäßige und
  aktive Teilnahme)
  Bestehen der Prüfung
  7.2 Prüfungsformen und -umfang (z. B. Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit, Präsentation, Portfolio, Dauer der Prüfung in Min.)
  Wird regelmäßig abgeschlossen durch Klausur (2. Std.), mündliche Prüfung (30 Min.) oder Hausarbeit (10 Seiten).
  Die jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss grundsätzlich vor Veranstaltungsbeginn verbindlich
  festgelegt.
  7.3 Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
  keine
  7.4 Gewichtung der Note bei Ermittlung der Endnote
  s. Prüfungsordnung/-en für oben (Zeile 3) genannte Studiengänge*
  *Die Prüfungsordnungen der Studiengänge finden Sie in den Amtlichen Bekanntmachungen der FH Münster unter dem folgenden Link
   https://www.fh-muenster.de/hochschule/aktuelles/amtliche_bekanntmachungen/index.php?p=2,7.
8 8.1 Veranstaltungssprache/n
     Deutsch     Englisch   Weitere, nämlich:

  8.4 Maximale Teilnehmerzahl (optional)

  8.5 Ergänzende Informationen (optional) (z. B. Literaturempfehlungen, weitere beteiligte Personen etc.)
  Aktuelle Informationen können dem Veranstaltungsverzeichnis (Vorlesungsverzeichnis, LSF, ILIAS, etc.) entnommen
  werden.

    Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
1   1.1 Modulbezeichnung (dt. / engl.                                  1.2 Kurzbezeichnung (optional)          1.3 Modul-Code (aus HIS-POS)
    Modul 05: Forschungsmethoden (FH)
2   2.1 Modulturnus:                                                   2.2 Moduldauer:
    Angebot in    jedem SoSe,     jedem WiSe,                             1 Semester      2 Semester
    anderer Turnus, nämlich:
3   3.1 Angebot für folgenden Studiengang/folgende Studiengänge        3.2 Pflicht, Wahlpflicht, Wahl          3.3 Empfohlenes Fachsemester

    B.Sc. Psychiatrische Pflege/Psychische Gesundheit                  Pflicht                                 2. Fachsemester

4   Workload
                                                                                                                    Workload insgesamt
                                  Lehrformen/ Form                 SWS je              Std. pro                Arbeitsaufwand Leistungspunkt
                                                                   Lehrform            Semester je             in Std.        e (Credits)
                                                                                       Lehrform/               (Workload)     i. d. R. 30 Std. = 1
                                                                                       angegebener             Summe Kontaktzeit LP; nur ganze
                                                                                       Form                    + Summe Selbst-   Zahlen zulässig!
                                                                                       1 SWS darf als 15       studium in Std.
                                                                                       Zeitstunde ange-
                                                                                       setzt werden, d. h.
                                                                                       1 SWS = 1 UStd. x
                                                                                       15 Semesterwochen

                                  Seminaristischer Unterricht

    Kontaktzeit                   05a Empirie                      2                                      30
    (z. B. Vorlesung, Übung,
    Praktikum, seminaristischer   05b Deskriptive Statistik        2                                      30
    Unterricht, Projekt-/
    Gruppenarbeit, Fallstudie,
    Planspiel, kreditiertes
    Tutorium) (weitere Zeilen
    möglich)
                                  Summen                           Summe Kontaktzeit Summe
                                                                   in SWS            Kontaktzeit in
                                                                                       Std. 60
                                                                                                                     150                5 CP
    Selbststudium                 Vorbereitung und Nachbereitung                                          45
    (z. B. Tutorium, Vor-/
    Nachbereitung,                Vorbereitung und Nachbereitung                                          45
    Prüfungsvorbereitung,
    Ausarbeitung von
    Hausarbeiten,
    Recherche)
                                  Summen                                               Summe
                                                                                       Selbststudium in
                                                                                       Std.   90
5   5.1 Lernziele
    Fachkompetenz
    Einfachere Evaluationsstudien in Fachzeitschriften lesen und verstehen und angemessen beurteilen (CONSORT-
    Kriterien; kritische Würdigung)

    Methodenkompetenz
    Ergebnisse aus Evaluationsstudien im Sinne einer evidenzbasierten Praxis anwenden

