Allgemeine schulische Bildung Interner Schullehrplan 08

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Allgemeine schulische Bildung Interner Schullehrplan 08
Schulleitung       Scalettastrasse 33
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Allgemeine schulische Bildung
Interner Schullehrplan 08
Allgemeine schulische Bildung Interner Schullehrplan 08
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                              Interner Schullehrplan                                                                     ABU                  2

Erstellt                      P. Furger

Freigabe                      U. Florin am 1. Oktober 2011

Verantwortlich Schulleitung U. Florin, Vizedirektor

Nachführung                   P. Furger

Version    Änderungsdatum   Änderungsgrund                                          betroffene Seiten
V2         20.12.2011       Inhaltliche Anpassungen                                 25/57
V3         18.01.2012       Inhaltliche Anpassungen                                 62
V4         09.02.2012       Inhaltliche Anpassungen                                 43/48/64/66/72
V5         03.07.2012       Inhaltliche Anpassungen                                 diverse
V6         24.08.2012       Inhaltliche Anpassungen                                 26/58
V7         05.10.2012       Inhaltliche Anpassung                                   41
V8         22.08.2014       Integration „iconomix“                                  23/28/30/32/33/35/39/44/55/60/66
V9         12.05.2016       Inh. Anpassungen / Integration EDV Kompetenzen          diverse
V10        01.06.2021       Anpassung der Themen EBA (ab SJ 2018/2019)              16

Personen- und Berufsbezeichnungen in diesem „Internen Schullehrplan“ beziehen sich auf beide Geschlechter.

VerfasserIn: GBC                                          Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                            Änderungsdatum: 01. Juni 2021
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                                                  Interner Schullehrplan                                                                                                                                                      ABU                              3

Inhaltsverzeichnis

INHALTSVERZEICHNIS ............................................................................................ 3              5 DER SCHULLEHRPLAN ....................................................................................... 16
1 LEITGEDANKEN ................................................................................................... 5              5.1 DIE UNTERRICHTSTHEMEN (MIT LEKTIONENZAHLEN ) ................................................... 16
                                                                                                                                  5.2 SCHULLEHRPLAN 08 4- JÄHRIGE LEHRE ..................................................................... 17
   1.1 RECHTLICHE GRUNDLAGEN ...................................................................................... 5
                                                                                                                                     1. Lehrjahr ....................................................................................................... 19
   1.2 ZIELE DES ALLGEMEIN BILDENDEN UNTERRICHTS (NACH VMAB ART.2) ............................. 5
                                                                                                                                          Lehrbeginn .............................................................................................................. 19
   1.3 PÄDAGOGISCH -DIDAKTISCHES KONZEPT ..................................................................... 5                          Regeln ..................................................................................................................... 20
   1.4 DAUER UND STUNDENDOTATION (VMAB ART.3) ........................................................ 6                                  Meinungsbildung ..................................................................................................... 22
   1.5 LERNBEREICH SPRACHE UND KOMMUNIKATION ............................................................ 6                               Umgang mit Geld ..................................................................................................... 23
   1.7 VERBINDUNG DER BEIDEN LERNBEREICHE ................................................................... 6                           Risiko und Sicherheit ............................................................................................... 25
                                                                                                                                     2. Lehrjahr ....................................................................................................... 27
2. AUSFÜHRUNGEN ZUM SCHULLEHRPLAN ............................................................. 7
                                                                                                                                          Konsum ................................................................................................................... 27
   2.1 DIE LERNZIELFORMULIERUNGEN IM SLP ..................................................................... 7                          Unser Staat .............................................................................................................. 28
   2.2 DIE SCHLÜSSELBEGRIFFE IM SLP ............................................................................... 7                     Vorsorge .................................................................................................................. 29
   2.3 WAHLBEREICH ..................................................................................................... 7                Kunst und Kultur I .................................................................................................... 30
                                                                                                                                          Wirtschaftskreislauf ................................................................................................. 31
   2.4 F ÖRDERUNG DER ÜBERGREIFENDEN KOMPETENZEN ...................................................... 7
                                                                                                                                          Politische Mitbestimmung ....................................................................................... 33
   2.5 DIE ZUSÄTZLICHEN BLICKWINKEL .............................................................................. 7
                                                                                                                                     3. Lehrjahr ....................................................................................................... 34
   2.6 ZUSAMMENARBEIT INNERHALB DER BERUFSFACHSCHULE UND DEN LERNORTEN .................. 7                                               Globalisierung ......................................................................................................... 34
3 QUALIFIKATIONSVERFAHREN .............................................................................. 9                                Zusammenleben ...................................................................................................... 35
                                                                                                                                          Steuern ................................................................................................................... 37
   3.1 HINWEIS : DAS QUALIFIKATIONSVERFAHREN ABU IST IM ISO-H ANDBUCH GEREGELT . ........... 9                                            Umwelt ................................................................................................................... 38
                                                                                                                                          Internationale Organisationen ................................................................................. 40
4 DETAILS ZUM SCHULLEHRPLAN ........................................................................... 9                                 Kunst und Kultur II ................................................................................................... 42
   4.1 WAS BEDEUTEN DIE VERBEN IN DEN ZIELFORMULIERUNGEN ? .......................................... 9                              4. Lehrjahr ....................................................................................................... 43
   4.2 K OMPETENZEN MIT BEISPIELEN .............................................................................. 10                      Konjunktur .............................................................................................................. 43
   4.3 K OMPETENZEN , ZUTEILUNG DER SCHULUNG AUF DIE SEMESTER..................................... 11                                     Arbeitswelt .............................................................................................................. 44
                                                                                                                                          Wohnen .................................................................................................................. 46
   4.4 ZUTEILUNG DER LERNREIHEN S+K ZU DEN THEMEN GESELLSCHAFT ................................. 12
                                                                                                                                          Vertiefungsarbeit VA und Vorbereitung Schlussprüfung ........................................... 47
   4.5 LERNREIHEN NORM: GRAMMATIK , ORTHOGRAFIE , STIL UND WORTSCHATZ...................... 13
   4.6 STRATEGIEN ....................................................................................................... 14

VerfasserIn: GBC                                                                                      Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                                                                    Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                                     Interner Schullehrplan                                                                         ABU                  4

 5.3     SCHULLEHRPLAN 08 3-JÄHRIGE LEHRE ............................................................... 48
    1. Lehrjahr ....................................................................................................... 50
        Lehrbeginn .............................................................................................................. 50
        Regeln ..................................................................................................................... 51
        Meinungsbildung ..................................................................................................... 53
        Umgang mit Geld ..................................................................................................... 54
        Risiko und Sicherheit ............................................................................................... 56
    2. Lehrjahr ....................................................................................................... 58
        Konsum ................................................................................................................... 58
        Kunst und Kultur I .................................................................................................... 59
        Wirtschaftskreislauf ................................................................................................. 60
        Politische Mitbestimmung ....................................................................................... 61
        Zusammenleben ...................................................................................................... 62
        Umwelt ................................................................................................................... 64
    3. Lehrjahr ....................................................................................................... 66
        Steuern ................................................................................................................... 66
        Arbeitswelt .............................................................................................................. 67
        Wohnen .................................................................................................................. 69
        Vertiefungsarbeit VA und Vorbereitung Schlussprüfung ........................................... 70
 5.4 SCHULLEHRPLAN 08 2- JÄHRIGE LEHRE ..................................................................... 71
    1. Lehrjahr ....................................................................................................... 73
        Lehrbeginn .............................................................................................................. 73
        Regeln ..................................................................................................................... 75
        Meinungsbildung ..................................................................................................... 76
        Umgang mit Geld ..................................................................................................... 77
        Zusammenleben ...................................................................................................... 79
    2. Lehrjahr ....................................................................................................... 81
        Risiko und Sicherheit ............................................................................................... 81
        Krankheit und Unfall ................................................................................................ 82
        Wohnen .................................................................................................................. 83
        Arbeitswelt .............................................................................................................. 84
        Vertiefungsarbeit VA und Vorbereitung Schlussprüfung ........................................... 85

