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ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE Liebe Kinder, als Bundesministerium kümmern wir uns mit vielen anderen Freundinnen und Freunden des Waldes um seinen Schutz und seine Nutzung. Das ist eine sehr wichtige Aufgabe. Denn ein Leben ohne Wald ist kaum vorstellbar. Denkt nur an die vielen Tiere und Pflanzen, die im Wald leben. Und überlegt einmal, wie viele Dinge Ihr selbst jeden Tag nutzt, die aus Holz bestehen: Stühle, Tische, Malstifte und Papier. Der Wald schützt aber auch Boden, Wasser und Klima und ist damit für uns Menschen eine wichtige Lebensgrundlage. Erst mit gesunden Böden, sauberem Wasser und gutem Klima sichern wir unser tägliches Essen und unsere Luft zum Atmen. Deshalb müssen wir gut auf den Wald aufpassen und ihn sorgsam nutzen. Das vorliegende Heft stellt Euch unseren Wald, seine Tiere und Pflanzen vor. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen! 2
ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, liebe Eltern,
eine Entdeckungsreise durch unsere Wälder bietet Spiel, Spaß und Spannung
für Jung und Alt. Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten, den Wald zu entdecken.
Doch nichts geht über einen Waldspaziergang: Die Kombination aus Bewegung,
Sinneseindrücken, Naturerleben und Abenteuer macht einen Waldspaziergang zu
einem unvergesslichen Erlebnis.
Es gibt zudem eine Vielzahl an waldpädagogischen Angeboten, auch bei
Ihnen vor Ort: Von der Fährtensuche mit dem Förster, über den Besuch eines
Waldmuseums bis hin zu den Waldjugendspielen.
Die vorliegende Broschüre „Entdecke den Wald – Die kleine Waldfibel in
einfacher Sprache“ bietet Ihnen eine solide und interessante Basis, um unseren
Wald mit Kindern zu entdecken. Die Inhalte der Broschüre sind so aufbereitet
und illustriert, dass sie auch für Kinder mit Förderbedarf geeignet sind.
Auf unserem Internetportal www.waldkulturerbe.de finden Sie noch weitere
Information und Materialien rund um das Thema Wald.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern viel Spaß beim Entdecken
unseres Waldkulturerbes!
Ihr
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
3ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Inhalt
2 Vorwort 18 Eberesche
6 Aufgaben des Waldes 19 Eiche
8 Ahorn 20 Eichelhäher
9 Ameise (Waldameise) 21 Eichhörnchen
10 Birke 22 Erle
11 Blaubeere 23 Fichte
12 Borkenkäfer 24 Fliegenpilz
13 Brombeere 25 Forstleute
14 Buche 26 Fuchs (Rotfuchs)
15 Buschwindröschen 27 Harvester
16 Champignon 28 Himbeere
(Waldchampignon) 29 Hirsch (Rothirsch)
17 Dachs 30 Holunderbeere
4ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
31 Holz 44 Tanne
32 Hummel 45 Uhu
33 Kiefer 46 Veilchen
34 Knollenblätterpilz (Waldveilchen)
35 Lärche 47 Waldarbeiter
36 Luchs 48 Walderdbeere
37 Maronenröhrling 49 Weidenröschen
38 Papier 50 Wildkatze
39 Pfifferling 51 Wildschwein
40 Reh 52 Stockwerke des Waldes
41 Rückezug 54 Mehr kostenlose
42 Schwarzspecht Waldmaterialien
43 Steinpilz 56 Impressum
5ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Die Aufgaben
des Waldes
Unser Wald ist lebenswichtig. Er liefert
uns Holz, frische Luft und sauberes
Wasser. Tieren und Pflanzen bietet er
Lebensraum, Nahrung und Schutz.
Lebensraum
Der Wald schützt seine Umgebung
vor Stürmen, Lawinen und Steinschlag.
Der Waldboden ist wie ein großer
Schwamm. Er kann den Regen auf-
nehmen und festhalten. So verhindert
der Wald, dass Hochwasser entsteht.
Im Waldboden wird das Wasser gefil-
tert und gespeichert.
Der Wald hat viele Aufgaben. Nach-
haltige Forstwirtschaft erhält den Wald Erosionsschutz
und seine vielfältigen Leistungen. Schutz vor Bodenabtrag
6ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Sauerstoff
Klimaschutz
Luftfilter
Erholung
Holz
Wasserspeicher und -filter
7ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Laubbäume im Wald
Ahorn
Steckbrief In Deutschland gibt es drei Ahornarten.
Hier sieht man die Blätter des Bergahorns. Die Blätter
Höhe: vom Bergahorn sind recht groß und haben 5 große
30 bis 35 m Zacken. Im Herbst färben sich die Blätter gelb.
Die Früchte sind recht klein und haben einen Flügel.
Lebensalter:
Wenn sie vom Baum herabfallen, dreht sich der
bis 600 Jahre
Flügel wie ein Propeller. Sie schweben wie ein kleiner
Standort: Hubschrauber durch die Luft.
Bergwald
Aus dem Ahornholz werden Möbel und Musik-
instrumente gebaut.
Ahornsirup ist der ein-
gedickte Saft des Zucker-
Der Bergahorn wächst
Ahorns. Diese Baumart im Bergwald.
wächst nur in Nord-
amerika, nicht bei uns. Die Blätter vom Bergahorn sind
Der meiste Ahornsirup
wird in Kanada erzeugt.
groß. Sie haben 5 Zacken.
Die Früchte sind klein. Sie schweben
wie kleine Propeller durch die Luft.
8ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Waldameise
Steckbrief Eine Ameise allein kann nicht lange überleben.
Darum bilden viele Ameisen zusammen einen
Lebensalter: richtigen Staat. Jede übernimmt eine andere Aufgabe.
Arbeiterin bis 3 Jahre, Zusammen bauen sie einen großen Ameisenhügel.
Königin bis 15 Jahre Die Königin ist die wichtigste Ameise. Alle Ameisen in
der Ameisenkolonie sind ihre Kinder.