    Sozialkompetenz
    Ergebnisse aus empirischen Studien zielgruppenadäquat und situationsgerecht unter Beachtung der empirischen
    Evidenz vermitteln und/oder im beruflichen Handlungsfeld anwenden und implementieren

    Selbstkompetenz
    Ergebnisse aus Evaluationsstudien zur Reflexion der eigenen Tätigkeit nutzen

    Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
5.2 Lerninhalte
    Grundsatz: Integrierte Lehre der Empirie und Deskriptiven Statistik zu einer inhaltlichen Thematik aus dem
    psychiatrischen Versorgungskontext
       • Beobachtungsverfahren
       • Befragungsmethoden
       • experimentelle Planung
       • Planung von Evaluationsstudien
       • Standards von Evaluationen
       • Skalenniveaus; Lage- und Streuungsmaße; Fehlende Werte; Grafische Darstellungen; Korrelation und
            Assoziation
    → zu den Details: siehe Vorlesungsverzeichnis, Lehrveranstaltungsplan etc.

6 Teilnahmevoraussetzungen (Formal: Prüfung in Modul XY muss bestanden sein o. ä.; Inhaltlich: Modul XY sollte absolviert sein, folgende Kenntnisse sollten
  vorhanden sein, …)
  keine
7 7.1 Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten (z. B. Bestehen der Prüfung, erfolgreicher Abschluss einer Studienleistung, regelmäßige und
  aktive Teilnahme)
  Bestehen der Prüfung
  7.2 Prüfungsformen und -umfang (z. B. Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit, Präsentation, Portfolio, Dauer der Prüfung in Min.)
  Wird regelmäßig abgeschlossen durch Klausur (2. Std.), mündliche Prüfung (30 Min.) oder Hausarbeit (10 Seiten).
  Die jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss grundsätzlich vor Veranstaltungsbeginn verbindlich
  festgelegt.
  7.3 Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
  keine
  7.4 Gewichtung der Note bei Ermittlung der Endnote
  s. Prüfungsordnung/-en für oben (Zeile 3) genannte Studiengänge*

  *Die Prüfungsordnungen der Studiengänge finden Sie in den Amtlichen Bekanntmachungen der FH Münster unter dem folgenden Link
   https://www.fh-muenster.de/hochschule/aktuelles/amtliche_bekanntmachungen/index.php?p=2,7.
8 8.1 Veranstaltungssprache/n
     Deutsch     Englisch   Weitere, nämlich:

  8.4 Maximale Teilnehmerzahl (optional)

  8.5 Ergänzende Informationen (optional) (z. B. Literaturempfehlungen, weitere beteiligte Personen etc.)
  Aktuelle Informationen können dem Veranstaltungsverzeichnis (Vorlesungsverzeichnis, LSF, ILIAS, etc. entnommen
  werden).

    Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
1.1 Modulbezeichnung (dt. / engl.)                                       1.2 Kurzbezeichnung (optional)          1.3 Modul-Code (aus HIS-POS)
 Modul 06: Theoretische Grundlagen psychiatrischer
 Versorgung und Gesundheitsförderung (FH)
2 2.1 Modulturnus:                                                        2.2 Moduldauer:
  Angebot in    jedem SoSe,     jedem WiSe,                                  1 Semester      2 Semester
  anderer Turnus, nämlich:
3 3.1 Angebot für folgenden Studiengang/folgende Studiengänge             3.2 Pflicht, Wahlpflicht, Wahl          3.3 Empfohlenes Fachsemester

 B. Sc. Psychiatrische Pflege / Psychische Gesundheit                     Pflicht                                 2. Fachsemester
                                                                                                                  4. Fachsemester
                                                                                                                  BB PPPG vom 22.01.19 Anlage 2
                                                                                                                  Zusammenlegung von LV
4 Workload
                                                                                                                       Workload insgesamt
                                     Lehrformen/ Form                 SWS je              Std. pro                Arbeitsaufwand Leistungspunkte
                                                                      Lehrform            Semester je             in Std.        (Credits)
                                                                                          Lehrform/               (Workload)     i. d. R. 30 Std. = 1
                                                                                          angegebener             Summe Kontaktzeit LP; nur ganze
                                                                                          Form                    + Summe Selbst-   Zahlen zulässig!
                                                                                          1 SWS darf als 15       studium in Std.
                                                                                          Zeitstunde ange-
                                                                                          setzt werden, d. h.
                                                                                          1 SWS = 1 UStd. x
                                     Seminaristischer Unterricht                          15 Semesterwochen
 Kontaktzeit                         06a: Gesundheitsförderung in der 2                                      30
 (z. B. Vorlesung, Übung,
 Praktikum, seminaristischer         psychiatrischen Versorgung
 Unterricht, Projekt-/               06b: Theoretische Grundlagen     2                                      30
 Gruppenarbeit, Fallstudie,
 Planspiel, kreditiertes Tutorium)
                                     der Pflege mit Schwerpunkt
 (weitere Zeilen möglich)            psychische Gesundheit

