Zuckende Blitze & schwebende Torten + Fliegende Feuermelder +++ Komedia-Studiengänge akkreditiert +++ Kurzentschlossene Studienanfänger

 
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Zuckende Blitze & schwebende Torten + Fliegende Feuermelder +++ Komedia-Studiengänge akkreditiert +++ Kurzentschlossene Studienanfänger
Newsletter   Vol.07/Nr.04   Dez. 2008

                                         rten +++
    +++ Zuckende Blitze & schwebende To
                                    dia-Studiengänge
+++ Fliegende Feuermelder +++ Kome
                                       udienanfänger
 akkreditiert +++ Kurzentschlossene St
Zuckende Blitze & schwebende Torten + Fliegende Feuermelder +++ Komedia-Studiengänge akkreditiert +++ Kurzentschlossene Studienanfänger
ALUMNI
                                    Ingenieurwissenschaften

 Inhalt
Fakultät
                                                                                                            Psychologie:
Psychologie: Ein Fach stellt sich vor  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 2                        Ein Fach stellt sich vor
Zuckende Blitze & schwebende Torten  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 3
                                                                                                                                           von Wolfgang Hoeppner
Mobilität in unserer Gesellschaft  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 4
Kleine Antenne – große Wirkung . .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 5                              Am 14. November hat das Fachgebiet Psychologie in der „Abteilung
Ingenieurberufe in Bewegung . .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 5
                                                                                                            für Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft“ auf einem
Fliegende Feuermelder .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 6
Automotive und Mobility . .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 7             Symposium seine in Duisburg vertretenen Arbeitsschwerpunkte vorge-
Erfolgreiche Junior-Ingenieure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8                                      stellt. Diese bilden eine hervorragende Ergänzung zu der eher technisch
Ingenieure auf der Berufe live . .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 9                  ausgerichteten Informatik und werden im Studiengang Angewandte
Ausgezeichnete Nano-Projekte . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9                                          Kognitions- und Medienwissenschaft auch ausgesprochen gut ange-
Duisburger unterlagen im Wettbewerb . . . . . . . . . . . 10                                                nommen.
Biokunststoffe für das Auto von morgen .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 10
Komedia-Studiengänge akkreditiert .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 11
Neuer Fachbereichsrat .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 11
Superschnelle Datenübertragung .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 12
Kooperation bei Spitzentechnik .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 13
Hochschule
Gemeinnützige Auslandsprojekte .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 14

Stellen, Jobs & Praktika  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 14
Kecskeméthy gewählt . .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 14
CeNIDE Best Paper Award .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 15
Zweckbau der Zukunft . .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 15
Studierende
Die Klassenfahrt der „Ersties“ .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 16
Kurzentschlossene Studienanfänger .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 16
Abenteurspielplatz für Ingenieure . .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 18
Hilfe für angehende Fotografen .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 18
Orientierungshilfe für die Neuen  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 19
Heute Studentin, morgen Doktorandin? .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 19
Baufachschaften tauschen sich aus  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 19
Abschlussarbeiten .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 20
KOMMEDIA feierte Abschluss .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 21                                           Ein Fach stellt sich vor: Prof. Dr. Annette Kluge, PD Dr. Matthias Brand
Personalien                                                                                            22
                                                                                                                                                                    und Prof. Dr. Nicole Krämer (v.lks)
Termine                                                                                                24
Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 24
                                                                                                                Das Symposium wurde von Prodekan          schließlich in seinem Vortrag „Kopf- und
                                                                                                            Prof. Dr. Jürgen Ziegler eröffnet und mit-    Bauchentscheidungen in einer Welt voll
 Impressum                                                                                                  Grußworten von Prof. Dr. Detlev Leutner       Ambiguität und Risiko“ Szenarien vor, die
                                                                                          ALUMNI            (Psycholgie) und Prof. Dr. Dirk Söffker       jeder aus dem täglichen Leben kennt
 Newsletter Vol.07/Nr.04
                                    Ingenieurwissenschaften
                                                                                                            (Maschinenbau) eingeleitet.Anschließend           In einer Art Rollenspiel wurden die
 Universität Duisburg-Essen
 Fakultät für Ingenieurwissenschaften                                                                       sprach Prof. Dr. Nicole Krämer sprach         Dozenten dann zu konkreten Aufgaben-
 Bismarckstraße 81 H 47057 Duisburg                                                                         zum Thema „Vom Fernsehen zu YouTube           stellungen befragt. Dabei ging es z. B. um
 http://alumni-iw.uni-due.de                                                                                und virtuellen Helfern“. Bei ihren Arbeiten   psychologische Aspekte von Fahrzeug­
 Kontakt: Rüdiger Buß                                                                                       zu Agenten und Avataren im Internet geht      assistenzsystemen und Wissensdaten-
 Tel.: 0203 379-1180 H Fax: 0203 379-2409                                                                   es in erster Linie um soziale Akzeptanz.      banken.
 E-Mail: newsletter@alumni-iw.uni-due.de
                                                                                                            Prof. Dr. Anette Kluge stellte die Arbeiten       Das Symposium hat die Bedeutung
 Redaktion:
 Wolfgang Brockerhoff                                                                                       ihres Lehrstuhls vor: „Automation: Wann       der Gesellschaftswissenschaften für die
 Rüdiger Buß, lektor-rat.de, Moers                                                                          Fluch und wann Segen?“. Sie bezieht sich      Ingenieure unterstrichen. Maschinen und
 Justus Klasen, ARTEFAKT, Duisburg                                                                          insbesondere auf die Gestaltung von Ar-       Software werden letztlich für Menschen
 Gestaltung & Satz:                                                                                         beitsprozessen in sicherheitskritischen Um-   entworfen. Ohne Psychologen und ihre
 Ralf Schneider H www.rasch-multimedia.de
                                  © Dezember 2008 Uni-DuE
                                                                                                            gebungen, etwa in Kernkraftwerken. Pri-       empirischen Erkenntnisse kann daraus
 Titelfoto: rasch.multimedia
                                                                                                            vatdozent Dr. Matthias Brand stellte          nichts Vernünftiges entstehen.

                                                                                                                                 Newsletter ALUMNI Ingenieurwissenschaften Vol.07/Nr.04
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F a k u lt ä t

Zuckende Blitze & schwebende Torten
3. Duisburger Engineer‘s Night war ein voller Erfolg
   Die Engineer‘s Night hat ihr Publikum gefunden – bei der Infotainment-Show am 17 Oktober, die von CeNIDE
und dem Förderverein Ingenieurwissenhschaften unterstützt wurde, war die Hütte – der große Hörsaal an der
Bismarckstraße – voll. Der Schwerpunkt „Nano trifft Makro“ hatte viele, vor allem junge Besucher angelockt.

    Bereits ab 16 Uhr konnten Interessierte                                                            Theo Schmitz ließ es
beim Tag der offenen Tür Einblick in die                                                             brodeln und wabern …
Arbeit der Fakultät nehmen und im B-Bereich
viele kleine Demonstrationen und Experi-
mente bestaunen. Ein Highlight war dabei
erwartungsgemäß der neue Fahrsimulator
des Lehrstuhls für Mechatronik, mit dem
die Besucher Testfahrten durch ein virtu-
elles Uni-Gelände absolvieren konnten.
    Das Abendprogramm ab 19 Uhr stand
im Zeichen interessanter Vorträge und unter-
haltsamer Experimente. Wer jemals dachte,
dass Naturwissenschaft und Technik eine
langweilige Materie sind, wurde von Theo
Schmitz eines besseren belehrt. Der Experte
für Experimente, bekannt aus Quarks & Co.,
Kopfball und der Sendung mit der Maus,
ließ Torten schweben, Coladosen detonie-
ren und Blitze zucken – immer mit der leicht
verständlichen Erklärung des jeweiligen
Phänomens.
    Fachvorträge von Physik-Nobelpreis-
träger Peter Grünberg vom Forschungszen-
trum Jülich und Prof. Dr. Roland Schmechel
vom Lehrstuhl für Nanostrukturtechnik
rundeten das Programm ab.
                                                                                                                 Fotos: Artefakt

                                                  … und die Hütte war voll!    Nobelpreisträger Peter Grünberg

Universität Duisburg-Essen

                                                                                                           2
                                                                                                           3
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ALUMNI
    Ingenieurwissenschaften

   Mobilität in unserer Gesellschaft
   Universitätswochen in Moers standen im Zeichen des Automobils
                                                            von Klaus-G. Fischer

      Autofahren ist sicherer geworden: Starben 1970 bei 20 Millionen zugelassenen Autos noch 20.000 Menschen
   auf deutschen Straßen, so sank die Zahl bis heute – bei 55 Millionen Fahrzeugen – auf „nur“ noch 15.000 Opfer.
   Immer noch zu viele, betonte Prof. Dr.-Ing. Dieter Schramm in seinem Vortrag über „Aktive und passive
   Sicherheit unter Einsatz von Fahrerassistenzsystemen“. Mit diesem Beitrag begannen am 9. Oktober die
   21. Universitätswochen in Moers, die in diesem Jahr ganz im Zeichen des Automobils standen.