Körperlänge:
4 bis 11 mm Ameisen lieben den süßen Honigtau. Pflanzenläuse
erzeugen den Honigtau. Viele Ameisenkolonien halten
Lebensraum: sich darum Pflanzenläuse als Nutztiere.
Wald, Waldrand
Ameisen fressen gerne
Insekten und Raupen, die
Ameisen bilden einen Ameisenstaat.
sich von Blättern und Nadeln Sie wohnen im Ameisenhügel.
ernähren. So helfen die
Ameisen dem Wald. Ich achte
darauf, dass niemand die
Die Königin ist die wichtigste
Ameisenhügel beschädigt. Ameise. Alle Ameisen einer
Ameisenkolonie sind ihre Kinder.
Ameisen lieben den süßen Honigtau
der Pflanzenläuse.
9ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Laubbäume im Wald
Birke
Steckbrief Die Birke erkennt man an der weißen Rinde. Ihre
Blätter sind dreieckig. Der Blattrand sieht aus wie die
Zähne einer Säge.
Höhe:
10 bis 30 m Die Samen der Birke sind winzig klein und haben
Flügel. Der Wind nimmt die leichten Samen mit und
Lebensalter: kann sie weit verbreiten.
bis 100 Jahre
Im Frühjahr ist die Birke der erste Laubbaum, der
Standort: seine Blätter entfaltet.
Moor, Heiden,
Brachflächen
Die Birke ist eine
Pionier-Baumart.
Birken haben eine weiße Rinde.
Sie kann auch dort
wachsen, wo es noch
Die Blätter sind dreieckig.
keinen schützenden
Wald gibt. Die Samen der Birke sind klein und
können weit fliegen.
10ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Beeren im Wald
Blaubeere
Steckbrief Die Blaubeere ist ein niedriger Strauch. Sie wird
auch Heidelbeere genannt und kann große Flächen
bedecken. Die Triebe und Früchte der Blaubeere
Reife: werden von vielen Tieren gern gefressen.
Juli bis September
Die runden Früchte sind sehr gesund und zwischen
Vorkommen: Juli und September zu finden.
saure Laub-
Früchte, die nah am Boden wachsen, sollte
und Nadelwälder
man hängen lassen, denn sie könnten mit dem
Fuchsbandwurm infiziert sein.
Zecken verstecken sich
gern in Blaubeeren und
Die Blaubeere ist ein niedriger
anderen Waldsträuchern. Strauch.
Wer in den Wald geht,
sollte sich hinterher nach Sie heißt auch Heidelbeere.
Zecken absuchen und sie
dann schnell entfernen. Die runden Früchte sind sehr
gesund.
11ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Borkenkäfer
Steckbrief Wenn es im Frühjahr warm wird, dann kommen
die Borkenkäfer aus ihren Winterquartieren im
Waldboden.
Lebensalter:
bis 1 Jahr Die Borkenkäfer können kranke Bäume schon von
weitem am Geruch erkennen. Sie fliegen dort hin und
Körperlänge: legen ihre Eier unter die Rinde.
2 bis 6 mm
Mit eigenen Duftstoffen locken sie dann noch mehr
Lebensraum: Käfer an.
Wälder Viele Käfer zusammen können einen Baum töten.
Der Borkenkäfer
ist klein. Aber viele
Borkenkäfer überwintern im
Borkenkäfer zusammen Waldboden.
können ganze Wälder
vernichten. Ich achte Die Borkenkäfer erkennen kranke
darauf, dass das nicht Bäume am Geruch.
passiert.
Sie legen ihre Eier unter die Rinde.
Viele Borkenkäfer zusammen
können einen Baum töten.
12ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Beeren im Wald
Brombeere
Steckbrief Die Brombeere bildet lange, stachelige Triebe.
Die Früchte sind im Spätsommer reif und blauschwarz.
Reife: Die Blätter kann man trocknen und daraus Tee
September/Oktober machen.
Vorkommen: Früchte, die nah am Boden wachsen, sollte
Waldränder, man hängen lassen, denn sie könnten mit dem
Lichtungen Fuchsbandwurm infiziert sein.
Die Brombeere kann über
2 Meter hoch werden.
Die Brombeere hat lange,
Sie klettert gern an stachelige Triebe.
jungen Bäumen hoch.
Ich achte darauf, dass die Die Früchte sind im Spätsommer
Brombeeren keine kleinen
Bäume überwuchern.
reif und blauschwarz.
13ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Laubbäume im Wald
Buche
Steckbrief Die Buche ist der häufigste Laubbaum in Deutschland.
Die Buche hat einen glatten, silber-grauen Stamm.
Die Rinde ist empfindlich. Die Blätter sind glatt und
Höhe: oval-rund.Die Früchte der Buche nennt man
30 bis 35 m Bucheckern. Das sind kleine, dreieckige Nüsse.
Wildschweine lieben Bucheckern.
Lebensalter:
bis 300 Jahre Bucheckern sind für den Menschen leicht giftig.
Standort: Aus Buchenholz macht man Möbel, Papier und
Tiefland, Mittelgebirge Brennholz.
Buchen haben eine
empfindliche Rinde.
Die Buche hat einen glatten Stamm.
Wird die Rinde verletzt,
können Pilze eindringen
Die Rinde ist empfindlich.
und den Baum krank
machen. Die Blätter sind oval-rund.
Wildschweine lieben Bucheckern.
Das sind die Früchte der Buche.
14ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Blumen im Wald
Buschwindröschen
Steckbrief Buschwindröschen brauchen Licht und gute
Waldböden.
Blüte: Sie blühen, bevor die Laubbäume die ersten
März bis Mai Blätter haben.
Die Blüten sehen aus wie ein
Wuchshöhe:
kleiner weißer Stern.
ca. 10 cm
Buschwindröschen sind giftig
(alle Teile)!
Buschwindröschen
gehören mit zu den
Buschwindröschen blühen
ersten Pflanzen, die im Frühjahr.
im Frühjahr blühen.
