Red Hat Enterprise Linux 6 DM-Multipath - Konfiguration und Administration von DM-Multipath Ausgabe 1 Steven Levine
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Red Hat Enterprise Linux 6 DM-Multipath Konfiguration und Administration von DM-Multipath Ausgabe 1 Steven Levine
Red Hat Enterprise Linux 6 DM-Multipath Konfiguration und Administration von DM-Multipath Ausgabe 1 Steven Levine Red Hat Engineering Co ntent Services slevine@redhat.co m
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
.Vorwort
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4. . . . . . . . . .
1. Z ielgruppe 4
2. Verwandte Dokumentation 4
3. Ihr Feedback ist gefragt! 4
4. Dokumentkonventionen 5
4.1. T ypografische Konventionen 5
4.2. Konventionen für Seitenansprachen 6
4.3. Anmerkungen und Warnungen 7
.Kapitel
. . . . . . . 1.
. . .Device
. . . . . . . Mapper
. . . . . . . . .Multipathing
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9. . . . . . . . . .
1.1. Neue und veränderte Features 9
1.1.1. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.0 9
1.1.2. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.1 10
1.1.3. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.2 10
1.1.4. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.3 11
1.1.5. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.4 11
1.1.6. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.5 11
1.2. Überblick über DM-Multipath 11
1.3. Storage-Array-Unterstützung 14
1.4. DM-Multipath-Komponenten 14
1.5. Überblick über die Einrichtung von DM-Multipath 15
.Kapitel
. . . . . . . 2.
. . .Multipath-Geräte
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
............
2.1. Multipath-Geräte-Identifier 16
2.2. Einheitliche Multipath Gerätenamen in einem Cluster 16
2.3. Multipath-Geräteparameter 17
2.4. Multipath-Geräte in logischen Datenträgern 17
.Kapitel
. . . . . . . 3.
. . .Einrichten
. . . . . . . . . . .von
. . . .DM-Multipath
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
............
3.1. Einrichten von DM-Multipath 19
3.2. Ignorieren lokaler Festplatten beim Generieren von Multipath-Geräten 20
3.3. Konfigurieren von Speichergeräten 22
3.4. Einrichten von Multipath auf dem initramfs Dateisystem 23
.Kapitel
. . . . . . . 4. .. .Die
. . . .DM-Multipath-Konfigurationsdatei
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
............
4.1. Überblick über die Konfigurationsdatei 24
4.2. Konfigurationsdatei - Blacklist 25
4.2.1. Blacklisting anhand der WWID 26
4.2.2. Blacklisting anhand des Gerätenamens 26
4.2.3. Blacklisting anhand des Gerätetyps 27
4.2.4. Blacklist-Ausnahmen 27
4.3. Konfigurationsdatei - Standards 28
4.4. Multipaths Parameter zur Gerätekonfiguration 35
4.5. Konfigurationsdatei - Geräte 38
.Kapitel
. . . . . . . 5.
. . .DM-Multipath
. . . . . . . . . . . . . . Verwaltung
. . . . . . . . . . . . und
. . . . .Fehlersuche
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4. .4. . . . . . . . . .
5.1. Größenänderung eines Online-Multipath-Geräts 44
5.2. Verlegen des Root-Geräts von einem Single-Path-Gerät auf ein Multipath-Gerät 44
5.3. Verlegen des Swap-Geräts von einem Single-Path-Gerät auf ein Multipath-Gerät 47
5.4. Der Multipath-Daemon 47
5.5. Probleme mit einer großen Anzahl von LUNs 48
5.6. Probleme mit dem queue_if_no_path-Feature 48
5.7. Multipath-Befehlsausgabe 48
1Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
5.8. Multipath-Abfragen (Queries) mit dem multipath-Befehl 49
5.9. Multipath-Befehlsoptionen 50
5.10. Device-Mapper-Einträge mit dem dmsetup-Befehl ermitteln 50
5.11. Suche und Bereinigung von Fehlern mit der interaktiven multipathd-Konsole 51
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Versionsgeschichte ............
.Stichwortverzeichnis
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
............
A 54
B 54
C 54
D 54
E 55
F 55
G 55
H 56
I 56
K 56
L 57
M 57
N 58
P 58
Q 58
R 58
S 59
U 59
V 59
W 59
2Inhaltsverzeichnis
3Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
Vorwort
Dieses Buch beschreibt das Device Mapper Multipath (DM-Multipath) Feature von Red Hat Enterprise
Linux für das Red Hat Enterprise Linux 6 Release.
1. Zielgruppe
Dieses Buch richtet sich an Systemadministratoren, die Systeme verwalten, auf denen das
Betriebssystem Linux läuft. Kenntnisse in Red Hat Enterprise Linux werden vorausgesetzt.
2. Verwandte Dokumentation
Werfen Sie einen Blick auf die folgenden Quellen für weitere Informationen zur Verwendung von Red Hat
Enterprise Linux:
Installationshandbuch — Dokumentiert relevante Informationen über die Installation von Red Hat
Enterprise Linux 6.
Bereitstellungshandbuch — Liefert Informationen über die Implementierung, Konfiguration und
Administration von Red Hat Enterprise Linux 6.
Handbuch zur Speicheradministration — Liefert Informationen über die effiziente Verwaltung von
Speichergeräten und Dateisystemen auf Red Hat Enterprise Linux 6.
Weitere Informationen über die Red Hat Cluster Suite für Red Hat Enterprise Linux 6 finden Sie in den
folgenden Quellen:
Überblick über das Hochverfügbarkeits-Add-On — Liefert einen umfassenden Überblick über das
Red Hat Hochverfügbarkeits-Add-On.
Cluster-Administration — Liefert Informationen zur Installation, Konfiguration und Verwaltung des
Hochverfügbarkeits-Add-Ons.
Logical Volume Manager Administration — Liefert eine Beschreibung des Logical Volume Manager
(LVM), inklusive Informationen zum Einsatz von LVM in einer Cluster-Umgebung.
Global File System 2: Konfiguration und Administration — Liefert Informationen zur Installation,
Konfiguration und Wartung von Red Hat GFS2 (Red Hat Global File System 2).
Lastverteilungs-Administration — Liefert Informationen zur Konfiguration von Hochleistungssystemen
und -diensten mit dem Red Hat Lastverteilungs-Add-On, einer Gruppe integrierter Software-
Komponenten, die Linux Virtual Server (LVS) bereitstellen, um IP-Lasten über eine Gruppe realer
Server zu verteilen.
Versionshinweise — Liefert Informationen zu aktuellen Releases von Red Hat Produkten.
Red Hat Cluster Suite Dokumentation und andere Red Hat Dokumente stehen als HT ML-, PDF- und
RPM-Versionen auf der Red Hat Enterprise Linux Dokumentations-CD und online unter
https://access.redhat.com/site/documentation/ zur Verfügung.
3. Ihr Feedback ist gefragt!
Falls Sie einen Fehler in diesem Handbuch finden oder eine Idee haben, wie dieses verbessert werden
könnte, würden wir gerne von Ihnen hören! Bitte reichen Sie einen Fehlerbericht in Bugzilla
(http://bugzilla.redhat.com/) für das Produkt Red Hat Enterprise Linux 6 und die Komponente doc-
DM_Multipath. Vergewissern Sie sich beim Einreichen eines Fehlerberichts, dass Sie die Kennung des
Handbuchs mit angeben:
4Vorwort
rh-DM_Multipath(EN)-6 (2013-11-15T15:15)
Falls Sie uns einen Vorschlag zur Verbesserung der Dokumentation senden möchten, sollten Sie hierzu
möglichst genaue Angaben machen. Wenn Sie einen Fehler gefunden haben, geben Sie bitte die
Nummer des Abschnitts und einen Ausschnitt des T extes an, damit wir diesen leicht finden können.
