Zuhause mit Kindern Gottesdienst feiern - Hausgottesdienst mit Kindern am Gründonnerstag, 1. April 2021 - Diözese Rottenburg ...

 
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Zuhause mit Kindern Gottesdienst feiern - Hausgottesdienst mit Kindern am Gründonnerstag, 1. April 2021 - Diözese Rottenburg ...
Zuhause
 mit Kindern Gottesdienst feiern
Hausgottesdienst mit Kindern
am Gründonnerstag, 1. April 2021
Zuhause mit Kindern Gottesdienst feiern - Hausgottesdienst mit Kindern am Gründonnerstag, 1. April 2021 - Diözese Rottenburg ...
Liebe Familien,
mit dieser Gottesdienstvorlage wollen wir eine Hilfe anbieten, sich am
Gründonnerstag zu Hause mit Christinnen und Christen auf der ganzen Welt
betend und feiern zu verbinden. Der Gottesdienst ist für Familien mit Kindern
im Kindergarten- und Grundschulalter gedacht.
Die Vorlage kann mit eigenen Ideen, Gebeten und Liedwünschen ergänzt
werden. Die angegebenen Liedvorschläge sind aus dem katholischen
Gotteslob mit Eigenteil Rottenburg-Stuttgart und Freiburg. Viele Lieder aus
dem Gotteslob finden Sie auch auf YouTube, falls Ihnen mal eines unbekannt
sein sollte und Sie kein Instrument spielen. Vielleicht kennen Sie und Ihr
Kind/Ihre Kinder auch ganz andere Lieder aus der Kita, dem
Religionsunterricht, der Kinderkirche? Dann singen Sie diese Lieblingslieder!
Im Internet finden Sie ein Ausmalbild unter
www.familien234.de/375/ausmalbilder/
Wenn Sie am Abend ein selbstgebackenes Brot teilen wollen, dann sollten
Sie es schon am Vormittag mit Ihrem Kind/Ihren Kindern backen. Ein Rezept
dazu finden Sie auf der letzten Seite.
Vor Beginn des Gottesdienstes sollte gemeinsam vorbereitet und überlegt
werden:
   - Wir feiern heute am Esstisch – das passt am besten zu
       Gründonnerstag
Was brauchen wir dazu?
   - Tischdecke, Servietten, Blumen
   - eine Kerze (am besten in einem Windlicht) und Streichhölzer
   - ein Kreuz (kann man auch aus Lego bauen)
   - Brot (selbst gebacken?)
   - vielleicht auch ein bisschen Aufstrich, Oliven, Tomaten,… für die Feier?
       Dazu dann auch Teller und Besteck
   - evtl. etwas Musik
   - Traubensaft für die Kinder und evtl. Wein für die Erwachsenen. Für
       jede/n ein eigenes Glas.
   - die Gottesdienstvorlage
   - Lieder auswählen oder Gotteslob bereithalten
Für die Gottesdienste in der Heiligen Woche können
Erzählsteine bemalt werden. Für jeden Gottesdienst
kommen neue Steine dazu, die am Ende die gesamte
Geschichte von den letzten Tagen Jesu und seiner Auferstehung erzählen.
Dafür bräuchten Sie jeweils flache Steine und Stifte zum Bemalen.

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Eine/r:   Heute ist Gründonnerstag. Wir feiern heute Abend den
          Gottesdienst zu Hause. Wir wollen uns Zeit nehmen für
          Gott und sein Wort.
          Wir zünden die Kerze an als Zeichen,
          dass Gott in unserer Mitte ist.
          Er ist wie ein Licht für uns Menschen
                >> Kerze anzünden
          Wir machen zusammen das Kreuzzeichen und sprechen
          dazu: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des
          Heiligen Geistes.
Alle:     Amen.

Lied:     Unser Leben sei ein Fest (Gotteslob 715)

Gebet:
Wir werden ruhig und legen die Hände zusammen.
Wir sprechen jetzt ein Gebet.