                                                                                              Peter Schmidt aus der Ent­wick­lungs­ab­tei­
                                                                                              lung der Ford-Werke erklärte dagegen,
                                                                                              dass Ford weiterhin an allen Antriebsarten
                                                                                              forsche, um jederzeit geänderten Rahmen-
                                                                                              bedingungen folgen zu können. Oberstes
                                                                                              Ziel sei die Verbrauchsreduzierung zu be-
                                                                                              zahlbaren Bedingungen. Von den Politikern
                                                                                              wurden verlässliche Vorgaben gefordert,
                                                                                              um der Industrie Planungs- und Ent­wick­
                                                                                              lungs­sicherheit zu geben.
                                                                                                  Den Autofahrern stellten die Diskussions-
                                                                                              teilnehmer ein schlechtes Zeugnis aus. Die
                                                                                              Vernunft bleibe oftmals auf der Strecke.
                                                                                              Deshalb komme der Verkehrserziehung
                                                                                              eine hohe Bedeutung zu, wie Verkehrs­
                                                                                              pädagogin Prof. Maria Limbourg betonte.
                                                                                              Dennoch unterstrich Moderator Bernd
Experten für vier Räder: Michael Schreckenberg, Maria Limbourg, Moderator Bernd Müller,       Müller vom WDR das Schlusswort von
Wulf-Peter Schmidt und Ferdinand Dudenhöffer bei der Podiumsdiskussion am 16. Oktober.        Professor Dudenhöffer: Autofahren soll
                                                      (Foto: Sparkasse am Niederrhein)        Spaß machen, auch im Verkehr der Zu-
                                                                                              kunft. Mit etwa 550 Zuhörern konnten die
       90 Prozent aller Unfälle werden durch      schen Fahreindruck. Mit Unterstützung der   21. Universitätswochen ein interessiertes
   men­schliches Fehlverhalten verursacht,        Sparkasse am Niederrhein sollen Schul-      Publikum von den wissenschaftlichen Leis-
   führte Schramm aus. Grund für die größere      klassen aus Moers im Wintersemester den     tungen der Universität Duisburg-Essen
   Sicherheit unserer Tage sei intelligente       Fahrsimulator im Labor des Instituts für    überzeugen.
   Technik. Neben ABS stehen heute elektro-       Mechatronik und Systemdynamik
   nische Stabilitätsprogramme und abstands-      testen.
   geregelte Tempomaten zur Verfügung.                Die Podiumsdiskussion am 16.
   Komplexere Assistenzfunktionen wie Spur-       Oktober brachte mit dem Physiker
   wechsel- und Spurhalteassistent oder der       Prof. Michael Schreckenberg und
   automatische Parkassistent findet man da-      dem Automobilexperten Prof. Ferdi-
   gegen zurzeit meist nur in der Luxus-Klasse    nand Dudenhöffer zwei anerkannte
   und bei LKW.                                   Fachleute zusammen. Beide erwar-
       Die Besucher der Eröffnungsveranstaltung   ten in näherer Zukunft keine markt-
   konnten in einem Fahrsimulator – einem ent-    reifen Autos mit Wasserstoff- oder
   sprechend präparierten Golf – mit oder ohne    Brennstoff­zellenantrieb, rechnen
   Spurhalteassistent eine virtuelle Fahr­        aber mit einem Zuwachs von Hybrid-          Realistisch: Der Fahrsimulator des Instituts
   strecke erproben. Geeignete Sounds per-        fahrzeugen, die Elektro- und Verbren-            für Mechatronik und Systemdynamik
   fektionieren dabei den möglichst realisti-     nungsmotor kombinieren. Dr. Wulf-                                   (Foto: ARTEFAKT)

                                                                      Newsletter ALUMNI Ingenieurwissenschaften Vol.07/Nr.04
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Kleine Antenne – große Wirkung
UDE-Entwicklung überzeugt beim Innovationswettbewerb Transfer.NRW
   Sie sind nur knapp zwanzig Zentimeter groß und können doch für eine kleine Sensation in der Automobil-
technik sorgen: Kostengünstige Mikrowellenantennen, die das Fachgebiet Allgemeine und Theoretische
Elektrotechnik (ATE) entwickelt hat. Der gemeinsam mit dem Fachgebiet Hochfrequenztechnik und dem
Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST) eingereichte Projektvorschlag „Meta Beam – Low-Cost
Metamaterial-Antennen für Automotive-Sensorapplikationen“ zählt zu den Gewinnern des Förderwettbewerbs
„Transfer.NRW: Science-to-Business PreSeed“.

     Ziel der von EU und Land finanzierten            „Die elektromagnetischen Eigenschaften
Initiative ist es, den Wissenstransfer in Inno-   von Metamaterialien lassen sich gezielt
vationen zu fördern. Spitzenforschung aus         gestalten, so dass beispielsweise Elemente
NRW-Hochschulen soll für die Industrie            für die Strahlsteuerung der Antenne ent-
verwertbar gemacht werden. Durch die              behrlich werden“, erläutert Professor Dr.
erfolgreiche Projektidee der UDE-Wissen-          Daniel Erni. Damit könnten die Hersteller
schaftler können Mikrowellenantennen              ihre Produktionskosten erheblich senken.                                            Klein und günstig:
künftig preiswerter produziert werden.                Für die Marktumsetzung steht mit der                    Mikrowellenantenne auf Metamaterial-Basis
     Diese werden in der Automobiltechnik         IMST GmbH in Kamp-Lintfort ein idealer
eingesetzt, zum Beispiel für radargestützte       Industriepartner zur Verfügung. Die Firma         Die Projektdauer beträgt zwei Jahre
Fahrassistenz-Systeme wie Einparkhilfen           hat sich mit der Gründung des Kompetenz-      bei einem Gesamtvolumen von 220.000
und eine dem Verkehrsfluss angepasste             zentrums Automotive (KAT) als einer der       Euro. Wenn die patentrechtlichen Aspekte
automatische Abstandsregelung. Basis ist          wichtigsten Akteure in NRW für zukunfts-      mit der Förderagentur geklärt sind, kann
eine Technologie, die auf dem innovativen         weisende Automobilelektronik profiliert.      die technische Ausarbeitung der Projekt-
Konzept der elektromagnetischen Meta-             Hier wird der Prototyp getestet und bis       idee beginnen. Weitere Informationen
materialien aufbaut.                              zur Serienreife optimiert.                    finden sich unter www.ate.uni-due.de.

Ingenieurberufe in Bewegung
Neue DVD soll Interesse beim Nachwuchs wecken
   Spannende Aufgaben, hervorragende Jobaussichten – die Zeiten für Ingenieure sind im Augenblick rosig.
Doch wie wird man eigentlich Ingenieur, und welche Fachrichtungen gibt es? Unterhaltsame Informationen
hierzu bietet die DVD „Ingenieurberufe in Bewegung“, die der Arbeitgeberverband Gesamtmetall kostenlos
anbietet.

Die im Rahmen der Initiative „THINK ING“          ein multimediales Infotainment. Sie enthält   ternehmer und natürlich Männer und
entstandene DVD wurde in enger Zu­                einen Hauptfilm und umfangreiche Anwen-       Frauen mit dem Traumberuf „Ingenieur“ zu
sammenarbeit mit der Uni Duisburg-Essen           dungen, bei denen es anschaulich um die       Wort.
produziert. Das liegt nahe, denn die in­          Voraussetzungen, Anforderungen, Karriere-     Insgesamt lassen sich über 500 Bild-
genieurwissenschaftliche Fakultät ist bun-        und Verdienstmöglichkeiten von Ingenieuren    schirmseiten mit Texten, Fotos, Animationen
desweit eine der größten und bildet in            geht. Neben einer interaktiven Videotour      oder Adresslisten aufrufen, ein Tool zur
einer Vielzahl moderner internationaler           informieren Videoclips zu den Bereichen       Studienortssuche nutzen oder mithilfe von
Studiengänge aus – mit steigenden Studie-         Maschinenbau, E-Technik, Nano-Enginee-        externen Links weiterführende Informatio-
rendenzahlen.                                     ring, Informatik, Verfahrenstechnik, Wirt-    nen einholen.
Die DVD bietet Schülern ab15 Jahren,              schaftsingenieur und Bauingenieurwesen.       Die DVD kann kostenlos und portofrei auf
aber auch Studienanfängern, Studien- oder         In Interviews, Statements und Porträts        der Website http://www.think-ing.de be-
Berufsberatern sowie Eltern und Lehrern           kommen Studierende, Uni-Dozenten, Un-         stellt werden

Universität Duisburg-Essen

                                                                                                                                       4
                                                                                                                                       5
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ALUMNI
 Ingenieurwissenschaften

Fliegende Brandmelder
Wirtschaftsministerium fördert Projekt zur Waldbrandbekämpfung
                                        von Wolfgang Krüll, Robert Tobera und Ingolf Willms

  Waldbrände verursachen in jedem Jahr weltweit immense Schäden – nicht nur in Südeuropa, Kalifornien und
Australien. So wurde zum Beispiel das Land Brandenburg in die höchste europäische Waldbrandge­fähr­
dungsklasse eingestuft. Anfang des Jahres startete das vom Wirtschaftsministerium NRW geförderte Forschungs-
vorhaben „Internationale Waldbrandbekämpfung“ (iWBB). An diesem Forschungsprojekt ist neben verschie-
denen Firmen sowie anderen Universitäten das Fachgebiet Nachrichtentechnische Systeme (NTS) beteiligt.

