Auslandsmobilität barrierefrei gestalten - NA DAAD

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Auslandsmobilität barrierefrei gestalten - NA DAAD
Auslandsmobilität barrierefrei
gestalten

Teil I
Möglichkeiten der Sonderförderung
Anna Rupprath, NA DAAD
Christina Bohle, Philipps-Universität Marburg
Bianca Köndgen, Friedrich-Alexander-
Universität Erlangen-Nürnberg
Oleksii Isakov, Europa-Universität Viadrina
Frankfurt (Oder)

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Auslandsmobilität barrierefrei gestalten - NA DAAD
Erasmus+ Mobilität
Sonderförderung

Ablauf
• Sonderförderung aktuell
• Fragen an NA
• Outgoing-Mobilität mit Special Needs
• Q&A
• Incoming-Mobilität mit Special Needs
• Q&A
• Abschließende Diskussionsrunde

                                                                                    2
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Auslandsmobilität barrierefrei gestalten - NA DAAD
Erasmus+ Mobilität
Sonderförderung

Fragerunden und Chat
•    Nutzen Sie den Chat für Anregungen, Kritik und Ihre Fragen an die Referenten.
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•    Ordnen Sie Ihre Fragen ein / zu:
     Frage an Nationale Agentur: #NA
     Frage an Experten: #Experten
     Frage zur Förderung: #Förderung
     Frage zu Incoming Mobilitäten: #incoming
     Frage zu Outgoing Mobilitäten: #outgoing

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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Auslandsmobilität barrierefrei gestalten - NA DAAD
Wir wollen Sie gern besser kennenlernen!
Kurze Umfrage

✓ Haben an Ihrer Hochschule schon
  Studierende mit Special Needs am
  Erasmus+ Programm teilgenommen?

✓ Falls Ihre Antwort „Ja“ war:
    ❖ Haben Sie Studierende mit Special Needs
      bei einer Mobilität im Ausland gefördert
      (Outgoing)?
    ❖ Haben Sie Studierende mit Special Needs
      während ihres Erasmus+ Aufenthalts an
      Ihrer      Hochschule unterstützt
      (Incoming)?

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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Erasmus+ Mobilität
Sonderförderung

Wer kann in der Sonderförderung unterstützt werden?

                                                  Studierende mit               Teilnehmende
                 Studierende mit
                                                    Behinderung                mit Behinderung
                       Kind
                                                      (GdB 30)                     (GdB 50)

                                              •     SMS und SMP               •     SMS, SMP, STA,
             •     SMS und SMP
                                                                                    STT
                                              •     Top-up
             •     Top-up
                                                                              •     „real costs“
                                              •     103 und 107
             •     103 und 107
                                                                              •     103 und 107

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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Gültig für Call 2018, 2019
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Erasmus+ Mobilität
Social Top-up für Studierende

Social Top-up für Studierende mit Behinderung (ab GdB 30)

      ➢ Festgelegter Zuschuss von 200 Euro/Monat unabhängig von der Ländergruppe

      ➢ Nachweis GdB durch Ausweis oder Bescheid Landessozialamt,
        incomer durch ärztliches Attest

Social Top-up für „Studierende mit Kind(ern)“

      ➢ Festgelegter Zuschuss von 200 Euro/Monat unabhängig von der Ländergruppe
        und der Anzahl der Kinder

      ➢ Beantragung auch bei Mitreise des Partners möglich;
        eine Doppelförderung des Kindes ist auszuschließen.

      ➢ Werden beide Elternteile bei Mitnahme von mind. zwei Kindern gefördert,
        können beide das Social Top-up beantragen.

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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Gültig für Call 2018, 2019
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Erasmus+ Mobilität
Social Top-up

       ➢ Kennzeichnung im Mobility Tool+

       ➢ Hinweis zum Grund der zusätzlich Förderung durch Top-up (GdB bzw. „Eltern mit
         Kind“) im Feld „Overall Comments“:

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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Gültig für Call 2018, 2019
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Erasmus+ Studierendenmobilität
Social Top-up

             ACHTUNG - Nur ein Top-up möglich!

Beispiel: Eine Studierende geht mit 2 Kindern für 2 Monate zum Praktikum nach Italien.

Wegfall des Top-up für SMP über 105 EUR
Monatliche Rate: 390 € + 200 € = 590 €
Fördersumme gesamt: 1.180 €

Anzeige Top-up SMP ohne Berechnung

                                                                                                                      8
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Erasmus+ Mobilität
Entwicklung Geförderte mit Social Top-up

                                                   Social Top up
                     140
                                                                                           126

                     120
                                                                          104
                     100
      Teilnehmende

                                                                                     77
                     80                                70
                                     63
                                                                                            55
                     60
                                     40                                    39        38
                     40
                                                       24
                     20

                      0
                                    2014            2015                  2016      2017   2018
                                                            Antragsjahr

                                               GdB30         Studierende mit Kind

                                                                                                  9
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Kurze Umfrage

Womit könnte man Ihrer Meinung nach die Förderung von
Teilnehmenden mit einem GdB ab 30 und von Studierenden
mit Kind verbessern

    ❖ Social Top-up erhöhen
    ❖ Langantrag für Teilnehmende mit GdB30 einführen
    ❖ Langantrag für Studierende mit Kind einführen

                                                                                    10
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Gültig für Call 2018, 2019
                                                                                             und 2020
Erasmus+ Mobilität
„special needs“

➢ Individualantrag („Langantrag“) 2 Monate vor Beginn für SMS/SMP/STA/STT

➢ Ab GdB 50 (Nachweis durch Ausweis bzw in 107 ein Äquivalent)