Zum Schutz vor Kälte Die Blüten sind weiß und haben
verschließen sie
nachts ihre Blüten.
eine Sternform.
Buschwindröschen sind giftig.
15ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Pilze im Wald
Waldchampignon
Steckbrief Der Waldchampignon ist ein Lamellenpilz.
Bei ganz jungen Champignons sind die Lamellen noch
Reife: weiß, später werden sie rosa.
Juli bis Oktober Bei alten Champignons sind die Lamellen dunkelbraun.
Vorkommen: Beim tödlich giftigen Knollenblätterpilz dagegen
Fichtenwald, bleiben die Lamellen immer weiß.
Mischwälder mit
Fichten Den Waldchampignon findet man oft bei Fichten.
Er ist ein beliebter Speisepilz.
Der Waldchampignon
wird oft mit dem
Der Waldchampignon ist ein
giftigen Knollenblätter- Lamellenpilz.
pilz verwechselt. Wer
nicht sicher ist, kann Er schmeckt gut.
die Forstleute oder eine
Pilzberatung fragen. Man findet ihn oft bei Fichten.
16ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Dachs
Steckbrief Der Dachs gehört zur Familie der Marder.
Er lebt in großen Familien in unterirdischen Bauten.
Lebensalter: Die Höhlen und Gänge werden ständig vergrößert.
bis 18 Jahre Manche Bauten sind so groß, dass auch Füchse und
Kaninchen dort auf verschiedenen Etagen leben.
Körperlänge:
70 bis 90 cm Der Dachs geht nachts auf Nahrungssuche.
Lebensraum: Dazu durchwühlt er laut grunzend mit der Schnauze
Laub- und Mischwald das Laub. Er ist ein Allesfresser: Regenwürmer, Pilze,
Blindschleichen, Käfer und Früchte werden verzehrt.
Dachse können schlecht
sehen, aber dafür sehr
Die Dachse leben in großen
gut riechen. Bei ihren Familien. Sie leben in Bauten
nächtlichen Streifzügen unter der Erde.
können sie sich nur
mit Hilfe ihrer Nase
orientieren.
Der Dachs frisst nachts.
Er ist ein Allesfresser: Regenwürmer,
Pilze, Blindschleichen, Käfer und
Früchte mag er gern.
17ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Laubbäume im Wald
Eberesche
Steckbrief Die Eberesche wird auch Vogelbeere genannt.
Sie wächst im Flachland und in den Bergen.
Höhe: Die Blätter haben eine besondere Form.
17 m Diese Form nennt man „gefiedert“.
Vögel und andere Tiere lieben die roten Beeren der
Lebensalter:
Eberesche. Sie enthalten viel Vitamin C.
bis 120 Jahre
Aber bitte nicht roh essen: Menschen kriegen von
Standort:
ungekochten Beeren Bauchschmerzen!
Waldrand, Lichtungen
Früher wurde aus den Beeren Marmelade gekocht.
Die Eberesche wächst
auf fast allen Böden.
Die Eberesche wird auch
Ihre Wurzeln dringen Vogelbeere genannt.
tief in die Erde ein und
verzweigen sich dort Die Form der Blätter heißt
weiter. Damit befestigen
sie den Boden.
„gefiedert“.
Vögel fressen gerne die roten
Beeren. Menschen sollten nur
gekochte Vogelbeeren essen.
18ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Laubbäume im Wald
Eiche
Steckbrief Die Eiche mag warmes Klima. Deshalb stehen
viele Eichenwälder in Regionen, in denen auch Wein
angebaut wird.
Höhe:
30 bis 40 m Die Blätter der Eiche haben eine besondere Form.
Sie sind gelappt. Die Früchte der Eiche heißen Eicheln.
Lebensalter: Eicheln sind nahrhaft, aber sehr bitter. Wildschweine
bis 1000 Jahre fressen gerne Eicheln.
Standort: Das Eichenholz ist sehr hart. Die Segelschiffe wurden
Flachland, Tiefland früher aus Eichenholz gebaut.
Das robuste Eichenholz
ist sehr gefragt im
Die Eiche mag warmes Klima.
Haus- und Möbelbau.
Ich achte darauf, dass
Die Früchte der Eiche heißen Eicheln.
immer nur so viel Holz Wildschweine fressen Eicheln.
geschlagen wird, wie
nachwachsen kann. Das Eichenholz ist sehr hart.
19ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Eichelhäher
Steckbrief Der Eichelhäher hat ein buntes Federkleid.
Der Eichelhäher frisst nicht nur Eicheln.
Lebensalter: Er fängt auch Insekten und andere kleine Tiere.
bis 17 Jahre
Der Eichelhäher legt sich einen Vorrat für den Winter
Körperlänge: an. Dazu versteckt er Eicheln im Waldboden.
35 cm, Flügelspann-
weite bis 53 cm Oft sind am Ende des Winters noch Eicheln übrig.
Lebensraum: Aus ihnen können neue Eichen wachsen.
Waldrand, Wälder
Der Eichelhäher ist sehr
wachsam. Sein Warnruf
Der Eichelhäher hat bunte Federn.
alarmiert auch andere
Tiere des Waldes vor
Er frisst gerne Eicheln, Insekten
Gefahr. Der Eichelhäher und kleine Tiere.
gilt daher als Wächter
des Waldes. Der Eichelhäher vergräbt Eicheln
im Waldboden.
Das ist sein Vorrat für den Winter.
20ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Eichhörnchen
Steckbrief Eichhörnchen sind Einzelgänger. Sie sind Allesfresser
– sie fressen Nüsse, Bucheckern und frische
Blatttriebe, aber auch Vogeleier und Jungvögel.
Lebensalter:
bis 7 Jahre Eichhörnchen können besonders gut klettern und
springen. Mit ihren starken Greifzehen können sie an
Körperlänge: jedem Baumstamm hoch klettern.
20 bis 25 cm
Der buschige, lange Schwanz wird beim Springen zum
Lebensraum: Balancieren benutzt.