  Unmanned Aerial Vehicle –
  hergestellt von der AirRobot GmbH

                                                                              Arbeiten des Fachgebietes NTS innerhalb des Projektes

Nach wie vor ist der Mensch mit großem        gelingt nur durch eine optimale IT-gestütz-   zur Erfassung von Brandgasen und Rauch-
Abstand der häufigste Auslöser von Wald-      te Informationsversorgung der Einsatzkräf-    partikeln ausgerüstet.
bränden. Waldbrände haben zu 95 Pro-          te und der Einsatzleitung.                    Das Fachgebiet NTS stellt gemeinsam mit
zent keine natürlichen Ursachen, sondern      Gefährdete Gebiete können z. B. durch         dem FGAN-Forschungsinstitut für Hochfre-
entstehen durch Brandrodung, Brandstif-       Kameras automatisch überwacht werden.         quenzphysik und Radartechnik die Sens-
tung oder einfach durch Unachtsamkeit.        Die Bilder werden in der Einsatzzentrale      orkomponenten für die luftgetragenen
Um Waldbrände effektiv bekämpfen zu           durch eine geeignete Software ausgewer-       Plattformen bereit. Das Fachgebiet NTS
können, bedarf es eines ganzheitlichen        tet, die Rauchfahnen erkennen kann. Wird      arbeitet seit vielen Jahren auf dem Gebiet
Ansatzes. Dies fängt bei der Früherken-       ein Brand eindeutig identifiziert, werden     der Brandentdeckung und verfügt über
nung an, um das Feuer noch in der Entste-     die Löschkräfte alarmiert. In Zweifelsfäl-    ein weltweit renommiertes Brandentde-
hungsphase eindämmen zu können. Dazu          len kann eine unbemannte Drohne fernge-       ckungslabor. Es ist dadurch besonders
müssen geeignetes Löschgerät und quali-       steuert zur verdächtigen Stelle fliegen und   qualifiziert, Rauch- und Gassensoren zu
fizierte Einsatzkräfte in möglichst kurzer    detaillierte Bilder und Messdaten liefern.    untersuchen und die Algorithmen zur
Zeit an den Brandort gelangen. Eine           Fehlalarme können zum Beispiel durch          Brandverifikation zu entwickeln. Die Her-
durchdachte Logistik sowie die kontinuier-    Staub, Wasserdampf oder Nebel ausge-          ausforderung liegt darin, die u.a. durch
liche weitere Aufklärung und Überwa-          löst werden. Zur sicheren Verifikation ei-    Flugbewegungen bedingten Fluktuationen
chung der Brandausbreitung sind die Ba-       nes Brandes sind die Drohnen mit einem        von Brandkenngrößen (der Rauchfahne)
sis für einen effektiven Löscheinsatz. Dies   Mikrowellenradiometer sowie Sensoren          geeignet auszuwerten.

                                                                   Newsletter ALUMNI Ingenieurwissenschaften Vol.07/Nr.04
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Automotive und Mobility
Innovationsmarkt präsentierte Forschungsaktivitäten
   Rund um den Hörsaal MD 162 fand am 15. Oktober der diesjährige Innovationsmarkt der Fakultät für Inge-
nieurwissenschaften statt. Unter dem Leitthema Automotive und Mobility präsentierte die Fakultät ihre For-
schungsaktivitäten für interessierte Partner aus der Wirtschaft.

   Die Fakultät hat den diesjährigen In­                                                    schungsergebnisse, Projekte und Poten­      Materialforschung bis hin zur Nano­
novationsmarkt in Zusammenarbeit mit                                                        ziale aus Bereichen wie zum Beispiel        technologie. Wie schon in den Vorjahren
der Niederrheinischen IHK ausgerichtet.                                                     Mobile Kommunikation, Fahrzeugassi-         konnten neue Kontakte zwischen Wirt-
Mitarbeiter aus allen Fakultätsbereichen,                                                   stenzsysteme, Robotik, Verkehrsforschung,   schaft und Wissenschaft initiiert und be-
An-Instituten und fakultätsübergreifenden                                                   Brennstoffzellenaggregate, Schiffbau        stehende Kooperationen gefestigt wer-
Einrichtungen präsentierten ihre For-                                                       und -technik, Warendistribution oder        den.

                                                                          INGENIEURWISSENSCHAFTEN

  INNOVATIONS MARKT 2008
  15. Oktober 2008
  Schwerpunktthemen:

  Automotive
  & Mobility
  Programm
  18:00   Eröffnung durch
          Professor Dr. Dieter Schramm,
          Dekan der Fakultät für
          Ingenieurwissenschaften
          Begrüßung durch
          Professor Dr. Ulrich Radtke,
          Rektor der Universität Duisburg Essen
          Grußwort von Adolf Sauerland,
          Oberbürgermeister der Stadt Duisburg
  18:20   Dr. Markus Lienkamp, Volkswagen AG,
          Hauptabteilungsleiter Elektronik und Fahrzeug:
          Fahrerassistenzsysteme
  18:50   Dr. Heinrich Gotzig, Valeo Interior Controls,
          Technology & Expertise Director:
          Autonomous Maneuvering
  19:20   Dipl.-Ing. Martin Koppenborg,
          MB-technology GmbH, Director:
          Umweltverträgliche Mobilitätskonzepte
  19:50   Fachgespräche und Imbiss
  22:00   Ende der Veranstaltung

  Veranstaltungsort:
  Campus Duisburg, Hörsaal MD162                                                                      In Kooperation mit der
                                                                           Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer
  Lotharstr. 1, 47057 Duisburg                                                         Duisburg - Wesel - Kleve zu Duisburg

                                                           www.uni-due.de/iw/innovationsmarkt

Universität Duisburg-Essen

                                                                                                                                                                              6
                                                                                                                                                                              7
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ALUMNI
 Ingenieurwissenschaften

Erfolgreiche Junior-Ingenieure
Förderprojekt zwischen Uni und Gymnasium begeisterte alle Teilnehmer
  Nach zwei erfolgreichen Jahren endete vor den Sommerferien für 19 Schülerinnen und Schüler der Jahr-
gangsstufe 10 am Max-Planck-Gymnasium der erste Durchgang der Junior-Ingenieur-Akademie. Bei der Abschluss­
veranstaltung wurde das Kooperationsprojekt von Schule, Deutscher Telekom Stiftung, ThyssenKrupp Steel AG
und Universität Duisburg-Essen rückblickend von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Ende als großer Erfolg
gewürdigt.

