Netzwerk Chancengerechtigkeit Info-Brief Mai 2020 - t e
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Netzwerk
Chancengerechtigkeit
Info-Brief Mai 2020Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Netzwerkmitglieder,
die Corona-Pandemie ruft viele Unsicherheiten, Ängste und Einschränkungen hervor,
fördert allerdings gleichzeitig viele kreative Ideen und ein großes Maß an Hilfsbereitschaft
und Solidarität im Kreis Coesfeld und auf der ganzen Welt.
Unser privates und berufliches Leben wurde in den letzten Wochen durch das Kontaktver-
bot massiv eingeschränkt und förderte die Sorge um die uns anvertrauten Kinder, Jugend-
lichen, jungen Erwachsenen und deren Familien. Dies gilt insbesondere für die Menschen,
die sehr beengt wohnen, auf sich allein gestellt oder krank bzw. anderweitig belastet sind.
Ziel des Netzwerks Chancengerechtigkeit ist es, vorhandene Angebote besser aufeinander
abzustimmen und sie für die Menschen im Kreis Coesfeld leichter zugänglich zu machen
– auch wenn hierfür gegenwärtig neue Formen der Beteiligung gefunden und geschaffen
werden müssen. Sie alle sind in Ihrem jeweiligen Aufgabenbereich darum bemüht, Ihre
Angebote durch digitale Medien aufrecht zu erhalten, telefonisch und online für die Ziel-
gruppe erreichbar zu sein und so den wichtigen persönlichen Kontakt bestmöglich zu
ersetzen.
Für Ihr Engagement in dieser herausfordernden Zeit spreche ich Ihnen meinen besonde-
ren Dank aus. Die Koordinierungsstelle des Netzwerks Chancengerechtigkeit möchte Sie
bei Ihrer wichtigen Tätigkeit weiter unterstützen und Sie durch diesen Infobrief bis zum
nächsten persönlichen Netzwerktreffen mit wichtigen Informationen versorgen und Im-
pulse zu Ihrer Entlastung bieten. Dieser Infobrief erhebt selbstverständlich keinen An-
spruch auf Vollständigkeit und kann aufgrund der fortlaufenden, kurzfristigen Neurege-
lungen keine vollständige Aktualität garantieren. Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis.
Bis ein Treffen aller Netzwerkmitglieder wieder möglich ist, wünsche ich Ihnen und Ihren
Familien vor allem Gesundheit.
Ihr Landrat
Dr. Christian Schulze Pellengahr
Wichtige Fragen
und Antworten zum
Corona-Virus finden Sie
fortlaufend aktualisiert auf
der Interneseite des Landes
NRW unter folgendem Link:
https://www.land.nrw/de/
wichtige-fragen-und-ant-
worten-zum-corona-
virus
2Liebe Netzwerkmitglieder,
wir von der Koordinierungsstelle bedauern sehr, uns in der nächsten Zeit nicht in großer
Runde persönlich mit Ihnen zu den aktuell drängendsten Fragen aus Sicht der Kinder,
Jugendlichen und Familien im Kreis Coesfeld austauschen und weiter an den Zielen des
Netzwerks arbeiten zu können.
Wir prüfen gerade die vielfältigen digitalen Möglichkeiten, um mit Ihnen im Kontakt blei-
ben und über das Internet weiterhin eine Austauschplattform bieten zu können.
Mit einer Kurzbefragung vom 24.04.2020 gaben wir Ihnen die Gelegenheit, sich zu der
aktuell besonderen Situation zu äußern und Ihre Wünsche zu zukünftigen Austauschfor-
maten mitzuteilen. Bei der Planung dieser Formate werden wir Ihre persönlichen Vorlie-
ben berücksichtigen und sowohl persönliche Treffen in kleiner Runde mit dem entspre-
chenden Abstand, Informationen per E-Mail als auch Webinar-Formate anbieten.
Schicken Sie uns gerne auch weiterhin wichtige Informationen zu Ihrem Angebot und
teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und Unterstützungsbedarfe in der Arbeit mit Kindern,
Jugendlichen und Familien mit, damit die Mitglieder des Netzwerks Chancengerechtigkeit
auch weiterhin voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen können.
Die Koordinierungsstelle des Netzwerks Chancengerechtigkeit besteht aus dem Landrat,
Dr. Schulze Pellengahr, dem Dezernenten II, Herrn Schütt sowie den Abteilungsleitungen
und einigen Mitarbeitenden der Abteilungen Jugendamt, Jobcenter, Kommunales Integra-
tionszentrum sowie des Regionalen Bildungsbüros. Derzeit wird der Prozess durch Herrn
Frank Lohse (Brands for Good) begleitet, der als externer Prozessbegleiter durch das Land
NRW innerhalb des Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ finanziert
wird.
Aufgrund der Komplexität unterschiedlicher Bundes- und Landesinitiativen, der steigen-
den Zahl der Netzwerkmitglieder auf mittlerweile 100 Personen sowie der gewachsenen
Strukturen im Kreis Coesfeld mit drei Jugendämtern und elf Städten und Gemeinden ist
der Einsatz einer Gesamtkoordination für das Netzwerk Chancengerechtigkeit erforder-
lich geworden. Diese Funktion übernimmt seit dem 01.04.2020 Frau Marion Grams,
die derzeit im Kommunalen Integrationszentrum eingesetzt ist und die Netz-
werktätigkeit zuvor bis Ende Mai 2019 im Jugendamt ausgeführt hat.
Die übrigen koordinierenden Tätigkeiten für die Netzwerke
Frühe Hilfen, die Kommunalen Präventionsketten, das
Regionale Bildungsnetzwerk, die Kommunale
Koordinierung der Landesinititative „Kein Abschluss
ohne Anschluss“ und weiterer Initiativen bleiben
hiervon unberührt. Die Verantwortlichen für die
Umsetzung der jeweiligen Bundes- und Landes-
3initiativen innerhalb der Kreisverwaltung sowie der Stadtjugendämter Verantwortlichen
bleiben weiterhin für Sie die vorrangigen Ansprechpersonen.
Es geht bei der Funktion der Gesamtkoordination vielmehr darum, die Gesamtstrategie
für den gesamten Kreis Coesfeld von der Geburt bis zum Berufseintritt im Blick zu halten
und alle Aktivitäten der vielfältigen Netzwerke und Arbeitskreise zur Verwirklichung des
Leitbildes im Netzwerk Chancengerechtigkeit zusammen zu führen.
Die Koordinierungsstelle bis zur Ebene der Abteilungsleitungen bildet gegenwärtig die
„Arbeitsgruppe Querschnitt“ und befasst sich ganz aktuell unter anderem mit Fragen der
Digitalisierung des Netzwerks und der Prozessgestaltung.
Die übrigen Arbeitsgruppen werden durch folgende Kolleg*innen federführend mode-
riert:
„Arbeitsgruppe Familien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren“ / AG 0-6
Carolin Hoschke (Jugendamt)
„Arbeitsgruppe Familien mit Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren“ / AG 6-18
Andrea Hahn (Regionales Bildungsbüro)
Karin Bögge (Kommunale Koordinierung „Kein Abschluss ohne Anschluss“)
„Arbeitsgruppe junge Erwachsene von 18 bis 27 Jahren“ / AG 18-27
Valerie Malberg-Gerle (Kommunales Integrationszentrum)
Lilia Luchian (Jobcenter)
Sebastian Tegelkamp (Jobcenter)
Julia Hörbelt (Kommunale Koordinierung „Kein Abschluss ohne Anschluss“)
Der vorliegende Infobrief gibt Ihnen aktuelle Informationen aus den Unterstützungsbe-
reichen Jugendhilfe, Soziales, Integration und Bildung unter der Fragestellung, was derzeit
aufgrund der aktuellen Situation angeboten werden kann und welche Angebote in ande-
rer Form bestehen. Nach den Informationen zu dem jeweiligen Unterstützungsbereich
finden Sie nützliche Tool-Tipps, die Sie zu hilfreichen Internetseiten, Apps oder Werkzeu-
gen führen. Die Auswahl ergibt sich aus praktischer Erfahrung einiger Mitglieder des Netz-
werks (Rückmeldungen aus der Kurzbefragung) und der Koordinierungsgruppe. Hoffent-
lich finden Sie wertvolle Unterstützung für Ihre weitere Arbeit mit unserer Zielgruppe und
in Ihrem Team.