                                     Summen                           Summe Kontaktzeit Summe
                                                                      in SWS            Kontaktzeit in                  150                  5
                                                                                          Std. 60
 Selbststudium                       Vorbereitung und Nachbereitung                                          45
 (z. B. Tutorium, Vor-/
 Nachbereitung,                      Vorbereitung und Nachbereitung                                          45
 Prüfungsvorbereitung,
 Ausarbeitung von Hausarbeiten,
 Recherche)
                                     Summen                                               Summe
                                                                                          Selbststudium in
                                                                                          Std. 90

5 5.1 Lernziele
 Fachkompetenz: aktuelle theoretische pflegewissenschaftliche Grundlagen der psychiatrischen Pflege rezipieren,
 beschreiben, kritisch betrachten und in der Praxis damit arbeiten. Gesundheitsförderung & Prävention in der
 psychiatrischen Versorgung definieren, ihre Prinzipien beschreiben und zusammenfassen.

 Methodenkompetenz: Die Studierenden werden befähigt, psychologische Theorien, Ansätze und Instrumente
 Gesundheitsförderung einzusetzen und Instrumente, Techniken, Organisationsformen, Prinzipien und
 Modelle/Theorien der psychiatrischen Pflege gegeneinander abzuwägen und in verschiedenen Settings gezielt
 patientenzentriert einzusetzen.
 Sie verstehen Prävention auch als Gesundheitsaufklärung, –beratung, -erziehung, -bildung inkl. EdE (Experten durch
 Erfahrung) und wenden sie dementsprechend an.

 Sozialkompetenz: im Team fallbezogene Entscheidungen auf der Basis theoretischer pflegewissenschaftlicher
 Grundlagen diskutieren, fällen, in ihren Konsequenzen reflektieren.
 In der Praxis reflektieren die Studierenden Gesundheitsförderung & Prävention interdisziplinär und unter
 Berücksichtigung der Expertise der Experten durch Erfahrung (EdE).

 Selbstkompetenz: eine eigenständige, selbstkritische Haltung zu a) gesellschaftlichen Normalitätserwartungen b)
 Personen mit psychischen Erkrankungen c) berufspolitischen Fragestellungen entwickeln; persönliche Werte und
 Normen erkennen und als eine der möglichen Perspektiven auf die Lebenswelt reflektieren.
     Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
5.2 Lerninhalte
 Grundlagen der Gesundheitsförderung
      • Gesundheitsförderung & Prävention: Begriffe und Abgrenzung;
      • Ansätze der Gesundheitsförderung: z.B. Setting-Ansätze (WHO);
      • Präventionskonzepte und deren kritische Betrachtung;
      • Empowerment, shared-decision-making & Partizipation als Prinzipien; Salutogenese als
          Rahmenmodell, NANDA-Diagnosen;
      • Instrumente der Gesundheitsförderung & Prävention in (teil-)stat. & ambl. psych. Settings, alters-
          und institutionsspezifisch, inkl. EdE (Experten durch Erfahrung)