                         Das Beste zum Schluss: Schulleiter Klaus-Dieter Stalleicken und Johannes Schlarb von der Telekom Stiftung
                                                                         über­reichen den Schülerinnen und Schülern ihre Zertifikate

   In seiner Rede erinnerte Schulleiter      Jahre vor, die vom Stahlschmieden und         projekts und versprach auch für die Zu-
Klaus-Dieter Stalleicken noch einmal an      –walzen über die Herstellung eines Elek-      kunft die Unterstützung der Deutschen Te-
die Entwicklung der Idee, das naturwis-      tromotors und das Bauen und Program-          lekom Stiftung. Prof. Dr. Dirk Söffker von
senschaftliche Profil am Max-Planck-Gym-     mieren von Robotern bis hin zum Verlöten      der Universität Duisburg-Essen beschrieb
nasium zu stärken, an die erfolgreiche       elektronischer Schaltungen reichten. Be-      die sehr positiven Erlebnisse und Erfah-
Suche nach geeigneten Sponsoren und          sonderes Highlight waren wohl auch die        rungen mit den technikbegeisterten Schü-
Kooperationspartnern, an die Einrichtung     Teambuilding-Tage in Xanten, die den ei-      lerinnen und Schülern an der Uni. Ziel des
der ersten naturwissenschaftlichen Profil-   nen oder anderen im Hochseil-Klettergar-      Projektes sei es gewesen, einen Einblick in
klasse und den Start der Junior-Ingenieur-   ten unter Anleitung professioneller Trainer   die ingenieurwissenschaftlichen Bereiche
Akademie, die ihre Fortsetzung in der        an seine Grenzen führten.                     zu geben, Kontakt zur Universität herzu-
Schüler Ingenieur-Akademie in den Jahr-         Johannes Schlarb von der Deutschen         stellen und Distanz abzubauen. Der Lehr-
gangsstufen 12 und 13 findet.                Telekom Stiftung unterstrich angesichts       stuhl wird die Kooperation vor dem Hin-
   Schülerinnen und Schüler stellten die     eines massiven Ingenieurmangels noch          tergrund der guten Ergebnisse auch in
Themen und Ergebnisse der letzten zwei       einmal die Bedeutung des Kooperations-        Zukunft fortsetzen.

                                                                  Newsletter ALUMNI Ingenieurwissenschaften Vol.07/Nr.04
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Ingenieure auf der Berufe live
Am 28. und 29. November 2008
fand zum fünften Mal die Ausbil-
dungs-, Berufs- und Studienmesse
„Berufe live Rheinland“ statt. In der
Messe Düsseldorf konnten sich Ju-
gendliche der Jahrgangsstufen 8 bis
13 sowie Lehrer und Eltern kostenlos
bei über 130 Unternehmen, Hoch-
schulen, privaten Bildungsanbietern
und Beratungsinstitutionen über Be-
rufsbranchen, Ausbildungsgänge
und Studienmöglichkeiten informie-
ren. Auch die Ingenieure waren wie-
der zusammen mit dem Akademi-
schen Beratungszentrum (abz) auf
einem Stand vertreten und warben
um Nachwuchs. Die „Berufe live
Rheinland“ wird initiiert von der IHK
Düsseldorf und der IHK Köln.

Ausgezeichnete Nano-Projekte
Innovationsministerium kürt NETZ und NaSoL
   Die Universität Duisburg-Essen hat sich mit zwei Projekten zur innovativen Energieversorgung beim Wett-
bewerb „NanoMikro+Werkstoffe.NRW“ des Landesministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung
und Technologie durchgesetzt: „NanoEnergieTechnikZentrum“ (NETZ) und „Halbleiter-Nanodrähte für Solar-
zellen und Leuchtdioden (NaSoL)“. Damit untermauert die UDE ihre herausragende Stellung in den Nanowis-
senschaften.

Bei dem Anfang 2008 erstmals ausgelob-       Sie wollen für die Industrie maßgeschnei-    Die Partner im Projekt NaSoL wollen So-
ten Wettbewerb wurden die besten Ideen       derte funktionale Materialien für energie-   larzellen und Leuchtdioden auf Nano-
aus zukunftweisenden Technologiefeldern      technische Anwendungen bereitstellen -       draht-Basis entwickeln. Halbleiter-Nano-
gesucht. NETZ und NaSoL sind in der Tat      zunächst exemplarisch für die Bereiche       drähte wären nicht nur erheblich
vielversprechend: Die Partner aus Indust-    Brennstoffzelle, Lithiumionen-Batterien,     leistungsfähiger, sondern versprechen
rie und Wissenschaft in beiden Projekten     energietechnisch relevante Katalyse, Pho-    auch sehr geringe Verluste beim Energie-
wollen mit unterschiedlichen Schwerpunk-     tovoltaik und Thermoelektrik.                transport. Dafür sorgt ein neues technolo-
ten den Einsatz von Nanotechnologien in      Das Projekt NETZ wird maßgeblich vom         gisches Verfahren, bei dem hochperfekte
der Energietechnik vorantreiben.             Center for Nanointegration (CeNIDE) ge-      Halbleiterkristalle auf einem kostengünsti-
Nanotechnologien haben in der Energie-       tragen und von Professor Dr. Christof        gen Substrat hergestellt werden. Sie ha-
technik bislang keinen Eingang in die        Schulz koordiniert. Kooperationspartner      ben eine größere Oberfläche und können
großtechnische Nutzung gefunden. Den         sind das Institut für Energie- und Umwelt-   so mehr Licht aufnehmen und abgeben.
Unternehmen fehlen ausreichende Men-         technik (IUTA) und das Zentrum für Brenn-    Kooperationspartner bei NaSoL sind die
gen spezifischer Nanomaterialien, um         stoffzellenTechnik (ZBT), darüber hinaus     AIXTRON AG aus Aachen sowie das
Verfahrensschritte für die Weiterverarbei-   das Max-Planck-Institut für Kohlenfor-       Zentrum für Halbleitertechnik und Opto-
tung zu entwickeln. Diese Lücke möchten      schung und die H2-Solar GmbH in Mül-         elektronik (ZHO) und das Fachgebiet
die Projektpartner mit NETZ schließen.       heim sowie die Uni Münster.                  Werkstoffe der Elektrotechnik.

Universität Duisburg-Essen

                                                                                                                                 8
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Zuckende Blitze & schwebende Torten + Fliegende Feuermelder +++ Komedia-Studiengänge akkreditiert +++ Kurzentschlossene Studienanfänger
ALUMNI
Ingenieurwissenschaften

                                             Duisburger unterlagen im Wettbewerb
                                                Am 5. Juni fand in Duisburg die Vorrunde des Rohde & Schwarz Fall-
                                             studienwettbewerbs 2008 statt. Organisiert wurde sie von der VDE-
                                             Hochschulgruppe Duisburg, da der Fallstudienwettbewerb eine Koope-
                                             ration von VDE und Rohde & Schwarz ist. Es nahmen jeweils zwei Teams
                                             aus Duisburg und Dortmund teil.

                                                 Das diesjährige Thema lautete „Go            unter Verwendung von Spektrum- und Netz-
                                             wireless! Testing for future communications      werkanalysatoren, Signalgeneratoren und
                                             standards“. Um die Versorgungsqualität           Leistungsmessern erarbeitet. Zum Abschluss
                                             und die Kapazität von Funkübertragungs-          hielt jede Gruppe eine kleine Präsentation,
                                             strecken oder –netzen sicherzustellen, ist die   um die Ergebnisse zu erläutern. Die Fahr-
                                             einwandfreie Funktion aller Komponenten          karte für das Finale in München ging leider
                                             im hochfrequenten Teil der Signalkette           nicht an die UDE, sondern an ein Team
     Pech für die Duisburger Teilnehmer –    wichtig. Die Teilnehmer haben für verschie-      aus Dortmund. Finalsieger in München
es reichte nicht für das Finale in München   dene Messaufgaben Lösungsvorschläge              waren Studierende aus Hamburg.

Biokunststoffe für das Auto von morgen
Tagung informierte über Entwicklung, Werkstoffe und Verarbeitung
  Zum zweiten Mal hatten Prof. Johannes Wortberg, der Hanser-Verlag, PlasticsEurope und Kunststoffland
NRW zur Duisburger BioKunststoffe-Tagung eingeladen: Am 7. und 8. Oktober trafen sich Vertreter der Branchen
Rohstoffe, Kunststoffverarbeitung und Automobil zum Erfahrungsaustausch auf dem Campus Duisburg.