Einen neuen Termin für das nächste Netzwerktreffen teilen wir
Ihnen mit, sobald ein Treffen in größerer Runde wieder
ohne gesundheitliche Risiken möglich ist. Zwischen-
zeitlich werden wir ein digitales Angebot entwickeln
und uns zeitnah mit weiteren Informationen bei
Ihnen melden. Bleiben Sie bitte gesund.
Ihre Koordinierungsstelle
4Inhalt
Tool-Tipps allgemein6
Jugendhilfe8
Tool-Tipps Jugendhilfe 15
Integration 17
Tool-Tipps Integration28
Soziales 31
Tool-Tipps Soziales33
Bildung35
Tool-Tipps Bildung38
Tool-Tipps
allgemein
Jugendhilfe
Tool-Tipps Hinweis:
Integration Jugendhilfe Aktivieren Sie
bitte in Adobe
Tool-Tipps Acrobat Reader die
Integration Lesezeichen-Funktion,
um bequem durch
den Infobrief zu
Tool-Tipps Soziales navigieren.
Soziales
Bildung
Tool-Tipps
Bildung
5Tool-Tipps
allgemein Kostenlose
Kostenlose
Plattform Team-
Plattform BLIZZ für cloud für Videokon-
Videokonferenzen und ferenzen (für Meetings
Chats und Unterricht)
https://www.blizz.com/ https://teamcloud.
de/ work/
Hilfetelefon für
von Gewalt
betroffene Männer
0800 123 99 00 Einrichtung
www.maennerhilfe- Kostenlose Platt- eins virtuellen
telefon.de form ZOOM für bis zu Kurses bzw. Klasse
40 Minuten lange Video- mit Microsoft Teams:
konferenzen (für Meetings https://www.youtube.
und Unterricht), auch über die com/watch?v=yujrl-
Hilfetelefon App möglich. Für weitere 40 Mi- 99gNkY
„Gewalt gegen nuten kann ein neues Mee-
Frauen“ berät in 17 ting gestartet werden.
Fremdsprachen https://zoom.us/de-
www.hilfetelefon. de/meetings.html
de
Buchveröffentlichungen
zu Corona zum
kostenlosen Download für
Vorschulkinder:
„Aufregung im Wunderwald“
https://www.hannover.de/content/
download/819937/20892828/file/
Aufregung_Wunderwald_Bil-
derbuch_oD.pdf
6Jugendhilfe
1. Was läuft derzeit nicht?
‒ Frühe Hilfen
Willkommensbesuche durch Ehrenamtliche in den Gemeinden finden nicht statt.
Elternbegleitbücher können jedoch per Post zugeschickt werden.
Bei Fragen schicken Sie eine E-Mail an fruehehilfen@kreis-coesfeld.de
Informationen für Fachkräfte der Frühen Hilfen:
https://www.fruehehilfen.de/service/antworten-auf-praxisfragen/corona-zeiten-
empfehlungen-und-faq-fuer-fachkraefte-in-den-fruehen-hilfen/
‒ Elterngeld und UVG-Kasse
Aufgrund der aktuellen Lage sind persönliche Beratungsgespräche, sofern sie unab-
weisbar sind, nur noch nach vorheriger Terminabsprache möglich.
Die Elterngeldstelle und die UVG-Kasse sind telefonisch zu folgenden Zeiten erreich-
bar:
Elterngeldstelle und Beistände: montags bis freitags von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr und
montags bis donnerstags von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
UVG-Kasse: montags, mittwochs und freitags von 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr
2. Was läuft derzeit?
‒ Frühe Hilfen
Online-Wegweiser für (junge) Eltern:
Tipps und Informationen für Eltern von Neugeborenen finden Sie im Online-Fami-
lienwegweiser. Zusätzlich gibt es eine Kurzversion in leichter deutscher Sprache.
Die Kurzversion wurde in weitere Sprachen übersetzt:
https://serviceportal.kreis-coesfeld.de/dienstleistungen/-/egov-bis-detail/dienstleis-
tung/518/show
Hausbesuche durch die Familienhebamme oder die Familien-, Gesundheits- und
Kinderkrankenpfleger*innen sind aktuell in Ausnahmefällen und unter Berücksichti-
gung der Hygienemaßnahmen möglich. Die Gesundheitsfachkräfte halten
telefonisch Kontakt zu den zu betreuenden Familien.
Kontaktanfrage richten Sie bitte an die jeweilige Gesundheitsfachkraft.
Die Kontaktdaten finden Sie in der Onlinedatenbank KINDERleicht:
www.kreis-coesfeld.de/kinderleicht) oder können Sie
per E-Mail an: fruehehilfen@kreis-coesfeld.de
anfragen.
Weitere Informationen zur Onlinedatenbank
KINDERleicht finden Sie auf der
nächsten Seite!
8KINDERleicht Angebote finden im Kreis Coesfeld
Wo kann mein Kind mit anderen Kindern spielen?
Wo gibt es Angebote für Familien in meinem Umfeld?
Wer hilft mir, wenn ich mal nicht weiter weiß?
Die Online-Datenbank KINDERleicht gibt Antworten auf diese und viele weitere Fragen.
Hierdurch werden Familien mit Kindern von der Schwangerschaft bis zum Schuleintritt
zeitgemäß und bedarfsorientiert über Unterstützungsmöglichkeiten informiert.
Damit Ihr Angebot bei den Familien ankommt, bietet die Online-Datenbank die passende
Plattform und einen niedrigschwelligen Zugang ohne Umwege.
Um die Datenbank zu füllen und, damit Familien im Kreis Coesfeld die Möglichkeit ha-
ben Unterstützungsangebote und die entsprechenden Ansprechpersonen zu kennen und
passgenaue Angebote in Anspruch nehmen (siehe Strategisches Ziel I des Netzwerk Chan-
cengerechtigkeit), benötigen wir Ihre Unterstützung!
Wenn Ihr Angebot noch nicht in der Online-Datenbank zu finden ist und Sie dieses in die
Datenbank eintragen möchten, können Sie eigene Zugangsdaten erhalten oder einen
Meldebogen ausfüllen. Senden Sie hierzu bitte eine E-Mail an:
fruehehilfen@kreis-coesfeld.de
Eingetragen werden können Einrichtungsdaten, Angebote und aktuelle Termine und Ver-
anstaltungen (Veröffentlichung mit „Ablaufdatum“).
Hier geht’s zur Online-Datenbank: www.kreis-coesfeld.de/kinderleicht
Die Online-Datenbank ist ein gemeinsames Angebot der Stadtjugendämter Coesfeld und
Dülmen sowie des Kreisjugendamtes. Gefördert wird die Online-Datenbank durch das
Land NRW.
© Nichizhenova Elena_fotolia
Bei Fragen wenden Sie
sich gerne an:
Anja Sühling
Kreisjugendamt Coesfeld
Telefon: 02541/18-5229Jugendhilfe
2. Was läuft derzeit?
‒ Familienerholung
Anträge auf die finanzielle Förderung von Familienerholungen können auch für die
Herbst- und Weihnachtsferien bereits gestellt werden.