➢ Mögliche Förderung der auslandsbedingten Mehrkosten bis zu 10.000 EUR

➢ Abrechnung / Aufbewahrung der Originalbelege durch antragstellende Hochschule

➢ Unterzeichnung Antrag (Vergleichsrechner) durch Erasmus+ Koordinator

➢ Kennzeichnung Mobility Tool+ (MT+)

➢ Eingabe der Gesamtfördersumme in das automatisch
     aktivierte Feld
                                                                                                                 11
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Gültig für Call 2018, 2019
                              und 2020
Erasmus+ Mobilität
Langantrag

                                                  12
Erasmus+ Mobilität
Entwicklung Langanträge (GdB50)
                                                              Langanträge
                    18                                                                                          120.000 €

                    16
                                                                                               103.606 €
                                                                                                                100.000 €
                    14

                    12                                                                                          80.000 €
     Teilnehmende

                                                            72.751 €
                    10                  67.841 €
                                                                                                                60.000 €
                     8                             16                  16                                  16
                                                                                          13
                     6                                                                                          40.000 €

                     4                                                         29.455 €
                         23.387 €
                                                                                                                20.000 €
                                    5
                     2

                     0                                                                                          0€
                                2014           2015                 2016               2017            2018
                                                                Antragsjahr

                                                        Teilnehmende Ges.     Budget Ges.

                                                                                                                            13
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Gültig für Call 2018, 2019
                                                                                             und 2020
Erasmus+ Mobilität
Erfassung von „Disadvantaged background“ in MT+
unabhängig von der Sonderförderung

                                                                                                                 14
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Erasmus+ Mobilität
Vorbereitende Reisen für schwerbehinderte Studierende
                                               Ziel:
                       Vorbereitung einer Auslandsmobilität (SMS oder SMP);
                                    Erkundung der Bedingungen vor Ort

➢ Voraussetzung: verbindliche Förderzusage seitens der Hochschule gegenüber dem
  Studierenden liegt vor; GdB 50 nachgewiesen (Ausweis)

➢ Umfang der Förderung: Reisekostenunterstützung ohne Versicherungsschutz für
  Teilnehmer sowie höchstens eine Begleitperson nach länderbezogenen Pauschalen

➢ Auszahlung: nach der Mobilität, wenn Nachweis der entsendenden Einrichtung vorliegt,
  dass die Reise stattgefunden hat

➢ Informationen hierzu auf unserer Homepage

                                                                                         15
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Umsetzung von Mobilitäten mit Special Needs
Überlegungen zur Prozessgestaltung

Ziel
Den gleichen Zugang zum Erasmus+ Programm für Studierende mit Behinderung/en
und/oder chronischer Erkranung zu gewährleisten
➢ Zugang zu Förderung mit Sondermitteln
Herausforderungen
▪ Die Zielgruppen zu erreichen
▪ Erforderliches Wissen zu etablieren
▪ Die Abläufe zielgruppengerecht zu gestalten
▪ Die Prozesse an der HEI umsetzbar zu halten

                                                                                    16
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Umsetzung von Mobilitäten mit Special Needs
Überlegungen zur Prozessgestaltung

Wichtig für eine erfolgreiche Mobilität:
✓ Rollen und Verantwortlichkeiten in den einzelnen Phasen klären
✓ Ansprechpartner identifizieren
✓ Studierende, Partnerhochschule und die Stellen an der eigenen HEI aktiv
  ansprechen
✓ Erforderliches Wissen aneignen
✓ Mobilitäten frühzeitig planen und begleiten

➢ Jede Mobilität ist ein Einzelfall
➢ Dennoch können verläßliche Prozesse etabliert werden

                                                                                    17
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Möglichkeiten der Sonderförderung
Umsetzung von Mobilitäten mit Special Needs

 Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis

                             – OUTGOING –
 Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

                                                                                     18
 NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Outgoing – Checkliste Before
Vorbereitung generell – Suche und Bereitstellung von Informationen für die Pre-Bewerbungsphase
Studierende/r                                    Heimathochschule                                  Gasthochschule
Recherche:                                       Grundlegend:                                      • Informationen über verfügbare
                                                                                                     Strukturen, Ansprechpartner etc.
•   Erfahrungsberichte anderer Behinderter       •   AAA: Department-Koordinatoren,                  generell zusammenstellen online
    Studierender                                     Behinderten-beauftragte, Studienberater,        und publizieren, ggf. an alle
•   Grundinfos zum Erasmus-Programm                  Studierenden-vertretung, Fachschaften als       Partnerhochschulen versenden
    sammeln                                          Multiplikatoren hinweisen auf Möglichkeiten   • - ggf. Interne Arbeitsgruppe
•   Besuch von Infoveranstaltungen                   der Sonderförderung und Grundinfos              etablieren
•   Kontakt zur Studierendenvertretung, insb.        bereitstellen (Email, Internet);
    AG für Diversity o.ä.
•   Kontakt zum Behindertenbeauftragten
    (Studienberatung)                            Optional:

                                                 •  AAA: Informationsveranstaltungen planen
                                                    und durchführen speziell für Studierende
                                                    mit Special Needs, in Zusammenarbeit mit
                                                    Behindertenbeauftragten oder Diversity-
                                                    Office, im Falle von ST mit der
                                                    Behindertenvertretung
                                                 • AAA: Infos zur Special Needs-Förderung
                                                    ein generelle Präsentation zu
                                                    Auslandsaufenthalten einbauen
                                                 • - AAA: Nutzung Social Media zur
                                                    Verbreitung von Informationen
                                                 Zusammenstellung von Liste mit geeigneten
                                                 Partnerhochschulen aus Erfahrungswerten,
                                                 Ausgabe auf Anfrage

                                                                                                                                        19
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Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Outgoing – Checkliste Before