                                                                                              der Maschinenhalle des Lehrstuhls für
                                                                                              Konstruktion und Kunststoffmaschinen, die
                                                                                              sich durch Licht- und Tontechnik sowie eine
                                                                                              künstlerische Darbietung am Trapez in
                                                                                              besonderem Glanz präsentierte.
                                                                                                  „Eine sehr gelungene Veranstaltung.
                                                                                              Es ist immer interessant, Stimmen aus der
                                                                                              Industrie zu einem höchst brisanten Thema
                                                                                              wie der Rohstoffsituation, gerade für eine
                                                                                              kostenfokussierte Branche wie den Auto-
                                                                                              motive-Sektor, zu hören“, kommentierte
                                                                                              Johannes Wortberg die zwei Veranstaltungs-
                                                                                              tage.
                                                                                                  Bereits jetzt blicken die Veranstalter
                                                                                              mit Spannung auf die 6. Duisburger Ex­
                                                                                              trusionstagung am 10. und 11. März 2009.
   Nach einleitenden Worten – unter an-          Mehr als 70 Teilnehmer diskutierten          Dann treffen sich Rohstoffhersteller,
derem vom Automobilexperten Prof. Dr.        17 Fachvorträge, die umfassende Einblicke        Maschinenbauer und Verarbeiter zum
Ferdinand Dudenhöffer – kamen die hoch-      in die Bedürfnisse des Marktes, die Chan-        Austausch über bestehende Lösungen,
rangigen Vertreter der Rohstoff-, Zulie­     cen und die Risiken des Einsatzes von Bio-       Innovationen und Potenziale der Bereiche
fermarkt-, Automobil- und Recyclingbran-     kunststoffen vermittelten.                       Extrusion und Thermoformen extrudierter
che rund um das Thema BioKunststoffe im          Abgerundet wurde der erste Abend             Halbzeuge. Weitere Informationen unter:
Automobil ins Gespräch.                      durch ein gemütliches „Get Together“ in          www.hanser.de

                                                                   Newsletter ALUMNI Ingenieurwissenschaften Vol.07/Nr.04
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Komedia-Studiengänge akkreditiert
                                                        von Wolfgang Hoeppner

   Das Bachelor- und Masterprogramm „Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaft“ (Komedia) wurde
jetzt erfolgreich akkreditiert. im Mai wurden die umfangreichen Unterlagen an die Akkreditierungsagentur
ASIIN geschickt. Am 15. Juli fand die ganztägige Begehung durch die fünf Gutachter statt. Ende Oktober
konnten wir die Akkreditierungsurkunden entgegennehmen.

    Die Akkreditierung gilt zunächst für ein    als Schwerpunkt entweder Informatik
Jahr, in dem wir Zeit haben, einige wenige      oder Psychologie gewählt.
Auflagen und Empfehlungen der Gutach-               Im Zentrum des Studiengangs steht die
ter umzusetzen. Dies haben wir bereits          Mensch-Computer-Interaktion; die Infor-
getan, wobei die wesentlichste Änderung         matik untersucht sie eher von der Rechner-
die Stärkung der mathematisch-naturwis-         seite aus, während die Psychologie sich
senschaftlichen Grundlagen im Bachelor-         auf die Benutzerseite konzentriert. Das
studiengang betrifft. Den Bachelor- und         Leitthema ist jedoch interdisziplinär. Cha-
Masterstudiengang Kommedia (Ange-               rakteristisch für die Studiengänge ist ein
wandte Kommunikations- und Medienwis-           starker Praxisbezug.
senschaft) gibt es bereits seit dem Jahr            Die Absolventen können mit sehr guten
2000. Für den Nachfolgestudiengang              Berufsaussichten rechnen. Ein relativ hoher
Komedia wurden die Studienprogramme             Anteil der Absolventen im Bereich Mar­
gründlich überarbeitet. Die Bereiche Politik-   keting und Unternehmenskommunikation,
wissenschaften und Angewandte Literatur-        aber auch der Bereich IT-Consulting so-
wissenschaft wurden durch Betriebswirt-         wie Software-Entwicklung ist mit einem er-
schaftslehre und Sprachtechnologie im           heblichen Anteil vertreten. Insgesamt zeigt
Informatikbereich ersetzt. Als tragende         sich eine große Streuung der Branchen
Säulen gelten Informatik und Psychologie,       und Berufsfelder, was als Indiz für die
quasi als Nebenfach die Betriebswirt-           Breite der erworbenen Kompetenzen ge-
schaftslehre. Im Masterstudiengang wird         wertet werden kann.

Neuer Fachbereichsrat
                                Der neue Fachbereichsrat der Fakultät für Ingenieurwissenschaften ist am 22.
                             Oktober zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Der Fachbe-
                             reichsrat ist das höchste beschlussfasssende Gremium der Fakultät. Er ist zum Bei-
                             spiel für Studien- und Prüfungsordnungen oder Habilitationen zuständig. Vorsit-
                             zender ist Dekan Prof. Dieter Schramm. Die Mitglieder des Fachbereichsrats sind
                             für zwei Jahre gewählt.

                                                                                                                   2
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 Ingenieurwissenschaften

Superschnelle Datenübertragung
ZHO stellt neues breitbandiges Funksystem vor
   Fachleute des Zentrums für Halbleitertechnik und Optoelektronik (ZHO) haben der Fachwelt vom 25. bis
27. November gemeinsam mit Industriepartnern das weltweit breitbandigste Funksystem vorgestellt. Sie
präsentierten ihre Entwicklung auf der ICT 2008 - mit mehr als 4.000 Teilnehmern Europas größte Messe der
Informations- und Kommunikationstechnologie.

                                      Andreas Stöhr erläutert interessierten Besuchern die Funktionsweise des 60-GHz-Funksystems

„Wir haben dort unser photonisches 60        Gesamtvolumen von 11,3 Millionen Euro         dem Projekt heraus wird geprüft“, so
Gigahertz-Funksystem vorgestellt“, erklärt   und wird von der Europäischen Kommission      Stöhr.
Dr. Andreas Stöhr vom ZHO. „Damit kön-       mit 5,83 Millionen Euro gefördert. Als so     Modernste Anwendungsmöglichkeiten sind
nen Datenraten von bis zu 12.5 Gigabit       genanntes Integriertes Projekt bündelt es     das Ziel der Forschungen, bei denen optische
pro Sekunde übertragen werden.“ Das          die Anstrengungen der besten europäischen     Technologien und Hochfrequenztechniken
System wurde in Kooperation mit France       Spezialisten aus Industrie und Forschung      kombiniert werden. Besonders neuartige
Telecom entwickelt und zu einem der          auf dem Gebiet der Millimeterwellen-          Funk­systeme, aber auch die Hochfrequenz-
zehn besten von insgesamt 200 Projekten      Photonik.                                     Messtechnik sowie die Radar- und Sicher-
gewählt.                                     Die Arbeitsziele orientieren sich an den      heitstechnik in Europa sollen von dem Pro-
Andreas Stöhr koordiniert das europäische    Bedürfnissen der beteiligten Großindustrie.   jekt profitieren. Im Bereich der Kommunikation
Großprojekt IPHOBAC (Integrated Photonic     „Die Vermarktung der entwickelten Kom-        werden sogar Weltrekorde angestrebt: Die
mm-Wave Functions For Broadband Con-         ponenten und Systeme erfolgt im Wesent-       neuen Funksysteme wären etwa 5.000-mal
nectivity). Es bildet den Rahmen für diese   lichen durch mittelständische Unternehmen     so schnell wie derzeitige UMTS-Netze
hochmodernen Entwicklungen. Das auf          wie z. B. die u2t Photonics AG in Deutsch-    und etwa 30-mal schneller als aktuelle
drei Jahre angelegte Vorhaben hat ein        land. Aber auch eine Ausgründung aus          WLAN-Systeme der neuesten Generation.

                                                                  Newsletter ALUMNI Ingenieurwissenschaften Vol.07/Nr.04
F a k u lt ä t

Kooperation bei Spitzentechnik
Uni und FHR vereinbaren engere Zusammenarbeit
   Am 22. September 2008 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen dem FGAN-Forschungsinstitut für Hoch-
frequenzphysik und Radartechnik (FHR) und der Universität Duisburg-Essen abgeschlossen. Damit soll die
vorhandene Zusammenarbeit weiter intensiviert werden.

Zur feierlichen Unterzeichnung trafen
sich Vertreter der Forschungsgesellschaft
für Angewandte Naturwissenschaften
(FGAN) aus Wachtberg bei Bonn mit
Repräsentanten der Universität Duisburg-
Essen.
Das FHR entwickelt Konzepte, Verfahren
und Systeme für elektromagnetische Senso-
rik, insbesondere im Bereich Radar, ver-
bunden mit neuartigen Methoden der
Signalverarbeitung und innovativen Tech-
nologien vom Mikrowellen- bis zum un­
teren Terahertzbereich. Die Universität
Duisburg-Essen bietet mit ihrer starken
Ausrichtung in den Ingenieurwissenschaf-
ten hervorragende Anknüpfungspunkte
für eine wissenschaftliche Zusammenar-
beit. Diese Verbindung wurde schon in den
letzten Jahren für den wissenschaft­lichen
Austausch genutzt.
Zu Beginn diesen Jahres startete das vom
Wirtschaftsministerium NRW geförderte
erste gemeinsame Forschungsvorhaben
„internationale Waldbrandbekämpfung“            Gute Zusammenarbeit vereinbart: Prof. Klaus Solbach, Dr. Helmut Essen (FHR), Prof. Joachim Ender
(iWBB). Wissenschaftler des FHR sowie                                            (FGAN), Prof. Michael Farle und Prof. Andreas Czylwik (v. Lks.)
des Fachgebietes Nachrichtentechnische
Systeme (NTS) arbeiten an einer neuen        nationalen Forschungsprojekten mitwirken     eine enge Zusammenarbeit angestrebt,
Generation von Brandsensoren, mit deren      und ihre Zusammenarbeit insbesondere in      beispielsweise durch eine Verknüpfung
Hilfe autonom fliegende Drohnen Wald-        den Bereichen „Millimeterwellentechnolo-     der Doktorandenprogramme. Interessier-
brände frühzeitig erkennen sollen.           gie“ und „intelligente Antennen“ ausbauen.   te Studierende können sich direkt an Prof.
In Zukunft wollen die Kooperationspart-      Neben gemeinsamen wissenschaftlichen         Willms (NTS), Prof. Solbach (HFT) oder
ner gemeinsam an nationalen und inter-       Arbeiten wird auch bei der Ausbildung        Prof. Ender (FHR) wenden.