‒ Kindertagesbetreuung
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat am 13. März 2020 ein Be-
tretungsverbot von sämtlichen Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege
und die Schließung der schulischen Gemeinschaftseinrichtungen erlassen. Dieses
galt zunächst bis zum 6. Mai 2020. Ausgenommen von dem Betretungsverbot sind
Kinder von Personengruppen, die beruflich in kritischer Infrastruktur tätig sind.
Kritische Infrastrukturen sind Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Be-
deutung für das staatliche Gemeinwesen. Bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung
würden nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öf-
fentlichen Sicherheit oder andere ernsthafte Folgen eintreten.
Die schrittweise Öffnung der Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen ist wie
folgt geplant:
Ab dem 14. Mai 2020:
Die Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen wird geöffnet für Vorschul-
kinder mit einer Anspruchsberechtigung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket.
Zudem dürfen Kinder mit Behinderungen und Kinder, die von einer wesentlichen
Behinderung bedroht sind, und bei denen dies von einem Träger der Eingliederungs-
hilfe festgestellt wurde, wieder in Kindertageseinrichtungen oder in Kindertagespfle-
gestellen betreut werden. Zudem werden die Kindertagespflegestellen mit ihrem
familiennahen und überschaubaren Betreuungsangebot für Kinder, die ihr zweites
Lebensjahr vollendet haben, geöffnet.
Ab dem 28. Mai 2020:
In einem weiteren Öffnungsschritt sollen am 28.05. alle weiteren Vorschulkinder in
die Kindertageseinrichtungen aufgenommen werden.
Weiterer Öffnungsschritt im Juni:
Ziel ist, im Laufe des Monats Juni allen Kindern
den Besuch ihrer Einrichtung oder ihrer Kinder-
tagespflegestelle zu ermöglichen. In welchem
Umfang dies möglich ist, wird fortlaufend vor
dem Hintergrund der Entwicklung des
Infektionsgeschehens, den Erfahrungen aus
10den vorangegangenen Schritten und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen mit
den beteiligten Partnern auf Landesebene beraten und entschieden werden.
Weitere Informationen sind auf den Internetseiten des Ministeriums für Kinder, Fa-
milie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen unter folgendem
Link zu finden und werden laufend aktualisiert: https://www.mkffi.nrw/corona-ak-
tuelle-informationen-fuer-eltern
‒ Kinderschutz
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen wird vom Jugendamt durch den Allgemei-
nen Sozialen Dienst (ASD) weiterhin zu jeder Zeit und durchgehend sichergestellt.
Zur Sicherstellung des Kindeswohls gibt es im Einzelfall Ausnahmeregelungen vom
Betreuungsverbot (MKFFI, 19.04.2020).
3. Unterstützungsmöglichkeiten des Kreises Coesfeld, des Landes NRW, des Bundes
‒ Elternbeiträge für die Betreuung in KiTas entfallen im April und im Mai
Für die Monate April und Mai 2020 hat der Kreis Coesfeld die Elternbeiträge für die
Betreuung in den Kindertageseinrichtungen, in der Kindertagespflege und für die
Übermittagsbetreuung in den kreiseigenen Schulen ausgesetzt –
unabhängig davon, ob eine Notbetreuung in Anspruch genommen
wurde oder nicht.
Das betrifft die neun Städte und Gemeinden im Kreisjugendamtsbezirk; die Städte
Coesfeld und Dülmen haben eigene Jugendämter, die hierzu aber entsprechen-
de Regelungen getroffen haben. Damit folgt der Kreis Coesfeld dem Vorschlag des
NRW-Familienministeriums. Die dadurch entstehenden Einnahmeausfälle tragen das
Land NRW und die betroffenen Kommunen jeweils zur Hälfte; rund 600.000 EUR an
Elternbeiträgen fallen für den Monat April weg. „Den wirtschaftlichen Druck, der
momentan auf vielen Familien lastet, möchten wir mit dieser Entscheidung mindern
– zumindest ein wenig“, betont Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Kurzfristig
hatte er, nach vorheriger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, eine ent-
sprechende Dringlichkeitsentscheidung des Kreistages herbeigeführt. (Quelle: Kreis
Coesfeld Pressemitteilung 31.03.2020).
‒ Angepasster Kinderzuschlag zum 1. April 2020 als Notfall-KiZ
Viele Familien stehen zurzeit vor existenziellen Sorgen, weil es
drastische wirtschaftliche Einschnitte gibt. Familien, die
wegen der Corona-Epidemie Einkommensein-
bußen erleiden, und jetzt (nur noch) ein kleines
Einkommen für sich und ihre Kinder erzielen,
sollen in dieser Zeit besser unterstützt werden.
Deshalb wurde der Kinderzuschlag angepasst
und vom 1. April bis zum 30. September 2020 zu
11einem Notfall-KiZ umgebaut. Der Kinderzuschlag unterstützt Familien mit kleinen
Einkommen mit bis zu 185 Euro monatlich pro Kind zusätzlich zum Kindergeld. Als
kleines Einkommen gilt beispielsweise für eine Paarfamilie mit 2 Kindern ein Ein-
kommen von ca. 1.400 bis ca. 2.400 Euro netto bei mittleren Wohnkosten.
Eltern können mit dem KiZ-Lotsen prüfen, ob sie die Voraussetzungen erfüllen:
https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kiz-lotse
Fällt die Prüfung positiv aus, stellen Eltern den Antrag einfach online unter
www.kizdigital.de bei der Familienkasse.
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter:
www.kinderzuschlag.de
www.infotool-familie.de
www.familienportal.de
www.notfall-kiz.de
‒ Finanzielle Unterstützung für freie Träger und Verbände der Kinder- und
Jugendhilfe
Kinder- und Jugendminister Joachim Stamp: „Wir lassen die zahlreichen Engagierten
in der Kinder- und Jugendhilfe nicht allein und sorgen jetzt für schnelle und unbüro-
kratische Lösungen. In Zeiten, in denen die Gesellschaft zusammenrückt, ist es wich-
tig, dass die Träger und Verbände wissen, dass die Landesregierung sie unterstützt.
Denn mit ihrer Arbeit leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für das Zusammen-
leben und den sozialen Ausgleich.“
Ziel der Landesregierung ist es, die soziale Infrastruktur, die maßgeblich von der
freien Wohlfahrtspflege, der Familien-, Kinder- und Jugendhilfe, der Integrationsför-
derung sowie der Asylhilfe getragen wird, aufrechtzuerhalten. Das Ministerium für
Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration hat mit einem Erlass an die Bewilligungs-
behörden auf die aktuellen Entwicklungen reagiert. Danach werden Ausfall- und
Stornokosten bei laufenden bzw. anstehenden Fördermaßnahmen vom Land getra-
gen. Die Träger müssen dabei ihrer Pflicht nachkommen, den Schaden weitgehend
abzuwenden oder zu mindern (Schadensminderungspflicht) (MKFFI, 27.03.2020).
‒ Telefonische und Online-Beratungsangebote Beratung im Kreis Coesfeld
Die Ehe-, Familien- und Lebensberatung der katholischen Kir-
che des Bistum Münster (EFL) in Coesfeld bietet Tele-
fon- und Onlineberatung an.
Offenen Telefonsprechstunden:
montags 10.00 – 12.00 Uhr
dienstags bis donnerstags 14.00 – 16.00 Uhr
freitags 11.00 – 12.00 Uhr unter: 02541 2363
12Die Beratungsstellen der Caritas: Beratung für Eltern, Kinder und Jugendliche sowie
Beratung für Menschen mit Suchtproblemen stellt Beratung per Videochat
(App: „Wire“) zur Verfügung:
Benutzername der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche:
@eb_caritas_coesfeld
Benutzername der Beratungsstelle für Menschen mit Suchtproblemen:
@suchtberatung_caritas
Der Bunte Kreis Münsterland e.V. ist für Beratung werktags bis mittags telefonisch
zu erreichen und bittet zunächst um telefonische Kontaktaufnahme: 02541 89-1500
Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
in Dülmen ist telefonisch: 02594 950-5000 oder per E-Mail: info@skf-duelmen.de
erreichbar.