                                                                   Vor dem Aufenthalt
                  Studierende/r                               Heimathochschule                    Gasthochschule
                                                     BERATUNGSPHASE Intern
                                   Intern: Huhn oder EI??                               Gasthochschule
Eigene Hochschule über Sonderbedarf           AAA und Department-Koordinator/in:
informieren, um eine erfolgreiche Mobilität   Kandidat/in über Austauschoptionen
planen zu können                              informieren und geeignete Möglichkeiten
                                              identifizieren, entsprechend beraten
                                              AAA: Klären, ob Langantrag notwendig.
Kontakt zur Gasthochschule aufnehmen,         Kontakt mit prospektiver Gasthochschule   Informationen über verfügbare
voraussichtlichen Unterstützungsbedarf        aufnehmen, soweit von Studierendem/r      Strukturen, Ansprechpartner etc. zur
kommunizieren                                 erlaubt, Informationen für die            Vorbereitung des individuellen
                                              Aufenthaltsvorbereitung bereitstellen     Aufenthalts zusammenstellen

                                                                                                                               20
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Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Outgoing – Checkliste Before
                                                                   Vor dem Aufenthalt
  Studierende/r                               Heimathochschule                                   Gasthochschule
                        BEWERBUNGSPHASE INTERN - FINANZMITTEL
  Option A) kein Langantrag
  Einreichung Behindertenausweis bei AAA      Prüfung Behindertenausweis; Grant
                                              Agreement mit Sonderförderung frühzeitig
                                              erstellen; Überweisung Sondermittel vorab;
                                              Mittelbeantragung mit Zwischenbericht
  Option B) Langantrag
                                              Erforderliche Unterlagen zur Kalkulation des
                                              Bedarfs und zur Beantragung der Sondermittel
                                              zur Verfügung stellen
  In DE: Kontakt zu KV, Sozialträgern;        Unterstützung bei der Zusammentragung der
  Im Zielland Kontakt zu Sozialverbänder und  Information, wenn nötig Recherche                  Wohnheimverwaltung
  Wohnheimen, Recherche auf Wohnungs-                                                            24h-Betreuung
  markt, ggf. Suche nach Betreuungspersonen
                                OPTIONAL: Vorbereitende Reise
  Informationen zusammentragen                Über Option informieren; Antrag bei NA DAAD;
                                              Bei Bewilligung Auszahlung Fördermittel und
                                              Abrechnung
  Erstellung oder Anpassung Langantrag        Prüfung des Antrags, Weiterleitung an NA;
                                              nach erfolgreicher Mittelbewilligung: Erstellung
                                              oder Aktualisierung Grant Agreement;
                                              Auszahlung Sondermittel vorab

                                                                                                                      21
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Outgoing – Checkliste Before
                 Studierende/r                               Heimathochschule                   Gasthochschule
                                                   PLANUNGSPHASE KONKRET
                                                                                    Kontakt zu anderen relevanten
                                                                                    Stellen/Akteuren herstellen:
                                                                                    Gleichstellungs-/ Behinderten-
                                                                                    beauftragte; Fachbereiche;
                                                                                    Sprachenzentrum
                                                                                    Möglichst frühzeitig den Aufenthalt
                                                                                    vorbereiten und erforderliche
                                                                                    Unterstützungs- und Integrations-
                                                                                    maßnahmen planen
 Anreisedatum kommunizieren                                                         Anreise organisieren (abhängig von
                                                                                    Bedarf): evtl. Transport, persönliche
                                                                                    Assistenz

                                                                                    Integration in Orientierungsprogramm
                                                                                    gewährleisten: evtl. persönliche/n
                                                                                    Tutor/in, Wege/Transport planen;
                                                                                    barrierefreien Zugang zu Aktivitäten

 Teilnahme am Sprachkurs an Zieleinrichtung                                         Integration in vorbereitenden
 planen und Bedarfe kommunizieren                                                   Sprachkurs: evtl. Übersetzungen der
                                                                                    Lehrmaterialien; evtl. Studienassistenz

 Studienplan frühzeitig planen und Special     Beratung und Vorbereitung OLA        Semesterprogramm planen: Kontakt zu
 Needs (Zugang an Zieluni) kommunizieren       (Fachbereich/Department)             Lehrenden; Zugang zu Unterrichts-
                                                                                    räumen und Lehrmaterialien; evtl.
                                                                                    Übersetzungen; evtl. Studienassistenz;

                                                                                                                              22
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Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Outgoing – Checkliste During

                                                            Während des Aufenthalts

                 Studierende/r                                     Heimathochschule                            Gasthochschule
Ggf. Beteiligung an Blogs oder Social Media der       Anfrage an Studierende/n, ob er/sie für Blog
Heimatuniversität                                     der eigenen Hochschule zur Verfügung steht.
                                                      Nachfrage, ob Ankunft und erste Schritte
                                                      problemlos verlaufen sind
Ggf. nach weiterer Hilfe fragen                                                                      Ggf. Betreuungsmaßnahmen
                                                                                                     anpassen
Prüfungsbedingungen erfragen                                                                         Nachteilsausgleich für Prüfungen
                                                                                                     organisieren
Belege sammeln über Ausgaben

                                                                                                                                        23
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Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Outgoing – Checkliste After

                                                                    Nach dem Aufenthalt
                       Studierende/r                                            Heimathochschule                                           Gasthochschule

Belege und Gesamtabrechnung einreichen                     Abrechnung prüfen, Belege prüfen, Versand Dokumente an        Ggf. Best-Practice Beispiel als Testimonial
                                                           DAAD; nach Prüfung Ergebnis an Studierenden                   publizieren
Erfahrungsbericht einreichen

                                                           Anfrage an Studierende/n, ob er/sie für Testimonials für NA
                                                           DAAD oder eigene Hochschule zur Verfügung steht.