VerfasserIn: GBC                                                                                               Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011   Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                                                                                 Lernenden dazu befähigen, zu einer nachhaltigen Entwick-
1. Leitgedanken                                                                                  lung beizutragen;
                                                                                              e) die Verwirklichung der Chancengleichheit für Lernende bei-
                                                                                                 der Geschlechter, für Lernende mit unterschiedlichen Bil-
1.1 Rechtliche Grundlagen                                                                        dungsbiografien oder unterschiedlichen kulturellen Erfahrun-
                                                                                                 gen.
Der vorliegende Schullehrplan SLP stützt sich auf folgende Rechts-
werke ab:
                                                                                  1.3 Pädagogisch-didaktisches Konzept
       a) Berufsbildungsgesetz BBG vom 13.12.2002
       b) Berufsbildungsverordnung BBV vom 19.11.2003                                        Der allgemein bildende Unterricht erfolgt soweit möglich themen-
       c) Verordnung des SBFI (ex. BBT) über die Mindestvorschriften                          und handlungsorientiert.
          für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung                           Die Themen nehmen Bezug auf die persönliche, berufliche und
          VMAB vom 27.4.2006                                                                  gesellschaftliche Realität der Lernenden.
       d) Rahmenlehrplan für den allgemein bildenden Unterricht in                           Die Fülle möglicher Unterrichtsinhalte erfordert eine Beschrän-
          der beruflichen Grundbildung vom 27.4.2006, welcher vom                             kung auf exemplarische Themen, welche im vorliegenden SLP
          SBFI (ex. BBT) erlassen wurde                                                       genauer beschrieben werden.
                                                                                             Der Handlungsorientierung kommt zentrale Bedeutung zu. Der
                                                                                              Lernprozess ist ebenso wichtig wie das Produkt.
1.2 Ziele des allgemein bildenden Unterrichts (nach
                                                                                             Die Förderung der Sprach-, Selbst-, Sozial- und Methodenkom-
VMAB Art.2)                                                                                   petenz bildet zusammen mit der Sachkompetenz den Kern des
                                                                                              allgemein bildenden Unterrichts.
Der allgemein bildende Unterricht vermittelt grundlegende Kompeten-
                                                                                             Die Methodenfreiheit ist gewährleistet, Methodenvielfalt wird ver-
zen zur Orientierung im persönlichen Lebenskontext und in der Gesell-
                                                                                              langt. Die Lehrpersonen verfügen über ein breites Methodenre-
schaft, sowie zur Bewältigung von privaten und beruflichen Heraus-
                                                                                              pertoire.
forderungen.
                                                                                             Die Lernenden erhalten zunehmend grösseren Raum, sich
                                                                                              selbst zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen.
Er bezweckt insbesondere:
                                                                                             Gegenseitige Wertschätzung, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme
       a) die Entwicklung der Persönlichkeit;                                                 und Toleranz prägen die Lernatmosphäre.
       b) die Integration des Individuums in der Gesellschaft;
       c) die Förderung von Fähigkeiten zum Erlernen und Ausüben
          eines Berufes;
       d) die Förderung von wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen
          und kulturellen Kenntnissen und Fähigkeiten, welche die

VerfasserIn: GBC                                          Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                            Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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1.4 Dauer und Stundendotation (VMAB Art.3)                                         1.6 Lernbereich Gesellschaft
Der allgemein bildende Unterricht erstreckt sich über die ganze Dauer                         Der Lernbereich Gesellschaft umfasst die acht Aspekte des
der beruflichen Grundbildung. Die Stundendotation beträgt:                                     Rahmenlehrplanes:
                                                                                               Ethik, Identität und Sozialisation, Kultur, Ökologie, Politik, Recht,
       a) mindestens 240 Lektionen in der 2-jährigen Grundbildung                              Technologie und Wirtschaft.
       b) mindestens 360 Lektionen in der 3-jährigen Grundbildung                             Jeder Aspekt entspricht einem Blickwinkel, unter dem die per-
       c) mindestens 480 Lektionen in der 4-jährigen Grundbildung                              sönliche, berufliche und gesellschaftliche Realität betrachtet
                                                                                               wird. Mit den Themen des SLP werden diese Aspekte konkreti-
1.5 Lernbereich Sprache und Kommunikation                                                      siert.
                                                                                              Es wird thematisch unterrichtet. Der SLP gibt für die einzelnen
Sprachkompetenz wird im allgemein bildenden Unterricht in drei Teil-                           Themen die Leitidee, die Anzahl der Lektionen, die Inhalte, die
kompetenzen entwickelt und gefördert:                                                          konkretisierten Bildungsziele und die Schlüsselbegriffe vor.
                                                                                              Die Schlüsselbegriffe zu den einzelnen Inhalten der Themen gel-
      Rezeptive Sprachkompetenz:                                                              ten im Hinblick auf das Qualifikationsverfahren als verbindlich.
            verbale und nonverbale Kommunikation verstehen
      Produktive Sprachkompetenz:                                                 1.7 Verbindung der beiden Lernbereiche
            wirksam kommunizieren
      Normative Sprachkompetenz:                                                             Der SLP verknüpft die Bildungsziele aus den Lernbereichen
            sprachliche Normen und Konventionen beachten                                       „Sprache und Kommunikation“ und „Gesellschaft“ in allen The-
                                                                                               men.
Im Mittelpunkt der Bildungsziele steht kommunikative Sprachkompe-                             Die Bildungsziele der beiden Lernbereiche sind gleich bedeut-
tenz, wie sie im persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld                       sam.
der Lernenden erforderlich sind.

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2. Ausführungen zum Schullehrplan                                                   2.4 Förderung der übergreifenden Kompetenzen
                                                                                    Die Förderung der Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz bildet zu-
2.1 Die Lernzielformulierungen im SLP                                               sammen mit dem Aufbau und dem Erwerb der Sprach- (Lernbereich
                                                                                    Sprache und Kommunikation) und Sachkompetenz (Lernbereich Ge-
Jeder Lerninhalt eines SLP-Themas wird definiert durch zu erreichende               sellschaft) den Kern des allgemein bildenden Unterrichtes.
konkretisierte Bildungsziele in den Lernbereichen „Gesellschaft“ und
„Sprache und Kommunikation“.                                                        Dabei handelt es sich um übergreifende Fähigkeiten und Fertigkeiten,
                                                                                    derer es zur Bewältigung komplexer, beruflicher wie persönlicher Situa-
2.2 Die Schlüsselbegriffe im SLP                                                    tionen bedarf.

Zu jedem Lerninhalt wird eine Anzahl Schlüsselbegriffe genannt.                     Die konkretisierten Bildungsziele dieser übergreifenden Kompetenzen
Schlüsselbegriffe helfen der Lehrperson, die Intension der konkretisier-            finden sich einerseits in den konkretisierten Bildungszielen der beiden
ten Bildungsziele besser zu erfassen.                                               Lernbereiche wieder. Andererseits werden sie durch die Lehrpersonen
                                                                                    situationsgerecht angewendet. Der Übersicht zu den Methoden- und
Die Lernenden müssen diese Begriffe mit eigenen Worten im Kontext                   Selbstkompetenzen dient eine Tabelle, welche dem SLP beiliegt.
erklären, nicht jedoch jeden einzelnen Begriff exakt definieren können.
                                                                                    2.5 Die zusätzlichen Blickwinkel
Die Schlüsselbegriffe und deren Verständnis bilden zusammen mit der
Intension der konkretisierten Bildungsziele die Grundlage für die Auf -             Der RLP unterscheidet zwischen den zusätzlichen Blickwinkeln Ge-
gaben der Schlussprüfung (SP).                                                      schichte, Gender und Nachhaltigkeit. Diese ermöglichen bei der Be-
                                                                                    handlung eines Themas einen interdisziplinären Zugang.
2.3 Wahlbereich
                                                                                    Der SLP deutet es auf den Themenblättern jeweils farbig hervor-
Die Lehrpersonen verfügen über ein Zeitbudget von 15 % der gesamten                 gehoben an, wenn sich der Einbezug eines zusätzlichen Blickwinkels
Unterrichtszeit für den Wahlbereich. Damit können die einzelnen Unter-              eignet oder aufdrängt.
richtsthemen vertieft oder aber zusätzliche, nicht ans aktuelle Unter-
richtsthema geknüpfte Lernziele verfolgt werden.
Es ist auf die Bedürfnisse der einzelnen Klasse, sowie auf Aktualitäten
verschiedenen Lebensbereiche Rücksicht zu nehmen.