‒ Weitere Beratungsstellen finden Sie im Internet unter:
www.kreis-coesfeld.de/kinderleicht oder in der KoDat.Coe:
https://www.kreis-coesfeld.de/themen-projekte/kommunale-datenbank-kodatcoe.
html
‒ Überörtliche Beratung
Bei der JugendNotmail (jugendnotmail.de), können Kinder und Jugendliche von 10
bis 19 Jahren per E-Mail, im Gruppenchat oder in offenen Foren Unterstützung, Rat
und Austausch finden. Zudem werden Themen-Chats zur Corona-Pandemie angebo-
ten.
Die Beratungsangebote der „Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendli-
che (Rufnummer: 116 111) sowie für Eltern (Rufnummer: 0800 111 0550) und von
jmd4you (https://www.jmd4you.de/ Beratung von jungen Menschen mit Migra-
tionshintergrund) werden erweitert.
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (Bundesamt für Familien und zivilgesell-
schaftliche Aufgaben) bietet eine 24-Stunden-Beratung an (
Rufnummer: 08000 116 016) und für „Schwangere in Not“ stellt
das Bundesfamilienministerium mehrsprachige Beratung
telefonisch und online bereit:
https://schwanger-und-viele-fragen.de
(Telefonnummer: 0800 40 40 020)
Bei der Bundesstiftung Mutter und Kind wird
schwangeren Frauen in einer Notlage jetzt
vorübergehend eine formlose Antragstellung
per Post nach telefonischer Beratung ermöglicht.
13Zudem stellen die Schwangerschaftsberatungsstellen vielfach auf Videoberatung
um.
Der BMFSFJ-Projektpartner Off Road Kids baut sein Angebot Sofahopper.de, Hilfe
für junge Menschen auf der Straße weiter aus: Off Road Kids bietet Live-Chat- und
Telefonberatung bis in die Abendstunden an. Zudem sind alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter aus den Streetwork-Stationen als Online-Berater bei „sofahopper.de“ im
Einsatz.
Das BMFSFJ hat die Online-Jugend- und Elternberatung der Bundeskonferenz für Er-
ziehungsberatung e.V. (www.bke.de) ausgebaut.
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen hat auf der Seite elternsein.info bundesweit
verfügbare Beratungsangebote für Eltern zusammengestellt und stellt Fachkräften in
den Frühen Hilfen FAQ zur Bewältigung der besonderen Situation zur Verfügung.
Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM)
der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, und sein Team haben die Web-
site www.kein-kind-alleine-lassen.de gestartet. Dort finden Kinder und Jugendliche
direkten Kontakt zu Beratungsstellen und auch Erwachsene bekommen Informa-
tionen, was sie bei sexueller und anderer familiärer Gewalt in der Corona-Krise tun
können. Auf der Seite sind neben Infos und weiteren Weblinks auch Flyer und Plaka-
te zum Ausdrucken. Schon das Aufhängen eines Flyers im Hausflur oder die Verbrei-
tung über Social Media kann helfen, daran zu erinnern, sich um Kinder und Jugend-
liche aus dem eigenen Umfeld zu kümmern und aufeinander aufzupassen.
‒ Informationen für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe
Auf der Internetseite des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht e.V.
finden Sie ab sofort ein FAQ zu den rechtlichen Fragen sowie Materialien für Jugend-
ämter.
Die FAQs finden Sie unter: https://www.dijuf.de/Coronavirus-FAQ.html
Die Materialien sind eingestellt unter:
https://www.dijuf.de/Coronavirus-Materialpool.html
Zudem hat auch das Fachkräfteportal der Kinder- und
Jugendhilfe einen entsprechenden
Themenschwerpunkt mit Materialien und
Fachhinweisen erstellt:
https://www.jugendhilfeportal.de/fokus/coronavirus/
14Kinderbuch ab
5 Jahre:
Tool-Tipps Coronavirus
Axel Scheffler u.a.
Jugendhilfe https://www.beltz.de/
kinder_jugendbuch/pro- Die Kurzweg-
dukte/produkt_pro- weiser in leichter
duktdetails/44094- Sprache und in weite-
coronavirus.html ren Sprachen
Corona – ein- https://serviceportal.kreis-
fach erklärt für coesfeld.de/dienstleistun-
Jugendliche gen/-/egov-bis-detail/
https://www.fluter. dienstleistung/518/
Podcasts für
de/corona?pk_cam- show
Schwangere/ Heb-
paign=nl2020-
ammen-Podcasts/
04-01&pk_
Familienpodcasts
kwd=de22fc
https://www.podcast.de/pod-
casts/schwangerschaft/
Kurzfilm: Was sind Das Familienmi-
Frühe Hilfen? nisterium NRW und
https://joyfulmama.
Der Kurzfilm kann auf der Kinderkanal von
de/podcast-2/
www.elternsein.info und ARD und ZDF bieten Mit-
www.fruehehilfen.de angese- mach-Videos für Vor-
hen werden. Kreativ- und schulkinder an: www.
Über https://youtu.be/uLNlW- Spielideen: chancen.nrw/kika
I4ZN3A können Institutionen https://willkom-
den Film auf ihren Inter- men-in-lippe.de/
netseiten einbetten. ideen-gegen-lan-
geweile/ Kreativ- und
Spielideen:
www.elternnetz-
werk-nrw.de
Anregungen für die
Beschäftigung zuhause
– für die
ganze Familie
https://www.kreis-coesfeld.de/
themen-projekte/gesundheit/
informationen-zum-corona-
virus/corona-anregungen-
fuer-die-beschaefti-
gung-zuhause.html
15Integration
Integration
1. Was läuft derzeit nicht?
‒ Sprachmittlerpool
Der Sprachmittlerpool über ehrenamtliche Sprachmittler*innen wird in Kürze wie-
der zur Verfügung stehen. Die Voraussetzungen finden Sie auf der Homepage des KI
unter folgendem Link: https://integration.kreis-coesfeld.de/
In dringenden Einzelfällen, besteht auch die Möglichkeit, professionelle Dolmet-
scher*innen zu beauftragen. Melden Sie sich hierzu gern bei Carolin Nienhaus
(02541/18-9407) oder Nina Pledl (02541/18-9401).
‒ Griffbereit mini und Griffbereit
Internationale Eltern – Baby - Gruppen „griffbereit mini“ sind ein Angebot für Fa-
milien mit und ohne Zuwanderungsgeschichte mit ihren Kindern bis zu einem Jahr.
Griffbereit mini ist ein ganzheitliches Sprachbegleitungsprogramm, indem die Eltern
zur Kommunikation und Interaktion mit ihrem Baby motiviert werden. Es werden
vertraute Alltagssituationen aufgegriffen, die zum einen adäquat sprachlich beglei-
tet werden, zum anderen werden den Eltern weitere sachliche und lebenspraktische
Informationen gegeben.
Durch gemeinsames Singen und Sprechen von altersgerechten Liedern, Reimen und
Fingerspielen, werden die Eltern angeregt in der Erziehung ihres Kindes selbst die
Initiative zu ergreifen und einen Sprachinput zu geben.
Die Griffbereit mini Gruppe wird von einer Elternbegleiter*in mit Zuwanderungsge-
schichte und einer pädagogischen Fachkraft begleitet.