 Pflegewissenschaftliche Grundlagen der psychiatrischen Pflege:
 Aufgaben: z.B. beobachten (Krankheitsverlauf, Suizidgefahr) begleiten (Gesprächsführung, Krisenbegleitung), beraten
 (z.B. Patienten, Angehörige) unterstützen (Selbstpflegemaßnahmen, Annahme von Therapieangeboten,
 Alltagsbewältigung, Erhalt und Aufbau sozialer Beziehungen, Entwicklung von Coping Strategien), aufklären
 (Psychoedukation, Soziotherapie, Milieutherapie)
 Organisationsformen: Partnerschaft im interdisziplinären Team, sektoral: Bezugspflege, Primary Nursing,
 Überleitungspflege; intersektoral: Care-/Case-Management;
 Theoretische Konzepte: z.B. Patientenzentrierung, Empowerment, Recovery, Partizipation,
 (theoretische) Prinzipien der psychiatrischen Pflege: z.B. Alltagskompetenz fördern, aktivierend pflegen, biographisch
 arbeiten,
 Instrumente/Techniken der psychiatrischen Pflege: z.B. Pflegeprozess, Pflegediagnosen NANDA, Pflegevisite
 Erkenntnistheoretische Ansätze: Verstehende Soziologie (Hermeneutik, Symbolischer Interaktionismus),
 Konstruktivismus, Systemtheorie
 Modelle und Theorien in der psychiatrischen Pflege: (z.B. Peplau, Friedemann, B. Neuman, King)
 Forschungsfelder: z.B. Interventionsforschung; Effektivitäts-/Evaluationsforschung, nutzerbezogene Forschung,
 Biographieforschung
 → zu den Details: siehe Vorlesungsverzeichnis, Lehrveranstaltungsplan etc.
6 Teilnahmevoraussetzungen (Formal: Prüfung in Modul XY muss bestanden sein o. ä.; Inhaltlich: Modul XY sollte absolviert sein, folgende Kenntnisse sollten
  vorhanden sein, …)
  keine
7 7.1 Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten (z. B. Bestehen der Prüfung, erfolgreicher Abschluss einer Studienleistung, regelmäßige und
  aktive Teilnahme)
  Bestehen der Prüfung
  7.2 Prüfungsformen und -umfang (z. B. Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit, Präsentation, Portfolio, Dauer der Prüfung in Min.)
  Wird regelmäßig abgeschlossen durch Klausur (2. Std.), mündliche Prüfung (30 Min.) oder Hausarbeit (10 Seiten). Die
  jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss grundsätzlich vor Veranstaltungsbeginn verbindlich festgelegt.
  7.3 Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
  keine
  7.4 Gewichtung der Note bei Ermittlung der Endnote
  s. Prüfungsordnung/ -en für oben (Zeile 3) genannte Studiengänge*
  *Die Prüfungsordnungen der Studiengänge finden Sie in den Amtlichen Bekanntmachungen der FH Münster unter dem folgenden Link
   https://www.fh-muenster.de/hochschule/aktuelles/amtliche_bekanntmachungen/index.php?p=2,7.
8 8.1 Veranstaltungssprache/n
     Deutsch     Englisch   Weitere, nämlich:

  8.4 Maximale Teilnehmerzahl (optional)

  8.5 Ergänzende Informationen (optional) (z. B. Literaturempfehlungen, weitere beteiligte Personen etc.)
  Aktuelle Informationen können dem Veranstaltungsverzeichnis (Vorlesungsverzeichnis, LSF, ILIAS, etc.) entnommen
  werden.

     Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
1   1.1 Modulbezeichnung (dt. engl.)                                1.2 Kurzbezeichnung (optional)           1.3 Modul-Code (aus HIS-POS)
    Modul 7a: Wahlpflichtmodul Gerontopsychiatrische
    Pflege (WB)
2   2.1 Modulturnus:                                                2.2 Moduldauer:
    Angebot in    jedem SoSe,     jedem WiSe,                          1 Semester       2 Semester
    anderer Turnus, nämlich:
3   3.1 Angebot für folgenden Studiengang/folgende Studiengänge     3.2 Pflicht, Wahlpflicht, Wahl           3.3 Empfohlenes Fachsemester

    B.Sc. Psychiatrische Pflege / Psychische Gesundheit             Wahlpflicht                              2. Fachsemester

4   Workload
                                                                                                                  Workload insgesamt
                                  Lehrformen/ Form                SWS je             Std. pro                Arbeitsaufwand Leistungspunkt
                                                                  Lehrform           Semester je             in Std.        e (Credits)
                                                                                     Lehrform/               (Workload)     i. d. R. 30 Std. = 1
                                                                                     angegebener             Summe Kontaktzeit LP; nur ganze
                                                                                     Form                    + Summe Selbst-   Zahlen zulässig!
                                                                                     1 SWS darf als 15       studium in Std.
                                                                                     Zeitstunde ange-
                                                                                     setzt werden, d. h.
                                                                                     1 SWS = 1 UStd. x
                                                                                     15 Semesterwochen