4. Dokumentkonventionen
Dieses Handbuch verwendet mehrere Konventionen, um bestimmte Wörter und Sätze hervorzuheben
und Aufmerksamkeit auf bestimmte Informationen zu lenken.
In PDF- und Papierausgaben verwendet dieses Handbuch Schriftbilder des Liberation-Fonts-Sets. Das
Liberation-Fonts-Set wird auch für HT ML-Ausgaben verwendet, falls es auf Ihrem System installiert ist.
Falls nicht, werden alternative, aber äquivalente Schriftbilder angezeigt. Beachten Sie: Red Hat
Enterprise Linux 5 und die nachfolgende Versionen beinhalten das Liberation-Fonts-Set standardmäßig.
4.1. Typografische Konventionen
Es werden vier typografische Konventionen verwendet, um die Aufmerksamkeit auf bestimmte Wörter
und Sätze zu lenken. Diese Konventionen und die Umstände, unter denen sie auftreten, sind folgende:
Nichtproportional Fett
Dies wird verwendet, um Systemeingaben hervorzuheben, einschließlich Shell-Befehle, Dateinamen und
-pfade. Es wird ebenfalls zum Hervorheben von T asten und T astenkombinationen verwendet. Z um
Beispiel:
Um den Inhalt der Datei m y_next_bestselling_novel in Ihrem aktuellen
Arbeitsverzeichnis zu sehen, geben Sie den Befehl cat m y_next_bestselling_novel
in den Shell-Prompt ein und drücken Sie Enter, um den Befehl auszuführen.
Das oben aufgeführte Beispiel beinhaltet einen Dateinamen, einen Shell-Befehl und eine T aste. Alle
werden nichtproportional fett dargestellt und alle können, dank des Kontextes, leicht unterschieden
werden.
T astenkombinationen unterscheiden sich von einzelnen T asten durch das Pluszeichen, das die
einzelnen T eile einer T astenkombination miteinander verbindet. Z um Beispiel:
Drücken Sie Enter, um den Befehl auszuführen.
Drücken Sie Strg+Alt+F2, um zu einem virtuellen T erminal zu wechseln.
Das erste Beispiel hebt die zu drückende T aste hervor. Das zweite Beispiel hebt eine
T astenkombination hervor: eine Gruppe von drei T asten, die gleichzeitig gedrückt werden müssen.
Falls Quellcode diskutiert wird, werden Klassennamen, Methoden, Funktionen, Variablennamen und
Rückgabewerte, die innerhalb eines Abschnitts erwähnt werden, wie oben gezeigt
nichtproportional fett dargestellt. Z um Beispiel:
Z u dateiverwandten Klassen zählen filesystem für Dateisysteme, file für Dateien und
dir für Verzeichnisse. Jede Klasse hat ihren eigenen Satz an Berechtigungen.
Proportional Fett
Dies kennzeichnet Wörter oder Sätze, die auf einem System vorkommen, einschließlich
Applikationsnamen, T ext in Dialogfeldern, beschriftete Schaltflächen, Bezeichnungen für
5Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
Auswahlkästchen und Radio-Buttons, Überschriften von Menüs und Untermenüs. Z um Beispiel:
Wählen Sie System → Einstellungen → Maus in der Hauptmenüleiste aus, um die
Mauseinstellungen zu öffnen. Wählen Sie im Reiter T asten auf das Auswahlkästchen
Mit links bediente Maus und anschließend auf Schließen, um die primäre
Maustaste von der linken auf die rechte Seite zu ändern (d.h., um die Maus auf Linkshänder
anzupassen).
Um ein Sonderzeichen in eine gedit-Datei einzufügen, wählen Sie Anwendungen →
Z ubehör → Z eichentabelle aus der Hauptmenüleiste. Wählen Sie als Nächstes Suchen
→ Suchen aus der Menüleiste der Z eichentabelle, geben Sie im Feld Suchbegriff
den Namen des Z eichens ein und klicken Sie auf Weitersuchen. Das gesuchte Z eichen
wird daraufhin in der Zeichentabelle hervorgehoben. Doppelklicken Sie auf dieses
hervorgehobene Z eichen, um es in das Feld Zu kopierender T ext zu übernehmen und
klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Kopieren. Gehen Sie nun zurück in Ihr
Dokument und wählen Sie Bearbeiten → Einfügen aus der gedit-Menüleiste.
Der oben aufgeführte T ext enthält Applikationsnamen, systemweite Menünamen und -elemente,
applikationsspezifische Menünamen sowie Schaltflächen und T ext innerhalb einer grafischen
Oberfläche. Alle werden proportional fett dargestellt und sind anhand des Kontextes unterscheidbar.
Nichtproportional Fett Kursiv oder Proportional Fett Kursiv
Sowohl bei nichtproportional fett als auch bei proportional fett weist ein zusätzlicher Kursivdruck auf
einen ersetzbaren oder variablen T ext hin. Kursivdruck kennzeichnet T ext, der nicht wörtlich eingeben
wird, oder angezeigten T ext, der sich abhängig von den gegebenen Umständen unterscheiden kann.
Z um Beispiel:
Um sich mit einer Remote-Maschine via SSH zu verbinden, geben Sie an einem Shell-
Prompt ssh username@ domain.name ein. Falls die Remote-Maschine exam ple.com ist
und Ihr Benutzername auf dieser Maschine John lautet, geben Sie also ssh
john@ exam ple.com ein.
Der Befehl m ount -o rem ount file-system hängt das angegebene Dateisystem
wieder ein. Um beispielsweise das /hom e-Dateisystem wieder einzuhängen, verwenden
Sie den Befehl m ount -o rem ount /hom e.
Um die Version des derzeit installierten Pakets zu sehen, verwenden Sie den Befehl rpm -
q package. Die Ausgabe sieht wie folgt aus: package-version-release.
Beachten Sie die kursiv dargestellten Begriffe oben — username, domain.name, file-system, package,
version und release. Jedes Wort ist ein Platzhalter entweder für T ext, den Sie für einen Befehl eingeben,
oder für T ext, der vom System angezeigt wird.
Neben der Standardbenutzung für die Darstellung des T itels eines Werks zeigt der Kursivdruck auch
die erstmalige Verwendung eines neuen und wichtigen Begriffs an. Z um Beispiel:
Publican ist ein DocBook Publishing-System.
4.2. Konventionen für Seitenansprachen
Ausgaben des T erminals und Auszüge aus dem Quellcode werden visuell vom umliegenden T ext
hervorgehoben durch sogenannte Seitenansprachen (auch Pull-Quotes genannt).
Eine an das T erminal gesendete Ausgabe wird in den Schrifttyp nichtproportional Rom an
gesetzt und wie folgt dargestellt:
6Vorwort
books Desktop documentation drafts mss photos stuff svn
books_tests Desktop1 downloads images notes scripts svgs
Auszüge aus dem Quellcode werden ebenfalls in den Schrifttyp nichtproportional Rom an
gesetzt, doch wird zusätztlich noch die Syntax hervorgehoben:
static int kvm_vm_ioctl_deassign_device(struct kvm *kvm,
struct kvm_assigned_pci_dev *assigned_dev)
{
int r = 0;
struct kvm_assigned_dev_kernel *match;
mutex_lock(&kvm->lock);
match = kvm_find_assigned_dev(&kvm->arch.assigned_dev_head,
assigned_dev->assigned_dev_id);
if (!match) {
printk(KERN_INFO "%s: device hasn't been assigned before, "
"so cannot be deassigned\n", __func__);
r = -EINVAL;
goto out;
}
kvm_deassign_device(kvm, match);
kvm_free_assigned_device(kvm, match);
out:
mutex_unlock(&kvm->lock);
return r;
}
4.3. Anmerkungen und Warnungen
Z u guter Letzt verwenden wir drei visuelle Stile, um die Aufmerksamkeit auf Informationen zu lenken, die
andernfalls vielleicht übersehen werden könnten.