Internationale Eltern – Kind Spielgruppen „Griffbereit“ sind ein Angebot für Familien
mit und ohne Zuwanderungsgeschichte mit ihren Kindern zwischen 1 – 3 Jahren.
In der Griffbereit – Gruppe spielen, singen und malen Kinder miteinander und mit
ihren Eltern in den Familiensprachen und in Deutsch.
Griffbereit ist zudem ein Elternbildungsprogramm. In den Gruppen erfahren Eltern,
wie sie ihre Kinder in der allgemeinen und sprachlichen Entwicklung stärken können.
Griffbereit fördert damit die frühkindliche Entwicklung durch konkrete kleinkindge-
rechte Aktivitäten und schafft eine wichtige Grundlage zum Erwerb von Sprachkom-
petenz. Die Gruppen werden von zwei Elternbegleiter*innen geleitet, von
denen eine selbst eine Zuwanderungsgeschichte hat.
Im Kreis Coesfeld bieten die Familienbildungsstätten Coesfeld,
Dülmen und Lüdinghausen, der Sozialdienst katholischer
Frauen Coesfeld sowie die Übermittagsbetreuung
Ascheberg Griffbereit bzw. Griffbereit mini
Gruppen an.
Diese Gruppenstunden „Griffbereit mini“ und
„Griffbereit“ finden derzeit nicht statt.
17‒ Integrationstour des Landrats
In Ascheberg startete die diesjährige Integrationstour des Landrates. Er hatte ge-
plant, sich bis zum Sommer in unregelmäßigen Abständen einen persönlichen Ein-
druck über die verschiedenen Projekte zur Integration von neuzugewanderten Fami-
lien vor Ort zu machen.
Bälle und bunte Tücher hatte Herr Dr. Schulze Pellengahr als Geschenk für die Eltern-
Kind-Gruppe „Griffbereit“ dabei, als er diese im Februar besuchte.
„Bälle lieben die Kinder im Moment sehr“, freut sich die pädagogische Leiterin der
Gruppe Franziska Langner.
Davon überzeugte sich der Landrat selbst, als er mit den Kindern im Alter von 1 - 3
Jahren gemeinsam auf dem Teppich verschiedene Spielzeuge ausprobierte.
„Das Programm „Griffbereit“ ist eine tolle Einrichtung. Es ist schön zu sehen, dass
das Angebot von der Gemeinde Ascheberg und dem Verein der Übermittagsbe-
treuung so gut umgesetzt wird. Wenn sich Mütter hier auch zu sensiblen Themen
austauschen können und dabei der Spracherwerb im Fokus steht, ist das genau das,
was wir brauchen, damit sich die Familien mehr und mehr integrieren können“ lobt
der Landrat das Engagement.
Aufgrund der derzeit noch geltenden Kontaktbeschränkungen können die Griffbe-
reit-Gruppenstunden aktuell nicht stattfinden. Auch die weiteren geplanten Termi-
ne der Integrationstour des Landrats können voraussichtlich nicht mehr bis zu den
Sommerferien durchgeführt werden.
Saeruz Sandy Culu mit Sohn Ashtey und
Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr.
18‒ Rucksack-Kita
Im Programm Rucksack KiTa treffen sich Eltern von Kindern im Alter zwischen 3 und
6 Jahren mit internationaler Familiengeschichte 1x wöchentlich für 90 Min. in der
KiTa ihrer Kinder.
Dabei werden sie von Elternbegleiter*Innen angeleitet, wie sie ihre Kinder mit Hilfe
der mehrsprachig gestalteten Rucksack – Materialien zu verschiedenen Themen des
KiTa –Alltags fördern können. Die Eltern können die erarbeiteten Aktivitäten dann
zuhause mit ihren Kindern in ihren Familiensprachen durchführen. Um eine Paralle-
lisierung mit den Inhalten der KiTa zu erreichen, werden die Themen zu den einzel-
nen Rucksack-Stunden von der Elternbegleiter*in mit den Erzieher*innen in der KiTa
abgestimmt.
Diese Gruppenstunden können aufgrund der KiTa-Schließungen derzeit nicht statt-
finden.
‒ Mimi&Drako
Das Programm ist für neuzugewanderte Kinder gedacht, die erst seit kürzerer Zeit
eine KiTa in Deutschland besuchen und schulpflichtig werden. Hierbei geht es da-
rum, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken und Ängste im Hinblick auf den
Schulstart abzubauen, um einen gelingenden Übergang von der KiTa in die Schule
zu fördern. Weiterhin sollen die Kinder eine intensive Trainingseinheit in den basa-
len Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten, die sie für einen erfolgreichen Schulstart
benötigen. Das Programm findet an der Grundschule statt, in welche die Kinder im
Sommer ins 1. Schuljahr eingeschult werden. Sie werden in einer Kleingruppe von
bis zu 7 Kindern in der Zeit zwischen den Oster- und den Sommerferien zweimal wö-
chentlich sowie an 5 Tagen in der letzten Sommerferienwoche, von Honorarkräften
des Kommunalen Integrationszentrums geschult.
Mimi&Drako kann aufgrund der Schulschließungen in diesem Jahr nicht stattfinden.
Kulturwelten im Miteinander unserer Schule („KiM“)
Mit dem Projekt des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Coesfeld „Kul-
turwelten im Miteinander unserer Schule“ – kurz „KiM“ genannt – soll die Integrati-
on von Familien, die neu in den Kreis Coesfeld kommen oder auch schon länger hier
leben, gefördert werden.
Im Rahmen von gemeinsamen Aktionen (z. B. Bastel-, Spiel- oder
Backnachmittagen) mit Eltern und Kindern sollen Berührungs-
ängste abgebaut werden. Die Familien lernen sich
während des gemeinsamen Tuns besser kennen
und Kontakte entstehen. Ein besseres
Verständnis für den jeweils anderen kann
aufgebaut werden.
Die Umsetzung des Projektes erfolgt nach
einem Stufenmodell, das auch Schulungen für
19Lehrkräfte, OGS Mitarbeiter*innen und Eltern vorsieht mit dem Ziel der Vermittlung
von Wissen zu kulturellen Fragestellungen.
Fortbildungen und Aktionen in den Schulen finden derzeit nicht statt.
Eine telefonische Beratung findet derzeit statt.
Eine Fortbildung kann nach Absprache im Online Format angeboten werden.
Der Einstieg weiterer Schulen ist möglich.
‒ Seiteneinsteigerberatung
In der Seiteneinsteigerberatung werden neu ankommende schulpflichtige Kinder
und Jugendliche in Dülmen und Coesfeld vom KI eingeladen und mit Hilfe eines
Sprachmittlers/einer Sprachmittlerin über das Schulsystem in Nordhrein-Westfalen
informiert. Im Anschluss erfolgt die Vermittlung an eine Schule im Wohnort.
Aufgrund des Kontaktverbots und der aktuellen Schulschließungen wird die Seiten-
einsteigerberatung erst mit Öffnung des regulären Schulbetriebs wieder aufgenom-
men.
‒ Schulsprechstunde im Kontext Kinder und Jugendliche mit internationaler Fami-
liengeschichte
Im Rahmen der Schulsprechstunde können Fallbesprechungen von pädagogischen
Personal bezüglich Schüler*innen mit internationaler Familiengeschichte durchge-
führt werden. An jeweils einem Donnerstag im Monat findet die Sprechstunde statt.
An diesem Tag nehmen sich von 14:00 – 18:00 Uhr verschiedenen Fachdienste Zeit
für Beratungen (Kommunales Integrationszentrum, Fachberatung Integration des
Schulamtes, Regionale Schulberatungsstelle, Gesundheitsamt, Jugendamt, etc.).
Bei Bedarf werden weitere Personen eingeladen.
Die Schulsprechstunde findet derzeit nicht statt.