                                                                                    2.6 Zusammenarbeit innerhalb der Berufsfachschule und
                                                                                    den Lernorten

VerfasserIn: GBC                                            Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                       Änderungsdatum: 01. Juni 2021
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Bei Themen, wo sich eine sinnvolle informelle Zusammenarbeit inner-
halb der Berufsfachschule oder zwischen Berufsfachschule und ande-
ren Lernorten (Lehrbetrieb / Überbetriebliche Kurse) anbietet oder gar
aufdrängt, soll diese erfolgen.
Dies kann der Fall sein, wenn sich die Lernenden z.B. Infos über den
Lehrbetrieb beschaffen sollen, welche im Rahmen eines Unterrichts-
themas benötigt werden. Oder wenn sich zeigt, dass in der beruflichen
wie in der allgemeinen schulischen Bildung gleiche Themen bearbeitet
werden, müssen sich die Lehrpersonen zusammentun, um die Lernin-
halte zu koordinieren.

VerfasserIn: GBC                                           Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011   Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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3. Qualifikationsverfahren

3.1 Hinweis: Das Qualifikationsverfahren ABU ist im QMS-Handbuch geregelt.

4. Details zum Schullehrplan

4.1 Was bedeuten die Verben in den Zielformulierungen?
nach Ch. Metzger, Wie lerne ich, Sauerländer 2004

   nennen             Punkte, Gedanken, Argumente, Fakten usw. auf-               zusammenfassen   die Hauptgedanken kurz und gut strukturiert
                       listen                                                                        zusammenstellen, ohne auf Einzelheiten und
                                                                                                     Beispiele einzugehen
   wiedergeben        etwas möglichst nach Lehrbuch usf. darlegen                 unterscheiden    die Unterschiede zwischen Dingen anhand be-
                                                                                                     stimmter Merkmale /Kriterien herausheben
   anwenden           zeigen, wie ein Prinzip, Gesetz usw. in der Pra-            vergleichen      Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Din-
                       xis funktioniert; die Theorie zur Lösung eines                                gen in Bezug auf bestimmte Merkmale / Krite-
                       praktischen Problems beiziehen                                                rien herausarbeiten
   be-/umschreiben    angemessen ausführlich / detailliert in freien              analysieren      etwas in Bezug auf vorgegebene oder selbst
                       Worten oder in der Fachsprache darlegen, wobei                                bestimmte Kriterien auseinander nehmen und
                       nicht eine wortwörtliche Wiedergabe erwartet                                  das Zusammenwirken der Teile zeigen
                       wird, sondern zu zeigen ist, dass man etwas in
                       seine eigene Sprache „übersetzt“ hat
   illustrieren       mit Beispielen veranschaulichen                             kommentieren     kurz diskutieren
   skizzieren         etwas (Ganzes oder Teile) bildhaft darstellen, die          diskutieren      etwas breit und tief und von verschiedenen, oft
                       Teile benennen und in Worten beschreiben                                      kontroversen Standpunkten aus prüfen und
                                                                                                     darlegen; Gründe und Argumente hervorheben
   erklären           etwas deutlich machen, indem man besonders                  belegen          etwas logisch und überzeugend nachweisen
                       das „Wie“ und „Weshalb“ beleuchtet
   interpretieren     die Bedeutung von etwas erklären, die Kernaus-              beurteilen       etwas in Bezug auf gewisse Kriterien werten
                       sagen herausschälen (Text, Grafik), oft verknüp-                              Dies schliesst eine vielseitige Betrachtung mit
                       fen mit einem persönlichen Urteil                                             ein

VerfasserIn: GBC                                          Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                   Änderungsdatum: 01. Juni 2021
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4.2 Kompetenzen mit Beispielen

Sich motivieren (Selbstkompetenz S)
                                                                                             Notizen machen
      eigenen Motivationsstand beurteilen und Massnahmen ergreifen
                                                                                             Informationen nach bestimmten Prinzipien ordnen (Sachstruktur,
       (positiv denken, Erfolgserlebnisse verschaffen, …)
                                                                                              Mind-Map, Kurzzusammenfassung, Cluster, …)
      realistische Ziele setzen, mögliche Schwierigkeiten erkennen,
       Massnahmen ergreifen
                                                                                  Dokumentieren und Präsentieren (M)
                                                                                             Thema wählen/analysieren
Mit der Zeit umgehen (Methodenkompetenz M)
                                                                                             Quellen und Informationen recherchieren, ordnen und beurteilen
      Zeitanalysen durchführen
                                                                                              (Internet, Printmedien, Interview, Umfrage, …)
      Zeit richtig einteilen und regelmässig nutzen
                                                                                             Disposition/Konzept erstellen
      mit Zeit-/Arbeitsplänen arbeiten (HA-Heft, Agenda, Wochen- und
                                                                                             Entwurf/Reinfassung korrigieren und überarbeiten
       Mehrwochenplan)
                                                                                             EDV-Kompetenzen (Grundlagen Word/PowerPoint/
                                                                                              GBC-Drive (Datenplattform)/Internet/E-Mail)
Sich konzentrieren (S)
                                                                                             visualisieren
      Konzentrationsanalysen durchführen
                                                                                             mit versch. Medien umgehen
      innere und äussere Störungen wahrnehmen und ausschalten
                                                                                             Sprache und Körpersprache richtig einsetzen
       (Konzentrationsübungen, Entspannungsübungen, …)
      Arbeitsplatz gestalten
                                                                                  Prüfungen bewältigen (M)
                                                                                             Prüfungssituationen einschätzen, Lernprozess planen, geeignete
Mit Angst und Stress umgehen (S)
                                                                                              Strategien anwenden
      Angst-/Stressanalyse durchführen
                                                                                             Sich während der Prüfung richtig verhalten
      physisch und psychisch gesund bleiben (Warnsignale, positiv
                                                                                             Prüfung nachbereiten
       denken, körperliche Fitness, Ernährung, Schlaf, Entspannungs-
       übungen, …)                                                                           Verantwortung für das eigene Verhalten übernehmen (S/M)
                                                                                             das eigene Verhalten (Umgangsformen, Hauskultur, …), Verste-
                                                                                              hen und Können (Lerntypentest, WLI, …) analysieren und beur-
Informationen gewinnen und verarbeiten (M)
                                                                                              teilen
      Wahrnehmungskanäle situationsgerecht einsetzen
                                                                                             Lernstrategien situationsgerecht einsetzen, kontrollieren und an-
      Form und Aufbau einer Information erkennen
                                                                                              passen
      Lesetechnik
                                                                                             den eigenen Lernprozess lenken
      sich mit neuen Informationen vertieft auseinandersetzen (Esels-
                                                                                             in Gruppen lernen und arbeiten
       brücken, innere Bilder, Verknüpfung mit Vorwissen, …)
                                                                                             mit Konflikten umgehen
      Markieren

VerfasserIn: GBC                                          Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                           Änderungsdatum: 01. Juni 2021
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                            Interner Schullehrplan                                                                                 ABU                  11

4.3 Kompetenzen, Zuteilung der Schulung auf die Semester
Die Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenzen werden im Verlaufe der Lehrzeit entsprechend dem folgenden Raster eingeführt, trainiert und selb-
ständig angewendet. Den Entscheid, mit welchem Thema, Inhalt oder konkretisierten Bildungsziel Kompetenzen geschult werden, liegt im Ermessen
der einzelnen Lehrpersonen, resp. der ABU Teams.