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           Ingenieurwissenschaften

          Gemeinnützige Auslandsprojekte
          Studierende engagieren sich in Vietnam und South Dakota
             Drei angehende Ingenieure der Universität Duisburg-Essen haben im August praktische Auslandser-
          fahrungen in Vietnam und South Dakota gesammelt. Gemeinsam mit Studierenden des Massachusetts Institute
          of Technology (MIT) leisteten sie ehrenamtliche Hilfe in Entwicklungsprojekten vor Ort.

             Lars Meyer und Dennis Krebs haben in
          Hoh-Chi-Minh-Stadt Vorrichtungen entwi-
          ckelt und konstruiert, mit denen sich Roll-
          stühle ohne viel Aufwand in handbetrie-
          bene Dreiräder umbauen lassen. Der in
          Zusammenarbeit mit Studierenden des
          MIT entstandene, serienreife Prototyp
          wurde vor Ort getestet und kann schon
          bald die Mobilität von Menschen, die auf
          Rollstühle angewiesen sind, auch in
          schwierigem Gelände vergrößern.
             Im Pine Ridge-Indianerreservat in Sou-
          th Dakota unterstützte Stephan Schweig         Stephan Schweig (lks.) vor einem Windmesser im Pine Ridge-Reservat, zusammen mit
                                                                          einer MIT-Studentin und dem Leiter des lokalen Umweltprogramms

                                                        mit zwei MIT-Kommilitoninnen den Stamm        vereinbart. In enger Zusammenarbeit zwi-
                                                        der Oglala-Sioux-Indianer mit ingenieur-      schen UNIAKTIV und Prof. Dr. Christof
                                                        wissenschaftlichem Wissen. So richteten       Schulz, der die internationalen Kontakte
                                                        die drei vor Ort ein Labor zur Grundwas-      für die Fakultät der Ingenieurwissenschaf-
                                                        seranalyse ein und führten eine Wirt-         ten an der UDE koordiniert, konnten
                                                        schaftlichkeitsanalyse für die Nutzung von    schließlich drei Projektplätze angeboten
                                                        Windenergie im Reservat durch.                und durch Teilstipendien finanziert werden.
                                                            Möglich wurde der Auslandseinsatz             Neben der fachlich hochwertigen Aus-
                                                        der UDE-Studenten durch die Initiative        landserfahrung fördert das Projekt die
                                                        von UNIAKTIV. Im Herbst 2007 hatten           globalgesellschaftliche Verantwortung
                                                        Jörg Miller und Karsten Altenschmidt von      von Universität und Studierenden sowie
Lars Meyer, Dennis Krebs und ihre MIT-Kommilitonin      UNIAKTIV mit dem MIT-Public Service           die soziale und persönliche Kompetenz
          Xuefeng Chen mit einem vietnamesischen        Center eine Auswahl internationaler Pro-      der Beteiligten. Im nächsten Sommer ist
              Langzeittester am Rollstuhl-Prototypen    jekte mit Studierenden beider Universitäten   eine Fortsetzung geplant.

          Stellen, Jobs & Praktika                                                                    Kecskeméthy gewählt
             Der Stellenmarkt der Universität Duis-     hin zur Vermittlung von Schlüsselqualifika-       In seiner zweiten Sitzung hat der neue
          burg-Essen wird vom Career Service des        tionen. Die Angebote gelten für Werkstu-      Senat mit großer Mehrheit Prof. Dr. Andrés
          Akademischen Beratungs-Zentrums Studi-        dentenjobs, Inlandspraktika, Auslands-        Kecskeméthy zum Vorsitzenden gewählt.
          um und Beruf (ABZ) bereitgestellt. Er ist     praktika, Stellen im Inland, Stellen im       Als Stellvertreter wurde einstimmig der
          eine von vielfältigen weiteren Dienstleis-    Ausland, Stellenausschreibungen der Uni-      Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Volker
          tungen der zentralen Einrichtungen für        versität und Professuren.                     Clausen bestimmt. Die Gleichstellungsbe-
          Studierende und Absolventen. Diese rei-                                                     auftragte Ingrid Fitzek und ihre Stellvertre-
          chen von der individuellen Karrierepla-       Der Stellenmarkt im Internet:                 terin Elke Währisch-Große wurden mit
          nung über das Bewerbungscoaching bis          www.uni-duisburg-essen.de/stellen             großer Mehrheit im Amt bestätigt.

                                                                             Newsletter ALUMNI Ingenieurwissenschaften Vol.07/Nr.04
Hochschule

CeNIDE Best Paper Award
Vollversammlung zeichnete verdiente Forscher aus
   Am 20. November fand die 2. Beiratssitzung von CeNIDE statt. Im Anschluss an das Treffen des interna-
tional besetzten Gremiums trat am Nachmittag die CeNIDE-Vollversammlung im Atrium des Tec-Tower zu-
sammen.

   Zu diesem Anlass waren alle Mitglie-        ßende Feier des Tages. Dort wurde bei
der mit Ihren Mitarbeitern und Studenten       Musik, Essen und Getränken auf und mit
sowie Beirat und Vorstand geladen. Bei-        CeNIDE angestoßen.
ratsmitglied Professor Dr. Viola Vogel
(ETH Zürich) und CeNIDE- Mitglied Prof.                  Best Paper Award-Gewinner und
Dr. Rolf Möller referierten über neueste            CeNIDE-Beiräte (v.lks.): Dr. Christian
Entwicklungen in der Nanotechnologie.               Bobisch, Dr. Amin Bannani, Dipl.-Ing.
Anschließend verlieh Prof. Axel Lorke erst-                Kai Blekker, Dr. Dagmar Thien,
malig den „CeNIDE Best Paper Award“               Dr. Georg Rollmann, Dr. Alfred Hucht,
Neben einer Urkunde wurden die ausge-                  Dipl.-Ing. Ingo Regolin, Dipl.-Phys.
wählten Teams mit je 500 EUR prämiert.                  Christian Hecht, Prof. Dr. Joachim
Nach einer Postersession und der parallel         Schoenes (Beirat), Dr. Markus Gruner,
verlaufenden Mitgliederversammlung öff-        Prof. Dr. Viola Vogel (Beirat), Dr. Voktoriya
nete das Pianissimo in Duisburg-Neudorf        Sokolova, Prof. Dr. Paul Roth (Beirat) und
ab 18 Uhr seine Pforten für die abschlie-                 Prof. Dr. Günter Schmid (Beirat)

Zweckbau der Zukunft
inHaus2-Anlage auf dem Campus Duisburg nimmt Arbeit auf
   Am 5. November 2008 ist das inHaus2-Zentrum auf dem Campus Duisburg offiziell eröffnet worden.
Das Fraunhofer Institut Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) war maßgeblich an der Entstehung dieser
zukunftweisenden Forschungsplattform beteiligt. Durch verschiedene Labore und Exponate präsentierte das
Institut zur Eröffnung ausgewählte Ergebnisse aus seiner Forschungsarbeit und machte Zukunftstrends
hautnah erlebbar.