                                                           Anfrage, ob Studierende/r für interne Infoveranstaltungen
                                                           zur Verfügung steht

                                                                                                                                                                       24
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Ehemalige Geförderte berichten

                                    Gespräch mit der Studentin Sarah Stumpe
                                                          Cork University, Irland

                                                                                     25
 NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Möglichkeiten der Sonderförderung
Umsetzung von Mobilitäten mit Special Needs

Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis

                            – INCOMING –
Philipps-Universität Marburg/Europa-Universität Viadrina Frankfurt
(Oder)

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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Incoming – wichtige Schritte vor dem Aufenthalt

✓ Generell vor der Nominierung: Absprachen mit der Partnerinstitution bzgl.
  möglicher Aufnahme der Austauschstudierenden mit Special Needs und
  Definition der Zielgruppen
✓ Interne Absprachen an der HEI wegen vorhandener Betreuungsstrukturen und
  genauer Aufteilung der Zuständigkeiten
✓ Nominierung: möglichst klare Definition des Sonderbedarfs → Einschätzung des
  zusätzlichen Aufwandes und der erforderlichen Unterstützungsleistungen
✓ Direkter Kontakt mir der/dem Studierenden vor der Mobilität
✓ Klärung der Versicherungseinzelheiten
✓ Koordinationsarbeit zwischen der/dem Studierenden und verschiedensten
  Stellen vor Ort (Studierendenwerk, Barrierefrei-Beratungsstelle, Lehrstühle,
  Trainer*innen, Assistenzen…)
✓ Genaue Absprachen zu Anreise, Unterkunft und den ersten Wochen an der HEI
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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Incoming – Begleitung der Mobilität

✓ Ankunft individuell planen (etwa Transport vom Flughafen/Bahnhof und
  Unterbringung klären)
✓ Erhöhter Aufwand bei den bürokratischen Abläufen: Anmeldung,
  Immatrikulation, ggf. Eröffnung des Bankkontos (Unterschriftsberechtigung) usw.
 o Evtl. zusätzliche Tutor/in nötig, Zeit einplanen
✓ Erhöhter Beratungs- und Betreuungsbedarf innerhalb des ersten Monats der
  Mobilität: Eingewöhnung vor Ort, Kennenlernen des Campus, ggf.
  Mobilitätstrainings, Kursauswahl, Unterstützung bei der Kommunikation mit
  Dozierenden…
✓ Der Gesamtaufwand verringert sich ab dem zweiten Monat der Mobilität und
  steigt erneut bei der Prüfungsphase

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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Incoming – Abschluss des Aufenthalts und Nachbereitung

✓ Abschließendes Gespräch mit der/dem Studierenden und den anderen
  Beteiligten, gern mit Rückmeldung zur gesamten Betreuung und
  Verbesserungsvorschlägen
✓ Vorbereitung und Begleitung der Abreise, z.B. bei Bedarf Hilfe beim Auszug und
  Begleitung zum Flughafen/Bahnhof

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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Mobilität mit Special Needs – aus der Praxis für die Praxis
Besonderheiten der Mobilität mit Partnerländern

➢ Die aufnehmende HEI übernimmt auch alle Abwicklungen bei der Beantragung
  von Sondermitteln, derer Abrechnung und Berichtserstattung
➢ Bedarfskategorien, Belege etc. sind unterschiedlich (z.B.: kein GdB)
➢ Längere Anreise und Visumsangelegenheiten
➢ Sprachliche und kulturelle Barrieren größer als innerhalb der EU
➢ Ggf. deutliche Unterschiede in den Betreuungsmethoden und dem Grad an
  Selbständigkeit der Person mit Special Needs
➢ Manche Bedarfe können nicht unbedingt abgedeckt werden (z.B. Grenzen der
  Übersetzungen in Braille oder Gebärdensprache)

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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Mobilität mit Special Needs
Sprechen Sie darüber! – Sichtbarkeit und Verbreitung
✓ Wenn möglich: Sichtbar machen!
    ▪ Einbindung der/des Geförderten in weitere nationale und internationale
      Aktivitäten zwecks Popularisierung der Mobilität mit Special Needs
    ▪ Beim Einverständnis der/des Studierenden – Beiträge in den Social Media zur
      #Inklusion und #Barrierefreiheit

✓ Teilung von vorhandenen Erfahrungen und Unterstützung der Kolleg*innen aus
  anderen HEIs
✓ Aufbau von Netzwerken mit Partnerhochschulen, die spezifische Möglichkeiten
  und Angebote bieten

                                                                                    31
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Mobilität mit Special Needs
Ehemalige Geförderte berichten

                   Gespräch mit Esma Gumberidze von der Tbilisi State University (TSU), Georgien
                                                                        (auf Englisch)
                                               Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

                                                                                                   32
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
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NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil I Möglichkeiten der Sonderförderung
Nationale Agentur für
EU-Hochschulzusammenarbeit
Erasmus+ National Agency
„Higher Education“

DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
German Academic Exchange Service (DAAD)
Kennedyallee 50 | 53175 Bonn
www.daad.de

Servicenummer: 0800 2014 020
Auslandsmobilität barrierefrei
gestalten

Teil II
Erasmus 2021 bis 2027 und der Schwerpunkt
'soziale Teilhabe‘

                                            35
Inhaltsverzeichnis
(Erasmus+ soziale Teilhabe in der nächsten
Programmgeneration)
    o Warum soziale Teilhabe?
    o Erasmus+ Zwischenevaluation 2017
    o Europäisches Semester 2019 – Empfehlungen für Deutschland
    o Communiqué der Bologna Follow-up Group 2020

    o Ziele und Vorgaben
    o Erasmus+ Programmentwurf 30.05.2018
    o Erasmus Charter for Higher Education 2021-2027 Guidelines
    o Erasmus+ Programme Guide 2021 (Entwurf) – Ziele, Zielgruppen

    o Strategientwicklung, Maßnahmen, Umsetzung

    o Ihre Fragen

                                                                                36
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ Zwischenevaluation 2017

• „Es muss mehr getan werden, um benachteiligte Bevölkerungsgruppen
  besser zu erreichen und den innovativen Charakter und die Nachhaltigkeit von
  Projektergebnissen auf Organisations- und Systemebene zu verstärken.“