                                  Seminaristischer Unterricht

    Kontaktzeit                   7a: Wahlpflichtmodul                                                  70
    (z. B. Vorlesung, Übung,
    Praktikum, seminaristischer   Gerontopsychiatrische Pflege
    Unterricht, Projekt-/
    Gruppenarbeit, Fallstudie,
    Planspiel, kreditiertes
    Tutorium) (weitere Zeilen
    möglich)

                                  Summen                          Summe Kontaktzeit Summe
                                                                  in SWS            Kontaktzeit in
                                                                                     Std. 70
                                                                                                                300 Std.             10 CP
    Selbststudium                 Angeleitetes Selbststudium;                                           10
    (z. B. Tutorium, Vor-/
    Nachbereitung,                (Angeleitete) Praktische                                           220
    Prüfungsvorbereitung,
    Ausarbeitung von              Weiterbildung
    Hausarbeiten,
    Recherche)
                                  Summen                                             Summe
                                                                                     Selbststudium in
                                                                                     Std.230

5   5.1 Lernziele
    Fachkompetenz
       • gerontopsychiatrische Erkrankungen (z. B. affektive Störungen im höheren Lebensalter, paranoide
          Störungen im höheren Lebensalter sowie organische, einschließlich symptomatische psychische Störungen
          im höheren Lebensalter inklusive der Demenzsyndrome) anhand von Symptomen, Verlauf und
          Behandlungsmethoden erläutern
       • das Personenzentrierte Modell nach T. Kitwood differenziert darstellen und Konsequenzen für pflegerischen
          Handeln ableiten
       • spezielle gerontopsychiatrische Konzepte (z.B. Biografiearbeit / Validation / Realitätsorientierungstraining
          ROT) anwendungsbezogen beschreiben
       • die nationalen Expertenstandards anhand der unterschiedlichen Qualitätsebenen darstellen und die
          enthaltenen grundlegenden diagnostische Verfahren und Interventionen erläutern

    Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
Methodenkompetenz
   • den individuellen Pflegebedarf von gerontopsychiatrischen Patienten erkennen und erheben, die
      erforderliche Pflege zielgerichtet planen, die Selbsthilfepotentiale der Betroffenen aktivieren, die Pflege unter
      Berücksichtigung der Expertenstandards eigenverantwortlich durchführen und den Verlauf dokumentieren
   • im eigenen Handeln aktuelle medizinische, psychologische und sozialwissenschaftliche Erklärungsansätze
      über Entstehung und Verlauf von gerontopsychiatrischen Erkrankungen und Verhaltensweisen nutzen
   • in die Pflege spezielle Pflegetechniken integrieren, wie Validation, Biografiearbeit, Entspannungstechniken,
      Basale Stimulation und Snoezelen
   • das eigene Wissen über ethische Aspekte, pharmakologische, somatische und andere Therapieverfahren in
      die gerontopsychiatrische Pflege integrieren
   • Lebensqualität förderndes Milieu in gerontopsychiatrischen Einrichtungen gestalten und dessen Auswirkung
      auf die Erkrankung nutzen sowie das Leben und die Arbeit in der Einrichtung unter den Aspekten von
      Zwang und Gewalt reflektieren
   • pflegerische Einzel- und Gruppenaktivitäten im Rahmen der gerontopsychiatrischen Behandlung planen und
      diese selbständig durchführen und evaluieren
   • relevante rechtliche Grundlagen für die Arbeit in gerontopsychiatrischen Einrichtungen berücksichtigen