4-jährige Lehre                1.S 2.S 3.S    4.S 5.S 6.S 7.S          8.S

Sich motivieren (S)                           E     T    T      A
                                                                                 3-jährige Lehre               1.S   2.S   3.S     4.S    5.S    6.S
Mit der Zeit umgehen (M)       E    T    T    T     A

Sich konzentrieren (S)         E    T    T    A                                  Sich motivieren (S)                       E       T      A

Mit Angst und Stress um-                                                         Mit der Zeit umgehen (M)      E     T     T       T      A
                               E    T    T    A
gehen (S)
Informationen gewinnen                                                           Sich konzentrieren (S)        E     T     T       A
                               E    T    T    T     T    T      A
und verarbeiten (M)
Dokumentieren und Präsen-                                                        Mit Angst und Stress umge-
                               E    E    T    T     T    T      A                                              E     T     T       A
tieren (M)                                                                       hen (S)
Prüfungen bewältigen (M)       E    T    T    A                                  Informationen gewinnen und
                                                                                                               E     T     T       T      A
                                                                                 verarbeiten (M)
Verantwortung für das ei-                                                        Dokumentieren und Präsen-
gene Verhalten übernehmen      E    T    T    T     A                                                          E     E     T       T      A
                                                                                 tieren (M)
(S/M)
                                                                                 Prüfungen bewältigen (M)      E     T     T       A
                                                                                 Verantwortung für das eige-
(S) = Selbst- und Sozialkompetenz                                                ne Verhalten übernehmen       E     T     T       T      A
(M) = Methodenkompetenz                                                          (S/M)
E = Einführung
T = Training
A = selbständiges Anwenden

VerfasserIn: GBC                                         Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                       Änderungsdatum: 01. Juni 2021
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                                                          Interner Schullehrplan                                                                                                                            ABU                      12

4.4 Zuteilung der Lernreihen S+K zu den Themen Gesellschaft
                                                                                                                                               5      5                                                                4         4
                        Aufträge                                                                            Beschreibung

                                                                                   Produktion mündlich
                                                                                                                                               9      7                                                                8
Rezeption mündlich

                                                                                                                                                                                      Gespräch
                        (nicht explizit erwähnt)                                                            Stellungnahme                     17

                                                                                                                                                            Interaktion mündlich
                                                                                                                                              1      1                                                                 1         1
                        Referat                                9               7                            Präsentation                             11
                                                                                                                                                                                      Interview
                        Präsentation                         12/17                                          Referat                          12/15
                                                             17/18
                                                            2x3/4/5      2x3/4/5                                                              4       4
                        Erzählungen                                        10                               Bericht                                                                   Diskussion                      11         9
                        Berichte                            12/13                                           Zusammenfassung                                                           Debatte
                        TV / Radio                            18
                                                                                                                                               5      5
                        Illustrierte Handlungs-                                                             Kurztexte                         10     8/10                                                              9         7
                                                                                                            (Notiz, Protokoll, Zusammenf.,                                            Rollenspiel
                        anleitung                                          14
                                                                                                            Präs.-Folie, tab. Lebenslauf)
                                                                                                                                              13                                                                      17        13
                                                              20                                                                                                                                                      19
Rezeption schriftlich

                                                                                   Produktion schriftlich
                                                                                                            Bericht

                                                                                                                                                            Interaktion schriftlich
                                                              6/8           6                                                                  9     7                                                                 6         6
                        Grafik                                14           12                                                                 17     14
                                                                                                                                                                                      Brief                           14       12/13
                                                                                                            Beschreibung
                                                                                                                                                                                                                      19
                                                            2x1/2/3      2x1/2/3
                        Sach- und Rechtstexte
                        (Lehrbuchartikel, Bericht,                         10                               Kommentar                        6/11    6/9
                        Kommentar, Reportage, Ge-            13/16        13/14                             Stellungnahme                                                             E-Mail
                        setzestexte, Vertrag, Internet)   17/18/19/20                                                                                                                 Für das Verfassen von E-Mails im Geschäfts-
                                                                                                                                                                                      verkehr ist der gleiche Text-Aufbau wie im Ge-
                                                               2            2
                                                                                                                                                                                      schäftsbrief anzuwenden inkl. Anrede und
                                                             6/7/9         6/7                                                                 7                                      Grussformel.
                        Literarische Texte                    17
                                                                                                            Erörterung                       14/16   12

                                                               1.   Lehrjahr                                                                  10      8                                                                         11
                                                               2.   Lehrjahr
                                                                                                            Fiktive Erzählung                                                         VA - Übung                      15
                        1. Spalte        2. Spalte             3.   Lehrjahr
                        4-jährige        3-jährige             4.   Lehrjahr
                        Lehre            Lehre

VerfasserIn: GBC                                                                                      Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                                                   Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                    Interner Schullehrplan                                                                                                               ABU                   13