Eine/r:   Guter Gott,
          du hast uns eingeladen.
          Gemeinsam sitzen wir hier am Tisch: (>> Namen sagen)
          Wie es uns auch geht, ob wir lachen oder weinen,
          ob wir fröhlich sind oder uns Sorgen machen:
          Du bist bei uns.
          Dafür danken wir dir.
          Heute und alle Tage.
Alle:     Amen.

Lied:     Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht (Gotteslob 450)

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Bibelgeschichte, Teil 1: „Jesus feiert das letzte Abendmahl“
(nach Mt 26,17-29; 1 Kor 11,23-26)

Es kam der Tag, an dem die Juden das Paschamahl feiern. Auch
Jesus wollte dieses Fest mit seinen zwölf Jüngern feiern. Als alles für
das Fest hergerichtet war, setzte sich Jesus mit ihnen an den festlich
gedeckten Tisch und sie begannen zu essen. Und da geschah etwas
Neues und ganz Besonderes. Jesus nahm das Brot und dankte
Gott. Dann brach er das Brot und gab den Jüngern das Brot und er
sagte: „Nehmt das Brot und esst. Das ist mein Leib! Da bin ich für
euch.“ Und Jesus nahm den Becher mit Wein und dankte Gott.
Dann gab er den Becher seinen Jüngern und sagte: „Trinkt alle aus
diesem Becher. Das ist mein Blut. Es ist das neue Band zwischen
Gott und den Menschen, das Band der Versöhnung.
Es ist das letzte Mal, dass ich dieses Mahl mit euch esse. Es ist das
Mahl der Erinnerung an mich. Immer wenn ihr Brot und Wein teilt,
dann denkt an mich.“
Nachdem alle gegessen und getrunken hatten, sangen Jesus und
seine Jünger Dank- und Loblieder für Gott.

Lied:          Dank dir, Vater, für die Gaben. Amen. (Gotteslob 88,2)

Bibel erleben - danken und feiern
   In jeder Eucharistiefeier hören wir diese Worte: „In der Nacht
     als Jesus verraten wurde, nahm er das Brot und sagte DANK,
     brach es und reichte es seinen Jüngern…“
     Eucharistie bedeutet „Danksagung“. Jesus dankt seinem Vater
     im Himmel und auch wir wollen ihm danken – und sei es für
     noch so kleine Dinge.
     Wir nehmen das Brot, brechen kleine Stücke davon ab und
     geben einander ein Stück Brot in die Hand. Jede/r überlegt,
     wofür sie/er Gott danken kann und will. Das wird gesagt und
     ein Stück vom Brot gegessen.

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 Jesus liebte die Gemeinschaft mit den Menschen und hat gerne
    mit ihnen das Leben gefeiert. Die meisten Menschen feiern
    gerne und sind gerne mit anderen zusammen. In der
    Coronazeit vermissen wir verschiedene Menschen, die wir
    vielleicht auch schon lange nicht mehr „in Echt“ getroffen haben
    oder in den Arm genommen haben. Wir können an diese
    Menschen denken und sie in Gedanken hier in unsere Feier mit
    hinein nehmen oder wir rufen sie nachher an, um ihnen zu
    sagen, dass wir an sie gedacht haben.
    Trotz allem, dass wir andere Menschen vermissen, wollen wir
    nun ein bisschen mit Jesus feiern! Wir teilen und essen das
    Brot, evtl. mit Aufstrich und Gemüse, und wir trinken Saft und
    die Erwachsenen vielleicht ein bisschen Wein. Dazu kann auch
    Musik gehört werden.

Im Anschluss an das Essen singen wir das Lied:
Lied      Danket, danket dem Herrn (Gotteslob 406)

Nun kann der Gottesdienst mit der Geschichte „Am Ölberg“
fortgeführt werden oder weiter mit dem Vaterunser.