Anmerkung
Eine Anmerkung ist ein T ipp, ein abgekürztes Verfahren oder ein alternativer Ansatz für die
vorliegende Aufgabe. Das Ignorieren von Anmerkungen sollte keine negativen Auswirkungen
haben, aber Sie verpassen so vielleicht einen T rick, der Ihnen das Leben vereinfachen könnte.
Wichtig
Die Wichtig-Schaukästen lenken die Aufmerksamkeit auf Dinge, die sonst leicht übersehen
werden können: Konfigurationsänderungen, die nur für die aktuelle Sitzung gelten oder Dienste,
für die ein Neustart nötig ist, bevor eine Aktualisierung wirksam wird. Das Ignorieren von Wichtig-
Schaukästen würde keinen Datenverlust verursachen, kann aber unter Umständen zu
Ärgernissen und Frustration führen.
7Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
Warnung
Eine Warnung sollte nicht ignoriert werden. Das Ignorieren von Warnungen führt mit hoher
Wahrscheinlichkeit zu Datenverlust.
8Kapitel 1. D evice Mapper Multipathing
Kapitel 1. Device Mapper Multipathing
Device Mapper Multipathing (DM-Multipath) ermöglicht Ihnen die Konfiguration mehrerer I/O-Pfade
zwischen Server-Knoten und Storage Arrays, zusammengefasst in einem einzelnen Gerät. Diese I/O-
Pfade sind physische SAN-Verbindungen, die separate Kabel, Switches und Controller umfassen
können. Multipathing fasst die I/O-Pfade zusammen und erstellt ein neues Gerät, das aus den
gesammelten Pfaden besteht.
Dieses Kapitel liefert eine Z usammenfassung der Features von DM-Multipath, die für das Release von
Red Hat Enterprise Linux 6 neu sind. Im Anschluss liefert dieses Kapitel einen allgemeinen Überblick
über DM-Multipath und dessen Komponenten, sowie einen Überblick über die Einrichtung von DM-
Multipath.
1.1. Neue und veränderte Features
Dieser Abschnitt listet neue und veränderte Features von DM-Multipath auf, die Bestandteil der ersten
Release sowie nachfolgenden Releases von Red Hat Enterprise Linux 6 sind.
1.1.1. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.0
Red Hat Enterprise Linux 6.0 führt die folgenden Änderungen und Aktualisierungen an Dokumentationen
und Features ein.
Die Vorgehensweise zur erstmaligen Einrichtung von DM-Multipath für eine grundlegende Failover-
Konfiguration hat sich für das Red Hat Enterprise Linux 6 Release geändert. Sie können jetzt die DM-
Multipath-Konfigurationsdatei erstellen und DM-Multipath mit dem m pathconf Dienstprogramm
aktivieren, welches ebenfalls das device-m apper-m ultipath Modul laden, den m ultipathd
Daemon starten und chkconfig setzen kann, um den Daemon bei einem Neustart automatisch zu
starten.
Für Informationen zu der neuen Einrichtungsprozedur werfen Sie einen Blick auf Abschnitt 3.1,
„Einrichten von DM-Multipath“. Für weitere Informationen zu dem Befehl m pathconf werfen Sie
einen Blick auf die m pathconf(5) Handbuchseite.
Das Red Hat Enterprise Linux 6 Release bietet einen neuen Modus für die Einrichtung von Multipath-
Geräten, den Sie mit dem find_m ultipaths Konfigurationsdatei-Parameter erstellen. In früheren
Versionen von Red Hat Enterprise Linux hat Multipath immer versucht, ein Multipath-Gerät für jeden
Pfad zu erstellen, der nicht ausdrücklich in der Blacklist aufgeführt war. In Red Hat Enterprise Linux 6
wird dagegen, sofern der find_m ultipaths Konfigurationsparameter auf yes gesetzt ist, nur
dann ein Multipath-Gerät erstellt, wenn eine der folgenden drei Bedingungen erfüllt ist:
Es existieren mindestens zwei Pfade mit derselben WWID, die nicht auf der Blacklist sind.
Der Benutzer erzwingt das Erstellen von Multipath-Geräten manuell, indem er ein Gerät mit dem
m ultipath Befehl angibt.
Ein Pfad besitzt dieselbe WWID, wie ein Multipath-Gerät, das zuvor erstellt wurde (auch wenn
dieses Multipath-Gerät derzeit nicht existiert). Für Anleitungen zum Verfahren, falls Sie bereits
zuvor Multipath-Geräte erstellt haben, als der find_m ultipaths Parameter noch nicht gesetzt
war, werfen Sie einen Blick auf Abschnitt 4.2, „Konfigurationsdatei - Blacklist“.
Dieses Feature sollte es den meisten Benutzern ermöglichen, dass Multipath automatisch die
korrekten Pfade zur Umsetzung in Multipath-Geräte auswählt, ohne dass die Blacklist bearbeitet
werden muss.
Für Informationen zum find_m ultipaths Konfigurationsparameter werfen Sie einen Blick auf
Abschnitt 4.3, „Konfigurationsdatei - Standards“.
Das Red Hat Enterprise Linux 6 Release liefert zwei neue Algorithmen zur Pfadauswahl, die
bestimmen, welcher Pfad für die nächste I/O-Operation verwendet werden soll: queue-length und
9Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
service-tim e. Der queue-length Algorithmus untersucht den Umfang der noch ausstehenden
I/O zu den Pfaden, um zu ermitteln, welcher Pfad als Nächstes verwendet werden soll. Der
service-tim e Algorithmus untersucht den Umfang der noch ausstehenden I/O und den relativen
Durchsatz der Pfade, um zu ermitteln, welcher Pfad als Nächstes verwendet werden soll. Für weitere
Informationen zu den Parametern zur Pfadauswahl in der Konfigurationsdatei, werfen Sie einen Blick
auf Kapitel 4, Die DM-Multipath-Konfigurationsdatei.
Im Red Hat Enterprise Linux 6 Release sind Prioritätsfunktionen keine Callout-Programme mehr.
Stattdessen sind sie dynamische, gemeinsam genutzte Objekte wie die Funktionen zur Pfadprüfung.
Der prio_callout Parameter wurde durch den prio Parameter ersetzt. Für eine Beschreibung
der unterstützten prio Funktionen werfen Sie einen Blick auf Kapitel 4, Die DM-Multipath-
Konfigurationsdatei.
Unter Red Hat Enterprise Linux 6 hat sich das Format der m ultipath Befehlsausgabe geändert.
Für Informationen zur m ultipath Befehlsausgabe werfen Sie einen Blick auf Abschnitt 5.7,
„Multipath-Befehlsausgabe“.
Im Red Hat Enterprise Linux 6 Release befindet sich die Multipath bindings Datei unter
/etc/m ultipath/bindings.
Das Red Hat Enterprise Linux 6 Release liefert drei neue defaults Parameter in der
m ultipath.conf Datei: checker_tim eout, fast_io_fail_tm o und dev_loss_tm o. Für
Informationen zu diesen Parametern werfen Sie einen Blick auf Kapitel 4, Die DM-Multipath-
Konfigurationsdatei.