4.5 Lernreihen Norm: Grammatik, Orthografie, Stil und Wortschatz
Die Lernreihen Norm werden situativ den einzelnen Lehrplan-Themen zugeordnet.
     Arbeitsbereiche   Grammatik                                          Orthografie                            Wortschatz                                  Stil, Register
                                                                                                                                                             (formelhaft, neutral, freundschaftlich,
Lernfolgen                                                                                                                                                   sehr vertraut,…)
Elementare             Kann in seinen/ihren mündlichen und schriftli-     Kann einige wichtige orthographische   Kann mit einem begrenzten Wort-             Kann unterschiedliche Stile und Regis-
                       chen Texten einfache grammatische Mittel ver-      Regeln korrekt anwenden.               schatz konkrete kommunikative Auf-          ter wahrnehmen.
Sprachverwendung
                       wenden, wobei er/sie Fehler macht, aber den-       Gross- und Kleinschreibung:            gaben mündlich und schriftlich bewäl-       Kann insbesondere in mündlichen
                       noch klar wird, was er/sie ausdrücken möchte.      - Satzanfänge, Eigennamen und          tigen, wobei er/sie noch Fehler macht,      Äusserungen verschiedene Register
 Ende                  Texte: Kann eine Reihe kurzer und einfacher           Nomen                               die das Verständnis beeinträchtigen.        situationsgemäss anwenden.
 1. Lehrjahr           Einzelelemente zu einer linearen, zusammen-        - Anredeformen (Anredepronomen)
                       hängenden Äusserung verbinden.                        in privaten Briefen und in Ge-
                       Wort: 5 Wortarten im Überblick                        schäftsbriefen
                       Satz: Satzgrenzen, Satztypen
                       Texte: (Textsortenspezifische)Textgliederung
Selbständige           Kann in seinen/ihren Texten eine Reihe von         Kann seine/ihre orthographischen       Kann sich mit einem ausreichend             Kann Inhalt und Form seiner/ihrer
                       grammatischen Mitteln korrekt verwenden, wo-       Kenntnisse so korrekt anwenden, dass   grossen Repertoire an Wörtern und           Äusserungen und Mitteilungen variie-
Sprachverwendung
                       bei auch beim Auftreten von Fehlern die Ver-       er/sie wenig Fehler macht.             Wendungen (und manchmal mit Hilfe           ren und damit auf bestimmte Adressa-
                       ständlichkeit nicht beeinträchtigt wird. Texte:    Gross- und Kleinschreibung:            von Umschreibungen) über die meis-          ten und Situationen eingehen.
                       Kann eine begrenzte Anzahl von Verknüp-             - Nominalisierungen, Vokale und       ten Themen des eigenen Alltagslebens
 Ende
                       fungsmitteln verwenden. Längere Beiträge sind          Konsonanten:                       in den verschiedenen Domänen äus-
 3. Lehrjahr
                       sprunghaft.                                         - Dehnung und Schärfung               sern.
                       Wort: Wortfamilien
                       Satz: Satzklammer und Felder, Umstellprobe
                       Text: Textzusammenhang (Kohärenz und
                       Kohäsion)
                       Kann in Texten seine/ihre Kenntnisse der deut-     Kann Orthographie und Interpunktion    Kann in seinen/ihren mündlichen und         Kann seine/ihre Formulierungen der
                       schen Grammatik so anwenden, dass kaum             weitgehend regelkonform anwenden.      schriftlichen Äusserungen zu Themen         Situation und den Adressaten anpas-
                       Fehler entstehen bzw. kann viele Fehler selber     Vokale und Konsonanten:                von allgemeinem Interesse aus einem         sen und sich dabei den jeweiligen
 Ende                  korrigieren.                                       - Gleich und ähnlich klingende Vo-     Spektrum von Ausdrücken und Formu-          Umständen entsprechend angemes-
 4. Lehrjahr           Texte: Kann verschiedene Verknüpfungswörter           kale                                lierungen gezielt wählen und diese          sen ausdrücken.
                       sinnvoll verwenden, um inhaltliche Beziehungen     - Schreibung in Fremdwörtern Re-       Formulierungen variieren.
                       deutlich zu machen.                                   geln der Zeichensetzung
                       Wort: Wortfamilien
                       Satz: Satzklammer und Felder, Weglass- und
                       Erweiterungsprobe
                       Text: Textzusammenhang
Kompetente             Kann auch in längeren mündlichen oder schrift-     Kann die Regeln für Orthographie und   Kann sich mit Hilfe eines grossen           Kann seinen/ihren Stil je nach Adres-
                       lichen Texten ein hohes Mass an grammatikali-      Interpunktion durchgehend korrekt      Wortschatzes präzise ausdrücken.            satenkreis, Textsorte und Thema
Sprachverwendung       scher Korrektheit beibehalten, wobei Fehler        anwenden bzw. sich in Zweifelsfällen   Kann die Alltagssprache und die             gezielt variieren.
                       selten sind und kaum stören.                       selber in geeigneten Nachschlagewer-   Fachsprache aus seinem/ihrem Be-            Kann stilistische Varianten bewusst
 In Einzelfällen       Texte: Kann gut gegliederte und zusammenhän-       ken kundig machen.                     reich vielseitig einsetzten, wobei er/sie   einsetzen.
 anzustrebendes        gende Texte erstellen und dabei eine Vielfalt an   Silbentrennung                         sich der jeweiligen Konnotationen
 Ziel                  Mitteln für die Gliederung und Verknüpfung         Getrennt- und Zusammenschreibung       bewusst ist und dadurch Bedeutungs-
                       sinnvoll einsetzen.                                                                       nuancen deutlich machen kann.
                       Wort: Wortbildung
                       Satz: Satzklammer und Felder, Proben
                       Text: Themenentfaltung

VerfasserIn: GBC                                                            Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                                         Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                   Interner Schullehrplan                                                                                                      ABU                  14

4.6 Strategien

               Aktivitäten Rezeption                                                          Produktion                                      Interaktion

Hinweise
                                 Das eigene Interesse klären:                                 Das eigene Interesse klären:
                                 Kann sich bewusst machen, was und wie viel er/sie            Kann sich bewusst machen, was er/sie wie        Die Interessen klären:
                                 verstehen will (Hauptinhalt, detaillierte oder spezifische   detailliert sagen oder schreiben will.          Kann sich bewusst machen, was er/sie
                                 Informationen).                                                                                              sagen will und was
                                                                                              Die Adressaten mitbedenken:                     die anderen interessieren und nicht inte-
                                 Vorwissen aktivieren und Erwartungen aufbauen:               Kann sich bewusst machen, was die Ad-           ressieren könnte.
                                 Kann das Vorwissen über Inhalte und über die                 ressaten interessiert und nicht interessiert.
                                 Organisation eines vorliegenden Textes oder einer                                                            Sprecherwechsel:
a)                               Äusserung aktivieren und damit eine Erwartung aufbau-        Einüben:                                        Kann das Wort ergreifen, behalten und
Wenn die Aktivitäten laut        en.                                                          Kann bestimmte Ausdrücke, Textanfänge,          abgeben.
Lehrplan (Ziele S+K) ange-                                                                    Überleitungen und Textabschlüsse (u.a.)
wendet werden, soll gleichzei-   Hinweise identifizieren bzw. erschliessen:                   bewusst und vorbereitend einüben.               Kooperieren:
tig den Lernenden die pas-       Kann unbekannte Wörter, Wendungen oder Strukturen                                                            Kann die eigene Äusserung mit der der
sende, nebenstehende Stra-       aus dem Kontext erschliessen.                                Hilfsmittel finden, bereitstellen und nut-      Partner verbinden
tegie bewusst gemacht wer-                                                                    zen:                                            bzw. auf andere Äusserungen Bezug neh-
den.                             Erwartungen/Hypothesen kontrollieren:                        Kann Textvorlagen verwenden, die richtige       men.
                                 Kann die eigenen Erwartungen, Voraussagen und Hy-            Orthographie oder Grammatikregel nach-
b)                               pothesen zum Inhalt und zur Organisation des Textes          schlagen und weitere                            Das Verständnis sichern:
Für die Lehrpersonen kann        überprüfen und, falls nötig, revidieren.                     Nachschlagewerke benutzen.                      Kann nachfragen, ob er/sie richtig verstan-
dieser Raster hilfreich sein,                                                                                                                 den wurde bzw.
um Aufträge an die Lernenden                                                                  Ausprobieren:                                   ob er/sie etwas richtig verstanden hat.
präzise zu formulieren.                                                                       Kann neue Formulierungen bewusst aus-
                                                                                              probieren.                                      Klären:
                                                                                                                                              Kann um Klärung missverständlicher Punk-
                                                                                              Die Qualität der Äusserung prüfen:              te bitten bzw.
                                                                                              Kann Korrekturprogramme anwenden und            Missverständliches klären.
                                                                                              sich
                                                                                              korrigierende Partner organisieren.

                                                                                              Selbstkorrektur:
                                                                                              Kann ‚Lieblingsfehler’ entdecken und diese
                                                                                              selbst korrigieren.

VerfasserIn: GBC                                                         Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                                   Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                   Interner Schullehrplan                                                                                                    ABU                  15

                                     Themennummer: unverbindliche                     Leitidee: Bedeutung und
                                     Reihenfolge innerhalb des Jahres                 Begründung des Themas

Thema 1                 2. Lehrjahr                                           Unser Staat                                Textsorten/ abgedunkelt,           Lektionen 15 / 18
                                                                                                                         wenn gefördert
Leitidee                Damit ein Staat seine Funktionen vollumfänglich wahrnehmen kann, muss er zweckmässig strukturiert sein. Lernende entwickeln Verständnis für den Aufbau und die
                        Aufgaben der verschiedenen Institutionen der drei politischen Ebenen in der Schweiz.
           S+K                                   Rezeption                                               Produktion                       Lektionenzahl  pro Thema mit
                                                                                                                                                       Interaktion
    Gesellschaft          Ethik             Identität u. Sozialisation             Kultur         Ökologie            Politik    Recht    Minimal- und  Maximalangabe
                                                                                                                                               Technologie         Wirtschaft
 Weitere Blickwinkel                              Gender                                                 Geschichte                                     Nachhaltigkeit