Wald, Park Eichhörnchen halten Winterruhe. Dann schlafen sie
eine lange Zeit in ihrem Kugelnest, dem Kobel.
Eichhörnchen vergraben
Eicheln und Fichten-
Eichhörnchen sind Allesfresser.
zapfen als Wintervorrat. Sie fressen Nüsse, Bucheckern und
Aber sie graben nicht frische Blätter. Auch Vogeleier und
alles wieder aus. Daraus
wachsen im Frühling Jungvögel fressen sie gern.
neue Bäume.
Eichhörnchen können gut klettern
und springen.
Im Winter machen sie Winterruhe.
21ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Laubbäume im Wald
Erle
Steckbrief In Deutschland gibt es drei Erlenarten. Die
Schwarzerle ist am häufigsten zu finden. Erlen
wachsen gern im feuchten Boden. Sie stehen
Höhe: oft am Flussufer.
25 bis 30 m
Die Blätter der Schwarzerle sind rund und haben
Lebensalter: keine Blattspitze. Erlen sind die einzigen heimischen
bis 120 Jahre Laubbäume mit Zapfen. Die Zapfen enthalten den
Samen der Bäume.
Standort:
Feuchtgebiete Das Holz der Schwarzerle hat frisch nach dem Fällen
eine rote Farbe. Unter Wasser verbaut, kann Erlenholz
viele Jahrhunderte überdauern.
Erlen sind ein natür-
licher Uferschutz. Sie
Erlen wachsen gern im feuchten
wachsen gern im feuch- Boden.
ten Boden. Ihre Wurzeln
schützen den Uferboden Sie stehen oft am Flussufer.
vor Ausspülungen durch
das fließende Wasser. Erlen haben Zapfen.
Andere Laubbäume haben keine
Zapfen.
22ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Nadelbäume im Wald
Fichte
Steckbrief Die Fichte ist der häufigste Baum in Deutschland.
Die Fichte ist ein Nadelbaum.
Höhe: Ihre Nadeln sind spitz und pieksen.
30 bis 50 m
Die Fichtenzapfen enthalten den Baumsamen.
Lebensalter: Bei der Fichte hängen die Zapfen nach unten.
bis 300 Jahre
Fichten werden oft von Borkenkäfern befallen.
Standort: Die Käfer fressen Gänge unter der Rinde und
Gebirge schädigen den Baum.
Die Fichte wächst am
besten im Gebirge.
Die Fichte ist ein Nadelbaum.
Ihr Holz ist ein gutes Die Nadeln der Fichte sind spitz
Bauholz. und pieksen.
Die Fichtenzapfen hängen nach
unten.
23ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Pilze im Wald
Fliegenpilz
Steckbrief Der Fliegenpilz ist giftig.
Seine Kappe ist leuchtend rot mit weißen Flecken.
Reife: Er ist ein Lamellenpilz.
Juni bis Oktober
Vorkommen:
Laub-, Nadel- und
Mischwälder, oft unter
Birken und Fichten
Der Fliegenpilz ist
sehr gut an seinem
Der Fliegenpilz ist giftig.
leuchtend roten Hut mit
den weißen Punkten
Man erkennt ihn an der roten
zu erkennen. Wo er Kappe mit weißen Flecken.
wächst, sind oft auch
Steinpilze zu finden.
24ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Fachleute für den Wald
Forstleute
Steckbrief Försterinnen und Förster sind Fachleute für den Wald.
Das Forststudium umfasst alle Aspekte rund um
Ausbildung: den Wald.
4 bis 6 Jahre Studium Aufgabe von Försterinnen und Förstern ist es,
den Wald mit seinen Tieren und Pflanzen nachhaltig
Aufgabe:
zu nutzen und zu erhalten.
Kümmern sich um
den Wald
Arbeitsplatz:
Forstrevier
Försterinnen und Förster
passen auf, dass es dem
Försterinnen und Förster sind
Wald und den Tieren Fachleute für den Wald.
im Wald gut geht. Dazu
gehört auch, dass nicht Sie kümmern sich um den Wald.
mehr Holz geerntet wird
als nachwächst.
25ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Rotfuchs
Steckbrief Füchse sind in der Dämmerung und nachts aktiv.
Sie fressen Mäuse, Kaninchen, Würmer,
aber auch Früchte.
Lebensalter:
10 bis 12 Jahre Männliche Füchse werden „Rüde“, die weiblichen
„Fähe“ genannt.
Körperlänge:
Die Welpen kommen im April zur Welt und werden
60 bis 80 cm
2 Monate im Bau von der Fähe gesäugt.
Lebensraum:
Füchse können Tollwut übertragen.
Wald, Feld, Park
Rotfüchse leben
inzwischen auch in
Füchse sind nachts aktiv.
Städten. Aber es sind
Wildtiere, die man in
Sie fressen Mäuse, Kaninchen,
Ruhe lassen sollte. Würmer, aber auch Früchte.
Diese Tiere bitte nicht
füttern oder anfassen! Füchse können Tollwut übertragen.
26ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Arbeit im Wald
Harvester
Steckbrief Der Harvester ist eine große Maschine,
die Bäume fällen kann.
Forstspezialmaschine Dazu hat sie einen Greifarm mit Säge.
Damit kann sie den Baum greifen und absägen.
Besonderheit:
Greifarm mit Säge
Es ist sehr gefährlich,
wenn Bäume gefällt
Der Harvester ist eine große
werden. Waldbesucher Maschine.
müssen die Absperrun-
gen beachten! Sie kann Bäume fällen.
27ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Beeren im Wald
Himbeere
Steckbrief Himbeeren gehören zu der Strauchschicht.
Sie wachsen gern an sonnigen Stellen im Wald.
Reife: Himbeeren bilden lange Triebe mit feinen Stacheln.
Mai bis August Reife Früchte findet man von Mai bis August.