Eine/r:    Nach diesem besonderen Abendessen, dem letzten
           Abendmahl, das Jesus mit seinen engsten Freunden
           gefeiert hat, geht es weiter. Jesus geht in einen Garten
           um zu beten. Das hören wir jetzt:
Bibelgeschichte, Teil 2 „Am Ölberg“ (nach Matthäus 26, 36-46)
Nach dem Abendmahl war es Nacht geworden und Jesus ging mit
seinen Freunden zum Ölberg in den Garten Getsemani. Jesus nahm
Petrus und zwei andere mit in den dunklen Garten hinein und sagte
zu ihnen: „Ich bin so traurig und verzweifelt. Bleibt hier und wacht mit
mir! Ich will beten und mit meinem Vater im Himmel sprechen. Ich
brauche Kraft und Trost und Stärkung, denn ein schwerer Weg liegt
vor mir.“
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Lied:     Bleibet hier und wachet mit mir (Gotteslob 286)

Eine/r:   An Gründonnerstag spüren wir nach dem fröhlichen Fest
          mit Jesus, dass der Tag ein trauriges Ende nimmt. Jesus
          bittet seine Freunde, mit ihm wach zu bleiben und zu
          beten. Auch wir wollen miteinander beten:
Vaterunser
Dazu können wir uns an den Händen fassen.
Alle:    Vater unser im Himmel
         geheiligt werde dein Name.
         Dein Reich komme.
         Dein Wille geschehe,
         wie im Himmel so auf Erden.
         Unser tägliches Brot gib uns heute.
         Und vergib uns unsere Schuld,
         wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
         Und führe uns nicht in Versuchung,
         sondern erlöse uns von dem Bösen.
         Denn dein ist das Reich und die Kraft
         und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
         Amen.
Segen
Eine/r:   Wir wollen Gott um seinen Segen für diese Nacht bitten:
          Guter Gott, schenke uns deinen Segen
          und behüte uns und alle, die wir lieben.
          Gib uns deinen Frieden.
          Und so segne und behüte uns und alle, an die wir denken
          und die zu uns gehören der gute Gott,
          der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. +
Alle:     Amen.

Eine/r:   Morgen geht der Weg Jesu weiter und wir denken seinen
          Tod am Kreuz.
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Wenn Sie mit einer Seelsorgerin/einem Seelsorger am Telefon sprechen wollen, wenden
Sie sich an die Seelsorger und Seelsorgerinnen vor Ort,
oder an die Telefonseelsorge: Per Telefon 0800 / 111 0 111 , 0800 / 111 0 222 oder 116
123; der Anruf ist kostenfrei. Oder per Mail und Chat unter https://online.telefonseelsorge.de/
Jugendseelsorger und -seelsorgerinnen erreichen Sie auf https://wir-sind-
da.online/2020/03/18/wir-sind-da-fuer-dich/

Herausgeber: Bischöfliches Ordinariat Rottenburg, Hauptabteilung VIIIa, Liturgie.
Redaktionsteam: Annette Gawaz, Barbara Janz-Spaeth, Jörg Müller, Sylvia Neumeier, Margret Schäfer-Krebs,
Clemens Schirmer

Backrezept für ein Fladenbrot:
500g Mehl
½ TL Zucker
1 TL Salz
½ Hefe
300ml Wasser
3 EL Öl

Für den Teig einen Teil des Mehls mit Hefe, Zucker, Salz und
Wasser vermischen. Nach und nach Mehl dazugeben, bis der Teig
nicht mehr klebt. Zuletzt Öl unterkneten.
Den Teig abgedeckt 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen
lassen.
Dann in einige Stücke teilen und zu dünnen Fladen formen.
Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad ca. 8-15 Minuten backen (je
nach Dicke der Fladen).

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Idee für einen Ostergruß für Menschen, an die wir in dieser Feier
gedacht haben.

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