Wenn die user_friendly_nam es Option in der Multipath-Konfigurationsdatei auf yes gesetzt
wird, entspricht der Name eines Multipath-Geräts der Form m pathn. Für das Red Hat Enterprise
Linux 6 Release stellt n ein alphabetisches Z eichen dar, so dass der Name eines Multipath-Geräts
m patha oder m pathb sein kann. In früheren Releases war n ein Ganzzahlwert.
1.1.2. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.1
Red Hat Enterprise Linux 6.1 enthält die folgenden Änderungen und Aktualisierungen an
Dokumentationen und Features.
Dieses Dokument enthält nun ein neues Kapitel, Abschnitt 5.2, „Verlegen des Root-Geräts von einem
Single-Path-Gerät auf ein Multipath-Gerät“.
Dieses Dokument enthält nun ein neues Kapitel, Abschnitt 5.3, „Verlegen des Swap-Geräts von
einem Single-Path-Gerät auf ein Multipath-Gerät“.
1.1.3. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.2
Red Hat Enterprise Linux 6.2 enthält die folgenden Änderungen und Aktualisierungen in
Dokumentationen und Features.
Die Red Hat Enterprise Linux 6.2 Release liefert einen neuen m ultipath.conf Parameter namens
rr_m in_io_rq, in den defaults, devices und m ultipaths Abschnitten der
m ultipath.conf Datei. Der rr_m in_io Parameter wird in Red Hat Enterprise Linux 6.2 nicht
mehr verwendet. Für Information zum rr_m in_io_rq Parameter werfen Sie einen Blick auf
Kapitel 4, Die DM-Multipath-Konfigurationsdatei.
Der dev_loss_tm o Konfigurationsdatei-Parameter kann jetzt auf unendlich gestellt werden,
wodurch die sysfs Variable auf 2147483647 Sekunden oder 68 Jahre gesetzt wird. Für
Informationen zu diesem Parameter werfen Sie einen Blick auf Kapitel 4, Die DM-Multipath-
Konfigurationsdatei.
Das in Abschnitt 5.2, „Verlegen des Root-Geräts von einem Single-Path-Gerät auf ein Multipath-
Gerät“ beschriebene Verfahren wurde aktualisiert.
10Kapitel 1. D evice Mapper Multipathing
1.1.4. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.3
Red Hat Enterprise Linux 6.3 enthält die folgenden Änderungen und Aktualisierungen an
Dokumentationen und Features.
Der Standardwert des queue_without_daem on Konfigurationsdatei-Parameters ist jetzt auf no
festgeleget.
Der Standardwert des m ax_fds Konfigurationsdatei-Parameters ist jetzt auf m ax festgelegt.
Der user_friendly_nam es Konfigurationsdatei-Parameter kann jetzt in den defaults,
m ultipaths und devices Abschnitten der m ultipath.conf Konfigurationsdatei konfiguriert
werden.
Der defaults Abschnitt der m ultipath.conf Konfigurationsdatei unterstützt den neuen
hwtable_regex_m atch Parameter.
Für Informationen zu den Konfigurationsdatei-Parametern werfen Sie einen Blick auf Kapitel 4, Die DM-
Multipath-Konfigurationsdatei.
1.1.5. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.4
Red Hat Enterprise Linux 6.4 enthält die folgenden Änderungen und Aktualisierungen an
Dokumentationen und Features.
Der defaults Abschnitt und der devices Abschnitt der m ultipath.conf Konfigurationsdatei
unterstützen den neuen retain_attached_hardware_handler Parameter und den neuen
detect_prio Parameter. Für Informationen zu den Konfigurationsdatei-Parametern werfen Sie
einen Blick auf Kapitel 4, Die DM-Multipath-Konfigurationsdatei.
Dieses Dokument enthält einen neuen Abschnitt, Abschnitt 3.4, „Einrichten von Multipath auf dem
initramfs Dateisystem“.
1.1.6. Neue und veränderte Features für Red Hat Enterprise Linux 6.5
Red Hat Enterprise Linux 6.5 enthält die folgenden Änderungen und Aktualisierungen an
Dokumentationen und Features.
Der defaults Abschnitt der m ultipath.conf Konfigurationsdatei unterstützt die neuen
Parameter replace_wwide_whitespace und reload_rewrite. Der defaults Abschnitt der
m ultipath.conf Datei wird in T abelle 4.1, „Standardeinstellungen für die Multipath-Konfiguration“
dokumentiert.
1.2. Überblick über DM-Multipath
DM-Multipath kann dazu verwendet werden, um Folgendes bereitzustellen:
Redundanz
DM-Multipath kann Ausfallsicherung (Failover) in einer aktiv/passiv-Konfiguration zur Verfügung
stellen. In einer aktiv/passiv-Konfiguration wird nur jeweils die Hälfte der Pfade für I/O verwendet.
Falls irgendein Element eines I/O-Pfads (das Kabel, der Switch oder der Controller) ausfällt, wechselt
DM-Multipath auf einen alternativen Pfad.
Verbesserte Leistung
DM-Multipath kann in aktiv/aktiv-Modus konfiguriert werden, in dem I/O reihum ("round-robin") über
die Pfade verteilt wird. In einigen Konfigurationen kann DM-Multipath die Auslastung auf den I/O-
Pfaden ermitteln und diese dynamisch neu ausgleichen.
Abbildung 1.1, „Aktiv/Passiv-Multipath-Konfiguration mit einem RAID-Gerät“ zeigt eine aktiv/passiv-
11Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
Konfiguration mit zwei I/O-Pfaden vom Server zu einem RAID-Gerät. Es existieren 2 HBAs auf dem
Server, 2 SAN-Switches und 2 RAID-Controller.
Abbildung 1.1. Aktiv/Passiv-Multipath-Konfiguration mit einem RAID-Gerät
In dieser Konfiguration führt ein I/O-Pfad durch hba1, SAN1 und Controller1 und ein zweiter I/O-Pfad
durch hba2, SAN2 und Controller2. Es existieren viele mögliche Ausfallpunkte in dieser Konfiguration:
HBA-Ausfall
FC-Kabelausfall
SAN-Switch-Ausfall
Array-Controller Port-Ausfall
Ist DM-Multipath konfiguriert, führt ein Ausfall jedes einzelnen dieser Punkte dazu, dass DM-Multipath zu
einem alternativen I/O-Pfad wechselt.
Abbildung 1.2, „Aktiv/Passiv-Multipath-Konfiguration mit zwei RAID-Geräten“ zeigt eine komplexere
aktiv/passiv-Konfiguration mit 2 HBAs auf dem Server, 2 SAN-Switches und 2 RAID-Geräten mit jeweils 2
RAID-Controllern.
12Kapitel 1. D evice Mapper Multipathing
Abbildung 1.2. Aktiv/Passiv-Multipath-Konfiguration mit zwei RAID-Geräten
In dem unter Abbildung 1.2, „Aktiv/Passiv-Multipath-Konfiguration mit zwei RAID-Geräten“ aufgeführten
Beispiel existieren zwei I/O-Pfade zu jedem RAID-Gerät (wie auch im dargestellten Beispiel in
Abbildung 1.1, „Aktiv/Passiv-Multipath-Konfiguration mit einem RAID-Gerät“). Ist DM-Multipath konfiguriert,
führt ein Ausfall jeder dieser Punkte dazu, dass DM-Multipath zu einem alternativen I/O-Pfad wechselt.