                                                                                 37
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Europäisches Semester 2019
Empfehlungen für Deutschland

• Soziale Mobilität nach oben ist im deutschen Bildungssystem eher selten.
  Auch nationalen Quellen zufolge sind nur wenige Fortschritte im Hinblick
  darauf erzielt worden, den Einfluss des sozio-ökonomischen Hintergrunds auf
  die Bildungsergebnisse zu verringern. … Menschen mit Migrationshintergrund
  sehen sich in der Regel allerdings vor größere Herausforderungen gestellt als
  Einheimische (S. 8)
• Einige der in den Empfehlungen festgestellten Lücken … könnten bei
  entsprechender Programmplanung für den Zeitraum 2021-2027 auch im
  Rahmen der EU-Fonds angegangen werden. (S. 8)

                                                                                  38
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Bologna Follow-Up Group (BFUG): Annex II to the Rome Ministerial Communiqué
Principles and Guidelines to Strengthen the Social Dimension of Higher Education
in the EHEA (final draft 22.10.2020)

• “Increased participation of vulnerable,
disadvantaged and underrepresented groups
in higher education produces wider benefits
with respect to decreased social welfare
provision, improved health outcomes and
increased community involvement.
Collectively, these wider benefits sustain
cohesive, democratic societies where social
justice, public good, public responsibility and
social mobility prevail.”

                                                                                   39
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ 2021-2027 Programmentwurf 30.05.2018

“The Programme has the following specific objectives: (a) promote learning
mobility of individuals and groups, as well as cooperation, quality, inclusion and
equity, excellence, creativity, and innovation at the level of organisations and
policies in the field of education and training”

                                                                                     40
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ 2021-2027 Programmentwurf 30.05.2018

Article 13b (new) Financial support measures for inclusion
1. The Commission shall … ensure that financial support measures, including
pre-financing, are put in place to facilitate the participation of people with fewer
opportunities, notably of those impeded for financial reasons. The level of
support shall be based on objective criteria.
2. In order to improve access for people with fewer opportunities and ensure
the smooth implementation of the Programme, the Commission shall … adjust or
authorise the national agencies to adjust the grants to support mobility actions
under the Programme.
3. The costs of measures to facilitate or support inclusion shall not justify the
rejection of an application under the Programme.

                                                                                       41
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ 2021-2027 Programmentwurf 30.05.2018
Article 21 Evaluation (Anhang)

Objective to measure: Inclusion
Indicators:
• Number of people with fewer opportunities taking part in mobility actions and
activities; Number of people with fewer opportunities using virtual or blended
learning tools in support of mobility under the Programme;
• Number of people with fewer opportunities using blended or virtual learning
tools because they are unable to participate in mobility activities;
• Number of newcomer organisations supported by the Programme under Key
Action 1 and Key Action 2;
• Share of people with fewer opportunities that consider they have benefited
from their participation in the Programme;
                                                                                  42
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus Charter for Higher Education 2021-2027
Guidelines

The Institution undertakes to …
• Ensure equal and equitable access and opportunities to current and prospective participants from all backgrounds, paying
particular attention to the inclusion of those with fewer opportunities.
HEIs should devise and publicise a strategy, taking into account relevant guidelines at national and European level. This
strategy should actively promote mobility opportunities abroad to people with fewer opportunities, for either economic,
social, cultural, geographical, health reasons or for reasons such as disability or educational difficulties and ensure that their
support needs can be met and their privacy respected. HEIs should give the option to all individuals applying for a mobility to
disclose that they have fewer opportunities for participation, including eligibility for additional financial support. Appropriate
support should be provided by the sending and receiving HEIs / enterprises / organisations.
Higher Education Institutions must ensure that fair and equitable opportunities are provided to all potential participants,
including those from groups with fewer opportunities for participation and usually under-represented in mobility
programmes. These include individuals with special needs, from lower socio-economic backgrounds, students with family
responsibilities, part-time jobs or enrolled in programmes where being mobile is difficult etc. HEIs should provide
supplementary support for inbound and outbound mobility participants from these groups. This can be achieved, for example,
through offering top-up grants according to national / institutional requirements, appointing an inclusion officer in the HEI,
appointing special counsellors, developing learning and teaching techniques within an environment adapted to students with
special needs, providing for extra time during exams/coursework if neccessary etc.

                                                                                                                                     43
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ Programme Guide 2021 (V1)
PRIORITIES OF THE ERASMUS+ PROGRAMME: Inclusion and Diversity (6f.)

The Programme seeks to promote equal opportunities and access, inclusion, diversity and fairness across all its
actions. … The list of such barriers, spelt out below, is not exhaustive and is meant to provide a reference in
taking action with a view to increasing accessibility and outreach to underrepresented groups.
• Disabilities: This includes physical, mental, intellectual or sensory impairments which may hinder someone’s
full and effective participation in society on the same footing as others.
• Health problems: Barriers may result from health issues including severe illnesses, chronic diseases, or any
other physical or mental health-related situation that prevents from participating in the programmes.
• Barriers linked to education and training systems: Individuals performing poorly in education and training
systems for various reasons and for early school-leavers, NEETs (people not in education, employment or training)
and low-qualified adults may face barriers. Although other factors may play a role, these educational difficulties,
while they may also be linked to personal circumstances, mostly result from an educational system which creates
structural limitations and/or does not fully take into account the individual’s particular needs. Individuals can also
face barriers to participation when the structure of curricula makes it difficult to undertake a learning or training
mobility abroad as part of their studies.