Sozialkompetenz
   • grundlegende pflegerische Versorgungsformen und innovative Ansätze kennen und vermitteln sowie
        Gespräche und Assessments fallbezogen durchführen
   • für die Kooperation und Koordination mit anderen Gesundheitsberufen und Angehörigen sowie Networking
        mit anderen Organisationen im Gerontopsychiatrischen Verbund offen sein und sich konstruktiv mit der
        Profession der Pflege einbringen
   • zur Arbeit im Netzwerk gerontopsychiatrischer Hilfen befähigt sein und die Selbsthilfepotentiale des
        Betroffenen, den sie als primären Auftraggeber sehen, aktivieren
   • Sterbende und deren Bezugspersonen würdevoll und orientiert an den Bedürfnissen der
        Sterbenden und Bezugspersonen bis zum Tod begleiten
   • Patienten und deren Bezugspersonen im Rahmen des SGB XI beraten

Selbstkompetenz
    • die anvertrauten und sich anvertrauenden Menschen in ihrer Einzigartigkeit umfassend und insbesondere
        unter Berücksichtigung der von Patienten gelebten Geschichte wahrnehmen, achten und wertzuschätzen
    • das pflegerische Handeln subjektorientiert und unter Einbezug der kulturellen und geschlechtsspezifischen
        Sichtweisen würdevoll gestalten
    • die persönliche und berufliche Lebenswelt im Hinblick auf das Altern und den damit verbundenen
        Veränderungen reflektieren
    • sich der eigenen ethischen Verantwortung bewußt werden und diese für das eigene berufliche
        Handlungsfeld nutzen
5.2 Lerninhalte
 •    die demografische Entwicklung und Folgeerscheinungen
 •    Alterstheorien: vom Defizitmodell bis zum SOK Modell
 •    gerontopsychiatrische Erkrankungen
      - affektive Störungen im höheren Lebensalter
      - paranoide Störungen im höheren Lebensalter
      - organische einschließlich symptomatische psychische Störungen im höheren Lebensalter (einschließlich
        der Demenzsyndrome)
 •    Grundlagen und Gestaltung eines lebensqualitätsfördernden Milieus
 •    das Personenzentrierte Modell nach T. Kitwood und die Ableitung pflegerischen Handelns
 •    spezielle gerontopsychiatrische Konzepte:
      - Biografiearbeit
      - Validation
 •    pflegerisch-psychiatrische Gruppenarbeit spezifisch gerontopsychiatrisch
 •    pflegetherapeutische Einzelangebote spezifisch gerontopsychiatrisch
 •    Verwirrtheit als Pflegephänomen
 •    Kommunikation und Interaktion mit gerontopsychiatrisch veränderten Menschen
 •    Aufnahme- und Entlassungssituationen sowie Pflegeüberleitung
 •    Begleitung und Beratung der Angehörigen
 •    Ethische Aspekte: Zwang und Gewalt gegen alte Menschen
 •    Expertenstandards (DNQP)
 •    Altern in der Gesellschaft
→ zu den Details: siehe Vorlesungsverzeichnis, Lehrveranstaltungsplan etc.

Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
6 Teilnahmevoraussetzungen (Formal: Prüfung in Modul XY muss bestanden sein o. ä.; Inhaltlich: Modul XY sollte absolviert sein, folgende Kenntnisse sollten
  vorhanden sein, …)
  keine
7 7.1 Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten (z. B. Bestehen der Prüfung, erfolgreicher Abschluss einer Studienleistung, regelmäßige und
  aktive Teilnahme)
  Bestehen der Prüfung
  7.2 Prüfungsformen und -umfang (z. B. Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit, Präsentation, Portfolio, Dauer der Prüfung in Min.)
  Wird regelmäßig abgeschlossen durch Klausur (2. Std.), mündliche Prüfung (30 Min.) oder Hausarbeit (10 Seiten).
  Die jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss grundsätzlich vor Veranstaltungsbeginn verbindlich
  festgelegt.
  7.3 Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
  keine
  7.4 Gewichtung der Note bei Ermittlung der Endnote
  s. Prüfungsordnung/ -en für oben (Zeile 3) genannte Studiengänge*
  *Die Prüfungsordnungen der Studiengänge finden Sie in den Amtlichen Bekanntmachungen der FH Münster unter dem folgenden Link
   https://www.fh-muenster.de/hochschule/aktuelles/amtliche_bekanntmachungen/index.php?p=2,7.
8 8.1 Veranstaltungssprache/n
     Deutsch     Englisch   Weitere, nämlich:

  8.4 Maximale Teilnehmerzahl (optional)

  8.5 Ergänzende Informationen (optional) (z. B. Literaturempfehlungen, weitere beteiligte Personen etc.)
  Aktuelle Informationen können dem Veranstaltungsverzeichnis (Vorlesungsverzeichnis, LSF, ILIAS, etc.) entnommen
  werden.