Abbildung 1.3, „Aktiv/Aktiv-Multipath-Konfiguration mit einem RAID-Gerät“ zeigt eine aktiv/aktiv-
Konfiguration mit 2 HBAs auf dem Server, 1 SAN-Switch und 2 RAID-Controllern. Es existieren vier I/O-
Pfade vom Server zu einem Speichergerät:
hba1 an Controller1
hba1 an Controller2
hba2 an Controller1
hba2 an Controller2
In dieser Konfiguration kann sich I/O auf diese vier Pfade verteilen.
13Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath Abbildung 1.3. Aktiv/Aktiv-Multipath-Konfiguration mit einem RAID-Gerät 1.3. Storage-Array-Unterstützung Standardmäßig beinhaltet DM-Multipath Unterstützung für die gebräuchlichsten Storage Arrays, die DM- Multipath unterstützen. Die unterstützten Geräte sind in der m ultipath.conf.defaults Datei zu finden. Falls Ihr Storage Array DM-Multipath unterstützt und nicht standardmäßig in dieser Datei konfiguriert wird, müssen Sie es zur DM-Multipath-Konfigurationsdatei m ultipath.conf hinzufügen. Für weitere Informationen zur DM-Multipath-Konfigurationsdatei werfen Sie einen Blick auf Kapitel 4, Die DM-Multipath-Konfigurationsdatei. Einige Storage Arrays erfordern eine spezielle Handhabung von I/O-Fehlern und beim Wechseln von Pfaden. Sie benötigen separate "hardware handler" Kernel-Module. 1.4. DM-Multipath-Komponenten T abelle 1.1, „DM-Multipath-Komponenten“ beschreibt die Komponenten von DM-Multipath. 14
Kapitel 1. D evice Mapper Multipathing
T abelle 1.1. DM-Multipath-Komponenten
Komponente Beschreibung
dm _m ultipath Kernel-Modul Leitet I/O um und unterstützt Ausfallsicherung für Pfade und
Pfadgruppen.
m pathconf Dienstprogramm Konfiguriert und aktiviert Device Mapper Multipathing.
m ultipath Befehl Z eigt und konfiguriert Multipath-Geräte. Wird normalerweise mit
/etc/rc.sysinit gestartet, es kann aber auch von einem udev
Programm gestartet werden, wenn ein Blockgerät hinzugefügt wird.
m ultipathd Daemon Überwacht Pfade. Wenn Pfade ausfallen und wieder
zurückkommen, kann er einen Wechsel zwischen Pfadgruppen
einleiten. Sorgt für interaktive Änderungen an Multipath-Geräten.
Für jegliche Änderungen an der /etc/m ultipath.conf Datei ist
ein Neustart erforderlich.
kpartx Befehl Erstellt Device-Mapper-Geräte für die Partitionen auf einem Gerät.
Es ist notwendig, dass dieser Befehl für DOS-basierte Partitionen
mit DM-MP verwendet wird. kpartx wird in seinem eigenen Paket
geliefert, das Paket device-m apper-m ultipath ist jedoch von
diesem abhängig.
1.5. Überblick über die Einrichtung von DM-Multipath
DM-Multipath enthält einkompilierte Standardeinstellungen, die für allgemeine Multipath-Konfigurationen
geeignet sind. Das Einrichten von DM-Multipath ist oft ein einfaches Verfahren.
Das grundlegende Verfahren für die Konfiguration Ihres Systems mit DM-Multipath lautet wie folgt:
1. Installieren Sie das device-m apper-m ultipath RPM.
2. Erstellen Sie die Konfigurationsdatei und aktivieren Sie Multipathing mit dem m pathconf Befehl.
Sie können den Multipath-Daemon auch mit diesem Befehl starten, falls Sie die
Konfigurationsdatei nicht bearbeiten müssen.
3. Bearbeiten Sie falls nötig die m ultipath.conf Konfigurationsdatei, um Standardwerte zu
ändern und die aktualisierte Datei zu speichern.
4. Starten Sie den Multipath-Daemon.
Für detaillierte Anweisungen zur Einrichtung der Multipath-Konfiguration werfen Sie einen Blick auf
Kapitel 3, Einrichten von DM-Multipath.
15Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
Kapitel 2. Multipath-Geräte
Ohne DM-Multipath wird jeder Pfad von einem Server-Knoten zu einem Speicher-Controller vom System
als separates Gerät behandelt, auch wenn der I/O-Pfad denselben Server-Knoten mit demselben
Speicher-Controller verbindet. DM-Multipath bietet eine Möglichkeit, I/O-Pfade logisch anzuordnen, indem
ein einzelnes Multipath-Gerät oberhalb der zugrunde liegenden Geräte erstellt wird.
2.1. Multipath-Geräte-Identifier
Jedes Multipath-Gerät besitzt einen World Wide Identifier (WWID), der garantiert global einzigartig und
unveränderlich ist. Standardmäßig wird der Name eines Multipath-Geräts auf dessen WWID gesetzt.
Alternativ können Sie die Option user_friendly_nam es in der Multipath-Konfigurationsdatei setzen,
welche einen Alias zu einem eindeutigen Knotennamen der Art m pathn erstellt.
So sieht beispielsweise ein Knoten mit zwei HBAs, die durch einen einzelnen FC-Switch ohne Z onen an
einen Speicher-Controller mit zwei Ports angehängt sind, vier Geräte: /dev/sda, /dev/sdb, dev/sdc
und /dev/sdd. DM-Multipath erstellt ein einzelnes Gerät mit einer eindeutigen WWID, die I/O an diese
vier darunterliegenden Geräte basierend auf der Multipath-Konfiguration weiterleitet. Wenn die
Konfigurationsoption user_friendly_nam es auf yes gesetzt ist, wird der Name des Multipath-Geräts
auf m pathn gesetzt.
Wenn ein neues Gerät zur Verwaltung durch DM-Multipath hinzugefügt wird, sind die neuen Geräte ggf.
an zwei verschiedenen Positionen unterhalb des /dev Verzeichnisses zu finden:
/dev/m apper/m pathn und /dev/dm -n.
Die Geräte in /dev/m apper werden zu einem frühen Z eitpunkt im Boot-Vorgang erstellt.
Verwenden Sie diese Geräte, um auf die Multipath-Geräte zuzugreifen, z.B. beim Erstellen von
logischen Datenträgern.
Alle Geräte in der Form /dev/dm -n sind nur für interne Z wecke und sollten niemals verwendet
werden.
Für weitere Informationen zu den Standardwerten der Multipath-Konfiguration, inklusive der
Konfigurationsoption user_friendly_nam es, werfen Sie einen Blick auf Abschnitt 4.3,
„Konfigurationsdatei - Standards“ .
Sie können den Namen eines Multipath-Geräts auch auf einen Namen Ihrer Wahl setzen, indem Sie die
alias Option im m ultipaths Abschnitt der Multipath-Konfigurationsdatei verwenden. Für
Informationen zum Abschnitt m ultipaths der Multipath-Konfigurationsdatei werfen Sie einen Blick auf
Abschnitt 4.4, „Multipaths Parameter zur Gerätekonfiguration“.