Früchte, die nah am Boden wachsen, sollte man
Vorkommen:
hängen lassen, denn sie könnten mit dem
lichte Stellen im Wald
Fuchsbandwurm infiziert sein.
Die Himbeere wird
wegen ihrer Heilkraft
Himbeeren wachsen gern an
geschätzt. Die Früchte sonnigen Stellen im Wald.
enthalten viele Vitamine
und sind sehr gesund. Himbeeren bilden lange Triebe
mit feinen Stacheln.
Reife Früchte findet man von
Mai bis August.
28ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Rothirsch
Steckbrief Rothirsche leben in Rudeln.
Die Paarungszeit der Hirsche ist im Herbst und wird
Lebensalter: Brunft genannt.
18 bis 20 Jahre Dann kämpfen die männlichen Hirsche um die
Weibchen.
Körperlänge:
180 bis 210 cm Dabei setzen sie ihr großes Geweih ein.
Lebensraum: Nur die männlichen Hirsche bekommen ein Geweih.
Alpenraum, Im Frühjahr wird das alte Geweih abgeworfen und ein
Mittelgebirge neues Geweih wächst nach.
Der Rothirsch ist das
größte Säugetier in
Rothirsche leben in Rudeln.
unseren Wäldern.
Er ernährt sich von Gras,
Im Herbst paaren sich die Hirsche.
Kräutern, Knospen,
Baumrinde und anderen Die männlichen Hirsche
Pflanzenteilen. bekommen ein Geweih.
Damit kämpfen sie um die
Weibchen.
29ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Beeren im Wald
Holunderbeere
Steckbrief Der Holunder ist ein Strauch.
Er kann so groß werden wie ein kleiner Baum.
Reife: Der Holunder blüht im Mai in weißen Dolden.
August/September Im Herbst hängen die blauschwarzen, kleinen Früchte
in großen Dolden am Strauch.
Vorkommen:
lichte Stellen im Wald Roh sind die Holunderbeeren leicht giftig.
Aber man kann aus ihnen Saft oder Gelee kochen.
Holunderbeeren sind roh
giftig. Daher soll man
Der Holunder ist ein Strauch.
sie nicht vom Strauch
naschen. Aber der
Im Frühling blüht der Holunder
gekochte Saft enthält in weißen Dolden.
viel Vitamin C und hilft
gegen Erkältungen. Im Herbst hängen die
blauschwarzen, kleinen Früchte
am Strauch.
30ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Produkte des Waldes
Holz
Steckbrief Holz ist ein wichtiges Baumaterial.
Häuser, Möbel, Spielzeug und Musikinstrumente
Werkstoff aus dem werden aus Holz gemacht.
Wald Viele Menschen heizen und kochen mit Holz.
Wir benutzen jeden Tag
Holz. Was verwendest
Häuser, Möbel und Spielzeuge
du aus Holz? werden aus Holz gebaut.
Viele Menschen heizen und kochen
mit Holz.
31ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Hummel
Steckbrief Hummeln sind sehr fleißig.
Auf ihrer Suche nach Nektar besuchen sie viele Blüten.
Lebensalter: Dabei bestäuben sie die Blüten.
bis 1 Jahr
Früchte können nur aus bestäubten Blüten wachsen.
Körperlänge:
8 bis 23 mm Wenn die Hummeln nicht genug Blüten finden,
müssen sie verhungern.
Lebensraum:
Waldrand, Wiesen,
Gärten
Hummeln sind wichtige
Bestäuber für viele
Hummeln bestäuben die Blüten.
Pflanzen. Damit die
Hummeln in unserer
Nur aus bestäubten Blüten
Kulturlandschaft über- wachsen Früchte.
leben können, brauchen
sie viele Blüten. Hummeln brauchen viele Blüten,
damit sie nicht verhungern.
32ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Nadelbäume im Wald
Kiefer
Steckbrief Kiefern sind Überlebenskünstler.
Sie wachsen auch dort, wo es für andere Bäume zu
Höhe: trocken ist.
15 bis 45 m Die Wurzeln der Kiefer können bis zu 8 Meter tief
in die Erde wachsen.
Lebensalter:
bis 600 Jahre Die Kiefernnadeln sind immer paarweise angeordnet.
Sie werden vier bis acht Zentimeter lang.
Standort:
Tieflagen bis Aus Kiefernholz werden Möbel und Häuser gebaut.
ins Gebirge
Nadeln und Nadelstreu
der Kiefer fangen im
Kiefern wachsen auch dort, wo es
Sommer leicht Feuer. für andere Bäume zu trocken ist.
Ich achte darauf, dass
Waldbrände nicht Die Kiefernnadeln sind paarweise
entstehen und sich nicht
ausbreiten können.
angeordnet.
Aus Kiefernholz werden Möbel und
Häuser gebaut.
33ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Pilze im Wald
Knollenblätterpilz
Steckbrief Der Knollenblätterpilz ist hochgiftig.
Er ist ein Lamellenpilz. Lamellen nennt man die feinen
Reife: Blättchen auf der Unterseite seines Hutes.
Juli bis Oktober Beim Knollenblätterpilz sind die Lamellen immer weiß.
Vorkommen: Vorsicht: Junge Knollenblätterpilze sehen jungen
Laubwald, Nadelwald Champignons sehr ähnlich. Wer sie verwechselt,
begibt sich in tödliche Gefahr.
Vorsicht, schon das
kleinste Stück kann
Der Knollenblätterpilz ist
tödlich sein. Wer Pilze sehr giftig.
sammelt, sollte nur die
mitnehmen, von denen Man kann ihn leicht mit einem
er ganz sicher weiß,
dass sie essbar sind.
jungen Champignon verwechseln.
Der Knollenblätterpilz ist ein
Lamellenpilz.
34ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Nadelbäume im Wald
Lärche
Steckbrief Die Lärche ist der einzige Nadelbaum,
der im Herbst seine Nadeln abwirft.
Höhe: Im Frühling wachsen neue Nadeln nach.
30 bis 50 m Die Zapfen sind rund und recht klein:
Sie sind nur 1 bis 2 Zentimeter groß.