    Modulhandbuch_Modulbeschreibung.doc WW.Boe.20170706.20180706 3.0
1   1.1 Modulbezeichnung (dt. / engl.)                              1.2 Kurzbezeichnung (optional)           1.3 Modul-Code (aus HIS-POS)
    7b: Wahlpflichtmodul Pflege und Erziehung in der
    Kinder- und Jugendpsychiatrie (WB)
2   2.1 Modulturnus:                                                2.2 Moduldauer:
    Angebot in    jedem SoSe,     jedem WiSe,                          1 Semester       2 Semester
    anderer Turnus, nämlich:
3   3.1 Angebot für folgenden Studiengang/folgende Studiengänge     3.2 Pflicht, Wahlpflicht, Wahl           3.3 Empfohlenes Fachsemester

    B.Sc. Psychiatrische Pflege/ Psychische Gesundheit              Wahlpflicht                              2. Fachsemester

4   Workload
                                                                                                                  Workload insgesamt
                                  Lehrformen/ Form                SWS je             Std. pro                Arbeitsaufwand Leistungspunkt
                                                                  Lehrform           Semester je             in Std.        e (Credits)
                                                                                     Lehrform/               (Workload)     i. d. R. 30 Std. = 1
                                                                                     angegebener             Summe Kontaktzeit LP; nur ganze
                                                                                     Form                    + Summe Selbst-   Zahlen zulässig!
                                                                                     1 SWS darf als 15       studium in Std.
                                                                                     Zeitstunde ange-
                                  Seminaristischer Unterricht                        setzt werden, d. h.
                                                                                     1 SWS = 1 UStd. x
                                                                                     15 Semesterwochen

    Kontaktzeit                   7b: Wahlpflichtmodul Pflege                                           70
    (z. B. Vorlesung, Übung,
    Praktikum, seminaristischer   und Erziehung in der Kinder-
    Unterricht, Projekt-/         und Jugendpsychiatrie
    Gruppenarbeit, Fallstudie,
    Planspiel, kreditiertes
    Tutorium) (weitere Zeilen
    möglich)

                                  Summen                          Summe Kontaktzeit Summe
                                                                  in SWS            Kontaktzeit in
                                                                                     Std. 70
                                                                                                                300 Std.             10 CP
    Selbststudium                 Angeleitetes Selbststudium                                            10
    (z. B. Tutorium, Vor-/
    Nachbereitung,                (Angeleitete) Praktische                                           220
    Prüfungsvorbereitung,
    Ausarbeitung von              Weiterbildung
    Hausarbeiten,
    Recherche)
                                  Summen                                             Summe
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5   5.1 Lernziele
    Fachkompetenz
       • über Grundlagenkenntnisse der Entwicklungspsychologie verfügen und Bindungstheorie, diese erläutern
          und Konsequenzen für die pflegerisch-pädagogische Arbeit ableiten
       • über differenzierte Kenntnisse zu psychiatrischen Störungsbildern bei Kindern und Jugendlichen (z.B.
          Traumatisierung, PTBS, Essstörungen (Schwerpunkt Anorexia nervosa), Emotionale Störungen,
          Persönlichkeitsstörungen in Kindes- und Jugendalter, Selbstverletzende Verhaltensweisen Psychosen
          (schizophren/affektiv), ADHS/ADS Störungen des Sozialverhaltens) Therapieformen, Pharmakologie (Off-
          Label-Use) verfügen und diese erläutern
       • die Auswirkungen von Traumatisierungen, insbesondere von sexualisierter und anderer Gewalt bei Kindern
          und Jugendlichen und ziehen daraus Konsequenzen für die Pflege und Therapie erkennen
       • Kenntnisse zur Milieugestaltung vertiefen
       • mit Suchtverhalten und Abhängigkeitserkrankungen im Kindes- und Jugendalter vertraut sein und
          dieses Wissen in pflegerischen Handlungen berücksichtigen
       • rechtliche Grundlagen welche für die Therapie in der KJP von besonderer Relevanz sind (z.B. SGB V,
          Psych-PV) erläutern und Konsequenzen für pflegerisch-erzieherische Arbeit ableiten
Methodenkompetenz
   • eigenverantwortlich und theoretisch fundiert den spezifischen, Pflege- und Erziehungsbedarf bei Kindern
      und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten erheben, die erforderliche
      Pflege zielgerichtet planen und durchführen, den Verlauf dokumentieren und eigenverantwortlich in den
      multiprofessionellen Behandlungsplan einbringen
   • Modelle pädagogischer und therapeutischer Eltern- und Familienarbeit in der Praxis umsetzen
   • ein gesundheitsförderliches und therapeutisches Milieu in Einrichtungen der Kinder- und
      Jugendpsychiatrie gestalten
   • das Suizidrisiko von Jugendlichen einschätzen, zeitnah adäquat handeln und Maßnahmen einleiten
   • in den Netzwerken von Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendhilfe und Schule mitwirken
   • die Selbsthilfepotentiale des Betroffenen, den sie als primären Auftraggeber sehen, aktivieren
   • Einzel- und Gruppenaktivitäten im Rahmen der kinder- und jugendpsychiatrischen
      Behandlung planen und diese eigenständig durchführen
   • in der Behandlung von Kindern, Jugendlichen und familiären Systemen pharmakologische und somatische
      Therapieverfahren sowie psychotherapeutische und andere therapeutische Methoden berücksichtigen