2.2. Einheitliche Multipath Gerätenamen in einem Cluster
Wenn die Konfigurationsoption user_friendly_nam es auf yes gesetzt ist, ist der Name des
Multipath-Geräts eindeutig für einen Knoten. Es ist jedoch nicht gewährleistet, dass er auf allen Knoten,
die das Multipath-Gerät verwenden, derselbe ist. Gleichzeitig ist der Name nicht automatisch konsistent
über mehrere Knoten im Cluster hinweg, wenn Sie die alias Option für ein Gerät im m ultipaths
Abschnitt der m ultipath.conf Konfigurationsdatei setzen. Dies sollte bei der Verwendung von LVM
zur Erstellung von logischen Geräten vom Multipath-Gerät zu keinen Schwierigkeiten führen. Falls es
jedoch erforderlich ist, dass Ihr Multipath-Gerät auf jedem Cluster-Knoten einheitlich ist, wird empfohlen,
dass Sie die Option user_friendly_nam es nicht auf yes setzen und keine Aliasse für die Geräte
konfigurieren. Standardmäßig ist der Gerätename die WWID für das Gerät (welcher immer gleich ist),
wenn Sie user_friendly_nam es nicht auf yes setzen oder einen Alias für ein Gerät konfigurieren.
16Kapitel 2. Multipath-Geräte
Wenn Sie jedoch möchten, dass die systemdefinierten benutzerfreundlichen Namen über alle Knoten im
Cluster hinweg konsistent sind, führen Sie die folgenden Schritte aus:
1. Richten Sie alle Multipath-Geräte auf einem einzigen Rechner ein.
2. Deaktivieren Sie alle Multipath-Geräte auf Ihren anderen Rechnern, indem Sie die folgenden
Befehle ausführen:
# service multipathd stop
# multipath -F
3. Kopieren Sie die Datei /etc/m ultipath/bindings von dem ersten Rechner auf alle anderen
Rechner im Cluster.
4. Reaktivieren Sie den m ultipathd Daemon auf allen anderen Rechnern im Cluster, indem Sie
den folgenden Befehl ausführen:
# service multipathd start
Wenn Sie ein neues Gerät hinzufügen, müssen Sie diesen Vorgang wiederholen.
Wenn Sie gleichzeitig ein Alias für ein Gerät konfigurieren, von dem Sie möchten, dass es über die
Knoten im Cluster hinweg konsistent ist, sollten Sie sicherstellen, dass die /etc/m ultipath.conf
Datei für jeden Knoten im Cluster die gleiche ist, indem Sie die folgende Vorgehensweise befolgen:
1. Konfigurieren Sie die Aliasse für die Multipath-Geräte in der m ultipath.conf Datei auf einem
einzigen Rechner.
2. Deaktivieren Sie alle Multipath-Geräte auf Ihren anderen Rechnern, indem Sie die folgenden
Befehle ausführen:
# service multipathd stop
# multipath -F
3. Kopieren Sie die Datei /etc/m ultipath.conf von dem ersten Rechner auf alle anderen
Rechner im Cluster.
4. Reaktivieren Sie den m ultipathd Daemon auf allen anderen Rechnern im Cluster, indem Sie
den folgenden Befehl ausführen:
# service multipathd start
Wenn Sie ein neues Gerät hinzufügen, müssen Sie diesen Vorgang wiederholen.
2.3. Multipath-Geräteparameter
Z usätzlich zu den user_friendly_nam es und alias Optionen verfügt ein Multipath-Gerät über
zahlreiche andere Parameter. Sie können diese Parameter für ein bestimmtes Multipath-Gerät ändern,
indem Sie einen Eintrag für das Gerät im m ultipaths Abschnitt der Multipath-Konfigurationsdatei
erstellen. Für weitere Informationen über den m ultipaths Abschnitt der Multipath-Konfigurationsdatei
werfen Sie einen Blick auf Abschnitt 4.4, „Multipaths Parameter zur Gerätekonfiguration“.
2.4. Multipath-Geräte in logischen Datenträgern
Nach der Erstellung von Multipath-Geräten können Sie die Namen der Multipath-Geräte genau so
verwenden, als würden Sie einen physischen Namen beim Erstellen eines physischen LVM-
17Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
Datenträgers verwenden. Wenn /dev/m apper/m patha beispielsweise der Name eines Multipath-
Geräts ist, markiert der folgende Befehl /dev/m apper/m patha als einen physischen Datenträger.
pvcreate /dev/mapper/mpatha
Sie können die entstehenden physischen LVM-Geräte beim Erstellen einer LVM-Datenträgergruppe
genauso verwenden, wie Sie jedes andere physische LVM-Gerät verwenden würden.
Anmerkung
Falls Sie versuchen, einen physischen LVM-Datenträger auf einem ganzen Gerät zu erstellen, auf
dem Sie Partitionen konfiguriert haben, schlägt der Befehl pvcreate fehl. Beachten Sie, dass die
Installationsprogramme Anaconda und Kickstart leere Partitionstabellen erstellen, wenn Sie keine
für jedes Blockgerät angeben. Falls Sie statt einer Partition das ganze Gerät verwenden möchten,
müssen Sie die bestehenden Partitionen von dem Gerät entfernen. Sie können bestehende
Partitionen mit den Befehlen kpartx -d und fdisk entfernen. Falls Ihr System ein Blockgerät
besitzt, das größer als 2 T B ist, können Sie den Befehl parted verwenden, um Partitionen zu
entfernen.
Wenn Sie einen logischen LVM-Datenträger erstellen, der aktiv/passiv Multipath-Arrays als zugrunde
liegende physische Geräte verwendet, sollten Sie Filter in lvm .conf integrieren, um die Platten
auszuschließen, die den Multipath-Geräten zugrunde liegen. Denn falls das Array beim Erhalt von I/O
den aktiven Pfad automatisch in den passiven Pfad ändert, wird Multipath jedes Mal mit einem Failover
und Failback reagieren, wenn LVM den passiven Pfad untersucht, falls diese Geräte nicht ausgefiltert
werden. Für aktiv/passiv-Arrays, die einen Befehl erfordern, um den passiven Pfad auf aktiv zu setzen,
gibt LVM eine Warnmeldung aus, wenn dies auftritt.
Um alle SCSI-Geräte in der LVM-Konfigurationsdatei (lvm .conf) herauszufiltern, fügen Sie den
folgenden Filter in den devices Abschnitt der Datei ein.
filter = [ "r/block/", "r/disk/", "r/sd.*/", "a/.*/" ]
18Kapitel 3. Einrichten von D M-Multipath
Kapitel 3. Einrichten von DM-Multipath
Dieses Kapitel zeigt eine schrittweise Vorgehensweise als Beispiel zur Konfiguration von DM-Multipath.
Es umfasst die folgenden Arbeitsschritte:
Grundlegende Einrichtung von DM-Multipath
Ignorieren lokaler Festplatten
Hinzufügen weiterer Geräte zur Konfigurationsdatei
Starten von Multipath im initram fs Dateisystem
3.1. Einrichten von DM-Multipath
Stellen Sie vor der Einrichtung von DM-Multipath auf Ihrem System sicher, dass Ihr System aktualisiert
wurde und das Paket device-m apper-m ultipath installiert ist.
Sie können Multipath mit dem Dienstprogramm m pathconf einrichten, das die Multipath-
Konfigurationsdatei /etc/m ultipath.conf erstellt.
Falls die Datei /etc/m ultipath.conf bereits existiert, wird diese vom Dienstprogramm
m pathconf bearbeitet.
Falls die Datei /etc/m ultipath.conf nicht existiert, verwendet das Dienstprogramm m pathconf
die Datei /usr/share/doc/device-m apper-m ultipath-0.4 .9/m ultipath.conf als
Ausgangspunkt.
Falls die Datei /usr/share/doc/device-m apper-m ultipath-0.4 .9/m ultipath.conf nicht
existiert, erstellt das Dienstprogramm m pathconf die Datei /etc/m ultipath.conf von Grund
auf neu.