Inhalt 1                Demokratie            Besonderes Augenmerk in diesem
                                              Thema, wenn abgedunkelt
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft          Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                                  Schlüsselbegriffe
                       Die Lernenden                                                     Die Lernenden
    nennen die zwingenden Kennzeichen einer Demokratie             P/s/s können Informationen und Argumente aus verschiede-         Kennzeichen der Demokratie: Volkssouveränität,
    unterscheiden 3 Regierungsformen                                nen Quellen zusammenführen und gegeneinander abwägen             Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Pluralismus
    vergleichen exemplarisch die Auswirkungen unter-                (Erörterung) (zu Schlüsselbegriffen)                             Regierungsformen: Demokratie, Diktatur, Monarchie
     schiedlicher Regierungsformen auf das alltägliche Le-                                                                            Hinweise / mögliche Produkte:
     ben
                                                                                                                                      Grundtypen der Demokratie: Direkte Demokratie,
                                                                                    verbindliche, offen formulier-                    Präsidialdemokratie,
                                                                                                                                               VerbindlicheParlamentarische
                                                                                                                                                               Wortschatz-Demokratie
                                                                                                                                                                            /
                      Verbindliche, auf SLP-Stufe
Inhalt 2                  Institutionen
                      abgeleitete    Bildungsziele                                  te Ziele in S+K                                           Begriffserweiterung für Un-
           Konkretisierte Bildungsziele
                      des RLP           Gesellschaft                 Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                   terrichtSchlüsselbegriffe
                                                                                                                                                       und SP (Schlussprü-
                       Die Lernenden                                                      Die Lernenden                                       fung)
    erklären das Prinzip der Gewaltenteilung                        R/s/s können einen längeren literarischen Text verstehen        Staat, Bund, Kantone, Gemeinde, Gewaltenteilung,
    nennen die Institutionen (Regierung, Parlament, Ge-              (Jugendroman, Theaterstück, etc.)                               Regierung, Parlament, Gericht, Föderalismus
     richt) auf den drei politischen Ebenen Bund, Kanton und                                                                          Hinweise / mögliche Produkte:
     Gemeinde                                                                                                                         Besuch Gemeindeversammlung, Grosser Rat, Ge-
                                                                                                                                      richtsverhandlung
 Klammerbemerkungen im Anschluss an die einzelnen konkretisierten Bildungsziele
 Die Begriffe in Klammern sind Erklärungen bzw. Präzisierungen zum vorangehenden Begriff und dienen                                            unverbindlich, kann laufend
 dem besseren Verständnis der konkretisierten Bildungsziele. Sie sind als Lesehilfe für die Lehrpersonen                                       ergänzt oder geändert werden
 gedacht und im Unterricht nicht zwingend zu behandeln.

VerfasserIn: GBC                                                         Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                                 Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                         Interner Schullehrplan                                                                                        ABU                 16

5 Der Schullehrplan
5.1 Die Unterrichtsthemen (mit Lektionenzahlen)
                     4-jährige Grundbildung mit                  3-jährige Grundbildung mit                         2-jährige Grundbildung mit
                 eidgenössischem Fähigkeitszeugnis           eidgenössischem Fähigkeitszeugnis                                 Attest
                 Lehrbeginn                        21 / 24   Lehrbeginn                              21 / 24   Lehrbeginn                             18
   1. Lehrjahr

                 Regeln                            21 / 24   Regeln                                  21 / 24   Regeln                                 18
                 Meinungsbildung                   18 / 21   Meinungsbildung                         18 / 21   Umgang mit Geld                        18
                 Umgang mit Geld                   15 / 18   Umgang mit Geld                         15 / 18   Wohnen                                 18
                 Risiko und Sicherheit             27 / 30   Risiko und Sicherheit                   27 / 30   Zusammenleben                          18
                 Konsum                            15 / 18   Konsum                                  15 / 18    Die 18 Lektionen sind als Maximum gedacht
   2. Lehrjahr

                 Unser Staat                       15 / 18   Zusammenleben                           18 / 21   Meinungsbildung                        18
                 Vorsorge                          12 / 15   Politische Mitbestimmung                18 / 21   Risiko und Sicherheit                  18
                 Kunst und Kultur                   9 / 12   Kunst und Kultur                        15 / 18   Krankheit und Unfall                   18
                 Wirtschaftskreislauf              18 / 21   Wirtschaftskreislauf                    18 / 21   Arbeitswelt                            18
                 Politische Mitbestimmung          15 / 18   Umwelt                                  21 / 24   VA                                     18
                 Globalisierung                    12 / 15   Steuern                                 15 / 18
   3. Lehrjahr

                 Zusammenleben                     18 / 21   Arbeitswelt                             24 / 27
                 Steuern                           15 / 18   Wohnen                                  21 / 24
                 Umwelt                            21 / 24   Vertiefungsarbeit VA                    25 / 28
                 Internationale Organisationen     18 / 21   Vorbereitung Schlussprüfung             12 / 15
                 Kunst und Kultur                   9 / 12   Vorbereitung Schlussprüfung             12 / 15
                 Konjunktur                        12 / 15
   4. Lehrjahr

                 Arbeitswelt                       27 / 30
                 Wohnen                            21 / 24
                 Vertiefungsarbeit VA              25 / 28
                 Vorbereitung Schlussprüfung       12 / 15

Die angegebenen Lektionenzahlen verstehen sich ohne die 15 % Wahlbereich.
Die Themen und deren Inhalte werden von den Lehrpersonen der Allgemeinbildung gemeinsam und regelmässig evaluiert und gegeben enfalls überar-
beitet. Verantwortlich dafür ist der / die Ressortverantwortliche für Allg emeinbildung.

VerfasserIn: GBC                                                      Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                              Änderungsdatum: 12. Mai 2016
5.2 SCHULLEHRPLAN 08 4-JÄHRIGE LEHRE
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                                                    Interner Schullehrplan                                                                    ABU                 18

Themen und Seitenangabe 4-jährige Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis

1. LEHRJAHR ........................................................................................................ 19
   LEHRBEGINN ........................................................................................................... 19
   REGELN ................................................................................................................. 20
   MEINUNGSBILDUNG ................................................................................................. 22
   UMGANG MIT GELD ................................................................................................. 23
   RISIKO UND SICHERHEIT ............................................................................................ 25
2. LEHRJAHR ........................................................................................................ 27
   KONSUM ............................................................................................................... 27
   UNSER STAAT ......................................................................................................... 28
   VORSORGE ............................................................................................................. 29
   KUNST UND KULTUR I ............................................................................................... 30
   WIRTSCHAFTSKREISLAUF ........................................................................................... 31
   POLITISCHE MITBESTIMMUNG .................................................................................... 33
3. LEHRJAHR ........................................................................................................ 34
   GLOBALISIERUNG ..................................................................................................... 34
   ZUSAMMENLEBEN .................................................................................................... 35
   STEUERN ............................................................................................................... 37
   UMWELT ............................................................................................................... 38
   INTERNATIONALE ORGANISATIONEN............................................................................. 40
   KUNST UND KULTUR II .............................................................................................. 42
4. LEHRJAHR ........................................................................................................ 43
   KONJUNKTUR.......................................................................................................... 43
   ARBEITSWELT ......................................................................................................... 44
   WOHNEN .............................................................................................................. 46
   VERTIEFUNGSARBEIT VA UND VORBEREITUNG SCHLUSSPRÜFUNG ....................................... 47

VerfasserIn: GBC                                                                                        Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011   Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                     Interner Schullehrplan                                                                                                        ABU                  19

Thema 1                  1. Lehrjahr                                                            Lehrbeginn                                                      Lektionen 21 / 24
Leitidee                 Der Übertritt von der Schule in die Berufsbildung bringt für die Jugendlichen viele Veränderungen mit sich. Beruflich und ausserberuflich werden neue Anforderungen
                         an sie gestellt. Die Lernenden sollen sich diesen Anforderungen bewusst stellen und die dazu nötigen Kompetenzen entwickeln.
           S+K                                    Rezeption                                               Produktion                                          Interaktion
    Gesellschaft           Ethik             Identität u. Sozialisation             Kultur         Ökologie            Politik      Recht           Technologie               Wirtschaft
Weitere Blickwinkel                                 Gender                                                Geschichte                                        Nachhaltigkeit