    Anwendungsorientierte Forschung            ten des Fraunhofer IAO den Information             morgen. Dazu gehören innovative Bedien­
„made by Fraunhofer“ zeichnet sich da-         Worker´s Workplace (IWWP), einen High-             technik wie zum Beispiel Sprach- und Sen-
durch aus, dass neue Ideen und Konzepte        End-Arbeitsplatz für Wissensarbeiter. Durch        sorsteuerung und integrierte Displaysysteme
aus wissenschaftlichen Projekten in innova-    drei große auflösungsstarke Bildschirme            sowie Lösungen zu Gastkomfort und Well-
tiven Forschungs- und Demonstrationszentren    bietet dieser sowohl für einzelne Mitarbei-        ness.
bis zur Umsetzungsreife entwickelt werden.     ter als auch für kleine Arbeitsgruppen ei-             Das Verbundforschungsprojekt Pflege
Das Ziel im inHaus2-Geschäftsfeld Office       ne flexible, leistungsstarke Infrastruktur.        2020 beschäftigt sich mit der Altenhilfe der
und Service ist es, Optimierungspotenzia-          Das Verbundforschungsprojekt Future-           Zukunft. Im Mittelpunkt stehen tragfähige Lö-
le in Bezug auf die Arbeitsinfrastruktur       Hotel ist eine neue Initiative des Instituts und   sungen für eine individuelle und bedarfs­
von Nutzimmobilien zu erschließen.             beschäftigt sich mit zukunftsfähigen Visionen      gerechte Versorgung im Alter. Der Showcase
    Geplante Forschungsthemen sind unter       und Lösungen für die Hotelbranche. Der             „Pflege 2020“ setzt zentrale Forschungs-
anderem Green Office und neuartige An-         gleichnamige Showcase in der inHaus2-              ergebnisse aus dem Projekt prototypisch
sätze für technische Vernetzung im Büro. Als   Anlage dient der Erprobung und Demons-             um. Das Ergebnis ist eine Lebensumge-
besonderes Highlight zur Eröffnung des         tration neuartiger Ausstattungs- und Nut-          bung für ältere Menschen, die Teilhabe,
inHaus2 präsentieren die Office-Exper-         zungskonzepte für das Hotelzimmer von              Autonomie und Sicherheit ermöglicht.

Universität Duisburg-Essen

                                                                                                                                          14
                                                                                                                                          15
ALUMNI
 Ingenieurwissenschaften

Die Klassenfahrt der „Ersties“                                                                Kurzentschlossene
                                  von Sebastian Schulte
   Es war wie zu Schulzeiten, als sich die Erstsemester des Faches Maschinen-
                                                                                              Studienanfänger
bau am 14. November um 15.30 Uhr auf dem Parkplatz am M-Bereich ver-                          Erstsemesterumfrage
sammelten: Als erstes überprüfte „Klassenlehrer“ Merlin Kucklick vom
Fachschaftsrat die Vollzähligkeit der Klasse. Als nach schier unmenschlichem                  WS 2008/09 liegt vor
Warten der Bus eintraf, brach sogleich der Kampf um die besten Plätze aus.
                                                                                                      von Wolfgang Brockerhoff
Selbstverständlich fehlte auch der obligatorische Stau nicht, so dass bald
die ersten Schreie nach Essen und Ankunftszeit laut wurden.                                      Zum achten Mal in Folge haben
                                                                                              wir zum Beginn des Wintersemes­
   Nach gefühlten drei Stunden Fahrt wur-      hatte unser Klassenlehrer ein echtes Block-    ters eine Umfrage unter Studien-
de die Belastbarkeit der Neuen, in der Uni     buster-Programm organisiert: Wir hatten        anfängern organisiert. Erstmals
auch „Erstis“ oder „Unwürdige“ genannt,        Gelegenheit, die geistige Elite unserer Uni-   wurden auch angehende Bau­
erneut geprüft: Der Bus kam nicht durch die    versität, auch Professoren genannt, kennen     wissenschaftler befragt – nach
enge Auffahrt zur Solinger Jugendherberge,     zu lernen und sie mit Fragen zu löchern.       Alter, Herkunft und Motivation
also war ein Fußmarsch von fünf Minuten            Anschließend folgte der für manche         für die Wahl von Studienfach und
unausweichlich. Natürlich bei Regen!           als wichtiger angesehene Teil, nämlich         Studienort. Gleichzeitig wollten
   Vor dem Kampf gegen den drohenden           das eigentliche Kennenlernen. Bei einem        wir auch die Effektivität unserer
Hungertod der armen „Neuen“ war dann           gemütlichen Gläschen Bier galt es viele        Öffentlichkeitsarbeit untersuchen.
noch der letzte große Tribut zu leisten: Die   neue Bekanntschaften zu schließen, mit         Insgesamt wurden 478 Frage­bö­
Zimmerverteilung!                              bereits vertrauten Gesichtern ein bisschen     gen ausgewertet. Erstsemester der
                                               zu feiern und vor allem Spaß zu haben.         International Studies in Engineering
                                               Im Verlauf des Abend wurden einige von         (ISE) waren an der Umfrage nicht
                                               uns zu illustren Pokerrunden inspiriert, und   beteiligt, da in diesem Bereich die
                                               auch das weit bekannte interaktive Star-       Daten anderweitig erhoben wer-
                                               game „Sing-Star“ durfte nicht fehlen.          den.
                                                   Doch das Wochenende bestand nicht
                                               nur aus Feiern, Singen oder Zocken. Es         Die meisten Studienanfänger in den
                                               gab am Samstagvormittag zwei Vorträge          Ingenieurwissenschaften sind zwischen
                                               von jungen Ingenieuren, die vor kurzem ihr     20 und 21 Jahren alt und kommen aus
                                               Studium beendet hatten. Sie schilderten uns    Duisburg, Essen oder Oberhausen. Vor
                                               ihren Werdegang und standen uns Rede           Studienbeginn hatten 60 bis 70 Prozent
                                               und Antwort. Außerdem wurden uns Ver-          der Anfänger fast aller Fachrichtungen
                                               waltung und Struktur der Uni erläutert. Am     bereits Kontakt zu Ingenieuren. Nur in der
 Uni für Anfänger: Einführung ins Studium      Sonntag versuchten uns unsere Betreuer         Informatik waren es etwa 35 %. Ingeni-
                                               schließlich auf unseren zukünftigen Studien-   eure aus Duisburg kannten etwa 20 % aller
    Nach großem und erbittertem Kampf          gang vorzubereiten und verrieten uns Tricks,   Befragten.
um das einzige Achterzimmer mussten sich       wie wir möglichen Problemen aus dem Weg            Vier Fünftel nannten als Grund für das
die Unterlegenen auf Sechsmannzimmer           gehen oder uns „hindurchwurschteln“ können.    Studium fachliches Interesse, für 60 % bis
verteilen. Die stark in der Minderheit ver-        Alles in allem möchte ich der Fachschaft   70 % der Anfänger spielen zusätzlich die
tretene Fraktion des anderen Geschlechts       Maschinenbau danken. Sie hat es uns er-        guten Berufsaussichten eine wichtige Rolle.
musste sich ein eigenes Zimmer teilen. Aus     möglicht, uns alle näher kennenzulernen, da    Die Entscheidung für ein Ingenieurstudium
Sicherheitsgründen lebten sie also quasi       ja kaum ein Student das Studium alleine        fällt in der Mehrzahl relativ kurzfristig.
auf einem anderen Kontinent …                  schafft, und sie hat mit sehr viel Ausdauer    Das gilt auch für die Wahl des Studien-
    Endlich kamen wir in den unglaublichen     unsere Fragen beantwortet. Besonders           ortes. Auf jeden Fall zeigten sich alle Studi-
Genuss der Jugendherbergskost, die wie         erstaunt hat mich, dass uns sogar unsere       enanfänger sehr motiviert, was sich unter
jeder weiß mit mindestens drei Michelin-       Professoren ihren Freitagabend geopfert        anderem durch das rege Interesse an Labor-
Sternen zu bewerten ist. Damit uns „I-         haben. Fazit: Es hat sich wunderbar gelohnt    führungen während der Orientierungswoche
Dötzchen“ auch etwas geboten wurde,            und sollte definitiv fortgesetzt werden.       ausdrückte (s. Bericht auf Seite 19).