                                                                                                                         44
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ Programme Guide 2021 (V1)
PRIORITIES OF THE ERASMUS+ PROGRAMME: Inclusion and Diversity (6f.)

• Cultural differences: While cultural differences may be perceived as barriers by people from any backgrounds, they can
particularly affect people with fewer opportunities. Such differences may represent significant barriers to learning in general,
all the more for people with a migrant or refugee background – especially newly-arrived migrants –, people belonging to a
national or ethnic minority, sign language users, people with linguistic adaptation and cultural inclusion difficulties, etc. Being
exposed to foreign languages and cultural differences when taking part in any kind of programme activities may put off
individuals and somehow limit the benefits from their participation. And such cultural differences may even prevent potential
participants from applying for support through the programmes, thereby representing an entry barrier altogether.
• Social barriers: Social adjustment difficulties such as limited social competences, anti-social or high-risk behaviours, (ex-)
offenders, (ex-) drug or alcohol abusers, or social marginalisation may represent a barrier.
• Other social barriers can stem from family circumstances, for instance being the first in the family to access higher education
or being a parent (especially a single parent), a caregiver, a breadwinner or an orphan, or having lived or currently living in
institutional care.
• Economic barriers: Economic disadvantage like a low standard of living, low income, learners who need to work to support
themselves, dependence on the social welfare system, in long-term unemployment, precarious situations or poverty, being
homeless, in debt or with financial problems, etc, may represent a barrier.

                                                                                                                                      45
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ Programme Guide 2021 (V1)
PRIORITIES OF THE ERASMUS+ PROGRAMME: Inclusion and Diversity (6f.)

• Barriers linked to discrimination: linked to gender, age, ethnicity, religion, beliefs, sexual orientation,
disability, or intersectional factors (a combination of one or several of the mentioned discrimination
barriers).
• Geographical barriers: living in remote or rural areas, on small islands or in peripheral/outermost regions,
in urban suburbs, in less serviced areas (limited public transport, poor facilities), etc, may constitute a
barrier. Other difficulties may derive from the limited transferability of services (in particular support to
people with fewer opportunities) that needs to be "mobile" together with the participants when going to a
far place or, all the more, abroad.

                                                                                                                 46
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ Programme Guide 2021 (V1)
Inclusion and diversity in higher education mobility (38)

• Inclusion and diversity in higher education mobility
In order to make access to student and staff mobility as easy as possible, in line with the principles of the
ECHE, higher education institutions must ensure equal and equitable access and opportunities to current
and prospective participants from all backgrounds. These means involving participants with fewer
opportunities, including participants with special needs, students with children, students who work or
are professional athletes and students from all study fields underrepresented in mobility. Defining
internal selection procedures that consider equity and inclusion and assess applicants' merit and
motivation holistically is essential in respecting this principle. … In this context, having in place inclusion
officers within that higher education institutions helps address inclusion and diversity. Inclusion officers can
for example help raise awareness, define strategies for communication and outreach, ensure adequate
support throughout mobility in cooperation with relevant colleagues and help facilitate cooperation
between relevant staff within the institution with expertise in the field of inclusion and diversity.

                                                                                                                   47
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ Programme Guide 2021 (V1)
Cooperation partnerships: Inclusion and diversity (165)

The Erasmus+ Programme seeks to promote equal opportunities and access, inclusion and fairness across
all its actions. To implement these principles, an Inclusion and Diversity Strategy has been devised to
support a better outreach to participants from more diverse backgrounds, in particular those with fewer
opportunities facing obstacles to participate in European Projects. Organisations should design
accessible and inclusive project activities, taking into account the views of participants with fewer
opportunities and involving them in the decision-making process throughout the whole process.

                                                                                                          48
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ 2021-2027
Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Teilhabe

                                                                                     Inklusionsbeauftragte für
                                                                                      Erasmus in Hochschulen
                                                                                             installieren
                                                      Strategien für Inklusion und     (Vorschlag der KOM)
                                                      Diversität mit Bestimmung                                            Mobilität:
                                                            von Zielgruppen                                      - Top-up sozio-ökonomische
                                                                                                                   (Fördersatz bestimmt NA)
                                                           Basis: Kommission
                                                                                                                   - Sozialstipendium (falls
                                                             National: NA
                                                                                                                   zusätzliche europäische
                                                               Lokal:                                               Mittel verfügbar sind)
                                                        Hochschule/Konsortium

                                                                                                                                     Blended Intensive
                                         Verstärkung der ECHE-
                                             Prinzipien gegen
                                        Diskriminierung, für sozial
                                                                                       Soziale                                         Programmes:
                                                                                                                                   Aktion mit niedrigen
                                           orientierte Auswahl,
                                        für Diversität und Vielfalt                   Teilhabe                                         Schwellen für
                                                                                                                                individuelle/institutionelle
                                                                                                                                        Beteiligung

                                                                                                                                                               49
NA DAAD | Erasmus+ in higher education - Teil II Soziale Teilhabe 2021 - 2027
Erasmus+ 2021-2027
Zeit- und Maßnahmenplan soziale Teilhabe und Vielfalt

Europäische Kommission und NA DAAD                                              Hochschulen und Konsortien