Eine telefonische Beratung findet derzeit bei allen Fachdiensten statt.
‒ Modulreihe: Traumatisierung bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen – Erken-
nen und handeln
Für das Jahr 2020 ist die Weiterführung und Intensivierung der Zusammenarbeit mit
dem psychosozialen Zentrum Refugio Münster im Bereich Querschnitt vorgesehen.
In Anknüpfung an die bereits durchgeführten Fortbildungen für haupt-
und ehrenamtliche Akteure im Kreis Coesfeld, wird es in diesem
Jahr eine Modulreihe zum Thema Traumatisierung bei
Kindern und Jugendlichen Geflüchteten durch
Refugio Münster geben, um dem anhaltend
hohen Bedarf an Informationen zu diesem
Thema gerecht zu werden.
Für drei getrennte Arbeitsbereiche
20(Arbeit an Grundschulen und im offenen Ganztag, in Kitas und an weiterführenden
Schulen) werden an jeweils zwei aufeinander aufbauenden Fortbildungstagen theo-
retisches Wissen vermittelt und anschließend die Arbeit an konkreten Fällen ermög-
licht.
Die bisher vorgesehenen Termine mussten aufgrund der aktuellen Entwicklungen
abgesagt bzw. auf die zweite Jahreshälfte verschoben werden.
‒ Kommunales Konfliktmanagement:
Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) hat ge-
meinsam mit der Ruhr-Universität Bochum das Projekt „Kommunales Konfliktma-
nagement-Teilhabe und Integration konstruktiv gestalten“ initiiert und dieses an die
Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) delegiert.
Gefördert wird das Projekt über die Mercator-Stiftung.
Dabei stellt das Kommunale Konfliktmanagement nicht allein ein System zur Kon-
fliktbearbeitung dar, sondern ist vielmehr ein Integrationssystem, mit dem viele
integrationsrelevante Prozesse steuerbarer werden. Dies bedeutet konkret, dass
mit dem Kommunalen Konfliktmanagement ein Instrument entwickelt werden soll,
welches in Form eines Präventionskonzepts in Kommunen durch qualifizierte Kon-
fliktmanager*innen bzw. Ansprechpersonen installiert werden soll.
Das Präventionskonzept soll dazu dienen, wiederkehrende Herausforderungen in
der jeweiligen Kommune aufzugreifen, Problemfelder zu erkennen und eventuelle
Konflikte strategisch bearbeiten zu können. Ziel ist es, Konfliktfelder möglichst prä-
ventiv zu erkennen und daraus ein Handlungskonzept zu entwickeln, um auch für
einen tatsächlichen Ernstfall vorbereitet zu sein.
Der Abschluss des Projektes steht Ende Juli 2020 bevor, die Implementierung des
Projektes erfolgt dann über das Netzwerk Chancengerechtigkeit, verzögert sich je-
doch aufgrund der aktuellen Situation.
‒ Deeskalationstraining und Konfliktmanagement
Kommunikation verläuft nicht immer reibungslos, vielmehr benötigt es manchmal
viel Geduld und eine lösungsorientierte Herangehensweise, um auch auf schwierige
Klientel in der alltäglichen Arbeit besonnen reagieren zu können.
Oft sind es Missverständnisse, die eine fließende Kommunikation
zwischen Vertretern der Unterstützungssysteme und Klienten
erschweren. Ebenso können kulturell bedingte
Verschiedenheiten dazu führen, dass eigentlich
harmlose Kundengespräche sich zu kritischen
oder gar bedrohlichen Arbeitssituationen
entwickeln. So kann es passieren, dass
Klienten verbal oder gar körperlich aggressiv
reagieren.
21Dieses stellt viele Mitarbeiter vor Herausforderungen.
Um sicher im Handeln zu werden und zu bleiben, bietet das KI die Veranstaltung
„Konfliktmanagement und Deeskalationsstrategien im Umgang mit verhaltensoffen-
siven Menschen“ regelmäßig an.
Geschult wurden bisher zahlreiche Teilnehmer*innen aus den verschiedenen Ju-
gendämtern des Kreises, der Zentralen Ausländerbehörde sowie Mitarbeiter*innen
aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen aus den Städten und Gemeinden im ganzen
Kreisgebiet.
Durchgeführt wird das Training durch Andreas Sandvoß, Deeskalationscoach, Ausbil-
der für systemische Anti-Gewalt-Konzepte und Traumapädagoge in verschiedenen
Arbeitsfeldern. Aufgrund der aktuellen Situation mussten weitere Termine für dieses
Jahr zunächst abgesagt werden.
2. Was läuft derzeit?
‒ Elternbegleitung
Die Elternbegleiter*innen für „Griffbereit mini“, „Griffbereit“ und „Rucksack-Kita“
bemühen sich, über digitale Medien Kontakt zu den Familien zu halten. Hierzu be-
kommen Sie vom KI verschiedene Materialien zur Verfügung gestellt, die sie an die
Familien weiterleiten können (Anregungen zur Freizeitgestaltung, Infos zu derzeiti-
gen Lage in verschiedenen Sprachen, etc).
Des Weiteren finden digitale Treffen mit dem KI und den Elternbegleiter*innen per
Videokonferenz statt, in denen sich ausgetauscht wird und gute Beispiele vorgestellt
werden. Die Elternbegleiter*innen können sich außerdem über digitale Selbstlern-
module weiter fortbilden.
‒ Kompensierende Angebote für Schulkinder in den Sommerferien
Das KI überlegt, in den Sommerferien Kurse mit Honorarkräften für neu zugewan-
derte Kinder und Jugendliche anzubieten. Hier sollen Basiskompetenzen in den
Fächern Deutsch und Mathematik weiter gefördert und Tipps zum digitalen Lernen
für ein erfolgreiches Homeschooling vermittelt werden.
‒ Veranstaltungsprogramm
Durch das Kommunale Integrationszentrum wird momentan ein
Veranstaltungsprogramm erstellt. Es dient dazu, Geflüchteten und
den ehren- und hauptamtlichen Akteuren in der
Integrationsarbeit einen Überblick über die
vielfältigen Angebote, Projekte und
Unterstützungsmöglichkeiten des Kommunalen
Integrationszentrums zu bieten. Neben den
bereits bestehenden Veranstaltungen und
Angeboten werden in diesem Veranstaltungs-
22programm auch einige Optionen aufgeführt, die auf Anfrage organisiert werden
können. Größere Veranstaltungen werden unter Vorbehalt zunächst wieder für den
Herbst 2020 terminiert.
‒ Austauschtreffen für pädagogisches Personal von Schüler*innen mit internationa-
ler Familiengeschichte
Für pädagogisches Personal in Schule werden regelmäßig Austauschtreffen zu unter-
schiedlichen Themen angeboten. Austauschtreffen finden derzeit nicht statt.
Ein Austauschtreffen zum Thema „Digitales Unterrichten“ wird vorbereitet.
‒ KOMM-AN
Die Auszahlung der Mittel aus dem Förderprogramm „KOMM-AN NRW Programm-
teil II“ erfolgt regulär. Somit ist sichergestellt, dass insbesondere laufende Kosten für
Ankommenstreffpunkte in den Städten und Gemeinden weiterhin gedeckt werden
können. Die geplanten Projekte im Rahmen des Förderprogramms sollen zu einem
späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.
Ansprechpartner für das Fördeprogramm im Kommunalen Integrationszentrum ist
Timo Schröer (02541/18-9402).
‒ Sprachförderung nach dem Modell Mercator
Schüler*innen mit internationaler Familiengeschichte werden in Kleingruppen von
speziell dazu von der WWU Münster ausgebildeten Lehramtsstudierenden sprach-
lich gefördert, so dass die Bildungschancen dieser Kinder und Jugendlichen verbes-
sert werden. Parallel zu dieser Förderung werden die Studierenden von der WWU
wissenschaftlich und vom KI des Kreises Coesfeld fachlich begleitet und beraten.