Sozialkompetenz
   • Grundlegende Versorgungsformen und innovative Ansätze kennen und erläutern
   • mit anderen Gesundheitsberufen, Angehörigen sowie Organisationen im Versorgungssektor kooperativ
        zusammenarbeiten
   • mit Aggression und Gewalt um eigenverantwortlich umgehen und eine sensible, auf Deeskalation
        ausgerichtete Grundhaltung mit den dazu gehörenden Kommunikationsstilen und Handlungen fördern

Selbstkompetenz
    • die eigene Rolle und die Perspektiven und Wertvorstellungen der Kinder und Jugendlichen, ihrer Eltern
        klären und selbstbewusst gestalten
    • Lösungswege bei Konflikten und ethischen Dilemmata erkennen und Lösungswege anbahnen

5.2 Lerninhalte
1. Allgemeine Grundlagen:
   - Kurze Einführung zur Geschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie
   - Epidemiologie psychischer Störungen und Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter
   - Besonderheiten kinder- und jugendpsychiatrischer Pflege und Therapie
   - Rechtliche Grundlagen (SGB V, Psych-PV)
   - Versorgungsstrukturen/Kooperation mit Jugendhilfe (SGB VIII), komplementären Einrichtungen und Schule
   - Wissenschaftlichkeit und Wissen in der kinder- und jugendpsychiatrischen Pflege
2. Psychologische Grundlagen
   - Grundlagen der Entwicklungspsychologie
   - Einflussfaktoren auf die psychische/physische Entwicklung
   - Einflussfaktoren auf Bindung und Bindungsfähigkeit
3. Medizinische Grundlagen und Therapie
   - Therapieformen
   - Traumatisierung, PTBS
   - Essstörungen (Schwerpunkt Anorexia nervosa)
   - Emotionale Störungen
   - Persönlichkeitsstörungen in Kindes- und Jugendalter
   - Selbstverletzende Verhaltensweisen
   - Psychosen (schizophren/affektiv)
   - ADHS/ADS
   - Störungen des Sozialverhaltens
   - Pharmakologie (Off-Label-Use)
4. Pflege und Erziehung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
   - Milieugestaltung
   - Beziehungsarbeit, Interaktion, Gesprächsführung
   - Pflegerische Gruppenangebote, Freizeitgestaltung
   - Pflegeplanung/Pflegediagnostik
   - Eltern-/Angehörigenarbeit
   - Theoriegeleitete Reflexion der pflegerischen Praxis
5. Krisen und Krisenintervention im Kontext der Kinder- und Jugendpsychiatrie
   - Rechtliche Grundlagen (Geschlossene Unterbringung, Medikation, Fixierung, Time-Out Maßnahmen)
   - Notfälle
   - Deeskalationsmethoden
   - Umgang mit Aggression
   - Umgang mit Suizidalität
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