Inhalt 1                  Schulisches Umfeld
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft                Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                                Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                                     Die Lernenden
    umschreiben Ziele und Stellenwert der Allgemeinbil-            P/m/e können Informationen über vertraute Themen mit ein-            Allgemeinbildung, Qualifikationsverfahren, Schlüs-
     dung                                                            fachen Mitteln präsentieren (Präsentation) (gegenseitiges            selkompetenzen / Kompetenzdreieck
    kennen die Schule, die Klasse und die Lehrperson (en)           Vorstellen)
                                                                                                                                          Hinweise / mögliche Produkte:
                                                                    I/s/s können sich per E-Mail (named account) und GBC-
                                                                     Drive mit der Klasse und der Lehrperson austauschen                  EDV: Word/Internet/E-Mail/GBC-Drive

                                                                          Eintrittstest Sprachkompetenz Deutsch
Inhalt 2                  Betriebliches Umfeld
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft                Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                                Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                                     Die Lernenden
    lernen ihr berufliches Umfeld kennen                           I/m/s können mit vorbereiteten Fragen ein gesteuertes Inter-
                                                                     view mit dem Berufsbildungsverantwortlichen zum Thema
                                                                     Arbeitsplatz und berufliches Umfeld führen (Interview)               Hinweise / mögliche Produkte:
                                                                                                                                          Kurzdokumentation, Email, SMS, Umfrage, …
                                                                                                                                          EDV: Word/PowerPoint
Inhalt 3                  Rechte und Pflichten
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft                Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                                Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                                     Die Lernenden
    wenden die Hausordnung und das Absenzwesen der                 R/s/e können dem Lehrvertrag Informationen entnehmen,                Schulordnung, Absenzwesen, Lehrvertrag, Ver-
     GBC an                                                          die den Kernbereich betreffen (Lohn, Ferien, Arbeitszeit,            tragspartner, Amt für Berufsbildung, Hauskultur,
    wenden grundlegende gesetzliche Bestimmungen aus                Versicherung, …)                                                     OR, ArG, BBG, Rechte, Pflichten
     OR, ArG und BBG rund um den Lehrvertrag an und                 R/s/e können, mit Hilfestellung, zu Problemsituationen im
                                                                                                                                          Hinweise / mögliche Produkte:
     diskutieren diese                                               Lehrverhältnis die entsprechenden Gesetzesstellen finden
                                                                     und verstehen (Gesetzestexte)

VerfasserIn: GBC                                                          Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                                     Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                     Interner Schullehrplan                                                                                                       ABU                     20

Thema 2                  1. Lehrjahr                                                                Regeln                                                      Lektionen 21 / 24
Leitidee                 Wo Menschen zusammentreffen, macht es Sinn, durch Spielregeln den Umgang mit- und untereinander festzulegen. Einerseits geschieht dies durch moralische
                         Grundsätze, denen wir uns mehr oder weniger freiwillig unterziehen, andererseits hat sich im Laufe der Zeit ein Ordnungs- und Regelwerk entwickelt, das unsere
                         Gesellschaft als sinnvoll betrachtet und als allgemein verbindlich erklärt (Gesetze).
                         Wenn wir uns in dieser im Zeitverlauf gewachsenen Ordnung nicht einzufügen bereit sind, werden wir anecken oder müssen sogar mit Konsequenzen rechnen.
           S+K                                    Rezeption                                               Produktion                                         Interaktion
    Gesellschaft             Ethik           Identität u. Sozialisation             Kultur         Ökologie            Politik      Recht          Technologie                Wirtschaft
Weitere Blickwinkel                                Gender                                                 Geschichte                                       Nachhaltigkeit

Inhalt 1                    Aufgaben des Rechts
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft                Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                                Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                                    Die Lernenden
    erklären die Notwendigkeit des Rechts zur Schaffung            R/s/s können einen stufengerechten (ev. literarischen) Text         Recht, Moral, Rechtsstaat (Gleichheit, Gerechtig-
     von Gerechtigkeit (rechtsstaatliche Ordnung) in unserer         verstehen.                                                          keit, ...), Willkürstaat, Entscheidungsmuster
     Gesellschaft
    unterscheiden verschiedene Entscheidungsmuster und
     diskutieren diese an Fallbeispielen
                                                                                                 Hinweise / mögliche Produkte:
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                                                                                                 leks
                                                                                                 Bibel: Salomonische Urteil / A. Andersch: Hörspiel Fahrerflucht / F. Dürrenmatt:: Das Ver-
                                                                                                 sprechen
                                                                                                 Erklärung zu „Entscheidungsmuster“: unterschiedliche Verhaltensweisen auf Grund des
                                                                                                 persönlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrundes

VerfasserIn: GBC                                                          Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                                    Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                    Interner Schullehrplan                                                                                     ABU                   21

Inhalt 2                  Anwendung des Rechts
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft       Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation     Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                               Die Lernenden
    wenden Gesetzestexte auf Fälle, die Jugendliche be-                                                              Gesetz, Zivilprozess, Strafprozess, öffentliches und
     treffen können, an                                                                                               privates Recht, Jugendstrafrecht, ZGB, StGB
    unterscheiden den Zivil- und den Strafprozess                                                                    Hinweise / mögliche Produkte:

                                                                                                                      Wahlbereich:
                                                                                                                      Strafrecht
Inhalt 3                  Handlungsfähigkeit
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft         Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation   Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                             Die Lernenden
    beschreiben die Stationen auf dem Weg zur Hand-         R/s/s können Informationen aus dem Gesetz verstehen     Rechtsfähigkeit, Urteilsfähigkeit, Mündigkeit, be-
     lungsfähigkeit und erklären deren Bedeutung für das                                                              schränkte / volle Handlungsfähigkeit, Handlungsun-
     eigene Leben                                                                                                     fähigkeit
    wenden juristische Normen aus dem ZGB an konkreten                                                               Hinweise / mögliche Produkte:
     Fallbeispielen an

VerfasserIn: GBC                                                  Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                         Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                     Interner Schullehrplan                                                                                                       ABU                  22

Thema 3                  1. Lehrjahr                                                          Meinungsbildung                                                  Lektionen 18 / 21
Leitidee                 Die Informationsflut, der wir alle unausweichlich ausgesetzt sind, prägt unser Denken und Handeln. Lernende erkennen Medien als eine Macht im Staat. Sie lernen die
                         durch Medien angewandten Strategien zur Beeinflussung und Manipulation von Menschen zu durchschauen und sehen dadurch die Medien als Nutzen und Gefahr
                         zugleich. Das Thema hilft Lernenden einen Weg im Umgang mit Medien zu finden. Sie begegnen in diesem Zusammenhang verschiedenen massgebenden Interes-
                         sensgruppen.
           S+K                                    Rezeption                                                Produktion                                        Interaktion
    Gesellschaft           Ethik              Identität u. Sozialisation             Kultur         Ökologie            Politik    Recht           Technologie               Wirtschaft
Weitere Blickwinkel                                 Gender                                                 Geschichte                                      Nachhaltigkeit