• 2020 Entwicklung Inklusions- und                                              • 2021 Integrationsbeauftragte einsetzen
Diversitätsstrategie für den Hochschulbereich in
Deutschland                                                                     • 2021f. Entwicklung Inklusion- und
                                                                                Diversitätsstrategie für Internationalisierung
• 2021 Umsetzung der Strategie und                                              unter Berücksichtigung der Zielgruppen
Fördermaßnahmen ab Programmstart (Social Top-
up, Blended Intensive Programmes)                                               • 2021ff. Umsetzung Strategie: veränderte
                                                                                Ansprache, Auswahl und Begleitung, interne
• 2021 veränderte Auswahl (und Bewilligung) in                                  Kommunikation mit Fachstellen und
allen Leitaktionen gemäß Strategie                                              Stakeholder Groups, regionale und nationale
                                                                                Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit
• 2021/2022 Fördermaßnahmen Europäischer
Sozialfonds (nach Verfügbarkeit)
                                                                                                                                 50
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Inklusion und Diversität als Prioritäten des neuen
Erasmus-Programms – Überlegungen aus
Hochschulsicht

    • Was bedeutet das für uns? Wie können wir uns vorbereiten?
    • Was haben wir in der ECHE vereinbart, und wie können diese politischen Ziele
      in die Hochschulrealität übertragen warden?
    • Was ist die Aufgabe der HEI?/des IO? Wo sind Grenzen?

                                                                                     51
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Ist-Stand-Erhebung: Wie gut ist meine Hochschule
auf die neue Programmgeneration vorbereitet?

Wie inklusiv ist meine Hochschule?
Welche Maßnahmen brauchen wir für mehr Inklusion in der neuen Erasmus-
Programmgeneration?
➢ Ein Blick auf die Hochschulstrategie

Inwieweit finden Begriffe wie „Inklusion“ und „Diversität“ praktische Anwendung
an meiner Hochschule?

                                                                                  52
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Ist-Stand-Erhebung: Wie gut ist meine Hochschule
auf die neue Programmgeneration vorbereitet?
Wie inklusiv ist meine Hochschule?
In welcher Form setzt sich meine Hochschule mit den Herausforderungen zur
verbesserten Teilhabe und Chancengerechtigkeit im Kontext der
Internationalisierung auseinander?
Bemessungskriterien können sein:
✓ es gibt konkrete Gremien und Kontaktstellen für Beratung und Unterstützung
✓ es werden Studien und Befragungen durchgeführt, um Informationen über die
  Bedarfe und den Stand der Umsetzung der strategischen Ziele der Inklusion zu
  bekommen
✓ die Hochschule stellt finanzielle Mittel zur Förderung ausgewählter
  Studierendengruppen zur Verfügung
✓ soziale Kriterien werden bei allen Förderprogrammen in den Auswahlverfahren
  berücksichtigt

                                                                                 53
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Ist-Stand-Erhebung: Wie gut ist meine Hochschule auf die
neue Programmgeneration vorbereitet?

Wie inklusiv ist meine Hochschule?
➢ Wer sind die Stakeholder an meiner Hochschule, und wie kann ich diese in die
  Programmabläufe einbeziehen?
➢ Welche Angebote/Träger gibt es in der Region (externe Akteure)

Beispiele relevanter Stellen/Träger:
    •   Gleichstellungsbeauftragte
    •   Schwerbehindertenbeauftragte
    •   Antidiskiminierungsstelle
    •   Studentenwerk
    •   Sprachenzentrum
    •   Studierendenvertretung (AStA, Fachschaft etc.)
    •   Vereine
    •   Stadtverwaltung (etwa Amt für soziale Integration; etc.)
    •   etc.
                                                                                 54
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1. Zielgruppen identifizieren

Welche Studierendengruppen werden in Ihrer Hochschule als benachteiligt oder
unterrepräsentiert angesehen?

                                                                                55
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1. Aufgabe: Zielgruppen identifizieren

Für welche dieser Zielgruppen gibt es nach Ihrem Wissen/Ihrer Einschätzung schon
erfolgreiche Integrations-/Inklusionsstrukturen
(an der Hochschule und/oder in den Mobilitätsmaßnahmen)

                                                                                   56
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Inklusion in der Praxis
Schritte zur erfolgreichen Prozessgestaltung

Beispiel: Situation an der Universität Erlangen-
Nürnberg
Generell
-    2016-2018 Diversity Audit Stifterverband
-    2019 Einrichtung Lenkungskreis Diversität
-    Einrichtung Büro Gender und Diversity
     (www.gender-und-diversity.fau.de),
     Studentische Diversity Scouts
-    Projekt „Inklusion an der FAU“ (2019-2022):
     Barrierefreiheit
-    Verabschiedung der Prinzipien und Leitlinien
     einer Sprachenpolitik

                                                                                57
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2. Barrieren identifizieren

Im Kontext der Studierendenmobilität, welche Barrieren oder Herausforderungen
bei der Teilnahme an den Programmen sind Ihnen bekannt, z. B. von den
Studierenden benannt oder anderweitig thematisiert? (max. 3 auswählen)

                                                                                58
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2. Barrieren identifizieren – Inklusion fördern

▪ Outgoing-Mobilität
  Welche Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung, um die Zugänge zur
  Auslandsmobilität zu erleichtern?

▪ Incoming-Mobilität
  Welche Integrations- und Unterstützungsmaßnahmen stehen bereits zur
  Verfügung? Was fehlt für die diverseren Zielgruppen?

                                                                                59
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3. Kommunikation zielgruppengerecht gestalten

Was ist meine Kommunikationsstrategie, um die potentiell zu fördernden bzw.
„benachteiligten“ Personen zu erreichen?
Erfordern die Zielgruppen eine besondere Ansprache?
(Mehrfachauswahl möglich)

                                                                                60
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Von der strategischen Entscheidung zur praktischen
Umsetzung

1.     Zielgruppen in der Programmgestaltung erfolgreich integrieren
Welche strukturelle Unterstützung kann ich anbieten?
Wie divers muss/kann ich die Prozesse und Angebote gestalten, um allen
Zielgruppen gerecht zu werden?

1.     Inklusive Programmstrukturen – Administration der Inklusion
Wie kann ich die Auswahlverfahren neu gestalten, um die neuen Kriterien
einzubinden? Welche (Beleg-)Pflichten kommen auf mich und die Geförderten zu?