Aufgrund der Schulschließungen bzw. der eingeschränkten Beschulung kann der
Mercator Förderunterricht zurzeit nicht stattfinden.
Die WWU führt die Seminare im Online-Modus weiter. Der Austausch findet über
das „Learnweb“ der WWU Münster und über „Zoom-Konferenzen“ statt.
Der Förderunterricht vor Ort wird mit einzelnen Schüler*innen in
Form des „Digitalen Unterrichtens“ aufgebaut. Das KI begleitet
den Aufbau und berät die beteiligten Schulen und
Lehramtsstudierenden im engen Austausch
mit der WW Münster.
‒ Sprachkurse für Studieninteressierte mit
Fluchthintergrund
Auch im kommenden Wintersemester
2020/2021 plant die FH Münster Sprachkurse
für Studieninteressierte mit Fluchthintergrund
23im Rahmen des Programms für asylberechtigte Studieninteressierte (FH PasS) anzu-
bieten. Vorbehaltlich der Mittelbereitstellung durch den Deutschen Akademischen
Austauschdienstes (DAAD) und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des
Landes NRW (MKW) werden die Sprachkurse voraussichtlich im August bzw. Okto-
ber 2020 beginnen, entweder als Präsenzunterricht oder in digitaler Form, je nach-
dem wie sich die Corona-Situation entwickelt.
Aktuell läuft die Bewerbung für diese Sprachkurse ab August bzw. Oktober 2020.
Allgemeine Informationen zum Programm FH PasS finden Sie unter:
https://www.fh-muenster.de/studium/fluechtlinge/fh-pass.php
(oder in englischer Sprache: https://en.fh-muenster.de/studium/fluechtlinge/fh-
pass.php)
3. Unterstützungsmöglichkeiten des Kreises Coesfeld, des Landes NRW, des Bundes
‒ Informationsmaterial zur Pandemie in verschiedenen Sprachen auf der Internetseite
des Kommunalen Integrationszentrums:
https://integration.kreis-coesfeld.de/materialien-links/corona-infos.html
‒ Binogi
Binogi ist eine mehrsprachige, digitale Lernplattform für Schüler*innen der 5.-10.
Klasse. Anhand animierter Lernvideos und Quiz werden die Unterrichtsinhalte der
Fächer Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Gesellschaftslehre, Erdkunde, Ge-
schichte und Religion jeweils wahlweise in einer von 6 Sprachen mit frei dazu ge-
wählten Untertiteln vermittelt. Bei den Sprachen handelt es sich neben Deutsch und
Englisch um Arabisch, Dari, Somali und Tigrinya.
Die Mitarbeiter*innen von Binogi bieten jederzeit individuelle Hilfestellung per Chat
und 1-2 pro Woche Webinare zur Erklärung der Lernplattform.
Voraussetzungen:
- Kooperationsvertrag mit der Schule
- Laufzeit bis 31.07.2020; danach keine automatische kostenpflichtige Verlängerung
- ab 01.08.20 weiterhin 30 % der Inhalte frei zugänglich;
- internetfähiges Gerät (auch Handy möglich), E-Mail-Adresse
24Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ und „Gemeinsam klappt‘s“
Das Land NRW möchte sich der speziellen Zielgruppe junger Erwachsener zwischen 18
und 27 Jahren mit der Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ intensiver an-
nehmen, die sich nur mit einer Duldung oder Gestattung in den Kommunen aufhalten
und noch keinen Zugang zu SGB-Leistungen haben. Ihre Teilhabechancen sind dadurch
gering.
Entwickelt wurde ein modularer Ansatz, der dazu beitragen soll, junge Menschen mit
individuellem Unterstützungsbedarf, insbesondere junge geflüchtete Menschen in Ausbil-
dung und Arbeit zu bringen bzw. Ausbildungsabbrüche zu verhindern. Die Teilnahme von
geflüchteten Frauen in allen Förderbausteinen der Initiative soll insbesondere gefördert
werden.
Der Kreis Coesfeld hat innerhalb der Inititative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“
bereits 2019 durch die Initiative „Gemeinsam klappt’s“ eine geschäftsführende Stelle ein-
gerichtet. Die geschäftsführende Stelle besteht aus dem Kreisjobcenter und dem Kommu-
nalen Integrationszentrum. Hierdurch wurde dem Kreis Coesfeld ermöglicht, insgesamt
1,5 Vollzeitstellen für das kommunale Teilhabemanagement zu beantragen.
Die geschäftsführende Stelle beabsichtigt die vom Land NRW geförderten Bausteine in
Kooperation mit mehreren in der Integrationsarbeit bzw. beruflichen Aus- und Weiter-
bildung erfahrenen Träger zu realisieren. Die ersten Bausteine sollen nach Möglichkeit ab
Herbst 2020 für die Zielgruppe von rund 450 Personen zur Verfügung stehen. Der Förder-
zeitraum wurde vom Land NRW aufgrund der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen
bis zum 31.12.2022 ausgeweitet.
Die Grafik auf der übernächsten Seite stellt die Zusammenhänge zwischen den 6 Bau-
steinen der Landesinitiativen „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ und „Gemeinsam
klappt‘s“ dar und bezieht hierbei die Träger- und Beratungslandschaft im Kreis Coesfeld
mit ein. Im idealtypischen Fall bestünden Querverbindungen zwischen allen Angeboten,
der Zielgruppe und dem Unterstützungssystem.
Auf den ersten Blick wird die Komplexität des gemeinsamen Anliegens und des strategi-
schen Ziels IV unseres gemeinsames Leitbildes deutlich:
Es bedarf einer Vielzahl von Akteuren sowie der multiprofessionellen
Vernetzung und Zusammenarbeit, um Jugendlichen und
jungen Erwachsene (insbesondere mit
Zuwanderungsgeschichte) die individuelle
Unterstützung zu bieten, die sie benötigen,
um einen anerkannten Schulabschluss zu erwerben
oder ihre Ausbildung oder Berufstätigkeit
erfolgreich absolvieren zu können.
25Legende zu der Grafik auf der Folgeseite
Am unteren Rand der Darstellung finden sich die unterschiedli-
körperliche chen Lebensbereiche, die bei allen jungen Menschen - insbeson-
und seelische dere bei denen mit einer Zuwanderungsgeschichte - zu Beginn
Sicherheit des Erwachsenenlebens herausfordernd sein können.
Am linken Rand sind die Institutionen abgebildet, die junge
Ehrenamt / FIs Menschen im Querschnitt zu allen Lebensbereichen unterstüten
und begleiten.
Die Mitglieder der „AG junge Erwachsene von 18 bis 27
Jahren“ stimmen darin überein, dass eine enge, klienten-
zentrierte und individuelle Begleitung der jungen Men-
schen erforderlich sei, um mit ihnen an den eigenen Wün-
Haupt-
schen orientierte Perspektiven zu entwickeln und weitere
amtlicher Lotse / Case-
Schritte festzulegen. Diese Aufgabe könne nicht allein
manager
durch bereits aktive ehren- und hauptamtliche Kräfte be-
wältigt werden, sondern bedürfe des Einsatzes von haupt-
amtlichen Lotsen. Im Gesamtgefüge sind hauptamtliche
Lotsen im Idealfall mit allen Unterstützungssystemen in
Kontakt.
Die Bausteine 1 bis 6 werden in den rechteckigen Textbaustei-
nen genauer beschrieben. Im Kreis Coesfeld sollen nach Mög-
lichkeit in Kooperation mit den Trägern alle Bausteine für die
Bausteine Zielgruppe angeboten werden.