Lebensalter:
bis 800 Jahre Das Holz der Lärche ist sehr belastbar.
Es wird als Bauholz verwendet.
Standort:
Gebirge
Lärchenholz wird für
den Bau von Häusern
Die Lärche verliert im Herbst
und Brücken genommen. ihre Nadeln.
Ich sorge dafür, dass
nur so viel Holz geerntet Die Zapfen sind klein. Sie werden
wird, wie auch nach-
wächst.
nur 1 bis 2 Zentimeter groß.
Lärchenholz ist ein gutes Bauholz.
35ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Luchs
Steckbrief Der Luchs ist eine Raubkatze. Er kann sehr gut
hören und sehen. Er ist Einzelgänger und duldet
keinen anderen Luchs in seinem großen Revier.
Lebensalter:
bis 15 Jahre Luchse jagen nachts – besonders gern Rehe.
Dabei lauern sie dem Reh auf, pirschen sich an und
Körperlänge:
springen.
80 bis 120 cm
Luchse waren in Deutschland seit 1850 ausgestorben.
Lebensraum:
In den letzten Jahren wurden sie erfolgreich wieder
große ungestörte angesiedelt. Jetzt leben wieder Luchse im Harz und im
Waldgebiete Bayerischen Wald und breiten sich von dort weiter aus.
Luchse sind menschen-
scheu und haben sehr
Der Luchs ist eine Raubkatze.
scharfe Ohren. Wer auf
den Waldwegen bleibt,
Er kann sehr gut hören und sehen.
schützt die Wildtiere vor
Beunruhigung. Er ist Einzelgänger.
Luchse jagen nachts Rehe.
36ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Pilze im Wald
Maronenröhrling
Steckbrief Der Maronenröhrling ist ein Röhrenpilz.
Sein Hut ist oben so braun wie eine Marone, das ist ein
Reife: anderer Name für Esskastanie.
Juli bis November Sein Schwamm wird bläulich, wenn man darauf drückt.
Vorkommen: Der Maronenröhrling schmeckt sehr gut.
Fichten- und
Kiefernwälder Er wird gern zum Braten verwendet.
Für alle Pilze gilt:
Sie dürfen nicht aus der
Der Maronenröhrling schmeckt
Erde herausgerissen sehr gut.
werden, sonst wachsen
sie nicht mehr nach. Sein Hut ist oben so braun wie
Man schneidet sie dicht
über dem Boden ab.
eine Esskastanie.
Er wird gern zum Braten
verwendet.
37ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Produkte des Waldes
Papier
Steckbrief Papier wird aus Holz gemacht. Das passiert in der
Papierfabrik. Dort wird das Holz zerkleinert, gekocht
und die Holzfasern herausgelöst.
Werkstoff aus dem
Wald Aus den Holzfasern wird dann das Papier hergestellt.
Altes Papier kann man wieder verwenden. Dazu wird
es eingesammelt und in die Papierfabrik gebracht.
Dort wird aus dem Altpapier neues Papier gemacht.
Das nennt man Recycling.
Papier ist für unser
Leben unersetzlich. Für
Papier wird aus Holz gemacht.
jeden Zweck gibt es ein
anderes Papier. Welche
Aus Altpapier kann man neues
Papiersorten kennst du? Papier machen.
Das nennt man Recycling.
38ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Pilze im Wald
Pfifferling
Steckbrief Die gelben Pfifferlinge wachsen oft in kleinen
Gruppen.
Reife: Der Hut bildet einen Trichter.
Juni bis Oktober Sie schmecken leicht scharf.
Vorkommen: Viele essbare Pilze lassen sich trocknen.
Laub- und
Nadelwälder Getrocknet halten sie länger.
Bei Pfifferlingen geht das nicht: Sie verlieren ihr Aroma
und werden zäh wie Gummi.
Pfifferlinge wachsen
fast überall im Wald.
Pfifferlinge wachsen oft in
Sie stehen meist bei kleinen Gruppen.
Fichten und Rotbuchen,
aber auch unter Eichen, Sie schmecken leicht scharf.
Kiefern und Tannen
sind sie zu finden. Pfifferlinge sind zum Trocknen nicht
geeignet: Sie verlieren ihr Aroma
und werden zäh wie Gummi.
39ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Reh
Steckbrief Die Rehfamilie besteht aus dem Rehbock, der Ricke
und dem Kitz. Rehe leben überall in Deutschland.
Lebensalter: Sie sind Pflanzenfresser. Besonders gern äsen (= fressen)
10 bis 12 Jahre sie Knospen, Blätter und Triebe von jungen Bäumen.
Rehe können sehr gut riechen und hören. Sie flüchten
Körperlänge:
bei Gefahr in weiten Sprüngen ins dichte Unterholz.
90 bis 140 cm
Im Mai werden die Kitze geboren. Die Ricke kommt
Lebensraum:
nur zum Säugen zum Kitz – sonst liegt es allein in
Waldrand, lichte einem Versteck.
Wälder und Felder
Wer ein Rehkitz ent-
deckt, darf es nicht
Die Rehfamilie besteht aus dem
berühren! Wenn es ein- Rehbock, der Ricke und dem Kitz.
mal den menschlichen
Geruch angenommen Rehe leben überall in Deutschland.
hat, kommt die Ricke
nicht zu ihm zurück. Sie fressen gerne Knospen, Blätter
und Triebe von jungen Bäumen.
40ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Arbeit im Wald
Rückezug
Steckbrief Der Rückezug holt die gefällten Baumstämme aus
dem Wald.
Forstspezialmaschine Mit seinem Kran lädt er das Holz auf den Anhänger.
Dann bringt er es an den Waldweg.
Besonderheit:
Dort holt der Lastwagen vom Sägewerk das Holz ab.
Ladekran und
Anhänger
Liegende Baumstämme
sind kein Spielplatz.
Der Rückezug holt die
Es ist sehr gefährlich, Baumstämme aus dem Wald
auf ihnen zu klettern und bringt sie an den Waldweg.
oder zu laufen!
41ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Schwarzspecht
Steckbrief Der Schwarzspecht hat schwarze Federn.
Auf dem Kopf sind seine Federn rot.
Lebensalter: Mit dem Schnabel schlägt er Löcher in die Bäume.
bis 13 Jahre Wie ein Pressluft-Hammer schlägt er auf das Holz ein.
Seine Trommelwirbel schallen weit durch den Wald.
Körperlänge:
57 cm, Flügelspann- Der Specht frisst gerne Insekten, die unter der Rinde
weite bis 70 cm und im morschen Holz leben.
Lebensraum:
größere Waldgebiete
Der Specht baut sich
eine Höhle in den
Der Schwarzspecht hat schwarze
Baumstamm. Darin Federn. Auf dem Kopf sind seine
schläft und brütet er. Federn rot.
In unbenutzten Specht-
höhlen wohnen auch
viele andere Tiere gerne.
Mit dem Schnabel schlägt er Löcher
in die Bäume. Das ist weit zu hören.
Der Specht frisst gern Insekten. Er
sucht sie unter der Rinde und im Holz.
42ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Pilze im Wald
Steinpilz
Steckbrief Steinpilze sehen auf der Unterseite ihres Hutes aus
wie ein Schwamm.
Reife: Der Pilzschwamm besteht aus vielen kleinen Röhren.
Juli bis November Der Fachmann nennt solche Pilze daher Röhrenpilze.
Vorkommen: In Bayern heißen diese Pilze Schwammerl.
Laub- und
Nadelwälder Steinpilze sind beliebte Speisepilze.
Sie wachsen oft bei Fichten.
Steinpilze wachsen nicht
an Steinen. Sie heißen
Steinpilze schmecken lecker.
so, weil ihr Fleisch fester
ist als das der meisten
Die Unterseite ihres Hutes sieht aus
anderen Pilze. In Butter wie ein Schwamm.
gebraten schmecken sie
sehr gut. Sie wachsen oft bei Fichten.
43ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Nadelbäume im Wald
Tanne
Steckbrief Tannen wachsen in den Bergen – sie werden oft mit
Fichten verwechselt. Tannen brauchen nur wenig Licht.
Sie können im Schatten anderer Bäume wachsen.
Höhe:
30 bis 50 m Die Tanne ist ein Nadelbaum.
Ihre Nadeln sind weich und pieksen nicht.
Lebensalter:
bis 600 Jahre Die Zapfen der Tanne stehen wie Kerzen auf den
Zweigen. Tannenzapfen fallen nicht als ganze Zapfen
Standort:
auf die Erde, sondern zerfallen auf dem Zweig.
Gebirge
Tannenholz ist ein gutes Bauholz.
Rehe fressen gern die
Knospen und Triebe von
Die Tanne ist ein Nadelbaum.
kleinen Tannen. Ich sorge Die Nadeln der Tanne sind weich.
dafür, dass ihre Knospen Sie pieksen nicht.
und Triebe nicht abge-
bissen werden und die
Tannen groß werden.
Die Zapfen stehen auf den Zweigen.
Tannenzapfen fallen nicht als
ganze Zapfen auf die Erde.
44ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Uhu
Steckbrief Der Uhu ist die größte Eule der Welt.
Er ist fast so groß wie ein Adler.
Lebensalter: Der Uhu kann schnell und lautlos fliegen.
bis 30 Jahre
Er sieht und hört sehr gut.
Körperlänge:
65 cm, Flügelspann- Seine Augen sind groß.
weite bis 1,80 m Der Uhu kann seine Augen nicht bewegen.
Lebensraum: Wälder, Will er sehen, was neben ihm passiert,
offene Landschaften muss er den ganzen Kopf drehen.
Der Uhu ist ein guter
Jäger. Er jagt in der
Der Uhu ist die größte Eule der
Nacht. Er fängt kleine Welt.
Tiere und manchmal
auch Vögel. Andere Der Uhu kann gut sehen und hören.
Vögel haben deshalb
Angst vor dem Uhu. Der Uhu kann seine Augen nicht
bewegen.
45ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Blumen im Wald
Waldveilchen
Steckbrief Das Waldveilchen wächst im Buchenwald.
Es blüht im späten Frühjahr (April und Mai),
Blüte: noch bevor die Buchen ihre Blätter entfalten.
April/Mai Es wird 10 Zentimeter hoch und blüht violett.
Wuchshöhe: Veilchen duften gut und werden als Heilpflanze
ca. 10 cm benutzt.
Ameisen helfen dem
Waldveilchen, sich zu
Das Waldveilchen wächst im
vermehren. Sie trans- Buchenwald.
portieren die Blumen-
samen als Nahrung in Es blüht im Frühjahr.
ihre Nester und verteilen
sie dadurch im Wald. Es wird 10 Zentimeter hoch.
Veilchen duften gut.
46ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Arbeit im Wald
Waldarbeiter
Steckbrief Die Waldarbeiter helfen den Försterinnen und
Förstern.
Ausbildung: Sie pflanzen kleine Bäume und schützen
3 Jahre Lehre sie davor, dass Tiere sie fressen.
Die großen Bäume fällen sie, damit wir
Aufgabe:
das Holz nutzen können.
Bäume pflanzen,
pflegen und fällen
Arbeitsplatz:
Forstrevier
Die Arbeit im Wald ist
schwer und gefährlich.
Die Waldarbeiter helfen den
Waldarbeiter tragen Försterinnen und Förstern.
deshalb einen Schutz-
anzug mit Helm. Sie pflanzen kleine Bäume.
Die großen Bäume fällen sie
für das Holz.
47ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Beeren im Wald
Walderdbeere
Steckbrief Die Walderdbeere wächst am Waldrand,
an Wegrändern und auf Lichtungen.
Reife: Die Früchte sind von Mai bis Juni reif.
Mai/Juni Die Früchte sind essbar.