Falls Sie die Datei /etc/m ultipath.conf nicht bearbeiten müssen, können Sie DM-Multipath mit
einer grundlegenden Konfiguration für eine Ausfallsicherung einrichten, indem Sie den folgenden Befehl
ausführen. Dieser Befehl aktiviert die Multipath-Konfigurationsdatei und startet den m ultipathd
Daemon.
# mpathconf --enable --with_multipathd y
Wenn Sie die /etc/m ultipath.conf Datei vor dem Start des m ultipathd Daemons bearbeiten
müssen, verwenden Sie die folgende Vorgehensweise, um DM-Multipath mit einer grundlegenden
Konfiguration für eine Ausfallsicherung einzurichten.
1. Führen Sie den Befehl m pathconf mit der Option --enable aus:
# mpathconf --enable
Für Informationen über zusätzlichen Optionen für den Befehl m pathconf, die Sie ggf. benötigen,
werfen Sie einen Blick auf die m pathconf Handbuchseite oder führen Sie den Befehl
m pathconf mit der Option --help aus.
19Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
# mpathconf --help
usage: /sbin/mpathconf
Commands:
Enable: --enable
Disable: --disable
Set user_friendly_names (Default n): --user_friendly_names
Set find_multipaths (Default n): --find_multipaths
Load the dm-multipath modules on enable (Default y): --with_module
start/stop/reload multipathd (Default n): --with_multipathd
chkconfig on/off multipathd (Default y): --with_chkconfig
2. Bearbeiten Sie die /etc/m ultipath.conf Datei falls nötig. Die Standardeinstellungen für DM-
Multipath sind im System einkompiliert und müssen nicht explizit in der Datei
/etc/m ultipath.conf festgelegt werden.
Der Standardwert von path_grouping_policy ist auf failover gesetzt, so dass Sie die
/etc/m ultipath.conf Datei in diesem Beispiel nicht ändern müssen. Für Informationen zum
Ändern von Werten in der Konfigurationsdatei auf andere als die Standardwerte werfen Sie einen
Blick auf Kapitel 4, Die DM-Multipath-Konfigurationsdatei .
Der erste "defaults"-Abschnitt der Konfigurationsdatei konfiguriert Ihr System so, dass die Namen
der Multipath-Geräte in der Form m pathn erscheinen. Ohne diese Einstellung würden Aliasse für
die Namen der Multipath-Geräte zu der WWID des Geräts erstellt.
3. Speichern Sie die Konfigurationsdatei und beenden Sie den Editor, falls notwendig.
4. Führen Sie den folgenden Befehl aus:
# service multipathd start
Da der Wert von user_friendly_nam e in der Konfigurationsdatei auf yes gesetzt ist, wird das
Multipath-Gerät als /dev/m apper/m pathn erstellt. Informationen darüber, wie Sie den Namen eines
Geräts auf einen Alias Ihrer Wahl setzen können, finden Sie in Kapitel 4, Die DM-Multipath-
Konfigurationsdatei.
Falls Sie keine benutzerfreundlichen Namen verwenden möchten, können Sie den folgenden Befehl
ausführen:
# mpathconf --enable --user_friendly_names n
Anmerkung
Wenn Sie die Multipath-Konfigurationsdatei bearbeiten müssen, nachdem Sie den Multipath-
Daemon gestartet haben, müssen Sie den service m ultipathd reload Befehl
auszuführen, damit die Änderungen wirksam werden.
3.2. Ignorieren lokaler Festplatten beim Generieren von Multipath-
Geräten
Einige Rechner besitzen lokale SCSI-Karten für ihre internen Festplatten. DM-Multipath wird für diese
Geräte nicht empfohlen. Wenn Sie den find_m ultipaths Konfigurationsparameter auf yes setzen,
sollten Sie diese Geräte nicht auf die Blacklist setzen müssen. Informationen zum find_m ultipaths
Konfigurationsparameter finden Sie in Abschnitt 4.3, „Konfigurationsdatei - Standards“.
20Kapitel 3. Einrichten von D M-Multipath
Wenn Sie den find_m ultipaths Konfigurationsparameter nicht auf yes setzen, können Sie das
folgende Verfahren verwenden, um die Multipath-Konfigurationsdatei so zu verändern, dass lokale
Festplatten bei der Konfiguration von Multipath ignoriert werden.
1. Ermitteln Sie, welche Platten die internen Platten sind und markieren Sie diese als diejenigen, die
zur Blacklist hinzugefügt werden sollen.
In diesem Beispiel ist /dev/sda die interne Festplatte. Beachten Sie, dass, wie ursprünglich in
der standardmäßigen Multipath-Konfigurationsdatei konfiguriert, das Ausführen von m ultipath
-v2 die lokale Platte /dev/sda in der Multipath-Map anzeigt.
Für weitere Informationen zur Befehlsausgabe von m ultipath werfen Sie einen Blick auf
Abschnitt 5.7, „Multipath-Befehlsausgabe“.
# multipath -v2
create: SIBM-ESXSST336732LC____F3ET0EP0Q000072428BX1 undef WINSYS,SF2372
size=33 GB features="0" hwhandler="0" wp=undef
`-+- policy='round-robin 0' prio=1 status=undef
|- 0:0:0:0 sda 8:0 [---------
device-mapper ioctl cmd 9 failed: Invalid argument
device-mapper ioctl cmd 14 failed: No such device or address
create: 3600a0b80001327d80000006d43621677 undef WINSYS,SF2372
size=12G features='0' hwhandler='0' wp=undef
`-+- policy='round-robin 0' prio=1 status=undef
|- 2:0:0:0 sdb 8:16 undef ready running
`- 3:0:0:0 sdf 8:80 undef ready running
create: 3600a0b80001327510000009a436215ec undef WINSYS,SF2372
size=12G features='0' hwhandler='0' wp=undef
`-+- policy='round-robin 0' prio=1 status=undef
|- 2:0:0:1 sdc 8:32 undef ready running
`- 3:0:0:1 sdg 8:96 undef ready running
create: 3600a0b80001327d800000070436216b3 undef WINSYS,SF2372
size=12G features='0' hwhandler='0' wp=undef
`-+- policy='round-robin 0' prio=1 status=undef
|- 2:0:0:2 sdd 8:48 undef ready running
`- 3:0:0:2 sdg 8:112 undef ready running
create: 3600a0b80001327510000009b4362163e undef WINSYS,SF2372
size=12G features='0' hwhandler='0' wp=undef
`-+- policy='round-robin 0' prio=1 status=undef
|- 2:0:0:3 sdd 8:64 undef ready running
`- 3:0:0:3 sdg 8:128 undef ready running
2. Um zu verhindern, dass der Device-Mapper /dev/sda in seine Multipath-Maps einbindet,
bearbeiten Sie den Blacklist-Abschnitt der /etc/m ultipath.conf Datei und fügen dieses
Gerät ein. Auch wenn Sie das sda Gerät mithilfe des T yps devnode auf die Blacklist setzen
könnten, wäre dies keine sichere Vorgehensweise, da nicht garantiert werden kann, dass
/dev/sda nach einem Neustart dasselbe Gerät ist. Um einzelne Geräte auf die Blacklist zu
setzen, können Sie die WWID des Geräts verwenden.
Beachten Sie, dass in der Ausgabe des m ultipath -v2 Befehls die WWID des /dev/sda
Geräts SIBM-ESXSST 336732LC____F3ET 0EP0Q000072428BX1 lautet. Um dieses Gerät auf die
Blacklist zu setzen, fügen Sie Folgendes in der Datei /etc/m ultipath.conf hinzu.
21Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
blacklist {
wwid SIBM-ESXSST336732LC____F3ET0EP0Q000072428BX1
}
3. Nachdem Sie die Datei /etc/m ultipath.conf aktualisiert haben, müssen Sie den
m ultipathd Daemon manuell anweisen, die Datei erneut zu laden. Der folgende Befehl lädt die
aktualisierte /etc/m ultipath.conf Datei neu.
# service multipathd reload
4. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um das Multipath-Gerät zu entfernen:
# multipath -f SIBM-ESXSST336732LC____F3ET0EP0Q000072428BX1
5. Um zu überprüfen, ob das Entfernen des Geräts erfolgreich war, können Sie den m ultipath -
ll Befehl ausführen, um die aktuelle Multipath-Konfiguration anzuzeigen. Für weitere
Informationen zum m ultipath -ll Befehl werfen Sie einen Blick auf Abschnitt 5.8, „Multipath-
Abfragen (Queries) mit dem multipath-Befehl“ .
Um zu überprüfen, dass das Gerät auf der Blacklist nicht erneut hinzugefügt wurde, können Sie
wie im folgenden Beispiel den m ultipath Befehl ausführen. Der m ultipath Befehl hat ein
Standard-Ausführlichkeitslevel von v2, falls Sie keine -v Option angeben.
# multipath
create: 3600a0b80001327d80000006d43621677 undef WINSYS,SF2372
size=12G features='0' hwhandler='0' wp=undef
`-+- policy='round-robin 0' prio=1 status=undef
|- 2:0:0:0 sdb 8:16 undef ready running
`- 3:0:0:0 sdf 8:80 undef ready running
create: 3600a0b80001327510000009a436215ec undef WINSYS,SF2372
size=12G features='0' hwhandler='0' wp=undef
`-+- policy='round-robin 0' prio=1 status=undef
|- 2:0:0:1 sdc 8:32 undef ready running
`- 3:0:0:1 sdg 8:96 undef ready running
create: 3600a0b80001327d800000070436216b3 undef WINSYS,SF2372
size=12G features='0' hwhandler='0' wp=undef
`-+- policy='round-robin 0' prio=1 status=undef
|- 2:0:0:2 sdd 8:48 undef ready running
`- 3:0:0:2 sdg 8:112 undef ready running
create: 3600a0b80001327510000009b4362163e undef WINSYS,SF2372
size=12G features='0' hwhandler='0' wp=undef
`-+- policy='round-robin 0' prio=1 status=undef
|- 2:0:0:3 sdd 8:64 undef ready running
`- 3:0:0:3 sdg 8:128 undef ready running
3.3. Konfigurieren von Speichergeräten
Standardmäßig beinhaltet DM-Multipath Support für die gebräuchlichsten Storage Arrays, die DM-
Multipath unterstützen. Die standardmäßigen Konfigurationswerte, inklusive unterstützter Geräte, sind in
der m ultipath.conf.defaults Datei zu finden.
Falls Sie ein Speichergerät hinzufügen müssen, das nicht standardmäßig als ein bekanntes Multipath-
22Kapitel 3. Einrichten von D M-Multipath
Gerät unterstützt wird, bearbeiten Sie die /etc/m ultipath.conf Datei und fügen die
entsprechenden Geräteinformationen hinzu.
Um beispielsweise Informationen über die HP Open-V Serie einzufügen, sieht der Eintrag
folgendermaßen aus, wobei %n der Gerätename ist:
devices {
device {
vendor "HP"
product "OPEN-V."
getuid_callout "/lib/udev/scsi_id --whitelisted --device=/dev/%n"
}
}
Weitere Informationen zum Abschnitt devices der Konfigurationsdatei finden Sie in Abschnitt 4.5,
„Konfigurationsdatei - Geräte“.
3.4. Einrichten von Multipath auf dem initramfs Dateisystem
Sie können Multipathing im initram fs Dateisystem erstellen. Nach der Konfiguration von Multipath
können Sie das initram fs Dateisystem mit der Multipath-Konfiguration neu erstellen, indem Sie den
dracut Befehl mit den folgenden Optionen ausführen:
# dracut --force --add multipath --include /etc/multipath /etc/multipath
Wenn Sie Multipath vom initram fs Dateisystem ausführen und Änderungen an den Multipath-
Konfigurationsdateien vornehmen, müssen Sie das initram fs Dateisystem neu erstellen, damit die
Änderungen wirksam werden.
23Red Hat Enterprise Linux 6 D M-Multipath
Kapitel 4. Die DM-Multipath-Konfigurationsdatei
Standardmäßig liefert DM-Multipath Konfigurationswerte für die gebräuchlichsten Anwendungen von
Multipathing. Z usätzlich beinhaltet DM-Multipath Unterstützung für die gebräuchlichsten Storage Arrays,
die DM-Multipath unterstützen. Die standardmäßigen Konfigurationswerte und die unterstützten Geräte
befinden sich in der Datei /usr/share/doc/device-m apper-m ultipath-
0.4 .9/m ultipath.conf.defaults.
Sie können die standardmäßigen Konfigurationswerte für DM-Multipath durch Bearbeiten der
/etc/m ultipath.conf Konfigurationsdatei überschreiben. Falls erforderlich, können Sie auch ein
Storage Array zur Konfigurationsdatei hinzufügen, das nicht standardmäßig unterstützt wird.
Anmerkung
Sie können Multipathing im initram fs Dateisystem erstellen. Wenn Sie Multipath vom
initram fs Dateisystem ausführen und Änderungen an den Multipath-Konfigurationsdateien
machen, müssen Sie das initram fs Dateisystem neu erstellen, damit die Änderungen wirksam
werden. Für Informationen über das Neuerstellen des initram fs Dateisystems mit Multipath
werfen Sie einen Blick auf Abschnitt 3.4, „Einrichten von Multipath auf dem initramfs Dateisystem“.
Dieses Kapitel enthält Informationen zur Analyse und Bearbeitung der m ultipath.conf Datei. Es
enthält Abschnitte zu den folgenden T hemen:
Überblick über die Konfigurationsdatei
Konfigurationsdatei - Blacklist-Abschnitt
Konfigurationsdatei - Defaults-Abschnitt
Konfigurationsdatei - Multipaths-Abschnitt
Konfigurationsdatei - Devices-Abschnitt
Sie brauchen in der Multipath-Konfigurationsdatei nur die Abschnitte angeben, die Sie für Ihre
Konfiguration benötigen, oder bei denen Sie die in der Datei m ultipath.conf.defaults
angegebenen Standardwerte ändern möchten. Falls einige Abschnitte dieser Datei für Ihre Umgebung
nicht relevant sind, oder Sie für diese Abschnitte die Standardwerte nicht außer Kraft setzen müssen,
können Sie sie auskommentiert lassen.
In der Konfigurationsdatei dürfen reguläre Ausdrücke verwendet werden.
Eine Version der Konfigurationsdatei mit Anmerkungen ist unter /usr/share/doc/device-m apper-
m ultipathd-0.4 .9/m ultipath.conf.annotated zu finden.
4.1. Überblick über die Konfigurationsdatei
Die Multipath-Konfigurationsdatei wird in die folgenden Abschnitte unterteilt:
blacklist
Liste bestimmter Geräte, die nicht für Multipath in Betracht gezogen werden.
blacklist_exceptions
Liste von Multipath-Kandidaten, die ansonsten aufgrund der Parameter des Blacklist-Abschnitts
auf die Blacklist gesetzt würden.
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