                                                                    Newsletter ALUMNI Ingenieurwissenschaften Vol.07/Nr.04
Ausgewertete Fragebögen nach Fachrichtungen

                                                                                           Studierende

                         Entscheidung für das IW-Studium                             Fachrichtungen der Studienanfänger
                               (bezogen auf Abteilungen)
Anzahl Studienanfänger

                                                           Alter der Studienanfänger bezogen auf die Anfängerza

                                                           kennen Sie jemanden, der in Duisburg studiert h
                                                            Ausgewertete Fragebögen
                                                                  Grund für             nach Fachrichtungen
                                                                            IW-Studium (bezogen auf Abteilungen)

                                     Zeitpunkt

Ausgewertete Fragebögen
         Entscheidung       nach
                      für das      Fachrichtungen
                              IW-Studium in Duisburg        Anzahl Studienanfänger
                              (bezogen auf Abteilungen)
Anzahl Studienanfänger

                                                                                       Berufsaussichten              Interesse
                                                           Wohnort der Studienanfänger  nach Fachrichtungen
                                                                                Abteilungen

                                                           Was warKontakt
                                                                   der Grund     für Ihre Studienentscheidung
                                                                          der Studienanfänger zu Ingenieuren
                                                                                               (bezogen auf Abteilungen)
                                                            Alter der Studienanfänger bezogen auf die Anfänge
                                                            Anzahl Studienanfänger

                                     Zeitpunkt
Alter der Studienanfänger bezogen auf die Anfängerzahlen in den einzelnen Abteilungen

                                  Wohnort (IW)
                                                            Ausgewertete Fragebögen nach Fachrichtungen
                                                                                          Kennen Ing              Kennen Ing in DU
Studienanfänger gesamt

                                                           Kennen Sie in Ihrem Umfeld, jemanden der Ingenieurw
                                                                                          Alter der Studienanfänger
                                                                                            (bezogen auf Abteilungen)
                                                            Studienanfänger IW

                                                            Wohnort der Studienanfänger nach Fachrichtungen

                                     Wohnort                                                              Alter
Wohnort der Studienanfänger nach Fachrichtungen Alter der Studienanfänger bezogen auf die Anfängerzah

Universität Duisburg-Essen

                                                                                                                     16
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ALUMNI
 Ingenieurwissenschaften

Abenteurspielplatz für Ingenieure
                                                        von Christian K. Karl

   Zum Semesterauftakt hatte das Institut für Baubetrieb und Baumanagement in Zusammenarbeit mit der
Streif Baulogistik GmbH Studierende in den Blue Site Park nach Essen eingeladen.

                                                                       Mit dem Blue Site Park hat die HOCHTIEF-Tochter Streif im
                                                                   Sommer 2006 eine einmalige Erlebniswelt geschaffen, die das Bau-
                                                                   en greifbar und erlebbar macht. Die Streif GmbH ist das führende
                                                                   deutsche Baulogistik-Unternehmen; ihr Leis­tungsspektrum reicht von
                                                                   der Vermietung von Baumaschinen und -geräten über Rüstung und
                                                                   selbst entwickelte Schalungssysteme bis zu Ingenieurdienstleistungen.
                                                                       Bei diesem Semesterauftakt-Event waren sowohl Studierende der
                                                                   Vertiefungsrichtung Baubetrieb als auch Teilnehmer des Masterpro-
                                                                   gramms Baubetrieb und Wirtschaftswissenschaften willkommen.
                                                                       Als Ergänzung zu den theoretisch vermittelten Inhalten der
                                                                   Baubetriebstechnik bot sich hier die einmalige Gelegenheit, ver-
                                                                   schiedene Baugeräte wie zum Beispiel Bagger, Radlader oder
                                                                   gar einen Hochbaukran selbst zu steuern.
                                                                       Eine durch den Blue Site Park führende Quad-Strecke bot zu-
                                                                   sätzlich eine willkommene Abwechslung zu den teilweise ziem-
                                                                   lich anspruchsvollen Aufgaben, welche mit den Baugeräten zu
       Sandkastenträume werden Wirklichkeit (Foto: A. Poloczek)    bewältigen waren.

Hilfe für angehende Fotografen
                                                         von Ditmar Schädel

   Studierende der Angewandten Kognitions- und Medienwissenschaften haben im vergangenen Wintersemester
in einem Praxisprojekt die Internetplattform “Fotografiestudium in Deutschland” entwickelt. Jetzt wurde sie auf
der Messe photokina in Köln vorgestellt.

    Unter der Leitung von Ditmar Schädel      Ausbildungslandschaft nutzergerecht ab- interessierte Besucher. Hier wurden auch
und André Missing ist damit ein aktueller     gebildet werden. Allgemeine Fragen werden konkrete Schritte für eine Erweiterung auf
und umfassender Überblick über Studien-       in fachlich kompetenten Artikeln behan- europäischer Ebene vereinbart.
möglichkeiten innerhalb der Fotografie an     delt und geklärt. Dieses An-
deutschen Universitäten, Fachhochschulen      gebot ist in seiner Komple-
und privaten Einrichtungen entstanden.        xität und Aktualität ein
Die Website bietet durch fundierte Hin-       einzigartiges und wichtiges
weise zu Studienschwerpunkten, Fachrich-      Instrument bei der Entschei-
tungen, Zugangsvoraussetzungen, Kos-          dung für ein Studium.
ten, Terminen und Inhalten eine                   Das Projekt ist unter
Orientierungshilfe bei der Wahl des richti-   www.foto-studium.de im In-
gen Studienortes und der Ausrichtung des      ternet abrufbar. Auf der
Studiums.                                     photokina 2008 in Köln wur-
    Durch ständige Aktualisierung der Daten   de das Ergebnis an einem
seitens der Hochschulen kann die in den       eigenen Stand in Halle 1        Entscheidungshilfe: „Fotografiestudium in Deutschland“
vergangenen Jahren stark gewandelte           vorgestellt und fand viele                                           auf der photokina

                                                                  Newsletter ALUMNI Ingenieurwissenschaften Vol.07/Nr.04
Studierende

Orientierungshilfe für die Neuen
  Rund 100 Erstsemester haben an der Orientierungswoche der Elektro-
und Informationstechnik zum Beginn dieses Wintersemesters teilge-
nommen. Begleitet von neun Tutoren erwartete die „Neuen“ ein volles
Programm.

    Nach der offiziellen Begrüßung durch        Gespräch innerhalb der einzelnen Tuto-
den Rektor am Montag und dem ersten             rengruppen gab es eine Einführung in die
Kennenlernen stand am Dienstag die Vor-         Benutzung der Bibliothek an der Bismarck-
stellung von Studienverlauf, Prüfungs- und      straße.
Praktikumsordnungen an. Auch der Fach-              Der Mittwoch und der Donnerstag waren
schaftsrat Elektrotechnik und die VDE-          prall gefüllt mit ausgedehnten Führungen
Hochschulgruppe machten sich mit den            durch die verschiedenen Institute; der Freitag
Studienanfängern bekannt. Nach der              ließ die Woche mit einem Rahmenpro-                     Uni zum Anfassen für die Teilnehmer
Ausgabe von Infomaterial und einem ersten       gramm der Uni im L-Bereich ausklingen.                            der Orientierungswoche

Heute Studentin, morgen Doktorandin?
                                                                           Die Zahl der Studentinnen und Absolventinnen ist in den letz-
                                                                       ten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Bei vielen besteht der
                                                                       Wunsch, sich durch eine Promotion weiter zu qualifizieren. Oft
                                                                       wird jedoch aus unterschiedlichen Gründen darauf verzichtet.
                                                                           Die Abteilung Bauwissenschaften und der Fachbereich Wirt-
                                                                       schaftswissenschaften haben im Oktober im Rahmen der Veran-
                                                                       staltung „Heute Studentin! Morgen Doktorandin?“ ihren Studen-
                                                                       tinnen unterschiedliche Lebenswege ehemaliger und heutiger
                                                                       Doktorandinnen vorgestellt und ihnen aufgezeigt, welche Hilfe-
                                                                       stellungen sie ihnen bieten. Unterstützt wurde die Veranstaltung
                                                                       auch vom Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung unse-
                                                                       rer Uni­versität. Stephanie Richter vom ZfH stellte vielfältige Mög-
                                                                       lichkeiten einer fachübergreifenden Begleitung im Promotions­
                                                                       prozess vor.

Baufachschaften tauschen sich aus
   Erfahrungen austauschen, neue Kontakte knüpfen, verschiedene Studienformen kennen lernen und die
eigene Hochschule mal mit anderen Augen sehen – das waren die Ziele der 72. Baufachschaftenkonferenz.
Die Fachschaft Bauwesen richtete dieses beliebte Treffen vom 29. Oktober bis zum 2. November aus.

    Etwa 80 Studierende aus Deutschland,           „Die BauFaK bietet uns Studenten die          zu den Baustellen des Folkwang-Museums
Österreich, der Schweiz und aus Osteuropa       Möglichkeit des Erfahrungsaustausch mit          und der E.on-Hauptverwaltung in Essen
trafen sich, um über hochschulpolitische und    anderen Universitäten“, beschreibt Sté-          rundeten das Tagungsprogramm ab.
studienrelevante Themen zu diskutieren, z. B.   phane Kühnen, Vorsitzender der UDE-                  Neben der Information sollte auch die
die Akkreditierung von Studiengängen, Stu-      Fachschaft Bauwesen, den Reiz dieses             Unterhaltung zu ihrem Recht kommen: Da-
diengebühren und ihre Verwendung, Studie-       Treffens. Exkursionen zu Rockwool in             für sorgte ein buntes Rahmenprogramm
ren mit Kind und Fragen zum Berufseinstieg.     Gladbeck, Arcelor Metal in Duisburg und          mit verschiedenen kleinen Partys.

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