Vorkommen: Früchte, die nah am Boden wachsen, können mit
lichte Stellen im Wald dem Fuchsbandwurm infiziert sein.
Man soll die Früchte nicht roh essen.
Man kann aus den Früchten Marmelade kochen.
Walderdbeeren
schmecken auch dem
Die Walderdbeere wächst im
Igel. Die kleinen grünen Wald an lichten Stellen.
Kerne auf der roten
Frucht scheidet er wieder Die Früchte sind von Mai bis
aus. Daraus wachsen Juni reif.
neue Erdbeerpflanzen.
Man soll die Früchte nicht
roh essen.
48ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Blumen im Wald
Weidenröschen
Steckbrief Das Weidenröschen wächst auf Lichtungen und
an Waldwegen.
Blüte: Rehe fressen Weidenröschen gerne.
Juni bis August Das Weidenröschen blüht im Sommer.
Wuchshöhe: Seine Blüten sind violett und bei Bienen sehr beliebt.
50 bis 120 cm Pflanzen, deren Blüten reich an Nektar sind,
nennt man Bienenweide.
Das Weidenröschen
braucht viel Licht.
Das Weidenröschen blüht
Es wächst nur auf im Sommer.
sauren Böden. Es wird
1 Meter hoch und Seine Blüten sind violett.
wächst in Gruppen.
Rehe und Bienen mögen
Weidenröschen.
49ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Wildkatze
Steckbrief Wildkatzen sind sehr scheu.
Sie brauchen als Lebensraum einen
Lebensalter: abwechslungsreichen Wald mit Wiesen,
7 bis 10 Jahre mit Baumhöhlen und mit Dickicht.
Sie sind Einzelgänger.
Körperlänge:
60 bis 80 cm Im Frühjahr kommen 3 Junge zur Welt,
die bei der Katze im Bau leben.
Lebensraum:
Laub- und Mischwald Wildkatzen fressen am liebsten Mäuse.
Die Wildkatze wärmt
sich gerne in der Sonne.
Wildkatzen sind sehr scheu.
Dafür hat sie sogar
schon meinen Hochsitz
Sie leben im Wald.
benutzt.
Sie sind Einzelgänger.
Sie fressen Mäuse.
50ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Tiere im Wald
Wildschwein
Steckbrief Wildschweine leben in Rotten zusammen. Dazu
gehören mehrere Bachen (Weibchen) und ihre
Frischlinge (Jungen). Die Keiler (Männchen) sind
Lebensalter: Einzelgänger.
5 bis 7 Jahre
Tagsüber verstecken sich die Wildschweine.
Körperlänge:
Nachts durchwühlen sie mit ihrer starken Schnauze den
140 bis 180 cm
Waldboden nach Nahrung. Sie fressen Eicheln, Nüsse,
Lebensraum: Würmer, Insekten, Mäuse, Schnecken, Pilze und Aas.
Laub- und Mischwälder Suchen die Wildschweine auf Wiesen und Äckern nach
mit dichtem Unterholz Nahrung, können sie dabei große Schäden anrichten.
Ist eine Bache mit
ihren Frischlingen in
Wildschweine leben in Rotten
der Nähe, hört man ihr zusammen. Dazu gehören mehrere
lautes Schnauben. Wer Bachen (Weibchen) und ihre
es hört, sollte sofort
umkehren! Bachen kön- Frischlinge (Jungen). Die Keiler
nen gefährlich werden. (Männchen) sind Einzelgänger.
Nachts wühlen sie mit ihrer starken
Schnauze im Boden nach Nahrung.
51ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Die Stockwerke
des Waldes
Die Kronenschicht bildet das Dach.
Hier sind die Kronen der Bäume, ihre Äste
und Zweige. Eichhörnchen, Baummarder,
Uhu und Specht leben hier.
Die Strauchschicht ist der 2. Stock.
Hier wachsen Himbeere, Haselnuss und
Holunder. Hier leben Rehe und Wild-
schweine, der Zaunkönig baut sein Nest.
Der 1. Stock ist die Krautschicht.
Hier wachsen Farne, Gräser, Kräuter und
Blumen. Zwischen ihnen leben Hummeln
und Glühwürmchen.
Die Moosschicht ist das Erdgeschoss.
Hier wachsen Moose und Pilze. Ameisen,
Spinnen, Käfer und Kröten leben hier.
Die Wurzelschicht ist der Keller.
Hier haben alle Pflanzen der anderen
Stockwerke ihre Wurzeln. Zwischen ihnen
leben Regenwürmer und Tausendfüßer.
Hier gräbt der Dachs seinen Bau. Im Win-
ter ziehen viele Insekten, Frösche und
Kröten hier ein und fallen in Winterstarre.
52ENTDECKE DEN WALD – DIE KLEINE WALDFIBEL IN EINFACHER SPRACHE
Kronenschicht
Strauchschicht
Krautschicht
Moosschicht
Wurzelschicht
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Wurzelschicht
ist die Krautsc
hicht.
Die Wurzels
chicht ist der
Hier haben alle
Keller.
Pflanzen der
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n
des Waldes“.
Der 1. Stock Kräuter Wurzeln. Zwische
chicht bildet
das Dach.
Hier wachsen
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Die Kronens ihre n ihnen leben ihnen leben Regenwgräbt der Dachs
Kronen der Bäume, Baum- und Blumen. Zwische rmchen.
Hier sind die Glühwü Tausendfüßer.
Hier
Eichhörnchen, Hummeln und Im Winter ziehen
viele
Äste und Zweige. hier.
hoss. seinen Bau.
Die Broschüre
und Specht leben ist das Erdgesc und Kröten
marder, Uhu Insekten, Frösche in Winterstarre.
Die Moosschicht und Pilze. fallen
ist der 2. Stock. Moose hier ein und
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Die Strauchschicht re, Haselnuss und Hier , Käfer und Kröten
Hier wachsen
Himbee
Wild- Ameisen, Spinnen
leben Rehe und hier.
Holunder. Hier sein Nest. leben
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schweine, der
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