Die Anordnung der Rechtecke macht deutlich, auf welchen
Lebensbereich des jungen Menschen sich das Unterstützungsan-
gebot bezieht.
In der oberen Leiste sind die beteiligten Institutionen und
Gremien abgebildet. Die geschäftsführende Stelle setzt sich
geschäfts- aus dem Kreisjobcenter und dem Kommunalen Integra-
führende Stelle tionszentrum zusammen.
Die Koordinierungs- und Steuerungs-
arbeitsgruppe (KoStAG)
unter dem Vorsitz des Landrates besteht aus
Bürgermeister/innen, Leitungskräften der mit
Familien und Neuzugewanderten befassten
Dezernate und Abteilungen der Kreisverwaltung,
der freien Wohlfahrtspflege, Vertretungen der
Politik, des Ehrenamtes und der Zielgruppen.
26Durchstarten in Ausbildung und Arbeit im Kreis Coesfeld
KoStAG
Kreistag mit Fach- geschäfts- Netzwerk Chan- Kommunale
als Bündniskern- Präventionsketten
ausschüssen führende Stelle cengerechtigkeit
Bürger- gruppe Nordrhein-Westfalen
meisterkonferenz
Teilhabemanagement (Baustein 6)
‒ Qualitative und quantitative Erfassung der Zielgruppe.
‒ Bedarfs- und Angebotsanalyse für die Zielgruppe im Hinblick auf Integration in Qualifizierung, Ausbildung und Beschäftigung.
‒ Erfassung und Dokumentierung aller Maßnahmen die in „Gemeinsam klappt’s“ aber auch in anderen Förderlinien für die Zielgruppen zur Verfügung stehen.
‒ Theoretische und praktische Anwendung des klassischen Casemanagements zur fachlichen Unterstützung eingesetzter Case- oder Fallmanager.
In besonders gelagerten Einzelfällen gehört die aufsuchende Sozialarbeit bei Personen, die von einer Komm-Struktur nicht angesprochen werden - insbesondere zur Unterstützung der Case-
oder Fallmanager - ebenfalls zum Aufgabenbereich.
Individuelles Coaching (Baustein 1)
Integrations- Engmaschige, niederschwellige Betreuung und Beratung zur Verbesserung der beruflichen
agentur Hauptamtlicher Lotse / Teilhabe, mit einem Betreuungsschlüssel von 1:20.
Casemanager Über die Weiterentwicklung der persönlichen Kompetenzen sollen individuell passende Per-
spektiven zur beruflichen Teilhabe entwickelt werden, wobei durch das frühzeitige Erkennen
Flüchtlingsbe- und Beheben von Problemen mögliche Abbrüchen vorgebeugt wird.
treuung Koordination der rechts-
kreisübergreifenden fallbezogenen Integrationsprozesse Berufsbegleitende Qualifizierung und Sprachförderung (Baustein 2)
mit dem Instrument Casemanagement und Vermittlung an die Niederschwellige berufs-, bzw. ausbildungsbegleitende Qualifizierung und/oder Sprachförde-
jeweils zuständigen Stellen entsprechend der lebenslagenbezo- rung.
Ehrenamt / FIs
genen Bedarfe der Zielgruppe. Ziel: über das Erreichen von Zwi- Hauptschulabschluss (Baustein 3)
schenschritten zur Stabilisierung der Lebenssituation die Integ- Nachholen des Hauptschulabschlusses nach Klasse 9 oder Klasse 10A mit integrierter Sprach-
ration in Qualifizierung, Ausbildung oder Beschäftigung. förderung und der gezielten Förderung der Kompetenz „Lernen lernen“.
Jugendmigra-
tionsdienst Schul-, ausbildungs- und berufsvorbereiten- Innovationsfonds (Baustein 5)
den Kurse (Baustein 4) Losgelöst von den übrigen Bausteinen be-
Abbau von Hürden zur Erlangung von Schul-, inhaltet dieser Baustein die Förderung von
Jugend- Aus-bildungs- oder Studiereife. Enthalten innovativen Projekten die modellhaft die In-
berufshilfe sind Elemente der Deutschförderung, so- tegration in Ausbildung und Arbeit fördern.
Ausländerbe- wie die Förderung der Basiskompetenzen in Die Vergabe erfolgt nach dem Wettbewerbs-
hörde Mathematik und Englisch, alternativ ist deine prinzip. Mit diesem Baustein sollen gezielt
Beratungsstellen Teilnahme an den Integrationskursen des Hemmnisse auf Unternehmerseite abgebaut
Bundes möglich. werden.
Sozialamt
körperliche Jobcoach
junge und seelische Wohnen Bildung Ausbildung
Erwachsene Sicherheit
(18 bis 27 Jahre) materielle
Gesundheit Sprache Arbeit
Sicherheit
Berufs- Unternehmen Agentur für
kollegs
Sprach- Arbeit
kursträgerInformationsma-
terial zur Pande-
kostenloser mie in verschiedenen
Tool-Tipps E-Learning Kurs Sprachen:
Integration zur Trauma sensib- https://integration.kreis-
len Unterstützung für coesfeld.de/materiali-
geflüchtete Kinder und en-links/corona-
Jugendliche https:// infos.html
b-umf.de/trauma-
sensibel/
mehrsprachige Psychosoziale
Informationen in muttersprachli-
Bezug auf Corona: che Online-Beratung
https://b-umf.de/p/mehr- Corona einfach für Geflüchtete in insge-
sprachige-informatio- erklärt - samt 15 Sprachen
nen-zum-coronavi- in verschiedenen https://ipso-care.com/
rus/ Sprachen home-14.html
https://www.integrations-
beauftragte.de/ib-de/
amt-und-person/in-
formationen-zum-
coronavirus aktuelle Informatio-
nen des Bundesamts
für Migration und Flücht-
„Sprachtreff – für linge (BAMF) in Bezug auf
Integration auf dem Land“ Corona:
Materialien zum allgemeinen https://www.bamf.de/Sha-
und berufsbezogenen Spracher- redDocs/Meldungen/
werb und eine Arbeitshilfe mit Lehr- DE/2020/20200316-
werken, zu denen es multimediale und am-covid-19.html
digitale Zusatzangebote gibt mit Arbeits-
blättern, Übungsaufgaben, Hörbeispielen und
vieles weitere mehr
https://sprachtreff.ekir.de/downloads/
Medienempfehlungen
https://sprachtreff.ekir.de/medienemp-
fehlungen/
Medienliste
https://www.bibkat.de/
BGX431843/
28Hörspiele, Spiel-
und Bastelideen:
Tool-Tipps kostenloses Angebot
Integration des Vereins „Global Music
Player“. Aufgrund der aktuel-
len Situation stellt der Verein u. a.
mehrsprachige Hörspiele kostenlos
zur Verfügung, u.a. das Buch „Ein
Brief an den Regen“.
https://globalmusic- Methodenpool
VHS Lernportal player.com/verlag für den
Ich will Deutsch sprachsensiblen
lernen https://www. Fachunterricht:
iwdl.de Digitale https://www.mercator-insti-
Vorlesege- tut-sprachfoerderung.de/
schichten in ver- de/publikationen/mate-
schiedenen Sprachen: rial-fuer-die-praxis/
https://www.stiftung- methodenpool/
lesen.de/aktionen/
vorlesen-corona/
zweisprachige
Geschichte für Kinder
Bilderbuchzeit-
über Corona
schrift
(zum Download über die
https://www.papper-
Homepage des KIs):
lapapp.co.at/pdf-
Lilly und der komische Virus
lesen/
Text: Jana Röhler-Schultz &
Illustration: Noa Reuß
Kinder stark
machen
https://www.kin-
derstarkmachen.
de/
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