Inhalt 1                  Medien
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft                 Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                              Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                                      Die Lernenden
    zählen verschiedene Medien auf                                  R/m+s/s können Methoden, welche Massenmedien (Zei-                 Medieninformation, Medienmanipulation, Mei-
    unterscheiden zwischen Medieninformation und Medi-               tung, Radio, TV, Internet) einsetzen, unterscheiden und die        nungsäusserungsfreiheit, Meinungsbildung, Mas-
     enmanipulation und beurteilen ihren persönlichen Um-             mögliche Absicht, die damit verfolgt wird, erkennen (Berich-       senmedien, Pressefreiheit
     gang mit Medien                                                  te, TV, Radio) und
                                                                                                                                         Hinweise / mögliche Produkte:
    beschreiben die Bedeutung der Meinungsäusserungs-               können Informationen aus diversen Medien verstehen (Print-
                                                                                                                                         Ausdrucksformen der Massenkultur als Gegen-
     freiheit und der Pressefreiheit in einer Demokratie             und elektronische Medien)
                                                                                                                                         satz zur „Hochkultur“ oder elitären Kultur, Bsp:
                                                                      R/m/e können sich mittels Erzählungen von Zeitzeugen eine         Tausendfache Reproduktion von Monalisa
                                                                       eigene Meinung bilden (Erzählung) (verschiedene Blickwin-
                                                                                                                                         Migrationsfilm „Eigentlich wollten wir nicht lange
                                                                       kel, wahr-unwahr, Aussagekraft)                                   bleiben“
Inhalt 2                  Interessengruppen
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft                 Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                              Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                                     Die Lernenden
    geben die Absichten verschiedener Interessengruppen             R/s/s können visuelle Merkmale auf Web-Seiten erkennen             Parteien, Regierungsparteien, Verbände, Gewerk-
     wieder und diskutieren Interessenkonflikte                       und benennen (Internet) (Seiten von Interessengruppen und          schaften, Interessengruppen, Lobby, Interessen-
    unterscheiden die Regierungsparteien nach bestimmten             Regierungsparteien)                                                konflikte
     Merkmalen                                                                                                                           Hinweise / mögliche Produkte:
    vergleichen ihren eigenen politischen Standpunkt zu                                                                                 Portrait
     aktuellen Themen mit demjenigen unterschiedlicher In-
                                                                                                                                         EDV: PowerPoint/Internet
     teressengruppen

VerfasserIn: GBC                                                           Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                                   Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                       Interner Schullehrplan                                                                                                      ABU                23

Thema 4                  1. Lehrjahr                                                         Umgang mit Geld                                                   Lektionen 15 / 18
Leitidee                 Die Lernenden erwirtschaften ihr erstes eigenes Geld und sollen sich mit ihren Finanzen bewusst auseinandersetzen.
                         Sie lernen die nötigen Kompetenzen, um ihr Geld selbstverantwortlich zu kontrollieren und angemessen auf "Misswirtschaft" zu reagieren.
           S+K                                    Rezeption                                               Produktion                                        Interaktion
    Gesellschaft             Ethik           Identität u. Sozialisation             Kultur         Ökologie            Politik     Recht           Technologie               Wirtschaft
Weitere Blickwinkel                                Gender                                                 Geschichte                                      Nachhaltigkeit

Inhalt 1                    Budget
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft                Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                               Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                                    Die Lernenden
    erstellen ein Budget                                           I/m/e können auf einfache Art ein Gespräch zum Thema                Budget, Fixkosten, variable Kosten, Budgetkontrolle
    zählen Möglichkeiten auf, ihr Budget im Gleichgewicht           „Umgang mit Geld“ führen
                                                                                                                                         Hinweise / mögliche Produkte:
     zu halten                                                                                                                           Couvertbuchhaltung, Kassabuch
    beschreiben ein geeignetes Instrument zur Kontrolle
                                                                                                                                         iconomix: Budgetspiel / Zeitung „Du und das Geld“ /
     von Einnahmen und Ausgaben
                                                                                                                                         Spiel „BOB“ (Geld und Tausch) / Baustein „Sparen“
Inhalt 2                    Schulden
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft                Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                               Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                                    Die Lernenden
    beschreiben den Ablauf einer Betreibung in den Grund-          R/m/s können die Hauptaussagen und wichtige Einzelinfor-            Schulden, Mahnung, Betreibung, Zahlungsbefehl,
     zügen                                                           mationen von Sendungen verstehen                                    Rechtsvorschlag, Schuldensanierung
    diskutieren die Ursachen von, den Umgang mit und                                                                                    Hinweise / mögliche Produkte:
     Folgen von Schulden                                                                                                                 Schulden / Schuldenfalle, Kreditkarten, Kundenkar-
                                                                                                                                         ten, Werbung, Gender – mit unterschiedlichen
                                                                                                                                         Motivationen für Schuldenrisiko, verschiedene
                                                                                                                                         Auswirkungen von Schulden, Reflexion zum eige-
                                                                                                                                         nen Umgang mit Geld

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VerfasserIn: GBC                                                          Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                                    Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                    Interner Schullehrplan                                                                                    ABU                   24

Inhalt 3                  Bargeldloser Zahlungsverkehr
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft       Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                     Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                           Die Lernenden
    erklären den bargeldlosen Zahlungsverkehr             P/m/s können einen Sachtext selbständig zusammenfassen.   Sparkonto, Lohnkonto, Zins, E-banking, Kreditkarte,
                                                                                                                      Debitkarte, Check
                                                                                                                      Hinweise / mögliche Produkte:
                                                                                                                      Wahlbereich:
                                                                                                                      Geldanlagen / persönliche Rolle analysieren

VerfasserIn: GBC                                               Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                           Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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                                     Interner Schullehrplan                                                                                                       ABU                     25

Thema 5                  1. Lehrjahr                                                      Risiko und Sicherheit                                                 Lektionen 27 / 30
Leitidee                 Der Weg zum Erwachsensein verlangt vom Jugendlichen mehr und vielfältige Entscheidungen, was eine erhöhte Selbstreflexion voraussetzt. Die Lernenden sollen
                         die wachsende Verantwortung sowohl im Privatleben als auch im Berufsalltag bewusst wahrnehmen und die damit verbundenen Möglichkeiten und Wirkungen ab-
                         schätzen können.
                         Die Gesundheit ist eine grundlegende Ressource für die Leistungsfähigkeit im Alltag. Die Lernenden setzen sich mit dem notwendigen Versicherungsschutz gegen
                         Krankheit und Unfall und den entsprechenden Kostenfolgen in diesen Bereichen auseinander.
           S+K                                     Rezeption                                               Produktion                                       Interaktion
    Gesellschaft           Ethik                Identität u. Sozialisation             Kultur         Ökologie            Politik   Recht          Technologie                Wirtschaft
Weitere Blickwinkel                                   Gender                                                 Geschichte                                    Nachhaltigkeit

Inhalt 1                  Solidaritätsprinzip
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft                    Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                           Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                                        Die Lernenden
    erklären das Solidaritätsprinzip                                                                                                   Solidaritätsprinzip, Personen-, Sach- und
    unterscheiden 3 Versicherungskategorien unter Einbe-                                                                               Haftpflichtversicherungen
     zug des Kriteriums obligatorisch bzw. fakultativ, indem                                                                            Hinweise / mögliche Produkte:
     sie diesen gängige Versicherungen zuordnen                                                                                         NBU, BU, KK, Hausrat-, Diebstahl-, Privathaft-
                                                                                                                                        pflichtversicherung usw.
Inhalt 2                  Haftung
           Konkretisierte Bildungsziele Gesellschaft                   Konkretisierte Bildungsziele Sprache und Kommunikation                            Schlüsselbegriffe
                        Die Lernenden                                                        Die Lernenden
    nennen Gründe, die zur Haftpflicht führen und leiten              R/m/s können die Hauptaussagen und wichtige Einzelinfor-        Risiko, Sicherheit, Haftpflicht, Haftpflichtversiche-
     daraus mögliche Konsequenzen ab                                    mationen einer TV-Sendung verstehen (Berichte, TV, Ra-          rung, Bonus-Malus, Regress, Erst-, Zweit- und
    beschreiben die Grundsätze der Haftpflichtversicherung             dio) (Unfallfolgen, Rasen, Alkohol am Steuer o.Ä.)              Drittperson
                                                                                                                                        Hinweise / mögliche Produkte:
                                                                                                                                        OR 41, unerlaubte Handlung, Haftpflichtgründe:
                                                                                                                                        Absicht, Fahrlässigkeit, Verletzung einer Sorgfalts-/
                                                                                                                                        Unterhaltspflicht, Betrieb von Motorfahrzeugen

VerfasserIn: GBC                                                             Erstellungsdatum: 1. Oktober 2011                                                 Änderungsdatum: 12. Mai 2016
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