                                                                                61
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Chancen im neuen Erasmus Programm

Welche der folgenden Elemente werden Ihrer Einschätzung nach dabei
helfen, das Erasmus+ Programm inklusiver zu machen?
(max. 3 auswählen)
(Mehrfachauswahl möglich)
       ✓ Neue, flexiblere Formate in der Mobilität: Kurzzeitmobilität, Blended
         Mobility, virtuelle Mobilität
       ✓ Digitalisierung der Administration
       ✓ Multilingualism
       ✓ Verbesserung der Anerkennung durch konsequentere Umsetzung der
         automatischen Anerkennung
       ✓ Zusätzliche Fördermittel für ausgewählte Zielgruppen (Social Top-Up)
       ✓ Die neuen Elemente werden das Programm nicht inklusiver machen

                                                                                 62
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Chancen im neuen Erasmus Programm

Kommentar der Ergebnisse

Fragen an das neue Erasmus Programm:
-    Bieten die erwarteten Angebotsformate neue Chancen für bislang unter-
     repräsentierte Gruppen?
-    Adressieren die Ansätze des Programmentwurfs relevante Barrieren?
-    Besteht die Gefahr einer neuen Exklusivität oder Hierarchisierung von
     Programmangeboten?
-    Wie relevant ist die Vereinfachung und Transparenz der
     Programmstrukturen für die Geförderten und die Hochschulen?
-    u.a.

                                                                                63
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Inklusion in der Praxis
Schritte zur erfolgreichen Prozessgestaltung
      Beispiel Situation an der Universität Erlangen-Nürnberg
      Vorbereitung Erasmus 2021-2027
      -    Erasmus bezogen Stakeholder intern sind identifiziert: Büro für Gender und Diversity, Interdisziplinäres
           Zentrum Gender – Differenz – Diversität, Studentischer Konvent (bes. Referat gegen Diskriminierung
           und Rassismus und Referat Queer), Stabstelle Internationales inklusive Flüchtlingsprogramm „Integra“,
           Sprachenzentrum; Institut für Neues Lernen, Zentralinstitut für Wissenschaftsreflektion
      -    Ansprechpartner extern sind identifiziert: Büro für Chancengleichheit und Vielfalt/Inklusion, Stadt
           Erlangen, Nürnberger Rat für Integration und Zuwanderung, Integrationsbüro Fürth; Studentische
           Kulturvereine; Kulturzentren; Initiativen Arbeiterkind & Senkrechtstarter; Studentenwerk
      -    Evaluierung bestehender Unterstützungsformate (Beispiele KA107 Incomer: Vorabzahlung Flug +
           Kaution; Infoblätter für muslimische und jüdische Incomer, etc.)

                                                                                                                 64
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Inklusion in der Praxis
Schritte zur erfolgreichen Prozessgestaltung
Beispiel Situation an der Universität Erlangen-Nürnberg
Anstehend:
• Brainstorming & Strategieerarbeitung: Gespräche mit Büro für Gender und Diversity und Studierenden
• Definition von primären Zielgruppen, Analyse der Studierendenstruktur vor dem Hintergrund der
  Bevölkerungsstruktur der 3 Hochschulstandorte
• Erarbeitung von Kommunikationsstrukturen zusammen mit Stabsstelle Marketing, zur Vermeidung
  positiver Diskriminierung
• Planung von Umsetzungsmaßnahmen (finanziell und technisch) und neuen Unterstützungsformaten
  (Beratungsformate, Informationsformate, Workshops)
• Erarbeitung von transparenten Auswahlkriterien und Wertungs-/Gewichtungsmöglichkeiten;
  Etablierung von Prozessen; Vorüberlegungen zu Belegprüfungen (entsprechend Vorgaben NA DAAD)

                                                                                                       65
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Fazit: Was bedeutet das Ziel, Erasmus inklusiver zu
machen, für meine Hochschule?

➢ Es geht um einen Prozess mit Mehrwert, für dessen Umsetzung 7 Jahre
  eingeplant sind.
➢ Es handelt sich um einen Kultur- und Bewußtseinswandel in der eigenen
  Hochschule, in enger Verzahnung mit der die Hochschule umgebenden
  Gesellschaft.
➢ Es müssen zentrale Entscheidungen von übergeordneten Stellen getroffen
  werden.
➢ Die Zielgruppen sind gleichzeitig auch Akteure, die in die Entwicklung einer
  Handlungsstrategie an der Hochschule einbezogen werden sollten.

                                                                                 66
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Fazit: Was bedeutet das Ziel, Erasmus inklusiver zu
machen, für meine Hochschule?

➢ Es gibt nicht die EINE, bundesweit gültige Lösung, und auch keine
  europaweite.
➢ Vielfalt gilt auch für die Umsetzung an den Hochschulen. Wahrscheinlich wird
  es 400 Konzepte geben.
Tipps
➢ Auch wenn noch nicht alle Infos aus Brüssel vorliegen:
  machen Sie sich Gedanken, und beziehen Sie frühzeitig auch andere
  potentielle Stakeholder an Ihrer Hochschule mit ein.
➢ Verzetteln Sie sich nicht, sondern konzentrieren Sie sich auf die
  benachteiligten Gruppen mit dem größten Potential, zahlenmäßig oder die
  mit der besten Realsierungschancen, denn: eine absolute Gerechtigkeit gibt
  es nicht und irgendwo muss man anfangen.

                                                                                 67
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Nationale Agentur für
EU-Hochschulzusammenarbeit
Erasmus+ National Agency
„Higher Education“

DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
German Academic Exchange Service (DAAD)
Kennedyallee 50 | 53175 Bonn
www.daad.de

Servicenummer: 0800 2014 020
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